Advertisements
ValueCheck Key Visuals Novermber 2018.001.jpeg

Meilenstein für Print: Festliche Eröffnung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann des neuen Innovationszentrum von Heidelberger Druckmaschinen. Echtzeit-Prints dürfen nicht fehlen.—  Foto: Heidelberg

Von Andreas Weber, Head of Value

Ob Fluch oder Segen — ‚Digitale Transformation‘ gestaltet sich in jedem Fall hochkomplex, erscheint abstrakt und ist für die meisten schwer fassbar. Aber ab jetzt ist das anders: Der Print-Technik-Primus Heidelberger Druckmaschinen AG hat in der ehemaligen Produktionshalle 10 auf dem Werksgelände in Wiesloch sein neues  ‚Innovationszentrum‘ (kurz: IVZ) als Ideenschmiede Plattform für Innovation und Transformation eingerichtet, das sich organisch wie eine kleine Stadt strukturiert und auf Kommunikation, Interaktion und Kreativität ausgelegt ist. Damit wird in bisher nicht dagelegener Dimension anschaulich, wie Transformation im Digitalzeitalter funktionieren muss: arbeitsteilig-kooperativ, kreativ-forschend, erfinderisch, vernetzt, transparent und nutzbringend für alle — Heidelberg, seine Kunden und Partner.

 


Make Germany Great Again! 

Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen schickt sich am Standort Wiesloch an, mit seinem neuen Innovationszentrum #IVZ als globale Ideenschmiede und interaktives Kompetenzzentrum für Print-Innovation und -Transformation der wichtigste Impulsgeber und Garant für die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sein. Damit kann Deutschland seine Innovationsführerschaft im Print weiter ausbauen. — Andreas Weber


 

Feierliche Eröffnung durch Winfried Kretschmann

„Heidelberger Druckmaschinen AG übernimmt eine Vorbildfunktion für Fortschritt im Digitalzeitalter“, urteilt entsprechend Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Und führt weiter aus: „Mit seinem Innovationszentrum zeigt die Heidelberg, wie ein Unternehmen die Zeichen der Zeit zu seiner Zukunft machen kann.“

Heidelberg hat laut Kretschmann in seiner Unternehmensgeschichte stets traditionsreiche Ingenieurs-Kultur mit innovativen Technologien verbunden. Nicht zuletzt dieser Verzahnung sei es zu verdanken, dass in Wiesloch die weltweit modernste Forschungsstätte für die Druckindustrie eröffnen werden konnte.

Und Kretschmann führt weiter aus: „Gerade die Digitalisierung erfordert ganz neue Formen der Zusammenarbeit. Mit ihrem Innovationszentrum reagiert die Heidelberger Druckmaschinen AG auf die Herausforderungen des Transformationsprozesses, der gegenwärtig in allen Bereichen stattfindet.“ In Baden-Württemberg, wo Spitzentechnologie, Präzision und absolute Verlässlichkeit Teil der Geschichte und Kultur sind, hat laut Kretschmann Heidelberg mit seinem IVZ eine Leuchtturm-Funktion inne, um den Weg zu zeigen, wie der digitale Wandel gelingen kann. „Durch die konsequente Vernetzung von Arbeitsebenen setzt das IVZ neue Maßstäbe von Kommunikation und Agilität“, lautet das Resümee des Ministerpräsidenten.

 



 

 

#IVZ — eine Herzensangelegenheit mit strategisch weitreichender Bedeutung

„Die Stärke des deutschen Maschinenbaus wird weltweit hoch geschätzt und in diesem Bereich sind wir nach wie vor die Nummer eins“, stellt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, vor 200 geladenen Gästen bei der Eröffnungsfeier fest. „Mit unserer neuen Ideenschmiede wollen wir dafür sorgen, dass wir in Zukunft unsere Technologieführerschaft auch im Bereich der Digitalisierung der Printmedien-Industrie weiter ausbauen.“ 

Hundsdörfer hatte bei Amtsantritt im November 2016 das Innovationszentrum sogleich projektiert und zur Chefsache gemacht. Mit der Zielsetzung, den Innovations-orientierten Mitarbeitern eine neue Arbeitswelt zu bieten und den gesamten Entwicklungsprozess unter einem Dach und in direkter Nachbarschaft zur Produktion zusammenzufassen.

 



 

Mit dem neuen Innovationszentrum beginnt auch für die Mitarbeiter ein neues Zeitalter bei der Gestaltung ihrer Arbeitswelt“ so Hundsdörfer weiter. Modernste innovative Techniken kämen zum Einsatz, Teamarbeit und Kommunikation, Arbeiten an unterschiedlichen Orten und eine Kombination aus privatem Arbeitsplatz und Kommunikationszonen sollen für eine kreative, angenehme Atmosphäre sorgen. 

 


Infobox 

Global einzigartige Entwicklungsumgebung

Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle mit rund 500 Mitarbeitern in ein Innovationzentrum für über 1.000 Personen ist global einmalig. Auf insgesamt rund 40.000 m² Bruttofläche sind am Standort Wiesloch-Walldorf jetzt rund 26.000 m² modernste Bürofläche und ca. 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch entstanden. Die Bürofläche besteht aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, für die 43 Labore stehen allein ca. 3700 m² Fläche zur Verfügung. 


 
„Das neue Innovationszentrum ist eine auf Kommunikation und Transparenz beruhende Innovationsplattform und damit Schlüssel und Symbol für den kulturellen Wandel bei Heidelberg“, erläutert Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Technology.  

„Die Digitalisierung der grafischen Industrie schreitet rasant vorwärts und mit unserem strategischen Motto ‚Heidelberg goes Digital‘ treiben wir diesen Prozess aktiv voran. Unser neues Innovationzentrum spielt daher gleich mehrfach eine Schlüsselrolle in der Zukunftssicherung von Heidelberg und der Branche“, so  Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Digital Technology. 

Mit der einzigartigen Kompetenz seiner rund 1.000 hochqualifizierten Fachkräfte baue Heidelberg seine Technologieführerschaft weiter aus. Zudem könne die digitale Transformation in der ganzen Branche beschleunigt werden. Die Nähe des IVZ zur Produktion fördere gleichzeitig den agilen und bereichsübergreifenden Entwicklungsprozess. 

Plenz zieht als Fazit: „Das neue Innovationszentrum ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen.“

 



Entwicklungsprojekte treiben den digitalen Wandel der Branche voran

„Bei unseren Kunden dreht sich alles um das Thema Digitalisierung“, stellt Frank Kropp, Leiter Forschung & Entwicklung bei Heidelberg, fest. „Das gilt zunehmend für die Möglichkeiten, individuelle Digitaldruckanwendungen in den drei klassischen Bereichen Akzidenz-, Verpackungs- und Etikettendruck industriell und damit kostenoptimal zu produzieren.“ 

Vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung aller wertschöpfenden Prozesse gelte es, neue Geschäftsmodelle und eine höhere Gesamteffizienz für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Kropp: „In unserem Innovationszentrum entstehen die genau passenden Lösungen für diese Herausforderungen – eben getreu nach dem Motto ‚Open for Innovation‘.“

 



 

Maßgabe sei es, der Veränderungsdynamik in einer zunehmend digitalisierten Welt gerecht zu werden: „Daher setzt Heidelberg verstärkt auf agile Arbeitsmethoden, wie z. B. Scrum. So kann die Entwicklung schnell und flexibel auf zunehmende und wechselnde Anforderungen der digitalen Welt reagieren und neue Markterkenntnisse rechtzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen lassen. Produkte gelangen schneller zur Marktreife und können dann weiter in Zusammenarbeit mit Kunden auf spezifische Marktsegmente optimiert werden“, so Kropp weiter.

Zudem habe Heidelberg den Entwicklungsprozess auf Offenheit angelegt. So können Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und auch Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf in den Prozess integriert werden. Dies diene ebenfalls der Effizienz – im Hinblick auf die Kosten- und der Effektivität – im Hinblick auf den Kundennutzen.

Kropp zieht als Resümee: „Mit der Eröffnung des Innovationszentrums unter dem Motto ‚Open for Innovation‘ bricht also für uns eine neue, zukunftsweisende Ära an: Von der Idee und Patentierung über die Bildung eines digitalen Zwillings bis hin zur Qualifizierung von Einzelkomponenten und des Gesamtprodukts befindet sich der gesamte Entwicklungsprozess in dem Gebäude.“

 


This slideshow requires JavaScript.

Impressionen von der festlichen Eröffnung des IVZ am 13. Dezember 2018 im Beisein von über 200 exklusiv geladenen Gästen. Fotos. Heidelberg.


 

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit einzigartiger Branchenexpertise

Das neue IVZ ist die Zentrale eines europäischen Entwicklungsnetzwerks, das Heidelberg mit weiteren Standorten in Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen (Schweiz) betreibt. Die über 1.000 Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten im gesamten Netzwerk in den Bereichen Drucktechnologie, inklusive Druckvorstufe und Weiterverarbeitung, Steuerungen, Antriebssysteme und Software, inklusive Bedienoberflächen sowie Verbrauchsmaterialien mit Schwerpunkt in der Tintenentwicklung für den Digitaldruck. 

Weit über zwei Drittel von ihnen haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert. Sie verfügen neben dem klassischen Maschinenbau über Schlüsselkompetenzen in den Themen Digitalisierung und Bildverarbeitung, Elektronik- und Softwareentwicklung sowie Verfahrenstechnik und Chemie.

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Entwicklungsteams an der Digitalisierung aller Prozesse in Druckereien, dem sogenannten Smart Print Shop, und dem weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, wie z.B. ‚Heidelberg Subscription‘, bei denen Kunden verstärkt für den Nutzen, den ihnen ein System verschafft, bezahlen. Dabei kann die Entwicklung aus dem größten Datenschatz der Branche schöpfen, den Heidelberg seit über einem Jahrzehnt über die mit dem Unternehmen vernetzten Kundensysteme generiert.

 


This slideshow requires JavaScript.

Ansichten vom Innenleben des IVZ, das sich an der organischen Struktur einer kleiner Stadt orientiert und rund 1.000 Mitarbeitern neue Formen der Arbeit und Zusammenarbeit bietet, — Fotos: Heidelberg


 

Das Gebäudekonzept zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern bzw. die Teamarbeit so einfach wie möglich zu machen. So gibt es neben persönlichen Arbeitsplätzen nicht fest zugeordnete Büroumgebungen sowie aufgelockerte Sitzmöglichkeiten und sogar Arbeitsmöglichkeiten im Freien zur Förderung der Teamarbeit. Interaktive Monitore ermöglichen digitale Reviews. Ein Bistro und verschiedene Pausenzonen und Kaffeeküchen stehen sowohl den Mitarbeitern als auch Gästen zur Verfügung. Zugleich gibt es zahlreiche Rückzugszonen für ruhiges und ungestörtes Arbeiten.

 


 

20181213_5_Heidelberg_Innovation_Center_Hall_plan

Infobox

Key facts zum IVZ am Heidelberg-Standort Wiesloch

  • Modernstes Entwicklungszentrum der Branche nimmt am Standort Wiesloch-Walldorf den Betrieb auf
  • Industrieller Digitaldruck, Smart Print Shop und digitale Geschäftsmodelle im Fokus
  • Offener Entwicklungprozess passt sich dynamisch an Marktanforderungen an
  • Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf, Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen verfügt über einzigartige Branchenexpertise

Fakten und Zahlen: Forschung & Entwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf (Zentrale), Kiel, Ludwigsburg, Weiden, St. Gallen/ Schweiz

– Unternehmensweit 950 Entwickler in den Bereichen:

– Druckvorstufe, Druck und Druckweiterverarbeitung
– Drucktechnologie (Offset, Digital, Flexo)
– Steuerungen, Antriebssysteme, Bedienoberflächen, Workflow und Messsysteme
– Verbrauchsmaterialien (Tinten)

– 68 Prozent davon haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert

– Aufbau von Schlüsselqualifikationen bei:

  • Digitalisierung und Bildverarbeitung
  • Elektronik- und Softwareentwicklung
  • Verfahrenstechnik und Chemie
  • Maschinenbau (Schnittstellen Maschinensteuerung, numerische Simulation)

– 3.800 lebende Patente

– Verschiedene internationale Entwicklungskooperationen, z.B. mit Fujifilm

Kooperationen mit den wichtigsten Hochschulen und Universitäten der Branche

135 Millionen Euro Budget pro Jahr (ca. fünf Prozent vom Umsatz)

Informationen zum Heidelberg Innovationszentrum am Standort Wiesloch-Walldorf

  • Gesamtinvestitionssumme: rund 50 Millionen Euro
  • 1.020 Arbeitsplätze (Entwicklung und angrenzende Fachbereiche, z.B. Service)
  • 40.000 m² Bruttofläche mit Sozialräumen, Fluren, Mauern, Wege
    • 26.000 m² Bürofläche
    • 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch
  • Bürofläche: bestehend aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, 40 x 40 m,
    Höhe 3,5 m, komplett verglast
  • Hallenhöhe 11,5 m
  • 43 Labore mit ca. 3700 m² Fläche
    • Chemielabore: ca. 750 m² im Bereich Tinte und Inkjet
    • Elektronik-, Optik- und Reinraumlabore: ca:250 m²
    • Mechanik- und Elektroniklabore ca. 2700 m²
  • 7.105m² Fenster: 2.453m² Fassadenfenster + 4.423m² Oberlichter + 229m² Dachfenster
  • Erbaut gemäß Energiestandard KfW 70 und daher sehr gut isoliert
  • Jeder Arbeitsplatz mit 2 x 1GB Datenleitung erfordern insgesamt 80 km IT Verkabelung,
  • 750 kW peak Solaranlage auf dem Dach (Einspeisung in das eigene Netz)
  • Der Umzug der Mitarbeiter vom Standort Heidelberg nach Wiesloch-Walldorf mit 8.000 Kartons und 1.500 PCs benötigte 660 LKW-Fahrten

 

Key_Visual_Innovation_Center_IMAGE_RATIO_2_8.png

 


 

Advertisements

ValueCheck Shakespeare Irrtum Novermber 2018.001

Von Andreas Weber, Head of Value

#Think!Paper Edition 1, Volume 7

Auch mehr als eine Dekade nach dem Aufkommen von Social Media und den damit verbundenen dramatischen Veränderungen in der Kommunikation tut sich insbesondere die Print-Branche schwer mit der neuen Art, Geschäftskommunikation zu betreiben. — Aber: Moderne Zeiten profitieren von Rückbesinnungen. Und da kann ein Topos des Schriftstellers und Vordenkers William Shakespeare hilfreich sein: Im Drama Romeo und Julia spielt der Satz Es war die Nachtigall und nicht die Lerche eine wichtige Rolle. Shakespeare zielt dabei auf den Irrtum bzw. die Verwechslung ab. Und zeigt die fatalen Folgen auf.

Warum ist das wichtig? Nun, die Geschichte der Kommunikation und speziell von Print ist gespickt mit Irrtümern. Das ist gut so, wie der Frankfurter Hirnforscher Henning Beck betont. Denn: Irren ist nützlich. — Allerdings: Fundamental-Irrtümer sind schädlich. Und hier erreichen wir momentan einen heiklen Kulminationspunkt. Dem gehen wir mal auf die Spur!


Digitalisierung in Bayern IMG_2732

Ohne Worte! Und sicher kein Irrtum. Haha!


Fundamental-Irrtum 1: Plattformen werden als Kanäle gesehen

Die meisten reden von neuen oder digitalen Kanälen, gerade so, wie in der alten Welt von TV, Radio oder Zeitungen/Magazinen, die unisono mit Inhalten bespielt werden. Kanäle dienen dazu, unternehmensbezogene Informationen zu pushen und möglichst große Reichweite zu erzeugen.

Erfolgstreiber sind bei Social Media aber ausschließlich Service-orientierte Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, Youtube, XING und andere. Ihnen zur Seite stehen ausgefeilte System-Plattformen wie Amazon, Apple/iTunes oder eBay. Hier wird „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt gestellt werden, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren. Präzise, für Zielpersonen relevante Botschaften, gute Verschlagwortung und schnelles Feedback erzeugen fokussierte Aufmerksamkeit, Nachfragen und Transaktionen.

Fundamental-Irrtum 2: Meine Inhalte sind für alle(s) gut!

Druckereien wie auch ihre Lieferanten, die noch im Kanal-Denken behaftet sind, gießen ihre Inhalte unverändert über alles aus, was sich ihnen bietet. Es wird dabei zumeist über das informiert, was man tut und kann, aber nicht über das eigentlich wichtige, den Nutzen, der sich im B2B für die Kunden und deren Kunden ergibt, um zukunftssicher Drucksachen im Digitalzeitalter einsetzen zu können.

Hinzu kommt der fast schon hemmungslose Umgang mit Inhalten. Beispiel: All diese Testimonial-infizierten, teuer produzierten Stories und Videos, die zeigen, wie ein Druckmaschinen-kaufender Kunde in großer Bedrängnis war und fast den Zug der Zeit verpasst hätte. Nunmehr, Gott sei Dank, durch Lieferant XYZ die neusten, bahnbrechenden Innovation installieren konnte, um wieder auf der Höhe der Zeit zu sein. — Puh. Mal abgesehen davon, dass ich einer solchen Druckerei nicht zutraue, sich und die Zukunft im Griff zu haben, darf der Lieferant ein solches Video vielleicht noch in Verkaufsmeetings anderen Druckereien zeigen, aber keinesfalls durch YouTube, Facebook oder LinkedIn öffentlich mache, da es bei kundigen Auftraggebern die Druckerei blamiert.

Fundamental-Irrtum 3: Was als neuer Trend propagiert wird, ist längst ein alter Hut.

Man kann gar nicht wissen, was man nicht weiß! Oder? — Wer heute nicht über Social-Media-Plattformen bestens vernetzt ist und hochaktuell sein Wissen anreichert, wird kaum noch nachvollziehen können, was tatsächlich richtig und wichtig ist.

Ein aktuelles Beispiel mit dem Charme des „Gutgemeint ist das Gegenteil von gut!“: Das Print-Fachmagazin Swiss Print+Communication wartet in Ausgabe 10-2018 mit einer kessen Titelstory auf: „Social Media: ein Drucksachengenerator.“ Das ist im Prinzip zutreffend. Aber ohne Neuigkeitswert, da seit längerem bekannt, vor allem im Bereich des Fotodrucks für Postkarten, Poster, Wandtapeten etc. Oder des Bücherdrucks aus Wikipedia oder aus Facebook-/Instagram-Chroniken. (Siehe den Bericht zum Start-up Passbook aus dem Jahr 2016). 


This slideshow requires JavaScript.

Seiten aus der Titelgeschichte des Fachmagazins Swiss Print+Communication, Ausgabe 10-2018.


Zweifellos, das hat den Digitaldruck in der Social Media-Welt äußerst attraktiv gemacht, da man per Mouseclick oder Fingertip sogar per Smartphone oder Tablet seine eigenen / ausgewählten digitalen Inhalte hochwertig im Print repräsentieren kann. Das Virtuelle wird zum Realen. Bingo!

Darauf wird aber in der genannten Titelstory gar nicht abgezielt, sondern auf YouTuber, die zu ‚BookTuber‘ stilisiert werden. Die Logik dahinter: YouTuber mit Millionen Followers, die Bücher publizieren, werden für Verlage attraktiv, um neue, junge Zielgruppen zu erschließen.

Richtig ist aber vielmehr: Blogger wie z.B. der hoch angesehen Marketing-Experte Mark Schaefer publizieren begeistert seit über 10 Jahren Bücher. Im Eigenverlag per Amazon. Und schaffen es sogar in die New York Times-Bestsellerlisten. Und vor allem: Was Verlage auf diesem neuen Weg erreichen können, erscheint als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Denn — und das wird im genannten Artikel verschwiegen — Buchverlage haben massiv Leser/Buchkäufer verloren (alleine in Deutschland mit über 6 Millionen fast 20 % der Buchkäufer); diese investieren ihr Zeitbudget lieber für YouTube-Videos oder Angebote aus Mediatheken und Streaming-Plattformen wie Netflix. Was bedeuten da, 80.000 Bücher des Debütromans einer Bloggerin, die in einer Woche über die Ladentheke gehen? Aus der Verlagsecke, das hat die Frankfurter Buchmesse 2018 deutlich gezeigt, fehlen darauf Antworten und/oder zielgerichtete Strategien und erfolgversprechende Maßnahmen.


Learning: Der Teufel steckt im Detail!

Keine Frage: Es ist zwingend, einen eigenen Weg zu finden, um Kunden und Interessenten medial direkt anzusprechen. Und es gibt auch sinnvolle Möglichkeiten. Nur: Es werden teils wirre Thesen vertreten und kolportiert, wie: „Print ist eines der emotionalsten Medien“, die in die Irre führen. Emotionale Medien kann es gar nicht geben, da Gefühle nunmal Lebewesen vorbehalten sind. Richtig ist dagegen: Print kann Menschen emotionalisieren. Das ist aber ein anderer Sachverhalt als der aus der falschen Behauptung und wäre gerade im Digitalzeitalter das zündende Argument. 

Aus #Think!Paper-Sicht stellt sich die Frage: Wem soll all das nützen? Warum tragen so viele, auch auf Experten- und Fachebene, mit  ungebremstem Feuereifer zur Ausdehnung von Verwirrung und Fundamental-Irrtümern bei? 

Das Fazit: Viele folgen dem Prinzip ‚Gewollt, aber nicht gekonnt‘. Wesentliches in der Kommunikation wird nicht verstanden, da Social Media und Multichannel bei Druckereien wie auch bei ihren Lieferanten kaum richtig bewertet bzw. eingesetzt werden. Wie sonst könnte man darauf kommen, Social Media als Erweiterung von überkommendem Direktmarketing und damit als neuen Push-Kanal zur Informationsvervielfältigung dessen zu nutzen, was man auch „klassisch“ z. B. über Pressemitteilungen absondert? 

Das Wesentliche ist doch, die Befindlichkeit der Einzelnen auf den unterschiedlichen Plattformen zu evaluieren und darauf einzugehen, was problemlos geht, da Social Media erlaubt, Marktforschung in Echtzeit zu betreiben. Damit könnte der neuen Maßgabe gedient werden, die das Digitalzeitalter zwingend macht: Nicht was ich kundtun will, ist relevant, sondern das, was ich lernen kann durchs Zuhören, Diskutieren, Durchdenken, Bewerten usw., um daraus kundenorientierte Angebote Maßschneidern zu können.


#Think!Paper Ratschläge

  1. Position überdenken — Perspektive wechseln!
  2. Fundamental-Irrtümer unterlassen.
  3. Sich persönlich durch aktive Social-Media-Arbeit kundig machen, um einen klaren Fokus zu finden. 
  4. Das Wesen moderner Kommunikation im Digitalzeitalter verinnerlichen: „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt stellen und stringent verfolgen, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren. 
  5. Nicht mehr den falschen Propheten folgen, sondern lieber eigene Wissensnetzwerke aufbauen.
  6. Angesichts der Tatsache, dass sich im Zuge der Transformation der Print-Branche die bereits enorm große Komplexität noch steigert, z. B. durch Themen wie Künstliche Intelligenz, IoT, Blockchain etc., sind kontinuierliche Konversationen in Netzwerken und auf Plattformen zwingend. 

Wer das tut, wird schnell angenehm überrascht sein und wandelt sich im besten Fall zum exzellent vernetzten Wissensarbeiter!


ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001


EPILOG

Ich weiß [angeblich] Bescheid und mach Euch schlau!

Der nach eigenen Angaben führende Branchen-Fachverlag Deutscher Drucker veranstaltet im November 2018 ein Executive Meeting inkl. Executive Report sowie Executive Webinar: „Die 100 wichtigsten Kommunikationskanäle in der Druckindustrie“.


Bildschirmfoto 2018-11-17 um 11.10.17

Screenshot aus print.de / Deutscher Drucker

In der Ankündigung heisst es: „Marketingverantwortliche haben die Qual der Wahl: Welche Kanäle sollen mit welchem Content bespielt werden? Wie erreicht man am besten seine Zielgruppe? Bei einem exklusiven Meeting am 21. November 2018 in Frankfurt/Main erhalten Marketingentscheider eine Menge wertvolle Informationen und Anregungen für Ihre Kommunikation und Werbung.

Gerade im Aufgalopp von großen Messen wie etwa Fespa, Drupa und Labelexpo ist es extrem nützlich, einen Wegweiser durch den Multichannel-Dschungel zu bekommen. Bei dem Meeting lernen Sie, wie Sie Ihre externe Kommunikation optimal auf die eigenen Unternehmensziele abstimmen können. Alle Teilnehmer erhalten einen wertvollen gedruckten Report, in dem auch die 100 wichtigsten Kommunikationskanäle der Druckindustrie bewertet werden. Melden Sie sich rasch an! Die Plätze sind begrenzt. Maximal 25 Teilnehmer können dabei sein.“


Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt, wie der Kollege Knud Wassermann aus Wien anmerkt. Wassermann, selbst Chefredakteur einer Fachzeitschrift, kritisiert: „Es gibt aber auch, wie ich meine, Grenzen. (…)  Ein Verlag nimmt es sich heraus zu sagen, welche Werbekanäle, Fachzeitschriften, Influencer und Kommunikationsagenturen etc. relevant sind und welche nicht. Auf Nachfrage versicherte mir ein Vertreter des Verlags, dass man vor allem den KMUs aus der Lieferindustrie die Zusammenhänge aufzeigen wolle, mit denen sie nicht vertraut seien, jedoch kennen möchten und sollten. Ein Schelm, wer denkt, dass die verschiedenen Kommunikationskanäle des Deutschen Drucker dort die Poleposition einnehmen. Wie die Schwaben so treffend sagen würden, das Ganze hat einfach ‘a Geschmäckle’. Eine Bewertung können nur LeserInnen treffen, das sollte man trotz der schwierigen Lage der Fachzeitschriften nicht vergessen.“

Klaus-Peter Nicolay, Verleger und Chefredakteur DRUCKMARKT, schlägt sogar noch deutlichere Töne an: Zur Prostitution gezwungen? Wie ist es um die Glaubwürdigkeit der Fachpresse bestellt?“, titelt er. Und führt fort: Diesem Verlag ist jegliche Fähigkeit zur neutralen Berichterstattung abzusprechen. Die massive Vermischung eigener Interessen mit denen der Industrie ist Cash-Fachjournalismus, der nur als Prostitution bezeichnet werden kann.“

 

Bildschirmfoto 2018-11-20 um 15.06.13.png

Foto: Screenshot aus druckmarkt.com

 

Den mega-großen Fundamental-Irrtum sprechen aber auch Wassermann und Nicolay nicht an: Es gibt gar keine ‚100 wichtigsten Kommunikationskanäle‘, die für die Druckindustrie relevant sind.

Wichtig ist es vielmehr, zu verstehen, dass es im Wesentlichen um das Interagieren mit/auf Plattformen und individuell-spezifische Anforderungen der Nutzer vor allem per Mobile geht. Sogenannte ‚Kanäle‘ haben da überhaupt keine Relevanz.

Mal abgesehen davon, dass es tatsächlich ein ‚Geschmäckle‘ hat, wenn ein vom Anzeigen-Verkauf lebender Print-Fachverlag sich zum umfassenden Kommunikations-Berater stilisiert, der im Zweifelsfall das eigene Angebot propagieren muss: Woher soll die kommunikative Kompetenz kommen? Aus meiner Sicht repräsentiert das Angebot des Deutschen Druckers selbst nicht den Stand der Zeit oder gar das Maß aller Dinge. Ein Print-Titel ohne IVW-Listung, der immer weniger Leser und damit Auflage hat und Digitaldruck-Innovationen nicht für den eigenen Bedarf sinnvoll einzusetzen weiss; eine Website mit erstaunlich wenig Traffic; und eine Twitter-Nutzung, die weitgehend wirkungslos bleibt (ohne Interaktionen) und keinesfalls inhaltlich professionell daher kommt (meist nur Botschaften aus dem Unisono-Fundus, die sich aus PR-Meldungen ableiten, keine sinnvolle Verschlagwortung, um den Kontext herzustellen, keine sinnvollen Verlinkungen etc.).

Dies alles im Verbund mit einer Headline, die auf die falsche Fährte lockt, erscheint bedenklich!


img_0888

Xerox is fully committed to digital transformation, turning pressure equipment into Workplace Assistants.— Photo: Andreas Weber

By Andreas Weber, Head of Value | German Version

Note: The translation of the original German version was done by xeroxtranslates.com

“Our biggest challenge is to meet the demands of the people in the mobile age,” notes Mark Boyt. In its function as a global of solutions marketing at Xerox he presented head at an analyst meeting in Uxbridge, UK, strategy, and news about the ConnectKey platform, workplace Assistant, and e-commerce. The development and marketing of business apps is a focus. To do this, Xerox has collaborated extensively partner companies with qualified and authorized Xerox.

 


 


 

“To be still attractive for our customers and to create new business ideas, we have developed by the device vendor to the solution provider, and now to the service partner for our customers”, explains Marcus Putschli, CEO of e-dox AG, Leipzig/Germany. In the Centre is thus not only the hardware product portfolio, but the creative and consulting-oriented performance, to create a maximum customer benefit. Partner developed Putschli in other Xerox as a series from around the world with his team apps that offer new, specific application solutions notably based on technology infrastructure provided by Xerox.

Putschli said: “in addition to the managed print solutions we offer our customers the possibility of digitizing and data protection solutions in the enterprise to anchor. We are various document management partner provider, Microsoft-365-partner-certified app developers for Xerox, and support our customers in many IT issues advice to the page”. The app development takes place through the project area e-dev/> and can be accessed on 10 years of experience. The highlight: the apps are tailored to and run on existing multi-function printers.

 

img_0889

Info box to current example — the Convert2PDF app e-dev

Usable via subscription Convert2PDF app, it will be possible to take advantage of the full functionality and benefits of Convert2PDF easily directly from the Xerox, each ConnectKey device by Xerox device i.e. workflows and document processes by simple To control the app user interface.

Systems provides a particular advantage when using the app with Xerox VersaLink. The Convert2PDF app has extended the product range VersaLink in conjunction with Convert2PDF quasi often missing workflow scanning and allows the use of different Scanprofilen for different tasks or workflows. Users as well as administrators in companies are significantly relieved. The Convert2PDF scanning and workflow can be easily managed thanks to the app and also operated. Sources of error for incorrect processes are eliminated so in a comfortable way.The app is also offered on the redesigned Xerox app Gallery.

Xerox’s according to his own admission, that ConnectKey apps accelerate the digital transformation for companies. In the focus are three areas of action:

  1. Support for mobile workers, Office workers and teachers
  2. Smooth workflows for each company
  3. The advanced Xerox app Gallery to facilitate search and install and purchase transactions

 


My take: everything will be fine. Thanks Appiness!

Good news: print is an important pillar of the transformation of companies and their business communication processes. But: It is no longer sufficient to optimize existing, but sometimes are disruptiv new ways to follow, which provide the benefits for all those involved in the focus.

The so-called digital transformation simplifies and accelerates not only processes, but provoked new business goals and opportunities. All of us could benefit from this but only if we also transform to become creative consultants. Our customers have to become partners and customer service is a central issue. And this new, tailor-made apps play a central role. In this sense: Everything is fine. “Appiness” thanks!

 

 


 

Background information

New Xerox ConnectKey Apps Speed Digital Transformation for Enterprises, SMBs

  • Apps support office workers, mobile workforce; educators 
  • Frictionless workflows for any business
  • Enhanced Xerox App Gallery makes browsing, installing and purchasing easier

UXBRIDGE, U.K., Oct. 10, 2018 – Organisations can now better connect staff to popular business platforms such as Salesforce, QuickBooks Online and Concur, supporting customer relationship management, accounting and invoicing, plus streamline additional processes with new apps for Xerox ConnectKey® devices. Purchasing and implementing the apps is simple with a new e-commerce-enabled site.

The Morrell Group, a full-service automation controls design and engineering services organisation, has experienced the power of ConnectKey apps. The company saved 25 percent by automating its product distribution process with the Sign Me app, built by MidAmerica Technology, a Xerox Personalised Application Builder developer. The app digitises the document-laden process, accelerating the speed in which products get out the door. 

“Sign Me is a breakthrough app that has greatly improved our business – we’ve gained efficiencies that impact our bottom line,” said David Hajciar, operations manager, Morrell Group.   

 

Transformation: Xerox turns multifunction printers into Workplace Assistants. Video: Xerox


New apps make work easier 

The ongoing development of its ConnectKey-enabled portfolio underscores Xerox’s position as a print technology powerhouse. The latest enhancements make labour-intense, time-consuming efforts easier and offer new twists on traditional ways of working.  

The Xerox VersaLink® and Xerox AltaLink® series are the launch pads for apps such as:  

  • Xerox Connect App for Salesforce: access to Salesforce’s Customer Relationship Management system right at the multifunction printer (MFP); upload and share sales management information to client folders by scanning the documents directly into Salesforce. 
  • Xerox Audio Documents App: securely transforms hardcopy documents into audio files allowing commuters, multitaskers, or audio enthusiasts to listen on the go instead of reading. 
  • Xerox Connect App for QuickBooks Online: offers a hassle-free expense reimbursement process with multi-receipt scanning. Receipt data is extracted into an expense report and submitted with notifications sent to reviewers for timely approval. For Concur users, a similar receipt management app will be available by year’s end.   
  • Xerox Forms Manager App: simplifies management of multiple forms while reducing paper-based filing risks. With intelligent routing capabilities via embedded QR codes, scanned forms are automatically routed to the appropriate email address.
  • Xerox Quick Link App: enables a fast start to printing without IT support. This intuitive app sends an email directly from the device containing appropriate links to install, and connects computers or mobile devices with the drivers and configuration settings. 

 



 

Making the grade with educators

With insights gained from working with thousands of education customers, Xerox responds with apps that increase productivity for teachers and students:

  • Xerox Connect App for Blackboard: provides access to an industry-leading learning management system; documents are digitised and stored into their Blackboard Learn account from the MFP.    
  • Xerox Proofreader Service: checks for writing elements in the English language, such as spelling, grammar, style and plagiarism.  

Extra Value for Channel Partners 

Alongside an improved design for a better user experience, the e-commerce-enabled Xerox App Gallery provides a global marketplace for channel partners to promote and sell apps. Also, channel partners can share in the revenue when their customers purchase an app. 

Channel partners will learn more about how they can boost recurring post-sale revenues with the new ConnectKey apps and how the new e-commerce model helps them create, market and sell their own apps at the European Personalised Application Builder (PAB) Forum taking place November 7-8 at Xerox’s Innovation Centre in Uxbridge, UK. 

Availability 

Xerox’s newest ConnectKey-enabled apps will be added to the Xerox App Gallery in select geographies between fourth-quarter 2018 and first-quarter 2019. 

Source: Xerox

 


 

At a glance — via Twitter Moments

 

 

 

Xerox setzt voll auf digitale Transformation und macht Druckgeräte zu Workplace Assistants. Foto: Andreas Weber

 

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

„Unsere größte Herausforderung besteht darin, den Ansprüchen der Menschen im Mobilzeitalter gerecht zu werden“, stellt Mark Boyt fest. In seiner Funktion als Global Head of Solutions Marketing bei Xerox präsentierte er auf einem Analystenmeeting in Uxbridge, UK, Strategie und Neuigkeiten rund um die ConnectKey-Plattform, Workplace Assistant und eCommerce. Einen Schwerpunkt stellt dabei die Entwicklung und Vermarktung von Business Apps dar. Hierzu arbeitet Xerox intensiv mit qualifizierten und autorisierten Xerox Partner-Firmen zusammen.

 

 

„Um weiterhin für unsere Kunden attraktiv zu sein und um neue Geschäftsimpulse zu schaffen, haben wir uns vom Geräteverkäufer zum Lösungsanbieter und nunmehr hin zum Service-Partner unserer Kunden entwickelt“, erläutert Marcus Putschli, CEO von e-dox AG, Leipzig. Im Zentrum steht damit nicht mehr nur das Hardware-Produkt-Portfolio, sondern die kreative und beratungsorientierte Leistung, um einen größtmöglichen Kundennutzen zu schaffen. Putschli entwickelt wie eine Reihe anderer Xerox Partner aus aller Welt mit seinem Team Apps, die v. a. auf Basis der von Xerox bereitgestellten Technikinfrastruktur neue, spezifische Anwendungslösungen bieten.

Putschli präzisiert: „Ergänzend zu den Managed Print-Lösungen bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, Digitalisierung und Datenschutzlösungen im Unternehmen zu verankern. Wir sind Partner diverser Dokumentenmanagement Anbieter, zertifizierte App-Entwickler für Xerox, Microsoft 365-Partner und stehen unseren Kunden in vielen IT Themen beratend zur Seite“. Die App-Entwicklung erfolgt durch den Projektbereich e-dev/> und kann auf eine 10 jährige Erfahrung zugreifen. Der Clou: die Apps werden individuell zugeschnitten und laufen auf bereits installierten Multifunktionsdruckern.


