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Tag Archives: Mainz

01 Anna Grau – Das Buch zu Lilith

 Coverbild des bereits vorliegenden Buches zum Ausstellungsprojekt. Herausgeber: Andreas Weber. Fotos nach den Gemälden von Anna Grau.

 

„Ich male Gefühle!“ — Zur Malerin Anna Grau und ihrem Werk. Gedanken von Andreas Weber.

 

 „Kreative Intelligenz geht einher mit Reflexionsfähigkeit, um zu Erkenntnis zu gelangen. Durch ihren Lilith-Gemäldezyklus und die interaktive Ausstellungskonzeption setzt Anna Grau Maßstäbe. Gut so!“ —Andreas Weber 

 

Die Malerin Anna Grau und Andreas Weber als ihr Mentor und Kurator gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

Vorspiel. Das umfassende bildkünstlerische Engagement von Anna Grau für äußerst wichtige, Zeitgeist-unabhängige und gesellschaftlich-kulturell relevante Themenstellungen in einer besonderen Dimension verdient Anerkennung und Respekt. Zumal Anna Grau als Malerin freischaffend tätig ist. Den im Entstehen befindlichen Lilith-Gemäldezyklus bearbeitet sie in Eigenregie, um unabhängig an den Bildern und ohne überstarken Zeitdruck arbeiten zu können.

Geplant ist eine auf Interaktion ausgelegte Ausstellung des Lilith-Gemäldezyklus mit einer Rahmenprogramm-Inszenierung, die Stimmen anderer Persönlichkeiten aus der Kunstszene, der Forschung, der Wirtschaft, des alltäglichen Lebens umfasst. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Präsentationen, etwa zum „Werden“ der jeweiligen Bilder bzw. mit der Darstellung ihrer „digitalen“ Metamorphosen.

 

 

Lilith Thesenpapier

In medias res. Anna Grau lernte ich im November 2015 in Mainz kennen — vor ihrem Gemälde „Meister“, das den 1. Preis beim 26. Mainzer Kunstpreis Eisenturm erhielt. Über 650 Bewerber hatten sich dem gewählten Thema „Kollaps der Moderne?“ im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung gestellt. Die Jury (bestehend aus Kunstwissenschaftlern und vor allem kompetenten Künstlern) hatte unter dieser Vielzahl an Arbeiten das ausdrucksstarke, in seiner Farbgebung herausstechende und dynamisch-expressiv gemalte Werk einstimmig zur Siegerarbeit auserwählt.

In der persönlichen Auseinandersetzung mit Anna Grau als 1. Preisträgerin konnte ich in Mainz von Angesicht zu Angesicht erfahren, was sie empfindet, wenn sie malt. Sie antwortete mir auf die Frage „Was machst Du, wenn Du malst? Denkst Du an Picasso und seine Les Demoiselles D’Avignon?“ kurz und knapp und mit einem versonnenen Lächeln: „Ich male Gefühle!“. 

Diese Gefühlswelt ist die einer in Moskau geborenen Deutsch-Russin, die als 15-jährige nach Berlin kam und dort seit über 20 Jahren lebt. Eine Tochter hat. Die als Europäerin fühlt und denkt! Die Entwicklungen in ihrem Geburtsland mit großer Sorge sieht. Hätte man sie dazu bei der Preisverleihung in Mainz vor dem Publikum direkt gefragt, zu Putin und der Re-Sowjetisierung Russlands, sie hätte gesagt: „Oh nein, ich male keine politischen Bilder. Mich interessiert der Mensch mit seinen Tiefen und Leidenschaften und Schwächen.“ Sie hätte gesagt, wie wichtig Malerei für sie ist. Gerade in einer „digitalen Welt“.

Dem spontanen Kennlernen in Mainz folgte Ende November 2015 ein weiteres Treffen in Berlin; es entwuchs ein seitdem ständiger Kontakt. In der Reflexion dessen, was Anna Grau in Mainz erlebt hatte – vor allem das Zusammentreffen mit den Mainzer Künstlerinnen Prof. Valy Wahl und Fee Fleck – ergab sich die Idee, ein neues, ambitioniertes Vorhaben in die Tat umzusetzen: Den Gemäldezyklus „Lilith“.

Aufhänger für „Lilith“ war der Bilderzyklus von Fee Fleck „Medea – die Fremde“, das die Künstlerin speziell zur Ausstellung im Landesmuseum Mainz anlässlich ihres 80. Geburtstags im Jahr 2012 geschaffen hatte. Anna Grau war fasziniert, dass eine wesentlich ältere und bedeutendere  Kollegin ihrem eigenen Menschenverständnis so nah kam. Wobei sich Anna Grau in ihrer unendlichen Bescheidenheit nie mit Fee Fleck in eine Reihe sehen würde… — Beide Künstlerinnen haben übrigens am gleichen Tag Geburtstag, wenn auch zwei Generationen auseinander! — Fee Fleck setzt sich als Holocaust-Überlebende gegen das Vergessen ein. Und für die Rolle der Frau im Besonderen. Der damalige Bundespräsident Gauck überreichte Fee Fleck für ihr Engagement, ihre Lebensleistung im Jahr 2012 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Künstlerinnen, Fee Fleck wie auch Anna Grau, beziehen in einer von Männern dominierten Kunstszene eine besondere und nach meiner Ansicht herausragende Position: Sie widmen sich den Extremen wie Ausgrenzung, Vernichtung, Unterdrückung ohne jegliche Aggression; vielmehr in einer behutsamen Bestimmtheit und Deutlichkeit, die den Betrachter ins Nachdenken und letztlich zu neuen Erkenntnissen bringt. Mehr kann man nicht erreichen. Anna Grau hat Anfang 2016 begonnen, den Lilith-Bilderzyklus auszugestalten. Bis dato sind sechs (unterschiedlich formatige, bis zu 120 x 180 cm große) Gemälde fertig, acht oder zehn sollen es insgesamt werden. In meinem ValueBlog und über Facebook kann man den Entstehungsprozess verfolgen.

Anna Grau hat selbst dazu einen lesenswerten Text verfasst, der in einem eigenen Buch abgedruckt ist: „Auf den Spuren von Lilith…“

 

 

 

Kerngedanke ist es, „Lilith — die Getarnte!“ in all ihren Facetten lebensnah zu inszenieren. Dies alles bietet aus meiner Sicht einen kompakten Einblick in das bildkünstlerische Schaffen von Anna Grau, das sie von anderen unterscheidet und besonders macht. Die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Ausstellung sowie Wettbewerben zeigt, dass Anna Grau nicht nur Aufmerksamkeit findet, sondern auch hohe Wertschätzung.

 


 

Anna Grau und Andreas Weber im Martin-Gropius-Bau zu Berlin (Nov 2015)

Zur Person: Andreas Weber ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG sowie u.a. Beiratsmitglied des Vorstands des Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, Beiratsmitglied der Internationalen Senefelderstiftung, Offenbach, Lehrbeauftragter der Hochschule RheinMain, Wiesbaden. | LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber | Blog/ValuePublishing:  https://valuetrendradar.com 

Zu Anna Grau und ihrem Schaffen: http://www.annagrau.de — Anna Grau und Andreas Weber gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

 


 

 

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“Beam me up, Scotty” — Transformation im Digitalzeitalter, lautet der Titel eines Webinars, mit dem Andreas Weber, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG im Team mit der PROKOM User Community ein für die Print-Branche entscheidend wichtiges Themenfeld eröffnet. Basis waren die Erkenntnisse aus dem gleichnamigen White Paper, das den Webinar-Teilnehmern zur Verfügung stand. — Anbei das Wichtigste aus der Präsentation mit praktischen Ratschlägen, wie man den Überblick behält und den Wandel im Griff hat.

Zitat:

„Die tägliche Reizüberflutung überfordert uns und macht uns fast panisch bewusst, dass der von den digitalen Techniken verursachte Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Um die digitale Transformation kommt keiner herum.“ —Andreas Weber

Themen/Struktur:

  • Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation
  • Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche
  • Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)
  • Tipps und Tricks

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Intro: Handeln durch Wandeln!

Seit mehr als einer Generation wirkt sich die „Digitalisierung“ fulminant aus (unabhängig davon, wie man den Begriff ausgelegen mag!); unsere Lebenswelten und Lebensrealitäten gehen mit fulminanten strukturellen Veränderungen einher, bei immer kürzer werden Intervallen und einem durch die Globalisierung enorm steigenden Druck. Ein guter Zeitpunkt, um dich mit Transformation aus Sicht der Print-Branche zu beschäftigen. Denn: Gerade innovative Digitaldruck-Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Produktion um nachhaltige und zukunftsorientierte Marketinglösungen ausbauen.

1. Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation als Kultur-Phänomen

Um es von Anfang an richtig zu begreifen: Transformation ist kein neuzeitlicher Begriff, er lehnt sich an das griechische METAMORPHOSES an und beschreibt sozusagen einen smarten Wandel. (μεταμόρφωσις, “Transformation, transformierend“, von μετα- (meta-), „Veränderung, Wechsel, Wendepunkt“ und μορφή (morphe), „Form“).

