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Fünf Strategien für vielbeschäftigte High-Performer

Zusammenfassung des Online-Meetings am 1. April 2026 (#keinScherz) von Dr. Stefan Waller alias Dr. Heart, assistiert von Melanie Huber. Als perfekte Ergänzung zu meiner (Podcast-) Initiative „Besser Leben. Schöner Sterben.“

Fühlen Sie sich im Alltag oft zwischen beruflichen Ambitionen und privaten Verpflichtungen hin- und hergerissen? Wünschen Sie sich mehr Energie und Lebensqualität, ohne dabei auf Genuss verzichten zu müssen? Die gute Nachricht ist: Sie haben es selbst in der Hand! Mit smarten Strategien lässt sich ein gesunder Lebensstil auch in den hektischsten Alltag integrieren. Starten wir gemeinsam durch!

1. Gesund genießen – auch auswärts!

Auswärts essen ist Lebensqualität, birgt aber oft Fallen aus Zucker, Fett und Salz. Doch Sie können die Kontrolle behalten:

Der Brotkorb-Falle entgehen: Oft landen schon vor dem ersten Getränk unnötige Kalorien in Form von Baguette mit Öl und Balsamico auf dem Tisch. Fragen Sie sich: Brauche ich das wirklich? Wussten Sie, dass Balsamico-Essig bis zu 76 % Zucker enthalten kann?

Lesen, was drin ist: Die gesündeste Bewegung im Supermarkt? Die Hand umdrehen und auf die Nährwerttabelle schauen! Lassen Sie sich nicht von Marketing-Tricks wie „ohne Zuckerzusatz“ täuschen. Auch eine gesund aussehende Bowl kann eine Zuckerbombe sein.

2. Smart kochen: Meal Prep & Binge Cooking

Keine Zeit zum Kochen? Nehmen Sie sich am Wochenende ein bis zwei Stunden Zeit. Ob Sie ein kleines Gericht oder einen riesigen Wok zubereiten, der Zeitaufwand ist fast identisch. Mit „Binge Cooking“ kochen Sie für die ganze Woche vor, wissen genau, was drin ist, und haben immer eine gesunde Mahlzeit parat. Für mich ist das fast wie Meditation mit schöner Musik!

3. Milieukontrolle: Ihr Zuhause, Ihre Festung

Willenskraft ist ein Muskel, der im Laufe des Tages ermüdet. Sorgen Sie dafür, dass ungesunde Snacks gar nicht erst in Reichweite sind. Füllen Sie stattdessen Ihre Vorräte mit gesunden Alternativen. Tiefkühlgemüse ist hier ein echter Held: Schockgefroren und unverarbeitet, ist es schnell zubereitet und nährstoffreich. Einfach auf ein Backblech, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber – fertig ist eine leckere Mahlzeit.

4. Bewegungssnacks: Jeder Schritt zählt!

Wir sind für Bewegung gemacht, nicht für stundenlanges Sitzen. Schon kleine Unterbrechungen machen einen riesigen Unterschied:

Walking Meetings: Führen Sie Telefonate im Gehen.

Kreative Arbeitsplatzgestaltung: Stellen Sie den Drucker in den Nebenraum, um aufstehen zu müssen.

Fitness-Snacks: Machen Sie vor einem wichtigen Termin 50 Kniebeugen oder nutzen Sie eine Kettlebell während der Kaffee kocht. Integrieren Sie Bewegung in wiederkehrende Routinen („Habit Stacking“). Denken Sie an meine Oma: Sie wurde 100 Jahre alt und wohnte im fünften Stock – ohne Aufzug!

5. Mentale Stärke: Machen Sie Stress zu Ihrem Verbündeten!

Chronischer Stress ist ein Nährboden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Sie können lernen, damit umzugehen:

Akutes Stressmanagement durch Atmung: Wenn der Stresspegel steigt, atmen Sie bewusst langsam und verlängern Sie die Ausatmung. Diese Technik, bekannt als „Box Breathing“ oder Varianten davon, signalisiert Ihrem Körper Entspannung und wirkt sofort.

Stress als Herausforderung sehen: Die Forschung zeigt, dass unsere Einstellung zu Stress entscheidend ist. Sehen Sie Herausforderungen als Chance („Challenge Response“) statt als Bedrohung („Threat Response“). Sie haben die Macht, Ihre Reaktion selbst zu gestalten!

Fangen Sie noch heute an! Suchen Sie sich eine dieser Strategien aus und setzen Sie sie in der kommenden Woche um. Ob Ernährung, Bewegung oder Stressmanagement – jeder kleine Schritt ist ein Sieg für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Auf geht’s!

English translation, see below!

Fokus: Litho Days III In Türkiye – Ankara (5./6./7.12.2025)

Von Barbara Wilhelmi (Internationale Senefelder Stiftung)

‚Die Lithographie ist auf der ganzen Welt im Vormarsch!‘ – Dieser Satz des berühmten Lithografen Erich Mönch stand in den 70-iger Jahren an der Wand des Druckzentrums in Tübingen, und er erschien schon damals eine ironische Bemerkung zu sein. Bei den Litho Days III in der Türkei im Dezember 2025 wurde dieser Satz Realität, denn schon zum dritten Mal nach 2021 und 2023 hatte das Dou Printstudio von Doḡu Gündoḡdu und Naz Önen zu einem Litho-Event in die Türkei eingeladen und sie stützten sich auf die Kontakte die sie auch beim Internationalen Lithographie Kolloquium der Internationalen Senefelderstiftung im April 2024 geknüpft hatten.



Auch in diesem Jahr präsentierte das Dou Printstudio in Ankara wieder ein reichhaltiges Programm: Zu Beginn der Besuch in der großartigen  Ausstellung „Separation and Merging Point“ (FOTO 1,1 + 1,2), in diesem Jahr gestaltet von der bekannte Kuratorin Eda Berkmen, in der Anafartalar Shopping Mall, No. 203. Zu sehen waren Lithographien von Künstlern, gedruckt im Dou Printstudio (Edition III). Die Werkstatt selbst konnte am Morgen des 6. Dezembers, dem Feiertag der Lithographen, besichtigt werden (FOTO 2).

Im Mittelpunkt der Litho Tage III stand danach das Panel: „DISCUSSING THE SUSTAINABILITY WITH ROOTED LITHOGRAPHY STUDIOS“ (FOTO 3) mit den Printmakern Christian Bramsen (Atelier Clot, Paris), Jan Pelkofer + Paul Klös (Tabor Presse Berlin, Deutschland), Kapser Fleng + Julie Peter Hjörring (Grafisk Värksted, Dänemark), Mikkjal Matras Andersson (Steinprent, Faroe Islands), Louise Aakermann Nielsen (Bornholm) – Moderation: Naz Önen.

Es ging um das Verhältnis der professionellen Drucker in den unterschiedlichen Werkstätten im Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern, die Aspekte der professionellen Druckwerkstätten, die auf die eine oder andere Weise die Vorstellungen der Künstlerinnen und Künstler umsetzen. Die Qualitätssicherung auf hohem lithographischen Niveau wurde ebenso Thema wie der Vertrieb und die Vernetzung der Drucker untereinander, um Perspektiven für die Zukunft entwickeln zu können. Dazu wurde die Frage erörtert, ob Drucke nicht vielmehr den Status von Originalen haben sollten und sich dementsprechend dann auch die Preisgestaltung verändern würde (FOTO 4). Der Wandel ist einerseits geprägt durch den Wegfall der großen Druckereien, aber andererseits gibt es auch neues Entstehen von kleinen Printstudios wie dasjenige in Ankara und eine türkische Künstlerin Derin Tuksal, die seit vier Jahren Derin Print Shop leitet, das Gemeinschaftsatelier für Radierung in Istanbul.

Die Probleme, nicht mehr die Materialien kaufen zu können wie früher, werden nun oft auf unkonventionelle Weise gelöst durch Eigenproduktion. So ist in der Druckwerkstatt von Dou eine selbstgebaute Lederdruckwalze zu bestaunen (FOTO 5). Und dort hängt auch, wie ein Schutzpatron, das lithographische Porträt von Alois Senefelder neben Atatürk (FOTO 6). Das Panel der Lithodays III fand im Erimtan Archäologischen Museum statt, wo ebenfalls eine temporäre Ausstellung (“Litho Wall–1”) für jeweils drei Monate mit einer speziellen Auswahl aus dem Dou Printstudio zu sehen ist. Am Abend des 06.12.2025 gab der dänischen Botschafter, Ole Toft, in der dänischen Residenz in Ankara einen Empfang (FOTO 7). Das Projekt wurde möglich gemacht durch den Support vieler kultureller und politischer Institutionen, wie z.B. das Goethe-Institut in Ankara und weitere Botschaften vor Ort (siehe Aufzählung unten).👇

Vielen Dank für das unvergessliche Erlebnis der Lithoö Tage III. Viel Erfolg für Doḡu Gündoḡdu, Naz Önen und das Duo Print StudioBarbara Wilhelmi

Fotos: Barbara Wilhelmi, Duo Print Studio


Litho Days III in Türkiye – Ankara December 5th to 7th of 2025

by Barbara Wilhelmi (Internationale Senefelder Foundation)

Lithography is on the rise all over the world! This statement by the famous lithographer Erich Mönch was displayed on the wall of the printing center in Tübingen in the 1970s, and even then it seemed like an ironic remark. At Litho Days III in Turkey in December 2025, this statement became reality, as the Duo Printstudio, comprised of Doḡu Gündoḡdu und Naz Önen, hosted a lithography event in Turkey for the third time, following previous events in 2021 and 2023 and they relied on the contacts they had also made at the International Lithography Colloquium of the International Senefelder Foundation in April 2024. 

