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Trend Analysis (in brief)

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ValueTrendAnalysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 2)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch die ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Ergebnisse Teil 1 — Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung

  • Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!
  • Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können.
  • Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens!
  • Aber: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!
  • Die Zukunft von Print wird getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.
  • Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

 

ValueTrendRadar Analysis Teil 2: (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

Bereits vor der drupa 2016, im April 2015, verblüffte ich auf einer Expertenkonferenz in Dresden vor Druckereiunternehmern, IT- und Software-, Internet- und Design-Spezialisten durch folgende Prognose: „2016 wird Print eine Renaissance erleben. Wenn die Branche umdenkt und ihre Hausaufgaben macht!“ Damit verbunden war mein Hinweis, dass die eigentliche Veränderung im Print-Geschäft nicht alleine durch neue, angeblich disruptive Techniken oder das Internet als vermeintlichem Feind von Print getragen werden, sondern durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien prägen.

Meine zentrale These: Wer künftig bestehen will, muss sich auf die Stärken fokussieren, die Print über die Jahrhunderte unverzichtbar gemacht haben, und diese ins Digitalzeitalter transformieren. Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

 

Kurzer Exkurs: Etwas Altes wird etwas Neues!

Das Erfüllen spezifischer Anforderungen war von Anbeginn der Treiber für Print. Die Entwicklung des Papiers vor rund 2000 Jahren und vor etwa 1000 Jahren des Druckens stammt aus China. Das Riesenreich brauchte für seine dynamische Entwicklung mediale Techniken, um staatlich-organisatorisch und wirtschaftlich zu funktionieren. Erheblich später, ab ca. 1460, etablierte sich die gedruckte Kommunikation in Europa. Mit fulminanten Effekten für Gesellschaft, Religion/Kirche, Wirtschaft und Politik. Es bildeten sich überall Druckwerkstätten, die zunächst Eliten bedienten, um dann im Zuge der Aufklärung sowie der allmählichen Demokratisierung mehr und mehr populär zu werden. Das Besondere: Bis kurz nach dem Jahr 1800 waren Drucker immer auch Technik-Tüftler sowie Verleger, die Inhalte medial verfügbar machten. Alles lag in einer Hand, Monopolstrukturen entstanden. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich spezialisierte Zulieferer für Satz-, Bild- und Drucktechnik und die Branche profitierte von der „industriellen Mechanisierung“ im Druck- und Verlagssektor.

Die Geschäftsentwicklung wurde nicht nur durch Technik-Innovationen geprägt sondern vor allem durch eine zunehmende Spezialisierung im Technik-Anwendungsbereich: Es entstand die „Grafische Branche“ mit sog. Vorstufen-Betrieben (Textsatz, Bildreproduktion), reinen Druckereien sowie Buchbinder-/Weiterverarbeitungsbetrieben sowie Design- und Medienproduktionspezialisten, die unabhängig agierten und allesamt aufgrund der steigenden Informationsflut im Industriezeitalter dynamisch wachsen und hochprofitabel wirtschaften konnten. Letztlich entkoppelte sich das Verlagsgeschäft von der Technik. Verlage fokussierten sich auf Inhalte; Druckereien auf Datenvervielfältigung via Papier. Je höher die Auflagen, umso besser!

Mit dem Internet und dem World Wide Web wirkte sich seit den 1990er Jahren ein ungewollter Nebeneffekt der Spezialisierung und Fokussierung aus — mit gravierenden Folgen: Den grafischen Betrieben, vor allem den Druckereien, entglitt die Kontrolle über ihre Märkte. Die Datenaufbereitung für den Druck wie auch die Gestaltung von Druckmedien inkl. Papierauswahl und die Einsatzmöglichkeiten von Print wurden aus der Hand gegeben: Die Kunden der Druckereien bestimmten, was wie wann und sogar zu welchem Preis gedruckt werden soll. Diese Entwicklung hatte nachhaltig Einfluss auf die Techniklieferanten der Druckereien, die sich fast ausschließlich auf die Optimierung von Drucktechnik konzentrierten, um durch Effizienzsteigerungen den Preisverfall durch Mengenwachstum zu kompensieren. Keiner schaute mehr über den Tellerrand! Strukturelle Änderungen im Markt konnten nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Obgleich die Druckbranche seit den 1970er Jahren der Schrittmacher der Digitalisierung im Print- und Publishingbereich war, wurde im Internetzeitalter der Einstieg und letztlich der rechtzeitige Anschluss an das sich ändernde Mediennutzungsverhalten verpasst. Pleiten, Pech und Pannen waren die Folge. Traditionsreiche, zum Teil börsennotierte Vorstufentechnik-Firmen wie Crosfield, Berthold oder Linotype und Hell verschwanden zum Ende des 20. Jahrhunderts vom Markt. Es strauchelten auch Traditionsmarken wie Agfa oder Kodak, die Nischenplayer wurden, und der globale Druckmaschinenkonzern manroland AG musste Ende 2011 Insolvenz anmelden und wurde zerschlagen.


Streng genommen hat sich eine Spaltung im Druckerei-Markt ergeben: 

  • Auf der einen Seite die „Optimierer“, die das Gros der Druck-Betriebe darstellen und auf Effizienz und Verbesserung des Bestehenden setzen ohne konsequenten Fokus auf neue Lösungen und Marktentwicklungen, die geprägt sind von strukturellen Veränderungen durch das Internet. Die Geschäftsmodellphilosophie basiert auf Peer-to-Peer-Verbindungen (wenige Kunden mit möglichst hohem Auftragsvolumen; jeder Auftrag ist quasi eine Sonderanfertigung) und entspricht dem klassischen Pipeline-Prinzip, indem Aufgaben seriell, dem gleichen Modus folgend abgearbeitet und Leistungen vorfinanziert werden müssen. Im Fokus liegen Stammkundengeschäft und Teilnahme an Ausschreibungen. Die Maxime: Kostendeckung bei hohem Investitionsbedarf. Die Profitabilität ist niedrig, zumeist im Bruttogewinnbereich von unter 10 Prozent, und kann nur durch stetes Mengenwachstum gehalten werden. Folge: Wer nicht (mehr) wachsen kann, scheitert!
  • Auf der andere Seite bildeten sich quasi als Neu-Starter die „Pioniere“ — deutlich in der Minderheit, angeführt von sog. Online-Druckereien — die Prozesse und Anwendungen automatisieren sowie das Go-to-Market zeitgemäß innovieren und neue Formen der Kundenorientierung suchen. Die Geschäftmodellphilosophie basiert auf dem Transaktions- und/oder Innovations-Plattform-Prinzip, das den Paradigmen der Vernetzung des Digitalzeitalters folgt. Zur traditionellen Printmedienherstellung mit modernster Technik gesellen sich IT-/Online- und Cloud-Services, Multichannel-Leistungsangebote sowie Supply Chain-Services. Im Fokus liegen die Neukundengewinnung, gerade auch solcher Firmen und Einzelpersonen, die bis dato Print gar nicht oder kaum genutzt haben, sowie spezielle B2B-Services inkl. Kampagnenmanagement. Die Maxime: Preisoptimierte Premiumqualität durch Standardisierung, Echtzeitproduktion inkl. sofortiger Lieferung — meist per ‚Next-Day-Delivery‘ — und crossmediale, perspektivisch individualisierte, Multichannel-Marketing-Kampagnen. Die Wachstumsraten sind hoch (bei 20 Prozent und mehr per anno), ebenso die Profitabilität, die insbesondere bei IT-/Multichannel-Leistungen bis zu 40 Prozent Bruttogewinn liefern kann. [Vgl. hierzu: ValueTrendAnalysis „Transformation — Beam me up Scotty“]

 

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In medias res

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

Vor allem High-Tech-Firmen aus dem Silicon Valley, wie Adobe, Apple oder auch PARC (Xerox) sorgten frühzeitig für disruptive Veränderungen des Printgeschäfts indem sie das Spektrum grafischer Anwendungen integrativ und prozesstechnisch optimiert erweiterten (zunächst durch Desktop Publishing mit dem Motto: „Jeder sein eigener Gutenberg“, später durch web-basierte Lösungen). Bezeichnender Weise bezogen sich die zumeist kalifornischen Innovatoren in den 1980er Jahren ebenso wie auch die Internet-/Social-Media Unternehmen zur Jahrtausendwende — auf den Erfinder Johannes Gutenberg aus Mainz, den die US-Wirtschaftselite im Jahr 2000 zum Mann des Jahrtausends kürte. (Siehe das Buch des Silicon-Valley-Vordenkers Jeff Jarvis: „Gutenberg the Geek“). 

Fakt ist, dass in der Folge Giganten des Internetzeitalters wie Amazon sowie Apple als global wertvollste Marke die Welt des Print nicht bekämpfen, sondern im Gegenteil Print einen hohen Stellenwert einräumen: Amazon startete mit dem Online-Verkauf gedruckter Bücher und dominiert bis heute den globalen Markt auch als Autoren-Verlag; Amazon Jeff Bezos hat nach der Übernahme der Washington Post das Zeitungsgeschäft innoviert; er lässt Journalisten und Ingenieure eng zusammenarbeiten, um Print und Online medial zu orchestrieren. Mitte September 2016 setzte Amazon in den USA den Startschuss für „Amazon Prints“ , ein Online-Service zum Drucken von Fotos, Fotobüchern, Grußkarten und Kalendern, das den US-Marktführer Shutterfly preislich unterbietet und laut Bloomberg sofort für einen Kursrutsch bei Shutterfly-Aktien sorgte. Amazon bietet für sein Prime und Drive-Kunden Vorzugspreise bei freier Lieferung ab Mindestbestellwert von 15 US-Dollar.

