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Von Andreas Weber, Head of INKISH D-A-CH

Paukenschlag vom Neckar, der den Rhein-Pegel bei Düsseldorf quasi auf Niedrigwasser bringt: Heidelberger Druckmaschinen AG, einst — 1951 — Motor und Ermöglicher der drupa um sich als globale Leitmesse der Druck- und Papier-Branche zu etablieren, sagte seine Messeteilnahme für 2021 ab. Dies wurde lapidar heute am Morgen, Mittwoch, 8. Juli 2020, per Pressemitteilung verkündet.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Heidelberg CEO Rainer Hundsdörfer im exklusiven Ad-Hoc-Gespräch mit INKISH D-A-CH. „Wenn keine Kunden kommen können, dann macht es auch keinen Sinn“, führt der Unternehmenschef weiter aus.

Die drupa als ‚Festival der Drucker‘ brauche aber Publikum. Die fatalen Folgen der COVID-19-Pandemie würden sich laut Hundsdörfer länger auswirken, als bislang angenommen. Dadurch sei zu erwarten, dass Besucher vor allem aus den wichtigsten Märkten USA und China nicht nach Düsseldorf reisen werden können.

Heidelberg habe in den letzten Monaten eine Reihe digitaler Formate entwickelt und erfolgreich etabliert, um zu Kunden neue und vor allem wirksame Kontaktmöglichkeiten aufzubauen. Dies wolle man laut Hundsdörfer zielgerichtet weiterentwickeln, um vom 19. bis 23. Oktober 2020 eine Innovation Week abzuhalten.

Das ursprüngliche drupa-2020-Motto von Heidelberg, ‚Unfold your Potential’, werde man beibehalten. Themen seien vor allem Neuheiten, Vorführungen, Schulungen und Supportleistungen. Und dies in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Entwicklungszyklen radikal verkürzt hätten. Das heisst: Unternehmen wie Heidelberg müssen Instrumentarien parat haben, die in Echtzeit erlauben, mit Kunden wirkungsvoll und nachhaltig in den Dialog zu treten.

Übrigens: Wenige Stunden nach der Veröffentlichung von Heidelberg veröffentlichte die Messe Düsseldorf eine Pressemitteilung mit dem Titel „Bereit für den Neustart: Messe Düsseldorf setzt Hygiene- und Infektionsschutzkonzept auf“. Es wurde dargelegt, dass man ab September 2020 den Messebetrieb wieder aufnehmen wolle. Die drupa wurde allerdings nicht erwähnt.

Ob das Prinzip der Messeveranstalter, „allein der Wille zählt“, sich durchsetzen kann, steht zu bezweifeln. Denn schon vor der Covid-19-Krise war erkennbar, gerade auch durch das Ende der IPEX (UK) sowie Print (USA) im Bereich der Print- und dem Ende der CeBIT auch bei IT-Fachmessen, dass es sich für Aussteller kaum mehr lohnt, an Messen in der gewohnten Art und Weise teilzunehmen. Auch der in 2019 erfolgreiche Messe-Newcomer Printing United in den USA hat sein für Oktober 2020 vorgesehene traditionelle Messeveranstaltung umgewidmet in einen virtuellen Messe-Event. Wie die Alternativen tatsächlich aussehen werden und sich auch zum Wohle der Besucher bewähren können, muss sich erst noch zeigen.

My Take

Die Entscheidung bei Heidelberg erscheint folgerichtig, nachdem auch schon Bobst und Xerox die drupa-2021-Teilnahme abgesagt haben.

Denn gerade die drupa hatte sich bereits vor vielen Jahren umdefiniert: War es einst das Ziel, Marktplatz für Print-Experten und -Liebhaber aus aller Welt zu sein, verwandelte man seit dem Jahr 2000 die drupa in eine Art Anbieter-Börse, die sich weniger um die Belange der Besucher kümmerte als vielmehr darum, Aussteller dazu zu bringen, ihre Investments in den Messeauftritt zu maximieren. Kein Wunder also, dass auch ohne COVID-19-Pandemie die Besucher deutlich weniger wurden.

 


 

 

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„Hirn, lass nach“ – Multimediales Vexierspiel von Hans-Georg Wenke über die Fallstricke der Kommunikation. Foto: Martina Hörle, Solingen 2018

 

Nachruf von Andreas Weber

„Bieten, was erstaunt. Nicht nur, was erwartet wird.“ — Besser als mit seinen eigenen Worten kann ich wohl nicht auf den Punkt bringen, worum es sich bei Hans-Georg („Schorsch“) Wenke in seinem nun am 4. Juli 2020 zu Ende gegangenen Leben drehte. 72 Jahre und rund fünf Monate wurde er alt. Ein durchaus langes, aber gemessen an der Fülle seiner Leistungen ertaunlich kurzes Leben. Wir verdanken ihm unendlich viel.

Hanko, sein Solinger Freund seit Jugendtagen, charakterisierte ihn einst so: „Schorsch, Du schreibst schneller als viele denken können!“ — In der Tat, Schorsch war schnell, präzise, urteilsstark. Er liebte es, Dinge auf den Punkt zu bringen und keinesfalls mit seiner Meinung hinterm Berg zu halten. Bei Pressekonferenzen im In- und Ausland lernte so mancher Vorstandschef das Fürchten, wenn etwas angeblich neues, ultimatives vorgestellt wurde, und Schorsch nonchalant anmerkte: „Sagen Sie mal, was kann ihre Publishing-Software, was Software XY nicht schon längst kann?“

Schorsch urteilte nie aus einer Laune heraus, sondern stets mit Kalkül auf Basis seines profunden Wissens. Er wusste, worum es tatsächlich geht. In seiner Leidenschaft als ‚gelehrter‘ Setzer, später dann diplomierter Druck-Ingenieur, betriebswirtschaftlicher Berater beim Verband und seit 1978 selbständig, als Fachjournalist, Buchautor und Vortragsredner zeichnete er sich als einzigartiger Universal-Gebildeter der Print- und Publishing-Branche aus, der modernste Technik mit dem Leben und dem Wohl der Menschen verbinden konnte.

 


Schorsch Wenke war wohl von uns allen der Einzige, der bemerkte, dass im Wort „Kommunikation“ das Wort UNIKAT steckt.


 

Es gab wenig, was er nicht beherrschte. Und das Wenige, das ihm nicht lag, kümmerte ihn nicht. Die besten Ideen kamen Schorsch nicht nur in seiner Denkstube in der Solinger Hasselstrasse 182, sondern stets im Dialog mit anderen. Beim Reden, Kochen, Genießen, Experimentieren, Inszenieren, Kokettieren. Er liebte den Disput, ohne jemals despotisch zu sein. 

Schorsch war Kosmopolit. Seine Liebe galt den USA ebenso wie dem fernen Osten. Am wohlsten fühlte er sich meines Erachtens nach in der Schweiz, wo er auch heute noch eine treue Fan-Gemeinde hat. Unzählige Reisen und Erlebnisse haben ihn inspiriert. Und an dieser Inspiration hat er uns auf kreative, unnachahmliche Weise teilhaben lassen.

Seine Vorträge, getragen durch seine wohlklingende, elegante und variantenreiche Vortragsweise, mit tiefer, angenehmer Stimmlage, werden uns für immer in Erinnerung bleiben. Und stellen einen unverzichtbaren, dauerhaften Wert für sich dar.

 


Sein Meisterwerk: 1994 veröffentlichte Schorsch als Handpressen-Druck der Offizin die Goldene Kanne die von Hand gesetzte und von Hermann Rapp illustrierte Aphorismus-Sammlung „Bedachtes.“. Und reichte damit heran an Hölderlins Kernsatz aus dem „Hyperion“, der da lautet: „Eins zu sein mit Allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen.“


 

Schorsch Wenkes barock anmutende, fulminante Gestalt barg ein hochsensibles Wesen, das äußerst feinfühlig Dinge erspüren konnte, die anderen zumeist verborgen blieben. Kam er auf Hochtouren, war er kaum zu stoppen. Es sei denn, wenn seine liebenswerte Frau Monika sagte: „Ach, Schorschi…“ — Will man den Menschen Schorsch Wenke in all seinen Facetten begreifen, dann muss man ihn im Kontext mit dem für ihn Wichtigstem sehen: mit seiner verehrten und geliebten Frau Monika Wenke in der geliebten Heimatstadt Solingen.

Lieber Schorsch, gute Reise. Und tiefsten Dank für so unendlich Vieles, was wir Dir voller Demut verdanken. Und in Ehren halten wollen. — PS: Und sage bitte, wenn Ihr Euch begegnet, unserem gemeinsamen Freund Peter Schwarz herzliche Grüße!

 

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Zur Vita von Hans-Georg Wenke (von ihm selbst)

 

Schorsch Wenke Vita

 


 

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Günter Thomas (links) mit Christian Nienhaus im GT Trendhouse42 in Gelsenkrichen. Im Zentrum: Das neue Werk WORLD-20 vs. COVID-19 »Invisible Enemy«vom Frühjahr 2020.  Foto: Blog Christian Nienhaus.

Von Andreas Weber

Seit Jahrhunderten haben Künstler die Druck-Kunst vorangetrieben. Und auch heute, im Digitalzeitalter, zeigt sich, dass der Druck-Kunst einen neue Wertigkeit zugemessen wird. Und wer hätte das gedacht: Die spannendsten Impulse kommen aus Gelsenkirchen.

Zur Erinnerung: Dürer, Rembrandt, Daumier, Beckmann, Picasso, Warhol — um nur einige zu nennen — waren stets an der Spitze, wenn es darum ging, druckgraphische Experimente in wahrhaft Einzigartiges zu verwandeln. Eine Sonderstellung nahm dabei seit über 200 Jahren die Lithographie ein, der chemische Druck vom Stein. Lithographische Drucke konnten mit Malereien gleichziehen, wie im 20. Jahrhundert Christian Kruck über Jahrzehnte an der Frankfurter Städelschule demonstrierte.

Auch Kunst-Fälscher fanden Gefallen an der Druck-Technik: Geradezu inflationär wurden in den 1970er/1980er Jahren Aquarelle von Dali, Picasso, Chagall und vielen anderen in Lithografien umgesetzt oder auch per Trockenoffset-Druck vervielfältigt. Falsche Signaturen inklusive. In New York City fand die Polizei Lager mit fast 100.0000 gefälschten Kunstdrucken. Skandale gab es in Deutschland um Kunstmessen/Ausstellungstourneen v. a. mit falschen Chagall-Grafiken. Selbst Museen sind drauf reingefallen. Letztlich hat dies dem Wert und der Beachtung künstlerischer Druckgraphik schwer geschadet.

Für mich ist es umso erfreulicher, dass ein namhafter Künstler wie Christian Nienhaus im Team mit dem auf Special Printing Effects spezialisierten Günter Thomas — beide in Gelsenkirchen beheimatet — neue Formen der Druck-Kunst entwickelt haben.

 


Im Blog/Online-Shop von Christian Nienhaus heisst es:

Druckkunstwerk — Hier ist der Name Programm!

Und wo sich Wort und Ton gesellt,
Wo Lied erklingt, Kunst sich entfaltet,
Wird jedesmal der Sinn der Welt,
Des ganzen Daseins neu gestaltet.

So dichtete es Hermann Hesse im 19. Jahrhundert und zwei Kreative aus dem 21. Jahrhundert interpretieren diese Zeilen in unsere Gegenwart mit Kunst, Druck und Leidenschaft.

Günter Thomas, einer der erfolgreichsten Druckveredler weltweit und der Künstler Christian Nienhaus kreieren in jahrelanger Zusammenarbeit eine neue einzigartige Präsentation der Druckkunst. Das Verfahren ist ein langer und aufwendiger Weg nach der Vollendung des Kunstwerkes.

Die Leinwand wird in der Schaffensphase im Atelier von Christian Nienhaus grundiert, collagiert, übermalt, beklebt und wieder bemalt. Diese verschiedenen Schichten geben dem Kunstwerk Strukturen und der Betrachter kann durch diese Technik die verschiedenen Schichten durchdringen und entdecken.

Durch einen speziellen 3D Scan ist es möglich das fertige Kunstwerk so zu digitalisieren, dass nach vielen Arbeitsstunden am Computer das Bild in verschiedene Ebenen aufgeteilt wird. Durch jahrelange Erfahrung und Innovation kann die Firma GT Trendhouse 42 von Günter Thomas diese Ebenen durch Farben, Folien, Struktur und UV-Lacke, Pigmente, Reliefeplatten und Prägungen auf ein spezielles Papier drucken.

Mit diesem einzigartige Druckverfahren entsteht etwas Neues, sichtbar sowie fühlbar. Ein DRUCKKUNSTWERK.

Christian Nienhaus COVID19


 

Meine Meinung

Die beiden ‚Kunst-Druck-Innovatoren‘ Christian Nienhaus und Günter Thomas aus Gelsenkirchen setzen eine lange, wertvolle Tradition im künstlerischen Schaffen fort. Und erweitern das Spektrum der Druck-Kunst ganz enorm und in bis dato nie gewohnter Manier.

Mit Vorteilen für alle: Der Künstler erweitert sein Spektrum und seine ‚Reichweite’; der Druck-Kunst-Spezialist kann zeigen, was ultimativ möglich ist; und der Kunstliebhaber kann zu erschwinglichen Preisen ‚Druckkunstwerke‘ erwerben, die nicht einfach nur ‚Reproduktiongrafiken en‘ sind, sondern eigenständige Werke mit Unikat-Charakter.

Bravo! Bravissimo. Gott grüß die Kunst.

 


 

 


 

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Ein Nachruf von Andreas Weber

Am 27. Mai 2020 starb Peter Schwarz im Alter von 78 Jahren. Am 8. Juni hätte er einen 79. Geburtstag begehen können. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung im engen Familien- und Freundeskreis auf dem Friedhof Neuenbürg-Arnbach nahe Pforzheim statt.

Wir verdanken Peter Schwarz unendlich viel. Er gehörte Ende der 1980er Jahren zu den Vorreitern beim Desktop-Publishing. Und setzte dies nach 1993 fort, als er für Süddeutschland Handelspartner von Xeikon BV wurde, um dem Farb-Digitaldruck zum Durchbruch zu verhelfen. 2001 wurde diese Partnerschaft auf ganz Deutschland ausgedehnt, um die Stellung des Xeikon-Markengeschäfts in Deutschland weiter voranzutreiben. Den professionellen Farb-Digitaldruck sah er stets als logische Fortführung der DTP-Revolution. Und das zu einer Zeit, als die Meisten dies für Zukunftsmusik mit ungewissem Ausgang hielten.

Peter Schwarz war ein unermüdlicher Kämpfer, stets charmant, neugierig und aufmerksam. Einer, der auch gerne voll ins Risiko ging. ‚Wer nix riskiert, kommt zu nix‘, lautete seine Devise. Seine Herzlichkeit und Umsicht konnte viele begeistern. Aber nicht alle. Die Banken drehten ihm den Hahn zu und er musste für seine Unternehmungen Insolvenz anmelden. Was ihn hart getroffen hatte, aber kaum entmutigen konnte. Zuversicht gehört zu seinen Tugenden.

 

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Zwei persönliche, ganz besodnere Erlebnisse mit Peter Schwarz sind mir bestens und nachhaltig in Erinnerung.

1992, auf dem Rückweg aus der Schweiz besuchte ich ihn in seiner Firma SCS Schwarz in Stuttgart. Und erlebte ein frisches, junges, dynamisches Unternehmen in Aufbruchstimmung. Mitten im Zentrum des hehren Layout-Satzes, dominiert von elitären Anwendern der Berthold-Satztechnik-Szene, wagte er, Peter Schwarz mit DTP und Macintosh den Aufstand. Und reüssierte.

Ich zeigte ihm damals das druckfrische Büchlein „Do You Speak Computer English? Das Publishing-Lexikon — Über 3800 Stichwörter, Abkürzungen und Fachbegriffe aus EDV und Electronic Publishing von Hans-Georg Wenke und Stephan Jaeggi, das ich gemeinschaftlich mit der Typophil AG in St. Gallen verlegt hatte. Satz, Druck und Verarbeitung hatte Rolf Stehle mit der Typotron AG übernommen. „Donnerwetter“, sagte Peter Schwarz, „das ist ja genau, was ich brauche, um noch besser zu erklären, worum es uns geht. Kann ich sofort 100 Bücher kaufen?“.

1996 moderierte ich eine Digitaldruck-Fachveranstaltung in Stuttgart, Haus der Wirtschaft. Der Saal war proppenvoll. Geladen hatte die AGFA-Gevaert AG. Produktmanager Andreas Nielen-Haberl präsentierte stolz die AGFA Chromapress, eine von AGFA auf Basis der Xeikon-Technologie „veredelte“ Digitaldruck-Maschine, und brachte den ersten Kunden mit, Peter Schleider aus Frankfurt am Main.

Mitten in der Schilderung, wie Chromapress in der Praxis funktionierte, warf Prof. Albert G. Burkhardt, die Lehrinstanz für Drucktechnik in Stuttgart, empört und lauthals ein: „Das stimmt doch alles gar nicht. Solche Maschinen können gar nicht qualitätsoll farbig drucken.“ Alle im Saal erstarrten. Es war völlig still. Bis Peter Schwarz aufstand, um ruhig und gelassen zu sagen: „Natürlich stimmt das! Wir machen das schon länger mit Xeikon und haben begeisterte Kunden. Und – bei allem Konkurrenzdenken –  was AGFA da als OEM-Partner mit der Xeikon macht, ischt wirklich klasse!“

Der Professor war verdutzt, der Saal raunte. Und die auf Chromapress exzellent digital gedruckten Broschüren fanden im Nachgang zu den Vorträgen reißenden Absatz. Ohne Peter Schwarz wäre das anders gekommen.

Time is running. Zuletzt — und viel zu lange her — habe ich Peter Schwarz persönlich im Sommer 2009 getroffen. Wie stets war er in Sachen Digitaldruck unterwegs. Und gab auf einer Xerox-Händler-Veranstaltung in Stuttgart seine Erfahrungen mit Digitaldruck kund, im Guten wie im Schlechten. Alle lauschten gebannt und beinahe ehrfürchtig. Eine schöne Erinnerung, die bleiben wird.

Lieber Peter Schwarz, wir vermissen Dich sehr! Gute Reise. Sicher wird es im Himmel auch bald Digitaldruck geben! Auf Dich ist ja immer Verlaß!

 


 

PS: Dank an liebe Mitstreiter aus alten Tagen — Kerstin Hinder und Martin Van Waeyenberge — für den Hinweis zum Tode von Peter Schwarz.

 


Nachtrag

Es gab zahlreiche Zuschriften und Kommentare aus persönlicher Sicht von Freunden, Kollegen, Mitstreitern, die ich an dieser Stelle veröffentlichen möchte. Schöner kann man das Andenken an Peter Schwarz nicht bewahren. Oder?

Über LinkedIn

Martin van Waeyenberge, Brüssel/Belgien

I’ve been introduced to Peter shortly before DRUPA 1995 and I had the honor to work with him during many years at Xeikon. His vision on how the digital printing market would evolve to the future has become a reality.

You can love him or hate the person for his way of working, but one thing for sure: he did leave an impression in the printing industry in Germany. Together with his partner in crime (if I may say so ;)), Stefan Birkhofer (RIP), they have build the foundations for what digital printing in Germany is today.

Thanks Peter!


 

Peter Sommer, Waiblingen/Deutschland

Er war wirklich ein Visionär und ein guter Typ noch dazu!


 

Andreas Nielen-Haberl, Frankfurt am Main, Deutschland

Ich habe ihm viel zu verdanken.


 

Hans Verberckmoes, Antwerpen/Belgien

Very nice person to work with and highly skilled, was always a pleasure having him over in the Demo.


 

Axel J. Mangelsdorf, Lüdersburg/Deutschland

Sehr sehr traurig. Er hatte so viele Ideen und war seiner Zeit voraus. RIP


Über Facebook

Harald Büttner  Burgbernheim/Deutschland

Peter Schwarz hat mit seinen Visionen den Digitaldruck in den Anfangsjahren entscheidend vorangebracht. In dankbarer Erinnerung an eine langjährige gute Zusammenarbeit.


Dieter Egelkraut Langgöns/Deutschland

Andreas, ich habe soeben den Nachruf von Peter Schwarz gelesen. Ich habe von ihm auch viel gelernt. Was mir gefallen hat, war seine Menschlichkeit, egal ob Kunden oder Mitarbeiter.

Ich bin inzwischen 76 Jahre alt. Peter: Vielleicht treffen wir uns am Himmelstor zu einem Viertele Wein. Mach’s gut, Peter und auch immer noch “Gott grüß die Kunst”!👍💙


 

Persönliches

Ralph Kissner | Vollständiger Text auf der eigenen Website

(…) Persönlich verdanke ich Peter Schwarz die Ermunterung zur Selbständigkeit, unzählige Stunden mit Ratschlägen und nicht zuletzt eine ganze Reihe von Geschäften. Seine Neugierde und Innovationsfreude haben mich immer begeistert und angesteckt, ich war immer fasziniert von seinem unerreicht gewinnenden Wesen und seiner Geradlinigkeit andererseits.

Wir waren weit über seine Zeit als Gesellschafter in Kontakt. Es bleibt mein Dank für seine entscheidende Rolle in meinem Leben und die vielen wertvollen Erfahrungen, die ich durch und mit ihm gemeinsam machen durfte.

Leb wohl, lieber Peter.

Ralph Kissner, 5. Juni 2020

 

Ralph Kissner und Peter Schwarz

 


 

Lesenswert ist vor allem auch der folgende, detailreiche Nachruf von Dirk Schornstein, München, Deutschland, den ich in voller Länge publizieren darf.

Nachruf Peter Schwarz im Juni 2020, Dirk Schornstein

Am 27. Mai 2020 verstarb Peter Schwarz. Mein Vater Heinz Schornstein und Peter Schwarz kannten sich vom Bundesverband Druck, in dem beide sehr aktiv waren. Sie waren gute Freunde und schätzten sich sowohl privat als auch beruflich.

Peter Schwarz war ein Pionier der Druckvorstufe. Schon Mitte der 80er Jahre trieb er in diesem Bereich die Digitalisierung voran. Zuerst mit digitalen Satzsystemen der Firma Siemens – später dann mit DTP auf Apple Computern.
Im Bundesverband Druck war er bekannt wie ein bunter Hund und ganz klar ein Vorreiter der neuen Technik – die anfangs von den Fachleuten eher belächelt wurde. Nur wenige konnten ahnen wie schnell Desktop Publishing die alten Systeme komplett ablösen würde. Und kaum jemand hatte für möglich gehalten, daß die professionelle Bildverarbeitung auf Desktop-Maschinen möglich wäre. Heute sind Namen wie Scitex und Chromacom unbekannte Dinosaurier. Drucksachen werden ganz selbstverständlich auf Desktop-Computern erstellt.

Peter Schwarz war Gründer von SCS Schwarz Computersatz, später „SCS Schwarz Satz und Bild Digital”. Die Büros in der Schwabstraße 43 in Stuttgart waren mein erster echter Arbeitsplatz. Im Belichtungsservice lernte ich in einem halbjährigen Praktikum direkt nach der Bundeswehr was ein Macintosh ist und was DTP bedeutet. Auch wie man in der Druckvorstufe mit modernen Maschinen Texte und skalierbare Grafiken erstellt. 10 Jahre zuvor hatte ich von meinem Vater noch gelernt, wie Bleisatz funktioniert – bei uns zu Hause im Keller.

Zu SCS Schwarz – dem Satzdienstleister – gesellten sich Tochterfirmen: Das Apple Center SCS Schwarz (wo ich meine Freunde Michael Müller und Joachim Attinger kennenlernte), das Schulungscenter SCSI mit Markus Ilka und die Firma “S.I.X. Schwarz und Kissner GmbH” – der Vorgänger der Six Offene Systeme GmbH bei der ich 1996 anfing und bis 2006 auch beteiligt war.

1992 zog die Firma Schwarz um, von den inzwischen viel zu engen Räumlichkeiten der Schwabstraße 43 (Stuttgart) in den Doppeltower in der Stadionstraße 1 in Leinfelden-Echterdingen. Der eine Turm gehörte den Tochterunternehmen Apple Center, SCSI und S.I.X. Auch die kleine Abteilung “Forschung & Entwicklung” war später dort beherbergt, wo ich mit meinem Kollegen Elmar Schulz neue Software und Konzepte testete. Der andere Turm gehörte der Geschäftsführung, Satz und Repro.

Während meines Studiums im Praxissemester lernte ich dort in der Repro meine guten Freunde Uli Münzenmaier, Stephan Seebauer und Andi Gschwind kennen. Wir hatten unheimlich viel Spaß, waren aber gleichzeitig sehr innovativ und produktiv – entwickelten beispielsweise eine neue Methode zur Einfärbung von Grafiken und ermöglichten so die Produktion eines großen Kataloges mit Desktop-Publishing.

Irgendwann kam das Thema Digitaldruck auf und man hörte immer öfter den Namen „Xeikon”. Es gab schon die ersten Farbkopierer. Aber eine Maschine, die mit dieser Technik größere Auflagen in akzeptabler Qualität erzeugen konnte zeichnete sich gerade erst ab. Xeikon war hier Vorreiter und Peter Schwarz wieder Pionier. Er schloss eine Partnerschaft mit Xeikon, kaufte eine alte Uhrenfabrik in Neuenbürg – seinem Heimatort – um dort das neue digitale Druckzentrum aufzubauen. Die Methode hatte sich bewährt: Als professioneller Dienstleister den Beweis liefern, daß die Technik funktioniert. Und als Händler der Produktionsmaschinen zusätzliche Gewinne erwirtschaften. Das hatte in der Kombination seiner DTP-Satz- und Repro-Abteilung und dem Apple Center hervorragend funktioniert. Schwarz trommelte, das Interesse war da, er bereitete die Welt-Premiere des farbigen Digitaldrucks vor. Aber die Xeikon-Maschine ließ leider auf sich warten. Ich erinnere mich an viele viele Verschiebungen auf „in zwei Wochen”. Und so fand irgendwann der lange vorbereitete Fachpressetermin in Neuenbürg vor einem leeren Podest statt.

Als die Maschine dann endlich kam, kämpfte man mit Kinderkrankheiten in Zuverlässigkeit und Qualität. Irgendwann um 1995 müssen die enormen Investitionen in den Digitaldruck die Gewinne aus den anderen Sparten des Unternehmens aufgefressen haben – die Firma SCS Schwarz war insolvent. Vielleicht war Peter Schwarz einfach zu früh am Markt, das Produkt noch nicht reif. Mir tat es unendlich leid. Eine großartige Firma musste geschlossen werden.

 

 

In mir hat das zu keiner Zeit seine Fähigkeiten als Unternehmer in Frage gestellt. Ich habe ihn immer bewundert. Er hat mich früher immer angesprochen mit „Herr Schornstein“ und „Du“ – das hat mich nie gestört, im Gegenteil: ich fühlte mich dadurch noch mehr ihm verbunden. Viele Jahre später habe ich ihn mit „Herr Schwarz” und „Du” angesprochen, obwohl er darauf bestand, daß ich ihn „Peter” nenne.

Peter Schwarz und die von ihm gegründeten oder mitgegründeten Unternehmen haben in meinem Leben eine ganz entscheidende Rolle gespielt und meinen Berufsweg lange Zeit bestimmt. Ich habe ihm viel zu verdanken und werde ihn immer in liebevoller und guter Erinnerung behalten.

Was Peter Schwarz jenseits von unternehmerischen Erfolgen geschafft hat, zeigt sich an der Tatsache, daß es immer noch jedes Jahr eine „SCS Weihnachtsfeier” gibt, die von meinem Freund – dem damaligen Leiter der Reproabteilung – Uli Münzenmaier organisiert wird. Und jedes Jahr treffen sich dort alte Kollegen aus dem Kern- und den Tochterunternehmen. Mehr als 20 Jahre nach der Schließung der Firma SCS Schwarz. Leider konnte Peter Schwarz die letzten Jahre nicht mehr teilnehmen. Selbstverständlich war er aber jedes Jahr herzlich willkommen.

Steht Peter Schwarz vorm Himmelstor, dann stelle ich mir vor, daß sein langjähriger Freund Heinz Schornstein, mein Vater, ihn begrüßt. Mit den Worten: „Mensch, Herr Schwarz! Wo bleibst Du so lange? Ich habe Dir hier einen Platz freigehalten. Schön daß Du da bist, Peter. Warte, ich mach uns eine Flasche Wein auf.