This year, the Dou Printstudio once again presented a rich program in Ankara:

It began with a visit to the magnificent exhibition “Separation and Merging Point” (PHOTO 1.1 + 1.2) in the Anafartalar Shopping Mall, No.203. The exhibition, curated by the renowned Eda Berkmen, featuring lithographs by various artists, printed by the Dou Printstudio (Edition III). The workshop could be visited on the morning of December 6, the lithographers’ day (PHOTO 2). The panel discussion of Litho Days III began that same afternoon: “DISCUSSING THE SUSTAINABILITY WITH ROOTED LITHOGRAPHY STUDIOS” (PHOTO 3) with printmakers Christian Bramsen (Atelier Clot, Paris), Jan Pelkofer + Paul Klös (Tabor Presse Berlin, Germany), Kapser Fleng + Julie Peter Hjörring (Grafisk Värksted, Denmark), Mikkjal Matras Andersson (Steinprent, Faroe Islands), and Louise Aakermann Nielsen (Bornholm) – moderated by Naz Önen (Dou Printstudio).

The discussion focused on the relationship between professional printers in different workshops and the artists, and the aspects of professional printmaking that, in one way or another, realize the artists’ visions. Quality assurance at a high lithographic level was discussed, as were distribution and networking among the printers to develop future perspectives. The question was discussed whether prints should have the status of originals and whether the pricing would change accordingly (PHOTO 4).  The transformation is characterized on the one hand by the demise of large printing houses, but on the other hand, there is also the emergence of new small print studios, such as the one in Ankara, and a Turkish artist: Derin Tuksal, leading Derin Print Shop, the collaborative etching studio in Istanbul for four years. 

Dou Print is currently the only independent collaborative lithography studio. The problem of no longer being able to purchase materials as before is now often solved in unconventional ways through in-house production. For example, a self-made leather printing roller can be admired in Dou’s printmaking workshop (PHOTO 5). And there, like a patron saint, hangs a portrait of Alois Senefelder next to Atatürk (PHOTO 6). The Lithodays III panel took place at the Erimtan Archaeological Museum with a temporal exhibition (“Litho Wall–1”) which showcases each time a special selection from Dou Print Studio’s collection for three month periods. On the evening of December 6, 2025, reception hosted by the Danish Ambassador, Ole Toft in the Danish Residence (PHOTO 7). The project was made possible by the support of many cultural and political institutions, such as the Goethe-Institut in Ankara and other local embassies (detailed list below).                                                                                                    

Visiting the Lithodays III was a truly memorable experience for me and I wish all the best for Doḡu Gündoḡdu and Naz Önen and Dou Duo Print Studio in Ankara – with best regards Barbara Wilhelmi  

Photos: Barbara Wilhelmi, Naz Önen / Duo Print Studio


Litho Days in Türkiye project has been made possible with the support of 

the Ankara Metropolitan Municipality Directorate of Culture and Social Affairs, 

the French Cultural Centre in Ankara, 

the Goethe-Institut in Ankara, 

the Embassy of Poland in Ankara, 

the  Ministry of Foreign Affairs of Denmark, 

the Ministry of Culture Denmark and the Danish Arts Foundation

as a EUNIC (The Network of European National Cultural Institutes) project, 

along with KAFT’s product and Radisson Blu’s accomodation sponsorship.

 

Invitation poster created by Duo Print Studio

Von Andreas Weber

Lang lebe #Print! Vor allem durch das Pflegen und Bewahren der hohen #Druckkunst. – Seit dem 15. März 2018 feiern wir in #Deutschland im Rahmen der Kultur des immateriellen Kulturerbes den sogenannten UNESCO #TagDerDruckKunst. Im Fokus stehen die künstlerisch genutzten grafischen Drucktechniken des Hochdruck, Tiefdruck und des Flachdrucks (besser gesagt: Chemischer Druck). Hier sind von Deutschland aus seit über 600 Jahren die wichtigsten Impulse gesetzt worden und in die ganze Welt gewandert.

Gestern, am 15. März 2025, durfte ich bei meinen guten Freund und Vorstandskollegen Eckhard Gehrmann in seinem Druckstudio in Friedrichsdorf nördlich von Frankfurt am Main sein. Eckhard und ich gehören seit langem dem Vorstand der Internationalen Senefelder Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main an. 

Gut zu wissen!

Alois Senefelder hat vor über 200 Jahren mit der Erfindung des Chemischen Drucks das Medium Print nicht nur popularisiert, sondern wie kein anderer zuvor die Herstellung und Qualität von Printmedien nachhaltig innoviert. Durch den Chemischen Druck, bekannt auch als Lithographie – also das Drucken von Kalksteinplatten, später Aluminium –  konnten die Grundlagen gelegt werden für die modernen Flachdruck-Technologien, die wir als Offsetdruck kennen. Aber auch in der Halbleiter-Technologie ist der chemische Druck durch die sog. Photolithographie bis heute unverzichtbar. 

Fakt ist: durch die verfahrenstechnischen Eigenschaften und einzigartigen Vorteile der Lithographie inklusive der Vielfalt bzw. Güte an Farben und Farbpigmenten, die verwendet werden können, ist die Bebilderungsqualität des Chemischen Drucks unübertrefflich. Selbst modernste digitale Druckverfahren reichen daran nicht ran, was man einfach überprüfen kann, wenn man Original-Lithographien in anderen Druckverfahren reproduzieren möchte. Und auch die Darstellung auf Bildschirmmedien vermittelt eine andere Anmutung, die zwar beeindruckend ist, aber nicht die gleiche Wirkmechanismen besitzt wie der lithografisch-künstlerische Druck. Für mich steht fest: Künstler-Lithographien sind einzigartig in ihrer brillanten Darstellungsqualität und wirkungsvollen Vermittlung von gedruckten Inhalten aller Art. 

Eckhard Gehrmann führte gestern am #TagDerDruckKunst die Prinzipien des Chemischen Drucks vor. Und zeigte den interessierten Besuchern wie variantenreich und einzigartig hochwertigste Bilder gedruckt werden können, vom Kleinformat bis zum Grossformat (177 x 124 cm!). Dabei wird auch durch das Prinzip der sog. Non-Toxic-Lithography auf umweltbelastende Substanzen verzichtet. Es kommen ungiftige Lösungsmitteln und Druckfarben zum Einsatz. Auf seiner Website teilt der Künstler anschaulich seine Arbeit und sein Fachwissen.

Bei der Gestaltung der Bildmotive, die neben Zeichnen das Schreiben von Texten oder sogar im Tonerdruck vervielfältigte Fotos per Umdruckverfahren einschließen, sind keine Grenzen gesetzt. So gelingt eine Freiheit und Varianz bei der bildnerischen Formgestaltung mit raffinierten Effekten, wie sie anders kaum möglich sind. — Es sei denn, weltweit führende Special-Effect-Druckkunst-Spezialisten wie Günter Thomas und sein Team von GTTrendhouse42 in Gelsenkirchen, sind involviert :-).

Zum Video: Eindrücke vom 15. März 2025 in der Druckwerksatt von Eckhard Gehrmann in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main.


Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist besonders hervorzuheben: Druckkünstler wie Eckhard Gehrmann, der übrigens bei dem legendären Steindruckmaler und Druckgrafik-Dozent Christian Kruck an der Städelschule in Frankfurt am Main ausgebildet wurde, schaffen Druckwerke, die nicht als kurzlebiges Verbrauchsgut verwendet werden, sondern hochwertige Sammlerstücke darstellen, die sorgsam bewahrt werden. Diese Druckwerke können auf Maschinen hergestellt werden, die nahezu unverwüstlich sind, über viele Dekaden eingesetzt werden bzw. aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen können. Nachhaltiger geht es kaum, Oder?

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Dank Ricoh mein drupa-Erlebnis der besonderer Art mit einer Top-Manga-Künstlerin aus Tokio.

Von Andreas Weber, drupa-Veteran

Kurz vorab: Die drupa 2024 bot keine Sensationen und Technik-Überraschungen. Das meiste war bereits Monate zuvor angekündigt. Bis auf das Vertriebsabkommen von Canon und Heidelberg für Inkjet-Bogendruck-Maschinen der JetFire-Baureihe. Und die Tatsache, dass Landa Reue über die langjährigen leeren Versprechungen zeigte, aber jetzt betonte, numehr Marktreife für seine Landa Nanographic Printing Presses erlangt zu haben. Ansonsten hatten die allermeisten Hersteller ihre Messeauftritte gut vorbereitet. Allen voran gefiel mir der Stand von Koenig&Bauer am besten. HP Industrial Print glänzte wie ein Popstar-Ensemble. Und BOBST erstaunte durch das Statement von CEO Jean-Pascale Bobst: „We have to become a software company.“

Mein persönliches Resümee. — Ich habe bis dato über 1.200 Posts auf LinkedIn und Facebook ausgewertet. Die Meinungen zur drupa sind dahingehend wohl fast einhellig: Besucher wie auch Aussteller konnten sich wohlfühlen. Vor allem, wie Bernhard Cantzler von Mondi m. E. richtig feststellte, durch Netzwerken und persönliche Interaktionen, um sich individuell ein Bild über den Status quo zu verschaffen und ggf. Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Sprich: Die Messe Düsseldorf bot (metaphorisch ausgedrückt) wie gehabt ein gut ausgestaltetes Sportfeld, das durch die Besucher und Aussteller bespielt wurde. Ex-Drupa-Direktor Manuel Mataré nannte die drupa darum immer die Olympischen Spiele für Print&Papier, mit dem Motto: “Messe sich, wer kann!“. Und das funktionierte bis 2016 ganz gut!

