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Value Publishing ABTG Key Visual Summary 2017.001

Von Andreas Weber, Head of Value

Im wunderbaren Ambiente des Kongresszentrum „Espaço Milenium“ im brasilianischen São Paulo manifestierte sich am 24. August 2017 eine Trendwende für die globale Druckbranche. Der führende Verband für Grafische Techniken, ABTG (Associação Brasileira de Tecnologia Gráfica) als Veranstalter und APS Feiras & Eventos als Organisator veranstalteten zum ersten Mal einen für Lateinamerika bedeutsamen internationalen Fachkongress, der ad hoc weltweit eine Leitfunktion übernehmen konnte. Damit wird für die vom 20. bis 24. März 2018 stattfindende EXPOPRINT Latin America ein starkes Zeichen gesetzt und die Megacity São Paulo zum neuen ‚Transformation-Hotspot‘. 

Mehr als 230 Fachteilnehmer vollzogen beim ABTG-Kongress innerhalb eines informations- und erkenntisreichen Tages alle Facetten der Veränderungskraft einer dynamischen Print-Branche, die seit Jahrhunderten stets der Schrittmacher für die Transformation aller Bereiche der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft waren. 

Die Resonanz des Publikums fasste ABTG-Präsident Francisco Veloso Filho wie folgt zusammen: „Vom Beginn der Veranstaltung an bis zum Ende des letzten Vortrags erhielten wir von zahlreichen Teilnehmern extrem positives Feedback [siehe unten stehend eine Auswahl an Stimmen aus dem Publikum zum Kongress]. Das bestätigt eindrucksvoll die Richtigkeit der Themen und Ausführungen in den Vorträgen. Es gab viele Momente der Reflexion über die notwendige Neupositionierung unserer Branche, vor allem bei den zentralen strategischen Fragen wie auch den relevanten künftigen Marktentwicklungen.“ Das Leitthema ‚Transformation’ im Kontext mit Print wurde, so der ABTG-Präsident weiter, überaus facettenreich in Szene gesetzt und in seiner Bedeutung für die Druckbranche und ‚Graphic Communications’ neu ausbalanciert.

 

ABTG Congresso Keynote Andreas Weber

 

„Die hohe Akzeptanz des Kongresses mit seinen anspruchsvollen Themen hat gezeigt, dass die Marktteilnehmer sich für neue Formen der Wissensvermittlung interessieren“, resümierte Ismael Guarnelli, Präsident von APS Feiras & Eventos. Es gehe künftig vor allem darum,  „mehr über relevante Technologien und Trends im Kontext mit Veränderungen in der Kommunikation und im Go-to-Market mit Hilfe von Medien zu erfahren, um in den kommenden Jahren Veränderungsprozesse pro-aktiv begleiten zu können.“ Ismael Guarnelli weiter: „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, sehen die Mission erfüllt und beginnen bereits mit den Vorbereitungen für die zweite Auflage des Kongresses.“

Deutlich fulminanter als man dies in Europa erleben kann, wurde der Kongress in São Paulo im Vorfeld, während und nach der Veranstaltung lebhaft und interessiert per Social Media und Online-Kommunikation via Blogposts begleitet und redaktionell-interaktiv aufbereitet. [Anmerkung: In nur 48 Stunden fanden alleine auf meinem LinkedIn-Account rund 20.000 Interaktionen statt! Benchmark!]. Punktgenau ergänzte zum Kongress ein gedrucktes Magazin nachhaltig die Themen. Dadurch dokumentiert sich, welch hohen Stellenwert Multichannel-Kommunikation bei Fachthemen rund um Print haben kann. Und es zeigt sich, dass eine Kernthese meines Eröffnungsvortrags vom Publikum mitgetragen wurde: „Innovation muss in jeder dynamisch ausgerichteten Gesellschaft Teil der DNA sein, die Transformation als Geschäftsprinzip begreift. Ein effizientes und innovationsorientiertes Marketing entwickelt ein grundlegendes Verständnis, das die Bedeutung menschlicher Beziehungen als Maß aller Dinge ansetzt“.

 

 

Das Fazit zur Zukunft im und mit Print lieferte Hamilton Costa, Präsident von ANconsulting, São Paulo, durch seine Frage, die er eingangs seines gelungen Vortrags stellte: „Warum Print?“ — Antwort: „Weil es menschliche Bedürfnisse und Empfindungen im Digitalzeitalter am besten berührt. Und weil im Print heute und in Zukunft alles möglich ist, wenn man die Kreativität in die richtige Richtung lenkt!“

Die wichtigsten, übergreifenden Erkenntnisse des ABTG-Kongresses, die sich aus meiner Sicht ableiten, haben es in sich und führen über das bisher dagewesene weit hinaus:

  • Transformation erfordert und fördert Gemeinschaftssinn plus Empathie, um im Digitalzeitalter den Bezug zur Realität herzustellen.
  • Erst die umfassende Kenntnis neuer, tatsächlich relevanter Technologien plus die smarte Adaptionsfähigkeit des entstehenden Nutzens setzen Transformation gedeihlich in Gang.
  • Der Wirkungsgrad von Transformation steigt mit der unkontrollierbaren Dynamik eines jeglichen Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgefüges.

 

Impressões #ABTG CONGRESSO em São Paulo em 24 de agosto de 2017. Evento surpreendente. #Benchmark #Transformation #Print


 

Somit ist nunmehr klar, dass Print seine unanfechtbare Führungsrolle weiter ausbauen und aktiv die ‚Transformation Journey‘ beschreiten kann. Übereinstimmend wurden folgende Empfehlungen, die ich am Ende meines Vortrags präsentieren durfte, anerkannt und mir von vielen als hilfreiche Guideline bestätigt:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten. — Transformiere Dich selbst!
  3. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  4. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen.
  5. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  6. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!
  7. Und last but not least: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz.

 


 

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Stimmen aus dem Publikum: Transformation beflügelt Wachstum!

Für den Universitätsprofessor Ligia Coeli Silva Rodrigues von Campina Grande (PB) besteht die Herausforderung darin, die Bedeutung des Transformations-Prozesses für junge Menschen zu beachten: „Ich habe am ABTG-Kongress teilgenommen, um neue Konzepte kennen zu lernen und Ideen sowie Fakten zu sammeln, damit ich im Dialog mit meinen Studenten das Verständnis der Printmedien stärke. Ich habe die Veranstaltung rundum sehr genossen.”

Der Graphic Engineer Everton Rodrigo Bispo de Oliveira aus São Paulo (SP) schätzt den Kongress sehr hoch ein. „Ich fand alle Redner und Vorträge exzellent, und gehe davon aus, dass dies ein erster wichtiger Schritt auf einem langen Weg ist, um die Druckindustrie optimal ins Gespräch zu bringen.“

Mário Ribeiro, Direktor von Gráfica Flamar, von Recife (PE), der sich auf das Verpackungssegment konzentrierte, war auf der Veranstaltung und betonte, dass ein Kongress in dieser Form eine große Hilfe ist. „Es ist sehr gut, die Beziehung zu anerkannten Profis des Marktes aufzubauen und meine Kenntnisse durch eine  internationale Sichtweise zu aktualisieren. Die Veranstaltung ermöglichte, Informationen auf globaler Basis zu vermitteln und die echten Wachstumspotentiale zu erkennen.“