Evolutionsgeschichtlich nehmen Metamorphosen in der Natur und bei Lebewesen einen wichtigen Platz ein, um sich weiterzuentwickeln. Der Begriff Transformation steht immer im Kontext mit menschlicher Kultur. Und bezeichnet keinesfalls ein ausschließliches Ergebnis technischer Entwicklungen. Technisch gesehen, ist die Ausprägung bei der Bildbearbeitung durch das sog. Morphing fassbar, indem unterschiedlich Bilder verschmolzen werden zu einem neuen. Aus heutiger Sicht wird allzu leicht übersehen, dass bereits im Alten Orient die Babylonier eine Transformation des Handels einleitenden, als sie vor rund 3.500 Jahren begannen, Steintafeln zu nutzen, um ihre Angebote zu propagieren. Transformation stellt somit in erster Linie ein kulturelles Phänomen da, das die Menschheit geleitet und Innovationen im Zusammenleben ermöglicht hat.

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2. Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche

Einer der ersten, die der so verstandenen ‚Transformation‘ ein unvergessliches literarisches Denkmal gesetzt haben, war der französische Schriftsteller Victor Hugo. Hugo beschreibt im „Glöckner von Notre Dame“ von 1831 die Szene, als ein mittelalterlicher Mönch durch das Fenster seiner Schreibstube auf die Kathedrale blickt und nach der Kunde von der Erfindung Gutenbergs in Mainz kurz und prägnant vor sich hin spricht: „Ceci tuera cela!“ — Das Eine wird das Andere töten. Gutenberg hat mit seiner Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern die marktbeherrschenden Schreibstuben der Mönche überflüssig gemacht und letztlich die Neuzeit und das Informationszeitalter eröffnet. Technik war für Gutenberg nicht unwichtig, aber eben sekundär, da ein Mittel zum Zweck. Er wollte publizieren resp. seine kostbaren Publikationen möglichst gut verkaufen. Das hatte blitzartig Wirkung rund um die Welt und öffnete der Print-Branche die Tür, um fortan nachhaltig und bis heute die Kultur der Menschheit zu transformieren.

Insofern kommt der Print-Branche unverrückbar die bedeutende Führungsrolle bei Transformation zu, was übrigens die Auguren des 20. und 21. Jahrhundert im Silicon Valley besser verstanden haben als wir Europäer. Die US-amerikanische Wirtschaftselite würdigte Gutenberg im Jahr 2000 als ‚Man of the Millennium‘, da er als Mensch für andere Menschen etwas entscheidendes getan hat. Transformation im Digitalzeitalter bedeutet daher: Es geht stets um Mensch-zu-Mensch-Beziehungen. Das ‚Human-to-Human‘ ist wichtigstes Element von Social Media, IoT, AI, Big Data und anderem mehr, was die Jetztzeit und sicher auch die weitere Zukunft prägt. Kein Wunder also, dass die Print-Branche mit Beginn des Desktop-Publishings seit den 1980er Jahren und dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ die Umsätze weltweit auf über 700 Mrd. Euro steigern konnte und weitere Umsatzvolumina von über 3,5 Billionen Euro für andere Wirtschaftszweige generiert, die sich mit Datenaufbereitung für den Druck und Supply-Chain-Aufgaben u. v. m. beschäftigen. Es geht wie gesagt bei der Transformations-Wirkungsweise nur sekundär um (Druck-)Technik, sondern vielmehr um das Publizieren von Menschen für Menschen, um Erkenntnisprozesse nachhaltig zu etablieren.

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3. Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)

Die Jetztzeit wird vor allem von GAFA geprägt (kurz für: Google, Amazon, Facebook und Apple). Also genau solchen Firmen, die an den Gutenberg’schen Erfinder- und Innovationsgeist anknüpfen. Das Novum: Transformation wird Teil des Geschäftsprinzips, das sich durch neuartige, durchgängige Innovations-Plattformen abbilden lässt.

Google digitalisiert u. a. Dokumente und Bücher dieser Welt, macht also Print-Inhalte digital zugänglich; Amazon startete sein Handels-Imperium mit dem Verkauf von gedruckten Büchern. Und steigt 2016 in das On-Demand- und Online-Print-Geschäft ein (Stichworte: Amazon Print+Posters sowie Amazon Custom). Facebook hat die News-Vorherrschaft übernommen, die bis dato den Medienhäusern lukrative Verlags-Monopole sicherten und bietet Anreize für Neueinsteiger, sich mit dem automatisierten Druck von Inhalten aus Facebook-Chroniken zu widmen. Und Apple steht im Verbund mit Adobe, Aldus und Linotype für die Pionierrolle im neuzeitlichen Print. Und ist dem bis heute treu geblieben. Am 23. September 1997 gab Steve Jobs den Startschuss für den Neubeginn von Apple als Multichannel-Innovator mit dem Launch der „Think Different“-Kampagne. Zugrunde gelegt wurde von Jobs die Philosophie des ‚Digital Lifestyle‘ etabliert, der an die kulturellen Werte der menschlichen Kulturentwicklung anknüpft. Mit dem Ziel, digitale Technologien intuitive nutzbar zu machen. Die Kernbotschaft: „Communication first, Products, Services second“. Seine Technologiekompetenzen stellt Apple schon lange nicht mehr zur Diskussion, es sind einfach die besten. iPod, iMac, iPhone, iPad, iTunes, iPhoto und anderes mehr wurden so zu Selbstläufern, weil die Nutzer keine Programmierkenntnis brauchten, um bis dato nicht Mögliches nutzen zu können.

Apple blieb dem Print immer treu, bis heute: Durch hochwertige Produktverpackungen, bei der Außenwerbung und nicht zu unterschätzen durch Digitaldruck für Premium-Fotobücher und Grusskarten. In Summe versteht es Apple wie kein anderes Unternehmen der Welt, die besten Websites/virtuellen Webstores, reale Flagship-Stores, Produkt- und Softwaredesign sowie Print zu Bündeln, um Kunden via Multichannel ein maximales Lifestyle-Erlebnis zu verschaffen. Der nachhaltige Erfolg als wertvollste Marke der Welt und maximal hohe Pro-Kopfgewinne geben Apple, Steve Jobs und seinen Nachfolgern recht. Und sorgen für ein Höchstmaß an Kundenbindung und Kundentreue, das anderen, die das so nicht können oder wollen, suspekt erscheint.

Für den Print-Sektor haben sich einige kluge Köpfe das Steve Jobs-Prinzip des digital Lifestyle zu nutze gemacht. So z. B. Peter Gunning, CEO von Grafenia plc., Manchester/UK, der ein Druckunternehmen, das sich auf Online Print spezialisierte, nunmehr erfolgreich durch nettl.com eine weltweite Ladenkette etabliert, die Web/Design-, Mobile-, E-Commerce-Services mit variationsreichen Print-Anwendungen kombiniert. Das Motto von Peter Gunning: „Print is Lifestyle“ begeistert Mitarbeiter wie Kunden und mich als Experten gleichermaßen. (Lesetip: “Grafenia reinvent print”) 

 

 

Stefano Cutello, Founder & CEO von PastBook, hat ein Start-up gegründet, das erfolgreich den Schulterschluss macht zw. Mobile / Social Media und dem Druck von Fotobüchern. Cutello ist willkommener Gast bei Events im Silicon Valley, wie bei der Mobile Connect 2016. Sein Motto/Claim: „Relive Your Memories. Automagically Created for You!“ — Siehe hierzu den ValueDialog „Great task by PastBook’s CEO Stefano Cutello: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!”

Christian Kopocz mit seiner kleinen, aber feinen Firmengruppe in Lübeck (prindoz, Printmanufaktur und Buch-Handelsgesellschaft) ist ein einfallsreicher Unternehmer sowie Multichannel-Experte, der sich national und international für seine Sache im Team mit Kollegen aus aller Welt einsetzt. Er arbeitet in wichtigen Gremien mit, wie der XMPIE Users Group (als Executive Director) oder der PROKOM User Community (als EMEA-Board-Mitglied). Und er „erfindet“ grandiose Multimedia-Anwendungen, die Print auf Premium-Niveau mit maximalem Individualisierungsgrad ins Zentrum stellen.

Allen gemeinsam ist: Die genannten Beispiel-gebenden Vordenker sind Quereinsteiger im Print und nutzen Print, um Lebens- und Erfahrungsmomente aus der virtuelle Welt des Internets in die Realität zu überführen. Sie verharren nicht in höriger Technologie-Gläubigkeit (was viele Druckerei-Kollegen in die Pleite führte); denn Technologie verkauft nicht, sondern nur Werthaltigkeit. Die im Print Erfolgreichen entwickeln wahre Kreativität, die nicht nur linear weiter führt, was optimiert werden kann, sondern wahrhaft Neues erschafft. (Siehe auch die ValueAnalyse: “Wege aus dem Innovationsdilemma.)