 


 

Mein persönliches und besonderers Highlight: Das von Gudrun Alex und Monika Kissing so wunderbar organisierte drupa-Veteranen-Treffen in Düsseldorf. Mit vielen tollen, langjährigen FreundInnen/KollegInnen aus aller Welt. 


 

Die Anforderungen an die drupa haben sich seitdem massiv gewandelt. Nach acht Jahren Zwangs-Pause ist vieles buchstäblich entrückt oder verklärt. Nicht wenige BesucherInnen oder Aussteller-MitarbeiterInnen im Jahre 2024 waren erstmals auf der drupa. Morten B. Reitoft hat es in seinem Videokommentar auf den Punkt gebracht, indem er u.a. feststellt, dass einiges in Organisation, Ablauf und Konzept nicht mehr zeitgemäß war bzw. die drupa sich gegenüber früher nicht gewandelt habe.

 

 

Ich kann mich dem wie viele Kollegen auch voll und ganz anschließen. Das ändert zudem nichts an meinem persönliches Wohlgefühl und Erleben der drupa 2024. Wenn es jetzt seitens der Messeleitung heisst: “Die drupa 2024 hat alle Erwartungen übertroffen! 🤩🤝“ kann ich das nicht ernsthaft nachvollziehen. Bzw. ich muss mich fragen: Hatte man im Vorfeld die Erwartungen so tief angesetzt? Sprich, alle wichtigen Kennzahlen unter denen der Vorgänger-drupas angesiedelt?

 


Zur Erinnerung hier nochmals die Fakten aus meinem LinkedIn-Post vom 8. Juni 2024:

  • Die Zahlen zur #drupa2024 zeigen auf allen Ebenen einen deutlichen Rückgang zu 2016, wodurch die internationale Print-Leitmesse wohl nicht mehr zu den Top-10 in D gezählt werden kann.
  • Besucher: rund 170.000 aus 174 Ländern statt 260.165 aus 183 – ebenfalls ein Rückgang!
  • Der Anteil der Besucher aus dem Ausland lag 2024 bei über 80% – im Vgl. zu 2016 ein Anstieg von 75%; d.h. deutlich weniger Besucher aus Deutschland, die 2016 noch 25% ausmachten (von 65k auf 34k gesunken!)
  • Aussteller: 1.643 aus 52 statt 1.837 aus 53.
  • Ausstellungsfläche: rund 140.000 qm, statt 158.217 qm wie 2016
  • Die Zahl der akkreditierten Journalisten schrumpfte auf rund 1.100, da viele bekannte Kollegen nicht mehr kamen bzw. viele Fachmagazine nicht vertreten waren. 2016 waren es noch 1.828.

 

Wie gesagt: Einer Messe wird durch die Menschen vor Ort Leben eingehaucht, das durch Gespräche und Fachkommunikation spür- und erlebbar wird. Wenn nun die Besucherzahl überproportional zum Stellenabbau in der Branche drastisch sinkt und gleichzeitig die Zahl der Kamera-Teams signifikant zugenommen hat, bedeutet das für mich: Die Aussteller setzten in kluger Vorausschau auf bestmögliche visuelle Dokumentation, um das erwartete Besucherdefizit zu kompensieren. Insofern: Erwartungen erfüllt. #Scherz

 

 

Wie bei jeder drupa bleibt zum Schluss die Frage: Wie wirkt es sich im Markt tatsächlich aus, wenn mit hoher Besucherzufriedenheit geworben wird bzw. wenn es bei einigen wenigen großen Ausstellern gute Verkaufsabschlüsse gab (siehe Heidelberg mit rund 650 Mio. Euro)?

Daher die zentrale Frage: Wie nachhaltig kann eine drupa 2024 sein, die nachweislich bei den wichtigen messbaren Kennziffern Verschlechterungen aufzeigt? Aus meiner Sicht wäre hier eine ehrliche Aufarbeitung sinnvoll, vor allem, wenn es wie angekündigt, eine #drupa2028 geben soll.

 


Mein FAZIT

Letztlich bedeutet eine deutlich geringere drupa-Besucherzahl, dass die dynamische Verbreitung von Innovationen im Markt eingedämmt werden kann, da immer weniger Firmen über immer moderneres und auch teureres Equipment verfügen, die Zahl derer, die weniger oder gar nicht mehr investieren will, aber zunimmt. Viele aus den sog. Emerging Markets setzen darum auf kostengünstig ausgestattetes, zumeist aus China stammendes Equipment für Brot-und Butterarbeiten. Langfristig gesehen kannibalisiert sich m. E. die Print-Branche damit selbst.

Im Ergebnis lässt sich schlußfolgern, dass die drupa kein Game Changer resp. Innovationstreiber oder sogar Leitmesse mehr sein kann, wenn eine wachsende Mehrheit der Print-Community keine Beziehung mehr zum Geist der drupa pflegt bzw. die Messe nicht mehr persönlich besucht. Selbst innovative Denker und Innovationstreiber sind 2024 nicht mehr in dem Maße präsent gewesen. Die Zeiten sind anders geworden bzw. ändern sich weiterhin unaufhaltsam. Aber unser Print-Value-Ansatz sollte derselbe bleiben 🙂 Oder?


 

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Für mich, Andreas Weber, war die #drupa2024 meine 11. drupa, die ich persönlich besuchen und erleben durfte. Mal sehen, ob ich das Dutzend noch voll bekommen kann. Haha!

 


 

EPILOG

Vielen Dank an meine lieben KollegInnen aus Mailand von der Stratego Goup und speziell an Alexia Rizzi, die für The Super Content Group im Team mit INKISH auf der drupa 2024 ein Interview mit mir als drupa-Veteran führte. Anschauen lohnt sich 🙂

 

 


 

 

Von Andreas Weber, drupa-Veteran

Im Rückblick zeigt sich: War im Gutenberg-Jahr 2000 die drupa ein Mega-Anziehungspunkt für ein internationales Publikum, folgte mit der drupa 2004 (Leitthemen „Vernetzung“ und „On-Demand-Produktion“), eine Zäsur. Denn es zeigte sich, dass die Print-Branche sowohl an ihrer Positionierung unter den  Mediengattungen als auch an ihrer Kommunikationsfähigkeit zu Kunden und Endkunden arbeiten muss, um die Innovations-PS auf die Strasse zu bekommen.

Die Bereitschaft war damals vorhanden. Die Stiftung Druck- und Papiertechnik, getragen vom gleichnamigen Fachverband im VDMA als Hauptträger der drupa seit 1950, hatte meinen Fachbeitrag „Print hilft – vor allem der Marke“ für den Publizistikpreis der Kategorie „Medienwettbewerb“ ausgewählt. Ich hätte, so u.a. die Begründung, „eine realistische und positive Perspektive für die Printmedien aufzeigen können.“ Dabei ist es aber geblieben. Drum ist heute mein Beitrag so aktuell wie vor 20 Jahren….

Meine Kernaussagen damals (wie auch heute):

1. Print verbindet!

2. Print ist ein Ur- beziehungsweise Initialmedium von strategischer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.

3. Kein anderes Medium ist so nah am Menschen wie Print.

Der prämierte Artikel im Original, wie er auch die Wochenzeitung HORIZONT erschien. (HORIZONT 48 vom 01.12.2005 Seite 034 | Extra Print im Umbruch)

 

 

Print hilft – vor allem der Marke

Die Herstellung von Drucksachen ist technologisch auf höchstem Niveau / Die Druckbranche muss Gattungsmarketing betreiben

Print wird unterschätzt. Obwohl es nach wie vor die wichtigste Säule der Marken- und Produktkommunikation ist, sind sich nur wenige seiner tatsächlichen Stärken bewusst. Viele Marketing- und Werbeexperten setzen Print mit Anzeigen und Beilagen gleich. Print umfasst daneben jedoch eine Fülle an Akzidenzdrucksachen – womit alle Drucksachen außer Büchern, Zeitungen und Zeitschriften gemeint sind.

Die Turbulenzen in der Druckindustrie, die für schlechte Branchendaten gesorgt haben, beziehen sich überwiegend auf die Art und Weise, wie Print produziert wird, aber nicht auf seine Wirkung. Die Print-Produktion hat sich komplett erneuert und erfolgt heute durchweg digital, bis hin zur Direktbebilderung der Druckform. Beim Digitaldruck liegt nur noch eine virtuelle Druckform vor. Hier entstehen Anwendungsfelder, die beispielsweise in der Kombination von Offset- und Digitaldruck massenhafte Individualkommunikation via Print erlauben.

Print ist technologisch auf höchstem Niveau angekommen. Optimierungen im Herstellungsprozess und Automatisierungsmöglichkeiten entlang des kompletten Wertschöpfungsprozesses eröffnen in vernetzten Kommunikationsszenarien vielen neuen Marktteilnehmern – bislang rein technisch nicht mögliche – Potenziale und interessante Geschäftsmöglichkeiten.