Richard Streck Neto, CEO von Print Indústria de Artes Gráficas, in São Paulo (SP), hielt es für wichtig, am Internationalen Kongress für Graphische Technologie teilzunehmen. „Der grafische Markt erlebt eine Zeit tiefer Veränderungen und deshalb ist es wichtig, an Veranstaltungen teilzunehmen, wie dies von ABTG gefördert wird, um nationale und internationale Sichtweisen über Markttrends, neue Geschäftsmodelle und neue Technologien zu erhalten. Da die Öffentlichkeitsbeteiligung sehr groß war, hoffe ich, dass ABTG diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren konsequent weiterführen kann.“

Für Alex Cristiani Oliveira Xavier von Gráfica JB, von João Pessoa (PB): „Es ist gut, immer mit den relevanten Technologien und neuen Prozessen verbunden zu sein und so das Wissen um Print zu aktualisieren. Die Veranstaltung war außergewöhnlich, der Veranstaltungsort bestens ausgewählt, die Referenten lieferten wertvolle Informationen, damit wir in der Praxis umsetzen können, wie wir über die Zukunft nachdenken müssen.“

Edson Cesar dos Santos, Geschäftsführer ProText, Nova Odessa (SP), arbeitet in den Bereichen Offset-, Digitaldruck und Flexografie. Er fand die Präsentation neuer Ideen als sein persönliches Highlight der Veranstaltung: „Es war ein durch und durch bereicherndes Erlebnis — sozusagen die Innovation der Innovationen mit greifbarer Wertschöpfung.“

 


 

ADDENDUM: Zusammenfassung der Kongress-Vorträge

[Siehe auch den Fachbericht in portugiesischer Sprache: „Congresso Internacional de Tecnologia Gráfica alcança sucesso de público com rico conteúdo“]

 

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Der technische Direktor von ABTG, Manoel Manteigas de Oliveira, hatte ein erstklassiges Programm entwickelt — mit hochkarätigen internationalen Referenten und einem perfektem Organisationsteam.   

Andreas Weber, Head of Value, eröffnete mit seiner Keynote den Kongress und ging auf das Verhältnis von Europa und Lateinamerika ein. Er zollte Brasilien und insbesondere der Megacity São Paulo höchsten Respekt, da Transformation Teil der DNA der Menschen geworden ist, um maximale Anforderungen in einem extrem harten Wettbewerbsumfeld zu erfüllen. Seine Kernaussagen: „Die Print-Branche ist wie keine andere Treiber der Transformation — und das seit vielen Jahrhunderten. Sie erfüllt das wichtigste Kriterium: Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge, um Beziehungen zwischen Menschen aufzubauen und nachhaltig aufrecht zu erhalten.“ Wer in diesem Sinne disruptiv sein wolle, müsse aktiv bei Social Media engagiert sein, um in Echtzeit Trends, Entwicklungen, Meinungen etc. erfassen zu können. — „Social means: listen to people!“ [Siehe Vortragscharts in englischer Sprache von Andreas Weber inklusive Kurzvideos via Slideshare.] 

Emilio Corti, Global Head of Sales der Bobst AG, zeigte anhand weltweiter Analysen auf, wie das für die Print-Branche wichtigste, wachstumsstärkste Segment, der Verpackungsdruck, von Kreativität geprägt sein muss, um mit den besten Ideen sich stark verändernden Anforderungen stellen zu können. Bobst hat dazu ein Start-up initiiert, die Mouvent AG, um neuartige Inkjet-Digitaldruck-Lösungen aufzubauen. Im Fokus, so Emilio Corti, stehe die technologische Vereinfachung und Flexibilisierung bei Anwendungen gemäß dem One-for-all-Prinzip.

Sandro Cardoch, VP / Kaufmännischer Direktor für Lateinamerika bei Smag Graphique, konkretisierte dies am Beispiel neuer Fertigungsmöglichkeiten bei Etiketten und Verpackungen. Seine Kernaussagen: „Enorme Veränderung am Point-of-Sales müssen zu einer stärkeren Anziehungskraft des Produkts führen. Print wird immer notwendig sein, aber das Ziel ist es, etwas Einzigartiges zu schaffen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und um schwer nachzuahmen zu sein.“ Das reiche über bloße Effekthascherei weit hinaus, die bislang dazu führt, das im Handel 40 Prozent der Produkte wieder zurück gegeben werden.

Hamilton Costa, Präsident von ANconsulting, zeigte anhand klug ausgewählter Beispiel auf, wie man Mehr-Wert für Kunden schaffen kann. Die Kernthese „ist das Verständnis dafür, dass der Druckunternehmer nicht mehr nur ein Reproduktionsdrucker sein kann, sondern neue Alternativen finden muss, um Print zu einem wichtigen und unverzichtbaren Teil des ganzheitlichen Prozesses von multimedialen Lösungen werden zu lassen.“ Im Zentrum stehe das Verständnis, welche Probleme der Kunde habe und welche geeigneten Lösungen zur Verfügung stehen müssen, um Bedürfnisse punktgenau zu erfüllen. „Investitionen in neue Technologien müssen nach Kundenbedürfnissen getroffen werden — und nicht nach dem Diktat des technisch Machbaren. Entscheidend ist, dass neue Geschäftsmodelle, die Print-Unternehmer adaptieren, sich am Kundennutzen ausrichten und nicht an der Technologie.“ Nur so gelange man zu klaren Definitionen, wo das Unternehmen hin gehen und wie es dort hin gelangen will.

Alexandre Keese, Direktor von APS Fairs & Events, präsentierte eine Reihe von relevanten Trends im Print-Markt auf der Grundlage von aktuellen Forschungen in Bezug auf Messeveranstaltungen wie  drupa und FESPA. Im Fokus: „Die Anpassung der grafischen Kunst an die neue Rolle der Druckindustrie durch die Einführung neuer Technologien, wie z. B. die des großformatigen Digitaldrucks, und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssituationen. Kernthesen: Der sich aktuell neuformierende Markt verlangt mehr Arbeitsplätze, mit individuelleren Abläufen, um für die Branche den Übergang von der Massenproduktion zur Massenanpassung zu meistern.“ Es gebe die unterschiedlichsten Konzepte, wie die des industriellen Druckens, des funktionalen Druckens und des elektronischen Druckens, die in ihren spezifischen Eigenschaften, Unterschieden und Chancen begriffen werden müssen.

Clóvis Pires Castanho, COO von Arizona soluções para marketing, São Paulo (SP), legte seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung von medienübergreifenden Prozessen. Laut Clóvis ist das strategische Denken entscheidend für die Unterstützung des Kunden. Innerhalb dieser Vision ist das Wissen und die Nutzung von Software-Architekturen entscheidend wichtig, um den Workflow zu straffen und neue Möglichkeiten und die Entwicklung differenzierter Kampagnen zu bieten. Um dies zu fundamentieren, wurde ein Feuerwerk an Fakten entzündet, das eindrucksvoll zeigte, wie die technische Entwicklung im Digitalzeitalter quasi in Schallgeschwindigkeit voranschreitet. „Ein Unternehmer, der die Veränderung nicht versteht, wird zurückgelassen. Es geht nicht mehr darum, bestehende Technologien linear fortzuführen. Es geht um radikal neue Entwicklungen, die immer kleinteiliger werden, schneller und billiger und den Zugang zu Technologie im Allgemeinen erweitern. Das wird  und kann bei Print nicht anders sein.“

Rainer Wagner, FOGRA-Mitglied, Senior Technical Consultant und Drucktechnik-Experte für Lateinamerika, erläuterte technologische Trends im Druckmachinenbau und gab Prognosen bis zum Jahr 2020 ab — mit dem Hinweis darauf, dass Lateinamerika stark in das Segment der neuen Druck- und Veredelungsanlagen investiere. Dabei sei entscheidend, die Vorzüge und die Risiken technischer Neuheiten zu kennen und genau abzuwägen, die sich auf breiter Front abspielen — im Digitaldruck, in der Flexografie, im Offsetdruck und vor allem bei Finishing und Veredelung. „Was nützt beispielsweise eine neue Inkjet-Drucktechnologie, die eine Trocknungseinheit in der Dimension eines Flugzeug-Düsentriebwerks benötige, die mehr Strom verbraucht, als ein ganzer konventioneller Drucksaal?“ — Die Zukunft im Print müsse nach wie vor von Menschen gemacht werden, die mit klarem Verstand und profundem Erfahrungswissen agieren.

