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Valy Wahl (links), Kurator Andreas Koridass und Renate Ott im Dialog mit dem Publikum.

Von Andreas Weber

Eine fulminante  Ausstellungseröffnung im Rahmen eines Gottesdientes? Das hat es bis dato nur selten gegeben — und schon gar nicht so herausragend inszeniert und alle Teilnehmer nachhaltig inspiriert. Wir Dabeigewesenen sehen jetzt Kunst ganz anders, eingebunden in unseren Alltag, unser Innerstes und das schöpferische Miteinander.

Für mich daher Anlass, einen Bericht der besonderen Art zu erstellen. Ohne viele Worte. Mit ganz vielen Bildern und Video-Impressionen. Anknüpfend an die Vorankündigung hier im Blog.

Ich bin erfüllt mit übergroßem, herzlichen Dank an alle Beteiligten: Valy Wahl mit ihren malerischen Bildwesen, Renate Ott mit ihren Skulpturen; Pfarrerin Sabine Feucht-Münch für ihre herausragende Predigt und Einführung in die Ausstellung; Andreas Koridass für seine engagierte Kurator-Tätigkeit; dem Gospelchor ‚Sound connection‘ unter Leitung von Markus Brückner für seine mitreissenden Darbietungen. Und dem Publikum, der gemeinde für ihr hohes Interesse. — Summa summarum: ZWISCHEN hat den Blick für Menschlichkeit, Kultur, Glaube, Liebe, Hoffnung und vieles mehr erweitert. Gut so!


 

Valy Wahl hatte ad hoc, am Vorabend, weil sie nicht schlafen konnte, eine kurze, zündende und ergreifende Ansprache vorbereitet. Hier neben dem Video der Wortlaut.

„Ich lebe zwischen Wld und Wein.

Also zwischen dem wunderbaren, leider so kranken Wald der Pfalz und der fast gesunden Steppe Rheinhessens.

Zwischen Wald und Wein entstehen Bildwesen — Valy.

Zwischen dem Laub und den Baumstämmen der Buche flutet das Licht, das die Augen erfrischt.

Zwischen den Händen rieselt der rote Sand wie Zimt.

Die Farbe ROT begleitet mich von Kaiserslautern bis Mainz (Rote Teufel des 1. FCK bis zu Mainz 05…)

Jedoch zwischen dem Grün, mit seinen Tiefen des Waldes und dem Grün, mit seinen Höhen der sonnigen Weinstöcke, reifen Früchte der imaginären Kunst.

Zwischen Renate und mir entstehen mit und durch unsere unterschiedlichen Werke gedankliche Gemeinsamkeiten.

Das macht stark!


 

Kurzvideos

‘Chor-Probe’ (1)

 

‘Chor-Probe’ (2)

 

Einführung in die Ausstellung durch Pfarrerin Sabine Feucht-Münch

 


 

Bildimpressionen

 

 


 

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Valy Renate IMG_6799

Valy Wahl (links) und Renate Ott im Mainzer Eisenturm. Foto: Andreas Weber

 

Von Andreas Weber, Frankfurt am Main

Twilight Zone ist der Name einer herausragenden Kult-Sendung des US-TV. Die Anthologie-Fernsehserie der 1950er- und 1960er-Jahre mit Mystery- und Science-Fiction-Elementen sowie damals innovativem und wegweisendem Konzept, ist bis heute unerreicht. — Verblüffend: Der Künstler, der als Bühnenbildner visuell Regie führte, ist bis heute nicht bekannt. Ein Mysterium im doppelten Sinn. — Daran anknüpfend, aber das Thema auf eine andere Ebene transformierend, gelingt mit der Ausstellung „ZWISCHEN“ am 8. September 2019 in Mainz-Hechtsheim.

Die Künstlerinnen Valy Wahl und Renate Ott inszenieren ein Thema im besonderen Ambiente (dem Gemeindehaus der Evangelischen Kirche auf der Frankenhöhe in Mainz-Hechtsheim), um auf ihre Weise mit dem Publikum in den Dialog treten zu können. Dieser kann still, meditativ, kontemplativ oder auch diskussionsfreudig geführt werden.

Kurator Andreas Koridass merkt dazu an: „Wenn man zwei so renommierte Mainzer Künstlerinnen, wie Renate Ott und Valy Wahl, in einer Ausstellung zusammen bringen will und Arbeiten mit ihnen dafür auswählt, kann man nicht anders, als ein Thema zu setzen.

„ZWISCHEN“

Nicht zwischen zwei Stühlen und nicht zwischen den Fronten, aber zwischen zwei Positionen!

Eine Bildhauerin und eine Malerin zeigen ihr Können für uns in dieser Präsentation. Wir, die Betrachter, die Besucher können mit der Vorgabe des Titels nun hin und her springen und uns von Zwei- auf Drei-Dimensionalität, von bemalter Leinwand auf ein „starkes“ Material wie Bronze oder Beton konzentrieren.

Das bringt uns in eine Position – nicht „ZWISCHEN“, sondern jeweils vor den Arbeiten, die wir beurteilen und interpretieren.

Aber was uns besser gefällt und welche Arbeit uns mehr gibt – da müssen wir uns vielleicht doch wieder zwischen den Bildern und Plastiken entscheiden.“

 


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Infobox

Ausstellung mit Malerei (Valy Wahl) und Plastik (Renate Ott)

Besonderheit: Zuvor ab 11 Uhr Gottesdienst für Jung und Alt und „Alle dazwischen“ (die Kinderkirche findet parallel statt) zum 22. Jahrestag der Einweihung des evangelischen Gemeindehauses Frankenhöhe.

12.30 Uhr Ausstellungseröffnung

Die Veranstaltungen werden vom Gospelchor „Sound connection“ begleitet.

Öffnungszeiten: di. 17–19 h, mi. 10–12 h, so. 12–13 h und nach telefonischer Vereinbarung bis 22. September 2019

Evangelische Kirchengemeinde Hechtsheim · Bodenheimer Straße 58 · 55129 Mainz

Telefon: 06131 50 46 59

Email: pfrin.feucht-muench@ekg-hechtsheim.de


 

Intermezzo: Einsichten

Valy Wahl und Renate Ott kennen und schätzen sich seit langem. Es ist daher nicht ihre erste gemeinsame Ausstellung, wie Kunstkenner und -liebhaber in Rhein-Main wissen. Umso spannender, was uns nun dargeboten wird. Valy Wahl, die ihre Werke „Bildwesen“ nennt, kommentiert dies in ihrer wunderbar-einzigartigen Weise wie folgt.

„ZWISCHEN“ So wie: Zwischen den Stühlen. Zwischen Leben und Tod. Wir befinden uns zwischen Leben und Tod.

Ideen und Gedanken dazu liegen zwischen unseren Werken von Renate und mir. Ich hoffe es entsteht eine Kommunikation zwischen unseren Werken und Ihnen als Betrachter.

Der Ort der Kirche verbindet oder vermittelt zwischen Werk und Künstler und zwischen Werk und Betrachter.

Zwischen Menschen gibt es im Moment leider bedauernswerterweise genug Mauern und Grenzen und dazwischen ist Elend und Leid.

Das Wort „zwischen“ ist gleichermaßen positiv wie negativ besetzt. Jedoch zwischen mir und meinen Werken entwickelt sich beim Machen sehr viel Kreativität, die Manches vergessen lassen und deshalb auch Freude und Glück initiiert.

Die Hoffnung ist, dass diese Freude auch auf sie als Betrachter überspringt.

Was passiert zwischen mir, dem Werk, bzw. den Materialien (Papier als glattem Malgrund!) und zwischen der weißen Fläche und dem Farbauftrag und seinen entstehenden Formen? Da entsteht ein unaufhaltsamer Prozess der Gestaltung, zwischen Experiment und Gestalt.

Zwischen den Gefühlen des Unbewussten und dem leitenden Bewussten, entwickelt sich eine Kommunikation zwischen dem Nichts und der bildenden Wertigkeit.

Oft wird wild bewegt zwischen Entscheidung und Verwerfen spontan gehandelt. Ich möchte zwischen den inneren Welten und den äußerlichen Empfindlichkeiten spazieren gehen.

So entstehen Beziehungen zwischen konkreter Form und feinsinniger Struktur. Der Augenblick des Lichts transportiert die Idee.

Zwischen Emotion und Bewusstsein findet eine Balance statt, die entscheidende Bedeutung für die Wertigkeit des künstlerischen Schaffens hat. Das macht den Sinn eines Werkes aus.

Soweit Valy Wahl.

 


 

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Renate Ott äußert sich auf vier kurze Fragen, die ich ihr stellte wie folgt, fasst naturwissenschaftlich präzise und schnörkelos, aber aus tiefsten Herzen:

Lieber Andreas,

es freut mich sehr, dass Du für uns beide in Sachen „Ausstellung Hechtsheim“ so aktiv werden willst. Gerne will ich Dir die 4 Fragen so gut ich kann beantworten.

Wie haben wir uns kennen gelernt?