 

 

Apple ist einer der größten Promotoren von Print: neben hunderten Millionen von iMacs, MacBooks und iPads werden seit 2007 bis zum Jahresende 2016 rund 1 Milliarde iPhones auf Premium-Niveau durch Print edel verpackt; den Neustart von Apple im Jahr 1997 ermöglichte v. a. Print-Werbung, um Steve Jobs „Think-Different“-Kampagne sichtbar zu machen über Außenwerbung sowie Print-Anzeigen. Apple ist zugleich durch hunderte Millionen Kunden auch der größte Aggregator resp. „Verleger“ von gedruckten Premium-Fotobüchern inkl. Grusskarten etc., die vom Kunden digital gefertigt und via Webservice direkt in Auftrag gegeben werden. Mit global bereits mehr als 20 Mrd. Euro Jahresumsatz ist die Fotobuch-Branche dabei, den klassischen Buchverlagen den Rang abzulaufen!

Das Internet-Auktionshaus eBay wie auch der Online-Händler Zalando setzen schon über 5 Jahre auf Printmagazine und/oder gedruckte, individualisierte Kataloge, die generell im Versandhandel die Umsatzgaranten sind. (Siehe: Geschäftsfeld Print-Kataloge — Gewinner und Verlierer – und was wir daraus folgern können). 

Weitere bedeutende Beispiele mit extrem hohem Printvolumen sind Firmen, die sich im Online-Handel profilieren müssen und dabei auf Print setzen: die Ottogroup mit über 100 Katalogen, aber auch das Möbelhaus IKEA mit dem auflagenstärksten Verkaufskatalog der Welt (über 210 Millionen Exemplare pro Ausgabe).

 

Der unvergessliche IKEA YouTube-Film, der humorvoll-intelligent Print gegen Apple eBooks antreten lässt: „Experience the power of a bookbook™“, https://youtu.be/MOXQo7nURs0

Die Kennziffern des Online-Handels sind beeindruckend, vor allem in Deutschland: 

  • Die deutschen Online-Händler verzeichneten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 46,9 Milliarden Euro.
  • Der Umsatz des Interaktiven Handels – der Online- und Versandhändler umfasst – betrug im vergangenen Jahr 52,4 Milliarden Euro. 
  • Der Anteil des Online-Handels am Interaktiven Handel beträgt damit 89,6 Prozent. (Quelle: E-Commerce-Verband bevh, Januar 2016)
  • Das Volumen der Top-100-Anbieter umfasste in Deutschland im Jahr 2015 rund 24,4 Milliarden Euro (Vorjahr 2014: 21,6 Mrd. Euro, das entspricht einem Wachstum von über 13 Prozent). Wobei die Top-4 fast 50 Prozent des Umsatzes für sich verbuchen.
    Siehe: http://www.internetworld.de/e-commerce/zahlen-studien/groessten-deutschen-webshops-1125047.html
  • Mindestens 5 bis 10 Prozent dieses Umsatzes werden für Print (inkl. Distribution) aufgewendet. Die Menge der Printbeilagen in Paketaussendungen steigt signifikant an.

 

 

 

FAZIT

Internet-Firmen wie auch Plattformbetreiber und vor allem Online-Handel-/E-Commerce-Anbieter sind wichtige, wenn nicht sogar die wichtigsten Wachstumstreiber und Impulsgeber für Print! 

Zusatzaspekte: Big Data, das Internet-of-Things sowie Mobile Shopping werden dem interaktiven Handel zusätzlich dynamischen Auftrieb geben. Automatisiert werden zum Beispiel Online-Bestellungen aggregiert, die verpackt und mit gedruckten Beilagen angeliefert werden müssen.

 


 

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

Zur Definition: Online-Print hat seit den 1990er Jahren seinen Ursprung im sog. Web-to-Print und wird synonym auch als E-Business Print bezeichnet. Es umfasst systemisch angelegte Produktionsverfahren zur internetbasierten Übermittlung von Produktionsdaten zur Erstellung von Drucksachen aller Art. Der Vertrieb erfolgt automatisiert über Online-Shops (offene und geschlossene).

Die wichtigsten Online-Print-Produkttypen sind (in kleinen, mittleren und großen Auflagen bis 100.000 Exemplaren):

  • Bücher (vor allem: Fotobücher)
  • Zeitungen, Zeitschriften/Magazine
  • Kataloge, Preislisten, Technische Dokumentationen
  • Kalender
  • Werbemittel (z. B. Flyer, Poster/Plakate, Aufkleber, Werbeschilder; neuerdings: Großformatdrucksachen/Außenwerbung, Planen)
  • Mailings
  • Geschäftsdrucksachen (z. B. Visitenkarten, Briefbogen, Briefkuverts, Blöcke, Stempel)
  • Verpackungen (inkl. Umverpackungen und Wellpappe)
  • Etiketten
  • Werbe-, Streuartikel (z. B. für Textilien, Kugelschreiber)
  • Industrieprodukte, (z. B. Bedrucken von Haushaltswaren, Möbeln, Tapeten/Inneneinrichtungen)
  • Sonderform: 4D-Printing (individuelles Bedrucken dreidimensionaler Objekte), die v. a. am Point-of-Sales vom Endkunden editiert und bestellt werden.

Die Druckprodukte, die online erstellt, bearbeitet oder beauftragt werden, müssen strickt bestimmten Prozessstandards folgen – vor allem in Bezug auf die Bedruckstoffe/Papierauswahl, das Papierformat, die Anzahl der Farben, den Seitenumfang oder die Gestaltung. Neben der Standardisierung sind die Bedienung per Internetbrowser durch die Benutzer und die Automatisierung von Arbeitsabläufen weitere wichtige Kennzeichen für Online-Print. In diesem Kontext wird in Analogie zu Industrie 4.0 von Print 4.0-Fertigungsweise gesprochen. Die Bezahlung erfolgt zumeist Online bei Bestellung, also vor der Lieferung, so dass Aufträge von der Online-Druckerei nicht vorfinanziert werden müssen. Online-Druckereien sind so gesehen E-Commerce-Unternehmen, die Online-Bestellungen direkt und zumeist über Nacht produzieren und in kürzester Zeit liefern. Das Prozessmanagement für Bestellung und Produktion muss stets gekoppelt sein mit dem gesamten Businessmanagement inkl. Logistik sowie einer maximalen Kompetenz für Online-Marketing. Klassische Vertriebsaufgaben entfallen vollständig. Somit sind, das stützt sich auch durch die Meinung anderer Experten, Online-Druckereien anwenderseitig die Schrittmacher der „digital Transformation“ im Printgeschäft.

Anschaulich wird das am Beispiel der deutschen Firma Onlineprinters, die mit ihrer Marke „diedruckerei.de“ nicht nur seit dem Jahr 2004 national agiert, sondern durch 15 Onlineshops über 500.000 (!) Kunden aus 30 Ländern Europas erfolgreich bedient. Produziert wird auf 42.000 qm Fläche zentral im fränkischen Neustadt a.d. Aisch. 90 Prozent der Kunden stammen aus dem B2B (Geschäftskundenbereich), darunter auch viele konventionelle Druckereien. Ca. 3.000 bis 4.000 Aufträge werden pro Tag bearbeitet. Über 90 Prozent der Produkte mit einer jährlichen Gesamtauflage von 2,1 Milliarden Drucksachen werden im Offsetdruck hergestellt (Onlineprinters ist die größte Offsetdruckerei Europas mit über 120 Druckwerken im sog. IIIb-Format 70×100 cm), der Rest per Digitaldruck, Großflächendigitaldruck, Latexdruck, UV-Druck, Textildruck (Sublimationsverfahren). Insgesamt umfasst das streng nach Standards produzierte Portfolio 1.400 Produkte in über 10 Millionen Varianten. (Stand: April 2016).

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Grafik: Facts Sheet von Onlineprinters

Kennzahlen zum Online-Print-Markt in Deutschland, Österreich und Schweiz

  • Marktanteil im Akzidenzdruck: rund 30 Prozent am Gesamtvolumen.
  • Insgesamt rund 6,7 Mrd. € Jahresumsatz, Wachstumsprognose knapp 10 Prozent in 2016.
  • Rund 2,6 Mrd. Euro Umsatz durch 1.950 Open Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz. — Hinweis: Die Mehrzahl sind Partnershops großer Anbieter; die tatsächliche Zahl liegt bei rund 250 relevanten Shops.
  • Rund 4,1 Mrd. Euro Umsatz durch 6.100 Closed Shops (nicht öffentlich, für einzelne Kunden individuell eingerichtet).
    (Stand: 2015. Quelle: Bernd Zipper, Review Online-Print-Symposium, März 2016.)

 

Trends: 

  • Shops der 1. Generation stagnieren, da Funktionalitäten und der Servicelevel eingegrenzt sind.
  • Das starke Wachstum der Top-5-Anbieter neuestes Generation geht auf Kosten der mittleren und kleinen Anbieter, da die Top-5 voraussichtlich um 22 Prozent – von 1,23 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro Umsatz — wachsen, und einige kleinere Anbieter weiter in den Closed-Shop für den B2B-Sektor abwandern, um dort an besseren Wachstumschancen teilzuhaben. (Grund hierfür ist gemäß Expertenurteil vor allem, dass die Services der „Großen“ zeitgemäß attraktiver angeboten werden und die Preissituation sich eher negativ für die kleineren Anbieter gestalten wird. Wobei „klein“ hier nur eine verhältnismäßige Größenordnung ist, da immerhin von Unternehmen unterhalb der 80 Millionen Euro Umsatz gesprochen wird.)
  • Print-Discounter (Trader), die bei starken Online-Print-Marken einkaufen und mit Zuschlag weiterverkaufen, verzeichnen das stärkste Wachstum; ihr Fokus liegt auf Marketing und Preisoptimierung.
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Branchenentwicklung weiter beschleunigen. Ebenso Coopetition (Zusammenarbeit über Wettbewerbsgrenzen hinaus), Cognitive Commerce, Mobile Business und High-End Print (mit Special Effects).