 


 

EPILOG: Foto-Impressionen aus Sao Paulo als modernes, dynamisch wachsendes Zentrum der Erneuerung und Transformation.

 

 

 


 

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Value Dialog Dr. Hermann Heideldruck 14082017 Splitt Scenes.001

 

Exclusive interview with Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer, Member of the Management Board of Heidelberger Druckmaschinen AG

— Part 1 — 

Interview: Andreas Weber, Head of Value

Part 1 of the ValueDialog addresses the topic of transformation within the industry. Part 2 takes a closer look at the new ground that Heidelberg needs to break.

It is a sensation in the history of German industry: a mechanical engineering company established in the 19th century “allowing” itself a Chief Digital Officer at board level. Yet this is exactly what happened in November 2016 at Heidelberger Druckmaschinen AG with the appointment of Dr. Ulrich Hermann, who heads up the ‘Digital Services’ division. His challenging mission? To lend tangibility to the central idea ‘Heidelberg goes digital’ not only in the market and among customers, both operationally and in terms of content, but also to create acceptance among employees for the changes that need to be made in order to survive and enjoy profitable growth in the long term.

For starters: As well documented by the ValueTrend analyses since drupa 2016, the balance sheet at Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck for short) has taken a turn for the better, signaling a return to the company’s leading position in the print industry. It is once more recording profits and growing, its range of products and services has been significantly expanded, and it has undergone a corporate restructuring. Investors and financial experts are acknowledging the turnaround and the expected growth prospects. Heideldruck shares are experiencing an upswing, with a strong buy sentiment. 

In medias res: Dr. Ulrich Hermann makes no bones about the fact that the future and in particular the future success of Heideldruck will have to be based on radically new standards. The number of printing companies is declining along with sales of printed works – the latter traditionally having been seen as the measure of all things. But Dr. Hermann sees great potential for Heideldruck and its customers in these changes, above all in the switch to ‘digital’ business and production processes. Particularly in cases where the business climate, the competitive pressure, or the investment opportunities seem limited.

Note: The interview was recorded on 14 August 2017 in English. The text version enlarges upon the short video interview.

 

 

Transcription of the interview.

Very briefly: What significance does ‘Heidelberg goes digital’ have for the industry? 

Dr. Ulrich Hermann: When we say “Heidelberg goes digital”, we’re talking about a digital business model, not digital printing: it’s less a question of what the product should be able to do, and more a question of what the customer actually uses it for. — Speaking ‘digitally’, our solutions – software, data, and digital technologies – are designed to help our customers master their own transformation.

Drilling down, why does it make sense for the global print community to join the ‘digital transformation journey’?

Dr. Ulrich Hermann: There is a lot of potential in the ‘digital’ world for the printing industry, potential that has not been extensively developed to date. First of all there is the adaptation of digital printing technology in industrial printing in order to respond to modern consumer behavior, for example the trend towards greater individualization and smaller print runs.

Print shops need to differentiate their portfolio and range of products in order to maintain prices and not run into the ‘commodity trap’. At an industrial level, however, productivity must also remain high. This can only be achieved by digitally linking all the components: the machines, the processes for consumables, the service, the software and ultimately data that enable systematic use in the face of increasing complexity. This provides a way of guaranteeing the highest level of productivity and quality in high-performing and innovative printing companies, while still offering total flexibility to respond to fast-changing customer requirements and demands in an intense competitive environment.

Transformation is equated with high investment. Many people are afraid of the risk. Is this how you see it too? Or is there a smart way of participating?

Dr. Ulrich Hermann: Definitely. We recommend doing it step by step. Our customers can start with a productive island that permits a combination of solution modules. Our business models allow innovative and growing customers to allocate their investment where it is most needed: at their customer interface and not mainly on the production side, as was the case in the past. By doing so we work with the customer to boost competitiveness. Heidelberg maximizes efficiency and compensates job cycles in the print shop with an autonomous digital production system. This frees up the customer to expand its customer base and invest in expanding its digital sales channel. Ultimately we share the opportunities and risks with our customers.

So what you’re saying is that Heideldruck’s role has changed, from being a seller of printing presses to a solution partner for its customers?

Dr. Ulrich Hermann: Yes, definitely. What we do first is look at our customers’ business model, their customer order structure, and then share our ideas and wealth of experience. We also analyze the status of their productivity level, and the development gains that can be made, in order to establish digitized and highly productive solutions tailored to the customer – without over-investment on the part of our customers. This step-by-step process, which Heidelberg developed, is really unique.

Provisional appraisal – there can only be one goal: to establish something radically new in the medium and long term!

At first glance, transforming a long-standing mechanical engineering company like Heideldruck into a ‘digital company’ seems similar to squaring the circle. Particularly since we’re talking about the production of printed matter, in other words an unalterably analog form of media. And yet it seems feasible. The secret is to temper expectations, and to be realistic about how quickly these expectations can be met. In this respect, what Dr. Ulrich Hermann said above and his integrated approach are important: step-by-step evolution with customers, but always in the knowledge that ultimately no stone will be left unturned. It therefore appears logical to start with linear transformation opportunities (in order to optimize existing potential) in order to build up a certain momentum before undertaking an exponential transformation with a view to establishing something radically new. [Note: See the separate series of ValueWebinars for more.]

What is worrying is that despite all the efforts towards innovation and the multi-billion investments, new print technologies are not even mentioned in scenarios about relevant transformation technologies. — Source: Presentation by Andreas Weber to the ABTG Congress.

 

The digital print technology protagonist Xerox Corp. shows just how difficult transformation in the print industry can be: despite many decades of innovation leadership in the print and document technology sector, the Group had to be split up. Since January 2017, the new CEO Jeff Jacobson has launched a slew of new products, as he just announced in an interview with the US magazine Fortune (see Report by Susie Gharib dated 17 August 2017). Jacobson is attempting to take Xerox ‘back to its roots’. Yet despite huge investment and acquisitions, success in industrial printing has not followed. Xerox has been almost invisible in Germany, home to the art of printing, for years. Its market share of digital printed pages in terms of overall print volume is marginal. I doubt whether this is something that will be changed with new products alone.

It is therefore about much more than just developing new digital printing presses and enticing customers to purchase them. What we need instead is a fundamentally different, extended understanding of how individual printing companies align their business models and their business strategies. Heideldruck’s biggest asset has what I think is a very important role to play here: to make the extensive expertise within the company available to third parties as a way of making print a business that is profitable, in line with the market, and sustainable, both today and tomorrow. 

This is where the wheat is separated from the chaff: most market players put barriers in their own way, because they think that singular, technical product innovations are the silver bullet to help their customers be successful. That is not the case! Print shops need to completely reconsider and redevelop their business principle. The solid successes being achieved in the online print sector by being the most digitally active in the overall print shop scene are an important interim step here. But this is still not the solution we need. The crucial thing will be how to seamlessly integrate print as a medium into the workflow of modern digital and mobile purchase and transaction scenarios. Without wasting time on making print templates and the still costly makeready process. So we have reason to be excited. I’m staying focused on this, part 2 will follow shortly.

