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“Beam me up, Scotty” — Transformation im Digitalzeitalter, lautet der Titel eines Webinars, mit dem Andreas Weber, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG im Team mit der PROKOM User Community ein für die Print-Branche entscheidend wichtiges Themenfeld eröffnet. Basis waren die Erkenntnisse aus dem gleichnamigen White Paper, das den Webinar-Teilnehmern zur Verfügung stand. — Anbei das Wichtigste aus der Präsentation mit praktischen Ratschlägen, wie man den Überblick behält und den Wandel im Griff hat.

Zitat:

„Die tägliche Reizüberflutung überfordert uns und macht uns fast panisch bewusst, dass der von den digitalen Techniken verursachte Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Um die digitale Transformation kommt keiner herum.“ —Andreas Weber

Themen/Struktur:

  • Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation
  • Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche
  • Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)
  • Tipps und Tricks

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Intro: Handeln durch Wandeln!

Seit mehr als einer Generation wirkt sich die „Digitalisierung“ fulminant aus (unabhängig davon, wie man den Begriff ausgelegen mag!); unsere Lebenswelten und Lebensrealitäten gehen mit fulminanten strukturellen Veränderungen einher, bei immer kürzer werden Intervallen und einem durch die Globalisierung enorm steigenden Druck. Ein guter Zeitpunkt, um dich mit Transformation aus Sicht der Print-Branche zu beschäftigen. Denn: Gerade innovative Digitaldruck-Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Produktion um nachhaltige und zukunftsorientierte Marketinglösungen ausbauen.

1. Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation als Kultur-Phänomen

Um es von Anfang an richtig zu begreifen: Transformation ist kein neuzeitlicher Begriff, er lehnt sich an das griechische METAMORPHOSES an und beschreibt sozusagen einen smarten Wandel. (μεταμόρφωσις, “Transformation, transformierend“, von μετα- (meta-), „Veränderung, Wechsel, Wendepunkt“ und μορφή (morphe), „Form“).

Evolutionsgeschichtlich nehmen Metamorphosen in der Natur und bei Lebewesen einen wichtigen Platz ein, um sich weiterzuentwickeln. Der Begriff Transformation steht immer im Kontext mit menschlicher Kultur. Und bezeichnet keinesfalls ein ausschließliches Ergebnis technischer Entwicklungen. Technisch gesehen, ist die Ausprägung bei der Bildbearbeitung durch das sog. Morphing fassbar, indem unterschiedlich Bilder verschmolzen werden zu einem neuen. Aus heutiger Sicht wird allzu leicht übersehen, dass bereits im Alten Orient die Babylonier eine Transformation des Handels einleitenden, als sie vor rund 3.500 Jahren begannen, Steintafeln zu nutzen, um ihre Angebote zu propagieren. Transformation stellt somit in erster Linie ein kulturelles Phänomen da, das die Menschheit geleitet und Innovationen im Zusammenleben ermöglicht hat.

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2. Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche

Einer der ersten, die der so verstandenen ‚Transformation‘ ein unvergessliches literarisches Denkmal gesetzt haben, war der französische Schriftsteller Victor Hugo. Hugo beschreibt im „Glöckner von Notre Dame“ von 1831 die Szene, als ein mittelalterlicher Mönch durch das Fenster seiner Schreibstube auf die Kathedrale blickt und nach der Kunde von der Erfindung Gutenbergs in Mainz kurz und prägnant vor sich hin spricht: „Ceci tuera cela!“ — Das Eine wird das Andere töten. Gutenberg hat mit seiner Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern die marktbeherrschenden Schreibstuben der Mönche überflüssig gemacht und letztlich die Neuzeit und das Informationszeitalter eröffnet. Technik war für Gutenberg nicht unwichtig, aber eben sekundär, da ein Mittel zum Zweck. Er wollte publizieren resp. seine kostbaren Publikationen möglichst gut verkaufen. Das hatte blitzartig Wirkung rund um die Welt und öffnete der Print-Branche die Tür, um fortan nachhaltig und bis heute die Kultur der Menschheit zu transformieren.

Insofern kommt der Print-Branche unverrückbar die bedeutende Führungsrolle bei Transformation zu, was übrigens die Auguren des 20. und 21. Jahrhundert im Silicon Valley besser verstanden haben als wir Europäer. Die US-amerikanische Wirtschaftselite würdigte Gutenberg im Jahr 2000 als ‚Man of the Millennium‘, da er als Mensch für andere Menschen etwas entscheidendes getan hat. Transformation im Digitalzeitalter bedeutet daher: Es geht stets um Mensch-zu-Mensch-Beziehungen. Das ‚Human-to-Human‘ ist wichtigstes Element von Social Media, IoT, AI, Big Data und anderem mehr, was die Jetztzeit und sicher auch die weitere Zukunft prägt. Kein Wunder also, dass die Print-Branche mit Beginn des Desktop-Publishings seit den 1980er Jahren und dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ die Umsätze weltweit auf über 700 Mrd. Euro steigern konnte und weitere Umsatzvolumina von über 3,5 Billionen Euro für andere Wirtschaftszweige generiert, die sich mit Datenaufbereitung für den Druck und Supply-Chain-Aufgaben u. v. m. beschäftigen. Es geht wie gesagt bei der Transformations-Wirkungsweise nur sekundär um (Druck-)Technik, sondern vielmehr um das Publizieren von Menschen für Menschen, um Erkenntnisprozesse nachhaltig zu etablieren.

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3. Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)

Die Jetztzeit wird vor allem von GAFA geprägt (kurz für: Google, Amazon, Facebook und Apple). Also genau solchen Firmen, die an den Gutenberg’schen Erfinder- und Innovationsgeist anknüpfen. Das Novum: Transformation wird Teil des Geschäftsprinzips, das sich durch neuartige, durchgängige Innovations-Plattformen abbilden lässt.

Google digitalisiert u. a. Dokumente und Bücher dieser Welt, macht also Print-Inhalte digital zugänglich; Amazon startete sein Handels-Imperium mit dem Verkauf von gedruckten Büchern. Und steigt 2016 in das On-Demand- und Online-Print-Geschäft ein (Stichworte: Amazon Print+Posters sowie Amazon Custom). Facebook hat die News-Vorherrschaft übernommen, die bis dato den Medienhäusern lukrative Verlags-Monopole sicherten und bietet Anreize für Neueinsteiger, sich mit dem automatisierten Druck von Inhalten aus Facebook-Chroniken zu widmen. Und Apple steht im Verbund mit Adobe, Aldus und Linotype für die Pionierrolle im neuzeitlichen Print. Und ist dem bis heute treu geblieben. Am 23. September 1997 gab Steve Jobs den Startschuss für den Neubeginn von Apple als Multichannel-Innovator mit dem Launch der „Think Different“-Kampagne. Zugrunde gelegt wurde von Jobs die Philosophie des ‚Digital Lifestyle‘ etabliert, der an die kulturellen Werte der menschlichen Kulturentwicklung anknüpft. Mit dem Ziel, digitale Technologien intuitive nutzbar zu machen. Die Kernbotschaft: „Communication first, Products, Services second“. Seine Technologiekompetenzen stellt Apple schon lange nicht mehr zur Diskussion, es sind einfach die besten. iPod, iMac, iPhone, iPad, iTunes, iPhoto und anderes mehr wurden so zu Selbstläufern, weil die Nutzer keine Programmierkenntnis brauchten, um bis dato nicht Mögliches nutzen zu können.

Apple blieb dem Print immer treu, bis heute: Durch hochwertige Produktverpackungen, bei der Außenwerbung und nicht zu unterschätzen durch Digitaldruck für Premium-Fotobücher und Grusskarten. In Summe versteht es Apple wie kein anderes Unternehmen der Welt, die besten Websites/virtuellen Webstores, reale Flagship-Stores, Produkt- und Softwaredesign sowie Print zu Bündeln, um Kunden via Multichannel ein maximales Lifestyle-Erlebnis zu verschaffen. Der nachhaltige Erfolg als wertvollste Marke der Welt und maximal hohe Pro-Kopfgewinne geben Apple, Steve Jobs und seinen Nachfolgern recht. Und sorgen für ein Höchstmaß an Kundenbindung und Kundentreue, das anderen, die das so nicht können oder wollen, suspekt erscheint.

Für den Print-Sektor haben sich einige kluge Köpfe das Steve Jobs-Prinzip des digital Lifestyle zu nutze gemacht. So z. B. Peter Gunning, CEO von Grafenia plc., Manchester/UK, der ein Druckunternehmen, das sich auf Online Print spezialisierte, nunmehr erfolgreich durch nettl.com eine weltweite Ladenkette etabliert, die Web/Design-, Mobile-, E-Commerce-Services mit variationsreichen Print-Anwendungen kombiniert. Das Motto von Peter Gunning: „Print is Lifestyle“ begeistert Mitarbeiter wie Kunden und mich als Experten gleichermaßen. (Lesetip: “Grafenia reinvent print”) 

 

 

Stefano Cutello, Founder & CEO von PastBook, hat ein Start-up gegründet, das erfolgreich den Schulterschluss macht zw. Mobile / Social Media und dem Druck von Fotobüchern. Cutello ist willkommener Gast bei Events im Silicon Valley, wie bei der Mobile Connect 2016. Sein Motto/Claim: „Relive Your Memories. Automagically Created for You!“ — Siehe hierzu den ValueDialog „Great task by PastBook’s CEO Stefano Cutello: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!”

Christian Kopocz mit seiner kleinen, aber feinen Firmengruppe in Lübeck (prindoz, Printmanufaktur und Buch-Handelsgesellschaft) ist ein einfallsreicher Unternehmer sowie Multichannel-Experte, der sich national und international für seine Sache im Team mit Kollegen aus aller Welt einsetzt. Er arbeitet in wichtigen Gremien mit, wie der XMPIE Users Group (als Executive Director) oder der PROKOM User Community (als EMEA-Board-Mitglied). Und er „erfindet“ grandiose Multimedia-Anwendungen, die Print auf Premium-Niveau mit maximalem Individualisierungsgrad ins Zentrum stellen.

Allen gemeinsam ist: Die genannten Beispiel-gebenden Vordenker sind Quereinsteiger im Print und nutzen Print, um Lebens- und Erfahrungsmomente aus der virtuelle Welt des Internets in die Realität zu überführen. Sie verharren nicht in höriger Technologie-Gläubigkeit (was viele Druckerei-Kollegen in die Pleite führte); denn Technologie verkauft nicht, sondern nur Werthaltigkeit. Die im Print Erfolgreichen entwickeln wahre Kreativität, die nicht nur linear weiter führt, was optimiert werden kann, sondern wahrhaft Neues erschafft. (Siehe auch die ValueAnalyse: “Wege aus dem Innovationsdilemma.)

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4. Tipps und Tricks – Guideline

„Transformation beginnt im Kopf. Und endet nach erfolgreicher Mission dort auch wieder!“ — Es ist Zeit für ein neues Denken, das sich von Technik-Gläubigkeit befreit. Auf dem Sektor der Artificial Intelligence, kurz AI, vollzieht sich dies am deutlichsten. Zum Beispiel durch „Machine learning to make human brains faster“. Denn Menschen und ihre Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge. Social Media spielt eine wichtige, besser: zentrale, Rolle bei der Vermittlung zwischen technischen Innovationen und den menschlichen Bedürfnissen, um durch Publizieren und Interaktionen Erkenntnisprozesse in Gang zu setzen.

 

Folgende Checkliste als Guideline:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten.
  3. Transformiere Dich selbst!
  4. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  5. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen
  6. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  7. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!

Fazit: Meine Empfehlung lautet: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz. Es ist eigentlich ganz einfach…

 


Zum Autor:

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG, Mainz. Sein Credo: „Am Anfang braucht man immer einen Masterplan, der sich am Vergangenen orientiert, um dann die neuen Vorgaben für die kommenden Jahrzehnte festzulegen. Wer vorankommen will, muss also zuerst zurück zu seinen Wurzeln!“

Andreas Weber ist Deutschlands führender Branchen-Analyst für Print und Experte für Innovation durch Kommunikation. Sein Motto: Beratung. Wissen. Vernetzung. Er hat Geisteswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz studiert und lebt und arbeitet dort seit 1978. 1987 entdeckte er die Kommunikation. Seitdem ist er als Kommunikationsmanager und Analyst, Verleger und Coach in der Branche tätig. — Schließlich wurde er zum Unternehmer und gründete mehrere Firmen in Deutschland und der Schweiz, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet. Die Value Communication AG ist ein weltweit aktives Institut für Forschung und Wissensvermittlung.

Kontakt:

LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber

Blog (mit zahlreichen Fach-Kommentaren und White Papers): https://valuetrendradar.com

Twitter:

@zeitenwende007

@ValueCommAG

ValuePublishing Report #ops2017.001

Bernd Zipper und Peter Gunning beim Warmlaufen zu #ops2017 auf der Bühne! — Foto: Andreas Weber.

Word-class Event. Fantastic. Unforgettable.

Das 5. Online Print Symposium zum Thema “Online-Challenge – Fokus Kundenzentrierung” am 6. / 7. April 2017 in München setzte erneut Maßstäbe. 300 hochkarätige Teilnehmer aus 15 Ländern bestätigten das Fazit: “Auf zu neuen Ufern. Mit Herz und Verstand!”


Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Die Organisatoren – Fogra, BVDM, zipcon – können stolz und zufrieden sein. Mit dem 5. Online Print Symposium 2017 (kurz: #ops2017) haben sie die Messlatte nochmals höher hängen können. Kaum ein Fachevent auf der Welt, das Print-Innovationen im Fokus hat, ist dermaßen professionell, fundiert, inhaltsreich und vor allem “menschlich” wertvoll gestaltet. Das Publikum kommt nicht nur, um dabei zu sein. Es macht mit und denkt mit. Beziehungen sind eben alles, auch im Geschäftsleben.

Vorspiel: Am Vorabend wurde bereits für die Keynote des ersten Veranstaltungstages geprobt. In gekonnt professioneller Lässigkeit. Video-Animation via Facebook: Andreas Weber für ValuePublishing.

Damit wird dem Thema “Kundenzentrierung” auf ganz besondere Weise Rechnung getragen, wie unser multimedialer “ValuePublishing Report” via Storify  eindrucksvoll belegt: Über 50 Teilnehmer und sogar Experten, die leider nicht dabei sein konnten, haben sich in der Social Media-Kommunikation eingebracht. So engagiert war bis dato noch kein Auditorium involviert. Und das ist gut so. Denn das Motto: “Tue Gutes und publiziere darüber” wird wichtiger denn je. Die durch die Bank exzellenten Referate zeigten, das Zukunft schon heute beginnt. Online Print lebt von den Effekten des Smart Shopping. Und dazu gehört eben auch Smart Communication, in der Form, dass alle Beteiligten sich einbringen können.

Peter Gunning, Günder und CEO von Grafenia plc, Manchester/UK, der mit seinem nettl.com-Projekt weltweit eine Führungsposition bei der Transformation eines Druckerei-Geschäftskonzeptes vollzog (Motto: Print is lifestyle), teilte direkt nach dem #ops2017 Symposium seine Eindrücke. Unmittelbar, in Echtzeit, emotional packend. Viele tausend Nutzer haben dies auf LinkedIn sofort und begeistert nachvollziehen können.


Ein Novum: Das Saalpublikum erwartete eine gelungene Überraschung: Als Live-TV-Reporter durfte ich mit der Unterstützung eines kompetenten Kamerateams alle Aussteller in Foyer und Atrium per Grossleinwand in den Saal beamen. 11 Firmen in weniger als 60 Minuten wurden so vorgestellt. Die Reaktionen beim Publikum waren ausgezeichnet. Denn es wurden die Aussteller nicht per Vortrag auf der Bühne, sondern vor ihren Ständen gezeigt und konnten in kürzester Zeit per Interview Auskunft geben, was sie tun und was die Besucher davon haben. Diese kamen in den Pausen zahlreich vorbei. Benchmark!


Interessant: In der Auswertung war LinkedIn die bevorzugte Social-Media-Plattform vor während und nach der #ops2017. Nicht nur Meldungen wurden in Echtzeit publiziert, sondern auch resümiert und aktiv kommentiert. Daneben baute sich via Twitter eine unglaubliche Reichweite auf, die auch jetzt, einige Tage nach der #ops2017 weiter anwächst. Es werden sicher weitere Blog-Beiträge folgen, erste Zusammenfassung sind bereits auf beyond-print.de publiziert.

Den schnellsten und einfachsten Einstieg für alle, die dabei waren oder vor allem diejenigen, die nicht kommen konnten, finden sich nachfolgend in unserem ValuePublishing Storify-Report, durch eine Zusammenstallung der rund 200 wichtigsten Tweets. Kompakter gehts kaum und vor allem: kaum authentischer!

ValuePublishing Report #ops2017 via Storify.png

Zum Betrachten bitte Link klicken: https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-the-future-of-print-is-on-line


Hinweis

Wir werden in den nächsten Tagen an dieser Stelle meinen Beitrag kontinuierlich erweitern um Inputs, Kommentare und Berichte anderer kompetenter Kollegen.

Zum Start:

Insiderbericht #OPS2017: Onlineprint – Forever Startup?

 

Insiderbericht von beyond-print.de


Online Print Symposium 2017: #OPS2017 Best-of

 

#ops2017 Best of.png


Das “Best-of”-Video (deutsch/english)


 

LiveTV mit SAPPI, Peter Goer, im Gespräch mit dem Moderator Andreas Weber

 


 

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Photos: Heidelberger Druckmaschinen AG. — Collage: Andreas Weber, Mainz/Germany.

 

“We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.” —Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG

Interview: Andreas Weber, Head of Value | German version

 

Presented to hundreds of thousands of trade visitors at drupa 2016 and on the market since January 2017 with the start of the pilot phase: the Primefire 106 – as the first industrial premium digital printing production system in B1 format it is performing successfully in the pilot phase and has proven itself at ‘MPS Multi Packaging Solutions’. An important core element of the new Heidelberg digital strategy has thus been achieved — and now is the perfect time for an exclusive interview by Andreas Weber with Montserrat Peidro-Insa, Head of Digital Sales and Digital Sheetfed General Manager at Heidelberger Druckmaschinen AG (#Heideldruck) on the subject of the market launch of the Heidelberg Primefire 106.

You joined Heidelberg just before drupa 2016. Did you expect that the traditional company would be able to develop into the pioneer of premium level industrial digital printing so rapidly?

Montserrat Peidro-Insa: I have to admit that I’m extremely positively surprised. Even my high expectations were exceeded. During my career, I’ve gained a great deal of experience with the transformation of particular market segments on the basis of digital printing. But up to that point I wasn’t very familiar with the world of offset printing as a core area of expertise of Heidelberg. Now, as Heidelberg is merging both together, I’m sure that we can meet the present and future needs of print shops and their customers in the best possible way.

What makes you so optimistic?

Montserrat Peidro-Insa: At drupa 2016, I saw the Primefire 106 in operation as a prototype for the first time, where it produced top quality inkjet print samples. Afterwards, I watched as this was implemented quickly and highly professionally in Research and Development, as well as in Engineering, within just a few weeks. After all, what is important is not only complying with ambitious machine specifications but also being able to produce at industrial level with the aid of technical innovations, in line with actual working situations. And that was achieved in an extremely short time. The engineers were open-minded, new ideas from the team and suggestions were taken into account immediately and implemented technically. Also the cooperation with our co development partner Fujifilm went very well for both sides. To be perfectly honest, I’d not experienced anything like it before. They were real highlights for me and they still have an effect today.

The pilot phase for the Primefire 106 began in January 2017. What is so special about it?

Montserrat Peidro-Insa: For a successful pilot phase in which the machine runs under production conditions at customers, two requirements must be met. 1. The technology must be complete, i.e. fully developed. 2. Innovations must meet or exceed the needs of the customer. In the context of the print shop business, this means that new printing technologies must be successful from the word go – they must work reliably from a technical and from a commercial point of view. The largest burden for print shops is winning new print job orders, which is very hard work. Once they have a job, they must be able to produce it reliably and without problems on an industrial scale. This means with top quality and speed, extremely good reproducibility characteristics and a very high level of machine availability coupled with minimum makeready times. Ensuring that this can be achieved is the core element of our job.

 

 

Aren’t high quality and an excellent uptime already standard in digital printing?

Montserrat Peidro-Insa: Unfortunately not. And this is the most important strength and USP of the Primefire 106 in comparison to other solutions on the market that either offer one or the other. With a lot of solutions, this means that the up time may be reduced to as low as 40 % if maximum quality is required. And vice versa – if you concentrate on maximum productivity, high quality standards cannot be achieved. With the Primefire 106, we have proven that we can offer both at once, as demonstrated in the pilot phase. With this machine, we set high standards in terms of dependable high quality performance, which is an indispensable requirement in our target markets of packaging and converting.

The first customer in the Primefire pilot phase is the globally operating MPS Multi Packaging Solutions, with its headquarters in New York City and its production site in Obersulm near Stuttgart. What was the key reason for this collaboration?

Montserrat Peidro-Insa: The excellent product specifications as well as outstanding features and, above all, our performance pledge were convincing factors, as everything meets the wishes and stringent requirements at MPS exactly. Furthermore, the two companies have worked together for many years, as Heidelberg is the main supplier for offset printing technology and several pilot projects have already been implemented successfully in the area of offset printing. My colleagues have done a brilliant job, which has resulted in a high degree of mutual trust being built up at many levels over a number of years. And this situation is now being transferred seamlessly to digital printing, with the additional major plus point that, with Fujifilm, we not only have a premium supplier of inkjet printheads, but Fujifilm is a development partner who actively contributes know-how and manpower in this context in order to get the best out of its technology with our machine and production concept. And that’s unique. Another factor is our industry-wide, leading service network with teams who can help out quickly if needed, either remotely or on site. And all these points were appreciated and acknowledged by more than 40 companies at our Primefire customer event at the end of January, 2017.

 

World premiere of Heidelberg Primefire 106 at drupa 2016. Video: Heidelberger Druckmaschinen AG.

 

In the context of the Primefire 106, the fact that the go-to-market and new business models will be key success factors was highlighted at drupa 2016. What must be borne in mind or what are potential new challenges?

Montserrat Peidro-Insa: Heidelberg is renowned for its excellent customer relationships and loyalty — and this is even acknowledged by its competitors. Good customer loyalty is developed when Sales as well as Service identify with the customer as much as possible, have a continual presence and are integrated into the customers’ everyday work. As this has been the case for a very long time, we don’t have to reinvent the wheel with the go-to-market activities for the Primefire. We use tried and tested elements and well-established structures in account management that are valued by our customers…

… and what is the situation as far as business models are concerned?

Montserrat Peidro-Insa: In the context of business models we need to rethink, as with industrial printing using inkjet technology one thing is of key importance – our customers must know exactly what they are paying for at all times. The click charge billing models that are commonly used for digital printing work for numerous applications that are made up of a large number of individual jobs, often with small print runs. The click costs comprise a fixed charge plus variable costs and should only amount to a maximum of 20% of the total production costs, otherwise it becomes unprofitable…

… and what exactly does this mean with respect to the Primefire 106?

Montserrat Peidro-Insa: With high-volume production with the Primefire 106 in multi-shift mode under industrial production conditions, a different approach is definitely needed, especially for packaging printing. The costs must be completely transparent before the job is started — across all process steps. We call this the “pay for what you consume” model and we have developed new types of contracts which cover all aspects related to the maintenance of the inkjet printheads and other inkjet printing production factors, such as ink, for each contract, in addition to the purchase prices of the machines. We therefore offer an economically relevant model, tailored specifically to packaging print shops, that is an important part of our performance pledge and that, in my opinion, no other manufacturer can offer at the moment.

 

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Best-in-class technology needs a great design as well: Primefire 106 celebrated its World Premiere at drupa 2016. Photos: Heidelberger Druckmaschinen AG.

 

What impact does this new business model approach have in actual situations? After all, the Primefire concept also changes the way that Heidelberg customers can go about their business.

Montserrat Peidro-Insa: That’s right, digitization in the printing industry changes the way business is done in many areas. Print shops must consider whether it is better to integrate Primefire systems into their existing operation or to separate them off into their own department/company. There is a wide variety of options for how companies want to structure and organize their digital business. From the application-related, technical side or the process workflows, we can offer comprehensive, flexible support.

Have you already received feedback from your customers’ customers – i.e. brands that use packaging?

Montserrat Peidro-Insa: Since drupa 2016, we have received feedback from companies who order packaging via our customers. The most important feedback is that digital printing solutions must be 100% reliable as the requirements are extremely high. Brand owners or print buyers who find out about the Primefire technology actively approach our customers immediately in order to be able to take advantage of the benefits themselves as soon as possible. In particular, this applies to the time to market speed at the point of sale which enables sophisticated products to be sold more easily and quickly.

What’s more, our customers are also given the chance to not only produce jobs in line with customer specifications but also to actively approach their customers/interested parties with their new ideas on the basis of the new opportunities provided by the Primefire.  This new form of creativity is expressly welcomed in order to design marketing activities that are more relevant or to address new target groups more effectively. — Incidentally, this situation has meant that our Primefire pilot customer MPS has been producing actual runs for brand customers from the cosmetics industry since the beginning of February 2017 – and not only test jobs for inspecting samples for new applications. This rapid adaptation of new printing technologies is accelerating the transformation dramatically.

As it looks today, does the success of the pilot phase meet your expectations?

Montserrat Peidro-Insa: Definitely. Without mentioning any concrete figures, we have received an enormous amount of inquiries. This is mainly because the Primefire 106 is designed as a platform that can be upgraded and therefore is expected to offer a production life of up to ten years.