Allerdings hat es Print vernachlässigt, sich entsprechend als dienstleistungsorientierte Wachstumsbranche im Kommunikationsmarkt zu positionieren – und die frohe Botschaft zu kommunizieren. Stattdessen vermittelt sie den Eindruck, es werde heute und morgen wie zu Gutenbergs Zeiten ein reines Produktionsgeschäft betrieben. Das aber trifft längst nicht mehr die Realität.

Marken sind das wichtigste Gut eines Unternehmens. Ihre Funktion ist quasi die eines “Containers für die unternehmerische Idee”. Marken sind jedoch kein Selbstzweck. Sie führen Angebot und Nachfrage zur Zufriedenheit aller zusammen. Deshalb gehört zum professionellen Markenmanagement neben ökonomischem Geschick ein starkes Bewusstsein für die Werte, die durch Print für die Marke geschaffen werden.

Ein Beispiel: Ein Hersteller kostbarer Markenuhren (Kaufpreis ab 5000 Euro) stellt den Wiederverkäufern Prospekte zur Verfügung, die drucktechnisch geradezu lieblos produziert werden. Gedruckt von der Stange im Vierfarbprozess, Lack drüber, fertig.

Vergleicht man diese Aufmachung mit den veredelten Druckbeiheftern in Frauenzeitschriften für Kosmetik-Artikel im Preisgefüge unter 100 Euro, entdeckt man einen Qualitätsunterschied, der Verbraucher irritiert. Das 40 Euro teure Parfüm wird hochwertig mit Goldprägung oder Silberfoliendruck und integrierten Riechproben beworben; die mehrere tausend Euro teure Uhr hingegen kommt in besagtem Prospekt beim Juwelier geradezu schäbig daher.

Geht man den Ursachen für diese Marketingsünden im Detail nach, so wird, wie Druckperfektionist Günter Thomas von der Thomasgruppe [heute GT Trendhouse 42] in Gelsenkirchen berichtet, von Agenturen gebremst, wenn es darum geht, Markenkommunikation in Print hochwertig zu veredeln. “Zu teuer, das zahlt der Kunde nie”, heiße es von dieser Seite oft. Dagegen erfuhr Thomas in vielen Gesprächen mit Markenexperten, dass diese eine hochwertige Darstellung ihrer Produkte durchaus schätzen und gerne mehr Geld bereitstellen, wenn der Kommunikationserfolg gesteigert werden kann. Zumal die Marke in Print genauso hochwertig präsentiert werden muss, wie es dem Konsumenten per Markenversprechen angetragen wird.

 

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Kaum jemand in der Welt versteht sich seit vielen Jahrzehnten so gut auf die Inszenierung von Print in den Top-Markenwelten wie Günter Thomas. Foto: GT Trendhouse 42.

 

Kreative in Agenturen wie auch Einkäufer in den Unternehmen sollten darum ihre Vorstellungen über Bord werfen, Print als Massenproduktionsware möglichst billig einzukaufen. Print wird durch moderne Veredelungstechnologien und Fertigungsprozesse zum hochwirksamen Premium-Kommunikationsmittel. Print hilft der Markenkommunikation, weil es als bewährtes Medium facettenreich und multisensorisch wirkt und Menschen begeistern kann. Print ist ein Ur- beziehungsweise Initialmedium von strategischer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Die kulturelle Entwicklung der vergangenen 500 Jahre hat dazu geführt, dass kein anderes Medium näher am Menschen dran ist als Print.

Zahlreiche Beispiele belegen, dass seit mehreren Generationen etablierte Marken wie Persil, Coca-Cola und Maggi durch Print dauerhaft eine starke Identität aufbauen konnten. Und selbst in der digitalen Welt hat Print seine Bedeutung nicht verloren: Amazon, AOL, Facebook, Ebay, Yahoo und andere konnten zwar über das Internet rasch eine hohe Bekanntheit erwerben. Eine Markenidentität wurde aber erst geschaffen, als die Newcomer über gedruckte Magazine und Anzeigen in Erscheinung traten.

Selbst Firmen wie Apple Computer, die den Digital Lifestyle prägen, setzen schwerpunktmäßig auf Print-Kommunikation: Großplakate im Outdoor-Bereich, Anzeigen und ein hoch entwickeltes Verpackungsdesign hatten entscheidenden Anteil, um Apples Ipod zum Verkaufsrenner zu machen. In den Apple Flagship Stores von London bis New York und San Francisco wird die Marke über gedruckte Displays und hochwertiges Print-Design zelebriert.

Doch all diese Vorteile sind oft nicht im Bewusstsein der Auftraggeber – sprich der Markeninhaber – verankert. Viele Marketing- und Werbespezialisten lassen sich von kurzfristigen taktischen Zielen leiten und können somit Print kaum oder überhaupt nicht als strategisches Medium beurteilen. Der Erfolg von Print wird nur gemessen an dem, was Massenmedien zu leisten imstande sind – und hier schneidet Print oft allein deshalb nicht gut ab, weil Zeitungen und Zeitschriften derzeit nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur aktiven Response-Generierung (und Ergebnismessung) erlauben.

Der Nutzen und die Funktionalität der Print-Kommunikation geht jedoch weit über die Bedeutung von Zeitung, TV oder Radio hinaus: Fast jeder Kommunikationskanal wird von Print unterstützt. Dies gilt auch – und insbesondere – für die persönliche Kommunikation, die durch Print in Form von Visitenkarten, Flyern, Broschüren, Handouts et cetera gestützt wird. Marken können auf Print zurückgreifen, weil Print die Glaubwürdigkeit des Gesagten enorm verstärkt. Das Kürzel PoS könnte somit nicht nur die Abkürzung für “Point of Sale”, sondern im Zusammenspiel mit Print auch “Point of Success” bedeuten.

Print ist unersetzlich und bietet eine enorme Vielfalt, um Marken zu machen und nachhaltig erfolgreich zu inszenieren. Die Print-Branche ist allerdings gefordert, ein klares Profil zu entwickeln und per Gattungsmarketing Print selbst als Marke zu positionieren. Nur so kann man dem Trend entgegenwirken, dass elektronische Medien überbewertet und Print unterbewertet werden. Dazu ist aber ein Umdenken nötig. Print lebt nicht – wie viele Print-Fachleute glauben – von Insider-Diskussionen über Verfahrenstechnologien, sondern von der unerschöpflichen Kraft seiner Wirkung und seiner unschlagbaren Funktionalität. Seit Jahren belegt der Druckschriften-Wettbewerb Berliner Type, welch hohe Qualität mit Print erreicht werden kann, wenn man die modernen Produktionstechnologien gekonnt einsetzt. Die prämierten Druckstücke profilieren sich auf internationalem Niveau als Benchmark. Seit neuestem unternimmt in Ergänzung dazu auch die Werbeagentur-Branche Anstrengungen pro Print.

So hat im Juni 2005 der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA den 1. GWA Production Award vergeben. Prämiert wurden herausragende Print-Produktionen aus allen Kategorien (Direct Mail, Akzidenzen, PoS, Anzeigen, Bücher et cetera).

Der Schwerpunkt lag nicht wie bei der Berliner Type auf Qualitätsaspekten im Druck, bewertet wurde vielmehr vor allem die Komplexität des Produktionsmanagements. Unter den Gold-, Silber- und Bronze-Gewinnern waren Agenturen wie Jung von Matt/Greenhouse und Serviceplan sowie Marken wie Mini, BMW und AEG. Nicht die Agentur-Kreativen haben diesen Award ins Leben gerufen, sondern der Arbeitskreis GWA Printproduktion – mit dem Ziel, auf den hohen Leistungsstandard in der Kommunikation mit Print hinzuweisen. Das ist mehr als gelungen.

Support erhalten die Print-Produktioner übrigens von Dienstleistern, die über den Tellerrand hinausblicken, und sich als Kommunikations- und Produktionspartner empfehlen. Das Ziel lautet: Print als Basis eines weit gefassten Dienstleistungskonzeptes begreifen. “Wir entwickeln für unsere Kunden aus dem Werbe- und Markenbereich neuartige Produkte, indem wir die Synergie von Papier- und Digitalmedien voll ausschöpfen”, erklärt Erich Thomanek, Vorstandschef von Alpha Print Medien in Darmstadt. Die Individualisierung von Massenauflagen im Druck gehöre ebenso dazu wie die Verknüpfung von Online- und Print-Kommunikation.

Das sind sicher ganz neue Töne für die Jünger Gutenbergs. Mögen sie in den Ohren von Markenfachleuten auf der Suche nach wirkungsvollen Kommunikationsformen auf Gehör stoßen. Denn, so kann man als Schlussfolgerung formulieren: Jede Marke scheitert ohne Print und gewinnt mit Print.

Kein anderes Medium ist so nah am Menschen wie Print!

 


 

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Zum Autor

Der Autor Andreas Weber, 46, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit dem Thema Print- und Markenkommunikation. Er ist Geschäftsführer von Global Communication und des DigitaldruckForum, beide in Mainz.


 

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Von Andreas Weber, Head of Value

In der 7. Episode geht es buchstäblich um die Wurst! Im Gespräch mit dem Druck-Künstler und Erfolgsunternehmer Günter Thomas (kurz: GT) werden alle neuraligischen Punkte aufgeworfen, mit denen sich die Print- und insbesondere Verpackungsbranche selbst das Leben schwer macht.

