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Ergebnisse im Expertencheck: Push-to-Stop-Tour Ende Oktober 2016 mit namhaften Experten aus Europa und den USA bei Lokay Druck, Darmstadt, Druckerei Pruskil, Ingolstadt, und Aumüller Druck, Regensburg belegt, das drupa-Innovationen von Heideldruck nicht nur Praxis-tauglich sind, sondern aus dem Stand heraus die Wertschöpfung im Print vervielfachen. —Siehe zu Push-to-Stop den ValueDialog mit Rainer Wolf, Leiter Produktmanagement Sheedfed bei Heideldruck “Quantensprung durch Digitalisierung im Offsetdruck” mit allenTechnik-Aspekten, Funktionsweisen und Nutzen der neuen Automatisierungslösungen.


Von Andreas Weber, Head of Value


Wenn’s läuft, dann läuft’s. Zur drupa 2016 vorgestellt, jetzt bereits in der Praxis bewährt: Die intelligente, automatisierte Maschinentechnik katapultiert die industrielle Printmedienherstellung auf eine nie dagewesene Leistungsebene. “Print ist ein Daten-getriebenes Geschäft. Wir haben Datenmengen von über 20 Terrabytes im direkten Zugriff”, so Thomas Kerndl, Technischer Leiter der Druckerei Pruskil in Ingolstadt. Das braucht es auch; bei Pruskil müssen in der Spitze bis zu 400 Druckplatten pro Stunde den Maschinenpark füttern, damit die Kapazitäten mit vollautomatisiertem Auftragswechsel ausgeschöpft werden können. Damit dies gelingt, hatte man auf der drupa 2016 die neueste Heideldruck Speedmaster XL 106 (eine Achtfarben Wendemaschine) inklusive umfangreicher Software gekauft und im September 2016 in Betrieb genommen. Gefertigt werden in Top-Qualität sowohl Klein- als auch Großauflagen für Markenunternehmen sowie speziell für den Automobilbereich. Mein Eindruck: Seit man bei Pruskil in nur vier Wochen die Push-to-Stop-Philosophie umgesetzt hat, ist der Drucker an der Maschine quasi zum ‘coolen DJ’ im Sinne des Data Jockey geworden, der während der Print-Produktion Regie führt. Vermeidbaren Stress hat er nicht mehr, eher die Helfer, die wieselflink Druckplatten an der Maschine platzieren müssen.

Wallscreen wird zum Cockpit.

Thomas Fleckenstein, Lokay Druck

Cool! Vegane Drucksachen!

Push-to-Stop bei Pruskil

Thomas Kerndl, Pruskil

Christian Aumüller erläutert Wege zur Arbeitsoptimierung

Druckplatten-Roboter bei Aumüller

Druckplatten-Roboter bei Aumüller

Eine riesige Wallscreen-Konsole macht den gesamten Auftrags- und Herstellungsprozess transparent. Wobei die Druckmaschine den Prozess eigenständig kontrolliert und die optimale Produktionsweise berechnet. Und dies nicht nur bei einem Auftrag, sondern bei gleichzeitig bis zu 30 Aufträgen in Serie. Sprich: Während nach Druckwalzenreinigung und automatischem Plattenwechsel (bei Jobs im PSO-Standards in unter drei Minuten!) bei weniger als 100 Anlaufbögen High-Speed mit 18.000 Bogen pro Stunde produziert wird, kann der Drucker die nächsten Aufträge sichten respektive in Echtzeit prüfen und sicherstellen, dass er die Maschine am Laufen hält. 