To finish, can you give us a forecast of how this platform approach will develop with the Primefire 106?

Montserrat Peidro-Insa: We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing. In the next few years, there will be hardly any need to modify our Primefire technology in terms of quality, printhead technology and print image resolution. However, it is conceivable that throughput will be increased for more printed sheets per hour. New areas of application will certainly arise in the next few years. Specific solutions, for the pharmaceuticals area for example, will also be planned. This includes new opportunities in the context of digital finishing, e.g. with inline processing. And it is very important to make it clear that enhancements to the Primefire systems will be possible for existing installations for the foreseeable future due to our platform concept. Investments are therefore secured in the long term.

Thank you very much for this informative interview. It seems to me that Heidelberg has played an important role in the breakthrough of industrial digital printing

 


 

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Photo: Heidelberger Druckmaschinen AG 

About Montserrat Peidro-Insa:

Montserrat Peidro-Insa is the new force in the Heidelberg digital team. She joined Heidelberg in the spring of 2016, just in time before drupa. The former HP manager has gained many years of experience in launching professional digital printing systems, and Heidelberg would also like to benefit from this expertise. She is therefore a welcome addition to Jason Oliver’s team and is now Head of Digital Sales and Digital Sheetfed General Manager at Heidelberg. Together with her staff, she will be responsible for the market launch of the Heidelberg Primefire 106.

 


 

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Fotos: Heidelberger Druckmaschinen AG. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz.

„Wir halten, was wir versprechen: die nachhaltig industrielle Fertigung mit Digitaldruck auf Premiumniveau!“ —Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG

Interview: Andreas Weber, Head of Value | English version

Auf der drupa 2016 hunderttausenden Fachbesuchern vorgestellt und seit Januar 2017 Beginn der Pilotphase im Markt: Primefire 106 als erstes industrielles Digitaldruck-Premium-Produktionssystem im B1 Format meistert die Pilot-Phase und bewährt sich bei ‚MPS Multi Packaging Solutions‘. Damit ist ein wichtiger Kernpunkt der neuen Digitalstrategie bei Heidelberg erfüllt — und ein perfekter Zeitpunkt für ein Exklusivinterview von Andreas Weber zur Markteinführung der Heidelberg Primefire 106 mit Montserrat Peidro-Insa, Head of Digital Sales and General Manager Digital Sheetfed  bei Heidelberger Druckmaschinen AG (#Heideldruck).

Sie kamen zur drupa 2016 zu Heidelberg. Hatten Sie erwartet, dass das Traditionsunternehmen so rasend schnell zum Vorreiter im industriellen Digitaldruck auf Premiumniveau werden konnte?

Montserrat Peidro-Insa: Ich muss zugeben, dass ich äußerst positiv überrascht bin. Meine hohen Erwartungen wurden noch übertroffen. Ich habe in meiner Laufbahn reichhaltige Erfahrungen bei der Transformation bestimmter Marktsegmente durch Digitaldruck erworben. Mit der Offsetdruckwelt als Kernkompetenz von Heidelberg war ich aber bis dato nicht näher vertraut. Jetzt, wo  Heidelberg beides zusammenführt, bin ich überzeugt, dass wir heutige und künftige Bedürfnisse von Druckereien und deren Kunden bestmöglich erfüllen können.

Was macht Sie so optimistisch?

Montserrat Peidro-Insa: Zur drupa 2016 sah ich erstmals die Primefire 106 als Prototyp in Betrieb, um hochwertigste Druckmuster im Inkjet-Druck zu erzeugen. Im Nachgang erlebte ich innerhalb weniger Wochen, wie rasch und hochprofessionell die Implementierung bei Forschung und Entwicklung sowie Engineering ablief. Schließlich gilt es, nicht nur ambitionierte Maschinenspezifikationen zu erfüllen, sondern mithilfe von Technikinnovationen praxisgerecht auf industriellem Niveau produzieren zu können. Und das klappte in kürzester Zeit. Die Ingenieure waren offen im Denken, neue Ideen der Teams und Anregungen wurden sofort aufgegriffen und technisch umgesetzt. Und die Zusammenarbeit mit unserem Entwicklungspartner FujiFilm war fruchtbar für beide Seiten. Ganz ehrlich: So etwas hatte ich bis dahin noch nicht erlebt. Das waren echte Highlights für mich, die immer noch nachwirken.

Im Januar 2017 startete die Pilot-Phase für Primefire 106. Was ist das besondere daran?

Montserrat Peidro-Insa: Für eine erfolgreiche Pilot-Phase, in der bei Kunden unter Produktionsbedingungen gearbeitet wird, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. 1. Die Technologie muss fertig, sprich ausgereift, sein. 2. Innovationen müssen den Bedarf der Kunden (über)treffen. Auf das Druckereigeschäft bezogen, heisst das, neue Drucktechnologien müssen sich aus dem Stand heraus bewähren, also nicht nur technisch, sondern auch kaufmännisch solide funktionieren. Die Hauptlast ist doch, Druckaufträge zu akquirieren, das ist für Druckereien harte Arbeit. Liegt der Auftrag vor, muss reibungslos und zuverlässig industriell produziert werden können. Das heisst mit maximaler Qualität und  Geschwindigkeit, extrem guter Wiederholbarkeit und höchster Maschinenverfügbarkeit bei minimalen Rüstzeiten. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist im Kern unser Job.

Sind hohe Qualität und beste ‚Up-time‘ im Digitaldruck nicht schon Standard?

Montserrat Peidro-Insa: Leider nein. Und das ist die große Stärke und Alleinstellung von Primefire 106 im Unterschied zu sonstigen Angeboten im Markt, die entweder das eine oder das andere bieten. Was bei vielen dazu führt, dass, wenn man maximale Qualität realisieren will, die Up-time auf bis zu 40 % runtergeht. Und umgekehrt: Setzt man auf maximale Produktivität, lassen sich hohe Qualitätsstufen nicht erreichen. Mit Primefire 106 bieten wir nachweislich beides in einem, wie es sich nachweislich in der Pilot-Phase beweist. Wir setzen damit hohe Maßstäbe für dependable  high quality performance, die in unseren Zielmärkten Packaging und Converting erforderlich und unabdingbar ist.

Der erste Kunde für die Primefire-Pilot-Phase ist der global agierende Konzern MPS Multi Packaging Solutions, mit Headquarter in New York City und seinem Produktionsstandort in Obersulm bei Stuttgart. Was gab den Ausschlag zur Zusammenarbeit?

Montserrat Peidro-Insa: Die exzellenten Produktspezifikationen sowie exzellente Features und v. a. unser Leistungsversprechen überzeugten, da alles die Vorstellungen und hohen Anforderungen bei MPS exakt trifft. Zudem verbindet beide Unternehmen eine langjährige Zusammenarbeit, da Heidelberg Hauptlieferant bei Offsetdrucktechnik ist und für den Offsetdruck bereits einige Pilot-Projekte erfolgreich durchgeführt wurden. Meine Kollegen haben einen brillanten Job gemacht, was über Jahre hohes gegenseitiges Vertrauen auf vielen Ebenen aufgebaut hat. Das überträgt sich jetzt nahtlos auf den Digitaldruck, mit dem großen Zusatzplus, das wir mit Fujifilm nicht nur einen Premium-Lieferanten für Inkjet-Druckköpfe haben, sondern Fujifilm sich als Entwicklungspartner mit Know-how und Manpower aktiv einbringt, um das Beste aus ihrer Technologie im Kontext mit unserem Maschinen- und Produktionskonzept rauszuholen. Das ist einzigartig. Hinzukommt unser Industrie-weit führendes Service-Netzwerk, mit Teams, die im Bedarfsfall schnell ‚remote‘ oder vor Ort helfen. Alle diese Punkte wurden übrigens bei unserem Primefire-Kundenevent Ende Januar 2017 von über 40 Firmen geschätzt und anerkannt.

Premiere der Heidelberg Primefire 106 als Highlight im Digitaldruck auf der drupa 2016. — Life-Video: Heidelberger Druckmaschinen, Juni 2016.

Im Kontext mit Primefire 106  wurde auf der drupa 2016 betont, dass für den Erfolg das Go-to-Market und neue Geschäftsmodelle entscheidend sein werden. Was ist zu beachten respektive was sind ggf. neue Herausforderungen?

Montserrat Peidro-Insa: Heidelberg ist — das wird auch vom Wettbewerb anerkannt — renommiert für seine exzellente Kundenbeziehungen und -treue. Eine gute Kundenbindung entsteht, wenn sich der Vertrieb wie auch der Service bestmöglich mit dem Kunden identifizieren, stets Präsenz zeigen und in den Kundenalltag integriert werden. Da dies seit langem der Fall ist, müssen wir beim Go-to-Market für Primefire das Rad nicht erst neu erfinden. Wir greifen auf Bewährtes und fest etablierte Strukturen im Account-Management zurück, die von unseren Kunden geschätzt werden…

… und wie verhält sich das bei Geschäftsmodellen?

Montserrat Peidro-Insa: Bei Geschäftsmodellen müssen wir umdenken, denn im industriellen Druck mit Inkjet-Technologie ist entscheidend wichtig: Unser Kunde muss jederzeit genau wissen, wofür er zahlt. Die im Digitaldruck gängigen ‚Clickcharge‘-Abrechnungmodelle funktionieren bei einer Vielzahl von Anwendungen, die sich aus der Summe vieler Einzeljobs oft mit kleinen Auflagen generieren. Die Klickkosten bestehen aus einem Fixum plus variablen Kosten und dürfen dabei maximal 20 % der Gesamt-Produktionskosten ausmachen, sonst wird es unrentabel…

… und das heisst konkret bezogen auf Primefire 106?

Montserrat Peidro-Insa: Bei hochvolumigen Produktionen mit Primefire 106 im Mehrschichtenmodus unter industriellen Fertigungsbedingungen braucht es in jedem Fall einen anderen Ansatz, gerade im Verpackungsdruck. Es muss vor Auftragsbeginn eine umfassende Kostentransparenz bestehen — über sämtliche Prozessschritte hinweg. Wir nennen das „Pay for what you consume“-Modell und haben neue Vertragsformen entwickelt, die neben Maschinen-Kaufpreisen per Vertrag alle Aspekte der Instandhaltung der Inkjet-Druckköpfe und sonstiger Inkjet-Druck-Produktionsfaktoren wie die Tinte umfasst. Damit bieten wir ein ökonomisch relevantes, für Verpackungsdruckereien zugeschnittenes Modell, das ein wichtiger Teil unseres Leistungsversprechens darstellt und das aus meiner Sicht zur Zeit kein anderer Hersteller bieten kann.

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Funktionsbereiche der Primefire 106: 1. Anleger 2. Conditioning-Werk 3. Jetring-Werk 4. Trocknersystem 5. Lackierwerk 6. Prinect Digital Center Inline mit Perfect Stack-Technologie. Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG

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Nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch ein Glanzstück. — Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG

Wie wirkt sich dieser neue Geschäftsmodellansatz in der Praxis aus? Das Primefire-Konzept verändert ja auch die Art und Weise, wie Heidelberg-Kunden ihr Geschäft angehen können.

Montserrat Peidro-Insa: In der Tat, die Digitalisierung im Print ändert die Art und Weise des Geschäfts über viele Bereiche hinweg. Druckereien müssen abwägen, ob sie Primefire-Systeme in den bestehenden Betrieb integrieren oder in eine eigene Abteilung/Firma ausgliedern. Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, wie man sein ‚Digital Business‘ ausrichten und organisieren möchte. Von der anwendungsbezogenen, technischen Seite oder den Prozessabläufen können wir alles flexibel unterstützen.

Haben Sie schon Feedback von Seiten der Kunden Ihrer Kunden, also Marken, die Verpackungen einsetzen?

Montserrat Peidro-Insa: Seit der drupa 2016 bekommen wir Feedback seitens der Auftraggeber für Verpackungen über unsere Kunden. Das Wichtigste ist, dass Digitaldruck-Lösungen hundertprozentig verlässlich sein müssen, da die Anforderungen extrem hoch sind. Markeninhaber respektive Print Buyer, die von der Primefire Technologie Kenntnis erhalten, gehen sofort aktiv auf unsere Kunden zu, um die Vorteil möglichst schnell für sich nutzen zu können. Dies ist insbesondere das Time-to-Market-Momentum am Point-of-Sale, um anspruchsvolle Produkte einfacher und schneller verkaufen zu können.

Und: Unsere Kunden erhalten zudem die Chance, nicht nur gemäß Kundenvorgaben Aufträge zu produzieren, sondern auf Basis der neuen Möglichkeiten der Primefire mit ihren Ideen aktiv auf ihre Kunden/Interessenten zuzugehen. Diese neue Form der Kreativität ist ausdrücklich erwünscht, um Marketingaktivitäten relevanter zu gestalten bzw. neue Zielgruppen besser zu erreichen! — Nebenbei, dieser Umstand hat dazu geführt, das unser Primefire-Pilotkunde MPS bereits seit Anfang Februar 2017 für Markenkunden aus dem Beauty-Bereich  echte Produktionen fährt – und nicht nur Testjobs quasi zur Bemusterung neuer Anwendungen. Diese schnelle Adaption neuer Print-Techniken beschleunigt die Transformation ganz erheblich.

Aus jetziger Sicht: Trifft der Erfolg der Pilot-Phase ihre Erwartungen?

Montserrat Peidro-Insa: Definitiv. Ohne dass ich konkret Zahlen nennen darf, die Anfragen sind enorm. Vor allem auch, weil Primefire 106 als Plattform ausgelegt ist, die Upgrade-fähig ist und daher in der Vorausschau bis zu zehn Jahre Produktionseinsatz bieten kann.

Können Sie zum Abschluss einen Ausblick geben, wie sich dieser Plattform-Ansatz mit Primefire 106 entwickeln wird?

Montserrat Peidro-Insa: Wir halten, was wir versprechen: Die nachhaltig industrielle Fertigung mit Digitaldruck auf Premiumniveau! An unserer Primefire Technologie wird in den nächsten Jahren kaum ein Änderungsbedarf entstehen, was Qualität, Druckkopftechnik und Druckbildauflösung angeht. Denkbar ist aber, den Durchsatz zu steigern, mit mehr Druckbogen pro Stunde. In den nächsten Jahren werden sicher neue Anwendungsbereiche hinzukommen. Zudem geplant werden spezifische Lösungen, wie z. B. für den Pharma-Bereich. Hierzu gehören auch neue Möglichkeiten im sog. Digital Finishing, z. B. mit Inline-Verarbeitung. Ganz wichtig ist aber festzuhalten: Erweiterungen der Primefire-Systeme können aufgrund unserer Plattform-Konzeption bei bestehenden Installationen auf absehbare Zeit vorgenommen werden. Damit sind Investitionen sicher und nachhaltig wirksam.

Besten Dank für das informative Gespräch. Mir scheint: Heidelberg hat dem industriellen Digitaldruck zum Durchbruch verholfen!


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Montserrat Peidro-Insa ist die neue Powerfrau im Digitalteam von Heidelberg. — Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG

Zur Person

Montserrat Peidro-Insa ist die neue Powerfrau im Digitalteam von Heidelberg. Sie kam in Frühjahr 2016 gerade noch rechtzeitig vor der drupa zu Heidelberg. Die ehemalige HP Managerin hat viele Jahre Erfahrung in der Markteinführung von professionellen Digitaldrucksystemen. Davon möchte auch Heidelberg profitieren. Sie ergänzt daher das Team von Jason Oliver und ist jetzt Leiterin Digital Sales und General Manager Digital Sheetfed bei Heidelberg. Sie wird sich zusammen mit ihren Mitarbeitern um die Markteinführung der Heidelberg Primefire 106 kümmern.


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In der Gutenberg-Stadt Mainz wurde im Frühjahr 2016 der Architektur-Wettbewerb zum Museums-Neubau entschieden. Gutenbergs Erbe soll damit auf höchstem kulturellen Niveau ins Digitalzeitalter überführt werden. Fotos: Gutenberg-Museum Mainz. Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

 

ValueTrendRadar Analysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 3)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 

Ergebnisse aus Teil 2

(Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro)
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


 

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Teil 3:  Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Über 1.800 stellten alleine auf der drupa 2016 aus. Die Spanne bei den Zulieferern für Druckereien reicht von breit aufgestellten Multimilliarden-Konzernen über Mittelständler bis hin zu spezialisierten Kleinbetreiben und Start-ups mit 5 bis 10 Mitarbeitern. Hinzukommt eine Heerschar von Fachhändlern. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angebote konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind. Zu den ‚ganz Großen‘ Techniklieferanten zählen Hersteller von Papier/Bedruckstoffen aller Art sowie die von Verbrauchsmaterialien, wie Druckfarben etc. sowie neben den deutschen Druckmaschinenbauern über ein halbes Dutzend Konzerne aus dem IT/Datenmanagement sowie dem Imaging- und Kopiertechnik-Bereich.

Von den Letztgenannten sahen sich die großen Digitaldruck-Technik-Anbieter näher an der Digitalisierung und waren bestrebt, neue Verfahrenstechniken im Druck durchzusetzen. Dies führte zu einem wahren Investitionsboom in neue Drucktechnik. Die reinen Digitaldrucktechnikentwickler haben in den vergangenen 25 Jahren die höchsten Summen in Forschung und Entwicklung investiert: Über 100 Milliarden Euro wurden vorwiegend in den USA und Japan von börsennotierten Konzernen wie HP, Kodak, Xerox sowie Canon, Fujifilm, Konica Minolta oder Ricoh für Digitaldruck-Technik-Entwicklung aufgewendet. Dies kam vor allem dem Konsumentendruck sowie dem sog. Office-Printing zugute. Für die Druckindustrie lautete die Strategie: Stellplätze für Digitaldruckmaschinen erobern, da Techniklieferanten nicht nur Maschinen verkaufen, sondern auch jahrelang an deren Nutzung per Click-Rate pro Druckseite verdienen. Ein Manko: Klickpreise bilden in der Druckbranche ein unübliches und bis heute ungewohntes Geschäftsmodell, da industriell produzierende Druckereiunternehmen die Vollkosten einer Druckmaschine im Vorfeld kennen müssen. [Hinweis: Die Kritik am nicht marktkonformen Vermarktungsgehabe für Digitaldruck hatte ich in einem offenen Brief im Juli 2014 formuliert. Siehe: „ValueCheck! — Alert! Digital Print crashes! More worse than expected!“

Das Dilemma: Die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand haben sich auf die Börsenkurse der genannten Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt: Alle Genannten verzeichnen über Jahre Stagnation oder sogar einen Rückgang ihres Aktienwertes. (Siehe Screenshots zur Kursentwicklung der letzten fünf Jahre). Die Marktkapitalisierung liegt auf niedrigem Niveau bzw. deutlich unter den Umsatzvolumen. Die Ausnahme: Der Imaging-Konzern Canon, dessen Marktkapitalisierung in etwa dem Umsatz entspricht. Ebenso wenig haben sich die hohen Investitionen auf die Volumenanteile am globalen Gesamtvolumen von Druckseiten ausgewirkt: Von den rund 50 Billiarden Druckseiten pro Jahr entfallen laut Xerox nur 2 Prozent (!) auf den Digitaldruck. Bedacht werden muss, dass die Umsatzerlöse pro Druckauftrag/Druckseite im Digitaldruck kostenintensiver sind, gerade wenn z. B. mit variablen Daten gedruckt wird. Daher wird für das Jahr 2015 von einem Umsatzvolumenanteil von rund 15 Prozent am Gesamtmarkt ausgegangen.

 

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Auszug aus dem Vortrag von Andreas Weber: #drupa2016 Review. Grafik: Chart von Xerox, drupa Pressekonferenz am 1. Juni 2016

 

Screenshots zur Kursentwicklung börsennotierter Digitaldruck-Technikkonzenen. Stand 11. Oktober 2016. Quellen: MSN Money, Yahoo! Finanzen, OnVista, Wallstreet Online. Hinweis: HP Inc. notiert seit dem Splitting und absolviert sein erstes Geschäftsjahr. Inkl. dem Q3 2016 ging der Umsatz in der Sparte Printing im Jahresvergleich um 14 % zurück.

 

Der Grund, warum man sich bei der Vermarktung von Digitaldrucktechnik schwer tut, liegt vor allem in einer großen Unkenntnis dessen, was im Kern den Druckereimarkt in seiner Besonderheit ausmacht — bis hin zu grundlegenden Verständnisproblemen: Digitaldrucktechnik-Hersteller sprechen nicht die Sprache der Drucker, sondern die der IT/Computerwelt. (Siehe ValuePublishing drupa-Analyse: #drupa2016 Review Teil 2: Worauf es wirklich ankam!  

Zudem agieren diese Anbieter als Groß-Konzerne mit vielen Hierarchiestufen, komplexen Strukturen, häufig wechselnden Ansprechpartnern, was vielen Druckereibetreiben Unbehagen oder sogar Probleme bereitet. Denn bevorzugt werden direkte Wege, gute und nachhaltige persönliche Kontakte zu den Lieferfirmen etc., die langfristig Vertrauen aufbauen und pflegen. Das (berechtigte) Credo der Druckereien: Es muss stets gehalten werden, was versprochen wird!

 

Zwischenruf

Spitzfindig könnte man aufgrund zahlreicher, immer gleicher Presseverlautbarungen der Digitaldruck-Techniklieferanten feststellen: Die Positionierung der großen Anbieter ist nahezu identisch. Alle sind (angeblich) globale Marktführer mit dem größten respektive breitesten Portfolio. Das „Print is Big“-Paradigma (siehe Teil 1) verspricht beste Aussichten, nachhaltig hohe Profite mit der Entwicklung und dem Verkauf von innovativer Drucktechnik zu machen. Nur in der Anwendung ergibt sich ein anderes Bild, da Digitaldruck-Technik in der industriellen Druckproduktion noch längst nicht dominiert.

Der Grund erschließt sich durch das in der Wissenschaft als Produktivitätsparadoxon bezeichnete Dilemma der Digitaldrucktechnik. Durch empirische Studien wurde die Hypothese untermauert, dass, insbesondere im Dienstleistungssektor, kein positiver Zusammenhang zwischen Investitionen in die Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) und der Produktivität auf volkswirtschaftlicher oder unternehmerischer Ebene zu bestehen scheint. Erklärungsansätze hierfür sind neben Fehlern in der Messmethodik u.a.:

  • Verzögerung zwischen Einsatz und Wirkung (Nutzer müssen erst mit dem neuen System umgehen lernen).
  • Managementfehler und unzureichende Nutzung der Potentiale beim Einsatz der Technologie.
  • Gewinndistribution zwischen Unternehmen und Unternehmensteilen.
  • Negative Auswirkungen des Informationszuwachses.
  • Negative Auswirkungen durch den Aufwand der mit der Einführung der Technologie erforderlichen Reorganisation der Arbeitsabläufe.
  • Weiterentwicklung von Software mit vergleichsweise geringem Effektivitätszuwachs bei stark steigenden Hardwareanforderungen und hohem Anpassungsaufwand.

 

Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die massiv und allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen. Aber: Firmen wie Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und hohe Marktanteile behalten (Heideldruck führt mit über 40 Prozent beim Offsetdruck).

 

Übrigens: Um mit den Druckereikunden den Großteil der industriell gefertigten Druckproduktionen solide stemmen zu können, konnte die Gesamtriege der Offset- und Flexodrucktechnik-Hersteller (neben KBA, Heideldruck v. a. Bobst, Cerutti, Esko, Goss, Komori, Presstek, Ryobi, W&H sowie bis 2011 manroland AG) mit Forschungs- und Entwicklungsgeldern von deutlich unter 10 Milliarden Euro (also weniger als einem Zehntel der Digitaldruck-F&E-Investments) im Vergleichszeitraum seit 1991 auskommen. Zudem sind die Investitionen, die industrielle Druckereien pro Jahr leisten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, im Offset- und Flexodruck niedriger anzusetzen als bei Digitaldrucktechnik, da hier wie im Zwischenruf dargelegt nicht auf Vorhandenes zurückgegriffen werden kann, sondern neue Infrastrukturen und Geschäftsmodelle geschaffen und implementiert werden müssen. Der Aufwand und damit die Kosten steigen zusätzlich noch, wenn eine Reorganisation der Arbeitsabläufe, Schulungen, Workflowanpassungen u. v. m. erfolgen müssen. Hinzu kommt, dass die Maschinenverfügbarkeit bei vielen High-End-Digitaldruck-Systemen (z. B. von bestimmten Xerox- und HP Indigo-Digitaldrucksystemen) unter 70 Prozent liegt, also deutlich zu niedrig ist für industrielle Fertigungsstandards, die 90 bis 95 Prozent betragen sollten.

 

 

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Übersehen wurde durch den „Glanz“ der progressiven Digitaldruck-Investments: Die deutschen Maschinenbauer haben ihren Fokus geschärft, die Kernkompetenzen ausgebaut, klassische Produktlinien komplett überarbeitet, Serviceleistungen (wie v. a. bei Heidelberger Druckmaschinen) enorm ausgebaut und können nunmehr wie in Teil 2 aufgeführt durch Kooperationen mit Digitaldruck-Technik-Konzernen integrierte Gesamtlösungen (Mix von Offset- und Digitaldruck inkl. integrierter Prozesssteuerung) anbieten.

Vereinfacht dargestellt: Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat ihren Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Damit ist man als Druckereibetrieb dem Zwang entkommen, sich ultimativ für das eine (Offset/Flexo) oder das andere (Digitaldruck) entscheiden zu müssen. Und kann bei gewohnten Lieferanten alles aus einer Hand bekommen. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone)-Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt. Dazu sind enorme Anstrengungen nötig, wie sich am Beispiel des Imaging-Konzerns Canon auf der drupa 2016 ablesen lässt. Siehe: ValuePublishing drupa 2016 Review, Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“).