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4. Tipps und Tricks – Guideline

„Transformation beginnt im Kopf. Und endet nach erfolgreicher Mission dort auch wieder!“ — Es ist Zeit für ein neues Denken, das sich von Technik-Gläubigkeit befreit. Auf dem Sektor der Artificial Intelligence, kurz AI, vollzieht sich dies am deutlichsten. Zum Beispiel durch „Machine learning to make human brains faster“. Denn Menschen und ihre Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge. Social Media spielt eine wichtige, besser: zentrale, Rolle bei der Vermittlung zwischen technischen Innovationen und den menschlichen Bedürfnissen, um durch Publizieren und Interaktionen Erkenntnisprozesse in Gang zu setzen.

 

Folgende Checkliste als Guideline:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten.
  3. Transformiere Dich selbst!
  4. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  5. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen
  6. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  7. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!

Fazit: Meine Empfehlung lautet: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz. Es ist eigentlich ganz einfach…

 


Zum Autor:

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG, Mainz. Sein Credo: „Am Anfang braucht man immer einen Masterplan, der sich am Vergangenen orientiert, um dann die neuen Vorgaben für die kommenden Jahrzehnte festzulegen. Wer vorankommen will, muss also zuerst zurück zu seinen Wurzeln!“

Andreas Weber ist Deutschlands führender Branchen-Analyst für Print und Experte für Innovation durch Kommunikation. Sein Motto: Beratung. Wissen. Vernetzung. Er hat Geisteswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz studiert und lebt und arbeitet dort seit 1978. 1987 entdeckte er die Kommunikation. Seitdem ist er als Kommunikationsmanager und Analyst, Verleger und Coach in der Branche tätig. — Schließlich wurde er zum Unternehmer und gründete mehrere Firmen in Deutschland und der Schweiz, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet. Die Value Communication AG ist ein weltweit aktives Institut für Forschung und Wissensvermittlung.

Kontakt:

LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber

Blog (mit zahlreichen Fach-Kommentaren und White Papers): https://valuetrendradar.com

Twitter:

@zeitenwende007

@ValueCommAG

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Printing is one of the world’s largest and most sustainable industries. Gartner’s market researchers consider innovations such as 4D printing to be a key driving force among 2016’s emerging technologies. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

A commentary by Andreas Weber, Head of Value

See also summary of results. — Plus the complete report in three parts (in german).

The ValueTrendRadar Analysis entitled “Prospects for adding value with print” is now available and will, for the first time, provide a comprehensive, holistic view of the global print situation. There is good reason for focusing in particular on Germany, because this is where the modern-day printing industry originated, while the global perspective is not neglected either.

Quite clearly, print is an economic heavyweight. As one of the world’s largest and thus most sustainable industries, it is indispensable. The (partially unexpected) growth drivers of online trade, online print, and 4D printing combined with the core competence of packaging and label printing are creating lucrative incentives for many.

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This is resulting in a huge outlay for technology, innovation, and investment. The positioning of technology suppliers is separating the wheat from the chaff. Manufacturers focusing solely on digital printing technology see themselves as the “reformers” of print. Their substitution/ displacement strategy is not having the predicted success, though, because even after 25 years they have failed to win high market shares. Despite a high growth rate, their share of the market remains at an extremely low level. The bulk of print volumes comes from conventional technologies in a modernized form.

Germany’s long-established mechanical engineering companies (with Heidelberger Druckmaschinen AG at the forefront) have reinvented themselves, successfully integrating digital printing into the world of offset printing and taking on the role of pacesetters in the repositioning of print. The goal is to bring about the digital transformation of industrial printing with the focus on growth markets and versatile high-profile customers. Autonomous printing, automation, and standardization of all process steps – from online print to eCommerce – is possible but requires more than just technology innovation options. Above all, in-depth knowledge is needed for integrated monitoring and control throughout the print production value-added chain – also in the context of the paradigms of digitization. This extends from “digital” business management to new, cloud-based services and offerings that require an innovative go-to-market approach and sales communication geared to interaction.

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A sound basis provides room for maneuver. The only way to add more value with print is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself because, as already explained, new kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print. In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership that will maintain print’s role as an attractive part of the communication mix, even after over 500 years.

 


CONTACT / Further information and advisory:

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Fotos/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

 

„Hier und anderswo. Malerei und Collage“ lautet der Titel einer Ausstellung der Künstlerin Gisela Ruth, die am Freitag, 23. September, 18 Uhr, im ersten Stock des VG-Rathauses (Foyer) in Bodenheim von Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Robert Scheurer eröffnet wurde. Einführende Worte sprach Andreas Weber, Beiratsmitglied im Vorstand des Kunstvereins Eisenturm Mainz. Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 27. Oktober 2016, geöffnet, und zwar mittwochs von 14 bis 19 Uhr, an den übrigen Arbeitstagen von 8 bis 11.30 Uhr. Nachfolgend per ValuePublishing-Exkulsivreport die Eröffnungsrede von Andreas Weber im Wortlaut. Siehe auch die lesenswerte Ausstellungsbesprechung von Jürgen Strickstrock in der Allgemeine Zeitung Mainz vom 26. September 2016.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

„hier und anderswo“ ist ein gelungener, wunderbarer Ausstellungstitel. Er passt zum Ort Bodenheim und der Region Rheinhessen, in der wir uns befinden. Und er passt zur Künstlerin Gisela Ruth, dies aus Soest in Westfalen stammt und lange hier ansässig ist, und ihrem Werk. Vorweg — da ich nicht weiss, wie es Ihnen ergeht: Es ist die erste Ausstellung, in der ich einen umfangreicheren Einblick in das Schaffen von Gisela Ruth erhalte. Wir beide kennen uns über den Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, dem ich als Mitglied und seit einiger Zeit im Vorstand als Beirat angehöre. Im Rahmen von KEM-Ausstellungen und den Jour Fixe-Veranstaltungen von Dr. Otto Martin lernten wir uns näher kennen. Das neueste, hier gezeigte Werk — Land am Fluss.Zeitreise — eine Collage auf Leinwand im Format 50 auf 50 Zentimeter, war Teil der Mitgliederausstellung „Viva Rheinhessen“, die im Sommer 2016 der Region ein fulminantes Ausstellungs-Denkmal setzte, weit über die 200 Jahre hinaus, die den Bezug zu einer ganzjährigen Jubelfeier mit unzähligen Events herstellt. 80 Künstler stellten ihre persönliche Sicht, ihre Gefühle, ihre Gedanken vor. Gisela Ruth setzte einen ganz besonderen Akzent: In zarten, fasst pastell-tonhaft, sensitiv gehaltenen Farben werden kunstvoll Versatzstücke ineinander verwoben, die handschriftliche Dokumente, Urkunden, Fotos, Personen, Landschaftsimpressionen, Grundrisszeichnungen, Kartografien, Architekturen und Bauelemente, eine Stadtansicht von Mainz sowie Spuren der Neuzeit in Form von Windrädertürmen, die schemenhaft aber unübersehbar auftauchen. Natürlich erscheinen auch Rebstöcke und Weinberge — ganz unten im Bild, quasi als Fundament.

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Gisela Ruth: Land am Fluss.Zeitreise. Collage auf Leinwand, 2016, Format 50 x 50 cm. Foto: Gisela Ruth

 

Gisela Ruth hat als Notiz verfasst: „Gestern und heute und was die auf dem Wiener Kongress 1816 künstlich kreierte Region ausmacht: Geprägt von Wasser und Erde als Lebensspender und Energielieferant; Stadt und Land und seine wechselhafte Geschichte, beginnend mit seinem ersten Regenten Ludwig I.; von den Wassermühlen im Rhein zu den Windrädern auf dem Land als weithin sichtbare technische Errungenschaft; ein von seinem Handwerk und seinem Weinbau geprägter Landstrich.“

In Summe ergibt sich eine äußerst vielschichtiges Bild von Rheinhessen, das zunächst ungewöhnlich, fast disruptiv erscheint. Und das immer vertrauter wird, je detaillierter man das Werk betrachtet. — Hier und anderswo.

Ich muss zugeben: An dieser Stelle empfinde ich zur Künstlerin eine starke, für mich selbst überraschend-erfreuliche Seelenverwandschaft. Das Sehen als wichtigste Instanz der Sinneswahrnehmung bedeutet für mich nicht einfach, fotografisch Abbilder zu speichern, sondern visuell Sinneseindrücke zum Teil meiner eigenen Wirklichkeit werden zu lassen, die vom Erleben geprägt ist.

