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Posts in German Language

ValueCheck Hirnforscher Beck.001

 

„Das Gehirn ist immer an einer Geschichte, an etwas Spannendem interessiert.“  Henning Beck

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 5

 


Buchtitel Irren ist nützlichDer Hirnforscher Dr. Henning Beck, Frankfurt am Main, gibt mit seinem lesenswerten Buch „Irren ist nützlich“ wichtige Tipps. Gerade für alle, die sich mit Transformation beschäftigen. Seine These: Die Schwächen des Gehirns sind unsere Stärken. — Henning lehrt und publiziert nicht nur. Er hat auch schon Firmen im Silicon Valley beraten. 

Unser #Think!Team hat sich mit Henning Becks Erkenntnissen beschäftigt und 5 Tipps extrahiert, die einen Mind-Shift leichter machen und kreative Ideen beflügeln. Quelle: Hessenschau.de

 

 

 


 

Den Inneren Schweinehund überwinden (der es gerne bequem haben möchte):

Sich vorzustellen, wie man in Zukunft sein könnte, ist die beste Strategie um aktiv zu werden.

Wie kommt man zu neuen Ideen?

Alle großen Ideen entstehen, wenn jemand alte Regeln bricht oder neue Perspektiven zulässt. Das kann falsch sein, wer weiß das schon. Aber das ist das Spannende daran: Dadurch, dass ich es nicht weiß und etwas ausprobiere, bin ich frei.

Helfen Meetings weiter?

Wenn ich Menschen frage, wo ihnen kreative Ideen einfallen, sagen diese tatsächlich nie: am Arbeitsplatz oder in einer Besprechung. Es geschieht in der Natur, beim Laufen, beim Duschen, beim Autofahren oder beim Geschirr abtrocknen. Da spielt die Routine ihre Stärke aus, denn wenn wir Handlungen automatisch ausführen, beginnt das Gehirn ein bisschen abzuschalten und herumzuwandern. Mind Wandering heißt das in der Wissenschaft. Beim Tagträumen holen wir uns neue Inspirationen.

Zu KI/Digitalisierung

Da wir ein Gehirn haben, ticken wir aber ganz anders als Maschinen. Regeln brechen — das können Computer nicht. Außerdem werden Maschinen nicht lernen, emotional auf andere einzugehen.

Zu Innovation

Wenn ein Unternehmen zum Beispiel etwas Neues präsentieren will, sollte das Produkt nicht im Vordergrund stehen, sondern das, was die Kunden Cooles damit machen können. Das wäre gehirngerecht. Denn das Gehirn ist immer an einer Geschichte, an etwas Spannendem interessiert.

 


 

ÜBRIGENS: Unser Gehirn (und damit wir als Menschen) fühlt sich am wohlsten bei guten Gesprächen! So let’s talk and keep in touch!

 


Mit Hirn geht’s besser: Nützliche Tipps für die Praxis!

 

 

 


 

MORE

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

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Bildschirmfoto 2018-10-10 um 17.28.56.png

 

Von Martin Spaar, Herausgeber und Verleger PUBLISHER

Zum 25-jährigen Jubiläum des PUBLISHER versammeln wir auf der Frontseite alle bis heute erschienenen Digitaldruck-Covers. Als wir vor 13  Jahren das erste individualisierte Cover mit einem verschneiten Smart und dem Vornamen des Empfängers auf der Windschutzscheibe brachten, schlug das ein wie eine Bombe. 

Seither demonstrierten 80 Covers mit Digitaldruck- oder Veredelungsspezialitäten die prägende Wirkung der ‚Verpackung‘ und gaben unserer Zeitschrift von Ausgabe zu Ausgabe einen ganz speziellen Auftritt.

Und trotzdem: Auch bei diesem Heft sind mit dem Cover nur gut fünf Prozent des Umfangs digital gedruckt, der ganze Heftinhalt ist wie schon vor 25 Jahren im Offsetdruck produziert. Auch im gesamten Markt fristet der Digitaldruck so gesehen erst ein Nischendasein – Offset dominiert volumenmässig überdeutlich.

Dies dürfte sich jetzt jedoch rasch ändern, indem Rollen-Inkjet-Systeme den Digitaldruck bezüglich Druckleistung in ganz neue Dimensionen katapultieren: Während heute gängige tonerbasierte Systeme gerade mal 80 bis 150 A4-Seiten in der Minute schaffen, sind es bei Highspeed-Inkjetsystemen deren 1000 bis 2000!

Damit stehen wir an einem Wendepunkt zu einer neuen Ära des Publizierens, die auch dem PUBLISHER in einem neuen Zusammenspiel von Print und Digital spannende Perspektiven eröffnet.

Mit der April-Nummer hatten wir schon eine erste Ausgabe 100% digital produziert und Abonnenten die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Inserat zu publizieren; so wurde jedes abonnierte Heft zum Unikat. Und auch für die kommende Dezember-Ausgabe heisst das Motto: 100% digital.

Wie im letzten Editorial schon ausgeführt, möchte ich nächstes Jahr die Verantwortung für diese digitale Transformation unserer Zeitschrift in frische Hände übergeben und damit eine neue Ära in meinem Leben lancieren. 

Dabei möchte ich mich jedoch keinesfalls ganz vom PUBLISHER und der Publishing-Community verabschieden – dafür ist mir beides zu stark ans Herz gewachsen. Aber mit sechzig etwas kürzer treten und auch den ‚analogen‘ Seiten des Lebens etwas mehr Platz einräumen, das darf schon sein!


 

Das Cover der neuen Ausgabe des PUBLISHER.CH

 

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ValueCheck Inkjet Printing.001

Die Buch-Krise ist größer als angenommen. Dem Buchmarkt sind von 2013 bis 2017 6,4 Millionen Käufer abhanden gekommen. Grafik: Andreas Weber. Foto: ZDF, Mainz.

 

#Think!Paper—  Edition 1, Volume 4

Von Andreas Weber, Head of Value

Die Frankfurter Buchmesse offenbart durch ihre Stärken die Schwächen der Verlage. Für fünf Tage im Jahr passiert das, was Leser sich wünschen, aber sonst nicht bekommen können: Persönlicher Kontakt mit Autoren, Büchermachern und tausenden anderen Buch-Liebhabern aus aller Welt. Somit ist man Teil des Geschehens.

Im wahren Leben ist das anders. Verlage kennen ihre Kunden nicht. Und schätzen deren Bedürfnisse falsch ein, was zu einer existentiellen Krise führt, die aktuell schlimmer denn je erscheint. (Anm.: In Deutschland sind dem Markt in den Jahren 2013 bis 2017 6,4 Millionen Buchkäufer verloren gegangen; das ist ein Minus von 18 %; Quelle: ZDF-Bericht vom 10.10.2018).

 


Die Umsätze mit e-Books liegen in Deutschland auf niedrigstem Niveau. Quelle: Statista.de


 

Der Fundamental-Irrtum der Verlagswelt (neben der Tatsache, dass das Kerngeschäft Print nicht innoviert resp. transformiert wird, sondern der Fokus nur auf Senkung der Herstellungskosten liegt): Nicht das e-Book wurde zum Feind des Gedruckten. Vielmehr sind es Zeit und Gelegenheit. Leser wenden sich den Plattformen und Blogs zu, die Inhalte anders, v. a. multimedial, per Movies und Bildwelten, inhaltlich kurz, prägnant aufbereiten und das ‚Konsumieren‘ einfach und angenehm machen; gerade auch, weil Inhalte sich damit an den Regeln der Mobile-Welt ausrichten. 

Hinzukommt: Die Menschen schätzen immer mehr, sich mit anderen auszutauschen und Konversationen zu betreiben. 

Ergo: Buchmesse top, Verlagswelt flop! 

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

Lesetips

Zum Start der Frankfurter Buchmesse 2018 erschien die neueste Onlinestudie von ARD und ZDF.

Siehe auch den Kommentar von Beate Frees und Wolfgang Koch: „Onlinestudie von ARD und ZDF: Über 90 Prozent der Deutschen sind online“

Und: Sieben Fakten zum deutschen Buchmarkt (zdf-mediathek)

 

ARD-ZDF-Onlinestudie-Infografik.jpg

 


English Abstract

#ValueCheck: Potemkin villages?

The Frankfurt Book Fair / Frankfurt Book Fair 2018 reveals the weaknesses of publishers due to its strengths.

For five days a year it’s possible to get, what readers want, but otherwise can not get: personal contact with authors, book makers and thousands of other book lovers from around the world. The beauty: you are part of the action.

It’s different in real life. Publishers do not know their customers. And therefore misjudge their needs, leading to an existential crisis that is currently worse than ever.

The fundamental error of the publishing world (in addition to the fact that the core business of print is not innovated or transformed, but the focus is only on reducing production costs): Not the e-book became the enemy of the printed book. Rather, it is time and opportunity. Readers turn to the platforms and blogs for different content, via  multimedia, movies and image worlds, short in terms of content, concise processing and making ‘consuming’ simple and enjoyable; also because content aligns with the rules of the mobile world.