Wie Anleger und Experten aus dem Finanzbereich urteilen

Durch die drupa 2016 ergab sich öffentlichkeitswirksamer als früher ein klares Bild, warum und aus welchen Gründen die ‚traditionellen‘ Drucktechniklieferanten Wachstumschancen haben. Nachfolgend einige Auszüge aus Kommentaren von deutschen Aktien- und Anlageexperten zu Heideldruck und KBA:  

„Koenig & Bauer und Heideldruck profitieren von Analystenlob – Eine positive Analystenstudie hat am Donnerstag die Aktionäre der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer und Heidelberger Druck erfreut. Quelle: Wallstreet Journal/Nachrichtenagentur: dpa-AFX, 18.08.2016.

„Dennoch sehen noch immer einige Investoren die Druckindustrie als strukturell sterbende Branche an – ein Fehler!“

Quelle: Der Aktionär mit Review von KBA: Druckmesse Drupa startet – das müssen Anleger wissen!

„… neuen Gesellschaftsstruktur [von KBA] steht die strategische Weiterentwicklung der Gruppe und das Wachstum in Zukunftsmärkten wie dem Verpackungs- und Digitaldruck im Fokus…“

„…Vor allem im Verpackungsdruck, der bereits für rund 70 Prozent der KBA-Erlöse steht, will der Vorstand Marktanteile gewinnen…“

Quelle: http://www.deraktionaer.de/aktie/displayAction-245310.htm

„Heidelberger Druck: Chance von 100 Prozent — Der Aufwärtstrend ist intakt. Der Auftragsbestand ist deutlich gestiegen. Analysten sind zuversichtlich.“

„Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist seit vielen Jahren ein wichtiger Anbieter und Partner für die globale Druckindustrie. Das Portfolio des Unternehmens fokussiert die Wachstums-Bereiche der Branche. Es basiert auf Equipment, Service und Verbrauchs-Materialien.“

„Mit einem für 2017 geschätzten Gewinnvielfachen von 8,4 scheint die Aktie der Heidelberger Druck günstig gepreist. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Heidelberger Druck von 3,20 auf 3,10 Euro gesenkt, stuft die Aktie aber weiterhin mit ‚Buy‘ ein.“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Ingmar Königshofen, Geschäftsführer FSG Financial Service Group 31.08.2016.

„Heidelberger Druck: Langsam wieder vielversprechend. Aber auch fundamental ist der Wert durchaus wieder aussichtsreich. Die Erholung des Konzerns verläuft bislang nicht linear, sondern in Wellen. Von zwischenzeitlichen Rückschlägen sollte man sich daher nicht zu stark irritieren lassen.“

„Dass der übergeordnete Trend stimmt, zeigt der starke Auftragseingang zur Branchenmesse drupa. Es ist durchaus möglich, dass der Konzern dies angesichts eines rundüberholten Portfolios in eine nachhaltig höhere Dynamik mit besseren Margen ummünzen kann.“

„Die Analysten jedenfalls glauben an die Story (…).“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Holger Steffen, Chefredakteur Aktien-global.de, 31.08.2016.

 

Zwischenergebnis

Anleger und die Börse honorieren demnach den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck, die sich beide komplett neu aufgestellt haben und mit der frühzeitig einsetzenden vor-drupa-Kommunikation seit Ende 2015 transparent machten, wie sie ihren jeweiligen Weg angehen. Gute Verkaufserfolge auf der drupa 2016 konnten bestätigen, dass im Markt ankommt, was beabsichtigt war. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung. Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato kaum positiv ausgewirkt.

 


 

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Die Wirtschaftspresse wie z. B. das Handelsblatt sieht KBA und Heideldruck im Aufwind.

Im Vergleich: Positionierung, Strategie und Perspektiven von KBA und Heideldruck

KBA und Heideldruck sind zweifellos die weltweit traditionsreichsten Hersteller von Drucktechnik und stehen im direkten Wettbewerb. Dennoch sollte man beide Firmen nicht über einen Kamm scheren.

KBA

KBA positioniert sich seit jeher als exklusive, kundennahe Technikschmiede mit klarem Fokus auf vertikale Märkte. Weltweit gilt KBA als Nummer 2 hinter Heideldruck. Jahrzehnte lang hat man sich vor allem per Rotationsdruck-Produktionsanlagen auf Zeitungs- und Magazindruck spezialisiert und daneben Premium-Bogenoffsetdruckmaschinen gebaut, gerade auch im Großformat. Strukturelle Veränderungen im Printmedien- und Verlagsgeschäft brachten einen drastischen Einbruch: Der Haupt-Umsatzbringer Zeitungs-/Magazindruck kippte weg.

Die 2015 abgeschlossene Re-Organisation und Neuausrichtung zielten erfolgreich darauf ab, neue vertikale Märkte zu besetzen: Das Geschäft im Verpackungsdruck soll laut KBA für 70 Prozent des Umsatzes sorgen. Im Juli 2016 erfolgte durch Akquisition des Stanzmaschinenherstellers Iberica der Einstieg in Druckweiterverarbeitungslösungen für Verpackungskunden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 wird bei einem Konzernumsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro eine EBT-Rendite von 4 Prozent erwartet. Mit einem Kursanstieg von 38,9 Prozent in den ersten sechs Monate des Jahres 2016 entwickelte sich die KBA-Aktie deutlich besser als der DAX (-9,9 Prozent) und der SDAX (-3,5 Prozent).

Das Angebot von KBA gliedert sich seitdem in drei Segmente (Zahlen beziehen sich auf das 1. Halbjahr 2016)

  • Segment Sheetfed (Bogendruck): >22 Prozent Wachstum bei 291,7 Millionen Euro Umsatz und 8,6 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Special (v. a. Wertpapierdruck und flexibler Verpackungsdruck): >37 Prozent Wachstum bei 233,9 Millionen Euro Umsatz und 20,1 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Digital & Web (industrieller Digital- und Rotationsdruck): >75 Prozent Wachstum bei 64,5 Millionen Umsatz und -0,9 Millionen Segmentgewinn.

Quelle: Konzernzwischenbericht 1. Halbjahr 2016 

 

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Der Vorstandsvorsitzende von KBA, Claus Bolza-Schünemann, war 2016 Präsident der globalen Leitmesse drupa. Foto: Andreas Weber, während der VDMA pre-drupa Pressekonferenz am 4. April 2016 in Frankfurt am Main.

Chancen

In seiner vertikalen Ausrichtung mit fokussierter Kompetenz folgt KBA der Vorstellungswelt der etablierten Druckbranche und kann dadurch mittelfristig kontinuierlich wachsen, ohne das Geschäftsmodell verändern zu müssen. Die Öffnung zum Digitaldruck durch Kooperationen wie z. B. mit HP und Xerox wertet das Portfolio auf.

Herausforderungen

A) Der hohe Auftragseingang fordert die durch die Re-Organisation verschlankten Produktionskapazitäten stark, was die Lieferzeiten verlängert.
B) Um maßgeblich Entwicklungen und Möglichkeiten von Print im Digitalzeitalter zu antizipieren und zu beeinflussen, hat es KBA bis dato versäumt, sich Expertise im Bereich IT/BigData/Cloud/E-Commerce/Multichannel in Verbindung mit Print zu verschaffen. Es fehlt der Blick über den Tellerrand.

 


 

Heideldruck

Branchenprimus Heideldruck positioniert sich seit Jahrzehnten als Allrounder für die gesamte Druckindustrie und besitzt die stärkste Strahlkraft als Marke, gerade auch bei den wichtigsten Kunden der Druckereien. Pre-Media-, Workflow- und Druckweiterverarbeitungslösungen ergänzen die Drucktechnikangebote mit einem Weltmarktanteil von rund 40 Prozent im Bogenoffsetdruck. Hinzu kommen vor allem Services (inkl. dem Vertrieb von Verbrauchsmaterialien) sowie Prozess- und Geschäftsmanagement-Support, die bereits 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

In dem Bestreben, es allen recht zu machen, hatte man sich bei Heideldruck verzettelt und wurde nach 2008 durch die Krise der Druckbranche in den Abwärtsstrudel gezogen. Nach der drupa 2012 wurde das Unternehmen verschlankt, neu fokussiert und besser auf die Bedürfnisse der global und industriell ausgerichteten Kunden ausgerichtet. Darunter zählen vor allem auch Kunden aus dem Online-Print-Sektor sowie dem Verpackungs- und Etikettendruck; im Verpackungs- und Etikettenmarkt nimmt Heideldruck seit langem eine führende Rolle ein (mit über 700 Millionen Euro Jahresumsatz für seine Packaging-Lösungsangebote, darunter auch die Gallus-Produktlinie für Labelprinting).

Mit dem 4D-Printing hat Heideldruck gemäß den Marktanalysten von Gartner als erster Drucktechnikhersteller eine von rund zwei Dutzend „Emerging Technologies“ marktreif für Kunden platziert. Quelle: Gartner: Hype Cycle for Emerging Technologies, July 2016 

Die Marketing- und Kommunikationsleistung von Heideldruck hat sich sichtbar verstärkt. Gemäß dem induxx Industrieplattform-Ranking steht Heideldruck im „Gesamtranking Social Media B2B an der Spitze bei Druck- und Papiertechnik“. Quelle: induux.com Zudem wurde Heideldruck für innovative Softwareanwendungen mit dem ›Digital Leader Award‹ ausgezeichnet. Quelle: Digital Leader Award 2016 – Heidelberger Druckmaschinen AG — Weltmarktführer bei Druckmaschinen baut mit Big Data seine Wertschöpfungskette aus

 

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Heideldruck unterscheidet mit Heidelberg Equipment und Heidelberg Services zwei Haupt-Segmente mit jeweils rund 50 Prozent Umsatzanteil. Das Geschäftsjahr von Heidelberg schließt zum 31. März ab. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 betrug 2,51 Milliarden Euro; Gewinn vor Steuern (EBITDA) 189 Millionen Euro, Ergebnis nach Steuern 28 Millionen Euro.  Quelle: Geschäftsbericht 2015/2016. Der Umsatz 1. Quartal 2016/2017 betrug 486 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBITDA) 1 Million Euro, das Ergebnis nach Steuern -37 Millionen Euro. Quelle: Zwischenmitteilung Q1 2016/2017.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 wird ein Umsatzplus von 4 Prozent erwartet, um dem Erreichen der 3 Milliarden Euro-Grenze und der Steigerung des Netto-Gewinns plangemäß näher zu kommen. In Jahresfrist schwankte der Aktienkurs zwischen 2,80 und derzeit leicht über 2,10 Euro. Moody’s erhöhte den Ausblick auf ‚positiv‘, das Rating wurde mit B3 bestätigt. Zum Ausblick siehe Bericht zur Hauptversammlung vom 28. Juli 2016.

Heideldruck hat damit erfolgreich den Schritt vollzogen, nach der Restrukturierung mit Kosteneinsparungsmaßnahmen, sein Geschäft wieder dynamisch auszuweiten. Das erweiterte Portfolio sowie der Fokus auf Digitalisierung und Services reduzieren die Abhängigkeit vom naturgemäß zyklisch verlaufenden Druckmaschinenverkauf, was der Stabilität des Aktienkurses künftig zu gute kommen sollte.

 

Heideldruck-Video: „drupa 2016: Smart Print Shop – Smart Services – Smart Collaboration“ 

 

Heideldruck treibt die Digitalisierung der Branche aktiv voran und macht das drupa-Motto ›Simply Smart‹ zum langfristigen Programm. Die wichtigsten Aspekte:

  • Wandel vom Maschinenbauer zum Innovationstreiber für die Kommunikation mit Print im Digitalzeitalter
  • Kunden werden industrielle Druckproduktionstechniken PLUS Digitalisierungs-Know-how auf breiter Basis zur Verfügung gestellt.
  • Intelligente Automatisierung im Offsetdruckbereich: Mit ›Push to Stop‹-Philosophie und autonomem Drucken prägt Heidelberg maßgeblich die industrielle Druckproduktion der Zukunft.
  • Digitaldruckportfolio ›Fire‹ soll einen Wendepunkt für die Branche markieren – und ist komplementär und vernetzbar mit den Offsetdruck-Lösungen nutzbar.
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse durch innovative, Cloud-basierte Servicelösungen via Informations- und Serviceportal ›Heidelberg Assistant‹ (auf der drupa 2016 mehr als 5.500 Neukunden für Heidelberg eShop). Quelle: Heideldruck Zwischenbericht Q1 2016/2017. 

Chancen

Zum ersten Mal wurde durch Heideldruck eine plausible, ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print erarbeitet, die der industriell ausgerichteten Druckbranche ermöglicht, die digitale Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung einbezogen.

Herausforderungen

A) Die neue Firmenpositionierung und -strategie weicht von bekannten Mustern ab, ist hoch komplex und daher nicht für jeden sogleich verständlich. Denn das Maß aller Dinge sind nicht mehr wie bisher Maschinenverkäufe. Extern (Markt, Anleger, Presse, Kunden) wie auch intern (mindestens noch rund 25 Prozent der Mitarbeiter, die in hohem Maße den Kulturwandel bewältigen müssen) bestehen Verständnislücken.

B) Neue, auf Interaktion ausgerichtete Vertriebsimpulse sind nötig, um beim Go-to-Market die Innovationskraft des Portfolios/Leistungsangebots noch besser zu nutzen.

 


 

Fazit

  • Die Mehrzahl der Techniklieferanten für Druckereien liefert Silo-artig nur Module und/oder Einzellösungen zur Optimierung der bestehenden Produktionstechniken. Sie entsprechen dadurch nur selten den Anforderungen der digitalen Transformation. Denn es sind ganzheitliche Lösungen nötig, die sich auf alle Produktions- wie auch sämtliche Geschäftsprozesse beziehen.
  • Reine Digitaldrucktechnik-Hersteller respektive -Lieferenten haben verstärkten Aufwand, vor allem, wenn sie nur auf Verdrängungswettbewerb durch Substitution aus sind. HP und Xerox haben das im Ansatz verstanden und suchen Kooperationen. 
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei m. E. Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.

Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der industriell ausgerichteten Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 


 

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Resümee und Gesamt-Fazit der dreiteiligen ValueTrendRadar-Analyse

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize. Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig.

Print steht so gut dar wie noch nie zuvor und hat den Anschluss an das Digitalzeitalter gefunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich. Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung. Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer! Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.

Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

 


 

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Bei Bedarf sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

 

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Highly attractive for startup companies such as PastBook in Amsterdam – print combined with social media provides access to new customer groups worldwide. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

Executive summary of analysis by Andreas Weber, Head of Value

Also see the analysis commentary.

 

Print is becoming increasingly relevant – not only on the stock markets, but also and in particular with professional investors.

However, a closer look throws up a great many questions and even contradictions for (industry) outsiders. It is virtually impossible to obtain an overview of the position of “print as a business” from the current situation. This is because print is big – with an annual turnover of some US$898 billion (approx. €830 billion) in 2015.

In order to be able to evaluate print correctly, three different aspects need to be examined and assessed:

  1. (Global) economic importance of print
  2. (Unexpected) growth drivers in the print business
  3. Positioning and strategies of technology suppliers

 

 

1. (Global) economic importance of print

  • The print market is extremely important, rivaling automotive engineering, the financial sector, and advertising. This is actually nothing new and has been the case for generations!
  • One key trend in the print shop market is that print shops are becoming leaner, but added value needs to increase despite shrinking production volumes. Print shops must therefore continue investing so as to improve production efficiency and unlock new growth markets.
  • drupa 2016 made it clear on a global level that print media have by no means had their day and can be put to more effective use than ever. It is therefore wrong to paint a gloomy picture. The prospects are excellent!
  • The only way to add more value with print, though, is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself!
  • New kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print.
  • In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership.

 

CIMPRESS, the world market leader in online print, has turned its new headquarters on the east coast of the United States into a creative temple for the art of printing that attracts talented “digital natives” to its workforce. Photo: Screenshots from Margulies Perruzzi Architects video. 

 

2. (Unexpected) growth drivers in the print business

A) Strong growth impetus for print thanks to digital pioneers

B) Online print – the most dynamic growth segment at present

  • More than any other part of the printing industry, the online print sector is a pacesetter that is already seeing strong sales, with significantly higher double-digit growth and maximum profitability thanks to standardization and automation.
  • Relevant technical innovations are identified extremely quickly and implemented in a way that immediately helps add value. 
  • The boom in mass customization in print will accelerate this development.

C) Trendsetting 4D printing opens up new dimensions

  • The 4D graphic printing process is one of the world’s most important emerging technologies (Gartner) and is only just getting started on the market. It’s still too early to provide valid market data/KPIs, but a look at the dynamic growth of 3D printing as a whole enables parallels to be drawn and evaluated.
  • The considerable importance and excellent prospects of 4D printing are in any case clear. Not only print shops and versatile online print businesses are involved, but also all kinds of other companies, including manufacturers of consumer goods, the commercial sector, and even online startups.

D) Packaging – core competence enjoying extremely strong growth worldwide

  • Almost half of global print sales are generated by packaging and label printing and the total will have reached around €472 billion by 2018 (approx. €390 billion in 2015).
  • The packaging and label printing market is currently expanding by some €25 billion each year and will soon account for over 50 percent of the global print volume. Online trade and multichannel applications including communication at the point of sale are key growth drivers.
  • Offset and flexographic printing are by far the most important processes and will still have to handle the bulk of production in 10 years’ time. Digital printing technologies (especially inkjet printing) are growing at an above-average rate – in particular thanks to manufacturers working together – but still remain at a low level in terms of market share.
  • Those print shops that offer integrated solutions geared to customers, a high level of automation/standardization, and digital process expertise are one step ahead of the rest. 

 


 

3. Positioning and strategies of technology suppliers – from compartmentalized thinking to a customer-focused holistic approach

  • There are thousands of print and paper technology suppliers. Printing industry customers are confronted with a multitude of identical or similar offers.
  • Despite everything – and probably also due to the ever-present digital print manufacturers who like nothing better than to predict the demise of print if the industry fails to invest in digital printing – manufacturers using traditional offset, gravure, and flexographic technologies appeared to be falling behind.
  • However, despite having to face serious crises that threatened their very existence, the long-established groups Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) and Koenig & Bauer AG (KBA) have maintained their strong position and been completely revitalized.
  • The world of offset printing, which was left for dead, has been successfully resuscitated and proactively integrated into the world of digital printing. Digital printing technology, on the other hand, remains compartmentalized with its standalone solutions and relies on displacing existing solutions through substitution.
  • Investors and the stock exchange acknowledged the renaissance of German companies KBA and Heideldruck at drupa 2016. The sales and earnings of both have improved as a result – with confident forecasts of upward share price movement.
  • For companies focusing uniquely on digital printing technology, on the other hand, big ambitions and significant research outlay have not had a positive impact on their share price to date.
  • The two German printing press manufacturers KBA and Heideldruck – the industry frontrunners – are successfully defending their leading positions and once again enjoying profitable growth. As things stand at present, Heideldruck has the best chance of building on its dominant market position in the digital era thanks to its holistic and expedient digitization strategy focusing on print.
  • Consequently, Heideldruck has become the pacesetter in the digital transformation of the global printing industry. In addition to different printing technologies, the entire print shop management process – including digital administrative/process control and cloud-based services – is being incorporated for optimum networking. The benchmark here is to ensure the best possible customer focus.

 

 


 

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Printing is one of the world’s largest and most sustainable industries. Gartner’s market researchers consider innovations such as 4D printing to be a key driving force among 2016’s emerging technologies. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

A commentary by Andreas Weber, Head of Value

See also summary of results. — Plus the complete report in three parts (in german).

The ValueTrendRadar Analysis entitled “Prospects for adding value with print” is now available and will, for the first time, provide a comprehensive, holistic view of the global print situation. There is good reason for focusing in particular on Germany, because this is where the modern-day printing industry originated, while the global perspective is not neglected either.

Quite clearly, print is an economic heavyweight. As one of the world’s largest and thus most sustainable industries, it is indispensable. The (partially unexpected) growth drivers of online trade, online print, and 4D printing combined with the core competence of packaging and label printing are creating lucrative incentives for many.

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This is resulting in a huge outlay for technology, innovation, and investment. The positioning of technology suppliers is separating the wheat from the chaff. Manufacturers focusing solely on digital printing technology see themselves as the “reformers” of print. Their substitution/ displacement strategy is not having the predicted success, though, because even after 25 years they have failed to win high market shares. Despite a high growth rate, their share of the market remains at an extremely low level. The bulk of print volumes comes from conventional technologies in a modernized form.

Germany’s long-established mechanical engineering companies (with Heidelberger Druckmaschinen AG at the forefront) have reinvented themselves, successfully integrating digital printing into the world of offset printing and taking on the role of pacesetters in the repositioning of print. The goal is to bring about the digital transformation of industrial printing with the focus on growth markets and versatile high-profile customers. Autonomous printing, automation, and standardization of all process steps – from online print to eCommerce – is possible but requires more than just technology innovation options. Above all, in-depth knowledge is needed for integrated monitoring and control throughout the print production value-added chain – also in the context of the paradigms of digitization. This extends from “digital” business management to new, cloud-based services and offerings that require an innovative go-to-market approach and sales communication geared to interaction.

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A sound basis provides room for maneuver. The only way to add more value with print is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself because, as already explained, new kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print. In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership that will maintain print’s role as an attractive part of the communication mix, even after over 500 years.

 


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ValueTrendAnalysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 2)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch die ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Ergebnisse Teil 1 — Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung

  • Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!
  • Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können.
  • Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens!
  • Aber: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!
  • Die Zukunft von Print wird getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.
  • Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

 

ValueTrendRadar Analysis Teil 2: (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

Bereits vor der drupa 2016, im April 2015, verblüffte ich auf einer Expertenkonferenz in Dresden vor Druckereiunternehmern, IT- und Software-, Internet- und Design-Spezialisten durch folgende Prognose: „2016 wird Print eine Renaissance erleben. Wenn die Branche umdenkt und ihre Hausaufgaben macht!“ Damit verbunden war mein Hinweis, dass die eigentliche Veränderung im Print-Geschäft nicht alleine durch neue, angeblich disruptive Techniken oder das Internet als vermeintlichem Feind von Print getragen werden, sondern durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien prägen.

Meine zentrale These: Wer künftig bestehen will, muss sich auf die Stärken fokussieren, die Print über die Jahrhunderte unverzichtbar gemacht haben, und diese ins Digitalzeitalter transformieren. Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

 

Kurzer Exkurs: Etwas Altes wird etwas Neues!

Das Erfüllen spezifischer Anforderungen war von Anbeginn der Treiber für Print. Die Entwicklung des Papiers vor rund 2000 Jahren und vor etwa 1000 Jahren des Druckens stammt aus China. Das Riesenreich brauchte für seine dynamische Entwicklung mediale Techniken, um staatlich-organisatorisch und wirtschaftlich zu funktionieren. Erheblich später, ab ca. 1460, etablierte sich die gedruckte Kommunikation in Europa. Mit fulminanten Effekten für Gesellschaft, Religion/Kirche, Wirtschaft und Politik. Es bildeten sich überall Druckwerkstätten, die zunächst Eliten bedienten, um dann im Zuge der Aufklärung sowie der allmählichen Demokratisierung mehr und mehr populär zu werden. Das Besondere: Bis kurz nach dem Jahr 1800 waren Drucker immer auch Technik-Tüftler sowie Verleger, die Inhalte medial verfügbar machten. Alles lag in einer Hand, Monopolstrukturen entstanden. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich spezialisierte Zulieferer für Satz-, Bild- und Drucktechnik und die Branche profitierte von der „industriellen Mechanisierung“ im Druck- und Verlagssektor.

Die Geschäftsentwicklung wurde nicht nur durch Technik-Innovationen geprägt sondern vor allem durch eine zunehmende Spezialisierung im Technik-Anwendungsbereich: Es entstand die „Grafische Branche“ mit sog. Vorstufen-Betrieben (Textsatz, Bildreproduktion), reinen Druckereien sowie Buchbinder-/Weiterverarbeitungsbetrieben sowie Design- und Medienproduktionspezialisten, die unabhängig agierten und allesamt aufgrund der steigenden Informationsflut im Industriezeitalter dynamisch wachsen und hochprofitabel wirtschaften konnten. Letztlich entkoppelte sich das Verlagsgeschäft von der Technik. Verlage fokussierten sich auf Inhalte; Druckereien auf Datenvervielfältigung via Papier. Je höher die Auflagen, umso besser!

Mit dem Internet und dem World Wide Web wirkte sich seit den 1990er Jahren ein ungewollter Nebeneffekt der Spezialisierung und Fokussierung aus — mit gravierenden Folgen: Den grafischen Betrieben, vor allem den Druckereien, entglitt die Kontrolle über ihre Märkte. Die Datenaufbereitung für den Druck wie auch die Gestaltung von Druckmedien inkl. Papierauswahl und die Einsatzmöglichkeiten von Print wurden aus der Hand gegeben: Die Kunden der Druckereien bestimmten, was wie wann und sogar zu welchem Preis gedruckt werden soll. Diese Entwicklung hatte nachhaltig Einfluss auf die Techniklieferanten der Druckereien, die sich fast ausschließlich auf die Optimierung von Drucktechnik konzentrierten, um durch Effizienzsteigerungen den Preisverfall durch Mengenwachstum zu kompensieren. Keiner schaute mehr über den Tellerrand! Strukturelle Änderungen im Markt konnten nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Obgleich die Druckbranche seit den 1970er Jahren der Schrittmacher der Digitalisierung im Print- und Publishingbereich war, wurde im Internetzeitalter der Einstieg und letztlich der rechtzeitige Anschluss an das sich ändernde Mediennutzungsverhalten verpasst. Pleiten, Pech und Pannen waren die Folge. Traditionsreiche, zum Teil börsennotierte Vorstufentechnik-Firmen wie Crosfield, Berthold oder Linotype und Hell verschwanden zum Ende des 20. Jahrhunderts vom Markt. Es strauchelten auch Traditionsmarken wie Agfa oder Kodak, die Nischenplayer wurden, und der globale Druckmaschinenkonzern manroland AG musste Ende 2011 Insolvenz anmelden und wurde zerschlagen.