 

Impressionen vom Eröffnungsabend am 23. September 2016. Fotos: Andreas Weber

 

Noch etwas verbindet Gisela Ruth mit mir, meinem Leben: Der intensive Kontakt und die Freundschaft zu einem leider allzu früh verstorbenen Maler, Professor Guido Ludes, den ich Anfang 2014 in meinem Nachruf als den „Meister der Inspiration“ bezeichnet habe. Gisela Ruth, die seit 1972 über die Fotografie und ab 1984 über das Textildesign mit Studienaufenthalten in Japan und Indonesien zum Zeichnen, Collagieren und Malen gefunden hat, hat zunächst den Abschluss eines juristischen Fachstudiums absolviert und sich zusätzlich auf vielfältige Weise künstlerisch weitergebildet. Durch die Rheinhessen Akademie in Oppenheim kam sie mit Guido Ludes in Kontakt, der sie in experimentellen Drucktechniken und Stillleben anleitete. Das Prägende und Einzigartige, das ihr vermittelt wurde, schildert Gisela Ruth wie folgt: „Sehen mit allen Sinnen und die Kommunikation: Aus dem stillen Kämmerlein raus, den Dialog suchen, sich auseinandersetzen.“

Dies ist ein ebenso probates wie weit gefasstes Leitmotto, dem zur Seite steht, sich einerseits intensiv mit ihren Lehrerpersönlichkeiten auseinanderzusetzen, darunter vor allem die Malerin Susann Gassen, Nikola Jaensch (Zeichnung und Collage), Michael Apitz (Zeichnung) sowie Josua Mattern (Abstraktion und Collage) und Andreas Mattern (Aquarell). Hinzukommt andererseits das Identifizieren und genaue Studieren von weltweit renommierten Künstlerpersönlichkeiten. Gisela Ruth schrieb mir dazu auf meine Frage „Wer oder was hat sie am meisten und nachhaltigsten inspiriert und beeindruckt?“: „Alex Katz: Entgegen des Zeitgeistes entschied er sich für konkrete Malerei und abstrahierte dabei, in dem er Dreidimensionalität in Fläche verwandelt. Mich beeindruckt seine ‚eigenen Sprache‘, die Reduzierung alltäglicher Motive und ihrer gleichzeitigen Erhöhung. In meinen Bildern steht oft Reduktion bis zur Flächigkeit neben räumlichen Passagen. — An Sigmar Polke beeindruckt mich seine Vielseitigkeit. — Edward Hopper: Auch hier die Reduzierung des Dargestellten auf das Wesentliche und seine besondere Sicht auf die amerikanische Lebenswelt fast als Filmkulisse.“ Katz — Polke — Hopper bilden eine aussergewöhnliche Kombination und Inspirationsbasis. Wichtig ist, dass sich Bezüge zu Gisela Ruth aufgebaut haben, die nicht einfach nur formal gestalterischen Aspekten folgen, sondern das Wesen dieser exponierten Menschen versteht und im Rahmen des eigenen Schaffens neu interpretiert.

 

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Detail aus dem Gemälde von Gisela Huth „Havanna“ von 2015, das eine neue Sichtweise liefert, indem das Alte im Spiegel der Moderne erscheint. Foto: Andreas Weber.

 

Und auf meine Frage „Wie nehmen Sie das aktuelle Kunstgeschehen um Sie herum wahr? Wie wichtig ist die Auseinandersetzung mit KollegInnen und vor allem mit dem Publikum?“ antwortete Gisela Ruth: „Ich nehme das aktuelle Kunstgeschehen heute als sehr lebendig und so vielfältig wahr, wie noch nie, bei den Stilen wie auch den verwendeten Mitteln, ohne dass es eine bestimmte Stilrichtung gibt. ‚Everything goes‘  führt heute zu einem enorm erweiterten Kunstbegriff auch unter Einbeziehung der aktuell möglichen technischen Mittel, wobei Malerei sich trotz aller Möglichkeiten m. E.  gut behaupten kann. Mich im Kunstbetrieb zu bewegen (Galerien, Messen, Ausstellungen, Kunstvereine, Künstlerbücher, Vorlesungen an der Uni Mainz zu aktueller Kunst in Amerika und im nächsten Semester zu aktueller Kunst in China) macht mir großen Spaß und ist für mich eine Bereicherung. Hierbei neue Kontakte zu knüpfen, gute Gespräche zu führen, Erhellendes zu erfahren oder durch Widerspruch des Gesprächspartners mein Denken neu zu formieren — all dies bringt mich künstlerisch weiter.  Für mich ist es wichtig zu erfahren, ob meine Bilder für sich sprechen, ob ein Dialog mit Betrachter und meinen Bildern stattfindet. Daher suche ich das Gespräch mit dem Publikum (was mir nicht immer leicht fällt, da ich eigentlich mehr zurückhaltend bin).“

Meine Damen und Herren, sie bemerken, es äußert sich eine Künstlerin, die nicht nur hochtalentiert sehenswerte und sammlungswürdige Bildwerke erschaffen kann; hier teilt sich auch mit Worten eine Persönlichkeit mit, offen, mit hellwachem Verstand, die sich durch ihre Sinneswahrnehmung und in der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ständig weiterentwickelt. Vermutlich liefert im besten Sinne Neugierde, oder besser: Entdeckungsgeist, einen starken Antrieb. Vor allem für das „hier und anderswo“. Die ausgestellten Werke (fast 20 an der Zahl, die meisten aus den letzten drei Jahren) sind der beste Beleg. Wer schon Gelegenheit hatte, sich umzuschauen, stellt fest, dass hier im Bodenheimer Rathaus visuelle Impressionen ganz unterschiedlicher Art repräsentiert sind. Aus dem „hier und anderswo“. Siehe: „Havanna“, von 2015, das eine neue Sichtweise liefert, indem das Alte im Spiegel der Moderne erscheint. Oder das grandiose Landschaftsbild „Spitzbergen“ von 2016, also jüngst erst entstanden, ein meisterhaftes Werk, das sich aus den Zacken der zerfurchten Berge und den in Gelb, Orange, Rot und Blauschwarz gehaltenen Horizontalen formt, wobei die Grenze zwischen Land und Wasser aufgehoben wird; das Gemälde grenzt sich stilistisch deutlich ab von anderen Gemälden. Gisela Roth versteht es, sich treu zu bleiben und trotz allem für ihre Themen jeweils spezifische Akzente in der Darstellung zu finden. — Dies ist eine ganz eigene Sicht auf einen Ort mit extremer Lage, die uns Menschen bisweilen eher lebensfeindlich vorkommen mag. — Gleichzeit gilt Spitzbergen aber als „sicherster Ort der Welt“.

 

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Freude über eine sehr gelungene Eröffnung: Petra Schippers, Gisela Ruth, Andreas Weber (v.l.n.r.). Foto: Armin Ruth, Bodenheim

 

Lebensmomente werden erfasst, zum Beispiel durch die Acrylgemälde „Stillstand“ von 2015, „Mit Kerze“ und „Frühstück“, beide von 2016. In diesen Werken kommt Gisela Ruth dem Geist von Edward Hopper sehr nahe. Vereinzelt erscheinen Menschen in einer glatt und kühl wirkenden urbanen Umgebung. Spiegelungen spielen eine grosse Rolle. Ebenso wie bei dem Gemälde „Angekommen“ von 2013, das den Moment erfasst, indem eine weibliche Gestalt aus dem U-Bahnzug aussteigt, eine andere, nicht näher identifizierbare gerade verschwindet. Der Bildtitel ist wie bei allen der ausgestellten Werke knapp gefasst. Präzision gehört zum künstlerischen Geschick der Gisela Ruth. Doch bei „Angekommen“ gibt es ein Momentum der Irritation: Der Bahnsteig kann nicht das Ziel der Ankommenden sein, sondern nur eine Zwischenstation. Unklar bleibt, wohin die Reise, der Weg tatsächlich führt. —Das „hier und anderswo“ kann man erspüren, auf eine „transitorische“ Art und Weise.

Diese einfühlsamen malerischen Momentaufnahmen haben einen Hauch von Melancholie, der aber zugleich durch die Farbgebung kompensiert wird: Dominierend sind Blautöne. Experten für die Symbolik von Farben charakterisieren das Blau wie folgt:

  • Blau gilt als tiefgründige Farbe und schafft eine ruhige, entspannte und stabilisierende Atmosphäre.
  • Blau wird mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Friedfertigkeit, Zufriedenheit, Heiterkeit, Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Frieden und Freundschaft. 
  • Blau ist die Farbe des Vertrauens und der Verläßlichkeit, die Farbe der Intuition und Kommunikation, Ganzheitlichkeit und Verbundenheit, Passivität.
  • Blau ist die Farbe der Ferne, der Weite und der Unendlichkeit: Als Farbe des Himmels steht Blau auch für Ewigkeit und Wahrheit. Helle Blautöne vergrößern Räume und haben eine frische, kühle Wirkung.
  • Blau ist auch die Farbe, die auf Fotos oder Bildern den stärksten Perspektiveffekt erzeugen kann.

Der Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci hatte dies als Erster erkannt und seine „Sfumato“ genannte Technik perfektioniert, um naturwissenschaftliche Erkenntnisse malerisch umzusetzen: In der perspektivischen Weitläufigkeit löst sich die Sicht in einen bläulich werden Dunst auf.