“Die per intelligenter Software gesteuerte Druckmaschine trifft die besseren Entscheidungen”, betont Thomas Fleckenstein, Geschäftsführer sowie Head of Marketing bei Lokay Druck. Autonomes Drucken sei nicht nur Mittel zum Zweck, um maximale Effizienz in der Produktion zu erreichen, sondern biete neue Chancen für neue Märkte und Anwendungen. Vor fast 10 Jahren war Lokay die erste testierte “umweltfreundliche Druckerei Deutschlands” und hat sich nachhaltig auf Premium-Niveau etabliert. Heute ist man einer der ersten als neuartiger Betriebstypus: Dem “Smart Print Shop”. Kleine und mittlere Auflagen in Echtzeit zu fertigen, ermöglicht durch Automation neue Leistungsangebote. “Wir bieten neuerdings sogar vegane Printprodukte!”, so Fleckenstein. Das kommt bei der auf Nachhaltigkeit und Umwelt bedachten Klientel von Lokay sowie Neukunden sehr gut an.

Push-to-Stop mit Leidenschaft: Christian Aumüller setzt auf Technik-Innovation im Einklang mit Lean Management und hoher Unternehmenskultur. Foto: Andreas Weber, Mainz



Smartes Print benötigt die smarte Organisation

Beim Traditionsunternehmen Aumüller Druck stehen nicht nur relevante technische Innovationen im Fokus, sondern auch Lean Management und eine auf Mitarbeiter, Partner und Kunden ausgerichtete Firmenkultur. Langjährige Partner sind die führende Online-Druckerei Flyeralarm sowie Heideldruck. Gemeinsam entwickelt man Anwendungslösungen, die helfen, die Produktivität enorm auszuweiten. Neben dem Drucksaal ist die Weiterverarbeitung hochautomatisiert, um den gigantischen Output des Dtuckmaschinenparks bei Aumüller ohne Stau zu Endprodukten verarbeiten zu können.

Beachtenswert: Roboterisierung (wie beim Stapeln der bis zu 1.500 Druckplatten pro Tag) und Automatisierung dienen primär nicht dazu, Mitarbeiter überflüssig zu machen oder Kosten zu sparen, sondern die “Touchpoints”, sprich die Zahl der manuellen Eingriffe in den Arbeits- und Prozessabläufen zu reduzieren. Christian Aumüller, der mit seinem Bruder Stefan die Geschäfte leitet, betont, dass man eine eigene Methodik/Systematik etabliert habe, wie man Technologie-Innovation optimal und somit wirkungsvoll in alle Prozessschritte einbindet. Motto: Das beste Design der Schnittstellen Mensch-Maschine-Abläufe entscheidet über den Gesamterfolg und den Maximalen Nutzen für Kunden. 

Bei Aumüller fanden bereits vor einem Jahr, Ende 2015, erste Feldtest im Rahmen des Push-to-Stop statt; immer in Verbindung mit aktuellen Produktionsaufgaben. Die Erkenntnisse sind von Heideldruck aufgenommen und berücksichtigt worden. Sonst wäre eine solche umfassende “Rundum-Erneuerung” des Bogenoffsetdrucks nicht in so kurzer Zeit praxisreif gewesen. Christian Aumüller betonte, dass durch den Push-to-Stop-Feldtest neue Optionen identifiziert werden konnten, die sich den Technik-Profis in Entwicklung und Produktmanagement bei Heideldruck unter “Labor-Bedingungen” nicht offenbaren konnten. Dazu Christian Aumüller: “Wir sind stolz darauf, die Automation im Print so weit voranzubringen, um unsere Produktionsleistung nochmals deutlich zu erhöhen. Und das nicht nur bei Grossauflagen, sondern auch bei den wichtiger werdenden Kleinauflagen.” 

Und ganz ‘nebenbei’: Aumüller hat den Digitaldruck für On-Demand-Druck von Kleinauflagen in seiner Branchenbedeutung entmystifiziert. “Bei Auftragsserien von rund fünf Jobs mit einer Auflage von nur 200 Druckbögen unterschreiten wir mit unserer auf Push-to-Stop ausgerichteten Speedmaster-Offsetdruck-Technik die Möglichkeiten im Digitaldruck bezüglich der Kosten und steigern die Geschwindigkeit! Und gleichzeitig nutzen wir die enormen Vorteile des autonomen Druckens für hohe und große Auflagen.”