In addition, people are increasingly appreciating the opportunity to interact with others and to engage in conversations.

Ergo: Book Fair top, publishing world flop!

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

 


 

Jürgen Boos 2018 IMG_4961

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, will im Interview beschwichtigen: Auch wenn die Buchkäufer-Zahlen rückläufig sind, gelesen würde so viel wie immer. — Foto: Screenshot aus ZDF-Interview vom 10.10.2018

 

Kommunikation will gelernt sein.

Kommentar von Christian Kopocz via XING

Sehr gut auf den Punkt gebracht, verehrter Andreas Weber. 

Verlage kennen die Kunden nicht. Das wird ein wichtiger Punkt sein. Vergleicht man mit den Teststores von Amazon. Ein Beispiel: Das Geschäft in Chicago zeigt prominent die Bestseller aus dem Viertel/regional bezogen und aus Online- und Offlinewelt gesammelte Informationen. Das macht nicht nur neugierig, es macht auch Sinn.

Verlage, die noch immer lieber in Massenproduktionen zu günstigstem Preis und einer Platzierung im Buchhandel kalkulieren, ohne einen Weg zu finden, die Informationen der Leser zu sammeln und vor allem sinnvoll zu nutzen, die haben einfach keine Zukunft. 

Doch es passiert einfach noch immer zu wenig. Perspektivlosigkeit, Alter, allgemeine Situation. Alles Ausreden für fehlenden Willen und Fähigkeit.

In der Tat ist der persönliche Kontakt schwer. Da haben es Verlage noch schwerer als der Buchhandel. Auch hier findet man nur selten wirkliche Konversation. Lesungen allein sind nicht das Mittel. 

Doch Kommunikation will gelernt sein. Da war wieder das böse Wort. LERNEN. Da liegt ein weiteres Problem. Lebenslanges Lernen. Tut nicht weh, doch wie oft soll man das noch sagen und beweisen?

#handel #buch #buchhandel #book #transformation #learning #change #customercentric

 

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ValueCheck Nico Analyse Print.001

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 3

Kritische Analyse und Kommentar von Klaus-Peter und Julius Nicolay, Druckmarkt-Redaktion

 

„Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 


 

„Die Printauflagen sinken auf breiter Front … Ein Ende scheint nicht in Sicht“ war auf horizont.net zu lesen; und bei meedia.de stand: „44% sehen keine relevante Zukunft für Printmedien.“ Nun ist das Interpretieren von Zahlen ja immer so eine Sache. Vor allem, wenn es (wie bei Online-News) schnell gehen muss. Denn in der Studie, auf die sich die Schlagzeilen beziehen, geht es einzig und alleine um Zeitungen und Zeitschriften beziehungsweise die Zukunft des Journalismus. 

Wieder einmal wird von den Online-Redakteuren geradezu genussvoll unterschlagen, dass Print weit mehr ist als das Verbreiten von Nachrichten. Und wenn dabei aus 42 auch einmal 44 Prozent werden, stärkt das eher das Argument, dass Gedrucktes glaubwürdiger ist als andere Medien.

 

Print Statistik01

 

Wir zumindest interpretieren die Zahlen anders und halten dagegen: Deutsche glauben an Print! Das belegen auch die Zahlen aus dem Sommer 2018, die der Bundesverband Druck und Medien vorgelegt hat und ebenso die Ergebnisse, über die der Fachverband Faltschachtel-Industrie berichtet. 

Was an der oben angesprochenen Studie ‚New Storytelling‘ aber besonders interessant erscheint, ist die Tatsache, dass Fachzeitschriften ein so hoher Stellenwert eingeräumt wird. Schließlich sind die ja auch schon etliche Male totgesagt worden.

 


 

Mailings sind out? VON WEGEN!

Print Mailings

Da befinden wir uns in guter Gesellschaft. Denn das gute, alte gedruckte Mailing wurde vom digitalen Marketing immer wieder gerne totgesagt. Dabei erfreuen sich Direkt- oder Dialog-Marketing als gedruckte Mailings einer neu entfachten Beliebtheit bei Unternehmen und hoher Wertschätzung bei den Empfängern. Damit haben wir uns auch in der Sommer- Ausgabe 2018 des ‚Druckmarkt‘ intensiv beschäftigt.

Denn gerade bei den Mailings gibt es eine interessante Entwicklung: Volladressierte Werbesendungen, das heißt auch Mailings mit vollständiger Adresse und persönlicher Ansprache, gehörten 2017 zu den Gewinner-Medien.

Nach dem Dialogmarketing-Monitor 2018 der Deutschen Post verschickt jedes siebte deutsche Unternehmen volladressierte Werbesendungen. Und diese Unternehmen legten gegenüber 2016 für personalisierte Mailings noch eine Schippe drauf, sodass das Marktvolumen um gut 4% auf 6,5 Mrd. € stieg. 

Durchschnittlich sind den Unternehmen ihre volladressierten Werbesendungen fast 13.000 € wert. Das Plus von 300 Mio. € fließt etwas stärker in die Planung, Konzeption und Produktion der Werbesendungen als in die Distribution, die aber weiterhin den größten Kostenblock darstellt. Und der Wert für die Druckproduktion von Mailings wird mit immerhin 3,12 Mrd. € angegeben. Gar nicht so schlecht für ein ‚nettes Briefchen‘.

 


 

Je digitaler die Welt, desto analoger die Bedürfnisse!

 

Taucht da bei den Menschen etwa eine Sehnsucht nach etwas Realem auf, nach etwas Haptischem, nach etwas, das bleibt – und nicht beim nächsten Klick vom Monitor und damit aus dem Gedächtnis verschwunden ist? Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 

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Foto: Screenshot der Website von Hunkeler AG, Schweiz.

 

Drucksachen, die als Wegwerfprodukt konzipiert sind, werden dies nicht vermitteln können. Ohnehin sind billig und lieblos produzierte Drucksachen für den Papierkorb beim Empfänger bestimmt. 

Werden sie jedoch engagiert und mit Liebe zum Detail hergestellt, spüren Empfänger und Leser diese Wertschätzung. Sie werden sich damit beschäftigen, vielleicht sogar aufheben oder weiterreichen. Dann ist das Ziel beim Mailing, bei der Werbung und bei allen anderen Drucksachen erreicht, die damit eine relevante Zukunft haben!

 


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

Das DRUCKMARKT-Team und Klaus-Peter Nicolay sind Partner und Mit-Initiatoren von #Think!Paper, der übergreifenden Initiative, die sich dem Thema „The Beauty of Print&Transformation“ widmet.

 


 

Lesetipp zum Download

Jahresmagazin „Unter Druck – Starker Partner in turbulenten Zeiten.“, Herausgegeben vom VDMB, München, 2018. 

VBDM jahersmagazin 2018

 


 

ValueCheck DOG Heidelberg Assistant.001

Aufschlussreich: Praxisgespräch zum Heidelberg Assistant beim Pharma-Dienstleister D.O.G. GmbH in Darmstadt

 

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

 


„Heidelberg Assistant ist für mich ein wichtiges und für die Zukunft unverzichtbares Tool im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie.“ — Andre Gaß, Diplom-Informatiker, Mitglied der Geschäftsleitung bei D.O.G. Gmbh, Darmstadt


Prozessmanagement durch digitale Kommunikation schafft in Echtzeit Transparenz bei komplexen Technikabläufen und hebt die industrielle Print-Produktion auf ein neues Level, so lautet die wichtigste Erkenntnis auf dem Praxisgespräch bei D.O.G. GmbH in Darmstadt. 

Ziel des Treffens war es, den Heidelberg Assistant als zentrale Plattform für Digitales Management einer hochspezialisierten Druckerei unter die Lupe zu nehmen. Gesprächspartner waren seitens D.O.G.-Geschäftsleitungsmitglied Andre Gaß, der sich als Diplom-Informatiker v. a. mit dem Heidelberg Assistant und der intelligenten Datenanalyse zum Betriebs- und Technikmanagement der Druckerei beschäftigt, sowie seitens Heidelberg Tom Oelsner, Leiter Innovation bei der Heidelberg Digital Unit.


Infobox

Präzision und Zuverlässigkeit auf Basis von Flexibilität und Innovation

D.O.G. GmbH ist ein Familienbetrieb und seit der Gründung im Jahr 1996 spezialisiert auf Kunden aus der deutschen und europäischen pharmazeutischen Industrie sowie Kosmetik und Airline. Das Lösungsangebot umfasst anspruchsvolle Druckprodukte und Dienstleistungen, wie z. B. Packungsbeilagen, Booklets, Piggybacks, Outserts, Faltschachteln, Faltschachtel-Kennzeichnung, Etiketten , Konzeptions- und Beratungsleistungen sowie Logistik und Engineering. Alles bei D.O.G. ist echte Präzisionsarbeit, die durch Audits von Kunden überprüft sind. Gründer und Geschäftsführer Johann Gaß hat den Generationswechsel eingeleitet, um seine Firma den Anforderungen ans Digitalzeitalter bestmöglich gerecht zu werden. Drei seiner Kinder sind an Bord. Produziert wird an zwei Standorten im Westen von Darmstadt. Seit Juni 2018 ist der Heidelberg Assistant bei D.O.G. im Einsatz.