Fazit

Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.

Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen.

 

Ein Meisterstück für die Darstellung von Print — Nicht nur Headquarter, sondern Kreativtempel für moderne Druckkunst, der sogar Digital Natives begeistert: Der globale Online-Print-Marktführer CIMPRESS setzt für seine wichtigste Marke VISTAPRINT einen Meilenstein. 

 

 


 

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

4D Printing leitet sich in Anspielung auf 3D Printing ab, das auf der globalen Print-Leitmesse drupa 2016 erstmals als stark vertretenes Segment hohe Aufmerksamkeit fand. Klar wurde dabei auch, dass 3D Printing mit der traditionellen Herstellung von Drucksachen kaum etwas gemein hat; 3D Printing bezeichnet eine additive Verfahrenstechnik (Additive Manufacturing, bei Erfindung Mitte der 1980er Jahre ‚Stereolithography‘ genannt), bei der Werkstücke aus unterschiedlichsten flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen computergesteuert aufgebaut werden. Durch physikalische und chemische Härtungs- und Schmelzprozesse werden solide dreidimensionale Objekte erzeugt, etwa für die Herstellung von Prototypen oder aber auch von Einzelstücken ganzer Häuser, Autos, Musikinstrumente und vieles mehr. (Siehe: Definition 3D Printing). 

Der sinnvolle weitere Schritt: 2013 wurde in den USA von einem M.I.T.-Lab in Cambridge, MA, das 4D Printing in der Weise vorgestellt, dass es durch 3D-Drucker erzeugte Objekte in Form und Aussehen verändert(Siehe: Wissenschaftsbericht „What is 4D Printing?“ inkl. Video  sowie „4D Printing — An introduction and overview).

Etwa zur gleichen Zeit begann man in Deutschland bei Heidelberger Druckmaschinen das 4D-Printing-Prinzip auf die Print-Branche zu übertragen. Per Inkjet-Druck und hochpräziser Robotik werden Druckdaten auf solide Objekte übertragen — etwa für die Beschriftung/Bebilderung von Autos, Fussbällen oder Dosen. Jede Fläche, ob eben oder gekrümmt, kann bedruckt werden. Im April 2014 erstmals prototypisch vorgestellt, gab es bereits 2015 erste Installationen, zum Beispiel bei BVD Druck + Verlag AG in Liechtenstein.

 

Vorreiter: Das Online-Start-up mymuesli.com setzte in seinem Ladengeschäft in Heidelberg bereits Ende 2015 auf 4D Printing von Heideldruck.

 

Ende 2015 folgte die wohl spektakulärste Anwendung durch das Online-Startup mymuessli.com: In einem der mymuessli-Ladengeschäfte wurde ein vor Ort in Heidelberg installiertes 4D-Drucksystem vorgestellt, das Müsli-Dosen individuell farbig mit Texten und Bilder bedruckt. Eingabestation ist ein iPad, das der Kunde im Laden selbst bedient. Im Hintergrund arbeitet eine Web-to-Print-Softwarearchitektur zur professionellen Aufbereitung der Druckdaten. Minutenschnell ist die selbst gestaltete Dose fertig produziert, um das aus eigens ausgesuchten Komponenten individuell konfigurierte Müsli individuell zu verpacken. (Siehe Anwendungsbericht inkl. Video.) 

Zur drupa 2016 wurde die erweiterte, marktreife neue Baureihe Jetmaster Dimension von Heidelberger Druckmaschinen ausgestellt. (Siehe: 4D Printing with Jetmaster Dimension – The New Dimension in Printing sowie das ValuePublishing-Interview mit Heidelberg-Vorstand Dr. Stephan Plenz — Heideldruck: „Wir wollen ganz vorne dabei sein, wenn es um die Realisierung von funktionierenden, industriellen, digitalen Lösungen geht.“ 

Parallel zeigte auf der drupa 2016 als zweiter Technologie-Entwickler Xerox den Prototyp einer Drucklösung für das Bedrucken von Aluminium-Getränke-Dosen. (Siehe Technik-Bericht: „Xerox Direct to Object Inkjet-Drucksystem.)

Fazit

Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet gerade erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten und Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten. 

Den Prognosen zufolge werden die weltweiten Ausgaben zum 3D-Druck bis 2020 auf 35,4 Milliarden US-Dollar steigen. Der weltweite Umsatz mit 3D-Druckern und 3D-Druck-Dienstleistungen würde sich damit in den kommenden 4 Jahren verdoppeln (Quelle: Marktforschungsunternehmen IDC, August 2016. (Siehe: https://www.3d-grenzenlos.de/magazin/marktforschung/verdopplung-3d-druck-umsatz-bis-2020-27185463.html)

Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien respektive agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups. Das Go-to-Market wird sich bei 4D Printing aber deutlich von der Vermarktung „regulärer“ Drucktechnik unterscheiden müssen.

 


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D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem größtem Wachstumsvolumen

Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro). Die Gründe hierfür sind zum Ersten der steigende Bedarf an Verpackungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgrund zunehmenden Wohlstands und wachsender Bevölkerungen. China liegt an der Spitze. Zum Zweiten profitiert die Verpackungssparte in den westlichen Industrieländern von zunehmender Sortenvielfalt und mehr Wettbewerb im Handel. Und drittens nimmt das Volumen von Verpackungen zu, wie hierzulande die Verbraucherberatung NRW feststellte. Denn 40 Prozent der Verpackungen enthielten Luft, sind also größer als nötig. Zudem bietet der Verpackungsmarkt noch ein riesiges Potential an (noch) nicht bedruckten Verpackungen, da der Markt insgesamt um 4 Prozent pro Jahr wächst und bis 2018 ein Volumen von rund 865 Milliarden Euro ausmachen wird.

Damit wird deutlich, warum die Druck- und Papierbranche mit großer Wucht auf die Innovation durch die aufmerksamkeitsstarke Differenzierung von Verpackungen setzt. Bis dato waren dies vor allem außergewöhnliche Veredelungsmöglichkeiten wie Lacke sowie Metallfarben und speziell für den Verpackungsdruck konzipierte Sonderkonfigurationen von Maschinen und Medien.

  • Bedruckt und veredelt werden Verpackungen bisher vor allem im Flexo-, Offset-, Tief- und Siebdruckverfahren. Dies trägt den hohen Auflagen sowie Qualitäts- und Kostenanforderungen Rechnung. Gemeinsam decken Flexo- und Offsetdruck aktuell rund zwei Drittel des Weltmarkts für Verpackungsdruck ab.
  • Der Anteil des Digitaldrucks ist mit weniger als 10 Prozent noch relativ klein. Dies dürfte sich aber mittelfristig durch die Fortschritte bei digitalen Drucktechniken ändern. Hinzu kommt der Trend zur Individualisierung.
  • Bedruckte und lackierte Kartonagen sowie Blechtafeln dürften vorerst eine Domäne des Bogen-Offsetdrucks bleiben. Der Digitaldruck tastet sich aber allmählich in diesen Markt hinein. Bei flexiblen Verpackungen dominiert in Europa und Amerika der Flexodruck, in Asien der Tiefdruck. Letzterer verliert aber aufgrund der teuren Druckform an Boden.
  • Bei Wellpappe und Etiketten ist der Flexodruck ebenfalls noch der am meisten genutzte Prozess, obwohl bei Etiketten der Digitaldruck stark im Kommen ist. Der Siebdruck wurde bisher vor allem bei Schildern, Displays und Hohlkörpern eingesetzt. In der Zukunft wird das digitale Inkjet-Druckverfahren an Bedeutung gewinnen. Experten gehen davon aus, dass die heute im Online-Handel/E-Commerce üblichen braunen Umverpackungen aus Wellpappe zunehmend farbiger werden.

Deutsche Druckmaschinenbauer suchen im Digitaldruck Kooperationspartner

Besonders die deutschen Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer (KBA) und Heidelberger Druckmaschinen setzen hier seit Jahren ihren Schwerpunkt auf den Verpackungsdruck und führen deutlich den Markt an. Seit der drupa 2016 liegt ein weiterer Fokus auf dem industriellen Digitaldruck, der von globalen Kooperationen profitieren soll:

Viele neue Player, die zusätzliche Verfahren entwickelten, kommen durch den Trend zum Verpackungsdruck ins Spiel, vor allem aus Israel. Dazu gehören neuartige Digitaldrucktechnologien wie die von Landa Nanography, die aber auch nach über acht Jahren der Entwicklung noch immer nicht marktreif installiert ist. Scodix entwickelt digitale Veredelungsmaschinen und Highcon setzt auf laserbasierte Hochgeschwindigkeitsmaschinen für die Faltschachtelherstellung. Auch reine Digitaldrucktechnikexperten wie z. B. Canon, Konica Minolta oder Xerox wollen bei Print-Anwendungen die Potenziale bei Verpackungen inklusive des Etikettendrucks heben. Dies schließt Printed Electronics und die Integration von Near Field Communication (NFC) ein, die beim Inkjetdruck mit verarbeitet werden kann.