Infobox zu aktuellem Beispiel — der Convert2PDF App von e-dev

Mit der per Subscription nutzbaren Convert2PDF App wird es möglich, an jedem ConnectKey-Gerät von Xerox die vollen Funktionalitäten und Vorteile von Convert2PDF auf einfachste Weise direkt vom Xerox Gerät zu nutzen, d.h. Workflows bzw. Dokumentenprozesse per einfacher App-Bedienoberfläche anzusteuern.

Ein besonderer Vorteil entsteht beim Einsatz der App mit Xerox VersaLink Systemen. Die Convert2PDF App erweitert in Verbindung mit Convert2PDF quasi die Produktreihe VersaLink um das häufig vermisste Workflow-Scannen und ermöglicht so den Einsatz von verschiedenen Scanprofilen für verschiedene Aufgaben oder Arbeitsabläufe. Anwender sowie Administratoren in den Unternehmen sind deutlich entlastet. Die Convert2PDF Scan- und Workflows können dank der App einfach verwaltet und auch bedient werden. Fehlerquellen für falsche Prozesse werden so auf bequeme Art und Weise eliminiert.

Die App wird zudem über die neu gestaltete Xerox App Gallery angeboten.


 

Xerox geht es laut eigenem Bekunden darum, dass ConnectKey-Apps die digitale Transformation für Unternehmen beschleunigen. Im Fokus sind drei Aktionsbereiche:

  1. Unterstützung für mobile Mitarbeiter und Büroangestellte sowie für Lehrkräfte
  2. Reibungslose Workflows für jedes Unternehmen
  3. Die erweiterte Xerox App Gallery zur Erleichterung beim Durchsuchen und Installieren sowie bei Kaufvorgängen

 


 

My Take: Alles wird gut. Dank Appiness!

Gute Nachricht: Print ist eine wichtige Säule der Transformation von Unternehmen und ihrer Geschäftskommunikationsprozesse. Aber: Es genügt nicht mehr, Bestehendes zu optimieren, sondern mitunter sind disruptiv neue Wege zu beschreiten, die den Nutzen für alle Beteiligten in den Fokus stellen. Denn die sog. digitale Transformation vereinfacht und beschleunigt nicht nur Prozesse, sondern provoziert ganz neue Geschäftsziele und -möglichkeiten. Davon profitieren zunächst Xerox Partner, aber nur dann, wenn sie sich selbst ebenfalls transformieren und bei Ihren Kunden zu kreativen Beratern werden. Service am Kunden wird zum zentralen Thema. Und dabei spielen neue, maßgeschneiderte Apps eine zentrale Rolle. In diesem Sinne: Alles wird gut. Dank „Appiness“!

 


Infobox

Transformation: Einfach und effektiv!

Mit neuen Apps für Xerox ConnectKey®-fähige Produkte sollen Unternehmen ihre Mitarbeiter jetzt noch besser in gängige Business-Plattformen wie Salesforce, QuickBooks Online und Concur einbinden sowie das Kundenbeziehungsmanagement, Buchhaltungsabläufe und die Rechnungsstellung unterstützen und weitere Prozesse optimieren. Über die neue E-Commerce-fähige Webseite sind Kauf und Implementierung der Apps leicht zu erledigen.

Die Morrell Gruppe, ein Full-Service-Unternehmen, das Automatisierungssteuerungen und ingenieurtechnische Dienste entwickelt und anbietet, hat die Leistungsfähigkeit der ConnectKey-Apps bereits genutzt. So konnte das Unternehmen 25 Prozent der Betriebskosten einsparen. Dafür wurde der Produktdistributionsprozess mit der von MidAmerica Technology, einem Entwickler aus den Reihen der Xerox Personalised Application Builder, produzierten Sign Me App automatisiert. Die App digitalisiert dokumentenbasierte Prozesse und verkürzt die Produkteinführungszeiten.

„Sign Me ist eine wegweisende App, die unsere betrieblichen Prozesse stark verbessert hat – wir verzeichnen Effizienzsteigerungen, die sich auch auf unser Ergebnis ausgewirkt haben“, sagte David Hajciar, Operations Manager, Morrell Group.

 


Transformation: Multifunktionsdrucker werden durch Xerox zu Workplace Assistants.


 

Neue Apps erleichtern die Arbeit

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des ConnectKey-fähigen Portfolios unterstreicht die Position von Xerox als „Print Technology Powerhouse“. Die neuesten Erweiterungen machen arbeitsintensive und zeitaufwändige Arbeiten leichter und bieten neue Möglichkeiten, bisherige Abläufe zu vereinfachen.

Die VersaLink® und AltaLink® Produktlinie von Xerox sind der Startpunkt für Apps wie:

  • Xerox Connect App for Salesforce: Damit kann über den Multifunktionsdrucker (MFP) direkt auf das Customer Relationship Management-System von Salesforce zugegriffen werden. Durch Scannen von Dokumenten direkt in Salesforce können Vertriebsmanagement-Informationen einfach in Kundenordner hochgeladen und geteilt werden.
  • Xerox Audio Documents App wandelt Papierdokumente sicher in Audiodateien um, so dass Pendler, Multitasker oder Audio-Liebhaber wichtige Informationen unterwegs hören können, statt sie später erst zu lesen.
  • Xerox Connect App for QuickBooks Online bietet eine reibungslose Abwicklung der Spesenerstattung, indem mehrere Belege in einem Ablauf gescannt werden können. Belegdaten werden in eine Spesenabrechnung extrahiert und mit entsprechenden Angaben an die zuständigen Prüfer zur schnellen Genehmigung übermittelt. Für Concur-Anwender wird bis zum Jahresende eine ähnliche App für das Belegmanagement verfügbar sein.
  • Xerox Forms Manager App vereinfacht die Verwaltung von Formularen und reduziert das Risiko Formulare fehlerhaft auszufüllen. Dank intelligenter Routingfunktionen über eingebettete QR-Codes werden gescannte Formulare automatisch an die entsprechende E-Mail-Adresse weitergeleitet.
  • Quick Link AppXerox ermöglicht eine schnelle Einrichtung der Druckeranbindung ohne IT-Support. Diese intuitive App sendet eine E-Mail direkt vom Gerät mit den entsprechenden Links zur Installation und verbindet Computer oder mobile Geräte mit den Treibern und Konfigurationseinstellungen.

 

 

Der Arbeitsplatzassistent als Schaltstelle der digitalen Transformation.

Mithilfe der Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit tausenden von Kunden im Bereich Bildung hat Xerox Apps entwickelt, die die Produktivität von Lehrkräften und Schülern steigern:

Xerox Connect App for Blackboard bietet Zugang zu einem branchenführenden Lernmanagementsystem; Dokumente werden digitalisiert und vom Multifunktionsgerät in dem jeweiligen Blackboard Learn-Account abgespeichert.

Xerox Proofreader Service prüft Rechtschreibung, Grammatik, Stil und Plagiatsfallen von Dokumenten in englischer Sprache.

Mehrwert für Vertriebspartner

Neben einem verbesserten Design für ein besseres Benutzererlebnis bietet die e-Commerce-fähige Xerox App Gallery einen globalen Marktplatz für Vertriebspartner, auf der sie Apps bewerben und verkaufen können. Vertriebspartner sind zudem am Umsatz beteiligt, wenn ihre Kunden eine App kaufen.

Am 7. und 8. November 2018 findet im Xerox Innovation Center in Uxbridge, Großbritannien, das European PAB-Forum (European Application Builder) statt. Dort können Vertriebspartner erfahren, wie sie mit den neuen ConnectKey-Apps wiederkehrende Umsätze nach dem Verkauf steigern können, als auch wie das neue E-Commerce-Modell ihnen dabei hilft, ihre eigenen Apps zu erstellen und zu vermarkten.

Die neuesten ConnectKey-fähigen Apps von Xerox werden in der Xerox App Gallery in ausgewählten Regionen zur Jahreswende 2018/2019 verfügbar sein.

Quelle: Xerox

 


Alles Wichtige auf einen Blick per Twitter Moments

 

ValueCheck Trends ThinkPaper 001

#Think!Paper Edition 1, Volume 6

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  Original German Version  (Note: The translation was automatically done by xeroxtranslates.com)

 


“I remember the print business in the night, then I can’t sleep anymore! — I would have also approved this statement formulated based on night thoughts by Heinrich Heine until recently. But: Thought and check helps. And it succeeds with a multi perspectival #Think!Paper vision.


Status quo

To bring the trends reliably, it is not easy. 

One thinks first of high-profile measurement via tradeshows. But: For example the highlights of topics, as well as the nomenclature of Messe Düsseldorf for the drupa as a worldwide leading trade fair of the print industry are naturally constructs, to attract as many and new exhibitors. 

Fairs offers therefore do not fully reflect the relevant trends that characterise the print industry.

As well, the common market research and trend reports not leading target, are effective as an indicator of future investment behavior of established printing companies there always readily applied, speculative, and no more than.

Meta trends

The print industry is always innovation-driven. At the time, it was always to the enrichment and enhancement of the existing possibilities. Today everything is different. And above all no longer linear. A rethink is imperative:

  1. Disruptive renewal of pre-media processes (template-free), with the aim of flexible and in real time to be able to print data of any kind.
  2. Smart print production: automation of processes from printing the delivery up to the go-to-market of printers, including digital supply chain management.
  3. #hyperpersonalization Blockchain, virtual reality, artificial intelligence and media across dialogical communication scenarios.

BusinessModel trends

The top issue, at the latest since the existence of digital printing, is the business model change for printers. There are two major developments:

  • Polarization in the services market – smart factories (with focused portfolio/commodity offers) vs. High-tech manufacturers (with myriad niche applications and highest innovation). But beware: Both areas fertilize or interpenetrate each other, such as in an iterative cycle. Best to understand, when you see how CIMPRESS developed.
  • Custom configuration of modular composed, ubiquitous production equipment. –Example: CADIS engineering.

Technology trends

The trends in the use of relevant technologies assign three essential aspects:

  1. Unbelievable, but true: The market for print solutions (technology + production + commercial) is greater than commonly portrayed many times. The ecosystem printing industry is broad and is a three-digit billions alone in Germany. (Note: the exact numbers are set forth in the trade magazine printing market).
  2. Almost 2/3 of the total revenues generated by a few hundred industrialized printing factories.
  3. Growth areas are proving to be doing differently than previously forecast to: E.g. for inkjet printing are up on book printing in the substitution of Offsetproduktionen, but above all in the toner printing systems. Important: ‘Inkjet-to-Go’ inspires new applications outside of the print industry, directly from their customers.

 

This slideshow requires JavaScript.


 

A new orientation requires the success in the business of print and print using, driven by the creativity and courage. This, it is important to distinguish:

 

Inhibiting factors

  • An elaborate market research that focuses only on investments in hard – and software, to venture guesses based and relevant requirements of the market does not see.
  • Events of all kinds, which are vertically oriented, speak almost monolithic on the manufacturer issues and relate the use of their products.
  • Persistently insufficient, no longer contemporary industry communication, which all too often hawked misperceptions and this causes confusion.

Acceleration factors

  • Focus on new forms of go-to market of printing companies, touting the benefits of print for the digital age, and no longer the processing techniques for the production of print.
  • Pro active, social, business-driven discourse with potential new clients that already have come to pass on the digital transformation journey and for the print can become the ‘hidden champion’.
  • More experiments and pioneering venture, break rules and through relevant content and good stories inspired by a change of perspective on a broad front and fascinate.

 


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

 

About-ValueBlog-IMG_9105

 


 

ValueCheck Trends ThinkPaper 001

#Think!Paper Edition 1, Volume 6

Von Andreas Weber, Head of Value  | English Version

 

„Denk ich ans Print-Geschäft in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ — Diesem in Anlehnung an die Nachtgedanken von Heinrich Heine formulierten Statement hätte ich bis vor kurzem auch zugestimmt. Doch: Nachdenken und Nachprüfen hilft. Und das gelingt mit einer multi-perspektivischen #Think!Paper-Sichtweise, die Print ins rechte Licht rückt.


Bestandsaufnahme

Trends zuverlässig in Erfahrung zu bringen, ist gar nicht einfach. 

Man denkt zunächst an hochkarätige Messen. Aber: Z. B. die Themen-Highlights sowie die Nomenklatur der Messe Düsseldorf für die drupa als weltweiter Leitmesse der Print-Branche sind naturgemäß Konstrukte, um möglichst viele und neue Aussteller anzusprechen. 

Messeangebote spiegeln daher keinesfalls umfassend die relevanten Trends wider, die die Print-Branche kennzeichnen.

Ebenso sind die gängigen Marktforschungs- und Trendberichte nicht zielführend, da stets rückwärtsgewandt angelegt, spekulativ und höchstens als Indikator für künftiges Investitionsverhalten etablierter Druckbetriebe wirksam.

Meta-Trends

Die Print-Branche ist seit jeher innovationsgetrieben. Seinerzeit ging es immer um die Anreicherung und Steigerung der bisherigen Möglichkeiten. Heute gestaltet sich alles ganz anders. Und vor allem nicht mehr linear. Ein Umdenken ist zwingend:

  1. Disruptive Erneuerung der Pre-Media-Prozesse (Template-frei), mit dem Ziel, flexibel und in Echzeit Daten jeder Art drucken zu können.
  2. Smarte Print-Produktion: Automatisierung der Prozesse vom Druck über die Auslieferung bis zum Go-to-Market von Druckereien, inkl. digitales Supply-Chain-Management.
  3. #hyperpersonalization durch künstliche Intelligenz, Blockchain, virtuelle Realität und medien-übergreifend dialogische Kommunikations-Szenarien.

BusinessModel-Trends

Das Top-Thema, spätestens seit es Digitaldruck gibt, ist die Geschäftsmodell-Veränderung für Druckereien. Zwei wesentliche Entwicklungen sind zu unterscheiden:

  • Polarisierung im Dienstleistungsmarkt — Smarte Fabriken (mit fokussiertem Portfolio/Commodity-Angeboten) vs. High-Tech-Manufakturen (mit unzähligen Nischenanwendungen und höchster Innovationskraft). Aber Achtung: Beide Bereiche befruchten oder durchdringen sich gegenseitig, wie in einem iterativen Zyklus. Am besten nachzuvollziehen, wenn man sieht wie sich CIMPRESS entwickelt.
  • Kundenspezifische Konfiguration von modular komponierten, ubiquitären Produktionsanlagen. — Beispiel: CADIS Engineering.

Technologie-Trends

Die Trends beim Einsatz relevanter Technologien ordnen sich drei wesentlichen Aspekten zu:

  1. Unfassbar, aber wahr: Der Markt für Print-Lösungen (Technik+Produktion+Handel) ist um ein vielfaches größer als gemeinhin dargestellt. Das Ökosystem Druckindustrie ist weit gefasst und macht alleine in Deutschland eine dreistelligen Milliardenbetrag aus. (Hinweis: Die genauen Übersichten und Zahlen werden noch im Fachmedium DRUCKMARKT dargelegt).
  2. Fast 2/3 der Gesamtumsätze werden von wenigen hundert industrialisierten Druckfabriken erwirtschaftet.
  3. Wachstumsfelder gestalten sich dabei ganz anders, als bis dato prognostiziert: z.B. für Inkjet Printing liegen bis auf den Bücherdruck kaum in der Substitution von Offsetproduktionen, sondern v.a. in der von Tonerdrucksystemen. Wichtig: ‚Inkjet-to-Go‘ beflügelt neue Anwendungen ausserhalb der Print-Branche, direkt bei deren Kunden.

 


This slideshow requires JavaScript.

Die vorausgehenden Erkenntnisse der #Think!Paper Trend-Analyse standen auf der #EMGE2018 Konferenz in Amsterdam im Podiumsgespräch von Jeroen van Druenen und Andreas Weber zur Diskussion mit einem internationalen Publikum.


 

Den Erfolg im Geschäft mit Print und der Verwendung von Print erfordert eine Neuorientierung, die Kreativität und Mut erfordern. Hierbei gilt es zu unterscheiden:

Hemmfaktoren

  • Eine aufwändige Marktforschung, die sich nur auf Investitionsmöglichkeiten in Hard- und Software fokussiert, auf wagen Vermutungen beruht und relevante Marktbedürfnisse nicht wahrnimmt.
  • Events aller Art, die sich vertikal ausrichten, sprich sich quasi monolithisch nur auf die Herstellerthemen und die Verwendung ihrer Produkte beziehen.
  • Anhaltend ungenügende, nicht mehr zeitgemäße  Branchenkommunikation, die allzuoft Fehleinschätzungen kolportiert und dadurch Verwirrung stiftet.

Beschleunigungsfaktoren

  • Fokus auf neue Formen des Go-to-Markets von Druckereien, die den Nutzen von Print fürs Digitalzeitalter propagieren, und nicht mehr die Verfahrenstechniken zur Herstellung von Print.
  • Pro-aktive, Social Business-getriebene Diskurse mit potentiellen neuen Auftraggebern, die sich bereits auf die Digital Transformation Journey begeben haben, und für die Print zum ‚Hidden-Champ‘ werden kann.
  • Mehr Experimente und Pioniertaten wagen, Regeln brechen und durch einen Perspektiv-Wechsel auf breiter Front durch relevante Inhalte und gute Erzählungen inspirieren und faszinieren.

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Blogger und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 150 Ländern der Welt.

 

About-ValueBlog-IMG_9105

 


 

ValueCheckLensing ENG.001

“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” — Robert Dembinski, Managing Director of Lensing Druck, Dortmund/Germany. — Photo: Heidelberg

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Can you instantly make a successful printing business even better? You can if you have the courage to try something new. “When I joined Lensing Druck in Dortmund in the fall of 2017, we were planning to invest in new presses. We ended up doing far more than that, though, and it was a good move,” recalls Managing Director Robert Dembinski. 

Lensing Druck had previously focused on maintaining its competitiveness for the benefit of customers, whose main criteria when ordering print products are delivery time and price. “When we heard Heidelberg had something new in the pipeline, we were curious but also somewhat skeptical,” Dembinski explains. “We found it hard to imagine what the subscription model from Heidelberg would involve and weren’t sure it would work,” he adds.

Dembinski studied business management, so the print shop business represents a change of career path. He was actually intending to develop a digital strategy with his colleagues, including new digital offerings to provide customers with a more comprehensive service and open up new business opportunities. The fact that the subscription model from Heidelberg provides new digital tools to transform both production management and business management step by step very much appealed to him and his way of thinking.

Lower costs and higher efficiency

Experts from Heidelberg started by analyzing the actual situation to evaluate the efficiency and productivity of Lensing Druck’s existing presses. This revealed that the assignment of presses needed to be optimized and also that costs were very high, especially for shorter runs. It therefore very quickly became apparent that an increase in efficiency and productivity was both necessary and feasible. The strategy adopted was to skip a generation when replacing the existing presses. A Heidelberg XL-106 9-P-L took over from two older presses – a Heidelberg CD 105-P+L and a KBA Rapida 106 8-P. At the same time, the company switched to the pay-per-use subscription model – including the Prinect Workflow and above all the Heidelberg Performance Plus consulting service – with a view to boosting efficiency and cutting operating costs.

“To be honest, no longer owning a press and being reliant on a single supplier for everything, including consumables, takes some getting used to,” Dembinski admits. “After four months using the subscription model, however, we can safely say we made the right decision! Even in this short space of time, we’ve significantly improved the overall efficiency of our presses and our production volume is already over 20 percent higher than the target level contractually agreed with Heidelberg,” he continues.

Heidelberg Subscription Model.png

Website screenshot to showcase the full range of elements of the Heidelberg Subscription model. 


 

Assistant ensures absolute transparency

Lensing Druck is impressed by the clear and neat structure of the subscription model from Heidelberg and also its absolute transparency. “As I see it, the Heidelberg Assistant is the key component and the brains behind the entire model. All KPIs can be accessed in real time, as can the service status, industry benchmarks, and much more besides,” Dembinski comments. 

The Heidelberg Assistant is used at various levels in the Lensing Druck hierarchy – from senior management to operations/pressroom managers and purchasing staff. Its webcast function is also utilized for monthly meetings with the Heidelberg team to discuss the project status. This results in further new ideas and optimizations being identified over time, the ultimate aim being not only to meet the joint productivity targets but to exceed them by as large a margin as possible. 

Another important thing in Dembinski’s eyes is that print shop staff have responded very positively to the digital transformation using Heidelberg Subscription. “Switching to the new press has motivated our staff, because it shows we’re committed to print despite a difficult market. Thanks to the data we obtain from the press and the monthly review, we can support our employees in all aspects of their work and enable them to make progress,” he stresses. Various charts showing the monthly data and statistics are also displayed right next to the press for everyone to see.

Robert Dembinski shared with a group of international journalist his passion for Heidelberg Subscription. — Video animation: Andreas Weber. Group photo: Christian Daunke.


“We made the right decision!” 

“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” sums up Dembinski. Heidelberg Subscription enables him to incorporate the presses in Lensing Druck’s own digital strategy. And – crucially – the subscription model makes it easier to develop other applications such as dynamic pricing, dynamic planning and procurement, real-time information for customers, reliable and transparent costings, and predictive monitoring for optimum maintenance processes.

Dembinski is also hoping the digital transformation of the entire company will improve Lensing Druck’s image, especially with customers who have experience in digital marketing. End-to-end digital order processing is an absolute must for such customers. To raise the print shop’s digital profile and coincide with the new digital portfolio, the post of CDO (Chief Digital Officer) was created in September 2018. 


My take: When it works, it really works!

The example of Lensing Druck and Robert Dembinski proves that when something works, it really works! Print has arrived in the digital age and can hold its own – especially if decision-makers and staff at print shops accept, understand, and embrace the digital transformation and ensure its beneficial further development. Being one of the first to use Heidelberg Subscription very quickly paid off for Lensing Druck, and it will have a dynamic and stimulating effect on the company’s future development. What’s more, print specialists, commercially astute business managers, and digital marketing professionals are all impressed. What more do you want? 

 


Link to contact Robert Dembinski

Link for information about Lensing Druck

Link for the latest Heidelberg Subscription news


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

About ValueBlog IMG_9105

ValueCheck Kunst und AI via Obvious.001.jpeg

Künstler experimentieren erfolgreich mit KI und lassen einen Algorithmus ein Bildwerk entstehen. — Foto: Screenshot aus ARD-Sendung vom 26. Oktober 2018.

 

Von Andreas Weber, Head of Value

 

Zufall oder auch nicht: Wenn man über wichtige Themen gute Gespräche führt, wird die Aufmerksamkeit enorm gestärkt. Denn dieser Tage, während ich mein Webcast-Gespräch mit Xerox-Direktorin Elisabeth Rochman über Künstliche Intelligenz (KI) auswerte, tauchen unverhofft spannende Dinge auf.

Zum einen feierte Xerox den 80. Geburtstag der Xerographie als bahnbrechende Erfindung, die aus heutiger Sicht recht musealen Charakter hat. Aber trotzdem hochaktuell zu sein scheint.

Zum anderen macht die in Deutschland prominenteste TV-Sendung zur Primetime am Sonntag Abend das Thema KI zum Hauptmotiv: In der Erstausstrahlung der Krimireihe TATORT vom 21. Oktober 2018 müssen die Münchner Kommissare aufklären, wie der Dialog zwischen Mensch und Maschine mit einem Verbrechen zusammenhängt. Empfehlenswert ist nicht nur die Krimi-Folge selbst, sondern auch das aufschlussreiche Kurz-Video mit dem Kommissar-Darsteller Miro Nemec.

 

 


 

„Is artificial intelligence set to become art’s next medium?“

Und zuletzt versteigert das Auktionshaus Christies für 432,500 US-Dollar das erste per KI von einem Algorithmus erzeugte Kunstwerk. Initiator war das französische Künstler-Kollektiv Obvious aus Paris. 

Christies verlautbarte mit Stolz: „Is artificial intelligence set to become art’s next medium? AI artwork sells for $432,500 — nearly 45 times its high estimate — as Christie’s becomes the first auction house to offer a work of art created by an algorithm. The portrait in its gilt frame depicts a portly gentleman, possibly French and — to judge by his dark frockcoat and plain white collar — a man of the church.

The work appears unfinished: the facial features are somewhat indistinct and there are blank areas of canvas. Oddly, the whole composition is displaced slightly to the north-west. A label on the wall states that the sitter is a man named Edmond Belamy, but the giveaway clue as to the origins of the work is the artist’s signature at the bottom right. In cursive Gallic script it reads:

 

Image © Obvious
Image © Obvious

 

This portrait, however, is not the product of a human mind. It was created by an artificial intelligence, an algorithm defined by that algebraic formula with its many parentheses. And when it went under the hammer in the Prints & Multiples  sale at Christie’s on 23-25 October, Portrait of Edmond Belamy  sold for an incredible $432,500, signalling the arrival of AI art on the world auction stage.”

 

Kunstwerke Belamy durch AI per Algorithmus.png

Das Künstlerkollektiv — Hugo Caselles-Dupré, Pierre Fautrel und Gauthier Vernier — erläuterte, warum sie die Gattung Porträt-Bild ausgewählt hatten: „Wir stellten fest, dass Porträts die beste Möglichkeit zur Veranschaulichung unseres Arguments darstellten, nämlich dass Algorithmen der Kreativität nacheifern können.“

Die Kunstwelt staunt und die Fachwelt diskutiert. „Wenn man den ganzen Prozess betrachtet, dann ist das, was man hat, eher konzeptuelle Kunst als traditionelle Malerei“, kommentierte z. B. Ahmed Elgammal, Direktor des Art and Artificial Intelligence Lab an der Rutgers University.

„Es ist schließlich ein Porträt“, sagt Christie’s Spezialist Richard Lloyd, der den Verkauf auf der Auktion organisiert hat. „Es wurde vielleicht nicht von einem Mann mit einer gepuderten Perücke gemalt, aber es ist genau die Art von Kunstwerk, die wir seit 250 Jahren verkaufen.“ Letztendlich, so Lloyd weiter: KI ist nur eine von mehreren Technologien, die sich auf den Kunstmarkt der Zukunft auswirken werden — obwohl es noch zu früh ist, um vorherzusagen, was diese Veränderungen sein könnten. Es werde spannend sein zu sehen, wie diese Revolution ausgeht.

 


 

This slideshow requires JavaScript.

Rund 15.000 Porträts verschiedenster Maler wurden analysiert und codiert, um daraus per KI und eigenem Algorithmus ein neues, eigenständiges Werk entstehen zu lassen. Fotos: Screenshots aus ARD Tagesthemen-Sendung vom 26. Oktober 2018,


 

Anfang des Jahres 2018 veranstaltete Christie’s bereits ein Symposium über die tiefgreifenden Implikationen von Blockchain für Künstler und Sammler. Die Technologiekonferenz soll jedes Jahr stattfinden und KI wird sehr wahrscheinlich eines der Themen sein, die erforscht werden. Wer weiß schon, was Zehn oder 20 Jahre später sein wird? — Gegenstand der Diskussion könnte dann Virtual-Reality-Performance-Kunst oder das Oeuvre eines noch unbekannten Roboters Picasso sein.

Übrigens: Kunst und modernste IT bilden stets ein gutes Team. Bereits im Frühjahr 2016 hatte in Amsterdam das The Next Rembrandt-Projekt aufsehen erregt. Aus 600 Gemälden, 300 Radierungen und rund 1.500 Handzeichnungen des Meisters hatte man auf digitalem Weg ein neues, synthetisiertes Gemälde erzeugt und digital, mit Reliefcharakter gedruckt.

 


 

Hinweis

In der Tagesthemen-Nachrichtensendung der ARD vom 26. Oktober 2018 nahm die Auktion des Algorithmus-Werkes breiten Raum ein. Anbei der Link zur Aufzeichnung (Beginn ab Minute 9.15).

Den TV-Bericht gibt es auch in modifizierter Form als Zwei-Minutenbeitrag: Gemälde aus dem Computer — kann KI Kunst?

Bildschirmfoto 2018-10-27 um 10.51.53.png

 


 

 

ValueCheck KI D Bär.001

Künstliche Intelligenz als Top-Thema in Wirtschaft und Gesellschaft — und neuerdings in der deutscher Politik auch für Dorothee Bär, die Staatsministerin für Digitalisierung im Berliner Bundeskanzleramt. — Foto: Medientage München. Bildcollage: Andreas Weber.

Von Andreas Weber, Head of Value   |   English Version (automatically generated)

 

Hinweise: Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit VDI Nachrichten, Stefan Eder. — Siehe auch unseren #ValueCheck-Beitrag zu KI in Kunst und Medien. — Die englische Übersetzung wurde automatische erstellt via xeroxtranslates.com

 

Der High-Tech-Konzern Xerox geht bei ‚Künstliche Intelligenz‘ (KI) mit seiner Denkfabrik und Entwicklungsschmiede PARC im kalifornischen Palo Alto neue Wege. Schon im nächsten Jahr soll eine KI-Software-Architektur marktreif sein, mit der Unternehmen automatisch Angebote und zukünftig auch Dokumente aller Art erstellen können. Das Ganze ist so brandaktuell, dass es noch keinen offiziellen Produkt-Namen dafür gibt.

„Derzeit sind wir in der Beta-Phase und setzen unsere neue KI-Lösung auch innerhalb des eigenen Konzerns in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich ein“, erläuterte Elisabeth Rochman, Director of Innovation, Strategy and Communication bei Xerox in London. 

Im Fokus: Wissensarbeiter

Zielpersonen zur automatischen Dokumenten-Erstellung mit KI sind für Xerox primär Wissensarbeiter in allen Bereichen von Industrieunternehmen, Regierungsstellen und Organisationen. „Wir gehen nunmehr über das Scannen und Weiterleiten von Dokumenten und über andere ConnectKey-Funktionalitäten der Xerox Workplace Assistants, weit hinaus — die Basis zum Erfolg bieten sich durch modernste Deep Learning-Technologien“, so Rochman weiter. 

Wichtig sei es, Wissensarbeiter maximal produktiv werden zu lassen, damit diese ihre wichtigen Aufgaben in komplexen Umgebungen bestmöglich bewerkstelligen können. Kritisch für Wissensarbeiter sei vor allem, über den Tellerrand blicken zu können und in komplexen und großen Organisationen zusätzliche Informationen identifizieren zu können, die für die eigene Arbeit wichtig sein können. 

Bei dieser Mammut-Aufgabe kann sich Xerox auf eine 30-jährige Expertise von PARC in natürlicher Sprachverarbeitung stützen und ist dabei eine Vorreiterrolle bei „Natural Language Generation“ zu übernehmen. Xerox beherrscht bereits automatische Übersetzungen und Sprach-Eingabesysteme für Wissensarbeiter, sowie zukünftig auch Dialogsysteme z.B. für Außendienstarbeiter beim Reparatureinsatz. 

 


Infobox zu Künstliche Intelligenz (KI)

apple Siri via Mashable

KI im täglichen Einsatz am Beispiel von Apple mit Siri. Foto: Mashable

Dem direkten oder indirekten Zusammentreffen mit Künstlicher Intelligenz (KI) — englisch: Artifical Intelligence (AI) —  kann sich niemand mehr entziehen. Geschäftlich wie auch privat — ob Industrie 4.0, Medizintechnik, Pflege, Smartphone, autonomes Auto, smarter Fernseher oder im Games-Sektor, wir alle nutzen KI bzw. profitieren davon.

KI ist aber keineswegs eine neue Erfindung. Seit den 1950er Jahren wird daran geforscht. Ausgangspunkt ist weniger eine ‚denkende Maschine‘ als vielmehr grundsätzlich Programme, die selbstständig eine Aufgabe erledigen können, für die normalerweise menschliche Intelligenz notwendig wäre. Dank inzwischen hoher Rechenleistungen wie durch IBM Watson kann die KI das schneller erledigen als ein Mensch. Primär geht es um die Automatisierung intelligenten Verhaltens und maschinelles Lernen. Neben US-Firmen ist die stärkste treibende Kraft China, mit Investitionen der Staatsregierung von mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Die deutsche Bundesregierung will gerade mal 300 Millionen Euro bereitstellen.

Sehr einfach greifbar wird KI in unserem Alltag z. B. per Amazon Polly — ein Text-to-Speech-Service, der Texte aller Art in realistische Sprachausgabe verwandelt, sodass sich sprechende Anwendungen und ganz neue Kategorien sprachfähiger Produkte in dutzenden Sprachen mit einer Vielzahl lebensechter Stimmen entwickeln lassen, sowie bei Chatbots und den diversen Sprachassistenten von Google, Apple, Amazon und anderen.

amazon polly


 

The Big Shift

„Das Besondere und Neue bei KI — wir nennen das ‚The Big Shift‘ — ist, dass wir keine Bereichsexperten mehr brauchen um die Regeln zu schreiben, stattdessen brauchen wir viele Datenpunkte und Machine Learning-Algorithmen, die selbst die Regeln aus den Datensätzen ableiten“, sagt Rochman. Kreativität, Intuition und instinktmäßig richtiges Handeln in Kombination mit Deep-Learning seien wichtig, wenn es um die Akzeptanz und Interaktion von Maschinen und Menschen geht. Zur Nutzung der Xerox-KI-Lösung bedarf es laut Rochman keines besonderen Lernaufwandes mehr: „Nutzer haben jederzeit die volle Kontrolle und Oberhoheit. Unsere KI-Software-Architektur ist so ausgelegt, dass individuell definiert wird, welcher Grad der Intensität am sinnvollsten ist“.

KI wird dadurch der wohl wichtigste Zweig der modernen und künftigen Informatik. Vier Kernfelder werden adressiert und vernetzt: Komplexe Aufgaben, Lernfähigkeit, Emotionalisierung und soziale Interaktion. Das Ziel: Die Welt radikal vereinfachen, indem sich eine intelligente Schnittstelle zu allem bietet. 

Die Xerox/PARC-Sichtweise lautet dabei: Künstliche Intelligenz kann lernen, Annahmen treffen, sich anpassen und auf unvorhersehbares Verhalten reagieren und somit mit dem Nutzer jeweils die beste Entscheidung treffen und dies quasi in Echtzeit. Dabei werden Emotionen des Nutzers wahrgenommen und berücksichtigt diese in der Interaktion. In diesem Sinne versteht sich die Xerox-KI-Architektur als ein verständiger und glaubhafter Interaktionspartner, um mit den Menschen zu kommunizieren und voneinander zu lernen.

 

PARC

KI hat in der Denkfabrik und Entwicklungsschmiede PARC höchste Priorität. CEO Dr. Tolga Kurtoglu verfasste zur Rolle und Bedeutung im Juni 2018 ein lesenswertes Thesenpapier.  

 

KI nicht als Produkt, sondern als ein Service

Bei PARC-Entwicklungen folgt alles bereits seit dem Jahr 2002 dem Open-Innovation-Prinzip. Hinsichtlich KI bedeutet das, die Mensch-Maschine-Kollaboration bestmöglich durch ‚human-centered innovation services‘ zu gestalten. Insofern darf laut Rochman eine Xerox-KI-Lösung keinesfalls als undurchsichtige Black-Box gesehen werden. Vielmehr stehe für Xerox die allzeitige Transparenz im Vordergrund, um größtmögliches Vertrauen aufzubauen und nachhaltig aufrecht zu erhalten. 

Idealerweise kann dies z. B. dadurch geschehen, dass Algorithmen sich selbst erklären. Oder plakativ formuliert: KI kann genutzt werden, um KI bestmöglich zu gestalten und menschengerecht werden zu lassen. 

PARC-Forscher arbeiten entsprechend daran, eine gemeinsame Basis zwischen Mensch und KI zu schaffen. „Mit traditioneller KI, bei der alles nach vorbestimmten, festen Regeln erfolgen muss, hat unsere Entwicklung weniger zu tun. Daher ist KI bei Xerox nicht als Produkt, sondern als Service zu verstehen“, stellt Rochman klar. Und ergänzt: „Unsere KI-Architektur vermag dem Menschen, seinen Gewohnheiten und seinem Denken zu folgen, um als qualifizierter Lösungs- und Service-Partner zu dienen.“

Wesentlich ist zudem die Flexibilität und Simplizität beim Interfacing durch Connectors, um vielfältig Schnittstellen zu schaffen. Der Treibstoff für KI sind relevante, hochwertige Daten und ihre Vernetzung. Hier ist bei Xerox noch nicht entschieden, ob man das Interfacing selbst oder über Dritte anbietet.

My Take: Auf zu neuen Ufern! Denn KI ist Kopfsache!

Mit der neuen KI-Lösung hat Xerox die Chance, sich selbst neu zu erfinden und Wissensarbeit auf ein neues Level zu heben. Letztendlich muss man an den reinen Anbietern von Sprachassistenz-Diensten vorbeiziehen, um ganz vorne mitspielen zu können. Das kann gelingen, wenn man es bei Xerox schafft, vorhandene Kunden- und Netzwerkstrukturen zu nutzen, um KI in die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche einzubinden.

