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Heideldruck 4.0: Zurück in die Zukunft | Back to the future

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Smart Technologies need Smart Solutions need Smart Communications: Twitter- und Facebook-Posts machten die Heidedruck Pressekonferenz popullär. In Echtzeit!

 

Eine Zusammenfassung dessen, was ich in Echtzeit kommentiert habe, findet sich in unserem Value Storify. Inkl. Posts von Freunden und zahlreichen Kurz-Videos mit O-Ton (in deutsch und englisch). —Andreas Weber

 

Nach der Krise kommt die Katharsis: Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz #Heideldruck) ist zweifelsfrei auf einem guten, oder besser: dem richtigen Weg angelangt. Nach dem Re-Branding und der Eröffnung des Print Media Center in Wiesloch folgte nun, traditionsgemäß auf der Jahresend-Pressekonferenz in Heidelberg/Wiesloch, die Vorstellung von „Heideldruck 4.0“. Dies war wichtig, weil die jüngsten Quartalszahlen kein gutes Echo der Finanzmärkte brachten. Die Heideldruck-Aktie rauschte Mitte November 2015 deutlich ab. Was sollte also getan werden? Durch die drupa 2016 bietet sich die Chance, Aktionäre, Mitarbeiter und vor allem Kunden und Mediatoren ins Boot zu holen. Keine leichte Aufgabe. Und sicher noch eine harte Durststrecke, da sich bekanntermaßen ein Neu-Anfang mit neuer Strategie nicht so schnell in Vertriebserfolge umsetzen kann. Zudem sind die Wunden nach dem Crash von 2008 noch immer nicht verheilt, da Verluste und Kredite abgetragen werden müssen.

 

 

Sei’s drum. Der früher „größte Druckmaschinenhersteller der Welt“ schickt sich an, die Druckbranche als „Smart Solution Provider“ ins Digitalzeitalter zu überführen. Es muss dabei vor allem für die Finanzmärkte wie auch für Stammkunden überdeutlich werden, dass bei Heideldruck nun Manager am Werk sind, die nach vorne blicken ohne das Vergangene zu ignorieren. Dies ist in einer traditionell erzkonservativen Branche wie der Druckindustrie unabdingbar. (Siehe dazu meinen Bericht vom Vorjahr: Neues von Gutenberg’s Jüngern: Heidelberg beendet Boxenstopp!). In der Rückschau war schon letztes Frühjahr festzustellen:

  1. Print ist tot. Lange lebe Print!
  2. Der geläuterte Platzhirsch Heidelberg setzt leichtfüßig und gekonnt zum Sprung an.
  3. Werthaltigkeit ist Trumpf! 

 

 

Neuer Focus: Smart Solutions, Synergetics, Collaboration

Was vor 18 Monaten in Aussicht gestellt wurde, scheint nun Realität zu werden. Warum? Heidelberg macht keine reine Nabelschau mehr. Und redet schon gar nicht mehr nur noch über tolle neue Produkte. Die Dinge werden sinnvoll in den Kontext gestellt.

  1. Es wurden offen, frei heraus, kompromisslos und zukunftsorientiert die neuen Richtungen, Visionen und das schon Machbare sowie das noch zu erschaffende aufgezeigt. Und zwar in Synchronisation mit einer radikal veränderten Marktrealität durch Industry 4.0, also die Professionalisierung dessen, was wir unter dem Bergriff Internet of Things (IoT) im Konsumentenmarkt längst kennen. Das stellt alles radikal auf den Kopf, weil in dieser vernetzten Welt das klassische Druckgeschäft kaum mehr benötigt wird. — Alles in allem: Keine leichte Kost!
  2. Es werden aktiv externe Partner einbezogen: Wissenschaftler Prof. Dr. Walter Brenner, Universität St. Gallen, führte in die neue Welt des #IoT ein. Unwiderlegbar. Mit dramatischen Veränderungen hin zu einer völligen Marktorientierung. Stichwort: Customer Centricity. — Start-up-Unternehmer Max Wittrock zeigte, wie er bei #mymuesli sein innovatives und boomendes Online- und Ladengeschäft-Konzept aufwertet und in die neue Welt des Packaging überführt. Kunden gestalten im realen, schön designten Ladengeschäft in Heidelberg ihre Verpackung selbst. Quasi per „iPad-to-Individual-Print“.
  3. Die Heidelberg-Vorstände Harald Weimer (Services) und Stephan Plenz (Technology) stellten ihre Neuheiten und Ankündigungen in den von den Experten aufgebauten Kontext. Mit dem Hinweis darauf, dass die Ursprünge von Industry 4.0 längst per JDF (Job Description Format) in der Druckbranche Einzug gehalten haben. Smart Solutions von Heideldruck erlauben in erweiterter Form nun auch Druckereien Smart Print Shop-Konzepte zu realisieren. Wesentlich und innovativ: Heidelberg setzt nicht mehr darauf, alles alleine zu tun. Wichtig ist vor allem die intensive R&D-Zusammenarbeit mit wichtigen Playern wie Fuji, um v. a. den professionellen Inkjetdruck weiter voranzubringen. Oder auch die Tatsache, dass man in fortschrittlichen Märkten wie den USA auch EFI-Lösungen für den Inkjet-Grossformatdruck vertreibt.