 

 

Was im klassischen Drucksektor leicht übersehen wird, ist das Zusammenspiel von Multichannel-Lösungen beim Marketing, „Augmented Reality“ und individualisierter Werbung. Diese Kombination kann jede Art von Verpackung über die „Augmented Reality“ zum Startpunkt neuer Kontakt- und Dialogmöglichkeiten mit dem Käufer machen und stellt daher ein ungeheures Potenzial für Markenunternehmen dar. Um dies zu realisieren, ist der Digitaldruck unerlässlich. Nur durch ihn kann das Druckbild ad hoc variiert werden. So ermöglichen neuartige Multichannel-Softwarelösungen wie die von der Xerox-Tochter XMPie, Verpackungen zu individualisieren und sie zu einem Teil von messbaren Marketingkampagnen werden zu lassen. Via XMPie kann jede Art von Drucktechnik-Prozess angesteuert werden. (Siehe ValueDialog mit XMPie-Präsident Jacob Aizikowitz)

Gründe für das starke, nachhaltige Wachstum bei Verpackungen

  1. Bedruckte Verpackungen haben für ihren Inhalt eine Schutz-, Konservierungs-, Werbe- und zunehmend auch eine Kommunikationsfunktion. Man denke hier nur an das Thema Verbraucherschutz mit entsprechenden Hinweisen auf der Verpackung.
  2. Verpackungen können nicht durch Flat-Screens oder Smartphones ersetzt werden. Anders als gedruckte Zeitungen oder Kataloge sind sie nicht vom veränderten Medienverhalten betroffen, sondern profitieren eher davon.
  3. Die Weltbevölkerung und der internationale Wohlstand wachsen. In Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien wächst die kaufkräftige Mittelschicht. Mit dem Wohlstand wächst der Konsum und wo mehr konsumiert wird, wird mehr verpackt und bedruckt, zumal auch in Schwellenländern Shopping Malls aus dem Boden schießen.
  4. Die Bedeutung von Verpackungen am Point of Sale nimmt zu. Verpackungen werden immer raffinierter und edler, um höchste Aufmerksamkeit zu finden. Dieser Trend bringt mehr Wertschöpfung für die Druckbranche und aufwendiger ausgestattete Maschinen für die Lieferindustrie.
  5. Mehr Single-Haushalte mit einer Vorliebe für Fertiggerichte und der boomende Online-Versandhandel sind ebenfalls Wachstumstreiber.

Kennziffern zum Verpackungsmarkt: Starkes globales Wachstum bis 2018

  • Marktprognosen gehen von einem deutlichen Umsatzanstieg im globalen Verpackungsmarkt aus.
  • Mit jährlichen Raten von 4 Prozent werde das Umsatzvolumen bis 2018 auf 975 Milliarden US-Dollar steigen, prognostiziert die Marktforschungsberatung Smithers Pira. Umgerechnet sind das ca. 865 Milliarden Euro. Der Anteil der bedruckten Verpackungen soll dann bei 472 Milliarden Euro liegen.
  • Wichtigste Treiber sind die steigende Weltbevölkerung insgesamt sowie im Speziellen die wachsenden Mittelschichten in den BRIC-Staaten.
  • Technische Weiterentwicklung, sinkende Kosten sowie der Bedarf an nachhaltigen recyclingfähigen Verpackungen sollen den Markt zusätzlich antreiben.
  • Asien bietet mit sechsprozentigen Wachstumsraten die besten Aussichten. Bis 2018 soll der asiatische Verpackungsmarkt 40 Prozent des Weltmarktes ausmachen.

Quelle: Smithers Pira, VDMA.

Trends bei Techniklieferanten

  • Für Maschinenbauer aus dem Bereich Druck- und Papiertechnik soll positive Marktentwicklung die Chance bieten, anderweitig rückläufige Geschäfte zu kompensieren.
  • Auch wenn digitale Druckverfahren im Verpackungsmarkt weit überdurchschnittlich zulegen – die Analysten prognostizieren jährliche Wachstumsraten von 13,4 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts – bleiben herkömmliche Verfahren im Verpackungsbereich die Umsatzgaranten und dürfen nicht ausgeklammert werden.
  • Das Umsatzvolumen des digitalen Verpackungsdrucks bezifferte sich 2015 auf 10,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet circa 9,35 Milliarden Euro), was knapp 2,5 Prozent Marktanteil am Weltmarkt für Verpackungsdruck entspricht.

Quelle: Smithers Pira, VDMA.

Trends bei Druckdienstleistern

  • Im Bereich Packaging zeigen sich ähnliche Entwicklungen wie im Online Print-Geschäft ab: Konzentration auf wenige, marktführende Druckereien und die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen stehen im Vordergrund.
  • Leistungsstarke Verpackungsdruckereien folgen meist ihren globalen Kunden (Grosskonzerne wie z. B. Unilever oder Nestlé) und suchen dann vor Ort nach verlässlichen und gut reputierten Anbietern.
  • Generell ist der Verpackungsdruckmarkt dadurch sehr in Bewegung, Übernahmen und Zusammenschlüsse sowie Erschließung neuer Märkte wie z. B. in Asien stehen im Fokus. Druckereikonzerne suchen auch in kleineren Märkten nach lokalen Druckern in Vietnam, Indonesien, etc. Dort zählen die Qualität der Maschinen (auch bei älteren Modellen), Standardisierung und der Service vor Ort.
  • In den westlichen Industrieländern teilen sich jeweils drei Anbieter fast 50 Prozent des Markets. In den USA sind es Westrock (Meadwestvaco und Rocktenn), Graphic Packaging und MPS. In Europa sind es Mayr Melnhof, Autajon und A&R Carton.
  • Andere große Anbieter wie Edelmann wachsen vor allem durch Zukäufe.
  • Führende Online-Print-Anbieter wie die börsennotierte CIMPRESS investieren in Verpackungsdrucktechnik und evaluieren strategisch neue Markteintrittsmöglichkeiten im Endkundengeschäft und im B2B.

 


 

Fazit

Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent der globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber. 

Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau. 

Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten. 

 


 

Der Beitrag wird wie folgt fortgesetzt: 

 

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Print is Big: Impressionen vom neuen Headqarter der größten Online-Druckerei der Welt, CIMPRESS/Vistaprint. 

ValueTrendAnalysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 1)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Zum Autor: Seit mehr als 20 Jahren erhält Andreas Weber als Print- und Innovations-Analyst zahlreiche Anfragen zu Print-Themen — nicht „nur“ von international aktiven Investoren, sondern von Wirtschaftsanalysten, aus dem Bankenbereich und von Marktforschern. Zumeist geht es um Produktinnovationen resp. Technikanbieter, neue Verfahrenstechniken sowie die Lage der Druckereien im Allgemeinen. In über 20 international stark beachteten Einzelanalysen hat sich Andreas Weber vor, während und nach der globalen Print-Leitmesse drupa 2016 mit den aktuellen Print-Technik- und Markttrends beschäftigt. — Siehe auch die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der nachfolgenden Analyse..


Vorbemerkung

Anfang September 2016. Das Handy klingelt. Der Anrufer fragt unvermittelt: „Würden Sie ins Geschäft mit Print einsteigen?“ — Meine Antwort: „Ja klar!“ Aus meiner wohl überraschend-spontanen Antwort ergab sich ein intensives, fast einstündiges Gespräch, dessen Ergebnisse hier von mir zu einem umfassenden Einblick zu Print zusammengefasst werden. Angerufen hatte der Chef eines Venture Capital Fonds, mit dem Ziel einen aktuellen, objektiven und umfassenden Eindruck zu Print gewinnen zu können. — Here we are!

Ad 1: Nicht nur an den Börsen, sondern v. a. bei professionellen Investoren ist Print ein zunehmend relevantes Thema. Nicht zuletzt durch Groß-Investitionen bei Print-Technik-Herstellern (HP Inc. übernimmt Druckersparte von Samsung) und (Online-)Druckereien (CIMPRESS übernimmt wir-machen-druck.de ; Bregal übernimmt Mehrheit bei Onlineprinters GmbH / diedruckerei.de).

Last but not least: Die Print-Technik-Traditionskonzerne wie Koenig & Bauer AG (KBA) und Heidelberger Druckmaschinen AG verzeichnen in 2016 wieder bessere Aussichten an der Börse, während fast alle auf Digitaldruck-Technik fokussierten Konzerne bei sinkender Marktkapitalisierung über die letzten fünf Jahre hinweg Kursrückgänge oder -stagnation verzeichnen. Und: Digitaldrucktechnik-Pioniere wie Hewlett-Packard und auch Xerox mussten sich aufspalten, um in neuer Konfiguration einer Rückbesinnung auf Printtechnik im Digitalzeitalter folgen zu können.

Ad 2: Die Herausforderungen, um im Print und mit Print-Technik zu reüssieren, sind enorm hoch: Das Printgeschäft ist nicht leicht zu verstehen, weil es hoch-komplex und kaum ganzheitlich im Blick zu halten ist. Für Aussenstehende resp. Branchenfremde tun sich im Detail viele Fragen und sogar Widersprüche auf; es ist fast unmöglich, sich aus dem Stand einen Überblick über die Lage von „Print als Business“ zu verschaffen. Der Grund: „Print is big“ — wie ein fundiert angelegtes Projekt aus den USA anschaulich macht, das nicht nur auf den US-Markt, sondern global ausgelegt ist. (Quelle: http://printisbig.com, herausgegeben vom Print-E-Commerce-Spezialisten Aleyant Systems).

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen m. E. drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

1. Print in seiner wirtschaftlichen Bedeutung

Wichtige globale Kennzahlen aus dem Jahr 2015

Globaler Umsatz mit Printmedienproduktionen:
898 Milliarden US-$, wobei ‚on-top’ rund 3.500 Milliarden US-$ an Zusatzumsätzen für „related services“ aggregiert wurden. Darin sind Content-Creation, Design, IT, Logistics etc. eingeschlossen.

Zum Vergleich:

  • 133 Milliarden US-$ für Online-Werbung
  • 102 Milliarden US-$ für Video Games
  • 15 Milliarden US-$ für Musikindustrie

(Quelle: http://printisbig.com auf Basis zahlreicher Studien und validierter Marktforschungsergebnissen).

Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche zu verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!

Wandeln durch Handeln!

