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Valuable Advice

ValueCheckXeroxForum 2018 Keyvisual.001

„Wow! Wer hätte das gedacht: Xerox geht aus all den heftigen Streitereien in den Top-Führungsgremien des Konzerns gestärkt hervor. Es scheint, als habe man nicht einfach den ‚Re-Set-Button‘ gedrückt, sondern die Firma konnte aus sich heraus sich quasi komplett neu erschaffen! Und das auf Basis von ‚Core Values‘, die Xerox aus meiner Sicht seit jeher ausmachen und die entscheidend sind, um wie Phoenix aus der Asche zu steigen: Team-Geist, ungebrochene Innovationskraft, Offenheit und Kollegialität, Verantwortungsbewusstsein und emphatisches Gespür für das, was sich ändern muss.“


Von Andreas Weber, Head of Value

Prolog

Nicht erst seit einigen Wochen, seit vielen Jahren kommt Xerox nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen heraus. Dem Schlingerkurs in der Unternehmensstrategie seit 2010 folgten derbe Umsatzeinbrüche im Office-Solutions- und Highend-Printing-Sektor, Restrukturierungen bis hin zum Split Ende 2016 und aktuell ein bis dato nicht für möglich gehaltener offener Streit mit zwei Hauptaktionären. Das Kernproblem bis dato: Wie erreicht man starkes Wachstum durch eine pro-aktive Zukunftsplanung? Das größte Übel: Auf der Stelle treten!


“Hence, #Xerox is today a gradually melting iceberg, but far from a catastrophe.“ Source: Fortune May 21st, 2018: Paper Jam! How Carl Icahn And a Billionaire Partner Blocked Xerox’s Merger with Fujifilm

Foto Fortune Xerox


Umso spannender erschien es mir, mich auf dem global ausgerichteten #XeroxForum 2018 vom 22. Mai 2018 bis 24. Mai 2018 in Warschau persönlich umzuschauen, um zu beurteilen, wie der Stand der Dinge ist. 

Die Dramaturgie im Vorfeld konnte gar nicht besser sein:

Am Tag meiner Abreise nach Warschau schlug der o.g. Artikel in Fortune vom 21. Mai 2018 wie eine Bombe ein. Akribisch und tief gehend wurden alle Vertraulichkeiten offen gelegt, die durch aktuelle Gerichtsunterlagen dokumentierten, wie derb der Streit an der Spitze von vier ‚alten‘ Männern eine Unternehmens-Ikone wie Xerox nachhaltig beschädigt. (Darwin Deasen, Carl Icahn, Jeff Jacobson und Shigetaka Komori sind zusammen über 300 Jahre alt, letztlich alle geprägt von Egozentrik inkl. einem extremen Hunger nach Macht und Geld.)

Zum ersten Forums-Tag erinnerte mich Facebook an ein Foto aus meinem Account, dass exakt 10 Jahre alt ist. Es zeigt die unvergessliche Anne Mulcahy noch als Chairman & CEO von Xerox Corp., die mir erklärte, wie stolz und zufrieden sie sein könne, dass Xerox seine Innovationsführerschaft in einer solch guten Verfassung zukunftsorientiert auf soliden Fundament ausbauen kann. Insofern könne sie beruhigt den Stab als Chefin weitergeben…

 

Anne Mulcahy drupa 2008

 


Zerrbild oder Realität: Xerox — ‚ein schmelzender Eisberg‘?

Anna Naruszko, Chefredakteurin Poligrafika and Opakowanie Magazines, war #XeroxForum 2018 in ihrer Heimatstadt Warschau sichtlich beeindruckt. Sie sei quasi in ein Dilemma geraten, das sie so noch nicht kannte. Am Tag nach dem Event fielen ihr beim Interview mit Xerox-Top-Manager Andrew Copley kaum noch offene Fragen ein. „Das XeroxForum war perfekt organisiert, alles auf den Punkt gebracht, hoch informativ, unterhaltsam und inspirierend — ohne uns Zuhörer zu überfrachten“, sagte sie mir unmittelbar im Anschluss.

Andrew Copley, President, Graphic Communications Solutions,  hatte beim Presse- und Analysten-Briefing klar und ohne Umschweife Position bezogen. Copley betonte, dass Xerox trotz vieler Medienberichte zum ‚Proxy Fight’  im Tagesgeschäft völlig Intakt sei: „Daily business and operations aren‘t infected and absolutely stable“. 

Dass Copley recht hat, ließ sich in meinen Gesprächen mit vielen der rund 500 Teilnehmern überprüfen. Nicht nur Top-Kunden aus aller Welt, sondern auch Händler und Partnerunternehmen aus dem Software und Papier-Sektor waren präsent. Tenor: Hohe Kompetenz und Innovationskraft von Xerox lassen uns alle zuversichtlich sein, die Transformation-Journey im Digitalzeitalter bestens zu überstehen, weil Print durch Xerox-Innovation stark bleibt.


Trumpfkarte ‚Hyperpersonalisierung‘

Was die Zukunft von uns allen ausmachen wird, erläuterte engagiert und motivierend Toni Clayton-Hine, SVP, Chief Marketing Officer, Xerox Corporation. Sie betonte was nicht nur für Xerox selbst, sondern vor allem für seine Kunden, Händler und Partner wichtig sei, um in allen Märkten Erfolg zu haben: #hyperpersonalization. 

Xerox habe sich entsprechend neu justiert, da nur so die Customer Experience inklusive Customer Benefits und Customer Relations als das Maß aller Dinge in den Fokus rücken können. 

 

‚Hyperpersonalisierung‘? Schon wieder so ein ‚Buzz-Word’ um eine neue Sau durchs Dorf zu treiben? Nein, keinesfalls! ‚Hyperpersonalisierung‘ ist existentiell von Belang, trifft den Nerv von Kunden im Digitalzeitalter und hindert daran, von den dunklen Seiten der Digitalisierung gepackt, als Individuum in Anonymität und Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Das Besondere an #hyperpersonalization

Während ‚personalisierter Service‘ häufig bedeutet, den Kunden beim Namen zu nennen und seine Präferenzen zu verfolgen, wird der Umgang mit dem Kunden durch Hyperpersonalisierung auf ein viel höheres Niveau gehoben — mit weitaus höherem, persönlichen Nutzen. Denn es geht primär darum, Kundendaten in Echtzeit zu entschlüsseln, zu bearbeiten und v. a. in den Kontext zu stellen, mit dem was Win-Win-Szenarien leisten müssen.

Zum Bild: In der Mode- und Kosmetik-Welt ist Hyperpersonaliseierung bereits angekommen. Siehe Instagram: @londaprof oder YouTube: https://youtu.be/RNVA_PcbeGo

Fakt ist: Kunden von heute haben eine völlig andere Erwartungshaltung. Sie möchten mit Unternehmen und Marken interagieren, die sie als Individuum identifizieren, die ihnen sofortigen Zugriff auf Informationen über jede Interaktion in jedem Kanal bieten. Und die Probleme sofort verstehen und wissen, wie sie es lösen können, basierend auf den erfassten Daten.

Für Toni Clayton-Hine zeigt sich, dass Xerox dabei seine Stärken und Kompetenzen voll zu Entfaltung bringen kann. „Print in seinen modernen, durch Digitaltechnologien angereicherten Möglichkeiten, spielt im Kontext mit #hyperpersonalization eine ganz maßgebliche und auch auf lange Zeit unverzichtbare Rolle“, sagte sie mir im persönlichen Gespräch. Darauf sei nicht nur das Xerox-Leistungsangebot, sondern auch das Marketing von Xerox auf allen Ebenen ausgerichtet. 

Des Pudels Kern: Konversationen!

Dass dieser Anspruch von Toni Clayton-Hine ernst gemeinst ist und kein bloßes Marketing-Palaver sein kann, zeigte sich mir in den letzten Wochen: Beinahe täglich war ich seit Anfang Mai 2018 auf der xerox.com-Website, um zusehen, was es zu den Konzernführungs-Streitigkeiten Neues gibt. 

 


Bildschirmfoto 2018-05-26 um 12.32.11 Screenshot von der Xerox Corp. Website per 26. Mai 2018


 

Ich wurde durchgehend vom 9. Mai 2018 bis dato (26. Mai 2018) auf die neueste Innovation von Xerox im Print hingewiesen, die auch auf dem #XeroxForum 2018 in Warschau zelebriert wurde: Iridesse – eine faszinierende neue Technologiebasis, die „BeyondCMYK“ das Digitaldrucken auf Premium-Niveau mit einem Feuerwerk an zusätzlichen Metallic-Farben in sog. One-Pass-Verfahrensweise, also in einem integrierten, durchgängigen Prozess, auf einer Vielzahl von Bedruckstoffen ermöglicht.

Beachtenswert: Jacob Aizikowitz, Präsident der Xerox-Tochter XMPIE, brachte auf den Punkt, worum es in seinen HiTech-Workflow- und Software-Anwendungen tatsächlich geht: „At least: it’s all about storytelling!“. 

 

Mit andern Worten: Die Aufgabe von Xerox ist vor allen Dingen, die digitale Transformation so zu gestalten, dass menschliche Bedürfnisse dabei nicht zu kurz kommen und persönliche Belange jederzeit beim Einsatz von digitalen Medientechnik-Prozessen zu berücksichtigen sind. 

Multichannel erhält dadurch eine neue Dimension: Humanity — Menschlichkeit! Das passt in Zeiten von Social Media, Social Responsibility und Social Selling perfekt ins Bild. — Der kanadische Musiker und Bestseller-Autor David Usher zeigte in seiner herausragenden multimedialen Präsentation wie im Mix aus persönlichem Vortrag, Live-Gesang, witzig-pointierten Charts, Videos (u.a. mit seiner kleinen Tochter) und dem Dialog mit dem Publikum des #XeroxForum vom Menschen erschaffene Kreativleistung inszenieren werden kann. #Benchmark


 

Neue Chancen. Neues Glück?