Der Heidelberg Assistant ist eine universelle, Web- Plattform zum digitalen Management aller relevanten Aspekte eines Printbetriebes durch unterschiedliche Nutzer: für die eingesetzte Druckereitechnik (inkl. Performance Messung und Predictive Monitoring), Support, Einkaufen per eShop und Verwaltung. Per Heidelberg-ID und kunden- resp. mitarbeiterspezifischen Dashboard wird sichergestellt, maßgeschneidert auf das System zugreifen zu können und alle spezifischen Komponenten individuell und skalierbar einzubeziehen. Für bestmögliche Konnektivität sowie optimalen Informations- und Wissenstransfer sorgt die Heidelberg Cloud. Nach den Startmärkten Deutschland, Schweiz, USA, Kanada folgte im Juli 2018 derProjektstart in Japan. Andere Länder folgen. Die Plattform ist offen angelegt und kann auch Produkte anderer Hersteller einbeziehen. Die Basisversion steht jedem Kunden kostenfrei zur Verfügung.


Vom Start weg für Kunden nützlich!

„Nach dem Start im Dezember 2017 mit rund 30 Kunden zeigt sich, dass Service-affine, industriell orientierte Kunden mit modernstem Equipment besonders vom Heidelberg Assistant profitieren. Derzeit nutzen schon über 200 Kunden den Assistant, Ende des Jahres werden es 500 sein“, zeigt sich Tom Oelsner zuversichtlich. Maßgabe ist, die Plattform wie auch die Heidelberg Cloud höchsten Sicherheitsstandards folgen zu lassen.

Tom Oelsner sieht gerade in der Zusammenarbeit mit Andre Gaß als IT-Spezialisten optimale Voraussetzungen, den Praxiseinsatz auf Herz und Nieren zu überprüfen und konstant weiterzuentwickeln. Da der Assistant modular aufgebaut ist, lassen sich je nach Bedarf neue Kundenanforderungen als Erweiterungen integrieren. Alle drei Monate wird ein neues Release produktiv gesetzt. „Der Nutzungsgrad ist von Beginn an sehr hoch. Viele Kunden verwenden den Heidelberg Assistant mehrmals wöchentlich, einige sogar täglich“ wie erläutert Tom Oelsner.  

 

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Tom Oelsner, Head of Innovation bei der Heidelberg Digital Unit, treibt die Digitalisierung bei Heidelberg und seinen Kunden klug und umsichtig voran. Foto: Andreas Weber

 

Bei der hohen Nutzungsintensität gebe es kaum Unterschiede in den einzelnen Märkten, die Durchdringung ist in der Schweiz aber am weitesten fortgeschritten: „Für Kunden mit Maschinen mit Heidelberg-Cloud-Anbindung bietet der Assistant das breiteste Anwendungsspektrum. In der Schweiz nutzt bereits ca. 50% dieser Kundengruppe den Assistant, insbesondere auch um Produktivitätssteigerungen zu erreichen oder Ausfallvorhersagen einschätzen zu können.“ Am Gefragtesten sei der Servicestatus, der per Ampelsystem gekennzeichnet übersichtlich einsehbar ist. 

Besondere Akzeptanz entsteht durch die persönlichen Anpassungsmöglichkeiten; das reicht bis hin zur Vergabe von eigenen Maschinennamen und Fotos der installierten Maschine inklusive den Druckerei-Mitarbeitern. 

Tom Oelsner führt weiter aus: „Wir legen viel Wert darauf, kundenzentriert agieren zu können. D. h. wir ermöglichen unseren Kunden, die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Aufgabenstellungen passgenau zu unterstützen. Beispielsweise kann jeder Mitarbeiter die Ereignisse auswählen zu denen er eine Mitteilung per Messenger oder Email erhalten will. “Telefonieren Sie noch oder nutzen Sie schon den Heidelberg Assistant?“ – das muss unsere Fragestellung an Kunden sein – denn die Verfolgung von Serviceprozessen, Ersatzteillieferungen, Ausfallvorhersagen und Produktivität ist jetzt ohne Rückruf 7×24 Stunden für den Kunden nachverfolgbar. 

Hoher Nutzen durch digitale Kommunikation und smarte Automatismen

Im Fokus muss bei industriellen Druckereien vor allem das Wartungsmanagement stehen, wie auch Andre Gaß betont. Der Assistant erstellt automatisiert einen  Wartungskalender, der hilft, unterschiedliche Maschinen optimal in der Produktionsplanung einsetzen zu können. Denn Stillstandszeiten senken die Produktivität und sollten im Prinzip nie ungeplant auftreten. Wichtig ist eine maximale Verfügbarkeit der Produktionssysteme, um v. a. auf Planänderungen durch Terminverschiebungen seitens der Kunden flexibel reagieren zu können. Die Produktivität muss stets maximal ausgelegt sein. .

„Die digitale Kommunikation mit dem Heidelberg Service über das Messagingsystem des Assistant oder auch über eCall-Funktionen [die Maschine meldet und dokumentiert z. B. automatisch Hinweise auf Störungen] entlastet uns erheblich. Es geht nichts verloren und alle Abläufe gestalten sich stets optimal“, erläutert Andre Gaß. Ihm gefällt die klare Struktur, Übersichtlichkeit und Einfachheit in der Bedienung der Plattform. 

„Unsere Kernwerte‚ Zuverlässigkeit, Qualitätsorientierung, Flexibilität, Innovation‘  finden durch den Assistant eine hundertprozentige Entsprechung, die uns entscheidend hilft, unseren Job im Interesse unserer Kunden bestmöglich auszuführen“, ergänzt Andre Gaß.

Andre Gaß hatte sich im Vorfeld der Neuinstallation einer Heidelberg Speedmaster XL 106-2-P intensiv mit dem Heidelberg Assistant beschäftigt. „Wir gehen bei allem, was wir tun, sehr planmäßig und strukturiert vor, und arbeiten Leistungs- und Qualitätsmäßig stets am obersten Limit. Denn die Kundenanforderungen gerade im Pharma-Bereich sind extrem hoch“. Die Art und Weise, wie Heidelberg seine Premiumtechnik bei Hard- und Software nutzbar und transparent macht, sowie die Einfachheit im Handling findet Andre Gaß sehr beeindruckend. 

„Was durch den Assistant nunmehr möglich wird, kommt uns sehr entgegen, gerade weil nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden auf einen hohen Digitalisierungsgrad entscheidend Wert legen. Denn eine unserer Kernaufgabe ist es, unsererseits die bestmöglichen Schnittstellen zu den heterogen Kunden-Systemen zu schaffen“, erläutert Andre Gaß. Aufträge kommen so auf digitalem Weg zur Druckerei und können dann in der Druckerei durchgehend digital gesteuert, überwacht und durch Prozessmanagement ggf. optimiert werden. 

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Andre Gaß (rechts) im Gespräch mit Tom Oelsner. Foto: Heidelberg.

Für die Zukunft könnte daher wichtig werden, sogar eine Schnittstelle vom Heidelberg Assistant zum ERP-System bei D.O.G. zu schaffen. Tom Oelsner ergänzt: „Eine Systemanbindung bei Störungsmeldungen ist bereits im Test. Hier kann das System des Kunden einen XML-File an den Assistant zur elektronischen Verarbeitung übergeben, ohne dass ein Mitarbeiter ein Formblatt neu ausfüllen muss.“

Doch zunächst gilt es, die vorhanden vielfältigen Möglichkeiten auszuschöpf en. Vor allem auch im Hinblick auf die in der Plattform vorhandenen Zusatzoptionen, gerade im Hinblick auf Performance-Maßnahmen. Der Assistant liefert in der Basis-Version die Kennziffern, zusätzliche detaillierte Analysemöglichkeiten können gesondert vertraglich vereinbart werden.

Wichtige Effekte: Schnelligkeit, Fehlervermeidung, Komfortfunktionen

Die Einbindung des Heidelberg eShop, der exakt auf die Bedarfe seiner Firma zugeschnitten ist, begeistert Andre Gaß: „Wir haben Einkaufslisten vorkonfiguriert und kommen mit wenigen Klicks zur richtigen Bestellung. Das eShop-Angebot stellt den Kontext zu uns her und selektiert die Verbrauchsmaterialien, die wir auch tatsächlich brauchen. Es kann nicht mehr zu Fehlern bei Bestellungen kommen. Schon heute ist der Heidelberg eShop auf eine schnelle Abwicklung ausgelegt.