Mein Freund und Gesprächs-Partner Morten B. Reitoft  fasst das wie folgt zusammen:

Herausforderungen und Innovationen in der Druckindustrie meistern

Einführung

Dieser Beitrag bietet einen detaillierten Einblick in die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten der Druckindustrie, angeleitet durch ein Gespräch mit den Branchenveteranen Andreas Weber, Morten Reitoft und Günter Thomas (GT). Das Gespräch beleuchtet kritische Themen wie Marktherausforderungen, Innovation, Qualität, Nachhaltigkeit und öffentliche Wahrnehmung im Kontext der deutschen Druckindustrie.

Abschnitt 1: Der Zustand der Druckindustrie

Die Diskussion beginnt mit einer Untersuchung der Probleme des deutschen Drucksektors, insbesondere der Auswirkungen steigender Kosten und eines harten internationalen Wettbewerbs. Günter Thomas weist auf die Schwierigkeiten hin, stark gestiegene Betriebskosten auf die Produktpreise zu übertragen. Er erwähnt auch die Belastung der Branche durch politische Entscheidungen, beispielsweise durch Richtlinien, die sich auf die Strompreise und damit direkt auf die Produktionskosten auswirken.

Abschnitt 2: Innovation und Qualität im Druck

Günter Thomas betont die Bedeutung von Innovation für die Aufrechterhaltung hoher Qualitätsstandards im Druckbereich. Im Gespräch wird die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Designern und Druckern erörtert, um potenzielle Ergebnisse zu optimieren. Laut Thomas behindert das Fehlen solcher Interaktionen die Fähigkeit der Branche, ihren Wissensaustausch zu verstärken und gemeinsam voranzukommen.

Abschnitt 3: Die Rolle des Verpackungsdrucks

Der Dialog verlagert sich auf den Verpackungsdruck, einen bedeutenden und herausfordernden Sektor in Deutschland. Günter Thomas erläutert, wie es mittelständischen Unternehmen schwerfällt, mit dem Kapital und der Größe globaler Konzerne mitzuhalten. Er stellt fest, dass der Luxussektor trotz seiner Herausforderungen weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt bleibt, insbesondere im Hinblick auf Qualität und Innovation.

 

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Morten B. Reitoft (links) mit Andreas Weber (Mitte) und Günter Thomas) beim INKISH-TV-Gespräch.

 

Abschnitt 4: Nachhaltigkeit und die Zukunft des Druckens

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, wobei Thomas sich für umweltfreundliche Praktiken beim Drucken einsetzt. Er kritisiert die allgemeine Verteufelung von Verpackungen und fordert die Branche auf, die Schönheit und Notwendigkeit von Druckerzeugnissen zu demonstrieren. Er betont auch die Notwendigkeit für die Industrie, den Lebenszyklus von Produkten zu berücksichtigen, von der Produktion bis zur Entsorgung. (Eine schnellere Billigwurst-Verpackung, die kaum 14 Tage alt wird, hat einen gleich großen Fussabdruck wie die eines Luxusgutes, das jahrelang genutzt wird!)

Abschnitt 5: Einbindung in die Öffentlichkeit und das Image der Branche

Günter Thomas und Andreas Weber diskutieren, wie wichtig es ist, das Image der Druckindustrie in der Öffentlichkeit zu verbessern. Sie schlagen vor, dass die Branche ihre technologischen Fortschritte und den inneren Wert gedruckter Materialien aktiver präsentieren sollte. Das Gespräch unterstreicht die Notwendigkeit, dass die Branche aus dem Schatten tritt und ihre Bedeutung auf dem Weltmarkt behauptet.

Abschluss

Die Diskussion endet mit einem Aufruf an die Druckindustrie, Innovationen anzunehmen, die Qualität aufrechtzuerhalten, Nachhaltigkeit anzustreben und sich stärker in der Öffentlichkeit zu engagieren. Die Branche steht vor großen Herausforderungen, verfügt aber auch über Wachstums- und Anpassungspotenzial. Der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg liegt darin, den wirtschaftlichen Druck mit dem Streben nach Innovation und Umweltschutz in Einklang zu bringen und sicherzustellen, dass die Druckindustrie auch in den kommenden Jahren lebendig und relevant bleibt.

 

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Das vollständige Gespräch (auf deutsch, mit englischen Untertiteln)

 

 


 

Weitere Tipps

WEBER+REITOFT Episode 5:
Im Gespräch mit Markus Weiss, HP Industrial Printing EMEA

 

WEBER+REITOFT Episode 4:
Im Gespräch mit Frank de Jonge, NEOS

 


 

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WEBER + REITOFT Episode 3 — Zauber der Karibik

 

Von Andreas Weber

Die östlichste Karibik-Insel ist Barbados. In der Hauptstadt Bridgetown sitzt eine bemerkenswerte, hochspezialisierte Druckerei: Caribbean Label Crafts Ltd. Unsere 3. Episode von WEBER + REITOFT widmet sich buchstäblich dem Zauber der Karibik, von dem wir hierzulande profitieren können.

 


STECKBRIEF

INKISH.TV besuchte Caribbean Label Crafts Ltd. in Bridgetown, Barbados

Caribbean Label Crafts Ltd. wurde 1986 gegründet. Heute führend auf Premium-Ebene.

LEITLINIE: Qualität – Exzellenz – Handwerkskunst

Tätigkeitsfeld: Etikettendrucker für die Karibik und Mittelamerika, mit Standorten in Barbados, Jamaika und neu in der Dominikanischen Republik

VISION: Führend vom Konzept zur Anwendung!

„Wir wollen renommierte Designer und Drucker hochwertiger Verpackungen sein, die durch Innovation, Handwerkskunst und Exzellenz stets die Erwartungen unserer Kunden erfüllen oder übertreffen, vom Konzept bis zur Anwendung.“

MISSION: Caribbean Label Crafts Ltd. ist bestrebt, seinen Kunden erstklassige Verpackungslösungen, Support und Dienstleistungen zu bieten, die die Standards ihrer Verpackungen verbessern und einen Mehrwert für ihr Unternehmen schaffen und gleichzeitig langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen

CLC deckt fast alle Anwendungsbereiche des Etikettendrucks ab, vor allem für FMCG-Retail-Produkte aller Art, Preis- und Barcode-Labels bis hin zu Pharma-Produkten.

Link zur Website

Mein Fazit

Selten erfährt man so offen und inspirierend, wie ein Premium-Geschäft in einem Nischenmarkt sich gestaltet und erfolgreich weiter entwickelt. Und das alles mit Bedacht und gründlicher Überlegung sowie entschlossenerem, konsequentem Handeln! Bravo!

Kernaussagen aus dem INKISH-Video

Greg Coles, Sales & Customer Service bei CLC: „Es geht bei und immer um High-end und damit High-Value-Added-Produkte und Services“

CEO Paul Evelyn: „Alle Aktivitäten inklusive Investitionen richten sich immer danach, höchste und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Das macht im Team mit erstklassigen Mitarbeitern unsere sehr gute Reputation aus.“

Neben den höchsten technischen Standards ist bei CLC immer wichtig, die Handwerkskunst vollendet und durchgängig vom Design, über Prepress und Printproduktion zu beherrschen.

Alle Basismaterialien müssen auf die Insel importiert werden. Und 93% der Produkte werden dann wieder in über 30 Inseln & Lokalitäten in der Karibik und Mittelamerika exportiert. Das macht nur Sinn, wenn man auf Premium-Level agieren kann. Dazu gehört, Umweltaspekte im Blick zu halten und höchstmögliche Special-Effects im Druck zu nutzen. Der spezielle Fokus bei CLC liegt dabei auf dem Luxus-Spirituosenmarkt, der 80% des Produktionsvolumens ausmacht.

 

 

 

Kreativität ist ausschlaggebend, daher verfügt CLC über eine Design-Abteilung im eigenen Haus. Dadurch sei man sehr eng und schon sehr frühzeitig bei Kunden involviert, wenn Bestehendes optimiert oder Neues entwickelt werden soll. Kunden sind ebenso kleine Destillerien der Region wie auch globale Konzerne wie Campari, Rémy Cointreau mit höchsten Ansprüchen und Erwartungen an uns.

Das Ziel sei daher, ein fokussiertes Geschäft mit einer Vielfalt von drei Produktionsstandorten (spanisch wie auch englisch sprechend) zu betreiben, die letztlich alle sinnvollen Technologien bündeln. Das erhöhe die Produktionssicherheit für die CLC-Kunden ganz enorm. Dabei wirke sich auch die Optimierung der Logistik wie auch der Import- und Export-Kosten positiv aus, was die Wettbewerbsfähigkeit steigere.

Drucktechnisch liegt für CLC die Zukunft auf hybrider Druckproduktion v. a. in Kombination von UV-Inkjet- und klassischem Flexodruck. Daher fiel die Wahl auf BOBST Master DM5, laut Paul Evelyn durch die hohe Flexibilität den modularen Aufbau und hohen Automatisierungsgrad inkl. Inline-Veredelungsfertigungsmöglichkeiten.

Wichtig war, wie gründlich und auch über welch langen Zeitraum von fast eineinhaklb Jahren CLC seine Investitionsentscheidung vorbereitet hat, mit rund einem Dutzend Anwendungsbeispielen für anspruchsvolle Etikettenproduktionen, die von unterschiedlichen Lieferanten getestet werden mussten.

CLC machte von Anbeginn an gute Erfahrungen mit BOBST plus signifikante Einsparungen bei Zeit und Material. Der Zweischicht-Betrieb wurde nach der Eingewöhnungsfrist von 3 Monaten zum Jahresbeginn 2023 auf drei Schichten erweitert.