Die Art und Weise, wie das #XeroxForum 2018 konzipiert und durchgeführt wurde, haben das Publikum wie auch mich nachhaltig begeistert. Das Forum war (wie sonst vielfach üblich) kein Show-Act, um möglichst stark zu beeindrucken! Alle Beteiligten waren mit Herz und Verstand dabei und schafften einen Konsens für alle Branchenvertreter aus dem globale Print-Business, dem sich niemand entziehen konnte. Dazu trug auch bei, dass die Referenten durchweg smart, eloquent und sympathisch ihr Publikum zu keiner Zeit aus den Augen verloren. Entsprechend funktionierte das Networking und Miteinander ganz hervorragend.

Ein wichtiger Indikator für den Erfolg: Das Echt-Zeit-Feedback via Social Media war phänomenal. Allein per Twitter wurden über 2,6 Millionen Impressions während des Events erreicht. Zehntausende reagierten auf der Business-Plattform LinkedIn. 

Zugleich zeigte sich, dass die eingangs zitierten Streitigkeiten auf Top-Führungsebene nach außen mehr Schaden anrichteten als Spuren im Inneren des Konzerns zu hinterlassen: Iridesse als komplexes Entwicklungsprojekt von Xerox mit Fuji Xerox litt und leidet unter keinerlei Schwierigkeiten im Miteinander. Im Gegenteil, die heterogenen Teams aus den USA und Japan verstehen sich bestens. Weiteres ist in der Pipeline.


Epilog

Zwei kleine ‚Schönheitsfehler‘ gab es am Rande des #XeroxForum 2018 zu beobachten:

  1. Es wurde wie in der Branche üblich noch immer darüber spekuliert, dass Druckereien / Print Service Provider nunmehr doch endlich Marketing Services Provider werden müssten. — Puh! Das ist Quatsch. Druckerei zu sein ist auch im Digitalzeitalter keine Schande. Warum auch? Druckereien müssen einfach ‚nur’ einen guten Job machen und stets über Innovations-Lösungen zeigen, dass Print werthaltig und heute wie morgen unverzichtbar ist. Wenn schon ein neuer Begriff, dann doch eher: ‚Print Innovation Solution Partner‘. Kurz: #PISP. Oder?
  2. In einem Workshop wurde Druckereien anhand eines 10-Punkte-Plans pragmatisch erklärt, wie sie sich vernünftig präsentieren und ihre Geschäfts-Kommunikations- und -Marketing-Aufgaben optimieren. Ganz anschaulich und in den Anforderungen moderat, fast so, wie man das vor zehn Jahren hätte machen sollen. Für 99 Prozent der Teilnehmer war dies dennoch Neuland — und wird es wohl für viele auch künftig bleiben, je schneller die ‚Digital Transformation‘-Journey voranschreitet. — Autsch! — Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


#XeroxForum 2018 via Twitter— ein starker Erfolg!

 

: Great success for on — 2,684,548 impressions by 113 contributors! — Most active: #1 #2 #3 | Results via

 


 

Video mit Galapräsentation

 


 

Die wichtigsten Tweets im Überblick

Per Value-Echtzeit-Report via Twitter Moments gibt es einen umfassenden und rasch erfahrbaren Überblick über alles Wichtige auf dem #XeroxForum 2018 (inklusive Fotos und Videos).


Addendum

Beispiel, wie Änderungen im Verbraucherverhalten durch Innovationen im Packaging auf innovative Weise ein Echo finden können.

 


 

Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.

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ValueCheck edp award 2018.001

“We are honoured to again be a recipient of these prestigious awards, receiving best-in-class awards for our UCJV300-160 roll-to-roll printer and our unique 3DUJ-553 full-colour 3D printer,” said Danna Drion, Marketing Manager EMEA at Mimaki Europe. Photo: Duomedia.

 

The European Digital Press Association (EDP) celebrated the winners of their 12th EDP Awards contest during Fespa 2018 in Berlin 

Every year Europe’s 21 leading trade magazines focussed on digital production processes, which are united in the European Digital Press Association (EDP), evaluate, judge and honour the best technological developments within the last 12 months (products such as software and harware, di- gital printing devices, postpress solutions and consumables). Criteria such as achievement, quality and cost efficiency are decisive for the choice. That’s why the EDP Awards offer orientation and support more than half a million readers (only on the printed magazines) by their purchase deci- sions. 

Out of more than 120 entries in 2018 finally 29 products were awarded with a trophy in its respective category. On Wednesday, 16th of May, the EDP Association announced at the EDP Award Ceremony 2018 all details of this year’s EDP Awards. Since 2007 the EDP members have honoured the best developments and innovations by awarding more than 260 products. This year again 29 Award were handed over. 

At the Awards Ceremony 2018, Klaus-Peter Nicolay, President of the EDP Association, pointed out that the EDP Awards have become the “most prestigious and valuable Technical Award for the digital production business in Europe” during that period of 12 years.

Receiving such an EDP Award adds value to the winning product. “However, we also recognise that the EDP Awards can only be organised because manufacturers are willing to submit their products and give us insights for judging. Therefore, I thank all participants for making the EDP Awards possible”, Nicolay said. “But what’s about the products we don’t give an Award? Are they bad or don’t they fit into the market? No. Every product competing in the EDP Awards is a win- ner”, Nicolay explained. 

And it would be a misunderstanding that the EDP Awards only refer to Europe. It is, of course, an European Award, but with global brands and international character. 2018 again represents a colorful mix of Award winners and finalists from all over the world: Austria, Belgium, Denmark, France, Germany, Great Britain, Israel, Italy, Japan, Lithuania, the Netherlands, Spain, Switzerland and USA. 

Note: The 21 EDP member magazines all over Europe, covering 27 countries and reaching more than half a million readers in Europe (only on the printed magazines), congratulate the Award winners and finalists and thanks the participants and submitters for their cooperation.

 

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2018 the EDP Association awarded 29 products with an Award. The group of EDP Award winners after the EDP Award Ceremony on Wednesday, 16th of May, in Berlin.

 

EDP AWARD WINNERS 2018 SOFTWARE/HARDWARE 

Best layout, design & editing software: CHILI publish | CHILI publisher UGE
Best color management: Onyx Graphics | Onyx 18
Best workflow technology: Tilia Labs | Griffin Pro app
Best special application software: CloudLab | printQ 3D Packaging Design
Best measurement & calibration: AVT Advanced Vision Technology | Jet-IQ
Best curing system: ebeam Technologies | ebeam Compact 

LARGE/WIDE FORMAT PRINTING 

Best roll-to-roll printer up to 170 cm: Mimaki | UCJV300-160
Best flatbed/hybrid printer up to 250 m2/h: swissQprint | Nyala LED
Best flatbed/hybrid printer > 250 m2/h: Durst | P5 250 HS
Best textile printer roll-to-roll > 100 m2/h: Agfa | Avinci DX3200
Best textile printer on transfer paper: Aleph | LaForte Optima Paper340
Best direct to garmet printer: Brother | GTX 

COMMERCIAL PRINTING 

Best cutsheet printer monochrome up to B3: Canon | Océ VarioPrint 6000 Titan
Best color printer up to B3 > 200.000 A4/month: Ricoh | Pro C7200X series
Best color printer up to B3 > 500.000 A4/month: Kodak | Nexfinity Digital Press
Best label printer web: Screen | Truepress Jet L350UV+LM 

PRINT AND FINISHING SOLUTIONS 

Best label printing solution: ebeam, Uteco, INX | GAIA
Best print and finishing solution: MGI Digital Technology | JETvarnish 3D Web Color+ Best corrugated solution: Electronics For Imaging | EFI Nozomi C18000
Best wallpaper solution: Veika | Dimensor
Best textile solution: Konica Minolta | Nassenger SP-1 

FINISHING / ENHANCEMENT 

Best digital sheetfed cutting solution: Highcon Systems | Euclid IIIC
Best digital wide format cutting solution: eurolaser | XL-3200
Best finishing support tool: Zünd | Over Cutter Camera – OCC
Best book on demand postpress solution: Tecnau | Libra 800
Best webfed finishing solution: HP Indigo | HP Indigo GEM
Best enhancement solution: Leonard Kurz | DM-Liner UV-Ink 

CONSUMABLES (INKS AND SUBSTRATES) 

Best special effect ink: HP Indigo | Silver Ink ACCOMPANYING TECHNOLOGIES
Best 3D additive full color printer: Mimaki | 3DUJ-553 

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The results, all nominees, finalists, winners and more details of the EDP Awards 2018 contest are published in the “EDP Report 2018”. 

 


Contact

Klaus-Peter Nicolay, President EDP
+49 2671 3836
nico(at)edp-award.com
www.edp-award.com 

 


About EDP Association and EDP Awards 

The EDP Association (European Digital Press Association) was founded in 2006 by six trade maga- zines with a mainly editorial focus on digital print processes. Today the EDP Association counts 21 member magazines all over Europe, covering 27 countries and reaching more than half a million readers in Europe. One of the goals of EDP Association is to assist the technology-appliers in their task to find the right solution for their applications. Because not every high tech product meets the requirements in a demanding production environment. 

Every year experts representing Europe’s 21 leading trade magazines on digital production eva- luate the latest technological developments in several categories: software and hardware, large/wide format printing, commercial printing, print and finishing solutions, finishing and en- hancement, consumables (inks and substrates) and special solutions. The best products in the re- spective categories are honoured with an EDP Award. 

For the contest the members of the EDP Technical Committee (the jury consists of specialists and experts of the member magazines or partnering associations) investigate the submitted products ́ features and qualities etc. At the end of the submission period the committee nominates the best ones in a category for the final judging round. At least representatives of all EDP member maga- zines discuss the suggestions of the Technical Committee and finally decide which product is worth of being awarded by an EDP Trophy. 

So the EDP Awards are a classical competition, carried out by an expert‘s commission. Because of the strict criteria the EDP Technical Committee sets on the products, there are no votings on the Internet. It is about technical criteria, not about popularity.
Therefore the EDP Association grants the EDP Awards to the best products of the year to ack- nowledge the value of the research and development tasks of the industry. The logo that identifies the EDP Awards is a quality and innovation mark. 

Since 2007 EDP has honored the best and newest products. Over the years nearly 300 trophies in- cluding the 29 trophies in 2018 were awarded to the best technologies and developments. 