Auf drei Ebenen:

  • durch den Kunstverein Eisenturm
  • durch regelmäßigen Besuch von Vernissagen
  • durch eine gemeinsame Ausstellung im Atelier Layenhof bei den Offenen Ateliers.

Gemeinsames Ziel dieser Zusammenarbeit?

  • Intensivierung der eigenen Arbeit (stärkere Konturen, klarere Strukturen) durch Gegenüberstellung: Synergie-Effekt
  • Anstöße für eine intensivere Auseinandersetzung mit den jeweiligen Kunstwerken des anderen bis zur kritischen Konfrontation
  • Auswirkung auf den Betrachter: Vergleichen oder in Beziehung setzen verschiedener Kunstarten (Malerei .-.Plastik) – Verschiedene Vorgehensweisen auf den Inhalt des Kunstwerkes

Was ist meine Arbeit, worauf kommt es mir an?

Das Werk muss echt und authentisch sein (nicht nachgemacht). Es muss eine Aussage haben, die aber nicht mit der Wahrnehmung des Betrachters übereinstimmen muss. Form und Inhalt / Technik und Essenz müssen einander ergänzen und während des Schaffen zum Ausgleich gebracht werden (Wenn dabei am Ende etwas anderes herauskommt als am Anfang als Idee stand, ist das in Ordnung. Ein ständiges ‚Entbergen‘ eines Geheimnisses, das im individuellen Menschen liegt.

Thema „Zwischen“. Woher kommt der Titel?

Zunächst unmittelbar vom  Kirchenraum als Begegnungsstätte zwischen Himmel und Erde, zwischen Transzendenz und Immanenz Zwei Kunstarten zu präsentieren bedeutet: mit Geist und Verstand wandern

  • Zwischen Malerei und Plastik —  Beziehungen und Differenzen erkunden.
  • Zwischen zwei Ausdrucksformen ihre je eigene Aussagekraft ausloten
  • Zwischen Zweidimensionalität und Dreidimensionalität die Vorstellungskraft erweitern
  • Zwischen verschiedenen Inhalten wählen, die sich in beiden Kunstformen in ihrer Gegensätzlichkeit direkt oder indirekt offerieren (schön – hässlich; Grauen – Hoffen; Traum – Wirklichkeit; Konkretum – Vision…), aber dank des Geistes die Realität transformieren, die als Konstitutivum des Lebens verstanden werden kann.

 


 

Mein Fazit

Es sind Glücksmomente für uns alle, wenn Kunst in dieser Form präsentiert wird. So umfassend, so berührend, so nachhaltig. Und eben nicht nur als „Zwischen-Spiel“ oder gar als ‚Zwischen-Durch‘.

 


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NACHTRAG

Erste Video-Impressionen von Andreas Weber zur Eröffnung der Ausstellung “ZWISCHEN” am 8. September 2019 mit Skulpturen von Renate Ott und Bildwesen von mir. Und das im Kontext mit einem Kirchenraum der ganz besonderen Art. Vor tollem Publikum (jung und alt!), mit einer umwerfenden Predigt der Pfafferin Sabine Feucht-Münch und dem mitreissenden Gospelchor “Sound connection”. Danke auch an Andreas Koridass für seine erfolgreche Arbeit als Kurator.

 

 


 

By Andreas Weber, Internationale Senefelder-Stiftung ISS Advisory Board (inspired by the #Kolloquium)

What makes me excited about #Print? What is annoying?

+ Without the ‘old’ the present and the future would not be possible! The course for the information age was already set around 1800 (from print to chip / via Photolithography).

+ The unbroken fascination and the inexhaustible transformation potential.

+ The passion and creativity of those who understand how to create and thrive on print.

– The widespread failure to adequately depict and make public the print in public consciousness.

– The unimaginative and ignorant, blatant rigor of many manufacturers that supposedly offer innovation.

– A blatant lack of communication expertise that hinders thinking outside the box.


#ValueCheck: Bücher als Skulpturen — dazu der Schriftsteller Christoph Ransmayr: „Anselm Kiefer hat ein leidenschaftliches Verhältnis zu Büchern, besonders zur Literatur, und einige seiner beeindruckendsten Arbeiten etwa mit Ingeborg Bachmann oder Paul Celan verbunden. Seine bleierne Bibliothek schlägt wie nur wenige Werke der bildenden Kunst eine Brücke zu jenem Medium Buch, das uns auf fast magische Weise erlaubt, über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg in einer Art Gespräch miteinander verbunden zu bleiben.“ #Transformation


#Freitagsgedanken: Was begeistert mich an #Print? Was macht verdrießlich?

+ Ohne das ‚Alte‘ wäre das Heutige und Künftige gar nicht möglich! Die Weichen fürs Informationszeitalter wurden bereits um 1800 gestellt (vom Druck zum Chip).

+ Die ungebrochene Faszination und v. a. das unerschöpfliche Transformationspotential.

+ Die Leidenschaft und Kreativität derer, die Print gedeihlich zu gestalten verstehen und dadurch begeistern können.

– Das breite Versagen, Print im öffentlichen Bewusstsein adäquat darzustellen und erfahrbar zu machen.

– Die Fantasielosigkeit und ignorante, blasierte Rigorosität vieler Hersteller, die angeblich Innovationen bieten.

– Ein eklatanter Mangel an Kommunikations-Fachwissen, der behindert, über den Tellerrand zu blicken.

#Transformation

Wo nehme ich nur die #ZEIT her?

Gedanken von Andreas Weber, Head of Value, Gründer Das Kommunikationsparadies

Das Thema Zeit ist immer mit unserer eigenen Existenz verbunden.

Der allzu „Geschäftige“ wird verlieren, weil er sich als unsterblich empfindet. Ein schlimmer Irrtum.

Nur derjenige, der mit Muße und Umsicht agiert, ist Herr über sein Schicksal und agiert selbstbestimmt.

Muße findet, wer in Ruhe nachdenkt, kundig im Vergangenen ist und dadurch stressfrei seine Zukunft gestalten kann.

By Andreas Weber, Head of Value

You should keep the date 8 November 2017 in mind. Experts from around the globe joined the #Heideldruck #PackagingDays to get deep insights on how the packaging business makes progress to get transformed by innovation bizz concepts and digital print technologies. It’s all about the paradigmeshift from #massmarketing to masscustomization.

My take: It’s not a speculation anymore. It’s meanwhile a solide fact that modern print technologies like Heidelberg presented it take the lead to guide us in a sustainable way on the digital transformation journey. Driven by competency, creativity, relatedness and ‚German Mut’ we have new a solide basis to re-invent what we do. It’s amazing that such huge and fast growing markets like Label & Packaging were able to adopt print innovations in their sophisticated industrial environment on such a high level.

To make a long story short, I will share my real-time report via Twitter, a rich collection of quotes, comments, photos and video interviews produced in an authentic and unplugged manner during the event. It should give you the feeling like to have joined us in Wiesloch at the Heidelberg Print Media Center and at the MPS factory in Obersulm, Germany.

 


Note: For any reason there is probably a technical problem caused by WordPress. Some of the video thumbnails are shown upside down. But the videos should work properly if you click on it.


Prelude

A real world premiere commented by Andreas Weber.


Heidelberg CEO Rainer Hundsdörfer made clear that his company is the market leader in providing packaging print production solutions on a high-class quality & productivity level.

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In medias res

Steffen Schnizer, GM Sales at Multi Packaging Solutions MPS, Obersum/Germany, highlighted the excellent partnership with Heidelberg to make Primefire106 perfectly fitting to the needs of MPS customers demand.

Steffen Schnizel gave a special interview in German language as well. His key point: Packaging printing creates the highest demand regarding quality, color, productivity, reliability. At least Heidelberg could fulfill that now in the field of digital printing as well as in offset printing.


Heidelberg’s SVP Global Head of Digital Print Business Montserrat Peidro explains the relevance of digital print innovations for the market. Masscustomization is already the main topic to cover an increasing demand by brand owners! — (English version first, German version second).

 

NOTE: See as well the ValueDialog with Montserrat Peidro I published earlier this year. It‘s about the specific benefits of Primefire106 and the advantage of industrial digital printing.

 


Focus on technology

Heidelberg’s Board member Stephan Plenz shared great insights to identify the right technological needs and solutions. The secret: It’s not enough to have the right digital print engine … The Heart or better: the brain is Prinect — Heidelberg’s digital frontend system architecture which’s able to manage all kind of digital printing machines plus offset printing machines in once.

 

 


At a glance via Value@Twitter Moments

 


 

Read and share our ValueStorify as well to get access to all relevant Tweets

 

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#InfluenceB2B.001

By Andreas Weber, Head of Value
Analyst | Educator | Speaker | Influencer | Transformer

—German Version—

 

“Everything we need to know is right in front of our eyes!”

 

Over a period of around three decades I have been able to participate in over 550 national and international innovation projects, many of which I was responsible for myself. They always turned out well. For quite some time now, it has been apparent that innovation cannot be the goal, but rather a means to an end. Transformation is the goal. The logical consequence: Beyond Innovation. Transformation wanted — welcome #InfluenceB2B!