 


 

Note: The topic of transformation will also be addressed as part of the International Congress in Sao Paulo being held by the Brazilian umbrella organization on 24 August 2017, where Andreas Weber will present and comment on the interview with Dr. Hermann during his opening speech. Click here to see a preview of the slides accompanying the speech in English.

 

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Interview by Tiago Keese, Journalist, São Paulo, Brazil

Andreas Weber, Head of Value, talks about his POV and his keynote presentation at The Congresso Internacional de Tecnologia Gráfica hosted by ABTG on 24 August 2017 in São Paulo, Brazil.

Note: Click to access the interview in português language.

 


At a glance

  • Nevertheless, even today printing technology is driving the transformation of our lives, our business world, our society.
  • Print technology is a main driver of innovation and transformation.
  • The Internet/Social Media and print are best friends. And Internet technologies profited from printing technology inventions
  • Some of my favorite print application innovations got developed by Internet and Social Media savvys.
  • In the digital age you have to re-position yourself, your business idea and your production capabilities in the right way to be a valuable transformation partner. 
  • From a holistic point of view printers could become transformers if they are able to convert the outcome and benefit of new technologies into valuable customer solutions to fulfill needs.
  • Innovative printing companies need to transform their production business into a sustainable and future oriented marketing solution provider business to hit market and customer needs.

 

01 ABTG Congresso Keynote Andreas Weber

 


 

  • What is the importance of a meeting to discuss technology and innovation such as the International Congress of Graphic Technology?

Andreas Weber: The Congress Internacional de Tecnologia Gráfica hosted by ABTG will have a great impact on the whole industry and its customers. It is important to bundle different visions, opinions and talents to master the change and to get ready for transformation. To meet in person enables to reach the best network effects you can get. I am proud to be part of a best-in-class speaker team! It will be my pleasure and honor to blog about it to share all those upcoming news from Brazil with my global network.

  • Is it possible to affirm that the graphic arts industry has been evolving technologically, being attentive to the great technological innovations of society?

Andreas Weber: Since Gutenberg’s invention and that means since more than 600 years graphic arts is always right at the cutting edge of technology innovation to support our society, economy and culture. And even today printing technology is nevertheless driving the transformation of our lives, our business world, our society. All the leading innovators from Silicon Valley admire the spirit of Gutenberg. Even a current book is dedicated to „Gutenberg the Geek“ to showcase his spirit to innovate our communication technologies and to transform the world. (See my research results and comment: „Print is dead? Long live print!“).

  • Is the internet an ally of printing?

Andreas Weber: The Internet and print are best friends. And Internet technologies profited from printing technology inventions. Because printing technology development since the 1980s took the lead to make all those huge amounts of data available and distributable. Think about TCP/IP protocol, desktop publishing, Postscript/PDF and so on. Today, the internet usage is key to run a print service business. Specially the Online Print sector as a fast growing market shows how useful it could be to combine internet and print knowledge. By the way: some of my favorite print application innovations got developed by Internet and Social Media savvys. Think about apps to print your Instagram and Facebook content. Just with one click. Those inventors like PastBook’s Founder & CEO Stefano Cutello know exactly that print helps to convert the virtual into reality. His motto sounds great: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!” He worked for ebay before he founded PastBook as an international App-to-print start-up only a couple of years ago. (See my report and interview).

 

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  • How can printers use the innovations and marketing trends in their favor?

Andreas Weber: Current marketing trends are based on innovation and driven by technology. And as I mentioned print technology is a main driver of innovation and transformation. So from a holistic point of view printers could become transformers if they are able to convert the outcome and benefit of new technologies into valuable customer solutions to fulfill current and future needs.

  • How important is it for the printer to fully understand all the features available on the device (printer, software, etc.) that he has at his/her disposal?

Andreas Weber: Crucial is to make the right choice: which technologies and what kind of new features fits to my purpose and strategic goal? In the past, almost any decision was made to invest in equipment and production tools to optimize what you already did before. In the digital age you have to re-position yourself, your business idea and your production capabilities in the right way to be a valuable transformation partner. Therefor you have to gain knowledge, you have to streamline your processes and you have to be able to enhance your creativity to get the ‚digital‘ link to your customer properly in a sustainable way. Last but not least, to reach that point a printer has to identify the right technology partner on the vendor side to get the best support and realtime services. So its not only about hard- and software anymore. I. E. it will be more important to find a way to print HTML data than to learn how InDesign or PhotoShop works.

  • How important is the exchange of information and practices between European and Latin American markets?

Andreas Weber: 15 years ago I had the honor to make a business trip to Brazil to get great insights in Rio de Janeiro and São Paulo. I learned a lot to admire the culture and power of Brazil as an emerging, very smart and creative country inspiring other Latin American countries. It was right at that moment when ad agencies from Brazil started to become champions in the worldwide creative community. And I recognized that the printing community in Brazil and other countries in Latin America made profit out of those creative ideas. We discussed at that time the disruptiv impact of the Internet and Online Communication on the newspaper and media business. I figured out that what they did in Brazil was right at the cutting edge! And that seems to be so different compared to Europe and specially Germany with mature markets anyway where people are more or less in a defensive position to keep them self on a high level. That means the exchange of information, practices and experiences is very, very important. BTW: I am glad to have Hamilton Terni Costa as a good old friend and colleague. Since more than 10 years we meet all over the world. We discuss our observations and exchange our view on the latest technologies. At drupa we always met and Hamilton introduced me to his contacts from Latin America joining him. So, on August 24th, 2017 I will be proud to meet all those experts and attendees of the ABTG Congresso to extent my network.

  • What are the main topics of your speech?

Andreas Weber: My key message is quite simple but tough at the same time! — ”If you want to benefit from innovation to strengthen your marketing success you have to be able to understand and to handle transformation in the digital age properly.“ — That means: Innovative printing companies need to transform their production business into a sustainable and future oriented marketing solution provider business to hit market and customer needs. And they have to understand how to support their customers to transform their marketing as well in a sustainable, profitable way.

In my Keynote the attendees will learn:

  • Secrets of Transformation
  • Impact on Print / Graphic Communications
  • Learn from the best (selected cases)
  • Guidelines to create a win-win-win momentum

OBRIGADO! — TX for the great conversation. See you in São Paulo.

 

02 ABTG Congresso Keynote Andreas Weber

 

 


 

NOTE: See as well our exclusive interview with Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer at Heidelberger Druckmaschinen AG: “Transformation hits Print Technology + Innovation”. Dedicated to the ABTG Congress attendees on 24 August 2017.

 

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Von Andreas Weber, Head of Value 

Den 6. Juli 2017 sollte man sich als wichtiges Datum im Geschichts-Kalender eintragen. Im idyllischen Wetzikon bei Zürich wurde unprätenziös, überzeugend und vertrauenswürdig der Digitaldruck (wohl inklusive Landanano!), wie wir ihn kannten, beerdigt. Und etwas Neues geboren. Jean-Pascal Bobst, CEO der Bobst Group SA und Piero Pierantozzi, Mitgründer von Radex und (vormals) Graph-Tech AG, hoben ein Start-up aus der Taufe als „Competence Center for Digital Printing: Mouvent AG. Beschäftigt werden bereits 80 Mitarbeiter, die hohe Kompetenz und Erfahrung haben. Und: Neue Produktionslösungen sind marktreif vorhanden, um im Etiketten- und Textildruck neue Maßstäbe zu setzen.