 


 

ValueCheck Marina.001

Photos: http://designingforprint.com

 

By Marina Poropat Joyce, Designer, Print Activist and Author of Designing for Print

This is an article I wrote for Printing Impressions a while ago and rather than rewriting it, I think it is still apropos in its entirety. If you are a designer or a printer, you can use this to reach out to your customer/vendor and start a dialog that will improve your work and your project.

10 Things Printers can Teach Designers

Designers are visual people and the best way to teach a visual person is to show them. Graphic designers are also curious people who generally like to see how things work. We all walk around with our cameras all day, lauding their efficiency for email, Slack, twitter and more. But it is the instant transmission of images and videos that make showing easy-as-pie.

Here are 10 ways you can use your smartphone to reach out to your designer clients, add value to your company website and make life easier for yourself. (Sales managers, appoint one person to collect this kind of knowledge and disseminate to the whole sales team.)

1. Coated vs. Uncoated. Sit down with a designer and have two paper swatch books in front of you and explain coated paper versus uncoated paper. You will have saved yourself countless hours of “it looks like postcard paper” descriptions, and the like.

2. Bleeds. Take a video of your guillotine cutter in action, preferably a job with a bleed. Zoom in on the crop marks, text it to your designer client. (Put it on your website too!)

3. Grain. Look in your sample room for something with a nice black solid. Pull two samples. Fold one sample with the grain. Fold the other sample against the grain. Put them side-by-side folds-up and photograph with your phone. Open the image and crop to relevant image area and mark as a favorite in your phone for quick retrieval.

4. Waste=Cost. Show your client an illustration of paper waste for various page sizes. Here are some examples you can use: (Put it on your website too!)

 

5. Quantity matters. Walk into your pressroom and film a sheet-fed press at the delivery end while it is running for 30 seconds. Confirm run speed with pressman. Text video to the client explaining that’s how long it takes for (insert quantity here) brochures/posters, etc. to run through the press and why they should opt for digital printing on this short run. (At 15,000 iph 30 seconds is 125 sheets, 8-up that’s 1000 pieces!)

6. Printing is green. Calculate how many pounds of trim, corrugated and electronics you recycle each year (if your trim is picked up and weighed by a recycler they have this info). Next time your vendor picks up a container run out to the parking lot and take a pic. Put the photo on your website with an infographic of the tonnage you recycle annually. Explain that the trim and corrugated goes into future recycled paper products.

7. Ink can change color. Show your client this photo. Explain that the ink formulas with a high percentage of opaque white (basically all pastels) will shift within a year (swatch on left was two years old, on right 6 months, when photographed). Share that pastel colors are great for a short-lived item like an invitation not so great for an identity system.

 

 

8. Paper makes a difference. Next time you’ve got an attractive job with photos that’s going to run on white paper, order some extra sheets of ivory, canary and grey uncoated paper. Add those colored sheets to the job and photograph the same detail area of all four colors. Make a montage (easy with the Layout app for iPhone). Send this montage to a client who is wondering about running a job on colored stock and put it on your website too.

9. How to read a swatch book. Oh boy, if I had a penny for every time a customer found the “perfect paper” in a swatch book and placed an order specifying that sheet only to find out there wasn’t enough, or it wasn’t stocking or that the chosen color had been discontinued… This is a great topic to discuss at a quick lunch with a new customer. Text her an image showing how to look up the date of a swatch book. Then bring her some lunch and a few swatch books and show her how to “read” it.

10. Art takes time. Text your idea of a rudimentary schedule to your client as a pdf graphic they can print out and pin to their idea wall. Next time they are working with a client to develop a timeline they won’t guess and it saves them and you a call/email.

 

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I know that some will think that answering questions and fielding problems bring value to a client, and they do. But do they bring value to a business owner? If staff is reacting/interacting at the 100-foot level, how are they going to interact at the 30,000 foot level with intention? Focus on the little things with intention and planning and then the 30,000-foot questions aren’t as scary. What are your clients’ plans for next year? Are you discussing budgets internally? Are they planning on launching any new products or services within the next six months? These conversations are really easy when “what do I need a bleed for” is taken care of.

 


About The Author

Marina Poropat Joyce is a passionate paper geek who has been marketing, graphic designing, publishing and printing her whole life. She fell in love with design and printing early on, and founded one of the first design-to-print companies in Los Angeles. 

Her company INTAGLIO was ranked as one of the 50 fastest growing print companies in the country, a winner of Inc. Magazine’s Inner City 100 and one of Los Angeles’ top 100 women-owned companies.

She wrote Designing for Print to explain printing in graphic designer-speak after working with many frustrated designers who wanted to know more. Marina served on the board of the Printing Industries Association of Southern California (PIASC) as a board member and Chairman. Another joy she’s found other than seeing a design come to life in print was driving with her husband from London to Mongolia through 16 countries in a 9,600-mile rally.


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About the Book Designing for Print

“As a design, print production professional and College level instructor on print and print for designers, your book is a much-needed tool that transports legacy print into the new world of print, which I call mutant print!”    —Thaddeus B. Kubis, Print Advocate, Designer, Professor

 


 

ValueCheck Inkjet Printing.001

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

Prolog

Mein nun auch im ValueBlog publizierter Beitrag zu Inkjet-Printing war redaktioneller Teil einer erfolgreichen Premiere in der Schweiz! Zur 25-Jahrfeier bietet Herausgeber Martin Spaar mit seinem Team die erste, komplett individualisiert im Inkjet-Druck hergestellte Ausgabe. 

 


 

Wir stehen also an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der gedruckten Kommunikation. Denn was Individualisierung bringt und bewirken kann, erleben wir täglich im Web und speziell in den sozialen Netzwerken. Diese digitale Raffinesse verbunden mit der physischen Schlagkraft des Gedruckten hat ein riesiges Potenzial. —Martin Spaar 

Bildschirmfoto 2018-05-08 um 10.02.47

Zur Online-Ausgabe des gedruckten Magazins gehts per Klick!


 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Herstellerseite den Druckereien versprochen wird: Inkjet-Printing ist das Maß aller Dinge und eröffnet neue Märkte und Profite. Stimmt das? Ja und Nein. 

Ja, weil das Inkjet-Verfahren nicht mehr nur auf das Bedrucken von Papier oder Karton abzielt und damit über Nutzungsmöglichkeiten im klassischen Druck hinausführt. Sogar das Bedrucken dreidimensionaler Gegenstände ist möglich, wie z. B. Heidelberger Druckmaschinen und Xerox mit neuen Systemen wirkungsvoll beweisen.

Nein, weil damit einher geht, dass es schlicht nicht stimmt zu behaupten, man könne mit Inkjet-Printing den Offsetdruck ablösen oder aus dem Stand heraus ganz neue Anwendungsbereiche für die Druckbranche erschließen.

Genau hinschauen und abwägen, ist zwingend notwendig, um einen Tanz ums Goldene Kalb zu vermeiden. Hier eine Auswahl meiner aktuellen Beobachtungen: 

  1. Inkjet-Printing für den professionellen, hochproduktiven Druck ist relativ neu. Erfolgreiche Anwender in der Druckbranche lassen sich bis dato mit wenigen Fingern abzählen. Bei allen war der Schlüssel zum Erfolg nicht der Fokus auf die Drucktechnik, sondern auf die Pre-Media-Prozesse sowie das Finishing/die Verarbeitung inklusive Logistik/Distribution. Bestes Beispiel: Peter Sommer und Elanders Germany in Waiblingen. (Siehe Lesetipp unten)
  2. Hohe Inkjet-Druck-Volumen, auf die sich Hersteller gerne berufen, laufen seit langem im Transaktionsdruck, da man hier IT-Kompetenz mit Automation der Verarbeitung und Distribution nahtlos gestalten kann. (Übrigens der Grund, warum ein Big-Player wie Pitney Bowes in das Vermarkten von Digitaldrucktechnik eingestiegen ist).
  3. Es werden von den Herstellern mit Inkjet-Printing fokussiert neue Kundengruppen ausserhalb der Druckbranche und des Transaktionsdruck angesprochen. Canon Europa ist der Vorreiter, in dem es im Zuge der Reorganisation nach der drupa 2016 einen neuen Geschäftsbereich gegründet hat: Die Canon Graphic & Communications Group führt u. a. die Kreativwirtschaft sowie zahllose Branchen wie Architekten, Handwerker etc. mit neuen Systemen ans Inkjet-Drucken heran.
  4. Seit der drupa 2016 zeigt sich, dass die Inkjet-Revolution bei den Herstellern ihre Kinder frisst. HP genügt sich selbst (und optimiert statt innoviert). Landa kommt nicht von der Stelle. Bobst hat eine Kehrtwende vollzogen und mit Gründung der Mouvent AG die Neukonzeption für Inkjet-Printing durch eine clevere Cluster-Technik und anderes mehr vollzogen. Und Heidelberg hat im Team mit Fujifilm durch Primefire eine neue bahnbrechende Plattform für Hochqualitäts-Inkjet-Printing entwickelt, die im anspruchsvollen Verpackungsmarkt für Aufsehen und Anerkennung sorgt. 
  5. Traditionsunternehmen wie die Durst Group haben sich neu aufgestellt: Mit der P5-Philosophie wird alles darauf ausgerichtet und optimiert, was die Leistung und Verfügbarkeit der Drucksysteme maximiert sowie eine beispiellose Flexibilität in der Medien- und Auftragsabwicklung zulässt. Übrigens waren die Durst-Innovationen ein Highlight auf dem Online Print Symposium 2018 in München. 
  6. Es haben sich ganz neue Anbieter still und leise in Stellung gebracht, die mit neuen Systemarchitekturen individuell konfigurierbare, modulare Inkjet-Printing-Produkutionsanlagen ermöglichen, wie zum Beispiel die Firma Cadis Engineering aus Hamburg zeigt. Cadis kann z. B. HTML-Daten drucken und verzichtet aufs Rippen.
  7. Der eigentliche Gewinner bei Inkjet-Printing ist derzeit ein Hidden Champ: Der Bücherdruck. Xerox Europe zeigte dies eindrucksvoll Ende März im Team mit Book on Demand GmbH in Hamburg beim #Books2018 Event. Eine riesige, automatisierte Druckfabrik erzeugt in Echtzeit bis zu 25.000 Book-for-One-Produkte pro Tag. Wachstumstreiber sind die Impika-Inkjet-Drucksysteme von Xerox mit ausgeklügelter Hunkeler- und Müller-Martini-Technik zur Verarbeitung. Der Clou: Eine neue Impika-Tinte, die ungestrichene Papiere problemlos und bestens bedrucken kann.
  8. Last but not least: Wenn von massiver Substitution gesprochen werden kann, dann ersetzen Inkjet-Printing-System (Bogen wie Rolle) am ehesten bestehende Toner-Digitaldrucksysteme.