Streng genommen hat sich eine Spaltung im Druckerei-Markt ergeben: 

  • Auf der einen Seite die „Optimierer“, die das Gros der Druck-Betriebe darstellen und auf Effizienz und Verbesserung des Bestehenden setzen ohne konsequenten Fokus auf neue Lösungen und Marktentwicklungen, die geprägt sind von strukturellen Veränderungen durch das Internet. Die Geschäftsmodellphilosophie basiert auf Peer-to-Peer-Verbindungen (wenige Kunden mit möglichst hohem Auftragsvolumen; jeder Auftrag ist quasi eine Sonderanfertigung) und entspricht dem klassischen Pipeline-Prinzip, indem Aufgaben seriell, dem gleichen Modus folgend abgearbeitet und Leistungen vorfinanziert werden müssen. Im Fokus liegen Stammkundengeschäft und Teilnahme an Ausschreibungen. Die Maxime: Kostendeckung bei hohem Investitionsbedarf. Die Profitabilität ist niedrig, zumeist im Bruttogewinnbereich von unter 10 Prozent, und kann nur durch stetes Mengenwachstum gehalten werden. Folge: Wer nicht (mehr) wachsen kann, scheitert!
  • Auf der andere Seite bildeten sich quasi als Neu-Starter die „Pioniere“ — deutlich in der Minderheit, angeführt von sog. Online-Druckereien — die Prozesse und Anwendungen automatisieren sowie das Go-to-Market zeitgemäß innovieren und neue Formen der Kundenorientierung suchen. Die Geschäftmodellphilosophie basiert auf dem Transaktions- und/oder Innovations-Plattform-Prinzip, das den Paradigmen der Vernetzung des Digitalzeitalters folgt. Zur traditionellen Printmedienherstellung mit modernster Technik gesellen sich IT-/Online- und Cloud-Services, Multichannel-Leistungsangebote sowie Supply Chain-Services. Im Fokus liegen die Neukundengewinnung, gerade auch solcher Firmen und Einzelpersonen, die bis dato Print gar nicht oder kaum genutzt haben, sowie spezielle B2B-Services inkl. Kampagnenmanagement. Die Maxime: Preisoptimierte Premiumqualität durch Standardisierung, Echtzeitproduktion inkl. sofortiger Lieferung — meist per ‚Next-Day-Delivery‘ — und crossmediale, perspektivisch individualisierte, Multichannel-Marketing-Kampagnen. Die Wachstumsraten sind hoch (bei 20 Prozent und mehr per anno), ebenso die Profitabilität, die insbesondere bei IT-/Multichannel-Leistungen bis zu 40 Prozent Bruttogewinn liefern kann. [Vgl. hierzu: ValueTrendAnalysis „Transformation — Beam me up Scotty“]

 

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In medias res

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

Vor allem High-Tech-Firmen aus dem Silicon Valley, wie Adobe, Apple oder auch PARC (Xerox) sorgten frühzeitig für disruptive Veränderungen des Printgeschäfts indem sie das Spektrum grafischer Anwendungen integrativ und prozesstechnisch optimiert erweiterten (zunächst durch Desktop Publishing mit dem Motto: „Jeder sein eigener Gutenberg“, später durch web-basierte Lösungen). Bezeichnender Weise bezogen sich die zumeist kalifornischen Innovatoren in den 1980er Jahren ebenso wie auch die Internet-/Social-Media Unternehmen zur Jahrtausendwende — auf den Erfinder Johannes Gutenberg aus Mainz, den die US-Wirtschaftselite im Jahr 2000 zum Mann des Jahrtausends kürte. (Siehe das Buch des Silicon-Valley-Vordenkers Jeff Jarvis: „Gutenberg the Geek“). 

Fakt ist, dass in der Folge Giganten des Internetzeitalters wie Amazon sowie Apple als global wertvollste Marke die Welt des Print nicht bekämpfen, sondern im Gegenteil Print einen hohen Stellenwert einräumen: Amazon startete mit dem Online-Verkauf gedruckter Bücher und dominiert bis heute den globalen Markt auch als Autoren-Verlag; Amazon Jeff Bezos hat nach der Übernahme der Washington Post das Zeitungsgeschäft innoviert; er lässt Journalisten und Ingenieure eng zusammenarbeiten, um Print und Online medial zu orchestrieren. Mitte September 2016 setzte Amazon in den USA den Startschuss für „Amazon Prints“ , ein Online-Service zum Drucken von Fotos, Fotobüchern, Grußkarten und Kalendern, das den US-Marktführer Shutterfly preislich unterbietet und laut Bloomberg sofort für einen Kursrutsch bei Shutterfly-Aktien sorgte. Amazon bietet für sein Prime und Drive-Kunden Vorzugspreise bei freier Lieferung ab Mindestbestellwert von 15 US-Dollar.

 

 

Apple ist einer der größten Promotoren von Print: neben hunderten Millionen von iMacs, MacBooks und iPads werden seit 2007 bis zum Jahresende 2016 rund 1 Milliarde iPhones auf Premium-Niveau durch Print edel verpackt; den Neustart von Apple im Jahr 1997 ermöglichte v. a. Print-Werbung, um Steve Jobs „Think-Different“-Kampagne sichtbar zu machen über Außenwerbung sowie Print-Anzeigen. Apple ist zugleich durch hunderte Millionen Kunden auch der größte Aggregator resp. „Verleger“ von gedruckten Premium-Fotobüchern inkl. Grusskarten etc., die vom Kunden digital gefertigt und via Webservice direkt in Auftrag gegeben werden. Mit global bereits mehr als 20 Mrd. Euro Jahresumsatz ist die Fotobuch-Branche dabei, den klassischen Buchverlagen den Rang abzulaufen!

Das Internet-Auktionshaus eBay wie auch der Online-Händler Zalando setzen schon über 5 Jahre auf Printmagazine und/oder gedruckte, individualisierte Kataloge, die generell im Versandhandel die Umsatzgaranten sind. (Siehe: Geschäftsfeld Print-Kataloge — Gewinner und Verlierer – und was wir daraus folgern können). 

Weitere bedeutende Beispiele mit extrem hohem Printvolumen sind Firmen, die sich im Online-Handel profilieren müssen und dabei auf Print setzen: die Ottogroup mit über 100 Katalogen, aber auch das Möbelhaus IKEA mit dem auflagenstärksten Verkaufskatalog der Welt (über 210 Millionen Exemplare pro Ausgabe).

 

Der unvergessliche IKEA YouTube-Film, der humorvoll-intelligent Print gegen Apple eBooks antreten lässt: „Experience the power of a bookbook™“, https://youtu.be/MOXQo7nURs0

Die Kennziffern des Online-Handels sind beeindruckend, vor allem in Deutschland: 

  • Die deutschen Online-Händler verzeichneten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 46,9 Milliarden Euro.
  • Der Umsatz des Interaktiven Handels – der Online- und Versandhändler umfasst – betrug im vergangenen Jahr 52,4 Milliarden Euro. 
  • Der Anteil des Online-Handels am Interaktiven Handel beträgt damit 89,6 Prozent. (Quelle: E-Commerce-Verband bevh, Januar 2016)
  • Das Volumen der Top-100-Anbieter umfasste in Deutschland im Jahr 2015 rund 24,4 Milliarden Euro (Vorjahr 2014: 21,6 Mrd. Euro, das entspricht einem Wachstum von über 13 Prozent). Wobei die Top-4 fast 50 Prozent des Umsatzes für sich verbuchen.
    Siehe: http://www.internetworld.de/e-commerce/zahlen-studien/groessten-deutschen-webshops-1125047.html
  • Mindestens 5 bis 10 Prozent dieses Umsatzes werden für Print (inkl. Distribution) aufgewendet. Die Menge der Printbeilagen in Paketaussendungen steigt signifikant an.

 

 

 

FAZIT

Internet-Firmen wie auch Plattformbetreiber und vor allem Online-Handel-/E-Commerce-Anbieter sind wichtige, wenn nicht sogar die wichtigsten Wachstumstreiber und Impulsgeber für Print! 

Zusatzaspekte: Big Data, das Internet-of-Things sowie Mobile Shopping werden dem interaktiven Handel zusätzlich dynamischen Auftrieb geben. Automatisiert werden zum Beispiel Online-Bestellungen aggregiert, die verpackt und mit gedruckten Beilagen angeliefert werden müssen.

 


 

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

Zur Definition: Online-Print hat seit den 1990er Jahren seinen Ursprung im sog. Web-to-Print und wird synonym auch als E-Business Print bezeichnet. Es umfasst systemisch angelegte Produktionsverfahren zur internetbasierten Übermittlung von Produktionsdaten zur Erstellung von Drucksachen aller Art. Der Vertrieb erfolgt automatisiert über Online-Shops (offene und geschlossene).

Die wichtigsten Online-Print-Produkttypen sind (in kleinen, mittleren und großen Auflagen bis 100.000 Exemplaren):

  • Bücher (vor allem: Fotobücher)
  • Zeitungen, Zeitschriften/Magazine
  • Kataloge, Preislisten, Technische Dokumentationen
  • Kalender
  • Werbemittel (z. B. Flyer, Poster/Plakate, Aufkleber, Werbeschilder; neuerdings: Großformatdrucksachen/Außenwerbung, Planen)
  • Mailings
  • Geschäftsdrucksachen (z. B. Visitenkarten, Briefbogen, Briefkuverts, Blöcke, Stempel)
  • Verpackungen (inkl. Umverpackungen und Wellpappe)
  • Etiketten
  • Werbe-, Streuartikel (z. B. für Textilien, Kugelschreiber)
  • Industrieprodukte, (z. B. Bedrucken von Haushaltswaren, Möbeln, Tapeten/Inneneinrichtungen)
  • Sonderform: 4D-Printing (individuelles Bedrucken dreidimensionaler Objekte), die v. a. am Point-of-Sales vom Endkunden editiert und bestellt werden.

Die Druckprodukte, die online erstellt, bearbeitet oder beauftragt werden, müssen strickt bestimmten Prozessstandards folgen – vor allem in Bezug auf die Bedruckstoffe/Papierauswahl, das Papierformat, die Anzahl der Farben, den Seitenumfang oder die Gestaltung. Neben der Standardisierung sind die Bedienung per Internetbrowser durch die Benutzer und die Automatisierung von Arbeitsabläufen weitere wichtige Kennzeichen für Online-Print. In diesem Kontext wird in Analogie zu Industrie 4.0 von Print 4.0-Fertigungsweise gesprochen. Die Bezahlung erfolgt zumeist Online bei Bestellung, also vor der Lieferung, so dass Aufträge von der Online-Druckerei nicht vorfinanziert werden müssen. Online-Druckereien sind so gesehen E-Commerce-Unternehmen, die Online-Bestellungen direkt und zumeist über Nacht produzieren und in kürzester Zeit liefern. Das Prozessmanagement für Bestellung und Produktion muss stets gekoppelt sein mit dem gesamten Businessmanagement inkl. Logistik sowie einer maximalen Kompetenz für Online-Marketing. Klassische Vertriebsaufgaben entfallen vollständig. Somit sind, das stützt sich auch durch die Meinung anderer Experten, Online-Druckereien anwenderseitig die Schrittmacher der „digital Transformation“ im Printgeschäft.

Anschaulich wird das am Beispiel der deutschen Firma Onlineprinters, die mit ihrer Marke „diedruckerei.de“ nicht nur seit dem Jahr 2004 national agiert, sondern durch 15 Onlineshops über 500.000 (!) Kunden aus 30 Ländern Europas erfolgreich bedient. Produziert wird auf 42.000 qm Fläche zentral im fränkischen Neustadt a.d. Aisch. 90 Prozent der Kunden stammen aus dem B2B (Geschäftskundenbereich), darunter auch viele konventionelle Druckereien. Ca. 3.000 bis 4.000 Aufträge werden pro Tag bearbeitet. Über 90 Prozent der Produkte mit einer jährlichen Gesamtauflage von 2,1 Milliarden Drucksachen werden im Offsetdruck hergestellt (Onlineprinters ist die größte Offsetdruckerei Europas mit über 120 Druckwerken im sog. IIIb-Format 70×100 cm), der Rest per Digitaldruck, Großflächendigitaldruck, Latexdruck, UV-Druck, Textildruck (Sublimationsverfahren). Insgesamt umfasst das streng nach Standards produzierte Portfolio 1.400 Produkte in über 10 Millionen Varianten. (Stand: April 2016).

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Grafik: Facts Sheet von Onlineprinters

Kennzahlen zum Online-Print-Markt in Deutschland, Österreich und Schweiz

  • Marktanteil im Akzidenzdruck: rund 30 Prozent am Gesamtvolumen.
  • Insgesamt rund 6,7 Mrd. € Jahresumsatz, Wachstumsprognose knapp 10 Prozent in 2016.
  • Rund 2,6 Mrd. Euro Umsatz durch 1.950 Open Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz. — Hinweis: Die Mehrzahl sind Partnershops großer Anbieter; die tatsächliche Zahl liegt bei rund 250 relevanten Shops.
  • Rund 4,1 Mrd. Euro Umsatz durch 6.100 Closed Shops (nicht öffentlich, für einzelne Kunden individuell eingerichtet).
    (Stand: 2015. Quelle: Bernd Zipper, Review Online-Print-Symposium, März 2016.)

 

Trends: 

  • Shops der 1. Generation stagnieren, da Funktionalitäten und der Servicelevel eingegrenzt sind.
  • Das starke Wachstum der Top-5-Anbieter neuestes Generation geht auf Kosten der mittleren und kleinen Anbieter, da die Top-5 voraussichtlich um 22 Prozent – von 1,23 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro Umsatz — wachsen, und einige kleinere Anbieter weiter in den Closed-Shop für den B2B-Sektor abwandern, um dort an besseren Wachstumschancen teilzuhaben. (Grund hierfür ist gemäß Expertenurteil vor allem, dass die Services der „Großen“ zeitgemäß attraktiver angeboten werden und die Preissituation sich eher negativ für die kleineren Anbieter gestalten wird. Wobei „klein“ hier nur eine verhältnismäßige Größenordnung ist, da immerhin von Unternehmen unterhalb der 80 Millionen Euro Umsatz gesprochen wird.)
  • Print-Discounter (Trader), die bei starken Online-Print-Marken einkaufen und mit Zuschlag weiterverkaufen, verzeichnen das stärkste Wachstum; ihr Fokus liegt auf Marketing und Preisoptimierung.
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Branchenentwicklung weiter beschleunigen. Ebenso Coopetition (Zusammenarbeit über Wettbewerbsgrenzen hinaus), Cognitive Commerce, Mobile Business und High-End Print (mit Special Effects).

Fazit

Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.

Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen.

 

Ein Meisterstück für die Darstellung von Print — Nicht nur Headquarter, sondern Kreativtempel für moderne Druckkunst, der sogar Digital Natives begeistert: Der globale Online-Print-Marktführer CIMPRESS setzt für seine wichtigste Marke VISTAPRINT einen Meilenstein. 

 

 


 

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

4D Printing leitet sich in Anspielung auf 3D Printing ab, das auf der globalen Print-Leitmesse drupa 2016 erstmals als stark vertretenes Segment hohe Aufmerksamkeit fand. Klar wurde dabei auch, dass 3D Printing mit der traditionellen Herstellung von Drucksachen kaum etwas gemein hat; 3D Printing bezeichnet eine additive Verfahrenstechnik (Additive Manufacturing, bei Erfindung Mitte der 1980er Jahre ‚Stereolithography‘ genannt), bei der Werkstücke aus unterschiedlichsten flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen computergesteuert aufgebaut werden. Durch physikalische und chemische Härtungs- und Schmelzprozesse werden solide dreidimensionale Objekte erzeugt, etwa für die Herstellung von Prototypen oder aber auch von Einzelstücken ganzer Häuser, Autos, Musikinstrumente und vieles mehr. (Siehe: Definition 3D Printing). 

Der sinnvolle weitere Schritt: 2013 wurde in den USA von einem M.I.T.-Lab in Cambridge, MA, das 4D Printing in der Weise vorgestellt, dass es durch 3D-Drucker erzeugte Objekte in Form und Aussehen verändert(Siehe: Wissenschaftsbericht „What is 4D Printing?“ inkl. Video  sowie „4D Printing — An introduction and overview).

Etwa zur gleichen Zeit begann man in Deutschland bei Heidelberger Druckmaschinen das 4D-Printing-Prinzip auf die Print-Branche zu übertragen. Per Inkjet-Druck und hochpräziser Robotik werden Druckdaten auf solide Objekte übertragen — etwa für die Beschriftung/Bebilderung von Autos, Fussbällen oder Dosen. Jede Fläche, ob eben oder gekrümmt, kann bedruckt werden. Im April 2014 erstmals prototypisch vorgestellt, gab es bereits 2015 erste Installationen, zum Beispiel bei BVD Druck + Verlag AG in Liechtenstein.

 

Vorreiter: Das Online-Start-up mymuesli.com setzte in seinem Ladengeschäft in Heidelberg bereits Ende 2015 auf 4D Printing von Heideldruck.

 

Ende 2015 folgte die wohl spektakulärste Anwendung durch das Online-Startup mymuessli.com: In einem der mymuessli-Ladengeschäfte wurde ein vor Ort in Heidelberg installiertes 4D-Drucksystem vorgestellt, das Müsli-Dosen individuell farbig mit Texten und Bilder bedruckt. Eingabestation ist ein iPad, das der Kunde im Laden selbst bedient. Im Hintergrund arbeitet eine Web-to-Print-Softwarearchitektur zur professionellen Aufbereitung der Druckdaten. Minutenschnell ist die selbst gestaltete Dose fertig produziert, um das aus eigens ausgesuchten Komponenten individuell konfigurierte Müsli individuell zu verpacken. (Siehe Anwendungsbericht inkl. Video.) 

Zur drupa 2016 wurde die erweiterte, marktreife neue Baureihe Jetmaster Dimension von Heidelberger Druckmaschinen ausgestellt. (Siehe: 4D Printing with Jetmaster Dimension – The New Dimension in Printing sowie das ValuePublishing-Interview mit Heidelberg-Vorstand Dr. Stephan Plenz — Heideldruck: „Wir wollen ganz vorne dabei sein, wenn es um die Realisierung von funktionierenden, industriellen, digitalen Lösungen geht.“ 

Parallel zeigte auf der drupa 2016 als zweiter Technologie-Entwickler Xerox den Prototyp einer Drucklösung für das Bedrucken von Aluminium-Getränke-Dosen. (Siehe Technik-Bericht: „Xerox Direct to Object Inkjet-Drucksystem.)

Fazit

Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet gerade erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten und Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten. 

Den Prognosen zufolge werden die weltweiten Ausgaben zum 3D-Druck bis 2020 auf 35,4 Milliarden US-Dollar steigen. Der weltweite Umsatz mit 3D-Druckern und 3D-Druck-Dienstleistungen würde sich damit in den kommenden 4 Jahren verdoppeln (Quelle: Marktforschungsunternehmen IDC, August 2016. (Siehe: https://www.3d-grenzenlos.de/magazin/marktforschung/verdopplung-3d-druck-umsatz-bis-2020-27185463.html)

Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien respektive agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups. Das Go-to-Market wird sich bei 4D Printing aber deutlich von der Vermarktung „regulärer“ Drucktechnik unterscheiden müssen.

 


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D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem größtem Wachstumsvolumen

Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro). Die Gründe hierfür sind zum Ersten der steigende Bedarf an Verpackungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgrund zunehmenden Wohlstands und wachsender Bevölkerungen. China liegt an der Spitze. Zum Zweiten profitiert die Verpackungssparte in den westlichen Industrieländern von zunehmender Sortenvielfalt und mehr Wettbewerb im Handel. Und drittens nimmt das Volumen von Verpackungen zu, wie hierzulande die Verbraucherberatung NRW feststellte. Denn 40 Prozent der Verpackungen enthielten Luft, sind also größer als nötig. Zudem bietet der Verpackungsmarkt noch ein riesiges Potential an (noch) nicht bedruckten Verpackungen, da der Markt insgesamt um 4 Prozent pro Jahr wächst und bis 2018 ein Volumen von rund 865 Milliarden Euro ausmachen wird.

Damit wird deutlich, warum die Druck- und Papierbranche mit großer Wucht auf die Innovation durch die aufmerksamkeitsstarke Differenzierung von Verpackungen setzt. Bis dato waren dies vor allem außergewöhnliche Veredelungsmöglichkeiten wie Lacke sowie Metallfarben und speziell für den Verpackungsdruck konzipierte Sonderkonfigurationen von Maschinen und Medien.

  • Bedruckt und veredelt werden Verpackungen bisher vor allem im Flexo-, Offset-, Tief- und Siebdruckverfahren. Dies trägt den hohen Auflagen sowie Qualitäts- und Kostenanforderungen Rechnung. Gemeinsam decken Flexo- und Offsetdruck aktuell rund zwei Drittel des Weltmarkts für Verpackungsdruck ab.
  • Der Anteil des Digitaldrucks ist mit weniger als 10 Prozent noch relativ klein. Dies dürfte sich aber mittelfristig durch die Fortschritte bei digitalen Drucktechniken ändern. Hinzu kommt der Trend zur Individualisierung.
  • Bedruckte und lackierte Kartonagen sowie Blechtafeln dürften vorerst eine Domäne des Bogen-Offsetdrucks bleiben. Der Digitaldruck tastet sich aber allmählich in diesen Markt hinein. Bei flexiblen Verpackungen dominiert in Europa und Amerika der Flexodruck, in Asien der Tiefdruck. Letzterer verliert aber aufgrund der teuren Druckform an Boden.
  • Bei Wellpappe und Etiketten ist der Flexodruck ebenfalls noch der am meisten genutzte Prozess, obwohl bei Etiketten der Digitaldruck stark im Kommen ist. Der Siebdruck wurde bisher vor allem bei Schildern, Displays und Hohlkörpern eingesetzt. In der Zukunft wird das digitale Inkjet-Druckverfahren an Bedeutung gewinnen. Experten gehen davon aus, dass die heute im Online-Handel/E-Commerce üblichen braunen Umverpackungen aus Wellpappe zunehmend farbiger werden.

Deutsche Druckmaschinenbauer suchen im Digitaldruck Kooperationspartner

Besonders die deutschen Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer (KBA) und Heidelberger Druckmaschinen setzen hier seit Jahren ihren Schwerpunkt auf den Verpackungsdruck und führen deutlich den Markt an. Seit der drupa 2016 liegt ein weiterer Fokus auf dem industriellen Digitaldruck, der von globalen Kooperationen profitieren soll:

Viele neue Player, die zusätzliche Verfahren entwickelten, kommen durch den Trend zum Verpackungsdruck ins Spiel, vor allem aus Israel. Dazu gehören neuartige Digitaldrucktechnologien wie die von Landa Nanography, die aber auch nach über acht Jahren der Entwicklung noch immer nicht marktreif installiert ist. Scodix entwickelt digitale Veredelungsmaschinen und Highcon setzt auf laserbasierte Hochgeschwindigkeitsmaschinen für die Faltschachtelherstellung. Auch reine Digitaldrucktechnikexperten wie z. B. Canon, Konica Minolta oder Xerox wollen bei Print-Anwendungen die Potenziale bei Verpackungen inklusive des Etikettendrucks heben. Dies schließt Printed Electronics und die Integration von Near Field Communication (NFC) ein, die beim Inkjetdruck mit verarbeitet werden kann.

 

 

Was im klassischen Drucksektor leicht übersehen wird, ist das Zusammenspiel von Multichannel-Lösungen beim Marketing, „Augmented Reality“ und individualisierter Werbung. Diese Kombination kann jede Art von Verpackung über die „Augmented Reality“ zum Startpunkt neuer Kontakt- und Dialogmöglichkeiten mit dem Käufer machen und stellt daher ein ungeheures Potenzial für Markenunternehmen dar. Um dies zu realisieren, ist der Digitaldruck unerlässlich. Nur durch ihn kann das Druckbild ad hoc variiert werden. So ermöglichen neuartige Multichannel-Softwarelösungen wie die von der Xerox-Tochter XMPie, Verpackungen zu individualisieren und sie zu einem Teil von messbaren Marketingkampagnen werden zu lassen. Via XMPie kann jede Art von Drucktechnik-Prozess angesteuert werden. (Siehe ValueDialog mit XMPie-Präsident Jacob Aizikowitz)

Gründe für das starke, nachhaltige Wachstum bei Verpackungen

  1. Bedruckte Verpackungen haben für ihren Inhalt eine Schutz-, Konservierungs-, Werbe- und zunehmend auch eine Kommunikationsfunktion. Man denke hier nur an das Thema Verbraucherschutz mit entsprechenden Hinweisen auf der Verpackung.
  2. Verpackungen können nicht durch Flat-Screens oder Smartphones ersetzt werden. Anders als gedruckte Zeitungen oder Kataloge sind sie nicht vom veränderten Medienverhalten betroffen, sondern profitieren eher davon.
  3. Die Weltbevölkerung und der internationale Wohlstand wachsen. In Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien wächst die kaufkräftige Mittelschicht. Mit dem Wohlstand wächst der Konsum und wo mehr konsumiert wird, wird mehr verpackt und bedruckt, zumal auch in Schwellenländern Shopping Malls aus dem Boden schießen.
  4. Die Bedeutung von Verpackungen am Point of Sale nimmt zu. Verpackungen werden immer raffinierter und edler, um höchste Aufmerksamkeit zu finden. Dieser Trend bringt mehr Wertschöpfung für die Druckbranche und aufwendiger ausgestattete Maschinen für die Lieferindustrie.
  5. Mehr Single-Haushalte mit einer Vorliebe für Fertiggerichte und der boomende Online-Versandhandel sind ebenfalls Wachstumstreiber.