Gerade für die digitale Transformation der Kernmärkte von Xerox — Business Communication und der Professional Print-Sektor — bildet KI den Schlüsselfaktor. Mithilfe und im Dialog mit KI automatisch generierte Daten, die in Echtzeit digital gedruckt werden können, müssen keine kühne Vision bleiben, sondern sollten alsbald Realität werden. Bis dahin mag es vielleicht als ein weiter oder steiniger Weg erscheinen, den Xerox aber aus meiner Sicht nicht scheuen sollte. Kreativität stellt nicht nur eine wichtige Facette von KI dar, sondern wird auch zum Treiber des künftigen Vermarktungserfolgs bei Xerox.

 


 

Xerox_Elisabeth Rochman

 

Zur Person

Die Französin Elisabeth Rochman studierte Information Systems and Networking an der French Engineering School, Ecole Polytechnique Femine. Sie kann seit über 20 Jahren auf eine erfolgreiche Industriekarriere bei Starts-ups wie auch in Konzernen wie HP und Hewlett Packard Enterprises zurückblicken. Im Februar 2018 wurde sie mit Sitz in London von Xerox berufen als Director of Innovation, Strategy and Communication. In Zusammenarbeit mit PARC (Palo Alto Research Center), innovativen Universitäten und Start-ups arbeitet sie an Xerox Intelligent Work-Produkten und Dienstleistungen, die von Artificial Intelligence unterstützt werden.

Kontakt und vollständige Bio per LinkedIn

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Blogger und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 150 Ländern der Welt.

About-ValueBlog-IMG_9105


 

ValueCheck Lensing.001

„Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir sagen: die Entscheidung war richtig!“ Robert Dembinski, Geschäftsführer Lensing Druck. — Foto: Heidelberg

 

Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Kann man ein gut gehendes Druckerei-Geschäft aus dem Stand heraus noch besser machen? Ja, wenn man den Mut zu Neuem hat. „Im Herbst 2017, als ich bei Lensing Druck in Dortmund anfing, stand bei uns auf der Agenda: Wir müssen in neue Druckmaschinen investieren. Daraus wurde sehr viel mehr. Und das war gut so“, erinnert sich Geschäftsführer Robert Dembinski. 

Bis dato stand bei Lensing Druck der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus, um Kundenwünsche zu bedienen, die vor allem Zeit und Preis bei ihren Drucksachenbestellungen im Blick haben. „Als wir von Heidelberg hörten, es sei etwas Neues in der Pipeline, waren wir neugierig, aber auch etwas skeptisch“, erläutert Robert Dembinski. „Wir konnten uns ja gar nicht vorstellen, was sich hinter dem Subscription-Angebot von Heidelberg verbirgt. Und ob es funktionieren kann.“

Mit seinem betriebswirtschaftlichen Studium ist Robert Dembinski ein Quereinsteiger im Druckerei-Geschäft. Eigentlich hatte er im Blick, gemeinsam mit seinen Kollegen eine Digitalstrategie zu entwickeln, inklusive neuen Digital-Services, um Kunden umfassender bedienen zu können und neue Geschäftsmöglichkeiten aufzubauen. Dass Heidelberg durch das Subskriptions-Modell neue digitale Tools bereitstellt, um nicht nur das Produktions-, sondern auch das Business Management zu transformieren und dabei schrittweise vorgeht, kam ihm und seiner Denkweise sehr entgegen.

Runter mit den Kosten, hoch mit der Effizienz!

Zunächst wurde durch Heidelberg-Experten eine Ist-Analyse erstellt, um zu evaluieren wie es um die Effizienz und Produktivität der bestehenden Druckmaschinen bei Lensing Druck steht. Das Ergebnis: Die Belegung der Maschinen war nicht optimal; v.a. bei kleineren Auflagen waren die Kosten sehr  hoch. Es wurde daher schnell klar, dass Effizienz- und Produktivitätssteigerung nötig und machbar sind. Der Ansatz war, gegenüber den bestehenden Druckmaschinen eine Maschinen-Generation zu überspringen. Mit der Heidelberg XL-106 9-P-L wurden zwei ältere Maschinen vom Typ Heidelberg CD 105-P+L sowie eine KBA Rapida 106 8-P ersetzt. Zugleich wurde das Geschäftsmodell durch Subskription auf Pay-per-Use umgestellt, inklusive Prinect Workflow und v. a. das Beratungsangebot Heidelberg Performance Plus zur Effizienzsteigerung und Senkung der Betriebskosten.

„Man muss sich ehrlich gesagt schon daran gewöhnen, dass man keine Druckmaschine mehr besitzt und bei allem, auch den Consumables, auf einen einzigen Lieferanten angewiesen ist“, räumt Robert Dembinski ein. Und fährt fort: „Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir jedoch sagen: die Entscheidung war richtig! Bereits nach dieser kurzen Zeit konnten wir die Gesamteffizienz unserer Maschinen deutlich steigern und liegen bereits jetzt mit dem Produktionsvolumen mehr als 20 Prozent über der mit Heidelberg vertraglich vereinbarten Zielmarke.“


HD Subscription — Struktur

Die Grafik entstammt der Broschüre: Das neue Erfolgsmodell. Heidelberg Subscription. 2018.


 

Absolute Transparenz durch den Assistant

Die klare und saubere Struktur des Subskriptions-Modells von Heidelberg begeistert bei Lensing Druck ebenso wie die absolute Transparenz. Robert Dembinski führt aus: „Für mich ist der Heidelberg Assistant das Herzstück und Gehirn des Ganzen. Alle Kennzahlen sind in Echtzeit abrufbar, ebenso wie Service-Status, Benchmarks im Branchenvergleich und vieles mehr.“ 

Bei Lensing Druck wird der Assistant in verschiedenen Hierarchie-Ebenen genutzt: Für die Geschäfts-, Betriebs- und Drucksaal-Leitung oder auch den Einkauf. Ebenso laufen monatliche Besprechungen zum Projektstatus mit dem Heidelberg-Team über den Assistant via Webcast-Funktionalität. So lassen sich sukzessive weitere neue Ideen oder auch Optimierungen finden, um die gemeinsamen Produktivitätsziele nicht nur erreichen zu können, sondern bestmöglich zu übertreffen. 

Wichtig ist laut Robert Dembinski zudem, dass die Mitarbeiter in der Druckerei die digitale Transformation per Heidelberg Subscription sehr gut aufgenommen haben: „Die Umstellung auf die neue Maschine hat unsere Mitarbeiter motiviert, denn sie zeigt, dass wir trotz eines schwierigen Markts auf Print setzen. Die Daten, die wir von der Maschine erhalten, und die monatliche Überprüfung ermöglichen es uns, unsere Mitarbeiter in allen Bereichen ihrer Arbeit zu unterstützen und weiter zu bringen.“ Die Monatsdaten und Statistiken werden auch für alle zugänglich in verschiedenen Schaubilder direkt neben der Masche ausgehängt.

 


Robert Dembinski stand im Rahmen eines internationalen Pressemeetings bei Lensing Druck in Dortmund-Kley Rede und Antwort. — Filmanimation: Andreas Weber. Gruppenfoto: Christian Daunke.


„Die Entscheidung war richtig!“ 

Für Robert Dembinski steht als Resümee fest: „Nach vier Monaten Erfahrung mit Subskription können wir sagen: Die Entscheidung war richtig!“. Heidelberg Subscription ermöglicht für ihn die Einbeziehung der Druckmaschinen in die eigene digitale Strategie von Lensing Druck. Und — ganz entscheidend — das Subskriptions-Modell erleichtert die Entwicklung anderer Anwendungen wie dynamische Preisfindung, dynamische Planung und Beschaffung, Kundeninformationen in Echtheit, verlässliche und transparente Kalkulationen sowie Predictive Monitoring für optimale Wartungsverläufe.

Zudem erhofft sich Robert Dembinski für Lensing Druck durch die digitale Transformation des ganzen Unternehmens auch ein noch besseres Image bei Kunden, vor allem, wenn diese im digitalen Marketing erfahren sind. Für solche Auftraggeber ist die digital durchgängige Auftragsabwicklung ein absolutes Muss. Um das ‚digitale‘ Profil als Druckerei zu schärfen und mit neuen Digital-Angeboten zu synchronisieren, wurde seit September 2018 die Stelle eines CDO — Chief Digital Officers geschaffen. 


My Take: Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Man sieht am Beispiel Lensing Druck und Robert Dembinski: Wenn’s läuft, dann läuft’s! Print ist im Digitalzeitalter angekommen und kann sich behaupten. Vor allem, wenn Druckerei-Entscheider und die Mitarbeiter die digitale Transformation akzeptieren, verstehen, sich aktiv einbringen und nutzbringend weiterentwickeln. Der Einstieg als einer der ersten in Heidelberg Subscription machte sich in kürzester Zeit bezahlt. Und wirkt sich auch auf die künftige Unternehmensentwicklung dynamisch und stimulierend aus. Und: Sowohl Print-Fach-Leute als auch kaufmännisch versierte Betriebswirte sowie echte Digital-Marketing-Profis zeigen sich begeistert. Was will man mehr?

 


Links zu weiteren Informationen

Kontakt zu Robert Dembinski

Infos zu Lensing Druck

Infos zum aktuellen Status quo bei Heidelberg Subscription

 


 

Stets den Kunden und seine Wünsche im Fokus: Screenshots von der Website von Lensing Druck.

 

ValueCheck Hirnforscher Beck.001

 

„Das Gehirn ist immer an einer Geschichte, an etwas Spannendem interessiert.“  Henning Beck

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 5

 


Buchtitel Irren ist nützlichDer Hirnforscher Dr. Henning Beck, Frankfurt am Main, gibt mit seinem lesenswerten Buch „Irren ist nützlich“ wichtige Tipps. Gerade für alle, die sich mit Transformation beschäftigen. Seine These: Die Schwächen des Gehirns sind unsere Stärken. — Henning lehrt und publiziert nicht nur. Er hat auch schon Firmen im Silicon Valley beraten. 

Unser #Think!Team hat sich mit Henning Becks Erkenntnissen beschäftigt und 5 Tipps extrahiert, die einen Mind-Shift leichter machen und kreative Ideen beflügeln. Quelle: Hessenschau.de

 

 

 


 

Den Inneren Schweinehund überwinden (der es gerne bequem haben möchte):

Sich vorzustellen, wie man in Zukunft sein könnte, ist die beste Strategie um aktiv zu werden.

Wie kommt man zu neuen Ideen?

Alle großen Ideen entstehen, wenn jemand alte Regeln bricht oder neue Perspektiven zulässt. Das kann falsch sein, wer weiß das schon. Aber das ist das Spannende daran: Dadurch, dass ich es nicht weiß und etwas ausprobiere, bin ich frei.

Helfen Meetings weiter?

Wenn ich Menschen frage, wo ihnen kreative Ideen einfallen, sagen diese tatsächlich nie: am Arbeitsplatz oder in einer Besprechung. Es geschieht in der Natur, beim Laufen, beim Duschen, beim Autofahren oder beim Geschirr abtrocknen. Da spielt die Routine ihre Stärke aus, denn wenn wir Handlungen automatisch ausführen, beginnt das Gehirn ein bisschen abzuschalten und herumzuwandern. Mind Wandering heißt das in der Wissenschaft. Beim Tagträumen holen wir uns neue Inspirationen.

Zu KI/Digitalisierung

Da wir ein Gehirn haben, ticken wir aber ganz anders als Maschinen. Regeln brechen — das können Computer nicht. Außerdem werden Maschinen nicht lernen, emotional auf andere einzugehen.

Zu Innovation

Wenn ein Unternehmen zum Beispiel etwas Neues präsentieren will, sollte das Produkt nicht im Vordergrund stehen, sondern das, was die Kunden Cooles damit machen können. Das wäre gehirngerecht. Denn das Gehirn ist immer an einer Geschichte, an etwas Spannendem interessiert.

 


 

ÜBRIGENS: Unser Gehirn (und damit wir als Menschen) fühlt sich am wohlsten bei guten Gesprächen! So let’s talk and keep in touch!

 


Mit Hirn geht’s besser: Nützliche Tipps für die Praxis!

 

 

 


 

MORE

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

ValueCheck Inkjet Printing.001

Die Buch-Krise ist größer als angenommen. Dem Buchmarkt sind von 2013 bis 2017 6,4 Millionen Käufer abhanden gekommen. Grafik: Andreas Weber. Foto: ZDF, Mainz.

 

#Think!Paper—  Edition 1, Volume 4

Von Andreas Weber, Head of Value

Die Frankfurter Buchmesse offenbart durch ihre Stärken die Schwächen der Verlage. Für fünf Tage im Jahr passiert das, was Leser sich wünschen, aber sonst nicht bekommen können: Persönlicher Kontakt mit Autoren, Büchermachern und tausenden anderen Buch-Liebhabern aus aller Welt. Somit ist man Teil des Geschehens.

Im wahren Leben ist das anders. Verlage kennen ihre Kunden nicht. Und schätzen deren Bedürfnisse falsch ein, was zu einer existentiellen Krise führt, die aktuell schlimmer denn je erscheint. (Anm.: In Deutschland sind dem Markt in den Jahren 2013 bis 2017 6,4 Millionen Buchkäufer verloren gegangen; das ist ein Minus von 18 %; Quelle: ZDF-Bericht vom 10.10.2018).

 


Die Umsätze mit e-Books liegen in Deutschland auf niedrigstem Niveau. Quelle: Statista.de


 

Der Fundamental-Irrtum der Verlagswelt (neben der Tatsache, dass das Kerngeschäft Print nicht innoviert resp. transformiert wird, sondern der Fokus nur auf Senkung der Herstellungskosten liegt): Nicht das e-Book wurde zum Feind des Gedruckten. Vielmehr sind es Zeit und Gelegenheit. Leser wenden sich den Plattformen und Blogs zu, die Inhalte anders, v. a. multimedial, per Movies und Bildwelten, inhaltlich kurz, prägnant aufbereiten und das ‚Konsumieren‘ einfach und angenehm machen; gerade auch, weil Inhalte sich damit an den Regeln der Mobile-Welt ausrichten. 

Hinzukommt: Die Menschen schätzen immer mehr, sich mit anderen auszutauschen und Konversationen zu betreiben. 

Ergo: Buchmesse top, Verlagswelt flop! 

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

Lesetips

Zum Start der Frankfurter Buchmesse 2018 erschien die neueste Onlinestudie von ARD und ZDF.

Siehe auch den Kommentar von Beate Frees und Wolfgang Koch: „Onlinestudie von ARD und ZDF: Über 90 Prozent der Deutschen sind online“

Und: Sieben Fakten zum deutschen Buchmarkt (zdf-mediathek)

 

ARD-ZDF-Onlinestudie-Infografik.jpg

 


English Abstract

#ValueCheck: Potemkin villages?

The Frankfurt Book Fair / Frankfurt Book Fair 2018 reveals the weaknesses of publishers due to its strengths.

For five days a year it’s possible to get, what readers want, but otherwise can not get: personal contact with authors, book makers and thousands of other book lovers from around the world. The beauty: you are part of the action.

It’s different in real life. Publishers do not know their customers. And therefore misjudge their needs, leading to an existential crisis that is currently worse than ever.

The fundamental error of the publishing world (in addition to the fact that the core business of print is not innovated or transformed, but the focus is only on reducing production costs): Not the e-book became the enemy of the printed book. Rather, it is time and opportunity. Readers turn to the platforms and blogs for different content, via  multimedia, movies and image worlds, short in terms of content, concise processing and making ‘consuming’ simple and enjoyable; also because content aligns with the rules of the mobile world.

In addition, people are increasingly appreciating the opportunity to interact with others and to engage in conversations.

Ergo: Book Fair top, publishing world flop!

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

 


 

Jürgen Boos 2018 IMG_4961

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, will im Interview beschwichtigen: Auch wenn die Buchkäufer-Zahlen rückläufig sind, gelesen würde so viel wie immer. — Foto: Screenshot aus ZDF-Interview vom 10.10.2018

 

Kommunikation will gelernt sein.

Kommentar von Christian Kopocz via XING

Sehr gut auf den Punkt gebracht, verehrter Andreas Weber. 

Verlage kennen die Kunden nicht. Das wird ein wichtiger Punkt sein. Vergleicht man mit den Teststores von Amazon. Ein Beispiel: Das Geschäft in Chicago zeigt prominent die Bestseller aus dem Viertel/regional bezogen und aus Online- und Offlinewelt gesammelte Informationen. Das macht nicht nur neugierig, es macht auch Sinn.

Verlage, die noch immer lieber in Massenproduktionen zu günstigstem Preis und einer Platzierung im Buchhandel kalkulieren, ohne einen Weg zu finden, die Informationen der Leser zu sammeln und vor allem sinnvoll zu nutzen, die haben einfach keine Zukunft. 

Doch es passiert einfach noch immer zu wenig. Perspektivlosigkeit, Alter, allgemeine Situation. Alles Ausreden für fehlenden Willen und Fähigkeit.

In der Tat ist der persönliche Kontakt schwer. Da haben es Verlage noch schwerer als der Buchhandel. Auch hier findet man nur selten wirkliche Konversation. Lesungen allein sind nicht das Mittel. 

Doch Kommunikation will gelernt sein. Da war wieder das böse Wort. LERNEN. Da liegt ein weiteres Problem. Lebenslanges Lernen. Tut nicht weh, doch wie oft soll man das noch sagen und beweisen?

#handel #buch #buchhandel #book #transformation #learning #change #customercentric

 

Bildschirmfoto 2018-10-10 um 13.41.42.png

 


 

ValueCheck Nico Analyse Print.001

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 3

Kritische Analyse und Kommentar von Klaus-Peter und Julius Nicolay, Druckmarkt-Redaktion

 

„Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 


 

„Die Printauflagen sinken auf breiter Front … Ein Ende scheint nicht in Sicht“ war auf horizont.net zu lesen; und bei meedia.de stand: „44% sehen keine relevante Zukunft für Printmedien.“ Nun ist das Interpretieren von Zahlen ja immer so eine Sache. Vor allem, wenn es (wie bei Online-News) schnell gehen muss. Denn in der Studie, auf die sich die Schlagzeilen beziehen, geht es einzig und alleine um Zeitungen und Zeitschriften beziehungsweise die Zukunft des Journalismus. 

Wieder einmal wird von den Online-Redakteuren geradezu genussvoll unterschlagen, dass Print weit mehr ist als das Verbreiten von Nachrichten. Und wenn dabei aus 42 auch einmal 44 Prozent werden, stärkt das eher das Argument, dass Gedrucktes glaubwürdiger ist als andere Medien.

 

Print Statistik01

 

Wir zumindest interpretieren die Zahlen anders und halten dagegen: Deutsche glauben an Print! Das belegen auch die Zahlen aus dem Sommer 2018, die der Bundesverband Druck und Medien vorgelegt hat und ebenso die Ergebnisse, über die der Fachverband Faltschachtel-Industrie berichtet. 

Was an der oben angesprochenen Studie ‚New Storytelling‘ aber besonders interessant erscheint, ist die Tatsache, dass Fachzeitschriften ein so hoher Stellenwert eingeräumt wird. Schließlich sind die ja auch schon etliche Male totgesagt worden.

 


 

Mailings sind out? VON WEGEN!

Print Mailings

Da befinden wir uns in guter Gesellschaft. Denn das gute, alte gedruckte Mailing wurde vom digitalen Marketing immer wieder gerne totgesagt. Dabei erfreuen sich Direkt- oder Dialog-Marketing als gedruckte Mailings einer neu entfachten Beliebtheit bei Unternehmen und hoher Wertschätzung bei den Empfängern. Damit haben wir uns auch in der Sommer- Ausgabe 2018 des ‚Druckmarkt‘ intensiv beschäftigt.

Denn gerade bei den Mailings gibt es eine interessante Entwicklung: Volladressierte Werbesendungen, das heißt auch Mailings mit vollständiger Adresse und persönlicher Ansprache, gehörten 2017 zu den Gewinner-Medien.

Nach dem Dialogmarketing-Monitor 2018 der Deutschen Post verschickt jedes siebte deutsche Unternehmen volladressierte Werbesendungen. Und diese Unternehmen legten gegenüber 2016 für personalisierte Mailings noch eine Schippe drauf, sodass das Marktvolumen um gut 4% auf 6,5 Mrd. € stieg. 

Durchschnittlich sind den Unternehmen ihre volladressierten Werbesendungen fast 13.000 € wert. Das Plus von 300 Mio. € fließt etwas stärker in die Planung, Konzeption und Produktion der Werbesendungen als in die Distribution, die aber weiterhin den größten Kostenblock darstellt. Und der Wert für die Druckproduktion von Mailings wird mit immerhin 3,12 Mrd. € angegeben. Gar nicht so schlecht für ein ‚nettes Briefchen‘.

 


 

Je digitaler die Welt, desto analoger die Bedürfnisse!

 

Taucht da bei den Menschen etwa eine Sehnsucht nach etwas Realem auf, nach etwas Haptischem, nach etwas, das bleibt – und nicht beim nächsten Klick vom Monitor und damit aus dem Gedächtnis verschwunden ist? Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 

Foto von Hunkeler AG.png

Foto: Screenshot der Website von Hunkeler AG, Schweiz.

 

Drucksachen, die als Wegwerfprodukt konzipiert sind, werden dies nicht vermitteln können. Ohnehin sind billig und lieblos produzierte Drucksachen für den Papierkorb beim Empfänger bestimmt. 

Werden sie jedoch engagiert und mit Liebe zum Detail hergestellt, spüren Empfänger und Leser diese Wertschätzung. Sie werden sich damit beschäftigen, vielleicht sogar aufheben oder weiterreichen. Dann ist das Ziel beim Mailing, bei der Werbung und bei allen anderen Drucksachen erreicht, die damit eine relevante Zukunft haben!

 


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

Das DRUCKMARKT-Team und Klaus-Peter Nicolay sind Partner und Mit-Initiatoren von #Think!Paper, der übergreifenden Initiative, die sich dem Thema „The Beauty of Print&Transformation“ widmet.

 


 

Lesetipp zum Download

Jahresmagazin „Unter Druck – Starker Partner in turbulenten Zeiten.“, Herausgegeben vom VDMB, München, 2018. 

VBDM jahersmagazin 2018

 


 

#Think!Paper #PDA Sommer Weber.001

Peter Sommer, Member of the Elanders Board, and Andreas Weber, Head of Value, met in Waiblingen, near Stuttgart, to discuss their ideas. Their meeting resulted in the #Think!Paper initiative.

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 1. | German Version

 

“We are launching an initiative that highlights the importance of print not only in but also for the digital era. What counts is not what we do or how we do it, but rather why print delivers sustainable success. The focus needs to be on the unique benefits that professional print production delivers. And that applies whether you’re looking at the past, present or future!” – Peter Sommer and Andreas Weber

A special kind of summit on print and transformation: Peter Sommer, Member of the Elanders Board, and Andreas Weber, Head of Value, met in Waiblingen, near Stuttgart, Germany. This European city is a major hub for the most dynamic solutions portfolio for print and demonstrates with high volumes and strong profits just how big a contribution print (based on digital printing) can make in the digital age. 

“I find it astounding and completely incomprehensible how poorly print is portrayed – especially by the print media industry itself. Why is that?” asks Sommer. The meeting picked out core issues that led to the establishment of the Think!Paper initiative. These points also represent the key thrust of the Think!Paper activities, offering a constructive and critical basis for further discussion.

Taking stock

The print media industry is underselling itself and taking far too little interest in what is going on elsewhere. It likes to keep to itself. There is usually little more than speculation about the challenges set by the digital age. Many positive aspects go unnoticed, and there is a failure to grasp the opportunities that change could bring.

Core arguments

Status quo: The industry has built its own funeral pyre and is fervently stoking the fire beneath it. However, the prospects for print shops in the digital age are far better than the image the industry is presenting, both within and beyond its own ranks.

The mistake being made is that print shops and print buyers are following false prophets.

Clarification: Print is a perfected medium with a pedigree, potential and the capacity for profitable new business. 

Consider the facts:

  • Print represents an exceptionally valuable form of communication – made by people, for people!
  • Improved functionality is exponentially increasing the benefits that print offers in the digital age.  
  • Print isn’t just about duplicating data – it can package text, images and special effects in a very special, highly personal format that moves people profoundly. 
  • As a communication medium, print has the most lasting effect and can therefore be used to great advantage. 
  • As part of the marketing mix, print is constantly raising the bar and creating new potential for customer relationships in the most effective ways possible.
  • And, when it comes to transformation – if anything has to change, then it is how print is handled as a premium product.

Paradigm: Print was, is and will remain an indispensable catalyst for cultural, social and economic developments. That is something ‘digital leaders’ such as Google, Amazon, Facebook and Apple have long since recognized. Indeed, these giants of the digital age are highly adept at using print to their benefit. 

Plea: Print will continue to be a winner in the digital era, if it can strike the right balance between what is useful on a technical level and people’s real needs. The facts are on the table. Now is the time to communicate them clearly and comprehensibly! Let’s put the beauty and diversity of print in the right light!

Aims and measures

We are kicking off creative conversations that cut to the chase with a clear focus. This is how we want to present a vivid and forward-looking picture that highlights effective solutions for using print in all types of communication where it can harness its full potential and strengths. 

We are kindling enthusiasm for innovative and exceptional communication solutions that use print.

We are reinforcing business development with print by identifying and integrating areas of the market that have so far been under-utilized but can rapidly and effectively benefit from innovation solutions using print. 

We are organizing round tables, VIP events and social media-based interactive communication using print.

We are providing clear and concise concept papers as part of the new Think!Paper activities. These include elements such as dossiers, reports with analyses, and guidelines for top decision-makers in business.

We are launching a global ideas competition. 

We are setting up and managing the international “Think!Team”, an interdisciplinary panel of experts.

 


 

Note

A number of hand-picked partners have already been found for Think!Paper, including first and foremost Mondi Group, GT Trendhouse 42 and DRUCKMARKT. More news to follow shortly.


Contact

If you are interested in the Think!Paper initiative or want to get involved, please get in touch:

Twitter @PrintDigitalAge

Andreas Weber (coordination) via LinkedIn

Hashtag: #PDA #printforthedigitalage #creativity #printinnovation #transformation

 


 

#Think!Paper the key facts at a glance

What we do

We evaluate and profile print and its proponents as an effective driving force for transformation – across all industries!

Our mission

We show, first and foremost, that print is by no means driftwood in an ocean of transformation (with Titanic-style effects) but rather a solid anchor for the ‘tsunamis in our heads’!

Our USP

We are bringing together the brightest minds to form interdisciplinary #Think!Teams with a global outlook. 

We are building up the finest pool of expertise with a clear focus on interaction, discourse and sustainable conversations.

We are reinforcing the bedrock of any successful ‘digital’ transformation – proficient, dynamic and meaningful communication.

Benefits for our partners

We help our partners make new and market-relevant discoveries that inspire them and inject new energy into their development.


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

ValueCheck DOG Heidelberg Assistant.001

Revealing: Great conversation about the Heidelberg Assistant at the pharmaceutical service provider D.O.G. GmbH in Darmstadt, Germany. Photo: Heidelberg

 

By Andreas Weber, Head of Value | German Version

 


“For me, Heidelberg Assistant is a tool that is very important to our digitization strategy, one that is indispensable for the future.”— Andre Gass, IT specialist and senior executive at D.O.G. GmbH in Darmstadt


 

Managing processes with the aid of digital communications creates transparency in real time for complex technical procedures and takes industrial print production to a whole new level. This was the most important insight gleaned from the follow-up meeting with D.O.G. GmbH in Darmstadt. 

The aim of the meeting was to examine the use of the Heidelberg Assistant as a central digital management platform in a highly specialized print shop. D.O.G. was represented at this meeting by senior executive Andre Gass, who, as a qualified IT specialist, deals primarily with the Heidelberg Assistant and intelligent data analysis for the operational and technical management of the print shop. Tom Oelsner, Head of Innovation at the Heidelberg Digital Unit, also attended the meeting on behalf of Heidelberg.

 


Information box

Precision and reliability based on flexibility and innovation

D.O.G. GmbH is a family business and has specialized in work for customers in the German and European pharmaceutical industry and the cosmetic and airline sectors since it was founded in 1996. The solutions in its portfolio include sophisticated print products and services such as packaging inserts, booklets, standard labels, piggyback labels, outserts, folding cartons, labels for folding cartons, design and consulting services, logistics, and engineering. Everything at D.O.G. is genuine precision work, which is monitored by customers through audits. Founder and Managing Director Johann Gass has ushered in a new era so that his company can meet the requirements of the digital age in the best way possible. Three of his children have also joined the team. D.O.G. runs production operations at two sites in western Darmstadt and has been using the Heidelberg Assistant since June 2018. 

The Heidelberg Assistant is a universal web platform that allows various users to digitally manage all the relevant aspects of a print shop. These aspects include, for instance, the printing technology in use (including performance measurement and predictive monitoring), support, purchasing through an eShop, and administration. The combined use of Heidelberg IDs and customer-/employee-specific dashboards supports personalized access to the system and allows companies to integrate all specific components in a customized and scalable way. The Heidelberg Cloud ensures the best possible connectivity and provides an optimum means of sharing data and knowledge. After being launched initially in Germany, Switzerland, the USA, and Canada, the project was rolled out in Japan in July 2018. And there are more countries to come. The platform has an open design and can even integrate products from other manufacturers. The basic version is available to all customers free of charge.


 

Useful to customers from day one!

“Following the launch with around 30 customers in December 2017, it is clear that industrial customers with an affinity for services and cutting-edge equipment draw particular benefit from the Heidelberg Assistant. Right now, there are already over 200 customers using the Assistant. There’ll be 500 by the end of the year,” Oelsner states confidently. The aim is to make both the platform and Heidelberg Cloud meet the highest security standards.

Oelsner sees his collaboration with IT specialist Andre Gass as the perfect opportunity to put the platform through its paces and make sure it continues to evolve. Thanks to the modular design of the Assistant, new customer requirements can be integrated as add-ons as necessary. A new release goes live every three months. “The capacity utilization is very high right from the start. There are many customers who use the Heidelberg Assistant several times a week, some even daily,” explains Oelsner.

 

Tom Oelsner IMG_4927

Tom Oelsner, Head of Innovation at Heidelberg Digital Unit, is pushing the digital transformation forward. Photo: Andreas Weber

 

This high intensity of use appears to be rather consistent across the individual markets, although market penetration has progressed furthest in Switzerland: “The Assistant offers the widest range of applications for customers with machines connected to the Heidelberg Cloud. In Switzerland, around 50 percent of this customer group already uses the Assistant, mainly to boost productivity and get advance warning of potential failures.” The feature in highest demand appears to be the service status, which, thanks to its traffic-light system, can be checked at a glance. 

The ability to customize the platform makes it particularly appealing to users – this even includes assigning names to machines and photos of installed machines and print shop employees. 

Oelsner explains: “It’s really important to us that we can put the customer at the very heart of what we do. That means we make it possible for our customers to give their staff exactly the support they need for their respective tasks. For instance, employees can select the events for which they would like to receive a messenger or email notification. “Do you still use the telephone or do you use the Heidelberg Assistant?” That has to be the question we ask customers – because they can now track service processes, spare part deliveries, predicted failures, and productivity 24/7 without having to make a single call. 

The many benefits of digital communication and smart automation

Managing maintenance operations has to be a key focal point for industrial print shops, as Gass is well aware. The Assistant automatically generates a maintenance calendar, which helps customers find the best way to incorporate various machines into production planning. After all, downtimes lower productivity and so, in principle, should not occur unless scheduled. Maximizing the availability of production systems is important, first and foremost, in giving print shops the flexibility they need when plans change because the customer has moved a deadline. Workflows must always be designed to achieve maximum productivity. 

“Digital communication with Heidelberg Service, either through the Assistant’s messaging system or the eCall functions [for instance, the machine automatically reports and documents signs of faults], really takes a lot of weight off our shoulders. Nothing gets lost, and all processes are always running at optimum level,” Gass explains. He appreciates the platform’s clear structure, transparency, and user-friendliness. 

“Our core values of reliability, commitment to quality, flexibility, and innovation are fully reflected in the Assistant, which helps us considerably when it comes to doing the best possible job in the interest of our customers,” adds Gass.

Gass worked very closely with the Heidelberg Assistant while preparing for the installation of a new Heidelberg Speedmaster XL 106-2-P. “We take a very methodical and structured approach to everything we do, and always push ourselves to the limit when it comes to performance and quality. This is because customer requirements, particularly in the pharmaceutical industry, are extremely high.” Gass has been very impressed by the way Heidelberg makes the premium technology of its hardware and software both transparent and simple to use. 

“We’re really benefiting from everything the Assistant is making possible because reaching a high level of digitization is very much a priority, not just for us but also for our customers. This is because one of our core missions is to create the best possible interfaces to our customers’ highly diverse systems,” explains Gass. Orders are sent to the print shop digitally and can then be managed and monitored on an entirely digital basis and optimized using process management where appropriate. 

 

20180906_Bild_3_HDA-DOG-Weber_L096_1

Andre Gass (left) and Tom Oelsner enjoyed their conversation. Photo: Heidelberg

 

As a result, it may become necessary to create an interface between the Heidelberg Assistant and the ERP system at D.O.G. for future use. Oelsner adds: “A system connection is already being tested for error messages. This allows the customer’s system to send an XML file to the Assistant for electronic processing without an employee having to fill out a new form.”

However, it is important to make full use of the wide range of options already available first, primarily with regard to the platform’s add-on options, and particularly those relating to performance measures. The basic version of the Assistant provides the customer with KPIs. Additional options for more detailed analysis can be agreed in a separate contract.

Important outcomes: Speed, error prevention, convenience functions

Gass has been impressed by the integration of the Heidelberg eShop, which is tailored to the specific needs of his company: “We have preconfigured shopping lists, and it only takes a few clicks to put together the right order. The eShop range adapts to our requirements and selects the consumables we actually need. Incorrect orders are now a thing of the past. Even today, the Heidelberg eShop is already designed to work fast.

According to Oelsner, it takes an average of 70 seconds to place an order using shopping lists. In the future, the necessary order volumes will be calculated on a predictive basis using key data from production and the customer will be advised on when to place an order, so that no surplus stock has to be stored in the print shop.

With the exception of a completely autonomous ordering process, which will be available in future configurations of the Assistant, the print shop could not have chosen a more dependable procurement system. 

 

20180906_Bild 1_ HDA-DOG-Weber_L020

Andre Gass, IT specialist and senior executive at D.O.G. GmbH in Darmstadt puts digitization in the focus to strengthen the printing business.

 

There is another feature of the Assistant that Gass finds particularly practical – users can intervene if necessary, and are not solely reliant on automation. Oelsner goes on to discuss the feedback he’s gotten from many customers: “All kinds of additional documents, such as text, images and video, can be sent to Heidelberg using the service system, even an audio file of a rattling sound, which would be difficult to explain otherwise.” 

For Gass, this represents a significant improvement to communication and a noticeable increase in the speed and quality of troubleshooting. He also believes it is important the system documents what it does, so as to create transparency for the management team. 

Gass summarizes his experience with the Assistant: “For me, Heidelberg Assistant is a tool that is very important to our digitization strategy, one that is indispensable for the future. What’s more, everything we’re familiar with in terms of modern digital communication through social media in our private lives is also offered by the Assistant for our business matters: Messenger and chat functions, notifications, and much more. Everything is recorded automatically in timelines and can be researched later on.”

 


 

DOG Kompakt

Screenshot from D.O.G.’s website. 

 


 

My take – times are changing. And that’s perfect!

In the print business, there is still a lot that can be done much better as part of a smart digitization strategy driven by IT expertise. This is particularly true when tech manufacturers, like Heidelberg in the case of the Heidelberg Assistant, create innovative, scalable and interactive platforms that print shops can use in structured, personalized and creative ways. 

At D.O.G. in Darmstadt, they aren’t just aware of this – they’re actively integrating it into their new business strategy, making it an important part of this new era in the company’s management. This is all the more fitting, as D.O.G. aims for the highest level of quality and precision based on its clearly defined company values. 

Digital communication at every step in the industrial print manufacturing process is a must if you want to take a modern approach to business operations and the concerns of end customers. 

If all necessary business communication between the tech manufacturer and the customer in the printing industry can be optimized to such a degree, then everyone wins – with mutual benefits, profitable growth and sustainable development in business activities! —Andreas Weber

 


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

About ValueBlog IMG_9105


 

ThinkPaper BlogPost Fraser Church.001

Print ad out of a campaign by ‘internet.org by Facebook’, designed by Sid Lee, U.S.A.

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 2

”I believe Think!Paper’s stance of recognising the role of print in a digital age will help address this  issue and fill an incredible void in knowledge in an ever-shifting communication environment.”

 

By Fraser Church

 

I applaud the initiative of Think!Paper. This addresses a number of issues that have become prevalent in recent years particularly in the communication industry. 