Laut Tom Oelsner benötigt ein Bestellvorgang mittels Einkaufslisten im Schnitt 70 Sekunden. Zukünftig werden die notwendigen Bestellmengen anhand der Produktionskennziffern vorausschauend berechnet und dem Kunden zur Bestellung empfohlen, so dass keine überschüssigen Bestände in der Druckerei gelagert werden müssen. Abgesehen von einem komplett autonomen Bestellvorgang, wie es ihn in einer späteren Ausbaustufe des Assistant geben wird, könne die Beschaffung durch die Druckerei nicht sicherer erfolgen.  

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Andre Gaß, von Hause aus Diplom-Informatiker, setzt auf Digitalisierung im Print. Foto: Heidelberg.

Andre Gaß findet die Möglichkeit beim Assistant, sich nicht nur auf Automatisierung zu verlassen, sondern im Bedarfsfall auch persönlich einbringen zu können, äußerst praxisgerecht. Tom Oelsner ergänzt, was er von vielen Kunden zu hören bekam: „Über das Servicesystem kann jede Art von Zusatzdokument wie Texte, Bilder, Video an Heidelberg übermittelt werden, sogar als Sounddatei mit einem Klappergeräusch, das sonst nur schwer erklärbar wäre.“ 

All das, so Andre Gaß, bedeute ein entscheidendes ‚Mehr an Kommunikation‘ und steigere nachvollziehbar die Geschwindigkeit und Qualität der Störungsbeseitigung. Insbesondere auch die Dokumentation dessen, was sich getan hat, ist ihm wichtig, um dem Management Transparenz zu bieten. 

Andre Gaß resümiert: „Der Heidelberg Assistant ist für mich ein wichtiges und für die Zukunft unverzichtbares Tool im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie. Und: Alles was man im Privatleben aus der zeitgemäßen digitalen Kommunikation per Social Media kennt, bietet der Assistant für unsere Geschäftsbelange: Messenger- und Chat-Funktionen, Notification und vieles mehr. Alles wird automatisch in Chroniken erfasst und recherchierbar.“

 


 

DOG Kompakt


My Take: Die Zeiten ändern sich. Und das ist gut so!

„Im Print-Geschäft kann im Rahmen einer klugen, von Informatik-Fachwissen getriebenen Digitalisierungsstrategie noch vieles wesentlich optimiert werden. Gerade wenn Technikhersteller wie Heidelberg wie im Falle des Heidelberg Assistant neuartige, skalierbare, interaktive Plattformen schaffen, die von Druckereien in strukturierter, personalisierter und kreativer Form genutzt werden können. 

Bei D.O.G. in Darmstadt wird das nicht nur verstanden, sondern aktiv in die neue Geschäftsstrategie integriert und bildet einen wichtigen Baustein im Generationswechsel bei der Unternehmensführung. Das passt umso besser, als D.O.G. auf Basis seiner klar definierten Unternehmenswerte die Marschrichtung auf höchstem Qualitäts- und Präzisions-Level vorgibt. 

Digitale Kommunikation über alle Prozessschritte bei der industriellen Printherstellung hinweg ist dabei ein Muss, um die Betriebs- und Endkunden-Belange zeitgemäß gestalten zu können. 

Wenn alle notwendigen geschäftlichen Dialoge zwischen Technik-Hersteller und Druckerei-Kunde dermaßen optimal gestaltet werden können, gewinnen alle Seiten, um sich gegenseitig zu befruchten, profitabel zu wachsen und die Geschäftstätigkeiten nachhaltig auszuweiten!“ — Andreas Weber


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Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 150 Ländern der Welt.


 

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Senator h.c. Peter Sommer, Member of the Elanders Board, und Andreas Weber, Head of Value, trafen sich in Waiblingen bei Stuttgart zum Ideenaustausch. Das Ergebnis: Die Geburtsstunde der #Think!Paper-Initiative.

#Think!Paper — Edition 1, Volume 1. | English Version

 

„Wir starten eine Initiative, die die Bedeutung von Print nicht nur im, sondern fürs Digitalzeitalter in den Brennpunkt stellt. Nicht das ‚Was machen wir’ und das ‚Wie machen wir was‘, sondern das ‚Warum bringt Print dauerhaften Erfolg‘ zählt. Es muss um den einzigartigen Nutzen gehen, den professionelle Printproduktionen leisten. Gestern wie auch heute und morgen!“ —Peter Sommer und Andreas Weber

Gipfeltreffen der besonderen Art in Sachen Print & Transformation: Senator h.c. Peter Sommer, Member of the Elanders Board, und Andreas Weber, Head of Value, trafen sich in Waiblingen bei Stuttgart, dem Ort, der wohl in Europa das dynamischste Lösungsangebot für Print bündelt und volumen- sowie ertragsstark aufzeigt, welchen wichtigen Beitrag Print (via Digitaldruck) im Digitalzeitalter leisten kann. 

„Es ist schon dramatisch und für mich völlig unverständlich, wie schlecht Print dargestellt wird, gerade von der Print-Branche selbst. Warum eigentlich?“, räsoniert Peter Sommer. Im Gespräch ergaben sich wichtige Ansatzpunkte, die zur Gründung der Think!Paper-Initiative führten. Gleichzeitig stellen die Punkte die zentralen Aspekt der Think!Paper-Aktivitäten dar, die eine konstuktiv-kritische Diskussionsgrundlage bieten.

Bestandsaufnahme

Die Print-Branche verkauft sich unter Wert und blickt viel zu wenig über den Tellerrand. Man bleibt gerne unter sich. Über die Herausforderungen im Digitalzeitalter wird zumeist nur spekuliert. Vieles Positive bleibt dabei im Verborgenen. Chancen, die sich durch Veränderung ergeben, werden verkannt.

Kernthesen

Status quo: Man befeuert mit großer Leidenschaft den selbst errichteten Scheiterhaufen. Dabei ist die Perspektive von Druckereien im Digitalzeitalter weitaus besser als das Image, das die Branche nach innen und außen verkörpert.

Der Irrweg besteht darin, dass Druckereien wie auch Drucksachenbesteller den falschen Propheten folgen.

Klarstellung: Print ist ein perfektioniertes Medium, das Bestand hat, Entwicklungsmöglichkeiten bietet und profitables Neugeschäft ermöglicht. 

Denn:

  • Print stellt eine äußerst werthaltige Kommunikationsform dar — gemacht von Menschen für Menschen!
  • Durch verbesserte Funktionalität erhöht sich der Nutzen von Print im Digitalzeitalter exponentiell.  
  • Durch Print werden nicht nur Daten vervielfältigt, es lassen sich Texte, Bilder und Spezialeffekte in besonderer, höchst persönlicher Form inszenieren, die Menschen zutiefst berührt. 
  • Print hat in der Kommunikation die nachhaltigste Wirkungskraft und ist insofern gedeihlich einsetzbar. 
  • Print im Marketingmix setzt immer Maßstäbe und schöpft Potenziale in der Kundenbeziehung bestmöglich aus.
  • Apropos Transformation: Wenn sich etwas ändern muss, dann der Umgang mit Print als Premium-Produkt.

Paradigma: Print war, ist und bleibt unverzichtbarer Impulsgeber der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen; das haben längst auch ‚Digital Leader’ wie z. B. Google, Amazon, Facebook und Apple erkannt, die Print bestens für sich einzusetzen wissen. 

Plädoyer: Print bleibt im Digitalzeitalter der Gewinner, wenn die richtige Balance zwischen dem technisch Sinnvollen und den Bedürfnissen von Menschen hergestellt wird. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Nun gilt es, das Wesentliche klar und verständlich zu kommunizieren! Setzen wir die Schönheit und Vielfalt von Print ins rechte Licht!

Zielsetzungen und Maßnahmen

Wir setzen schnörkellos und zielführend kreative Konversationen in Gang, um anschaulich und vorausschauend effektive Lösungen mit Print für Kommunikationsaufgaben aller Art aufzuzeigen, bei denen Print seine Stärken voll ausspielen kann. 

Wir entfachen Begeisterung für innovative und außergewöhnliche Kommunikationslösungen mit Print.

Wir stärken die Geschäftsentwicklung mit Print, indem bis dato wenig zielführend adressierte Marktbereiche, die schnell und bestmöglich von Innovations-Lösungen durch und mit Print profitieren können identifiziert und eingebunden werden. 

Wir organisieren Roundtables und VIP-Events sowie Social Media-basierte, interaktive Kommunikation mit Print.

Wir stellen im Rahmen der neuen Think!Paper-Aktivitäten prägnante Ideenpapiere bereit, zum Beispiel über Dossiers, Reports mit Analysen und Handlungsanweisungen für Top-Entscheider in der Wirtschaft.

Wir starten einen globalen Ideen-Wettbewerb. 

Wir gründen und leiten das national wie international wirksame, interdisziplinäre Expertenpanel „Think!Team“.