Kennziffern zum Verpackungsmarkt: Starkes globales Wachstum bis 2018

  • Marktprognosen gehen von einem deutlichen Umsatzanstieg im globalen Verpackungsmarkt aus.
  • Mit jährlichen Raten von 4 Prozent werde das Umsatzvolumen bis 2018 auf 975 Milliarden US-Dollar steigen, prognostiziert die Marktforschungsberatung Smithers Pira. Umgerechnet sind das ca. 865 Milliarden Euro. Der Anteil der bedruckten Verpackungen soll dann bei 472 Milliarden Euro liegen.
  • Wichtigste Treiber sind die steigende Weltbevölkerung insgesamt sowie im Speziellen die wachsenden Mittelschichten in den BRIC-Staaten.
  • Technische Weiterentwicklung, sinkende Kosten sowie der Bedarf an nachhaltigen recyclingfähigen Verpackungen sollen den Markt zusätzlich antreiben.
  • Asien bietet mit sechsprozentigen Wachstumsraten die besten Aussichten. Bis 2018 soll der asiatische Verpackungsmarkt 40 Prozent des Weltmarktes ausmachen.

Quelle: Smithers Pira, VDMA.

Trends bei Techniklieferanten

  • Für Maschinenbauer aus dem Bereich Druck- und Papiertechnik soll positive Marktentwicklung die Chance bieten, anderweitig rückläufige Geschäfte zu kompensieren.
  • Auch wenn digitale Druckverfahren im Verpackungsmarkt weit überdurchschnittlich zulegen – die Analysten prognostizieren jährliche Wachstumsraten von 13,4 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts – bleiben herkömmliche Verfahren im Verpackungsbereich die Umsatzgaranten und dürfen nicht ausgeklammert werden.
  • Das Umsatzvolumen des digitalen Verpackungsdrucks bezifferte sich 2015 auf 10,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet circa 9,35 Milliarden Euro), was knapp 2,5 Prozent Marktanteil am Weltmarkt für Verpackungsdruck entspricht.

Quelle: Smithers Pira, VDMA.

Trends bei Druckdienstleistern

  • Im Bereich Packaging zeigen sich ähnliche Entwicklungen wie im Online Print-Geschäft ab: Konzentration auf wenige, marktführende Druckereien und die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen stehen im Vordergrund.
  • Leistungsstarke Verpackungsdruckereien folgen meist ihren globalen Kunden (Grosskonzerne wie z. B. Unilever oder Nestlé) und suchen dann vor Ort nach verlässlichen und gut reputierten Anbietern.
  • Generell ist der Verpackungsdruckmarkt dadurch sehr in Bewegung, Übernahmen und Zusammenschlüsse sowie Erschließung neuer Märkte wie z. B. in Asien stehen im Fokus. Druckereikonzerne suchen auch in kleineren Märkten nach lokalen Druckern in Vietnam, Indonesien, etc. Dort zählen die Qualität der Maschinen (auch bei älteren Modellen), Standardisierung und der Service vor Ort.
  • In den westlichen Industrieländern teilen sich jeweils drei Anbieter fast 50 Prozent des Markets. In den USA sind es Westrock (Meadwestvaco und Rocktenn), Graphic Packaging und MPS. In Europa sind es Mayr Melnhof, Autajon und A&R Carton.
  • Andere große Anbieter wie Edelmann wachsen vor allem durch Zukäufe.
  • Führende Online-Print-Anbieter wie die börsennotierte CIMPRESS investieren in Verpackungsdrucktechnik und evaluieren strategisch neue Markteintrittsmöglichkeiten im Endkundengeschäft und im B2B.

 


 

Fazit

Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent der globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber. 

Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau. 

Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten. 

 


 

Der Beitrag wird wie folgt fortgesetzt: 

 

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Print is Big: Impressionen vom neuen Headqarter der größten Online-Druckerei der Welt, CIMPRESS/Vistaprint. 

ValueTrendAnalysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 1)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Zum Autor: Seit mehr als 20 Jahren erhält Andreas Weber als Print- und Innovations-Analyst zahlreiche Anfragen zu Print-Themen — nicht „nur“ von international aktiven Investoren, sondern von Wirtschaftsanalysten, aus dem Bankenbereich und von Marktforschern. Zumeist geht es um Produktinnovationen resp. Technikanbieter, neue Verfahrenstechniken sowie die Lage der Druckereien im Allgemeinen. In über 20 international stark beachteten Einzelanalysen hat sich Andreas Weber vor, während und nach der globalen Print-Leitmesse drupa 2016 mit den aktuellen Print-Technik- und Markttrends beschäftigt. — Siehe auch die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der nachfolgenden Analyse..


Vorbemerkung

Anfang September 2016. Das Handy klingelt. Der Anrufer fragt unvermittelt: „Würden Sie ins Geschäft mit Print einsteigen?“ — Meine Antwort: „Ja klar!“ Aus meiner wohl überraschend-spontanen Antwort ergab sich ein intensives, fast einstündiges Gespräch, dessen Ergebnisse hier von mir zu einem umfassenden Einblick zu Print zusammengefasst werden. Angerufen hatte der Chef eines Venture Capital Fonds, mit dem Ziel einen aktuellen, objektiven und umfassenden Eindruck zu Print gewinnen zu können. — Here we are!

Ad 1: Nicht nur an den Börsen, sondern v. a. bei professionellen Investoren ist Print ein zunehmend relevantes Thema. Nicht zuletzt durch Groß-Investitionen bei Print-Technik-Herstellern (HP Inc. übernimmt Druckersparte von Samsung) und (Online-)Druckereien (CIMPRESS übernimmt wir-machen-druck.de ; Bregal übernimmt Mehrheit bei Onlineprinters GmbH / diedruckerei.de).

Last but not least: Die Print-Technik-Traditionskonzerne wie Koenig & Bauer AG (KBA) und Heidelberger Druckmaschinen AG verzeichnen in 2016 wieder bessere Aussichten an der Börse, während fast alle auf Digitaldruck-Technik fokussierten Konzerne bei sinkender Marktkapitalisierung über die letzten fünf Jahre hinweg Kursrückgänge oder -stagnation verzeichnen. Und: Digitaldrucktechnik-Pioniere wie Hewlett-Packard und auch Xerox mussten sich aufspalten, um in neuer Konfiguration einer Rückbesinnung auf Printtechnik im Digitalzeitalter folgen zu können.

Ad 2: Die Herausforderungen, um im Print und mit Print-Technik zu reüssieren, sind enorm hoch: Das Printgeschäft ist nicht leicht zu verstehen, weil es hoch-komplex und kaum ganzheitlich im Blick zu halten ist. Für Aussenstehende resp. Branchenfremde tun sich im Detail viele Fragen und sogar Widersprüche auf; es ist fast unmöglich, sich aus dem Stand einen Überblick über die Lage von „Print als Business“ zu verschaffen. Der Grund: „Print is big“ — wie ein fundiert angelegtes Projekt aus den USA anschaulich macht, das nicht nur auf den US-Markt, sondern global ausgelegt ist. (Quelle: http://printisbig.com, herausgegeben vom Print-E-Commerce-Spezialisten Aleyant Systems).

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen m. E. drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

1. Print in seiner wirtschaftlichen Bedeutung

Wichtige globale Kennzahlen aus dem Jahr 2015

Globaler Umsatz mit Printmedienproduktionen:
898 Milliarden US-$, wobei ‚on-top’ rund 3.500 Milliarden US-$ an Zusatzumsätzen für „related services“ aggregiert wurden. Darin sind Content-Creation, Design, IT, Logistics etc. eingeschlossen.

Zum Vergleich:

  • 133 Milliarden US-$ für Online-Werbung
  • 102 Milliarden US-$ für Video Games
  • 15 Milliarden US-$ für Musikindustrie

(Quelle: http://printisbig.com auf Basis zahlreicher Studien und validierter Marktforschungsergebnissen).

Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche zu verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!

Wandeln durch Handeln!

Die genannte ‚Print is Big‘-Analyse bezieht alle Print-Anwendungen ein, auch solche, die sich ausserhalb der hierzulande eng eingegrenzten Kernbranche „Druckindustrie“ abspielen, die sich allzuoft mit „hausgemachten“ Problemen beschäftigt, wie Unternehmensberater betonen. (Siehe das aktuelle Interview mit Michael Apenberger, Hamburg, von Anfang September 2016). Die Folge: Mehr und mehr Innovationen spielen sich ausserhalb der Vorstellungswelt der Kern-Branche ab resp. es gibt eine wachsende Anzahl von Innovatoren, die etablierte Druckereien unter Druck setzen (mehr dazu unter Punkt 2).

Der wichtigste Aspekt aus meiner Sicht lautet: Wie kann eine Branche — die seit hunderten von Jahren fest etabliert auf Innovation setzt, sich also permanent technisch erneuert und dadurch für nahezu jeden Menschen und alle Organisationen, Institutionen, Regierungen/Behörden, Universitäten, Firmen aller Art und sogar für Start-ups unverzichtbar wurde — wie kann eine solche Branche seit vielen Jahren ihre eigene hohe Bedeutung nicht adäquat einschätzen resp. Dritten darstellen? — Zur Erinnerung, mit Blick auf Deutschland und den Kernmarkt Druckbranche, ein paar Fakten:

  • Die Zahl der Druckereibetriebe und der Beschäftigten in Deutschland schrumpft erheblich (von über 20.000 Druckereien in den 1990er Jahren werden bis 2020 rund 7.500 aktiv im Geschäft bleiben);
  • die Produktion stagniert und geht in Teilmärkten zurück;
  • die Kapazitätsauslastung sinkt resp. schwankt im Schnitt bei 80%;
  • die durchschnittliche Entwicklung der Verkaufspreise sinkt seit 15 Jahren konstant;
  • kurios: Seit Jahren sind die Erwartungen der deutschen Druckereiunternehmer konstant schlechter als die tatsächliche derzeitige Lage ihrer Unternehmen.
  • ABER: Die Investitionen in Technologie steigen bei Betrieben ab 50 Mitarbeitern wieder seit 2014, mit leichter Delle in 2015, aber mit einem deutlichem Zuwachs für das Jahr 2016 (alleine in Deutschland geschätzt um 7,3 Prozent auf 644 Mio. Euro, was ca. 8 bis 10 Prozent des Weltmarktes ausmacht).

Quellen (Auswahl):


Ähnlich wie in Deutschland sind übrigens die Entwicklungen in allen industrialisierten Ländern gelagert, wobei deutsche Druckereien vom Vorteil profitieren, dass sie von einer nach wie vor hohen Exportquote von über 15 % profitieren und somit nicht nur vom Binnenmarkt abhängig sind.

Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt leitet sich daraus ab: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können. 

Als wichtigste Aufgabe kommt hinzu, das „Go-to-Market“ für Druckereien und ihre Kunden zu verbessern, da große Wissensdefizite hinsichtlich der Möglichkeiten von Print bestehen:

  • die Kommunikation zeitgemäß stärken, um mit Kunden medial im Dialog zu stehen und v. a. um Marktentwicklungen pro-aktiv zu beeinflussen;
  • Erstellung und Bestellungen von Drucksachen vereinfachen — Lieferzeiten verkürzen;
  • neue Anwendungen (auch in Nischen) erschließen;
  • und grundlegend überdenken, wie sich Print im Kommunikationsmix nachhaltig positionieren kann.
  • Letztlich: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!

Lichtblick: Überaus positive Signale, mit weltweit höchst positiver Resonanz, setzte die globale Leitmesse drupa 2016 vom Mai/Juni in Düsseldorf. Denn wie nie zuvor wurde das breite Anwendungsspektrum von Print im Digitalzeitalter aufgezeigt: 3D Printing, Multichannel, Functional Printing resp. Printed Electronics öffneten Horizonte. (Siehe die Auflistung der entsprechenden ValuePublishing-Analysen zur drupa 2016, in deutsch und englisch). — Gleichzeitig wurden Quantensprünge erkennbar in den Bereichen Workflow/Automatisierung/Business Management, Verpackung (Packaging) und eben nicht nur im Digitaldruck, sondern vor allem auch im Offsetdruck. Und das alles im Kontext mit zeitgemäßen Hype-Begriffen wie #Cloud, #BigData, #IoT (Internet-of-Things) etc. (Siehe z.B. die Analysen zu Heidelberger Druckmaschinen AG sowie zur drupa-2016-Pressekonferenz des VDMA).

Ein weiteres Novum: Erstmals setzte sich durch die drupa 2016 Social Media-Kommunikation bei aktuellen Print-Themen an die Spitze. Vor allem über Twitter beschäftigten sich weltweit und in Echtzeit einige Millionen Fachleute mit den neuesten Print-Themen im Kontext mit den aktuellen Entwicklungen im Digitalzeitalter. Allerdings erfolgen diese Reaktionen und Interaktionen kaum durch Insider-Begriffe der Print-Technik-Welt, wird die nachfolgende Grafik zeigt.

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037

Analyse via Twitter: ValuePublishing Wordcloud zu #drupa0216. Grafik/Collage: Andreas Weber

Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens! (Siehe ValuePublishing, April 2016, „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“)

Lesetipp: Bernd Zipper, Projekt „Print lebt 2013“ – und wie ist es heute um den Druck bestellt? — Mit dem Resümee: „Die Attraktivität und der Nutzen von Printprodukten sind ungebrochen. Zumeist ist die Angst vor der Substitution durch andere Medien unbegründet. Und auch für die Gegenwart und die Zukunft hält Print noch einiges bereit. (…) Print lebt. Und auch wenn in verschiedenen Bereichen Auflagen zurückgehen, so wird – der ‚Krise‘ von Print zum Trotz – weiter gedruckt. Mehr als je zuvor.“

Der Beitrag wird wie folgt fortgesetzt: 


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Hochattraktiv für Start-Ups wie PastBook, Amsterdam: Print in Kombination mit Social Media erschließt weltweit neue Kundengruppen. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Executive Summary der Analyse von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch den Kommentar zur Analyse!  |  English Version

 

Nicht nur an den Börsen, sondern v. a. bei professionellen Investoren ist Print ein zunehmend relevantes Thema. 

Aber: Für Aussenstehende resp. Branchenfremde tun sich im Detail viele Fragen und sogar Widersprüche auf; es ist fast unmöglich, sich aus dem Stand einen Überblick über die Lage von „Print als Business“ zu verschaffen. Der Grund: „Print is big“ – mit rund 898 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2015 (ca. 830 Milliarden Euro).

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 


1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung

  • Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!
  • Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können.
  • Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens!
  • Aber: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!
  • Die Zukunft von Print wird getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.
  • Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

Der Weltmarktführer bei Online Print, CIMPRESS, hat mit seinem neuen Headquarter an der US-Ostküste einen kreativen Tempel für die Kunst des Druckens geschaffen, der talentierte Digital Natives als Mitarbeiter anzieht. Fotos: Screenshots aus Architektur-Video vom mp-architects. 


2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro).
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber.
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau.
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

  • Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angeboten konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind.
  • Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen.
  • Aber: Die Traditionskonzerne Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und sich komplett erneuert.
  • Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat einen Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone-)Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt.
  • Anleger und die Börse haben den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck zur drupa 2016 honoriert. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung.
  • Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt.
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.
  • Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der globalen Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der digitalen Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 

 


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Neben der Studie sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

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Die Print-Branche ist eine der größten und nachhaltigsten der Welt. Innovationen wie 4D Printing sehen die Marktforscher von Gartner als wichtigen Treiber innerhalb der ‘Emerging Technologies 2016’. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

Ein Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch die Zusammenfassung der Ergebnisse. | English Version

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize.

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Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig. Bei der Positionierung der Techniklieferanten trennt sich die Spreu vom Weizen. Die gemäß ihrem Selbstverständnis als „Erneuerer“ von Print auftretenden reinen Digitaldrucktechnik-Hersteller reüssieren mit ihrer Substitutions-/Verdrängungs-Strategie nicht wie vorausgesagt, da auch nach 25 Jahren keine hohen Marktanteile gewonnen wurden; das Wachstum ist zwar hoch, aber auf extrem niedrigen Niveau. Das Gros der Druckvolumen wird durch konventionelle Techniken in modernisierter Form produziert. Denn die deutschen Maschinenbau-Traditionsfirmen (mit Heidelberger Druckmaschinen AG als Branchenprimus an der Spitze) haben sich neu erfunden, den Digitaldruck erfolgreich in die Offsetdruck-Welt integriert und die Schrittmacherrolle bei der Neupositionierung von Print übernommen. Das Ziel: Die digitale Transformation des industriellen Drucks ermöglichen, mit dem Fokus auf Wachstumsmärkten und agilen Top-Kunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich. Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur integrierten Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung. Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

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Vor der Kür kommt die Pflicht: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer! Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht. Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

Bei Interesse und für weitere Informationen zur ValueTrendRadar-Analyse bitte Kontaktformular ausfüllen.

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Roadmap to Transformation: The strategist, speaker, futurist, digital transformer Frank Diana hits the point by sharing his „Future“ scenario.  Source: https://frankdiana.net

 

By Andreas Weber, Head of Value

Click to access german version  |  Read as well the Webinar-Summary!

This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert platform @Muchcommunication. The topics revolve around the significance of the transformation of our thinking and behavior, the ways and means by which we live, communicate and do business. —The basis is the analysis and evaluation of around 100 validated, national and global sources of information that are continuously being assessed. More than 300 trade articles with background material, analyses, trend observances and assessments are currently available as resources in the compendium ValueTrendRadar.com.

Intro 

The desire to be able to make Captain Kirk’s legendary phrase “Beam me up, Scotty” in Star Trek a reality has existed for several decades. It stirs up the fascination of transforming one’s own self to get from A to B in real-time and exchange reality with another on the fly. The self is dematerialized, diffused and constructed again — deconstruct, reconstruct!

The initial question is:
Where do we stand today — where are we headed?

The answer: 
We must not let ourselves be led astray by pure technology euphoria. Let us first take a look back to the future!

 

In medias res

For more than a generation, “digitalization” has had a fulminant impact (regardless of how one may interpret the term!); our living environment and real life go hand in hand with fulminant structural changes at ever shorter intervals accompanied by an enormous increase in pressure, thanks to globalization. The daily deluge of countless appeals incites downright panic as we are made aware of the fact that change caused by digital technology is unstoppable. No stone is left unturned. There is no getting around ‘digital transformation’ — on every corner there stands a self-appointed prophet, or even worse, a know-it-all, who points out the scenarios of why what we do, generally speaking, is no longer possible for future success.

A closer look often reveals smokescreens, eyewash, ignorance based on arrogance and consummate dilettantism. New terms are constantly being hawked with hype and their meaning distorted: The world becomes a “digital world”, trade becomes “digital commerce”; media becomes “digital media”, marketing becomes “digital marketing”, transformation becomes “digital transformation”. Everyone needs a “digital strategy”. Added to that are ultimate verbal creations such as “customer obsession”, “pure business” and more.

The consequences: Every day there is virtually something new under the sun. This leads to an exponentially growing confusion that creates more uncertainty than perspective, spurring the know-it-all prophet on to even more ‘good’ deeds… Phew! A vicious circle. For here — figuratively speaking — gasoline is being used to put out the fire.

How can you escape the confusion? Very easily – by thinking about it in peace and quiet and in reflective practice. Steve Jobs led the way when, after years in the diaspora, he introduced the Apple “Think Different” philosophy in the fall of 1997, with the transformation irreversibly changing not only the ailing Apple concern at the time, but also that of the world of IT, of computing, of music, of telecommunications, of movies, of books, of e-learning and so much more with regard to ‘digital lifestyle’. During the preview, Jobs told his closest colleagues succinctly that the key was the return to the “core values” that existed from the beginning and consequently carrying them on. Success proved him right. A manifest, a master plan oriented to the past is what is always first needed to define new guidelines for decades to come. [See: Apple Confidential – Steve Jobs on “Think Different” – Internal Meeting Sept. 23, 1997. ]

 

Transformation begins in the head!

If one continues this line of thought in the context of change, the logical implication is: Transformation begins in the head. And if the mission is successful, it ends there again. This sweeps away all those who lead one to believe that salvation lies in the inexhaustible innovative power of the latest technology. That is a fallacy. Salvation lies in thinking based on a sound human understanding that recognizes fundamental needs and anticipates the new! But beware: The famous phrase “Mens sana in corpore sano” (“a sound mind in a sound body”), should not be considered here, especially as it is no longer taken in the original sense meant by the Roman poet and satirist Juvenal, who used it to criticize hypocritical piety and dancing around the golden calf. 

“If you want to go forward, you first have to go back to the roots!”

Recourse to Roman Antiquity is not out of place in our context. The Latin verb “transformare” means in essence “reform, reconfigure, alter”. That was the focus in ancient Rome; transformation was part of the genetic code of an empire to create not only expansion, but first and foremost culturally uniform value systems and keep them alive over the centuries — or even make them useful for us people of today.

INFO TIP:  Collaborative Research Centre 644 Transformations of Antiquity of the Humboldt University of Berlin, http://www.sfb-antike.de and http://www.hsozkult.de/event/id/termine-31084 .

“Reform, reconfigure, alter” was ultimately the impetus for constituting the United States of America of 1776. Europe as the “mother” of Enlightenment was not in the position then or even generations later to pursue its own awareness. Those who were interested in freedom, independence, human rights, progress and securing one’s livelihood had to emigrate. Transformation was thus inherent in the USA, shaping the creation and culture of a nation, of a free society as well as that of a dynamic economic area; this continues unabated today.

In American English usage, transformation was given an extended meaning: Going back to the early 15th century, it followed the late Middle English “change of shape”, to be augmented in modern times by synonyms such as conversion, metamorphosis, renewal, revolution, shift, changeover, flip-flop, switch, transfiguration, etc. This provoked a special type of transformation that consciously accepts collateral damage, as well as a return to “great minds” such as Johannes Gutenberg, who was chosen Man of the Millennium by the business elite in the USA in 2000. (See Theo Mortimer: The Man of the Millennium, Dublin Historical Record, 2003 https://www.jstor.org/stable/30101421?seq=1#page_scan_tab_contents

Silicon Valley forward thinker Jeff Jarvis dedicated a book worth reading to him: Gutenberg — The Geek. Core message: “According to Jarvis, Johannes Gutenberg, the patron saint of entrepreneurs, would not only approve, but find himself right at home in Silicon Valley today.”

Recently, especially in China since the 1990s, it has been seen how a society and its culture of thousands of years is transforming at breakneck speed, independently of political liberalism. At the center are economic developments arising from growing expertise and broadening communication skills with unique scale and multiplier effects.

If one compares the transformation effects in the USA und China with those in Europe, a strong imbalance becomes apparent as reflected in stock prices and the design of business model concepts. (See: Netzökonom/Dr. Holger Schmidt: Plattform-Index KW 33: Tencent, Baidu und Weibo legen kräftig zu  as well as: Digitale Plattformen – das zentrale Geschäftsmodell für Unternehmen).

 

Source: Dr. Holger Schmidt: Digitale Plattformen. slideshare presentation dated 20. April 2016. 

 

This imbalance is recognized by business leaders in Germany (like in many other countries), but without any suitable counteracting concepts made visible. (See loc. cit.: Digitale Transformation: Deutschlands Top-Manager sehen großen Nachholbedarf).

The main reason for this, apart from a deficit of topical expertise, is the different interpretation of the word meanings. Digitalization is seen as a technical phenomenon and thus a concern for techies. Transformation is evaluated in terms of the pipeline business model and optimization of the existing order – with fatal consequences. There is complete disregard for the fact that in doing so, the term transformation is replaced by its antonym: Stagnation.

This article will be continued with examples of transformation concepts destined to succeed or to fail.

 

CONTACT TO GET ACCESS TO FURTHER TRANSFORMATION ARTICLES, TRENDSETTERS AND TRENDSTUDIES: 

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Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

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Digital technologies impact the entire cosmos of print media and complete workflow, too.

By Andreas Weber

 

Note: The latest market trend analysis by Andreas Weber is the extended version of an article which will be published by the leading technology newspaper VDI-nachrichten. VDI-nachrichten addresses a premium reader target group of more than 310,000 technical and innovation experts in German industry.  — See as well market trend analysis “Focus Packaging”.

 

The internet is the enemy of print. That had long been the perception in the print media branch. A blind eye was turned to the fact that technologically for decades, digital high-performance networks and data transfer have been indispensable for print technology development. 

This occurs on various levels, whereby online, a system architecture is freely available that automatically generates print data and transfers it by internet to selected service providers / printing systems. The simplest form is prints of any data via smartphone or tablet. The first were Apple with AirPrint and Google with CloudPrint; print system manufacturers such as Canon and HP followed with proprietary e-print solutions. On the other hand, data from Wiki platforms such as PediaPress technologies, are transformed into books based on Wikipedia articles selected by the user online. Furthermore, social media users can transform their chronicles on Twitter, Instagram or Facebook into publications at the push of a button to automatically create, for instance, printed posters of Facebook/Instagram friends, canvas prints or diary chronicles in book form from Twitter and Facebook (see mySocialBook, Twenty20 or boomf with the printing of Instagram photos on edible marshmallows).