Today’s marketers have been brought up on digital and social media as being the default form of customer communication, with the much-heralded cry of “digital first” becoming increasingly common. However, the question is whether they are listening to their customers, or whether they are getting carried away on the digital wave whilst at the same time being influenced by perceived efficiencies based more on cost than actual return on investment.

Brands are increasingly focussing on Customer Experience and optimising the customer journey; however, to do that properly, marketers need to recognise that a decision to make a purchase is as much emotional as rational these days. Brand trust, values and relationships are increasingly important in a world where there is a narrowing in product differentiation. As part of building that relationship, it is important for brands to understand which media to use when and for which messaging. 

Print is perhaps the most trusted medium.

Remember the phrase “I would like to see that in writing”. So, when something needs consideration, or has to be seen as authoritative, print can be a great medium. Print Is also the only channel that can impact on one of our most important senses of touch. Indeed, in my later years at Paragon I spend considerable time persuading clients of the value of increasing the production values of their printed output, and thus cost, to help subliminally re-enforce brand values. 

You could for example question whether a Tiffany shopping bag is perhaps an accessory as much as a means of getting goods home. At the same time, you have to be careful not to over play your hand; for example, charities would never use a coated stock, as this would seem to go against their environmental and cost saving credentials (even though recycled paper can cost more!).

But this does not mean everything should be printed.

Email is a great means to deliver offers, newsletters and access to the depth of content that the online environment can provide. Mobile, whilst being often seen as an invasive medium, is perhaps the best way to remind people of a medical or retail appointments, or increasingly keep them up-to-date in real time about their purchase deliveries; and with the advent of 5G networks they will increasingly deliver richer experiences. Apps are a great way for people to manage their life, for example online banking or travel. Whilst social media lets us reach audiences at pace, in an informal and engaging manner.

The issue is that whilst a digital revolution is undoubtedly taking place, interested parties have been perhaps a bit blinkered. The Print Industry has tended to take great pleasure at criticizing digital media whenever it can. On the other hand, the digital communication industry has just ignored print as irrelevant. It is not either or. It is not one or the other. The true power is recognising how brands can use all of the media to their best advantage, optimising customer journeys and building long-term relationships. I believe Think!Paper’s stance of recognising the role of print in a digital age will help address this issue and fill an incredible void in knowledge in an ever-shifting communication environment.

Finally, what about Digital Transformation?

Digital Transformation is often misunderstood. It is not about making sure that all communication is sent via email or mobile; it is about using technology to make it more efficient for businesses to both operate and deliver more engaging experiences for the customer. It is an innovation enabler, allowing new business, operational and communication models. 

However, this does not preclude print, and it should always be considered as a channel to be used to undertake specific roles. For example, whilst comparison websites may help you find the best mortgage, and banks want you to complete applications online, the issuing of printed legal document, welcome pack and annual statements can provide reassurance and feeling of security for customers. 

Also, we should remember that not all consumers are digital natives and a considerable proportion of the population have grown up enjoying and trusting print as a media.

So, whilst Digital Transformation will be responsible for creating a number of digital only brands such as Uber, the majority of companies partaking in digital transformation will still find there is a role, and a productive one at that, for print in their business model.

 

 


About Fraser Church

Fraser_Church

Fraser Church is an independent communication consultant and also General Manager of CPX Group — a co-operative of nine of the world’s largest and most innovative print and digital communication companies.

Fraser, who has a degree in Economics, started his career in consumer marketing working for a number of the UK’s leading brands. He then transferred his allegiances to the agency world as a director of RMP a data driven one-to-one communication agency specialising in customer loyalty in the retail sector.

He cut his teeth in the new digital world by setting up a dot.com company in 1999, providing consumers with an online resource for ordering catalogues and brochures. Fraser subsequently moved on to create some of the world’s earliest and most successful variable digital print applications for DSI who eventually became part of the Paragon Group.

Fraser was most recently Head of Creative Development at Paragon, particularly enjoying spending time with clients evangelising about how print plays an important part in customer journeys in an ever-increasing digital world.

He currently became a member of our #Think!Team to support the #Think!Paper initiative and to enrich knowledge sharing.

Contact via LinkedIn


 

 

ValueCheck DOG Heidelberg Assistant.001

Aufschlussreich: Praxisgespräch zum Heidelberg Assistant beim Pharma-Dienstleister D.O.G. GmbH in Darmstadt

 

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

 


„Heidelberg Assistant ist für mich ein wichtiges und für die Zukunft unverzichtbares Tool im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie.“ — Andre Gaß, Diplom-Informatiker, Mitglied der Geschäftsleitung bei D.O.G. Gmbh, Darmstadt


Prozessmanagement durch digitale Kommunikation schafft in Echtzeit Transparenz bei komplexen Technikabläufen und hebt die industrielle Print-Produktion auf ein neues Level, so lautet die wichtigste Erkenntnis auf dem Praxisgespräch bei D.O.G. GmbH in Darmstadt. 

Ziel des Treffens war es, den Heidelberg Assistant als zentrale Plattform für Digitales Management einer hochspezialisierten Druckerei unter die Lupe zu nehmen. Gesprächspartner waren seitens D.O.G.-Geschäftsleitungsmitglied Andre Gaß, der sich als Diplom-Informatiker v. a. mit dem Heidelberg Assistant und der intelligenten Datenanalyse zum Betriebs- und Technikmanagement der Druckerei beschäftigt, sowie seitens Heidelberg Tom Oelsner, Leiter Innovation bei der Heidelberg Digital Unit.


Infobox

Präzision und Zuverlässigkeit auf Basis von Flexibilität und Innovation

D.O.G. GmbH ist ein Familienbetrieb und seit der Gründung im Jahr 1996 spezialisiert auf Kunden aus der deutschen und europäischen pharmazeutischen Industrie sowie Kosmetik und Airline. Das Lösungsangebot umfasst anspruchsvolle Druckprodukte und Dienstleistungen, wie z. B. Packungsbeilagen, Booklets, Piggybacks, Outserts, Faltschachteln, Faltschachtel-Kennzeichnung, Etiketten , Konzeptions- und Beratungsleistungen sowie Logistik und Engineering. Alles bei D.O.G. ist echte Präzisionsarbeit, die durch Audits von Kunden überprüft sind. Gründer und Geschäftsführer Johann Gaß hat den Generationswechsel eingeleitet, um seine Firma den Anforderungen ans Digitalzeitalter bestmöglich gerecht zu werden. Drei seiner Kinder sind an Bord. Produziert wird an zwei Standorten im Westen von Darmstadt. Seit Juni 2018 ist der Heidelberg Assistant bei D.O.G. im Einsatz.

Der Heidelberg Assistant ist eine universelle, Web- Plattform zum digitalen Management aller relevanten Aspekte eines Printbetriebes durch unterschiedliche Nutzer: für die eingesetzte Druckereitechnik (inkl. Performance Messung und Predictive Monitoring), Support, Einkaufen per eShop und Verwaltung. Per Heidelberg-ID und kunden- resp. mitarbeiterspezifischen Dashboard wird sichergestellt, maßgeschneidert auf das System zugreifen zu können und alle spezifischen Komponenten individuell und skalierbar einzubeziehen. Für bestmögliche Konnektivität sowie optimalen Informations- und Wissenstransfer sorgt die Heidelberg Cloud. Nach den Startmärkten Deutschland, Schweiz, USA, Kanada folgte im Juli 2018 derProjektstart in Japan. Andere Länder folgen. Die Plattform ist offen angelegt und kann auch Produkte anderer Hersteller einbeziehen. Die Basisversion steht jedem Kunden kostenfrei zur Verfügung.


Vom Start weg für Kunden nützlich!

„Nach dem Start im Dezember 2017 mit rund 30 Kunden zeigt sich, dass Service-affine, industriell orientierte Kunden mit modernstem Equipment besonders vom Heidelberg Assistant profitieren. Derzeit nutzen schon über 200 Kunden den Assistant, Ende des Jahres werden es 500 sein“, zeigt sich Tom Oelsner zuversichtlich. Maßgabe ist, die Plattform wie auch die Heidelberg Cloud höchsten Sicherheitsstandards folgen zu lassen.

Tom Oelsner sieht gerade in der Zusammenarbeit mit Andre Gaß als IT-Spezialisten optimale Voraussetzungen, den Praxiseinsatz auf Herz und Nieren zu überprüfen und konstant weiterzuentwickeln. Da der Assistant modular aufgebaut ist, lassen sich je nach Bedarf neue Kundenanforderungen als Erweiterungen integrieren. Alle drei Monate wird ein neues Release produktiv gesetzt. „Der Nutzungsgrad ist von Beginn an sehr hoch. Viele Kunden verwenden den Heidelberg Assistant mehrmals wöchentlich, einige sogar täglich“ wie erläutert Tom Oelsner.  

 

Tom Oelsner IMG_4927

Tom Oelsner, Head of Innovation bei der Heidelberg Digital Unit, treibt die Digitalisierung bei Heidelberg und seinen Kunden klug und umsichtig voran. Foto: Andreas Weber

 

Bei der hohen Nutzungsintensität gebe es kaum Unterschiede in den einzelnen Märkten, die Durchdringung ist in der Schweiz aber am weitesten fortgeschritten: „Für Kunden mit Maschinen mit Heidelberg-Cloud-Anbindung bietet der Assistant das breiteste Anwendungsspektrum. In der Schweiz nutzt bereits ca. 50% dieser Kundengruppe den Assistant, insbesondere auch um Produktivitätssteigerungen zu erreichen oder Ausfallvorhersagen einschätzen zu können.“ Am Gefragtesten sei der Servicestatus, der per Ampelsystem gekennzeichnet übersichtlich einsehbar ist. 

Besondere Akzeptanz entsteht durch die persönlichen Anpassungsmöglichkeiten; das reicht bis hin zur Vergabe von eigenen Maschinennamen und Fotos der installierten Maschine inklusive den Druckerei-Mitarbeitern. 

Tom Oelsner führt weiter aus: „Wir legen viel Wert darauf, kundenzentriert agieren zu können. D. h. wir ermöglichen unseren Kunden, die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Aufgabenstellungen passgenau zu unterstützen. Beispielsweise kann jeder Mitarbeiter die Ereignisse auswählen zu denen er eine Mitteilung per Messenger oder Email erhalten will. “Telefonieren Sie noch oder nutzen Sie schon den Heidelberg Assistant?“ – das muss unsere Fragestellung an Kunden sein – denn die Verfolgung von Serviceprozessen, Ersatzteillieferungen, Ausfallvorhersagen und Produktivität ist jetzt ohne Rückruf 7×24 Stunden für den Kunden nachverfolgbar. 

Hoher Nutzen durch digitale Kommunikation und smarte Automatismen

Im Fokus muss bei industriellen Druckereien vor allem das Wartungsmanagement stehen, wie auch Andre Gaß betont. Der Assistant erstellt automatisiert einen  Wartungskalender, der hilft, unterschiedliche Maschinen optimal in der Produktionsplanung einsetzen zu können. Denn Stillstandszeiten senken die Produktivität und sollten im Prinzip nie ungeplant auftreten. Wichtig ist eine maximale Verfügbarkeit der Produktionssysteme, um v. a. auf Planänderungen durch Terminverschiebungen seitens der Kunden flexibel reagieren zu können. Die Produktivität muss stets maximal ausgelegt sein. .

„Die digitale Kommunikation mit dem Heidelberg Service über das Messagingsystem des Assistant oder auch über eCall-Funktionen [die Maschine meldet und dokumentiert z. B. automatisch Hinweise auf Störungen] entlastet uns erheblich. Es geht nichts verloren und alle Abläufe gestalten sich stets optimal“, erläutert Andre Gaß. Ihm gefällt die klare Struktur, Übersichtlichkeit und Einfachheit in der Bedienung der Plattform. 

„Unsere Kernwerte‚ Zuverlässigkeit, Qualitätsorientierung, Flexibilität, Innovation‘  finden durch den Assistant eine hundertprozentige Entsprechung, die uns entscheidend hilft, unseren Job im Interesse unserer Kunden bestmöglich auszuführen“, ergänzt Andre Gaß.

Andre Gaß hatte sich im Vorfeld der Neuinstallation einer Heidelberg Speedmaster XL 106-2-P intensiv mit dem Heidelberg Assistant beschäftigt. „Wir gehen bei allem, was wir tun, sehr planmäßig und strukturiert vor, und arbeiten Leistungs- und Qualitätsmäßig stets am obersten Limit. Denn die Kundenanforderungen gerade im Pharma-Bereich sind extrem hoch“. Die Art und Weise, wie Heidelberg seine Premiumtechnik bei Hard- und Software nutzbar und transparent macht, sowie die Einfachheit im Handling findet Andre Gaß sehr beeindruckend. 

„Was durch den Assistant nunmehr möglich wird, kommt uns sehr entgegen, gerade weil nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden auf einen hohen Digitalisierungsgrad entscheidend Wert legen. Denn eine unserer Kernaufgabe ist es, unsererseits die bestmöglichen Schnittstellen zu den heterogen Kunden-Systemen zu schaffen“, erläutert Andre Gaß. Aufträge kommen so auf digitalem Weg zur Druckerei und können dann in der Druckerei durchgehend digital gesteuert, überwacht und durch Prozessmanagement ggf. optimiert werden. 

20180906_Bild_3_HDA-DOG-Weber_L096_1

Andre Gaß (rechts) im Gespräch mit Tom Oelsner. Foto: Heidelberg.

Für die Zukunft könnte daher wichtig werden, sogar eine Schnittstelle vom Heidelberg Assistant zum ERP-System bei D.O.G. zu schaffen. Tom Oelsner ergänzt: „Eine Systemanbindung bei Störungsmeldungen ist bereits im Test. Hier kann das System des Kunden einen XML-File an den Assistant zur elektronischen Verarbeitung übergeben, ohne dass ein Mitarbeiter ein Formblatt neu ausfüllen muss.“

Doch zunächst gilt es, die vorhanden vielfältigen Möglichkeiten auszuschöpf en. Vor allem auch im Hinblick auf die in der Plattform vorhandenen Zusatzoptionen, gerade im Hinblick auf Performance-Maßnahmen. Der Assistant liefert in der Basis-Version die Kennziffern, zusätzliche detaillierte Analysemöglichkeiten können gesondert vertraglich vereinbart werden.

Wichtige Effekte: Schnelligkeit, Fehlervermeidung, Komfortfunktionen

Die Einbindung des Heidelberg eShop, der exakt auf die Bedarfe seiner Firma zugeschnitten ist, begeistert Andre Gaß: „Wir haben Einkaufslisten vorkonfiguriert und kommen mit wenigen Klicks zur richtigen Bestellung. Das eShop-Angebot stellt den Kontext zu uns her und selektiert die Verbrauchsmaterialien, die wir auch tatsächlich brauchen. Es kann nicht mehr zu Fehlern bei Bestellungen kommen. Schon heute ist der Heidelberg eShop auf eine schnelle Abwicklung ausgelegt.

Laut Tom Oelsner benötigt ein Bestellvorgang mittels Einkaufslisten im Schnitt 70 Sekunden. Zukünftig werden die notwendigen Bestellmengen anhand der Produktionskennziffern vorausschauend berechnet und dem Kunden zur Bestellung empfohlen, so dass keine überschüssigen Bestände in der Druckerei gelagert werden müssen. Abgesehen von einem komplett autonomen Bestellvorgang, wie es ihn in einer späteren Ausbaustufe des Assistant geben wird, könne die Beschaffung durch die Druckerei nicht sicherer erfolgen.  

20180906_Bild 1_ HDA-DOG-Weber_L020

Andre Gaß, von Hause aus Diplom-Informatiker, setzt auf Digitalisierung im Print. Foto: Heidelberg.

Andre Gaß findet die Möglichkeit beim Assistant, sich nicht nur auf Automatisierung zu verlassen, sondern im Bedarfsfall auch persönlich einbringen zu können, äußerst praxisgerecht. Tom Oelsner ergänzt, was er von vielen Kunden zu hören bekam: „Über das Servicesystem kann jede Art von Zusatzdokument wie Texte, Bilder, Video an Heidelberg übermittelt werden, sogar als Sounddatei mit einem Klappergeräusch, das sonst nur schwer erklärbar wäre.“ 

All das, so Andre Gaß, bedeute ein entscheidendes ‚Mehr an Kommunikation‘ und steigere nachvollziehbar die Geschwindigkeit und Qualität der Störungsbeseitigung. Insbesondere auch die Dokumentation dessen, was sich getan hat, ist ihm wichtig, um dem Management Transparenz zu bieten. 

Andre Gaß resümiert: „Der Heidelberg Assistant ist für mich ein wichtiges und für die Zukunft unverzichtbares Tool im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie. Und: Alles was man im Privatleben aus der zeitgemäßen digitalen Kommunikation per Social Media kennt, bietet der Assistant für unsere Geschäftsbelange: Messenger- und Chat-Funktionen, Notification und vieles mehr. Alles wird automatisch in Chroniken erfasst und recherchierbar.“

 


 

DOG Kompakt


My Take: Die Zeiten ändern sich. Und das ist gut so!

„Im Print-Geschäft kann im Rahmen einer klugen, von Informatik-Fachwissen getriebenen Digitalisierungsstrategie noch vieles wesentlich optimiert werden. Gerade wenn Technikhersteller wie Heidelberg wie im Falle des Heidelberg Assistant neuartige, skalierbare, interaktive Plattformen schaffen, die von Druckereien in strukturierter, personalisierter und kreativer Form genutzt werden können. 

Bei D.O.G. in Darmstadt wird das nicht nur verstanden, sondern aktiv in die neue Geschäftsstrategie integriert und bildet einen wichtigen Baustein im Generationswechsel bei der Unternehmensführung. Das passt umso besser, als D.O.G. auf Basis seiner klar definierten Unternehmenswerte die Marschrichtung auf höchstem Qualitäts- und Präzisions-Level vorgibt. 

Digitale Kommunikation über alle Prozessschritte bei der industriellen Printherstellung hinweg ist dabei ein Muss, um die Betriebs- und Endkunden-Belange zeitgemäß gestalten zu können. 

Wenn alle notwendigen geschäftlichen Dialoge zwischen Technik-Hersteller und Druckerei-Kunde dermaßen optimal gestaltet werden können, gewinnen alle Seiten, um sich gegenseitig zu befruchten, profitabel zu wachsen und die Geschäftstätigkeiten nachhaltig auszuweiten!“ — Andreas Weber


About-ValueBlog-IMG_9105

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 150 Ländern der Welt.


 

#Think!Paper #PDA Sommer Weber.001.jpeg

Senator h.c. Peter Sommer, Member of the Elanders Board, und Andreas Weber, Head of Value, trafen sich in Waiblingen bei Stuttgart zum Ideenaustausch. Das Ergebnis: Die Geburtsstunde der #Think!Paper-Initiative.

#Think!Paper — Edition 1, Volume 1. | English Version

 

„Wir starten eine Initiative, die die Bedeutung von Print nicht nur im, sondern fürs Digitalzeitalter in den Brennpunkt stellt. Nicht das ‚Was machen wir’ und das ‚Wie machen wir was‘, sondern das ‚Warum bringt Print dauerhaften Erfolg‘ zählt. Es muss um den einzigartigen Nutzen gehen, den professionelle Printproduktionen leisten. Gestern wie auch heute und morgen!“ —Peter Sommer und Andreas Weber

Gipfeltreffen der besonderen Art in Sachen Print & Transformation: Senator h.c. Peter Sommer, Member of the Elanders Board, und Andreas Weber, Head of Value, trafen sich in Waiblingen bei Stuttgart, dem Ort, der wohl in Europa das dynamischste Lösungsangebot für Print bündelt und volumen- sowie ertragsstark aufzeigt, welchen wichtigen Beitrag Print (via Digitaldruck) im Digitalzeitalter leisten kann. 

„Es ist schon dramatisch und für mich völlig unverständlich, wie schlecht Print dargestellt wird, gerade von der Print-Branche selbst. Warum eigentlich?“, räsoniert Peter Sommer. Im Gespräch ergaben sich wichtige Ansatzpunkte, die zur Gründung der Think!Paper-Initiative führten. Gleichzeitig stellen die Punkte die zentralen Aspekt der Think!Paper-Aktivitäten dar, die eine konstuktiv-kritische Diskussionsgrundlage bieten.

Bestandsaufnahme

Die Print-Branche verkauft sich unter Wert und blickt viel zu wenig über den Tellerrand. Man bleibt gerne unter sich. Über die Herausforderungen im Digitalzeitalter wird zumeist nur spekuliert. Vieles Positive bleibt dabei im Verborgenen. Chancen, die sich durch Veränderung ergeben, werden verkannt.

Kernthesen

Status quo: Man befeuert mit großer Leidenschaft den selbst errichteten Scheiterhaufen. Dabei ist die Perspektive von Druckereien im Digitalzeitalter weitaus besser als das Image, das die Branche nach innen und außen verkörpert.

Der Irrweg besteht darin, dass Druckereien wie auch Drucksachenbesteller den falschen Propheten folgen.

Klarstellung: Print ist ein perfektioniertes Medium, das Bestand hat, Entwicklungsmöglichkeiten bietet und profitables Neugeschäft ermöglicht. 

Denn:

  • Print stellt eine äußerst werthaltige Kommunikationsform dar — gemacht von Menschen für Menschen!
  • Durch verbesserte Funktionalität erhöht sich der Nutzen von Print im Digitalzeitalter exponentiell.  
  • Durch Print werden nicht nur Daten vervielfältigt, es lassen sich Texte, Bilder und Spezialeffekte in besonderer, höchst persönlicher Form inszenieren, die Menschen zutiefst berührt. 
  • Print hat in der Kommunikation die nachhaltigste Wirkungskraft und ist insofern gedeihlich einsetzbar. 
  • Print im Marketingmix setzt immer Maßstäbe und schöpft Potenziale in der Kundenbeziehung bestmöglich aus.
  • Apropos Transformation: Wenn sich etwas ändern muss, dann der Umgang mit Print als Premium-Produkt.

Paradigma: Print war, ist und bleibt unverzichtbarer Impulsgeber der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen; das haben längst auch ‚Digital Leader’ wie z. B. Google, Amazon, Facebook und Apple erkannt, die Print bestens für sich einzusetzen wissen. 

Plädoyer: Print bleibt im Digitalzeitalter der Gewinner, wenn die richtige Balance zwischen dem technisch Sinnvollen und den Bedürfnissen von Menschen hergestellt wird. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Nun gilt es, das Wesentliche klar und verständlich zu kommunizieren! Setzen wir die Schönheit und Vielfalt von Print ins rechte Licht!

Zielsetzungen und Maßnahmen

Wir setzen schnörkellos und zielführend kreative Konversationen in Gang, um anschaulich und vorausschauend effektive Lösungen mit Print für Kommunikationsaufgaben aller Art aufzuzeigen, bei denen Print seine Stärken voll ausspielen kann. 

Wir entfachen Begeisterung für innovative und außergewöhnliche Kommunikationslösungen mit Print.

Wir stärken die Geschäftsentwicklung mit Print, indem bis dato wenig zielführend adressierte Marktbereiche, die schnell und bestmöglich von Innovations-Lösungen durch und mit Print profitieren können identifiziert und eingebunden werden. 

Wir organisieren Roundtables und VIP-Events sowie Social Media-basierte, interaktive Kommunikation mit Print.

Wir stellen im Rahmen der neuen Think!Paper-Aktivitäten prägnante Ideenpapiere bereit, zum Beispiel über Dossiers, Reports mit Analysen und Handlungsanweisungen für Top-Entscheider in der Wirtschaft.

Wir starten einen globalen Ideen-Wettbewerb. 

Wir gründen und leiten das national wie international wirksame, interdisziplinäre Expertenpanel „Think!Team“.

 


Hinweis

Es haben sich schon einige handverlesene Partner für Think!Paper gefunden, allen voran Mondi Group und GT Trendhouse 42 sowie DRUCKMARKT. Aktuelles dazu in Kürze.


#Think!Paper — Das Wichtigste auf einen Blick

Unser Thema

Wir bewerten und profilieren Print sowie seine Apologeten in der Rolle als wirkungsvolle Treiber von Transformation — über alle Branchengrenzen hinweg!

Unsere Mission

Wir beweisen erstmals, dass Print nicht Treibholz im Transformations-Ozean ist (mit Titanic-Effekt), sondern ein Rettungsanker für die ‚Tsunamis in unseren Köpfen‘!

Unsere Alleinstellungsmerkmale

Wir bringen die fähigsten Köpfe zusammen und formieren global ausgerichtete, interdisziplinäre
#Think!Teams. 

Wir bauen den besten Knowledge-Pool auf, ausgerichtet auf Interaktion, Diskurse und nachhaltige Konversationen.

Wir stärken das wichtigste Asset jeglichen ‚digitalen‘ Transformations-erfolgs: Die fachlich versierte, spannend inszenierte und werthaltige Kommunikation.

Vorteile für unsere Partner

Wir ermöglichen, neue, marktrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, die unsere Partner inspirieren und in ihrer Entwicklung dynamisieren.

 


Kontakt

Wer sich für die Think!Paper-Initiative interessiert oder sich persönlich engagieren will, sollte mit uns in Kontakt treten:

Twitter @PrintDigitalAge

Andreas Weber (Koordination) via LinkedIn

Schlagworte | Hashtag: #PDA #printforthedigitalage #creativity #printinnovation #transformation

 


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

#Think!Paper the key facts at a glance

What we do
We evaluate and profile print and its proponents as an effective driving force for transformation – across all industries!

Our mission
We show, first and foremost, that print is by no means driftwood in an ocean of transformation (with Titanic-style effects) but rather a solid anchor for the ‘tsunamis in our heads’!

Our USP

  • We are bringing together the brightest minds to form interdisciplinary #Think!Teams with a global outlook. 
  • We are building up the finest pool of expertise with a clear focus on interaction, discourse, customer experience and sustainable conversations.
  • We are reinforcing the bedrock of any successful ‘digital’ transformation – proficient, dynamic and meaningful communication.

Benefits for our partners
We help our partners make new and market-relevant discoveries that inspire them and inject new energy into their development.

 


German Version

The status quo

Print in context with digital transformation

Much is mixed up or misrepresented in the discussions regarding “digital transformation” in the context of print. Success factors and new potentials are hardly achievable. At least, it certainly does not have to be mentioned that print production is a 100 percent data-driven and thus digital process, with constantly new and unique applications. But, where is the beef?

Challenge: Solutions available — and who knows?

Communication about a product is as important as the product or service itself.

What if there are highly complex technical solutions that could enable customers or customers’ customers to better manage and profit from the process of digital innovation and the necessary transformation?

Learn from communication errors

When it comes to understanding, informing, convincing, finding acceptance or even influencing opinions — be it employees, customers, potential customers, shareholders or even the media for the public — all of us obviously did not everything right but probably too much wrong.

Current sales figures and stock market prices on a low/declining level speak for itself.

01-ThinkPaper Handout

The solution: #Think!Paper

Based on an exchange of views, knowledge and experience, we have developed an innovative approach to business communication, which itself is the best example of innovation and transformation.

While the well-known form of the static ’White Paper’ points out problems in the existing and designs possible solutions, the newly developed format of the #Think!Paper offers a dynamic form of expert communication via conversation based on perpetuum mobile-effects:

We use our profound knowledge to gain insights in an ongoing dialogue, to question things wisely, and to clarify in dialogue with others. Transformation can only succeed if we align communication with human-to-human relationships.

How does it work?

Think!Paper appears as a novel, cross-media, interactive publication designed as a sequel and compatible with the essence of transformation: research, analysis, assessment, insights and recommendations are always in flux.

Updates will be done by the publishers / authors in the team with selected-qualified partners as contributors.

In addition to a strong social media presence, the centerpiece is the ValueBlog, with excerpts appearing in the DRUCKMARKT (PDF magazines and print editions). As a special edition of the DRUCKMARKT collections, the Think!Paper is available to partners and subscribers for individual use.

Selected partners are actively involved and part of the conversation: Technology manufacturers and users who demonstrably contribute to the transformation of and with print for the digital age.

Together we reduce complexity and create clarity — promised!

The most important topics at a glance:

  • What is actually meant by “digital transformation”?
  • What role does print play?
  • Which benefits are available?
  • Where do we stand (Best Practice)?
  • Where do we have to go (Strategy & Outlook)?

Start: August 2018 — Destination: #drupa2020


 

 


Andreas_Nico

The publisher and author team: Andreas Weber, Head of Value, and Klaus-Peter Nicolay, publisher DRUCKMARKT.

 


Further information and contact

We would be happy to talk to you specifically about how you / your company can contribute and participate.

Andreas Weber as coordinator can be reached via:

Mail: zeitenwende007(at)gmail.com

Or via LinkedIn.

 


Read as well #Think!Paper — Edition 1, Volume 1: Print for the Digital Age

#Think!Paper #PDA Sommer Weber.001

 


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

Foto/Illustration: DRUCKMARKT, Klaus-Peter Nicolay

English Version

#Think!Paper — Das Wichtigste auf einen Blick

Unser Thema
Wir bewerten und profilieren Print sowie seine Apologeten in der Rolle als wirkungsvolle Treiber von Transformation — über alle Branchengrenzen hinweg!

Unsere Mission
Wir beweisen erstmals, dass Print nicht Treibholz im Transformations-Ozean ist (mit Titanic-Effekt), sondern ein Rettungsanker für die ‚Tsunamis in unseren Köpfen‘!

Unsere Alleinstellungsmerkmale

  • Wir bringen die fähigsten Köpfe zusammen und formieren global ausgerichtete, interdisziplinäre
    #Think!Teams. 
  • Wir bauen den besten Knowledge-Pool auf, ausgerichtet auf Interaktion, Diskurse, Customer Experience und nachhaltige Konversationen.
  • Wir stärken das wichtigste Asset jeglichen ‚digitalen‘ Transformations-erfolgs: Die fachlich versierte, spannend inszenierte und werthaltige Kommunikation.

Vorteile für unsere Partner
Wir ermöglichen, neue, marktrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, die unsere Partner inspirieren und in ihrer Entwicklung dynamisieren.


 

Der Status-quo

 

Print im Kontext mit digitaler Transformation

In der Diskussion und Wissensvermittlung zur „Digitalen Transformation“ wird im Kontext mit Print vieles durcheinander gewirbelt, falsch dargestellt und Erfolgspotenziale werden nicht ausgeschöpft. Es muss sicher nicht erwähnt werden, dass Print ein zu 100 Prozent datengesteuerter und damit digitaler Prozess ist, mit immer wieder neuen und einzigartigen Anwendungsmöglichkeiten.

Lösungen vorhanden — und wer weiß davon?

Die Kommunikation über ein Produkt ist ebenso wichtig wie die Ware oder Leistung selbst. 

Was, wenn es sich um hochkomplexe technische Lösungen handelt, die es dem Kunden oder dem Kunden der Kunden ermöglichen könnten, den Prozess der digitalen Innovation und damit notwendigen Transformation besser zu bewältigen und gewinnbringend zu gestalten?

Aus Kommunikationsfehlern lernen

Wenn es gilt, zu verstehen, zu informieren, zu überzeugen, Akzeptanz zu finden oder gar meinungsbildend Einfluss zu nehmen — sei es bei Mitarbeiten, Kunden, Potenzialkunden, Anteilseignern oder auch den Medien und häufig nur über diese bei der Öffentlichkeit —, wurde offenbar nicht alles richtig aber wohl zu viel falsch gemacht.

Aktuelle Verkaufszahlen und Börsenkurse sprechen Bände.


Das Lösungsangebot: #Think!Paper

Wir haben auf Basis von Meinungsaustausch, Wissen und Erfahrung einen innovativen Ansatz entwickelt Fachkommunikation zu betreiben, der selbst das beste Beispiel für Innovation und Transformation ist.

Während die bekannte Form des statisch angelegten „White Paper“ Probleme bei Bestehendem aufzeigt und Lösungsansätze lediglich in Aussicht stellt, bieten wir mit dem neu entwickelten Format des #Think!Paper eine dynamische Form der Fachkommunikation per Konversation — mit Perpetuum-Mobile-Effekt: 

Wir nutzen Wissen, um im Dialog Erkenntnisse zu gewinnen, Dinge klug zu hinterfragen und um im Dialog mit anderen Klarheit zu schaffen. Transformation kann nur gelingen, wenn wir Kommunikation an Mensch-zu-Mensch-Beziehungen ausrichten.

Wie funktioniert es?

Think!Paper erscheint als eine neuartige, crossmediale, interaktive Publikation, die als Fortsetzungsgeschichte angelegt und kompatibel ist mit dem Wesen der Transformation: Recherchen, Analysen, Bewertungen, Einsichten und Empfehlungen sind stets im Fluss. 

Kontinuierlich erfolgen Updates durch die Herausgeber/Autoren im Team mit ausgewählt-qualifizierten Partnern als ‚Contributors’. 

Herzstück ist neben einer starken Social Media-Präsenz der ValueBlog, Auszüge erscheinen im DRUCKMARKT (PDF-Magazine und Print-Ausgaben). Als Special Edition der DRUCKMARKT Collections steht das Think!Paper Partnern und Subskribenten zur individuellen Nutzung zur Verfügung.

Ausgewählte Partner bringen sich aktiv ein: Technologie-Hersteller und -Anwender, die nachweislich innovationsfähig zur Transformation von und mit Print im Digitalzeitalter beitragen, werden in die Konversation einbezogen. 

 


 

 


Gemeinsam reduzieren wir Komplexität und schaffen Klarheit — versprochen! 

Die wichtigsten Aspekte im Überblick: 

  • Was ist unter „Digitaler Transformation“ tatsächlich zu verstehen?
  • Welche Rolle spielt Print?
  • Welcher Nutzen bietet sich?
  • Wo stehen wir (Best Practice)?
  • Wo müssen wir hin (Strategy & Outlook)? 

Start: August 2018 — Ziel: #drupa2020


Andreas_Nico

Das Herausgeber- und Autoren-Team:

Andreas Weber, Head of Value, und Klaus-Peter Nicolay, Verleger DRUCKMARKT

 

 


Weitere Informationen und Kontakt

Gerne sprechen wir mit Ihnen konkret ab, wie Sie/Ihr Unternehmen sich einbringen können.
Andreas Weber als Koordinator ist zu erreichen über:
Mail: zeitenwende007(at)gmail.com
Oder via LinkedIn.

 


 

Lesetipp

#Think!Paper — Edition 1, Volume 1 — „Print for the Digital Age“: Raus aus der Defensive hin zum pro-aktiven Diskurs!

 

#Think!Paper #PDA Sommer Weber.001

 

 


 

ValueCheck HDU.001

Photos: Heidelberg / HDU. Collage: Andreas Weber, Frankfurt am Main

 

“We’re remodeling customer interfaces for Heidelberg and creating a seamless digital ecosystem for its customers.” Rainer Wiedmann, Head of the Heidelberg Digital Unit (HDU) and Chief Marketing Officer at Heidelberger Druckmaschinen AG.

German Version


New digital ecosystem for the print media industry

The new “leading light function” of Heidelberger Druckmaschinen AG heralded by CEO Rainer Hundsdörfer midway through 2017 is increasingly taking shape and making dynamic progress. “The new Heidelberg Digital Unit is boosting the company’s e-commerce business, online presence, and digital marketing expertise,” said member of the Management Board and Chief Digital Officer Dr. Ulrich Hermann just recently.

What exactly does that entail? Rainer Wiedmann discussed this publicly for the first time in an interview for ValueDialog. A successful digital pioneer, Wiedmann took charge of the Heidelberg Digital Unit start-up company (HDU for short) on April 1, 2018 in parallel with his role as the Heidelberg Group’s Chief Marketing Officer. – The interview was conducted by Head of Value Andreas Weber.

 

Info box

About the new Heidelberg Digital Unit (HDU)

 

Bildschirmfoto 2018-06-09 um 07.03.50

Website: https://hdu.heidelberg.com

Location: Wiesloch-Walldorf, with branches in China, the United States, and Asia

Initial workforce: 50

Objective: To enjoy dynamic growth and establish the number one digital ecosystem in the print sector

Partner: Internet specialist iq!

 

As CDO on the Heidelberg Management Board, Dr. Ulrich Hermann is a dynamic driving force behind the company’s digital transformation. 

 


 

Digital business models inspire the customer journey

Mr. Wiedmann, you were already a digital pioneer over 20 years ago when you founded the argonauten group, a multimedia agency that was an immediate success. What has changed since then?

Rainer Wiedmann: Back then, I was already heavily involved in shaping customer interfaces. This approach led by way of marketing innovation to e-commerce. Nowadays, the focus is on end-to-end digital business models. Thanks to IoT (the Internet of Things), machine learning, voice control, and similar innovations, a complete digital customer journey is now possible for the first time – not only sales & marketing, but many other parts of the value chain are being digitized. 