Fazit: Beim Inkjet-Printing wird und muss sich noch viel tun. Wir stehen erst am Anfang. Und müssen neu Denken lernen, um nicht in die Innovationsfalle zu tappen: Indem wir fälschlicherweise davon ausgehen, Inkjet-Printing sei primär dazu da, das was wir ohnehin im Druck tun können, zu verbessern.

Es geht daher weniger ums ‚schneller, besser, billiger‘, es geht vielmehr ums ‚neu, zeitgemäß und anders‘, um die komplexen Kommunikations-Herausforderungen des Digitalzeitalters zu meistern. — Think different!

 


Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.


 

Lesetipp: Peter Sommer im ValueCheck

Peter Sommer, Digitaldruck- und Inkjet-Pionier, Elanders Group: „Das Elanders-Konzept ist nicht auf eine bestimmte Drucktechnik fixiert. Die zentrale Frage ist immer, was mit einem Produkt erreicht werden soll und wie es zum Empfänger kommt. Die Integration in die Supply-Chain beginnt bei der Beratung der Kunden und hört bei der maßgeschneiderten Logistik auf.“

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ValueCheck Xerox.001

Von Andreas Weber, Head of Value

Es geht rund. Mit Turbo-Geschwindigkeit. Nach öffentlichen, harten Streitereien und Querelen mit den wichtigsten Aktionären muss bei Xerox Corp. der nach dem Split im Januar 2017 inthronisierte CEO Jeff Jacobson die Segel streichen und mit ihm ein halbes Dutzend Aufsichtsrats-Mitglieder. Ist das Unternehmen nun in einer schweren Krise? NEIN!

Prinzipiell ist Xerox grundsolide und finanziell gut aufgestellt. Was die Großaktionäre rund um Carl Icahn störte: Das hohe Potential von Xerox Corp. wurde nicht zielführend genutzt und Xerox sollte unter Wert seine Markenidentität und Eigenständigkeit aufgeben, indem es mit Fuji Xerox unter der Hoheit von Fijifilm verschmolzen wird. 

Fast zeitgleich mit der Meldung, dass Jeff Jacobson ausscheidet, wurden am 2. Mai 2018 von Bill Osbourn, Chief Financial Officer, Xerox, gute Ergebnisse für das 1. Quartal 2018 vermeldet und eine Print-Technologie-Neuheit weltweit präsentiert, die aufhorchen lässt: Metallic Dry Inks.

 

Ergänzende Meldungen vom 3. Mai bzw. 7. Mai 2018

Jeff Jacobson und die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder sollen nun doch (vorläufig) im Amt bleiben. — Aprilscherz im Mai? Oder ist der Xerox-Konzern außer Kontrolle? “As a result, the current Board of Directors and management team will remain in place. Xerox and its Board of Directors recognize the uncertainty caused by the developments of the past several days among the company’s investors and other stakeholders. The Xerox Board and management team remain focused on driving continued improvement in financial and operational performance, and will consider all options to create value for the company and its shareholders.“ Source: https://www.news.xerox.com/news/Xerox-settlement-agreement-with-Carl-Icahn-and-Darwin-Deason-has-expired

Aktionäre gegen Vorstand/Aufsichtsrat — Wenn zwei sich (um #Xerox) streiten, freut sich der Dritte? — „Vor allem bei #Fujifilm dürfte man sich über die neueste Entwicklung die Hände reiben. Schließlich hatten die Japaner direkt nach dem Urteil angekündigt, dagegen vorzugehen und die getroffene Vereinbarung vor Gericht anfechten zu wollen.“ Quelle: Jacobson gegen Icahn — Neue Runde im Streit um Xerox-Verkauf an Fujifilm, via crn.de.

 

Weitere Meldungen vom 13. Mai und 18. Mai 2018

Xerox verlautbarte am 13. Mai 2018, dass es doch beim Wechsel an der Konzernspitze bleibt. Jeff Jacobson tritt endgültig ab. Ebenso fünf Ausichtsratsmitglieder. Zugleich wurde bekanntgegeben, dass der Deal mit Fujifilm vom Tisch ist und die Transaktionsvereinbarung vom Januar 2018 beendet wurde. 

Wie Bloomberg am 18. Mai 2018 verlautbarte, äußerte sich der Fujifilm-CEO, dass er juristisch gegen Xerox vorgehen werde, um den Deal doch noch zu realisieren: “Sukeno said he wants to explain to Xerox shareholders that the merger with Fujifilm is the only option for the American company to grow and have a future. A combined entity would be more efficient, he said.”

Großaktionär Darwin Deason gab in diesem Kontext eines seiner wenigen TV-Interviews, das sich lohnt anzuschauen. Er sagte unter anderem: “We have found a crown jewel in new Xerox CEO John Visentin.”

 

Meine Einschätzung, da es definitiv bei einem neuen CEO bleibt: Exzellente Ausgangsposition für einen Neuanfang

Das Menetekel, der Fisch stinke vom Kopf her und vergifte alles, trifft m. E. bei Xerox nicht zu. Vielmehr bietet sich eine extrem gute Basis auf hohem Niveau. Der designierte neue CEO Giovanni (“John”) Visentin trifft auf ein Unternehmen, dass sich in den Strukturen verschlankt hat, Ballast abgeworfen hat und in allen Bereichen mit vielen motivierten und talentierten Mitarbeitern nach vorne preschen kann. Seine Ernennung wird im Branchenchargon als „Hot Landing“ bezeichnet, quasi wie im Militär beim Einsatz von Fallschirm-Pionieren.

John Visentin hat umfassende Erfahrung im Top-Management für innovative Informations-Technologie-Lösungsangebote. Und er kennt sich mit Übernahmen aus. Seine wichtigste Aufgabe dürfte sein, erfahrbar zu machen und nach aussen darzustellen, worin die eigentlichen Stärken von Xerox liegen. Eben nicht nur in Hardware und Boxen, sondern in intelligenten, multifunktionalen Software-Lösungen und -Architekturen, die Business Solutions ermöglichen, um die Kundenkommunikation ganzheitlich zu stärken und das „Customer first“ und vor allem „Communication First“ in den Fokus zu rücken. 

In Deutschland kann man das bereits in ersten Ansätzen nachverfolgen: Das Management rund um Jacqueline Fechner ist bestens aufgestellt. Mit Christian Gericke  ist seit November 2017 ein Innovations- und Transformations-erfahrener Top-Manager an Bord, der das Marketing und vor allem das professionelle Print-Geschäft für Xerox GmbH nach vorne bringen wird.

All dies wird in der Wirtschaftspresse positiv aufgenommen und kommentiert. Nachfolgend eine Selektion von Artikeln und Kommentaren:

Handelsblatt vom 2. Mai 2018: http://amp.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/druck-von-investoren-xerox-chef-tritt-zurueck-verkauf-an-fujifilm-kommt-auf-den-pruefstand/21233180.html

Democrat & Chronicle: https://amp.democratandchronicle.com/amp/572294002

Forbes: https://www.forbes.com/sites/georgebradt/2018/05/02/executive-onboarding-note-how-xeroxs-new-ceo-john-visentin-can-survive-his-hot-landing/#b22cd0c5ddea

Reuters berichtet von Kaufinteressenten: https://www.reuters.com/article/us-xerox-m-a-apolloglobal/exclusive-apollo-global-approaches-xerox-about-possible-acquisition-sources-idUSKBN1I32CF


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About the expected XEROX Vice Chairman and CEO John Visentin (Quelle: Xerox Corp.)

Giovanni (“John”) Visentin is expected to be the Vice Chairman and Chief Executive Officer of Xerox Corporation. Prior to being appointed to that role, Mr. Visentin was a Senior Advisor to the Chairman of Exela Technologies and an Operating Partner for Advent International, where he provided advice, analysis and assistance with respect to operational and strategic business matters in the due diligence and evaluation of investment opportunities. John was also a consultant to Icahn Capital in connection with a proxy contest at Xerox Corporation from March 2018 to April 2018. 

In October 2013, Mr. Visentin was named Executive Chairman and Chief Executive Officer of Novitex Enterprise Solutions following the acquisition of Pitney Bowes Management Services by funds affiliated with Apollo Global Management. In July 2017, Novitex closed on a business combination with SourceHOV, LLC and Quinpario Acquisition Corp. 2 to form Exela Technologies, becoming one of the largest global providers of transaction processing and enterprise information management solutions. Exela Technologies now trades on the NASDAQ under the ticker symbol XELA. 

Mr. Visentin was previously an Advisor with Apollo Global Management and contributed to their February 2015 acquisition of Presidio, the leading provider of professional and managed services for advanced IT solutions, where he was Chairman of the Board of Directors from February 2015 to November 2017. 

Mr. Visentin has managed multibillion dollar business units in the IT services industry (at each of Hewlett-Packard and IBM) and over the course of his career has a proven track record transforming complex operations to consistently drive profitable growth. Mr. Visentin graduated from Concordia University in Montreal, Canada, with a Bachelor of Commerce.


Eine Hommage an Print! — Video-Kommentar von Andreas Weber zur herausragenden Ausgabe Nr. 114 des Print-Fachmagazins Druckmarkt.

 


Hommage an #Print! Das renommierte Print-Fachmagazin #druckmarkt übertrifft sich selbst und stellt die moderne #Druck-Kunst in den Kontext des #DigitalAge. Bravo. Anbei eine Kostprobe, das Editorial „Vom Abverkauf zum Kundennutzen“, verfasst von Druckmarkt Verleger und Chefredakteur Klaus-Peter Nicolay. Titelstory: Mein ValueDialog zu ‚Heidelberg Subscription‘ mit Dr. Ulrich Hermann. — Viel Spass beim Lesen wünscht Ihr Andreas Weber, Head of Value.