Die genannte ‚Print is Big‘-Analyse bezieht alle Print-Anwendungen ein, auch solche, die sich ausserhalb der hierzulande eng eingegrenzten Kernbranche „Druckindustrie“ abspielen, die sich allzuoft mit „hausgemachten“ Problemen beschäftigt, wie Unternehmensberater betonen. (Siehe das aktuelle Interview mit Michael Apenberger, Hamburg, von Anfang September 2016). Die Folge: Mehr und mehr Innovationen spielen sich ausserhalb der Vorstellungswelt der Kern-Branche ab resp. es gibt eine wachsende Anzahl von Innovatoren, die etablierte Druckereien unter Druck setzen (mehr dazu unter Punkt 2).

Der wichtigste Aspekt aus meiner Sicht lautet: Wie kann eine Branche — die seit hunderten von Jahren fest etabliert auf Innovation setzt, sich also permanent technisch erneuert und dadurch für nahezu jeden Menschen und alle Organisationen, Institutionen, Regierungen/Behörden, Universitäten, Firmen aller Art und sogar für Start-ups unverzichtbar wurde — wie kann eine solche Branche seit vielen Jahren ihre eigene hohe Bedeutung nicht adäquat einschätzen resp. Dritten darstellen? — Zur Erinnerung, mit Blick auf Deutschland und den Kernmarkt Druckbranche, ein paar Fakten:

  • Die Zahl der Druckereibetriebe und der Beschäftigten in Deutschland schrumpft erheblich (von über 20.000 Druckereien in den 1990er Jahren werden bis 2020 rund 7.500 aktiv im Geschäft bleiben);
  • die Produktion stagniert und geht in Teilmärkten zurück;
  • die Kapazitätsauslastung sinkt resp. schwankt im Schnitt bei 80%;
  • die durchschnittliche Entwicklung der Verkaufspreise sinkt seit 15 Jahren konstant;
  • kurios: Seit Jahren sind die Erwartungen der deutschen Druckereiunternehmer konstant schlechter als die tatsächliche derzeitige Lage ihrer Unternehmen.
  • ABER: Die Investitionen in Technologie steigen bei Betrieben ab 50 Mitarbeitern wieder seit 2014, mit leichter Delle in 2015, aber mit einem deutlichem Zuwachs für das Jahr 2016 (alleine in Deutschland geschätzt um 7,3 Prozent auf 644 Mio. Euro, was ca. 8 bis 10 Prozent des Weltmarktes ausmacht).

Quellen (Auswahl):


Ähnlich wie in Deutschland sind übrigens die Entwicklungen in allen industrialisierten Ländern gelagert, wobei deutsche Druckereien vom Vorteil profitieren, dass sie von einer nach wie vor hohen Exportquote von über 15 % profitieren und somit nicht nur vom Binnenmarkt abhängig sind.

Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt leitet sich daraus ab: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können. 

Als wichtigste Aufgabe kommt hinzu, das „Go-to-Market“ für Druckereien und ihre Kunden zu verbessern, da große Wissensdefizite hinsichtlich der Möglichkeiten von Print bestehen:

  • die Kommunikation zeitgemäß stärken, um mit Kunden medial im Dialog zu stehen und v. a. um Marktentwicklungen pro-aktiv zu beeinflussen;
  • Erstellung und Bestellungen von Drucksachen vereinfachen — Lieferzeiten verkürzen;
  • neue Anwendungen (auch in Nischen) erschließen;
  • und grundlegend überdenken, wie sich Print im Kommunikationsmix nachhaltig positionieren kann.
  • Letztlich: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!

Lichtblick: Überaus positive Signale, mit weltweit höchst positiver Resonanz, setzte die globale Leitmesse drupa 2016 vom Mai/Juni in Düsseldorf. Denn wie nie zuvor wurde das breite Anwendungsspektrum von Print im Digitalzeitalter aufgezeigt: 3D Printing, Multichannel, Functional Printing resp. Printed Electronics öffneten Horizonte. (Siehe die Auflistung der entsprechenden ValuePublishing-Analysen zur drupa 2016, in deutsch und englisch). — Gleichzeitig wurden Quantensprünge erkennbar in den Bereichen Workflow/Automatisierung/Business Management, Verpackung (Packaging) und eben nicht nur im Digitaldruck, sondern vor allem auch im Offsetdruck. Und das alles im Kontext mit zeitgemäßen Hype-Begriffen wie #Cloud, #BigData, #IoT (Internet-of-Things) etc. (Siehe z.B. die Analysen zu Heidelberger Druckmaschinen AG sowie zur drupa-2016-Pressekonferenz des VDMA).

Ein weiteres Novum: Erstmals setzte sich durch die drupa 2016 Social Media-Kommunikation bei aktuellen Print-Themen an die Spitze. Vor allem über Twitter beschäftigten sich weltweit und in Echtzeit einige Millionen Fachleute mit den neuesten Print-Themen im Kontext mit den aktuellen Entwicklungen im Digitalzeitalter. Allerdings erfolgen diese Reaktionen und Interaktionen kaum durch Insider-Begriffe der Print-Technik-Welt, wird die nachfolgende Grafik zeigt.

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037

Analyse via Twitter: ValuePublishing Wordcloud zu #drupa0216. Grafik/Collage: Andreas Weber

Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens! (Siehe ValuePublishing, April 2016, „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“)

Lesetipp: Bernd Zipper, Projekt „Print lebt 2013“ – und wie ist es heute um den Druck bestellt? — Mit dem Resümee: „Die Attraktivität und der Nutzen von Printprodukten sind ungebrochen. Zumeist ist die Angst vor der Substitution durch andere Medien unbegründet. Und auch für die Gegenwart und die Zukunft hält Print noch einiges bereit. (…) Print lebt. Und auch wenn in verschiedenen Bereichen Auflagen zurückgehen, so wird – der ‚Krise‘ von Print zum Trotz – weiter gedruckt. Mehr als je zuvor.“

Der Beitrag wird wie folgt fortgesetzt: 


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Die Print-Branche ist eine der größten und nachhaltigsten der Welt. Innovationen wie 4D Printing sehen die Marktforscher von Gartner als wichtigen Treiber innerhalb der ‘Emerging Technologies 2016’. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

Ein Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch die Zusammenfassung der Ergebnisse. | English Version

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize.

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Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig. Bei der Positionierung der Techniklieferanten trennt sich die Spreu vom Weizen. Die gemäß ihrem Selbstverständnis als „Erneuerer“ von Print auftretenden reinen Digitaldrucktechnik-Hersteller reüssieren mit ihrer Substitutions-/Verdrängungs-Strategie nicht wie vorausgesagt, da auch nach 25 Jahren keine hohen Marktanteile gewonnen wurden; das Wachstum ist zwar hoch, aber auf extrem niedrigen Niveau. Das Gros der Druckvolumen wird durch konventionelle Techniken in modernisierter Form produziert. Denn die deutschen Maschinenbau-Traditionsfirmen (mit Heidelberger Druckmaschinen AG als Branchenprimus an der Spitze) haben sich neu erfunden, den Digitaldruck erfolgreich in die Offsetdruck-Welt integriert und die Schrittmacherrolle bei der Neupositionierung von Print übernommen. Das Ziel: Die digitale Transformation des industriellen Drucks ermöglichen, mit dem Fokus auf Wachstumsmärkten und agilen Top-Kunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich. Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur integrierten Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung. Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

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Vor der Kür kommt die Pflicht: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer! Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht. Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

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Roadmap to Transformation: The strategist, speaker, futurist, digital transformer Frank Diana hits the point by sharing his „Future“ scenario.  Source: https://frankdiana.net

 

By Andreas Weber, Head of Value

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This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert platform @Muchcommunication. The topics revolve around the significance of the transformation of our thinking and behavior, the ways and means by which we live, communicate and do business. —The basis is the analysis and evaluation of around 100 validated, national and global sources of information that are continuously being assessed. More than 300 trade articles with background material, analyses, trend observances and assessments are currently available as resources in the compendium ValueTrendRadar.com.

Intro 

The desire to be able to make Captain Kirk’s legendary phrase “Beam me up, Scotty” in Star Trek a reality has existed for several decades. It stirs up the fascination of transforming one’s own self to get from A to B in real-time and exchange reality with another on the fly. The self is dematerialized, diffused and constructed again — deconstruct, reconstruct!

The initial question is:
Where do we stand today — where are we headed?

The answer: 
We must not let ourselves be led astray by pure technology euphoria. Let us first take a look back to the future!

 

In medias res

For more than a generation, “digitalization” has had a fulminant impact (regardless of how one may interpret the term!); our living environment and real life go hand in hand with fulminant structural changes at ever shorter intervals accompanied by an enormous increase in pressure, thanks to globalization. The daily deluge of countless appeals incites downright panic as we are made aware of the fact that change caused by digital technology is unstoppable. No stone is left unturned. There is no getting around ‘digital transformation’ — on every corner there stands a self-appointed prophet, or even worse, a know-it-all, who points out the scenarios of why what we do, generally speaking, is no longer possible for future success.

A closer look often reveals smokescreens, eyewash, ignorance based on arrogance and consummate dilettantism. New terms are constantly being hawked with hype and their meaning distorted: The world becomes a “digital world”, trade becomes “digital commerce”; media becomes “digital media”, marketing becomes “digital marketing”, transformation becomes “digital transformation”. Everyone needs a “digital strategy”. Added to that are ultimate verbal creations such as “customer obsession”, “pure business” and more.

The consequences: Every day there is virtually something new under the sun. This leads to an exponentially growing confusion that creates more uncertainty than perspective, spurring the know-it-all prophet on to even more ‘good’ deeds… Phew! A vicious circle. For here — figuratively speaking — gasoline is being used to put out the fire.