 


Hinweis

Es haben sich schon einige handverlesene Partner für Think!Paper gefunden, allen voran Mondi Group und GT Trendhouse 42 sowie DRUCKMARKT. Aktuelles dazu in Kürze.


#Think!Paper — Das Wichtigste auf einen Blick

Unser Thema

Wir bewerten und profilieren Print sowie seine Apologeten in der Rolle als wirkungsvolle Treiber von Transformation — über alle Branchengrenzen hinweg!

Unsere Mission

Wir beweisen erstmals, dass Print nicht Treibholz im Transformations-Ozean ist (mit Titanic-Effekt), sondern ein Rettungsanker für die ‚Tsunamis in unseren Köpfen‘!

Unsere Alleinstellungsmerkmale

Wir bringen die fähigsten Köpfe zusammen und formieren global ausgerichtete, interdisziplinäre
#Think!Teams. 

Wir bauen den besten Knowledge-Pool auf, ausgerichtet auf Interaktion, Diskurse und nachhaltige Konversationen.

Wir stärken das wichtigste Asset jeglichen ‚digitalen‘ Transformations-erfolgs: Die fachlich versierte, spannend inszenierte und werthaltige Kommunikation.

Vorteile für unsere Partner

Wir ermöglichen, neue, marktrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, die unsere Partner inspirieren und in ihrer Entwicklung dynamisieren.

 


Kontakt

Wer sich für die Think!Paper-Initiative interessiert oder sich persönlich engagieren will, sollte mit uns in Kontakt treten:

Twitter @PrintDigitalAge

Andreas Weber (Koordination) via LinkedIn

Schlagworte | Hashtag: #PDA #printforthedigitalage #creativity #printinnovation #transformation

 


 

ValueCheck Transformation Paradox.001

„Denk ich an Deutschland [4.0] in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht,
ich kann nicht mehr die Augen schließen,
und meine heißen Tränen fließen.“
Aus: Heinrich Heine, Nachtgedanken

 


Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

 

Letzte Woche passiert. Ich war Augen- und Ohrenzeuge. CEO und CFO eines Traditionsunternehmens aus dem Maschinenbau präsentieren in der Finanzmetropole Frankfurt am Main die Jahresbilanzzahlen. 

Alles tiptop. Und alles im Plan! Denn das, was man vor Jahresfrist in Aussicht stellte, ist exakt so vollzogen worden. Manko: V. a. durch nicht zu beeinflussende Währungsschwankungen sind der Gesamtumsatz und entsprechend der Vor-Steuergewinn leicht rückläufig. 

An den guten Prognosen kann der Vorstand aber festhalten. Deutliches Wachstum durch Transformation um mindestens 500 Millionen Euro in vier Jahren (das heisst: Umsatz wächst von rund 2,5 Milliarden Euro auf 3 Milliarden Euro) bei deutlich steigender Rendite. Das Unternehmen wurde erfolgreich grundlegend neu aufgestellt und zeigt sich nicht nur fit und stabil, sondern über den eigenen Marktbereich hinaus global führend im Bereich der ‚Digitalen Transformation‘.

Aber: Bereits am Vortag der Bilanzpressekonferenz begann der Aktienkurs zu sinken und rutschte in der nachfolgenden Woche deutlich ab. Der Hauptgrund: Massive Leerverkäufe, also die Wette zur Spekulation auf sinkende Kurse. Die Marktkapitalisierung sank damit im Wert um einen dreistelligen Millionenbetrag.

Weiterer Negativeffekt: Die Wirtschaftspresse wie auch Analysten können mit „Digitaler Transformation“ nichts rechtes anfangen. In den Nachberichten kommt es zu eklatanten Fehlern resp. Fehleinschätzungen und vor allem zum Weglassen des eigentlich Wichtigen! Tenor: „Recht unambitioniert: Lascher Ausblick setzt Heidelberger Druck-Aktie unter Druck“. Heidelberg enttäusche Anleger… — Puh! Verstehe das, wer will!

Zugegeben: Das Thema „Transformation“ ist hoch komplex. Und bedingt, dass man versteht: Transformation ist kein Ziel, sondern ein Zustand. Das Ziel lautet: Massive, bisweilen disruptive Veränderung der gesamten Geschäftsphilosophie. Kein leichtes Unterfangen. Und schon gar keines, dass sich von Heute auf Morgen bewältigen lässt. — Zurecht erklärte der CFO ruhig und gelassen: „Wer es eilig hat, muss langsam gehen!“

Apropos Philosophie: Plato wies in seiner antiken Lehre darauf hin, dass alles, was unter Zwang erworben wird, keinen Halt im Geist findet; oder anders ausgedrückt: Der Lehrer kann nicht lehren, wenn der Schüler nicht bereit ist zu lernen. (Dieses Momentum hatten CEO und CFO wohl unterschätzt, als sie die Bilanzpressekonferenz abhielten, und fatalerweise nicht zur Grundlage ihrer Kommunikationsstrategie gemacht.)

Der Erfolg von Transformation im Digitalzeitalter hängt maßgeblich vom Willen und der Disziplin ab, sich die Zeit zu nehmen, um zu lernen und zu üben, damit sich aus neuen Erfahrungen neue Erkenntnisse formen. Dieses Lernen beinhaltet das Lernen über sich selbst. Transformation erfordert Selbsterkenntnis.

Fazit

Eine Bilanzpressekonferenz als Lehrstück! Deutschland 4.0 scheitert bei der ‘Digitalen Transformation’ am grundlegenden Verständnis. Nicht am Willen der Apologeten.

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 140 Ländern der Welt.

 

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Fotos: Heidelberg / HDU. Collage: Andreas Weber, Frankfurt am Main

 

„Wir gestalten für Heidelberg die Kundenschnittstellen neu und bauen ein nahtloses digitales Ökosystem für Heidelberg-Kunden.“ Rainer Wiedmann, Leiter Heidelberg Digital Unit (HDU) und Chief Marketing Officer der Heidelberger Druckmaschinen AG.

English Version


Neues digitales Ökosystem für die Printmedien-Industrie

Die Mitte 2017 von Vorstandschef Rainer Hundsdörfer in Aussicht gestellte neue ‚Leuchtturm-Funktion’ von Heidelberger Druckmaschinen AG nimmt in ungebrochen-dynamischer Form weiter Gestalt an. „Heidelberg baut mit neuer Digital Unit E-Commerce-Geschäft, Internetpräsenz und digitale Marketingkompetenz aus“, wurde jüngst durch Dr. Ulrich Hermann, Vorstandsmitglied und Chef Digital Officer, verlautbart.

Was verbirgt sich dahinter? Darüber gibt Rainer Wiedmann per ValueDialog erstmals öffentlich Auskunft. Wiedmann ist ein erfolgreicher Digital-Pionier und seit 1. April 2018 Leiter des Start-ups Heidelberg Digital Unit (kurz: HDU); gleichzeitig fungiert er als Chef Marketing Officer des Heidelberg-Konzerns. — Das Gespräch führte Andreas Weber, Head of Value.

 

Info-Box

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Fakten zur neuen Heidelberg Digital Unit GmbH (HDU)

Website: https://hdu.heidelberg.com

Standort: Wiesloch-Walldorf, Dependancen in China, USA und Asien

Mitarbeiterzahl zum Start am 1. April 2018: 50

Zielsetzung: Als dynamisch wachsendes Unternehmen ein führendes digitales Ökosystem der Print-Branche etablieren

Partner ist der Internetspezialist iQ!


Dr. Ulrich Hermann treibt als CDO auf Vorstandseben die digitale Transformation von Heidelberg dynamisch voran. 


Aufgabenstellungen für HDU

  • Bündelung globales Marketing und E-Commerce unter dem Dach der HDU.
  • Die unterschiedlichen Vertriebskanäle von Heidelberg in einem Kanal (Omnichannel) zu bündeln, zu harmonisieren und aufeinander abzustimmen.
  • Zusammenfassung aller Marketingaktivitäten mit dem Schwerpunkt auf den Ausbau und die Gestaltung des digitalen Kundenerlebnisses bei der Anbahnung von Geschäft sowie im laufenden Kundenkontakt.
  • Dem Kunden über alle Fachfunktionen bei Heidelberg konsistente Betreuung bieten, um produktübergreifend und entsprechend seines individuellen Bedarfs zu beraten.
  • Über den Ausbau der eCommerce Plattform profitiert Heidelberg im Gegenzug von Effizienz-Gewinnen bei der Lieferung von Verbrauchsmaterialen und Dienstleistungen.

 

Digitale Geschäftsmodelle beflügeln die Customer Journey

Herr Wiedmann, Sie gehörten bereits vor über 20 Jahren — damals mit der Neugründung der vom Start weg erfolgreichen Multimedia-Agenturgruppe Argonauten – zu den Pionieren im Digital-Sektor. Was hat sich seitdem geändert?