So you see this as a linear dynamic development?

Rainer Wiedmann: What I see is an extremely dynamic process. An online presence is no longer the be-all and end-all. Access to customers and interaction with them are the most relevant things. Based on the new approach, an optimum customer interface is essential if digitization is to generate value. 

What’s your motivation for treading new ground with HDU in the mechanical engineering sector, of all places?

Rainer Wiedmann: I started out as an engineer and, following my studies at the University of St. Gallen’s Institute of Technology Management, I gained vital experience with a large number of industrial customers. New forms of connectivity are rapidly transforming mechanical engineering, and Heidelberg is extremely well placed to benefit from this development. 

How so?

Rainer Wiedmann: Our machines have long been networked. We also have our own global sales and service organization with a portfolio incorporating hardware, software, and consumables. 

What’s more, the executive management team at Heidelberg understands exactly what transformation through digitization means, as demonstrated among other things by the new subscription model – a first in the industry. As I see it, all this creates the perfect conditions!  


 

HDU in a nutshell

 

How is the newly founded HDU positioning itself in this context?

Rainer Wiedmann: Our goal is to design customer interfaces for Heidelberg that create a seamless digital ecosystem for the company’s customers.

What are HDU’s core values?

Rainer Wiedmann: HDU is all about creating added value based on permanence, consistency, and relevance. Its main value lies in getting the maximum number of existing and potential customers to use the Heidelberg offering on a weekly or, better still, daily basis. It’s not simply a case of registering a large number of nominal users in the system, but of having as many active users as possible. As I see it, content, function, coverage, and interaction are the key to success.

Does your new approach with HDU fit in with the Heidelberg culture?

Rainer Wiedmann: On the one hand, the people at Heidelberg come across as being open and innovative. On the other, they like to follow precise rules. In the digital transformation context, however, I feel a more target-driven approach is vital for employees.

What does that achieve?

Rainer Wiedmann: One advantage of HDU that can be transferred to Heidelberg is that in order to achieve specified goals or optimize target achievement, we work as a team on the structure of rules so that we can make adjustments as and when required.

Heidelberg is indisputably strong when it comes to technical innovation. But what about the company’s customers? Are you aware of any reservations about digitization?

Rainer Wiedmann: Given that all kinds of print production have long been based on digital data, our customers are well advanced with the process of digitization, and e-commerce is nothing new to them either. Online printing has created a huge new growth market. Our approach of working closely with customers to offer a comprehensive package providing peace of mind has therefore proved very popular. If you know what needs to be done and the goals are clear, digitization in printing is regarded very much as an opportunity.

Digital print shop processes are one thing, but the go-to-market strategy in the digital age is another matter entirely. I see a weakness here. Am I right?

Rainer Wiedmann: The important thing in my eyes is for Heidelberg to demonstrate the positive effects of digitization as effectively as possible to customers who are in dialog with us. Only personal experience gives a proper impression of how print shops can also put this to good use in their own customer relations.


 

 

This slideshow requires JavaScript.

Screenshots from the Heidelberg Digital Unit’s new website.


HDU mission statements

“We develop innovative digital sales, marketing, and service solutions for all stages of the customer journey and deliver measurable results with a multidisciplinary team and external partners focused on success.”

“We contribute to the operational excellence of all Heidelberg units by offering a digital, state-of-the-art ecosystem that sets new standards in this area.”

“We don’t shy away from any risk. We rely on our entrepreneurial skills and make unexpected, disruptive decisions that enable us to score points with our customers.”

“We won’t let anything stop us achieving our goals and dreams. Continuously pursuing them and measuring our progress will see us succeed.”

“We embrace the digital age. We enjoy working with people who leave the office happy because everyone has done their best and is proud to be part of the team.”


 

It’s all about clear goals and measurable successes

HDU started out with 50 staff and is aiming to expand rapidly. What skills do you require?

Rainer Wiedmann: Around 80 percent of our initial team are very experienced and highly skilled in the print market. We’re adding new people who have experience in areas such as e-commerce, digital marketing, and social media. 

What’s special about your team?

Rainer Wiedmann: We have the right mix! The mutual respect and common goals of our “mixed” team make us particularly effective. The excellent market position enjoyed by Heidelberg and our geographical proximity to the company are very helpful and motivate us all. We are “Born in Heidelberg” – a statement that perfectly demonstrates our unshakable commitment. It also boosts our credentials as an employer beyond the confines of the sector.

How is HDU’s work being integrated into the Heidelberg Group’s everyday operations? And how is the collaboration going?

Rainer Wiedmann: We’ve gotten off to a very promising start because we actively approach Heidelberg staff, provide them with all the information they need, and listen to what they have to say. We have contacts for the individual Heidelberg business units and access to all the sales units. Our global Growth Hacking Tour has already started. We’re using it to raise the local profile of our portfolio in key markets, offer training on our new tools and software solutions, and introduce e-commerce initiatives that we’ve developed.

 

HDU Growth Hacking Tour 2018

Roadmap of the Global Growth Hacking Tour in the startup phase of the HDU. (Photo: screenshot from the HDU website)

 


Focus on maximum competitiveness and market relevance

Does that effectively mean HDU is offering in-house consulting and agency services at Heidelberg? 

Rainer Wiedmann: Yes, but we’re not uniquely a service provider. We offer support with customized tools, efficient campaigns, and in-depth know-how. And we enter into clear target agreements. Our task is to create measurable results and boost e-commerce sales. We focus closely on figures to deliver success. And we achieve results as a team when we generate leads and sales. 

What is the response to the Growth Hacking Tour? 

Rainer Wiedmann: People are immediately seeing that we’re coming to them with the offer of added value for their day-to-day work and demonstrating a true community spirit. As a subsidiary, we have a clear advantage. We’re creating a trusting relationship from scratch for joint success.

Looking beyond Heidelberg, competitors on the digital printing market are claiming they provide their own digital platforms as ecosystems for print. What can and do you want to do differently or even better?

Rainer Wiedmann: Yes, we have our rivals, but in our segment – commercial and packaging printing – we have the highest market shares and by far the largest installed base. What’s more, we’ve had the world’s largest database for presses for over ten years. 

And that means what?

Rainer Wiedmann: It enables us to offer even better functions and optimum access to our entire portfolio along with detailed knowledge of specific customer interests that is always up to date. Our extremely strong service is now helping to expand things again on the operating side.

So does that mean the HDU ecosystem must make it possible, based on the Heidelberg platform, to significantly improve all aspects of performance?

Rainer Wiedmann: We don’t simply want production to run smoothly at print shops. At the end of the day, we’re improving our customers’ competitiveness and market relevance – not just here and there but at all levels as far as possible. 

Hand on heart, as a digital expert, what do you say to the boss of a print shop whose customers tell him printing is outdated and they no longer want to use it?

Rainer Wiedmann: Print media will never disappear. In fact, we’re seeing growth in areas such as packaging, labels, and mass customization. Yes, there are shifts from analog to digital – in particular when it comes to company marketing – but new applications will keep on emerging. For me, HDU’s main task in the long term is to unlock this new potential and enable customers to act flexibly, proactively, and sustainably as times change.

How do you personally think HDU will fare in the short, medium, and long term?

Rainer Wiedmann: I’m more than confident. We’re sticking to the vision and mission we formulated for HDU. And we’re measuring our progress, then responding immediately.

– Thank you very much for this interview. 

 


 

My take on things – a solution of striking simplicity

It’s enough to take your breath away. Heidelberg is putting in an impressive sprint on the home straight, hurtling forward in a completely new guise – the Heidelberg Digital Unit (HDU) – and showing the competition quite clearly who’s in first place when it comes to digital transformation. 

It’s official! A traditional company has without doubt completely reinvented itself – in record time –demonstrating the courage to take risks based on its wide-ranging expertise in printing and all things digital. Rather than abandoning much of the previous system, the company is using and optimizing it to benefit from new developments. One important additional aspect: Heidelberg has realized that in the digital age it’s no longer sufficient to aim for success with best-in-class product innovations.

Launching HDU in this form is a real stroke of genius in my opinion. A subsidiary designed as a start-up – fast, flexible, and firmly anchored with an excellent network – it provides new, user-oriented “digital” services for the Group and at the same time becomes a pacesetter with measurable results to make sales, marketing, and services permanently fit for the digital age on a global level. In my eyes, that’s the perfect way to firmly establish highly innovative products and solutions on the market on a lasting basis.

The biggest winners are Heidelberg customers and the market as a whole because, for the first time, they have access to a well thought-out, effective ecosystem in the form of an exponential platform that takes industrialprint production to a whole new level in the digital age and makes it fit for the future. To sum up, this is a real win-win situation – especially for Heidelberg staff, shareholders, and numerous new partners. 

The “crux of the ‘digital’ transformation problem” I identified in my #ValueCheck is thus soon set to be resolved!

 


 

Rainer Wiedmann

 

Rainer-Wiedmann-Kopie-1024x1024-700x700

 

Rainer Wiedmann comes from Stuttgart and is one of Germany’s great digital pioneers. After studying at the universities of Stuttgart and St. Gallen and gaining several years of professional experience, he founded the argonauten group (350 employees at 11 international locations) in 1996, the aquarius group (100 employees based in Munich, Hong Kong, and Shanghai) in 2005, and the iq! group (based in Munich and Palo Alto) in 2014.

The iq! group maintains close links with the new Heidelberg Digital Unit (HDU), which started operating on April 1, 2018 with 50 employees.

HDU is a start-up company and a subsidiary of Heidelberger Druckmaschinen AG, where Wiedmann plays a dual role as Head of HDU and Chief Marketing Officer. 

From 1999 to 2003, Wiedmann was President of the Deutscher Multimedia Verband e.V. (now BVDW e.V.). From 2003 to 2004, he was on the board of Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V. in Frankfurt.

 


About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 140 countries worldwide.

About ValueBlog IMG_9105

 


 

ValueCheck HDU.001

Fotos: Heidelberg / HDU. Collage: Andreas Weber, Frankfurt am Main

 

„Wir gestalten für Heidelberg die Kundenschnittstellen neu und bauen ein nahtloses digitales Ökosystem für Heidelberg-Kunden.“ Rainer Wiedmann, Leiter Heidelberg Digital Unit (HDU) und Chief Marketing Officer der Heidelberger Druckmaschinen AG.

English Version


Neues digitales Ökosystem für die Printmedien-Industrie

Die Mitte 2017 von Vorstandschef Rainer Hundsdörfer in Aussicht gestellte neue ‚Leuchtturm-Funktion’ von Heidelberger Druckmaschinen AG nimmt in ungebrochen-dynamischer Form weiter Gestalt an. „Heidelberg baut mit neuer Digital Unit E-Commerce-Geschäft, Internetpräsenz und digitale Marketingkompetenz aus“, wurde jüngst durch Dr. Ulrich Hermann, Vorstandsmitglied und Chef Digital Officer, verlautbart.

Was verbirgt sich dahinter? Darüber gibt Rainer Wiedmann per ValueDialog erstmals öffentlich Auskunft. Wiedmann ist ein erfolgreicher Digital-Pionier und seit 1. April 2018 Leiter des Start-ups Heidelberg Digital Unit (kurz: HDU); gleichzeitig fungiert er als Chef Marketing Officer des Heidelberg-Konzerns. — Das Gespräch führte Andreas Weber, Head of Value.

 

Info-Box

Bildschirmfoto 2018-06-09 um 07.03.50

Fakten zur neuen Heidelberg Digital Unit GmbH (HDU)

Website: https://hdu.heidelberg.com

Standort: Wiesloch-Walldorf, Dependancen in China, USA und Asien

Mitarbeiterzahl zum Start am 1. April 2018: 50

Zielsetzung: Als dynamisch wachsendes Unternehmen ein führendes digitales Ökosystem der Print-Branche etablieren

Partner ist der Internetspezialist iQ!


Dr. Ulrich Hermann treibt als CDO auf Vorstandseben die digitale Transformation von Heidelberg dynamisch voran. 


Aufgabenstellungen für HDU

  • Bündelung globales Marketing und E-Commerce unter dem Dach der HDU.
  • Die unterschiedlichen Vertriebskanäle von Heidelberg in einem Kanal (Omnichannel) zu bündeln, zu harmonisieren und aufeinander abzustimmen.
  • Zusammenfassung aller Marketingaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf den Ausbau und die Gestaltung des digitalen Kundenerlebnisses bei der Anbahnung von Geschäft sowie im laufenden Kundenkontakt.
  • Dem Kunden über alle Fachfunktionen bei Heidelberg konsistente Betreuung bieten, um produktübergreifend und entsprechend seines individuellen Bedarfs zu beraten.
  • Über den Ausbau der eCommerce Plattform profitiert Heidelberg im Gegenzug von Effizienz-Gewinnen bei der Lieferung von Verbrauchsmaterialen und Dienstleistungen.

 

Digitale Geschäftsmodelle beflügeln die Customer Journey

Herr Wiedmann, Sie gehörten bereits vor über 20 Jahren — damals mit der Neugründung der vom Start weg erfolgreichen Multimedia-Agenturgruppe Argonauten – zu den Pionieren im Digital-Sektor. Was hat sich seitdem geändert?

Rainer Wiedmann: Ich habe mich damals schon intensiv mit der Gestaltung der Schnittstellen zum Kunden beschäftigt. Der Ansatz führte über die Innovation im Marketing hin zu E-Commerce. Heute stehen ganzheitliche digitale Geschäftsmodelle im Fokus. Durch IoT (Internet-of-Things), Machine-Learning, Sprachsteuerung usw. ist erstmals eine vollständige digitale Customer Journey möglich, nicht nur Marketing & Vertrieb, sondern viele weitere Teile der Wertschöpfungskette werden digitalisiert. 

Sie sehen also eine linear-dynamische Entwicklung?

Rainer Wiedmann: Ich sehe eine äußerst starke Dynamik. Entscheidend ist heute nicht mehr die bloße Präsenz im Internet. Der Zugang zu Kunden und die Interaktion mit den Kunden haben die höchste Relevanz. Das neue Dogma lautet: Nur wer die optimale Schnittstelle zum Kunden bietet, kann über Digitalisierung einen Wert generieren. 

Was reizt Sie daran, ausgerechnet im Maschinenbau-Sektor mit der HDU Neuland zu beschreiten?

Rainer Wiedmann: Ich bin selbst von Hause aus Ingenieur und habe nach dem Studium am St. Galler Technologie-Management-Institut wichtige Erfahrungen mit zahlreichen Industriekunden gesammelt. Durch neue Formen der ‚Connectivity‘ ändert sich der Maschinenbau rasant. Heidelberg hat in diesem Szenario eine herausragende Position. 

Wieso?

Rainer Wiedmann: Unsere Maschinen sind lange schon vernetzt, Vertrieb und Service werden global in Eigenregie geführt, neben Hard- und Software ergänzen Verbrauchsmaterialien das Portfolio. 

Zudem verfügt Heidelberg über ein Top-Management, das Transformation durch Digitalisierung exakt versteht, wie man u. a. am Beispiel des in der Branche neuen Subscriptions-Modells sehen kann. Für mich sind das in Summe die allerbesten Voraussetzungen!  

In Medias Res: Was HDU ausmacht

Wie positioniert sich in diesem Kontext die Neugründung HDU?

Rainer Wiedmann: Wir gestalten für Heidelberg die Kundenschnittstellen mit dem Ziel,  ein nahtloses digitales Ökosystem für Heidelberg-Kunden aufzubauen.

Was sind die Kernwerte von HDU?

Rainer Wiedmann: HDU definiert sich durch da Stiften von Mehrwert geprägt durch Permanenz, Konsistenz und Relevanz. Der Wert von HDU besteht vor allem darin, möglichst viele Kunden und Interessenten mit wöchentlicher, sondern besser noch täglicher Nutzung einzubinden. Entscheidend dabei ist, eben nicht nur viele Nutzer im System zu registrieren — quasi als Karteileichen –, sondern möglichst viele „Active Users“ zu haben. Content, Funktion, Reichweite plus Interaktion sind aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg.

Trifft Ihr neuer Ansatz mit HDU die Kultur bei Heidelberg?

Rainer Wiedmann: Ich erlebe die Menschen bei Heidelberg einerseits als offen und  innovativ. Andererseits handelt man gerne nach exakten Regeln.. Im Kontext mit digitaler Transformation gilt aber aus meiner Sicht: Man muss die Mitarbeiter stärker über Ziele führen…

… und was bringt das?

Rainer Wiedmann: Ein Vorteil von HDU, der sich auf Heidelberg übertragen lässt, ist es, dass wir zum Erreichen vorgegebener Ziele bzw. der optimalen Zielerreichung an der Struktur der Regeln im Team arbeiten, um konstant Anpassungen vornehmen zu können, sobald dies nötig wird.

Die technische Innovationsfähigkeit bei Heidelberg ist unbestritten. Wie sieht es aus Ihrer Sicht bei den Heidelberg-Kunden aus? Gibt es Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung?

Rainer Wiedmann: Die Digitalisierung bei unseren Kunden ist weit vorangeschritten, denn digitale Daten sind schon lange die Basis für Print-Produktionen aller Art. Auch E-Commerce ist kein Neuland. Durch Online-Print via Internet ist ein riesiger neuer Wachstums-Markt entstanden. Unser Ansatz, mit den Kunden intensiv zu arbeiten, um quasi ein digitales ‚Rund-um-sorglos-Paket‘ anzubieten, wird darum sehr gut aufgenommen. Wenn man weiss, was zu tun ist, die Ziele klar sind, wird Digitalisierung im Print durchweg als Chance gesehen.

Digitale Prozesse in der Druckerei sind das eine. Das Go-to-Market im Digitalzeitalter das andere. Hier hapert es aus meiner Sicht. Oder?

Rainer Wiedmann: Für mich ist es wichtig, dass der Kunde im Dialog mit uns durch Heidelberg bestmöglich erleben kann, wie sich Digitalisierung positiv auswirkt. Erst durch persönliches Erleben entsteht der umfassende Eindruck, wie Druckereien dies auch für ihre Kundenbeziehungen wirkungsvoll nutzen können.


 

This slideshow requires JavaScript.

Screenshots von der neuen Website der Heidelberg Digital Unit 


HDU-Mission-Statements

Wir entwickeln innovative digitale Vertriebs-, Marketing- und Servicelösungen entlang der Customer Journey und schaffen messbare Ergebnisse mit einem funktionsübergreifenden Team und erfolgsorientierten externen Partnern.“

„Wir tragen zur operativen Exzellenz aller Heidelberg-Einheiten bei, indem wir ein digitales, state-of-the-art Ökosystem bieten, das in diesem Bereich Maßstäbe setzt.“

„Wir scheuen kein Risiko. Wir verlassen uns auf unser Unternehmertum und treffen unerwartete und disruptive Entscheidungen, die uns beim Kunden nach vorne bringen.“

„Wir lassen uns nicht davon abhalten, unsere Ziele und Träume zu verwirklichen. Durch kontinuierliches Streben und Messen kommen wir zum Erfolg.“

„Wir leben digital. Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen, die happy das Büro verlassen, weil jeder sein Bestes geben konnte und stolz ist, Teil des Ganzen zu sein.“


Das Credo: Klare Ziele und messbare Erfolge

Sie sind bei HDU mit 50 Mitarbeitern gestartet und wollen rasch wachsen. Welche Talente brauchen Sie?

Rainer Wiedmann: Rund 80 Prozent unserer Startmannschaft sind sehr erfahren und äußerst kundig im Print-Markt. Das ergänzen wir durch neue Leute, die Erfahrung haben im E-Commerce, im Digitalen Marketing, mit Social Media und so weiter. 

Was zeichnet ihr Team aus?

Rainer Wiedmann: Der richtige Mix! Gegenseitiger Respekt und die gemeinsamen Ziele machen uns als „gemischtes“ Team besonders schlagkräftig. Die herausragende Marktposition von Heidelberg und unsere räumliche Nähe zum Unternehmen ist da sehr hilfreich und motiviert uns alle. Das drückt unser unverrückbares Bekenntnis ‚Born in Heidelberg’ bestens aus. Und macht uns über Branchengrenzen hinaus attraktiv als Arbeitgeber.

Wie wird die Arbeit von HDU in den Heidelberg-Konzern-Alltag integriert? Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Rainer Wiedmann: Die Startphase verläuft schon einmal vielversprechend, da wir aktiv auf die Kollegen zugehen und umfassend informieren und zuhören. Wir haben Ansprechpartner für die einzelnen Business-Units von Heidelberg und Zugang zu allen Vertriebseinheiten. Unsere weltweite „Growth Hacking Tour“ wurde bereits gestartet. Hier machen wir uns mit unserem Angebot vor Ort in den Schlüsselmärkten bekannt und bieten Schulungen für unsere neuen Tools-/Software-Lösungen und stellen E-Commerce-Initiativen vor, die wir entwickelt haben.

 

HDU Growth Hacking Tour 2018

Roadmap der globalen Growth Hacking Tour in der Startphase der HDU. (Foto: Screenshot von der HDU-Website)


 

Im Fokus: Maximale Wettbewerbsfähigkeit und Marktrelevanz

Das heisst, Sie bieten durch HDU praktisch Beratungs- und Agentur-Dienstleistungen intern bei Heidelberg an? 

Rainer Wiedmann: Ja, wir pflegen aber kein reines Dienstleistungsverhältnis. Wir unterstützen mit maßgeschneiderten Tools, effizienten Kampagnen und profundem Know-how. Wir treffen dazu klare Zielvereinbarungen. Unser Auftrag besteht darin, messbare Ergebnisse zu schaffen und den Umsatz im E-Commerce zu steigern. Wir sind extrem zahlengesteuert, um erfolgreich sein zu können. Ergebnisse erzielen wir im Team, wenn wir Leads und Umsatz generieren. 

Wie kommt die Growth Hacking Tour an? 

Rainer Wiedmann: Die Leute merken sofort: Oh, man kommt auf uns zu, liefert uns Mehrwert für die tägliche Arbeit und denkt gemeinschaftlich! Als Tochterunternehmen haben wir einen klaren Vorteil: Wir schaffen aus dem Stand heraus ein vertrauliches Miteinander für gemeinsamen Erfolg.

Ein Blick über den Tellerrand: Mitstreiter im Markt für Digitaldruck proklamieren ebenfalls für sich, digitale Plattformen als Ökosysteme für Print bereitzustellen. Was können, was wollen Sie anders oder sogar besser machen?

Rainer Wiedmann: Klar, andere Platzhirsche gibt es. Gleichwohl haben wir in unserem Segment, bei den Commercial und Packaging Printers, die höchsten Marktanteile mit der bei weitem größten installierten Basis. Und bereits seit über 10 Jahren pflegen wir die weltweit größte Datenbasis bei Druckmaschinen… 

… und das bedeutet?

Rainer Wiedmann: Das befähigt uns, noch bessere Angebote an Funktionen zu bieten und optimale Zugänge zu unserem gesamten Portfolio zu schaffen — bei detaillierter, stets aktueller Kenntnis der spezifischen Kundenbelange. Unser extrem starker Service hilft dabei, das nun auf der Betriebsseite wieder auszubauen.

Das heißt doch: Das HDU-Ökosystem muss ermöglichen, auf Basis der Heidelberg-Plattform die Performance in all ihren Dimensionen signifikant zu steigern?

Rainer Wiedmann: Wir wollen nicht nur, dass es bei Druckereien  in der Produktion rund läuft. Letztlich stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit und Marktrelevanz unserer Kunden nicht nur punktuell, sondern möglichst auf allen Ebenen. 

Hand aufs Herz: Was sagen sie als Digital-Experte einem Druckereichef, der von seinem Kunden zu hören bekommt: ‚Print ist Alte Welt. Wir drucken nicht mehr!‘?

Rainer Wiedmann: Der Druck, Print als Medium, wird nie verschwinden! Gerade etwa bei Verpackungen, Labels oder durch Mass Customization entsteht Wachstum. Sicher gibt es v. a. im Marketing von Unternehmen Verlagerungen von analog zu digital. Aber es werden sich stets neue Anwendungsbereiche auftun. Dieses neue Potential zu erschließen und Kunden zu ermöglichen, im Wandel der Zeit flexibel, pro-aktiv und zukunftssicher agieren können, darin sehe ich langfristig die Kernaufgabe von HDU.

Wie lautet Ihre persönliche Einschätzung für HDU kurz-, mittel- und langfristig?

Rainer Wiedmann: Ich bin mehr als zuversichtlich. Wir halten uns an das, was wir als Vision und Mission für HDU formuliert haben. Und wir messen, was wir tun. Und reagieren dann sofort.

—Besten Dank für das Gespräch. 


 

My Take: Das Ei des Kolumbus!

Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Es erscheint atemberaubend. Heidelberg gibt bei hohem Tempo auf der Zielgeraden nochmal ordentlich Gas, katapultiert sich quasi mit einem neuen Cockpit, der Heidelberg Digital Unit (HDU), nach vorne und verweist die Konkurrenz in Sachen digitale Transformation sehr deutlich auf die Plätze. 

Damit steht fest: Ein Traditionsunternehmen hat sich definitiv komplett neu erfunden. In Rekordzeit. Mit Mut zum Risiko basierend auf umfassender Kompetenz im Print und im ‚Digitalen‘.

Und zwar in der Form, dass nicht etwa Vieles, was war, über Bord geworfen wird, sondern indem das Bestehende genutzt und optimiert wird, um es durch Neues anzureichern. Ein wichtiger Zusatzaspekt: Bei Heidelberg hat man erkannt, dass es im Digitalzeitalter nicht mehr ausreicht, allein durch Best-in-class-Produktneuheiten reüssieren zu wollen.

Die HDU in dieser Form an den Markt zu bringen, erscheint mir geradezu als ein Geniestreich: Eine als Start-up konzipierte Tochterfirma (schnell, flexibel, bestens vernetzt und solide verankert), die neue, nutzerorientierte ‚digitale’ Dienstleistungen für den Konzern erbringt und gleichzeitig mit messbaren Ergebnissen zum Schrittmacher und Taktgeber wird, um Vertrieb, Marketing und Serviceleistungen auf globaler Ebene dauerhaft fit fürs Digitalzeitalter zu machen.

Für mich bezeichnet das den optimalen Weg, hoch innovative Produkte und Lösungen nachhaltig im Markt zu verankern.

Die größten Profiteure sind Heidelberg-Kunden und der Markt insgesamt, da erstmals auf ein durchdacht-funktionierendes Ökosystem als exponentiell angelegte Plattform zugegriffen werden kann, um die industrielle Produktion von Print im Digitalzeitalter auf ein neues Level zu heben und zukunftssicher ausrichten zu können.

In Summe ein echtes WIN-WIN, gerade auch für die Heidelberg-Mitarbeiter, die Aktionäre und viele neue Partner. Damit sollte sich die von mir per #ValueCheck ausgemachte „Krux mit der ‚digitalen‘ Transformation“ bald beseitigen lassen!

 


Zur Person

Rainer-Wiedmann-Kopie-1024x1024-700x700

Der aus Stuttgart stammende Dipl.-Ing. Rainer Wiedmann gehört zu den ‚Digital’-Pionieren in Deutschland. Nach dem Studium an den Universitäten Stuttgart und  St. Gallen, Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, sowie ersten Berufsjahren gründete er 1996 die argonauten-Gruppe (350 Mitarbeiter an 11 internationalen Standorten), 2005 die aquarius-Gruppe (100 Mitarbeiter an Standorten München, Hong Kong, Shanghai) und 2014 die  iq!-Gruppe (Standorte in München, Palo Alto).

Die iq!-Gruppe ist eng verzahnt mit der neuen, seit 1. April 2018 mit 50 Mitarbeitern gestarteten Heidelberg Digital Unit (HDU).

HDU ist ein Startup und Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, bei der Wiedmann in Doppelfunktion sowohl als Leiter HDU als auch als Chief Marketing Officer fungiert. 

1999 bis 2003 war Wiedmann Präsident des Deutschen Multimedia Verbands e.V. (jetzt: BVDW e.V.), Düsseldorf. Von 2003 bis 2004 gehörte er dem Vorstand Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V., Frankfurt am Main, an.

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 140 Ländern der Welt.

About-ValueBlog-IMG_9105

About Value Communication AG 2018.011

Prolog

Blicken Sie noch durch? Was ist wichtig im Digitalzeitalter, was weniger, was gar nicht? Unsere wissensbasierten Analysen, Echtzeit-Reports und Netzwerk-Tätigkeiten begeistern Menschen rund um den Globus.

 


Lassen Sie sich ebenfalls begeistern!

Die Leistungsbereiche der Value Communication AG mit Schwerpunkte im B2B

  • BRAINWARE: Rent a Brain-Service — Persönliches Coaching durch CEO Andreas Weber als Ratgeber für nachhaltig-gedeihlichen Transformations-Erfolg auf Basis der Smart Communication-Methodik
  • SOLUTIONS: Projektarbeiten auf Basis von Netzwerk– und Influencer-Arbeiten (rund um den Globus!) für eine ‚nahtlose‘ Konversation — Fokus: Smart Communication Solutions in Kombination aus Wissen und Erkenntnis + Content Telling (and Sharing)  + Messaging + Presentation + Medialization + Interaction
  • MENTORING: Leitgedanke ist, die Kraft der Transformation dauerhaft nutzen zu können, um Menschen im Innersten zu berühren. 

 

This slideshow requires JavaScript.

 

Erfolgsfaktoren (beyond consulting) 

#B2BInfluencer-Programmatik: Wir stellen sicher, das richtige Publikum nahtlos einzubinden, das (disruptive) Innovationen verstehen und nutzen kann. Mit dem Effekt, die Themen unserer Kunden in den richtigen Kontext zu bringen.

#ValuePublishing: Unsere wirkungsstarke, mediale, interaktive Kommunikations-Architektur ist einzigartig. Alles wissenswerte rund um Transformation fürs Digitalzeitalter mit Bezug auf die Werthaltigkeit von Kommunikation — angetrieben von Social Media im Team mit Print!

Referenzen

Wir sind stolz, über 500 Innovationsprojekte erfolgreich zum Ziel geführt zu haben. Wir erreichen die Elite der Innovatoren aus der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft. — Unser Kunden kommen aus wichtigen Bereichen der Wirtschaft: Automobil, Handel, Finanzen, Technologie, Maschinenbau, Transport/Logistik, Kultur, Messen, Medien, Werbung, Marketing, Print-Dienstleistung.

Lesetipp

#ValueCheck: Die Krux mit der ‚digitalen‘ Transformation — Analyse zur besonderen Lage in der Print-Branche


Statement unseres Gründers und CEO, Andreas Weber

Transformation fürs Digitalzeitalter bedeutet für mich: Auf mehr Menschlichkeit achten. Wir behandeln Kunden stets wie gute Freunde: smart, vertrauensvoll, persönlich-individuell und wirkungsvoll!“


Hier auch das Video

 


 

Kontakt

Value Communication AG
Andreas Weber, Head of Value
Simsonstr, 6
60385 Frankfurt am Main
zeitenwende(at)me.com

 


 

Bildschirmfoto 2018-06-02 um 11.30.59

HEUREKA! At least I spent some time to re-think my analyst work results based on my 35+ years of business experience. — Conclusion: it shows the beauty of my smart business offerings via Value Communication AG partnering with amazing customers and biz partners around the globe! Happy to get your feedback! Andreas Weber, Head of Value

 

Preliminary Note

Do you still have the right perspective? What is important in the digital age, what less, what not? — Our knowledge-based analyzes, real-time reports and network activities inspire decision-makers around the globe.

Main areas of our smart and highly effective B2B approach by Value Communication AG

  1. BRAINWARE: Rent a Brain — Personal Advisory & Coaching by our CEO Andreas Weber for sustainable smart communication success to master transformation at its best
  2. SOLUTIONS: Project & Community & Influencer Work (around the globe!) — Focus: Smart Communication as a combination of Knowledge + Content Telling (and Sharing) + Messaging + Presentation + Medialization + Interaction to reach a seamless conversation
  3. MENTORING: Use the power of transformation to hit human needs


Bildschirmfoto 2018-06-06 um 17.44.00


Key for success (beyond consulting) 

  • Our #B2BInfluencer program guarantees to reach a great audience for any (even disruptive) innovation approach. At least customers could benefit from our unique method to put their topics in the right context.
  • Providing value adding services & solutions via #ValuePublishing: All about the transformation for the digital age with a deep focus on the real value of communication driven by Social Media + Print

Credentials

We are proud to have successfully implemented more than 500+ innovation projects to date. Our clients come from many important sectors of the economy: automotive, retail/commercial, financial, technology invention, trade shows, publishing, advertising/marketing, printing. — At least we support the cultural & creative industry as the key driver for innovation and transformation in total.

Personal statement

We work beyond the McKinsey’s, Agency Groups and Technology suppliers around the globe. We treat customers as friends — smart, intimate, personal and very effective!

 

This slideshow requires JavaScript.


CONTACT

Value Communication AG 

Andreas Weber

 


 

Watch the video as well!

 


 

ValueCheck Packaging.001

Technologie-Entwicklungen im Print entfesseln die Marken-Kunst des Packaging | Im Fokus: Customer Experience und Mass Customized Marketing

Eine Analyse von Andreas Weber, Head of Value

Apple, Procter & Gamble (P&G), Nestle, Adidas, Chanel, Swarovski und viele andere Top-Marken tun es: Sie definieren sich im Digitalzeitalter verstärkt über High-End-Lösungen an der wichtigsten ‚realen’ Schnittstelle zum Kunden: Der Verpackung. 

Jährlich werden weltweit weit mehr als 1.000 Milliarden Euro aufgewendet, um Verpackungen zu konzipieren, gekonnt zu gestalten, zu produzieren und am Point-of-Sales in bestmöglicher Form zu präsentieren. Die talentiertesten kreativen Köpfe werden von Top-Marken eingesetzt, verstärkt auch „Techies“ und Media-Fachleute, um Verpackungen ständig weiter zu entwicklen. Verpackungen werden inzwischen als eigenständiges Medium im Kommunikationsreigen begriffen.

Die Verpackung als Markenbotschafter ist für Marken genauso wichtig wie das Produkt selbst. David Taylor, CEO, Chairman & President von P&G als größtem Werbungtreibenden der Welt, erklärte daher ‚Packaging‘ zur Chefsache und sagte vor kurzem: „Die Verbraucher erwarten von den Marken, denen sie vertrauen, überdurchschnittliche Leistungen und helfen dabei, einige der komplexesten Herausforderungen unserer Welt zu lösen. Unsere globale Reichweite, unser Verständnis der fünf Milliarden Verbraucher, denen wir dienen, und unsere Innovationsfähigkeit geben uns die einzigartige Möglichkeit, einen positiven Unterschied zu machen.“

Laut Taylor gehe P&G noch „bewusster vor, um die Verbraucher zu erfreuen und verantwortungsvollen Konsum zu ermöglichen.“ Er spricht damit nicht nur das Thema „Sustainability“ an (90 % der P&G-Verpackungen sind recyclebar), sondern auch technische Innovationen, die helfen, die sog. „Customer Experience“ zu beflügeln. [Quelle]

 

Bildschirmfoto 2018-05-30 um 09.35.19

P&G stellt bei seinem Internet-Auftritt seine Produkte inkl. Verpackung ins Zentrum – auch auf der Seite für Investoren.


 

Der „positive Unterschied“: Persönlich, individuell und kundenspezifisch

„You guys could take the lead in mass customization“, brachte es der US-Amerikaner Mark Schaefer auf einer Multichannel-Konferenz Anfang November 2017 in Orlando, Florida, auf den Punkt. Schaefer gehört zu den globalen Top-12 der Marketing-Gurus, ist Pionier im Social Media und ein gefeierter Bestseller-Autor gedruckter Bücher. 

Schaefer hatte sich im Detail mit seinem Publikum, die Elite der printkundigen Multichannel-Dienstleister aus aller Welt, und ihrem Innovations- und Leistungsangebot beschäftigt. Neben dem Mass Customization bei Produkten fasziniert ihn die Möglichkeiten des Mass Customized Marketing. Individualisiert gedruckte Verpackungen gehören dabei ins Bild.

Zugleich wurde aber offensichtlich: Es gibt ein Dilemma! Selbst die fortschrittlichsten Multichannel- und Print-Dienstleister sind kaum in der Lage, sich in der fachlichen, öffentlichen Diskussion gegen die puristischen „Only-Online-is-beautiful“-Propheten durchzusetzen. Mark Schaefer empfahl eindringlich, sich auch für Print (und damit v. a. für den Verpackungsdruck) kommunikativ besser in Szene zu setzen. 

 


valuepublishing-packaging

Info-Box —Boom-Markt Verpackung entfesselt neue Print-Techniken 

Rund 60 Prozent der jährlichen, globalen Investments von mehr als 1.000 Milliarden Euro liegen in der Kreation, den IT- und Workflow-Management-Prozessen. 40 Prozent, und damit über 400 Millionen Euro werden aufgewendet, um Verpackungen aller Art inkl. Etiketten und Umverpackungen zu drucken.