Fazit: Autonomes Drucken im Sinne von Push-to-Stop ist erfolgreich etabliert und wird sich weiter entwicklen. Den individuellen Vorteilen und Nutzungsmöglichkeiten bei Druckereien eröffnen sich neue Dimensionen. Verkauft werden nicht mehr Druckkapazitäten, sondern Kunden bieten sich einzigartige High-Speed- und High-Quality-Services in Echtzeit, die den Wert von Print steigern und für die Anforderungen im Digitalzeitalter fit machen.


Siehe auch den multimedialen ValuePublishing-Echtzeit-Bericht von der Push-to-Stop-Tour Ende Oktober 2016. Mit kurzen Kommentaren, Bildimpressionen und Live-Videos.


Link: https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-automation-via-push-to-stop-in-practice



“We live in an amazing Era of exponential growth. The technology for all of this exists already, it’s not fantasy. I cannot wait to make it part of my life and being able to contribute to it.” A statement given by Stefano Cutello to summarize what he experienced at “Mobile Photo Connect” in San Francisco end of October 2016. — That’s smart. Because Stefano already contributes a lot. — The conference attendees liked his approach: “Send your pictures on FB Messenger at PastBot, and you’ll get a beautiful PastBook photo book automagically created for you! Meet our PastBot: http://past.io/2ePYg8g

Great timing to be able to run a ValueDialog to get the full story of PastBook. And it’s a real success story!

By Şükran Ceren Salali and Andreas Weber, Head of Value



INTRO

We have thousands of photos online. We might even forget some of those exist since they are all scattered around different social media. In order to collect and relive our precious moments with our loved ones, photo books are unique and personal. Founded in 2012, PastBook specializes in turning social media memories into high-quality, hassle-free photo books. PastBook developed Photo Book and PastBook for Instagram Photo Book apps in 2016; apps geared specifically for mobile users, that collect Facebook or Instagram photos and create high-quality digital or printed photo books in less than 60 seconds. Also, you can upload photos from Dropbox, Picasa, Google Photos and Flickr.

Short after its foundation, PastBook has been nominated for various awards. In 2015, PastBook named the 3rd fastest growing tech company in the Netherlands. Later in May 2016, the company was featured by Facebook as a business success story. Also, in September 2016, PastBook has been nominated for the prestigious Rising Star Award 2016 which is part of the Deloitte Technology Fast 50. 

That’s why we decided to learn the story behind a fast growing company with easy-to-do tools and cool features that will make you relive your moments in a beautiful way!


INTERVIEW: Let’s hear the company’s success story from the founder and CEO of PastBook, Stefano Cutello!

Turning social media memories into high-quality, hassle-free photo books: How did you come up with the idea for PastBook?

Stefano: One day my father was showing me his photo album of him in his younger days and then I asked myself that “will I ever be able to provide that same emotional experience to my children?” The answer was of course “no”, because despite I have plenty of more photos than my father – all of them are scattered everywhere on different social media and devices. I was using Facebook, from the days it has launched, and I realized almost a big part of my life is there. That’s was the problem I wanted to solve for myself and it turned out to be a problem that many other people have. So PastBook was born with the mission “to help people to relive their memories”. At that time it was all still just an extra time project for fun; the first product we made was a huge poster that users were able to create in 1 click: you select a year and you get 12 columns with everything you posted that year; so, it was in the same way we create the book of one year that you can relive your Facebook and Instagram moments of a selected year, by that we provide you a unique place where you can easily rediscover them online and offline.

We asked a few friends to try it out and it all became viral in 24 hours, we received many e-mails from journalists and it ended up at, for instance, Wired and Corriere della Sera. That was the moment I felt that this was my next train, and I jumped on it.


How did you end up in Amsterdam?

Stefano: When I decided to jump on that train I had to make the tough decision to quit eBay.

Rationally, there was no reason to do that: I had my nice long term job, and high salary – and just a few months before I just moved to live together with my girlfriend to a new house.

Still – I didn’t want to live with the regret to do not have tried. So went all in with PastBook: worst case, I would have learned plenty of new things.

