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ValueCheck Nico Veränderungen 2018.001

Druckmarkt gilt als wichtigste Fachpublikationsreihe im deutschsprachigen Raum, die sich an Entscheider aus der Printbranche und ihrer Zulieferindustrie richtet. Foto: Druckmarkt.

 

Gastbeitrag der Druckmarkt-Redaktion

Noch ist das Jahr jung, gute Wünsche für 2018 sind noch nicht verspätet, zumal gute Wünsche nie fehl am Platz sind. Also wünschen auch wir alles Gute, Gesundheit und Erfolg. Vor allem geschäftlichen Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben. Wobei das mit den Vorsätzen ja immer so eine Sache ist. Nach verschiedenen Befragungen scheitern mehr als 80 Prozent aller Änderungswilligen – es folgen Selbstvorwürfe wegen Versagens. Doch in unserer Branche müssen wir ja selbst gar nicht viel verändern wollen, es kommt ja eh von selbst. Oder nicht?

Ist Drucken noch Drucken?

Schon der Begriff hat sich massiv geändert. Stand ‚Drucken‘ vor wenigen Jahren noch für Informationsübertragung und -vervielfältigung, wird Drucken heute als Herstellungsprozess betrachtet, der über das kontrollierte Aufbringen von Farbe auf Papier hinaus Handling, Finishing und Logistik einschließt. Druckverfahren und -Maschinen stehen nicht mehr im Fokus, auch Bedruckstoffe wie Papier und Karton sind nicht mehr Dreh- und Angelpunkt, sondern der integrierte automatisierte Vorgang von der Auftragsannahme bis zur Logistik.

Dem ‚Drumherum‘ wird immer mehr Beachtung geschenkt. Und Erfolg hat in Zukunft nicht etwa jemand, der gut drucken kann, sondern der, der Prozesse gut managt. Dabei steht die Einbindung der Technik in einen vernetzten Gesamtprozess an. Das geschieht einmal über die Digitalisierung der Maschinen, reicht über die ‚Bedienerführung‘ durch automatisierte Arbeitsabläufe und tastet sich an ganzheitliche Modelle wie Industrie 4.0 heran, die mit Fern- und Fehlerdiagnose oder proaktiver Wartung noch längst nicht zu Ende gedacht sind.

Industrie 4.0 bedeutet in diesem Zusammenhang die Optimierung der gesamten Fertigungskette, die digitale Abbildung aller relevanten Prozesse und Komponenten. Von der real installierten Maschine existiert ein digitaler Zwilling in den Servern der Druckmaschinenhersteller. Ob diese Transparenz überall auf grundsätzliche Zustimmung trifft, ist eine andere Frage. Fakt ist jedoch, dass der Einzelne diese Veränderungsprozesse alleine nicht bewältigen kann.

 

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Print wins. Illustration von Lidia Lukianova, SF Bay Area, für Value Communication AG. © 2012

 

So oder so: Wandel vollzieht unaufhaltsam.

Es bedarf der Hilfe von unterschiedlichen Seiten. Und nicht zuletzt hilft auch der Austausch mit Branchenkollegen. Dazu bietet das Jahr 2018 zahlreiche Möglichkeiten. Schon am 15. Februar findet der ‚DigitaldruckKongress‘ in Düsseldorf statt http://www.ddk2018.de/ , Mitte März folgt in München das ‚Online-Print-Symposium‘ http://online-print-symposium.de/  und im April die ‚PRINT digital! Convention‘ auf dem Düsseldorfer Messegelände. https://www.drupa.de/cgi-bin/md_drupa/lib/pub/tt.cgi/PRINT_digital_CONVENTION_mit_neuem_Wachstumsziel_f%C3%BCr_2018.html?oid=40077&lang=1&ticket=g_u_e_s_t   Bei allen Events geht es um nichts anderes als um den Veränderungsprozess der Branche. Und spätestens bei einer dieser Veranstaltungen werden Sie weitere Anregungen erhalten, wie Sie den Wandel angehen können.

Ihre Druckmarkt-Redaktion
Klaus-Peter und Julius Nicolay

 


 

Der Beitrag entstammt als Editorial der Jahresauftakt-Ausgabe 2018 von Druckmarkt Impressions, Nr. 121. — PDF kostenfrei zum Download: http://www.druckmarkt.de/impressions/121DEprint.pdf

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Love. Art. Collage

Gesamtansicht und Detail aus dem Gemälde “Love. Art.” von Anna Grau, entstanden Ende des Jahres 2017. Öl auf Leinwand, 120 x 90 cm.

 

Von Andreas Weber

Auftragsarbeiten sind bei der in Berlin lebenden Malerin Anna Grau eher die Ausnahme. Die Malerin gibt sich am liebsten ihre Themen selbst. Weibliche Figuren. In der Natur. Vor subtil ausgewählten Kulissen, im Raum, im und auf dem Wasser, vor monochromem/farbigem Hintergrund. Nur selten ganzfigurig. Stets ausdrucksstark. Anna Grau beherrscht die Kunst, in leisen Tönen komplexe Bildergeschichten zu erzählen. Sie bildet ein Thema nicht nur ab, sie erzählt als Malerin darüber. Ganz intim. Ganz subtil. Mit vollendetem Farbempfinden. Mit Leidenschaft und Einfühlungsvermögen. Mit Sinn für das Wirkliche, das uns in der vermeintlichen Realität verloren geht.

Der Auftragsarbeit “Love. Art.” gingen über zwei Jahre intensive Gespräche und ein wahrer Strom an weitreichenden, tiefgründigen Gedanken im Austausch voraus. Gegenstand war der Gemäldezyklus “Lilith — die Getarnte”, der bis dato sieben Gemälde umfasst, dem noch weitere zwei oder drei Ölbilder folgen werden. Die Bilder bilden zugleich die Basis für ein umfassendes interaktives Projekt zudem bereits erste Publikationen vorliegen. 

 

LOVE.ART

Dem Gemälde “Love. Art.” liegt eine Programmatik zugrunde: Die Kunst zu Lieben. Einfach nicht in Worte zu fassen!”, die malerisch durch das Porträt des Ehepaars Gunda Vera Schwarz und Andreas Weber erfahrbar werden sollte.  


 

Porträtkunst hat eine lange Tradition. Das Ehepaar-Porträt geht in den neuzeitlich-westlichen Kultur im Wesentlichen auf Jan van Eyck (das Arnolfini Doppelbildnis von 1434, Öl auf Holz, 81,8, x 59,7 cm, National Gallery, London) zurück. Fortgeführt von Peter Paul Rubens und Frans Hals entstanden insbesondere im Humanismus individuelle, nicht mehr exemplarhafte Darstellungen, die sich über die Doppelbestimmtheit der Figuren auf sich selbst und auf den Betrachter definieren. Monotonie durch bloße Aufreihungen müssen vermieden werden; zugleich gilt es beim Ehepaar-Bildnis “zwei völlig gleichwertige und selbstständige Menschen verschiedenen Geschlechts porträthaft in einem Bilde zu vereinen, ohne entweder den einen dem anderen überzuordnen oder, bei völliger Gleichordnung beider, den Eindruck der Bildgeschlossenheit oder Porträthaftigkeit (…) zu schädigen.“ [Zitat nach: Schöne, Wolfgang: „Peter Paul Rubens- Geißblattlaube, Ehebildnis des Künstlers mit Isabella Brant“, S. 15; Reclam Verlag: Stuttgart (1956)]. — Letztlich zeigte die Entwicklung in der Malerei (von Albrecht Dürer bis Hyacinthe Rigaud und Jean Auguste Domonique Ingres bis zu Picasso), daß das Wesen der Porträtkunst nicht die Legitimation einer familiären oder dynastischen, repräsentativen Tradition sein kann, sondern durch das Wesen, Wirken und Wertesystem der Dargestellten geprägt ist. Nicht zuletzt deswegen nimmt das Porträt in der Fotografie einen so hohen Stellenwert ein. [Siehe dazu: ‚Mit anderen Augen – Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie‘, im Kunstmuseum Bonn]

 


 

“Love. Art.” als Programmatik

In dieser kulturell hochentwickelten Tradition der Porträtkunst kommt dem Gemälde “Love. Art.” von Anna Grau zweifellos ein angemessen-wichtiger Stellenwert zu. Vor allem durch eine Besonderheit: Das dargestellte Paar muss nicht erst zueinander finden oder gar seine Zuneigung zur Schau stellen; es wendet sich sym­bi­o­tisch an den Betrachter. Mit einer konkreten Botschaft. Die Bildkomposition wirkt einfach, fast plakativ, ist aber feinsinnig ‘ausgeklügelt’: Die Raum-Konstruktion und die  kontrastreiche Farbgebung bewirken, dass die Kulisse sowie das Licht- und Schattenspiel die Wirkungseffekte im Erfassen des dargestellten Ehepaares und seiner Botschaft verstärkt.