Damit wird deutlich, warum die Druck- und Papierbranche mit großer Wucht auf die Innovation durch die aufmerksamkeitsstarke Differenzierung von Verpackungen setzt. Bis dato waren dies vor allem außergewöhnliche Veredelungsmöglichkeiten wie Lacke sowie Metallfarben und speziell für den Verpackungsdruck konzipierte Sonderkonfigurationen von Maschinen und Medien.

Bedruckt und veredelt werden Verpackungen bisher vor allem im Flexo-, Offset-, Tief- und Siebdruckverfahren. Dies trägt den hohen Auflagen sowie Qualitäts- und Kostenanforderungen Rechnung. Gemeinsam decken Flexo- und Offsetdruck aktuell rund zwei Drittel des Weltmarkts für Verpackungsdruck ab.

Der Anteil des Digitaldrucks ist mit weniger als 10 % noch relativ klein, bietet also genug Raum für Wachstum. Dies wird sich mittelfristig durch die Fortschritte bei industriellen digitalen Drucktechniken ändern, denn auch bei den Verpackungen sinken die Auflagen. Hinzu kommt der Trend zur Individualisierung.

Übrigens: Innovative Verpackungshersteller setzen mittlerweile auf Online-Shops um auf diesem Wege den Kunden und Markeninhabern noch einfacher und schneller die Möglichkeit für individualisierte Verpackungen anzubieten. Ein gelungenes und professionell ansprechendes Beispiel hierfür ist www.designyourpackaging.de (siehe nachfolgend den Screenshot).


 

Bildschirmfoto 2018-05-30 um 10.06.46

Print ist ziemlich digital: Ein Online-Shop für Verpackungsdesign und -druck zeigt alle zeitgemäßen Möglichkeiten auf.


 

Innovations-Dilemma

Die Zahl der technischen Innovationsmöglichkeiten explodiert. An jedem Tag, praktisch im Minutentakt, werden Markeninhaber wie auch Agenturen mit neuen „digitalen“ Sensationen bombardiert. Die Print-Fraktion gerät dabei ins Hintertreffen. Für mich unverständlich, da man sich im Print-Sektor nicht zu verstecken braucht.

Denn Print ist „High-Tech-at-its-best“. Allerdings hat Print auch den höchsten Erklärungsbedarf und leidet unter zahlreichen Missverständnissen. Es gibt hierzulande auch kaum spannend inszenierte Fachveranstaltungen, bei denen sich Marketing-Fachleute wie auch die unterschiedlichsten Talente der Kreativ- und Agentur-Branche informieren können. 

Zumeist begnügt sich die Druckbranche damit, unter sich zu bleiben, Markenvertreter und Agenturen auf die Bühne zu holen, damit sie vor Druckereifachleuten reden, statt sie im Publikum sitzen zu haben. Das sollte und wird sich ändern. 


Bildschirmfoto 2018-05-30 um 10.39.07

Mein Tipp für Neugierige aus der Agentur- und Marken-Welt 

Im naturverbundenen Baiersbronn (Nordschwarzwald) hat die Firma colordruck Baiersbronn eine aus meiner Sicht folgerichtige und gut durchdachte Initiative ergriffen: „printSPIRATION: Think Digital“. 

Es geht um Innovationsthemen wie Mass Customization im Kontext mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten mit Blick auf Time-to-Market durch höhere Relevanz, Flexibilität und Individualität. Den Auftakt bildet ein Workshop-Tag am 12. Juni 2018.

Kontakt und weitere Infos

www.colordruck.net/printspiration 

Merlanie Bengel LinkedIn

Melanie Bengel
T +49 7442 830-206
Email M.bengel@colordruck.net

 

Anmeldungen sind auch über Facebook möglich.


 

Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.

About-ValueBlog-IMG_9105

 


 

ValueCheck Inkjet Printing.001

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

Prolog

Mein nun auch im ValueBlog publizierter Beitrag zu Inkjet-Printing war redaktioneller Teil einer erfolgreichen Premiere in der Schweiz! Zur 25-Jahrfeier bietet Herausgeber Martin Spaar mit seinem Team die erste, komplett individualisiert im Inkjet-Druck hergestellte Ausgabe. 

 


 

Wir stehen also an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der gedruckten Kommunikation. Denn was Individualisierung bringt und bewirken kann, erleben wir täglich im Web und speziell in den sozialen Netzwerken. Diese digitale Raffinesse verbunden mit der physischen Schlagkraft des Gedruckten hat ein riesiges Potenzial. —Martin Spaar 

Bildschirmfoto 2018-05-08 um 10.02.47

Zur Online-Ausgabe des gedruckten Magazins gehts per Klick!


 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Herstellerseite den Druckereien versprochen wird: Inkjet-Printing ist das Maß aller Dinge und eröffnet neue Märkte und Profite. Stimmt das? Ja und Nein. 

Ja, weil das Inkjet-Verfahren nicht mehr nur auf das Bedrucken von Papier oder Karton abzielt und damit über Nutzungsmöglichkeiten im klassischen Druck hinausführt. Sogar das Bedrucken dreidimensionaler Gegenstände ist möglich, wie z. B. Heidelberger Druckmaschinen und Xerox mit neuen Systemen wirkungsvoll beweisen.

Nein, weil damit einher geht, dass es schlicht nicht stimmt zu behaupten, man könne mit Inkjet-Printing den Offsetdruck ablösen oder aus dem Stand heraus ganz neue Anwendungsbereiche für die Druckbranche erschließen.

Genau hinschauen und abwägen, ist zwingend notwendig, um einen Tanz ums Goldene Kalb zu vermeiden. Hier eine Auswahl meiner aktuellen Beobachtungen: 

  1. Inkjet-Printing für den professionellen, hochproduktiven Druck ist relativ neu. Erfolgreiche Anwender in der Druckbranche lassen sich bis dato mit wenigen Fingern abzählen. Bei allen war der Schlüssel zum Erfolg nicht der Fokus auf die Drucktechnik, sondern auf die Pre-Media-Prozesse sowie das Finishing/die Verarbeitung inklusive Logistik/Distribution. Bestes Beispiel: Peter Sommer und Elanders Germany in Waiblingen. (Siehe Lesetipp unten)
  2. Hohe Inkjet-Druck-Volumen, auf die sich Hersteller gerne berufen, laufen seit langem im Transaktionsdruck, da man hier IT-Kompetenz mit Automation der Verarbeitung und Distribution nahtlos gestalten kann. (Übrigens der Grund, warum ein Big-Player wie Pitney Bowes in das Vermarkten von Digitaldrucktechnik eingestiegen ist).
  3. Es werden von den Herstellern mit Inkjet-Printing fokussiert neue Kundengruppen ausserhalb der Druckbranche und des Transaktionsdruck angesprochen. Canon Europa ist der Vorreiter, in dem es im Zuge der Reorganisation nach der drupa 2016 einen neuen Geschäftsbereich gegründet hat: Die Canon Graphic & Communications Group führt u. a. die Kreativwirtschaft sowie zahllose Branchen wie Architekten, Handwerker etc. mit neuen Systemen ans Inkjet-Drucken heran.
  4. Seit der drupa 2016 zeigt sich, dass die Inkjet-Revolution bei den Herstellern ihre Kinder frisst. HP genügt sich selbst (und optimiert statt innoviert). Landa kommt nicht von der Stelle. Bobst hat eine Kehrtwende vollzogen und mit Gründung der Mouvent AG die Neukonzeption für Inkjet-Printing durch eine clevere Cluster-Technik und anderes mehr vollzogen. Und Heidelberg hat im Team mit Fujifilm durch Primefire eine neue bahnbrechende Plattform für Hochqualitäts-Inkjet-Printing entwickelt, die im anspruchsvollen Verpackungsmarkt für Aufsehen und Anerkennung sorgt. 
  5. Traditionsunternehmen wie die Durst Group haben sich neu aufgestellt: Mit der P5-Philosophie wird alles darauf ausgerichtet und optimiert, was die Leistung und Verfügbarkeit der Drucksysteme maximiert sowie eine beispiellose Flexibilität in der Medien- und Auftragsabwicklung zulässt. Übrigens waren die Durst-Innovationen ein Highlight auf dem Online Print Symposium 2018 in München. 
  6. Es haben sich ganz neue Anbieter still und leise in Stellung gebracht, die mit neuen Systemarchitekturen individuell konfigurierbare, modulare Inkjet-Printing-Produkutionsanlagen ermöglichen, wie zum Beispiel die Firma Cadis Engineering aus Hamburg zeigt. Cadis kann z. B. HTML-Daten drucken und verzichtet aufs Rippen.
  7. Der eigentliche Gewinner bei Inkjet-Printing ist derzeit ein Hidden Champ: Der Bücherdruck. Xerox Europe zeigte dies eindrucksvoll Ende März im Team mit Book on Demand GmbH in Hamburg beim #Books2018 Event. Eine riesige, automatisierte Druckfabrik erzeugt in Echtzeit bis zu 25.000 Book-for-One-Produkte pro Tag. Wachstumstreiber sind die Impika-Inkjet-Drucksysteme von Xerox mit ausgeklügelter Hunkeler- und Müller-Martini-Technik zur Verarbeitung. Der Clou: Eine neue Impika-Tinte, die ungestrichene Papiere problemlos und bestens bedrucken kann.
  8. Last but not least: Wenn von massiver Substitution gesprochen werden kann, dann ersetzen Inkjet-Printing-System (Bogen wie Rolle) am ehesten bestehende Toner-Digitaldrucksysteme.

Fazit: Beim Inkjet-Printing wird und muss sich noch viel tun. Wir stehen erst am Anfang. Und müssen neu Denken lernen, um nicht in die Innovationsfalle zu tappen: Indem wir fälschlicherweise davon ausgehen, Inkjet-Printing sei primär dazu da, das was wir ohnehin im Druck tun können, zu verbessern.

Es geht daher weniger ums ‚schneller, besser, billiger‘, es geht vielmehr ums ‚neu, zeitgemäß und anders‘, um die komplexen Kommunikations-Herausforderungen des Digitalzeitalters zu meistern. — Think different!

 


Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.


 

Lesetipp: Peter Sommer im ValueCheck

Peter Sommer, Digitaldruck- und Inkjet-Pionier, Elanders Group: „Das Elanders-Konzept ist nicht auf eine bestimmte Drucktechnik fixiert. Die zentrale Frage ist immer, was mit einem Produkt erreicht werden soll und wie es zum Empfänger kommt. Die Integration in die Supply-Chain beginnt bei der Beratung der Kunden und hört bei der maßgeschneiderten Logistik auf.“

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

 


 

ValueCheck Inkjet Printing.001

 

By Andreas Weber, Head of Value | German Version

Hardly a day goes by without manufacturers promising printers that inkjet printing is the measure of all things and will open up new markets and profits. Are they right? Well, yes and no. 

Yes, because the inkjet process is no longer just about printing on paper or cardboard, and thus extends beyond the scope of conventional printing; it is even possible to print on three-dimensional objects, as Heidelberger Druckmaschinen and Xerox are proving with their new systems.

No, because it is simply not true to say that inkjet printing could replace offset printing or open up entirely new areas of application for the printing industry off the cuff.

It is absolutely necessary to look closely and weigh up carefully to avoid finding yourself worshiping a golden calf. Here is a selection of my current observations: 

  1. Inkjet printing for professional, highly productive printing is relatively new. To date, the number of successful users in the printing industry can be counted on one hand. In all of their cases, the key to success was not to focus on printing technology, but on pre-media processes and finishing/processing with the inclusion of logistics/distribution. The best example: Peter Sommer and Elanders Germany in Waiblingen.
  2. Large inkjet printing volumes, which manufacturers like to invoke, have long been found in transactional printing. Here, processing and distribution can be seamlessly designed with IT expertise and automation. (Incidentally, this is the reason why a big player like Pitney Bowes got into the marketing of digital printing technology).
  3. Manufacturers are using inkjet printing to attract new customer groups outside the printing industry and transactional printing. Following drupa 2016, Canon Europe launched a new business unit as part of its reorganization, making it a pioneer in this regard. The Canon Graphic & Communications Group is introducing the creative industries as well as countless other industries, such as architects, craftsmen, etc., to inkjet printing with new systems.
  4. Since drupa 2016, it has become apparent for manufacturers that the inkjet revolution is devouring its own children. HP is making an appearance and Landa is getting nowhere fast, Bobst has made an about-turn and, with the founding of Mouvent AG, rethought inkjet printing with a clever cluster technology and much more. Heidelberg has teamed up with Fujifilm to develop Primefire: a breakthrough platform for high-quality inkjet printing that has caused a stir in the demanding packaging market. 
  5. Traditional companies such as the Durst Group have repositioned themselves: everything is aligned and optimized with the P5 philosophy, which maximizes the performance and availability of the printing systems and allows unprecedented flexibility in media and order processing. Incidentally, Durst’s innovations were a highlight at the Online Print Symposium 2018 in Munich. 
  6. Entirely new providers have quietly got themselves into position, making individually configurable, modular inkjet printing production facilities possible with new system architectures, as the company Cadis Engineering from Hamburg demonstrates. Cadis can print HTML data and dispenses with ripping, for example.
  7. The real winner in inkjet printing is currently a hidden champion: Book printing. Xerox Europe impressively demonstrated this in an impressive manner at the end of March in cooperation with Book on Demand GmbH at the #Books2018 event in Hamburg. A huge, automated print factory generates up to 25,000 book-for-one products per day in real time. The growth drivers are the Xerox Impika inkjet printing systems with sophisticated Hunkeler and Müller-Martini processing technology. The key feature is a new Impika ink that can easily print on uncoated papers to the best possible degree.
  8. Last but not least: If one can speak of massive substitution, then inkjet printing systems (sheet as well as roll) will most likely replace existing toner digital printing systems.

 

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

Peter Sommer, Digital Printing and Inkjet Pioneer, Elanders Group: “The Elanders concept isn’t fixed to a specific printing technique. The central issues are always what the product needs to achieve and how it gets to the recipient. Integration into the supply chain begins with advising customers and ends with tailor-made logistics.”


Conclusion

There is still a lot that has to be done when it comes to inkjet printing. We’re only just beginning, and will have to learn how to think again in order not to fall into the innovation trap, where we wrongly assume that the primary purpose of inkjet printing is to improve on what we can do in print anyway.

When it comes to mastering the complex communication challenges of the digital age, it’s less about ‘faster, better, cheaper’ and more about ‘new, up-to-date and different’. — Think different!

 


About the author

Andreas Weber is founder and CEO of Value Communication AG. An analyst and consultant for success with print in the digital age, he is also a global networker and publicist. His blog www.valuetrendradar.com inspires users/readers from over 130 countries.

 


 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 15.14.55.png

What does a brand mean to a consumer?
What does a consumer mean to a brand?

By Andreas Weber, Head of Value. |  German Version

Many brands boast that they “create worlds of experience for our customers.” The question I ask myself is: do brands still meet the momentum which really determines customer needs, or rather: customer satisfaction? Or does an increasingly enforced brand experience approach not just miss the mark, but create more frustration than enjoyment?

Preliminary remark: learn from the best! Before any initial questions can be answered, looking back will help to bring us forward (‘Back to the Future’ style). Apple is a prime example to learn from. In the mid-90s, the company was at an all-time low, almost to the point of bankruptcy. Despite this, they managed a turnaround. Today, Apple has been the world’s most valuable brand for years. How was this possible? — “Communication first” was a central statement of the legendary Steve Jobs at the ‘Apple confidential meeting’ on September 23, 1997. 

With the “Think Different” Campaign he launched shortly afterwards, he initiated a tremendous upheaval in the industrial industry. 10 years later, they went on to break the sound barrier with the release of the iPhone. Since then, Apple as been making a higher per capita profit than most companies in terms of per capita sales. 

Although Jobs emphasized that products, marketing and distribution are important, he put smart communication above all else and made it a top priority. With his iPhone presentation on January 9, 2007, he achieved an ad-hoc gain of around $1 billion (media coverage, share price growth) before the product was even on the shelves. The trick: Jobs personally demonstrated the new device in great detail, and thus made himself identifiable with his customers and their new experience possibilities. 

The credo: Smart Communication puts the central focus on the customer experience. This has made the pioneer Apple the number one premium brand to date. As an iCEO, Jobs was also a dedicated Chief Communications Officer, which enabled his ideas to become part of the DNA of Apple, its partners and, in particular, its customers. This is a principle to which other companies, such as Berkshire Hathaway by Warren Buffett or Virgin by Richard Branson presumably also owe their success.

 

 

In my opinion, Apple is by far the most capable Smart Communication Company — and that includes maximum loyalty to their customers around the globe. 

 


Personal note: Anyone who buys an Apple product can experience
this — I’ve just bought the new iMac 27” with a Retina 5K Display and a MagicTrackPad. From (online) procurement including leasing to
free-of-charge delivery, the incredibly easy setup (just unpacking the iMac is a beautifully designed experience) up to the iCloud registration following Apple’s welcome email — which offered the very best professional support — the new computer seamlessly became a part of both my personal and professional life. This includes marvelous surprises, numerous technical innovations and quality features at the highest level. In conclusion: benchmark!


 

So let’s ask ourselves:
What distinguishes customer experience from brand experience?

Learning from the best: If you take a closer look, Apple and many other of the world’s most valuable brands follow a similar principle. Google, Facebook, Amazon, Uber and Airbnb – all of which are highly successful companies of recent times – have internalized and practiced the customer experience principle. 

Experts like to claim that their success is due to the superior innovative platform business model. To an extent, in my opinion, this is true: exponential growth is possible with this model, as you are able to address millions, even billions, of customers directly. However, business model innovations, as well as new digital technologies, are ‘only’ a means to an end — and not necessarily a guarantee of success. 

Think different!

 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 10.27.11

 

Consideration 1

It is crucial to exploit the innovation and technology mechanisms in such a way that dialogues or conversations with customers take place in real time. This enables us to perfect services and create products that are tailored to the customer’s needs. Smart Communication ensures all of this!!

Consideration 2

The brand itself is no longer the center of attention; instead, it rather becomes a common vehicle for companies and customers. Mass Marketing becomes Customized Mass Marketing. The majority of established brand companies put their focus on brand experience in order to impress customers with the strongest possible brand impact. This is a way to impress your customers with the strongest possible brand experience and thus induce them to buy your products. However, the best case scenario in this: you end up covering your costs, but you can barely manage to grow profitably and organically or achieve double-digit margins.

Consideration 3

Reality is inevitable: customers often feel more and more disappointed if they feel that brands have lost personal contact with them.

 


 

Adobe’s study, Reinventing Loyalty: The New Loyalty Experience (Fall 2017) found that 75% of CMOs admit that customer loyalty/customer satisfaction need to be improved, or that they don’t even know what their customers are dealing with. “This clearly demonstrates that CMOs feel that there is huge room for improvement when it comes to implementing new loyalty dimensions.” 

 

In my opinion, these new “loyalty dimensions” are entrenched in “old” values: trust, satisfaction, and relatedness. These values also form the core of Smart Communication. 

In this context: The usual “digital” transformation efforts of many companies miss the point. Instead of focusing on customer experience, many companies focus instead on the optimization of internal processes. 

While these do save the company time and money, they tend to drastically increase time and effort for the customer. Personal, human-to-human consultation opportunities are thus almost impossible. Anyone who’s spent far too much time on hold knows what I’m talking about.

 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 10.27.48

 

Consideration 4

In my view, in order to avoid customer dissatisfaction and loss of loyalty, it is not necessarily a matter of changing qualifications, but of changing the mandate of those responsible for marketing. 

Why?

  • Brand experience puts the focus on buying. It mainly uses expensive media and creative services from third parties (although Nielsen reports that in Germany, Europe’s premium market in 2017, gross advertising expenditure declined in some cases, despite high growth in mobile advertising). The corresponding strategies and measures are aimed at, almost as if on a hunt, bombarding customers with advertising, anywhere, anytime. So-called bonus programs make the hunt all the more dynamic.
  • But: Customer Experience, on the other hand, relies on customer satisfaction and service, through methods of direct contact and dialogue. Customer Experience follows the principle of ‘Listen & Learn.’ Real-time capturing of customers experiences is used to continuously improve products and services. Communication and transaction are interlinked as closely as possible, preferably seamlessly. The credo: It’s all about interaction and relatedness by smart communication.

Consideration 5

The Brand Experience Principle no longer applies. Customer sensitivities and expectations can best be met with an individually-tailored Smart Communication architecture, which should be designed with a customer experience focus. 

If the Smart Communication strategy, which is so successful for Apple, is structured in a systemic way, adapted to your company, and precisely understood in detail, the essence of Smart Communication, you will be able to respond extremely quickly to individual customer needs. There is no other choice! ‘Communication first’ thus goes hand in hand with ‘Customer benefits first.’

 


 

Instructions 

  1. Think different! Put your current branding and customer experience strategies to the test and discuss your findings with others. 
  2. Rethink and critically assess the values of your company’s current communication approach and processes (i. e. via the ValueCheck questionnaire).
  3. Listen & Learn. Understand and use the insights that my White Paper on Smart Communication offers, including specific instructions for action and organizational models. 
  4. I am always available for further explanations and support.

 


 

About Andreas Weber, Founder and CEO of Value Communication AG
Since more than 25 years Andreas Weber serves on an international level as a business communication analyst, influencer and transformer. His activities are dedicated to the ‘Transformation for the Digital Age’ via presentations, management briefings, coachings, workshops, analysis&reports, strategic advice. — Andreas Weber’s Blog inspires readers from around 130 countries around the globe.

 


 

 


 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 10.57.50.png

Was bringt dem Kunden eine Marke?
Was fordert eine Marke dem Kunden ab?

Überlegungen von Andreas Weber, Head of Value | English Version

 

Marken schwärmen: „Wir schaffen Erlebniswelten für unsere Kunden.“ 

Die Frage, die sich mir stellt, lautet: Treffen Marken noch das Momentum, was Kundenbedürfnisse, oder besser: die Kundenbefindlichkeit, tatsächlich ausmacht? Oder führt eine zunehmend forcierte Brand Experience-Attitüde nicht am Ziel vorbei — schafft mehr Frust als Lust?

Vorbemerkung: Von den Besten lernen! — Bevor sich die Eingangsfragen beantworten lassen, tut ein Blick zurück nach vorne gut (’Back to the Future’). Apple ist ein Paradebeispiel, von dem wir lernen können. Mitte der 1990er Jahre im Dauertief, fast nahe der Pleite, gelang der Turnaround. Heute ist Apple seit Jahren die wertvollste Marke der Welt. Wie konnte das gelingen? — „Communication first“ war ein zentrales Statement des legendären Steve Jobs beim ‚Apple confidential meeting‘ am 23. September 1997. 

Mit der kurz darauf gestarteten, unendlich erfolgreichen „Think Different“-Kampagne leitete er einen gewaltigen Umbruch in der Industriegeschichte ein, um mit dem iPhone 10 Jahre später die Schallmauer zu durchbrechen. Apple macht seitdem einen höheren Pro-Kopf-Gewinn als die meisten Unternehmen Pro-Kopf-Umsatz. 

Jobs betonte, dass Produkte, Marketing und Distribution wichtig seien, stellte aber die ‚Smart Communication‘ über alles und machte sie zur Chefsache. Mit seiner iPhone-Präsentation am 9. Januar 2007 erzielte er ad-hoc einen Zugewinn von rund 1 Milliarde US-Dollar (Media-Coverage, Aktienkurszuwachs) ohne das Produkt schon verkaufen zu können. Der Kniff: Jobs führte das neue Gerät bis ins Detail persönlich vor und hat sich damit mit seinen Kunden und ihren neuen Erlebnismöglichkeiten identifizierbar gemacht. 

Das Credo: Smart Communication rückt die Customer Experience ins Zentrum und machte den Vorreiter Apple bis dato zur Premium-Marke Nummer 1. Als iCEO war Jobs zugleich auch ein engagierter Chief Communication Officer, um seine Vorstellungen Teil der DNA von Apple, seiner Partner und v. a. seiner Kunden werden zu lassen. Ein Prinzip, dem andere Unternehmen wie z. B. Berkshire Hathaway durch Warren Buffett oder Virgin durch Richard Branson vermutlich ebenfalls ihren Erfolg verdanken. 

 

 

Apple hat sich aus meiner Sicht mit Abstand als fähigstes Smart Communication-Unternehmen profiliert. Mit maximaler Loyalität bei Kunden rund um den Globus. 

 


Persönliche Anmerkung: Die Erfahrung kann jeder machen, der ein Apple Produkt kauft — so wie ich gerade den neuen iMac 27’’ mit Retina 5K Display und MagicTrackpad: Von der (Online-)Beschaffung inkl. Leasing bis zur Lieferung frei Haus, der kinderleichten Inbetriebnahme (allein das Auspacken des iMac ist ein Designerlebnis!), bis zu der iCloud-Anmeldung unmittelbar folgenden Welcome-Email von Apple — die Profi-Support anbot, der sogleich aufs Beste erfolgte — wurde in kürzester Zeit der neue Computer Teil meiner persönlichen Erlebnis- und Arbeitswelt. Mit wunderbaren Überraschungen dank zahlreicher Technik-Innovationen und Qualitätsmerkmalen auf höchstem Niveau. In Summe: Benchmark!


Fragen wir uns also:
Was unterscheidet Customer Experience von Brand Experience?

Von den besten lernen: Schaut man genau hin, verfolgen neben Apple auch andere der wertvollsten Marken der Welt ein ähnliches Prinzip: Google, Facebook, Amazon, Uber und Airbnb — alles überaus erfolgreiche Unternehmen der neueren Zeit, die das Customer Experience-Prinzip verinnerlicht haben und praktizieren. Von Experten wird gerne angeführt, der Erfolg liege am überlegenen innovativen Plattform-Geschäftsmodell. 

Aus meiner Sicht stimmt das zwar, weil exponentielles Wachstum möglich wird: man ist in der Lage, Millionen und Milliarden von Kunden direkt anzusprechen; aber Geschäftsmodell-Innovationen wie auch neue Digital-Technologien sind ‚nur’ Mittel zum Zweck — und per se keine Erfolgsgaranten.

Wir müssen also das Andere denken — Think different!

 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 10.27.11.png

 

Überlegung 1

Entscheidend ist, die Innovations- und Technologie-Mechanismen so auszunutzen, dass Dialoge respektive Konversationen mit Kunden in Echtzeit entstehen, um für die Perfektionierung von Services und Produkten nutzbar zu werden, die sich am individuellen Bedarf des Kunden ausrichten. Smart Communication stellt das sicher!

Überlegung 2

Die Marke selbst steht nicht mehr im Zentrum, sie wird quasi zum gemeinsamen Vehikel von Unternehmen und Kunden. Aus Mass Marketing wird Mass Customized Marketing. Legt man wie die Mehrzahl der etablierten Markenunternehmen den Fokus auf Brand Experience, um über die möglichst starke Strahlkraft der Marke per Mass Penetration Kunden zu beeindrucken und so zum Kaufen zu bewegen, kann man im besten Falle noch Kosten decken, aber kaum noch profitabel organisch wachsen oder zweistellige Margen erzielen.

Überlegung 3

Die Realität ist zwangsläufig: Kunden fühlen sich mehr und mehr enttäuscht, wenn Marken offensichtlich den persönlichen Kontakt zu Ihnen verloren haben. 

 



Adobe
hat in seiner aktuellen Studie „Reinventing Loyalty: The New Loyalty Experience“ (Herbst 2017) herausgefunden, dass 75 Prozent der CMO’s zugeben, dass bei Kunden-bindung/Kundenzufriedenheit Verbesserungsbedarf besteht bzw. dass sie gar nicht wissen, was ihre Kunden eigentlich beschäftigt. „This clearly demonstrates that CMOs feel that there is huge room for improvement when it comes to implementing the new loyalty dimensions.“


Die neuen ‚Loyalty Dimensions’ fußen meines Erachten auf ‚alten‘ gemeinsamen Wertvorstellungen, geprägt durch Vertrauen, Zufriedenheit, Verbundenheit (relatedness), die auch den Kern von Smart Communication ausmachen. 

In diesem Kontext zu beachten: Die üblichen ‚digitalen‘ Transformations-Bestrebungen führen am Ziel vorbei, da nicht Customer Experience, sondern die Optimierung unternehmensinterner Prozesse erfolgt, die dem Unternehmen Aufwand und Kosten sparen, den Aufwand beim Kunden aber drastisch erhöhen. Persönliche Rückfrage-Möglichkeiten von Mensch zu Mensch sind dann allzuoft kaum noch möglich.

 

Bildschirmfoto 2018-04-13 um 10.27.48.png

 

Überlegung 4

Um Unzufriedenheit und Loyalitätsverlust bei Kunden zu vermeiden, bedarf es aus meiner Sicht nicht unbedingt einer veränderten Qualifikation, sondern der Änderung des Auftrags der Marketing-Verantwortlichen. 

Warum?

  • Brand Experience legt den Fokus auf „buying“ und benutzt überwiegend kostspielige Medien und Kreativ-Leistungen Dritter (wobei wie Nielsen in Deutschland als Premiummarkt in Europa für das Jahr 2017 vermeldet, die Brutto-Werbeausgaben zum Teil rückläufig sind, trotz hohem Wachstum bei Mobile-Advertising). Die entsprechenden Strategien und Maßnahmen zielen darauf ab, Kunden ständig, fast wie auf einer Treibjagd, mit Werbebotschaften zu befeuern, anywhere, anytime. Sog. Bonusprogramm dynamisieren die Hetze erheblich.
  • Aber: Customer Experience setzt dagegen auf „serving & satisfying“ v. a. durch Direktkontakte und Dialoge. Customer Experience folgt dem Prinzip des ‚Listen & Learn‘. Die Echtzeit-Erfassung der Kundenerlebnisse wird genutzt, um Produkte und Services stetig zu verbessern. Kommunikation und Transaktion werden dabei so eng wie möglich, am besten nahtlos, verzahnt. — Credo: It’s all about interaction and relatedness by smart communication.

Überlegung 5

Das Brand Experience Prinzip führt nicht mehr weiter. Mit einer individuell zugeschnittenen Smart Communication-Architektur, die Customer Experience-fokussiert ausgestaltet wird, lassen sich Kundenbefindlichkeiten und Erwartungen am besten decken. Im Fokus: Great Conversations!

Wenn man die für Apple so erfolgreiche Smart Communication-Strategie systemisch strukturiert, aufs eigene Unternehmen adaptiert sowie im Detail das Wesen der Smart Communication exakt versteht, wird man extrem rasch auf individuelle Kundenbefindlichkeiten eingehen können. Es bleibt nämlich gar keine andere Wahl! ‚Communication first‘ geht dann einher mit ‚Customer benefits first‘.

 


 

Handlungsanweisungen 

  1. Think different! Stelle Deine aktuelle Branding- und Customer Experience-Strategie auf den Prüfstand und diskutiere Deine Erkenntnisse mit anderen.
  2. Überdenke und hinterfrage kritisch den Wert der gegenwärtigen Kommunikationspraxis in Deinem Unternehmen (gerne mithilfe des ValueCheck Fragenkatalogs).
  3. Listen & Learn: Verstehe und nutze die Insights, die mein White Paper zu „Smart Communication“ bietet, inkl. konkreten Handlungsanleitungen und Organisation-Modellen.
  4. Gerne stehe ich mit meinem reichen Erfahrungswissen für weitere Erläuterungen und Unterstützung zur Verfügung.

 


 

Über den Autor: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 130 Ländern der Welt.

 


 

 


 

ValueCheck OPS 2018.001

#ops2018: Zum zweiten Mal gab es über ein Dutzend hochinformative, kurzweilige und unterhaltsame LiveTV-Interviews mit den Partner. Das Publikum im Saal war begeistert. — Im Bild: Barbara Schulz von Durst Group und Interviewer Andreas Weber.

 

Von Andreas Weber, Head of Value

Es lohnte sich extrem, beim #ops2018 in München am 15. und 16. März 2018 dabei gewesen zu sein.

Es ging nicht nur um Onlineprint, es ging um die Zukunft der Druck-Kunst im Zeitalter der Assistant-Technologien, der Mass Customitzation (durch Digitaldruck) und Transformation des Druckereigeschäfts.

Ich habe per⚡️Twitter Moments das wichtigste kompakt und multimedial zusammengefasst. Mit allen Highlights und tollen Insights. Und einigen wichtigen Live-Interviews. Klicken lohnt sich. Das Anschauen via Smartphone kommt am besten. Und passt zu einer #ops2018-Kernerkenntnis: Print Business goes Mobile!


 

ValueDialog LiveTV #ops2018

Siehe vor allem auch den Bericht mit den 12 LiveTV-Interviews, im ValueDialog mit Top-Experten und ihrer Sichtweise. 


 

Ein engagiertes Moderationstrio: Jens Meyer, Dr. Eduard Neufeld, Bernd Zipper. — Video: #ops2018


 

TWITTER MOMENTS BY @ValueCommAG

 

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

“The market has recognized that putting printing and supply chain together is sexy. This service is in demand because the combination of printing and supply chain promises higher profitability.” – Peter Sommer, President Print & Packaging Worldwide and Member of the Elanders Board.

By Knud Wassermann and Klaus-Peter Nicolay

 

Prologue

In 2007, Peter Sommer sold his thriving printing company to the Swedish Elanders Group. Since then, he has been a Member of the Elanders Group Management Board. By integrating print and logistics, he has reached the next level of supply chain management, which delivers superior benefits to customers.

Elanders opened the first integrated Packaging Innovation Center (iPIC) in Herrenberg, Swabia. The company provides the entire process itself, from picking up the product at the manufacturer, to printing and packaging, to placement on the retailer’s shelf. We discussed this interesting business model with Peter Sommer, President of Print & Packaging Worldwide at Elanders AB.

 

iPic-Grafik von Elanders

 

In focus: Growth through unrivaled innovation

“I always try to make it clear to my employees how important it is to expand existing value chains,” explains Peter Sommer, President Print & Packaging Worldwide and Member of the Elanders Board. He is firmly convinced that long-term survival is not guaranteed by classic packaging printing alone. “With many in the industry seeing packaging as a land of plenty and entering this segment, competitive pressure is increasing. The logical consequence of this is a drop in prices: they are already beginning to fall”, notes Sommer.

Unfortunately, not much can be changed regarding market conditions like these. But the market environment can be changed. Therefore, the Elanders Group has expanded its growth potential with fulfillment and logistics. Supply chain management is the buzzword here; it encompasses the processes by which raw materials, components, end products and information flow along the supply chain.

Nearly four years ago, Elanders said goodbye to its role as a stand-alone printer and began a new chapter with the acquisition of Singapore’s Mentor Media in early 2014. With annual revenues of approximately $200 million at the time, Mentor Media specializes in supply chain management for IT giants such as HP, Dell, Acer, Sony and Microsoft. Mentor Media produces the packaging and packs and delivers products for these companies.

In June 2016, the commitment to fulfillment and logistics was further strengthened by the acquisition of Logistic Group International (LGI).

 


LGI_LKW_fahrend

We supply the world

LGI is not just any freight forwarding company, it is one of the leaders in European logistics. To get an idea of its size, it generates sales of approximately €430 million and employs around 4,000 people at 45 locations in Europe, USA and Russia.

“We supply the world” can be seen on the Elanders Group homepage. This might sound over the top at first glance, but a look at the numbers makes it clear where Elanders is headed. With its approximately 6,500 employees in 20 countries, the Group generated sales of around €900 million in 2016. The Print & Packaging segment accounted for a mere 34% of sales in 2016, compared to 100% in 2013.

And in September 2017, the share continued to fall to just under a quarter of sales; these already reached almost €700 million after the third quarter and had risen by 71% against the previous year. By contrast, the number of employees rose only moderately to 6,700.

In August 2017, the Integrated Packaging Innovation Center (iPIC) was established in Herrenberg with 200 employees, “where we implement supply chain solutions together with our customers. The market’s response to our offer is extremely positive,” explains Peter Sommer. The addition of the logistics company LGI meant that completely new synergies in packaging and logistics could be used. 

 


Unbroken: Investments in offset printing 

Elanders Germany has been working on concepts of this kind for some time now and had already implemented them several years ago on a comparatively small scale. At the Waiblingen site, personalized packaging is digitally printed, filled with chocolates and sent directly to consumers. Ritter Sport, Lindt and others use this service.

In Herrenberg, this concept has now been scaled to industrial level; the company has long been reinvesting in offset printing for this purpose. In total, Elanders invested €12 million in two Heidelberg XL-106s – one with five and one with seven printing units – with a dispersion varnish unit each, in addition to heavily investment in punching capacity.

The impetus for the project came by way of a coincidence, says Peter Sommer: “A customer who has water filters produced China told us that his supplier was getting increasing amounts of water filters and the necessary accompanying packaging produced on its own account, and was selling these itself. That’s obviously the reality in China today.”