 

 

„Wir verstehen uns als Start-up, das von erfahrenen Profis betrieben und ausgeweitet wird, um die Messlatte im Digitaldruck via Inkjet neu auszurichten“ erläutert im Value-Exklusivgespräch Dr. Simon Rothen, seit Frühjahr der Gründungs-CEO der Mouvent AG. Rothen kommt aus der Biotechnologie, spricht fünf Sprachen und weiss wovon er redet. In der Vergangenheit hat er weltweit Start-ups erfolgreich mit ihren Innovationen am Markt platziert. Die Idee, die Mouvent zugrunde liegt, hat ihn sofort fasziniert. Ebenso wie die Professionalität, Kreativität und Präzision, mit der das Firmenkonzept umgesetzt wird und damit nicht nur für ihn, sondern vom Start weg für Dutzende andere Profis extrem reizvoll ist.

Pluspunkt: Kein (wie sonst übliches) Marketing- und PR-Geplapper! Sondern vom Start weg ein solider und überzeugender Praxisbeweis.

„Die Basis im Geschäft mit Print-Technik ist Vertrauen“, sagte Jean-Pascal Bobst zu Beginn seiner Präsentation. Und dokumentierte, wie überzeugt er und sein Traditionsunternehmen Bobst — seit Generationen in Familienhand – hinter dem Vorhaben stehen, das Neue und Revolutionäre per eigenständigem Unternehmen Wirklichkeit werden zu lassen. Und das von der ersten Sekunde an. „Wie konnte das nur klappen, rund ein Jahr nach der drupa 2016 eine dermaßen ausgereifte und marktfähige neue Digitaldruck-Technologie aus dem Hut zu zaubern, ohne dass jemand von uns etwas darüber erfährt?“, fragten sich Kollegen aus der Schweiz und vielen anderen Ländern der Welt, die zur Premiere gekommen waren. Allesamt gestandene Profis, die als Fachjournalisten normalerweise buchstäblich das Gras wachsen hören.

 

 

 

Nun, das gelang im Vorfeld fast wie bei einer geheimen Kommandosache, wie Simon Rothen bekundete — im intensiven Dialog mit allen Vertrauten und Beteiligten. Neben den Entwicklern, Technikern und Ingenieuren hatten auch die Marketing-Leute eine äußerst knifflige Aufgabe: Es musste eine Marke „erfunden“ werden, die den hohen Anspruch der Innovationstechnik verkörpert und das Vertrauen in etwas völlig Neues ermöglicht. „Wir sind so gründlich, logisch und stringent vorgegangen wie das seitens der Technik auch die Ingenieure machen“, erläuterte im Value-Gespräch Dr. Ulrike Grein, Managing Partner der Agentur Markenfels AG, Zürich. Hunderte Namensvarianten wurden erdacht und auf den Prüfstand gestellt, um letztlich den richtigen, passenden zu finden, der weltweit wirken kann: Mouvent klingt französisch, soll aber englisch ausgesprochen werden. Der Name impliziert Bewegung/Dynamik und strahlt trotzdem Ruhe aus. Das gesamte Erscheinungsbild der neuen Firma wirkt zeitgemäß, frisch und spiegelt hohe Kreativität wider, ohne aufdringlich oder grell zu wirken.

Der eigentliche Knüller: Eine Technik-Firma als Kompetenzzentrum. Mit dem Anspruch: „Re-engineer the engineering of inkjet printing technology“.

Innerhalb weniger Minuten konnte bei der Premiere am 6. Juli 2017 Mit-Gründer Piero Pierantozzi überzeugend darlegen, worin die Kunst der Technologie-Entwicklung im Inkjet-Druck liegt: es komme darauf an, dass man komplett neu überdenkt, wie man die theoretischen Vorteile des Inkjet-Verfahrens auch in der Praxis des professionellen Drucks effizient nutzbar machen kann. Als zentrales Ergebnis kam die „Cluster“-Konzeption heraus, als neuartiges Design, um nach dem „One-for-all“-Prinzip Drucksachen aller Art auf Substraten aller Art produzieren zu können. „Unser radikal neues Konzept besteht darin, einen Basis-Cluster zu nehmen, der in einer modularen und skalierbaren Matrix angeordnet ist. Daher müssen wir bei unterschiedlichen Anwendungen und Druckbreiten nicht mehr mit verschiedenen Druckbalken arbeiten“, legte Piero Pierantozzi dar. Und führt weiter aus: „Das Mouvent Cluster [als Trademark geschützt] ist die Schlüsseltechnologie hinter unseren Maschinen. Er erlaubt eine hohe optische Auflösung, die gestochen scharfe und farbenfrohe Bilder in einer sehr hohen Druckqualität erzielt. Gleichzeitig gewährleistet der Cluster eine bisher nicht gekannte Flexibilität und beispiellose Möglichkeiten in der Maschinenentwicklung. Einfachheit ist unsere Firmenphilosophie.“ Basis der Cluster bilden die Samba Inkjet-Druckköpfe von Fujifilm, die von Mouvent um neue Komponenten ergänzt werden.

Der Clou: Mouvent kann seine Cluster im 3D Printing-Verfahren herstellen lassen. Das senkt Aufwand und Kosten und erhöht die Flexibilität! Und stellt eine echte Weltneuheit dar, deren Kunde darüber aufgrund der Value-Tweets nach der Bekanntgabe blitzartig wie ein Lauffeuer um die 3D-Experten-Welt ging. „Wir drucken quasi eine Druckmaschine“, freut sich Simon Rothen. — Präsentiert wurden am 6. Juli 2017 bereits funktionsfähige Prototypen für den Etiketten- sowie den Textildruck. Erste technische Spezifikationen wurden publiziert.

 

 


Fazit: Adé altes Denken. Welcome Mouvent!

Einfach, effektiv, flexibel, modular skalierbar sind Inkjet-Technikenwticklungen im professionellen Druck bis dato nicht gewesen. Alle großen Konzern wie z. B. Xerox, HP, Konica Minolta oder auch partiell Canon haben sich bei der Inkjet-Technik bislang fast die Zähne ausgebissen — einzig Heidelberg scheint im Team mit Fujifilm mit der Primefire-Plattform einen gangbaren Weg für den Verpackungsdruck gefunden zu haben. Denn das Prinzip der IT- und Imaging-Blue Chips lautete uni sono: ‚Inkjet ist in seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unschlagbar. Lass uns also für alle möglichen Anwendungszwecke eigenständige Verfahren entwickeln.‘ Basta! — Das führte zu einer Komplexität, die Zeit und Aufwand erheblich erhöhte und bei den Anwendern nachhaltig eher für Verwirrung als für Begeisterung sorgen.

Der von Mouvent eingeleitete Paradigmenwechsel des „One-for-all“ verweist nun (Gott sei Dank!) altes Denken auf die Plätze. Gut so! Wir werden nach der Sommerpause die weiteren Aktivitäten verfolgen können. Mouvent hat für September 2017 einiges angekündigt. Ich bleibe am Ball.

 

 

 


Wie gewohnt unser Value-Live-Bericht vom 6. Juli 2017 im exklusiven Format mit Texten, Bildern, Videos.

 

Value Storify Mouvent.png

 


 

Value Publishing Mike Hilton 2017.001

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Heidelberger Druckmaschinen AG (#Heideldruck for short) is in the ascendancy, growing sustainably and profitably while other companies such as HP, Xerox, Ricoh, and Canon are being forced to restructure and/or consolidate. This appears to be nothing out of the ordinary looking back on over 150 years of a company steeped in tradition, but look more closely and it’s a different story. Heideldruck claims it was the only printing press company to record a significant improvement in incoming orders over the past financial year in the period during and after drupa. But it certainly won’t be resting on its laurels – quite the opposite, in fact. Entirely new growth segments for the sector are being identified and approached proactively, with Heideldruck mutating into an “agile” company.