Setz Dich und erzähl.”

In liebevoller Erinnerung Dirk Schornstein, München

 


 

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Nur noch ein Schatten seiner selbst? Oder lautet das Prinzip: Malen nach Zahlen? — Screenshot aus dem Titel des neuen Heidelberg Geschäftsberichts 2019/2020.

 

Von Andreas Weber

Auf seiner virtuell Bilanzpressekonferenz am 10. Juni 2020, ab 10 Uhr, also vor rund einer Stunde, hatte der Heidelberg-Vorstand wenig Neues zu vermelden. Weder zu dem am 31. März 2020 abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 noch für das laufende. 

  • Das Nachsteuer-Ergebnis weist einen hohen Verlust von 343 Mio. Euro aus.
  • Der Free-Cashflow konnte sich nur positiv entwickeln durch die Übertragung von 380 Mio. € aus dem Treuhandvermögen des Heidelberg Pension Trust e.V. im März 2020 (225 Mio. Euro gegenüber Vorjahr -93 Mio. Euro).
  • Der Umsatz ging um fast 150 Mio. Euro auf 2,349 Mrd. Euro zurück.
  • Für das laufende Geschäftsjahr will der Vorstand mit Bezug auf die anhaltende Corona-Pandemie und die dadurch schweren ökonomischen Schwierigkeiten keinen verbindlichen Ausblick geben, rechnet aber bis zum 31. März 2021 mit einen negativen Nachsteuer-Ergebnis.

Laut CEO Rainer Hundsdörfer treibe Heidelberg die Neuausrichtung zügig voran. Wobei „Neuausrichtung“ in diesem Fall bedeutet: Heidelberg reduziert sich auf das traditionelle Kerngeschäft, den Bogenoffset, und damit diesen in seinem verkleinerten Portfolio nur noch auf den Mittelformat-Bereich.

Gleichzeitig baut Heidelberg weiterhin massiv Personal und Fertigungskapazitäten ab. Erstmals seit dem Börsengang im Herbst 1997 sinkt die Zahl der Beschäftigten bei Heidelberger Druckmaschinen AG auf unter 10.000 durch den nach Unternehmensangaben sozialverträglichen Abbau von 1.600 Stellen. In Hochzeiten beschäftigte Heidelberg einst über 25.000 Mitarbeiter.

„Die Zeiten in denen Heidelberg rein durch Größe punkten konnte, sind vorbei“, so CEO Rainer Hundsdörfer. Es gehe ihm nicht mehr um Größe und Wachstum um jeden Preis. Vielmehr bestehe der Kulturwandel bei Heidelberg in der Wandlung vom Konzern zum flexiblen Mittelständler. Im Unternehmen herrsche Aufbruchstimmung — was sich aus meiner Sicht im Zuge von massenhaften Entlassungen ambivalent auslegen lässt!

Auch die Zahl der Vorstandsmandate wurde deutlich verringert, halbiert auf jetzt noch zwei, das des CFO und das des CEO. Das Vorstandsressort für Technik wurde bereits im Herbst 2019, das des Chief Digital Officers im März 2020 aufgelöst.

Die Quadratur des Kreises

Das Umsatzpotenzial für Offsetdruck-Maschinen ist ebenfalls dramatisch geschrumpft. Waren es bis zum Krisenjahr 2008 noch rund 9 Milliarden Euro per anno, sind es nach kontinuierlichen Rückgängen bis dato noch maximal 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Dies bezieht allerdings auch Formatklassen und technische Verfahren ein, die Heidelberg nicht mehr bedienen will und kann (Klein- und Grossformat sowie Rolle). Im Vergleich dazu: Das Marktpotenzial für Digitaldruck-Lösungen im Produktionsdruck (Akzidenzen, Verpackungen, Sign & Display) macht bereits rund doppelt soviel aus.

Dass die Heidelberg Bogenoffset-Druckmaschinen immer leistungsfähiger und die Rüstzeiten drastisch verkürzt wurden, löst das Problem der dramatischen Marktpotenzial-Schrumpfung nicht.

Neue Vertriebsmodelle, die Heidelberg unter dem Schlagwort „Subscription“ bietet, sind zwar vom Konstrukt her zeitgemäß und bewähren sich bei Software-Angeboten (SaaS), nicht aber unbedingt bei Hardware, da durch lange Vertrags-Laufzeiten von fünf Jahren wenig flexibel agiert werden kann und in Summe kaum finanzielle Vorteile gegenüber andere Finanzierungsformen erreicht werden.

Dies wirkt sich gerade auf die aktuelle Situation im Akzidenzdruck, der sich radikal wandeln muss, ungünstig aus. Denn Druckerei-Unternehmer müssen am vorhandenen Equipment und den festgelegten, auf Standardisierung fixierten Produktionsprozessen für Commodity-Produkte festhalten, die aber kaum noch Nachfrage haben. Spezialitäten sind dagegen gefragt. 

Wachstum im Markt bedeutet nicht automatisch mehr Umsatz für Heidelberg

Da mit der „Neuausrichtung“ bei Heidelberg auch der Ausstieg aus dem industriellen Inkjet-Druck einher geht, stellt sich die Frage: Wie will Heidelberg in Zukunft Wachstum generieren?

CEO Hundsdörfer betonte auf der Pressekonferenz in seiner kurzen Wettbewerbs-Einschätzung, dass Heidelberg alleine im Verpackungsdruck mehr Offsetdruck-Maschinen verkaufe als der wichtigste Wettbewerber an Maschinen  insgesamt, also auch im Akzidenzdruck. Was soll das heißen? Gemeint sein kann ja nur die Koenig & Bauer AG. Und die hat ein viel weiter gefasstes Produkt- und Lösungsportfolio als Heidelberg und engagiert sich extrem smart im Digitaldrucktechnik-Sektor (u. a. Kooperationen mit HP sowie Joint-Venture-Unternehmungen mit DURST AG).

Pikant: Die auf den Verpackungsmarkt fokussierte Firma BOBST Group SE (Umsatz;: Über 1,6 Mrd. CHF)  hat Hundsdörfer wohl gar nicht auf dem Radar! BOBST, weitaus solider als Heidelberg mit einer Marktkapitaliseriung von über 1 Millarde)  schickt sich aber an, den Markt für Verpackungsdruck ‘digital’ aufzumischen. Hierzu findet wie vermeldet heute, um 13 Uhr, eine internationale Pressekonferenz statt.

Die COVID-19-Krise hat nachweislich den Akzidenzdruck-Markt als wichtigsten Stammmarkt von Heidelberg komplett schachmatt gesetzt. Dies ergibt sich aus den Echtzeit-Analysen des Cloud-Daten-basierten PMI-Klima-Bericht als wichtigem Bestandteil des Heidelberg #We4You Programms. Hier teilt Heidelberg seine von Kunden betriebenen und in der Heidelberg Cloud gebündelten Maschinen-Informationen über die Auslastung von über 10.000 Speedmaster-Druckmaschinen rund um den Globus (davon 5.000 Installationen für Verpackungsdruck).

 



 

Entgegen der Aussage von Heidelberg spiegelt der PMI-Klima-Bericht aber nicht die Marktsituation in der Print-Branche wieder, sondern Produktionskennzahlen ausgewählter Heidelberg-Kunden im Akzidenzdruck- und Verpackungsdruck-Sektor. Es zeigt sich, dass speziell Heidelberg-Kunden im Akzidenzdruck mehrheitlich existenzbedrohende Einbussen von 40 % und mehr verzeichnen müssen und sich wirtschaftlich im freien Fall befinden. Das trifft sogar die Elite der Heidelberg-Kunden im Online-Druck-Sektor. (Siehe hierzu die INKISH D-A-CH Expertenanalyse von Rainer Wagner).

Es bleibt auch zweifelhaft, ob und wie Heidelberg von der gestiegenen Auslastung und einem höheren Produktionsausstoß im Verpackungsmarkt profitieren kann, da Heidelberg nicht an den lukrativen Substraten, Kartonagen, Wellpappe, fexiblen Verpackungen etc. verdient. Und eine höhere Auslastung sowie steigende Nachfrage im Verpackungssektor ist nicht zwingend mit Maschinen-Neuanschaffungen im Mittelformat verbunden.

Übrigens: Alle Hoffnungen von CEO Rainer Hundsdürfer ruhen auf China. Aus seiner Sicht werden Druckereien in West-Europa und den USA kein signifikantes Wachstum mehr für Heidelberg liefern können. 

Mein Fazit

Der Heidelberg-Vorstand verfolgt konsequent seine Ziele, die Firma durch Gesundschrumpfen am Leben zu halten. Allerdings ohne eine glaubhafte und Vertrauen-fördernde Strategie präsentieren zu können. Denn das Motto „Heidelberg goes digital“ ist lediglich eine Willensbekundung. Oder Worthülse.

Aus meiner Sicht wurde bei Heidelberg eine wirksame Strategie durch den fast panischen Aktionismus „Rette, was zu retten ist“  ersetzt. Von den tatsächlichen Entwicklungen im Markt hat man sich abgekoppelt bzw. ignoriert diese gänzlich.

Die Frage bleibt völlig offen, wie Heidelberg künftig im Markt noch Impulse setzen will und Kunden (vor allem im Akzidenzdruck-Sektor) Entscheidendes liefern kann, um am Leben zu bleiben.

Wie der Heidelberg-Vorstand auf diese Art und Weise seine sog. Ziele „Profitabilität — Wettbewerbsfähigkeit — Zukunftssicherung“ erreichen will, bliebt mir ein Rätsel. Und offen bleibt auch: Gelten diese Ziele nur für Heidelberg oder tatsächlich auch für Heidelberg-Kunden?

 


 

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Glanz vergangener Tage. Heidelberg ist als Pennystock aus dem SDAX rausgeflogen.

 

Von Andreas Weber

Morgen, 9. Juni 2020,  wird ein spannender Tag. Der aus eigener Sicht als „Branchenprimus“ positionierte „Weltmarktführer im Bogenoffset“, Heidelberger Druckmaschinen AG, muss in einer Serie von Misserfolgen seit fast zwei Jahrzehnten wiederum schlechte Zahlen und hohe Verluste rechtfertigen. (Siehe: „Meine persönliche Heidelberg Saga“).

Sowohl Anleger, als auch Kunden und Analysten sind wenig zuversichtlich, dass der Plan von Vorstand und Aufsichtsrat aufgehen kann, durch rigide Einsparungen wieder zu Profitabilität und Wachstum zurückzukehren. Zumal Prosperität bei Heidelberg zuletzt um das Jahr 2000 zu verzeichnen ist. Entlassungen und das Einschrumpfen des Portfolios tun ein Übriges.

Das liegt nicht daran, dass Heidelberg unfähige Mitarbeiter beschäftigt oder Kunden nicht mehr so zahlungskräftig sind wie einst. Im Gegenteil. Es gibt hunderte und tausende talentierte Heidelberg-Mitarbeiter und noch immer zehntausende engagierter Heidelberg-Kunden, die Heidelberg gerne unterstützen würden. Allein, es fehlt der Glaube! Denn die Unternehmensführung macht es beiden Fraktionen zunehmend immer schwieriger bis unmöglich, an ein Happy End zu glauben.

Der Grund: Trotz hohem Schaden aus den letzten Jahren hat man im Top-Management nichts dazu gelernt. Dabei waren die Fakten eindeutig und lange bekannt.

Im für den Maschinenbau wichtigsten Kompendium, dem Branchenreport „Kernbranchen der deutschen Wirtschaft: Aktuelle Branchenreports und wichtige Themen, Jahrgänge 2011-2014, GBI Genios (Kindle Book), S. 2239, ist eindeutig für die Zeit um das Jahr 2011 (im Kontext mit der Insolvenz von manroland AG) festgestellt:

„Schon seit Jahren gelingt es den deutschen Druckmaschinen-Herstellern nicht, vom allgemeinen Boom im [deutschen] Maschinenbausektor zu profitieren. (…) Der Weltmarkt für Druckmaschinen wies in den Jahren vor der [Lehman-]Krise ein Volumen von durchschnittlich über 9 Milliarden aus. Inzwischen geht man davon aus, dass es im vergangene Jahr wohl nur noch 50 Prozent des einstigen Rekordwertes erreichen wird. (…) Da die Bedeutung von Printmedien zurückgeht, scheuen die Druckereien vor großvolumigen Investitionen zurück.“

Langer Niedergang

Und weiter heisst es: Experten sehen die Schuld am allgemeinen Niedergang der deutschen Druckmaschinen-Industrie auch bei den Unternehmen selbst. Die hätten sich viel zu lange im Licht der Marktführerschaft gesonnt und dabei existenziell wichtige Trends verschlafen. So habe die deutsche Druckmaschinen-Industrie bis heute keine richtige Antwort auf die digitale Revolution gefunden. Wortlicht heisst es in dem Branchenreport: Die großen Druckmaschinen aus Deutschland seien zwar Meisterwerke der Handwerkskunst, würden aber immer weniger gekauft. So werde in Amerika und USA kaum noch in Druckmaschinen investiert, während die Schwellenländer direkt ins digitale Drucken einsteigen.

Wie gesagt, das wurde als Mahnung bereits vor rund 10 Jahren von Experten publiziert.

 

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INKISH-Redakteur und CEO Morten B. Reitoft hat in einem lesenswerten Beitrag heute, am 8. Juni 2020, Strategie und Zahlenwerke von Heidelberg unter die Lupe genommen. Und kommt zu keinem guten Ergebnis. Seine zentrale Frage: „Is there an short-term fixes for Heidelberg?“ Morten’s Erkenntnis: „Heidelberg is a volume business. With a break-even, around 1.3 billion euros, and a profit of about 45-48%, their 2.3 billion euro turnover shouldn’t be lowered much before the shit hits the fan!“

Und nach gründlicher Analyse der Zahlenwerke führt Morten an: „Heidelberg is undoubtedly in trouble, and the biggest issue is that there are no quick-fixes. Heidelberg, of course, needs to work to be profitable. The dramatic changes in the market, not only because of the COVID-19 but also the expected recession, require a major focus on profitability. But from where?“

Richtig schlimm wird es, wenn man Heidelberg, den Branchenprimus, mit seinen Haupt-Mitbewerbern vergleicht. Die stehen allesamt besser dar, auch wenn sie nur halb so viel oder deutlich weniger Umsatz machen. Vor allem im Hinblick auf die Marktkapitalisierung, die bei Heidelberg (um die 200 Millionen Euro) in Relation zu Umsatz und Mitarbeiterzahl nicht nur lächerlich gering ist, sondern bedrohlich ist.

 

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Stand: 9. Juni 2020, 17 Uhr.

 

Und vor allem: Die Mitbewerber haben eine bessere, klar kommunizierte Strategie und auch das Talent, diese stringent umzusetzen. Siehe Koenig & Bauer AG (Marktkapitalisierung rund 355 Millionen Euro) oder BOBST Group SE (Marktkapitalisierung über 1 Milliarde Euro).

Bei den Mitbewerbern wird in den Top-Gremien nicht nur geredet und spekuliert, sondern klug und entschlossen gehandelt. Nur: Das nimmt der Heidelberg-Vorstand wie auch die Branchenreports gar nicht wahr. Man ist wie üblich mit sich selbst beschäftigt. Und sucht Ausflüchte. Man könnte fast sagen: Gott sei Dank, dass es die Corona-Krise gibt. Auf die kann man alles schieben.

Übrigens: Morgen, am 9.Juni 2020, wird ab 13 Uhr auch BOBST Group AG eine Pressekonefrenz abhalzten. Und seine Wachstumstrategie verkünden.

 

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Grafik: INKISH

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#FreitagsGedanken von Andreas Weber | English version via INKISH

Die neue Normalität: Der Fokus liegt auf der bestmöglichen Gestaltung von Inhalten in Kombination von Human Intelligence mit Artifical Intelligence. Auf den Punkt bringt es dabei LinkedIn mit der Verfeinerung seiner Algorithmen. Wer sich kundig macht und genau recherchiert, ist völlig begeistert.

Warum? Nun: Bessere Inhaltsgestaltung erhöht schlagartig die Qualität der Kontakte. Und das wird vom LinkedIn-Algorithmus honoriert.

Diese meine Feststellungen leiten sich aus eigenem Erleben ab. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Im Mai 2020 fanden meine insgesamt 35 Posts auf LinkedIn — also alles von mir eigens erstellte Inhalte — insgesamt 39.518 Views (Ansichten). Im Schnitt also pro Post über 1.000 Views. Dabei gab es bei einzelne Posts Differenzen von 130 Views (niedrigster Wert)  bis 6.525 Views (höchster Wert).
  2. Im gleichen Zeitraum wuchsen die Kontaktanfragen, die ich gesichtet und bestätigt habe, um über 1.500. Nunmehr, Stand heute, 5. Juni 2020, umfasst mein persönliches Netzwerk 24.035 Kontakte aus über 70 Ländern auf allen Kontinenten.
  3. Die Zahl der Profilansichten steig konstant bis auf 190 pro Tag und einem Zuwachs von zuletzt 26 % innerhalb einer Woche.
  4. Die Zahl der Views stand aus meiner Sicht nicht in Relation mit maximal vielen Likes, aber mit vielen, guten  Likes und Kommentaren. Das heisst, der o. g. Post mit den höchsten Viewer-Zahlen hatte ‚nur‘ 30 Likes, aber 23 Kommentare! Das ist für meine Spezialthemen (alles rund um Print im Kontext mit ‚Digitalization‘) sehr viel, zumal es sich um durchweg qualifizierte Kommentarinhalte handelte.
  5. Interessanterweise brachte das Integrieren von Videos, die sofort ablaufen, beim Betrachter wenig; selbst wenn es objektiv gute Videos waren.
  6. Dagegen brachten reine Textbotschaften mit weiterführenden Links (ohne Vorschau) sehr viel (insgesamt drei Posts mit über 7.000 Views, sprich fast 20 Prozent der o. g. Gesamtzahl an Views).
  7. Posts, die Textbotschaften mit Fotos (keine Grafiken, Statistiken) sowie weiterführenden Links enthielten, ernteten über 70 Prozent der Gesamt-Zahl an Views. Views-Zahlen.
  8. Posts, die smarte Kombinationen von Hashtags enthielten, fanden die höchste Aufmerksamkeit. Gerade auch mit ungewöhnlichen, emotionsbezigenen Hashtags wie #Zuversicht.
  9. Posts mit persönlichen Beobachtungen, Bewertungen Kommentaren und Fragen sowie dem Aufzeigen von Zusammenhängen fanden die höchste Aufmerksamkeit.
  10. Last but not least: Die Halbwertzeit guter Posts ist viel länger als von mir erwartet. Es fanden sich bei einigen auch noch nach drei Wochen neue Views, Likes und Kommentare. Was sicher auch daran liegen können, dass aus meiner Sicht mehr und mehr meiner LinkedIn Kontakte Hashtag-Begriffe in der Suche eingeben.

Fazit: Ich bin sehr begeistert wie smart LinkedIn sich entwickelt. Und für uns als Einzelne vorteilhafte Dinge leistet, die in der B2B-Kommunikation bisher über Fach-Verlags-Angebote wie auch Corporate Websites und Blogs unmöglich waren. Das hebt für mich als mittlerweile ergrauter ‚Non-Digital-Native‘, aber ungebrochener Digital-Aktivist, Social-Media auf ein neues Level. Bravo!

 

 

Nachtrag

Als ich diese Analyse heute morgen schrieb und weiter recherchierte, fiel mir eine hochinteressante Poll-Analyse via LinkedIn auf, die ich mit den für mich aufschlussreichsten Ergebnissen gerne teile.

Interesting results from a current survey from Australia regarding LI’s new algorithm

“Poll reveals video is not the golden preference on LinkedIn“

by Sue Parker, 4. June 2020

Results:

The staggering preference was written formats at 77.8 per cent (a combination of texts/images at 47.3 per cent and articles at 30.5 per cent) vs videos at 20.1 per cent and podcasts at 2.1 per cent.

Takeaways:

  1. LinkedIn have introduced a new feed ranking system Dwell time essentially this will recalibrate how content is classified and distributed. Instead of ranking content based on clicks and viral actions  it will based on dwell time as an indicator of rich value and preferences to deliver similar into your newsfeed. Strong content will take centre stage to align social proof of value vs vanity metrics which often occur in the video format and similar and gaming practices.
  2. A good mix of multimedia content is always recommended. Video clearly isn’t the golden goose thought but that does not mean you should discard them, far from it. Videos are essential when used well.
  3. Apply research, critical thinking together with your instincts. There is just not a one size fits all preference within any given sector, age or gender. 

 

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#thankaprinter key visual AW.001

Von Andreas Weber

Hurra. Endlich. Eine einzigartige Non-Profit-Kampagne geht heute, am Pfingstmontag, dem christlichen Festtag des Heiligen Geists, on air, die es wahrlich in sich hat. Und Nutzen stiftet. Rund um den Globus.

Die Aufforderung zu #thankaprinter ist mehr als nur ein nettes Dankeschön. Es ist großartig, berührend, wachrüttelnd. Und längst überfällig.

Gerade jetzt, in schwierigen Zeiten, wird deutlich, wie sehr wir schätzen und belobigen müssen, was Print für uns alle bedeutet. Und wem wir das zu verdanken haben: Dem Wirken und Werken unendlich vieler Menschen in unzähligen Betrieben, die jeden Tag, jede Stunde, jede Minute rund um den Globus ihr Bestes geben, um allen Menschen Gutes zu tun und so zu ermöglichen, dass wir unser Leben organisieren, im Griff halten und aktiv gestalten können.

Dank an Deborah Corn (Text), Morten B. Reitoft und das INKISH Team (Filmproduktion) sowie den Sprecher Jeff McNeal, die das ermöglicht haben. Und besonderen Dank an alle #PrintLovers auf der ganzen Welt.

 


 

Ideen, Anregungen und Unterstützung willkommen!

Wer Petra Lüftner und mich, Andreas Weber, also das INKISH D-A-CH-Team, unterstützen möchte, das Video für den deutschsprachigen Raum und seine Bedeutung für Print zu adaptieren, melde sich bitte.

 


 

Original video, released globally June 1st., 2020

 

 


 

Original-Transskript des Sprechertextes in englischer Sprache

 

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Screenshot via YouTube

 

Von Andreas Weber | English version via INKISH.NEWS

Zum ersten Mal veranstaltete die Frankfurter Buchmesse am 28. Mai 2020, ab 16 Uhr, eine virtuelle, internationale Pressekonferenz via ZOOM. Ich hatte das Vergnügen über YouTube dabei zu sein und in Echzeit via LinkedIn auf englisch zu kommentieren.

Hier sind die aus meiner Sicht wichtigsten Fakten in deutscher Übersetzung, die Buchmesse-Chef Jürgen Boos kundtat:

  1. Die Veranstalter der Frankfurter Buchmesse erstatten allen Aussteller die Standkosten, falls Sie dieses Jahr nicht teilnehmen können!
  2. Im Vergleich zum Vorjahr konnten bis dato nicht mehr Stornierungen Verezeichnet werden als früher auch. Die Situation ändert sich jedoch aufgrund von Reisebeschränkungen. Daher können über die genaue Zahl der Aussteller noch keine definitiven Angaben gemacht werden..
  3. Aber es wird einige große Aussteller wie Random House geben, die nur Mitarbeiter entsenden, aber keinen Stand bauen.
  4. Zumindest die Teilnahme von Besuchern und Ausstellern speziell aus Übersee hängt davon ab, was die Gesundheitsbehörden im Oktober 2020 zulassen.
  5. Natürlich wird alles, was zur Gewährleistung der Gesundheitssicherheit erforderlich ist, zum Schutz der Menschen bereitgestellt.
  6. Bis zu 20.000 Personen können gleichzeitig auf dem Messegelände untergebracht werden.
  7. Der virtuelle Teil der Show wird für uns alle etwas völlig Neues sein. Es geht um optimale ‘Business Matchmaking’-Möglichkeiten.
  8. Es wird neue Angebote wie Workspaces für einen Tag oder länger geben, um Besucher zu treffen. Vor allem auch mit einem regionalen Ansatz.
  9. Es wird ein virtuelles B2B-Programm für alle geben, die teilnehmen möchten.
  10. Es wird spezielle Lösungen geben, um Menschen auf dem Messegelände zu tracken und quantitativ zu erfassen, damit es nicht überfüllt wird.

Meine Wertung: Alles wird anders!

Der Notfallplan der Veranstalter wirkt ausreift, umsichtig und könnte aufgehen. Vorausgesetzt die Pandemie geht zurück bzw. weitet sich im keinem Fall noch stärker aus.

Wie und ob die Frankfurter Buchmesse ihren hohe Internationalisierungs-Grad im Jahr 2020 beibehalten kann, ist derzeit noch schwierig abzuschätzen. Die Zahl der Ausstellungsstände wird sich wohl einschneidend reduzieren.

In jedem Fall bieten die angekündigten neuen, virtuellen Formate die Möglichkeit neue Zielgruppen für das Medium Buch, die Autoren und Verlage zu erschließen. Auch solche, die nicht nach Frankfurt am Main kommen würden.

 


 

Hinweis: Im Durchschnitt nahmen über YouTube rund 160 Journalisten gleichzeitig am Live-Chat teil. Es war ein Kommen und Gehen. Die Frankfurter Buchmesse hat rund 1.500 Abonnenten auf YouTube.

 

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Von Andreas Weber

Kürzlich erreichte mich unerwartet eine Paketsendung. Darin enthalten: Ein Kunstwerk. Erster Güte. Im Begleitschreiben stand folgendes:

SHOW THE WORLD AS IT REALLY IS 2020!

„An Tagen wie in diesen schwierigen Zeiten, geht es umso mehr darum zusammenzuhalten, einer für alle und alle für einen. Die aktuelle Situation betrifft die ganze Welt, jeden von uns, unabhängig von Herkunft, Vorgeschichte, Geschlecht und Vermögen…“ 

Wir hoffen, dass unser limitiertes Kunstwerk WORLD-20 versus COVID-19 »invisible enemy« unversehrt bei Ihnen angekommen ist, und wir Ihnen damit eine kleine Freude bereiten durften. 

Sie sind unter den 500 Auserwählten, die eines der hochveredelten Kunstdrucke, hergestellt in Kooperation mit dem Künstler Christian Nienhaus, in den Händen halten. Wir freuen uns, wenn es einen passenden Platz bei Ihnen findet, und Sie positiv in die Zukunft blicken lässt. 

Vielleicht sehen wir uns, wie schon in der Vergangenheit, demnächst auf den internationalen Messen & Events in London, Paris, Monaco & Co. oder bei einem persönlichen Gespräch in Ihrem oder unserem Hause wieder. 

Lassen Sie uns in Kontakt bleiben und gemeinsam etwas bewegen. 

Bis dahin, bleiben Sie gesund!

Ihr GT Trendhouse 42 Team 

The One-Stop-Shop for High-End Packaging & Print Products 
Design – Consulting – Production


GROSSARTIG! So wundervoll kann Print sein. Vollendete Kommunikation auf edlem Bedruckstoff. MERCI! Ich werde mein Exemplar — eins von 500 — in Ehren halten. Versprochen!

Invisible Enemy — Painting by Christian Niehnhaus


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Von Andreas Weber  |  English version via INKISH News

Betrachtet man wissenschaftlich fundierte Analysen zum ökonomischen Ausblick der Einschnitte durch die COVID-19-Pandemie, so zeigt sich, mit Blick auf Deutschland, dass mehr Gelassenheit und vor allem Umsicht gut täte.

Das aktuelle Frühjahrsgutachten 2020 der führenden Wirtschaftsinstitute (zusammengefasst von Globus auf Basis der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2020) zeigt im wesentlichen Folgendes:

  • Verbraucherpreise bleiben relativ stabil.
  • Arbeitslosenquote steigt nur sehr moderat
  • Wirtschaftswachstum sinkt um 4,2 %
  • Privatkonsum sinkt um 5,7
  • Expert (Waren und Dienstleistungen) sinkt am stärksten mit 10,9 %

Diese Werte werden für 2020 angesetzt. Und in der Vorschau auf 2021nahezu durchwegs kompensiert bzw. in den Steigerungsraten sogar übertroffen. 

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Lediglich das Finanzierungssaldo des deutschen Staates (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) kann das Sinken um 4,7 % im Jahr 2020 im nächsten Jahr wohl nicht kompensieren, da für 2021 ein Null-Wert angenommen wird. Experten gehen davon aus, dass die notwendige höhere Verschuldung eines reichen Landes wie Deutschland kaum Probleme bringen wird.