How can you escape the confusion? Very easily – by thinking about it in peace and quiet and in reflective practice. Steve Jobs led the way when, after years in the diaspora, he introduced the Apple “Think Different” philosophy in the fall of 1997, with the transformation irreversibly changing not only the ailing Apple concern at the time, but also that of the world of IT, of computing, of music, of telecommunications, of movies, of books, of e-learning and so much more with regard to ‘digital lifestyle’. During the preview, Jobs told his closest colleagues succinctly that the key was the return to the “core values” that existed from the beginning and consequently carrying them on. Success proved him right. A manifest, a master plan oriented to the past is what is always first needed to define new guidelines for decades to come. [See: Apple Confidential – Steve Jobs on “Think Different” – Internal Meeting Sept. 23, 1997. ]

 

Transformation begins in the head!

If one continues this line of thought in the context of change, the logical implication is: Transformation begins in the head. And if the mission is successful, it ends there again. This sweeps away all those who lead one to believe that salvation lies in the inexhaustible innovative power of the latest technology. That is a fallacy. Salvation lies in thinking based on a sound human understanding that recognizes fundamental needs and anticipates the new! But beware: The famous phrase “Mens sana in corpore sano” (“a sound mind in a sound body”), should not be considered here, especially as it is no longer taken in the original sense meant by the Roman poet and satirist Juvenal, who used it to criticize hypocritical piety and dancing around the golden calf. 

“If you want to go forward, you first have to go back to the roots!”

Recourse to Roman Antiquity is not out of place in our context. The Latin verb “transformare” means in essence “reform, reconfigure, alter”. That was the focus in ancient Rome; transformation was part of the genetic code of an empire to create not only expansion, but first and foremost culturally uniform value systems and keep them alive over the centuries — or even make them useful for us people of today.

INFO TIP:  Collaborative Research Centre 644 Transformations of Antiquity of the Humboldt University of Berlin, http://www.sfb-antike.de and http://www.hsozkult.de/event/id/termine-31084 .

“Reform, reconfigure, alter” was ultimately the impetus for constituting the United States of America of 1776. Europe as the “mother” of Enlightenment was not in the position then or even generations later to pursue its own awareness. Those who were interested in freedom, independence, human rights, progress and securing one’s livelihood had to emigrate. Transformation was thus inherent in the USA, shaping the creation and culture of a nation, of a free society as well as that of a dynamic economic area; this continues unabated today.

In American English usage, transformation was given an extended meaning: Going back to the early 15th century, it followed the late Middle English “change of shape”, to be augmented in modern times by synonyms such as conversion, metamorphosis, renewal, revolution, shift, changeover, flip-flop, switch, transfiguration, etc. This provoked a special type of transformation that consciously accepts collateral damage, as well as a return to “great minds” such as Johannes Gutenberg, who was chosen Man of the Millennium by the business elite in the USA in 2000. (See Theo Mortimer: The Man of the Millennium, Dublin Historical Record, 2003 https://www.jstor.org/stable/30101421?seq=1#page_scan_tab_contents

Silicon Valley forward thinker Jeff Jarvis dedicated a book worth reading to him: Gutenberg — The Geek. Core message: “According to Jarvis, Johannes Gutenberg, the patron saint of entrepreneurs, would not only approve, but find himself right at home in Silicon Valley today.”

Recently, especially in China since the 1990s, it has been seen how a society and its culture of thousands of years is transforming at breakneck speed, independently of political liberalism. At the center are economic developments arising from growing expertise and broadening communication skills with unique scale and multiplier effects.

If one compares the transformation effects in the USA und China with those in Europe, a strong imbalance becomes apparent as reflected in stock prices and the design of business model concepts. (See: Netzökonom/Dr. Holger Schmidt: Plattform-Index KW 33: Tencent, Baidu und Weibo legen kräftig zu  as well as: Digitale Plattformen – das zentrale Geschäftsmodell für Unternehmen).

 

Source: Dr. Holger Schmidt: Digitale Plattformen. slideshare presentation dated 20. April 2016. 

 

This imbalance is recognized by business leaders in Germany (like in many other countries), but without any suitable counteracting concepts made visible. (See loc. cit.: Digitale Transformation: Deutschlands Top-Manager sehen großen Nachholbedarf).

The main reason for this, apart from a deficit of topical expertise, is the different interpretation of the word meanings. Digitalization is seen as a technical phenomenon and thus a concern for techies. Transformation is evaluated in terms of the pipeline business model and optimization of the existing order – with fatal consequences. There is complete disregard for the fact that in doing so, the term transformation is replaced by its antonym: Stagnation.

This article will be continued with examples of transformation concepts destined to succeed or to fail.

 

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Roadmap to Transformation: The strategist, speaker, futurist, digital transformer Frank Diana hits the point by sharing his „Future“ scenario.  Source: https://frankdiana.net

 

Von Andreas Weber, Head of Value

English version

Dieser Beitrag bildet die Ouvertüre zu einer Serie von Trendletters und Trendstudien, die als Beitrag von ValuePublishing gemeinsam mit der global aktiven Expertenplattform @Muchcommunication entstehen. Die Themen drehen sich um den Stellenwert der Transformation unseres Denkens und Handelns, der Art und Weise wie wir Leben, kommunizieren und Geschäfte machen. — Basis bildet die Analyse und Bewertung von rund 100 validierten, nationalen und globalen Informationsquellen, die kontinuierlich ausgewertet werden. Über 300 Fachbeiträge mit Hintergrundbeiträgen, Analysen, Trendbeobachtungen und Bewertungen sind als Ressourcen im Kompendium ValueTrendRadar.com aktuell verfügbar.

Intro 

Der Wunsch, den legendären Satz „Beam me up, Scotty“ von Captain Kirk aus Star Trek eigene Wirklichkeit werden zu lassen, besteht seit vielen Jahrzehnten. Schürt er doch die Faszination, sein eigenes Ich zu transformieren, um in Echtzeit von A nach B zu gelangen und eine Realität mit der anderen im fliegenden Wechsel zu tauschen. Das Ich wird entmaterialisiert, diffundiert und wieder konstituiert — deconstruct, reconstruct!

Die Eingangsfrage im Kontext mit Transformation lautet:
Wo stehen wir heute — wohin steuern wir?

Die Antwort: 
Wir dürfen uns nicht von purer Technik-Euphorie fehlleiten lassen. Wagen wir zunächst — als innere Einkehr — den Blick zurück nach vorne!

 

In medias res

Seit mehr als einer Generation wirkt sich die „Digitalisierung“ fulminant aus (unabhängig davon, wie man den Begriff ausgelegen mag!); unsere Lebenswelten und Lebensrealitäten gehen mit fulminanten strukturellen Veränderungen einher, bei immer kürzer werden Intervallen und einem durch die Globalisierung enorm steigenden Druck. Niemand kann sich dem entziehen. Unzählige, uns täglich ereilende Appelle schüren eine regelrechte Panik, da uns vor Augen geführt wird: Der Wandel durch Digitaltechnik sei nicht aufzuhalten. Kein Stein bleibe auf dem anderen. An der ‚digitalen Transformation‘ führe kein Weg vorbei. — An jeder Ecke findet sich ein selbsternannter Prophet, oder schlimmer, ein Besser-Wisser, der Szenarien aufzeigt, warum das, was wir mehrheitlich tun, nicht mehr möglich ist, um künftig Erfolg zu haben.

Schaut man genau hin, zeigen sich oftmals Nebelkerzen, Augenwischerei, Ignoranz basierend auf Überheblichkeit oder gar ausgemachter Dilettantismus. Ständig neu werden Begrifflichkeiten per Hype kolportiert und dadurch sinnentstellt: Die Welt wird zur „Digitalen Welt“, aus Handel wird „Digital Commerce“; Medien werden „Digitale Medien“, Marketing wird „Digital Marketing“, Transformation wird zu „Digital Transformation“. Jeder braucht eine „Digitalstrategie“. Hinzukommen ultimative Wort-Schöpfungen wie „Customer Obsession“, „Pure Business“ und vieles mehr.

Die Folge: Da im Zuge dessen quasi jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, entsteht eine exponential wachsende Konfusion, die mehr Verunsicherung hervorbringt als Durchblick, was die besser-wissenden Propheten zu noch mehr ‚guten’ Taten aufstachelt… Puh, ein Teufelskreis. Denn hier wird — bildlich gesprochen — das Feuer mit Benzin gelöscht.

Wie kann man diesem Wirrwarr entkommen? Nun, ganz einfach, indem man in Ruhe nachdenkt und im besten Sinne innere Einkehr übt. Steve Jobs hatte es vorgemacht, als er nach Jahren in der Diaspora im Herbst 1997 wieder bei Apple die „Think Different“-Philosophie vorstellte, und damit die Transformation nicht nur vom damals maroden Apple-Konzern, sondern die der Welt der IT, des Computing, der Musik, der Telekommunikation, des Films, der Bücher, des E-Learning u. v. a. m. im Sinne des ‚Digital Lifestyle‘ irreversibel veränderte. Jobs sagte seinen engsten Mitarbeitern beim Preview lapidar, entscheidend sei die Rückbesinnung auf die „Core Values“, die am eigenen Anfang standen, sowie deren konsequente Weiterführung. Der Erfolg gab ihm recht. Es braucht immer erst ein Manifest, einen Master-Plan, der sich an der Vergangenheit orientiert, um die neuen Leitlinien für Dekaden festzulegen. Siehe: Apple Confidential – Steve Jobs on “Think Different” – Internal Meeting Sept. 23, 1997.

 

Transformation beginnt im Kopf!