Die Figuren sind unterschiedlich akzentuiert. Die seitlich gezeigte Frauenfigur ist dem Betrachter näher — mit dem außergewöhnlichen Profil zieht sie die Blicke auf sich. Die männliche Figur erscheint dem Betrachter zugewandt. Beide halten die namensgebenden Worte in Händen: Love. Art. Liebe und Kunst als Begriffe, die eine mehrfache Bedeutungskombination eingehen. Die Liebe zur Kunst sowie die Liebe durch Kunst führen zu Die Kunst zu Lieben. Einfach nicht in Worte zu fassen!”.

Das Bildformat, das mit 120 cm unterlebensgroß angelegt ist, sowie der Umstand, dass das Paar in einem abgeschlossenen Raum erscheint, schafft Nähe, Intimität und vermeidet Distanz und Unnahbarkeit. Das an und für sich räumlich trennende, durch die Bildkomposition aber tatsächlich verbindende “Zwischenwand-Element” entpuppt sich für Kenner als Skulptur. Von Richard Serra. Aus der Berliner Sammlung Hoffmann, einem einzigartigen Ort, der Kunst und Lebensraum als Einheit erfasst.

 


 

Video-Animation

 

 


 

Love.Art. Text.

 


 

 

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Gastkommentar von Michael Seidl, Wien

Vorbemerkung: In unserer aktuellen ValueChecks zum Thema Printfachmedien haben sich bislang Johann Oberauer und Klaus-Peter Nicolay geäußert. Michael Seidl, Verleger und Chefredakteur für Print aus Leidenschaft, bringt seine Sicht der Dinge ein und wirft neue Aspekte auf. — Hinweis: Der Beitrag wurde erstveröffentlicht im Print & Publishing Online-Newsletter, Ausgabe vom 20.12.2017.

Die Medienwelt ist in einer gewaltigen Umbruchphase. Das ist durchaus bekannt. Welchen Wert hat guter Journalismus heutzutage im Kampf mit kostenlosen Online-Diensten, die frech Content anderer grabben? Wie kann ein Magazin heutzutage existieren, wenn die Anzeigenumsätze rückläufig sind und Online-Angebote diese Umsätze bei weitem nicht kompensieren. Die Antwort? Verlage müssen wohl oder übel an den Kosten drehen. Die einen helfen sich damit, indem sie Journalisten kündigen und dann wieder in Form von de facto Einzelverträgen wieder einsetzen. Damit umgeht man mehr oder weniger elegant die kollektivvertraglichen Spielregeln. Oder Medien werden ganz einfach eingestellt (wie aktuell derzeit auch in der Druck- und Medienindustrie hierzulande). Aber was ist die Lösung? Das Problem ist, es weiß in Wirklichkeit niemand so genau. Denn für guten Journalismus braucht es Zeit für Recherche, die immer weniger zur Verfügung steht und demnach die Qualität von Medien leidet.

Viele Unternehmen, auch in der Druck- und Medienindustrie, dieser Industrie, verwenden mehr und mehr Social Media Kanäle, Newsletter oder poppen ihre Webseiten auf. Ich selbst habe dieser Tage reihenweise diese neuen, durchwegs ähnlich aussehenden Newsletter erhalten. Das ist für uns grundsätzlich ja kein Problem, da dies Teil unseres Berufes ist, Informationen zu erhalten und zu verarbeiten. Aber stellen Sie sich nun einen Unternehmer vor, der mittlerweile von vielen Anbietern per Newsletter oder Social Media „digital bombardiert“ wird, um seine Gunst zu erlangen. Kann es sein, dass einige von diesen Empfängern das „digitale Handtuch“ werfen, weil sie einfach überlastet sind? Tut es dann doch nicht gut, wenn es Medien gibt, die aus dem „digitalen Schlachtfeld“ die richtigen Informationen filtern und aufbereiten? Und diese Arbeit sollten sich die Firmen und Konsumenten auch etwas kosten lassen.

 

Michael Seidl ist nicht nur international agierender Print-Fachzeitschriften-Verleger, sondern auch Mit-Initiator und Veranstalter des seit fast einer Dekade ambitioniertesten Print-Wettbewerbs in Europa: Golden Pixel Award. 


 

Marlene Auer, Chefredakteurin vom Horizont [Ausgabe für Österreich], formulierte es kürzlich treffend, indem sie meinte: „Ein Cappuccino in der Wiener Innenstadt kostet je nach Lokal im Schnitt rund vier Euro, ein Abo einer Print-Zeitung rund 20 bis 30 Euro im Monat – mit einer einzigen Tankfüllung eines Mittelklassewagens kann man also schon zwei Monate Zeitung lesen. Digital-Abos sind nochmal günstiger. Ist das viel? Oder nicht viel? Ob etwas Wert hat, bestimmen Markt und Konsumenten. Der Unterschied: Konsumgüter wie Kaffee oder Rohstoffe wie Benzin werden konsumiert ohne großes Nachdenken. Bei Informationen hingegen sitzt das Geldbörserl offenbar weniger locker.“

Sie hat vollkommen Recht mit dieser Aussage, und ich finde sie gut, da ich mir dies auch manchmal denke. Wie viele PRINT & PUBLISHING Abos sind eine Tankfüllung für Mercedes, Audi, BMW und Co.? 

Trotz aller Wehklagen wegen der digitalen Einflüsse auf die Medienwelt… ich meine zudem, dass sich generell in den letzten Jahren die Einstellung und Wertschätzung für Medien und deren Vertreter geändert hat. Das wird bei Einladungen zu Presskonferenzen besonders sichtbar, wo Journalisten immer öfter auf die billigsten Plätze gebucht werden, verbunden natürlich mit der Erwartungshaltung, dass dieser eine möglichst coole Story abliefert. Man habe ihn ja letztendlich eingeladen… Derlei Beispiele gab es genügend in diesem Jahr. Macht das Spaß? Dem Journalisten nicht wirklich und dem Unternehmen, das einlädt, offensichtlich auch nicht, sonst würde es nicht so agieren. Und leider verkommt die Beschäftigung mit „Pressearbeit“ in vielen Unternehmen heutzutage (aus Kostengründen) zu einer Art „oh yeah, we have to do this“. (Journalistische) Beziehungen werden praktisch heute nicht mehr aufgebaut, ja schon … 5.000 Freunde auf Facebook oder 6.000 Follower auf Twitter, das genügt wirklich?

Kollege Andreas Weber hat Recht, wenn er meint, wir benötigen werthaltige Kommunikation über alle Ebenen hinweg, und Print ist integraler Bestandteil davon. Denn schließlich lebt diese – unsere – Branche von Druck und Systemen, die Druckwerke produzieren. Das vergessen leider heute manch namhafte Unternehmen der Zulieferindustrie (Stichwort: Verkaufen via Facebook), aber auch die Informationsempfänger, die es ebenso billig haben wollen. 

Was bleibt, ist die Hoffnung, trotz aller Diskussionen hinsichtlich digitaler Transformation, dass die Leistung von Medien wieder mehr geschätzt und damit bezahlt wird. Denn sie sind genauso Dienstleister, wie viele andere auch, nämlich Informationsdienstleister, die ihren Beitrag für eine aufgeklärte Gesellschaft leisten. Tagtäglich …

Ich wünsche Ihnen im Namen des PRINT & PUBLISHING Teams eine wunderbare Weihnachtszeit und viel Erfolg für das neue Jahr 2018. 