 

 

Das neue Leitmotto: „Simply Smart“

Um klar zustellen: Alles dies, was ich kurz zusammenfasste, sind keine Sonderthemen oder „Gimmiks“. Sondern relevante Innovationen und diese werden sofort medial goutiert. Meine Posts darüber fanden innerhalb 24 Stunden ein weites und internationales Echo, das längst nicht abebbt. Z. B. von @mymuesli via Twitter retweeted und von Max Wittrock aufgegriffen, erreichten mich sofort Kommentare mit Lob, Begeisterung, Zustimmung. Das heisst, per Facebook und Twitter in Echtzeit von uns richtig inszeniert, erzeugt das „alte“ Thema Print im neuen Gewand sofort ein grosses Echo! Aber nicht nur auf Konsumentenebene, sondern auch im B-to-B und bei anderen Marktteilnehmern.

„I like their [Heidelberg’s] application. If speed and PQ increase they can get into production lines. 4D is cool. 4DP stands for distant printing.“ —Francois Martin, WW Marketing Director – Graphic Solutions Business at HP Inc. | Via LinkedIn, 22.10.2015 (gemäß einem Chat im Vorfeld zur Imprint-Fachmesse in München bei der Heideldruck Aussteller war).

Last but not least: Ein Ausblick auf die Leitmesse drupa 2016 wurde auch geben. Der Messeauftritt werde komplett anders gestaltet und der neuen Strategie angepasst, wie Heideldruck Gobal Marketing-Chef Christopher Tapley am Rande der Presseveranstaltung kommentierte. Das drupa-Motto lautet „Simply Smart!“. Heideldruck war der Geburtshelfer der drupa 1951 und seitdem der größte Einzel-Aussteller. Nunmehr tritt Heideldruck im Verbund mit Partner auf. Ein Novum. Mit von der Partie: Masterworks aus China, Fujifilm, Polar, Steinemann, Stora Enso, Draabe und eine Reihe von Kreditinstituten bzw. Leasing-Spezialisten. Das man damit erstaunen werde, nehme man gerne in Kauf. Bleibt abzuwarten, wie sich das auch auf die Unternehmenskommunikation von Heidelberg auswirkt, die bislang auf Push-Kommunikation setzt und weniger auf Interaktionen. Als Leitlinie, wie daraus interaktive, dialogische Kommunikation entwickelt werden muss, empfiehlt sich meine Analyse, die ich bereits 2004/2005 erstellt und auf der drupa 2004 2008 und 2012 mit tausenden drupa Messebesuchern in Vorträgen diskutiert, auch mit hochkarätigen Werbefachleuten auf dem Heidelberg-Messestand: Per White Paper und multimedialer Präsentation unter dem Titel „Smart Communication“ konnte ich damals (als Twitter und Facebook gerade erst am Start waren, quasi noch unsichtbar) aufzeigen, wie Smart Technologies sich auf die Kommunikation und damit auf die Art und Weise, wie man Beziehungen pflegt und Geschäfte macht, auswirken.  Siehe: ValueCheck! — How to Create the Real Value of Communication  via @ValueCommAG.

HINWEIS: Im Nachgang zur Pressekonferenz vom 1. und 2. Dezember 2015 ergaben sich beim Value Blog Dialog spannende Aspekte im Gespräch mit Heideldruck-Vorstand Harald Weimer. Siehe: „drupa ante portas: Print ist SMART!“