 


1. Keep moving!

First of all: I have — with a heavy heart — left Mainz, the city of Gutenberg, after spending around 30 years there. My new home is Frankfurt am Main: The financial metropolis with an ideal infrastructure, multi-cultural, cosmopolitan and innovative — in short, the city has a spirit that inspires.

Nevertheless: I will always remain connected to the values of Gutenberg’s Galaxy. Because despite all the negative talk, it’s more worthwhile than ever before to grapple with the world of print. Hardly any other other cultural technology, hardly any other sector that has penetrated our world so intensively and continuously, has held its ground so well over the centuries when it came to transforming our lives, our culture and our economy. The endless (and often fruitless) debates about the risks facing print due to the Internet have clouded our vision. Print, per se, can be disruptive, and we need to understand that it is a fundamentally important driver of transformation, and not a victim of it!

 


2. Stay ahead!

My basic idea: In order to benefit from the fantastic, irrevocable and irreversible changes of the digital age to the greatest extent possible, we must all find a way to understand transformation not only as the optimisation of existing things through (technical) innovation, but instead that transformation can be used as the sustainable (or better: fruitful) basis for all business activities.

 

 


3. A new world

The things I do are the result of thinking, creative discourse and transformation for the digital age. The hashtag #InfluenceB2B describes it best: an objective that goes far beyond publication and consulting/coaching. Good social skills geared towards smart storytelling, interactive conversations and communities represent the foundation for establishing sustainable relationships outside of one’s own disciplines. ValuePublishing, which I created in the run-up to drupa 2016, takes on a central role here: It became an important tool of an #InfluenceB2B programme which combined blogging, education, keynotes, coaching/advising and community organizing in a targeted manner on a kind of platform. The outstanding network effects are the decisive aspect here.


AW #influenceB2B Value sells

 


4. Transformation as the business

Transformation has strategic and operative dimensions. At the beginning, as already mentioned, we have thinking and discourse, not the actual activity. Those who still think that transformation means finding a ‘digital’ business model with optimised processes and then everything will be good have not even begun to understand the digital age!

Rather, it’s about comprehending the basic nature of transformation and, thanks to a more in-depth understanding, being able to gain new insights:

  1. Transformation requires and supports a sense of community and empathy, in order to establish a connection to reality in the digital age.
  2. The comprehensive insight into new and relevant technologies plus the smart adaptability of the resulting benefits are what actually get transformation moving in a beneficial way — and keep it going.
  3. The efficiency of transformation increases with the uncontrollable dynamics of every economic, cultural and social framework.

 


5. Effective work – amazing results!

My focus is on achieving and also sharing new insights through media-based and personal discourse. This requires a systematic approach which is based on exponential dynamics and not linearity. And the best thing: It works right from the beginning! Above all and precisely because of the outstanding network effects which I achieve with my ‘transformed’ working methods.

Here are a few of the key points (especially for those who like to use statistics):

  • Daily contact with 5,000 to 10,000 active social media users (via tweets and an automated twitter/online news portal that is updated each day)
  • Directly addressing up to 25,000 hand-picked decision-makers in real-time via sustainable storytelling and social conversations
  • Powerful viral effects with maximum interactions through focussed messages (benchmark to date: 6.5 million impressions on a specific topic in a very short time).
  • ValueBlog as a multi-media compendium (ISSN certified) which to date bundles specifically relevant findings in over 400 posts — with high internationality (to date, 90,000 unique viewers on ValueBlog from more than 125 countries, with up to 2,150 viewers per day)
  • Real-time tracking and analysis with targeted evaluation possibilities, a kind of lightning market research on a wide variety of topics — on-demand
  • Increased impact through global partnerships with international specialist groups, user groups, experts, pioneers and companies from a wide range of disciplines
  • And last but not least, the H2H factor: Substantiated know-how from personal meetings with over 120,000 participants from all over the world during talks, seminars, workshops, lectures, executive briefings, etc.

 


6. Where is the beef?

Thanks to my network effects and conversations, no time is wasted with complex acquisition activities or briefings that start at zero. This is a lot of fun, as I can get dynamic things moving without any waste or loss and continually integrate new target people/groups who are interested in innovation topics like transformation. The ‘coverage’ in cultural and creative economies as well as the digital economy is continually growing. 

 


#InfluenceB2B.002

 

Conclusion

The move from being a publisher/consultant with offices in Mainz to an initiator of an #InfluenceB2B programme in Frankfurt am Main opens up a whole new series of possibilities. And it works elsewhere as well, as my lecture tour to the mega city of São Paulo, the new hotspot for transformation, confirmed in August 2017. Prior to this trip I prepared my topic with blog posts and discussions with hundreds of new contacts, above all through LinkedIn, which provided me with a specific idea of the expectations there. The result: My business partners and audience were very satisfied (I received the best rating of my career) and I was able to strengthen and also expand my contacts in Latam with exciting new projects.

I have numerous other examples of my successes which I would be happy to tell you about in a personal conversation. Why not contact me, preferably via LinkedIn! — By the way: My business principle has not changed: You can choose between “Rent-a-Brain” on a daily basis or specific projects with a fixed budget. After all, things that prove themselves survive!

 


 

 


 

01 Anna Grau – Das Buch zu Lilith

 Coverbild des bereits vorliegenden Buches zum Ausstellungsprojekt. Herausgeber: Andreas Weber. Fotos nach den Gemälden von Anna Grau.

 

„Ich male Gefühle!“ — Zur Malerin Anna Grau und ihrem Werk. Gedanken von Andreas Weber.

 

 „Kreative Intelligenz geht einher mit Reflexionsfähigkeit, um zu Erkenntnis zu gelangen. Durch ihren Lilith-Gemäldezyklus und die interaktive Ausstellungskonzeption setzt Anna Grau Maßstäbe. Gut so!“ —Andreas Weber 

 

Die Malerin Anna Grau und Andreas Weber als ihr Mentor und Kurator gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

Vorspiel. Das umfassende bildkünstlerische Engagement von Anna Grau für äußerst wichtige, Zeitgeist-unabhängige und gesellschaftlich-kulturell relevante Themenstellungen in einer besonderen Dimension verdient Anerkennung und Respekt. Zumal Anna Grau als Malerin freischaffend tätig ist. Den im Entstehen befindlichen Lilith-Gemäldezyklus bearbeitet sie in Eigenregie, um unabhängig an den Bildern und ohne überstarken Zeitdruck arbeiten zu können.

Geplant ist eine auf Interaktion ausgelegte Ausstellung des Lilith-Gemäldezyklus mit einer Rahmenprogramm-Inszenierung, die Stimmen anderer Persönlichkeiten aus der Kunstszene, der Forschung, der Wirtschaft, des alltäglichen Lebens umfasst. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Präsentationen, etwa zum „Werden“ der jeweiligen Bilder bzw. mit der Darstellung ihrer „digitalen“ Metamorphosen.

 

 

Lilith Thesenpapier

In medias res. Anna Grau lernte ich im November 2015 in Mainz kennen — vor ihrem Gemälde „Meister“, das den 1. Preis beim 26. Mainzer Kunstpreis Eisenturm erhielt. Über 650 Bewerber hatten sich dem gewählten Thema „Kollaps der Moderne?“ im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung gestellt. Die Jury (bestehend aus Kunstwissenschaftlern und vor allem kompetenten Künstlern) hatte unter dieser Vielzahl an Arbeiten das ausdrucksstarke, in seiner Farbgebung herausstechende und dynamisch-expressiv gemalte Werk einstimmig zur Siegerarbeit auserwählt.

In der persönlichen Auseinandersetzung mit Anna Grau als 1. Preisträgerin konnte ich in Mainz von Angesicht zu Angesicht erfahren, was sie empfindet, wenn sie malt. Sie antwortete mir auf die Frage „Was machst Du, wenn Du malst? Denkst Du an Picasso und seine Les Demoiselles D’Avignon?“ kurz und knapp und mit einem versonnenen Lächeln: „Ich male Gefühle!“. 

Diese Gefühlswelt ist die einer in Moskau geborenen Deutsch-Russin, die als 15-jährige nach Berlin kam und dort seit über 20 Jahren lebt. Eine Tochter hat. Die als Europäerin fühlt und denkt! Die Entwicklungen in ihrem Geburtsland mit großer Sorge sieht. Hätte man sie dazu bei der Preisverleihung in Mainz vor dem Publikum direkt gefragt, zu Putin und der Re-Sowjetisierung Russlands, sie hätte gesagt: „Oh nein, ich male keine politischen Bilder. Mich interessiert der Mensch mit seinen Tiefen und Leidenschaften und Schwächen.“ Sie hätte gesagt, wie wichtig Malerei für sie ist. Gerade in einer „digitalen Welt“.

Dem spontanen Kennlernen in Mainz folgte Ende November 2015 ein weiteres Treffen in Berlin; es entwuchs ein seitdem ständiger Kontakt. In der Reflexion dessen, was Anna Grau in Mainz erlebt hatte – vor allem das Zusammentreffen mit den Mainzer Künstlerinnen Prof. Valy Wahl und Fee Fleck – ergab sich die Idee, ein neues, ambitioniertes Vorhaben in die Tat umzusetzen: Den Gemäldezyklus „Lilith“.