 

A few samples how Social Media became already the source for new print applications (driven by innovative suppliers).

 

These services are used for promotional purposes by both consumers and companies who include such projects in their digital marketing concepts. For pure business applications, marketing and IT data are automatically merged without media disruption to create cross-media customer campaigns that couple a company offer such as an insurance contract extension with feedback from tens of thousands customers, which is then exported to the company’s IT and CRM systems for keeping customer profiles up-to-date and even documenting individual transactions. All documents are then available in both digital and printed form. The customer chooses which form he prefers.

Background
The internet protocol TCP/IP got its breakthrough by enabling large amounts of data to be transferred quickly and reliably, especially for publishing and print applications. The user interface/mouse and particularly PostScript as a page description language revolutionised the generation of print data and print media production already in the 1980s. The sheer unlimited and ubiquitously available storage options through the internet for large amounts of data stemming from all areas of life and industry gave rise to the big data “phenomenon” — with the lure of evaluating unstructured or semi-structured data in relational databases for analyses of any type. 

 

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Digitalisation sets the pace

Two aspects were the logical result for the print media branch: 

  • first, all production workflow has to be “digitally” optimised;
  • and secondly, much more data is easily available through the internet that can be printed without media disruption.

The Internet becomes tool and marketplace in one. Accordingly, the online printing sector has grown dynamically: new specialised firms led by CIMPRESS/Vistaprint, Flyeralarm, Onlineprinters/diedruckerei.de or United Printers have accounted since 2009 in Germany alone for a trebling of volume that will most likely surpass the 3+ billion Euro mark in 2016. Popular applications/products are photo books, posters, flyers/mailings, brochures and more.

Key to success for online printing are the principles that characterise the 2016 motto “Touch the future” of drupa, the world’s leading print trade fair: automation, flexibilisation, digitalisation form the basis of “Print 4.0” — a new term borrowed from “Industry 4.0”, the highly commended industry standard from the Hannover Messe 2016. The rudiments of “4.0” have already been established in the printing branch for more than 10 years. The basis: JDF. The digital “Job Definition Format” allows made-to-order production to be taken care of automatically. Added to that is the complete cross-linking of production workflow and production machines including online remote services.

 

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The print technology manufacturers have readied themselves for that. Heidelberger Druckmaschinen has developed a new digital strategy integrating all print technologies and is going one step further at drupa 2016: The “Heidelberg Cloud” moves into focus with its smart print-shop concept. That is a new, extended approach that cross-links fully automated production with business aspects for the transparent and efficient operation of a printing business — incl. engagement with the customers/print buyers who are informed of the status of their orders online or per mobile. Even the automatic ordering of consumables and printing paper is integrated. In the digital printing sector, HP is doing likewise with its “PrintOS” platform that is to be launched at the end of May 2016 and cross-links the proprietary HP systems/technologies used by its customers.

 

Background:

HP PrintOS wants to enable the processing as simply as possible of any number of print orders from order acceptance to mailing, to work efficiently with partners and colleagues and exploit new growth potential. On a cloud-based, and according to HP open and absolutely secure platform, users have access at any time – no matter where they happen to be. However, PrintOS can only be used by those who have HP printing solutions (HP Indigo digital presses, HP PageWide web presses, HP Scitex presses and HP Latex printers). https://youtu.be/Rd2x2hRnikE

 

Internet as tool and marketplace in one

The internet, including the online and mobile worlds, is thus becoming an integral part of any type of print media production. Even imaging specialist Canon, the only exhibitor that can cover all drupa highlight themes, backs digital cross-linked transformation and synchronisation of all production, communication and business processes. The social media-conforming Canon motto #UnleashPrint particularly substantiates the drupa 2016 aspiration.

From 3D applications to printing products “cross-linked” through augmented reality, application scenarios that pool all of Canon’s expertise will be shown at drupa 2016. The driver in the “background” is Canon’s solutions skill for accelerating digital transformation through customised software and the merging of proprietary and third-party (such as Microsoft, Oracle, etc.) solutions. Canon gave a taste of what was to come at its future show “Canon Expo” in October 2015 in Paris: It was demonstrated live and explained in presentations how a (fictive) brand of mountain bikes can be staged in media and communications right from the start, from the photo shoot to marketing materials up to e-commerce with a web shop. Everything cast from the same mould, everything seamlessly interwoven. And this, too, at the point-of-sales, for example, where the quality of digitally printed packaging is determining the way forward. Equally impressive was the “creative” zone which showed what a consumer experience is like when everything that one imagines can become reality: From the perception of the world “out there” to one’s own home — everything is supported by Canon in multimedia, by image/photo, video, printed photo book, iPad app, etc.

 

The Art of Print – Rembrandts revival!

Causing a sensation worldwide recently was “The Next Rembrandt” project: On the initiative of art experts at the Het Rembrandthuis Museum in Amsterdam and scientists from the Delft University of Technology with the support of technology partner Microsoft, all available data and information left behind by Rembrandt was evaluated – some 15 terabytes of data in total. “The Next Rembrandt” was to be made up of 168,263 Rembrandt painting components derived from 3D scans that resulted from a laborious, digital 3D composition in a synthesised new painting. However, no 3D printer was used as reported by the media, but a digital printing system. It is not public yet what kind of digital printing system they used. But: Mid of March 2016 at the Canon Business Days in Venlo, The Netherlands a printed copy of the „The Next Rembrandt“ was shown. It could be produced by advanced Océ VariaDot Imaging-Technologies which are already used to reproduce image motifs in relief, based preferably on 3D scans, such as for the reproduction of old fabric wall coverings formerly created by artists. [See the exclusive ValuePublishing story „Rembrandt verleiht Print postum eine ganz neue Bedeutung“ (in german language)]. 

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Print 4.0 needs Communication 4.0

“In dealing with digitalisation, the print media branch focussed a long time on increasing production efficiency. Accordingly, any type of print media product always followed digital processes. That is a good thing. But, the effectiveness of print as a cross-linkable medium in the digital age was given short shrift and now has top priority,” stated Didier Gombert, founder and CEO of technology developer Objectif Lune (OL). For more than 20 years, the visionary entrepreneur has been a pioneer of a new “digital” philosophy that integrates print media topically in the communications mix.

For Gombert, the foundation is the “connect” principle. From one “digital” building block of various solutions, a scalable solution scenario develops that helps both beginners and pros to optimally use print in business and customer communications and always cross-links easily and affordably with digital communication processes. His success proves him right: With 240 employees and 3 development centres in North America, Europe and Australia, OL serves more than 20,000 companies around the world and is supported by a network of qualified partners. For Gombert, theme highlights at drupa 2016 are new communications tasks that are “beyond technology” so to say, such as “customer experience” and “customer journey”. This is understood to (further) develop 100% market and customer-oriented products and solutions in a dialogue with the customer. In focus: optimal interfaces between man-machine — machine-machine — machine-man.

 

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From Pipelines to Platforms

Up to now, print production processes have followed a rigid, linear workflow scenario: Data are edited digitally, formatted with expert tools and then prepared unalterably for print. People tell the machine, so to say, what to do. An innovative approach, therefore, is to dissolve this rigid process, whereby data from various sources can be processed online or offline, from analogue to digital and vice-versa — quasi as an iterative process – seamlessly transformed and automatically enriched with customised and “on-demand” output per digital printing. Seen from a technical workflow angle, a pipeline process is transferred to a cross-linked interactive platform concept that offers new forms of connectivity.

Interesting stimuli are also coming in this context from post-press processing and paper technology. For automation, paper technology specialist BW Papersystems banks on a new type of online remote service such as its ExpertOnline. Originally conceived as a technical services support, it soon became apparent that masses of machine data from giant paper production plants could be exported and intelligently analysed. From this, production workflows and techniques could be optimised.

On the other hand, BW Papersystems is the first specialised technology manufacturer to rely on dialogue throughout the entire value chain in print production – that is, from pre-media, print, paper and processing technology and application specialists – to enable continuous, fully-automated processes. No continuity in print production can be ensured otherwise. This type of automation is important, especially for online printing and particularly for the latest digital print productions as print production facilities become more efficient in their output and vast amounts of data are accrued. At Onlineprinters/diedruckerei.de, for example, 500,000 customers are served, with up to 4,000 orders carried out per day on an annual average and 1.25 million deliveries per annum.

 

Conclusion

The handling of “big data” in print production has several dimensions: From the web and social media world or via cloud services, the amount of data is exploding that is being transferred from the virtual world to print; content can be automatically compiled on the basis of intelligent algorithms for masses of customised, needs-oriented print products. On the other hand, huge data streams have to be handled intelligently in production management to be able to produce and deliver efficiently, with quality, without media disruption and as quickly as possible, that is, within the deadline of a day.

 

Tip for drupa visit

  1. Exhibitors such as Objectif Lune in Hall 7a/E23 and BW Papersystems, Hall 10/D20 on automation through digitalisation from pre-media to post-press processing

  2. In the drupa innovation parc, Hall 7, new digital innovative solutions are grouped, which are also explained in technical presentations

  3. Different to all other drupa exhibitors Canon covers all drupa high-light topics in once. The motto #UnleashPrint comes to life. Hall 8a/B50.

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Von Andreas Weber | Click to access english version

Selten war es so spannend im Vorfeld einer drupa als globaler Leitmesse für Print- und Papiertechnik. Selten konnte man vor drupa-Beginn so viele attraktive Gespräche führen wie zur Zeit. Kaum einer der Aussteller kann noch in Silos denken („Meine Innovationen — Meine Welt“). Vielmehr geht es um die Frage „Wie ordnen wir uns in einer durch die Digitalisierung geprägten, vernetzten Welt ein?“.

Weitere Lesetipp:
drupa ante portas — Highlight Topic Multichannel: „Individuelle Lösungen sind gefragt!“

drupa ante portas: Ist Print (wieder) auf der Überholspur? JAEIN. — Kommentar zur drupa media conference (29. Februar bis 2. März 2016)

Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen AG brachte dies als erster Aussteller Anfang Dezember 2015 mit seinem neuen drupa-Motto „Simply Smart“ auf seiner Jahresendpressekonferenz zum Ausdruck. Smart bedeutet: Vernetzt, relevant, durchgängig und interaktiv neue Lösungen für die Kommunikation mit Drucksachen auf unterschiedlichsten Ebenen ermöglichen. (Siehe meinen Kommentar und Echtzeitbericht „Heideldruck 4.0: Zurück in die Zukunft | Back to the future“).

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Die klug gewählten Highlight-Themen der drupa 2016 weisen den Weg. Und betonen ein stark erweitertes Spektrum des Ausstellerangebots: Neben den „Standards“ Print und Packaging sowie Green Printing erscheinen 3D Printing, Functional Printing und Multichannel.

Reflektiert man diese Themen gründlich, kommt man zur Erkenntnis, dass diese keine neuen Silos eröffnen. Im Gegenteil. So ragt Multichannel in alle Themenfelder der drupa 2016 hinein, da es das Grundprinzip definiert, wie Innovationen inszeniert werden müssen. So eröffnen Packaging, 3D Printing und Functional Printing ganz neue Geschäftsmöglichkeiten, was die drupa im Jahr 2016 attraktiver für neue Zielgruppen macht denn je. Das Novum: Die neuen Möglichkeiten erfordern auch ein neues Miteinander von Technikanbieter, ihren Anwendern sowie deren Auftraggebern (Marken/Wirtschaftsunternehmen, Organisationen etc.).

 

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„Time for a Change: Touch the Future NOW!“

Unser Fokus in der Berichterstattung und Kommentierung wird sich am o. g. neuen Verständnis der drupa 2016 orientieren. Erstens durch eine hundertprozentige Multichannel-Ausrichtung bei der Fachkommunikation per ValuePublishing. Zweitens durch die Adressierung neuer Zielgruppen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft — mit ihren 146 Mrd. Euro hohem Jahresumsatz — als dem wichtigsten Innovationstreiber für die Gesamtwirschaft.

Inhaltlich begleiten wir hochaktuell und in Echtzeit alle drupa Highlight-Themen. Bei Print und Packaging finden gemäß den Technik-Trends die neuesten Digitaldruck-Anwendungen unsere volle Aufmerksamkeit. Aber auch die Weiterverarbeitung sowie innovative Lösungen aus Papiertechnik sind relevant, wenn es um den Erfolg von Print im Kommunikationsmix geht.

Spannend ist für uns zudem zu analysieren, welche Aussteller welche Bandbreite an Themen und Aktivitäten aufbieten können. Hier wird es einige Überraschungen geben. Zum Beispiel, dass HP mit seinem Graphic Solution Business-Bereich wohl erstmals der größte drupa-Aussteller sein wird. Oder, wenn wir unsere Analysen via Canon Expo 2015 betrachten, dass der Imaging-Konzern Canon wohl als einziger Aussteller alle sechs drupa Highlight-Themen abdecken wird!

Höchst aufschlussreich wird auch sein, wie sich die Aufspaltung des Xerox-Konzerns auswirken wird und wie sich dessen Führungsanspruch darstellt. Mit seiner Tochterfirma XMPie ist Xerox in jedem Fall der Trendsetter bei Multichannel-Innovationen. Wir haben dazu bereits eine Reihe von Expertengespräche geführt:

  1. ValueDialog mit Jacob Aizikowitz, XMPie President  — Multichannel führt im Digitalzeitalter zu nachhaltigem Geschäftserfolg! 
  2. ValueDialog mit Christian Kopocz, Multichannel Entrepreneur und Executive Director XMPie User Group (XUG): „Multichannel sorgt für Relevanz!”
  3. ValueDialog mit Patrick Donner, TraffiC Print Online Solutions GmbH Neuer Blick auf Multichannel: „Es gibt kein Entweder — Oder!“
  4. ValueDialog mit Renato Vögeli, Vögeli AG Medienproduktion & Druck: Multichannel macht Kommunikation zum persönlichen Erlebnis!

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Unsere Schwerpunkte in der Vor-drupa-Berichterstattung gestalten sich wie folgt:

  • Tägliche Tweets/Posts über LinkedIn, XING (Gruppe DigitaldruckForm), Facebook, Google Plus sowie Twitter via @ValueCommAG und @zeitenwende007.
  • Wöchentlicher Überblick über die globalen Neuheiten bei Print und Publishing im Team mit unserem ValuePublishing-Partner Mike Hilton, Chefredakteur Graphic Repro On-Line via ValueBlog.
  • Serie von dutzenden Exklusivinterviews mit hochkarätigen drupa-Ausstellern. Siehe Interview mit Heidelberg-Vorstand Harald Weimer, drupa ante portas: Print ist SMART!
  • Expertenkommentare und Gespräche zu Trends und Erwartungen aus Sicht von Messebesuchern.
  • Live-Berichterstattungen von ausgewählten Aussteller-Pressekonferenzen sowie von der drupa media week am 1. und 2. März 2016 in Düsseldorf.
  • Kommentierung der aktuellen Marktdaten des VDMA, Sektion Druck- und Papiertechnik, am 4. April 2016 bei einem exklusiven Expertenmeeting in Frankfurt am Main.

 

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Weiteres und hoch Aktuelles in Kürze. Die Spannung steigt. Wir freuen uns. Denn: drupa ante portas!

ValuePublishing Teil 3 Facts Figures Zielgruppen Reichweite UPDATE SELFRUNNING.002

 

Bernd Zipper hat auf seinem Blog beyondprint.de zu mymuesli.com und der 4D-Printanwendung eine erstklassige Fallbeschreibung veröffentlicht und auf meinen ValueTrendRadar.com-Beitrag als Ergänzung verweisen: “Web-to-Print für Müsli? Ein erster Schritt in Richtung Food Mass Customization”. ABSOLUT LESENSWERT, was Bernd da schreibt und anmerkt!

Auszug: “Das sogenannte 4D-Druck-Verfahren, womit das individuelle digitale Bedrucken dreidimensionaler Objekte mittels Inkjet-Technologie und hochpräziser Robotik gemeint ist, hat Heidelberg vor über einem Jahr für den Schwarz-Weiß-Druck und Anfang November auf der InPrint als Vierfarb-Maschine vorgestellt. Die Maschine kann runde oder zylindrische Objekte mit einem Durchmesser von 10 mm bis 300 mm in einer Auflösung von 360 dpi vierfarbig sowie mit Deckweiß oder Schutzlack bedrucken. Damit können Massenprodukte wie Fuß- oder Golfbälle, Trinkflaschen und andere gekrümmte Oberflächen wie Dosen nahezu in Echtzeit personalisiert werden.”

LinK: http://bit.ly/1IIQBX3

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mymuesli.001Smart Technologies need Smart Solutions need Smart Communications: Twitter- und Facebook-Posts machten die Heidedruck Pressekonferenz popullär. In Echtzeit!

Eine Zusammenfassung dessen, was ich in Echtzeit kommentiert habe, findet sich in unserem Value Storify. Inkl. Posts von Freunden und zahlreichen Kurz-Videos mit O-Ton (in deutsch und englisch). —Andreas Weber

Nach der Krise kommt die Katharsis: Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz #Heideldruck) ist zweifelsfrei auf einem guten, oder besser: dem richtigen Weg angelangt. Nach dem Re-Branding und der Eröffnung des Print Media Center in Wiesloch folgte nun, traditionsgemäß auf der Jahresend-Pressekonferenz in Heidelberg/Wiesloch, die Vorstellung von „Heideldruck 4.0“. Dies war wichtig, weil die jüngsten Quartalszahlen kein gutes Echo der Finanzmärkte brachten. Die Heideldruck-Aktie rauschte Mitte November 2015 deutlich ab. Was sollte also getan werden? Durch die drupa 2016 bietet sich die Chance, Aktionäre, Mitarbeiter und vor allem Kunden und Mediatoren ins Boot zu holen. Keine leichte Aufgabe. Und sicher noch eine harte…

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UPDATE 24 June 2017: Xerox CEO to Shareholders

“Strategic Transformation, Growth Strategy Build Value for Customers, Investors”

NORWALK, Conn, May 23, 2017 – At its annual meeting of shareholders today, Jeff Jacobson, CEO of Xerox Corporation (NYSE: XRX), discussed the company’s financial performance in 2016, and outlined the company’s strategy to enhance value for Xerox shareholders.

In his address to shareholders, Jacobson commented, “Our foundation is strong, our product portfolio is as deep as it has ever been, and our customers are responding to our renewed focus on the document technology market.” He added, “This is a new Xerox and we are bringing innovative solutions to the market that will strengthen our business and enable attractive returns to our shareholders.”

As previously announced, Chairman of the Board Ursula M. Burns retired from the Xerox Board of Directors, effective today, and Robert Keegan has been named non-executive chairman. Keegan has been a director since 2010 and formerly served as chief executive officer and president of The Goodyear Tire & Rubber Company.

“Throughout Ursula’s career, she has demonstrated a passion and love for the company. We admire her personal and professional commitment to our success,” said Jacobson. “I look forward to working more closely with Bob as he steps into the chairman role. His experiences leading businesses through turnarounds continues to be a great benefit to the Xerox team.”

Also at the annual meeting, shareholders elected by a majority vote all members of the Xerox board of directors: Gregory Q. Brown, Jonathan Christodoro, Joseph J. Echevarria, William Curt Hunter, Jeffrey Jacobson, Robert J. Keegan, Cheryl Gordon Krongard, Charles Prince, Ann N. Reese, Stephen H. Rusckowski and Sara Martinez Tucker.

In a separate vote, shareholders ratified the selection of PricewaterhouseCoopers LLP as the company’s independent, registered public accounting firm for 2017.

valuetrendradar

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001 Jeff Jacobson at the June 2nd, 2016 hosting the Xerox VIP analyst reception in Düsseldorf’s Harbour City. Photo: Andreas Weber

By Andreas Weber

Do you remember? — “Good news! Jeff Jacobson became the new President of Technology Business for Xerox. For sure, he is one of the best in the whole market place!” — That was the good news almost 2 years ago. Our take was: “Recently, Jacobson distributed a letter to employees, partners and friends of the Technology Business in July, 2014, in which we can see how hardworking, passionate and principled his working attitude is. The way he approaches to sustained profitability for longer term is remarkable as he thinks not only achieving a big success in a specific year, but also being cost-efficient and investing in research and development to keep that success is important. Jacobson’s passion about technology business makes him quite successful as a…

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Value Publishing Mike Hilton 2017.001

Heideldruck’s new digital strategy should enable to take the lead transformation the print industry business successfully. Photos: Heidelberger Druckmaschinen AG

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 19 May 2017

Welcome to this week’s news roundup of 30 selected articles, plus Laurel Brunner’s two latest Verdigris Blogs: a post-Fespa bonus published on Wednesday, and the usual Friday blog, which touches on the environmental strides made in prepress and with printing plates in particular, citing Agfa Graphics’ examples. An article in our news on Tuesday from Fujifilm and Kemtek South Africa can also be linked to this, as it expands the second half of Laurel’s blog from a Fujifilm and Kemtek Imaging Systems’ perspective, with notable achievements in South Africa.

We have three Online Features in Chapter 05 for you: from Esko, as K+D´s Swiss passion for precision and Esko´s Equinox ensure a perfect colour match for its pharmaceutical packaging customers. Then from Durst which is now field-testing its flagship system, the Delta SPC 130, as Schumacher Packaging in Germany becomes its field test partner; and the third from the BPIF with Printing Outlook for Q1, which reports a better than expected start to 2017 for printing and packaging with output growth set to continue in Q2, but with costs climbing.

The lead news items come with the intro from the BPIF on Monday for the latest issue of Printing Outlook; then on Tuesday from Heidelberg as it partners with Steinemann in an agreement to co-operate on marketing Steinemann’s digital print finishing systems. 

 


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Dr. Ulrich Hermann, Heideldruck. Photo: Heidelberger Druckmaschinen AG

‘We have already been providing our customers with an integrated offering covering all manufacturers for many years with the Saphira products. We want to expand this approach to our customers’ entire value chain. With our global sales and service network in combination with Prinect, we offer interested companies the ideal platform with which they can easily integrate their portfolio. In the future we want to increasingly offer our customers a combined value proposition comprising equipment, service, and consumables, something that no other provider is able to do, and in this way further enhance our competitiveness and that of our customers,’ says Dr. Ulrich Hermann, member of the management board responsible for Digital Business & Services at Heidelberg.


 

Wednesday saw UPM and the FSC announce a global strategic partnership which aims to deliver benefits to forest owners through FSC certification, and to increase FSC-certified wood supply.

Thursday’s headlines were led by Manroland Web Systems at Druck Styria in Graz, Austria, which has signed a contract with a total order value of 16 million Euros. This includes a new Colorman e:line newspaper press, and also provides MD Alexander Wassermann with the opportunity to update us on Manroland Web’s progress, and the new independent production company, Manroland Web Produktionsgesellschaft, now also part of the Possehl group.

 


ValuePublishing Webinar Transformation


ValuePublishing Webinar with Andreas Weber.
Email to get in touch: zeitenwende(at)me.com


 

 

Other recent sales and installations successes include Friday’s leader from Esko at K+D in Switzerland; followed by Mimeo and its one-billion impressions success with a fleet of Kodak NexPress machines. We’ve already mentioned Kemtek, Fujiflm and ZAC above. The customers included in this article are Northern Keoagile Printers in Newlands, and Blesston Printers in Roodepoort, both close to Johannesburg, South Africa. On Tuesday we had the Durst flagship Delta SPC 130 system at Schumacher Packaging, as Durst’s field test partner in the packaging segment. This is followed by a new KBA Rapida 106 12-colour press at Canadian Bank Note in Ottawa. On Thursday, we had Bakergoodchild in Birmingham adding a Renz punching system; and lastly, Historika in Switzerland planning to upgrade to print high-quality graphics up to four times faster, using EFI’s new Vutek hybrid roll/flatbed LX3 Pro wide-format LED inkjet printer.

You’ll find post-Interpack and post-FESPA news this week from EyeC, Esko, Neschen and Mimaki, Xaar and Zünd, along with a number of prestigious EDP Awards presented during a ceremony at FESPA to Esko, Kodak, Agfa, Domino and KAMA; and with more announcements still arriving for inclusion in next week’s news.

The tailender this week goes to Ricoh South Africa (Wednesday) as it is set to embrace modern operations methods and move from Bedfordview to Linbro Business Park, near Sandton, Johannesburg on 26 May 2017, from where it will be closer to its key customer base.

 

You’ll find so much more if you scroll down carefully. Until next time.

My best regards, 

Mike Hilton

 


 

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e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week.