Blau ist zudem die Farbe des gespiegelten Wassers, der Stille und Entspannung. Dies wird in Bildmotiven von Gisela Ruth erfahrbar, die das Wasser in unterschiedlichen Zusammenhängen bis hin zu reinen Naturszenen zeigen: „Pool“ von 2007, „Spiegelungen I – IV“ von 2008, „Am Brunnen“ von 2014, „Im Wasser“ von 2014, „Leitgraben“ von 2016, und ganz besonders „Boot am Altrhein“ von 2010 sowie „Im Gespräch“ von 2016 (eine Uferszene mit zwei in sich versunkenen Spaziergängern) strahlen durch die Spiegelungen, zumeist in leichten Wellen oder aufgelöst durch Reflexionen sich spiegelnder Motive wie Bäume, eine ganz besondere Atmosphäre aus.

 

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Detail aus Gemälde von Gisela Ruth „Im Wasser I“, 2014, Acryl auf Leinwand, Format 50 x 70 Zentimeter

 

Gisela Ruth gelingt es, die Symbolkraft des Blau durch ihre besondere Darstellungsweise der Sujets inhaltlich zu verstärken. Der Betrachter, jedenfalls ergeht es mir so, wird in Gisela Ruths Bildwelten förmlich „barrierefrei“ hineingezogen und gleichzeitig auf Abstand gehalten, um über das, was er/sie erlebt, nachzudenken. 

In der Reihe der Exponate gibt es drei „Ausreißer“, wenn ich das so sagen darf. Zum einen das mit 70 auf 100 cm grossformatige Acrylgemälde „Schattenspiel“ von 2014. Wir sehen eine blonde Frau im Linksprofil, mit geneigtem Kopf und aufgesetztem Arm. Neben ihr erscheint ein Schattenriss, wobei unklar bleibt, ob dies ihr eigener Schatten oder der einer Betrachterin ist, die Frontal quasi ausserhalb des Gemäldes steht. Die Darstellung ist plakativ, fast perspektivlos, mit einer reduzierten Farbigkeit und Akzentuierungen — beinahe dem Prinzip der Valeurmalerei folgend und doch anders: Helldunkelkontraste und feinste Tonwert-Abstufungen innerhalb einer Farbgruppe verbinden die Szenerie mit der psychologischen Befindlichkeit der dargestellten Frau. Je länger man das Gemälde betrachtet, um so deutlicher wird der Drang, dass der Schattenriss so etwas wie die Seele oder der Geist sein könnte, der die Frau verlässt, sich als Teil von ihr separiert. Gisela Ruth schafft es, dass all dies nicht als Bedrohung wirkt, sondern nachdenklich macht, neugierig darauf, sich einzulesen in dieses besondere Motiv. Kunsthistorisch ließen sich eine Reihe von Darstellungen anführen, die in sich versunkene Frauen — meist aus der Mythologie – zeigen; allen voran die Seelenbilder durch Anselm Feuerbachs Iphigenie-Darstellungen. Direkte Parallelen ziehen zu wollen, ist aber meiner Ansicht nach wenig zielführend; es ergeben sich für mich zu viele Abweichungen. Zumal die Darstellungen Gisela Ruths stets im Hier und Jetzt, „hier und anderswo“, verhaftet sind.

Beachtenswert sind zum anderen die beiden kleinformatigen Collagen „Metamorphose“ von 2012 und „Hier ist Leben“ von 2013. Ersteres ist, wie Gisela Ruth sagt, die Umsetzung von Ovids „Apollo und Daphne“ und somit die Geschichte von der Liebe eines Gottes zu einer Nymphe und ihrer Verwandlung in einen Lorbeerbaum. Die zweite Collage versteht sich als Familiengeschichte mit vielen Elementen und persönlichen Ansichten aus der Historie der eigenen Familie. Elemente sind zu entdecken, die in der eingangs beschriebenen, Rheinhessen gewidmeten Collage „Land am Fluss.Zeitreise“ später wieder Verwendung gefunden haben.

Übrigens: Der Begriff Collage leitet sich vom französischen „coller“ — leimen kleben — sowie „colle“ (Leim) ab. Er kennzeichnet eine künstlerische Technik ebenso wie das Kunstwerk an sich. Im Kubismus sprach man daher von „Papier collé“. Verwendet werden beispielsweise Zeitungsausschnitte, Bänder, farbige Papierstücke, Fotografien, die auf einen festen Untergrund (Papier oder Karton) oder Leinwand geleimt und auch übermalt wurden. Im wesentlichen gibt es drei Arten: Collage in Verbindung mit grafischen Elementen; Collage mit Fotocollagetechnik; Collage als „Erinnerung“ mit Fotos, Briefen, Dokumentenauszügen und sonstigen Texten. Das Collage-Prinzip übertrug man auch auf andere Kunstgattungen, zum Beispiel auf die Musik/Akustische Kunst (Klang-, Ton- oder Musikcollagen, auch „Sampling (Musik)“), auf die Literatur und den Film. Eine Übertragung der Collage-Technik auf dreidimensionale Objekte findet in der Assemblage statt.

„Hier und anderswo“. Der Ausstellungstitel fasst in der Reflexion von seit 2006 rund einem dutzend Ausstellungen/Beteiligungen in der ganzen Region bis hin nach Wiesbaden als Leitbegriff zusammen, was für Gisela Ruth ihre eigene, künstlerische Programmatik kennzeichnet; „hier und anderswo“ bildet sozusagen die als Ausstellung inszenierte Collage ihrer künstlerischen Arbeit. Sie hat die Ausstellung gründlich und akribisch vorbereitet. In der Auswahl bestehender Arbeiten und im Schaffen von sechs neuen Werken eigens für die Ausstellung. In chronologischer Folge sind dies: „Im Gespräch“, „Leitgraben“, „Frühstück“, „Mit Kerze“, „Spitzbergen“ und „Land am Fluss.Zeitreise“.

 

Ein seltenes Erlebnis: Ausstellungsbesucher scheinen mit den Bildwelten der Künstlerin zu verschmelzen. Fotos: Andreas Weber.

 

Gisela Ruth gibt dazu selbst in schriftlicher Form Auskunft. Das wichtigste möchte ich zum Schluss meiner Einführungsrede zusammenfassen.

Zunächst darf ich Gisela Ruth zu ihrer Arbeitsweise zitieren: 

„Inspiration finde ich in weitgehend eigenen Fotografien zufällig vorgefundener Motive, mit denen ein flüchtiger Augenblick festgehalten wird, den ich dann künstlerisch durch Aneignung, durch Ausschnitte und Fragmente dieser schon vorhandenen Bildwelten umsetze und somit durch Veränderung der Eindrücke in das Medium Malerei transferiere, gelöst von der direkten Verbindung zur Vorlage.“

„Das lebendige Spiel des Elements ‚Wasser‘ und nicht nur die oft überraschenden Reflexionen der Umgebung auf der Wasseroberfläche sind für mich ein Quell an Impulsen.“

Zum Malprozess äußert sie:

„In einem mehrschichtigen Bildauftrag ergeben sich in tatsächlichen und fiktiven Ebenen Irritationen des Sichtfeldes und verwirrende Bildräume, energieaufgeladene Innenansichten, rätselhaft und von suggestiver Kraft. Die malerisch vorgetäuschten Spiegelungen geben den Blick auf die hinter und vor den Glasflächen liegenden Räume frei, die den Bildern eine überraschende und verwirrende Tiefendimension verleihen. Es finden sich gebrochenen Blicke in meinen Bildern oder ich spiele mit dem Verhältnis von Innen und Außen oder auch Zeit und Raum.“

Und zum Ausstellungsprojekt äußert sich Gisela Ruht wie folgt:

„Der Titel ‚hier und anderswo‘ ist auf zweifache Weise zu verstehen: Einerseits bezieht er sich auf verschiedene Aufenthaltsorte, das „Hier“ in Deutschland, in Rheinhessen; das „Anderswo“ in zum Beispiel Kuba oder Spitzbergen; aber auch umgekehrt: Man befindet sich im Ausland, aber das Zuhause begleitet die inneren Prozesse und prägt damit die Erfahrungen, die man auf einer Reise macht. Gleichzeitig sind damit auch verschiedene andere Dimensionen gemeint: Für das „Hier“ das Nahe oder Vertraute und das „Anderswo“ das Fremde; oder für das „Hier“ das Davor und das „Anderswo“ das Dahinter, das Reale oder Irreale gerade bei den Spiegelungen und Reflexionen.