Aufhänger für „Lilith“ war der Bilderzyklus von Fee Fleck „Medea – die Fremde“, das die Künstlerin speziell zur Ausstellung im Landesmuseum Mainz anlässlich ihres 80. Geburtstags im Jahr 2012 geschaffen hatte. Anna Grau war fasziniert, dass eine wesentlich ältere und bedeutendere  Kollegin ihrem eigenen Menschenverständnis so nah kam. Wobei sich Anna Grau in ihrer unendlichen Bescheidenheit nie mit Fee Fleck in eine Reihe sehen würde… — Beide Künstlerinnen haben übrigens am gleichen Tag Geburtstag, wenn auch zwei Generationen auseinander! — Fee Fleck setzt sich als Holocaust-Überlebende gegen das Vergessen ein. Und für die Rolle der Frau im Besonderen. Der damalige Bundespräsident Gauck überreichte Fee Fleck für ihr Engagement, ihre Lebensleistung im Jahr 2012 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Künstlerinnen, Fee Fleck wie auch Anna Grau, beziehen in einer von Männern dominierten Kunstszene eine besondere und nach meiner Ansicht herausragende Position: Sie widmen sich den Extremen wie Ausgrenzung, Vernichtung, Unterdrückung ohne jegliche Aggression; vielmehr in einer behutsamen Bestimmtheit und Deutlichkeit, die den Betrachter ins Nachdenken und letztlich zu neuen Erkenntnissen bringt. Mehr kann man nicht erreichen. Anna Grau hat Anfang 2016 begonnen, den Lilith-Bilderzyklus auszugestalten. Bis dato sind sechs (unterschiedlich formatige, bis zu 120 x 180 cm große) Gemälde fertig, acht oder zehn sollen es insgesamt werden. In meinem ValueBlog und über Facebook kann man den Entstehungsprozess verfolgen.

Anna Grau hat selbst dazu einen lesenswerten Text verfasst, der in einem eigenen Buch abgedruckt ist: „Auf den Spuren von Lilith…“

 

 

 

Kerngedanke ist es, „Lilith — die Getarnte!“ in all ihren Facetten lebensnah zu inszenieren. Dies alles bietet aus meiner Sicht einen kompakten Einblick in das bildkünstlerische Schaffen von Anna Grau, das sie von anderen unterscheidet und besonders macht. Die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Ausstellung sowie Wettbewerben zeigt, dass Anna Grau nicht nur Aufmerksamkeit findet, sondern auch hohe Wertschätzung.

 


 

Unbekannte Fakten zu Lilith

Aus der Antike gibt es Überlieferungen, die wir beiseite geschoben haben. Das berichten Quellen der altsumerischen wie altbabylonischen Zeit gleichermassen. Auch im Talmud wird aufgegriffen, was in der biblischen Überlieferung und in den Schriften der christlichen Kirche verschwiegen wird:  Der Anfang der Menschheitsgeschichte wurde durch ein Wesen geprägt, das Gutes tut, aber durch seine Überlegenheit Männern Angst einflösste, weil es ihre Macht und ihre Bedeutung in Frage stellte.

Gemeint ist Lilith. In der männlich dominierten Welt wurde sie als Dämon, sogar als Kindsmörderin diffamiert. In der jüdisch-feministischen Theologie wird Lilith im Midrasch als eine Frau dargestellt, die sich nicht Gottes, sondern Adams Herrschaft entzieht und im Gegensatz zu Eva resistent gegen den Teufel und die Verführung zum Bösen ist. Sie symbolisiert die gelehrte, starke und unbeugsame Frau. Parallel wird angemerkt, dass Lilith die Urmutter der Menschheit darstellt und als erste Frau Adams Gott dazu brachte, ihr seinen heiligen Namen zu verraten. Das Wissen um den Namen verlieh ihr unbegrenzte Macht. Lilith verlangte von Gott Flügel, um das Paradies resp. Adam zu verlassen; und sie flog davon. In Lilith sehen einige auch den Gegenentwurf zur biblischen Eva, die wie später Maria als Mutter Gottes in der patriarchalen Tradition stehe.

Detail aus Lilith.8

Anna Grau: Detail aus Lilith.8

Warum ist das auch heutzutage relevant?

Es wäre zu einfach zu sagen, dass es um Emanzipation oder Geschlechterkampf geht. Wobei die Unterdrückung der Frau durch den Mann noch immer in fast allen Kulturkreisen stattfindet. Der ‘Lilithmythos’ steht vielmehr für die Selbständigkeit der Menschen und den (bereits biblischen) Versuch einer Seite, vorwiegend der Männer, mittels einer höheren Autorität andere zu unterdrücken. Sei es mit Gewalt, mit Aggression und Einschüchterung, mit Waffen oder mit Geld und Macht. Das alles, was von Gott so erschaffen scheint, wie es ist, verabscheut Lilith und entzieht sich.

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt? Betrachtet man das, was sich bis heute erhalten und wohl in der Zukunft weiter fortsetzen wird, erkennen wir, dass vieles was wir tun, Traditionen und Gepflogenheiten folgt, die in ihren Wurzeln weder wahr noch ehrenhaft sind. Das Prinzip der Unterdrückung, der Ellbogenmentalität, des Handelns in der richtig geglaubten (aber tatsächlich falschen) Überzeugung und ohne Mitmenschlichkeit setzt sich fort.

 


 

Anna Grau und Andreas Weber im Martin-Gropius-Bau zu Berlin (Nov 2015)

Zur Person: Andreas Weber ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG sowie u.a. Beiratsmitglied des Vorstands des Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, Beiratsmitglied der Internationalen Senefelderstiftung, Offenbach, Lehrbeauftragter der Hochschule RheinMain, Wiesbaden. | LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber | Blog/ValuePublishing:  https://valuetrendradar.com 

Zu Anna Grau und ihrem Schaffen: http://www.annagrau.de  — Anna Grau und Andreas Weber gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

 

 

 


 

Work in progress

Lilith 7: Zustandsfotos im Atelier (Oktober 2017)

Lilith.7 in progress 2

Lilith 7 Work in Progress 10-2017

 


Lilith 9: Zustandsfoto im Atelier (Januar 2018)

Lilith.9 in Progress

 


 

PROKOM Webinar Transformation by Andreas Weber.011

“Beam me up, Scotty” — Transformation im Digitalzeitalter, lautet der Titel eines Webinars, mit dem Andreas Weber, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG im Team mit der PROKOM User Community ein für die Print-Branche entscheidend wichtiges Themenfeld eröffnet. Basis waren die Erkenntnisse aus dem gleichnamigen White Paper, das den Webinar-Teilnehmern zur Verfügung stand. — Anbei das Wichtigste aus der Präsentation mit praktischen Ratschlägen, wie man den Überblick behält und den Wandel im Griff hat.

Zitat:

„Die tägliche Reizüberflutung überfordert uns und macht uns fast panisch bewusst, dass der von den digitalen Techniken verursachte Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Um die digitale Transformation kommt keiner herum.“ —Andreas Weber

Themen/Struktur:

  • Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation
  • Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche
  • Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)
  • Tipps und Tricks

PROKOM Webinar Transformation by Andreas Weber.002

Intro: Handeln durch Wandeln!

Seit mehr als einer Generation wirkt sich die „Digitalisierung“ fulminant aus (unabhängig davon, wie man den Begriff ausgelegen mag!); unsere Lebenswelten und Lebensrealitäten gehen mit fulminanten strukturellen Veränderungen einher, bei immer kürzer werden Intervallen und einem durch die Globalisierung enorm steigenden Druck. Ein guter Zeitpunkt, um dich mit Transformation aus Sicht der Print-Branche zu beschäftigen. Denn: Gerade innovative Digitaldruck-Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Produktion um nachhaltige und zukunftsorientierte Marketinglösungen ausbauen.

1. Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation als Kultur-Phänomen

Um es von Anfang an richtig zu begreifen: Transformation ist kein neuzeitlicher Begriff, er lehnt sich an das griechische METAMORPHOSES an und beschreibt sozusagen einen smarten Wandel. (μεταμόρφωσις, “Transformation, transformierend“, von μετα- (meta-), „Veränderung, Wechsel, Wendepunkt“ und μορφή (morphe), „Form“).

Evolutionsgeschichtlich nehmen Metamorphosen in der Natur und bei Lebewesen einen wichtigen Platz ein, um sich weiterzuentwickeln. Der Begriff Transformation steht immer im Kontext mit menschlicher Kultur. Und bezeichnet keinesfalls ein ausschließliches Ergebnis technischer Entwicklungen. Technisch gesehen, ist die Ausprägung bei der Bildbearbeitung durch das sog. Morphing fassbar, indem unterschiedlich Bilder verschmolzen werden zu einem neuen. Aus heutiger Sicht wird allzu leicht übersehen, dass bereits im Alten Orient die Babylonier eine Transformation des Handels einleitenden, als sie vor rund 3.500 Jahren begannen, Steintafeln zu nutzen, um ihre Angebote zu propagieren. Transformation stellt somit in erster Linie ein kulturelles Phänomen da, das die Menschheit geleitet und Innovationen im Zusammenleben ermöglicht hat.