 

Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 15 May – date published also appears in article footline

Monday
BPIF Printing Outlook for Q1 2017 now available
A better than expected start to 2017 for printing and packaging – output growth to continue in Q2 but costs are climbing

Fujifilm and Kemtek keeping platemaking clean and simple
Fujifilm’s low chemistry thermal CTP plates with ZAC processors can achieve up to a massive 80% reduction in chemistry…

Esko gains two EDP Awards 2017 at FESPA
Esko receives two EDP Awards for technological innovation…

Kodak has won a 2017 EDP Award with NexPress
Kodak has won a EDP Award 2017 for the Kodak NexPress ZX3900 Digital Production Colour Press…

Agfa Graphics’ UV LED inks chosen for EDP Award
European Digital Press Association (EDP) rewards UV LED inks from Agfa Graphics during FESPA 2017 in Hamburg…

Domino wins 2017 EDP Award for Book Printing
For the second year running, Domino Digital Printing Solutions has won an award at the EDP Association Awards…

Tuesday
Heidelberg partners with Steinemann for print finishing
Heidelberger Druckmaschinen and Steinemann Technology agree to co-operate on marketing print finishing systems…

EyeC yields extremely positive results after Interpack
EyeC’s ProofRunner Carton Pre-Feeder and off-line EyeC Proofiler 1200 DT inspection system were shown at the show…

Esko introduces new, integrated platform for brands
Esko and MediaBeacon release fully integrated software for packaging and marketing digital asset management…

Esko Studio to include 3D real-time rendering
Esko announces Luxion KeyShot integration with Esko Studio for photo-realistic rendering of packaging…

Schumacher Packaging turns to Durst single-pass technology
Durst is now field-testing its flagship system, the Delta SPC 130, as Schumacher Packaging becomes its field test partner…

Fourth KBA press for high quality, secure identity products
KBA and the new Rapida 106 12-colour press solidify strong partnership with Canadian Bank Note in Ottawa…

Wednesday
UPM and FSC announce a global strategic partnership
Aims to deliver benefits to forest owners through FSC certification and to increase FSC-certified wood supply…

Heidelberg is becoming a preferred industry partner
Heidelberg further expands as a solution provider and is becoming a preferred industry platform for partner companies…

Ricoh SA embraces modern operations with new premises
Ricoh SA will move from Bedfordview to Linbro Business Park, near Sandton, Johannesburg on 26 May 2017…

The Xaar 502 GS15O printhead at Interpack 2017
The xaar 502 inkjet printhead made its mark at Interpack…

FFEI to launch ‘Printbar Uncovered’ at Labelexpo
To enable original equipment manufacturers to bring the value of inkjet embellishment to customers…

New Horizon StitchLiner and Perfect Binder from IFS
IFS will unveil the Horizon StitchLiner Mark III and the Horizon BQ-480 perfect binder at IPEX at the NEC in October…

Thursday
Major order for Manroland Web Systems
Druck Styria in Graz, Austria and Manroland Web Systems sign a contract with a total order value of 16 million Euros…

KAMA wins ‘best folding carton solution’ EDP Award 2017
KAMA wins the ‘best folding carton solution’ EDP Award 2017 for its newly developed FF 52i folder gluer…

Zünd delighted with FESPA 2017 in Hamburg
Outstanding performance of latest routing solution and coveted EDP Award for ‘Best digital cutting system’…

New hot and cold Neschen laminator debuts at FESPA
Two in one hybrid laminator for hot and cold applications ‘Made by Neschen’ debuted at FESPA 2017 in Hamburg…

Bakergoodchild chooses Renz AP360 punching system
The privately-owned Birmingham mail, print and postal services provider adds to its quality service with Renz…

Historika to upgrade to EFI Vutek LX3 Pro LED
Historika to upgrade to print high-quality graphics up to four times faster using new hybrid roll/flatbed LED printer…

Friday
K+D´s Swiss passion for precision leads to Equinox
For the benefit of the pharma customer, K+D´s passion and Esko´s Equinox ensure a perfect colour match…

Mimeo: Over one billion impressions and counting
Mimeo’s fleet of Kodak NexPress digital production colour presses powers new approach to high-value content…

Food for Thought, from Ricoh South Africa
Commercial printers can grow profits through automation and a wider product offering. By Frank de Afonseca…

FESPA 2017 a thrilling success for Mimaki Europe
At FESPA in Hamburg, Mimaki was recognised with prestigious awards and closed its first sale of the Tiger-1800B…

Zund UK becomes a subsidiary of Zünd Systemtechnik
Zünd Systemtechnik AG has acquired Zund Plotting Systems (UK) Ltd. in St. Albans, Hertfordshire…

Rotoflex moves manufacturing to Canada
Continued sales growth over several years has led to the expansion of its Canadian facility near Toronto…

The lead articles from a week last Friday… 

Kodak reports its First Quarter 2017 results
Kodak reports Q1 net earnings of $7 million with continued growth in key product areas of Sonora, Flexcel and Prosper businesses…

FESPA 2018 global print expo heads to Berlin
FESPA announces dates for 2018 global print expo, Berlin, Germany from Tuesday 15 to Friday 18 May 2018…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry. Visit the drupa 2020 Website.You can also visit blog.drupa.comfor the latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017
Only 49 articles last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogue – exclusive Interview series

Most recent…  
An important role in the breakthrough of industrial digital printing!
‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features May/Jun Chapter 05

K+D´s Swiss passion for precision leads to Equinox
For the benefit of the pharma customer, K+D´s passion and Esko´s Equinox ensure a perfect colour match…

Schumacher Packaging turns to Durst single-pass technology
Durst is now field-testing its flagship system, the Delta SPC 130, as Schumacher Packaging becomes its field test partner…

BPIF Printing Outlook for Q1 2017 available
A better than expected start to 2017 for printing and packaging – output growth to continue in Q2 but costs are climbing…

Previous…  
Well-attended symposium at KBA-Sheetfed in Radebeul
Updates for print professionals interested in the future-oriented LED-UV technology underlines the leading role of KBA-Sheetfed in the field of LED-UV…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

Printing Plates Progress
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 19 May

Fespa & Green
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Wed 17 May

Previous…  
Eco Labels
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 12 May

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017
This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.
No 26   How Does Direct to Garment (DtG) Printing Work?
Direct-to-garment printing, or DtG, is one of the buzzwords we are starting to hear more and more often in wide format circles… By Sophie Matthews-Paul

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf in 2017 and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf 2017

drupa 2020 invites exhibitors from all over the world
Kick-off for no. 1 printing technologies event / Highlight topics showcase the industry’s innovative force / New key visual ’embrace the future’…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by:

Canon SA,  Drupa 2020,  Esko,   Heidelberger Druckmaschinen AG, Kemtek Imaging SystemsLeonhard Kurz Stiftung, Ricoh Europe, and Sappi Limited 
If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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http://www.graphicrepro.co.za
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GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.net, PO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

 

 


 

01 Anna Grau – Das Buch zu Lilith

 Coverbild des bereits vorliegenden Buches zum Ausstellungsprojekt. Herausgeber: Andreas Weber. Fotos nach den Gemälden von Anna Grau.

 

„Ich male Gefühle!“ — Zur Malerin Anna Grau und ihrem Werk. Gedanken von Andreas Weber.

 

 „Kreative Intelligenz geht einher mit Reflexionsfähigkeit, um zu Erkenntnis zu gelangen. Durch ihren Lilith-Gemäldezyklus und die interaktive Ausstellungskonzeption setzt Anna Grau Maßstäbe. Gut so!“ —Andreas Weber 

 

Die Malerin Anna Grau und Andreas Weber als ihr Mentor und Kurator gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

Vorspiel. Das umfassende bildkünstlerische Engagement von Anna Grau für äußerst wichtige, Zeitgeist-unabhängige und gesellschaftlich-kulturell relevante Themenstellungen in einer besonderen Dimension verdient Anerkennung und Respekt. Zumal Anna Grau als Malerin freischaffend tätig ist. Den im Entstehen befindlichen Lilith-Gemäldezyklus bearbeitet sie in Eigenregie, um unabhängig an den Bildern und ohne überstarken Zeitdruck arbeiten zu können.

Geplant ist eine auf Interaktion ausgelegte Ausstellung des Lilith-Gemäldezyklus mit einer Rahmenprogramm-Inszenierung, die Stimmen anderer Persönlichkeiten aus der Kunstszene, der Forschung, der Wirtschaft, des alltäglichen Lebens umfasst. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Präsentationen, etwa zum „Werden“ der jeweiligen Bilder bzw. mit der Darstellung ihrer „digitalen“ Metamorphosen.

 

 

Lilith Thesenpapier

In medias res. Anna Grau lernte ich im November 2015 in Mainz kennen — vor ihrem Gemälde „Meister“, das den 1. Preis beim 26. Mainzer Kunstpreis Eisenturm erhielt. Über 650 Bewerber hatten sich dem gewählten Thema „Kollaps der Moderne?“ im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung gestellt. Die Jury (bestehend aus Kunstwissenschaftlern und vor allem kompetenten Künstlern) hatte unter dieser Vielzahl an Arbeiten das ausdrucksstarke, in seiner Farbgebung herausstechende und dynamisch-expressiv gemalte Werk einstimmig zur Siegerarbeit auserwählt.

In der persönlichen Auseinandersetzung mit Anna Grau als 1. Preisträgerin konnte ich in Mainz von Angesicht zu Angesicht erfahren, was sie empfindet, wenn sie malt. Sie antwortete mir auf die Frage „Was machst Du, wenn Du malst? Denkst Du an Picasso und seine Les Demoiselles D’Avignon?“ kurz und knapp und mit einem versonnenen Lächeln: „Ich male Gefühle!“. 

Diese Gefühlswelt ist die einer in Moskau geborenen Deutsch-Russin, die als 15-jährige nach Berlin kam und dort seit über 20 Jahren lebt. Eine Tochter hat. Die als Europäerin fühlt und denkt! Die Entwicklungen in ihrem Geburtsland mit großer Sorge sieht. Hätte man sie dazu bei der Preisverleihung in Mainz vor dem Publikum direkt gefragt, zu Putin und der Re-Sowjetisierung Russlands, sie hätte gesagt: „Oh nein, ich male keine politischen Bilder. Mich interessiert der Mensch mit seinen Tiefen und Leidenschaften und Schwächen.“ Sie hätte gesagt, wie wichtig Malerei für sie ist. Gerade in einer „digitalen Welt“.

Dem spontanen Kennlernen in Mainz folgte Ende November 2015 ein weiteres Treffen in Berlin; es entwuchs ein seitdem ständiger Kontakt. In der Reflexion dessen, was Anna Grau in Mainz erlebt hatte – vor allem das Zusammentreffen mit den Mainzer Künstlerinnen Prof. Valy Wahl und Fee Fleck – ergab sich die Idee, ein neues, ambitioniertes Vorhaben in die Tat umzusetzen: Den Gemäldezyklus „Lilith“.

Aufhänger für „Lilith“ war der Bilderzyklus von Fee Fleck „Medea – die Fremde“, das die Künstlerin speziell zur Ausstellung im Landesmuseum Mainz anlässlich ihres 80. Geburtstags im Jahr 2012 geschaffen hatte. Anna Grau war fasziniert, dass eine wesentlich ältere und bedeutendere  Kollegin ihrem eigenen Menschenverständnis so nah kam. Wobei sich Anna Grau in ihrer unendlichen Bescheidenheit nie mit Fee Fleck in eine Reihe sehen würde… — Beide Künstlerinnen haben übrigens am gleichen Tag Geburtstag, wenn auch zwei Generationen auseinander! — Fee Fleck setzt sich als Holocaust-Überlebende gegen das Vergessen ein. Und für die Rolle der Frau im Besonderen. Der damalige Bundespräsident Gauck überreichte Fee Fleck für ihr Engagement, ihre Lebensleistung im Jahr 2012 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Künstlerinnen, Fee Fleck wie auch Anna Grau, beziehen in einer von Männern dominierten Kunstszene eine besondere und nach meiner Ansicht herausragende Position: Sie widmen sich den Extremen wie Ausgrenzung, Vernichtung, Unterdrückung ohne jegliche Aggression; vielmehr in einer behutsamen Bestimmtheit und Deutlichkeit, die den Betrachter ins Nachdenken und letztlich zu neuen Erkenntnissen bringt. Mehr kann man nicht erreichen. Anna Grau hat Anfang 2016 begonnen, den Lilith-Bilderzyklus auszugestalten. Bis dato sind sechs (unterschiedlich formatige, bis zu 120 x 180 cm große) Gemälde fertig, acht oder zehn sollen es insgesamt werden. In meinem ValueBlog und über Facebook kann man den Entstehungsprozess verfolgen.

Anna Grau hat selbst dazu einen lesenswerten Text verfasst, der in einem eigenen Buch abgedruckt ist: „Auf den Spuren von Lilith…“

 

 

 

Kerngedanke ist es, „Lilith — die Getarnte!“ in all ihren Facetten lebensnah zu inszenieren. Dies alles bietet aus meiner Sicht einen kompakten Einblick in das bildkünstlerische Schaffen von Anna Grau, das sie von anderen unterscheidet und besonders macht. Die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Ausstellung sowie Wettbewerben zeigt, dass Anna Grau nicht nur Aufmerksamkeit findet, sondern auch hohe Wertschätzung.

 


 

Anna Grau und Andreas Weber im Martin-Gropius-Bau zu Berlin (Nov 2015)

Zur Person: Andreas Weber ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG sowie u.a. Beiratsmitglied des Vorstands des Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, Beiratsmitglied der Internationalen Senefelderstiftung, Offenbach, Lehrbeauftragter der Hochschule RheinMain, Wiesbaden. | LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber | Blog/ValuePublishing:  https://valuetrendradar.com 

Zu Anna Grau und ihrem Schaffen: http://www.annagrau.de — Anna Grau und Andreas Weber gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

 


 

 

Value Publishing Mike Hilton 2017.001

Our favs at FESPA 2017: the smartets booth design by MIMIAKI and in person Erik from Printfactory/Aurelon, NL. (Photos: Andreas Weber)

Graphic Repro On-line News Review to Friday 12 May 2017

Welcome to this week’s news roundup with a bumper collection of 45 articles, plus Laurel Brunner’s very latest Verdigris Blog, which provides an update on the development of Eco Labels; and then we have the very latest in our drupa Newsroom with the official kick-off for drupa 2020, which took place at Messe Düsseldorf on Monday during Interpack, highlighting topics which showcase the industry’s innovative force, and a new key visual ’embrace the future’. An example of this can be found below.

 


With 45 news items for you to check out, and with a strong focus on both FESPA and Interpack, which both took place last week, I shall try to be as brief as possible.


 

On Tuesday KBA led with its first quarter financial results, having got off to a good start to 2017 with strong new business and a 21% higher order intake, a rise in order backlog and much more if you take time to check out the announcement. On Friday, you will find Kodak’s first quarter results, which also reflect growth in its key product areas and provide an updated overview of progress within its various divisions.

On Wednesday and Thursday, HP and Canon took the top positions, with Thursday’s lead article by Gareth Ward, but there were also key announcements from Ricoh, Canon, Fujifilm and Domino earlier in the week, too, among many others, including Sun Chemical and Blackman & White, EFI and MTEX. You’ll find lots if you scroll down.

 


 

Recent sales and installations this week came from EFI, as McGowans Print in Dublin is selected as the world’s second EFI Nozomi single- pass LED inkjet corrugated board press installation; then we have Heidelberg at Haslam Printers in Bolton with a new Versafire CP digital press; and IFS at Holywell Printers in Oxford, with a Horizon HT-30 three-side trimmer, all of which appeared on Wednesday.

On Thursday the really big one came from Manroland Web Systems, with the world’s first Geoman e:line bound for Vorländer in Dreis-Tiefenbach, Germany, and due to commence production in spring of next year. This is followed by MPH Fulfilment in the UK, as it purchases its sixth Edale press; then Simply Cartons, also in the UK, which has installed a Technotrans central cooling system for its KBA-equpped pressroom; and Lasertryk in Denmark, which has chosen Taopix software for its photo commerce division. On Friday Herff Jones in the U.S. has installed a Heidelberg ‘Push to Stop’ Speedmaster XL 106 long perfector; its second XL 106 long-perfector i n two years; while in the UK, Falconer Print & Packaging has upgraded its Prinect workflows, added a Suprasetter CTP system and a Speedmaster SX52-5 UV press. Last but not least, we have Xaar at Cerlat in Spain with the very latest Xaar 2001+ printheads on Cerlat’s new KERAjet ceramic tile printers.


It’s all about meeting the smartest people at FESPA 2017 (from left): Mark Lawn, Canon Europe; Thomas Haas, Ricoh EMEA; Nav Moulavi, Canon; Erik from Printfactory; and at least: Andreas Weber, ValuePublishing. Photos: Andreas Weber.


 

On Friday, FESPA announced that its 2018 event will be held in Berlin, Germany in May. Then InPrint Italy is set to take place in Milan in November 2018; and lastly, also from FN Brooks, the founders of InPrint, we have ‘Pure Digital’, a new digital print event for the creative industry, to be staged at RAI Convention Centre in Amsterdam in April 2018.

 


My tailender for this week goes to Ricoh, as its digital book printing solution and Ricoh Pro C5200 series both receive 2017 EDP Awards, presented in Hamburg during FESPA.


 

You’ll find much more if you scroll down carefully. Until next time.

My best regards, 

Mike Hilton

 


e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week. 

Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 08 May – date published also appears in article footline

Monday

FESPA 2017 opens today, 8 May, at Messe Hamburg

Visitors dare to print different at biggest ever FESPA global print expo, which runs until Friday 12 May…

Ricoh goes creative at FESPA in Hamburg this week

Ricoh showcases glittering future for PSPs with expansive product portfolio at FESPA 2017 from 8 to 12 May…

Canon Europe at FESPA 2017 in Hamburg

Canon at FESPA 2017: Innovations and applications to inspire business growth; plus two new Océ wide-format product launches…

Sawgrass Virtuoso Print Manager at FESPA

Sawgrass to showcase next generation print and colour management software at FESPA 2017 in Hamburg in Hall B5…

Exclusive Fujifilm Inkjet Technology preview at FESPA

Fujifilm to highlight the benefits of its core inkjet technology with exclusive preview at FESPA 2017 this week…

Domino launches new CIJ inkjet inks at Interpack

Domino launches comprehensive range of CIJ inks for the food and beverage packaging sectors…

Domino announces coding and marking upgrades

Domino Printing Sciences to tackle future customer needs with i-Techx platform expansion and upgrades…

Fujifilm UK’s Keith Dalton appointed to EMEA role

Fujifilm announces changes in its UK Graphic Systems division management, with Chris Broadhurst taking over as GM…

Tuesday

Koenig & Bauer reports on First Quarter 2017

Good start to 2017 with strong new business and 21% higher order intake, a rise in order backlog and increased EBIT…

drupa 2020 invites exhibitors from all over the world

Kick-off for no. 1 printing technologies event / Highlight topics showcase industry’s innovative force / New key visual ’embrace the future’…

Sun Chemical collaboration agreement with HP Indigo

Sun Chemical enters collaboration agreement with HP Indigo to develop cost-effective digital coatings for packaging…

Ricoh launches two new Direct to Garment printers

Customers will be able to experience this new DTG technology at FESPA 2017 in Hamburg this week…

Canon Europe shows striking campaign at FESPA

Canon demonstrates integrated beauty brand campaign at FESPA 2017 to inspire diversification possibilities…

Océ Colorado with UVgel at FESPA now available in EMEA

Canon Europe sees immediate market impact of Canon UVgel with customer response to Océ Colorado’s March launch…

EFI fuelling customer success at FESPA in Hamburg

EFI debuts new industrial textile printer, soft signage, LED and superwide-format MIS/ERP solutions…

B&W ground-breaking Versa Tech 2 debuts at FESPA

Blackman & White launches its SGIA award-winning Versa Tech 2 into Europe at FESPA Hamburg this week…

MTEX launches new digital direct-to-textile printers

MTEX Solutions launches three new digital textile printers at FESPA in Hamburg this week, with knock-out ink prices…

Wednesday

HP inspires large-format providers at FESPA 2017

Introduces new solutions to reinvent possibilities and spark growth in sign, display, and decoration…

Canon celebrates 10th anniversary of Océ Arizona:

Anniversary marked with FESPA launch of new options for automated finishing and corrugated media handling…

Sun’s new pouch system and upgraded inks at FESPA

Sun Chemical introduces new pouch system and upgraded Streamline ESL 3 ink range at FESPA 2017 in Hamburg…

Eco Passport by Oeko-Tex for Sun Chemical

Sun Chemical receives Eco Passport certification for its SunTex range of digital textile inks on display at FESPA this week…

Felix Schoeller STYLine qualified for Xeikon presses

Outstanding wallcoverings featuring STYline nonwoven wallpapers at FESPA 2017 on Felix Schoeller’s stand in Hall A1…

EFI’s second Nozomi C18000 press heads to Dublin

McGowans Print selected as the world’s second EFI Nozomi single- pass LED inkjet corrugated board press installation…

United Caps at Interpack 2017 in Düsseldorf

Three mew innovations: In-Mould Labeling, Bi-Injection and DOUBLEFLOW take centre stage in the United Caps stand…

Haslam Printers upgrades digital with a Versafire CP

Quality is key to purchase of Versafire CP from Heidelberg for Haslam Printers, which recently moved to Bolton…

Holywell Press trims production times with Horizon

IFS-supplied HT-30 three-side trimmer eliminates bottleneck for streamlined postpress production…

Thursday

Canon lowers barrier to cut sheet inkjet printing

Canon is introducing the VP i200 as a midway point between its flagship toner press and the powerful VP i300. By Gareth Ward…

World Wrap Masters final today – 11 May at 15:00 at FESPA

Wrap Masters finalists include South Africa to wrap speedboat in World Wrap Masters Final in Hamburg…

Xaar Print Bar System moves to FFEI for distribution

XAAR announces collaboration with FFEI for Print Bar System to now include sales and distribution…

Ricoh wins two EDP awards during FESPA in Hamburg

Ricoh’s digital book printing solution and Ricoh Pro C5200 series receive EDP endorsement in 2017 Award Ceremony…

Sawgrass attains G7 Master qualification

The dye sublimation specialist earns G7 Master qualification from not-for-profit industry group Idealliance…

Premiere for the Geoman e:line at Vorländer, Germany

The book, offset printing and newspaper publisher house in Dreis-Tiefenbach has opted for world’s first Geoman e:line…

MPH Fulfilment installs FL3: its sixth Edale press

UK label and packaging specialists MPH Fulfilment purchases its sixth Edale press, a 430mm-wide 10-colour FL3…

Simply Cartons keeps its cool in the pressroom

On the advice of press supplier KBA (UK), Simply Cartons has installed a Technotrans central cooling system…

Lasertryk opts for Taopix photo commerce platform

Danish commercial printer, Lasertryk, has chosen Taopix software for its photo commerce division…

Friday

Kodak reports its First Quarter 2017 results

Kodak reports Q1 net earnings of $7 million with continued growth in key product areas of Sonora, Flexcel and Prosper businesses…

FESPA 2018 global print expo heads to Berlin

FESPA announces dates for 2018 global print expo, Berlin, Germany from Tuesday 15 to Friday 18 May 2018…

InPrint Italy 2018 dates and venue confirmed

Following the highly successful first InPrint Italy exhibition last year, FM Brooks have confirmed the next event…

FN Brooks launches ‘Pure Digital’ for creatives

New digital print event for the creative industry to be staged at RAI Convention Centre in Amsterdam in 2018…

Canon’s new imageRUNNER C3025i colour device

Canon expands partners’ small business printing line-up with new imageRUNNER workspace device…

Duplo launches new Website with Rocket lift off

Duplo UK’s simple and intuitive new Website has been given lift off, marked with a rocket-themed competition…

Herff Jones installs a second Speedmaster XL 106-8P

Utah firm again replaces another three competitive presses with one Heidelberg Push to Stop Speedmaster XL 106 long perfector…

Cerlat opts for latest Xaar heads on new KERAjet

Xaar 2001+ printheads enable more cost effective tile printers at Cerlat in Onda, near Castellón, Spain…

Falconer upgrades workflow, CTP and press from Heidelberg

Falconer Print & Packaging has upgraded its Prinect workflows, added Suprasetter A75 CTP and Speedmaster SX52-5 UV…

The lead article from a week last Friday… 

Heidelberg’s Fourth Quarter and Full Year 2016/2017

Heidelberg achieves targets for year – significant net profit after taxes following the best quarter since 2008…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Visit the Heidelberg Website for more information.

 


 

drupa Banner 01

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry. Visit the drupa 2020 Website.You can also visit blog.drupa.comfor the latest industry news and developments.

 

drupa Banner 02


Online Feature articles 2014 – 2017

Only 49 articles last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogue – exclusive Interview series

Previous…  

An important role in the breakthrough of industrial digital printing!

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features May/Jun Chapter 05

Previous…  

Well-attended symposium at KBA-Sheetfed in Radebeul

Updates for print professionals interested in the future-oriented LED-UV technology underlines the leading role of KBA-Sheetfed in the field of LED-UV…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

Eco Labels

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 12 May

Previous…  

Ignorance and Bamboo

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 05 May

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017

This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.

No 26   How Does Direct to Garment (DtG) Printing Work?

Direct-to-garment printing, or DtG, is one of the buzzwords we are starting to hear more and more often in wide format circles… By Sophie Matthews-Paul

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf in 2017 and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf 2017

drupa 2020 invites exhibitors from all over the world

Kick-off for no. 1 printing technologies event / Highlight topics showcase the industry’s innovative force / New key visual ’embrace the future’…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Canon SA,  Drupa 2020,  Esko,   Heidelberger Druckmaschinen AG, Kemtek Imaging SystemsLeonhard Kurz Stiftung, Ricoh Europe, and Sappi Limited 

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

Our Website urls are:

http://www.graphicrepro.co.za

http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.net, PO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

Value Publishing Mike Hilton 28042017.001

ESKO, Heidelberg, Leonhard KURZ and others will have a strong impact on Interpack 2017 in Düsseldorf to bring packing innovation forward. — Photo: Leonhard KURZ

 

Graphic Repro On-line News to Friday 28 April 2017

Welcome to this week’s news roundup with 39 articles over the past week, Laurel Brunner’s latest Verdigris Blog, and three new additions to Online Features from Heidelberg, featuring Interpack 2017 which begins in Düsseldorf on Thursday; then Zero Defect Print Production for commercial and packaging printing; and finally, a special Zero Defect Packaging event set to take place on 10 May, the last day of Interpack, at Heidelberg’s site in Wiesloch-Walldorf.


Smart Print Shop. Zero errors in packaging printing.