Was ist „echt“, was sind Spiegelungen? Das ist nicht immer leicht zu beantworten. Der Betrachter wird mitunter verwirrt. (…)  Geometrien werden verkehrt, Dimensionen verändert, Perspektiven ausgedehnt und somit erweitert sich das Dargestellte nicht nur bildlich, sondern auch inhaltlich. (…)

Auch das bedeutet der Titel der Ausstellung: Das Wechselspiel zwischen der [Inspirationsquelle] Fotografie (hier und außen) und dem Malprozess mit seinen Ideen und Gefühlen (anderswo und innen). (…)

Und als Resümee formuliert Gisela Ruth:

„Mich interessiert das allmähliche Malen eines Bildes, Schicht um Schicht, das die Möglichkeit der Überraschung in sich birgt: Die Entdeckung des Zufalls, das Erfinden einer Art und Weise mit einer neuen Malschicht Licht, Tiefe, Raum, Struktur zu bilden, etwas ins Blickfeld zu rücken z. B. durch Schärfe, Kontrastierung oder Reduktion oder etwas verschwinden zu lassen durch Farbangleichung und anderes.“

Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass wir heute gemeinsam die Eröffnung einer außergewöhnlichen Ausstellung mit erstklassigen, subtil und gefühlvoll inszenierten Bildwerken erleben dürfen. Dank an die Organisatoren und Gastgeber, aber vor allem an Sie alle für Ihr Kommen und das Interesse an Kunst und Kultur, das wir mit der Künstlerin Gisela Ruth teilen. „Hier und anderswo!“

 

Gisela Ruth  „Hier und anderswo. Malerei und Collage“ — Die Eröffnung am 23. September 2016 in Bodenheim als Film im Magazinformat!  Fotos/Animation: Andreas Weber

 

 

 

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Graphic Repro On-line News Review to Friday 16 September 2016

Welcome to another roundup of 27 news articles posted during the past week, plus one new addition to Online Features from KBA in Nuremberg, with a new long perfector with coating and nine inking units at L/M/B Louko, which scooped this year’s ‘Top Innovator of 2016’ award in Germany.

Then we have Laurel Brunner back with her latest Verdigris environmental Blog, which this week looks at Plastic Dreams. Following which is Nessan Cleary’s very latest Wild Format Technology Guide which explains the basics of the printhead – the heart of an inkjet printer and directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. This is the ninth article in this new series from by Laurel Brunner, Nessan Cleary, Sonja Angere and Paul Lindström at Digital Dots. All of which can be downloaded as PDFs, with almost 40 still to follow over the coming ten months or so.
On Monday we also announced the first in a new series from Andreas Weber at ValuePublishing entitled ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up Scotty’. The article is an overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with Muchcommunication.
Our news this week again comprises a completely mixed bag. We have tried to carry all of the current and imminent show-related articles for you which include announcements regarding Photokina in Cologne; from Labelexpo Americas and SGIA Expo which took place last week you will find announcements from EFI, Cerm, Ultimate, Durst, HP, Agfa, Presstek and Xeikon; then we have the agenda for the Inkjet Conference 2016 taking place in Neuss from 4 – 6 October; followed by ProImage, Scodix, KBA, Goss and Presstek at Graph Expo 2016, which opens this coming weekend.
Leading the news on Tuesday: Esko announced more than 120 free online training sessions to be available in a choice of five languages to help Esko’s global customers get the most out of their new software. You’ll find all the details in the article below with links to be able to register.
News leaders this week included Wallpaper Magazine with HP Indigo on Monday teaming up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month. On Wednesday we had HP Inc announce its acquisition of Samsung’s Printer Business, with the aim of disrupting the copier segment by reinventing and replacing service-intensive copiers with superior multifunction printing technology.
Recent sales and installations successes began on Monday with Manroland Sheetfed at Dongguan Xincai Packaging in China; Tuesday saw Heidelberg at Newnorth Print in the UK with the very latest Stahlfolder KH 82 combination model with Palamides delivery; then Esko in Brazil with the milestone 3000th CDI – a CDI Spark 5080 for trade house Clicheria Blumenau – its fifth Esko CDI.
Among the various articles you will find quite a bit of new kit, including EFI with an enhanced Jetrion for labels; Mimaki with new wide-format inkjet direct sublimation for textiles, combining printing and heating for colour fixation into a single footprint; also HP with a new Latex Printer series at SGIA on Friday.


My tailender for the week from Tuesday’s headlines is the Blog Post relating to the K-Show (the world’s number one event for plastics and rubber) from 19 – 26 October in Düsseldorf: by Chris Winczewski at X-Rite Pantone. Not exactly printing as such, but extremely interesting and related – since X-Rite and Pantone and colour control are so closely related to our own industry, and the K-Show is becoming more relevant as production boundaries become blurred in our fast changing world.


That’s it until next time. 

My best regards, 

Mike Hilton

Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 12 September…   
Wallpaper* and HP customise commemorative posters
HP Indigo and Wallpaper* magazine team up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month…

ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up, Scotty!’
This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert…

Sawgrass: The Art of Sublimation at Photokina 2016
Sawgrass will showcase its full portfolio of sublimation solutions from 20 to 25 September 2016 in Cologne…

Contact Originators is now a Flint FlexoExpert in the UK
Based in Bredbury, Stockport, the beta customer has successfully passed through the FlexoExpert certification programme…

Dongguan Xincai Packaging adds 10-colour Roland 700
Forward-thinking Dongguan Xincai Packaging in China puts its faith in the Roland 700 with coating, UV and InlineFoiler…

Tue 13 September…   
Esko launches global series of free training Webinars
More than 120 free online training sessions help Esko customers to get the most out of new software…

TheIJC 2016 in Neuss unveils extensive agenda
With just over two weeks to go, the The Inkjet Conference confirms the most involving agenda in the event’s history…

Bespoke training course for apprentice ink technician
Gilmour and Dean Limited work with Attain Training in the UK to expand and invest through apprenticeships…

Newnorth Print adds automated Stahlfolder KH 82
Newnorth increases its B1 folding capacity with combination model with Palamides Alpha 500hd delivery…

Mimaki’s new direct sublimation printer for textiles
The Tx500P-3200DS wide-format solution combines printing and heating for colour fixation into a single footprint…

Wed 14 September…   
HP to acquire Samsung’s Printer Business
Aim is to disrupt copier segment, and to reinvent and replace service-intensive copiers with superior multifunction printing technology…

EFI unveils latest Jetrion 4950LXe LED inkjet and ERP
EFI debuts enhanced Jetrion label inkjet production and ERP Workflow innovations at Labelexpo Americas in Rosemont…

Cerm at Labelexpo Americas 2016
Inspiration and Collaboration will be a central theme for Cerm at Labelexpo Americas in Rosemont, from 13 – 15 September…

Ultimate TechnoGraphics brings AutoNesting to SGIA
Ultimate TechnoGraphics to showcase Impostrip’s latest AutoNesting in Las Vegas from 14 – 16 September 2016…

ProImage to launch latest workflow at Graph Expo 2016
ProImage has announced the launch of its new generation of newspaper production workflow: NewsWay-X…

Thu 15 September…  

Esko’s 3000th CDI to Clicheria Blumenau in Brazil
The CDI Spark 5080 and software solutions package, and its fifth CDI, supports the leading trade shop’s plate production…

Durst uses Labelexpo to push its label capabilities
Durst uses Labelexpo Americas to announce important steps forward in the capabilities of its label products…

EFI Armor UVF clear coat on display at SGIA Expo
EFI non-yellowing Armor clear coat extends Avery Dennison textured wall films durability to five years…

X-Rite Pantone: Plastics focus for K-Show 2016
Blog Post relating to the K-Show 19 – 26 October: By Chris Winczewski, corporate strategy and innovation exec at X-Rite Pantone…

KBA’s new VariJET 106 sheetfed hybrid Powered by Xerox
New modular hybrid press for folding cartons integrates KBA Rapida platform with Xerox inkjet technology: intro at Graph Expo…

Fri 16 September…   
Scodix drupa success to flow into Graph Expo 2016
Coming off drupa, where Scodix sold over 150 presses, adoption of Scodix digital enhancement is in full swing worldwide…

Goss International and Presstek at Graph Expo 2016
Goss, Presstek and Contiweb to showcase their latest product innovations and partnership success…

Agfa outshines competition in UV flatbed and hybrid
Agfa Graphics wins three Product of the Year awards for inkjet technology for second year in a row at SGIA Expo 2016…

HP unveiled its new Latex 300 Printer series at SGIA
New HP Latex 315, 335 and 365 printers help customers gain affordable access to more application opportunities…

EFI at the 2016 SGIA Expo in Las Vegas this week
A complete portfolio and new market opportunities highlight EFI’s mission and passion to fuel customer success…

Xeikon Laser Die-cut Unit at Labelexpo Americas
Self-adhesive label converting affordable as short runs made easy with Xeikon Laser Die-cut Unit (LDU)…

Presstek Zahara plates at Labelexpo Americas
Codimag demonstrated the benefits of chemistry-free, waterless offset live with Presstek’s Zahara plates…

Last lead articles from Friday in previous update… 

AVT and HP Indigo at Labelexpo Americas 2016
Visitors will be able to see advanced integration between AVT and the HP Indigo 8000 and 20000 digital presses…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2020 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
Only 35 so far this year, with well over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years in our Archives.

Downloads 2016 Chapter 01

Previous…   
Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Online Features Sep/Oct Chapter 07

L/M/B Louko in Nuremberg adds long KBA Rapida 106
Print industry’s top innovator invests in KBA Rapida 106 with nine inking units, perfecting and coater…

Previous…   
First Swing sponsored by Canon South Africa
The benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, showcased in action at Zwartkop Country Club…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Plastic Dreams
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 16 Sep

Previous…   
Standards for Sustainability
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 Aug

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first four can be found in this special section on the Website, listed in the Index on the Home Page. All have PDFs for downloading.