Value Blog Dialog Harald Weimer 12-2015.001

Apropos Kommunikation: Zwei Versehen oder Pannen hat es bei Heideldruck doch gegeben. Erstens: Im Print Media Center, dem Ort der Presseveranstaltung musste man sich beim Telekom-Hot-Spot ständig neu einloggen, weil man alle paar Minuten rausgeschmissen wurde. Zweitens: Absprachen mit den Produkttechnik-Verantwortlichen wurden wohl nicht an die Presseabteilung weitergegeben. Folge: In der Pressemeldung zu Mymuesli und der Individualisierung per Inkjet-Heidendruck wurde unerwähnt gelassen, dass nicht Heidelberg diese neue Applikation bei Max Wittrock vorschlug, sondern der Berater und Innovationsexperte Bernd Zipper, der beide Parteien zusammenbrachte und wertvolle Hilfestellung leistete. Das ist wichtig, weil Heideldruck von sich aus mymuesli/Max Wittrock nicht als potenziellen Kunden/Partner identifiziert hätte. — Macht aber nichts: Max Wittrock hat dies den Pressevertretern selbst am 2.12.2015 erzählt. Und ich habe es per Video (siehe oben) dokumentiert sowie via Social Media und hier im Blog aufgeführt, damit nicht untergeht, was Heideldruck als neue Stärke für sich entdeckte und kultivieren möchte: „Synergetics and Collaboration“, wie Stephan Plenz dies nannte!

 

 

 

NACHTRAG: Bernd Zipper hat auf seinem Blog beyondprint.de zu mymuesli.com und der 4D-Printanwendung eine erstklassige Fallbeschreibung veröffentlicht und auf meinen ValueTrendRadar.com-Beitrag als Ergänzung verweisen: “Web-to-Print für Müsli? Ein erster Schritt in Richtung Food Mass Customization”. ABSOLUT LESENSWERT, was Bernd da schreibt und anmerkt!

Auszug: “Das sogenannte 4D-Druck-Verfahren, womit das individuelle digitale Bedrucken dreidimensionaler Objekte mittels Inkjet-Technologie und hochpräziser Robotik gemeint ist, hat Heidelberg vor über einem Jahr für den Schwarz-Weiß-Druck und Anfang November auf der InPrint als Vierfarb-Maschine vorgestellt. Die Maschine kann runde oder zylindrische Objekte mit einem Durchmesser von 10 mm bis 300 mm in einer Auflösung von 360 dpi vierfarbig sowie mit Deckweiß oder Schutzlack bedrucken. Damit können Massenprodukte wie Fuß- oder Golfbälle, Trinkflaschen und andere gekrümmte Oberflächen wie Dosen nahezu in Echtzeit personalisiert werden.”

Link: http://bit.ly/1IIQBX3

 

Rückblick — Ausblick: 

Eine Zusammenfassung dessen, was ich in Echtzeit kommentiert habe, findet sich in unserem Value Storify. Inkl. Posts von Freunden und zahlreichen Kurz-Videos mit O-Ton.

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Im Team mit meinem Partner Michael Seidl werden wir die Fülle an Details und Neuigkeiten von #Heideldruck weiter aufgreifen und erläutern. Auch in exklusiven Interviews via ValuePublishing. Wer sich im ersten Schritt für die Pressemeldungen interessiert. Zudem hat Gerd Bergmann im Druckfachmagazin Deutscher Drucker die Technikneuheiten recht gut zusammengefasst.

 

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4 comments
  1. Reblogged this on valuetrendradar and commented:

    Bernd Zipper hat auf seinem Blog beyondprint.de zu mymuesli.com und der 4D-Printanwendung eine erstklassige Fallbeschreibung veröffentlicht und auf meinen ValueTrendRadar.com-Beitrag als Ergänzung verweisen: “Web-to-Print für Müsli? Ein erster Schritt in Richtung Food Mass Customization”. ABSOLUT LESENSWERT, was Bernd da schreibt und anmerkt!

    Auszug: “Das sogenannte 4D-Druck-Verfahren, womit das individuelle digitale Bedrucken dreidimensionaler Objekte mittels Inkjet-Technologie und hochpräziser Robotik gemeint ist, hat Heidelberg vor über einem Jahr für den Schwarz-Weiß-Druck und Anfang November auf der InPrint als Vierfarb-Maschine vorgestellt. Die Maschine kann runde oder zylindrische Objekte mit einem Durchmesser von 10 mm bis 300 mm in einer Auflösung von 360 dpi vierfarbig sowie mit Deckweiß oder Schutzlack bedrucken. Damit können Massenprodukte wie Fuß- oder Golfbälle, Trinkflaschen und andere gekrümmte Oberflächen wie Dosen nahezu in Echtzeit personalisiert werden.”

    LinK: http://bit.ly/1IIQBX3

  2. Lesetipp! Value Blog Dialog: Harald Weimer sieht Print durch Vernetzung und Integration an der Spitze automatisierter, smarter Kommunikationslösungen. — drupa ante portas: Print ist SMART!  http://wp.me/p2C5zg-15U via @ValueCommAG

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