“Over the next five years, Heidelberg will once again become a leading light in the sector, enjoying strong growth and profits. We’ve defined the relevant success factors and have already introduced initial measures. This marks the start of a new era of growth for Heidelberg,” said the company’s CEO Rainer Hundsdörfer.

 


ValueCheck by Andreas Weber with Rainer Hundsdörfer, CEO of Heidelberger Druckmaschinen AG

 


 

Hundsdörfer also had the following to say: “The Heidelberg Digital Technology (HDT) and Heidelberg Digital Business and Services (HDB) sectors were established on April 1, 2017 to prepare for the company’s digital future. HDT combines sheetfed offset, label printing, and postpress operations and is responsible for developing, producing, and marketing the appropriate technologies and products for new business models. HDB, meanwhile, is where Heidelberg manages its operations relating to services, consumables, remarketed equipment, digital printing technology, and solutions throughout the value-added chain.”

This was possible thanks to the economic recovery of Heidelberg and the profitable growth it is now once again experiencing. The most important observations regarding the new strategy and the KPIs from the latest balance sheet are as follows:

  • Strategic focus on technology leadership, digital transformation, and operational excellence
  • Group targets for 2022 defined and underpinned with specific measures
  • Targeted increase in sales to around €3 billion, in EBITDA to €250-300 million, and in net profit after taxes to over €100 million
  • Initial strategic measures already implemented – two acquisitions (DOCUFY/Fujifilm coatings & printing chemicals in EMEA) and enhanced efficiency
  • Presentation of annual financial statement for 2016/2017 confirms targets achieved

 

 

Worth noting: 
Digital doesn’t “only” mean digital printing at Heideldruck

Digital printing is naturally a fundamental part of the new, comprehensive “Heidelberg goes digital” strategy. The new Primefire platform for digital packaging printing sets the bar extremely high here. But the digital transformation of the print business demands more than simply building good digital presses. Heideldruck has now gained a significant edge in this respect by finding a holistic approach that actually enables print shops to master the digital transformation. At the Annual Accounts Press Conference on June 8, 2017 in Frankfurt, CFO Dirk Kaliebe pointed out that it was now virtually impossible to distinguish between the high level of digitization in offset printing and that in digital printing. “The term ‘digital printing’ is actually misleading,” remarks Hundsdörfer. “Non-impact printing would be more accurate, that is to say a contactless printing method. Ultimately, however, printing takes place and an analog product is produced,” he explains. Hundsdörfer believes a mechanical engineer’s skill lies in combining all possible methods that serve to manufacture marketable print products of all kinds that are suitable for production in an efficient and automated process.

Is Heidelberg the print world’s Amazon?

As was already stressed at drupa 2016, the Push to Stop method enables autonomous printing. This is similar to Google helping to develop autonomous driving. The aim of the Heidelberg Cloud and assistant solutions is for the company to become the Amazon of the printing industry. “Heidelberg goes digital” is therefore linked to far more than a new way of building printing presses. As I see it, this is comparable to the success story of Tesla. At first glance, Tesla manufactures a premium electric car. A closer look reveals highly sophisticated data exchange between the driver/his preferences and the vehicle’s maximum coordination with specific needs and an optimum driving experience. In spring 2017, Tesla succeeded in overtaking automotive pioneer Ford in terms of market capitalization and sold more luxury vehicles in the United States than Porsche, VW/Audi, and BMW put together. Heidelberg could enjoy similar success. That’s why Hundsdörfer is promoting his vision of the “agile” company – a company that in my view is characterized by thinking and acting autonomously! 

 

Screenshots of the Heideldruck Annual Report, which has a die-cut folding carton on the cover that can be removed and turned into a “digital” box. This can be downloaded via Heidelberg.com.

 

As an experienced mechanical engineering insider, Hundsdörfer knows the importance of “operational excellence” (with the focus on permanent optimization of the solution portfolio and production processes). He is also aware of the two biggest assets of Heideldruck – know-how and experience regarding the best way to run a print business, under the premise of automating what can be automated – in production, in procurement, in real-time analysis of production resources in the field, in dialog between Heidelberg customers and their customers, and much more besides. Heideldruck is already a long way ahead of many other mechanical engineering companies in this respect. And it is marketing its know-how with start-ups, the go-to market, production companies (e.g. in 3D printing), and also other sectors (no doubt including the automotive sector in the future), where production processes continuously need to be converted and adapted. And not over a period of many months, but in just a few days.

 

 

There was good reason for the following question being raised at the Annual Accounts Press Conference: “Given everything you’ve told us, is it still appropriate for you to be called Heidelberger Druckmaschinen [= Heidelberg printing presses]?” The answer was that the brand has long been called “Heidelberg” and that’s all that counts. According to Hundsdörfer, building presses is vital for Heideldruck because the machines and their operation are linked to numerous additional and value-added services offered by the company. This is also the reason for the recent acquisitions of DOCUFY and, above all, the consumables sector of Fujifilm. Accordingly, Hundsdörfer wants Heideldruck to become a system solution provider, rather like a kind of platform operator for the global printing sector and its customers. Transformation is not simply a means to an end here, but the core business enabling profitable growth like that of the GAFA companies (Google, Amazon, Facebook, and Apple – see our ValueWebinar on value analysis “Transformation – Beam me up, Scotty”).

 

 

Conclusion

The new “Heidelberg goes digital” strategy clearly won people over at the Annual Accounts Press Conference, with the share price immediately soaring to its highest level all year. Despite the significant complexity, the Heideldruck CEO and CFO were able to set out their perspective and arguments both concisely and transparently. The Heidelberg Digital Business and Services (HDB) division has a key role to play, because this is where new business models/business model philosophies need to be developed for Heideldruck and also for customers and partners. We will shortly be talking about this in a ValueDialog with Management Board member Dr. Ulrich Hermann.

 


 

Extracts from the presentation charts used at the Heideldruck press conference on June 8, 2017 in Frankfurt

 

 


 

Further information is available in the multimedia ValuePublishing report on Storify

Please click the link for a ValuePublishing real-time report with texts, videos/voiceover, photos and opinions from the business press:

https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-wie-meistert-heideldruck-die-digitale-t

 

Heideldruck BPK Review via ValuePublishing Storify 08062017

 


 

Value Publishing Mike Hilton 2017.001

Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Im Aufwind: Während andere wie HP, Xerox, Ricoh oder Canon sich notgedrungen re-strukturieren und/oder konsolidieren, baut Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz: #Heideldruck) sein Wachstum nachhaltig und profitabel aus. Eigentlich in Anbetracht der über 150-jährigen Geschichte eines Traditionsunternehmens kein außergewöhnlicher Vorgang. Wohl aber doch, wenn man genau hinschaut. Denn Fakt ist: Heideldruck verzeichnete nach eigenen Angaben derzeit als einziges Druckmaschinen-Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr in der drupa-Phase und danach ein deutliches Plus im Auftragseingang. Und will sich auf diesen Lorbeeren keinesfalls ausruhen. Im Gegenteil: Es werden für die Branche ganz neue Wachstumssegment identifiziert und pro-aktiv angegangen. Heidelberg mutiert damit zum „agilen Unternehmen“.