Rainer Wiedmann: Ich habe mich damals schon intensiv mit der Gestaltung der Schnittstellen zum Kunden beschäftigt. Der Ansatz führte über die Innovation im Marketing hin zu E-Commerce. Heute stehen ganzheitliche digitale Geschäftsmodelle im Fokus. Durch IoT (Internet-of-Things), Machine-Learning, Sprachsteuerung usw. ist erstmals eine vollständige digitale Customer Journey möglich, nicht nur Marketing & Vertrieb, sondern viele weitere Teile der Wertschöpfungskette werden digitalisiert. 

Sie sehen also eine linear-dynamische Entwicklung?

Rainer Wiedmann: Ich sehe eine äußerst starke Dynamik. Entscheidend ist heute nicht mehr die bloße Präsenz im Internet. Der Zugang zu Kunden und die Interaktion mit den Kunden haben die höchste Relevanz. Das neue Dogma lautet: Nur wer die optimale Schnittstelle zum Kunden bietet, kann über Digitalisierung einen Wert generieren. 

Was reizt Sie daran, ausgerechnet im Maschinenbau-Sektor mit der HDU Neuland zu beschreiten?

Rainer Wiedmann: Ich bin selbst von Hause aus Ingenieur und habe nach dem Studium am St. Galler Technologie-Management-Institut wichtige Erfahrungen mit zahlreichen Industriekunden gesammelt. Durch neue Formen der ‚Connectivity‘ ändert sich der Maschinenbau rasant. Heidelberg hat in diesem Szenario eine herausragende Position. 

Wieso?

Rainer Wiedmann: Unsere Maschinen sind lange schon vernetzt, Vertrieb und Service werden global in Eigenregie geführt, neben Hard- und Software ergänzen Verbrauchsmaterialien das Portfolio. 

Zudem verfügt Heidelberg über ein Top-Management, das Transformation durch Digitalisierung exakt versteht, wie man u. a. am Beispiel des in der Branche neuen Subscriptions-Modells sehen kann. Für mich sind das in Summe die allerbesten Voraussetzungen!  

In Medias Res: Was HDU ausmacht

Wie positioniert sich in diesem Kontext die Neugründung HDU?

Rainer Wiedmann: Wir gestalten für Heidelberg die Kundenschnittstellen mit dem Ziel,  ein nahtloses digitales Ökosystem für Heidelberg-Kunden aufzubauen.

Was sind die Kernwerte von HDU?

Rainer Wiedmann: HDU definiert sich durch da Stiften von Mehrwert geprägt durch Permanenz, Konsistenz und Relevanz. Der Wert von HDU besteht vor allem darin, möglichst viele Kunden und Interessenten mit wöchentlicher, sondern besser noch täglicher Nutzung einzubinden. Entscheidend dabei ist, eben nicht nur viele Nutzer im System zu registrieren — quasi als Karteileichen –, sondern möglichst viele „Active Users“ zu haben. Content, Funktion, Reichweite plus Interaktion sind aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg.

Trifft Ihr neuer Ansatz mit HDU die Kultur bei Heidelberg?

Rainer Wiedmann: Ich erlebe die Menschen bei Heidelberg einerseits als offen und  innovativ. Andererseits handelt man gerne nach exakten Regeln.. Im Kontext mit digitaler Transformation gilt aber aus meiner Sicht: Man muss die Mitarbeiter stärker über Ziele führen…

… und was bringt das?

Rainer Wiedmann: Ein Vorteil von HDU, der sich auf Heidelberg übertragen lässt, ist es, dass wir zum Erreichen vorgegebener Ziele bzw. der optimalen Zielerreichung an der Struktur der Regeln im Team arbeiten, um konstant Anpassungen vornehmen zu können, sobald dies nötig wird.

Die technische Innovationsfähigkeit bei Heidelberg ist unbestritten. Wie sieht es aus Ihrer Sicht bei den Heidelberg-Kunden aus? Gibt es Vorbehalte gegenüber der Digitalisierung?

Rainer Wiedmann: Die Digitalisierung bei unseren Kunden ist weit vorangeschritten, denn digitale Daten sind schon lange die Basis für Print-Produktionen aller Art. Auch E-Commerce ist kein Neuland. Durch Online-Print via Internet ist ein riesiger neuer Wachstums-Markt entstanden. Unser Ansatz, mit den Kunden intensiv zu arbeiten, um quasi ein digitales ‚Rund-um-sorglos-Paket‘ anzubieten, wird darum sehr gut aufgenommen. Wenn man weiss, was zu tun ist, die Ziele klar sind, wird Digitalisierung im Print durchweg als Chance gesehen.

Digitale Prozesse in der Druckerei sind das eine. Das Go-to-Market im Digitalzeitalter das andere. Hier hapert es aus meiner Sicht. Oder?

Rainer Wiedmann: Für mich ist es wichtig, dass der Kunde im Dialog mit uns durch Heidelberg bestmöglich erleben kann, wie sich Digitalisierung positiv auswirkt. Erst durch persönliches Erleben entsteht der umfassende Eindruck, wie Druckereien dies auch für ihre Kundenbeziehungen wirkungsvoll nutzen können.


 

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Screenshots von der neuen Website der Heidelberg Digital Unit 


HDU-Mission-Statements

Wir entwickeln innovative digitale Vertriebs-, Marketing- und Servicelösungen entlang der Customer Journey und schaffen messbare Ergebnisse mit einem funktionsübergreifenden Team und erfolgsorientierten externen Partnern.“

„Wir tragen zur operativen Exzellenz aller Heidelberg-Einheiten bei, indem wir ein digitales, state-of-the-art Ökosystem bieten, das in diesem Bereich Maßstäbe setzt.“

„Wir scheuen kein Risiko. Wir verlassen uns auf unser Unternehmertum und treffen unerwartete und disruptive Entscheidungen, die uns beim Kunden nach vorne bringen.“

„Wir lassen uns nicht davon abhalten, unsere Ziele und Träume zu verwirklichen. Durch kontinuierliches Streben und Messen kommen wir zum Erfolg.“

„Wir leben digital. Wir arbeiten gerne mit Menschen zusammen, die happy das Büro verlassen, weil jeder sein Bestes geben konnte und stolz ist, Teil des Ganzen zu sein.“


Das Credo: Klare Ziele und messbare Erfolge

Sie sind bei HDU mit 50 Mitarbeitern gestartet und wollen rasch wachsen. Welche Talente brauchen Sie?

Rainer Wiedmann: Rund 80 Prozent unserer Startmannschaft sind sehr erfahren und äußerst kundig im Print-Markt. Das ergänzen wir durch neue Leute, die Erfahrung haben im E-Commerce, im Digitalen Marketing, mit Social Media und so weiter. 

Was zeichnet ihr Team aus?

Rainer Wiedmann: Der richtige Mix! Gegenseitiger Respekt und die gemeinsamen Ziele machen uns als „gemischtes“ Team besonders schlagkräftig. Die herausragende Marktposition von Heidelberg und unsere räumliche Nähe zum Unternehmen ist da sehr hilfreich und motiviert uns alle. Das drückt unser unverrückbares Bekenntnis ‚Born in Heidelberg’ bestens aus. Und macht uns über Branchengrenzen hinaus attraktiv als Arbeitgeber.

Wie wird die Arbeit von HDU in den Heidelberg-Konzern-Alltag integriert? Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Rainer Wiedmann: Die Startphase verläuft schon einmal vielversprechend, da wir aktiv auf die Kollegen zugehen und umfassend informieren und zuhören. Wir haben Ansprechpartner für die einzelnen Business-Units von Heidelberg und Zugang zu allen Vertriebseinheiten. Unsere weltweite „Growth Hacking Tour“ wurde bereits gestartet. Hier machen wir uns mit unserem Angebot vor Ort in den Schlüsselmärkten bekannt und bieten Schulungen für unsere neuen Tools-/Software-Lösungen und stellen E-Commerce-Initiativen vor, die wir entwickelt haben.

 

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Roadmap der globalen Growth Hacking Tour in der Startphase der HDU. (Foto: Screenshot von der HDU-Website)


 

Im Fokus: Maximale Wettbewerbsfähigkeit und Marktrelevanz

Das heisst, Sie bieten durch HDU praktisch Beratungs- und Agentur-Dienstleistungen intern bei Heidelberg an? 

Rainer Wiedmann: Ja, wir pflegen aber kein reines Dienstleistungsverhältnis. Wir unterstützen mit maßgeschneiderten Tools, effizienten Kampagnen und profundem Know-how. Wir treffen dazu klare Zielvereinbarungen. Unser Auftrag besteht darin, messbare Ergebnisse zu schaffen und den Umsatz im E-Commerce zu steigern. Wir sind extrem zahlengesteuert, um erfolgreich sein zu können. Ergebnisse erzielen wir im Team, wenn wir Leads und Umsatz generieren. 

Wie kommt die Growth Hacking Tour an? 