But there are other reasons why companies have relocated parts of the supply chain back to Europe. The long transportation route gives less time to react to changes in the market and retail at short notice.

 

Peter Sommer im Drucksaal


Overview of the whole supply chain

With the iPIC, Elanders is now integrating printing, fulfillment and logistics so tightly that they are becoming an fixed component of the supply chain. The customer doesn’t just assign a single printing order to the iPIC, but the whole service.

iPIC basically acts in a similar way to companies who are successful in outsourcing. These produce, for example, coffee machines on behalf of customers; they buy the necessary components, packaging and operating instructions, assemble the machines, package them, transport them to the retailer and place them on the shelf.

“iPIC works something along the same lines, expect that the focus is not on manufacturing the product, but rather on the printing of packaging, fulfillment and logistics,” says Peter Sommer. The advantages for customers are obvious. “We offer customers a true one-stop shop. They no longer have to worry about where to shop around for individual services, but instead gets the complete package from us.”

This requires a different way of selling, however: old-fashion printed matter vendors are out of place here; business consultants that have an overview of the entire supply chain are required.

 


 

Bildschirmfoto 2018-03-11 um 11.49.30

 


Competent outsourcing partners are in demand

Virtually all industries can benefit from this concept, especially companies that have to pack many small-scale components or place them in a display and deliver them. “Fulfillment and logistics are not core competences for many companies. They are looking for outsourcing partners,” explains Sommer.

A look at the cost distribution is also interesting. Once the product has been manufactured, it must be packaged and transported from A to B. According to estimates by Peter Sommer, around 25% of the costs are attributable to the packaging and operating instructions, and the remainder to fulfillment and logistics. As the entire supply chain always has to be considered in such a scenario, customers recognize the value of the overall service and individual parts are not placed so much under price pressure.

The printed matter does not even have to be produced entirely in the iPIC: depending on the number of copies (of user manuals, for example), some of these can be produced by an overseas sister company’s offset printing plant or, for content that is relevant for digital printing, by the inkjet printing at the Waiblingen plant.

“The concept is therefore not fixed to a specific printing technique. The central issues are always what the product needs to achieve and how it gets to the recipient. Integration into the supply chain begins with advising customers and ends with tailor-made logistics,” explains Peter Sommer.

This also shows the broadness of Print & Packaging at Elanders: for each requirement, HP Indigo digital printing, high-speed inkjet or offset printing are used in a variety of locations. Automation and the entire production play a big role.

 

Kuka-Roboter

 


Accurate print services using “just-in-sequence”

Almost everything that Elanders Print & Packaging offers has something to do with logistics. For example, Elanders has proven to customers in the automotive industry that large quantities of user manuals can be delivered to a production line on a high-precision just-in-sequence basis.

Incidentally, this also benefits publishers; they have their works produced at Elanders on demand and just in time, for just one copy or more. Again, this doesn’t just involve printing. The IT specialists at Elanders develop complete solutions for printing and delivery for publishers. Connections to in-house ERP systems, networking with the publisher’s delivery and much more ensure automated print and reprint management that saves money and time. Here, too, the focus is on optimizing company-wide processes that promise great savings potential.

iPIC is “just” the first step!

Peter Sommer is very satisfied with the market entry of iPIC, and plans to achieve sales of as much as €36 million in the next two years. “The iPIC is our first step for integrating print more strongly into the supply chain and demonstrating new performance potential for customers. If one thinks a step further with regard to packaging, one arrives relatively quickly at corrugated cardboard, which is used for outer packaging. Exciting fields of activity are opening up for us where logistics meet digital printing.”

 


Elanders Lookbook Digital Print

Extremely positive feedback for the Elanders “Lookbook Digital Print”! To help many people to get the most out of this unique technology, the Elanders team developed an online calculator. — Link to Calculator // Link to further information.

 


Focus on customer benefits

It is highly unlikely that Peter Sommer will leave it at the current offering of the integrated Packaging Innovation Center; he will certainly go further. He recognized very early on that permanent product development including current IT technologies gives printers the opportunity to stop playing the defensive and rise above the price war.

Peter Sommer is convinced that “those who present themselves to their customers and potential business partners in a creative and innovative way will also be successful.” “This may sometimes take a while, but with intelligent concepts, small and large companies can win new customers.”

To achieve this, however, the actual print product should not take precedence; instead, the advantages should be the focus. If customers recognize the value of the service, they will also be willing to spend money on it.

 


 

Preisverleihung mit Kronprinzessin Victoria von Schweden

Brillante Ideen, Unternehmergeist und bahnbrechende Technik: In November 2017 in Leipzig, the company was honored for its brilliant ideas, entrepreneurial spirit and pioneering technology by the Swedish Chamber of Commerce in the Federal Republic of Germany. Swedish Crown Princess Victoria awarded Peter Sommer the 15th Swedish Enterprise Award for Elanders.

 


Print wins as an attractive part of integrated services! 

Analysis by Klaus-Peter Nicolay

While debates continue whether print service providers need to dedicate themselves more to distribution and logistics, the Elanders Group has already taken a significant step further. It has placed logistics so prominently in the company that printing almost appears as a by-product of the entire service range.

This appearance is deceptive, however: without print, Elanders’ business model would be similar to that of a freight forwarder and not that of an all-rounder for valuable print-based communication.

The integrated Packaging Innovation Center therefore offers development, printing and finishing of packaging in addition to its transport, warehousing, fulfillment (packaging of the product) and transport to customers, retailers or straight onto the selves of retail outlets. In this supply chain, everything except the actual product manufacturing is part of the iPIC service.

Only a few printing companies can dream of buying a logistics company costing hundreds of millions and offering similar solutions. However, the example of iPIC is certainly food for thought about the possibilities of adding a component to printing, to make the printing service more attractive, and to expand the value chain with new services.


 

Druckmarkt 113

PLEASE NOTE:

The article was first published in the print magazine “Druckmarkt”, issue 113, March 2018. We thank the publisher Klaus-Peter Nicolay for the reliable cooperation with ValueTrandradar.com.

 


Print of a special kind: Work samples from Elanders

Photos: Elanders Germany.

 

Elanders Ritter Sport

Stripes have been influencing the art of Jacob Dahlgren since 2000. He has designed 12 different design boards for Ritter Sport, which Elanders got to produce!


Druck-Kunst

Print art – Elanders produced this special book on typography and calligraphy for typographic artist Sigrid Artmann: Artitude!


 

Elanders Geschäftsbericht-Muster

Elanders’ portfolio still includes the annual reports of some global players, with very special print effects!


 

Eanders Weihnachtsgruss

Peter Sommer gives special consideration to noble, imaginative and valuable holiday greetings for Elanders Germany. 


 

Auszeichnung von Elenaders für Soziales Engagement 2017

Elanders Germany received the award “Social Engaged 2017” for extraordinary social engagement!

 


 

ValueDialog Dr. Hermann Subscription.001

Photo: Heidelberg

 


“In today’s digital age with its cutting-edge business models based on networks and platforms, everything needs to be transparent, in real time, and focused on enhancing customer benefits.” – Professor h. c. Dr. Ulrich Hermann


 

Interview and analysis by Andreas Weber, Head of Value | German version

Successful printing doesn’t just happen. It’s all down to innovative plans and putting these into action. That’s the main focus of Chief Digital Officer Professor Ulrich Hermann, member of the Management Board at Heidelberger Druckmaschinen AG since November 2016. In an exclusive interview, he explains the principles of the ‘subscription economy’, which is now firmly established at Heidelberg and is set to bring about success right from the get-go.

 


 

Note: In April 2018 some new reports in the news came up. Handelsblatt published via its global edition some great observations: Heidelberger Druckmaschinen AG begins to look less like a factory and more like an information processing hub for industrial operations.“ — MORE

And more subscription customers got on stage, like Klampfer Group in Austria.  Or Lensing Druck Group in Germany.

 


 

The subscription economy is taking Heidelberg as a market leader and its primarily industrial customers to the next level of the transformation process. For the first time, printing performance is being assessed and billed on a customized basis, thus representing a brand new development and a challenge for the print sector. Conventional billing methods, i.e. selling equipment at a fixed price in offset printing or click charge models in digital printing, are being replaced by subscription models. This has its benefits.

 


subscribe concepts with message on keyboard

Info box: What is the meaning behind ‘subscription economy’?

The subscription economy correlates with the fundamental transition toward customized buying and selling in the B2C, and increasingly in the B2B, sector. The focus has shifted away from acquiring and owning products toward long-term, flexible customer relationships and ongoing customer benefits. The resulting technical and organizational demands are high. Some subscription-based solutions already exist in the printing industry, such as standalone software-as-a-service agreements. Important factors include automation, scalability, complex data models, and changed accounting principles right through to analytics. A constant supply of information on customer satisfaction and, most importantly, the way products and services are used is essential to enable businesses to further customize their services. What’s more, this data also helps both the supplier and customer achieve greater growth. Studies show that in the United States – the birth place of digitization – the subscription economy is already well-developed, generating approximately 800 billion US dollars in added value in the past ten years alone.  – aw


 

What is it all about?

The subscription economy could become the main focus in our sector, too. It has already achieved great economic success in the United States but remains largely disregarded in Germany. What difference will it make?

Dr. Ulrich Hermann: Subscription models offer a new approach for generating value by consistently focusing on customer benefits. Primarily, this means the end of product-oriented business models whose added value derives from creating a product, rather than from the benefit customers gain from that product.

Companies with analog models focused on manufacturing and selling products are eager to pass on expenses incurred in development, production, sales and supply to the customer as soon as possible. Whether customers are able to recover their costs is a question that is only considered relevant when it comes to the customer making repeat purchases, in other words it only becomes relevant at some point in the future.

What are the important features of a subscription?

It all boils down to a lasting customer relationship. This undoubtedly develops for services relating to the product, but not for the value of the product itself. 

A product-centric focus was the perfect approach for the analog world and shaped the industrial era for over 100 years because it was very difficult to quantify how the product was used and the associated added value for the customer.

In today’s digital economy, however, this approach is outdated as data is available on how products are being used and new business models are shifting the focus away from the value of the product itself and towards the usage value. We now aim to adopt this approach at Heidelberg as the leading supplier on the print shop market.

What are the advantages of focusing on the benefits to the customer and the disadvantages of focusing on the product?

As I’ve said, suppliers in the digital age can use platforms to gather, profile and analyze data on all participants with the aim of continuously and sustainably increasing customer benefits and thus instilling valuable, long-lasting customer loyalty. All processes must therefore focus on this and remain transparent for all participants in real time. If companies focus on the product, they can’t work out in any great detail or very quickly what it is their customers do with the product, when and how. Incidentally, that is a trend that affects many areas of professional and personal life…

… can you give a few examples?

It starts with reading a book or magazine, or when customers switch production equipment on or off, or why they are in the car and where they’re going. Manufacturers/suppliers usually know nothing about how their products are being used. As a result, they have to carry out costly questionnaires and analyses to anticipate how the products are being used and implement laborious improvements in long cycles.

During the analog era, innovations were therefore subject to protracted innovation cycles that were often staggered due to the risks involved. This led to analog companies spending a disproportionately large amount of time on optimizing internal value creation. It is clear that during this era the price of a product did not reflect how the customer used it but rather covered material and production costs.

 

A milestone on the road to the digital transformation and finally implementing the subscription program. A YouTube video of Dr. Ulrich Hermann discussing the market launch of the Heidelberg Assistant in December 2017.

 


 

The key to success

How can the focus be switched to customer benefits?

If we consider customer benefits to be the cornerstone of a company’s business operations, we end up with completely different approaches. Companies want to know what customers are paying for when using the products they have provided. This is exactly what disruptive business models in the digital world are based on. Usage patterns serve as the measure of all things – supported by the user experience and the customer journey.

Have companies in the print industry grasped this point? After all, nearly everyone nowadays is talking about customer orientation.

Technology suppliers often do not fully grasp that customer orientation, as a prerequisite to focusing on customer benefits, itself requires a comprehensive organizational transformation. Everything changes – from the mindset and culture right through to product creation. The ability to digitally measure the usage of products and services is key to creating added value. All business activities must pursue this aim.

Analyzing valid, long-term data collected from installed machinery and systems helps develop benchmarks with reference groups, which in turn enables the derivation of target figures and reference variables for optimum usage. We have been collecting such data at Heidelberg since the introduction of Remote Service technology back in 2004 and it has formed the basis for introducing Heidelberg Subscription.

With regard to the print industry, does this mean that it is not enough to simply introduce digital processes into print product manufacturing?

Exactly. In the digital economy, competition isn’t all about the product – the main focus is on developing the relevant user experience. I like to show a picture that presents the bustling streets of Manhattan as the heart of New York City. Some ten years ago, the streets were still filled with yellow cabs. Today, it’s dark sedans.

The product in this example is the same, just black and not yellow. It is a vehicle with a driver and passenger – and from the outside it is not immediately recognizable as a digital product. The difference, however, lies in the user experience. It is much easier to order, select, pay for and travel in a taxi with Uber and to influence the quality of the business model by writing a review.

Passengers feel like they are being taken seriously – as a business partner rather than a prisoner behind a plexiglass pane, if you like. It is no longer just about the service or product portfolio, but rather the customer journey and a new, intelligent way of using the product.

What does this mean in real terms for Heidelberg and its customers?

In our line of work, the subscription economy offers the opportunity to think about how we need to fundamentally change our business not just by selling machinery and services, i.e. billing for the product value, but by developing new models that assess the usage and the resulting positive effects.

 

This film on Heidelberg Subscription shows how Heidelberg is going down new paths in marketing, too.

 


 

How it works

What is the concept behind Heidelberg Subscription?

More than a year has passed since we began the transformation. We initially asked ourselves the following questions. What offers the biggest profit potential for our customers? Cost-effective printing capacity or optimum utilization? If our customers only derive added value from maximum machine utilization – in other words from optimized utilization of a coordinated combination of numerous individual products such as printing presses, consumables, software and services – why shouldn’t they actually pay us for this added value rather than for the individual components?

How did you go about answering these key questions?

A team of people with backgrounds in a wide range of disciplines such as finance, services, product development, sales and marketing / product marketing were tasked with developing a business model in which Heidelberg would not sell individual products to the customer, but rather offer the use of an end-to-end system that has been optimized for the specific needs of that customer. As early as December 2017, we concluded our first comprehensive subscription contract with folding carton manufacturer FK Führter Kartonagen, which is part of the WEIG Group. More contracts are in place, and interest in the market is continuing to grow significantly.

Aren’t print shops skeptical? Many are still coming to terms with click-charge models, which are now used as standard in digital printing.

There is a disadvantage to the click-charge models commonly found on the market. They reflect the market prices of digital printing press suppliers and are not based on the customer’s actual cost per printed page for offset printing. There are also no benchmarks for productivity targets etc. In our model, we bill per printed page using the ‘impression charge’.

What is an ‘impression charge’? 

The price per page reflects the potential of increased utilization during the contract period. However, the customer has to have a successful business model that allows for sustainable growth. Our subscription model is quite simply a genuine performance partnership. If Heidelberg fails to boost productivity during the contract period, neither the customer or we can fully satisfy margin targets. That is the difference to click-charge models.

The normal click charges for digital printing are based on the costs incurred by the digital press manufacturer and its profit expectations, not on the comparative costs for the customer. They represent a product-based pricing that the customer, the print shop, cannot control and that does not reflect their actual cost structure. Digital printing is therefore not a digital business model.

Added to this is the fact that if utilization fluctuates or is insufficient, click charges can quickly have disastrous effects.

So what is key for developing billing models based on customer needs?

Print shops want to be able to manage their costs themselves. And with good reason, as for many centuries printing was a skilled trade with humans controlling the quality of the work. Only recently has the business started to be industrialized following the automation of production processes with the help of standards. For a craftsman, what’s important is focusing on customer proximity and creating a bespoke end product with a special touch. Accordingly, print results sometimes varied dramatically in terms of quality and price.

 

An introductory explanation on Heidelberg Subscription.

 


 

What are the benefits?

What does industrial production do differently to craftsmen?

Industrial production based on standards creates results that are largely consistent. Only the level of automation creates differences in production, and defines the print outcome and the operating result.

To stand out, print shops must therefore make substantial investments in their own, increasingly digital customer relationships. Digital marketing, an online presence and digitizing the process of ordering best-selling products are becoming very important. Investing in the pressroom may be an age-old tradition but it opens up few opportunities to stand out. It also distracts from the actual job of a printing company in the digital age – namely to attract customers. With this in mind, switching to a subscription model is an easy and entirely logical decision.

What does results-based payment entail?

Our experienced performance-focused consultants conduct a comprehensive analysis of the print shop, reviewing costs for personnel, consumables, downtimes, plate changes, waste, depreciation, and much more. Once this thorough analysis has been completed, a unit page price can be determined that is specific to the relevant customer.

What’s more, we use the performance data we have gathered from more than ten thousand networked machines to establish reference variables. Thanks to this database we can make an offer to the customer to lower this price through a subscription contract because we know how to optimize their operations.

What criteria apply for the subscription?  

Heidelberg Subscription is based on the following considerations/criteria:

  1. Customers must demonstrate growth potential in terms of overall equipment effectiveness (OEE). For most customers, this averages between 30 % and 40 %.
  2. Concentrating on product innovations and customer acquisitions, customers must aim to significantly boost order volumes.

Suitable customers are offered an attractive price based on the above considerations and on a specific expected OEE increase, e.g. from 35 % to 45 %. Using this model, we sell productivity gains and help customers to achieve and exceed their goals. Heidelberg is responsible for setting up the turnkey system accordingly. We promise customers that the price premium for our optimized and more productive turnkey system will not only be worth it, but will out-do their expectations.

How do potential customers react to this new approach?

Many customers are enthusiastic as they are not dealing with a supplier that demands money up front for better quality and even charges for servicing if a machine breaks down. Instead, Heidelberg does everything it can to exceed agreed performance targets and ensure quality matches customer expectations.

Is Heidelberg taking a risk by standing as guarantor for success? 

Yes and no. Yes because with the subscription contract, it is in our own interest to ensure machinery is running, software updates are carried out, the use of consumables is optimized, and to do everything we can to increase output. No because ultimately, we take care in choosing our subscription customers. Most importantly, customers must all have one thing in common – they need to concentrate on growth and product innovation on the market, and their business model must demonstrate the potential for further growth.

Analyzing such factors has always been important for us as a manufacturer. We want to grow alongside our successful customers. In the traditional business, this took a back seat provided the customer could pay for the equipment. What we are talking about here is an excellent, new dimension to the partnership. We are no longer looking at whether our machinery, services or materials are cheaper or more expensive than rival products. Everything is defined by the mutually agreed performance targets, using the calculated price per page as a guideline.

 

Heidelberg Push-to-Stop PtS_Teaser_Slider_Motiv_White_IMAGE_RATIO_1_5

Another important aspect of the subscription model is based on autonomous printing following the Push to Stop principle presented at drupa 2016. – See our ValueCheck and case report.


 

Invoicing method

How do you determine the costs with a subscription contract?

That is tailored to the customer and their potential. For customers wishing to expand their business, for example, we might recommend our Speedmaster XL 106. Customers then make an upfront payment, which is only a small portion of the overall cost that would have been due if they had purchased the machinery. They also pay a fixed monthly charge based specifically on the price per page calculation of the agreed page volume that the customer aims to print and that is lower than their average page production. Additional impression charges are only incurred if the page volume exceeds the agreed targets.

Is the subscription tailored to the customer?

A fundamental and unique element to our offer is that we can customize the subscription in its entirety. For example, for companies unable to greatly increase productivity because excellent industrial systems already ensure a high OEE, we adjust the upfront payment and the fixed monthly charge accordingly. Alternatively, for customers with significant potential to increase performance and dynamic opportunities to increase order volume, we focus more on the variability of the payments.

With our subscription program, customers no longer need to worry about investing in their pressroom, making full use of available technology, or keeping systems up to date.

Why should customers tie themselves exclusively to Heidelberg?

If customers opt for the conventional model, they are dependent on a much bigger group of partners. Buying machinery takes up a large part of investment and often means being dependent on a bank. The supposed freedom that comes with pulling together consumables and optimizing the various features themselves comes with greater outlay, and all the separate relationships with numerous suppliers are diametrically opposed to the print shops’ profit targets…

…so that means the classic method of gathering lots of offers before purchasing brings its own problems? 

Everyone tries to pass on their costs. If we focus on the actual purpose of printing on paper, I believe all these dependencies are a much bigger issue than signing up to a long-term subscription contract with one manufacturer in which the profit interests of the manufacturer and customer are aligned for the first time. A Heidelberg Subscription contract runs for five years. We anticipate continuous OEE growth within that period. For example, if we increase page volume from 35 million pages per year to 55 million pages, this corresponds to OEE growth from approximately 35 % to 60 %. There is no need to explain what this means for the customer’s profits.

Is Heidelberg therefore financing the manufacturing costs for the production equipment?

The equipment belongs to Heidelberg and forms part of our balance sheet and/or our financing partners’ balance sheets. On the one hand, this fits in with the expectations of those customers who are undergoing digital transformation, i.e. the move toward an automated printing operation and digital customer relationships. Subscription customers always enjoy the highest possible level of automation without having to worry about technology updates, or financing new investments.

On the other hand, such customers also want to use digitization to bolster relationships with their own customers. Digital expertise helps to significantly improve go-to-market capacity across a broad spectrum.

 

subscribe1


 

How go-to-market is changing

Does this mean the subscription model also helps improve customers’ go-to-market capacity because it frees up resources at the print shop?

Every new print shop development until now has required enormous effort to ensure the technology is sound but also to secure prices that reflect more complex and thus more effective products. Placing a unilateral focus on production and ignoring customer value in digital customer relationships will come back to haunt even extremely successful modern printing companies.

Devoting resources to further develop the customer journey offered by the print shop and not getting bogged down by technical and administrative aspects is the best way of standing out from competitors and keeping ahead of the curve.

In other words, you are shifting your customers’ business focus?

Our high-growth customers are all excellent entrepreneurs who always focus on where the money flows so as to protect their investments. Customer orientation is greatly enhanced if we no longer force them to buy and maintain capital-intensive production equipment. Focusing completely on the customer as a core concept of the digital economy is always the best way forward for a prosperous business. That applies both to us and our customers.

With the subscription model, Heidelberg takes care of the financing. Do you anticipate any new challenges as a result?

A listed company with experience in customer financing such as Heidelberg cannot help but adopt new approaches in terms of financing. We even have a banking license. What works best for our investors is always cash-stable contracts with selected customers that have good potential for growth and are highly innovative.

That’s exactly what our subscription program ensures with its guaranteed monthly payments – particularly given that we can pool contracts and also trade through a financing partner. This is a much more attractive option for investors than having to negotiate contracts with individual print shops. Risks are balanced thanks to a diversified base of carefully assessed and chosen subscribers.

Last but not least, how quickly can you and do you want to increase market share with the subscription model?

There is very strong demand. But we are taking our time and signing contracts with selected ‘early adopters’. In this financial year, we aim to conclude ten contracts to gain experience and lay a solid foundation to gradually establish the offer across the market.

 

Heideldruck 01_180206_Kunde_Weig

As early as December 2017, Heidelberg concluded its first comprehensive subscription contract with folding carton manufacturer FK Führter Kartonagen, which is part of the WEIG Group. Photo: Heidelberg


 

Final conclusions

How would you summarize this development?

We live in exciting times with completely new opportunities for both Heidelberg and its customers. The digital economy offers entirely new mindsets for these opportunities. Ensuring the transparent use of products and services in a digital business relationship enables us to concentrate on the real source of added value…

…and what does that ultimately mean?

The transparency we provide establishes fair business relationships between those involved, but also places great responsibility on all participants in the interest of preserving their freedom. This responsibility puts the spotlight on the values of the business partners. Heidelberg values have remained constant throughout our long industrial history and play a particularly important role in our digital strategy. We have reworded the responsibility assumed by Heidelberg in its role as a printing industry partner: Listen. Inspire. Deliver. Digital business models hardly get any better than that.

Thank you for agreeing to this interview and giving a detailed insight into the hidden complexities of mastering digital transformation.

 


 

#ValueCheck – Heidelberg Subscription as a new economic system

Why the subscription model from Heidelberg is not only a logical choice, but also essential for ensuring growth with innovative ideas

STATUS QUO

  • The print production volume (PPV) is stable at approximately 410 billion euros worldwide each year.
  • Despite this, the number of print shops and print units is decreasing due to improved press performance.
  • Even as print runs shrink, OEE (overall equipment effectiveness) can be increased through the automation of industrial-scale operations.
  • Today, growth rates can be more than doubled from 30 percent to 70 percent over ten years.
  • Given that the PPV cannot be doubled, there is an inevitable and considerable decrease in the number of print units that can be sold (up to 50 percent).
  • Heidelberg therefore has to generate added value elsewhere if it is to avoid becoming dependent on crowding out competitors or snatching market shares in order to survive in a shrinking machinery market.

MEASURES

  • Heidelberg is gaining attention as an “all-in system” thanks to its extensive print know-how and its servicing database, which has been established on the basis of predictive monitoring since 2004 and focuses on the continuous analysis and improvement of installed production equipment. More than 10,000 Heidelberg presses are currently subject to continuous analysis.
  • With its subscription model, Heidelberg takes care of everything to ensure maximum use is made of installed print shop technology.

EFFECTS

  • The risk associated with innovations is not only dramatically reduced, but also more widely spread.
  • Capital-intensive investments in production equipment no longer put a financial strain on print shops. Heidelberg supports customers, pooling and implementing investments with financing partners on good terms.
  • This has immediate positive effects on our industrial-scale customers, as increased flexibility and variability of usage provides immense freedom to concentrate on optimizing the marketing of enhanced performance and accelerating print shop growth.
  • The continuous increase in utilization results in improved profitability in the short, medium and long term.
  • The subscription program opens up linear and exponential growth opportunities for both Heidelberg and its customers.

 


 

lossenfotografie-industriefotografie-0011

Photo: Heidelberg

 

 

About Dr. Ulrich Hermann

Dr. Ulrich Hermann has been a member of the Management Board at Heidelberger Druckmaschinen AG in his role as Chief Digital Officer since November 2016. Thanks to his proven expertise in the digital transformation of businesses, Hermann was made an honorary professor at Allensbach University, Constance, Germany, in August 2017.

Born 1966 in Cologne, he earned a bachelor’s degree in mechanical engineering at RWTH in Aachen and the Massachusetts Institute of Technology M.I.T., Cambridge, United States.

In 1996, he completed a doctorate in business economics at the University of St. Gallen, in 1998 he became the Managing Director of Bertelsmann Springer Science and Business Media Schweiz AG, and in 2002 he was appointed Managing Director of Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformation.

In 2005, he assumed the role of Chairman of the Management Board at Wolters Kluwer Germany Holding, later becoming a Member of the Divisional Executive Board for the Central European Region at Wolters Kluwer n.v. in 2010.

 


 

About Andreas Weber, Founder and CEO of Value Communication AG: Since more than 25 years Andreas Weber serves on an international level as a business communication analyst, influencer and transformer. His activities are dedicated to the ‘Transformation for the Digital Age’ via presentations, management briefings, coachings, workshops, analysis&reports, strategic advice.

 


 

ValueCheck AutLay 01

Das Kölner Start-up AutLay.com schickt sich an, die Welt der Datenaufbereitung für den Druck zu revolutionieren. Bildcollage: Andreas Weber

Von Andreas Weber

Das Kölner Start-Up „AutLay.com” profitiert von jahrelanger, erfolgreicher Forschungsarbeit an der Universität zu Köln. Wirtschaftsinformatiker beschäftigen sich dort seit über einem Jahrzehnt mit Personalisierung und Individualisierung im Druck.

Herausgekommen ist eine neue, funktionsfähige Software-Architektur, die die automatisierte Erstellung von Layouts für druckfertige Dokumente in Echtzeit ermöglicht. Der Name AutLay steht für „Automatisches Layout“.

Seit Sommer 2017 fördern die Europäische Union im Rahmen des EFRE.NRW sowie die NRW-Landesregierung das Spitzenprojekt im Rahmen des Förderwettbewerbs START-UP-Hochschul-Ausgründungen. Bis November 2018 sollen finale Marktest abgeschlossen sein.


Innovationsansatz

Die Wissenschaftler sehen die Innovationsmöglichkeiten im Digitalzeitalter nicht nur auf rein digitale Entwicklungen begrenzt, sondern haben das größte Potenzial identifiziert in der Kombination von Print (via Digitaldruck) und eines integrierten Verfahrens durch neuentwickelte Software-as-a-Service-Lösungen zur vollautomatisierten Layout-Erstellung inkl. Druckdatenaufbereitung in Echtzeit.

Der Clou: Die Kölner kommen ohne sog. Templates aus, bislang das Nadelöhr der Pre-Media-Prozesse bei Print-Produktionen aller Art. Denn Templates sind starre Vorlagen, die als „digitale Schablonen“ bei Web-to-Print- resp. Web-to-Publishing Anwendungen bis dato notwendig sind und definieren fixe sowie variable, veränderbare Bestandteile, wie Texte oder Bilder.

Statische Templates werden bei AutLay.com durch Algorithmen ersetzt, die auf frei bestimmbaren Regelwerken basieren und vordefinierte Druckergebnisse in Echtzeit sicherstellen. Es werden dabei Metriken zur Quantifizierung von Ästhetik identifiziert, konsolidiert und entwickelt. Durch sogenannte Recommender-Systeme (automatisierte Empfehlungstechnologien) lassen sich die relevanten Inhalte für jeden Empfänger individuell festlegen.


ValueCheck AutLay 02

Der venezianische Buchdrucker und Verleger Aldus Manutius (1449-1515) gilt als wegweisender Typograph, der u. a. den Satzspiegel ‚erfand“‘ und damit die Basis für moderne Layout-Techniken und die Verwendung von Templates legte. Sein Druckerzeichen zeigt einen Anker und einen Delphin: Der Anker steht als Symbol für die Langsamkeit, der Delphin für die Geschwindigkeit. [Im Bild: Das Geburtshaus von Aldus in Bassiano]. — Der dynamische Erfinder-Geist von Aldus wie auch von Johannes Gutenberg verfügt auch heute noch über Strahlkraft und Leitbild-Funktion bei Innovatoren, die sich aber im Digitalzeitalter nicht mehr mit beweglichen Lettern, sondern mit variablen Daten beschäftigen. Bildcollage: Andreas Weber.

 


Innovationspotenzial

Weltweit werden pro Jahr über 3.000 Milliarden Euro aufgewendet, um für über 800 Milliarden Euro Drucksachen aller Art herstellen zu können. [Quelle: ValueTrendRadar Analysis: Print in seiner wirtschaftlichen Bedeutung.]

Erste Analysen zeigen, dass bei einzelnen Anwendungen wie z. B. für individualisierte Verkaufskataloge oder kurzfristige Verkaufsaktionen für Lagerbestände die üblichen Produktionsprozesses im Zeitaufwand um ein vielfaches reduziert und im Kostenaufwand nahezu halbiert werden können.

Den enormen Einsparungen durch den Einsatz von AutLay.com an Zeit und Geld stehen signifikante Vorteile beim Time-to-Market gegenüber, da schneller, unkomplizierter und Kundenbedürfnis-orientierter Waren und Leistungen aller Art angeboten und verkauft werden können.

 


 

 

Unter https://www.autlay.com/demo/ruck.html kann eine Demo Online angesehen werden.


 

Innovationsvorteile

Ein Umdenken wird möglich und praktikabel, um Kommunikation und Transaktion soweit es geht nahtlos zu vereinen und einfach, schnell sowie äußerst wirkungsvoll in der Praxis umzusetzen. Mit dem Effekt: Mass Marketing wandelt sich zu Customized Mass Marketing, denn grundsätzlich ist AutLay.com in seinem Leistungsvermögen beliebig skalierbar.

Ein wichtiger Zusatz-Effekt ist, dass Unternehmen erfolgreich den Kunden und seine spezifischen Bedürfnisse in den Mittelpunkt einer werthaltigen Kommunikation über alle Ebenen und Kanäle hinweg stellen können – dazu zählt insbesondere die Print-Kommunikation. Denn erstmals wird das in zahlreichen Systemen vorliegende Wissen über den Empfänger auch für die Print-Kommunikation nutzbar.


EFRE


 

Fazit

Mit diesem neuartigen Ansatz und dem engen Kontakt mit begleitender, unabhängiger wissenschaftlicher Forschung setzt sich AutLay.com deutlich von bestehenden Modellen der Software-Entwicklung zur Automatisierung von Medienkommunikation ab.

 


INFOKASTEN — Das Wichtigste im Überblick
(Ergebnisse aus aktuellen Expertengesprächen)

  1. Der generelle Nutzen von AutLay.com liegt nicht nur darin, Digitaldrucktechnik besser ausnutzen zu können, sondern darin, entscheidend zu helfen, Marketing-Prozesse und Print-Kommunikations-Abläufe durch Automatisieren qualitativ und quantitativ zu verbessern.

  2. Der ökonomische Nutzen liegt primär darin, dass Werbungtreibende mit ihren Dienstleistungspartnern entscheidend die unabänderlich steigenden Herstellungskosten im Druck wie auch im Versand (Logistik) kompensieren können. Und zwar indem durch AutLay.com die Premedia-Prozesse vereinfacht werden und sich dadurch Kosten- und Zeitaufwand drastisch reduzieren.

  3. Der funktionale Nutzen: AutLay.com nutzt alle relevanten Business Intelligence- und Big Data-Funktionalitäten, um Inhalte zweck- und zielgerichtet im Sinne des Targeting und der Mass Customization an die richtigen Zielpersonen per Print und damit nachhaltig wirkungsvoll auszuliefern.

  4. AutLay.com ist zukunftssicher aufgestellt und unterscheidet sich von anderen etablierten Lösungen durch sein variables SaaS-/Subscription-Modell: Es müssen keine hohen (Vor-)Investitionen in Soft- und Hardware getätigt werden, sondern es wird für die Nutzung bezahlt, die sofort Wirkung durch besseres Verkaufen zeigen kann. (Stichwort: Return-on-Invest quasi in Echtzeit!)

  5. AutLay.com verschafft Werbungtreibenden wie auch Agenturen mehr Freiraum für Kreativität, da man sich nicht mehr mit Technik/Layout/Design, sondern mit Kampagnen für Verkaufsaktionen beschäftigen kann.

  6. Last but not least: Die Wirkungsweise bewährter klassischer Direktmarketingmaßnahmen wird auf ein neues Level gehoben und durch Individualisierungsmöglichkeiten in Echtzeit erheblich aufgewertet.

 

#ops2018 David Schölgens AutLay

Eines der Highlights auf dem 6. Online Print Symposium 2018 in München: Die Präsentation zur Forschung rund um AutLay.com von Dr. David Schölgens.— Foto: #ops2018


Ausblick

Den bereits vorhandenen prototypischen Lösungen werden rasch weitere Beispiele im realen Praxistest für verschiedene Bereiche wie Handel oder Direktverkauf folgen. Denkbar sind zudem Kooperationen mit Print-Technologie-Herstellern.

AutLay.com ist als digitale Plattform durch sein SaaS-/Subscription-Preismodell sofort und unkompliziert nutzbar. 

Ein hoher Installations- oder Schulungsaufwand entsteht nicht. AutLay.com kann zudem je nach Anforderung individuell angepasst, modifiziert und erweitert werden.

 


 

 

2017-AutLayTeam

Das AutLay.com Projektteam: Dr. David Schölgens (links) und Sven Müller. 

 

Kurz-Übersicht zu Projekt & Team der Universität zu Köln

AutLay.com ist ein Ausgründungs-Projekt der Universität zu Köln. Im Mittelpunkt steht das vollautomatische und Template-freie Layouten druckfertiger Erzeugnisse. Mit diesem Ansatz ermöglichen die Kollegen Dr. David Schölgens und Sven Müller die individualisierte Kommunikation mit gedruckten Medienerzeugnissen. Gefördert wird das Projekt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Gelder des NRW-Haushaltes im Rahmen des Förderwettbewerbs START-UP-Hochschul-Ausgründungen. Professionell wird das Team unterstützt von ihrem Mentor Prof. Dr. Detlef Schoder und dem Coach Prof. Dr. Kai Thierhoff. Als Tutor steht der Analyst, Print- und Kommunikations-Experte Andreas Weber zur Verfügung.


 

Über den Autor: Über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Er hat zahlreiche Firmen mit begründet oder als Start-up betreut. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Seit dem Jahr 2004 unterstützt er als Ratgeber und „Denk-Partner“ Prof. Dr. Detlef Schoder und sein Team bei der Innovationsentwicklung zu AutLay.com.