 

Print als Tradition-Branche: Im Vergleich zeigen sich bedrohliche Defizite

Mit Blick auf die Print-Branche sehen die Zahlen anders, partiell viel erschreckender aus. Umsatzrückgänge von bis zu 80 % werden vermeldet, sogar von Druckereien, die als hoch-innovativ gelten und bis dato rasch gewachsen sind. Betroffen ist vor allem der Akzidenzdruck-Bereich. Sogar das international agierende, bis dato aufgrund des dynamischen Wachstums gefeierte Online-Printing-Unternehmen wie HelloPrint ist in Existenznöten, wie Web2Print-Experte Ludovic Martin via LinkedIn berichtete.

Beim Verpackungsdruck sieht das komplett anders aus. Die Lage ist recht stabil. Insbesondere flexibel Verpackungen, die im Flexodruck hergestellt werden, sind stark gefragt (siehe unser INKISH Interview mit DFTZ) sowie Umverpackungen für den Online-Handeln sowie der Etikettendruck vor allem im FMCG-Bereich. Probleme ergeben sich nicht aus der Nachfrage/Auftragslage, sondern bestehen in der Beschaffung von Verbrauchsmaterialien und in der Abrechnung der Aufträge, falls Kunden Zahlungen verzögern.

Der erfahrene Print-Experte Rainer Wagner hat mit seiner Analyse im #INKISH-Interview völlig recht: Die COVID-19-Pandemie polarisiert den Druckmarkt und wird ihn komplett verändern. Verlierer sind die Akzidenzen, die eh schon seit Jahren rückläufige Umsätze verzeichnen mussten. Der Wiener Fachjournalist Knud Wassermann hat dies in einer lesenswerten Analyse aufgezeigt. Somit wissen wir, was nicht mehr funktionieren kann und was seit längerem schon absehbar war.

 

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Die bange Frage bleibt: Wie sieht die Zukunft der Druckbranche aus?

Aber, so unsere Einschätzung: Allein auf Technik-Möglichkeiten mit Digitaldruck zu setzen, sprich Drucksachen individualisiert in Auflage 1 wirtschaftlich herstellen zu können, wird nicht reichen. Erstens: Weil es Druckereien nicht genug Volumen in Umsatz und Ertrag liefern kann. Zum Zweiten weil damit der extrem hohe Bedarf der Auftraggeber gar nicht gedeckt werden könnte.

Ein Unternehmen wie Procter & Gamble bedient weltweit über 5 Milliarden Kunden. Zwar machen nur bei den wenigsten individualisierte Drucksache Sinn, trotz allem wäre die Zahl riesig und kaum zu bewältigen. Ähnliches ergibt sich im B2B. Hier kommt hinzu, dass der persönliche Kontakt zu Kunden entscheidet. Doch der findet längst nicht mehr über Print statt, sondern über digitale Kanäle.

Wie kann man nun das Rennen gewinnen und als Druckerei am Leben bleiben und zuversichtlich in die Zukunft blicken? Eine wichtige, hochkomplexe Frage, die ich zusammen mit Petra Lüftner via INKISH D-A-CH in den nächsten Wochen gerne aufgreife, um aus verschiedensten Perspektiven Lösungs-Szenarien zu entwicklen. Wer mitmachen will, kann sich gerne bei uns melden.

Kontakt über LinkedIn:

Petra Lüftner

Andreas Weber

 


 

Klares Statement via INKISH.TV von Günter Thomas: Print ist Premium!

 

 


 

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Monday, May 25th, 2020 means a milestone in knowledge transfer in print. And it was a good start to an exciting week. The first day ‘Learn With Us’ went very well. Morten B. Reitoft, CEO/editor of INKISH did a great job!

Close to 500 people attended the four sessions with Mark Hinder, Henrik Klem Lassen, Andreas Weber, and Kit Tomshøj, Kasper Tomshoej and Michael Bradley.

You can see the sessions here, if you missed them:

 



SIGN UP NOW — it’s FREE or SEE LIVE on YouTube and INKISH.TV

In progress: sessions by INKISH D-A-CH in german language.


 

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Learn With Us – The program at a glance


Monday May 25th: Price calculations, Sales prices, Social Media, and Strategy.
https://lnkd.in/drjbp3U (already done, see the archive links above)

Tuesday May 26th Market, Environment, Carbon Footprint, IoT
https://lnkd.in/d3-ci6n

Wednesday May 27th: Automation, Smart Templates, Web-to-Print, Colors
https://lnkd.in/dkBpmyq

Thursday May 28th: Sales, Digital Finishing x 2, and Web-to-Print
https://lnkd.in/dXNJwqB

Friday May 29th: Inkjet, Workflow & Production Automation, Outsourcing
https://lnkd.in/dSRtmgd


 

Learn with is us supported by:

HP Graphic Arts · PrintVis · Grakom · Canon EMEA · TECNAU · Hunkeler AG · Intergraf · Horizon International Inc. · Ricoh Europe · CHILI publish · Highcon · Vpress · Enfocus · Spot-Nordic ·  Print24 and Infigo Software Limited

 


 

Have a closer look: Print & Social Media

 

 


 

Rainer Wagner Over the Skype via INKISHTV

 

Por Andreas Weber | Engisch version via INKISH.News | German Version

Reflexiones sobre mi conversación INKISH por Skype con Rainer Wagner, Consultor Técnico Senior LATAM, Costa Rica.

¡Nada se mantendrá como antes! – Experiencias del nuevo mundo: Rainer Wagner es un experto en impresión de primera clase, con alrededor de 40 años de experiencia al frente de la industria. Nada se le escapa. Y él puede clasificar inmediatamente todas las novedades. Durante más de 30 años, Rainer nacido y capacitado en Alemania ha vivido y trabajado en LATAM, es decir, América del Sur y Central, sin perder lazos con Alemania. Para INKISH Alemania-Austria-Suiza y Andreas Weber, la conversación reveló un campo de tensión muy interesante entre: Lo viejo se se encuentra con lo nuevo. ¡Sin compromisos!

La situación en LATAM es delicada. Pero la gente allí reacciona con más creatividad, más flexibilidad. Y la voluntad de detener radicalmente lo que ya no es posible realizar. La máxima europea de adherirse al status quo, preservar los derechos adquiridos, querer compensar el declive económico a través de la deuda pública, etc., está fuera de discusión en LATAM por una variedad de razones.

En cambio, la idea es la siguiente: si las cosas ya no se pueden sostener, tienes que adaptarte. La capacidad de cambiar en la forma más drástica se convierte en el principio comercial que cambiará completamente la industria de la impresión. Según Rainer Wagner, la crisis de 2008/2009 creó las mejores condiciones para lidiar con los brutales efectos de la pandemia del coronavirus. Está surgiendo una nueva forma de darwinismo “digital”: no el más fuerte, ni el más grande el que gana, sino el ágil, el inteligente, el conocedor, que puede actuar en tiempo real para realinear las cosas.

Las observaciones y evaluaciones más importantes de Rainer Wagner:

1. El conocimiento es clave. Las imprentas exitosas en LATAM organizan sus compras e inversiones por sí mismos. Y ya no confían en la cartera de grandes fabricantes dominantes. Los impresores conocedores confían en la Inteligencia Artificial (IA). El objetivo no es solo automatizar la producción, sino también hacer que los procesos comerciales completos, incluida la gestión de clientes, sean 100% transparentes para que las cosas impredecibles ágiles y flexibles puedan ser reconocidas y evaluadas en una etapa temprana.

2. Menos es el nuevo más. La integración se encuentra en la diversificación con la tecnología híbrida. Las imprentas exitosas mezclan con confianza la impresión offset, la impresión flexográfica y la impresión digital (tóner, tinta electrónica; la impresión Inkjet todavía está fuera porque es demasiado compleja / costosa). Lo que se está ejecutando se expande, lo que no se está ejecutando se apaga. Se pueden hacer cambios en semanas y algunos meses. Además del escalaminto, la reducción de costos también debe ser posible en cualquier momento si las ventas bajan y el volumen de pedidos se reduce de forma extremadamente rápida y comercialmente sostenible.

3. La alegría de uno, sufrimiento del otro. La impresión comercial tal como la conocemos no será revivida. Los productos básicos sin diferenciación y sin puntos de venta únicos están muertos. – Lo único que se mantiene vivo es lo que inspira transacciones y experiencias de compra. Como resultado, la impresión de empaques, en todas sus facetas (corrugado, etiquetas, envases flexibles, material POS, etc.) florecerá y prosperará. Si el cliente todavía necesita trabajos comerciales, la imprenta de empaque híbrido se encargará de eso „de paso“.

4. Piense fuera de la caja, elimine las dependencias. Si bien muchos en la región Suiza – Alemania y Austria piensan que el arte radica en la especialización, las cosas son completamente diferentes en LATAM. Existe una demanda de generalistas profesionales y generales que sean capaces de establecer su “producción” de manera amplia y de subir y bajar o reorganizar para implementar los nuevos requisitos del cliente de manera rápida y fácil con la máxima creatividad en línea con los requisitos y el mercado. Para este propósito, se realizaron adquisiciones de agencias de publicidad para integrar firmemente las mentes creativas del diseño, la publicidad y la fotografía en la imprenta.

5. Valor para correr riesgos. Cualquiera que sea lento e inflexible como proveedor de impresoras en LATAM y solo actúe con un enfoque en sus propios intereses y haga promesas que se relacionen con el viejo mundo de la impresión, será excluido. También se prefieren los proveedores de soluciones de IA que facturan por sus servicios en línea y se integran sin problemas cobrando por uso.

Por cierto, Rainer Wagner señaló: “Mientras hablamos aquí en la entrevista, en este momento, el cambio está teniendo lugar. (…) Me alegro por eso. Y lleno de confianza. ¡Porque en realidad he estado esperando durante 20 o 30 años que las cosas cambien completamente y radicalmente en el sector de impresión!

 


Mi recomendación

Ve y comparte el video completo en INKISH.

Andreas Weber Over the Skype mit Rainer Wagner


 

Lo que me llevo

Utilizando el ejemplo de los desarrollos en LATAM, Rainer Wagner describe cómo la necesidad se convierte en una virtud. Y cómo poder levantarse de las cenizas como Phoenix incluso en tiempos de desastre.

El “nuevo mundo de la impresión” únicamente tiene en común la aplicación de tintas sobre el sustrato.

De qué manera, con qué conceptos de producción y comercialización, con qué creatividad, velocidad y calidad, eso difiere fundamentalmente. Los factores claves son la inteligencia artificial en la producción, la administración y la estrategia comercial, respaldada por una nueva forma de “brainware” digital de los ejecutivos en imprentas. Y todo siempre en diálogo en tiempo real con los clientes.

Los mundos rígidos del sistema y los conceptos tecnológicos no sobrevivirán. Los clientes de las empresas gráficas requieren que sus socios de impresión se adapten de manera flexible y ágil a los nuevos consumidores Pos-COVID-19 para producir solo piezas impresas que estén orientadas con éxito al proceso de ventas respectivo.

Y sobre todo: la transformación en la  industria de impresión no se trata de un cambio de lo analógico a lo digital, sino de un cambio radical de la mentalidad del proveedor tradicional (lo que puedo comercializar, dónde y cuándo sea posible) a diseñar soluciones ágiles de cumplir con las necesidades, adaptables en cualquier momento. Soluciones en tiempo real para atender de manera óptima las necesidades cambiantes de los clientes.

 


 

Rainer Wagner Over the Skype via INKISHTV

Von Andreas Weber | Englische Text-Version via INKISH.News | Español

Gedanken zu meinem INKISH Over-The-Skype-Gespräch mit Rainer Wagner, Senior Technical Consultant LATAM, Costa Rica

Nichts bleibt so, wie es mal sein wird! — Erfahrungen aus der neuen Welt: Rainer Wagner ist ein Print-Experte allererster Güte, mit rund 40 Jahren Erfahrung an vorderster Front. Ihm entgeht nichts. Und er kann alles Neue sofort richtig einordnen. Seit über 30 Jahren lebt und arbeitet der in Deutschland Geborene und Ausgebildete in LATAM, also Süd- bzw. Mittelamerika, ohne die Bindung an Deutschland zu verlieren. Für INKISH D-A-CH und Andreas Weber ergab sich im Gespräch ein hochinteressantes Spannungsfeld zwischen: Aus Alt wird Neu. Ohne Kompromisse!

Die Lage in LATAM ist heikel. Doch die Menschen dort reagieren mit einem Mehr an Kreativität, einem Mehr an Flexibilität. Und dem Willen, das, was nicht mehr geht, radikal abzustellen. Die europäische Maxime des Festhaltens am Status-quo, der Besitzstandswahrung auf Teufel komm’ raus, des Kompensieren wollen von wirtschaftlichem Niedergang durch Staatsverschuldung etc. kommt in LATAM aus vielfältigen Gründen nicht infrage.

Stattdessen trägt die Einsicht: Wenn Dinge sich nicht (mehr) halten lassen, muss man sich anpassen. Veränderungsfähigkeit in drastischster Form wird zum Geschäftsprinzip, das die Print-Branche komplett umkrempeln wird. Die Krise von 2008/2009 schuf laut Rainer Wagner die besten Voraussetzungen, um mit den brutalen Effekten der Corona-Pandemie zurecht zu kommen. Es zeigt sich eine neue From des „digitalen“ Darwinismus: Nicht der Stärkere, Größere gewinnt, sondern der Agile, der Smarte, Wissende, der in Echtzeit agieren kann, um Dinge neu auszurichten.

Die wichtigsten Beobachtungen und Einschätzungen von Rainer Wagner:

  1. Wissen ist Trumpf. Erfolgreiche Druckereien in LATAM organisieren ihre Beschaffung und Invests in Eigenregie. Und vertrauen nicht mehr auf das Portfolio großer, dominanter Hersteller. Dabei setzten die kundigen Druckereien auf Künstliche Intelligenz (AI). Ziel ist es nicht nur, die Produktion zu automatisieren, sondern die kompletten Geschäftsprozesse inkl. Kundenmanagement hundertprozentig transparent zu gestalten, um agil und flexibel nicht Vorhersehbares frühzeitig zu erkennen und bewerten zu können.
  2. Weniger ist das neue Mehr. Integration trifft Diversifikation trifft Hybrid-Technik. Erfolgreiche Druckereien mischen souverän Offsetdruck, Flexodruck und Digitaldruck (Toner, Elektro-Ink; Inkjet Printing ist noch aussen vor, weil zu aufwändig/teuer). Was läuft, wird ausgebaut, was nicht läuft abgeschaltet. Änderungen sind in Wochen und wenigen Monaten möglich. Neben Up-Scaling muss jederzeit auch Down-Sizing möglich sein, wenn Umsätze weg brechen und das Auftragsvolumen sich extrem rasch und nachhaltig verkleinert.
  3. Des einen Freud’, des anderen Leid. Akzidenzdruck wie wir ihn kennen, wird sich nicht wiederbeleben lassen. Commodity-Produkte ohne Differenzierung und ohne Alleinstellungsmerkmale sind tot. Basta! — Am Leben bleibt nur, was Transaktionen und Kauferlebnisse beflügelt. Dadurch wird der Verpackungsdruck, in allen seinen Facetten (Corrugated, Labels, Flexibel Packaging, POS-Material etc.) blühen und gedeihen. Falls noch Akzidenzen vom Kunden gebraucht werden, erledigen das hybride Verpackungsdrucker „nebenher“.
  4. Über den Tellerrand blicken, Abhängigkeiten eliminieren. Während in der D-A-CH-Region viele meinen, die Kunst liegt in der Spezialisierung, läufts in LATAM komplett anders. Gefragt sind professionelle, übergreifend agierende Generalisten, die in der Lage sind, ihre „Fabrikation“ breit aufzustellen sowie hoch und runterzufahren oder umzuschichten, um ad hoc neue Anforderungen der Kunden bedarfs- und marktgerecht mit höchster Kreativität rasch und unkompliziert umzusetzen. Dazu wurden von einigen klugen Druckereiunternehmen Firmenzukäufe getätigt, um kreative Köpfe aus Design, Werbung, Fotografie in der Druckerei fest einzubinden.
  5. No risk — no fun! Wer sich als Lieferant für Druckereien in LATAM träge sowie unflexibel zeigt und nur mit Fokus auf eigene Interessen agiert sowie Versprechungen macht, die sich auf die alte Welt des Print beziehen, fällt durchs Raster und wird aussortiert. Den Vorzug haben zudem Anbieter von AI-Lösungen, die online und nahtlos integrierbar ihre Leistungen auf Basis von Pay-per-use abrechnen.

So ganz ‚nebenbei’ merkte Rainer Wagner an: „Während wir uns hier im Interview unterhalten, genau jetzt, findet die Zeitenwende statt. (…)  Ich bin froh darüber. Und voller Zuversicht. Denn eigentlich warte ich seit 20 oder 30 Jahren darauf, dass sich die Dinge im Print komplett und radikal ändern!“

 


Meine Empfehlung

Das vollständige Video auf INKISH anschauen und teilen.

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My Take

Rainer Wagner skizziert am Beispiel der Entwicklungen in LATAM, wie aus der Not eine Tugend wird. Und wie Print selbst in Katastrophenzeiten wie Phönix aus der Asche steigen kann. Die „Neue Welt des Druckens“ hat mit der alten nur noch gemeinsam, dass Farbe auf Bedruckstoffe kommt.

In welcher Weise, mit welchen Konzepten für Produktion und Vermarktung, mit welcher Kreativität, Schnelligkeit und Qualität, das unterscheidet sich fundamental. Schlüsselfaktoren sind Künstliche Intelligenz bei Produktion, Administration und Geschäftsstrategie, getragen von einer neuen Form der digital-analogen ‚Brainware‘ bei Führungskräften in den Druckereien. Und alles immer im Echtzeit-Dialog mit Kunden/Auftraggebern.

Starre Systemwelten und Technik-Konzepte werden nicht überleben. Kunden der Druckereien verlangen von ihren Druck-Partnern, sich flexibel und agil auf den neuen Post-COVID-19-Konsumenten einzustellen, um ausschließlich Druckstücke zu fertigen, die sich erfolgreich am jeweiligen Verkaufsprozess orientieren.

Und vor allem: Es geht bei der Zukunftssicherung im Print nicht um einen Wechsel von Analog zu Digital, sondern um einen radikalen ‚Mindshift‘ vom traditionellen Anbieter-Denken (was kann ich wie, wo, wann bestmöglich vermarkten) zur agilen Gestaltung von bedarfsgerechten, jederzeit anzupassenden Echtzeit-Lösungen, um die sich ändernden Kundenbedürfnisse optimal bedienen zu können.

 


 

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Von Andreas Weber, Head of #PrintLovers

Mein Gast als CEO/Country Manager INKISH D-A-CH ist im Over the Skype-Gespräch  ein ganz besonderer Jünger Gutenbergs: Günter Thomas, kurz: GT, Gründer und Inhaber von GT Trendhouse 42. Live aus Gelsenkirchen, mitten im Ruhrgebiet.

Das Themenspektrum hat es in sich und spiegelt die hohe Kreativität, Leidenschaft, Sinnesfreude und vor allem die Liebe zu Print auf höchster Ebene wieder.

O-Ton GT: „Ich bin nicht auf die Welt gekommen, einfach nur um Papier bunt zu machen. Das wäre mir zu wenig gewesen. In unserer Branche muss man schräg sein und über seinen eigenen Horizont blicken. Das versuche ich zu leben.“

Das angeregte Gespräch führt zum Beispiel über Discounter Aldi als Showroom für Special Effect Printing zu Brands, Print & Rock’n Roll. Alles was GT tut, fällt auf Positivste aus dem Rahmen.

„Warum bist Du wie Du bist — immer voll Freude und Liebe, neuen Ideen und trotzdem unternehmerisch erfolgreich?“

Warum gilt Print als Premium und nicht als Commodity? Wie kann man hoch-kreativ sein und gleichzeitig ein ausgefuchster Tüftler und Tech Savvy hoch zehn in einem. Wie kommt man als Premium-Druckerei ohne Vertrieb aus. Wie werden aus Kunden aus aller Welt echte Freunde?

 

Viel Freude und Inspiration beim Zuschauen. Hier geht’s zum Video auf INKISH.TV.


 

In eigener Sache: Herzlich Willkommen in der Welt von INKISH D-A-CH

Die sogenannte D-A-CH-Region schätzen wir als Keimzelle, wichtigen Takt- und kreativen Ideengeber der Druckkunst in aller Welt. INKISH D-A-CH kümmert sich als Partner innerhalb der globalen INKISH Familie speziell um Belange der Print-Branche und ihre nachhaltigen Wirkungsbereiche in den deutschsprachigen Ländern.

Drei wesentlichen Aufgaben-Felder stiften für uns alle Nutzen:

  1. Fach-Diskussionen in Gang setzen (ab jetzt auch in deutscher Sprache!)
  2. Relevante Innovationen aufspüren, begutachten, bewerten
  3. Den Zugang zu Innovatoren erleichtern und Kontaktstrukturen aufbauen

INKISH versteht sich als Media 4.0 Unternehmen, dass den Anforderungen im Digitalzeitalter gewachsen ist. Wir kombinieren in zeitgemäßer Form profundes Kommunikations- und Technologie-Fachwissen mit werthaltigem Fach-Journalismus — auf Interaktion, auf Meinungsaustausch ausgelegt.

Dadurch werden die Aktivitäten hier im Blog  valuetrendradar.com sowie bei #hotspotsubscription synergetisch verstärkt.

 


INKISH D-A-CH steht Print-Experten als fairer und aktiver Partner zur Verfügung:

  • Petra Lüftner leitet das Business Innovation Management (Fokus: Druckereien)
  • Andreas Weber als Head of D-A-CH Region ist Chef-Reporter, Kommentator, Interviewer (Fokus: Zulieferindustrie und Verbände)

 

INKISH verfügt mit INKISH.TV, INKISH.NEWS sowie den damit verbunden digitalen INKISH Services, Lokalisierungen & Tools über ausgereifte und erprobte digitale Plattformen. Die INKISH-Welt steht allen offen, um mit Videos, Texten (Fachartikel, Presse-Meldungen), Events und Kurzbotschaften nicht nur Wissenswertes zu kolportieren, sondern Fachgespräche in Gang zu setzen, zu moderieren und weiter voranzutreiben. Und das stets mit lokalem/regionalem und internationalem Bezug.

Die Wirkung unserer Plattformen wird durch unsere erfolgreiche Social-Media-Arbeit verstärkt. Wir sind vor allem auf LinkedIn, Twitter, YouTube aktiv. Durch API’s sind wir mit über 900 Fachmedien aus aller Welt verbunden. Was uns besonders freut: In den schwierigen Zeiten der Corona-Krise konnte INKISH sich bestens bewähren, wie hunderte Kommentare und tausende Neukontakte belegen.

Am einfachsten kommen Sie mit INKISH in Kontakt, indem Sie unsere individuell konfigurierbaren News kostenfrei abonnieren. Bitte hier klicken.

Wir freuen uns auf viele spannende und inspirierende Gespräche mit Ihnen.

 


 

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Von Andreas Weber | English version via INKISH.NEWS

Teil 1: Die Notwendigkeit eines radikalen Wandels bei globalen Leitmessen am Beispiel der drupa

Ich stimme den Gedanken voll und ganz zu, die Morten B. Reitoft auf INKISH.News geteilt hat. Kernaussage: „Messen können nicht mehr das Zentrum von Produkteinführungen sein.” Die drupa, als weltweite Leitmesse die Nummer 1, bildet keine Ausnahme.

Klar, dies erfreut uns keinesfalls. Im Gegenteil. Seit 1977 habe ich selbst bereits zehn Mal (!) an den drupa-Messeveranstaltungen teilgenommen. Aber aus meiner Erinnerung wird deutlich, was spätestens seit der drupa 2004 anders wurde: Es drehte sich zunehmend weniger um die Interessen der Besucher; sondern mehr oder mehr um den Ansatz, hauptsächlich die Bedürfnisse der Aussteller und der Organisatoren zu erfüllen. Infolgedessen wurden Empathie und Sympathie für die Besucher ausgedünnt. Nebeneffekt: Es kamen bis 2016 zunehmend weniger Besucher. Für 2020 hatte ich aus verschiedenen Gründen vermutet, dass es sogar unter 200.000 Fachbesucher sein könnten.

Tut mir leid, dies feststellen zu müssen: Wenn nicht wie einst die Besucher im Zentrum stehen, hat die globale Print-Community ihre Heimatbasis verloren. Und in gewisser Weise auch einen Teil ihrer Identität.

Ich glaube nicht, dass die #drupa2020 einfach im Konzept unverändert, ohne radikale Änderungen vorzunehmen, auf April 2021 verschoben werden kann. Nicht nur wegen der Corona-Krise. Sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Zukunft von Print von Menschen bestimmt wird und nicht von Technik.

Meine Erkenntnis: Umdenken und Neustart angehen

Um einen Neuanfang zu schaffen, sollten alle ihre Aufgaben überdenken und Unsinniges beseitigen:

  1. Worin liegt der Wert eines generischen Werbeclaims wie „Embrace the future — umarme die Zukunft“? — Besonders in einer Situation, in der wir alle das Chaos „umarmen“ müssen, um zu überleben.
  2. Warum sollten die Umfrageergebnisse des 3. drupa Global Trend Spotlight Report, der einige Zeit vor dem Lockdown und der Kontaktsperre erstellt wurde, und jetzt noch, im Mai 2020, einen Nutzen bieten und veröffentlicht werden? Die Befragung von 500 Druckern plus 200 Lieferanten ist zudem NICHT repräsentativ, wie professionelle, unabhängige  Marktforschungsexperten bestätigen können.
  3. Dies offenbart ein Kernproblem für die globale Print-Branche: Wir haben keine verlässlichen, belastbaren, eindeutigen Fakten über Märkte, Segmente, Anwendungen, Trends, Kundenerlebnisse oder Fehler, aus denen man Lernen kann. Weil alle Beteiligten ihre eigene Faktenlage der sogenannten „Druckindustrie“ erfinden, ist das strategisch und perspektivisch gesehen ein Supergau!
  4. „Embrace the Chaos“: Das Marktvolumen im Sinne der globalen Wertschöpfung mit Printmedien wird zum Beispiel mit 400 Mrd. EUR oder auch mit 700 Mrd. EUR, 1.000 Mrd. EUR oder sogar über 2.460 Mrd. EUR angegeben. Was soll man jetzt glauben? Und was halten Außenstehende, Finanz-Analysten, Investoren, Politiker und vor allem Kunden von Druckereien von einem so zerrütteten Bild? Die Kurse der börsennotierten Unternehmen, die sich mit Print-Technik beschäftigen, sprechen da eine deutliche Sprache. Die Kurse und damit die Marktkapitalisierung sind durch die Bank im Keller, nicht erst seit COVID-19.
  5. Es geht letztendlich nicht, wie viele Denken, um Zweck-Optimismus, der Fakten verbiegt, verzerrt oder umdeutet, sondern darum, das Bewusstsein zu verändern, angetrieben von Klarheit, einem geschärften Realitätssinn und Vertrauen. Tun wir das nicht, entkommen wir nicht diesen Absurditäten in der Realität. Sondern wir machen das Absurde zur Realität. Und das geht selten gut.

Mein Rat: Fatal-Error 404 — Neustart-Knopf drücken. Alle zusammen!

Die Berichtserie wird fortgesetzt.


 

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By Andreas Weber

Is loneliness or isolation a disadvantage, a nuisance, a bad thing?

In times of COVID-19 with lockdown, the blocking of contacts and the required physical distance, I remember a proven principle from antiquity. The wise old Romans differentiated between ‘vita activa’ and ‘vita contemplativa’. Bringing both into the right balance is crucial for us as human beings.

The actionist, under the spell of to-do list and calendar, plagued by the struggle for the protection of the acquis, is under the illusion that the lifetime is unlimited. The mindful, thoughtful, doubtful use the lifetime in the awareness of the inevitably coming death to enjoy life intensively, no matter how long it will take. And all this in the awareness of the wisdom of science: the universe loses nothing. Everything and everybody only changes the physical state.

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#FreitagsGedanken — Einsamkeit

Ist Einsamkeit etwas Nachteiliges, Lästiges, Schlimmes?

In Zeiten von COVID-19 mit Hausarrest, Kontaktsperre und gebotener physischer Distanz erinnere ich mich an ein probates Prinzip aus der Antike. Die klugen alten Römer unterschieden zwischen ‚vita activa‘ und ‚vita contemplativa‘. Beides in die richtige Balance zu bringen, war und ist die hohe Kunst.