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2. Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche

Einer der ersten, die der so verstandenen ‚Transformation‘ ein unvergessliches literarisches Denkmal gesetzt haben, war der französische Schriftsteller Victor Hugo. Hugo beschreibt im „Glöckner von Notre Dame“ von 1831 die Szene, als ein mittelalterlicher Mönch durch das Fenster seiner Schreibstube auf die Kathedrale blickt und nach der Kunde von der Erfindung Gutenbergs in Mainz kurz und prägnant vor sich hin spricht: „Ceci tuera cela!“ — Das Eine wird das Andere töten. Gutenberg hat mit seiner Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern die marktbeherrschenden Schreibstuben der Mönche überflüssig gemacht und letztlich die Neuzeit und das Informationszeitalter eröffnet. Technik war für Gutenberg nicht unwichtig, aber eben sekundär, da ein Mittel zum Zweck. Er wollte publizieren resp. seine kostbaren Publikationen möglichst gut verkaufen. Das hatte blitzartig Wirkung rund um die Welt und öffnete der Print-Branche die Tür, um fortan nachhaltig und bis heute die Kultur der Menschheit zu transformieren.

Insofern kommt der Print-Branche unverrückbar die bedeutende Führungsrolle bei Transformation zu, was übrigens die Auguren des 20. und 21. Jahrhundert im Silicon Valley besser verstanden haben als wir Europäer. Die US-amerikanische Wirtschaftselite würdigte Gutenberg im Jahr 2000 als ‚Man of the Millennium‘, da er als Mensch für andere Menschen etwas entscheidendes getan hat. Transformation im Digitalzeitalter bedeutet daher: Es geht stets um Mensch-zu-Mensch-Beziehungen. Das ‚Human-to-Human‘ ist wichtigstes Element von Social Media, IoT, AI, Big Data und anderem mehr, was die Jetztzeit und sicher auch die weitere Zukunft prägt. Kein Wunder also, dass die Print-Branche mit Beginn des Desktop-Publishings seit den 1980er Jahren und dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ die Umsätze weltweit auf über 700 Mrd. Euro steigern konnte und weitere Umsatzvolumina von über 3,5 Billionen Euro für andere Wirtschaftszweige generiert, die sich mit Datenaufbereitung für den Druck und Supply-Chain-Aufgaben u. v. m. beschäftigen. Es geht wie gesagt bei der Transformations-Wirkungsweise nur sekundär um (Druck-)Technik, sondern vielmehr um das Publizieren von Menschen für Menschen, um Erkenntnisprozesse nachhaltig zu etablieren.

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3. Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)

Die Jetztzeit wird vor allem von GAFA geprägt (kurz für: Google, Amazon, Facebook und Apple). Also genau solchen Firmen, die an den Gutenberg’schen Erfinder- und Innovationsgeist anknüpfen. Das Novum: Transformation wird Teil des Geschäftsprinzips, das sich durch neuartige, durchgängige Innovations-Plattformen abbilden lässt.

Google digitalisiert u. a. Dokumente und Bücher dieser Welt, macht also Print-Inhalte digital zugänglich; Amazon startete sein Handels-Imperium mit dem Verkauf von gedruckten Büchern. Und steigt 2016 in das On-Demand- und Online-Print-Geschäft ein (Stichworte: Amazon Print+Posters sowie Amazon Custom). Facebook hat die News-Vorherrschaft übernommen, die bis dato den Medienhäusern lukrative Verlags-Monopole sicherten und bietet Anreize für Neueinsteiger, sich mit dem automatisierten Druck von Inhalten aus Facebook-Chroniken zu widmen. Und Apple steht im Verbund mit Adobe, Aldus und Linotype für die Pionierrolle im neuzeitlichen Print. Und ist dem bis heute treu geblieben. Am 23. September 1997 gab Steve Jobs den Startschuss für den Neubeginn von Apple als Multichannel-Innovator mit dem Launch der „Think Different“-Kampagne. Zugrunde gelegt wurde von Jobs die Philosophie des ‚Digital Lifestyle‘ etabliert, der an die kulturellen Werte der menschlichen Kulturentwicklung anknüpft. Mit dem Ziel, digitale Technologien intuitive nutzbar zu machen. Die Kernbotschaft: „Communication first, Products, Services second“. Seine Technologiekompetenzen stellt Apple schon lange nicht mehr zur Diskussion, es sind einfach die besten. iPod, iMac, iPhone, iPad, iTunes, iPhoto und anderes mehr wurden so zu Selbstläufern, weil die Nutzer keine Programmierkenntnis brauchten, um bis dato nicht Mögliches nutzen zu können.

Apple blieb dem Print immer treu, bis heute: Durch hochwertige Produktverpackungen, bei der Außenwerbung und nicht zu unterschätzen durch Digitaldruck für Premium-Fotobücher und Grusskarten. In Summe versteht es Apple wie kein anderes Unternehmen der Welt, die besten Websites/virtuellen Webstores, reale Flagship-Stores, Produkt- und Softwaredesign sowie Print zu Bündeln, um Kunden via Multichannel ein maximales Lifestyle-Erlebnis zu verschaffen. Der nachhaltige Erfolg als wertvollste Marke der Welt und maximal hohe Pro-Kopfgewinne geben Apple, Steve Jobs und seinen Nachfolgern recht. Und sorgen für ein Höchstmaß an Kundenbindung und Kundentreue, das anderen, die das so nicht können oder wollen, suspekt erscheint.

Für den Print-Sektor haben sich einige kluge Köpfe das Steve Jobs-Prinzip des digital Lifestyle zu nutze gemacht. So z. B. Peter Gunning, CEO von Grafenia plc., Manchester/UK, der ein Druckunternehmen, das sich auf Online Print spezialisierte, nunmehr erfolgreich durch nettl.com eine weltweite Ladenkette etabliert, die Web/Design-, Mobile-, E-Commerce-Services mit variationsreichen Print-Anwendungen kombiniert. Das Motto von Peter Gunning: „Print is Lifestyle“ begeistert Mitarbeiter wie Kunden und mich als Experten gleichermaßen. (Lesetip: “Grafenia reinvent print”) 

 

 

Stefano Cutello, Founder & CEO von PastBook, hat ein Start-up gegründet, das erfolgreich den Schulterschluss macht zw. Mobile / Social Media und dem Druck von Fotobüchern. Cutello ist willkommener Gast bei Events im Silicon Valley, wie bei der Mobile Connect 2016. Sein Motto/Claim: „Relive Your Memories. Automagically Created for You!“ — Siehe hierzu den ValueDialog „Great task by PastBook’s CEO Stefano Cutello: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!”

Christian Kopocz mit seiner kleinen, aber feinen Firmengruppe in Lübeck (prindoz, Printmanufaktur und Buch-Handelsgesellschaft) ist ein einfallsreicher Unternehmer sowie Multichannel-Experte, der sich national und international für seine Sache im Team mit Kollegen aus aller Welt einsetzt. Er arbeitet in wichtigen Gremien mit, wie der XMPIE Users Group (als Executive Director) oder der PROKOM User Community (als EMEA-Board-Mitglied). Und er „erfindet“ grandiose Multimedia-Anwendungen, die Print auf Premium-Niveau mit maximalem Individualisierungsgrad ins Zentrum stellen.

Allen gemeinsam ist: Die genannten Beispiel-gebenden Vordenker sind Quereinsteiger im Print und nutzen Print, um Lebens- und Erfahrungsmomente aus der virtuelle Welt des Internets in die Realität zu überführen. Sie verharren nicht in höriger Technologie-Gläubigkeit (was viele Druckerei-Kollegen in die Pleite führte); denn Technologie verkauft nicht, sondern nur Werthaltigkeit. Die im Print Erfolgreichen entwickeln wahre Kreativität, die nicht nur linear weiter führt, was optimiert werden kann, sondern wahrhaft Neues erschafft. (Siehe auch die ValueAnalyse: “Wege aus dem Innovationsdilemma.)

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4. Tipps und Tricks – Guideline

„Transformation beginnt im Kopf. Und endet nach erfolgreicher Mission dort auch wieder!“ — Es ist Zeit für ein neues Denken, das sich von Technik-Gläubigkeit befreit. Auf dem Sektor der Artificial Intelligence, kurz AI, vollzieht sich dies am deutlichsten. Zum Beispiel durch „Machine learning to make human brains faster“. Denn Menschen und ihre Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge. Social Media spielt eine wichtige, besser: zentrale, Rolle bei der Vermittlung zwischen technischen Innovationen und den menschlichen Bedürfnissen, um durch Publizieren und Interaktionen Erkenntnisprozesse in Gang zu setzen.

 

Folgende Checkliste als Guideline:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten.
  3. Transformiere Dich selbst!
  4. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  5. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen
  6. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  7. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!