Herzlichst Ihr
, Michael Seidl 

 


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Kontakt:

m.seidl(ar)europeanmediagroup.at

EMGroup GmbH
Testarellogasse 1/2
1130 Wien
Österreich

 


 

 

 

 

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Dr. Ulrich Hermann, Vorstand und Chief Digital Officer der Heidelberger Druckmaschinen AG, gab am 12. Dezember 2017 im Team mit Tom Oelsner, SVP Sales Excellence, den Start für die Vermarktung von Heidelberg Assistant bekannt. Foto: Heidelberg.

Von Andreas Weber, Head of Value

—Link zur englischen Fassung—

Think global, act local — Diese Devise könnte nunmehr auch für Druckereien – kleine wie große – gelten: Egal wo der Inhaber/Manager sich aufhält: per Smartphone, Tablet oder PC wird es jederzeit über den Heidelberg Assistant als neuartige, Browser-basierte  Plattform möglich, alle wichtigen Abläufe und Prozessschritte im eigenen Unternehmen und nicht nur im Drucksaal zu überwachen und zu steuern. Hinzu kommen viele neue Möglichkeiten, etwa das eigene Unternehmen im Vergleich zu sehen mit anderen. Und alles was es braucht, um die Produktionsmittel am Laufen zu halten, erfolgt automatisch. Vom technischen Service/der Wartung, bis zur Materialbestellung. Diese neuartige Form des integrierten Betriebsmanagements ist nunmehr Realität und beschleunigt die Fahrt auf der „Digital Transformation Journey“ aufs Beste. Heidelberg selbst transformiert dabei sein Maschinenbaugeschäft in der Weise, ein zeitgemäß-innovativer Plattformbetreiber für die Druckbranche zu sein.

Die Faktenlage: Serienstart von Heidelberg Assistant in vier Ländern

Der Heidelberg Assistant geht marktreif an den Start. Damit ist laut Heidelberg die Basis geschaffen, um das Geschäft mit Printproduktionen aller Art auf eine neue Ebene zu heben. Das Ziel lautet, die Zusammenarbeit von Heidelberg als Lieferant mit tausenden seiner Druckerei-Kunden auf allen Ebenen nahtlos digital gestalten zu können. Pilotmärkte sind Deutschland, Schweiz, die USA und Kanada. Über 30 Kunden aus sechs Ländern waren in die Entwicklung involviert, flankiert von 400 Kundenbefragungen — vor allem auch in China. Der Clou: Der integrierte Plattform-Ansatz macht auch im klassischen Druck ganz neue Betreibermodelle und eCommerce Angebote möglich, damit sich Druckereien ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Gleichzeitig kann man in Bezug auf Heidelberg langfristig von höheren Umsätzen im Servicebereich und bei Verbrauchsmaterialien ausgehen. Die Basisversion des Heidelberg Assistant ist für Kunden kostenlos und wird sicher über eine individuelle Heidelberg-ID geregelt.

„Mit dem Heidelberg Assistant digitalisieren wir die Zusammenarbeit mit dem Kunden. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sind Voraussetzung für den Aufbau unserer neuen digitalen Geschäftsmodelle und beschleunigen die digitale Transformation des Unternehmens“, legt Dr. Ulrich Hermann, Vorstand Heidelberg Services und Chief Digital Officer, dar.

 

Video: Heidelberg

 


 

Im Detail geht es laut Unternehmensangaben um folgendes:

  1. Digitale Zusammenarbeit mit dem Kunden über den gesamten Lifecycle — Heidelberg Assistant ermöglicht Kunden einen reibungslosen Ablauf ihrer Prozesse bzw. den smarten und effizienten Betrieb ihrer Druckerei.
    Vorteile: Anwender erhalten einen Gesamtüberblick über den Service- und Wartungsstatus ihrer Druckerei inklusive datengestützter Ausfallvorhersage. Zudem sollen Nutzer durch den Zugriff auf die größte Wissensdatenbank der Branche von neuen Performancedienstleistungen profitieren, mit denen sie das Potenzial ihrer gesamten Wertschöpfungskette möglichst vollständig ausnutzen können. Der Zugang zu Big-Data-Performance-Analysen soll weitere Potenziale zur Produktivitätssteigerung bieten.
    Zusatznutzen: Heidelberg kann mit dem Assistant seine bereits eingeführten Big-Data-Anwendungen wie Predictive Monitoring und Performance Consulting weiter im Markt skalieren.
  2. Digitalisierung der Servicekette — Persönlicher Zugang mit Echtzeitzugang zu Wissensdatenbank und Service.
    Vorteile: Kunden erhalten einen sicheren und persönlichen Zugang zum Heidelberg Assistant und können so alle Informationen, wie Status bzw. Produktivität ihrer Maschinen oder über in Anspruch genommenen Dienstleistungen rund um ihr Unternehmen überall und jederzeit abrufen.
    Zusatznutzen: Beispielsweise sind Softwareupdates, vorausschauende Wartungsmeldungen oder das Vertragsmanagement und ein Rechnungsüberblick im System möglich.
  3. Smartes eCommerce-Angebot bis hin zu neuen Geschäftsmodellen — Der Heidelberg Assistant bietet einen direkten Zugriff auf den neuen Heidelberg eShop (www.shop.heidelberg.com).
    Vorteile: Durch diese Verbindung entsteht eine smarte eCommerce-Lösung, da Produkte nach Kundeninstallation und bedarf individuell empfohlen werden können.
    Zusatznutzen: Verbrauchsmaterialien und ausgewählte Serviceteile werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden geliefert.

 

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Foto: Heidelberg.

Das zusätzliche Highlight: Neue Formen für Betreibermodelle

Heidelberg sieht die Digitalisierung vor allem auch als Basis für neue digitale Geschäftsmodelle. Hierfür werden gemäß Unternehmensangaben zwei Bereiche angeführt, die jeweils dem Win-Win-Prinzip folgen:

  1. Big Data: Die umfangreiche Datenanalyse aus der weltweit installierten und vernetzten Basis an Maschinen und Software ermöglicht Heidelberg den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle. Insgesamt profitieren Kunden und Heidelberg von der Auswertung einer Datenbasis von über 10.000 angeschlossenen Maschinen- und über 15.000 Softwaresystemen.
    Vorteile: Daraus kann laut Heidelberg ein auf den exakten Bedarf des Kunden und seiner gesamten Wertschöpfungskette zugeschnittenes Angebot bestehend aus Equipment, Software Verbrauchsmaterialien und Service erstellt werden
    .
  2. Subscription: Betreibermodelle, bei denen Heidelberg mit Kunden einen fixen Preis für den bedruckten Bogen vereinbart, werden auf dieser Grundlage möglich. Heidelberg stellt dafür alle notwendigen Betriebsmittel zur Verfügung.
    Vorteile: Der Kunde kann sich voll auf die Vermarktung seines Angebots konzentrieren. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Anzahl von Kunden, die sich für ein Betreibermodell entscheiden, ist von steigenden Umsätzen auszugehen, bei Kunden wie bei Heidelberg.

 


Nachgefragt per ValueDialog — Tom Oelsner, Leiter Sales Excellence bei Heidelberg, stand beim Produkt-Launch von Heidelberg Assistant Rede und Antwort.

Sie haben ein echtes Mammut-Projekt gestemmt. Im Team mit über 30 Pilotkunden. Was waren dabei die größten Herausforderungen?

Tom Oelsner: Die größte Herausforderung bestand darin, einen interaktiven agilen Designprozess im Dialog mit ausgewählten internationalen Kunden zu schaffen und zielführend unsere digitalen Entwicklungen nach vorne zu bringen. Durch die Vorstellung des Heidelberg Assistant als Prototyp auf der drupa 2016 konnten wir bereits viel Kundenfeedback sammeln. Ein eigens zusammengestelltes Team erweiterte auf dieser Basis gemeinsam mit Kunden die Plattform, um sich hundertprozentig am Tagesbedarf der beteiligten Kundenmitarbeiter (vom Print-Operator über den Betriebsleiter, Einkäufer etc. sowie die  Geschäftsführung) zu orientieren. Dabei wurden über agile Entwicklung diese Erweiterungen schnell ausgestaltet und greifbar gemacht, die dann sehr rasch zur Diskussion und für weitere Tests bereit standen.