Der Aktionist, im Bann von To-Do- und Termin-Listen, geplagt von Besitzstandswahrungskämpfen, gibt sich der Illusion hin, die Lebenszeit sei unbegrenzt. Besonnene, Nachdenkliche, Zweifelnde nutzen die Lebenszeit im Bewusstsein des unweigerlich kommenden Todes, um sich intensiv am Leben zu erfreuen, egal wie lange dies dauern wird. Und das alles im Bewusstsein um die Weisheit der Physik: Das Universum verliert nichts. Alles und jedes ändert nur den Aggregat-Zustand. 

 


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We as PrintLovers are entering a new era: the current Heidelberg management is taking the company out of the center of the action.

As a result, the ’Heidelberg cosmos’, which had been a determining factor in the success of the print industry for decades, is imploding.

My Open Love Letter to the Heidelberg world created an amazing feedback from experts around the globe. I’ll summarize it to share the current status a.s.a.p.

The new ”Over the Skype“ conversation (dated 22 April 2020) with INKISH.TV’s Morten B. Reitoft adds some more insights, facts and findings. You should read & watch.

The key points:

  1. It’s becoming more and more clear that we have stepped into a new era where the industry leader Heidelberg gives up his leadership.
  2. The mantra publicly proclaimed by the CEO Rainer Hundsdörfer, ‘Heidelberg goes digital’ wants to create a new momentum and makes the company, as the lighthouse of the print industry, ’systemically relevant’. — BUT: that is in my opinion completely counter-targeted by the package of measures from March 17, 2020. At least, it creates the danger that the lighthouse will become a dangerous wisp or ghost light for many in the industry.
  3. The goal of sustainably securing the future and prosperity of print was abandoned. It needs a cultural change that works both internally and externally in order to actually achieve the best for everyone in a customer and market-oriented manner.

At least we identified three crucial areas:

  1. Thought Leadership, based on empathy, openness in thinking and confident mindset.
  2. Measures that build trust related all kind of stakeholders
  3. Deep and advancing understanding of the changes & needs to benefit from the digital age.

What do you think?

 


 

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Andreas Weber vor Gutenberg-Bild in Mainz. Foto: Archiv Value Communication GmbH

Liebe Freunde und Mitstreiter!

Ich widme Euch als ‚PrintLovers‘ einen Erfahrungsbericht, einen recht ausführlichen.

Wer weiß, angesichts von Corona und den Folgen, ob ich dazu später jemals wieder in der Lage sein werde. Keine Bange. Noch bin ich gesund und munter. Aber man kann ja nie wissen!

Ich bitte Sie/Euch darum, meine Zeilen in Ruhe zu lesen.

Ich möchte meine lebenslange, innige Beziehung zu Print und der Print-Branche dokumentieren und kundtun. Und gleichzeitig meine vielfältigen Erlebnisse aus mehr als drei Jahrzehnten mit dem „Heidelberg-Branchenprimus-Kosmos’ Review passieren lassen.

Denn es ist unbestreitbar: Geht es Heidelberg gut, geht es der Print-Branche gut. Und umgekehrt. Meinungen, Anregungen, Erlebnisse, Kritik u.a.m. sind jederzeit willkommen. So können wir gemeinsam die SAGA fortschreiben.

Hier gehts per Klick zu meiner persönlichen HEIDELBERG SAGA auf Medium.com

 


 

John Cleese.001

 

By Andreas Weber, Head of #CrazyThoughts | Translation by GoogleTranslate — Original German Version

 

Does the ”Quadriga” of stupidity, ignorance, greed and defamation collapse our free world based on humanistic principles? Possible, but not desirable. Impossible if we counteract with reason and confidence. And so prevent the circle from squaring.

 

Stupidity as a social phenomenon is based less on a lack of knowledge; it runs through all classes and ages. Monty Python legend John Cleese sums it up in the video “John Cleese Considers Your Futile Comments” (published on February 17th, 2012, from min. 3:34). The core message: The problem with stupid people is that they are often too stupid to see for themselves that they are stupid. You even have to be relatively intelligent to recognize how stupid you are.

 


Seen in this way, stupidity is based on a lack of knowledge about oneself.


 

So some exposed figures from politics, business and society should never have to go through a ‘stupidity assessment‘. Especially not when psychology, philosophy, ethics are brought into play.

Because then it would also become clear that even hyper-narcissism is the least evil. On the contrary, in times of crisis, narcissists are the perfect directors because they are perfectly trained to achieve their goals best and fastest. A narcissist just needs the right job. And if it works, it works! You have to love this dude for that …

However, the serious problem of those infected with stupidity: in the course of a virus mutation they got infected as well with ignorance, greed and defamation! — Incidentally, this is also a general social phenomenon, across all classes and ages.

And this ‘Quadriga’ — whose special mix contains neutron-bomb-like effects — makes it extremely dangerous. No joke!

 


Also no joke: errors are expressly allowed! They are the remedy for ‘stupid’ decisions. This is the insight from “To be wrong is useful”, a bestseller by Henning Beck worth reading (3rd edition: 2018). Previously, in 2016, the theologian and psychiatrist Manfred Lütz published the book: “IRRE! / CRAZY! We treat the wrong people: Our problem is the normal.”

From a German perspective I strongly recommend both books as Easter reading! (Sorry, no idea if you’ll find translations into other languages.)


 

Why am I writing this? Because there is a risk of succumbing to the current illusion that the moment the COVID-19 infection curve flattens, everything must be done to quickly return to normal. And thus to raise the absurdity to the normal as the birth of stupidity, ignorance, greed and defamation.

We still have the #lockdown. In Germany like in many other countries. But open discussions and conversations are possible thanks to digital communication channels.

#Rethink #confidence #SocialCulture #EasterForThinking

 


 

Reading tip

For all #PrintLovers who do not want to deal with ‘crazy’ topics, but prefer to deal with their own #foolishness (Haha!), I recommend reading my ad hoc report “Print and the crisis”, published on #Medium.

 

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John Cleese.001

 

Von Andreas Weber, Head of #EasterThoughts | English Version

 

Bringt die Quadriga aus Dummheit, Ignoranz, Gier und Diffamierung unsere freiheitliche, auf humanistischen Prinzipien beruhende Welt zum kollabieren? Möglich, aber nicht wünschenswert. Unmöglich gar, wenn wir gemeinsam mit #Vernunft und #Zuversicht gegensteuern. Und so die Quadratur des Kreises verhindern.

 

Dummheit als Prinzip resp. Gesellschaftsphänomen beruht weniger auf mangelnder Wissensfähigkeit; sie zieht sich durch alle Schichten und Altersgruppen. Monty-Python-Legende John Cleese bringt es im Video „John Cleese Considers Your Futile Comments“ (publiziert am 17.02.2012, ab min. 3:34) auf den Punkt. „Das Problem mit dummen Menschen ist, dass sie oft zu dumm sind, selbst zu erkennen, dass sie dumm sind.“ Man müsse sogar relativ intelligent sein, um zu erkennen wie dumm man ist.

Dummheit beruht so gesehen auf mangelnder Erkenntnisfähigkeit sich selbst gegenüber.

So manche exponierte Persönlichkeit aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sollte sich daher nie einer ‚Dummheits-Begutachtung‘ stellen müssen. Schon gar nicht, wenn Psychologie, Philosophie, Ethik ins Spiel gebracht werden.

Denn dann käme auch zutage, das sogar Hyper-Narzissmus noch das geringste Übel ist. Im Gegenteil, in Krisenzeiten sind Narzissten die perfekten Regisseure, da sie perfekt darauf trainiert sind, am besten und schnellsten ihre Ziel durchsetzen zu können. Ein Narzisst braucht eben nur die richtige Aufgabe. Und wenn’s läuft, dann läufts! Dafür muss man sie lieb haben…

Anders aber das gravierende Problem der mit Dummheit Infizierten, die quasi im Zuge einer Virusmutation sich zu allem Übel auch noch Ignoranz, Gier und Diffamierung ‚eingefangen‘ hat! — Übrigens  auch das wieder ein allgemein gesellschaftlicher Phänomen, quer durch alle Schichten und Altersgruppen.

 


Durch diese ‚Quadriga‘ — deren besonderer Mix Neutronen-Bomben-artige Effekte in sich birgt — wird es extrem gefährlich. Kein Scherz.


 

Auch kein Scherz: Irrtümer sind ausdrücklich erlaubt! Sie sind das Heilmittel gegen ‚dumme‘ Entscheidungen. So die Erkenntnis aus „Irren ist nützlich“ ein lesenswerter Bestseller von Henning Beck (3. Auflage: 2018).

Zuvor, im Jahr 2016, hatte der Theologe und Psychiater Manfred Lütz das Buch publiziert: „IRRE! Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen.“ Beide Bücher empfehle ich ausdrücklich als Oster-Lektüre!

Warum schreibe ich das? Weil das Risiko besteht, in der momentan anschwellenden Diskussion der Illusion zu erlegen, es müsse, sobald die COVID-19-Infektionskurve abflacht, alles daran gesetzt werden, rasch zur Normalität zurückzukehren. Und damit das Abstrus-Absurde als Ausgeburt von Dummheit, Ignoranz, Gier und Diffamierung zum Normalen zu erheben.

Noch immer haben wir #Kontaktsperre und #Lockdown. Aber offene Diskussionen und Konversationen sind dank digitaler Kommunikationswege möglich.

#Umdenken #Zuversicht #SocialCulture #EasterForThinking

 


 

TIPP

Für alle #PrintLovers, die sich nicht mit ‘irren’ Themen, sondern lieber mit der eigenen #Dummheit (Haha!) beschäftigen wollen, empfehle ich die Lektüre meiens Ad-hoc-Kompediums Print und die Krise auf #Medium.

 

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#BeyondCoronacrisis.001

By Andreas Weber, Head of Transformation | German version

 

The articles in my ad hoc series “Print and the Crisis” serve as a guide: The print industry has to rethink radically and change IMMEDIATELY in order to adapt its “social culture” and its “skills” to the situation. Before the Corona crisis, there were opportunities and loopholes to compensate for deficits. And to conceal so that there is a gap between communication and action. This is taking revenge now.

Because: Highly ambitious innovators in particular – regardless of whether they are technology developers or printers – have been and are hardly able to present the added value they can (actually) provide clearly and comprehensibly. My analysis of how specialist communication is practiced makes me both angry and sad. And at the same time offers options to tackle this satirically. See: “No April Fool’s Day: The ‘K’ in crisis stands for creativity!”

The situation is serious. Very seriously!

If communication in companies, both internally and externally, is as miserable as before, it is a disaster. As stated, we need a new #debate culture; it is not just about critical questioning and certainly not about criticism.

It is about preventing absurd absurdity from becoming normal. If, for example, a CEO claims that his new strategy is not bad, and certainly not wrong, only communicated incorrectly and therefore misunderstood, it is a testimony to the poverty! For himself and for his management. Especially when attempts are being made to suppress criticism intriguingly and to be outraged if this is exposed by a third, independent party.

Because what the German Ethics Council stated at the federal press conference on April 7, 2020 is correct and expedient: In the #Coronacrisis times, apart from #solidarity and #responsibility, above all open #discussions are required. “You can’t regain trust without public debates!” Said Steffen Augsberg (source: German news by tagesschau.de). It is also possible to undo decisions without becoming unreliable.

Decisions need clarity

In order to make sustainable decisions in a targeted manner, you have to be clear without any ifs and buts. For the extremely innovation-driven printing industry, this means not following the slogan of the false prophets who “preach”: “Technology will do it!” Because technocracy is just as dangerous as technology ignorance.

My suggestion: Everyone for themselves and all of us together should collect and exchange ideas. To explore how we can benefit in the digital age despite all the turbulence. On the one hand for our communication, the go-to-market and networking. On the other hand for the ‘digital’ transformation of what we as #PrintLovers do with our work and our businesses.

The entry into #clarity when it comes to digitization & transformation in the digital age is provided by what Thomas Göcke has thoroughly thought through, internalized and published, and has already practiced in a team with many colleagues around the world: demystifying digitalization and transformation in print and making it clear what it is actually about deriving meaningful actions from it. And to clarify the complexity, the momentum and the dimensions behind it.

I mention Thomas Göcke because he, as a print technology specialist, is entrusted with #marketing and #digitization tasks and shows us what goes on, what needs to be taken into account, and for how long, beyond our own and company thinking You need breath to renew yourself and make yourself fit for the digital age. My POV: That helps us all in the print industry!


INFO BOX

The following reading tips as a basis for discussion:

How digital transformation is leading the world of print into the future

Core message: “An essential part of the recipe for a successful digital transformation is a permanent look through customer glasses. Because we can only be successful if we make our customers successful.”

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Preparing your company for digital transformation

Core message: “In contrast to digitalization – which only includes the use of digital technologies – digital transformation describes a process in which the emergence of new business models and a 100 percent customer focus is the focus. The result is offers for customers, new markets and a new culture.”

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Those who feel inspired can actively participate in open discussions on all relevant topics related to print:

  • Via online dialogue “Over the Skype” via INKISH.TV (in English, for a global specialist audience)
  • Via INKISH.News with own blog posts (in English and via INKISH D-A-CH also in German).

 


 

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Von Andreas Weber, Head of Transformation

 


Durch die vorausgegangen Beiträge meiner Ad-hoc-Serie „Print und die Krise“ zieht sich als Leitfaden: Die Print-Branche muss radikal umdenken und sich SOFORT umstellen, um ihre ‚Social Culture’ und ihre ‚Skills’ der Situation anzupassen. Vor der Corona-Krise gab es Möglichkeiten und Schlupflöcher, Defizite zu kompensieren. Und so zu kaschieren, dass es ein klaffende Lücke zwischen Kommunikation und Handeln gibt. Das rächt sich jetzt. Die eigentliche #Disruption wird zudem nicht durch Technologie verursacht, sondern liegt in uns selbst und unserer Verhaltensänderung.


 

Gerade hochambitionierte Innovatoren — egal, ob Technik-Entwickler oder auch Druckereien — waren und sind bis dato kaum in der Lage, anschaulich und begreifbar darzustellen, welchen Mehrwert sie tatsächlich leisten (können). Meine Analyse, wie Fach-Kommunikation praktiziert wird, macht ärgerlich und traurig zugleich. Und bietet zugleich Optionen, dies auch satirisch anzupacken. Siehe: „Kein Aprilscherz: Das ‚K‘ in Krise steht für Kreativität!“

Die Lage ist ernst. Sehr ernst!

Wenn Kommunikation in den Firmen, intern wie extern, so miserabel abläuft wie bisher, ist das ein Disaster. Wir brauchen wie dargelegt eine neue #Debattenkultur; dabei geht es nicht nur um kritisches Hinterfragen und schon gar nicht um Kritik der Kritik willen.

Es geht darum zu verhindern, dass Abstrus-Absurdes zur Normalität wird. Wenn beispielsweise ein Vorstandschef behauptet, seine neuen Strategie sei nicht schlecht und schon gar nicht falsch, nur wohl nicht richtig kommuniziert und daher missverstanden worden, ist das ein Armutszeugnis hoch zehn! Für ihn selbst und für sein Management. Erst recht, wenn dann versucht wird, Kritik intrigant zu unterdrücken, und sich zu empören, wenn das von Dritter, unabhängiger Seite bloßgelegt wird.

Denn richtig und zielführend ist, was der Deutsche Ethikrat am 7. April 2020 auf der Bundespressekonferenz darlegte: Gefordert seien in den #Corona-Krisenzeiten neben #Solidarität und #Verantwortungsbewusstsein vor allem offene #Diskussionen. „Ohne öffentliche Debatten kann man kein Vertrauen zurückgewinnen!“, sagte Steffen Augsberg (Quelle: tagesschau.de). Dabei könne man durchaus auch Entscheidungen rückgängig machen, ohne unglaubwürdig zu werden.

Entscheidungen brauchen Klarheit

Um nachhaltige Entscheidungen zielführend zu treffen, muss man sich ohne wenn&aber #Klarheit verschaffen. Für die extrem innovationsgetriebene Druckbranche bedeutet das, nicht wie bisher dem Motto der falschen Propheten zu folgen, die ‚predigen’: „Die Technik wird’s schon richten!“ Denn Technokratie ist genauso gefährlich wie Technik-Ignoranz.

Mein Vorschlag: Jeder für sich und wir alle gemeinsam, sollten Ideen sammeln. Um ausloten, wie wir im Digitalzeitalter trotz aller Turbulenzen bestens profitieren können. Zum einen für unsere Kommunikation, das Go-to-Market und Netzwerken. Zum anderen für die ‚digitale’ Transformation dessen, was wir als #PrintLovers mit unserer Arbeit und unseren Unternehmungen tun.

Den Einstieg zur #Klarheit in Sachen Digitalisierung & Transformation im Digitalzeitalter bietet, was Thomas Göcke gründlich durchdacht, verinnerlicht und publiziert hat sowie im Team mit vielen Kollegen rund um die Welt bereits praktiziert: Digitalisierung und Transformation im Print zu entmystifizieren und anschaulich zu machen, worum es eigentlich geht, um daraus sinnvolle Handlungen abzuleiten. Und zu verdeutlichen, welche Komplexität, welches Momentum und welche Dimensionen dahinterstehen.

Ich erwähne deshalb Thomas Göcke, weil er als Print-Technik-Spezialist mit #Marketing- und #Digitalisierungs-Aufgaben betraut ist und für uns alle, über bloßes Eigen- und Firmendenken hinaus, aufzeigt, was passiert, was beachtet werden muss, welch langen Atem man braucht, um sich zu erneuern und fit für das Digitalzeitalter zu machen. — My POV: Das hilft uns allen in der Print-Branche!

 


INFO-BOX

Folgende Lesetips als Diskussionsgrundlage:

Wie die Digitale Transformation die Druckwelt in die Zukunft führt.

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Kernbotschaft: „Wesentlicher Bestandteil des Rezeptes einer erfolgreichen digitalen Transformation ist der permanente Blick durch die Kundenbrille. Denn nur wenn wir unsere Kunden erfolgreich machen, können auch wir erfolgreich sein.“ 

 


 

So machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Digitale Transformation

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Kernbotschaft: „Im Unterschied zur Digitalisierung – die lediglich den Einsatz digitaler Technologien umfasst – beschreibt die Digitale Transformation einen Prozess, bei dem das Entstehen neuer Geschäftsmodelle und eine 100-prozentige Kundenzentrierung im Mittelpunkt steht. Im Ergebnis entstehen Angebote für Kunden, neue Märkte und eine neue Kultur.“

 


 

Wer sich inspiriert fühlt, kann sich aktiv an offenen Diskussionen zu allen relevanten Themen rund um Print beteiligen:

  1. Per Online-Dialog „Over the Skype“ via INKISH.TV (auf englisch, für ein globales Fachpublikum)
  2. Per INKISH.News mit eigenen Blogbeiträgen (auf englisch und via  INKISH D-A-CH auch in deutscher Sprache).

Contact — Send Requests

 


 

Smart Communication Fresh Air

By Andreas Weber, Head of Sensing

The true “thought leaders” are not the people who are the strongest, richest, or most powerful – nor even the ones who shout the loudest. They are the ‘smart people’, the ones who have internalized the art of smart communication and are able to touch others deep inside with the messages they convey.

In an earlier post – “Print und die Krise (Teil 3): Zuhören, lernen, diskutieren, neu denken und handeln” (Print and the crisis (Part 3) – listening, learning, talking, re-thinking and taking action, available in German only) – I published some thoughts about the nature of thought leadership, used Mark Schaefer as an example of how it can work, and offered some advice. Now it’s time to drill down to what really matters.

 

Sorry – it’s hard work, but it has to be done!

For me, the core question is: How do messages get through to people?

To overcome our communications challenges, it is worthwhile taking time to understand the contemporary principles of thought leadership. It’s all about knowledge transfer and the best possible uptake of knowledge.

The worlds of science and practical management are churning out countless new discoveries. I have sifted out the findings I think are most relevant to our context.

1. First of all, there’s the ‘Factors of well-being involving dimensions and influencing factors’ model, as described by the Israeli-American medical sociologist Aaron Antonovsky. He developed the model of a sense of coherence in the context of salutogenesis. This overarching concept goes beyond medicine alone to embrace other factors and dynamic interactions that help nurture and maintain good health.

In short: Nothing good can come of failing to take this to heart. These findings are basically of use to anyone who is genuinely committed to thought leadership.

 

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2. The MIT-based German economist and researcher, Dr. Otto Scharmer developed the multi-award-winning “Theory U”, which describes the stages of awareness, among other things.

Dr. Scharmer differentiates between three stages that are particularly relevant to our context:

  • Downloading — passive (by osmosis)
  • Seeing — cognitive (begins with active listening)
  • Sensing — open (through empathy)

Prompt: The best form of communication is personal and face-to-face, passing through all three of these stages in a single go and fulfilling what is listed under point 3. Our challenge in these times of physical distance and enforced isolation is to make digital communication as personal as possible.

 


 

3. Leading German neurobiologist and preeminent neuroscientist Dr. Gerald Hüther, Chairman of the Academy for Developing Potential (Akademie für Potentialentfaltung) makes specific reference to this:

  • It’s all about tracking down and implementing future prospects through innovation.
  • The be all and end all of this being the training of our own ability to be attentive.
  • “We have to like things – and most importantly ourselves, too – as they are. Unconditionally.”
  • “Otto Scharmer’s Theory U is also a good way of ensuring we stop seeing and treating other people as objects, and instead meet them as one subject to another.”
  • Setting out along this path leads to new experiences. You discover yourself as a subject again (one that likes to be open and outgoing). However, you also discover that other people you encounter also have their own ideas and goals, and are therefore also subjects.
  • And when both sides enter into an encounter each aware of their own standing as a subject, they both then discover that this encounter and open discussion can give rise to something neither of them had previously thought possible.
  • Such a process can be observed and described from the outside. However, the most decisive aspect of this process does not play out at this visible level of the relationship between the two parties. The decisive aspect occurs inside the two people – invisible to outside observers. They both make a new experience, and this becomes anchored in their minds.
  • If this experience is intense enough, it takes hold as a new inner attitude – both toward the self and toward the other person.
  • For me, it is the development of this changed inner attitude that matters most. If it isn’t created, it doesn’t matter how much you practice what Scharmer preaches – however long and hard you try, you will never achieve a true encounter on that level.
  • Conversely, if you have somehow managed to like and accept yourself again, and therefore no longer worry about opening up to other people, you can enter into a subject-to-subject relationship without needing any instructions on how to do so. You will be able to invite others in, encourage them and inspire them, because not only do you like yourself, you like these others, too, and you find it exciting, enriching and fascinating to discover what potential they have hidden within them, waiting to develop.

Source: Gerald Hüther interview with Daniel Hunziker, October 2019

 


 

MY VIEW

  1. Thought leadership is neither a cliché nor a buzzword, but rather is in line with fundamental scientific findings linked to the sense of coherence, the ability to be attentive and ultimately well-being.
  2. Thought leadership has not come out of the blue. It is based on everything that makes it possible to move people and grab and hold their attention. Rather than reducing others to objects through mass communication and information overload, as has been the norm till now, it uses smart communication to build up and maintain interpersonal relationships on a subject-to-subject level.
  3. In the current crisis, thought leadership from smart people has to prove itself by making good use of digital communication media. From video chats to social media communications, the seeing and sensing is happening through downloading. Wonderful.

 

TIP

I recommend you watch a video of mine on YouTube, which includes a simple checklist that will help you better understand “The Beauty of Smart Communication”: “ValueCheck! How smart communication should be .. (2006-2014)”

 


 

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Von Andreas Weber, Head of Sensing

Der wahrhaftige ‚Thought Leader‘ ist nicht der stärkste, reichste, kräftigste. Der, der am lautesten schreit. Es sind die ‚smarten Menschen‘, die die Kunst der ‚Smart Communication‘ verinnerlichten haben. Und die andere mit ihren Botschaften in ihrem tiefsten Inneren berühren können.

Im Beitrag „Print und die Krise (Teil 3): Zuhören, lernen, diskutieren, neu denken und handeln“ habe ich mir über das Wesen von Thought-Leadership Gedanken gemacht. Und am Beispiel von Mark Schaefer gezeigt wie es geht sowie Tipps gegeben. Bleibt nun, anschaulich zu machen, worauf es ankommt.

 

Sorry: Anspruchsvoll. Aber essentiell!

Die für mich zentrale Fragestellung lautet: Wie kommen Botschaften bei uns Menschen an?

Um unsere Kommunikations-Herausforderungen zu bewältigen, empfiehlt sich, dass wir mit den zeitgemäßen Prinzipien der Thought Leadership beschäftigen. Es geht um Wissens-Transfer und bestmögliche Wissens-Aufnahme.

Es gibt eine Reihe neuer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Führungspraxis. Das für unseren Kontext sinnvollste habe ich selektiert.

1. Da ist zunächst das Modell ‚Faktoren des Wohlbefinden mit Dimensionen und Einflussfaktoren‘ gemäß dem israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky. Er hat das Modell des Kohärenzgefühls entwickelt im Kontext mit der Salutogenese, ein nicht nur in der Medizin probates Rahmenkonzept, das sich auf Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen. 

Denkanstoß: Wer es nicht beachten und beherzigt, stiftet nichts gutes. Die Erkenntnisse nützen im Prinzip jeder Person, die sich der Thought Leadership verpflichtet fühlt.

 



 

2. Der aus Deutschland stammende Wirtschaftswissenschaftler und Forscher am MIT, Dr. Otto Scharmer, wurde vielfach prämiert für seine „Theorie U“, die sich u. a. mit den Bewusstseinsstufen beschäftigt.

Dr. Scharmer unterscheidet drei Stufen:

  • Downloading — passiv (durch Berieselung)
  • Seeing — kognitiv (beginnt mit aktivem Zuhören)
  • Sensing — offen (durch die Empathie)

Denkanstoß: Die beste Form der Kommunikation ist die persönliche, von Mensch zu Mensch, wenn alle drei Bewusstseinsstufen als Ensemble durchlaufen werden; und das, was unter Punkt 3. aufgeführt ist, erfüllt wird. Unsere Herausforderung in Zeiten der physischen Distanz und Kontaktverbote: digitale Kommunikation muss so nah wie möglich an die personal herankommen.


 

3. Der führende deutsche Neurobiologe und Star-Hirnforscher Dr. Gerald Hüther, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, nimmt darauf explizit Bezug:

  • Es geht dabei um das Erspüren und Realisieren von Zukunftsperspektiven durch Innovation.
  • Das A + O: Die Schulung unserer eigenen Aufmerksamkeitsfähigkeit.
  • „Wir müssen die Dinge und v. a. auch uns selbst so mögen wie sie sind. Bedingungslos.“
  • „Theorie U von Otto Scharmer ist auch ein geeigneter Weg, um andere Menschen nicht länger als Objekte zu betrachten und zu behandeln, sondern ihnen von Subjekt zu Subjekt zu begegnen.“
  • Wer sich auf diesen Weg begibt, macht eine neue Erfahrung. Er erlebt zunächst sich selbst wieder als Subjekt (das sich zu öffnen und auf sein Gegenüber zuzugehen vermag). Er macht dabei aber auch die Erfahrung, dass dieses Gegenüber eigene Vorstellungen hat und eigene Ziele verfolgt, also ebenfalls ein Subjekt ist.
  • Und indem sich beide dann auf eine Begegnung in dieser jeweils eigenen Subjekthaftigkeit einlassen, machen sie dann beide die Erfahrung, dass sich aus dieser Begegnung und dem offenen Austausch etwas entwickeln kann, was keiner von beiden vorher für möglich gehalten hätte.
  • Von außen lässt sich so ein Prozess beobachten und beschreiben. Aber das Entscheidende in diesem Prozess spielt sich nicht auf dieser sichtbaren Ebene der Beziehung zwischen zwei Menschen ab. Das Entscheidende vollzieht sich dabei – von außen unsichtbar – im Inneren der beiden Personen. Sie machen beide eine neue Erfahrung, die in ihrem jeweiligen Gehirn verankert wird.
  • Wenn diese Erfahrung intensiv genug ist, verfestigt sie sich als eine neue innere Einstellung und Haltung – sich selbst gegenüber und auch dieser anderen Person gegenüber.
  • Die Herausbildung dieser anderen inneren Einstellung ist für mich das Entscheidende. Wenn sie nicht entsteht, kann jemand endlos üben, was Otto Scharmer beschreibt, er oder sie kann sich anstrengen und sich Mühe geben, so sehr es geht. Eine wirkliche Begegnung wird so nicht zustande kommen.
  • Und umgekehrt wird eine Person, der es auf irgendeine Art und Weise gelungen ist, sich selbst wieder zu mögen und die deshalb keine Angst mehr davor hat, sich gegenüber anderen zu öffnen, eine Subjekt-Subjekt-Beziehung eingehen können, ohne dazu irgendeine Anleitung zu brauchen. Sie wird andere einladen, ermutigen und inspirieren können, weil sie nicht nur sich selbst, sondern auch diese anderen Menschen mag, weil sie es spannend, bereichernd und faszinierend findet, zu entdecken, was in ihnen verborgen ist und darauf wartet, sich entfalten zu können.