 

Seit Jahresbeginn ist gewaltig viel Bewegung im Markt der Zulieferindustrie. Ob das nun zum Fürchten oder einfach nur der Lauf der Dinge ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle – der Markt zeigt seine kalte Schulter. 

Es ist nämlich kaum anzunehmen, dass die sibirische Kälte der letzten Wochen Fujifilm und Xerox, manroland web systems und Goss, Presstek und Mark Andy zum Kuscheln unter eine gemeinsame Decke gelockt hat, Kolbus dazu gezwungen hat, sein Klebebindegeschäft Müller Martini anzuvertrauen oder die Papierfabriken Feldmühle Uetersen und Scheufelen in die Insolvenz schickte. Es sind einmal mehr die Marktveränderungen, die diese Entwicklungen geradezu unumgänglich gemacht haben.

Wir haben es ganz offensichtlich mit einer neuen Phase der Branchenkonsolidierung zu tun. Waren es in jüngster Zeit vor allem Druckereien, die sich zusammenschlossen oder die schließen mussten, sind es jetzt (wie schon vor knapp zehn Jahren zu Beginn der Finanzkrise) Hersteller von Maschinen und Verbrauchsmaterialien, die Konsequenzen ziehen müssen. Dabei kommt das ja nicht unvorbereitet. 

Denn wenn das Druckvolumen weltweit zwar einigermaßen stabil bleibt, die Zahl der Druckereien aber weiter abnimmt, muss die Frage schon erlaubt sein, ob der Markt überhaupt noch so viele Hersteller mit ihrer Flut an Angeboten verträgt? Und das gilt für den Digitaldruck ganz genauso wie für den Offsetdruck. 

Schon nach der drupa 2016 hatten wir in unserem Beitrag „Eine Überdosis Digitaldruck?“ festgestellt, dass es zu viel und zu viel Unausgereiftes von allem gibt – und haben prophezeit, dass Zusammenschlüsse kaum zu vermeiden sind. Dabei hat sich das Problem für die Hersteller von Digitaldruckmaschinen seither verschärft. 

 

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Die Bogenoffsetdruckmaschinen der in den letzten Jahren gerne als Dinosaurier gescholtenen Unternehmen Heidelberg und Koenig & Bauer bieten durch höchste Automatisierung enorme Leistungen bei einer Gesamtanlagen-Effektivität, die bei industriell ausgerichteten Druckereien in den nächsten Jahren noch einmal deutlich zunehmen wird. Das bedeutet, dass der Wettbewerb zwischen Offset und digitalem Druck noch einmal deutlich zunehmen wird, aber auch, dass die Anzahl an Druckwerken in den Druckbetrieben noch einmal zurückgehen könnte.

Heidelberg hat darauf schon reagiert und neue Modelle der Kundenbetreuung vorgestellt, um in dem kleiner werdenden Maschinenmarkt überlebensfähig zu bleiben. Einen Einblick in die neue Philosophie und die damit verbundenen Geschäftsmodelle geben wir im „Druckmarkt 114“, der soeben erschienen ist. Auch Koenig & Bauer und Durst feilen an Konzepten, bei denen der Kundennutzen und nicht der Abverkauf im Zentrum stehen.

Diese Unternehmen haben erkannt, dass es Zeit ist für einen Wandel, bei dem auch bislang funktionierende Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt werden müssen, um ihren Kunden – in dem Fall den Druckereien – mehr Nutzwert und Freiheit zu geben, sich weiterentwickeln zu können. 

Das sollten aber auch Druckereien ihrerseits beherzigen. Denn wer ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft, sollte sich stets fragen, was er denn wirklich verkauft? Ein Buch, einen Geschäftsbericht, eine ausgefallene Broschüre? Oder sind es nicht in Wirklichkeit Selbstverwirklichung, Ansehen oder Emotionen, die Kunden damit verbinden? 

Es geht eben längst nicht mehr um die Eigenschaften eines Produktes, sondern um dessen Wirkung. Wer sich mit der Denkweise auseinandersetzt, welchen Nutzen sein Produkt für den Kunden hat, wer vom Produkt- auf Nutzendenken umschaltet, ist auf dem richtigen Weg, die Bedürfnisse seiner Kunden wirklich zu erfüllen. Denn das ist der eigentliche Treiber der aktuellen Marktveränderungen.

Kontakt

Dipl.-Ing. Klaus-Peter Nicolay (Chefredakteur und Herausgeber)
E-Mail: nico(at)druckmarkt.com

Julius Nicolay (Redaktion)
E-Mail: julius(at)druckmarkt.com

Druckmarkt
c/o arcus design & verlag oHG
Ahornweg 20
D-56814 Bruttig-Fankel
Tel.: +49 2671 3836
Fax: +49 2671 3850

URL: http://www.druckmarkt.com

 


 

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By Andreas Weber, Head of Value | German Version

Hardly a day goes by without manufacturers promising printers that inkjet printing is the measure of all things and will open up new markets and profits. Are they right? Well, yes and no. 

Yes, because the inkjet process is no longer just about printing on paper or cardboard, and thus extends beyond the scope of conventional printing; it is even possible to print on three-dimensional objects, as Heidelberger Druckmaschinen and Xerox are proving with their new systems.

No, because it is simply not true to say that inkjet printing could replace offset printing or open up entirely new areas of application for the printing industry off the cuff.

It is absolutely necessary to look closely and weigh up carefully to avoid finding yourself worshiping a golden calf. Here is a selection of my current observations: 

  1. Inkjet printing for professional, highly productive printing is relatively new. To date, the number of successful users in the printing industry can be counted on one hand. In all of their cases, the key to success was not to focus on printing technology, but on pre-media processes and finishing/processing with the inclusion of logistics/distribution. The best example: Peter Sommer and Elanders Germany in Waiblingen.
  2. Large inkjet printing volumes, which manufacturers like to invoke, have long been found in transactional printing. Here, processing and distribution can be seamlessly designed with IT expertise and automation. (Incidentally, this is the reason why a big player like Pitney Bowes got into the marketing of digital printing technology).
  3. Manufacturers are using inkjet printing to attract new customer groups outside the printing industry and transactional printing. Following drupa 2016, Canon Europe launched a new business unit as part of its reorganization, making it a pioneer in this regard. The Canon Graphic & Communications Group is introducing the creative industries as well as countless other industries, such as architects, craftsmen, etc., to inkjet printing with new systems.
  4. Since drupa 2016, it has become apparent for manufacturers that the inkjet revolution is devouring its own children. HP is making an appearance and Landa is getting nowhere fast, Bobst has made an about-turn and, with the founding of Mouvent AG, rethought inkjet printing with a clever cluster technology and much more. Heidelberg has teamed up with Fujifilm to develop Primefire: a breakthrough platform for high-quality inkjet printing that has caused a stir in the demanding packaging market. 
  5. Traditional companies such as the Durst Group have repositioned themselves: everything is aligned and optimized with the P5 philosophy, which maximizes the performance and availability of the printing systems and allows unprecedented flexibility in media and order processing. Incidentally, Durst’s innovations were a highlight at the Online Print Symposium 2018 in Munich. 
  6. Entirely new providers have quietly got themselves into position, making individually configurable, modular inkjet printing production facilities possible with new system architectures, as the company Cadis Engineering from Hamburg demonstrates. Cadis can print HTML data and dispenses with ripping, for example.
  7. The real winner in inkjet printing is currently a hidden champion: Book printing. Xerox Europe impressively demonstrated this in an impressive manner at the end of March in cooperation with Book on Demand GmbH at the #Books2018 event in Hamburg. A huge, automated print factory generates up to 25,000 book-for-one products per day in real time. The growth drivers are the Xerox Impika inkjet printing systems with sophisticated Hunkeler and Müller-Martini processing technology. The key feature is a new Impika ink that can easily print on uncoated papers to the best possible degree.
  8. Last but not least: If one can speak of massive substitution, then inkjet printing systems (sheet as well as roll) will most likely replace existing toner digital printing systems.

 

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

Peter Sommer, Digital Printing and Inkjet Pioneer, Elanders Group: “The Elanders concept isn’t fixed to a specific printing technique. The central issues are always what the product needs to achieve and how it gets to the recipient. Integration into the supply chain begins with advising customers and ends with tailor-made logistics.”


Conclusion

There is still a lot that has to be done when it comes to inkjet printing. We’re only just beginning, and will have to learn how to think again in order not to fall into the innovation trap, where we wrongly assume that the primary purpose of inkjet printing is to improve on what we can do in print anyway.

When it comes to mastering the complex communication challenges of the digital age, it’s less about ‘faster, better, cheaper’ and more about ‘new, up-to-date and different’. — Think different!

 


About the author

Andreas Weber is founder and CEO of Value Communication AG. An analyst and consultant for success with print in the digital age, he is also a global networker and publicist. His blog www.valuetrendradar.com inspires users/readers from over 130 countries.

 


 

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What does a brand mean to a consumer?
What does a consumer mean to a brand?

By Andreas Weber, Head of Value. |  German Version

Many brands boast that they “create worlds of experience for our customers.” The question I ask myself is: do brands still meet the momentum which really determines customer needs, or rather: customer satisfaction? Or does an increasingly enforced brand experience approach not just miss the mark, but create more frustration than enjoyment?

Preliminary remark: learn from the best! Before any initial questions can be answered, looking back will help to bring us forward (‘Back to the Future’ style). Apple is a prime example to learn from. In the mid-90s, the company was at an all-time low, almost to the point of bankruptcy. Despite this, they managed a turnaround. Today, Apple has been the world’s most valuable brand for years. How was this possible? — “Communication first” was a central statement of the legendary Steve Jobs at the ‘Apple confidential meeting’ on September 23, 1997. 

With the “Think Different” Campaign he launched shortly afterwards, he initiated a tremendous upheaval in the industrial industry. 10 years later, they went on to break the sound barrier with the release of the iPhone. Since then, Apple as been making a higher per capita profit than most companies in terms of per capita sales. 

Although Jobs emphasized that products, marketing and distribution are important, he put smart communication above all else and made it a top priority. With his iPhone presentation on January 9, 2007, he achieved an ad-hoc gain of around $1 billion (media coverage, share price growth) before the product was even on the shelves. The trick: Jobs personally demonstrated the new device in great detail, and thus made himself identifiable with his customers and their new experience possibilities. 