„Heidelberg wird in den nächsten fünf Jahren wieder der wachstumsstarke und profitable Leuchtturm unserer Branche werden“, sagte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Wir haben die Erfolgsfaktoren hierfür definiert und bereits die ersten Maßnahmen eingeleitet. Damit beginnt für Heidelberg eine neue Wachstumsära.“

 


ValueCheck von Andreas Weber mit Rainer Hundsdörfer, CEO Heidelberger Druckmaschinen AG

 


 

Hundsdörfer ließ weiterhin verlautbaren: „Um den Konzern für die digitale Zukunft des Unternehmens fit zu machen wurden bereits zum 1. April 2017 die Segmente Heidelberg Digital Technology (HDT) und Heidelberg Digital Business und Services (HDB) etabliert. Bei HDT sind das Sheetfed-Offset-Geschäft, der Etikettendruck und die Druckweiterverarbeitung zusammengefasst; hier werden die passenden Technologien und Produkte auch für neue Geschäftsmodelle entwickelt, produziert und vermarktet. Bei HDB steuert Heidelberg seine Geschäfte mit Services und Verbrauchsmaterialien, Gebrauchtmaschinen sowie die digitalen Drucktechniken und Lösungen entlang der Wertschöpfungskette.“

Möglich wurde dies, da Heidelberg wirtschaftlich wieder obenauf ist und profitabel wächst. Hier die wichtigsten Anmerkungen zur neuen Strategie und Eckdaten aus der aktuellen Bilanz:

  • Strategischer Fokus auf Technologieführerschaft, digitaler Transformation und operativer Exzellenz
  • Konzernziele für 2022 definiert und mit Einzelmaßnahmen hinterlegt
  • Umsatz soll auf rund 3 Mrd. €, das EBITDA auf 250–300 Mio. € und Nachsteuergewinn auf mehr als 100 Mio. € steigen
  • Erste strategische Maßnahmen: zwei Akquisitionen (DOCUY / Fujifilm Lacke & Druckchemikalien in EMEA) und Effizienzverbesserung bereits umgesetzt
  • Vorlage des Jahresabschlusses 2016/17 bestätigt Zielerreichung

 

 

Bemerkenswert: 
Digital heisst bei Heideldruck nicht automatisch „nur“ Digitaldruck

Elementarer Teil der neuen, umfassenden “Heidelberg goes Digital”-Strategie ist natürlich der Digitaldruck. Hier setzt insbesondere die neue Primefire-Plattform für den digitalen Verpackungsdruck die Messlatte enorm hoch. Doch die digitale Transformation des Print-Geschäfts verlangt mehr, als nur gute Digitaldruck-Maschinen zu bauen. Hier hat sich Heideldruck inzwischen einen deutlichen Vorsprung erarbeitet, indem ein ganzheitlicher Ansatz gefunden wurde, dass Druckereien die digitale Transformation auch tatsächlich bewältigen können. Finanzvorstand Dirk Kaliebe verwies bei der Bilanzpressekonferenz am 8. Juni 2017 in Frankfurt am Main darauf, dass es kaum noch möglich sei, den hohen Grad der Digitalisierung im Offsetdruck von dem im Digitaldruck zu unterscheiden. „Eigentlich ist der Begriff ‚Digitaldruck‘ irreführend“, merkt CEO Rainer Hundsdörfer an. „Man sollte besser von Non-Impact-Druck sprechen, also einem berührungslosen Druckverfahren. Am Ende wird aber auch gedruckt und ein analoges Produkt hergestellt.“ Die Kunst seitens eines Maschinenbauers bestehe darin, alle möglichen Verfahren einzubinden, die dazu dienen, marktgerecht und produktionstauglich Drucksachen aller Art effizient und automatisiert herzustellen.

Heidelberg als Amazon im Print?

Schon auf der drupa 2016 wurde betont: Durch Push-to-stop-Methodik ermögliche man autonomes Drucken ähnlich wie Google das autonome Autofahren befeuert. Und durch die Heidelberg Cloud und -Assistent-Lösungen wolle man zum Amazon der Print-Branche werden. Mit „Heidelberg goes digital“ ist also wesentlich mehr verbunden, als nur eine neue Art und Weise, Druckmaschinen zu bauen. Aus meiner Sicht ist das mit der Erfolgs-Story von Tesla zu vergleichen: Auf den ersten Blick baut Tesla ein elektrogetriebenes Premium-Auto. Auf den zweiten Blick geht es um den qualifizierten Datenaustausch zwischen Fahrer / seinen Präferenzen und dem Maximum an Abstimmung des Fahrzeugs an konkrete Bedürfnisse und optimales Fahrerleben. Tesla gelang es im Frühjahr 2017, den Auto-Pionier Ford bei der Marktkapitalisierung zu überrunden und in den USA mehr Luxusfahrzeuge zu verkaufen als Porsche, VW/Audi und BMW zusammen. — Heidelberg könnte ähnliches gelingen. Darum propagiert CEO Hundsdörfer seine Vision des „agilen“ Unternehmens; ein Unternehmen, das sich aus meiner Sicht durch „autonomes Denken und Handeln“ auszeichnet! 

 

Screenshots vom Heideldruck-Geschäftsbericht, der im Deckblatt eine gestanzte Faltschachtel enthält, die herausgenommen werden kann und zur “digitalen” Box wird. — Download via Heidelberg.com

 

Hundsdörfer setzt als erfahrener Maschinenbau-Insider auf „Operative Exzellenz“ (mit Fokus auf permanente Optimierung des Lösungsangebotes und der Fabrikationsprozesse) sowie die beiden wichtigsten Assets von Heideldruck: Know-how und Erfahrung, wie man das Print-Geschäft bestmöglich betreibt. Und das unter der Prämisse, zu automatisieren, was zu automatisieren geht: bei der Produktion, in der Beschaffung, in der Echtzeitanalyse der Produktionsmittel im Feld, im Dialog des Heidelberg-Kunden mit seinen Kunden und vieles mehr. Hier ist Heideldruck bereits vielen anderen Maschinenbauern weit voraus. Und vermarktet sein Know-how sowohl bei Start-ups beim Go-to-Market und der Produktion (z. B. im 3D-Druck) wie auch in anderen Branchen (wie wohl künftig dem Automobilsektor), wo Fertigungsprozesse permanent umgestellt und angepasst werden müssen. Und das nicht in vielen Monaten, sondern in wenigen Tagen.

 

 

Nicht ohne Grund tauchte bei der Bilanzpressekonferenz die Frage auf: „Bei all dem, was Sie uns darlegen: Stimmt dann noch der Firmenname ‚Heidelberger Druckmaschinen‘?“Die Antwort: Der Brand heisst schon lange „Heidelberg“. Und nur das zählt. Und Druckmaschinen zu bauen, ist laut CEO Hundsdörfer für Heideldruck unabdingbar, da durch die Maschinen und ihren Betrieb viele Zusatz- und Mehrwertleistungen aggregiert werden, die Heideldruck anbietet; darum auch die jüngsten Akquisitionen von Docufy sowie v. a. für den Verbauchsmaterialsektor von Fujifilm.

Entsprechend möchte Hundsdörfer Heideldruck zum Systemlösungsanbieter werden lassen, quasi als eine Art Plattform-Betreiber für die globale Print-Branche und ihre Kunden. Dabei bildet Transformation nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ist Kern des Geschäfts, um profitabel Wachsen zu können. Ganz so, wie es die GAFA-Firmen vormachen. (GAFA steht für Google, Amazon, Facebook, Apple; siehe dazu unser ValueWebinar-Angebot zur die Value Analyse „Transformation — Beam me up, Scotty”).