Rainer Wiedmann: Die Leute merken sofort: Oh, man kommt auf uns zu, liefert uns Mehrwert für die tägliche Arbeit und denkt gemeinschaftlich! Als Tochterunternehmen haben wir einen klaren Vorteil: Wir schaffen aus dem Stand heraus ein vertrauliches Miteinander für gemeinsamen Erfolg.

Ein Blick über den Tellerrand: Mitstreiter im Markt für Digitaldruck proklamieren ebenfalls für sich, digitale Plattformen als Ökosysteme für Print bereitzustellen. Was können, was wollen Sie anders oder sogar besser machen?

Rainer Wiedmann: Klar, andere Platzhirsche gibt es. Gleichwohl haben wir in unserem Segment, bei den Commercial und Packaging Printers, die höchsten Marktanteile mit der bei weitem größten installierten Basis. Und bereits seit über 10 Jahren pflegen wir die weltweit größte Datenbasis bei Druckmaschinen… 

… und das bedeutet?

Rainer Wiedmann: Das befähigt uns, noch bessere Angebote an Funktionen zu bieten und optimale Zugänge zu unserem gesamten Portfolio zu schaffen — bei detaillierter, stets aktueller Kenntnis der spezifischen Kundenbelange. Unser extrem starker Service hilft dabei, das nun auf der Betriebsseite wieder auszubauen.

Das heißt doch: Das HDU-Ökosystem muss ermöglichen, auf Basis der Heidelberg-Plattform die Performance in all ihren Dimensionen signifikant zu steigern?

Rainer Wiedmann: Wir wollen nicht nur, dass es bei Druckereien  in der Produktion rund läuft. Letztlich stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit und Marktrelevanz unserer Kunden nicht nur punktuell, sondern möglichst auf allen Ebenen. 

Hand aufs Herz: Was sagen sie als Digital-Experte einem Druckereichef, der von seinem Kunden zu hören bekommt: ‚Print ist Alte Welt. Wir drucken nicht mehr!‘?

Rainer Wiedmann: Der Druck, Print als Medium, wird nie verschwinden! Gerade etwa bei Verpackungen, Labels oder durch Mass Customization entsteht Wachstum. Sicher gibt es v. a. im Marketing von Unternehmen Verlagerungen von analog zu digital. Aber es werden sich stets neue Anwendungsbereiche auftun. Dieses neue Potential zu erschließen und Kunden zu ermöglichen, im Wandel der Zeit flexibel, pro-aktiv und zukunftssicher agieren können, darin sehe ich langfristig die Kernaufgabe von HDU.

Wie lautet Ihre persönliche Einschätzung für HDU kurz-, mittel- und langfristig?

Rainer Wiedmann: Ich bin mehr als zuversichtlich. Wir halten uns an das, was wir als Vision und Mission für HDU formuliert haben. Und wir messen, was wir tun. Und reagieren dann sofort.

—Besten Dank für das Gespräch. 


 

My Take: Das Ei des Kolumbus!

Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Es erscheint atemberaubend. Heidelberg gibt bei hohem Tempo auf der Zielgeraden nochmal ordentlich Gas, katapultiert sich quasi mit einem neuen Cockpit, der Heidelberg Digital Unit (HDU), nach vorne und verweist die Konkurrenz in Sachen digitale Transformation sehr deutlich auf die Plätze. 

Damit steht fest: Ein Traditionsunternehmen hat sich definitiv komplett neu erfunden. In Rekordzeit. Mit Mut zum Risiko basierend auf umfassender Kompetenz im Print und im ‚Digitalen‘.

Und zwar in der Form, dass nicht etwa Vieles, was war, über Bord geworfen wird, sondern indem das Bestehende genutzt und optimiert wird, um es durch Neues anzureichern. Ein wichtiger Zusatzaspekt: Bei Heidelberg hat man erkannt, dass es im Digitalzeitalter nicht mehr ausreicht, allein durch Best-in-class-Produktneuheiten reüssieren zu wollen.

Die HDU in dieser Form an den Markt zu bringen, erscheint mir geradezu als ein Geniestreich: Eine als Start-up konzipierte Tochterfirma (schnell, flexibel, bestens vernetzt und solide verankert), die neue, nutzerorientierte ‚digitale’ Dienstleistungen für den Konzern erbringt und gleichzeitig mit messbaren Ergebnissen zum Schrittmacher und Taktgeber wird, um Vertrieb, Marketing und Serviceleistungen auf globaler Ebene dauerhaft fit fürs Digitalzeitalter zu machen.

Für mich bezeichnet das den optimalen Weg, hoch innovative Produkte und Lösungen nachhaltig im Markt zu verankern.

Die größten Profiteure sind Heidelberg-Kunden und der Markt insgesamt, da erstmals auf ein durchdacht-funktionierendes Ökosystem als exponentiell angelegte Plattform zugegriffen werden kann, um die industrielle Produktion von Print im Digitalzeitalter auf ein neues Level zu heben und zukunftssicher ausrichten zu können.

In Summe ein echtes WIN-WIN, gerade auch für die Heidelberg-Mitarbeiter, die Aktionäre und viele neue Partner. Damit sollte sich die von mir per #ValueCheck ausgemachte „Krux mit der ‚digitalen‘ Transformation“ bald beseitigen lassen!

 


Zur Person

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Der aus Stuttgart stammende Dipl.-Ing. Rainer Wiedmann gehört zu den ‚Digital’-Pionieren in Deutschland. Nach dem Studium an den Universitäten Stuttgart und  St. Gallen, Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, sowie ersten Berufsjahren gründete er 1996 die argonauten-Gruppe (350 Mitarbeiter an 11 internationalen Standorten), 2005 die aquarius-Gruppe (100 Mitarbeiter an Standorten München, Hong Kong, Shanghai) und 2014 die  iq!-Gruppe (Standorte in München, Palo Alto).

Die iq!-Gruppe ist eng verzahnt mit der neuen, seit 1. April 2018 mit 50 Mitarbeitern gestarteten Heidelberg Digital Unit (HDU).

HDU ist ein Startup und Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, bei der Wiedmann in Doppelfunktion sowohl als Leiter HDU als auch als Chief Marketing Officer fungiert. 

1999 bis 2003 war Wiedmann Präsident des Deutschen Multimedia Verbands e.V. (jetzt: BVDW e.V.), Düsseldorf. Von 2003 bis 2004 gehörte er dem Vorstand Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V., Frankfurt am Main, an.

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 140 Ländern der Welt.

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Na, heute schon fleissig transformiert? Muss ja sein. Wir wollen doch alle weiterkommen. Oder? Und schließlich hagelt es von allen Seiten Erfolgsmeldungen. Und Warnungen zugleich. — Panikmache? — Ja und Nein. Denn Transformation ist Teil unserer DNA, seit es Menschen gibt. Vieles geschieht quasi von alleine. Wichtiges muss man aber selbst wollen und tun. Vor allem, wenn man in der Print-Branche tätig ist.

Von Andreas Weber, Head of Value

 


Wer blickt noch durch? 

Kernproblem: Uns erscheint vieles noch als Trend oder Zukunftsmusik, was schon längst ‚Mainstream‘ ist. Transformations-Prozesse im Digitalzeitalter vollziehen sich bisweilen in Echtzeit. Mit extrem hoher Taktgeschwindigkeit. Alles läuft simultan.

Bestes Beispiel: Blockchain. Während noch diskutiert und definiert wird, was das überhaupt ist und wie bzw. ob es funktionieren könnte, ist es für uns alle längst Teil unseres alltäglichen Lebens. Der FinTech und Digital-Innovation-Experte Linas Beliūnas teilte jüngst auf LinkedIn eine Übersicht über die besten realen Anwendungsbereiche. 

Blockchain Use Cases 06-2018

Kaum ein Lebens- und Wirtschaftsbereich fehlt. Nur wenige, uns bekannte Technik-Firmen wie IBM, Google oder Microsoft tauchen in diesem Kontext auf. Der Rest: Neugründungen und Investor-getriebene Start-ups, allesamt Firmen, deren Name uns bis dato gar nichts sagt. 

Betrachtet man sich den neuesten, am 30. Mai 2018 vorgestellten Internet-Trends-Report von Mary Meeker wird schnell klar, dass wir nicht mal im Ansatz wissen, was wir nicht wissen. — Wie, Sie kennen Mary Meeker nicht? Sie ist die schärfste Beobachterin und kundigste Analystin von allem, was im Digitalzeitalter relevant ist. Aber Achtung: Keine leichte Kost — rund 300 Charts in 30 Minuten!

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Erstaunlich ist für mich besonders ein Aspekt in Mary Meekers Analyse: Der Impact von Social Media wird bis dato ziemlich unterschätzt. Und das ist fatal. Denn Social Media ist das Bindeglied zwischen dem, was wir E-Business nennen, mit jeder Forum von Kommunikation, die Erfolg überhaupt erst möglich macht. Sei es im Geschäftlichen oder im Privaten. Und wichtig ist zu wissen: Im E-Commerce erfolgreich ist man mit Produkten. Sollten es Lösungen sein, muss zum E-Commerce auch eine E-Conversation hinzukommen.