Continued globalization, rising demand for different types of packaging, and a shorter time to market are being accompanied by increases in complexity and thus the risk of errors in production operations. At the Heidelberg Info Day on Zero Defect Packaging, you can find out how easy it is to master this growing complexity by creating a smart print shop and using automated quality assurance solutions.

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Photos: Heideldruck

 


There are several more good Interpack-related articles this week, with two from Leonhard KURZ on Monday – one for new software, and one for a new foil transfer finishing machine for web or roll-fed applications. From TRESU, which will demonstrate its iCoat coater for integration with HP Indigo digital presses; and on Wednesday, which saw KURZ back with a new prototyping service; Esko addressing the needs of brands and converters with a simplified way to manage, design and produce packaging among its comprehensive lineup for this major packaging event; and finally Durst with Europe’s first showing of its integrated label and speciality package printing and workflow system, as well as the European debut of the Durst Tau 330 UV inkjet / OMET hybrid system first sh own in prototype at Labelexpo Americas last year.

ESKO at Interpack 2017.png

Heidelberg led on Wednesday with the market launch of its Zero Defect Print Production – Prinect Inspection Control 2, which is now available for all formats from half-size to VLF. Aug. Heinrigs in Aachen, part of the RLC Packaging Group; and Novaprint in Oldenburg, a member of the Bagel-Packaging Group, are just two of the first print shops using the new system.

With FESPA just around the corner you will find numerous pre-show articles, beginning on Monday with an overview from Gareth Ward which led the headlines; followed by the FESPA Printeriors’ Conference lineup, then on Friday we have FESPA’s full Conference Programme, followed by Epson, Kornit Digital and Mimaki, each detailing their plans for the Hamburg show which takes place from 8 – 12 May. On Thursday KBA-MetalPrint and KBA-Digital & Web announced a brand new keyless inking printing system, CS MetalCan, which will be introduced at METPACK in Essen, Germany this week. The show runs from 2 to 6 May.

On Tuesday, UPM-Kymmene published its Interim Report for first quarter of 2017. We also published first quarter results from EFI, followed by Gareth Ward’s commentary and take on EFI’s display graphics Q1 revenues disappointment.


Installations this week began on Tuesday as Glasgow printer Core Image adds a Versafire CV five-colour digital press from Heidelberg UK; SDPS Poinçon in Normandy with an Inca Onset X2 from distributor Fujifilm; and Indiana Carton Company with a new Heidelberg 1650mm wide-web (Gallus) flexo press. On Wednesday, Core Image added a new Horizon Stitchliner in East Kilbride; while Royle Printing in Wisconsin has invested in a new KBA Rapida 105 sheetfed press.

On Thursday, Gareth Ward reported that South Wales printer Lexon Group became the first in the UK to buy a Komori Impremia S29 B2 UV inkjet sheetfed press, pairing it with a new Highcon Euclid IIIS digital cutting and creasing machine for short run high value packaging production. This is followed by SE Litho in Johannesburg, South Africa, as it adds a Xerox Versant 2100 digital colour press; then PeterLynn in Corby, UK with a new Xeikon CX3 digital colour label press. Friday saw Moquin Press near San Francisco and Heidelberg USA leading the Industry 4.0 charge, with the United States’ first integrated ‘Push to Stop’ Speedmaster press. Also on Thursday, please don’t miss Martin Bailey with Move over PDF 1.7. here comes PDF 2.0! – a new White Paper summarising the changes for print production – and a new ISO standard set for May publication.


Our tailender this week goes to Andreas Weber with ValuePublishing Report: The Future of Print is On-line!, as he comments that organisers Fogra, BVDM, and Zipcon can be proud and satisfied, ‘With the 5th Online Print Symposium 2017 (in short: #ops2017) they have once more managed to set the bar higher.’ See the intro on Friday and follow the links in the article to read more about it.


That’s it until next time. You’ll find lots more if you scroll down carefully. It’s been a busy week.

My best regards,

Mike Hilton


ValuePublishing Report #ops2017.001

Read and share: Andreas Weber s comment on 5th Online Print Symposium 2017. There are excellent live movies and a Storify Real Time Report included. Movies — Photo: Andreas Weber (with Bernd Zipper, left, and Peter Gunning).


e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week.

Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 24 April – date published also appears in article footline

Monday

FESPA continues to transform as industry change accelerates

There is talk of revolutions, that is the nature of large trade shows; but there’s plenty to look at and understand as visitors in the organisers words, are challenged: Dare to print different. By Gareth Ward…

Explore the possibilities of print for interior décor

Half-day FESPA Printeriors Conference discusses how print can create striking interior décor applications…

Kurz: Foil calculation at the click of a mouse

Leonhard Kurz will be presenting its Foilconnect program for easier calculation of stamping foil requirements at Interpack 2017…

Kurz: Exclusiveness on a roll at Interpack 2017

Leonhard Kurz will present its new foil transfer finishing machine for web- or roll-fed applications at Interpack in Düsseldorf…

TRESU integration for cartons and synthetics at Interpack

TRESU to demonstrate iCoat coater for integration with HP Indigo digital presses at Interpack 2017…

Exploring inkjet and its unrivalled versatility

Emerging commercial inkjet tech, inks and substrates create a wealth of marketing opportunities. By Vaughan Patterson…

Ricoh announces two new industrial inkjet print heads

New inkjet heads handle wider range of inks more reliably…

Tuesday

UPM-Kymmene Corporation Interim Report Q1/2017

UPM businesses deliver a strong start in the first quarter…

EFI reports first quarter 2017 financial results

EFI announces preliminary results for first quarter 2017 with display graphics accounting for 2% revenue fall…

EFI fumbles ball for display graphics disappointment

EFI is blaming a fall in Q1 revenues on a mix up in pricing of its Vutek printers as new machines come on line. By Gareth Ward…

Kodak breaks new ground for flexo growth in North America

$15 million capital investment in Weatherford marks significant milestone in adoption of Kodak Flexcel NX Plates…

Propago experiences triple digit growth in Web-to-Print

Expansion of Propago’s Austin, Texas software engineering and customer success teams are underway…

Core Image switches from Konica to Heidelberg for digital

Glasgow printer Core Image is this week installing a Versafire CV five-colour digital press from Heidelberg…

SDPS boosts production with Inca Onset X2

SDPS Poinçon in Normandy finds marked improvement in quality and performance with third Inca Onset from Fujifilm…

Indiana Carton opts for Heidelberg wide-web flexo

Indiana Carton Company invests in a Heidelberg 1650mm wide-web (Gallus) flexo press to support aggressive growth plan…

Wednesday

Heidelberg delivers Zero Defect Print Production

Maximum reliability of productivity and quality for packaging and commercial printers with new inline inspection system…

Kurz: A sample says more than 1000 pictures

Kurz new prototyping service for packaging refinement to be presented for customers at Interpack in Düsseldorf…

Esko at Interpack 2017 in Düsseldorf 4 – 10 May

Addressing the needs of brands and converters with a simplified way to manage, design and produce packaging…

Durst Tau Hybrid System to debut at Interpack 2017

European first showing of Durst integrated label and specialty package printing and workflow system…

HP at ISA Expo with new Print and Cut Series

HP introduced new latex print and cut solutions to simplify and accelerate sign and display production: also for FESPA…

Core Image enhances bindery with Horizon StitchLiner

Bookletmaker from IFS removes bottleneck to support streamlined production at the East Kilbride commercial printer…

Royle to add new KBA Rapida 105 five-colour

Royle Printing’s award-winning corporate culture produces high-quality catalogues, magazines, and collateral…

Imprimerie Centrale upgrades Muller Martini Prima Amrys

When you can’t bear to part with a machine, you can consider extending its lifecycle through MMServices…

Thursday

‘Smart Print Shop – Zero Defect Packaging’ event

Heidelberg is presenting three new postpress machines on 10 May at the largest packaging printing event since drupa 2016…

New ISO standard set for May publication

Move over PDF 1.7. here comes PDF 2.0! New White Paper summarises the changes for print production…

KBA keyless inking now also for beverage can decoration

KBA-MetalPrint and KBA-Digital & Web present jointly developed new printing system CS MetalCan at METPACK in Essen…

New ‘UK Printing – The Facts and Figures’ to download

BPIF publishes the latest updates on the importance and scale of UK printing with PDF available to download…

Lexon prepares to install UK’s first inkjet Komori

South Wales printer Lexon Group is the first in the UK to buy the Komori Impremia S29 B2 UV inkjet sheetfed press pairing it with a new Highcon for short run high value packaging production. By Gareth Ward…

Lexon Group ‘Thinking About the Box’ with Highcon

Lexon has installed one of the first Euclid IIIS digital cutting and creasing machines in Europe and plans special Open Days in May…

SE Litho expands digital services with Xerox

SE Litho in Johannesburg, South Africa adds Xerox Versant 2100 digital press from Digilogix and Bytes Document Solutions…

PeterLynn adds Xeikon CX3 to increase capacity up to 50%

Xeikon has announced the installation of a new Xeikon CX3 digital colour label press at PeterLynn in Corby, UK…

Friday

FESPA confirms full conference programme for Hamburg

FESPA has confirmed details of its full and comprehensive at-show conference programme ahead of FESPA 2017…

Epson meets haute couture at FESPA from 8 – 12 May

Epson links with designers to showcase professional fashion, garment & décor applications at FESPA in Hamburg…

Kornit Digital at FESPA 2017 in Hamburg

Kornit Digital to show mass customisation ‘ecosystem’ at FESPA, based on state-of-the-art production technology…

Mimaki’s new UJF-MkII model to debut at FESPA 2017

New UJF-3042MkII EX model reduces four steps to one for high-value-added print will be unveiled in Hamburg…

ValuePublishing Report: The Future of Print is On-line!

Organisers Fogra, BVDM, and zipcon can be proud and satisfied. With the 5th Online Print Symposium 2017 (in short: #ops2017) they have once more managed to set the bar higher. By Andreas Weber…

Derek Gillard bids adieu to Heidelberg UK

Respected inside and outside the organisation, Derek Gillard is set to retire after 34 years with Heidelberg UK…

Moquin Press leads with first Push to Stop XL 106 in the US

Moquin Press and Heidelberg lead Industry 4.0 charge with United States’ first integrated Push to Stop Speedmaster press…

KBA-Iberica die-cutters at IADD-FSEA Odyssey show

New North American exclusive distributor optimises the post-press arena with KBA-Iberica debut at upcoming event…

The lead articles from a week last Friday… 

Heidelberg long perfector arrives at Elanders Newcastle

Elanders Newcastle takes delivery of a Speedmaster XL 106-8-P long perfector and top-performance Stahlfolder TH 82-P…

Xeikon to bring Folding Carton Suite to Interpack

Exhibition is part of Xeikon’s What’s Next campaign to show how digital production is fundamental in a changing world…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, folding and finishing, and consumables. with offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’. Visit the drupa 2020 Website.You should also visit blog.drupa.comfor the very latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017

Only 49 articles last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogueexclusive Interview series

Previous…    

An important role in the breakthrough of industrial digital printing!

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features Mar/Apr Chapter 04

‘Smart Print Shop – Zero Defect Packaging’ event

Heidelberg is presenting three new postpress machines on 10 May at the largest packaging printing event since drupa 2016…

Heidelberg: Zero Defect Production

Maximum reliability of productivity and quality for packaging and commercial printers with new inline inspection system…

Heidelberg and Gallus at Interpack 2017 from 4 to 10 May

Pioneer in digitisation for growth market of packaging printing with ‘Smart Print Shop – Zero Defect Packaging’ motto in Düsseldorf…

Previous…   ‘The future of print lies in quality and service’

The new KBA Rapida 75 PRO and a new workflow at Hansa-Druckerei in Grevenbroich: A Steuber package geared to guarantee success…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

What happens to dead IT?

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 28 Apr

Previous…   250th Verdigris blog!

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 21 April

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017

This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.

No 26   How Does Direct to Garment (DtG) Printing Work?

Direct-to-garment printing, or DtG, is one of the buzzwords we are starting to hear more and more often in wide format circles… By Sophie Matthews-Paul

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf in 2017 and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf 2017

Previous must read…    

4th drupa Global Trends Report 2017 available now

The Report, tracking key economic and market developments in the global print industry is available now!…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by:

Canon SA,  Drupa 2020,  Esko,   Heidelberger Druckmaschinen AG, Kemtek Imaging SystemsLeonhard Kurz Stiftung, Ricoh Europe and Sappi Limited

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at:  graphicrepro.za@gmail.com.

ValuePublishing Report #ops2017.001

Warm-up by Bernd Zipper and Peter Gunning before #ops2017 got started — Photo: Andreas Weber.

Word-class Event. Fantastic. Unforgettable.

The 5th Online Print Symposium on the subject of “Online Challenge – Focus on Customer Centricity” in Munich on 6 – 7 April 2017 once again set the standard. 300 high-calibre attendees from 15 countries confirmed the conclusion: “Onward to new shores. With heart and mind!”


 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German version

The organisers – Fogra, BVDM, zipcon – can be proud and satisfied. With the 5th Online Print Symposium 2017 (in short: #ops2017) they have once more managed to set the bar higher. There is scarcely a specialist event anywhere in the world with its focus on print innovations that is so professional, soundly-based, rich in content and above all “socially valuable” in its design. The visitors come not just to be there. They join in and contribute their ideas. After all, relationships are everything, including in the business world.

Prelude: On the evening before, there had already been a trial run for the keynote of the first day of the event. In a skilled professional but relaxed atmosphere. Video animation via Facebook: Andreas Weber for ValuePublishing.

 

In this way, the theme of “Customer Centricity” is taken into account in a very special way, as our multimedia “ValuePublishing Report” demonstrates so impressively via Storify: Over 50 participants and even experts who unfortunately could not be there, made their contributions via this social media communication. To date, no audience has been so involved and committed. And that’s a good thing. Because the slogan: “Do good and publicise it” is more important than ever. The excellent lectures from the panel showed that the future starts today. Online print survives on smart shopping. And this also includes smart communication in the form that all those involved can participate in.

Peter Gunning, founder and CEO of Grafenia plc, Manchester, UK, who achieved a leading global position with his nettl.com project with the transformation of a printing works business concept (slogan: Print is lifestyle), gave his impressions immediately after the #ops2017 symposium. Immediate, real-time, emotionally gripping. Many thousands of users immediately followed this with enthusiasm on LinkedIn.

 


An innovation: A real surprise awaited the audience in the hall: As a live TV reporter and with the support of an expert camera team I was able to beam all the exhibitors in the foyer and atrium into the hall on a giant screen. In this way, 11 firms were presented in less than 60 minutes. The audience’s reaction was excellent. Because the exhibitors were not presented lecturing on the stage but by their stands and they were able to give information by interviews in the shortest possible time on what they do and what benefit visitors obtain from it. And visitors called by in droves during the breaks. Benchmark!


Interesting: In the evaluation, LinkedIn was the favourite social media platform before, during and after #ops2017 (>10k interactions in 72 hours!). Reports were not only published in real time but also summarised and actively commented on. In addition, incredible cover was achieved via Twitter and this is still growing now, several days after #ops2017. There are bound to be yet more blog articles. The first summaries have already been published on beyond-print.de.


ValueImpressions of day 1 at #ops2017 | Video Animation: Andreas Weber


For all those who were there or above all for those who were not able to attend, there is the fastest and simplest introduction below in our ValuePublishing Storify report based on a summary of the 200 or so most important tweets. It couldn’t be more compact and, above all, more authentic!


ValuePublishing Report #ops2017 via Storify.png

Watch the Storify by clicking the link: https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-the-future-of-print-is-on-line


NOTE: Link to other reports by beyond-print.de

Insights #OPS2017 – will online print forever be an industry of start-ups?

Insiderbericht von beyond-print.de


“Best-of”-Video (german/english)

 


 

LiveTV-Session with Tweak

 


 

 

LiveTV-Session with Highcon

 


 

Value Publishing Mike Hilton 21042017.001

The end of the Gutenberg Galaxy? No!  —  One of the key messages of Andreas Weber’s Webinar “Transformation in the Digital Age.” Photo/Collage: ValuePublishing

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 21 April 2017

Welcome to this week’s news roundup with 28 articles over the past four days, plus the latest Wild-Format Technology Guide from Sophie Matthews-Paul addressing direct-to-garment printing; Laurel Brunner’s 250th Verdigris environmental Blog; and a new addition in Online Features featuring the new KBA Rapida 75 PRO and new workflow package at Hansa-Druckerei in Grevenbroich, not far from Düsseldorf and Neuss in Germany.


For more than a generation, “digitalization” has had a fulminant impact (regardless of how one may interpret the term!); our living environment and real life go hand in hand with fulminant structural changes at ever shorter intervals accompanied by an enormous increase in pressure, thanks to globalization. So time for a change, specially in the print media industry! — Andreas Weber, Head of Value


Another short week but with an interesting mixed bag for you once again. Tuesday began with the latest issue of KBA Report No 50, timed to highlight the company’s 200th Anniversary a little later this year with a special anniversary supplement. Wednesday began with a focus on Ricoh from Gareth Ward, as its new CEO plans a huge shakeup of the company in order to escape decline. Thursday’s headlines were led by news of Sappi‘s first sustainable joint packaging development with Felix Schoeller: The initial results are convincing, and will feature at Interpack from 4 – 10 May in Düsseldorf. Then Heidelberg UK, which led the news to round off this short week on Friday, as Elanders Newcastle takes delivery of a Speedmaster XL 106-8-P long perfector and top-performance Stahlfolder TH 82-P.


Pre-show news this week features InPrint 2017 in Orlando, USA; Metpack 2017 in Essen, Germany; Interpack 2017 in Düsseldorf; and IST METZ’ UV Days 2017 in Nürtingen, Germany. You’ll spot them all if you scroll down carefully, featuring a number of exhibitors at the various events.


A selection of recent installations appears on Tuesday with Prinect Workflow and MIS from Heidelberg USA at Geographics in Atlanta; the very latest Stahlfolder KH 82 from Heidelberg UK at Penstripe in Leeds; and Manroland Sheetfed in Hungary with a Roland 506 LV hybrid for the country’s banknote printer; then from Xitron, EFI‘s Packaging Suite workflow with Radius in Canada; and from Tecnau at Rotomail in Milan on Wednesday. On Thursday, we have Heidelberg’s Speedmaster CD 102 six-colour with coater and X-Package cutting job times in half at Brodnax Printing in Dallas; and Xaar with new printheads at Parefeuille Provence in France for high-quality tile production; and to wrap up the week Elanders Newcastle with its Speedmaster XL 106-8-P long perfector and Stahlfolder on Friday.


Our tailender once again serves to remind you of the 2017 Canon South African Disabled Golf Open due to take place in Cape Town from 15 – 17 May, with 16-year old Enrique van Wyk from Bloemfontein joining players from Canada, France, the United Kingdom, the United States, and other South Africans for this popular event. You’ll find this among Thursday’s headlines as usual.


That’s it until next time. You’ll find a few more if you scroll down carefully, including Ghent Workgroup with Hybrid Software; and locr with a new white paper from Infotrends, among others.

My best regards,

Mike Hilton


“Transformation in the Digital Age” — Read the summary of Andreas Weber’s latest Webinar!


e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week.

Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Tue 18 April – date published also appears in article footline

Tuesday

KBA Report No. 50 out now for 200th Anniversary

The 52-page magazine is packed with print in all its facets to mark the company’s 200th anniversary, plus special supplement…

Digital fatigue swings readers in favour of paper publishers

Savvy publishers increasingly opt for inkjet systems because they’re looking to the broader costs of the publishing supply chain…

‘Meeting Clients’ Needs with Geomarketing’ from LOCR

InfoTrends publishes White Paper on the value of geomarketing for print and marketing service providers…

Agfa Graphics at InPrint 2017 Orlando USA

Introducing digital print in manufacturing contributes to just-in-time delivery and personalised or variable…

Prinect Workflow + MIS is 30 – 100% more productive

Heidelberg’s Prinect Workflow expected to double productivity at Atlanta-based Geographics marketing services company…

Penstripe Leeds buys latest Stahlfolder KH 82

Penstripe has returned to Heidelberg UK for a Stahlfolder KH 82 combination folder in its latest upgrade…

Hungarian Banknote Printer primed to increase exports

A brand-new Roland 506 LV hybrid installed ahead of schedule in Pénzjegynyomda Zrt by Manroland Hungary…

Wednesday

Ricoh plans huge shake up to escape decline

The new CEO has produced his assessment of where Ricoh has been going wrong and it means a painful change. By Gareth Ward…

Ghent Workgroup welcomes Hybrid Software

As a vendor member Hybrid commits to fully supporting and incorporating GWG specs into its solution offering…

Trelleborg and partners at Metpack 2017 in Essen

Trelleborg and partners INK Maloberti and PCO Printing Chemicals offer complete metal decorating solution at Metpack 2017…

New 3M wrap film from Spandex offers faster installation

Spandex offers new and innovative 3M Print Wrap Film with Comply Adhesive with Micro Technology for superb finish…

Xitron sells 4500th Screen PT-R Interface

Allows the popular Screen PlateRite computer-to-plate device to be driven with any RIP/Workflow…

British Columbia-based firm opts for EFI Packaging Suite

Canada’s Great Little Box Co to support diversified offerings with EFI’s Packaging Suite workflow with Radius as the core…

Rotomail invests in a second Tecnau Libra 800

Rotomail Milan doubles book-of-one capacity with second Tecnau Libra 800 soft-cover book on demand binding system…

Thursday

Sappi to unveil joint development at Interpack 2017

Sappi’s first sustainable joint packaging development with Felix Schoeller: The initial results are convincing…

Hubergroup at IST METZ UV Days 2017 in Nürtingen

Low-migration and low-swelling: Hubergroup to launch new UV ink systems at UV Days 2017 from 15 – 18 May…

Trelleborg to show blanket solutions at UV Days 2017

Trelleborg and Streb to jointly exhibit at IST METZ’ UV Days 2017 in Nürtingen, Germany from 15 – 18 May…

The 2017 Canon South African Disabled Golf Open

16 Year Old Enrique van Wyk is ready to compete at the 2017 Canon South Africa Disabled Golf Open in Cape Town…

New CD 102 with X-Package increases capacity by 50%

Heidelberg’s Speedmaster CD 102 six-colour with coater and X-Package cuts job time in half at Brodnax Printing…

Parefeuille Provence upgrades to Xaar 1003 printheads

Xaar 1003 printhead upgrade significantly increases tile manufacturing productivity at Parefeuille Provence in France…

Version 9.2 of Callas pdfToolbox has arrived

While it is a minor update, it does pack quite a punch…

Friday

Heidelberg long perfector arrives at Elanders Newcastle

Elanders Newcastle takes delivery of a Speedmaster XL 106-8-P long perfector and top-performance Stahlfolder TH 82-P…

Xeikon to bring Folding Carton Suite to Interpack

Exhibition is part of Xeikon’s What’s Next campaign to show how digital production is fundamental in a changing world…

LasX Industries at Interpack 2017 from 4 – 10 May

LasX brings world-class laser processing packaging solutions to Interpack 2017 at Messe Düsseldorf in Hall 8b…

Ensocard Resilience by Stora Enso for Interpack

Stora Enso will introduce Ensocard Resilience board product for child-resistant packaging at Interpack 2017 next month…

Ammeraal Beltech at Interpack 2017 in Düsseldorf

Packaging is a moving business: ‘Belting Solutions for Process Automation’ is the theme for Interpack from 4 – 10 May…

Cosmo Films’ complete range at Interpack 2017

Cosmo Films to showcase extended range of Barrier Films…

Spandex adds SLX Cast Wrap with Flite Technology

Spandex offers fast wrap ‘single installer’ film option following launch of new SLX Cast Wrap from Arlon…

The lead article from a week last Thursday… 

Heidelberg’s Pilot site for Primefire 106 B1 inkjet press

Colordruck selects Heidelberg as its digital printing technology partner and becomes pilot customer for the Primefire 106…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, folding and finishing, and consumables. with offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’. Visit the drupa 2020 Website.You should also visit blog.drupa.comfor the very latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017

Only 49 articles for last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogue exclusive Interview series

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An important role in the breakthrough of industrial digital printing!

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features Mar/Apr Chapter 04

‘The future of print lies in quality and service’

The new KBA Rapida 75 PRO and a new workflow at Hansa-Druckerei in Grevenbroich: A Steuber package geared to guarantee success…

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Heidelberg’s Pilot site for Primefire 106 B1 inkjet press

Colordruck Baiersbronn selects Heidelberg as its digital printing technology partner and becomes pilot customer for Primefire 106…

Heidelberg’s new Speedmaster CX 75

The new Speedmaster CX 75 – space-saving Multi-Talent 500 x 700mm format for agile smart print shops…

Four years of experience printing with the KBA Rapida 76

Robstolk in Amsterdam achieves brilliant results thanks to HR-UV, as the company prepares to celebrate its 50th Anniversary…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

250th Verdigris blog!

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 21 April

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A Long Green View

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 07 Apr

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017

This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.

No 26   How Does Direct to Garment (DtG) Printing Work?

Direct-to-garment printing, or DtG, is one of the buzzwords we are starting to hear more and more often in wide format circles… By Sophie Matthews-Paul

No 25   Feel it!

Humans are very tactile-focused beings. So, would it not be great to have more touchy-feely surfaces? The good news is: Thanks to wide format printing, you can… By Sonja Angerer

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf in 2017 and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf 2017

Latest…    

Messe Düsseldorf partners with IPAP Tehran

Messe Düsseldorf extends international portfolio of trade fairs for the printing and packaging industries to Iran, powered by drupa…

4th drupa Global Trends Report 2017 available now

The Report, tracking key economic and market developments in the global print industry is available now!…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by:

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