Welche Kriterien/Aspekte waren und sind für Ihre Kunden am Wichtigsten?

Tom Oelsner: Der Heidelberg Assistant begleitet den Kunden über den gesamten Lebenszyklus des Produkts. Es geht um industrielle Produktion, daher sind Maschinenverfügbarkeit und Produktivität die wichtigsten Ziele. Somit nehmen die Themen rund um Service und Wartung eine herausragende Stellung ein. Mit Fragen wie: Wann kommt welcher Techniker, wann welche Materialien etc. Grundsätzlich sind in den verschiedenen Produktionsbereichen, die unsere Kunden abbilden, Differenzierungen vorzunehmen, die auch vom Unternehmenstyp und von der Firmen-/Mitarbeiterstruktur abhängen. Es galt z. B. herauszufinden, ob es Vollzeit Einkäufer oder Doppel- und Mehrfachfunktionen in den Betrieben gibt, damit wir sicherstellen können, dass alle involvierten Mitarbeiter adäquat für ihre spezifischen Aufgaben durch ihren Plattform-Account unterstützt werden und sich wieder finden. Dadurch lösen wir komplexe Anforderungen und stellen einen maßgeschneiderten Rollen-/Aufgaben-spezifischen Umgang mit Heidelberg-Assistant sicher, der durch eigene Sub-Accounts ausdifferenziert werden kann.

Was ist für Sie persönlich das Spannendste an dem Projekt? Und wie wird es sich weiterentwickeln?

Tom Oelsner: Das Spannendste ist, dass erstmals eine Plattform mit einer Vielzahl von Interaktions-Möglichkeiten in Echtzeit entsteht. Damit erfüllen wir die Anforderungen der Platform-Economy und portieren diese in transparenter Form auf das Print-Produktions-Geschäft. Das Kunden-Feedback ist ausgezeichnet, mögliche Akzeptanzschwellen werden rasch überwunden. Die Weiterentwicklung vollziehen wir in drei Richtungen.

1. Reichweite: Weitere Kunden in den vier Pilot-Ländern ansprechen, um dort möglichst viele, am besten alle Heidelberg-Kunden einzubeziehen, sowie für die Plattform-Nutzung weitere Ländern erschließen wie Japan und China.

2. Produkt-Integration: Bis dato sind alle Produkte von Heidelberg-bereits integriert, aber noch nicht in gleicher Tiefe. Nach und nach wollen wir den Leistungsumfang für alle Heidelberg- und OEM-Produkte erweitern und beispielsweise die Ausfallvorhersage auch über Sheetfed-Maschinen hinaus anbieten..

3. Innovation: Derzeit haben wir über 200 neue Ideen aus den Teams, die wir auf technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit prüfen und in neue Releases einarbeiten. Das nächste Release der jetzigen Fassung Heidelberg Assistant 1 kommt bereits im März 2018, weitere werden dann durch extrem schnelle Zyklen alle drei Monate folgen.

Übrigens: Der Zuspruch intern bei Heidelberg, also aus der Kollegenbasis, ist fantastisch. Das alles zusammen macht große Freude und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die digitale Transformation Wirklichkeit werden zu lassen.

Vielen Dank für das informative Gespräch!


 

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Zur Person

Tom Oelsner studierte an der Technischen Universität Dresden und schloss als Diplom-Informatiker ab. Seit 1990 war er für Linotype-Hell AG in verschiedenen Software-Entwicklungsbereichen/-Funktionen tätig. Seit 2002 entwickelte er als Program-Manager für Heidelberger Druckmaschinen AG die Remote Services/Heidelberg Cloud; 2008 wurde er Vice President Enterprise & Services und seit Oktober 2010 treibt er als SVP Sales Excellence Digitalisierungsprojekte für Heidelberg und seine Kunden voran.

 


 

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Andreas Weber (links) und Klaus-Peter Nicolay kennen sich seit Jahrzehnten. Aktuell sehen beide einen verstärkten Bedarf, die Kommunikation über Print zu stärken.

 

Interview von Andreas Weber, Head of Value

Unser #ValueCheck zu Print-Fachmedien belegt eindeutig: Vieles muss sich ändern, um große Missstände zu beseitigen. Auf Seiten der Verlage und Redaktionen wie auch der Herstellerindustrie. DRUCKMARKT-Verleger Klaus-Peter Nicolay sieht im ValueDialog darüberhinaus sowohl Leser als auch Verbände in der Pflicht, neu zu denken. Und zu lernen! Auf Dauer werde man in der Druck-, Medien- und Werbebranche nicht daran vorbei kommen, endlich an einem Strick zu ziehen, um konzertiert Print in unserer ‚digitalen’ Welt den gebührenden Stellenwert zu verschaffen.

Die Taktgeschwindigkeit bei der Print-Technologie-Entwicklung ist enorm hoch. Geradezu rasend. Wie bekommt man das als Publizist in den Griff?

Klaus-Peter Nicolay: Gefühlt geht es tatsächlich Schlag auf Schlag, in Wahrheit nehme ich jedoch eher kleine Schritte wahr, die von den Herstellern aber gerne als ‚Innovationen‘ verkauft werden.

Und das heisst?

Klaus-Peter Nicolay: Wir reden beispielsweise seit weit über 20 Jahren vom Digitaldruck – und noch immer pubertiert er. Viel zu langsam kommen Systeme auf den Markt, die wirklich etwas ändern und wirtschaftlich produzieren. Nicht umsonst ist stets von Technologiepartnerschaften zwischen Herstellern und Anwendern die Rede, wenn eine Maschine mit neuer Technik installiert wird. Meist folgen dann lange Betatests, bis die Maschine endlich marktreif ist. Oder der Hersteller nimmt die Technik vom Markt – wie bei Canon und Xeikon geschehen, deren Flüssigtoner-Engagements nicht erfolgreich waren.

Ist das nicht auch gut so?

Klaus-Peter Nicolay: Sicher, denn große wie kleine Druckereien müssen Anschaffungskosten, die mit technologischen Risiken verbunden sein können, vermeiden. Zudem haben sie sich an die nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit ihrer analogen Drucktechnologien gewöhnt. Davon ist der Digitaldruck – hört man den Anwendern genau zu – noch immer recht weit entfernt. Und auch wenn es den Anschein hat, das industrielle Drucken sei gerade erfunden worden, trügt der Schein. Automatisierte Prozesse im Offsetdruck lassen die Leistungsfähigkeit und Produktivität seit Jahren signifikant steigen. Aber das hat weniger mit Digitalisierung oder Industrie 4.0 zu tun – es ist tagtägliche Ingenieurs-Arbeit bei Heidelberg oder Koenig & Bauer. Industrielles Drucken ist nicht von heute auf morgen möglich geworden. Autonomes Drucken ist eine weitere Ausbaustufe der Prozessautomatisierung, die jetzt gezündet wurde.

Was bedeutet das konkret für Fachmedien?

Klaus-Peter Nicolay: Wer diese Hintergründe kennt oder zumindest versteht, kann die Entwicklungen entsprechend einordnen und dies seinen Lesern vermitteln.

Die ‚Vermittlungs-Kunst’ der Hersteller von Print-Technik hat sich verändert. Fachlich eher zum Nachteil. Magazine mit Tiefgang wie das AGFA Reprorama oder HQ von Heidelberg sind längst passé. Kann man das durch Fachmedien überhaupt ausgleichen?

Klaus-Peter Nicolay: In unseren periodisch erscheinenden Heften ist das kaum abzudecken, sondern nur mit zusätzlichen Editionen, wie wir es mit unserer Fachschriften-Serie ‚Druckmarkt Collection‘ realisiert haben. Hier greifen wir spezielle Themen auf, beleuchten die praktischen und technischen Aspekte und bereiten sie kompakt und lesefreundlich auf. Nicht als Zweitverwertung, sondern als eigenständige Publikation. Die Leser können sich in den Marktübersichten sowie -analysen vertiefen und erhalten eine aktuelle Rundum-Sicht, die weiterhilft.

 

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Was hat das für Konsequenzen?