Latest No 9… The basics of printheads
In many respects the printhead is the heart of an inkjet printer, directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. By Nessan Cleary

5… Where Do You Start your Wild Format Project?
The range of what’s possible with digital inkjet technology just keeps on growing. There are so many production options to choose from… By Laurel Brunner

6… Wide format Inkjet Basics
Wide format printing has grown at an astronomical rate over the past decade, mainly because it can cope with a growing range of applications. By Nessan Cleary

7… To Judge a Book by Its Cover
Despite the old proverb, humans are prone to judge their fellow man by first impressions, so appearances are important. By Sonja Angerer

8… Workflow Basics for Wide Format Projects
While the creative part of a printing project involving wide, or very, very wide-format production should be unrestrained and ‘wild’ (allowing yourself to think out-of-the-box). By Paul Lindström

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Most recent…   
Let your imagination fly at FESPA Eurasia 2016
Speciality print exhibition returns to the CNR Expo in Istanbul, Turkey for the fourth year in December…

Exhibitors present latest technologies at FESPA Mexico
New products and technologies for wide-format, digital and screen print, garment decoration, signage, software and consumables…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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One of the top exhibitors: Leonhard Kurz at Luxe Pack in Monaco from 21 – 23 September

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 09 September 2016

Welcome to another roundup of news articles posted during the past week. You will find quite a nice selection below, including upcoming appearances at various events led by Leonhard Kurz at Luxe Pack in Monaco from 21 – 23 September (on Monday); Sun Chemical at K 2016 in Düsseldorf from 19 – 26 September (Tuesday); Toray at WAN-IFRA’s World Publishing Expo in Vienna from 10 – 12 October; EFI at Graph Expo in Orlando from 24 – 26 September; and then Industrial Inkjet (Konica Minolta) at Labelexpo Americas in Rosemont from 13 – 16 September (all on Wednesday). Then we have Fujifilm at InPrint 2016 in Milan, from 15 – 17 November; and Spandex at the Print Show from 11 – 13 October at the NEC, Birmingham (on Thursday); and finally AVT and HP Indigo with advanced integration to be shown live for the first time at Labelexpo Americas 2016 (leading the news on Friday).

One article in Online Features not to be missed this week came from Canon South Africa, highlighting the benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, and showcased in action at the Zwartkop Country Club near Pretoria. Please don’t skip it. The four latest Wild Format Technology Guides are also complete, with links below. A key software announcement this week from Esko on Monday, with a new clean-sheet design of ArtPro+ which brings fresh innovation to packaging design and prepress with its native PDF editor. On Thursday you will find the latest additions to the new high performance Select flatbed inkjet series from Fujifilm; while on Friday, FFEI introduces both an extended colour gamut and linerless label production for its hybrid Graphium press, enabling converters to address new sectors digitally.


Of particular interest on an environmental note this week on Wednesday, is Brunel Print which claims to be the first UK printer to make all its production carbon neutral without customers incurring a charge for it. This article is by Gareth Ward at the Print Business. I thought those with an environmental interest ought to see it. This was followed by UPM and leading the news on Thursday, as it retains its industry leader position in the Dow Jones Sustainability Europe Index for the fifth time in a row. Major sales and installations this week began on Tuesday with Sexton Printing, which expects a 40 per cent increase in productivity with its new Speedmaster XL 75-5+L from Heidelberg; from Healeys, as it meets increased demand for A4 property brochures with an investment in a Horizon landscape bookletmaker; and from York Repro-Graphic as it turns to Asahi’s AWP flexographic plates for fixed colour palette printing – all three are based in the UK. On Wednesday, KBA North America announced a flood of orders and installations for East Coast printing companies; while on Friday to finish the week in style, Fine Print UK is taking the LE-UV route with its latest £1m high-specification Speedmaster XL 75-5 LE-UV investment; while Rotolito Lombarda group has expanded its digital production capabilities with a new HP Indigo 12000 Digital Press in Milan, Italy; KBA announced a large-format Rapida 164 with coater and triple delivery extensi on for Printcenter Eesti in Maardu, Estonia; and lastly: Kase Printing in North America is set to install an automated Stahlfolder TH 82 6/6/4 (debuted at drupa) to complement its two existing Heidelberg Speedmaster XL 105 presses. There’s a lot more if you scroll down carefully including what SPGPrints is doing in Kufstein, Austria; but as my tailender for this week: Xeikon announced on Friday that it has promoted Filip Weymans who previously served as director segment marketing Labels & Packaging, to vice president marketing at Xeikon. Congratulations Filip on a nice reward for all the effort and hard work.

That’s it until next time.

My best regards,

Mike Hilton

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Don’t miss to read “Transformation — “Beam me up, Scotty”  by Andreas Weber. A brillant and inspiring ValueTrendAnalysis report.


Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 05 September…   
Leonhard Kurz at Luxe Pack Monaco 2016
Packaging trends and a host of ideas for current and future product finishing innovations, 21 – 23 September…

Esko’s completely redesigned ArtPro+ improves productivity
Esko’s new clean-sheet design ArtPro+ brings innovation to packaging design and prepress with native PDF editor…

EFI announces new DFE for Konica Minolta
New EFI Fiery Digital Front End provides higher performance for Konica Minolta bizhub press 1052e and bizhub press 1250e/P…

Apex to provide anilox service to KBA Cortina users
KBA and Apex start cooperation for the reconditioning of anilox rollers for waterless Cortina web presses…

SPGPrints to boost manufacturing capacity in Kufstein
SPGPrints invests in manufacturing expansion in Kufstein, Austria for production of the Javelin textile printer…

Tue 06 September…   
Sun Chemical and Coates Screen Inks at K 2016
Sun Chemical to launch latest generation compliant ink at K 2016 from 19 – 26 October in Düsseldorf…

Manroland Web Systems hosts Mohn Media apprentices
35 apprentices from Mohn Media visited the production Manroland Web Systems’ site in Augsburg in August…

Sexton adds Speedmaster XL 75 with Prinect Inpress Control
Sexton Printing expects a 40 per cent increase in productivity with Speedmaster XL 75-5+L from Heidelberg…

Healeys creates new production landscape with Horizon
Increased demand for landscape A4 property brochures prompts Ipswich printers to invest in SPF-FC/200L bookletmaker…

YRG adopts Asahi water wash AWP flexographic plate
York Repro-Graphic Group in the UK turns to Asahi’s AWP flexographic plates for fixed colour palette printing…

Wed 07 September…   
Toray Industries at World Publishing Expo 2016
Toray to show new newspaper waterless offset printing plates, plate chemistry and processors in Vienna in October…

EFI leads the industry in the Must See ‘Ems awards
Eight Graph Expo awards again reflects EFI’s dedication to making customers more competitive and profitable…

Industrial Inkjet Limited at Labelexpo Americas 2016
Label customisation to take a quick step forward for IIJ at Labelexpo with world’s fastest UV inkjet print system…

Brunel makes Carbon Neutral the only way it prints
Brunel Print claims to be the first UK printer to make all its production carbon neutral without customers incurring a charge for it…

US East Coast explodes with new KBA press installations
Key print titans choose KBA for design, intelligent technology, automated solutions, and meticulous engineering…

Thu 08 September…  
UPM listed as the forest and paper industry leader
UPM retains the industry leader position in the Dow Jones Sustainability Europe Index for the fifth time in a row…

EFI appoints GSW South Africa for inkjet portfolio
EFI wide- and superwide-format printers now available from Graphix Supply World in South and Southern Africa and more…

Fujifilm Inkjet technologies at InPrint 2016 in Milan
Fujifilm to demonstrate extensive range of industrial inkjet applications at InPrint 2016, from 15 – 17 November…

Spandex to exhibit at the Print Show 2016
At the NEC in October, visitors will find a wide range of wide-format and sign making equipment and materials…

Fujifilm announces new Acuity Select HS 30 series
Latest addition to the new high performance Select flatbed inkjet series is yet another step up in performance and quality…

Fri 09 September…  
AVT and HP Indigo at Labelexpo Americas 2016
Visitors will be able to see advanced integration between AVT and the HP Indigo 8000 and 20000 digital presses…

Filip Weymans named Vice President Marketing at Xeikon
Xeikon has promoted Filip Weymans who previously served as director Segment Marketing Labels & Packaging…

FFEI Graphium hybrid: Enhanced media handling and finishing
FFEI’s extended colour gamut and linerless label production enables converters to address new sectors digitally…

Fine Print Services elects to go LE-UV with Heidelberg
Fine Print is taking the LE-UV route with its latest £1m high-specification Speedmaster XL 75-5 LE-UV investment…

New HP Indigo 12000 at Rotolito’s Nava Press in Milan
Rotolito Lombarda group has expanded its digital production capabilities with HP Indigo 12000 Digital Press…

Record export from Germany to Estonia for KBA
Rapida 164 with coater and triple delivery extension for Printcenter Eesti in Maardu, Estonia…

Kase to double production with new Stahlfolder TH 82
Kase Printing set to install automated Stahlfolder TH 82 6/6/4 to complement its two Heidelberg Speedmaster XL 105 presses…

Last lead articles from Friday in previous update… 

KBA North America at Graph Expo 2016
KBA to share its dynamic technology, Drupa introductions and new partnerships in Orlando this month…

Digital Information at Graph Expo 2016 in Orlando
Digital Info to launch InkZone Inline fully automated colour measurement and colour control for web offset from 25 to 28 September…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
There were again well over 70 last year, 90 in 2014, and over 90 in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2).