BEMERKENSWERT: Der Mix der Begriffe Handwerkskunst und Hybrid-Druck

Zum einen dadurch, dass ich vor vielen Jahren schon, nach er drupa 2012 um eine Analyse gebeten wurde, welcher Gattung, welcher Betriebstyp im Druckerei-Sektor langfristig wachsen und Erfolg haben wird. Mein Ergebnis damals wie heute: Die Moderne Manufaktur, sprich ein Unternehmen, dass neueste Technik und Prozesse souverän einsetzt und dabei auf die hohen Prinzipien der Handwerkskunst bei der Drucksachenherstellung nicht verzichtet. Et voilà: CLC auf Barbados kann und macht das!

Zum anderen der Hybrid-Druck. Eigentlich ein „altes „Thema“, das sich auf der drupa 2008 abzeichnete, sich aber dann doch nicht breitenwirksam durchsetzte. Es ging damals z.B. darum, wie man Inkjet-Druckköpfe in Offset-Rotationsmaschinen integriert, um Magazine oder Zeitungen zu personalisieren. Es gab einige Versuche, mehr aber nicht. Stattdessen hat man die Druckergebnisse bei unterschiedlichen Verfahren im Digitaldruck mit dem Offsetdruck-Ergebnis harmonisiert, damit man Drucke in der Verarbeitung mischen konnte. Das war letztlich aber nur ein netter Gag,m ziemlich selbstverliebt und ohne wesentlichen Nutzen für Kunden der Druckereien …

DARUM: Das was bei CLC in der fernen Karibik passierte, ist für mich ganz klar ein Leuchtturm-Projekt. Und BOBST mit der vor vier Jahren vorgestellten Hybrid-Maschine DM 5 ein echter Vorreiter. Überhaupt, BOBST hat sich eine Führungsrolle erarbeitet, und stellt schon lange Kundenanforderungen in den Fokus, wie CEO Jean-Pascal Bobst immer wieder betont. Dahin zu kommen war aber gar nicht so einfach. Und die richtig genutzte Digitalisierungskompetenz hilft.

Überhaupt: Das was BOBST macht, ist für mich tatsächlich nicht nur Pionierarbeit wie damals die Mondlandung, sondern eine echte Transformation im Print, mit dem Etikettendruck-Markt als Vorreiter!!! Bravo!

 


 

 


 

Weber+Reitoft 02 Titel Morten

Von Andreas Weber

Nach einem wie ich finde erfolgreichen Auftakt setzen wir unsere Reihe der WEBER+REITOFT-Gespräche weiter fort!

Nachdem wir mit dem Video über Scott von Courier Graphics in den USA als einen smarten und erfolgreichen Druckunternehmer zum Gespräch hatten, geht es heute um Fachmesse-Interviews, die Mitte September 2023 live auf der LabelExpo in Brüssel aufgezeichnet werden.

Ich selbst war schon lange nicht mehr auf einer LabelExpo, zuletzt wohl 2017, daher meine Frage an Morten B. Reitoft: Wie hast Du die weltweit bedeutendste Messe für Label Printing empfunden? Antwort (zusammengefasst): Das Messegelände ist nicht gut geeignet, darum ab 2025 der neue Messeort Barcelona für die LabelExpo. Aussteller, Angebote und Zuschauerstruktur waren 2023 wieder sehr gut.

 


Auf INKISH-TV sind alle rund 30 Videos in einer Rubrik zusammengefasst, man muss nur LabelExpo als Suchbegriff eingeben.

Wir haben speziell 4 Videos ausgewählt mit Interview-Partnern von interessanten Herstellern. Im Detail:

Filip Weymans von Xeikon

Tobias Theurer von Theurer.com

Volker Selg von IST Metz

Christoph Gamper CEO der DURST Group

Also diesmal ein mehr oder weniger europäischer Fokus mit Firmen, die über Branchengrenzen hinaus nicht so sehr allgemein bekannt sind, weil eben hochspezialisiert. Es zeigt sich aber, wie dennoch ein globaler Spirit herrscht, der uns auch hierzulande äußerst nützliches bietet!


Mein Eindruck zu den vier Videos

Filip Weymans, Xeikon, Belgien: Der Fokus der LabelExpo ist einzigartig und passt zur Xeikon Café-Strategie. Gute Auffrischung zu dem, was Xeikon (als Teil der Flint Group) heute leistet, im Sinne von spezifischen Lösungen für spezifische Anwendungen, quer über Technologien hinweg. Sogar für flexible Verpackung aus Papier.

Wichtigstes Statement von Filip Weymans: „Es geht nicht mehr darum, Technologien in den Markt zu pushen, sondern innovative und beste Lösungen für spezifische Anwendungen zu bieten!“

Tobias Theurer, theurer.com, Deutschland: Interessant, wie eine deutsche Firma im Norden von Stuttgart, gegründet und gemanagt von zwei Brüdern, sich international behauptet im Etiketten- und Verpackungsdruckmarkt. Das umfasst wichtige Prozesse – von der Kalkulation, dem Verkauf und der Produktionsplanung über die Logistik bis hin zum Controlling.

Mit rund 16.000 Anwendern aus über 200 Unternehmen in 30 Ländern. Automatisierung, Customization sprich individuelle Anpassungsmöglichkeiten stehen im Fokus. Und KI spielt eine immer wichtigere Rolle. Bravo!

Volker Selg, IST Metz, Deutschland: Das Gespräch mit Volker Selg erscheint mir besonders interessant. Und Kompliment an Morten, dass er so tief in das Thema einsteigt, weil es sehr speziell ist. Denn IST Metz ist ein hochspezialisierter Anbieter und verkauft LED-UV-Härtungsgeräte für andere OEMs in eigenen oder fremden Umgebungen. Für den Etitkettendruckmarkt ist dies enorm wichtig. Speziell auch für die große Zahl installierter Systeme, die IST Metz nachrüsten kann. Ein Highlight: LED Härtung von Silikonen und anderen Beschichtungen unter Ausschluss von Sauerstoff. Auch hier spielt Customization, sprich die Anpassungsmöglichkeit auf spezifische Kundenbedürfnisse eine wichtige Rolle.

Besonders faszinierend zu hören, dass selbst High-Speed-Produktionen mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 500 m pro Minute bzw. 12 m pro Sekunde unterstützt werden. Dies sei ein Quantensprung und wäre vor 3 oder 5 Jahren noch Utopie gewesen. Wichtig ist auch zu wissen, dass die in der Praxis eingesetzte IST Metz Technik bewusst im Energieverbrauch ist, die Geräte verbrauchen dann Energie, wenn sie eingesetzt werden und nicht im Stand-by-Betrieb.

Christoph Gamper, CEO Durst Group, Südtirol/Italien: Ein Gespräch mit Christoph Gamper ist immer interessant. In diesem Interview von der LabelExpo Europe 2023 wird auch darüber gesprochen, wie sich die LabelExpo von einer Messe wie der drupa unterscheidet. Morten stellt zurecht fest: „Wenn wir mit Christoph Gamper sprechen, ist er einer der wenigen CEOs, die keine Angst haben, Themen wie den Wert einer Messe oder die Mängel des Veranstalters zu diskutieren. … Christoph Gamper wird einer der Gäste unserer kommenden NON-EVENT-Ausgabe 2020 in Kopenhagen sein.“

Meine Meinung: Im INKISH-Interview wird klar, dass Christoph Camper ein Unternehmer durch und durch ist. Und kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Defizite geht. So sieht er Fachmessen durchaus als ein MUSS an, um Interessenten und Kunden zutreffen, Leads zu generieren, und sich gleichzeitig mit dem Wettbewerb zu messen; selbst wenn es aus Sicht des Ausstellers auf Organisationsseite der Messeveranstalters Kritik gibt. Wobei die LabelExpo sich von allgemeinen Großmessen wie der drupa deutlich unterscheidet. LabelExpo ist viel fokussierter, hier zählen weniger Visionen und Ausblicke, als konkrete Lösungen, die sofort implementiert werden können.

Partnerschaften sind dabei wichtig. Und für Unternehmen in Privatbesitz wie Durst sei das überlebenswichtig, da man nicht selbst bei Allem das Beste leisten kann. Dazu gehört auch, sich auf Neugründungen einzulassen, wie im Fall von Durst mit Hawk Eye (Deutsch: Falkenauge), einem vor 7 Jahren in New York City gegründeten KI- und Deep-Learning-Startup. Und das mit Partnern, die sich nicht nur mit Print-Anwendungen beschäftigen. Hut ab!

 

 

APROPOS KI…

Ich habe die KI-PLattform CHatGPT gefragt: Welchen Stellenwert hat Etikettendruck / Label Printing in Deutschland? ChatGPT (Version 3.5) hat geantwortet:

Der Stellenwert des Etikettendrucks (Label Printing) in Deutschland kann als bedeutend angesehen werden, da er in verschiedenen Branchen eine entscheidende Rolle spielt. Etiketten werden für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet, darunter:

Lebensmittelindustrie: Etiketten sind entscheidend für die Kennzeichnung von Lebensmittelverpackungen. Sie enthalten Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwertangaben, Verfallsdaten und mehr, um die Verbrauchersicherheit zu gewährleisten und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.

Pharmazeutische Industrie: In der Pharmaindustrie sind Etiketten unverzichtbar, um Medikamente richtig zu kennzeichnen und sicherzustellen, dass Patienten die richtigen Dosierungen erhalten.