Klaus-Peter Nicolay: Damit können wir versuchen, das Defizit an fundierten und fachlichen Informationen der Hersteller, die ihre Arbeit ja auch gerne an branchenfremde, in Sachen Print „unbedarfte“ Agenturen delegieren, teilweise zu kompensieren. Aber: Auch wenn wir uns noch so anstrengen, fehlt uns der hautnahe Kontakt zu den Menschen, die in den Entwicklungsabteilungen neue Systeme entwickeln und erklären könnten. Leider haben wir auch nicht die Zusatz-Budgets, mit deren Hilfe wir hochwertige Inhalte mit ebenso exzellenter ‚Veredelungs-Drucktechnik verknüpfen könnten.

Wie unabhängig und kompetent sind Print-Fachmedien-Redaktionen heute noch? Verleger Johann Oberauer hat ja gerade hart Kritik geübt…

Klaus-Peter Nicolay: Wenn ich bei Kollegen den Wortlaut einer Pressemitteilung einschließlich Schreibfehlern wiederfinde, frage ich mich auch, wo dort die redaktionelle Leistung liegt. Wenn Johann Oberauer sagt, Fachmedien müssten nicht Maschinen, sondern Menschen, die solche Maschinen entwickeln oder mit ihnen arbeiten, in den Vordergrund stellen, kann ich ihm nur zustimmen. Auf dieser Basis publizieren wir seit 2001 den ‚Druckmarkt Schweiz‘.

Was ich bei vielen Redaktionen in der Tat vermisse, ist die Kompetenz im Umgang mit Inhalten. Es kann doch nicht um schnelle, flüchtige Informationen gehen, die dann Aktualität genannt werden, sondern um relevante Dinge und Basics. Die Aktualität des ‚Druckmarkt‘ ist die Relevanz der Themen. Wir machen Themen. Wir informieren und kommentieren immer dann, wenn wir es für angebracht halten; nicht weil es einer Marketingabteilung gerade in den Sinn gekommen ist. Wir sehen uns in diesem Zusammenhang auch nicht als Sprachrohr der Industrie, sondern als kritische Berichterstatter der Branche.


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Die wenigsten machen sich heutzutage bewusst: Print ist seit Jahrhunderten nicht Opfer, sondern Treiber der Transformation von Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft. Quelle: Andreas Weber, ValueTrendRadar Analysis: Transformation — „Beam me up, Scotty!“


 

Mit welchen Themen müssen sich die Führungskader im Druckerei-Sektor aktiv(er) auseinandersetzen?

Klaus-Peter Nicolay: Es geht gar nicht so sehr um einzelne Themen, sondern um die Zusammenhänge, mit denen man sich heute intensiver beschäftigen muss. Die Druckindustrie ist nun einmal eingebettet in das, was man als globale Kommunikationsindustrie bezeichnet. Da reicht es nicht aus, sich nur mit der eigenen Branche und den dort vorhandenen Geschäftsmodellen zu beschäftigen. Manager der grafischen Industrie müssen die Befindlichkeiten ihrer Kunden, der Werber und anderer Auftraggeber besser kennenlernen, sie müssen sich mit den Möglichkeiten anderer Medien, des E-Commerce und generell des Marketing beschäftigen. Das sind alles Gebiete, die aufeinander aufbauen, die ineinandergreifen, die losgelöst und einzeln nicht mehr zu verstehen sind. Damit müssen sich Führungskräfte beschäftigen. Und sie müssen endlich lernen, Hypes von Relevantem zu unterscheiden.

Über den Tellerrand geblickt: Was muss sich tun, um Fachmedien-Inhalte, die sehr Technik-lastig sind, für Kunden der Print-Branche verständlich und v. a. besser zugänglich zu machen?

Klaus-Peter Nicolay: Die Frage könnte auch anders lauten: Was müssen die Leser tun? Dass eine Fachzeitschrift nicht nur Werbeplattform, sondern – wenn seriös gemacht – auch eine exzellente Form von Weiterbildung ist, kommt vielen erst gar nicht in den Sinn. Wie auch? Kennt man doch schon, hat man ja im Newsletter gelesen. Mag sein. Aber gibt es da hilfreiche Vergleiche zur Wettbewerbssituation? Wird da abgewogen, was wirklich relevant ist und was Müll? Ist eigentlich noch der Unterschied zwischen Werbebotschaft und ordentlich recherchierten Artikeln bekannt? Es wird höchste Zeit, dass die sogenannte Druck- und Medienbranche einmal Nachhilfe in Sachen Medien nimmt. Drucken ja, das können die meisten. Von Medien oder dem richtigen Umgang mit Medien haben sie keinen blassen Schimmer. Es herrscht mediale Inkompetenz!

Alle Akteure im Print-Bereich agieren nebeneinander oder sogar gegeneinander. Sollte man nicht am besten Ressourcen bündeln, um Print in der Öffentlichkeit in seiner wahren Bedeutung fürs Digitalzeitalter optimal zu positionieren?

Klaus-Peter Nicolay: Das ist ein Wunsch, den ich schon seit Jahrzehnten habe und der eindeutig in die Richtung der Verbände zielt. Würden die Verbände, die es sorgsam sortiert für Tageszeitungen, Zeitschriften, Fachmedien, Papierfabriken und -händler sowie für Agenturen und Buchhändler gibt, ihre Werbebudgets zusammenwerfen und wirkungsvolles Gattungsmarketing ‚pro Print‘ betreiben, wäre Print und der inzwischen arg gescholtenen Print-Werbung wirklich geholfen.

Wie könnte das gehen?

Klaus-Peter Nicolay: Das ist gar kein Kunststück und schon gar nicht so illusorisch, es gibt sogar erste Ansätze. So publizieren der Bundesverband Druck & Medien und seine Landesverbände seit diesem Jahr ein gemeinsames Magazin statt vieler einzelner Schriften. Und der Verband Druck und Medien Bayern hat bereits eine umfangreiche und tief gehende Informationsschrift zusammen mit den bayrischen Landesverbänden der Zeitungsverleger, der Zeitschriftenverlage und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels publiziert – und dafür viel Lob erhalten. Das alles ist natürlich mit viel Arbeit und Zeit für die Koordination verbunden. Aber es ist möglich, auch mithilfe guter Fachverlage, wenn es erst einmal in den Köpfen verankert ist. Auf Dauer wird man jedenfalls nicht daran vorbei kommen und an einem Strick ziehen. Hoffe ich.

Danke für den offenen und interessanten ValueDialog!


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Zu den ValueDialog-Gesprächspartnern

Klaus-Peter Nicolay ist Verleger und Chefredakteur von DRUCKMARKT sowie General manager arcus design & verlag oHG. Sein Druckereitechnik-Studium an der Gesamthochschule Universität Wuppertal schloss er als Diplom-Ingenieur ab. Seitdem war er in verschiedenen leitenden Positionen bei Verlagen und in der Herstellerindustrie tätig. 1996 gründete er DRUCKMARKT in Deutschland, 2001 folgte die eigenständige Edition für die Schweiz.

Kontakt: Über XING, per Email: nico(at)druckmarkt.com

 

Andreas Weber widmet sich seit über 30 Jahren als Analyst, Keynote Speaker und Coach dem Thema Print im Digitalzeitalter. Sein Blog ValueTrendRadar.com wird von Lesern aus mehr als 125 Ländern der Welt als Kompendium aktiv genutzt. Die von ihm entwickelte #InfluenceB2B Programmatik bietet zeitgemäß Möglichkeiten, um Print adäquat zu positionieren und als wichtigste Säule von Multichannel- und Masscustomization-Szenarien erfahrbar zu machen.

Kontakt: Via Twitter @ValueCommAG und @zeitenwende007 sowie via LinkedIn: Andreas Weber

 


 

Lesetipp

Die #Freitagsgedanken entstanden auf dem Weg zum Gespräch mit Klaus-Peter Nicolay.

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By Andreas Weber, Internationale Senefelder-Stiftung ISS Advisory Board (inspired by the #Kolloquium)

What makes me excited about #Print? What is annoying?

+ Without the ‘old’ the present and the future would not be possible! The course for the information age was already set around 1800 (from print to chip / via Photolithography).