Downloads 2016 Chapter 01

Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Online Features Sep/Oct Chapter 07

First Swing sponsored by Canon South Africa
The benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, showcased in action at Zwartkop Country Club…

Online Features Jul/Aug Chapter 06

New installation for Druckerei Münch in Bayreuth
Further KBA Rapida 105 for the postcard and greetings card specialist in Bayreuth, upper Franconia, Germany…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Previous…   
Standards for Sustainability
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 Aug

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first four can be found in this special section on the Website, listed in the Index on the Home Page. All have PDFs for downloading.

5… Where Do You Start your Wild Format Project?
The range of what’s possible with digital inkjet technology just keeps on growing. There are so many production options to choose from… By Laurel Brunner

6… Wide format Inkjet Basics
Wide format printing has grown at an astronomical rate over the past decade, mainly because it can cope with a growing range of applications. By Nessan Cleary

7… To Judge a Book by Its Cover
Despite the old proverb, humans are prone to judge their fellow man by first impressions, so appearances are important. By Sonja Angerer

8… Workflow Basics for Wide Format Projects
While the creative part of a printing project involving wide, or very, very wide-format production should be unrestrained and ‘wild’ (allowing yourself to think out-of-the-box). By Paul Lindström

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Most recent…   
Let your imagination fly at FESPA Eurasia 2016
Speciality print exhibition returns to the CNR Expo in Istanbul, Turkey for the fourth year in December…

Exhibitors present latest technologies at FESPA Mexico
New products and technologies for wide-format, digital and screen print, garment decoration, signage, software and consumables…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2016,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

ValuePublishing Transformation 22082016.001

Roadmap to Transformation: The strategist, speaker, futurist, digital transformer Frank Diana hits the point by sharing his „Future“ scenario.  Source: https://frankdiana.net

 

By Andreas Weber, Head of Value

Click to access german version  |  Read as well the Webinar-Summary!

This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert platform @Muchcommunication. The topics revolve around the significance of the transformation of our thinking and behavior, the ways and means by which we live, communicate and do business. —The basis is the analysis and evaluation of around 100 validated, national and global sources of information that are continuously being assessed. More than 300 trade articles with background material, analyses, trend observances and assessments are currently available as resources in the compendium ValueTrendRadar.com.

Intro 

The desire to be able to make Captain Kirk’s legendary phrase “Beam me up, Scotty” in Star Trek a reality has existed for several decades. It stirs up the fascination of transforming one’s own self to get from A to B in real-time and exchange reality with another on the fly. The self is dematerialized, diffused and constructed again — deconstruct, reconstruct!

The initial question is:
Where do we stand today — where are we headed?

The answer: 
We must not let ourselves be led astray by pure technology euphoria. Let us first take a look back to the future!

 

In medias res

For more than a generation, “digitalization” has had a fulminant impact (regardless of how one may interpret the term!); our living environment and real life go hand in hand with fulminant structural changes at ever shorter intervals accompanied by an enormous increase in pressure, thanks to globalization. The daily deluge of countless appeals incites downright panic as we are made aware of the fact that change caused by digital technology is unstoppable. No stone is left unturned. There is no getting around ‘digital transformation’ — on every corner there stands a self-appointed prophet, or even worse, a know-it-all, who points out the scenarios of why what we do, generally speaking, is no longer possible for future success.

A closer look often reveals smokescreens, eyewash, ignorance based on arrogance and consummate dilettantism. New terms are constantly being hawked with hype and their meaning distorted: The world becomes a “digital world”, trade becomes “digital commerce”; media becomes “digital media”, marketing becomes “digital marketing”, transformation becomes “digital transformation”. Everyone needs a “digital strategy”. Added to that are ultimate verbal creations such as “customer obsession”, “pure business” and more.

The consequences: Every day there is virtually something new under the sun. This leads to an exponentially growing confusion that creates more uncertainty than perspective, spurring the know-it-all prophet on to even more ‘good’ deeds… Phew! A vicious circle. For here — figuratively speaking — gasoline is being used to put out the fire.

How can you escape the confusion? Very easily – by thinking about it in peace and quiet and in reflective practice. Steve Jobs led the way when, after years in the diaspora, he introduced the Apple “Think Different” philosophy in the fall of 1997, with the transformation irreversibly changing not only the ailing Apple concern at the time, but also that of the world of IT, of computing, of music, of telecommunications, of movies, of books, of e-learning and so much more with regard to ‘digital lifestyle’. During the preview, Jobs told his closest colleagues succinctly that the key was the return to the “core values” that existed from the beginning and consequently carrying them on. Success proved him right. A manifest, a master plan oriented to the past is what is always first needed to define new guidelines for decades to come. [See: Apple Confidential – Steve Jobs on “Think Different” – Internal Meeting Sept. 23, 1997. ]

 

Transformation begins in the head!

If one continues this line of thought in the context of change, the logical implication is: Transformation begins in the head. And if the mission is successful, it ends there again. This sweeps away all those who lead one to believe that salvation lies in the inexhaustible innovative power of the latest technology. That is a fallacy. Salvation lies in thinking based on a sound human understanding that recognizes fundamental needs and anticipates the new! But beware: The famous phrase “Mens sana in corpore sano” (“a sound mind in a sound body”), should not be considered here, especially as it is no longer taken in the original sense meant by the Roman poet and satirist Juvenal, who used it to criticize hypocritical piety and dancing around the golden calf. 

“If you want to go forward, you first have to go back to the roots!”

Recourse to Roman Antiquity is not out of place in our context. The Latin verb “transformare” means in essence “reform, reconfigure, alter”. That was the focus in ancient Rome; transformation was part of the genetic code of an empire to create not only expansion, but first and foremost culturally uniform value systems and keep them alive over the centuries — or even make them useful for us people of today.

INFO TIP:  Collaborative Research Centre 644 Transformations of Antiquity of the Humboldt University of Berlin, http://www.sfb-antike.de and http://www.hsozkult.de/event/id/termine-31084 .

“Reform, reconfigure, alter” was ultimately the impetus for constituting the United States of America of 1776. Europe as the “mother” of Enlightenment was not in the position then or even generations later to pursue its own awareness. Those who were interested in freedom, independence, human rights, progress and securing one’s livelihood had to emigrate. Transformation was thus inherent in the USA, shaping the creation and culture of a nation, of a free society as well as that of a dynamic economic area; this continues unabated today.

In American English usage, transformation was given an extended meaning: Going back to the early 15th century, it followed the late Middle English “change of shape”, to be augmented in modern times by synonyms such as conversion, metamorphosis, renewal, revolution, shift, changeover, flip-flop, switch, transfiguration, etc. This provoked a special type of transformation that consciously accepts collateral damage, as well as a return to “great minds” such as Johannes Gutenberg, who was chosen Man of the Millennium by the business elite in the USA in 2000. (See Theo Mortimer: The Man of the Millennium, Dublin Historical Record, 2003 https://www.jstor.org/stable/30101421?seq=1#page_scan_tab_contents

Silicon Valley forward thinker Jeff Jarvis dedicated a book worth reading to him: Gutenberg — The Geek. Core message: “According to Jarvis, Johannes Gutenberg, the patron saint of entrepreneurs, would not only approve, but find himself right at home in Silicon Valley today.”

Recently, especially in China since the 1990s, it has been seen how a society and its culture of thousands of years is transforming at breakneck speed, independently of political liberalism. At the center are economic developments arising from growing expertise and broadening communication skills with unique scale and multiplier effects.

If one compares the transformation effects in the USA und China with those in Europe, a strong imbalance becomes apparent as reflected in stock prices and the design of business model concepts. (See: Netzökonom/Dr. Holger Schmidt: Plattform-Index KW 33: Tencent, Baidu und Weibo legen kräftig zu  as well as: Digitale Plattformen – das zentrale Geschäftsmodell für Unternehmen).

 

Source: Dr. Holger Schmidt: Digitale Plattformen. slideshare presentation dated 20. April 2016. 

 

This imbalance is recognized by business leaders in Germany (like in many other countries), but without any suitable counteracting concepts made visible. (See loc. cit.: Digitale Transformation: Deutschlands Top-Manager sehen großen Nachholbedarf).

The main reason for this, apart from a deficit of topical expertise, is the different interpretation of the word meanings. Digitalization is seen as a technical phenomenon and thus a concern for techies. Transformation is evaluated in terms of the pipeline business model and optimization of the existing order – with fatal consequences. There is complete disregard for the fact that in doing so, the term transformation is replaced by its antonym: Stagnation.

This article will be continued with examples of transformation concepts destined to succeed or to fail.

 

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