Führt man diese Gedanken im Kontext mit Veränderungen weiter, ist die logische Folgerung: Transformation beginnt im Kopf. Und endet, bei erfolgreicher Mission, dort auch wieder. Dies fegt alle hinweg, die vorgaukeln, das Heil liege in der unerschöpflichen Innovationskraft neuester Technik. Aber, das ist ein Trugschluss. Das Heil liegt im Denken auf Basis eines gesunden Menschenverstands, der grundlegend Bedürfnisse erkennt und neues antizipiert! Aber Vorsicht: Das berühmte „Mens sana in corpore sano“ („ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“), sollte hier ausser Acht bleiben, zumal es nicht mehr im ursprünglichen Sinn des römischen Dichters und Satirikers Juvenal gesehen wird, der damit die Frömmelei und sozusagen den Tanz ums goldene Kalb kritisierte. 

„Wer nach vorne will, muss zuerst zurück zu den Wurzeln!“

Der Rückgriff auf die römische Antike macht in unserem Kontext Sinn. Das lateinische Verb „transformare“ bezeichnet im Kern „umformen, umgestalten, abändern“. Darauf war man im antiken Rom fokussiert; Transformation wurde Teil des genetischen Codes eines Weltreiches, um nicht nur Expansion sondern vor allem kulturell einheitliche Wertesysteme zu schaffen und über Jahrhunderte am Leben zu halten — resp. sogar für uns heutige Neuzeit-Menschen nutzbar zu machen.

INFO-TIPP:  Sonderforschungsprojekt 644 „Transformationen der Antike“ der Humboldt-Universität zu Berlin, http://www.sfb-antike.de sowie http://www.hsozkult.de/event/id/termine-31084.

„Umformen, umgestalten, abändern“ begründete letztlich den Antrieb, die Vereinigten Staaten von Amerika ab dem Jahr 1776 zu konstituieren. Europa als „Mutter“ der Aufklärung war damals und noch Generationen danach nicht in der Lage, den eigenen Erkenntnissen zu folgen. Wer sich für Freiheit, Unabhängigkeit, Menschenrechte, Fortentwicklung und Existenzsicherung interessierte, musste auswandern. Transformation wurde somit den USA in die Wiege gelegt, um die Gestaltung und Kultur eines Landes, einer freiheitlichen Gesellschaft sowie eines dynamischen Wirtschaftsraumes zu prägen; dies hält bis heute ungebrochen an.

Im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch erhielt Transformation eine erweiterte Bedeutung: Zurückgehend auf das frühe 15. Jahrhundert lehnt es sich an das late Middle English „change of shape“ an, um in neuerer Zeit um Synonyme wie conversion, metamorphosis, renewal, revolution, shift, changeover, flip-flop, switch, transfiguration etc. erweitert zu werden. Dies provozierte eine besondere Form der Transformation, die Kollateralschäden bewusst in Kauf nimmt; aber ebenso die Rückbesinnung auf „große Geister“ wie Johannes Gutenberg, der von der Wirtschaftselite der USA im Jahr 2000 zum Man of the Millennium gekürt wurde. (Siehe Theo Mortimer: The Man of the Millennium, Dublin Historical Record, 2003 https://www.jstor.org/stable/30101421?seq=1#page_scan_tab_contents Silicon Valley-Vordenker Jeff Jarvis widmete ihm das lesenswerte Buch „Gutenberg — The Geek“. Kernaussage: „According to Jarvis, Johannes Gutenberg, the patron saint of entrepreneurs, would not only approve, but find himself right at home in Silicon Valley today.“

In neuster Zeit zeigt sich vor allem seit den 1990er Jahren in China, wie sich eine Gesellschaft und ihre Jahrtausende alte Kultur unabhängig von politischer Liberalität in rasender Geschwindigkeit transformiert. Im Zentrum stehen wirtschaftliche Entwicklungen durch Kompetenzausbau und Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit mit einzigartigen Skalen- und Multiplikationseffekten. Vergleicht man die Transformationseffekte in den USA und China mit denen in Europa, so zeigt sich ein starkes Ungleichgewicht, wie sich an Börsenkursen wie auch an der Gestaltung von Geschäftsmodellkonzepten ablesen lässt. (Siehe: Netzökonom/Dr. Holger Schmidt: „Plattform-Index KW 33: Tencent, Baidu und Weibo legen kräftig zu“ sowie: „Digitale Plattformen – das zentrale Geschäftsmodell für Unternehmen“.

 

Quelle: Dr. Holger Schmidt: Digitale Plattformen. Vortragscharts vom 20. April 2016. 

 

Dieses Ungleichgewicht wird in Deutschland (stellvertretend für eine Vielzahl von Ländern) zwar von Unternehmensführern erkannt, aber ohne dass geeignete Konzepte zum Gegensteuern sichtbar werden. (Siehe a.a.o. : „Digitale Transformation: Deutschlands Top-Manager sehen großen Nachholbedarf“). Die wesentlichen Gründe hierfür liegen m. E. neben einem Defizit an zeitgemäßem Fachwissen vor allem an einer unterschiedlichen Auslegung der Wortbedeutungen. Digitalisierung wird als technisches Phänomen gesehen und ist damit Sache der Techies. Transformation wird im Sinne der Pipeline-Geschäftsmodell-Gestaltung mit Optimierung des Bestehenden bewertet; mit fatalen Folgen. Ausser Acht gelassen wird, dass dadurch der Begriff Transformation durch sein Antonym ersetzt wird: Stagnation.

Dieser ValuePublishing-Beitrag wird mit Beispielen fortgeführt, die erfolgreiche und zum Scheitern bestimmte Transformationsansätze darlegen.

 

Wer direkte Fragen stellen möchte, kann sich jederzeit an Andreas Weber wenden, um auf dem Laufenden zu bleiben sowie Zugang zu weiter Beiträgen zum Thema Transformation zu erhalten (Trendletters, TrendStudies):

 

ValuePublishing Mike Hilton News Review 25072016.001

Photo @2016: Andreas Weber, ValuePUBLISHING, Mainz/Germany.

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 22 July 2016

Welcome to this week’s roundup of another 30 selected news articles for the week, plus five new additions to our drupa Newsroom from Elitron, KBA-Flexotecnica, Manroland Sheetfed, and SEI Laser; as well as a new entry in Online Features Downloads from Two Sides, as it publishes the findings of its Global Reach Survey 2016, where you will find the introductory article complete with link to download the complete 15-page findings and report as a PDF.


There will no Verdigris environmental Blog for the next couple of weeks as Laurel Brunner is taking a short break. She will be back during the second half of August. I shall also take a break as news is in very short supply due to the main holiday season in Europe and it has been difficult this past week or so to put together a reasonable selection of good newsworthy stuff each day. As with last week’s key news announcements (Xaar on Monday and Screen Europe on Tuesday) I have drawn on the assistance of Gareth Ward at Print Business UK for two key articles again this week, for the Anton Group and Kodak Inkjet announcement on Wednesday; and then for Xerox and RR Donnelley on Friday, in order to bring you up to date with that.


Other news leaders this week came from HP on Monday, with its plans for Photokina 2016 in Cologne in September. Tuesday was led by Canon Europe as it ships Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa to support the Room to Read Literacy Programme. On Thursday, Two Sides took the lead as it announces availability of its Global Research Survey 2016 in PDF format; and while consumers still value print and paper, there are numerous environmental misunderstandings that persist due to a serious lack of awareness, says Two Sides. Please don’t skip it. The 15-page Report is well worth studying for anyone involved with publishing, print and paper wherever you are.

On Friday, management board chairman and CEO of Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Gerold Linzbach, announced that he will not renew his contract which runs until August 2017. Following a successful turnaround of the company, he will not seek to extend his contract and aims at pursuing new professional challenges and will continue to serve the company until the end of his contractual term, to enable the Supervisory Board time to find a replacement.


You will find some new sales and installations announcements below from Andi Druk in the Netherlands, as it invests in the first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet and digital finishing lines for magazine and book production; and also for Manroland Sheetfed in Brazil with another Roland 700 – both on Monday. On Tuesday, Witherbys in London increases automation and output with a new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56; Inci.Flex in Italy becomes the first to automate its flexo platemaking process with Esko’s new CDI Crystal 5080 XPS flexo platemaker, debuted at drupa. We also have Toppan Forms, which is now the biggest Kodak Prosper Inkjet customer in the world, as it adds a fifth Prosper Stream Inkjet press – a Prosper 6000C; while German commercial printer Nino-Druck made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa.

On Wednesday we announced that Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa. This was followed by corrugated packaging printer Grupondunova in Catalonia, which becomes the first Spanish company to invest in the Inca Onset X large-format inkjet flatbed press, complete with ClinchTech Robotics. Then we had Park Communications in the UK, which has added a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds. Thursday saw IBW Industrial Binding in Belgium increase its investment in Muller Martini kit with a new Diamant MC 60 bookline, and an Alegro perfect binder with extremely short changeover times, to use with the new hard-cover line.

On Friday, to round off the week, we included Xerox with early adopters at drupa 2016 snapping up no less than 120 Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more. Then we have Seaway Printing in the U.S., which expects a 50 per cent increase in productivity with its new Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg USA. You will find lots of new kit this week if you check out the news announcements carefully. These include Canon SA on Monday as it launches its new imageRUNNER Advance C5500 series, intelligent multifunctional devices aimed at today’s modern working environment. Xitron on Tuesday. KBA-Flexotecnica on Wednesday, as well as SEI Laser. On Thursday, EFI released Packaging Suite 4.0 debuted and shown at drupa; and then we have KBA with the Varijet B1 Xerox-powered digital press (also from Gareth Ward, Print Business); and then Elitron with three new digital cutting machines which were shown at drupa.

On Friday we have Fujifilm with its new processless plate, the Superia ZD, which is UV-compatible and designed for longer runs. Lastly, from Ricoh South Africa with new wide-format multifunction printer which it is aimed at the CAD/GIS and graphics markets in EMEA.