+ The unbroken fascination and the inexhaustible transformation potential.

+ The passion and creativity of those who understand how to create and thrive on print.

– The widespread failure to adequately depict and make public the print in public consciousness.

– The unimaginative and ignorant, blatant rigor of many manufacturers that supposedly offer innovation.

– A blatant lack of communication expertise that hinders thinking outside the box.


#ValueCheck: Bücher als Skulpturen — dazu der Schriftsteller Christoph Ransmayr: „Anselm Kiefer hat ein leidenschaftliches Verhältnis zu Büchern, besonders zur Literatur, und einige seiner beeindruckendsten Arbeiten etwa mit Ingeborg Bachmann oder Paul Celan verbunden. Seine bleierne Bibliothek schlägt wie nur wenige Werke der bildenden Kunst eine Brücke zu jenem Medium Buch, das uns auf fast magische Weise erlaubt, über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg in einer Art Gespräch miteinander verbunden zu bleiben.“ #Transformation


#Freitagsgedanken: Was begeistert mich an #Print? Was macht verdrießlich?

+ Ohne das ‚Alte‘ wäre das Heutige und Künftige gar nicht möglich! Die Weichen fürs Informationszeitalter wurden bereits um 1800 gestellt (vom Druck zum Chip).

+ Die ungebrochene Faszination und v. a. das unerschöpfliche Transformationspotential.

+ Die Leidenschaft und Kreativität derer, die Print gedeihlich zu gestalten verstehen und dadurch begeistern können.

– Das breite Versagen, Print im öffentlichen Bewusstsein adäquat darzustellen und erfahrbar zu machen.

– Die Fantasielosigkeit und ignorante, blasierte Rigorosität vieler Hersteller, die angeblich Innovationen bieten.

– Ein eklatanter Mangel an Kommunikations-Fachwissen, der behindert, über den Tellerrand zu blicken.

#Transformation

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Analyse und Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Klare Worte von Verleger Johann Oberauer, die ins Mark treffen: „Fachmedien für Print ticken seit Jahr und Tag alle ziemlich gleich. Sie verbreiten weitgehend die Nachrichten der [Zulieferer-]Industrie. Oft genug benutzen sie sogar denselben Wortlaut der jeweiligen Pressemitteilungen.“ — So geäußert im Oktober 2017 im Editorial von „Druck & Medien“. Und Anlass für einen ValueCheck zur Lage der Fachmedien für die Druckbranche.

Fakt ist: Kaum eine Branche ist seit Jahrhunderten gesellschaftlich, kulturell sowie wirtschaftlich so bedeutend wie die Druckbranche. Und gleichzeitig kommunikativ so ungeschickt und untalentiert. Denn: Branchenkommunikation über die eigenen Grenzen hinweg findet eigentlich nicht statt. Und innerhalb der Druckbranche kommt man eigentlich mit den Pressemeldungen der Hersteller-Industrie, der Fachmesse-Messeanbieter und der Verbände aus.

Dabei müssten nicht die Maschinen, sondern die Menschen, also die Drucker im Mittelpunkt stehen – und ihre drängenden Fragen, wie Johann Oberauer betont. Seinen Fachtitel ‚Druck & Medien‘ hat er darum komplett neu ausgerichtet und die Chefredaktion mit Sandra Küchler neu besetzt. Oberhauer will aus dem Kreislauf ausscheren, nicht mehr nur noch sozusagen als die verlängerte Werkbank von PR-Abteilungen und ihren Agenturen fungieren. Er möchte sein redaktionelles Angebot an der aktuellen und künftigen Situation der Leser aus der Druckbranche ausrichten und Antworten bieten für drängende Fragen:

  • Wie kann ich neue Kunden gewinnen oder bestehende noch besser betreuen?
  • Wie kann ich meine Erträge steigern – und muss ich dafür überhaupt mehr Umsatz haben?
  • Welche Maschinen brauche ich wirklich?
  • Wie laste ich sie sinnvoll aus?
  • Und sind Investitionen auch noch in drei Jahren sinnvoll?
  • Wie muss ich meine Mitarbeiter führen?
  • Soll ich IT-Kompetenz im Haus aufbauen oder zukaufen?

„Das ist ein komplett anderer Blick, das ist der Blick der Drucker“, schreibt Oberauer. Entsprechend will das neue „Druck & Medien“ in jeder Ausgabe zahlreiche Strategiegespräche mit erfolgreichen Druckern, eine Fülle von Best Cases und umfangreiche Dossiers, die den Druckern Orientierung in einer Phase des Umbruchs bieten.

 

 

 

My Take: Den ‚Gordischen Knoten‘ zerschlagen, um die Orientierung wiederzufinden!

Den Versuch, Leser und ihre Aktivitäten in den Fokus zu stellen, halte ich für absolut richtig. Gerade bei Fachmedien für die Druckbranche. Es bedeutet zwangsläufig neue Erlösmodelle zu schaffen und eine radikale Abkehr von dem, was sich seit fast einer Generation als Übel aufbaute: Da durch die zunehmende Automatisierung der Druck-Technik und ihrer Prozesse das Leserpotential dramatisch schrumpfte, fokussierten sich die Fachverlage auf Anzeigenkunden, um Erlöse zu erzielen respektive zu maximieren. Entsprechend wurden die Reaktionen personell ausgedünnt. Das Gros der Auflagen wird gratis verteilt. Die ‚redaktionelle Intelligenz‘ wurde sozusagen ausgelagert an die PR-Abteilungen der Werbekunden und deren PR-Agenturen.

Die negative Wirkung ist bekannt: Auflagen und damit Reichweite haben sich ebenso dramatisch reduziert wie die Anzahl der Titel, da der Nutzwert sich nahe null reduzieren kann. Denn die Hersteller haben ihre Kommunikationsinfrastruktur zu den Kunden, den Druckereien, extrem optimiert. Mit dem Effekt: Das, was die Fachzeitschriften-Redaktionen erreicht, wird parallel über viele Kanäle und Plattformen direkt (und oft auch besser/schneller/multimedialer als von den Verlagen) publiziert. PR-Agenturen und Marktforschungsinstitute wurden zudem selbst zu Verlagen, indem sie die Hersteller-News gratis in eigenen Portalen veröffentlichen.

Dieses Überangebot mit seinen Dopplungseffekten von Herstellerinformationen macht aber kaum Sinn, zumal die Hersteller in ihren Botschaften ziemlich ähnlich sind (alle sind die Besten, Marktführer, Innovatoren mit dem breitesten Angebot etc.). Im Gegenteil, es ist geradezu schädlich, es verwirrt und schafft Verdruss. Und vor allem: Die eigentlich wichtigen Themen, die helfen, die Veränderungen im Digitalzeitalter zu nutzen, um sich als Branche mit hoher Expertise für Print klar zu positionieren, werden nicht erkannt. Das, was wirklich relevant ist, spielt sich längst in den sozialen Netzwerken ab, mit hoher Interaktion durch die Leser, die unter sich bleiben, um sich auf Expertenniveau zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. Print-Fachverlage spielen dabei kaum eine Rolle, da hier Kompetenzen und eine wirksame Präsenz fehlen oder einfach zu dilettantisch in Push-Manier agiert wird. Zu bedenken ist: Social Media Networking ist für Print und die Druckbranche so eminent wichtig. Durch Twitter und LinkedIn bieten sich vielfältige Möglichkeiten aufzuspüren, welche Themen tatsächlich wichtig sind, wo es Bedarf gibt und was die Menschen aus der Druckbranche und deren Kunden beschäftigt.

 

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Zum Autor

Andreas Weber widmet sich seit über 30 Jahren als Analyst, Keynote Speaker und Coach dem Thema Print im Digitalzeitalter. Sein Blog ValueTrendRadar.com wird von Lesern aus mehr als 125 Ländern der Welt als Kompendium aktiv genutzt. Die von ihm entwickelte #InfluenceB2B Programmatik bietet zeitgemäß Möglichkeiten, um Print adäquat zu positionieren und als wichtigste Säule von Multichannel- und Masscustomization-Szenarien erfahrbar zu machen.