Quelle: Gerald Hüther im Gespräch mit Daniel Hunziker, Oktober 2019

 


 

MEIN FAZIT

  1. Thought Leadership ist weder Worthülse noch Modebegriff, sondern entspricht fundamentalen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich um Kohärenzgefühl, Aufmerksamkeitsfähigkeit und letzlich das Wohlbefinden ranken.
  2. Thought Leadership fällt nicht vom Himmel. Sie basiert auf allem, was es möglich macht Menschen zu berühren, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu erhalten. Und führt dazu, nicht wie bis dato per Massenkommunikation und Information-Overload zum Objekt zu machen, sondern durch Smart Communication Subjekt-Subjekt-Beziehungen von Mensch zu Mensch zu pflegen.
  3. Thought-Leadership durch smarte Menschen muss sich in der jetzigen heftigen Krise durch die sinnvolle Nutzung von digitalen Kommunikations-Möglichkeiten beweisen: Vom Video-Chat bis hin zu Social-Media-Kommunikation findet per Downloading das Seeing und Sensing statt. Wunderbar.

 


 

TIPP

Ich empfehle als Lektüre ein Video von mir auf YouTube, inkl. einer einfachen Checkliste, um ‚The Beauty of Smart Communication‘ besser zu begreifen: “ValueCheck! How smart communication should be .. (2006-2014)”

 


 

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Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. — Chinesisch-Niederländische (!) Weisheit

Von Andreas Weber, Head of Humanity

„Jetzt bleiben wir doch mal sachlich…“ — Hört sich gut an. Führt aber zu wenig. Wir brauchen eine ‚Neue Sachlichkeit‘!

Sachlich wäre zu sagen: OK. Wir haben die schwerste Krise unserer Gegenwart. Jetzt müssen wir vor allen Dingen schauen, wie wir da einigermaßen heil wieder rauskommen, um weiter machen zu können wie bisher.

‚Neu-sachlich‘ Agieren heisst: Thought-Leadership („Meinungsführerschaft“) übernehmen und praktizieren. Mit der Ausgangsüberlegung: Wenn uns die Krise so kalt erwischen konnte und es uns ad hoc umhaut, war das, was wir bislang gemacht haben, richtig, weil lebenswichtig und/oder werthaltig?

Momentan ergibt sich bei vielen Unternehmen verständlicherweise ein Bild der Unruhe, Angst, bisweilen Hilflosigkeit. Notfallpläne werden geschmiedet. Getragen von der Hoffnung darauf irgendwie gerettet werden zu können.

Weitermachen wie bisher, ist das ein probates Ziel? Wohl kaum

Durch die Krise entsteht die Katharsis

Keine Frage: COVID-19 fegt über uns hinweg wie ein gigantisches Feuer zur Brandrodung. Zwar brennt uns bildlich gesprochen schon die Hütte, es sieht aber alles noch aus, wie wir es kennen, nur menschenleerer, ruhiger, zu häuslicher Gemeinschaft im engsten Kreis verdonnert. Doch der Schrecken und auch die Existenzangst sitzen tief.

Auswege bieten sich. Der US-Marketing-Vordenker, Keynote Speaker und Bestsellerautor Mark Schaefer wird nicht müde, seine Idee des „Embrace the Chaos“ zu kommunizieren und zu diskutieren. Sogar seit letzter Woche, als er einen COVID-19-Positiv-Test-Bescheid bekam.  Er steht via LinkedIn, Facebook und seinem Blog Rede und Antwort. Mark entwickelt im Gespräch mit hunderten und tausenden in Echtzeit neue Ideen. Und bietet mit kritischer Wachsamkeit kluge Ratschläge. Klug dadurch, dass er zuhören kann, durch Gespräche lernt, Bemerkungen anderer ernst nimmt, durchdenkt, bewertet und mit seinem Wissen abgleicht, um dieses dann anzureichern und mit anderen wiederum zu teilen.

In der Antike nannten das, was Mark Schaefer so leidenschaftlich betreibt,  Philosophen ‚das dialektische Prinzip’. Damals hat ein Autor nicht einfach seinen Inhalt publiziert und dann auf die KPIs geachtet (haha). Sondern er machte im kleinen Kreis mit seinen Peer-Groups Testlesungen. Um konstruktive Kritik zu erfahren, ggf. Änderungen vorzunehmen und so die Publikationsreife zu erlangen. Die Ergebnisse kennen wir: Es gibt zahllose Schriften die uns bis heute erhalten und lesenswert sind. Darauf besucht auch unser humanistisches Weltbild.

Nagelprobe: Schauen wir uns im WWW oder per Social Media Plattformen an, was zur Zeit von Unternehmenslenkern selbst oder im Auftrag publiziert wird, so ließt sich vieles ‚sachlich‘, wie ein Medikamenten-Beipackzettel. Alles und jedes wird OBJEKTIVIERT. Wo ist aber das Herzliche, das für uns Menschen gemachte? Wir als Menschen sind keine Objekte, sondern wir wollen als Subjekte wahrgenommen werden. Ist das nicht so, verfehlt es die Wirkung und kann uns im schlimmsten Fall krank machen.

Das Gegenteil von GUT ist GUTGEMEINT!

Die ‚neue Sachlichkeit‘ per Thought-Leadership stellt vor dem Reden und Handeln das ‚Zuhören können‘ in den Fokus. Um das zu können, muss man einfachste Grundprinzipien verstehen und beherzigen:

  1. Achtsamkeit, Transparenz und kritisches Denken kultivieren.
  2. Plumpes Männer-/Macho-Gehabe sein lassen. Und endlich Frauen als lebenswichtig akzeptieren und nicht weiter klein halten wollen.
  3. Be.More.Human: Wir haben es nicht mit ‚der Mitarbeiterschaft‘, ‚den Kunden‘, den ‚Anlegern/Investoren‘, ‚den Lieferanten‘ usw. zu tun. Sondern immer mit Menschen und Persönlichkeiten.
  4. Beziehungsfähigkeit ausbauen, über persönliche Kontakte, Peer-Groups, bei Kontaktverbot vorzugsweise über Social Media-Plattformen.
  5. Relevante Botschaften finden, die bei Menschen ankommen (können). Stichwort: Smart Communication (siehe LektüreTipp unten!).
  6. Im Idealfall: Knowledge-Worker werden.
  7. Das Prinzip der Hermeneutik verinnerlichen. Es geht immer um die Sinnhaftigkeit unseres Handeln und Tun. Weniger für uns selbst, sondern für uns alle.

Fortsetzung folgt!

PS: In der Zwischenzeit empfehle ich als Lektüre ein Video von mir auf YouTube, inkl. einer einfachen Checkliste, um ‚The Beauty of Smart Communication‘ besser zu begreifen: “ValueCheck! How smart communication should be .. (2006-2014)”

#criticaldistance.001

In Memoriam Hajo Friedrichs. Fotos: Wikipedia

Ein offener Appell von Andreas Weber, Head of Critizism | English version via INKISK.NEWS

 

„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ — Hanns Joachim „Hajo“ Friedrichs, Nestor des Nachrichtenwesens

Seit über 30 Jahren arbeite ich als Journalist, Publizist und Analyst. Menschen wie Hajo Friedrichs hatten für mich stets Leitfunktion. Auch und gerade als ich vorübergehend Marketing-, Kommunikations- und Managementaufgaben sowie Verleger- und Chefredaktions-Tätigkeiten übernahm.

Als ich nach dem Studium und früher Selbständigkeit mit 28 Jahren meine erste Festanstellung als Fach-Redakteur bei Der Polygraph in Frankfurt am Main — der damals führenden Print-Fachzeitschrift mit der weltweit besten Reputation — antreten durfte, eröffnete sich mir eine wunderbare Welt. Es wurde intensiv der Kontakt zu Lesern gepflegt, tolle Menschen aus Druckereien, der Typografie-Szene und der Zulieferindustrie.

Erst die Freude, dann der Schock!

Umso größer war mein Schock, als ich, der unerfahrene Jungspund, in Vertretung des Chefredakteurs einen Top-Termin wahrnehmen durfte. Geladen hatte ein global führendes Druck-Technologie-Unternehmen zur Inbetriebnahme einer neuen, damals bahnbrechenden Produktionsanlage.

Ich war begeistert. Als wir uns verabschiedeten, sah ich, dass der PR-Chef (in Personalunion auch der Werbeleiter!) allen anwesenden Chefredakteuren ein Kuvert überreichte. Ich bekam auch eines und steckte es erstmal ein, während alle anderen dies wohl gewohnt waren, und gleich die Umschläge öffneten, reinschauten und einsteckten. Erst zuhause sah ich nach. Und bekam Schnappatmung. Im Kuvert lag ein Brief, dessen Inhalt strikt darauf hinwies, dass man sich bei der Fach-Berichterstattung minutiös an den vorgegebenen Pressetext zu halten habe. Und als Anlage gab es einen Barcheck über 500,00 Deutsche Mark.

Ich war so verschreckt, dass ich mich mit einem väterlichen Freund besprechen musste. Der sagte: Ja, so etwas wird gerne gemacht seitens der Industrie. Und ein Barscheck sei smart, um Dinge bestmöglich zu vertuschen. Ich war sprachlos, widerstand aber der Versuchung tapfer.

Kein Tanz ums Goldene Kalb!

Warum schildere ich das? Weil es für mich eine Zäsur darstellte. Ich verliess den Verlag alsbald und wechselte das Lager. In meiner Funktion als Marketing-Kommunikationschef eines global führenden Zulieferers für Druckvorstufen-Technik (ja, das gabs damals!) machte ich alles radikal anders.

Statt „Zuckerbrot und Peitsche“ setzte ich auf offene Kommunikation (ich nahm den Wettbewerb in meinen Presseverteiler auf, damit die armen Kollegen sich nicht hintenrum mühsam und heimlich diese besorgen mussten). Ich scheute keine Debatte und bat als erstes unsere Verkäufer, unsere Kunden und die Fachpressekollegen hemmungslos zu kritisieren, was wir, unsere Firma falsch machen. Ich habe mich vor Ort mit vielen getroffen.

Das war wie ein Dammbruch der Erleichterung. Und brachte uns extrem nach vorne. In kürzester Zeit. Das damals (1989) in Deutschland führende DTP-Magazin widmete uns ein Titelstory mit 10 Seiten Inhalt. Warum? Ich hatte dem Chefredakteur angeboten, zu uns zu kommen, mit der Deutschland-Geschäftsführung persönlich zu sprechen sowie Kontakte zum Headquarter und auch zur Produktentwicklung in den USA hergestellt. Getreu dem Motto: #VolleTransparenz #NullBackschisch. Der Deal: Er konnte fragen, was er wollte. Und er bekam konkrete Antworten. Wir weckten bei dem Chefredakteur und seinem Team die Achtsamkeit. Und begegneten uns mit Respekt. Ohne in Kumpanei zu verfallen. #Basta!

Der Chefredakteur rief mich nach Veröffentlichung an, um erschüttert und verärgert zu berichten, dass er einen unfassbaren Anruf vom Kommunikationsleiter unseres Hauptwettbewerbers erhalten hatte. Die Frage war: „Was kostet so eine Story bei Ihnen?“

Wie gesagt, das alles ist rund 30 Jahre her. Kann man aber sagen, das es heute besser ist?  Alle haben sich ja den Regeln der Corporate Governance anpasst.

Doch folgendes als Fakt:

  1. Das Leserinteresse an den meisten Print-Fachzeitschriften hat einen historischen Tiefpunkt erreicht.
  2. Viele Titel sind verschwunden.
  3. Dank der massiven Beauftragung von PR-Agenturen und der ubiquitären Verteilung von Pressemeldungen (über eigene Websites, Presseportale, eNewsletters etc.) sind die Fachmedien quasi gleichgeschaltet.
  4. Nur solche (leider wenige) Print-Fach-Titel sind noch beliebt, vor allem bei Lesern, die einen hohen Anteil eigenrecherchierter Stories bieten.
  5. Jetzt in der Krise – wie auch schon zuvor — sind die meisten Redaktionen sprachlos. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ihre Anzeigenkunden keine #badnews lesen wollen.

Copy&Paste als Maxime?

Die allermeisten Fachtitel arbeiten nach dem Copy&Paste-Prinzip. Man muss sich nur anschauen, wie das jüngste, vom Inhalt her einwandfrei gehaltene Interview der drupa-Direktion zum Ausblick auf die drupa2021, nun mehr weltweit viele Autoren hat. Kollegen nehmen die Textvorlage, ändern wenn überhaupt nur wenig, zeichnen sogar zum Teil mit ihrem Namen und publizieren es in ihren Titeln. Hinterfragt wird kaum etwas.

Hinzu kommt, folgendes, was ich original aus einem Email von letzter Woche von einer international arbeitenden PR-Agentur zitiere:

„The article – available in English, German, French, Italian, Spanish, Chinese and Japanese (Russian coming soon) – as well as images can be downloaded from the XY pressroom at |LINK|

Thank you very much in advance for publishing this article and sending us the respective magazine and/or link.  Should you have any questions or need additional material, please don’t hesitate to contact us at [Email]“

Das passt natürlich zur gängigen Praxis: Firmen laden seit langem in die schönsten Locations der Welt ein, stellen neues vor, haben alle Publikationsmaterialen für Copy&Paste bestens vorbereitet. Organisieren Gala-Diners, zahlen die Reise- und Übernachtungskosten, auch wenn Presseteilnehmer etwas länger bleiben wollen. (Und diese erfreuen sich an der Flugmeilengutschriften)

MyTake

Das PR-Gehabe und der Umgang mit der Fachpresse ist erstens zutiefst unethisch resp. presserechtlich bedenklich und zweitens überhaupt nicht zielführend.

Das Makabre: Die wenigen, die im Dienst der Leser eigenständig recherchieren, neues wagen, kritisch hinterfragen und kommentieren, werden noch als die Bösen, die Miesmacher, die Nestbeschmutzer attackiert. Das jedoch NICHT mit offenem Visier, NICHT per offenem Dialog; sondern hinter vorgehaltener Hand werden Beschwerden geführt, in einem jüngsten Fall wurde unter Kollegen sogar zum Boykott aufgerufen! Geht’s noch?

Ich bin sicher — und das ist das Gute im Schlechten — die COVID-19-Krise wird hier eine Flurbereinigung vornehmen. Weil es auf einmal zählt, nicht opportun und gefällig zu sein, sondern systemrelevant. Durch Achtsamkeit, kritisches Denken, kritische Distanz und begeistertes Publizieren.

Wer sich jetzt mit mir duellieren will, kann dies gerne nach dem Aufheben des Kontaktverbots tun. Ich wähle als alter Fechter den Säbel! — Mit allen anderen bleibe ich wie bisher auf das Herzlichste verbunden.

 


 

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Von Andreas Weber, Head of Confidence

 

„Die Erfolgsformel für gute wie auch schlechte Zeiten: Mit wahrhaftiger Zuversicht völlige Klarheit schaffen, um durch maximale Kreativität die richtigen Entscheidungen treffen und adäquat kommunizieren zu können.“ — Andreas Weber

In Krisenzeiten gilt eigentlich immer das gleiche Prinzip: Mit der „McKinsey-Machete“ alles kappen, was schnell gekappt werden kann. Marketing- und Werbe-Ausgaben, Mitarbeiter, Standorte/Produktionsstätten, unrentables im Portfolio und anderes mehr. Doch reicht das?

Bei vielen, die abrupt durch Unvorhergesehenes in die sofortige Existenzkrise geraten, hat vorher schon einiges nicht gestimmt. Man hat sich quasi durch geschummelt, hat sich vor ‚bösen‘, weil gravierenden Entscheidungen gedrückt, und wollte sich nicht offen der Realität stellen. Und schon gar nicht Schwäche zeigen. Oder Fehler eingestehen.

Entscheidungen richtig zu treffen, ist aber überlebenswichtig. Im Persönlichen wie im geschäftlichen, ganz zu Schweigen von Politik und Gesellschaft.

Im Prinzip bilden Intuition, Empathie und gute Konversationen die beste Basis. Und das Befolgen von Erkenntnissen, die von uns als Menschen für Menschen gemacht werden.

Meine Empfehlung

Statt nur auf die McKinseys dieser Welt zu hören, sollte man dem klugen Rat von Hirnforschern und Psychologen folgen. Dr. Gerald Hüther, Neurologe und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, spricht einfach anzuwendende Empfehlungen aus für das Erspüren und Realisieren von Zukunftsperspektiven durch Innovation. U. a. sind zwei seiner wichtige Ratschläge relevant:

  1. Das A + O: Die Schulung unserer eigenen Aufmerksamkeitsfähigkeit.
  2. Wir müssen die Dinge und v. a. auch uns selbst so mögen wie sie sind. Bedingungslos.

Diplom-Psychologin Silke Brand empfiehlt als Programmatik, sich aufs Menschsein zu fokussieren. Ihr Thema: „Hilfe für die Seele“. Ihre Kernbotschaft: „Wir alle befinden uns in einer Ausnahmesituation. Zentrale Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Kontakt, Autonomie und Spaß können nicht mehr so wie vorher ausgelebt werden.“ — Was aber tun?

Ihr wichtigster Rat: Klarheit schaffen, durch aufspüren, sichten, bewerten, diskutieren von Fakten und relevanten Informationen. Erst dann sei es möglich, volle Kreativität zu entfalten, die unverzichtbar ist, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, die kurz-, mittel- und langfristig Erfolg bringen. Sie setzt auf Synchronizität, Verbündete zu finden, Meditation. Und: Gute Wünsche! Klingt einfach. Wirkt enorm. Also ran. #Mindchange #BeMoreHuman

 


 

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Von Andreas Weber, Head of Relationship | English version below

Mehr als #verwunderlich: Ein Großteil der Führungskräfte, gerade auch in den Vorstands- und Geschäftsführungs-Etagen, kommt mit der Gegenwart nicht klar. Ich spüre eine seltsame „Angst vorm Leben“. Viel zu viel Lebenselexier wird darauf ver(sch)wendet, den Status quo aufrecht zu erhalten. Ist das sinnvoll? Eher nicht.

Jetzt, in der Krise, trennt sich die Spreu vom Weizen. Auf einmal wird es klar, worauf es ankommt. Eben nicht auf Besitzstandswahrung, Profitmaximierung und Ellenbogenmentalität. Sondern darauf, seine Tätigkeiten darauf zu fokussieren, durch das eigene Denken und Tun dazu beizutragen, dass wir als Gemeinschaft davon profitieren und es alle besser haben können. #DontWorryBeHappy

Ich empfehle, statt weiter Business-Monopoly einfach mal ausgiebig Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu spielen. Da ist es normal und gewünscht, dass man scheitert, zum Ausgangspunkt zurückkehrt und von Neuem beginnt. Und trotzdem mit anderen Freude haben kann.

Wer nicht versteht, was ich meine, sollte sich die Live-Sessions von Mark Schaefer auf Facebook anschauen. Immer Dienstags und Freitags, jeweils nachmittags. Sein Thema: Embrace the Chaos. Topics: #BeMoreHuman #LeadersDespenseHope und vieles mehr.

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#WednesdayThoughts: fear eat up your soul!?!

By Andreas Weber, Head of Relationship

More than #surprising: A large part of the executives, especially on the executive boards and management floors, are unable to cope with the present. I feel a strange “fear of life”. Too much elixir of life is being used (and gets lost)  to maintain the status quo. Does this make sense? Rather not.

Now, in the crisis, the chaff separates from the wheat. Suddenly it becomes clear what is important. Not to protect the acquis, maximize profits and fighting with elbows. But to focus his activities on contributing through our own thinking and doing that we as a community benefit from it and that everyone can do better. #DontWorryBeHappy

I recommend that instead of playing more business monopoly, simply play extensively a game that we in Germany call „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“ (Man don’t annoy you!). The beauty of this (analog) game: It is normal and desirable that you fail, return to the starting point and start over. And still have fun with others.

If you don’t understand what I mean, check out Mark Schaefer‘s live sessions on Facebook. Always on Tuesday and Friday afternoons. His topic: Embrace the Chaos — #BeMoreHuman #LeadersDespenseHope and much more.

 


NotKidding April 2020

 

By Andreas Weber, Head of Kidding

#Hotoffthepress from the home office for April 1, 2020#Breakingnews

+++ The pioneers of publishing have gotten a whole new lease of life from the corona crisis. “While others are dithering, we’ve sprung into action. We’ve massively extended and expanded our online activities. Instead of sending out our e-newsletters weekly, we’re now publishing them daily! That’ll get us new readers.” That’s the upbeat message from publishers. There’s also been a coup in cost cutting in certain quarters, thanks primarily to the progressive practice of “postponing”: “We’re pushing back the publication of our print titles for an unspecified period, which has enabled us to drive down our costs by 80 percent. People need to take a leaf out of our book.” What’s more, work is now finally starting to become enjoyable again. Journalists no longer have to toil away, perched on the edge of their hotel beds, churning out stories in between gala dinners and PowerPoint orgies. A journalist who asked not to be named told us: “Now we can sit back, calm and collected in our home office, and just copy & paste the major announcements from industry into our newsletters. Unlike some others, we’re not filling up texts with empty phrases. We’re providing hard facts third hand!” My take on that is simple – #Bravo”. We can all learn something about turning a necessity into a virtue.

+++ Switching your business model over to #postponing is currently a no-brainer in the events and trade fair sector, too. The boss of a leading German trade fair company is boundlessly confident: “Our announcements about all trade fairs being postponed until further notice have met with extraordinary encouragement and positive feedback. Everyone is amazed at our courage! That’s given us a real boost!” According to unconfirmed reports from highly confidential sources, all trade fairs are going to be postponed by a year starting from 2021. This will reportedly save customers and visitors a huge amount of outlay. Shipping and travel, in particular by air, will be avoided, which will benefit the environment. What’s more, it is the right response to the collapse of the hotel and guest house sector.

+++ Postponing is also lifting the limits on creativity in the high-tech sector. Following the suspension of a hostile takeover of an arch-competitor, the major US shareholder and investment activist C. Beertap has found a happy ending: Board of Management and Supervisory Board members from both companies are to get to know each other from their home offices. The best solution is said to be online gaming. #Gaming is bringing a whole new dimension to #Postponing.

[Note from the editor: We accept no liability for the veracity of our content. The main thing is to finally share some good news.]

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Von Andreas Weber, Head of Kidding

#HeißerScheiß vorab aus dem #Homeoffice, zum 1. April 2020#Breakingnews

+++ Die Vorhut der Verlage sieht sich gestärkt und dynamisch durch die Koronalkrise. „Während andere zaudern, haben wir sofort gehandelt. Unsere Online-Aktivitäten haben wir massiv gestärkt und vervielfacht. Denn unsere E-Newsletter erscheinen jetzt nicht mehr wöchentlich, sondern täglich! Das wird neue Leser bringen“, heisst es zuversichtlich aus Verlegerkreisen. Und auch in Sachen Kosteneinsparung ist manchem bereits ein Coup gelungen — durch das fortschrittliche #Postponing: „Wir verschieben das Erscheinen unserer Print-Titel auf unbestimmte Zeit. Dadurch können wir die Kosten um 80 % senken. Das soll uns erst mal jemand nachmachen.“ Zudem mache das Arbeiten nun erst wieder richtig Spaß. Journalisten müssen nicht mehr zwischen Galadiners und Powerpoint-Orgien im Hotel sozusagen auf der Bettkante mühevoll Stories produzieren. Ein nicht namentlich genannt werden wollender Journalist stellt zufrieden fest: „Wir können nun ganz gemütlich, besonnen und mit ruhiger Hand im #Homeoffice lässig per Copy&Paste unsere Newsletter mit den wichtigen Meldungen der Industrie befüllen. Es geht uns nicht wie manchen anderen ums Phrasendreschen. Wir liefern harte Fakten aus Dritter Hand!“. — My Take: #Bravo. Da können wir lernen, wie man charmant aus der Not eine Tugend machen kann.+++

+++ Das Geschäftsmodell auf #Postponing umzustellen, ist derzeit auch im Event- und Messegeschäft der große No-Brainer. Der Chef eines führenden deutschen Messeunternehmens zeigt sich begeistert: „Wir haben soviel Zuspruch und positives Feedback bekommen auf unsere Ankündigungen, bis auf weiteres alle Messen zu verschieben. Viele bewundern unseren Mut! Das spornt an!“. Unbestätigten Berichten aus höchst zutraulichen Quellen zufolge sollen ab 2021 alle Messen jeweils im Jahresrhythmus verschoben werden. Das spare den Kunden und Besuchern enorm an Aufwand. Transporte und Reisen vor allem mit dem Flugzeug entfallen, was der Umwelt zugute komme. Zudem reagiere man so adäquat auf den Kollaps im Hotel- und Gaststättengewerbe. +++

+++ Auch im HighTech-Bereich sind durch Postponing der Kreativität kaum mehr Grenzen gesetzt: Nach der durch die Krise verschobenen feindlichen Übernahme eines Erz-Konkurrenten hat der US-Grossaktionär und Investment-Aktivist C. Bierhahn ein Happy-End gefunden: Vorstands- und Aufsichtsrat-Mitglieder beider Konzerne sollen sich per Homeoffice verbrüdern. Am besten gehe das durch gemeinsames Computerspielen. #Postponing erhält so durch #Gaming eine ganz neue Dimension.+++

[Anm. der Redaktion: Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit unserer Inhalte. Hauptsache endlich mal positive Nachrichten].

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Nice to remember: #drupa2016

#FreitagsGedanken von Andreas Weber | English version below

 

Die ganze Welt scheint nun erstarrt. Doch zu verharren wäre tödlich. Noch sind wir in der Lage, zu kommunizieren. Wenn auch nicht mehr persönlich von Angesicht zu Angesicht, so doch per Kommunikations-Technik. Wunderbar. Oder?

Aber: Ein Neustart in der Kommunikation nötig. Für uns in der Print-Branche hat Kommunikation eh eine ganz besondere Bedeutung. Sie ist Teil unserer DNA.

Darum hier aus meiner Sicht ein paar Anmerkungen und Tipps:

Haben Sie schon einen Notfallplan? Im Fokus: Vernetzung & Interaktion.

Besonders bedrohlich für uns im B2B:

Die Print-Fachpresse diffundiert; ca. die Hälfte oder sogar mehr der Titel wird wohl vom Markt verschwinden! Die ersten Verlage haben angekündigt, die Produktion der Print-Titel auszusetzen. Ob e-Newsletter, die Pressemeldungsinhalte der Herstellereindustrie kolportieren, Nutzen stiften, wage ich zu bezweifeln, 

Fachpressearbeit/PR, wie wir sie kennen, erscheint sowieso zu langsam in der Umsetzung, zumeist ohne eigenen Inhalt — und ohne Reichweite. Und ohne zu wissen, wie die Inhalte beim Empfänger ankommen.

Direktmarketing verpufft derzeit völlig. Denn: Viele arbeiten momentan nicht im Büro, an das die Mailings gehen.

 


 

Generell scheint für mich folgendes relevant:

  1. Egal was ich tue/anbiete: Wie erreiche ich überhaupt noch meine Kunden, Interessenten, Mediatoren und Multiplier?
  2. Wie evaluiere ich, was meine Stakeholder bewegt?
  3. Wie stelle ich sofort dynamische Beziehungen über Netzwerke her?
  4. Wie finde ich inhaltlich den richtigen Ton. Im Sinne von:  „Ich höre zu und gebe pro-aktiv Hilfestellung“. Und nicht: Ich sage Dir, was ich biete.
    Und spezifisch:
  5. Wie kann ich als Hersteller meine zur #drupa2020 geplanten Neuheiten ab sofort erfahrbar machen?
  6. Wie muss ich als Druckerei das Geschäft kommunikativ absichern bzw. Kontakte medial herstellen und ausbauen?
  7. Mit wem muss ich mich verbünden, um im Team schlagkräftiger zu sein.