The credo: Smart Communication puts the central focus on the customer experience. This has made the pioneer Apple the number one premium brand to date. As an iCEO, Jobs was also a dedicated Chief Communications Officer, which enabled his ideas to become part of the DNA of Apple, its partners and, in particular, its customers. This is a principle to which other companies, such as Berkshire Hathaway by Warren Buffett or Virgin by Richard Branson presumably also owe their success.

 

 

In my opinion, Apple is by far the most capable Smart Communication Company — and that includes maximum loyalty to their customers around the globe. 

 


Personal note: Anyone who buys an Apple product can experience
this — I’ve just bought the new iMac 27” with a Retina 5K Display and a MagicTrackPad. From (online) procurement including leasing to
free-of-charge delivery, the incredibly easy setup (just unpacking the iMac is a beautifully designed experience) up to the iCloud registration following Apple’s welcome email — which offered the very best professional support — the new computer seamlessly became a part of both my personal and professional life. This includes marvelous surprises, numerous technical innovations and quality features at the highest level. In conclusion: benchmark!


 

So let’s ask ourselves:
What distinguishes customer experience from brand experience?

Learning from the best: If you take a closer look, Apple and many other of the world’s most valuable brands follow a similar principle. Google, Facebook, Amazon, Uber and Airbnb – all of which are highly successful companies of recent times – have internalized and practiced the customer experience principle. 

Experts like to claim that their success is due to the superior innovative platform business model. To an extent, in my opinion, this is true: exponential growth is possible with this model, as you are able to address millions, even billions, of customers directly. However, business model innovations, as well as new digital technologies, are ‘only’ a means to an end — and not necessarily a guarantee of success. 

Think different!

 

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Consideration 1

It is crucial to exploit the innovation and technology mechanisms in such a way that dialogues or conversations with customers take place in real time. This enables us to perfect services and create products that are tailored to the customer’s needs. Smart Communication ensures all of this!!

Consideration 2

The brand itself is no longer the center of attention; instead, it rather becomes a common vehicle for companies and customers. Mass Marketing becomes Customized Mass Marketing. The majority of established brand companies put their focus on brand experience in order to impress customers with the strongest possible brand impact. This is a way to impress your customers with the strongest possible brand experience and thus induce them to buy your products. However, the best case scenario in this: you end up covering your costs, but you can barely manage to grow profitably and organically or achieve double-digit margins.

Consideration 3

Reality is inevitable: customers often feel more and more disappointed if they feel that brands have lost personal contact with them.

 


 

Adobe’s study, Reinventing Loyalty: The New Loyalty Experience (Fall 2017) found that 75% of CMOs admit that customer loyalty/customer satisfaction need to be improved, or that they don’t even know what their customers are dealing with. “This clearly demonstrates that CMOs feel that there is huge room for improvement when it comes to implementing new loyalty dimensions.” 

 

In my opinion, these new “loyalty dimensions” are entrenched in “old” values: trust, satisfaction, and relatedness. These values also form the core of Smart Communication. 

In this context: The usual “digital” transformation efforts of many companies miss the point. Instead of focusing on customer experience, many companies focus instead on the optimization of internal processes. 

While these do save the company time and money, they tend to drastically increase time and effort for the customer. Personal, human-to-human consultation opportunities are thus almost impossible. Anyone who’s spent far too much time on hold knows what I’m talking about.

 

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Consideration 4

In my view, in order to avoid customer dissatisfaction and loss of loyalty, it is not necessarily a matter of changing qualifications, but of changing the mandate of those responsible for marketing. 

Why?

  • Brand experience puts the focus on buying. It mainly uses expensive media and creative services from third parties (although Nielsen reports that in Germany, Europe’s premium market in 2017, gross advertising expenditure declined in some cases, despite high growth in mobile advertising). The corresponding strategies and measures are aimed at, almost as if on a hunt, bombarding customers with advertising, anywhere, anytime. So-called bonus programs make the hunt all the more dynamic.
  • But: Customer Experience, on the other hand, relies on customer satisfaction and service, through methods of direct contact and dialogue. Customer Experience follows the principle of ‘Listen & Learn.’ Real-time capturing of customers experiences is used to continuously improve products and services. Communication and transaction are interlinked as closely as possible, preferably seamlessly. The credo: It’s all about interaction and relatedness by smart communication.

Consideration 5

The Brand Experience Principle no longer applies. Customer sensitivities and expectations can best be met with an individually-tailored Smart Communication architecture, which should be designed with a customer experience focus. 

If the Smart Communication strategy, which is so successful for Apple, is structured in a systemic way, adapted to your company, and precisely understood in detail, the essence of Smart Communication, you will be able to respond extremely quickly to individual customer needs. There is no other choice! ‘Communication first’ thus goes hand in hand with ‘Customer benefits first.’

 


 

Instructions 

  1. Think different! Put your current branding and customer experience strategies to the test and discuss your findings with others. 
  2. Rethink and critically assess the values of your company’s current communication approach and processes (i. e. via the ValueCheck questionnaire).
  3. Listen & Learn. Understand and use the insights that my White Paper on Smart Communication offers, including specific instructions for action and organizational models. 
  4. I am always available for further explanations and support.

 


 

About Andreas Weber, Founder and CEO of Value Communication AG
Since more than 25 years Andreas Weber serves on an international level as a business communication analyst, influencer and transformer. His activities are dedicated to the ‘Transformation for the Digital Age’ via presentations, management briefings, coachings, workshops, analysis&reports, strategic advice. — Andreas Weber’s Blog inspires readers from around 130 countries around the globe.

 


 

 


 

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Was bringt dem Kunden eine Marke?
Was fordert eine Marke dem Kunden ab?

Überlegungen von Andreas Weber, Head of Value | English Version

 

Marken schwärmen: „Wir schaffen Erlebniswelten für unsere Kunden.“ 

Die Frage, die sich mir stellt, lautet: Treffen Marken noch das Momentum, was Kundenbedürfnisse, oder besser: die Kundenbefindlichkeit, tatsächlich ausmacht? Oder führt eine zunehmend forcierte Brand Experience-Attitüde nicht am Ziel vorbei — schafft mehr Frust als Lust?

Vorbemerkung: Von den Besten lernen! — Bevor sich die Eingangsfragen beantworten lassen, tut ein Blick zurück nach vorne gut (’Back to the Future’). Apple ist ein Paradebeispiel, von dem wir lernen können. Mitte der 1990er Jahre im Dauertief, fast nahe der Pleite, gelang der Turnaround. Heute ist Apple seit Jahren die wertvollste Marke der Welt. Wie konnte das gelingen? — „Communication first“ war ein zentrales Statement des legendären Steve Jobs beim ‚Apple confidential meeting‘ am 23. September 1997. 

Mit der kurz darauf gestarteten, unendlich erfolgreichen „Think Different“-Kampagne leitete er einen gewaltigen Umbruch in der Industriegeschichte ein, um mit dem iPhone 10 Jahre später die Schallmauer zu durchbrechen. Apple macht seitdem einen höheren Pro-Kopf-Gewinn als die meisten Unternehmen Pro-Kopf-Umsatz. 

Jobs betonte, dass Produkte, Marketing und Distribution wichtig seien, stellte aber die ‚Smart Communication‘ über alles und machte sie zur Chefsache. Mit seiner iPhone-Präsentation am 9. Januar 2007 erzielte er ad-hoc einen Zugewinn von rund 1 Milliarde US-Dollar (Media-Coverage, Aktienkurszuwachs) ohne das Produkt schon verkaufen zu können. Der Kniff: Jobs führte das neue Gerät bis ins Detail persönlich vor und hat sich damit mit seinen Kunden und ihren neuen Erlebnismöglichkeiten identifizierbar gemacht. 

Das Credo: Smart Communication rückt die Customer Experience ins Zentrum und machte den Vorreiter Apple bis dato zur Premium-Marke Nummer 1. Als iCEO war Jobs zugleich auch ein engagierter Chief Communication Officer, um seine Vorstellungen Teil der DNA von Apple, seiner Partner und v. a. seiner Kunden werden zu lassen. Ein Prinzip, dem andere Unternehmen wie z. B. Berkshire Hathaway durch Warren Buffett oder Virgin durch Richard Branson vermutlich ebenfalls ihren Erfolg verdanken. 

 

 

Apple hat sich aus meiner Sicht mit Abstand als fähigstes Smart Communication-Unternehmen profiliert. Mit maximaler Loyalität bei Kunden rund um den Globus. 

 


Persönliche Anmerkung: Die Erfahrung kann jeder machen, der ein Apple Produkt kauft — so wie ich gerade den neuen iMac 27’’ mit Retina 5K Display und MagicTrackpad: Von der (Online-)Beschaffung inkl. Leasing bis zur Lieferung frei Haus, der kinderleichten Inbetriebnahme (allein das Auspacken des iMac ist ein Designerlebnis!), bis zu der iCloud-Anmeldung unmittelbar folgenden Welcome-Email von Apple — die Profi-Support anbot, der sogleich aufs Beste erfolgte — wurde in kürzester Zeit der neue Computer Teil meiner persönlichen Erlebnis- und Arbeitswelt. Mit wunderbaren Überraschungen dank zahlreicher Technik-Innovationen und Qualitätsmerkmalen auf höchstem Niveau. In Summe: Benchmark!


Fragen wir uns also:
Was unterscheidet Customer Experience von Brand Experience?

Von den besten lernen: Schaut man genau hin, verfolgen neben Apple auch andere der wertvollsten Marken der Welt ein ähnliches Prinzip: Google, Facebook, Amazon, Uber und Airbnb — alles überaus erfolgreiche Unternehmen der neueren Zeit, die das Customer Experience-Prinzip verinnerlicht haben und praktizieren. Von Experten wird gerne angeführt, der Erfolg liege am überlegenen innovativen Plattform-Geschäftsmodell. 

Aus meiner Sicht stimmt das zwar, weil exponentielles Wachstum möglich wird: man ist in der Lage, Millionen und Milliarden von Kunden direkt anzusprechen; aber Geschäftsmodell-Innovationen wie auch neue Digital-Technologien sind ‚nur’ Mittel zum Zweck — und per se keine Erfolgsgaranten.