Logistik und Versand: Etiketten werden verwendet, um Produkte während des Transports und der Lagerung zu kennzeichnen. Dies ist wichtig, um den reibungslosen Ablauf in der Lieferkette sicherzustellen.

Einzelhandel: Produktetiketten dienen im Einzelhandel nicht nur zur Identifikation, sondern auch zur Preisgestaltung und zur Information der Kunden über Produkteigenschaften.

Industrielle Anwendungen: Etiketten werden auch in der Industrie für die Kennzeichnung von Maschinen, Bauteilen und Rohstoffen eingesetzt.

Umgebungsetiketten und Barcodes: Etiketten mit Barcodes und QR-Codes sind weit verbreitet, um Produkte zu verfolgen und den Lagerbestand zu verwalten.

Nachhaltigkeit: In Deutschland, einem Land mit einem ausgeprägten Umweltbewusstsein, spielt auch die nachhaltige Etikettierung eine wichtige Rolle. Dies umfasst Etikettenmaterialien, die umweltfreundlicher sind, sowie Kennzeichnungen für Recycling- und Entsorgungshinweise.

Die Bedeutung des Etikettendrucks in Deutschland spiegelt sich in der Qualität und Präzision der Drucktechnologie sowie in den strengen regulatorischen Anforderungen wider, die in vielen Branchen gelten. Darüber hinaus ist die Innovationsfähigkeit der deutschen Druckindustrie bemerkenswert, da sie sich ständig an neue Anforderungen und Technologien anpasst, einschließlich digitaler Druckverfahren und Individualisierung von Etiketten.

Insgesamt kann gesagt werden, dass Label Printing in Deutschland eine wichtige Rolle in verschiedenen Wirtschaftszweigen spielt und hohe Standards in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit erfüllen muss.“

Das ist, wie ich finde, eine sehr treffende und pointierte Zusammenfassung per KI zu Label Printing, dass in Zukunft selbst stark von KI geprägt sein wird!


Statista Produktionsvolumen Etiketten in D 2022

Zur Statistik

Details zum Etikettendruckmarkt sind in Deutschland nur partiell zugänglich, indem man sehr spezielle Quellen finden muss. Die Statista-Auswertung umfasst nur Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern. D. h. das tatsächliche Produktionsvolumen liegt höher.  Umsatz der deutschen Verpackungsindustrie bis 2022

Veröffentlicht von Statista Research Department, 14.04.2023

 


 

Weber+Reitoft 02 BEIDE

Das ganze Video gibt es hier auf INKISH-TV:
https://inkish.tv/inkish-video/weberreitoft2/

 


 

 

Von Andreas Weber

Willkommen zur neuen Video-Reihe! Weber+Reitoft finde ich ein perfektes Format, um zu diskutieren, in welcher Form der deutschsprachige Markt von INKISH.TV profitieren kann. Und umgekehrt. Und wir folgen dem Prinzp von Hannah Arendt: “Wahrheit gibt es nur zu zweien”!

Entsprechend bin ich sehr glücklich, ab Herbst 2023 zunächst für drei Monate mit Morten B. Reitoft zu testen, wie sich ein wöchentliches kurze Gespräch per Videochat gestalten lässt. Und ob es für uns alle Nutzen bringt. Wir starten am 27. September 2023 mit einer Video-Reportage über eine herausragende Firma in den USA, Courier Graphics in Phoenix, Arizona.

 


 

WEBER+REITOFT — Die neue wöchentliche Video-Serie für den deutschsprachigen Markt. Morton schrebt dazu:Liebe Freunde, ich spreche nicht gut Deutsch, aber es ist wichtig für mich zu versuchen. In unserem neuen wöchlichen Programm mit Andreas Weber sprechen wir über Filme und Themen, von denen wir denken, dass sie für deutsche Drucker und Geschäftsführer interessant sein könnten. Ich hoffe, dass es Ihnen gefällt und lassen Sie mich wissen, wenn Sie Vorschläge zur Verbesserung haben.

Nächste Woche sprechen Andreas Weber und ich über LabelExpo.

Vielen Dank,
Morten B. Reitoft
Redakteur

Weber+Reitoft Folge 01-2023


 

Das Weber+Reitoft-Projekt hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ich dieser Tage, im Spätsommer bzw. Herbst 2023 mein 50-jähriges Berufsjubiläum begehen darf. WOW! Ein halbes Jahrhundert. Unglaublich! Ich habe früh angefangen, mit 14 Jahren und bin dem Medium Print treu geblieben und durfte vielen Menschen, die sich mit Print-Kommunikation beruflich beschäftigen, auf unterschiedlichsten Ebenen und in rund 40 Ländern der Welt auf allen Kontinenten begegnen.

Insofern berühren mich die INKISH-Aktivitäten und -Videos, die ebenfalls die gesamten Printwelt ansprechen, ganz besonders. 

 


PRINT VERBINDET!

Ich sitze schon seit einiger Zeit grübelnd darüber, was wohl die Meilensteine in meinem Berufsleben waren. Und komme zu folgendem Ergebnis sozusagen als kürzester Formel: „Print verbindet!“ — Wenn man das googlet, taucht immer nur auf, wie verschiedene Devices (Smartphone, Tablet, Drucker etc.) Print-Ausgaben v.a. über Apples AirPrint ermöglichen. Es geht mir aber nicht nur um diese Konnektivität. Es geht mir darum, dass Print-Kommunikation resp. Print-Medien Menschen miteinander verbindet.

Print ist wie der Mensch selbst ein analoges Medium, sprich in der Realität verhaftet, und adressiert bei Menschen das unwillkürliche, vegetative Nervensystem – einerseits durch den Sympatikus für eine Leistungssteigerung und zur Bewältigung von Stress- und Notfallsituationen; und andererseits stimuliert Print den Parasympatikus, der „Ruhenerv“, der für Entspannung und Regeneration sorgen kann. Das ist sogar in der bildenden Kunst ein wichtiger Topos, in Form der zahllosesten Bilder von Lesenden Personen. Sprich die Interaktion von und mit Menschen durch Print ist das für mich Faszinierende. 


 

Zum Video, das heute Thema sein soll: Es zeigt wunderbare Menschen, die sich mit Hingabe und großem Geschick der Printmedienherstellung in vielfältiger Weise und mit modernsten Techniken widmen.

https://www.youtube.com/watch?v=VP23TW7vNCU

Courier Graphics hat seinen Sitz in Phoenix, Arizona, und ist eine weitere großartige Druckerei. Wenn Sie die Produktion betreten, sehen Sie die riesige 32-Seiten-Manroland-Rollenoffsetmaschine, die bei der Arbeit großartig zu sehen ist, und es ist lustig zu sehen, wie klein eine Heidelberg XL-106 – 8-Farben – plötzlich im Vergleich zur Manroland – ist. Für ein Unternehmen, das sich auf hochwertige Zeitschriften, Kataloge usw. konzentriert, ist die Kombination jedoch super. Wir besuchen Courier Graphics und Präsident Scott Carritt, da das Unternehmen kürzlich in eine neue MIS/ERP-Lösung von PrintVis aus Dänemark investiert hat, was gut geklappt hat Produktivitätssteigerungen von Courier Graphics und viele andere Vorteile, über die wir in diesem INKISH-Film sprechen.

Die Firma Courier Graphics und ihr Präsident werden sehr anschaulich präsentiert, wenn auch für Deutsche der US-Südwest-Akzent von Scott Carritt nicht einfach zu verstehen ist, zumal er eloquent und schnell spricht.

Meine Highlights:

  • es wird sofort klar, was wie getan wird, um hoch-produktiv und hoch-qualitativ Kataloge, Zeitschriften, Bücher bis hin zu Postern, Umschlägen etc. herzustellen;
  • besonders gut: Gleich am Anfang (min. 1:03) sieht man  den Show-Room mit vielen Dutzend Print-Anwendungen; und es wird darauf eingegangen was Kunden wünschen: immer schneller und flexibler die Leistungen zu bekommen. Und das zu einem optimalen Preis;
  • der große Teil des Video-Interviews liegt dann auf der installierten Technik bzw. der Prozesse, um automatisiert das Beste aus der umfangreichen und durchaus heterogenen Hardware rauszuholen! Genutzt wi´werden Druckmaschinen von manroland und Heidelberg sowie MIS/EREP-Software aus Dänemark von PrintVis.
  • Interessant ist die Bemerkung von Scott, in welch hohem Maß sowohl die installierten Software als auch Hardware „customized“ wurde, sprich exakt auf seine Firma und die Bedürfnisse bei den Abläufen und den damit betreuten Mitarbeiter abgestimmt wurde und wird – und auch ständig erweiterte werden kann.
  • PLUS: Die Rentabilität und der Profit konnten mit dem Einsatz von Software deutlich gesteigert werden! Das würde man aus deutscher Perspektive nicht vermuten, dass es im Akzidenzdruckbereich noch diese Art von Erfolg geben kann.
  • FAZIT: INKISH-TV präsentiert uns in einer kompakten Form, mit sehr guter Bildsprache und Erzählweise einen — aus deutscher Perspektive gesehen  — Hidden-Champ, weit weg im Südosten der USA, eine Firma, die wir von uns aus nie entdeckt hätten. Die aber unseren bisweilen vorteilhaften Vorstellungen widerspricht: denn nicht wenige Druckfachleute denken, in den USA wäre am verbreitetstes das „Quick&Dirty“-Prinzip.  Kurzum: Scott bietet uns mit seiner Firma Courier Graphics viel Inspiration und ein tolles Fallbeispiel für einen innovativen Druckereibetrieb.