Erstaunlich ist zudem für mich, als Analyst für Print im Digitalzeitalter, wenn man Meekers Trendreport in den Kontext stellt mit führenden Trendanalysen von SAP oder auch von Top-Experten wie Mark Schaefer (Social Media-Marketing-Guru) oder Frank Diana (Futurist): Einer der wichtigsten Treiber der Transformation — Print-Technologie — wird fast gar nicht mehr thematisiert. Fast, weil natürlich 3D-Printing immer im relevant Set ist. Ansonsten: Gar nix!


Was läuft da falsch?

Fakt ist: Wer sich nicht per Social Media vernetzt, ist nicht mehr auf dem Laufenden. Denn ‚digitale‘ Transformation gelingt nur, wenn man auch ‚digitale’ Kommunikation lernt, verinnerlicht, wertschätzt und zielführend praktiziert. 

Betrachtet man sich die Print-Branche insgesamt — Lieferanten wie auch Druckereien — kann einem Angst und Bange werden ob der groben Defizite. Wer sich überhaupt auf LinkedIn oder Twitter tummelt, zielt auf Präsenz und Eigendarstellung. Mit dem Effekt: Alles verpufft ziemlich wirkungslos. Das Heil wird dann z. B. in SEO-Kampagnen gesucht, um möglichst viel Traffic auf den Web-Shop von Druckereien zu lenken.

Doch das ist bei weitem nicht genug. Denn der Erklärungsbedarf von HighTech-Angeboten, die in der Print-Branche wahrlich nicht selten sind und oftmals eine Lösung darstellen, ist einfach zu hoch, um konventionell und nicht gekonnt per Social Media aufbereitet zu werden.

Neben aller Kritik auch mal ein positives Beispiel:

Xerox nutzt gekonnt Social Media via Posts, Blogbeiträgen, YouTube-Video etc. ganz exzellent. Aktuell um das PARC-Thema „Smart Packaging“ in Verbindung mit Printed Electronics nicht nur als wichtig zu identifizieren, sondern punktgenau in Kürze zu erläutern. Im Ergebnis: Viel Nutzen, wenig Selbstdarstellung, gute Viraleffekte. Das macht Laune. Und Appetit auf Neues!

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Und ein echter Lichtblick für die Branche:

Dr. Ulrich Hermann als Vorstandsmitglied und Chief Digital Officer der Heidelberger Druckmaschinen AG treibt die digitale Transformation für Heidelberg und seine Kunden vehement voran. Gerade wurde die Heidelberg Digital Unit an den Start gebracht (ich werde in Kürze berichten). 

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Siehe auch: ValueDialog mit Rainer Wiedmann, Leiter HDU sowie Chief Marketing Officer der Heidelberger Druckmaschinen AG.

 


Was muss ich wissen?

Es ist da fast schon anrührend, wenn Online-Print-Vordenker Bernd Zipper sich genötigt sieht, seit 6. Juni 2018 eine Video-Reihe zum Thema ‚Digitale Transformation‘ an den Start zu bringen.

In seinen „Grundlagen“ legt er wie von ihm gewohnt den Finger in die Wunde.

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Zum Video


 

Explizit bezieht sich Bernd Zipper als Technologie-Experte auf die Überführung analoger Prozesse in die digitale Welt. Ist plausibel, denn so ist das Thema ‚Digitale‘ Transformation angelegt. Aber reicht das, wenn man das von mir eingangs Dargelegte reflektiert? Wohl kaum. Aber es ist ein Anfang gemacht, die Online-Print-Community als Treiber der Brancheninnovationen auf den Weg ins Digitalzeitalter zu setzen. Also in jedem Fall anschauen. Neue Folgen gibts im Zweiwochen-Rhythmus.


Mein Fazit

Wie gesagt: ‚Digitale‘ Transformation — oder besser: Transformation fürs Digitalzeitalter! — gelingt nur, wenn man auch ‚digitale’ Kommunikation lernt, verinnerlicht, wertschätzt und praktiziert. 

Für die Print-Branche gilt: Es bleibt viel zu tun. Und viel zu lernen. Denn bislang verhält sich die Print-Branche zu Transformation wie jemand, der die Natur per Schnittblumen ins Haus holt. Und ihnen dann freudig beim unabwendbaren Verwelken zuzuschauen. Ist alles dahin, gibts einen neuen Strauß. — Das Ziel müsste / könnte doch sein, einen wunderbaren Garten quasi wie ein Ökosystem zu bestellen. Oder? Ich helfe gerne mit meinem ‘grünen’ Value-Daumen!

 


Feedback

Scheinbar trifft mein Beitrag den Nagel auf den Kopf. Der Omnichannel/Multichannel-Entrepreneur & Enthusiast Christian Kopocz kommentierte via LinkedIn:

„Treffend zusammengefasst, lieber Herr Weber. Ich durfte dieser Tage wieder die ungeschulten Meinungen aus der Druckbranche vernehmen. Da wird mir Angst und Bange. Das eine Mischung aus vielen Kanälen zur Kommunikation einer Anwendergruppe notwendig ist und man sich mehr printlastige Mailings anstelle E-Mails wünscht, mag der Liebe zur Haptik von 135g Bilderdruck geschuldet sein.

Dass man aber seinem Team und sich selbst Echtzeitinformationen aus digitalen Kanälen vorenthält, digital scheinbar, zumindest den Worten lautend, uninteressant findet, das betrübt. Oder, wie ich gestern [am 6. Juni] in einer inspirierenden, nicht neuen, aber gut gemachten Motivationssession von Kevin Gaskell hören durfte: 25% werden wachsen, 25% werden vom Markt verschwinden. Was die geschätzten Drucker so sicher sein läßt, dass sie zu den verbleibenden, dümpelnden 50% zu gehören, ist mir nicht klar. — Notiz an mich selbst: Eine Nacht drüber schlafen und im Auge behalten :-)“

 


 

Über den Autor

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Prolog

Blicken Sie noch durch? Was ist wichtig im Digitalzeitalter, was weniger, was gar nicht? Unsere wissensbasierten Analysen, Echtzeit-Reports und Netzwerk-Tätigkeiten begeistern Menschen rund um den Globus.

 


Lassen Sie sich ebenfalls begeistern!

Die Leistungsbereiche der Value Communication AG mit Schwerpunkte im B2B

  • BRAINWARE: Rent a Brain-Service — Persönliches Coaching durch CEO Andreas Weber als Ratgeber für nachhaltig-gedeihlichen Transformations-Erfolg auf Basis der Smart Communication-Methodik
  • SOLUTIONS: Projektarbeiten auf Basis von Netzwerk– und Influencer-Arbeiten (rund um den Globus!) für eine ‚nahtlose‘ Konversation — Fokus: Smart Communication Solutions in Kombination aus Wissen und Erkenntnis + Content Telling (and Sharing)  + Messaging + Presentation + Medialization + Interaction
  • MENTORING: Leitgedanke ist, die Kraft der Transformation dauerhaft nutzen zu können, um Menschen im Innersten zu berühren. 

 

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Erfolgsfaktoren (beyond consulting) 

#B2BInfluencer-Programmatik: Wir stellen sicher, das richtige Publikum nahtlos einzubinden, das (disruptive) Innovationen verstehen und nutzen kann. Mit dem Effekt, die Themen unserer Kunden in den richtigen Kontext zu bringen.

#ValuePublishing: Unsere wirkungsstarke, mediale, interaktive Kommunikations-Architektur ist einzigartig. Alles wissenswerte rund um Transformation fürs Digitalzeitalter mit Bezug auf die Werthaltigkeit von Kommunikation — angetrieben von Social Media im Team mit Print!

Referenzen

Wir sind stolz, über 500 Innovationsprojekte erfolgreich zum Ziel geführt zu haben. Wir erreichen die Elite der Innovatoren aus der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft. — Unser Kunden kommen aus wichtigen Bereichen der Wirtschaft: Automobil, Handel, Finanzen, Technologie, Maschinenbau, Transport/Logistik, Kultur, Messen, Medien, Werbung, Marketing, Print-Dienstleistung.

Lesetipp

#ValueCheck: Die Krux mit der ‚digitalen‘ Transformation — Analyse zur besonderen Lage in der Print-Branche


Statement unseres Gründers und CEO, Andreas Weber

Transformation fürs Digitalzeitalter bedeutet für mich: Auf mehr Menschlichkeit achten. Wir behandeln Kunden stets wie gute Freunde: smart, vertrauensvoll, persönlich-individuell und wirkungsvoll!“


Hier auch das Video

 


 

Kontakt

Value Communication AG
Andreas Weber, Head of Value
Simsonstr, 6
60385 Frankfurt am Main
zeitenwende(at)me.com

 


 

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