Falls Se weitere Ideen oder Anregungen haben: Bitte bei mir melden. Wir schaffen das. Gemeinsam!

 


 

#FridayThoughts by Andreas Weber

 

Drupa wants to embrace the future. — We embrace the CHAOS!

The whole world now seems frozen. But to remain would be fatal. We are still able to communicate. If no longer face to face personally, it does so using state-of-the-art communication technology. Wonderful. Isn’t it?

But: A restart in communication is necessary. Communication has a very special meaning for us in the print industry. It is part of our DNA.

Therefore, from my point of view, here are a few comments and tips:

• Do you already have an emergency plan? In focus: networking & interaction.

Particularly threatening for us in B2B:

• The print trade press diffuses; about half of the titles or even more will probably disappear from the market! The first publishers have announced that the production of the print titles will be suspended. I doubt whether e-newsletters, crowded with press release content of the manufacturing industry, create benefits, will be the solution.

• PR work and trade press publishing as we know it seems too slow to implement anyway, mostly without its own content — and without reach. And without knowing how the content is received by the recipient.

• Direct marketing is currently evaporating completely. Because: Many are not currently working in the office to which the mailings go.

 


 

In general, the following seems relevant to me:

1. No matter what I do / offer: How can I still reach my customers, prospects, mediators and multipliers?

2. How do I evaluate what moves my stakeholders?

3. How do I instantly create dynamic relationships across networks?

4. How do I find the right tone in terms of content? In the sense of: “I listen and give proactive support”. And not: I tell you what I offer.

And specifically:

5. As a manufacturer, how can I make my new products planned for #drupa2020 tangible from now on?

6. As a print shop, how do I have to secure the business communicatively or establish and expand contacts in the media?

7. Who do I have to team up with to be more effective in the team?

If you have further ideas or suggestions: Please contact me. We can do it together!

BTW: I think the INKISH team could support all of us in the best way!

 


 

INKISH CEO Heidelberg Interview

Foto: Screenshot via INKTISH.TV

Von Andreas Weber | English version via INKISH.NEWS

 

„Heidelberg ist systemrelevant“, wie CEO Rainer Hundsdörfer im INKISH.TV-Interview mit Morten B. Reitoft äußerte. Das ist unzweifelhaft so, ob man es nun mag oder nicht. Wobei es besser heissen sollte: branchenrelevant:

Schon seit Jahrzehnten gilt die Maxime: Geht es Heidelberg gut, gehts auch der Branche gut — oder zumindest weitgehend OK.

Meine aktuelle Analyse der jetzigen Entscheidung für ein „ADHOC Action Package“, das gestern Abend per Pressemeldung angekündigt, und heute per Webcast vom CEO und CFO Markus A. Wassenberg erläutert wurde, hat ad hoc weltweit Reaktionen von Top-Experten ausgelöst, Marktkennern, Beratern wie auch Technik- und Druckerei-Spezialisten. Und von Partnern und Mitbewerbern.

Einhellig wird nicht das neue Finanzkonzept (inkl. Entschuldung zur Liquiditätssteigerung etc.) in Zweifel gezogen. Auch wenn das bei Reduzierung von rund 2.000 Mitarbeitern schmerzhaft wird. Wohl aber die Kollateralschäden, die die notwenigen Einsparungen verursachen.

 

 

Die wichtigsten Punkte aus der öffentlichen Diskussion, objektiv geschildert:

  1. Was soll man jetzt glauben? —Heidelberg hat in den letzten 20 Jahren aus Sicht vieler entscheidendes Vertrauen verspielt. In Serie gab es ständig Neues: Strategiewechsel, Kosteneffizienzprogramme, Organisations-Änderungen und Restrukturierungen. Vieles klang verheissungsvoll, wurde aber nicht konsequent umgesetzt, sondern durch wiederum neues ersetzt oder aufgegeben.
  2. In keinem Fall hat mit den Neuerungen auch zeitgleich ein Kulturwandel bei Heidelberg eigesetzt. Daran erscheint den Experten das Wesentliche stets zerbrochen zu sein. Dies fing schon in der Ära Mehdorn resp. danach an und zieht sich durch bis heute.
  3. Die Innovationskraft von Heidelberg wird kaum in Zweifel gezogen, wohl aber dass Heidelberg „die PS auf die Strasse bekommt“
  4. Wenn es jetzt heisst: „Zurück zum Kerngeschäft mit dem man auch Geld verdient“, so stellt sich die Frage: Was genau ist das Kerngeschäft resp. die Kernkompetenz von Heidelberg? Der Offsetdruck-Maschinenbau? Die IoT-Fähigkeit? Das Print-Prozess-Management?
  5. Gerade auch gegenüber der Technik-Entwicklungen gibt es Einwände:  Es ist von Ignoranz und Dummheit die Rede, wenn es darum geht, die Perspektive zu wechseln, v.a. bei wichtigen Technik-Details wie Farbauftrag/INK-Kontrolle etc. sowie Multi-Color-Farb-Management sowie Workflow-Prozessen im Pre-Media-Bereich.
  6. Einhellig wird die Beendigung der Primefire-106-Produktion als krasser Fehler gesehen. Wobei sicher das Ende noch nicht klar ist, da Heidelberg intensiv nach Partnern fürs Inkjet-Printing sucht. Unklar ist aber, wer das sein soll, da andere bereits viel weiter sind als Heidelberg.
  7. Wieviel Spielraum hat Heidelberg tatsächlich, um sich aus dem alten Korsett zu lösen, um vom Produktverkauf zu Lösungsangeboten und vor allem zum Platform-Betreiber und damit dynamsichem Dienstleistungsanbieter zu werden?
  8. Dienen Heidelberg-Neuerungen, gerade auch durch Digitalisierung der Produktion und des Business-Management sowie durch Automation nur dazu, die Kunden zu befähigen, schneller und mehr an Commodity-Produkten zu produzieren? Was aus Expertensicht gar nicht das Ziel sein darf, da es Probleme nicht löst, sondern höchstens aufschiebt.
  9. Und last but not least, betriff nicht nur Heidelberg: „Wird die Krise durch den #Corona-Virus Heidelberg vom Markt fegen, da kaum noch Verkäufe realsiert werden können?“ — Eine Frage, der sich viele Hersteller und Druckereien gleichermaßen stellen müssen.

 


 

UPDATE: Die Diskussion per LinkedIn und Blogs nimmt Fahrt auf:

Widerspruch und starke Bedenken

Nun werden auch Stimmen laut, die hart mit der Heidelberg-Entscheidung ins Gericht gehen. So Druckerei-Unternehmer und Print-Innovator Peter Sommer, seit langem Heidelberg-Kunde, der sich nunmehr stark empört. Oder INKISH-CEO Morten B. Reitoft, der der Heidelberg-Führung ins Gewissen redet. Wohlbegründet!

 

 


NACHTRAG: Video via INKISH.TV vom 2. April 2020

 

 


 

Ihre Meinung ist gefragt! Diskutieren Sie mit. Hier im Blog oder bessern noch per LinkedIn.

 


 

Bildschirmfoto 2020-03-18 um 11.01.15.png

 

By Andreas Weber

Heideldruck started massive changes. Restructuring will cost around € 300 m. 2k employees have to leave. See as well my analysis of qualified feedback from experts around the globe.

My Take

Creativity and confidence are required.

Biggest challenges:

1. Significantly improve internal value creation as quickly as possible.
2. To cushion impending sales losses as much as possible.

 

The key facts

  • Closure of unprofitable businesses as well as sharp cuts in production costs and structural costs
  • Production of “Primefire” and “very-large-format printing” will be stopped – Action package includes global reduction in force by up to 2,000 jobs
  • Non-recurring expenses of approximately €300 million impact FY 2019/20 earnings
  • Return transfer of around €375 million in liquidity from trust fund secures financing of action package and significantly increases financial stability
  • Net debt to be almost completely eliminated; high-yield bond to be repurchased
  • Focus on technology leadership in core business with emphasis on digitalization to advance(Source: Heidelberg Press Release March 17th, 2020)

 


 

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First analysis of the webcast by the Heidelberg Board of Management March 18th, 2020, 10:00 AM CET

 

I would like to share my short real-time report based on the ad hoc news Heidelberg communicated yesterday evening

 

1. By completely reducing net debt (pension fund reserves are added to the majority of the balance sheet), Heidelberger Druckmaschinen AG can make it an attractive takeover candidate.

2. Setting the #Primefire106 as the #inkjet printing flagship eliminates operational losses, but slows down growth through innovation in the prospering #packaging market. — CFO Marcus Antonius Wassenberg’s assessment that digital printing is just beginning is sounding worth considering. After all, Heidelberg has developed over many years and invested over € 150m in R&D. And all competitors rely on #Inkjetprinting. Maybe new partnerships can arise. In addition, Heidelberg is holding intensive discussions for new strategic partnerships.

3. It is still unclear how / whether the measures set out by CEO Rainer Hundsdörfer will affect order intake in times of the #coronavirus chaos. At the moment you can react (short-time work, reduce costs etc.) and see what happens. Manufacturing in China is picking up speed again.

4. The failure of the #drupa2020 has good and bad effects. It saves effort and costs, but brings communication with customers to a standstill.

5. #subscription and connected #digitalservices are becoming increasingly important.

 


 

More information by Heidelberg IR via Twitter

 

 


 

#Apologize.001

By Andreas Weber

 

#DAMNED! I am so sorry! Now that everyone is turning their lives inside out, I have to go on as before!

Thats my poor life: Eat healthy—cook for yourself. No car (driving), but doing most of it on foot. Walk two hours a day to get fresh air. Take care of my family, especially the sick. Pay attention to hygiene. Buy food carefully and take care of everything in the household. No more useless fun trips (anymore). No shopping madness. Work at home (also calmly and with reason).

Phew. It doesn’t end well …

 

 


 

 

#VERDAMMT! Es tut mir so leid! Jetzt, da alle ihr Leben umkrempeln, muss sich so weiter machen wie bisher!

Gesund ernähren—selbst kochen. Kein Auto(fahren), sondern das Meiste zu Fuss erledigen. Zwei Stunden am Tag an der frischen Luft spazieren gehen. Mich um meine Familie kümmern, gerade auch die Kranken. Auf Hygiene achten. Achtsam Lebensmittel einkaufen und umsichtig für alles ins Haushalt sorgen. Keine unnützen Spaß-Reisen (mehr). Keine Kaufrausch-Attacken. Zuhause arbeiten (auch noch in Ruhe und mit Verstand).

Puh. Es nimmt keine gutes Ende…

 


 

 

 

Inkish Instant Trailer.001

 

By Andreas Weber

 

Most of us are happy, that #drupa2020 seams to be rescued. By postponing to April 2021. But thats still one year ahead.

So how could business work in the meantime? 

Morten B. Reithoft, founder, CEO and Editor of INKISH.TV got a brillant idea! He created INKISH.INSTANT as a basis for a new way to succeed via state-of-the-art communication. Online + Social Media!

 


INKISH.INSTANT — A new offer by Morten B. Reitoft

Morten explanis: ”INKISH.INSTANT is a new service from INKISH enabling users to use film/video animations in your communication.

Regardless of travel bans, or just a need to get your communication to work instantly —this service will make it happen.

The Smartphones most of us have today are great. With your filming and our editing, we deliver a seamless great storytelling experience. We call it INKISH.INSTANT.”

To access INKISH.INSTANT is easy, convenient and effective. There is a freemium option to get startet. And there are some more cool options to benefit from a local and global network. 

Sounds good? Yes. It’s amazing!


INKISH.INSTANT — The trailer

 

 

 


 

INKISH.INSTANT — Brochure

 

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CONTACT

 

Langebjergvænget 8A
DK-4000 Roskilde
Denmark
Tel: +45 60143036

Henrik Klem Lassen hkl@inkish.tv
+45 22 24 87 43

Morten B. Reitoft mre@inkish.tv
+45 60 14 30 36

Apartment No 2 A
Dew Drop Homes
Poomalliyoorkonam
Peroorkada Post
Thiruvananthapuram, Kerala
South India
Postal code : 695 005
Tel: +91 9526821301

K.S. Ashik
ksa@inkish.tv

Stratego Group
CD Milano Oltre – Palazzo Tintoretto
Via Cassanese 224
20090 Segrate (MI)
Italy
Tel: +39 02 49534500

Enrico Barboglio
eb@inkish.tv

Valentina Carnevali
vc@inkish.tv

Grafkom Nordic network AB
Centralvägen 11 D
194 76 Upplands Väsby
Sweden

Ulf Sunnberg
ulf@inkish.tv
+46 70-043 74 57

Anders Medbo
anders@inkish.tv
+46 70-6453271

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

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By Andreas Weber | Geman version below

 

It could actually be assumed that #drupa2020 will not take place. Now it’s a fact!

What does that mean?

This week there was increased exhibitor advertising for drupa 2020. Tenor: Come to us at our stand XX in hall YY. – Is that a message that draws? And you can just switch that to: Oops, don’t come in 2020, but come in 2021!

As annoying as it is to put all the effort, time and money (large exhibitors are planning their drupa presence up to two years in advance!), We have to ask ourselves all the more:

Is it enough to simply transfer the concept for 2020 to 2021? — HARDLY LIKELY!

See the corona virus crisis as an opportunity

Catharsis comes after the crisis. We should use this unwanted ‘more time’ to pause and think. And radically question everything we do and whether it makes sense.

First of all, from my point of view it is important to determine and communicate:

What can we do to ensure that the print industry does not suffer any further damage or that we are all better off?

And: What do we actually want? What can we offer? What benefits can others acquire?

Everyone is talking about digital transformation. And prepare to learn, more or less voluntarily, how to get involved. But what effects does transformation have? What new marketing and communication measures are needed?

When things change abruptly, we tend to find an alternative. Hoping it could succeed. But that seems wrong to me. It is not about alternatives, caused by postponements.

MY POV: It’s about the whole. It’s about the existence of an industry. If you take the drupa organizers seriously, it is clear: Without drupa, no business. Now we don’t have a drupa in 2020. And maybe not in 2021 if the economic and negative effects are too serious.

So let’s talk together and think aloud.
I’m very happy and ready to do it!

 


Keine #drupa2020! Kein Geschäft? — Zeit für ein radikales Umdenken!

Dass die drupa 2020 nicht stattfinden wird, war eigentlich zu vermuten. Jetzt ist es Fakt!

Was bedeutet das?

Diese Woche war vermehrt Ausstellerwerbung für die drupa 2020 zu sehen. Tenor: Kommen Sie zu uns af unseren Stand XX in Halle YY. — Ist das eine Botschaft, die zieht? Und kann man das jetzt einfach umswitchen in: Hoppla, kommt nicht 2020, sondern kommt 2021!

So ärgerlich es ist, all den Aufwand, die Zeit und das Geld (große Aussteller planen ihren drupa-Auftritt bis zu zwei Jahre im Voraus!) In den Sand zu setzen, umso mehr müssen wir uns fragen:

Reicht es denn, einfach das Konzept für 2020 auf 2021 zu übertragen? — WOHL KAUM!

Die Coronavirus-Krise als Chance begreifen

Nach der Krise kommt die Katharsis. Wir sollten dieses ungewollte ‚Mehr an Zeit‘ zum Innehalten und Denken nutzen. Und radikal alles in Frage stellen, was wir tun und ob es sinnhaltig ist.

Zunächst ist es aus meiner Sicht wichtig zu bestimmen und zu kommunizieren:

Was können wir beitragen, damit der Print-Branche kein weiterer Schaden entsteht bzw. damit es uns allen besser geht?

Und: Was wollen wir eigentlich? Was können wir bieten? Welchen Nutzen können andere erwerben?

Alle reden doch von digitaler Transformation. Und schicken sich an, mehr oder weniger freiwillig, zu lernen, wie man sich darauf einlässt. Doch welche Auswirkungen hat Transformation? Welche neuen Marketing- und Kommunikation-Maßnahmen braucht es?

Wenn Dinge sich abrupt ändern, neigen wir dazu, eine Alternative zu finden. In der Hoffnung, es könnte Erfolg bringen. Doch das scheint mir falsch. Es geht nicht um Alternativen, herovrgerufen durch Terminverschiebungen und ähnliches. Es geht ums Ganze!

Nimmt man die drupa-Veranstalter ernst, so ist klar: Ohne drupa, kein Geschäft. Nun haben wir keine drupa im Jahr 2020. Und vielleicht auch nicht in 2021, wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen und Negativeffekt zu gravierend sind.

Lasst uns also gemeinsam reden und laut Nachdenken.
Ich bin gerne dazu bereit!

 


 

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By Andreas Weber | German version below

 

The #drupa2020 is guaranteed not to be a no-brainer. The market dynamics are weakening enormously. The spreading coronavirus confusion drastically limits the freedom of action.

How do you cope with these difficult, volatile times? Actually only on the basis of the insight not to rely on the fact that what was originally planned can also take place in this way.

To me it is crucial to survival:

  • Flexibility in thinking and acting.
  • Agility to be able to react immediately and appropriately to unforeseen events.
  • Networking competence and partnerships with real knowledge workers.

And how should that work from a standing start? And right now, 100 days before drupa, in the usually hectic preparation time, when the focus is on the completion of products and presentations?

Everyone is self-responsible for flexibility and agility. Networking can be learned quickly, especially if you find the right partners. And bravely break new ground.

Traditionally, trade magazines (for PR / advertisements) and direct marketing campaigns have always been the safe bet to address visitors and encourage them to visit their booth at drupa. But that is neither flexible nor agile. And certainly not to be timed properly when things change abruptly.

So what to do?

There is still uncertainty as to whether the #drupa2020 can take place and if so, what we all hope for, whether visitors from all over the world can arrive as usual.

I see two main options on an ad hoc basis:

  1. Connect to smart infotainment at the trade fair, as offered by Deborah Corn with her #Printerverse activities in the area of ​​the drupa DNA-Arena in Hall 7.0.
    AND
  2. Use high-quality, innovative communication offers, implemented by the excellently staffed, experienced and smart #INKISH team headed by Morten B. Reitoft — before, during and after drupa2020. INKISH even has a Plan B in case the fair is actually canceled or postponed. — See my story: We all love INKISH.

Why is there no alternative to breaking new ground?

Either way: All exhibitors have to be prepared for the fact that not all potential customers / buyers can be reached through drupa alone. Networking creates impact and is sustainable. And since no exhibitor can do this on its own, partners are needed.

If there are any questions, I can be contacted at any time, preferably via LinkedIn.

 


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#Sonntagsgedanken: Wie man aus der #drupa2020 das Beste rausholt!

Von Andreas Weber

Die #drupa2020 wird garantiert kein ‚No-Brainer’. Die Marktdynamik schwächelt enorm. Die um sich greifende Coronavirus-Konfusion schränkt die Aktionsfreiheit drastisch ein.

Wie meistert man diese schwierigen, volatilen Zeiten? Eigentlich nur auf Basis der Einsicht, sich nicht darauf zu verlassen, dass das, was ursprünglich geplant ist, auch so stattfinden kann.

Überlebenswichtig erscheint mir:

  1. Flexibilität im Denken und Handeln.
  2. Agilität, um auf unvorhergesehenes sofort und adäquat reagieren zu können.
  3. Networking-Kompetenz und Partnerschaften mit echten Wissensarbeitern.

Und wie soll das gehen, so aus dem Stand heraus? Und gerade jetzt, 100 Tage vor der drupa, in der meist hektischen Vorbereitungszeit, wenn der Fokus auf Fertigstellung von Produkten und Präsentationen liegt?

Für Flexibilität und Agilität ist jeder selbst verantwortlich. Networking kann man rasch lernen, vor allem, wenn man die richtigen Partner findet. Und mutig neue Wege beschreiten.

Klassischerweise waren Fachmagazine (PR/Anzeigen) und Direkt-Marketing-Kampagnen stets die sichere Bank, um Besucher anzusprechen und zum Standbesuch auf der drupa zu bewegen. Doch das ist weder flexibel noch agil. Und schon gar nicht zeitlich zu schaffen, wenn Dinge sich abrupt ändern.

Was also tun?

Noch herrscht Ungewissheit, ob die #drupa2020 stattfinden kann und wenn ja, was wir alle hoffen, ob wie gewohnt aus aller Welt Besucher anreisen können.

Ich sehe ad hoc zwei probate Möglichkeiten:

  1. Sich auf der Messe in smartes Infotainment einklinken, wie das Deborah Corn mit ihren #Printerverse-Aktivtäten im Umfeld der drupa DNA-Arena in Halle 7.0 bietet.
    UND
  2. Fachlich hochwertige, innovative Kommunikations-Angebote nutzen, umgesetzt durch das exzellent besetzte, erfahrene und Interview-freudige #INKISH-Team von Morten B. Reitoft – vor, während und nach der drupa2020. INKISH hält dabei sogar noch einen Plan B bereit, falls tatsächlich die Messe ausfallen oder verschoben werden sollte.

Warum ist es alternativlos, neue Wege zu gehen?

So oder so: Alle Aussteller müssen sich darauf einstellen, dass alleine über die drupa nicht mehr alle potentiellen Kunden/Käufer erreicht werden können. Sich zu vernetzen schafft Wirkung und ist nachhaltig. Und da dies kein Aussteller aus sich heraus schaffen kann, braucht man Partner.

Falls Fragen bestehen, ich bin jederzeit ansprechbar, am besten via LinkedIn.

 


 

INKISH Team Meeting Koppenhagen 17022020.png

By Andreas Weber

 


I think this is why we all LOVE inkish (…) key to our success is to ensure the passion for our industry continues through strong leadership and I know you share my views on this! 😀Mark Hinder via LinkedIn Febr. 29, 2020


 

WOW, what a great statement by Morten B. Reitoft focussing the current challenges of the printing industry: ”However it’s time to create a change. Good leaders can create a demand and the needed change — too many accept a decreasing market without challenging that a major part of the down curve comes from lower prices less than decreasing demand ! I challenge that!“

Admittedly, #drupa2020 as the leading global trade fair for the print industry, like all of us, faces maximum challenges. So do we have to pull our heads down? Or stay silent and hope that everything will be done by itself soon? Hardly likely! In this respect, Morten’s thoughts and commitment are important. important for survival!

Because: Valuable communication about print as the basis of success has never been as important to all of us as it is right now and in the near future. If we take stock, it becomes clear that the classic ways in which we design communication — predominantly through push activities, i.e. sender-driven – hardly have any effect. Especially since the content is technically tailored to the needs of the sender. What we need are relevant messages and content that are based on the real market situation and even more on the needs of the individual.

 

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The INKISH concept for #drupa2020 therefore seems unbeatable to me: using the highest level of expertise of a powerful, international and interdisciplinary team, it builds a bridge between innovations, fresh ideas, constructive criticism, comments, reviews and specific needs. And with the help of real-time communication at the highest level!

The core questions are the following, which affect print shops around the world and their suppliers equally:

  • Is your business model flexible enough to adapt to the winds of change?
  • How can you benefit from state-of-the-art communication methodologies in a proper way?

The evaluation factors are characterized by three crucial keywords:

#measurable   

#noticeable   

#enriching

 


#Inglorious INKISH Team

INKISH Team Meeting in Kopenhagen: Richard Askam, Andreas Weber, Henrik Klem Lassen, Patrick Weltz, Ulf Sunnberg, Tobias G. Nielsen, Chris Jordan, Pat McGrew, Ziga Kovac, Jan Majnik


 

What makes INKISH so special and valuable?

I am sure there is a common sense:  crucial for success at #drupa2020 is the best global conversation you can get — in advance, during and after the trade show.

Therefore it’s possible become part of the unique INKISH Team Approach. And I am very proud of being part of it!

MY POV: Our #INGLORIOUSINKISHTEAM with an extraordinary expertise is able to cover #drupa2020 like never before: 55+ hrs. live broadcasting, showcasing 150+ exhibitors. The best: Anybody could subscribe to INKISH for free to use it and love it.

At least, I am also sure that our approach and USP could be your benefit. Some crucial information and key success factors:

  • INKISH is based on two innovative platforms: INKISH.TV and INKISH.News, which combine all assets of an avant-garde communication world in the digital age
  • quality leadership by INKISH through state-of-the-art conversation management (multilingual, multiperspectival, multimedial)
  • broadest spectrum in interactive storytelling, driven by an international expert team, covering all the relevant drupa topics
  • combining real-time video reporting with a massiv Social Media support; we have by fare the strongest impact on Social Media in the whole industry combined with the most profound experience
    • 100k+ direct contacts to top level experts and executives in 160+ countries around the globe via LinkedIn, Twitter, YouTube, Facebook, Instagram, XING
    • based on the results of drupa 2016 we expect during drupa 2020 more than 10m impressions preliminary via Twitter and LinkedIn
  • we are able addressing and interacting with almost all drupa visitors, exhibitors and mediators in real-time.
  • Last but not least: sustainability at its best! INKISH.News provides a dynamic online platform for collaborative publishing which will be joined with INKISH.TV delivering the best-in-class drupa archive.

 


Do you want to experience more?

Get in touch with Henrik Klem Lassen, INKISH’s smart Business Development Manager


 

Cool samples via LinkedIn

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https://www.linkedin.com/posts/reitoft_drupa2020-printingindustry-activity-6638518941918470146-dfbk

 

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https://www.linkedin.com/posts/reitoft_drupa2020-activity-6639106714526334976-SFq-

 


 

INKISH Logo

Be more huma by Reebok

Photo: Reebok Shoes | Freak Show Be More Human.

By Andreas Weber

Appreciate. Again you hit the point, dear Morten B. Reitoft, when you tell us: ”Marketing People Sucks – Get NEW ones NOW!“

Given the fact that digital transformation is dramatically changing the way companies are run, there is no doubt that this will have an impact on marketing.

Another important aspect is that the print business mainly consists of marketing services. So if you don’t understand marketing, you don’t understand your customers and their business.

The blogger and marketing thought leader Mark Schaefer from the USA, author of the must-read book MARKETING REBELLION, recently noticed that hardly any marketing professionals are being sought. He sees the development of marketing automation driven by algorithms rolling inexorably on us.

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I myself asked a few years ago: Throw out the so-called marketing professionals! Especially those who still have old school thinking and see marketing as a permanent sales pitch. I rarely got so much encouragement, especially from print shop entrepreneurs. But also from their suppliers.

 


From my point of view, what has changed is that a new briefing has clearly arisen: the focus is no longer on brand experience, but on customer experience and benefits.


 

My advice then as now is: Use Smart Communication as a driver of corporate success. Let people with the best understanding of communication move to the front row.

Because the Brand Experience Principle no longer applies. Customer sensitivities and expectations can best be met with an individually-tailored Smart Communication architecture, which should be designed with a customer experience focus.

 


If the Smart Communication strategy, which is so successful for i. e. for Apple, is structured in a systemic way, adapted to your company, and precisely understood in detail, the essence of Smart Communication, you will be able to respond extremely quickly to individual customer needs. There is no other choice! ‘Communication first’ thus goes hand in hand with ‘Customer benefits first.’


At least

Think different! Put your current branding and customer experience strategies to the test and discuss your findings with others.

Rethink and critically assess the values of your company’s current communication approach and processes.

 


 

Morten Reitoft

Morten B. Reitoft, Founder and CEO of INKISH. Photo: Andreas Weber

 

By Andreas Weber

 


It is quite rare in the print industry to have constructive discussions on social media. Morten B. Reitoft shows that it can be done differently. His provocative POV on INKISH.News inspired by my current interview regarding the resignation of Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer at Heidelberger Druckmaschinen AG, sparked a global debate. And that’s exactly what we need. Bravo!

Some stats for the very first 24h shows the importance:

  • a couple of thousands of readers for the full stories
  • more than 10k viewers plus many hundreds of interactions in real-tme on LinkedIn
  • around three dozend qualified comments which will be the bases for further sories

Here are excerpts from the current discussion on LinkedIn.


 

You should read the latest INKISH.News post by Morten B. Reitoft. It’s very valuable. It’s about: What if Heidelberg went out of business?

Morten actually posted on LinkedIn: “When almost the entire board has stepped down, a new board will most likely have to take an in-depth look into the strategy, and a new board rarely decides to adopt the previous board’s strategy without alterations. So it is not just about implementation – it is about developing a strategy that can be implemented and show it’s strength.” And attached a Link to his full story.

 


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Here is my comment. Pls. feel free to comment on your own.