Was mir prinzipiell an INKISH-TV gut gefällt ist:

  • Viele Touchpoints werden geboten: via Social-Media, Website und YouTube. Die Videos funktionieren besten auf unterschiedlich großen Screens: ob Smartphone, Tablet, PC oder Flatscreen-Grossbildschirm mit 4K.
  • Die Bildsprache ist stets abwechslungsreich, aber nie hektisch.

Aber: Die Masse an Videos und die schnelle Folge von neuen macht es nicht immer einfach, alles im Blick zu halten. Zudem sind Sprachbarrieren immer ein Problem. Und dass der Fokus meist auf Technik-Anwendungen liegt. Ich fände es gut, ein weiteres Themenspektrum zu eröffnen:

Denn es gibt einen hohen Bedarf an anderen Themen wie Go-To-Markt, Kundenbedürfnisse inkl. Kundenkommunikation, sprich alle Themen zwischen Druckereien und ihren  Kunden in Zeiten  des digitalen Wandels.

Eine große Herausforderung besteht m. E. darin, als INKISH-Nutzer optimal navigieren zu können. Das ist nicht einfach, weil die vorhandene Stichwort-Suche entweder wenig oder zu viel anzeigt.

Anregung: Über den Tellerrand schauen!

Hier lohnt sich der Blick in andere Themenbereiche, z. B. die Ernährung: Wir haben in Deutschland eine TV-Plattform der „Ernährungsdocs“ als Mischung aus hochwertigen Video-Reportagen zu relevanten Themen und kreativen Kochrezepten, die alle super gesundheitsfördernd und dabei einfach zu kochen sind – bestens verschlagwortet, um dann für uns einzelne die spezifischen Symptomen und Krankheitsbildern punktgenaue Ergebnisse liefern. Sprich wenn ich beispielsweise als Diabetiker auch Herzprobleme habe, finde ich sofort eine Fülle fantastischer Kochrezepte, die mir bei der Selbstheilung helfen können. So etwas wünsche ich mir auch für Print! Bzw. das wäre für mich eine gute Form, INKISH weiterzuentwickeln: Als lebendes intermediäre Fachpublikation für Print-Medien mit innovativ-kreativen Rezepten, die Appetit machen und Kommunikationsprobleme lösen können.

 


 

WEBER+REITOFT – Folge 01-2023 in voller Länge

 

 

 


 

Fachjournalist Titel

Morten B. Reitoft spricht in einem LinkedIn-Post einen wichtigen Aspekt an: Wie gut ist unsere Fachpresse-Berichterstattung für Print & Publishing (inkl. Papier und Substraten aller Art). Und wem nutzt das bzw. welcher Nutzen entsteht?

— Was denkt Ihr? Kommentare erwünscht! —


Morten auf LinkedIn am 13042023Morten auf Linkedin am 14042023


 

Kritische Analyse von Andreas Weber

 

Mein POV: Ich gebe Morten völlig recht!

Zu oft werden Pressemeldungen der Industrie unverändert publiziert sowie Berichterstattung von Anbietern bezahlt. Zudem bestimmen die Anbieter gemäß ihrem Marketingplan die Themen, die in den Medien behandelt werden. Was für Leser, sprich die Beschäftigten in den Druckereien sowie deren Kunden, wirklich relevant wäre, findet so gut wie keine Beachtung.

Als dient der Nutzen der Fachmedien gar nicht dem Leser, sondern nur dem Anbieter, quasi als durchgängige, selbstverliebte  Nabelschau und Selbstbeweihräucherung.

Zur Qualität des Fachjournalismus orientiert sich Morten an den bekannten allgemein gültigen „Sieben News Criteria“:

„Timeliness · Proximity · Impact · Prominence · Oddity · Relevance · Conflict“

Das ist gut so. Aber m. E. geht es nicht nur um News, sondern um umfassende Berichtsertattung in Form von Analysen, Bewertungen, Kommentaren, Marktszenarien etc. — Sprich alles, was dem Leser erlaubt, Dinge einordnen zu können bzw. Orientierung zu finden.

Hinzu kommt, wie diese Form des massiven Anbieter-Lobbyismus nicht nur die Qualität der Berichterstattung herabsetzt, sondern auch dazu führt, dass eine unabhängige Berichterstattung nicht mehr möglich ist, weil Finanzierungsmodelle fehlen.

Die meisten Fachmedien bestehen aus Gratis-Angeboten für den Leser/User. Das heisst, für den Konsum von Inhalten wird nicht bezahlt. Warum auch, wenn die Inhalte über die Anbieter selbst und ihre PR-Agenturen verfügbar gemacht werden? Bzw. sie nicht die Interessen der Leser treffen…

Fakt ist zudem, dass ein Großteil der Fachpresse-Berichterstattung über Events erfolgt, zu denen die Anbieter die Journalisten einladen und die Reisekosten (oft auch mit Zusatzwünschen) bezahlen. Streng genommen ist dies eine Form der Vorteilsnahme resp. sogar Bestechung, die zum Beispiel vom Axel Springer Verlag als Nummer 1 in Europa schon vor über 10 Jahren stigmatisiert wurde und das Unternehmen seinen Journalisten dies ausdrücklich verboten hat.

„Ausgewogenheit, Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit“

Die Deutsche Journalisten Akademie bezieht dazu wie folgt Stellung: Qualitätsjournalismus sei gefordert, gemeint sei damit ein Schlagwort, das die professionelle Redaktion vom Laienjournalismus abgrenzen soll, deren Inhalte meist kostenlos verfügbar sind.

Und weiter: „Die journalistische Berufsethik entspricht den Kriterien für den sogenannten Qualitätsjournalismus“. In Einzelnen wird genannt:

  • Wahrhaftigkeit
  • Sorgfalt bei Recherche und Dokumentation
  • Sachlichkeit bei der Berichterstattung
  • Unparteilichkeit im Konfliktfall
  • Argumentation statt Meinungsinflation
  • Ausgewogenheit, Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit
  • Vertraulichkeit

 

Folgende Faktoren können sich auf die Qualität journalistischer Arbeit auswirken:

  • Geld: Personalabbau, geringere Honorare
  • Zeit: Mehrarbeit und Zeitmangel
  • Routinen: zu wenig Recherche, routinierte Themenselektion
  • Recht: Einschränkung journalistischer Freiheit, inkonsequent umgesetztes Akteneinsichtsrecht, geschwächtes Urheberrecht
  • Bildung: mediale Elite als Ergebnis des Ausbildungssystems, Mainstream-Journalismus
  • Selbstverständnis: Vernachlässigung relevanter Themen durch mediale Elite, Prioritätenverlagerung vom journalistischen Selbstverständnis zum notwendigen Broterwerb
  • Public Relations: externe Einflussnahme, Abnahme der Trennung zwischen Redaktion und Werbung, Uneinigkeit journalistischer Berufsverbände bezüglich ethischer Prinzipien
  • Digitalisierung: Zunahme der Partizipation von Laien, Aushebelung der Gatekeeper-Funktion durch zunehmende Internetnutzung

Daraus lassen sich drei Kernprobleme für die Qualität journalistischer Arbeit ableiten:

  1. Geld- und Zeitmangel führen zu Qualitätsverlust.
  2. Einschränkungen der Berichterstatterfreiheit und interne sowie externe Einflussnahme beschneiden die journalistische Unabhängigkeit.
  3. Die gesellschaftliche Funktion des Journalisten verliert ihre bisherige Bedeutung.

Fazit

Bezogen auf die Print- und Publishing-Branche inkl. dem Markt der Bedruckstoffe ergibt sich ein m. E. überaus trauriges Bild, das in der Breite keinen Qualitätsjournalismus zuläßt. Tiefgehende, fundiert recherchierte Berichte gibt es kaum; stattdessen mehr oder weniger redigierte Pressetexte, die mitunter dann sogar unter dem Namen des Redaktionsmitglieds publiziert werden.

Die Wertschöpfungsoptionen der meisten Fachmedien sind antiquiert sowie limitiert und klammern Vertriebserlöse zumeist komplett aus. Im Ergebnis erhalten wir Gratismedienangebote mit zumeist gleichlautend-beliebigen, von der Lieferindustrie gesteuerten Inhalten.

Leserinteressen werden nicht evaluiert und kaum berücksichtigt. Ausnahmen bestätgen die Regel, wie zum Beispiel in Deutschland Fachmagazine wie Druck&Medien und Druckmarkt, sowie international die Angebote von Inkish.tv (Videoportal) und Inkish.news (offener Blog und Newsportal) oder aber die Fachbeiträge und Blogs von anerkannten Fachleuten wie Hamilton T. Costa und Rainer Wagner (LATAM), Ludovic Martin (Frankreich) und einigen anderen mehr.

Gerade durch Expertenblogs wird die Meinungsbildung und das Vermitteln aktueller Fachthemen deutlich geprägt. Im Übrigen belegt auch mein Blog Valuetrendradar.com seit dem Jahr 2012, dass relevante Stories ein großes Publikum weltweit erreichen, mit bis dato über 130.000 Nutzern aus mehr als 160 Ländern. Als erster Fachblog im Print-Sektor wurde Valuetrendradar.com 2015 von der Deutschen Bibliothek ISSN-zertifiziert und gilt damit als wissenschaftlich zitiertfähig. 

 


 

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