Fazit: Meine Empfehlung lautet: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz. Es ist eigentlich ganz einfach…

 


Zum Autor:

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG, Mainz. Sein Credo: „Am Anfang braucht man immer einen Masterplan, der sich am Vergangenen orientiert, um dann die neuen Vorgaben für die kommenden Jahrzehnte festzulegen. Wer vorankommen will, muss also zuerst zurück zu seinen Wurzeln!“

Andreas Weber ist Deutschlands führender Branchen-Analyst für Print und Experte für Innovation durch Kommunikation. Sein Motto: Beratung. Wissen. Vernetzung. Er hat Geisteswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz studiert und lebt und arbeitet dort seit 1978. 1987 entdeckte er die Kommunikation. Seitdem ist er als Kommunikationsmanager und Analyst, Verleger und Coach in der Branche tätig. — Schließlich wurde er zum Unternehmer und gründete mehrere Firmen in Deutschland und der Schweiz, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet. Die Value Communication AG ist ein weltweit aktives Institut für Forschung und Wissensvermittlung.

Kontakt:

LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber

Blog (mit zahlreichen Fach-Kommentaren und White Papers): https://valuetrendradar.com

Twitter:

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@ValueCommAG

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Printing is one of the world’s largest and most sustainable industries. Gartner’s market researchers consider innovations such as 4D printing to be a key driving force among 2016’s emerging technologies. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

A commentary by Andreas Weber, Head of Value

See also summary of results. — Plus the complete report in three parts (in german).

The ValueTrendRadar Analysis entitled “Prospects for adding value with print” is now available and will, for the first time, provide a comprehensive, holistic view of the global print situation. There is good reason for focusing in particular on Germany, because this is where the modern-day printing industry originated, while the global perspective is not neglected either.

Quite clearly, print is an economic heavyweight. As one of the world’s largest and thus most sustainable industries, it is indispensable. The (partially unexpected) growth drivers of online trade, online print, and 4D printing combined with the core competence of packaging and label printing are creating lucrative incentives for many.

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This is resulting in a huge outlay for technology, innovation, and investment. The positioning of technology suppliers is separating the wheat from the chaff. Manufacturers focusing solely on digital printing technology see themselves as the “reformers” of print. Their substitution/ displacement strategy is not having the predicted success, though, because even after 25 years they have failed to win high market shares. Despite a high growth rate, their share of the market remains at an extremely low level. The bulk of print volumes comes from conventional technologies in a modernized form.

Germany’s long-established mechanical engineering companies (with Heidelberger Druckmaschinen AG at the forefront) have reinvented themselves, successfully integrating digital printing into the world of offset printing and taking on the role of pacesetters in the repositioning of print. The goal is to bring about the digital transformation of industrial printing with the focus on growth markets and versatile high-profile customers. Autonomous printing, automation, and standardization of all process steps – from online print to eCommerce – is possible but requires more than just technology innovation options. Above all, in-depth knowledge is needed for integrated monitoring and control throughout the print production value-added chain – also in the context of the paradigms of digitization. This extends from “digital” business management to new, cloud-based services and offerings that require an innovative go-to-market approach and sales communication geared to interaction.

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A sound basis provides room for maneuver. The only way to add more value with print is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself because, as already explained, new kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print. In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership that will maintain print’s role as an attractive part of the communication mix, even after over 500 years.

 


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Fotos/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

 

„Hier und anderswo. Malerei und Collage“ lautet der Titel einer Ausstellung der Künstlerin Gisela Ruth, die am Freitag, 23. September, 18 Uhr, im ersten Stock des VG-Rathauses (Foyer) in Bodenheim von Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Robert Scheurer eröffnet wurde. Einführende Worte sprach Andreas Weber, Beiratsmitglied im Vorstand des Kunstvereins Eisenturm Mainz. Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 27. Oktober 2016, geöffnet, und zwar mittwochs von 14 bis 19 Uhr, an den übrigen Arbeitstagen von 8 bis 11.30 Uhr. Nachfolgend per ValuePublishing-Exkulsivreport die Eröffnungsrede von Andreas Weber im Wortlaut. Siehe auch die lesenswerte Ausstellungsbesprechung von Jürgen Strickstrock in der Allgemeine Zeitung Mainz vom 26. September 2016.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

„hier und anderswo“ ist ein gelungener, wunderbarer Ausstellungstitel. Er passt zum Ort Bodenheim und der Region Rheinhessen, in der wir uns befinden. Und er passt zur Künstlerin Gisela Ruth, dies aus Soest in Westfalen stammt und lange hier ansässig ist, und ihrem Werk. Vorweg — da ich nicht weiss, wie es Ihnen ergeht: Es ist die erste Ausstellung, in der ich einen umfangreicheren Einblick in das Schaffen von Gisela Ruth erhalte. Wir beide kennen uns über den Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, dem ich als Mitglied und seit einiger Zeit im Vorstand als Beirat angehöre. Im Rahmen von KEM-Ausstellungen und den Jour Fixe-Veranstaltungen von Dr. Otto Martin lernten wir uns näher kennen. Das neueste, hier gezeigte Werk — Land am Fluss.Zeitreise — eine Collage auf Leinwand im Format 50 auf 50 Zentimeter, war Teil der Mitgliederausstellung „Viva Rheinhessen“, die im Sommer 2016 der Region ein fulminantes Ausstellungs-Denkmal setzte, weit über die 200 Jahre hinaus, die den Bezug zu einer ganzjährigen Jubelfeier mit unzähligen Events herstellt. 80 Künstler stellten ihre persönliche Sicht, ihre Gefühle, ihre Gedanken vor. Gisela Ruth setzte einen ganz besonderen Akzent: In zarten, fasst pastell-tonhaft, sensitiv gehaltenen Farben werden kunstvoll Versatzstücke ineinander verwoben, die handschriftliche Dokumente, Urkunden, Fotos, Personen, Landschaftsimpressionen, Grundrisszeichnungen, Kartografien, Architekturen und Bauelemente, eine Stadtansicht von Mainz sowie Spuren der Neuzeit in Form von Windrädertürmen, die schemenhaft aber unübersehbar auftauchen. Natürlich erscheinen auch Rebstöcke und Weinberge — ganz unten im Bild, quasi als Fundament.

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Gisela Ruth: Land am Fluss.Zeitreise. Collage auf Leinwand, 2016, Format 50 x 50 cm. Foto: Gisela Ruth

 

Gisela Ruth hat als Notiz verfasst: „Gestern und heute und was die auf dem Wiener Kongress 1816 künstlich kreierte Region ausmacht: Geprägt von Wasser und Erde als Lebensspender und Energielieferant; Stadt und Land und seine wechselhafte Geschichte, beginnend mit seinem ersten Regenten Ludwig I.; von den Wassermühlen im Rhein zu den Windrädern auf dem Land als weithin sichtbare technische Errungenschaft; ein von seinem Handwerk und seinem Weinbau geprägter Landstrich.“

In Summe ergibt sich eine äußerst vielschichtiges Bild von Rheinhessen, das zunächst ungewöhnlich, fast disruptiv erscheint. Und das immer vertrauter wird, je detaillierter man das Werk betrachtet. — Hier und anderswo.

Ich muss zugeben: An dieser Stelle empfinde ich zur Künstlerin eine starke, für mich selbst überraschend-erfreuliche Seelenverwandschaft. Das Sehen als wichtigste Instanz der Sinneswahrnehmung bedeutet für mich nicht einfach, fotografisch Abbilder zu speichern, sondern visuell Sinneseindrücke zum Teil meiner eigenen Wirklichkeit werden zu lassen, die vom Erleben geprägt ist.

 

Impressionen vom Eröffnungsabend am 23. September 2016. Fotos: Andreas Weber

 

Noch etwas verbindet Gisela Ruth mit mir, meinem Leben: Der intensive Kontakt und die Freundschaft zu einem leider allzu früh verstorbenen Maler, Professor Guido Ludes, den ich Anfang 2014 in meinem Nachruf als den „Meister der Inspiration“ bezeichnet habe. Gisela Ruth, die seit 1972 über die Fotografie und ab 1984 über das Textildesign mit Studienaufenthalten in Japan und Indonesien zum Zeichnen, Collagieren und Malen gefunden hat, hat zunächst den Abschluss eines juristischen Fachstudiums absolviert und sich zusätzlich auf vielfältige Weise künstlerisch weitergebildet. Durch die Rheinhessen Akademie in Oppenheim kam sie mit Guido Ludes in Kontakt, der sie in experimentellen Drucktechniken und Stillleben anleitete. Das Prägende und Einzigartige, das ihr vermittelt wurde, schildert Gisela Ruth wie folgt: „Sehen mit allen Sinnen und die Kommunikation: Aus dem stillen Kämmerlein raus, den Dialog suchen, sich auseinandersetzen.“