Wir müssen also das Andere denken — Think different!

 

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Überlegung 1

Entscheidend ist, die Innovations- und Technologie-Mechanismen so auszunutzen, dass Dialoge respektive Konversationen mit Kunden in Echtzeit entstehen, um für die Perfektionierung von Services und Produkten nutzbar zu werden, die sich am individuellen Bedarf des Kunden ausrichten. Smart Communication stellt das sicher!

Überlegung 2

Die Marke selbst steht nicht mehr im Zentrum, sie wird quasi zum gemeinsamen Vehikel von Unternehmen und Kunden. Aus Mass Marketing wird Mass Customized Marketing. Legt man wie die Mehrzahl der etablierten Markenunternehmen den Fokus auf Brand Experience, um über die möglichst starke Strahlkraft der Marke per Mass Penetration Kunden zu beeindrucken und so zum Kaufen zu bewegen, kann man im besten Falle noch Kosten decken, aber kaum noch profitabel organisch wachsen oder zweistellige Margen erzielen.

Überlegung 3

Die Realität ist zwangsläufig: Kunden fühlen sich mehr und mehr enttäuscht, wenn Marken offensichtlich den persönlichen Kontakt zu Ihnen verloren haben. 

 



Adobe
hat in seiner aktuellen Studie „Reinventing Loyalty: The New Loyalty Experience“ (Herbst 2017) herausgefunden, dass 75 Prozent der CMO’s zugeben, dass bei Kunden-bindung/Kundenzufriedenheit Verbesserungsbedarf besteht bzw. dass sie gar nicht wissen, was ihre Kunden eigentlich beschäftigt. „This clearly demonstrates that CMOs feel that there is huge room for improvement when it comes to implementing the new loyalty dimensions.“


Die neuen ‚Loyalty Dimensions’ fußen meines Erachten auf ‚alten‘ gemeinsamen Wertvorstellungen, geprägt durch Vertrauen, Zufriedenheit, Verbundenheit (relatedness), die auch den Kern von Smart Communication ausmachen. 

In diesem Kontext zu beachten: Die üblichen ‚digitalen‘ Transformations-Bestrebungen führen am Ziel vorbei, da nicht Customer Experience, sondern die Optimierung unternehmensinterner Prozesse erfolgt, die dem Unternehmen Aufwand und Kosten sparen, den Aufwand beim Kunden aber drastisch erhöhen. Persönliche Rückfrage-Möglichkeiten von Mensch zu Mensch sind dann allzuoft kaum noch möglich.

 

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Überlegung 4

Um Unzufriedenheit und Loyalitätsverlust bei Kunden zu vermeiden, bedarf es aus meiner Sicht nicht unbedingt einer veränderten Qualifikation, sondern der Änderung des Auftrags der Marketing-Verantwortlichen. 

Warum?

  • Brand Experience legt den Fokus auf „buying“ und benutzt überwiegend kostspielige Medien und Kreativ-Leistungen Dritter (wobei wie Nielsen in Deutschland als Premiummarkt in Europa für das Jahr 2017 vermeldet, die Brutto-Werbeausgaben zum Teil rückläufig sind, trotz hohem Wachstum bei Mobile-Advertising). Die entsprechenden Strategien und Maßnahmen zielen darauf ab, Kunden ständig, fast wie auf einer Treibjagd, mit Werbebotschaften zu befeuern, anywhere, anytime. Sog. Bonusprogramm dynamisieren die Hetze erheblich.
  • Aber: Customer Experience setzt dagegen auf „serving & satisfying“ v. a. durch Direktkontakte und Dialoge. Customer Experience folgt dem Prinzip des ‚Listen & Learn‘. Die Echtzeit-Erfassung der Kundenerlebnisse wird genutzt, um Produkte und Services stetig zu verbessern. Kommunikation und Transaktion werden dabei so eng wie möglich, am besten nahtlos, verzahnt. — Credo: It’s all about interaction and relatedness by smart communication.

Überlegung 5

Das Brand Experience Prinzip führt nicht mehr weiter. Mit einer individuell zugeschnittenen Smart Communication-Architektur, die Customer Experience-fokussiert ausgestaltet wird, lassen sich Kundenbefindlichkeiten und Erwartungen am besten decken. Im Fokus: Great Conversations!

Wenn man die für Apple so erfolgreiche Smart Communication-Strategie systemisch strukturiert, aufs eigene Unternehmen adaptiert sowie im Detail das Wesen der Smart Communication exakt versteht, wird man extrem rasch auf individuelle Kundenbefindlichkeiten eingehen können. Es bleibt nämlich gar keine andere Wahl! ‚Communication first‘ geht dann einher mit ‚Customer benefits first‘.

 


 

Handlungsanweisungen 

  1. Think different! Stelle Deine aktuelle Branding- und Customer Experience-Strategie auf den Prüfstand und diskutiere Deine Erkenntnisse mit anderen.
  2. Überdenke und hinterfrage kritisch den Wert der gegenwärtigen Kommunikationspraxis in Deinem Unternehmen (gerne mithilfe des ValueCheck Fragenkatalogs).
  3. Listen & Learn: Verstehe und nutze die Insights, die mein White Paper zu „Smart Communication“ bietet, inkl. konkreten Handlungsanleitungen und Organisation-Modellen.
  4. Gerne stehe ich mit meinem reichen Erfahrungswissen für weitere Erläuterungen und Unterstützung zur Verfügung.

 


 

Über den Autor: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 130 Ländern der Welt.

 


 

 


 

Ein kompetentes Moderator-Team führte durch die zwei Symposiums-Tage: Jens Meyer, Dr. Eduard Neufeld und Bernd Zipper (v.r.n.l.).

Von Klaus-Peter Nicolay, Verleger und Chefredakteur DRUCKMARKT

 

Hinweis: Der nachfolgende Beitrag ist ein Auszug aus dem umfassenden #ops2018-Bericht „6. Online Print Symposium: Endlich online – und nun?“, der auf beyondprint.de publiziert wurde und im Fachmagazin DRUCKMARKT im April gedruckt erscheinen wird. — Siehe auch den #ValueCheck via Twitter Moments sowie den #ValueDialog mit den Experten-LiveTV-Interviews.

 

Jetzt gilt es, im Wettbewerb zu bestehen und sich zu behaupten. Das ist nicht gerade eine der einfachsten Übungen, wie das 6. Online Print Symposium in München deutlich machte. Denn es geht bei Weitem nicht alleine ums Drucken. Deshalb wurde den über 250 Teilnehmern ein Füllhorn (auch) an E-Commerce-Themen präsentiert, die zugleich das riesige Potenzial von Print offenbarten.

Entwicklungen und Trends

Thomas Fleckenstein, Geschäftsführer der Druckerei Lokay, hatte [in seinem wunderbaren Vortrag] den Beweis angetreten, dass sich die „alte“ Druckindustrie den neuen Zeiten anpassen und sich transformieren muss. Weil derart transformierte Unternehmen und Online-Printer (auch in Nischen) den Markt der Zukunft bestimmen werden und die größten Chancen haben, im Wettbewerb zu bestehen.

 

Schließlich gibt es schon heute Verlierer der Transformation, stellte Bernd Zipper, CEO zipcon consulting GmbH und Mitveranstalter des Symposiums, in seinem jährlichen Rück- und Ausblick klar. Dazu gehören Online-Drucker zumindest nicht, denn Online-Print verzeichnet auch weiterhin die stärksten Wachstumsraten in der Druckindustrie. So wuchsen die Open Shops im Online-Print 2017 um 15,4% auf einen Umsatz von 3,0 Mrd. € in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei die Top 5 mit 1,47 Mrd. € fast die Hälfte des Umsatzes stellen. Rechnet man noch den Umsatz der Closed Stores dazu, also die Portale von Druckereien, die eigene Shops für ihre Kunden betreiben, addiert sich der Online-Umsatz in D/A/CH auf 7,5 Mrd. €. Damit macht Online-Print bereits rund ein Drittel des Marktes aus.

Für das laufende Jahr prognostizierte Zipper jedoch geringeres Wachstum. Er sieht das Marktvolumen für 2018 bei 7,85 Mrd. €. Das entspricht bei den Open Shops zwar noch immer einem Zuwachs von 8,3% und bei den Closed Shops von 2,2%, doch sieht Zipper eine Umsatz-Umverteilung, die das Wachstum bremst.

Und er sieht nicht nur dort eine Umverteilung, sondern auch eine nochmals massive Konsolidierung bei den Druckbetrieben in ganz Europa. So geht Zipper davon aus, dass von den 34.000 Druckereien in Europa bis 2025 nur noch 17.000 bleiben. Natürlich hat er bei diesen Zahlen die Kleinstbetriebe (mit einem oder zwei Mitarbeitern) unterschlagen, doch wenn auch größere Drucker auf der Strecke bleiben, kann das nur eine Ursache haben: „Ignoranz“, sagte Zipper „und die viel zitierte und genauso oft auch falsch verstandene Digitale Transformation“.

 

Digitale und andere Transformationen

„Nur weil ein Unternehmen einen Online-Shop betreibt, ist es noch lange nicht transformiert“, erklärt Bernd Zipper. „Ich treffe oft genug auf Fehleinschätzungen des eigenen Fortschritts.“ Es mangele vor allem bei mittelständischen Online-Druckereien vielerorts an ausreichendem Investitionskapital, an der notwendigen Infrastruktur und an Wissen. „IT-Denken ist zwar notwendig, für den Erfolg eines Online-Printers steht jedoch E-Commerce-Thinking im Fokus“, sagt Zipper.

Oder anders ausgedrückt: Wer in dem agilen Online-Print-Markt auf Dauer erfolgreich sein will, braucht Strategien zum Aufbau und zur Sicherung von Marktanteilen. Nur Unternehmen, denen es gelingt, neue Produkte, veränderte Kundenwünsche, neue Märkte und Innovationen in ihrer Strategie zu verankern, sind auf Dauer erfolgreich. „Dazu muss man eigentlich alle Themen auf dem Radar haben“, führte Zipper in München aus und beschrieb die wichtigsten Trendthemen, mit denen sich Online-Drucker auseinandersetzen müssen.