Kontakt: Via Twitter @ValueCommAG und @zeitenwende007 sowie via LinkedIn: Andreas Weber

 


 

EPILOG: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Gottseidank! — Es gibt noch Ausnahme-Publikationen, die als Leitbild dienen. Wie ‚Druckmarkt‘: Seit 1996 erscheint das gleichnamige Magazin in Deutschland, seit 2001 eine eigene Ausgabe für die Schweiz. Beide Magazine werden von Spezialeditionen flankiert: Die Impressions als PDF-/Online-Magazin sowie die Collection-Reihe zur fundierten Vertiefung von wichtigen Einzelthemen aus der Welt der Technik. Verleger und Chefredakteur Klaus-Peter Nicolay hält alles persönlich im Griff: Texte, Bilder, Layouts und eine Themensetzung, die ihresgleichen sucht. Mit Liebe zum Detail, exzellenter Typografie und stets einer Prise Humor bringt „Nico“ auf den Punkt, was die Print-Branche ausmacht. [Siehe auch unser Interview per ValueDialog]

Nach 21 Jahren stimmt das Konzept noch immer: „Seit 1996 versteht sich der Druckmarkt als unabhängiges Magazin der Graphic Arts Industrie und Management-Magazin für Unternehmer, Führungskräfte und Entscheider. Diesen bieten wir ein reichhaltiges Angebot an gedruckten Publikationen, Online-Informationen sowie das PDF-Magazin “Druckmarkt impressions” im Internet.“

Der Erfolg bei den Lesern ist nachhaltig und ganz hervorragend. Einen Neustart oder eine Neuausrichtung braucht Druckmarkt nicht. Eher, vor allem auf der Seite der Anzeigenkunden, ein neues Denken, das sich an der Werthaltigkeit und den Werten von Print orientiert. „Wie kann man denn für Print glaubhaft einstehen, wenn Print-Technologie-Hersteller Print als wichtigste Plattform für ihre eigene Geschäftskommunikation nicht mehr goutieren?“ — Ein Kritikpunkt, der unbedingt Beachtung finden sollte, wenn man sich selbst und der ganzen Branche nicht schaden will.

 

 

 


 

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Von Andreas Weber, Head of Value

Etwas ‚Altes‘ hilft, das Neue zu bewältigen: Vor über 200 Jahren wurde der Grundstein für moderne IT- und Kommunikationstechniken mit Print gelegt. Die Internationale Senefelder-Stiftung und ihr neu geschaffener Förderverein FISS mit Sitz in Offenbach am Main erinnern daran. Durch FISS bieten sich neue, attraktive Möglichkeiten, zu unterstützen und sich einzubringen. 


Zum 200. Geburtstag von Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithografie, errichtete das Komitee zur Vorbereitung der Senefelder-Stiftung in Offenbach am Main – vertreten durch seinen Vorstand – zur Wahrung des Andenkens dieses genialen Erfinders die Internationale Senefelder-Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main.

Zweck der Stiftung ist die Förderung junger bedürftiger Künstler und Techniker sowie die Vergabe des Senefelder-Preises für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Lithografie und des Flachdrucks. Im Laufe des Jahres 2017 wurde der gemeinnützige Förderverein FISS gegründet, um über die Stiftungsarbeit hinaus Wirkung und erweitertes Engagement zu ermöglichen. Ein Meilenstein bildet das Kolloquium „Quo vadis: saxa loquuntur“, erstmals am 6. Dezember 2017, dem Tag der Lithografie, in Offenbach abgehalten — mit nachhaltig internationaler Beteiligung und starker Beachtung in den Sozialen Medien.  


 

Die Erfindung von Alois Senefelder vor über 200 Jahren ist als grundlegenden Voraussetzung für heutige Anwendungen der IT-Technologien anzusehen. Die Möglichkeiten einer flachen Druckform wie sie auf Lithografiesteinen bis in das zwanzigste Jahrhundert Verwendung fand, hat nicht nur in der künstlerischen Druckgrafik überlebt, sondern wird zur Herstellung von Halbleiter-Chips für jedes digitale Bauelement verwendet. Insofern hat die technologische Entwicklung seither eine kulturelle und soziale Auswirkung auf die heutige Gesellschaft, die in ihrer geschichtsprägenden Kraft von anderen Entwicklungen kaum übertroffen wurde.

Auch wenn diese Bedeutung der Fachwelt durchaus bekannt ist, kommt dieser Erfindung in der öffentlichen Wahrnehmung bei weitem nicht die gebührende Anerkennung zu.
Die Internationale Senefelder-Stiftung ist weltweit die einzige Einrichtung, deren Ziel es ist, die Bedeutung der Erfindung von Alois Senefelder zu fördern und Aktivitäten dafür zu veranstalten. Sie ist in Offenbach angesiedelt, weil von diesem Ort aus nach den Jahren der Erfindung in München mit der ersten kommerziellen Druckerei die industriellen Verbreitung in die ganze Welt ausging. Offenbach ist als Geburtsort aller lithografischen Techniken anzusehen.

Die Stiftung verfügt über ein Vermögen von ca. 50.000,00 € und eine umfangreiche Sammlung zur Lithografie, sie ist aber insbesondere durch den wirtschaftlichen Niedergang von traditionellen Druckmaschinenherstellern (konkret: manroland AG) nicht mehr in der Lage, aus eigenen Mitteln die erforderlichen Aktivitäten und die Pflege der Vermögenswerte selbst zu erbringen. Deswegen ist sie auf der Suche nach Fördermitteln.

Da es sich bei der Sammlung der ISS um einen kulturhistorisch bedeutsamen Bestand handelt, soll sowohl das Land Hessen, als auch die Kulturstiftung der Länder angesprochen werden. Obwohl die Stiftung ISS satzungsgemäß international ausgerichtet ist, verfolgt sie das Ziel, den Bestand und die internationale Ausstrahlung in der Geburtsstadt im Lande Hessen zu bewahren. Dies soll auch in Kooperation mit den kommunalen Museen der Stadt und dem Landesmuseum in Darmstadt erfolgen. Satzungsgemäß sollen auch wichtige Unternehmen und Verbände der Druckbranche zugezogen werden.

 


Kontakt und Infos zur Förderung der Internationalen Senefelder-Stiftung:

Freunde und Förderer der Internationalen
Senefelderstiftung e.V.
Geschäftsstelle: Dr. Volker Dorsch
Herrenstr. 61, 63069 Offenbach
Tel.: 069-98340506
Email: info(at)senefelderstiftung.com
Web: www.senefelderstiftung.de

 

ISS Aufgaben und Ressorts 2017

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Es gibt wunderbare Momente. So wie gerade eben, als mich unvermittelt eine zauberhafte schriftliche Nachricht von Annett erreichte. Ich bin verzückt! Und will dies sogleich teilen. Viel Spaß, Andreas Weber, Head of Value.


 

Lieber Andreas,

manchmal kommen auch private Aufträge bzw. Aufträge von privaten Menschen, die etwas beschriftet haben möchten.

Da war z. B. ein Pärchen, dass ihrem Sohn zur Hochzeit einen Text aus der Bibel geschenkt hat. Oder eine Dame, die in ihrem Garten Bienenvölker beherbergt und deren Honig in beschrifteten Tüten und anderen Papieren verschenkt …

Eine andere Dame lud ihre Gäste mit originalbeschrifteten DIN A4-Karten zum Geburtstag ein …

Arbeiten, die so richtig Freude bereiten, und sicherlich gewertschätzt werden.

Es gibt viele Anlässe, Handschrift einzusetzen; abgesehen von Grußkarten und Dekoren. Vielleicht magst Du diese Beispiele? — NOCTURNE ist auch aufgeführt ;o))

Herzliche Grüße von Annett

 


Kontakt

Annett Wurm, Gestalterin

Yorckstraße 50

D-52351 Düren

Mobil +49 (0) 171. 30 700 71

Telefon +49 (0) 2421. 22 59 771

mail@annettwurm.de

www.annettwurm.de



#InfluenceB2B.001

 

Von Andreas Weber, Head of Value
Analyst | Educator | Speaker | Influencer | Transformer

–English Version–

 

„Alles, was wir wissen müssen, spielt sich vor unseren Augen ab!“

 

In rund drei Jahrzehnten durfte ich national und international an über 550 Innovationsprojekten mitwirken oder diese in Eigenregie gestalten. Das ist stets gut gelungen. Seit längerem deutete sich an, dass Innovation nicht das Ziel sein kann, sondern Mittel zum Zweck ist. Transformation ist das Ziel. Die logische Konsequenz: Transformation wanted — welcome #InfluenceB2B!