Dies ist ein ebenso probates wie weit gefasstes Leitmotto, dem zur Seite steht, sich einerseits intensiv mit ihren Lehrerpersönlichkeiten auseinanderzusetzen, darunter vor allem die Malerin Susann Gassen, Nikola Jaensch (Zeichnung und Collage), Michael Apitz (Zeichnung) sowie Josua Mattern (Abstraktion und Collage) und Andreas Mattern (Aquarell). Hinzukommt andererseits das Identifizieren und genaue Studieren von weltweit renommierten Künstlerpersönlichkeiten. Gisela Ruth schrieb mir dazu auf meine Frage „Wer oder was hat sie am meisten und nachhaltigsten inspiriert und beeindruckt?“: „Alex Katz: Entgegen des Zeitgeistes entschied er sich für konkrete Malerei und abstrahierte dabei, in dem er Dreidimensionalität in Fläche verwandelt. Mich beeindruckt seine ‚eigenen Sprache‘, die Reduzierung alltäglicher Motive und ihrer gleichzeitigen Erhöhung. In meinen Bildern steht oft Reduktion bis zur Flächigkeit neben räumlichen Passagen. — An Sigmar Polke beeindruckt mich seine Vielseitigkeit. — Edward Hopper: Auch hier die Reduzierung des Dargestellten auf das Wesentliche und seine besondere Sicht auf die amerikanische Lebenswelt fast als Filmkulisse.“ Katz — Polke — Hopper bilden eine aussergewöhnliche Kombination und Inspirationsbasis. Wichtig ist, dass sich Bezüge zu Gisela Ruth aufgebaut haben, die nicht einfach nur formal gestalterischen Aspekten folgen, sondern das Wesen dieser exponierten Menschen versteht und im Rahmen des eigenen Schaffens neu interpretiert.

 

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Detail aus dem Gemälde von Gisela Huth „Havanna“ von 2015, das eine neue Sichtweise liefert, indem das Alte im Spiegel der Moderne erscheint. Foto: Andreas Weber.

 

Und auf meine Frage „Wie nehmen Sie das aktuelle Kunstgeschehen um Sie herum wahr? Wie wichtig ist die Auseinandersetzung mit KollegInnen und vor allem mit dem Publikum?“ antwortete Gisela Ruth: „Ich nehme das aktuelle Kunstgeschehen heute als sehr lebendig und so vielfältig wahr, wie noch nie, bei den Stilen wie auch den verwendeten Mitteln, ohne dass es eine bestimmte Stilrichtung gibt. ‚Everything goes‘  führt heute zu einem enorm erweiterten Kunstbegriff auch unter Einbeziehung der aktuell möglichen technischen Mittel, wobei Malerei sich trotz aller Möglichkeiten m. E.  gut behaupten kann. Mich im Kunstbetrieb zu bewegen (Galerien, Messen, Ausstellungen, Kunstvereine, Künstlerbücher, Vorlesungen an der Uni Mainz zu aktueller Kunst in Amerika und im nächsten Semester zu aktueller Kunst in China) macht mir großen Spaß und ist für mich eine Bereicherung. Hierbei neue Kontakte zu knüpfen, gute Gespräche zu führen, Erhellendes zu erfahren oder durch Widerspruch des Gesprächspartners mein Denken neu zu formieren — all dies bringt mich künstlerisch weiter.  Für mich ist es wichtig zu erfahren, ob meine Bilder für sich sprechen, ob ein Dialog mit Betrachter und meinen Bildern stattfindet. Daher suche ich das Gespräch mit dem Publikum (was mir nicht immer leicht fällt, da ich eigentlich mehr zurückhaltend bin).“

Meine Damen und Herren, sie bemerken, es äußert sich eine Künstlerin, die nicht nur hochtalentiert sehenswerte und sammlungswürdige Bildwerke erschaffen kann; hier teilt sich auch mit Worten eine Persönlichkeit mit, offen, mit hellwachem Verstand, die sich durch ihre Sinneswahrnehmung und in der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ständig weiterentwickelt. Vermutlich liefert im besten Sinne Neugierde, oder besser: Entdeckungsgeist, einen starken Antrieb. Vor allem für das „hier und anderswo“. Die ausgestellten Werke (fast 20 an der Zahl, die meisten aus den letzten drei Jahren) sind der beste Beleg. Wer schon Gelegenheit hatte, sich umzuschauen, stellt fest, dass hier im Bodenheimer Rathaus visuelle Impressionen ganz unterschiedlicher Art repräsentiert sind. Aus dem „hier und anderswo“. Siehe: „Havanna“, von 2015, das eine neue Sichtweise liefert, indem das Alte im Spiegel der Moderne erscheint. Oder das grandiose Landschaftsbild „Spitzbergen“ von 2016, also jüngst erst entstanden, ein meisterhaftes Werk, das sich aus den Zacken der zerfurchten Berge und den in Gelb, Orange, Rot und Blauschwarz gehaltenen Horizontalen formt, wobei die Grenze zwischen Land und Wasser aufgehoben wird; das Gemälde grenzt sich stilistisch deutlich ab von anderen Gemälden. Gisela Roth versteht es, sich treu zu bleiben und trotz allem für ihre Themen jeweils spezifische Akzente in der Darstellung zu finden. — Dies ist eine ganz eigene Sicht auf einen Ort mit extremer Lage, die uns Menschen bisweilen eher lebensfeindlich vorkommen mag. — Gleichzeit gilt Spitzbergen aber als „sicherster Ort der Welt“.

 

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Freude über eine sehr gelungene Eröffnung: Petra Schippers, Gisela Ruth, Andreas Weber (v.l.n.r.). Foto: Armin Ruth, Bodenheim

 

Lebensmomente werden erfasst, zum Beispiel durch die Acrylgemälde „Stillstand“ von 2015, „Mit Kerze“ und „Frühstück“, beide von 2016. In diesen Werken kommt Gisela Ruth dem Geist von Edward Hopper sehr nahe. Vereinzelt erscheinen Menschen in einer glatt und kühl wirkenden urbanen Umgebung. Spiegelungen spielen eine grosse Rolle. Ebenso wie bei dem Gemälde „Angekommen“ von 2013, das den Moment erfasst, indem eine weibliche Gestalt aus dem U-Bahnzug aussteigt, eine andere, nicht näher identifizierbare gerade verschwindet. Der Bildtitel ist wie bei allen der ausgestellten Werke knapp gefasst. Präzision gehört zum künstlerischen Geschick der Gisela Ruth. Doch bei „Angekommen“ gibt es ein Momentum der Irritation: Der Bahnsteig kann nicht das Ziel der Ankommenden sein, sondern nur eine Zwischenstation. Unklar bleibt, wohin die Reise, der Weg tatsächlich führt. —Das „hier und anderswo“ kann man erspüren, auf eine „transitorische“ Art und Weise.

Diese einfühlsamen malerischen Momentaufnahmen haben einen Hauch von Melancholie, der aber zugleich durch die Farbgebung kompensiert wird: Dominierend sind Blautöne. Experten für die Symbolik von Farben charakterisieren das Blau wie folgt:

  • Blau gilt als tiefgründige Farbe und schafft eine ruhige, entspannte und stabilisierende Atmosphäre.
  • Blau wird mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert: Sympathie, Harmonie, Freundlichkeit, Friedfertigkeit, Zufriedenheit, Heiterkeit, Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Frieden und Freundschaft. 
  • Blau ist die Farbe des Vertrauens und der Verläßlichkeit, die Farbe der Intuition und Kommunikation, Ganzheitlichkeit und Verbundenheit, Passivität.
  • Blau ist die Farbe der Ferne, der Weite und der Unendlichkeit: Als Farbe des Himmels steht Blau auch für Ewigkeit und Wahrheit. Helle Blautöne vergrößern Räume und haben eine frische, kühle Wirkung.
  • Blau ist auch die Farbe, die auf Fotos oder Bildern den stärksten Perspektiveffekt erzeugen kann.

Der Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci hatte dies als Erster erkannt und seine „Sfumato“ genannte Technik perfektioniert, um naturwissenschaftliche Erkenntnisse malerisch umzusetzen: In der perspektivischen Weitläufigkeit löst sich die Sicht in einen bläulich werden Dunst auf.

Blau ist zudem die Farbe des gespiegelten Wassers, der Stille und Entspannung. Dies wird in Bildmotiven von Gisela Ruth erfahrbar, die das Wasser in unterschiedlichen Zusammenhängen bis hin zu reinen Naturszenen zeigen: „Pool“ von 2007, „Spiegelungen I – IV“ von 2008, „Am Brunnen“ von 2014, „Im Wasser“ von 2014, „Leitgraben“ von 2016, und ganz besonders „Boot am Altrhein“ von 2010 sowie „Im Gespräch“ von 2016 (eine Uferszene mit zwei in sich versunkenen Spaziergängern) strahlen durch die Spiegelungen, zumeist in leichten Wellen oder aufgelöst durch Reflexionen sich spiegelnder Motive wie Bäume, eine ganz besondere Atmosphäre aus.

 

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Detail aus Gemälde von Gisela Ruth „Im Wasser I“, 2014, Acryl auf Leinwand, Format 50 x 70 Zentimeter

 

Gisela Ruth gelingt es, die Symbolkraft des Blau durch ihre besondere Darstellungsweise der Sujets inhaltlich zu verstärken. Der Betrachter, jedenfalls ergeht es mir so, wird in Gisela Ruths Bildwelten förmlich „barrierefrei“ hineingezogen und gleichzeitig auf Abstand gehalten, um über das, was er/sie erlebt, nachzudenken. 