 


 

 

ValueDialog Dr. Hermann Subscription.001

Foto: Heidelberg


„Im Digitalzeitalter mit seinen neuen, netzwerk- und plattform-basierten Ökonomiemodellen muss alles in Echtzeit passieren, transparent werden und sich der kontinuierlichen Steigerung des Kundennutzen unterordnen.“ — Prof. h. c. Dr. Ulrich Hermann


 

Interview und Analyse von Andreas Weber, Head of Value | English Version

Erfolg im Print kommt nicht von alleine. Sondern nur durch neues Denken und Handeln! So kann man auf einen Nenner bringen, worum es Chief Digital Officer Prof. h. c. Dr. Ulrich Hermann, seit November 2016 Mitglied im Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG, bei seiner Arbeit geht. Im Exklusiv-Gespräch erklärt er die Prinzipien der ‚Subscription Economy‘, die bei Heidelberg nunmehr fest etabliert wird und aus dem Stand heraus Erfolge zeigen soll.

 


 

Hinweis: Im April 2018 erschienen weitere Neuigkeiten und Kommentare zu Heidelbergs Subscription Modell, zum Beispiel im Handelsblatt. “Der Verkauf von Druckmaschinen ist nicht mehr das Hauptgeschäft.”

Auch neue Kunden wurden vorgestellt, wie die Klampfer Group in Österreich oder die Lensing Druck Group in Deutschland.


 

Dies führt Heidelberg als Branchenprimus und seine vorwiegend industriell ausgerichteten Kunden auf das nächste Level der Transformation. Für die Print-Branche ist das ein Novum und eine Herausforderung zugleich, da die Leistungen von Druckereien erstmals individuell bewertet und abgerechnet werden. Die üblichen Abrechnungswege durch Verkauf von Equipment zu Festpreisen im Offsetdruck oder Click-Charge-Modelle im Digitaldruck werden durch Subscription überholt. Das bietet Vorteile.

 


subscribe concepts with message on keyboard

Info-Box: Was bedeutet ‚Subscription‘?

Die Subscription Economy korreliert mit dem fundamentalen Wandel eines auf Individualisierung ausgerichtetem Kauf- und Verbraucherverhalten im B2C wie immer stärker auch im B2B. Langfristige und flexible Kundenbeziehungen und der kontinuierliche Kundennutzen stehen im Fokus, nicht mehr der Erwerb und Besitz von Produkten. Die resultierenden technischen und organisatorischen Anforderungen sind hoch. In der Druckbranche sind solche Lösungen partiell schon bekannt durch singuläre Software-as-a-Service-Lösungen. Wichtige Parameter sind Automatisierung und Skalierbarkeit, komplexe Datenmodelle, veränderte Rechnungslegung bis hin zu Analytics. Von entscheidender Bedeutung ist es, kontinuierlich Aufschluss über die Kundenzufriedenheit und v.a. die Art und Weise der Nutzung von Produkten oder Services zu erhalten, da sie es Unternehmen erlauben, die Dienste individueller zu gestalten, um Wachstum für Lieferant und Kunde gleichermaßen zu ermöglichen. Studien belegen, dass in den USA als dem Mutterland der Digitalisierung die Subscription Economy schon weit entwickelt ist und in den letzten 10 Jahren bereits rund 800 Milliarden US-Dollar an Wertschöpfung erzielte. —aw


 

Worum es geht

Die Subskriptions-Ökonomie könnte auch in unserer Branche das große Thema werden — in den USA bereits wirtschaftlich extrem erfolgreich, bei uns bis dato noch kaum beachtet. Was ändert sich dadurch?

Dr. Ulrich Hermann: Der Begriff ‚Subscription‘ steht für ein neues Modell der Wertschöpfung durch konsequente Nutzen-Zentrierung. Es bedeutet primär das Ende der produktzentrischen Orientierung von Firmen, die ihre Wertschöpfung nicht am Nutzen des Kunden ausmacht, sondern aus dem Produktentstehungsprozess ableitet.

In dieser am Produkt und seiner Vermarktung ausgerichteten analogen Welt ist das Unternehmen bestrebt, so bald wie möglich den Aufwand, den sie für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Bereitstellung hatte, an die Kunden weiter zu berechnen. Ob die Kunden auf ihre Kosten kommen ist hier nur eine Frage, die für den Wiederhol-Kauf relevant ist. Also vertagt wird.

Worauf kommt es also bei ‚Subscription‘ speziell drauf an?

Es kommt auf eine dauerhafte Kundenbeziehung an; diese entsteht sicher für Service-Dienstleitungen „um das Produkt herum“, nicht aber für den eigentlichen Produktwert. Produktzentrierung passte bestens in die analoge Welt und prägte über 100 Jahre das Industriezeitalter, weil die Nutzung und die damit einhergehende Wertschöpfung beim Kunden eben nur schwer messbar waren.

In einer Digitalökonomie ist das nicht mehr zeitgemäß, da hier über die Nutzungsdaten verfügt und durch neue Geschäftsmodelle der Nutzwert, nicht der Produktwert in den Vordergrund gestellt wird. Dies wollen und können wir bei Heidelberg als erster Anbieter für Druckereien gezielt im Markt etablieren.

Worin liegen die Vorteile von Nutzen-Zentrierung bzw. die Nachteile der Produktzentrierung?

Wie gesagt, im Digitalzeitalter mit seinen Plattformen können Anbieter Daten aller Akteure sammeln, profilieren und analysieren mit dem Ziel, den Kundennutzen nachhaltig und dauerhaft zu erhöhen und damit werthaltige Loyalitäten beim Kunden zu schaffen. Folglich muss alles Handeln sich daran orientieren und für alle Beteiligten in Echtzeit transparent sein. Durch die Produktzentrierung geht verloren, umfassend und zeitnah zu wissen, was Kunden mit dem Produkt wann genau wie machen. Ein Momentum, das übrigens querbeet viele Arbeits- und Lebensbereiche betrifft…

… können Sie Beispiele nennen?

Es fängt beim Lesen eines Buches oder Magazins an, oder damit, wann Kunden Produktionsmittel an- und ausschalten, warum sie im Auto sitzen und wohin sie fahren. Der Hersteller/Lieferant weiß darüber in der Regel nichts über die Produktverwendung. Die Folge ist, dass mit hohem Aufwand durch Befragungen und Analysen eine Antizipation der Nutzung erfolgen muss, um in langen Zyklen recht mühselig Verbesserungen vornehmen zu können.

Innovationen unterlagen in der analogen Zeit daher längeren und wegen der damit verbundenen Risiken in der Regel schrittweisen Innovationszyklen, was zur Folge hatte, dass der Anteil der Zeit, mit der sich analoge Firmen um die Optimierung der internen Wertschöpfung bemühen, unverhältnismäßig hoch war. Es ist nur offensichtlich, dass in dieser Welt auch der Preis nicht die Nutzung des Produktes durch den Kunden reflektiert, sondern eher der Deckung von Material und Produktionsaufwand.

 

 

 

 

Ein Meilenstein auf dem Weg, die digitale Transformation und letztlich das Subscription-Programm realisieren zu können: Die Markteinführung des Heidelberg Assistant im Dezember 2017, die Dr. Ulrich Hermann persönlich per Youtube-Video erläuterte.

 


 

Worauf es ankommt

Wie geht die Umstellung auf Nutzen-Orientierung von statten?

Wenn man den Aspekt rund um das Nutzen-Stiften als Kerngedanken ins Zentrum der Betriebswirtschaft einer Firma stellt, kommt man zu völlig anderen Vorgehensweisen. Man will wissen, wofür zahlt mein Kunde, während er die zur Verfügung gestellten Produkte nutzt. Disruptive Geschäftsmodelle der digitalen Welt bauen exakt darauf auf: Das Nutzungsverhalten wird zum Maß aller Dinge — getragen durch die User Experience und die Customer Journey.

Wird das in der Print-Branche auch schon richtig verstanden? Schließlich reden fast alle mittlerweile über Kundenorientierung.

Unterschätzt wird von Technik-Anbieter-Seite aus oftmals, dass allein die Kundenzentrierung als Vorbedingung der Nutzen-Orientierung eine umfassende Transformation der Organisation erfordert. Von der Denkweise und Kultur bis zur Produktentstehung, alles verändert sich. Die digitale Messbarkeit der Nutzung von Produkten und Services rückt in den Mittelpunkt der Wertschöpfung. Sämtliche Geschäftsaktivitäten müssen darauf abgestimmt sein.

Valide, langfristig erhobene Datenanalysen bei installierten Maschinen und Systemen helfen dabei Benchmarks mit Vergleichsgruppen aufzubauen, damit Ziel- und Führungsgrößen für die optimale Nutzung abzuleiten. Solche Daten erheben wir bei Heidelberg seit der Einführung der Remote Service-Technologie bereits seit dem Jahr 2004 und sind für uns die Basis für die Einführung von Subscription.

Bezogen auf die Print-Industrie heißt das: Es genügt also nicht, digitale Prozesse und Verfahren nur in die Fertigung von Print-Produkten einfließen zu lassen?

Genau. In der digitalen Ökonomie dreht sich der Wettbewerb nicht ums Produkt, sondern vor allem um die Ausgestaltung des relevanten Nutzererlebnisses — im neudeutschen eben „User-Experience“ genannt. Ich zeige gerne ein Bild, dass das Straßengeschehen von Manhattan als Herzstück von New York City zeigt. Bis vor 10 Jahren war es noch geprägt von den Taxis, den Yellow Cabs; heute von dunklen Limousinen.

Das eigentliche Produkt ist vergleichbar, nur eben schwarz und nicht gelb: Ein Auto mit Fahrer und Fahrgast eben — und von außen betrachtet nicht auf Anhieb als digitales Produkt erkennbar. Der Unterschied liegt aber im Nutzen-Erlebnis: Es ist viel einfacher mit Uber ein Taxi zu bestellen, auszuwählen, zu bezahlen, zu fahren und mit Bewertungen die Qualität des Geschäftsmodelles selbst zu beeinflussen.

Als Fahrgast fühlt man sich ernstgenommen, irgendwie als Partner, nicht als Gefangener hinter einer Plexiglasscheibe. Es geht also nicht mehr um das reine Leistungs- oder Produktangebot, sondern um die Customer Journey und die neue, smarte Art der Produktnutzung.

Was heißt das konkret, bezogen auf Heidelberg und seine Kunden?

Die Subscription-Economy bietet in unserem Kontext die Chance, darüber nachzudenken, wie wir unser Geschäft grundlegend verändern müssen. Indem wir nicht mehr nur Maschinen und Services verkaufen, also den Produktwert abrechnen, sondern neue Modelle finden, die Nutzung und die daraus resultierenden positiven Effekte zu bewerten.

 

 

Auch im Marketing geht Heidelberg neue Wege. Wie der Image-Film zu Heidelberg Subscription zeigt.

 


 

Wie es funktioniert

Wie muss man sich Subscription bei Heidelberg im Detail vorstellen?

Vor über einem Jahr haben wir einen Veränderungs-Prozess angestoßen. Wir haben uns zuerst folgende Fragen gestellt. Worin liegt das größte Gewinnpotential für unseren Kunden? Aus dem Besitz von günstiger Druckkapazität oder aus seiner optimalen Auslastung? Wenn unsere Kunden erst Mehrwert aus der maximalen Maschinenauslastung, oder anders ausgedrückt: der optimierten Nutzung einer abgestimmten Kombination aus einer Vielzahl von Einzelprodukten, wie Maschine, Verbrauchsgüter, Service und Software ziehen, warum soll der Kunde uns nicht genau erst für diesen Mehrwert zahlen und nicht bereits schon für die Einzelkomponenten?

Und wie sie sind Sie vorgegangen, um auf diese zentralen Fragen Antworten zu finden?

Aus verschiedensten Disziplinen wie Finanzierung, Service, Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing/Produktmarketing wurde ein Team gebildet, um ein Geschäftsmodell zu finden, in dem Heidelberg nicht die Einzelprodukte dem Kunden verkauft, sondern die Nutzung eines auf den individuellen Kunden optimierten Gesamtsystems anbietet. — Bereits im Dezember 2017 konnten wir mit dem Faltschachtel-Hersteller FK Führter Kartonagen aus der WEIG-Unternehmensgruppe den ersten umfangreichen Subskriptionsvertrag abschließen. Weitere Abschlüsse sind in trockenen Tüchern. Und das Interesse im Markt wächst erheblich weiter.

Sind Druckereien da nicht skeptisch? Viele Drucker hadern ja auch mit den im Digitaldruck zwangsläufig üblichen Click-Charge-Modellen.

Die im Markt üblichen Click-Charge-Modelle haben einen Nachteil: Sie reflektieren die Marktpreise der Anbieter von Digitaldruckmaschinen und orientieren sich eben nicht an den wirklichen Kosten pro gedruckte Seite des Kunden seiner laufenden Offset-Printproduktion. Es gibt auch keine Benchmarks für Produktivitätsziele, und so weiter. In unserem Modell rechnen wir ebenfalls pro gedruckte Seite mit der sogenannten „Impression Charge“ ab.

Was ist unter „Impression Charge“ zu verstehen? 

Dieser Preis pro Seite reflektiert das Potential einer verbesserten Auslastung innerhalb der Vertragslaufzeit, setzt aber voraus, dass der Kunde ein erfolgreiches Geschäftsmodell hat, mit dem er nachhaltig wächst. Subscription in unserem Angebot ist eben eine echte Performance-Partnerschaft. Sollte Heidelberg innerhalb der Vertragslaufzeit die Potentiale nicht heben, dann können sowohl der Kunde als auch wir nicht die volle Margenerwartung realisieren. Das ist der Unterschied zur Click Charge.

Die üblichen Digitaldruck-Click-Charges orientieren sich an den Kosten der Digitaldruckmaschinen-Hersteller und ihrer Gewinnerwartung, nicht an den Vergleichskosten des Kunden. Sie stellen ein produktorientiertes Pricing dar, das vom Kunden, der Druckerei, nicht kontrolliert werden kann und auch nicht seine tatsächliche Kostenstruktur reflektiert. Digitaldruck ist daher kein digitales Geschäftsmodell.

Hinzu kommt: Ist die Auslastung schwankend oder nicht ausreichend vorhanden, werden Click-Charges schnell ruinös.

Was ist demnach entscheidend, um Kosten-Abrechnungs-Modelle kundengerecht zu gestalten?

Druckereien wollen ihre Kosten selbstbestimmt managen können. Aus gutem Grund. Der Druckbetrieb war Jahrhunderte lang stets handwerklich orientiert, mit vom Menschen kontrollierter Qualität; erst in jüngster Zeit wurde begonnen, das Geschäft durch die Automatisierung von Produktionsprozessen mithilfe von Standards zu industrialisieren. Beim Handwerker stehen das Ergebnis einer individuellen Leistung mit seiner besonderen Note sowie die Kundennähe im Fokus. Entsprechend waren Druckergebnisse bisweilen komplett unterschiedlich in Qualität und Preis.

 

 

 

Ein erstes Erklärung-Video zu Heidelberg Subscription (in englischer Sprache).

 


 

Was es bringt

Was wir durch die industrielle Produktion anders als bei ‚Handwerk‘?

Durch die industrielle Produktion auf Basis von Standards sind Ergebnisse weitgehend gleich. Nur der Grad der Automatisierung schafft noch Unterschiede durch die Produktion und definiert das drucktechnische sowie das betriebswirtschaftliche Ergebnis.

Um ihre Leistung differenzieren zu können, müssen Druckereien daher erheblich in die eigene, zunehmend digitale Kundenbeziehung investieren. Digitales Marketing, Internetpräsenz und die Digitalisierung der Bestellwege der Print-Besteller wird extrem wichtig. Das eigene Investment in den Drucksaal mag alter Tradition folgen, schafft aber kaum noch Möglichkeiten zu differenzieren und lenkt von der eigentlichen Aufgabe eines Druckunternehmers in der digitalen Zeit ab: nämlich Kunden zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund fällt eine Umorientierung hin zu Subscription nicht nur leicht, sondern macht absolut Sinn.

Wie definiert sich eine Ergebnis-orientierte Bezahlung?

Durch eine von uns durchgeführte, umfassende Analyse des Druckbetriebes werden alle Kosten bewertet: für Personal, Verbrauchsmaterialien, Stillstandszeiten, Plattenwechsel, Makulatur, Abschreibungen und vieles mehr. Wir nutzen dazu unsere erfahrenen, auf die Performance orientierten Consultants. Am Ende lässt sich aus dieser Gesamtsicht ein für jeweiligen Betrieb tatsächlicher Herstellungs-Seitenpreis ermitteln.

Zudem nutzen wir unsere Performance Daten aus mehr als zehntausend angeschlossenen Maschinen, um Führungsgrößen zu entwickeln. Auf dieser Datenbasis können wir dann dem Kunden ein Angebot machen, diesen Preis im Rahmen eines Subskriptionsvertrages zu unterbieten, weil wir wissen, wie sich dieser Betrieb weiter optimieren lässt.

Welche Kriterien greifen für die Subscription?  

Subscription fußt bei uns auf Basis folgender Überlegung bzw. Maßgabe:

  1. Der Heidelberg-Kunde muss ein Steigerungspotential seiner OEE [Overall Equipment Effectiveness] haben, die bei den allermeisten der Kunden im Schnitt zwischen 30 % und 40 % liegt.
  2. Der Heidelberg-Kunde muss signifikantes Wachstum in seinen Auftragsvolumen anstreben, weil er sich auf Produkt-Innovationen und auf Kundenakquisition konzentriert.

Kunden, die in Betracht kommen, bieten wir einen attraktiveren Preis auf Basis von Überlegungen sowie der Vorwegnahme, die OEE um definierte Werte zu steigern, beispielsweise also von 35 % auf 45 %. Wir verkaufen dadurch Produktivitätsvorteile und helfen dem Kunden dabei, diese zu erreichen bzw. zu übertreffen. Es liegt in der Verantwortung von Heidelberg, das Gesamtsystem dementsprechend einzurichten.. Wir übernehmen damit die Garantie, dass sich unser Preis-Premium für das bessere und produktivere Gesamtsystem nicht nur rechnet, sondern vom Kunden geschlagen wird.

Wie reagieren interessierte Kunden auf diesen neuen Ansatz?

Viele Kunden sind begeistert. Denn sie haben es dann mit Heidelberg als einem Lieferanten zu tun, der nicht am Anfang sein Geld für höhere Qualität verlangt und, wenn die Maschine steht, sogar noch Servicekosten berechnet, sondern der alles dafür tut, dass die Performance die vereinbarte Zielmarke übersteigt und sich die Qualität für den Kunden rechnet!

Heidelberg geht also ins Risiko bzw. wird Erfolgsgarant? 

Ja und nein. Ja, denn im Subscriptionsvertrag mit dem Kunden ist es Heidelbergs eigenes Interesse, dass die Maschine läuft, dass Software-Updates durchgeführt werden, der Einsatz von Verbrauchsmaterialien optimiert wird, und alles zu tun, um Leistungssteigerungen zu realisieren. Nein, da wir unsere Subscriptionskunden schließlich als Partner sorgfältig auswählen. Die Kunden müssen vor allem eines gemeinsam haben: Ihr unternehmerischer Fokus gilt dem Wachstum und der Produktinnovation im Markt und ihr Geschäftsmodell zeigt, dass Sie weiter wachsen können.

Diese Analyse war ja schon immer wichtig für uns als Hersteller. So wollen wir ja mit den erfolgreichen Kunden mitwachsen. Das stand aber im traditionellen Geschäft nicht im Vordergrund, sofern der Kunde die Maschine bezahlen kann! Wir sprechen hier über eine exzellente, neue Dimension der Partnerschaft. Wir diskutieren dabei nicht mehr, ob unsere Maschinen, Services oder Materialien günstiger oder teurer sind als beim Wettbewerb. Alles regelt sich über die gemeinsam festgelegten Performance-Ziele mit den errechneten Seitenpreisen als Orientierung.

 

Heidelberg Push-to-Stop PtS_Teaser_Slider_Motiv_White_IMAGE_RATIO_1_5

Ein weiteres wichtiges Element für Subscription basiert auf autonomem Drucken gemäß dem auf der drupa 2016 vorgestellten Push-to-Stop-Prinzip. — Siehe unseren ValueCheck und Praxisbericht.


 

Wie es sich rechnet

Wie legen Sie die Kosten mittels eines Subskriptions-Vertrags fest?

Das erfolgt individuell je nach Kunde und seinen Möglichkeiten. Beispielsweise kommt für den Kunden, der sein Geschäft erweitern möchte, eine Heidelberg Speedmaster XL 106 in Betracht. Der Kunde leistet dann eine Upfront-Zahlung, die nur einen kleineren Teil des Gesamtwertes ausmacht, den er bei Kauf hätte zahlen müssen, zzgl. eines monatlichen Fix-Betrages, der sich spezifisch nach der Seitenpreis-Berechnung des vereinbarten Seitenvolumens, das gedruckt werden soll und das unter der durchschnittlichen Seitenproduktion des Kunden liegt, ergibt. Erst wenn das Seitenvolumen die vereinbarte Zielmarke überschreitet, werden zusätzliche Impression-Charges berechnet.

Passt sich das Subscription-Angebot auf die Kunden an?

Wesentlich und einzigartig ist, dass wir das Ganze äußerst individuell gestalten können. Beispielsweise wird bei einem Betrieb, der wenig Produktivitätssteigerung erwarten kann, weil seine OEE aufgrund exzellenter industrieller Fertigkeit sowieso schon hoch ist, die Upfront-Zahlung entsprechend justiert, ebenso wie der monatliche Fix-Betrag, der zu zahlen ist. Oder: Bei Kunden mit hohen Performance-Steigerungspotenzialen und dynamischen Steigerungs-Möglichkeiten beim Auftragseingang legen wir mehr Fokus auf die Variabilität der Zahlungen.

Unser Subscription-Programm befreit den Kunden von der Investitionslast im Drucksaal und der Problematik, die ihm zur Verfügung stehende Technik voll zu nutzen und selbst auf Stand zu halten.

Warum sollen sich Kunden ausschließlich an Heidelberg binden?

Wenn sich ein Kunde für das konventionelle Modell entscheidet, steht er in weit aus komplexeren Abhängigkeiten. Mit dem Kauf der Maschine legt er sich für einen großen Teil des Investments fest und steht häufig in Abhängigkeit von der Bank. Der vermeintlichen Freiheit, Verbrauchsgüter selbst zusammenzustellen und die insgesamt angebotenen Features selbst zu optimieren, stehen immer höhere Aufwände gegenüber und die gesamten Einzelbeziehungen mit den Lieferanten stehen den Gewinnzielen des Druckbetriebes diametral entgegen…

… das heisst doch, dass der klassische Weg der Anschaffung im Konzert mit vielen Anbieten Probleme bringt, oder? 

Jeder versucht, die Kosten auf den anderen abzuwälzen. Ich halte hier die Abhängigkeiten mit Blick auf den eigentlichen Zweck, ein Papier zu bedrucken, in Summe für erheblich grösser als einen langfristigen Subscriptions-Vertrag mit einem Hersteller einzugehen, in dem erstmalig Gewinninteressen gleichgeschaltet sind. Ein Heidelberg Subscription-Vertrag wird auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgelegt. Innerhalb der Laufzeit gehen wir stets immer von Zuwächsen bei der OEE aus. Zum Beispiel: Steigern wir das Seitenvolumen von 35 Mio. Seiten pro Jahr auf 55 Mio., entspricht das einem OEE-Zuwachs von rund 35 % auf 60%. Was das für den Gewinn des Kunden bedeutet, erschließt sich von selbst.

Heidelberg übernimmt damit die Finanzierung der Herstellkosten für die Produktionsmittel?

Das Equipment gehört Heidelberg und ist in unserer Bilanz bzw. der unserer Finanzierungspartner enthalten. Das deckt sich mit den Vorstellungen derjenigen Kunden von uns, die zum einen ihrerseits die digitale Transformation, sprich die Wende zur automatisierten Druckfabrik und zur digitalen Kundenbeziehung, bewerkstelligen. Unser Subscription-Modell beinhaltet, stets den höchst erreichbaren Automatisierungsgrad beizubehalten, ohne sich um Technik-Updates, Neuinvestitionen und deren Finanzierung kümmern zu müssen.

Zum anderen wollen diese Kunden ihre Kundenbeziehungen ebenfalls durch die Digitalisierung stärken. Die Go-to-Market-Befähigung wird durch digitale Kompetenzen auf breiter Ebene extrem aufgewertet.

 

subscribe1


 

Wie sich das Go-to-Market verändert

Das heißt, ein wesentlicher ‚Neben’-Effekt der Subscription liegt darin, die Go-to-Market-Befähigung ihrer Kunden zu beflügeln, weil Ressourcen bei Druckereien frei werden?

Jede Neuerung, die Druckereien vornehmen, erfordert bis dato ungeheure Anstrengungen. Nicht nur, um dies technisch solide zu gestalten, sondern vor allem um Preise durchzusetzen, wenn Produkte aufwändiger und damit noch wirkungsvoller werden sollen. Die einseitige Konzentration des Druckbetriebes auf die Produktion und die Vernachlässigung des Kundenwertes in einer digitalen Kundenbeziehung rächt sich auch für die heute noch extrem erfolgreichen Betriebe.

Seine Ressourcen auf die  Weiterentwicklung der vom Druckbetrieb dargebotenen Customer Journey zu konzentrieren und sich nicht mehr im Technischen oder Administrativen zu verlieren, ist der beste Weg, immer auf der Höhe der Zeit sein zu können, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Mit anderen Worten, Sie verschieben also den Geschäftsfokus Ihrer Kunden?

Unsere wachstumsstarken Kunden sind alles exzellente Unternehmer, deren Fokus immer dort ist, wo Geld fließt, um ihre Investitionen zu schützen. Wenn wir sie nicht mehr zwingen, sich vor allem mit dem Kauf und der Pflege von kapitalintensiven Produktionsmitteln beschäftigen zu müssen, profitiert die Kundenorientierung ganz erheblich. Der absolute Kundenfokus als Kernelement der digitalen Ökonomie ist immer das beste Prinzip für prosperierendes Geschäft. Das gilt für uns genauso wie für unsere Kunden.

Bei Subscription übernimmt Heidelberg die Finanzierung. Stellt Sie das vor neue, schwierige Herausforderungen?

Ein börsennotiertes und in Fragen der Kundenfinanzierung erfahrenes Unternehmen wie Heidelberg ist prädestiniert für neue Wege bei der Finanzierung. Wir haben sogar eine Banklizenz. Das Beste für unsere Investoren sind immer Cash-stabile Verträge mit ausgewählten, wachstumsfähigen und innovationsstarken Kunden.

Dies stellen wir beim Subscription-Programm mit seinen garantierten monatlichen Zahlungen sicher. Zumal wir die Verträge bündeln und außerhalb über einen Finanzpartner „traden“ können. Das ist für Geldgeber viel attraktiver als mit einzelnen Druckbetreiben Abschlüsse verhandeln zu müssen. Wir bieten durch die gründliche Selektion und Bewertung ein ausgeglichenes Risiko durch eine breitgestreute Subskriptionsbasis.

Zu guter letzt: Wie schnell wollen und können Sie mit Subscription im Markt wachsen?

Die Nachfrage ist sehr groß. Wir lassen uns aber Zeit, nehmen ausgewählte ‚Early Adopters‘ unter Vertrag. Dieses Geschäftsjahr wollen wir mit 10 Verträgen Erfahrungen sammeln und ein solides Fundament legen, um das Angebot allmählich breit im Markt zu verankern.

 

Heideldruck 01_180206_Kunde_Weig

Bereits im Dezember 2017 konnte Heidelberg mit dem Faltschachtel-Hersteller FK Führter Kartonagen aus der WEIG-Unternehmensgruppe den ersten umfangreichen Subskriptionsvertrag abschließen. Foto: Heidelberg


 

Auf den Punkt gebracht

Wie lautet Ihr Fazit?

Wir leben in einer spannenden Zeit mit völlig neuen Chancen für uns und unsere Kunden. Die Digitalökonomie bietet hierfür völlig neue Denkmuster. Die Transparenz der Nutzung des Leistungsangebotes in der digitalen Geschäftsbeziehung führt zur Konzentration auf das wirklich Wertschöpfende…

… und das heisst letztlich?

Die Transparenz, die wir ermöglichen, führt zu einer fairen Geschäftsbeziehung der Akteure —  aber verlangt auch nach einer hohen Verantwortung aller Akteure, letztlich zum Schutz ihrer Freiheiten. Mit der Verantwortung rückt das Wertesystem der Geschäftspartner mehr in den Vordergrund. In unserer digitalen Strategie nimmt das Wertesystem von Heidelberg eine besonders starke Rolle ein und ist die eigentliche Konstante in unserer langen Industriegeschichte. Wir haben diese Verantwortung für Heidelberg als Partner der Druckindustrie neu formuliert mit: Zuhören, Inspirieren und Liefern. Es gibt fast keine bessere Wertebasis für ein digitales Geschäftsmodell.

Danke für das Gespräch, das sehr aufschlussreich ist und zeigt, welche Komplexität dahinter steckt, den digitalen Wandel zu meistern.

 


Nachtrag

Print ist SPITZE! Und führend bei Industrie 4.0. — Sehenswerter Filmbeitrag vom #swr im Rahmen der Sendereihe “Made in Südwest” vom 26.4.2018 über Heidelberger Druckmaschinen AG beleuchtet eindrücklich, was in der Traditionsbranche Drucken heute auf Welt-Niveau möglich ist. — “Einfach mal die Augen aufmachen und hingucken! Es wird weiter gedruckt werden.” Markus Zielbauer, Produktionsmeister bei Heidelberg, Halle 6 (Speedmaster) 

https://youtu.be/l-si95E5seQ


#ValueCheck: Heidelberg Subscription als neues Ökonomie-System

Warum das Subskriptions-Modell von Heidelberg nicht nur Sinn macht sondern eine kluge Notwendigkeit darstellt, um Wachstum durch Innovation sicherzustellen

STATUS QUO

  • Das Print-Produktions-Volumen (PPV) bleibt stabil mit rund 410 Milliarden Euro weltweit pro Jahr.
  • Die Zahl der Druckereien nimmt aber ab, ebenso wie die Zahl der Druckwerke in den Betrieben („Print-Units“) aufgrund von besseren Maschinenleistungen.
  • Die OEE (Overall-Equipment-Effectiveness) kann selbst bei kleiner werdenden Druckauflagenhöhen durch Automatisierung bei industriell ausgerichteten Betrieben gesteigert werden.
  • Steigerungsraten können von heute 30% auf 70% in 10 Jahren mehr als verdoppelt werden
  • Da sich das PPV nicht verdoppeln wird, sinkt zwangsläufig die Zahl der verkaufbaren Druckwerke deutlich (bis zu 50%).
  • Die Wertschöpfung muss sich also bei Heidelberg verlagern, um nicht in einem kleiner werdenden Maschinenmarkt nur noch durch Verdrängung oder durch Marktanteile-Abjagen vom Wettbewerb überlebensfähig zu sein.

MASSNAHMEN

  • In den Fokus rückt Heidelberg als ‚Gesamtsystem‘ mit seiner umfassenden Print-Kompetenz und der seit 2004 durch Predictive Monitoring für den Service aufgebauten Datenbasis bezüglich der konstanten Analyse und Verbesserung der installierten Produktionsmittel. Derzeit über zehntausend Heidelberg-Druckmaschinen werden konstant analysiert.
  • Heidelberg kümmert sich beim Subskriptionsmodell vollständig um die optimale Nutzung der installierten Technik in der Druckerei.

EFFEKTE

  • Das Risiko für Innovationen wird nicht nur drastisch gesenkt, sondern verteilt.
  • Kapitalintensive Investitionen in Produktionsmittel belasten nicht mehr die Bilanzen der Druckereien, sondern die Kunden werden von Heidelberg unterstützt bzw. die Investitionen gebündelt zu guten Konditionen mit Finanzpartnern umgesetzt.
  • Dies hat unmittelbar positive Auswirkungen auf industriell ausgerichtete Heidelberg-Kunden, da das Mehr an Flexibilität und die Nutzungsvariabilität enormen Freiraum bieten, um sich optimal auf die Vermarktung der gesteigerten Leistung zu fokussieren und das Wachstum der Druckerei zu beschleunigen.
  • In der konstanten Nutzungssteigerung liegt kurz-, mittel und langfristig die Steigerung der Profitabilität.
  • Durch das Subscription-Programm bieten sich für Heidelberg und seine Kunden nicht nur lineare, sondern exponentielle Wachstumsmöglichkeiten.

 


 

lossenfotografie-industriefotografie-0011

Foto: Heidelberg

 

Zur Person

Seit November 2016 ist Prof. h. c.  Dr. Ulrich Hermann Mitglied des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG und gleichzeitig Chief Digital Officer. Im August 2017 wurde er als ausgewiesener Experte im Bereich der digitalen Transformation von Unternehmen von der Allensbach Hochschule Konstanz zum Honorarprofessor berufen.

1966 in Köln geboren, studierte er an der RWTH, Aachen und am Massachusetts Institute of Technology M.I.T., Cambridge U.S.A. und schloss als Diplom-Ingenieur Maschinenbau ab.

1996 erfolgte die Promotion an der Hochschule St. Gallen im Bereich Betriebswirtschaftslehre, 1998  wurde er zum Geschäftsführer Bertelsmann Springer Science and Business Media Schweiz AG und 2002  zum Geschäftsführer Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformation ernannt.

2005 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung Wolters Kluwer Germany Holding und wurde 2010 Bereichsvorstand der Wolters Kluwer N. V. Region Central Europe.

 


 

Über den Autor: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice.

 


 

 

ValueCheck Lufthansa 2018.001

Photos: Lufthansa

 

By Andreas Weber, Head of Value | German Version

Note: As a teenager, I made my first flight experience with Lufthansa. That was great! Over the next 45 years, I have had some ‘Ups & Downs’ with the Kranich Airline (also a few years as a premium customer with Lufthansa Senator status). — I watch relevant news as an analyst always highly interested.

With a big bang, millions in advertising revenue and full of fervor, Lufthansa is re-branding itself. At the heart of this is an elaborate re-design – above all the crane as its symbol – which according to estimates has taken at least seven years to be fully implemented.

According to Group CEO Carsten Spohr, the new brand world is the icing on the cake of modernization, he says with pride and joy. It works. Experts are not tired of holding forth about all the design aspects of the new brand identity. [The newspaper HORIZONT provides an overview].

However, the news channel n-tv rightly noted, with the help of media expert Thomas Koch, that whether the redesign will actually bring in new customers and give the business wings is debatable. According to Koch, it’s the customer who decides on the performance [quality] of the offer. A redesigned logo as a trademark is more incidental. 

Lufthansa’s head of marketing, Alexander Schlaubitz, emphasizes that it is about more than that [or even about everything!] As his Group CEO has said, Lufthansa needs modernizing. For corporate marketing, this means doing away with anything which cannot be optimally digitized in order to do justice to the digital transformation and mobile communication, right down to the last pixel. [See interview by Fabian Wurm].

 


Kranich vorher nachher 58181-detail

Photo: The Lufthansa logo since 1990.


 

This was actually something that the godfather of the design, Otl Aicher, had his eye on at the start of the 1960s when he created the crane as the trademark as part of a comprehensive CI. But his demand for clarity, conciseness and simplicity ruffled a few feathers at the time, and compromises had to be made in the tradition. Surprisingly, now, almost 60 years later, the results that have been reached hark back to Aicher’s original intentions. [Note: I became aware of this first-hand because I personally spent a few years working closely with Aicher on his Rotis typeface project and he often spoke of Lufthansa and other clients.]

NOTE: A great review of Lufthansa’s design was already published February 8th, 2018: Feeling Blue.


Much ado about nothing?

As is often the case, the customer’s experience of the brand is very different to how marketing assumed it would be. Lufthansa simultaneously sent out an email (presumably to all customer program members, in modified form also used as a manifesto by advertising motif), which is thought-provoking as it overdoes it with self-praise while in many staccato sentence fragments manage to forget possible customer benefits.

  • The introductory sentence starts with “We” (in terms of “We at Lufthansa” and not “We as a community”).
  • From the outset, the customer is stylized, to put it bluntly, as the “flight attendant”.
  • It is assumed that customers must follow the Lufthansa claim.
  • The advertised claim, in modern hashtag dexterity, #SayYesToTheWorld is laughably banal and implies that Lufthansa customers can best take off by being a yes-person.
  • Last but not least, the key visual in the email shows the tail fin of a plane, as if the person in question had just missed his flight…
  • And last but not least: It’s not personal! An option or even an active request for the email recipient to give immediate feedback to the modernized Lufthansa “outfit” by return is not included. What a shame. Or is it? Because this goes against the values that the digital world stands for in the social media age.
  • Note: It should be assumed that many hundreds of thousands of customers have received the email, in any case presumably significantly more than had received it at the time of the email being sent by re-branding via the media customers.

In my view, the “crassly modern” digital electronic mail-shot back-fired because it does nothing for the customers – instead it wants to create a good impression. This brings to mind unsettling experiences which, as a long-standing senator of Lufthansa, I was continually subjected to.