The tailender for this week: On Monday, Manroland Web Systems opened the doors of its new digital web STORE. So, now you have a 24-hour, fast shopping ability on-line.

That’s all until next time.
My best regards,
Mike Hilton

ValuePublishing Mike Hilton News Review 15072016.002


Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 





Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pages

Mon 18 July…   
HP’s new business growth opportunities at Photokina 2016
Photo finishers and professional Photo labs will experience the new HP Indigo 12000 and new applications from the HP Latex 570…

Sun Chemical at GlassTec 2016 in Düsseldorf
Sun Chemical to present its latest SunVetro offerings at GlassTec 2016, taking place at Messe Düsseldorf, from 20 – 23 September…

The new Manroland web STORE opens its digital doors
The time has come: Having been announced over the past two months and having been greeted enthusiastically…

Fully automated digital inkjet for Andi Druk Netherlands
Andi Druk invests in first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet for magazine and book production…

Brazilian book publisher achieves goals with Roland 700
Multi Marcas Editoriais Ltda (Editora Construir) promotes education and literacy through innovative books…

Canon’s new imageRUNNER Advance C5500 series
Canon SA launches new flagship, intelligent multifunctional devices for today’s modern working environment…

Tue 19 July…   
Canon Europe and Goloseo support Room to Read
Canon to ship Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa for the Room to Read Literacy Programme…

Xitron begins shipments of USB/SCSI Interface
Replaces obsolete SCSI cards in Trendsetter CTP installations with an economical alternative and provide an extended ROI…

Witherbys invests in Heidelberg automation and productivity
Witherbys in London increases automation and output with new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56…

Inci.Flex first with Esko’s CDI Crystal 5080 XPS
Gravure quality with flexo plates coming from an integrated unit that simplifies and automates flexo platemaking…

Japan’s first Kodak Prosper 6000C Press for Toppan Forms
Toppan Forms is now the biggest Kodak Prosper customer in the world with a fifth Prosper Stream Inkjet press…

Nino-Druck targets personalised print with Taopix
The German commercial printer made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa…

Wed 20 July
Anton to become world’s first with new Kodak printhead
Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa…

Ricoh SA appoints head of Production Print Business Group
Ricoh South Africa has appointed Frank de Afonseca to head up its Production Printing Business Group…

The new KBA-Flexotecnica NEO😄 LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

SEI Laser: Digital die-cutting and creasing a reality
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

Inca Onset X1 with ClinchTech Robotics for Grupondunova
Corrugated packaging pioneer Grupondunova becomes the first Spanish company to invest in the Onset X…

Park further invests in digital department with Horizon buy
Park Communications adds a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds…

Thu 21 July…   
Two Sides Global Research Survey 2016 available
Consumers still value print & paper, but numerous environmental misunderstandings persist due to a serious lack of awareness…

EFI releases Packaging Suite 4.0
EFI Packaging Suite 4.0, shown at drupa, offers new value for label, folding carton and flexible packaging converters…

KBA takes the modular approach to inkjet
The Varijet was not shown at Drupa, but is KBA’s pitch for the B1 digital press market has its eyes focused on carton printing…

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

IBW enters Hardcover Segment with Diamant MC bookline
IBW Industrial Binding in Belgium increases its investment in Muller Martini kit with a new bookline, and a perfect binder…

Drytac Europe announces enhanced Emerytex
An improved textured anti-slip laminating film for indoor and outdoor applications, including floor graphics…

Fri 22 July…   
Dr. Gerold Linzbach to leave Heidelberg in 2017
Management board chairman and CEO, Dr. Gerold Linzbach will not renew his contract which runs until August 2017…

Deal too far as Xerox rebuffs Donnelley’s approach
RR Donnelley believed there was potential in combining with Xerox’s technology, but Xerox found it an offer they could refuse…

Xerox at drupa: More than 120 initial sales successes
Early adopters at drupa 2016 snapped up Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more…

Seaway adds Speedmaster XL 106 with Inpress Control
Seaway Printing in the U.S., expects a 50 per cent increase in productivity with Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg…

Fujifilm releases the Superia ZD processless plate
Fujifilm announces the addition of new processless plate – Superia ZD – compatible with UV and for longer runs…

Ricoh’s new A1 production printer for CAD/GIS
Ricoh’s new wide-format multifunction production printer aimed at the CAD/GIS and graphic markets in EMEA…

Last lead article from Friday in previous update…  

Last issue’s Friday lead article…
Sappi sustainable packaging solutions at FachPack 2016
Latest innovative sustainable products are designed to minimise the use of fossil-based plastic packaging…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
There were again well over 70 last year, 90 in 2014, and over 90 in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2).

Downloads 2016 Chapter 01

Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Previous…   
e-Commerce, automation and cloud for print
The Internet and World Wide Web have opened up new opportunities for printing, but new challenges too. By Simon Eccles…

Online Features Jul/Aug Chapter 06

Previous…   
L’Imprimerie looks back at its waterless printing strategy
The French daily newspaper Le Figaro has grown its business, thanks to waterless printing and the switch to Toray MX10 plates…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Most recent…   
Green fashion
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 15 July

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016

Wild Format Technology Is All About You
This is the first in a new series of articles explaining how you can use wide-format digital printing technology to produce…

Into the Great Wide Open
Harvesting the powers of modern wide-format digital printing, it is possible to elicit a nod and a smile from even the most…

Industrial Revolution
Printing has always been an industrial process. Done right, productivity continues to rise and costs to fall. But…

Why ink matters for Wide-Format Digital Printing
Choosing the ink and pigments to use in printing has always been a crucial decision, one that is very much related…

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Previous…   
FESPA Mexico 2016 content-rich educational programme
FESPA Mexico educational programme ‘Seek New Horizons in Print’ set to inspire printers from Mexico and Central America..

FESPA to host Digital Textile Conference in Milan
Programme developed with FESPA Italia and leading Italian fashion & textile associations: 30 September 2016…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. You can download each one complete as a PDF…

drupa daily issue No 1 on 31 May 2016
Includes drupa President and Koenig & Bauer chief executive Claus Bolza-Schünemann’s Red Sofa chat with Thomas Fasold…

drupa daily issue No 2 on 1 June 2016
Includes Kodak chief executive Jeff Clarke talking to Darryl Danielli about the business’s evolution and how it’s getting back to its roots…

drupa daily issue No 3 on 2 June 2016
Includes Canon EMEA president and chief executive Rokus van Iperen’s talk with Darryl Danielli about the importance of merging cultures…

drupa daily issue No 4 on 3 June 2016
Includes Landa Digital Printing founder and chairman Benny Landa as he tells Darryl Danielli how he has been retired for 50-plus years…

drupa daily issue No 5 on 4 June 2016
Includes Enrique Lores, HP president of Imaging and Printing talking to Darryl Danielli about growth…

drupa daily issue No 6 on 5 June 2016
Includes Olaf Lorenz, GM of Konica Minolta Business Solutions Europe, as he discusses the KM-C with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 7 on 6 June 2016
Includes Jean-Pascal Bobst, chief executive of Swiss manufacturer
Bobst talking to Darryl Danielli about the importance of family…

drupa daily issue No 8 on 7 June 2016
Includes Eijiro Hori, president of post-press kit manufacturer Horizon sharing his thoughts on the importance of partnerships with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 9 on 8 June 2016
Includes Massivit chief executive Avner Israeli emphasises to Darryl Danielli that printers should embrace the 3D opportunity sooner rather than later…

drupa daily issue No 10 on 9 June 2016
Includes Marabu chief executive York Boeder talking with Thomas Fasold about digitisation in printing and the strengths of screen printing…

drupa daily issue No 11 on 10 June 2016
Includes Wolfgang Kroplunik, head of business development & Western Europe, Uncoated Fine Paper at Mondi, talking with Thomas Fasold about paper and changing requirements in the digital transformation…

drupa 2016 Exhibitors’ show + post-show News
Latest additions – and counting – can be accessed in our drupa Newsroom.

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

KBA-Flexotecnica’s new NEO😄 LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

Manroland Sheetfed ‘The Evolution of Print’ at drupa
‘The Evolution of Print’ at the heart of Manroland Sheetfed’s drupa showcase and encapsulating its vision…

They are print: Manroland Sheetfed at drupa
A whole new world of inline print finishes met visitors to the Manroland Sheetfed GmbH stand in Hall 14 at drupa 2016…

SEI Laser digital die-cutting and creasing at drupa
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

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Agfa Graphics shone with breaking new technologies at drupa
With its strong showcase of offset and wide-format inkjet solutions, Agfa Graphics underlined its commitment to the print industry at drupa 2016…

KAMA: Efficient short run finishing success at drupa
KAMA successfully launched world’s first folder-gluer for short-run folding cartons at drupa 2016…

Manroland Web Systems’ Digital Workflows at drupa
Continuous improvement in performance with perfectly integrated hardware and software is convincing customers worldwide…

Sun and BASF: ‘Packaging for a more sustainable world’
Sun Chemical and BASF present the potential of their latest solvent-free ink solutions to deliver more sustainable flexible packaging…

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Previous…   
Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa to stick to its proven 4-year cycle
The No. 1 trade fair for print and cross-media solutions to be held in Düsseldorf again from 23 June to 3 July 2020…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

Previous…   
E-commerce, automation and cloud for print
Touch the future. Drupa Expert Article No 9 by Simon Eccles, who over the years he has been editor of eight industry publications. Today he writes white papers and technical reports and contributes regular technical features to many publications…

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? Fokus auf Canon’s #unleashprint: Kein anderer Aussteller der #drupa2016 hat aus meiner Expertensicht so umfassend, kompetent, offen und glaubwürdig zeigen können, wie die TRANSFORMATION im Print erfolgreich möglich wird. Foto: Andreas Weber Kritische und bewusst streng selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit:…