 

 

Fazit

Die neue Strategie „Heidelberg goes digital“ hat bei der Bilanzpressekonferenz eindeutig überzeugt — was sogleich einen Kurssprung auf ein Jahreshoch bewirkte. Der Heideldruck-Vorstandsvorsitzende und der Finanzvorstand konnten — trotz aller Komplexität — ihre Sichtweise und Argumente schlüssig und verständlich dargelegt. Dem Vorstandsbereich „Heidelberg Digital Business und Services (HDB)“ kommt eine Schlüsselrolle zu, da hier für Heideldruck wie auch für Kunden und Partner neue Geschäftsmodelle resp. Geschäftsmodell-Philosophien entwickelt werden müssen. Wir werden dies per ValueDialog in kürze mit Vorstand Dr. Ulrich Hermann besprechen.

 


 

Auszüge aus den Präsentationscharts zur Heideldruck-Bilanz-Pressekonferenz vom 8. Juni 2017 in Frankfurt am Main

 

 


Weitere Infos per multimedialem ValuePublishing Report auf Storify

Bitte Link klicken für ValuePublishing-Echzeitreport mit Texten, Videos/O-Ton, Fotos und Meinungen aus der Wirtschaftspresse:

https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-wie-meistert-heideldruck-die-digitale-t


Heideldruck BPK Review via ValuePublishing Storify 08062017

 


 

 

Value Publishing Mike Hilton 2017.001

Claus Bolza-Schünemann (CEO Koenig & Bauer AG and Chairman drupa comitee), Anne Sokoll (winner drupa price 2017), Werner M. Dornscheidt (General Manager Messe Düsseldorf). — Photos: Messe Düsseldorf

Graphic Repro On-line News to Friday 02 June 2017

Welcome to this week’s roundup of another 20 news items for you. It hasn’t been a spectacular week for news due to last week’s holiday interruptions and with more this past weekend and on Monday 5 June for Whitsun in some European countries, but there’s still a reasonable selection for you to go through which I shall not bother to highlight this week, as well as some superb installations.

Don’t miss Gareth Ward at Springfield Solutions on Wednesday, at the unveiling of its latest expansion, making it the largest all-digital labels business in the UK, together with its third Screen Truepress Jet L350 inkjet label press with an online Digicon 3 line, as well as an offline Digicon 3, to handle shorter production runs from the other presses.

Other successes this week include KBA Sheetfed in the UK; Esko Kongsberg in Madrid; KBA at B&K Offsetdruck in Ottersweier, as its new C16 web press came on stream right on schedule on 1 June; Technotrans in the UK; EFI in Finland; then Heidelberg and KBA in North America, and finally Esko and Kongsberg in Belgium.

There’s a new addition in our drupa Newsroom, as the drupa Prize for 2017 goes to Anne Sokoll for her doctoral thesis, chosen by the Faculty of Philosophy of Heinrich Heine University in Düsseldorf. Also among Thursday’s headlines.

That’s all until next time. With best regards, 

Mike Hilton

 


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e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week.

 


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Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 29 May – date published also appears in article footline

Monday
Beatus invests in highly specified KBA Rapida 106
Beatus Cartons will be the first company in the UK to have a Rapida 106 with KBA’s QualiTronic PDF system…

Zünd RM-L Routing System wins EDP Award
Zünd’s new routing system RM-L won the EDP 2017 Award for ‘Best digital cutting system’ during FESPA in Hamburg…

MadeToPrint available for QuarkXPress 2017
Axaio Software announces availability of its print and export Xtension, MadeToPrint, for Quark XPress 2017…

Tuesday
Successful China Print for Heidelberg in Beijing
Heidelberg at China Print 2017: Simply Smart, paves the way for the future of the Chinese print media industry…

Visitor registration open for Labelexpo Europe 2017
Online visitor registration is now open as Labelexpo Europe 2017 gears up for its biggest edition to date at Brussels Expo…

THQ FlexoCloud Technology the pride of Bobst Lyon
Bobst unveils THQ FlexoCloud technology: a major leap forward in post-print flexo for corrugated board…

Wednesday
Springfield opens #Printworks digital labels showcase
Springfield doubles production space in £1.3 million investment to give it the largest all-digital labels business in the UK. By Gareth Ward…

TRESU at Dscoop EMEA 2017 in Lyon next week
TRESU to exhibit comprehensive inline coating solutions with HP Indigo digital presses for cartons and synthetics…

Master Rótulo Madrid invests in Kongsberg C64 table
Esko helps Master Rótulo expand production capabilities with new Kongsberg digital cutting table to support business growth…

Thursday 01 June
drupa Prize 2017 awarded to Anne Sokoll
The drupa Prize 2017 goes to scholar of German, who convinced with Doctoral Thesis on the Writers’ Movement in the GDR…

FINAT European Label Forum heads to Berlin
New directions, new destinations at this ‘must attend’ event for participants at all levels of the label value chain…

KBA C16 comes on stream at B&K Offsetdruck
Success story continues between B&K Offsetdruck in Ottersweier and KBA as C16 came on stream right on schedule…

Ink.lines prevent waste on LED-UV press at Northend
Technotrans installs Ink.line systems onto a Ryobi 925 LED-UV press at Northend Creative Print Solutions…

Lönnberg Finland opts for EFI workflow with Pace
Lönnberg implements Midmarket Print Suite for superwide-format and commercial print production management…

Friday
‘Pledge for Print’ BPIF appeal for Government backing
In a bid to boost the Government’s support for the printing industry, the BPIF is asking all parliamentary election candidates…

Print on the Brain – Sign up for a free copy now
Latest issue of Print Power magazine ‘ALL IN THE MIND’ looks at the remarkable neurological benefits of reading in print…

Esko dominates FTA Excellence in Flexography Awards
Esko CDI imagers produce plates for five of the six Best of Show 2017 FTA Excellence in Flexography Awards…

Mele Printing returns to Heidelberg for XL 75
Mele Printing expects to increase annual sales by $3 million with addition of Speedmaster XL 75 with Inpress Control…

Esko brings increased throughput to Visix in Belgium
Esko Automation Engine and Kongsberg C64 cutting table key to improved profitability and productivity…

New Rapida 106 LED UV press at Cedar Graphics
This ‘first impression’ printer again chooses KBA to maintain its high quality reputation and double productivity…

The lead article from a week last Friday… 

Vista Color adds Push to Stop Speedmaster XL 106
Heidelberg’s latest XL 106 with AutoPlate Pro, Inspection Control 2 and Prinect Color Services help Vista score big with GMI…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry. Visit the drupa 2020 Website.You can also visit blog.drupa.comfor the latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017
Only 49 articles last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogue – exclusive Interview series

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An important role in the breakthrough of industrial digital printing!
‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features May/Jun Chapter 05

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K+D´s Swiss passion for precision leads to Equinox
For the benefit of the pharma customer, K+D´s passion and Esko´s Equinox ensure a perfect colour match…

Schumacher Packaging turns to Durst single-pass technology
Durst is now field-testing its flagship system, the Delta SPC 130, as Schumacher Packaging becomes its field test partner…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

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Printing Plates Progress
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 19 May

Fespa & Green
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Wed 17 May

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017
This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.
No 26   How Does Direct to Garment (DtG) Printing Work?
Direct-to-garment printing, or DtG, is one of the buzzwords we are starting to hear more and more often in wide format circles… By Sophie Matthews-Paul

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News from Messe Düsseldorf 2017

drupa Prize 2017 awarded to Anne Sokoll
Scholar of German convinces with her Doctoral Thesis on the Writers’ Movement in the GDR…

drupa 2020 invites exhibitors from all over the world
Kick-off for no. 1 printing technologies event / Highlight topics showcase the industry’s innovative force / New key visual ’embrace the future’…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

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