 


1. Keep moving!

Zunächst: Ich habe — schweren Herzens — nach rund 30 Jahren die Gutenberg-Stadt Mainz verlassen. Neues Domizil ist Frankfurt am Main: Finanzmetropole mit optimaler Infrastruktur, multikulturell, weltoffen, innovationsfreudig — kurzum mit einem Spirit gesegnet, der beflügelt.

Trotzallem: Den Werten der Gutenberg-Galaxis bleibe ich stets verbunden. Denn es lohnt mehr denn je und allen Unkenrufen zum Trotz sich dynamisch mit der Welt des Print auseinanderzusetzen. Kaum eine andere Kulturtechnik, kaum eine die Welt so intensiv durchdringende Branche hat sich stets und seit Jahrhunderten so gut behauptet, wenn es darum ging, unser (Zusammen-)Leben, unsere Kultur und unsere Wirtschaft zu transformieren. Die endlosen (und oftmals unergiebigen) Debatten über die Bedrohung von Print durch das Internet haben den Blick vernebelt, um zu begreifen, dass Print per se disruptiv sein kann und ein elementar wichtiger Treiber der Transformation und eben nicht ihr Opfer ist!

 


2. Stay ahead!

Meine Grundüberlegung: Um von den fulminanten, unumstößlichen und nicht mehr umkehrbaren Änderungen im Digitalzeitalter bestmöglich zu profitieren, müssen alle einen Weg finden, Transformation nicht nur als Optimierung des Bestehenden durch (technische) Innovation zu begreifen, sondern wir müssen Transformation als Grundlage jeder Geschäftsaktivität nachhaltig (oder besser: gedeihlich) nutzen können.

 


3. A new world

Das, was ich tue, ist das Ergebnis aus Denken, kreativem Diskurs und Transformation für das Digitalzeitalter. Der Hashtag #InfluenceB2B beschreibt es am besten: eine Programmatik, die weit über das Publizieren und Beratung/Coaching hinausführt. Basis sind ausgereifte ‚Social Skills‘, die auf smartes ‚Storytelling‘, interaktive ‚Conversations‘ und Gemeinschaften ausgerichtet sind, um dauerhaft Beziehungen aufzubauen, die über die eigene Disziplin hinausgehen. Dem von mir im Vorfeld der drupa 2016 geschaffenen ValuePublishing kommt damit eine zentrale Bedeutung zu: Es wurde zum wichtigen Tool eines #InfluenceB2B Programms, das Bloggen, Education, Keynotes, Coaching/Advisory und Community Organizing zielführend und Plattform-artig zusammenfasst. Die fulminanten Netzwerk-Effekte sind dabei das Einscheidende.

 


AW #influenceB2B Value sells

 


4. Transformation as the business

Transformation hat strategische und operative Dimensionen. Am Anfang stehen wie gesagt das Denken und der Diskurs und eben nicht das Handeln. Wer heute noch meint, Transformation bedeute, ein ‚digitales’ Geschäftsmodell bei optimierten Prozessen zu finden, und damit wird alles gut, hat das Digitalzeitalter überhaupt nicht begriffen, nicht einmal im Ansatz!

Es geht vielmehr darum, das Wesen der Transformation grundlegend zu begreifen und durch ein erweitertes Verständnis zu neuen Erkenntnissen zu gelangen:

  1. Transformation erfordert und fördert Gemeinschaftssinn plus Empathie, um im Digitalzeitalter den Bezug zur Realität herzustellen.
  2. Erst die umfassende Kenntnis neuer, tatsächlich relevanter Technologien plus die smarte Adaptionsfähigkeit des entstehenden Nutzens setzen Transformation gedeihlich in Gang — und halten sie in Schwung.
  3. Der Wirkungsgrad von Transformation steigt mit der unkontrollierbaren Dynamik eines jeglichen Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgefüges.

 


5. Effective work – amazing results!

Mein Fokus liegt darauf, durch mediale und persönliche Diskurse zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und diese zu teilen. Dies bedarf einer Systematik, die exponentielle Dynamik und nicht mehr Linearität zugrunde legt. Das Beste: Es funktioniert auf Anhieb! Vor allem oder gerade durch fulminante Netzwerkeffekte, die ich durch meine ‚transformierte‘ Arbeitsmethodik erziele.

Einige Kernpunkte als Auswahl (v. a. für diejenigen, die auf Statistiken aufbauen möchten):

  • Tägliche Kontaktfrequenz mit 5.000 bis 10.000 aktiven Social-Media—Nutzern (durch Tweets und ein täglich erscheinendes, automatisiertes Twitter-/Online-News-Portal)
  • Direktansprache in Echtzeit von bis zu 25.000 handverlesenen Entscheidern durch nachhaltiges Storytelling und Social Conversations
  • Wirkungsstarke Viraleffekte mit maximalen Interaktionen durch fokussierte Botschaften (Benchmark bis dato: 6,5 Millionen Impressions zu einem Thema in kürzester Zeit).
  • ValueBlog als multimediales Kompendium (ISSN-zertifiziert), das bis dato in über 400 Beiträgen pointiert relevante Erkenntnisse bündelt — mit hoher Internationalität (bis dato 90.000 Unique Viewers im ValueBlog, aus über 125 Ländern der Welt, bei bis zu 2.150 Viewern pro Tag)
  • Real-Time Tracking & Analyzing mit gezielten Auswertungsmöglichkeiten, quasi eine Blitz-MaFo zu unterschiedlichsten Themen — on-demand
  • Wirkungsverstärkung durch globale Partnerschaften mit internationalen Fachforen, User-Groups, Experten, Pionieren und Unternehmern aus unterschiedlichen Disziplinen
  • Und last but not least dem H2H-Faktor: Fundiertes Erfahrungswissen aus dem persönlichen Zusammentreffen mit über 120.000 Teilnehmern aus aller Welt in Vorträgen, Seminaren, Workshops, Vorlesungen, Executive Briefings etc.

 


6. Where is the beef?

Durch meine Netzwerkeffekte und Konversationen wird nicht mehr durch aufwändige Akquisetätigkeiten oder Briefings, die bei Null beginnen, unnütz Zeit verschwendet. Das macht enormen Spaß, weil ich ohne Streu- und Reibungsverlust dynamisch Dinge nach vorne bringen und ständig neue Zielpersonen/-gruppen integrieren kann, die an Innovationsthemen wie auch Transformation interessiert sind. Die ‚Abdeckung‘ in der Kultur- und Kreativ- wie auch in der Digitalwirtschaft wird immer umfassender. 

 


#InfluenceB2B.002

Mein Fazit

Die Entwicklung vom Publisher/Berater mit Büro in Mainz hin zum Initiator einer #InfluenceB2B Programmatik in Frankfurt am Main eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Und funktioniert auch andernorts, wie meine Vortragsreise in die Megacity São Paulo, den neuen Hotspot für Transformation, im August 2017 belegt. Im Vorfeld hatte ich mit Blogposts und im Dialog mit hunderten Neu-Kontakten v.a. durch LinkedIn mein Thema vorbereitet, bekam eine konkrete Vorstellung von der dortigen Erwartungshaltung. Das Ergebnis: Meine Geschäftspartner und mein Auditorium waren äußerst zufrieden (ich bekam die beste Bewertung meiner Karriere) und ich konnte den Kontakt in Latam stark festigen und ausbauen, mit spannenden Anschlussprojekten.

Es gibt noch viele Erfolgsbeispiele, die ich gerne im persönlichen Dialog schildern kann. Am sinnvollsten via LinkedIn Kontakt aufnehmen! — Übrigens: Mein Geschäftsprinzip ist unverändert: Es kann zwischen „Rent-a-Brain“ auf Tagessatzbasis sowie spezifischen Projekten mit fixem Budget gewählt werden. Was sich bewährt, hat eben Bestand!


 

 


 

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