 

Appreciate your POV, dear Morten. And hopefully its a real wake-up call 🙂

Some input from my side:

  1. The board was downsized with a view to the future, not replaced.
  2. The strategy is and has been approved by the Supervisory Board and its new chairman, a profound expert in corporate strategy, and is fully supported.
  3. The CEO and CFO must now implement the strategy, supported by a newly established executive committee with solid experience in business operations. The motto: execute!
  4. Subscription fully relates to offset printing. This is not about a new sales model, but about digital business model design options that help customers to focus on an improved go-to-market in partnership. Heidelberg takes on the risk and takes over the complete technology, supply and service management to increase the value and profit of the print shop — all based on IoT / Big Data, AI and automation.
  5. It is doubtful that subscription customers go bankrupt because business management is highly transparent and verifiable in real time. It could hardly be better.
  6. The target is of course to establish a new eco-system for print shops. That is why Heidelberg has purchased Crispy Mountain, puts its IT on cloud solutions and in the future relies on AI.
  7. You are right: Ink-Jet Printing is a main topic for the future. Heidelberg’s clear statement is that they generally rely on partnerships in digital printing. And Heidelberg has a lot of catching up to do here.
  8. I wouldn’t say that Heidelberg marketing is poor. Right now it’s different. Talk to the people at Heidelberg Digital Unit, headed by Sonja Mechling. They are amazing. But of course there is still a lot to do…
  9. At least: You are right, we need a new communication approach. Therefor it’s great to see how INKISH makes progress. Heidelberg and others could and should learn from.
  10. The real problem at Heidelberg is: Too high costs for factories in Wiesloch/Germany that are too large. This results in drastic measures that everyone wants to avoid. And this is associated with a cultural change, since you don’t have to stay a mechanical engineer but become a digital solution provider for print in the digital age.

PS: The market capitalization of Heidelberg went down (currently <200 m €). So the company is totally undervalued. — Sounds cynical, but could become a real scenario: Maybe HP or Xerox or even Koenig & Bauer or who ever will achieve Heidelberg (in the worst case to shut it down). Who knows?


 

A lot of others commented as well. This is great and exactly what we need to push things forward in the print industry!

 


 

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Future Key Visual.001

Thoughts by Andreas Weber

 

#drupa2020 ante portas: Is it enough to focus on the future, inevitably through a lot of promises or even speculation?

The fact is: tomorrow is determined by yesterday. But what about today?

Most struggle with the present, the here and now. — An essential aspect for me. And the explanation why we have to experience the greatest reluctance to invest ever in the #print industry.

#Rethink #StrategiesforToday #ThinkPaper #Confidence

 


 

#drupa2020 ante portas: Reicht es, die Zukunft in den Fokus zu stellen, zwangsläufig durch viele Versprechen oder gar Spekulationen?

Fakt ist: Das Morgen wird durch das Gestern bestimmt. Doch was ist mit dem Heute?

Die meisten hadern mit der Gegenwart, dem Hier und Jetzt. — Für mich ein wesentlicher Aspekt. Und die Erklärung, warum wir in der #Print-Branche die wohl größte Investitionszurückhaltung aller Zeiten verzeichnen müssen.

#Umdenken #StrategienFürsHeute #ThinkPaper #Zuversicht

 


 

 

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Von Andreas Weber, Head of Value | English version via INKISH.News

 


Selbst mehr als eine Dekade nach dem Aufkommen von Social Media und den damit verbundenen dramatischen Veränderungen in der Kommunikation tut sich insbesondere die Print-Branche schwer mit der neuen, digitalen Art, Geschäftskommunikation per Social Media zu betreiben, um das Go-to-Market zeitgemäß und nachhaltig erfolgreich zu gestalten.

 


 

Für die #drupa2020 als globale Leitmesse einer Branche, die global pro Jahr rund 1.000 Milliarden Euro umsetzt, wird es wichtiger denn je, vor, während und nach der Messe wirkungsvoll zu kommunizieren und zu interagieren. Das gilt für alle: Messeveranstalter, Aussteller, Besucher und vor allem für Fachmedien.

Keine Frage: Es ist zwingend, einen eigenen Weg zu finden, um Kunden und Interessenten medial direkt anzusprechen. Und es gibt auch sinnvolle Möglichkeiten. Nur: Es werden teils wirre Thesen vertreten und kolportiert.

Viele folgen dem Prinzip ‚Gewollt, aber nicht gekonnt‘. Gerade auch Print-Fachmedien, die ihre Print-Titel mit Websites ergänzt haben, seit Jahren an Lesern, Reichweite und damit Bedeutung verlieren, und sich daher mit dem gewohnten Redaktionskonzept hilfesuchend auf Social Media stürzen, um auch dort die gleichen Inhalte zu publizieren.

Ähnlich tun es viele Unternehmen, die ihre Pressemitteilungen unverändert an Fachmedien senden, auf ihren Websites selbst publizieren und auf Plattformen wie Twitter, Facebook, XING oder LinkedIn teasern. Dass dies nicht wirken kann, ist evident: die meisten schaffen keinen nennenswerten Response, ihre Botschaften verpuffen.

Richtig oder Falsch? — Einige Tipps

Falsch: Social Media bietet viele Kanäle.

Richtig: Social Media ist ein Überbegriff für zahlreiche spezifische, auf Interaktion ausgerichtete Plattformen der digitalen Kommunikation. Plattformen für Bilder (z.B. Instagram), für Videos (z.B. YouTube oder auch Facebook), für Kurznachrichten (allen voran Twitter), fürs Geschichten erzählen (Blogs via WordPress, Medium u.a.), für Spaß und Unterhaltung (TikTok), für Podcasts (v.a. iTunes)  für persönliches Netzwerken (z. B. WhatsApp, Messenger, WeChat) und für B2B-Kommunikation (v.a. LinkedIn). Und last but not least: für kollaboratives Publizieren von Fachinhalten (z.B. für Print durch INKISH.TV und INKISH.News).

Falsch: Social Media lebt von vielen kurzen Meldungen, die gepusht werden, um möglichst viel Reichweite aufzubauen.

Richtig: Jede Art von Inhalt kann individuell, höchst spezifisch und multimedial genutzt werden, um Interaktionen zu erzeugen und Dialoge herzustellen. Fast wie bei einem persönlichen Gespräch.

Falsch: Social Media führt zur Informationsüberflutung.

Richtig: Wer per Social Media lernt, die richtigen Plattformen für seine Absichten auszuwählen, seine „Botschaften“ spezifisch gestaltet, inkl. dem Feedback-Management und der passenden Verschlagwortung, und sich bestens vernetzt, wird nicht Opfer von (sinnloser) Information, sondern deren Gestalter. Nebeneffekt: Kosten entstehen dabei kaum. Und sich kurz zu fassen, auf den Punkt zu kommen, um für sich und seine Inhalte Sympathie zu schaffen, ist ein riesiges Plus!

Falsch: Social Media ist oberflächlich und kurzlebig — Inhalte erleiden das Schicksal von Eintagsfliegen.

Richtig: Die wichtigsten Inhalte, ob beruflich oder privat, finden sich heute und morgen auf Social Media-Plattformen, sind messbar, werden grossteils von Google dauerhaft indiziert und sind stets auffindbar. Zudem ist die Interaktionsbereitschaft der Nutzer maximal hoch, da die Plattformen einfach zu bedienen sind, man sich nicht mit Anwendungstechniken, Updates etc. beschäftigen muss, sondern voll und ganz auf Inhalte fokussieren kann.

Lichtblick

Social Media hat sich bei Innovatoren und Start-ups im Print bereits erfolgreich etabliert. Smarte Anbieter von Fotobuch-Applikationen sowie Spezialanwendungen bei Textil- oder Tapetendruck, Mass Customization, Postkarten, Postern etc. begründen ihr Geschäftsmodell auf Social-Media-Plattformen. Die meisten tun dies für mobile Kommunikation via Smartphone und Tablet.

Zudem lassen sich Social Media-Inhalte und -Aktivitäten in Multichannel-Szenarien einbinden, was allerdings bei Druckereien wie auch bei ihren Lieferanten kaum richtig bewertet bzw. eingesetzt wird. Wie sonst könnte man darauf kommen, Social Media als Erweiterung von überkommenem Direktmarketing und damit als neuen Push-Kanal zur Informationsvervielfältigung dessen zu nutzen?

Fazit

Das Wesentliche ist aus meiner Sicht, auf Dialoge/Konversationen und Interaktionen zu setzen, sowie die Befindlichkeit der Einzelnen auf den unterschiedlichen Plattformen zu evaluieren und darauf einzugehen, was problemlos funktioniert, da Social Media erlaubt, Marktforschung in Echtzeit zu betreiben.

Damit könnte der neuen Maßgabe gedient werden, die das Digitalzeitalter zwingend macht: Nicht was ich kundtun will, ist relevant, sondern das, was ich lernen kann durchs Zuhören, Diskutieren, Durchdenken, Bewerten usw., um daraus kundenorientierte, maßgeschneiderte Angebote zu gestalten.

Ratschläge

  • Position überdenken — Perspektive wechseln!
  • Fundamental-Irrtümer unterlassen.
  • Sich persönlich durch aktive Social-Media-Arbeit kundig machen, um einen klaren Fokus zu finden.
  • Das Wesen moderner Kommunikation im Digitalzeitalter verinnerlichen: „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt stellen und stringent verfolgen, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren.
  • Nicht mehr den falschen Propheten folgen, sondern lieber eigene Wissensnetzwerke aufbauen.
  • Angesichts der Tatsache, dass sich im Zuge der Transformation der Print-Branche die bereits enorm große Komplexität noch steigert, z. B. durch Themen wie Künstliche Intelligenz, IoT, Subskritions-Modelle, Blockchain etc., sind kontinuierliche Konversationen in Netzwerken und auf Plattformen zwingend.

Wer das tut, wird schnell angenehm überrascht sein und wandelt sich im besten Fall zum exzellent vernetzten Wissensarbeiter!

Addendum

Ich selbst nutze Social Media von der ersten Stunde an. Und habe einen systematischen Ansatz entwickelt, die für mich relevanten Plattformen zu identifizieren und erfolgreich zu nutzen. Mit meinen Blogs erreiche ich über 150k Profis aus fast 160 Ländern, bin per LinkedIn mit fast 23k Entscheidern direkt im Kontakt, ergänzt durch zusammengefasst rund 10k weitere per LinkedIn, Twitter, Facebook, XING. Zahlose spannende Kontakte und Projekte konnten so generiert werden. 

Gerne gebe ich Interessierten weitere Tipps und Hilfestellung.

 


 

Hinweis

Für Innovationsinteressierte empehle ich die Lektüre von #hotspotsubscription, meinem neuen Fach-Blog zu digitaler Transformation durch neue Geschäftsmodelle via #subscription. Der Blog kann kostenfrei subskribiert werden!

 

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ISS Druckwerkstatt 2020.001

Fotos: Andreas Weber

 

„Die Kunst des Druckens vom Stein — auch chemischer Druck oder Lithographie genannt — ist die Königsdisziplin der künstlerischen Drucktechniken und ein wichtiges Weltkulturerbe. Dies nun didaktisch anschaulich und hochattraktiv in einer Druckwerkstatt in Offenbach am Main öffentlich zugänglich zu machen, ist ein echter Meilenstein.“ — Andreas Weber, Mitglied im Vorstand der Internationalen Senefelder-Stiftung, Offenbach am Main

 


 

Der Magistrat der Stadt Offenbach hat in seiner jüngsten Sitzung die Einrichtung einer Druckwerkstatt im Bernardbau beschlossen. Mit Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung soll das Haus der Stadtgeschichte gemeinsam mit dem Klingspor Museum bis Ende 2020 die Idee einer Druckwerkstatt im Erdgeschoss des Bernardbaus verwirklichen. Hierfür stehen rund 164 Quadratmeter Fläche der früheren EVO-Kundenberatung im ehemaligen Bürgerbüro der Stadt an der Herrnstraße zur Verfügung. Die beiden Museen sollen die öffentlich zugängliche Werkstatt in Zusammenarbeit mit der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS) betreiben.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke freut sich sehr über den Beschluss des Magistrats: „Offenbach hat eine bedeutende Druckgeschichte. Die können wir nun endlich besser für unsere Kultur und für unsere Stadt sichtbar machen. Das ist Werbung für Offenbach im besten Sinne.“

Offenbach als Inkubator

Der Steindruck, der knapp anderthalb Jahrhunderte als eine der wichtigsten Drucktechniken weltweit galt, war ab 1800 erstmals in Offenbach kommerziell genutzt worden. Im Offsetdruck wirkte das Verfahren bis zur Gegenwart nach, künstlerisch ist der Steindruck noch immer sehr bedeutend. Die Innovationsstadt Offenbach ist nach München, wo das Verfahren durch Alois Senefelder erfunden worden war, wichtigster Ort und Wiege dieser Technik. Dies beruht auch auf der berühmten Tatsache, dass die Witwe von Wolfgang Amadeus Mozart dem Offenbacher Musikhaus André damals den Notennachlass ihres Mannes verkaufte. Dessen Kompositionen wurden in der Folgezeit lithografisch vervielfältigt und verbreitet. Auf diesen Weg erlangte Mozart posthum und maßgeblich durch Offenbacher Unterstützung Berühmtheit.

Offenbach ist bis heute stolz auf diese Geschichte und darauf, ein bedeutender Standort der Druckindustrie zu sein. Tausende Offenbacherinnen und Offenbacher arbeiteten früher bei Mabeg, Roland oder „beim Faber“ (so auch ein Urgroßvater des Oberbürgermeisters), wie die Druckmaschinenfabrik Faber & Schleicher im Volksmund hieß. Nach Jahrzehnten als Weltmarktführer gemeinsam mit Heidelberger Druck ist manroland sheetfed nach zahlreichen Schrumpfungen bis heute der fünftgrößte Druckmaschinenhersteller der Welt. Die Gießerei zählt zu den letzten großen originären Industrieproduktionsstätten in der Stadt.

Im Zuge der Bedeutung Offenbachs als Druck- und Lithografiestandort wurde auch die Buch- und Schriftkunst erheblich befördert. Mit dem Klingspor Museum ist Offenbach bis heute Heimat des einzigen Schriftkunstmuseums in Deutschland. Neben der Weltfirma manroland sheetfed ist im Kontext der Druckgeschichte auch die kaum weniger bekannte historische Schriftgießerei Gebr. Klingspor zu beachten. Klingspor sorgte zwischen 1900 und 1934 (dem Todesjahr Rudolf Kochs) für eine so nur in Offenbach bezeugte Vitalisierung des Schriftschaffens im unmittelbaren Schulterschluss zur bildenden Kunst. Der Hausdruckerei verdanken sich jene exquisiten Schriftproben, in denen die Tragweite der Schriften von Otto Eckmann und Peter Behrens zum Ausdruck gebracht ist. Bis heute inspirieren diese herausragenden Drucksachen Fachleute und Interessierte weltweit zum Besuch des Klingspor Museums.

„Nimmt man hinzu, dass heute diese Schriftproben durch das neu begründete Klingspor-Institut für Schriftgestaltung digitalisiert werden und die Druckwerkstatt der Hochschule für Gestaltung ebenso aktiv ist wie es der neuen Druckwerkstatt noch bevorsteht, wird die ungebrochene Wirkkraft der Geschichte Offenbachs in diesem Themenfeld umso offenkundiger evident“, sagt Dr. Stefan Soltek, der Leiter des Klingspor Museums.

 


Impressionen zur Darbietung der Druckkunst vom Stein im Haus der Statdgeschicht zu Offenbach. Fotos: Andreas Weber

 


 

Übergreifende Gemeinschaftsinitiative führte zum Ziel

„Offenbach wird nun einmal mehr mit wenig Geld viel bewegen, und damit die Profilierung als Stadt der Druckkultur schärfen“, so Schwenke weiter. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal Offenbachs, das ich nutzen will. Für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Gäste erwarte ich von der neuen Werkstatt interessante Angebote für alle Altersklassen.“

Neben der Ausstellung historischer Druckmaschinen soll vor allem die museumspädagogische Arbeit an und mit diesen Maschinen im Vordergrund stehen. Die Maschinen stammen aus einer 2015 erfolgten Schenkung der Bestände des Vereins „Grafische Werkstatt für Technik und Kunst Offenbach am Main e. V.“ an die Stadt. Grundlage des geplanten Angebots ist das Konzeptpapier „Offenbach am Main. Eine Stadt der Druckkultur“, welches der Leiter des Klingspor Museums, Dr. Stefan Soltek, im Sommer 2019 im Namen des Forums Kultur vorgelegt hatte. Es stieß auf großen Zuspruch seitens der Politik und der Internationalen Senefelder-Stiftung.

Die Kosten für die Einrichtung der Druckwerkstatt belaufen sich auf einmalig rund 62.410 Euro. Dieses Geld steht für Laborbecken und Installation, Werkstatteinrichtung, Werkzeuge, Werkstattmöbel, Werkstattleitungsbüro, Transporte und Dienstleistungen zur Verfügung. Das Geld stammt aus übrig gebliebenen Haushaltsmitteln des Jahres 2019. Die jährlichen Betriebskosten werden auf 10.000 Euro beziffert – die Hälfte dieser Ausgaben soll durch Einnahmen aus Eintrittsgeldern für die Werkstatt refinanziert werden. Weiterhin ist eine halbe Stelle als Werkstattleitung vorgesehen. Die Aufwendungen für diese Person betragen jährlich rund 24.000 Euro und sind im städtischen Stellenplan ab 2021 eingeplant. Für das Jahr 2020 übernimmt die Dr. Marschner-Stiftung die anfallenden Personalkosten.

Die Werkstattleitung wird in Zusammenarbeit mit den Museen und der Internationalen Senefelder-Stiftung ein Programm konzipieren. Schwenke dankt sowohl der ISS als auch der Dr. Marschner-Stiftung für ihre Unterstützung: „Diese Zusammenarbeit beweist einmal mehr, dass wir in Offenbach trotz begrenzter Ressourcen mit vereinten Kräften einiges auf die Beine stellen können und wir auf diese Weise unsere Stadt immer auch ein Stück lebens- und liebenswerter machen.“

 


 

Veranstaltungstipp

Wer nicht bis zum Jahresende 2020 warten will, hat am 15. März 2020 die Gelegenheit, mit der Kunst des Druckens vom Stein hautnah in Berührung zu kommen. Gemeinsam mit dem BBK veranstaltet die Internationale Senefelder-Stiftung am 15. März 2020, dem Tag der Druckkunst, an verschiedenen Standorten in Offenbach am Main künstlerische Vorführungen. Weitere Informationen

 

ISS about us 2019 Update.002

 


 

#ThinkPaper Digital Transition 11-2019.001

Photo: Nice Branding Agency, Nashiville, USA

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

 

In the run-up to drupa 2020, the technology group Ricoh has raised an interesting question in the context of its inkjet printing activities: “How do experts rate the status of the ‘offset to digital transition’ happening in the production print arena? – Below my assessment. Comments welcome!

To be honest: I know Ricoh’s inkjet printing developments right from the start, and I was very impressed with Ricoh’s progress with its flagship product VC70000 at the Hunkeler Innovation Days 2019. My conversation with Ricoh Europe’s Business Innovation and Solutions Director Erwin Busselot showed that image quality and productivity has made a quantum leap and meets the most up-to-date requirements.

At the same time, aspects of the optimal utilization of such a high-end system by commercial printers were revealed; and whether there are currently and in the near future a sufficient number of PSP’s that have the necessary huge amounts of data easily available and then process them accordingly. Specially for variable data printing, which is far from mainstream in the classical production environment, but absolutely necessary to mark an effective unique position, respectively, to guarantee the profitability and future viability of the printing company.

Which brings us to the core issue, when we think about the offset-to-digital transition: A) Which printing technique is the future? And according to B): How are sustainably successful print productions of the next decades designed to successfully meet the requirements of the digital age?

Here are my assessments and comments:

A) Which printing technology process does the future belong to?

“Old World”

  • Offset printing as well as flexographic printing as a process are clearly specified, well-proven and, at the latest since drupa 2016 in the course of Industry 4.0 solutions through digitization and automation of all process steps capable of highly productive and effective editions of any kind. Autonomous Printing has brought the classic printing world the leadership in industrial on-demand printing for runs of 250 and less, as shown above all in Online Printing, but also in classic commercial printing.
  • Accordingly, the increase in productivity, measurable by the Overall Equipment Effectiveness OEE, has increased exponentially in classical printing. Several thousands of printers have already succeeded in evolving from production printing to industrial production. The increase in print volume in offset and flexo printing, which can now be achieved, exceeds the page volume of digitally printed print jobs by far.
  • This is made possible by standardization, scalability and automation in offset printing; This is accompanied by new business models that are based on Big Data / Industry 4.0 / Real-time Management a. s. o. As well as allowing new, highly innovative financing options such as subscriptions, in which technology is no longer bought, the printing company pays for its use – with a constant increase in OEE. 

 


Example of productivity growth through Autonomous Offset Printing at Elle Media Group, UK, via LinkedIn:

Some stats from November 2019 which will see another 7 million plus impressions month [by a single offset printing system]:

Year on year 22% sales growth

2 mins 58 average makeready

1.96m impressions in 167 hrs

150k in 10 hrs

10.8k average operating sheets per hr

Source: Anthony Thirlby via LinkedIn 


 

“New world”

  • Digital printing is not a term that, like offset printing, characterizes a specific technology, but is an auxiliary term for a large number of different printing techniques, which are based on countless specific areas of applications. Accordingly, the development effort is enormously high, as well as the effort for commissioning, services, go-to-market, etc.
  • However, it is quite clear that inkjet printing has taken the lead in digital printing both qualitatively and effectively. In fact, the latest generation of inkjet printing systems created new applications (for example in packaging printing) and are replacing less offset printing systems than existing toner-based digital printing systems. Note: The digital revolution in print eats its children.
  • The fact is in most cases that the use of digital printing systems does not meet the requirement of industrial production; many installed systems are used virtually stand-alone, with their own proprietary digital front-ends and specific processes.
  • To make matters worse: The vision of success in digital printing is based on wrong assumptions and has a long tradition! Most notably, in spring 2004, market research agency CAP Ventures (later acquired by InfoTrends) publicly announced at the On Demand Congress in New York City that in the near future, one-third of the worldwide offset page volume could be substituted by digital printing in black and white and color. A fatal mistake! Until drupa 2016, it was significantly less than 5 percent of the world’s print volumes that were printed digitally. As a result, a lot of money was wasted and unnecessary effort generated.

Conclusion: Digitization has captured all print technologies in equal measure. “Classic” printing processes have long gone through the digital transition and today, as in the next 10 years, they are indispensable in order to manufacture the majority of printed products around the world in the required huge quantities in a customer-oriented manner.

However, digital printing can gain ground through industrially usable inkjet printing technologies. Provided inkjet printing becomes part of the Industry 4.0 evolution of industrial printers, who are dedicated to the world of Autonomous Printing and are able to operate all printing techniques that are useful to them in terms of collaboration and coherence.

 

Exciting: In the agency scene, as with the example of the Nice Branding Agency, people actively engage with print. But less from a technology perspective, but from the benefit perspective.


 

B): How are sustainably successful print productions of the next decades designed to successfully meet the demands of the digital age?

Technology on its own cannot guarantee the success, but the benefit for the communication of the clients of print productions. In order to increase the benefits, the strengths of print must be exhausted and presented in the best possible way.

At the same time, print benefits from convergence. In terms of digital printing applications, variable data is the measure of all things when it can be used wisely for contemporary multichannel communication scenarios. This also makes a clear differentiator to offset and flexo printing applications visible.

By the way: In Germany, the “CREATURA” initiative of the f:mp Fachverband Medienproduktion has created a standard work in book form that scientifically demonstrates what print in the digital age can do and how quality printed matter works (see my review on “The Power of Print”).

On the other hand, the expert network #Think!Paper has compiled a collection of information through short analyzes of some of the world’s leading experts, which can be viewed in the ValueBlog. (See: #ValueCheck: Print has a future! But the industry is facing a radical renewal!).

It turns out that the term “print” contains all the key terms that represent the value system and the benefits of print:

P = Personal

R = Relevant

I =  Iconic

N = Never-ending

T = Trustful

There’s nothing more you can say or know. Right?

 

ThinkPaper Wortbild PRINT

 


 

About

As a knowledge worker and advisor, Andreas Weber accompanies communication with the media — characterized by a preference for print innovations in the digital age.

To date, he has realized more than 550 innovation / transformation projects, held various teaching assignments (including the School of Visual Arts / NYC, University of Liechtenstein, RheinMain University of Applied Sciences) and held lectures in more than 30 countries.

His blog valuetrendradar.com (ISSN certified) inspires decision makers from more than 160 countries. Since the summer of 2019, his new blog “#HotspotSubscription – The Renewal of Print” has received worldwide attention from innovation experts.

https://valuetrendradar.com
https://hotspot-subscription.blog

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#ThinkPaper Digital Transition 11-2019.001

Foto: Nice Branding Agency

 

Von Andreas Weber, Head of Value  | English Version

 

Im Vorfeld der drupa 2020 hat der Technologie-Konzern Ricoh im Rahmen seiner Inkjet-Printing-Aktivitäten eine interessante Fragestellung aufgeworfen: „Wie schätzen Experten den Stand bei der ‚Offset to digital transition‘ im professionellen Print ein?“ — Nachfolgend meine Einschätzung. Kommentare willkommen!

Vorweg: Ich kenne Ricoh’s Inkjet-Printing-Entwicklungen von Anfang an und war bei den Hunkeler Innovation Days 2019 sehr beeindruckt von Ricoh’s Fortschritten durch das Flaggschiff-Produkt VC70000. Meine Konversation mit Ricoh Europe’s Business Innovations and Solutions Director Erwin Busselot ergab, dass die Image Quality und Productivity quasi einen Quantensprung vollzogen hat und modernsten Anforderungen entspricht.

Zugleich ergab sich der Aspekte der optimalen Auslastung eines solchen High-End-Systems durch ‚Commercial Printers‘; und ob es derzeit und in naher Zukunft eine ausreichende Anzahl an PSP’s gibt, die über die erforderlichen riesigen Datenmengen problemlos verfügen und diese dann entsprechend verarbeiten können. Und das v. a. für den variablen Datendruck, der im klassischen Produktionsumfeld noch längst nicht Mainstream ist, aber absolut notwendig wird, um eine wirkungsvolle Alleinstellung zu markieren, respektive die Profitabilität und Zukunftsfähigkeit der Druckerei zu garantieren. 

Womit wir beim Kernthema angelangt sind, wenn wir uns Gedanken über die Offset-to-Digital-Transition machen: A) Welchem Drucktechnik-Verfahren gehört die Zukunft? Und entsprechend B): Wie gestalten sich nachhaltig erfolgreiche Print-Produktionen der nächsten Jahrzehnte, um die Anforderungen im Digitalzeitalter erfolgreich zu meistern?

Hier meine Einschätzungen und Anmerkungen:

A) Welchem Drucktechnik-Verfahren gehört die Zukunft?

„Alte Welt“

  • Offsetdruck wie auch Flexodruck als Verfahren sind klar spezifiziert, bestens erprobt und spätestens seit der drupa 2016 im Zuge von Industry 4.0-Lösungen durch Digitalisierung und Automatisierung sämtlicher Prozessschritte in der Lage, Auflagen jeder Art höchst produktiv und Effektiv zu gestalten. Autonomes Drucken hat hier der klassischen Druckwelt die Führung im industriellen On-Demand-Druck auch für Auflagen von 250 und weniger gebracht, wie sich vor allem im Online Printing, aber auch im klassischen Commercial Printing zeigt.
  • Durch die On-Demand-Befähigung bei kleinen Offsetdruck-Auflagen sind auch Versionierungen möglich und rechnen sich für Druckereien und deren Kunden.
  • Entsprechend ist der Produktivitätszuwachs, messbar durch die Overall Equipment Effectiveness OEE, im klassischen Druck exponential gestiegen. Einige Tausende Druckereien ist es bereits gelungen, sich vom Production Printing zur industriellen Produktionsweise weiterzuentwickeln. Allein der Zuwachs beim Printvolume im Offset- und Flexodruck, der nunmehr erzielt werden kann, übersteigt in Summe das Seitenvolumen der digital gedruckten Printjobs bei weitem.
  • Möglich wird dies durch Standardisierung, Skalierbarkeit und Automatisierung v.a. im Offsetdruck; damit einher gehen neue Geschäftsmodelle, die sich an Big Data/Industry 4.0/Realtime-Management u. a. m. orientieren sowie neue, hochinnovative Finanzierungsmöglichkeiten wie Subskription erlauben, bei denen nicht mehr Technik gekauft wird, sondern der Druckereiunternehmer für die Nutzung bezahlt — bei konstanter Steigerung der OEE.