In der Reihe der Exponate gibt es drei „Ausreißer“, wenn ich das so sagen darf. Zum einen das mit 70 auf 100 cm grossformatige Acrylgemälde „Schattenspiel“ von 2014. Wir sehen eine blonde Frau im Linksprofil, mit geneigtem Kopf und aufgesetztem Arm. Neben ihr erscheint ein Schattenriss, wobei unklar bleibt, ob dies ihr eigener Schatten oder der einer Betrachterin ist, die Frontal quasi ausserhalb des Gemäldes steht. Die Darstellung ist plakativ, fast perspektivlos, mit einer reduzierten Farbigkeit und Akzentuierungen — beinahe dem Prinzip der Valeurmalerei folgend und doch anders: Helldunkelkontraste und feinste Tonwert-Abstufungen innerhalb einer Farbgruppe verbinden die Szenerie mit der psychologischen Befindlichkeit der dargestellten Frau. Je länger man das Gemälde betrachtet, um so deutlicher wird der Drang, dass der Schattenriss so etwas wie die Seele oder der Geist sein könnte, der die Frau verlässt, sich als Teil von ihr separiert. Gisela Ruth schafft es, dass all dies nicht als Bedrohung wirkt, sondern nachdenklich macht, neugierig darauf, sich einzulesen in dieses besondere Motiv. Kunsthistorisch ließen sich eine Reihe von Darstellungen anführen, die in sich versunkene Frauen — meist aus der Mythologie – zeigen; allen voran die Seelenbilder durch Anselm Feuerbachs Iphigenie-Darstellungen. Direkte Parallelen ziehen zu wollen, ist aber meiner Ansicht nach wenig zielführend; es ergeben sich für mich zu viele Abweichungen. Zumal die Darstellungen Gisela Ruths stets im Hier und Jetzt, „hier und anderswo“, verhaftet sind.

Beachtenswert sind zum anderen die beiden kleinformatigen Collagen „Metamorphose“ von 2012 und „Hier ist Leben“ von 2013. Ersteres ist, wie Gisela Ruth sagt, die Umsetzung von Ovids „Apollo und Daphne“ und somit die Geschichte von der Liebe eines Gottes zu einer Nymphe und ihrer Verwandlung in einen Lorbeerbaum. Die zweite Collage versteht sich als Familiengeschichte mit vielen Elementen und persönlichen Ansichten aus der Historie der eigenen Familie. Elemente sind zu entdecken, die in der eingangs beschriebenen, Rheinhessen gewidmeten Collage „Land am Fluss.Zeitreise“ später wieder Verwendung gefunden haben.

Übrigens: Der Begriff Collage leitet sich vom französischen „coller“ — leimen kleben — sowie „colle“ (Leim) ab. Er kennzeichnet eine künstlerische Technik ebenso wie das Kunstwerk an sich. Im Kubismus sprach man daher von „Papier collé“. Verwendet werden beispielsweise Zeitungsausschnitte, Bänder, farbige Papierstücke, Fotografien, die auf einen festen Untergrund (Papier oder Karton) oder Leinwand geleimt und auch übermalt wurden. Im wesentlichen gibt es drei Arten: Collage in Verbindung mit grafischen Elementen; Collage mit Fotocollagetechnik; Collage als „Erinnerung“ mit Fotos, Briefen, Dokumentenauszügen und sonstigen Texten. Das Collage-Prinzip übertrug man auch auf andere Kunstgattungen, zum Beispiel auf die Musik/Akustische Kunst (Klang-, Ton- oder Musikcollagen, auch „Sampling (Musik)“), auf die Literatur und den Film. Eine Übertragung der Collage-Technik auf dreidimensionale Objekte findet in der Assemblage statt.

„Hier und anderswo“. Der Ausstellungstitel fasst in der Reflexion von seit 2006 rund einem dutzend Ausstellungen/Beteiligungen in der ganzen Region bis hin nach Wiesbaden als Leitbegriff zusammen, was für Gisela Ruth ihre eigene, künstlerische Programmatik kennzeichnet; „hier und anderswo“ bildet sozusagen die als Ausstellung inszenierte Collage ihrer künstlerischen Arbeit. Sie hat die Ausstellung gründlich und akribisch vorbereitet. In der Auswahl bestehender Arbeiten und im Schaffen von sechs neuen Werken eigens für die Ausstellung. In chronologischer Folge sind dies: „Im Gespräch“, „Leitgraben“, „Frühstück“, „Mit Kerze“, „Spitzbergen“ und „Land am Fluss.Zeitreise“.

 

Ein seltenes Erlebnis: Ausstellungsbesucher scheinen mit den Bildwelten der Künstlerin zu verschmelzen. Fotos: Andreas Weber.

 

Gisela Ruth gibt dazu selbst in schriftlicher Form Auskunft. Das wichtigste möchte ich zum Schluss meiner Einführungsrede zusammenfassen.

Zunächst darf ich Gisela Ruth zu ihrer Arbeitsweise zitieren: 

„Inspiration finde ich in weitgehend eigenen Fotografien zufällig vorgefundener Motive, mit denen ein flüchtiger Augenblick festgehalten wird, den ich dann künstlerisch durch Aneignung, durch Ausschnitte und Fragmente dieser schon vorhandenen Bildwelten umsetze und somit durch Veränderung der Eindrücke in das Medium Malerei transferiere, gelöst von der direkten Verbindung zur Vorlage.“

„Das lebendige Spiel des Elements ‚Wasser‘ und nicht nur die oft überraschenden Reflexionen der Umgebung auf der Wasseroberfläche sind für mich ein Quell an Impulsen.“

Zum Malprozess äußert sie:

„In einem mehrschichtigen Bildauftrag ergeben sich in tatsächlichen und fiktiven Ebenen Irritationen des Sichtfeldes und verwirrende Bildräume, energieaufgeladene Innenansichten, rätselhaft und von suggestiver Kraft. Die malerisch vorgetäuschten Spiegelungen geben den Blick auf die hinter und vor den Glasflächen liegenden Räume frei, die den Bildern eine überraschende und verwirrende Tiefendimension verleihen. Es finden sich gebrochenen Blicke in meinen Bildern oder ich spiele mit dem Verhältnis von Innen und Außen oder auch Zeit und Raum.“

Und zum Ausstellungsprojekt äußert sich Gisela Ruht wie folgt:

„Der Titel ‚hier und anderswo‘ ist auf zweifache Weise zu verstehen: Einerseits bezieht er sich auf verschiedene Aufenthaltsorte, das „Hier“ in Deutschland, in Rheinhessen; das „Anderswo“ in zum Beispiel Kuba oder Spitzbergen; aber auch umgekehrt: Man befindet sich im Ausland, aber das Zuhause begleitet die inneren Prozesse und prägt damit die Erfahrungen, die man auf einer Reise macht. Gleichzeitig sind damit auch verschiedene andere Dimensionen gemeint: Für das „Hier“ das Nahe oder Vertraute und das „Anderswo“ das Fremde; oder für das „Hier“ das Davor und das „Anderswo“ das Dahinter, das Reale oder Irreale gerade bei den Spiegelungen und Reflexionen.

Was ist „echt“, was sind Spiegelungen? Das ist nicht immer leicht zu beantworten. Der Betrachter wird mitunter verwirrt. (…)  Geometrien werden verkehrt, Dimensionen verändert, Perspektiven ausgedehnt und somit erweitert sich das Dargestellte nicht nur bildlich, sondern auch inhaltlich. (…)

Auch das bedeutet der Titel der Ausstellung: Das Wechselspiel zwischen der [Inspirationsquelle] Fotografie (hier und außen) und dem Malprozess mit seinen Ideen und Gefühlen (anderswo und innen). (…)

Und als Resümee formuliert Gisela Ruth:

„Mich interessiert das allmähliche Malen eines Bildes, Schicht um Schicht, das die Möglichkeit der Überraschung in sich birgt: Die Entdeckung des Zufalls, das Erfinden einer Art und Weise mit einer neuen Malschicht Licht, Tiefe, Raum, Struktur zu bilden, etwas ins Blickfeld zu rücken z. B. durch Schärfe, Kontrastierung oder Reduktion oder etwas verschwinden zu lassen durch Farbangleichung und anderes.“

Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass wir heute gemeinsam die Eröffnung einer außergewöhnlichen Ausstellung mit erstklassigen, subtil und gefühlvoll inszenierten Bildwerken erleben dürfen. Dank an die Organisatoren und Gastgeber, aber vor allem an Sie alle für Ihr Kommen und das Interesse an Kunst und Kultur, das wir mit der Künstlerin Gisela Ruth teilen. „Hier und anderswo!“

 

Gisela Ruth  „Hier und anderswo. Malerei und Collage“ — Die Eröffnung am 23. September 2016 in Bodenheim als Film im Magazinformat!  Fotos/Animation: Andreas Weber

 

 

 

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