  • Multi-Play auf allen Ebenen: Genauso wie Markenartikler auf allen Kommunikations-Kanälen unterwegs und auch physisch präsent sein müssen, um ihre Käufer zu erreichen, müssen Online-Drucker darüber nachdenken, nicht nur mit einem Shop im Internet vertreten zu sein. Der „lokale Online-Printer“ werde immer beliebter, sagte Zipper – wie es Flyeralarm mit „Print-to-go“ bewiesen habe. Denn die Nähe zum Kunden bietet einmal eine erweiterte Form des Services und zugleich auch einen persönlicheren Marktzugang.
  • Same-Day-Delivery wird Online-Print nach Einschätzung von Bernd Zipper unter Druck setzen, da hohe Anforderungen an Produktionsgüte und Geschwindigkeit gestellt werden. B2B-Kunden werden die Lieferung am gleichen Tag zwar mit der Akzeptanz höherer Preise goutieren, doch wird sich dies (wie heute schon in England) auf Metropol-Regionen beschränken. Flächendeckend dürfte es auf absehbare Zeit nur schwer realisierbar sein.
  • Dynamic Pricing: Im E-Commerce wird die Methode einer dynamischen Preisanpassung in Abhängigkeit von Kundenprofil, Bestellverhalten oder Customer Journey schon länger eingesetzt.  Auch wenn bestimmte Kundengruppen eher negativ auf diese Preisvarianten reagieren, lässt sich Dynamic Pricing unter Umständen einsetzen, um Kapazitäten kurzfristig auszulasten.
  • Marktzugang über mobile Endgeräte: Zipper erinnerte daran, dass mobile Sucherergebnisse und Ladezeiten ab Juli 2018 für Google relevant sind. Diesen Einfluss solle man nicht unterschätzen, mahnte Zipper (übrigens nicht zum ersten Mal).
  • Digitale Assistenten sind derzeit ein heißes Thema und werden ohne Zweifel Einfluss auf Print haben. Auch wenn Alexa, Siri oder Google Home auf der Suche nach aufwändigen Drucksachen heute noch streiken, aufgeben oder dummes Zeug erzählen, ändert sich das Verhalten der User, die ihre Suche nicht mehr eintippen wollen, sondern sich mit ihrem „Assistenten“ unterhalten möchten. So eben auch bei der Suche nach preiswerten Visitenkarten oder Dienstleistern. Das „Age of Assistance“ steht dabei zwar erst ganz am Anfang, doch die Entwicklung über die Spracherkennung hinaus als Teil des „Machine learning“ und der künstlichen Intelligenz wird sich etablieren.
  • Robotik ist heute schon in einigen Bereichen der Branche erkennbar. Nicht mehr nur als Roboter in „Käfighaltung“, die alleine arbeiten, sondern vor allem als kollaborative Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten. Dabei geht es um Zuarbeit, um Maschinenbestückung, um das Be- und Entladen, um Schneideroboter, Pick and Place und sehr viel mehr.

Megatrend: Mass Customization

Gerade die Robotik wird einen erheblichen Anteil am Megatrend Mass Customization ausmachen, ist Bernd Zipper überzeugt. Hiervon würden heute schon Märkte wie Packaging, Labeling, Textile, Promotion etc. geradezu „befeuert“. 

„Die zunehmende Individualisierung der Nachfrage und das Aufkommen von Long-Tail-Märkten zwingen Unternehmen dazu, sich neu zu erfinden und ein neues Maß an Flexibilität zu erreichen. Mass Customization ist eine Schlüsselstrategie, um diese Herausforderung zu meistern“, weiß Prof. Dr. Frank Piller. Er ist Director Institute of Technology and Innovation Management an der RWTH Aachen und hat Mass Customization in den letzten zehn Jahren bei mehr als 200 verschiedenen Organisationen untersucht. Sein Fazit: „Mass Customization bietet ein Set an Handlungsoptionen, die in den meisten Unternehmen anwendbar sind.“

Erfolgreiche Mass Customization baut laut Prof. Piller auf einer Reihe strategischer Fähigkeiten auf, die im Laufe der Zeit ein bestehendes Geschäft ergänzen und bereichern. In seinem Vortrag stellte er dies am Beispiel der Sportschuhhersteller vor. Beeindruckendes Beispiel: Adidas bietet jedes Jahr 8.400 Schuh-Varianten an, hat erkannt, dass Mass Customization die Kundenbindung massiv beeinflusst und verknüpft Kauf, Nutzung und den Neuerwerb seiner Laufschuhe vergleichbar mit einem „Abomodell“.

Dabei machte er deutlich, dass Mass Customization ausschließlich davon lebt, dass Menschen unterschiedlich sind. „Aber für Customization an sich interessiert sich kein Mensch. Sie interessieren sich für die Effekte danach und haben eine gewisse Freude am Konfigurieren eigener Produkte.“ Dabei müsse ein Konfigurator so einfach wie möglich sein, um das Kauferlebnis zu unterstützen.

Hier sieht Prof. Piller die Innovatoren aber nicht in der herstellenden Industrie: Online-Print habe den Markt der Mass Customization in eine neue Generation geführt.

Massen-Individualisierung in Print

Während sich Prof. Piller in seiner Keynote in erster Linie mit Produkten des täglichen Lebens beschäftigte, die massenhaft individualisiert werden können, werden sich wohl etliche Teilnehmer gefragt haben, ob sich klassische Print-Produkten nicht ähnlich „customizen“ lassen?

Die Antwort kam prompt. Denn jetzt schickt sich das Kölner Start-up AutLay.com (AutLay steht für Automatisches Layout) an, die Druckvorstufe zu revolutionieren. Dabei profitiert AutLay von der  Forschungsarbeit an der Uni Köln, wo sich Wirtschaftsinformatiker seit über einem Jahrzehnt mit Personalisierung und Individualisierung im Druck beschäftigen. Herausgekommen ist eine völlig neue Software-Architektur für die Automatisierung von Layouts in Echtzeit.

 

„Wir überführen Inhalte vollautomatisch in ein druckfertiges Dokument. Dies können Produktdaten aus einem Webshop oder PIM-System sein, die Teil eines Katalogs werden sollen“, erläuterte Dr. David Schölgens, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Köln und Teil des AutLay-Teams.

„Mit AutLay lassen sich all die Vorteile wie Individualisierung, Cross-Selling, Up-Selling, Real-Time Marketing etc., die aus dem Online-Kontext bekannt sind, auch für den Kommunikationskanal Print nutzen. Durch die vollautomatische Erstellung der Layouts wird die Massen-Individualisierung auch im Druck möglich.“ AutLay könne auch eine individualisierte Zeitung aus Blogeinträgen erstellen, so Dr. Schölgens.

Dabei berücksichtige AutLay verschiedene Ästhetik-Kriterien, die in aufwändigen Forschungen untersucht und für Computer messbar gemacht wurden. „So wird es möglich, Layouts zu erstellen, die ein Mindestmaß an Ästhetik erfüllen“, führte Dr. Schölgens aus und betonte besonders, dass AutLay ohne Templates auskommt – bislang steter Engpass der Prepress-Prozesse. Denn Templates sind starre Vorlagen, die als „digitale Schablonen“ bis dato notwendig sind, um fixe und variable Bestandteile wie Texte oder Bilder definieren.

Bei Anwendungen wie individualisierten Verkaufskatalogen oder auch Magazinen dürften sich mit dieser Software der Zeitaufwand und damit auch die Kosten für die Vorstufe um ein Vielfaches reduzieren. Der Zeitvorteil setzt wiederum Potenzial beim Time-to-Market frei, ein Kundenbedürfnis im Verkaufsprozess, und potenzielle Käufer werden schneller und individueller mit dem haptischen Medium Print erreicht.

Fazit und Ausblick: Im Mittelpunkt der Herde

Zwei Tage Symposium, mehr als ein Dutzend hochkarätige Vorträge, Diskussionen, eine Partnerausstellung und Networking – das alles lässt sich nur schwer in einem Beitrag und schon gar nicht in einem Satz zusammenfassen. Dazu waren die Themen zu verschieden und auch die präsentierten Strategien zu vielfältig. Merkmale wie Masse, Nische, Größe oder Spezialitäten lassen sich beliebig mit Produkten, Kundenanforderungen, Services, Plattformen oder Internationalisierung kombinieren. 

 

 

Schließlich gab es in München auch Einblicke in den indischen Markt, Modelle für Mass Customization und den 3D-Druck und die Erkenntnis, dass es Fans für Abfüllanlagen und Likes für den Maschinenbau gibt. „Ja, Social Media und B2B funktioniert, wenn man langweiligen Content vermeidet und die richtigen Kanäle für die Kommunikation auswählt“, berichtete Maria Seywald, Social-Media-Managerin beim Maschinenbauer Krones, über ihre Erfahrungen in der modernen Unternehmenskommunikation.

Jetzt könnte man zwar kritisieren, dass manche Themen nicht wirklich zum Online-Print passen, zu allgemein oder nicht neu waren. Aber es erstaunt doch, was und wie viel sich in einem Jahr verändert. Print ist eben eine Branche, die sich ständig neu erfindet. 

Denn wenn es um digitale Transformation und die Transformation bereits transformierter Geschäftsmodelle geht, müssen einige Dinge neu definiert werden. Wenn Drucksachen dynamisch erzeugt werden können, müssen auch Mass Customization, das Individualisieren und Crossmedia neu gedacht werden. Und wenn der Anspruch der Kunden an Print-Produkte (auch jenseits von Papier und Karton) in dem Maße wächst, wie sich die Möglichkeiten des Drucks immer mehr erweitern, dann ist der Stellenwert eines solchen Branchentreffs gar nicht hoch genug einzustufen.

So war das 6. Online Print Symposium nicht einfach nur die Fortsetzung eines erfolgreichen Events. Es war mehr und ist mehr. Beim Online Print Symposium fühlt man sich inmitten der immer größer werdenden Herde ausgesprochen innovativer Drucker. Das macht Spaß und verbindet. Deshalb sollte München einer der Orte sein, für die Sie 2019 einige Tage einplanen sollten. Zwei zumindest für das 7. Online Print Symposium. Das findet am 4. und 5. April 2019 statt.

 

 


 

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