 


Beispiel des Produktivitätszuwachs durch Autonomes Drucken im Offsetdruck bei Elle Media Group, UK.

Some stats from November 2019 which will see another 7 million plus impressions month [by a single offset printing system]:

Year on year 22% sales growth
2 mins 58 average makeready
1.96m impressions in 167 hrs
150k in 10 hrs
10.8k average operating sheets per hr

Quelle: Anthony Thirlby via LinkedIn


 

„Neue Welt“

  • Der Digitaldruck ist kein Begriff, der wie Offsetdruck eine spezifische Verfahrenstechnik kennzeichnet, sondern ist ein Hilfsbegriff für eine Vielzahl verschiedenster Drucktechniken, die sich an unzähligen spezifischen Anwendungsbereichen orientieren. Entsprechend ist der Entwicklungsaufwand enorm hoch, ebenso wie der Aufwand für die Inbetriebnahme, Services, Go-to-Market etc.
  • Ganz klar ist aber: Inkjet-Printing hat im Digitaldruck qualitativ wie auch effektiv die Führung übernommen. Derzeit werden durch Inkjet-Printing-Systeme der neuesten Generation aber neue Anwendungen möglich (z.B. im Verpackungsdruck) und weniger Offsetdruck-Systeme abgelöst als bestehende Tonerdruck-basierte Digitaldrucksysteme. Sprich: Die digitale Revolution im Druck frisst ihre Kinder.
  • Tatsache ist aber auch: Die überwiegende im Markt praktizierte Nutzung von Digitaldruck-Systemen erfüllt nicht die Anforderung einer industriellen Produktion; viele installierte Systeme werden quasi Stand-alone eingesetzt, mit eigenen, proprietären Digital Frontends und spezifischen Prozessen und erreichen einen unterdurchschnittlichen OEE.
  • Erschwerend kommt hinzu: Vieles im sog. Digitaldruck basiert auf falschen Annahmen. Am gravierendsten: im Frühjahr 2004 hatte die Marktforschungsagentur CAP Ventures (später durch InfoTrends übernommen) auf dem On Demand-Congress in New York City publikumswirksam prognostiziert, in naher Zukunft könne ein Drittel der weltweiten Offsetdruck-Seitenvolumen durch Digitaldruck in Schwarzweiss und Farbe substituiert werden. Ein fataler Irrtum! Bis zur drupa 2016 waren es deutlich weniger als 5 Prozent der weltweiten Druckvolumina, die digital gedruckt wurden. Dadurch wurde viel Geld verschwendet und unnötig Aufwand erzeugt.

Fazit: Die Digitalisierung hat gleichermaßen alle Print-Technologien erfasst.

„Klassische“ Druckverfahren haben längst die ‚Digital Transition‘ durchlaufen und sind heute wie auch in den nächsten 10 Jahren unabdingbar, um den Grossteil der Druckprodukte rund um den Globus in den geforderten riesigen Mengen kundengerecht herzustellen.

Digitaldruck kann aber durch industriell nutzbare Inkjet-Druck-Technologien an Boden gewinnen. Vorausgesetzt, Inkjet-Printing wird Teil der Industry 4.0-Evolution bei industriell ausgerichteten Druckereien, die die Klaviatur des Autonomen Druckers beherrschen und souverän alle für sie nützlichen Drucktechniken vernetzt und im Sinne der Kollaboration und Kohärenz einsetzen.

 


Spannend: In der Agenturszene setzt man sich, wie hier am Beispiel Nice Branding Agency, aktiv mit Print auseinander. Aber weniger aus Technik-Sicht, sondern aus der Nutzen-Perspektive.

 


 

B): Wie gestalten sich nachhaltig erfolgreiche Print-Produktionen der nächsten Jahrzehnte, um die Anforderungen im Digitalzeitalter erfolgreich zu meistern?

Den Takt gibt nicht das technisch Machbare vor, sondern der Nutzen für die Kommunikation der Auftraggeber von Print-Produktionen. Um den Nutzen zu erhöhen, müssen die Stärken von Print ausgeschöpft und bestens dargestellt sein.

Zugleich profitiert Print durch die Konvergenz. Bezogen auf Digitaldruck-Anwendungen sind variable Daten das Maß aller Dinge, wenn sie klug für zeitgemäße Multichannel-Kommunikations-Szenarien genutzt werden können. Damit ist auch ein klares Unterscheidungsmerkmal zu Offset- und Flexodruck-Anwendungen sichtbar.

Übrigens: In Deutschland wurde durch die Initiative „Creatura“ des f:mp Fachverband Medienproduktion ein Standardwerk in Buchform geschaffen, dass wissenschaftlich fundiert aufzeigt, was Print im Digitalzeitalter leisten kann und wie Qualitäts-Drucksachen wirken (siehe meine Besprechung zu „The Power of Print“).

Zum anderen hat das Expertennetzwerk #Think!Paper durch Kurzanalysen weltweit führender Experten eine Informationssammlung zusammengestellt, die im ValueBlog einsehbar ist. (Siehe: #ValueCheck: Print has a future! But the industry is facing a radical renewal! https://valuetrendradar.com/2019/07/24/valuecheck-print-has-a-future-but-the-industry-is-facing-a-radical-renewal/ ).

Es zeigt sich, dass im Wortbild „Print“ alle Schlüsselbegriffe stecken, die das Wertesystem und den Nutzen von Print darstellen:

P = Personal

R = Relevant

I = Iconic

N = Never-Ending

T = Trustful

Mehr bracht man nicht zu sagen oder wissen. Richtig?

 

ThinkPaper Wortbild PRINT

 


 

Zum Autor

Andreas Weber  begleitet als Wissensarbeiter/Advisor die Kommunikation mit Medien — geprägt durch eine Vorliebe für Print-Innovationen im Digitalzeitalter.

Bis dato hat er über 550 Innovations-/Transformations-Projekten realisiert, diverse Lehraufträge wahrgenommen (u.a an der School of Visual Arts/NYC, Hochschule Liechtenstein, Hochschule RheinMain) und Vorträge in über 30 Ländern gehalten.

Sein Blog valuetrendradar.com (ISSN-zertifiziert) inspiriert Entscheider aus mehr als 160 Ländern. Seit Sommer 2019 findet auch sein neuer Blog „#HotspotSubscription — The Renewal of Print“ bei Innovationsexperten weltweit Beachtung.

https://valuetrendradar.com
https://hotspot-subscription.blog

 

Andreas Weber Selfie mit Studie

Exzellent in Aufmachung und Inhalt: Andreas Weber präsentiert sein persönliches Expemplar (Nummer 168) der The-Power-of-Print-Metaanalyse. Foto: Andreas Weber

Dr Ulrich Hermann un-plugged subscription.001

By Andreas Weber, Head of Value

What is right, what is wrong? While many of us still struggling with the ever-present innovation dilemma, the current discussion in the print industry laments about price wars, margin erosion and technical issues (for example, is digital printing better than offset printing, or is the future in online print?).

If you look closely and look over the edge, it becomes clear what really matters: key for success are new economic systems for new business strategies and business model architectures that provide entrepreneurial freedom and enable connection to the digital age and Industry 4.0.

On the sidelines of the international media event on #subscription at Klampfer Druck in Graz, Austria, I was able to interview Dr. Ulrich Hermann in a short but substantial ‘un-plugged’ video. The Member of the Management Board and Chief Digital Officer at Heidelberger Druckmaschinen AG is driving forward the digital transformation, not only at Heidelberg, but also in the customer market.

Alluding to a current printers association study, which shows that the majority of printers are overwhelmed with the topic of digitization and Industry 4.0, I wanted to know if and how to solve the ‚Industry 4.0‘ dilemma at printing companies.

 

Info tip

The ValueTrendRadar subsidiary publication #hotspotsubscription – The Renewal of Print ‘is waiting with exciting news about digital transformation in the team with subscription solutions.

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German Version

Was ist richtig, was ist falsch? Während viele mit dem wohl schon immer vorhandenen Innovations-Dilemma hadern, wird aktuelle in der Print-Branche v. a. über Preiskämpfe, Margenverfall und technische Fragen lamentiert (z.B. ist der Digitaldruck besser als der Offsetdruck? Oder: Liegt die Zukunft im Online Print?).

Schaut man genau hin und blickt üben den Tellerrand, so zeigt es sich, worauf es wirklich ankommt: Neue ökonomische Systeme für neue Geschäftsstrategien und Geschäftsmodell-Architekturen, die unternehmerischen Freiraum bringen und den Anschluss ans Digitalzeitalter und Industrie 4.0 ermöglichen.

Am Rande des internationalen Media-Events bei Klampfer Druck in Graz, Österreich, zum Thema #Subscription konnte ich ‚un-plugged‘ ein kurzes, aber gehaltvolles Video-Interview mit Dr. Ulrich Hermann führen. Der Vorstand und Chief Digital Officer bei Heidelberger Druckmaschinen AG treibt die digitale Transformation voran, nicht nur bei Heidelberg, sondern auch im Markt bei den Kunden.

In Anspielung an eine aktuelle Verbands-Studie, die aufzeigt, dass die Mehrzahl der Druckereien mit dem Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 überfordert ist, wollte ich wissen, ob und wie man das Industrie 4.0 Dilemma bei Druckereien lösen kann.

Info-Tipp

Die ValueTrendRadar-Tochterpublikation ‚#hotspotsubscription — The Renewal of Print’ wartet mit  spannenden Neuigkeiten rund um Digitale Transformation im Team mit Subskriptions-Lösungen.

 

ThinkPaper Wortbild PRINT

 

 

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Valy Wahl (links), Kurator Andreas Koridass und Renate Ott im Dialog mit dem Publikum.

Von Andreas Weber

Eine fulminante  Ausstellungseröffnung im Rahmen eines Gottesdientes? Das hat es bis dato nur selten gegeben — und schon gar nicht so herausragend inszeniert und alle Teilnehmer nachhaltig inspiriert. Wir Dabeigewesenen sehen jetzt Kunst ganz anders, eingebunden in unseren Alltag, unser Innerstes und das schöpferische Miteinander.

Für mich daher Anlass, einen Bericht der besonderen Art zu erstellen. Ohne viele Worte. Mit ganz vielen Bildern und Video-Impressionen. Anknüpfend an die Vorankündigung hier im Blog.

Ich bin erfüllt mit übergroßem, herzlichen Dank an alle Beteiligten: Valy Wahl mit ihren malerischen Bildwesen, Renate Ott mit ihren Skulpturen; Pfarrerin Sabine Feucht-Münch für ihre herausragende Predigt und Einführung in die Ausstellung; Andreas Koridass für seine engagierte Kurator-Tätigkeit; dem Gospelchor ‚Sound connection‘ unter Leitung von Markus Brückner für seine mitreissenden Darbietungen. Und dem Publikum, der gemeinde für ihr hohes Interesse. — Summa summarum: ZWISCHEN hat den Blick für Menschlichkeit, Kultur, Glaube, Liebe, Hoffnung und vieles mehr erweitert. Gut so!


 

Valy Wahl hatte ad hoc, am Vorabend, weil sie nicht schlafen konnte, eine kurze, zündende und ergreifende Ansprache vorbereitet. Hier neben dem Video der Wortlaut.

„Ich lebe zwischen Wld und Wein.

Also zwischen dem wunderbaren, leider so kranken Wald der Pfalz und der fast gesunden Steppe Rheinhessens.

Zwischen Wald und Wein entstehen Bildwesen — Valy.

Zwischen dem Laub und den Baumstämmen der Buche flutet das Licht, das die Augen erfrischt.

Zwischen den Händen rieselt der rote Sand wie Zimt.

Die Farbe ROT begleitet mich von Kaiserslautern bis Mainz (Rote Teufel des 1. FCK bis zu Mainz 05…)

Jedoch zwischen dem Grün, mit seinen Tiefen des Waldes und dem Grün, mit seinen Höhen der sonnigen Weinstöcke, reifen Früchte der imaginären Kunst.

Zwischen Renate und mir entstehen mit und durch unsere unterschiedlichen Werke gedankliche Gemeinsamkeiten.

Das macht stark!


 

Kurzvideos

‘Chor-Probe’ (1)

 

‘Chor-Probe’ (2)

 

Einführung in die Ausstellung durch Pfarrerin Sabine Feucht-Münch

 


 

Bildimpressionen

 

 


 

#drupa2020

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Note / supplement

The first publication of this article in September 2019 produced a worldwide response. Mostly my assessment was shared. Above all, it was discussed how and if technology fairs can serve to strengthen or even improve the situation of printing companies and to develop future potential. The result: Yes, this succeeds if the focus is not only on exhibitor needs, but places the interests and the situation of the visitors in the center.

The situation in the print market is characterized above all by technology and innovative capability. And here’s my latest analysis revealing something amazing (see: # drupa2020 ante portas: The Renewal of Print). No wonder, then, when you have to be concerned because appearance and reality drift apart.

Incidentally, one critic commented that drupa should not be talked down otherwise it would be a pity for the print industry as a whole. Well, am I doing that? To identify problems/challenges and express concerns is not bad, but important to get better and better. Isn’t it?

 


 

It will be my 11th drupa since 1977, which I will visit in June 2020. First as a ‘normal’ trade visitor, then in the record number of visitors in 1990 as an exhibitor, later as a journalist and in recent years as an analyst and blogger. — Clearly, things are changing. While machines and devices used to be the focus of attention, today solutions, concepts, perspectives and application options are the key.


 

The rush of manufacturers as exhibitors is unbroken. Trade fair director Sabine Geldermann proudly speaks of a sold-out #drupa2020, including the new exhibition hall 1. In 1951, drupa started its successful run when the former Heidelberg boss Dr. Sternberg had rented the whole hall 1.

However, the development in the number of visitors fills me with great concern.

Of course, the advancing automation and the path towards Industry 4.0 bring about rationalization effects that enable personnel savings.

But: For a long time, it has not been possible to inspire new target groups for the drupa to a significant extent — people who have to deal with modern marketing and communication topics on a broad front. They should focus on print, but do it less and less. Why is that? What’s wrong with communication?

 

drupa Stats aus Wikipedia

Source: Wikipedia (german edition)

 

Honestly, as long as I can witness it, it has never been so calm in the run up to a drupa. This can not only be attributed to the organizers and partners. The trade press, formerly a guarantor of success, is only a shadow of itself (apart from a few exceptions!), hardly find enough readers and supporters anymore. Outstanding events, such as the Print & Digital Convention initiated by the German association f:mp Fachverband Medienproduktioner e.V., have developed well. But in May 2019 with 1,200 visitors are lean compared to the simultaneous digital events such as OMR in Hamburg with over 50,000 visitors or the re:publica convention in Berlin with 20,000 visitors.

Why is the industry not acting broadly, concertedly and publicly for its concerns and, above all, its right to exist? And takes a clear position on what and how things have changed in the digital age.

There is still some time left. But something must happen very quickly. Otherwise it means (again): “Operation succeeded, patient dead.” And to find an inglorious end like the CeBIT, that is the drupa and the print industry not to be desired.

 


As far as I can, I like to help and offer a number of opportunities to get involved. So the expert network #Think!Paper, supported by Mondi, GT Trendhouse 42 and Jubels; or even with the new blog “HotspotSubscription”, which has occupied as a theme “Renewal of Print”, and thus from the stand for high attention, especially outside the industry. The Digital Printing Forum, founded by myself and partners, is still active as an industry initiative and has over 1,200 group members via XING. Last but not least: my blog ValueTrendRadar.com as a compendium for communication with print has found over 120,000 readers from almost 160 countries in the world since #drupa2012.


There are many possibilities. You just have to grab it. In that sense, I am still optimistic.

And what about you? Share your thoughts and let’s start a good conversation.

 


 

ThinkPaper Wortbild PRINT

#drupa2020.png

Von Andreas Weber, Head of Value |  English Version

Hinweis zur Ergänzung

Die Erstveröffentlichung dieses Beitrags im September 2019 rief ein weltweites Echo hervor. Überwiegend wurde meine Einschätzung geteilt. Diskutiert wurde vor allem, wie und ob Technik-Messen dazu dienen können, die Situation von Druckereien zu stärken oder gar zu verbessern und Zukunftspotenziale zu entfalten. Das Ergebnis: Ja, das gelingt, wenn der Fokus nicht nur auf Ausstellerbedürfnissen liegt, sondern die Interessen und die Lage der Besucher in den Mittelpunkt rückt.

Die Lage im Print-Markt wird vor allem durch die Technik und Innovationsfähigkeit geprägt. Und hier brachte meine jüngste Analyse Erstaunliches zu Tage (siehe: #drupa2020 ante portas: The Renewal of Print). Kein Wunder also, wenn man Bedenken haben muss, da Anschein und Wirklichkeit auseinander driften. 

Übrigens: Ein Kritiker merkte an, man solle die drupa nicht schlechtreden, sonst schade man der Printbranche insgesamt. Nun denn, tue ich das? Probleme aufzeigen und Sorgen zu äußern ist m. E. nichts schlechtes, sondern wichtig, um stets besser zu werden. Oder?

 


 

 

Das Menetekel — „Operation gelungen, Patient tot.“

Es wird seit 1977 meine 11. drupa sein, die ich im Juni 2020 besuchen werde. Zunächst als ‚normaler‘ Fachbesucher, dann im Besucherrekordjahr 1990 als Aussteller, später als Journalist und in den letzten Jahren als Analyst und Blogger. — Ganz klar ist, die Dinge wandeln sich. Standen früher Maschinen und Geräte im Fokus, sind es heute Lösungen, Konzepte, Perspektiven und Anwendungsmöglichkeiten.

Meine Presseakkreditierung


 

Der Andrang der Hersteller als Aussteller ist ungebrochen. Messe-Direktorin Sabine Geldermann spricht stolz von einer mit rund 1.800 Ausstellern aus 50 Nationen ausverkauften #drupa2020, inkl. neuer Messehalle 1. Hier hatte 1951 die drupa ihren Erfolgslauf gestartet, als der damalige Heidelberg-Chef Dr.  Sternberg die ganze Halle angemietet hatte.

Die Entwicklung bei den Besucherzahlen erfüllt mich aber mit großer Sorge. Klar, die fortschreitende Automatisierung und der Weg Richtung Industrie 4.0 bringen Rationalisierungseffekte mit sich, die Personaleinsparungen ermöglichen.

 

drupa Stats aus Wikipedia.png

Quelle: wikipedia

 

Aber: Seit langem ist es nicht gelungen, neue Zielgruppen für die drupa in nennenswertem Umfang zu begeistern: Menschen, die sich auf breiter Front mit modernen Marketing- und Kommunikationsthemen beschäftigen müssen. Und dabei Print im Fokus haben sollten, es aber immer weniger tun. Woran liegt das wohl? Was läuft in der Kommunikation schief?

Denn, ganz ehrlich, solange ich es miterleben kann, war es im Vorfeld einer drupa noch nie so ruhig. Das kann man nicht nur den Veranstalter und Organisatoren anlasten. Die Fachpresse, früher ein Erfolgsgarant, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen!), findet kaum noch Leser und Unterstützer. Herausragende Fachveranstaltungen, wie die vom f:mp Fachverband Medienproduktioner e.V. initiierte Print Digital Convention haben sich zwar gut entwickelt, sind aber zuletzt im Mai 2019 mit 1.200 Besuchern mager frequentiert gegenüber den zeitgleich stattfindenden Digital-Events wie OMR in Hamburg mit über 50.000 Besuchern oder der Berliner re:publica mit 20.000 Besuchern.


Warum setzt sich die Branche nicht breitenwirksam, konzertiert und öffentlich für ihr Anliegen und vor allem ihre Existenzberechtigung ein? Und bezieht klarer Position, was und wie sich die Dinge im Digitalzeitalter verändert haben.


 

Noch ist etwas Zeit. Aber ganz rasch muss etwas passieren. Sonst heisst es (wieder mal): „Operation gelungen, Patient tot.“ Und ein unrühmliches Ende zu finden wie die CeBIT, das ist der drupa und der Printbranche nicht zu wünschen.

 


Im Rahmen meiner Möglichkeiten helfe ich gerne und biete eine Reihe von Möglichkeiten sich hinzu bringen. So beim Expertennetzwerk #Think!Paper, das u.a. von Mondi, GT Trendhouse 42 und Jubels unterstützt wird; oder aber auch mit dem neuen Blog „HotspotSubscription“, der als Thema „Renewal of Print“ besetzt hat, und damit aus dem Stand heraus für hohe Aufmerksamkeit gerade auch ausserhalb der Branche sorgt. Das von mir und Partnern gegründete DigitaldruckForum ist als Brancheninitiative immer noch aktiv und hat via XING über 1.200 Gruppenmitglieder. Last but not least: Mein Blog ValueTrendRadar.com als Kompendium für Kommunikation mit Print hat seit der #drupa2012 über 120.000 Leser aus fast 160 Ländern der Welt gefunden.


Möglichkeiten gibt’s viele. Man muss sie nur ergreifen. In diesem Sinne bin ich weiter optimistisch.

Wie steht es bei Ihnen? Ich freue mich auf Ihre Meinung. Lassen Sie uns in einen aktiven und konstruktiven Dialog treten!

 

ThinkPaper Wortbild PRINT

 


 

Valy Renate IMG_6799

Valy Wahl (links) und Renate Ott im Mainzer Eisenturm. Foto: Andreas Weber

 

Von Andreas Weber, Frankfurt am Main

Twilight Zone ist der Name einer herausragenden Kult-Sendung des US-TV. Die Anthologie-Fernsehserie der 1950er- und 1960er-Jahre mit Mystery- und Science-Fiction-Elementen sowie damals innovativem und wegweisendem Konzept, ist bis heute unerreicht. — Verblüffend: Der Künstler, der als Bühnenbildner visuell Regie führte, ist bis heute nicht bekannt. Ein Mysterium im doppelten Sinn. — Daran anknüpfend, aber das Thema auf eine andere Ebene transformierend, gelingt mit der Ausstellung „ZWISCHEN“ am 8. September 2019 in Mainz-Hechtsheim.

Die Künstlerinnen Valy Wahl und Renate Ott inszenieren ein Thema im besonderen Ambiente (dem Gemeindehaus der Evangelischen Kirche auf der Frankenhöhe in Mainz-Hechtsheim), um auf ihre Weise mit dem Publikum in den Dialog treten zu können. Dieser kann still, meditativ, kontemplativ oder auch diskussionsfreudig geführt werden.

Kurator Andreas Koridass merkt dazu an: „Wenn man zwei so renommierte Mainzer Künstlerinnen, wie Renate Ott und Valy Wahl, in einer Ausstellung zusammen bringen will und Arbeiten mit ihnen dafür auswählt, kann man nicht anders, als ein Thema zu setzen.

„ZWISCHEN“

Nicht zwischen zwei Stühlen und nicht zwischen den Fronten, aber zwischen zwei Positionen!

Eine Bildhauerin und eine Malerin zeigen ihr Können für uns in dieser Präsentation. Wir, die Betrachter, die Besucher können mit der Vorgabe des Titels nun hin und her springen und uns von Zwei- auf Drei-Dimensionalität, von bemalter Leinwand auf ein „starkes“ Material wie Bronze oder Beton konzentrieren.

Das bringt uns in eine Position – nicht „ZWISCHEN“, sondern jeweils vor den Arbeiten, die wir beurteilen und interpretieren.

Aber was uns besser gefällt und welche Arbeit uns mehr gibt – da müssen wir uns vielleicht doch wieder zwischen den Bildern und Plastiken entscheiden.“

 


01-Zwischen Einladung.png

Infobox

Ausstellung mit Malerei (Valy Wahl) und Plastik (Renate Ott)

Besonderheit: Zuvor ab 11 Uhr Gottesdienst für Jung und Alt und „Alle dazwischen“ (die Kinderkirche findet parallel statt) zum 22. Jahrestag der Einweihung des evangelischen Gemeindehauses Frankenhöhe.

12.30 Uhr Ausstellungseröffnung

Die Veranstaltungen werden vom Gospelchor „Sound connection“ begleitet.

Öffnungszeiten: di. 17–19 h, mi. 10–12 h, so. 12–13 h und nach telefonischer Vereinbarung bis 22. September 2019

Evangelische Kirchengemeinde Hechtsheim · Bodenheimer Straße 58 · 55129 Mainz

Telefon: 06131 50 46 59

Email: pfrin.feucht-muench@ekg-hechtsheim.de


 

Intermezzo: Einsichten

Valy Wahl und Renate Ott kennen und schätzen sich seit langem. Es ist daher nicht ihre erste gemeinsame Ausstellung, wie Kunstkenner und -liebhaber in Rhein-Main wissen. Umso spannender, was uns nun dargeboten wird. Valy Wahl, die ihre Werke „Bildwesen“ nennt, kommentiert dies in ihrer wunderbar-einzigartigen Weise wie folgt.

„ZWISCHEN“ So wie: Zwischen den Stühlen. Zwischen Leben und Tod. Wir befinden uns zwischen Leben und Tod.

Ideen und Gedanken dazu liegen zwischen unseren Werken von Renate und mir. Ich hoffe es entsteht eine Kommunikation zwischen unseren Werken und Ihnen als Betrachter.

Der Ort der Kirche verbindet oder vermittelt zwischen Werk und Künstler und zwischen Werk und Betrachter.

Zwischen Menschen gibt es im Moment leider bedauernswerterweise genug Mauern und Grenzen und dazwischen ist Elend und Leid.

Das Wort „zwischen“ ist gleichermaßen positiv wie negativ besetzt. Jedoch zwischen mir und meinen Werken entwickelt sich beim Machen sehr viel Kreativität, die Manches vergessen lassen und deshalb auch Freude und Glück initiiert.

Die Hoffnung ist, dass diese Freude auch auf sie als Betrachter überspringt.

Was passiert zwischen mir, dem Werk, bzw. den Materialien (Papier als glattem Malgrund!) und zwischen der weißen Fläche und dem Farbauftrag und seinen entstehenden Formen? Da entsteht ein unaufhaltsamer Prozess der Gestaltung, zwischen Experiment und Gestalt.

Zwischen den Gefühlen des Unbewussten und dem leitenden Bewussten, entwickelt sich eine Kommunikation zwischen dem Nichts und der bildenden Wertigkeit.

Oft wird wild bewegt zwischen Entscheidung und Verwerfen spontan gehandelt. Ich möchte zwischen den inneren Welten und den äußerlichen Empfindlichkeiten spazieren gehen.

So entstehen Beziehungen zwischen konkreter Form und feinsinniger Struktur. Der Augenblick des Lichts transportiert die Idee.

Zwischen Emotion und Bewusstsein findet eine Balance statt, die entscheidende Bedeutung für die Wertigkeit des künstlerischen Schaffens hat. Das macht den Sinn eines Werkes aus.

Soweit Valy Wahl.

 


 

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Renate Ott äußert sich auf vier kurze Fragen, die ich ihr stellte wie folgt, fasst naturwissenschaftlich präzise und schnörkelos, aber aus tiefsten Herzen:

Lieber Andreas,

es freut mich sehr, dass Du für uns beide in Sachen „Ausstellung Hechtsheim“ so aktiv werden willst. Gerne will ich Dir die 4 Fragen so gut ich kann beantworten.

Wie haben wir uns kennen gelernt?

Auf drei Ebenen:

  • durch den Kunstverein Eisenturm
  • durch regelmäßigen Besuch von Vernissagen
  • durch eine gemeinsame Ausstellung im Atelier Layenhof bei den Offenen Ateliers.

Gemeinsames Ziel dieser Zusammenarbeit?

  • Intensivierung der eigenen Arbeit (stärkere Konturen, klarere Strukturen) durch Gegenüberstellung: Synergie-Effekt
  • Anstöße für eine intensivere Auseinandersetzung mit den jeweiligen Kunstwerken des anderen bis zur kritischen Konfrontation
  • Auswirkung auf den Betrachter: Vergleichen oder in Beziehung setzen verschiedener Kunstarten (Malerei .-.Plastik) – Verschiedene Vorgehensweisen auf den Inhalt des Kunstwerkes

Was ist meine Arbeit, worauf kommt es mir an?

Das Werk muss echt und authentisch sein (nicht nachgemacht). Es muss eine Aussage haben, die aber nicht mit der Wahrnehmung des Betrachters übereinstimmen muss. Form und Inhalt / Technik und Essenz müssen einander ergänzen und während des Schaffen zum Ausgleich gebracht werden (Wenn dabei am Ende etwas anderes herauskommt als am Anfang als Idee stand, ist das in Or