So I started to apply for any kind of accelerator and incubator around the world, I didn’t care that much where to go: I was not looking for the money, I was more looking for getting in an environment that would have supported me to build my company. My plan B was to move directly to US and find my way there. 

In March 2012 I got into Rockstart Accelerator that was based in Amsterdam and within one month from my resignation – everything started.




What kind of challenges you faced during this process?

Stefano: Almost everything. (laughs). — Before my decision, all my friends were telling me “don’t do it”. But, I prefer to try and see than to regret not trying. 

I had this big mission: I wanted to grow bigger and bigger but not much was concrete. Then I said, well, a powerful way that I can make my big vision happening is that I have to make it clear for my customer what the product is and what we expect from them. We shifted by making a super clear proposition; “making beautiful photo books less than 60 seconds”. That’s when we actually started selling and growing.

I think, in 10-15 years, people will ask “if something happens to me, what will happen to my memories on Facebook?, “Will I ever be able to allow my kids one day to go back to the memories of me online which even I don’t remember where I have all of them that right now?”. That’s why my goal now is to build up a big, solid and sustainable company that can be there and this is why we have this motto: “Relive Your Memories with PastBook”.

Even though I faced big challenges, my passion and hard work enabled me to handle it in the best way, and it works well right now. It’s still the same challenge, even though you grow, you still embrace the challenge. There is always bigger goals that inspires me to work more and more. One thing is to go from 1 to 10 customers, when you get there then you have to go from 10 to 1000, and then 100K and so on: you never stop and the challenges are always there at any stage – you just keep raising the bar. 


What advice would you give to people looking to start a company?

Stefano: I don’t like to give advice but one thing is for sure; you can’t start a company if you are not passionate about what you do. 

I would have had thousands of reasons to give up. It would have been easier if I’d stayed in eBay rather than working 14 hours a day. But I have a passion that drives me. We set this vision, worked hard and we think big now, but compared to where we want to go, we are still at the beginning. I’d say keep pushing, never give up. Always think big, but move a small step at the time – fast.


PastBook has a culturally diverse team. How important is this that your customer profile and workforce mirrors this diversity?

Stefano: The diversity we have now was not my intention in the beginning, that somehow happened during the way but I really liked it. I was working with an international team in eBay as well. It is nice because if you want to build an international company, it’s core to have different point of views and culture. That’s also why I keep asking people to talk in person rather than using our chatting system at the office, the personality of each of us should interact. I don’t really care where somebody is from, male or female, and younger or older. I just tried to get the best people that I can get. I want to make this company bigger and I cannot make it happen if everything has to depend on. I only have 24 hours a day and I cannot be the expert of every single area. So I need the best people around me for each of those areas to complement me. If you want to build a top class company, you need to have top class people who work for you.


What are the future plans for PastBook?

Stefano: Our long term vision is providing a place where all your memories are, and you can relive them in every way that you can think of, now is a photo book, but soon might be something else, even not printed. 


About the interviewee




Can we learn who is Stefano Cutello?

Stefano: I’m a product guy and an engineer inside. I opened my first company – a web agency specialized in web site design and IT consultancy – when I was only 18, in Italy, but I started working in IT way before since my first years at high school. My education background is in computer science, but I dropped the university because I was learning way more in the real world working for big IT companies than studying theory – that I knew already – on books. 

Almost all the companies I worked for were offering me to join them as an employee, but I was always refusing because I liked switching from project to project, making my own career and learning new things every time. 

One of the companies in my client portfolio was eBay. After just a few months of consultancy, eBay also offered me the opportunity to become an employee and that was the only time I said yes: the team in eBay Italy was still small, international it was a kind of a dream job for me, and a new experience. So, I sold my previous company and started to work for eBay only. Moving from having your own company with a lot of different clients, working for 24/7 weekend and night to satisfy each customer – to becoming an employee, I ended up having a lot more free time than before. 

As a techie, I like to spend my free time building things, just for fun. I had no intention of building a start-up. Problem is that when you have plenty of ideas and you are able to make them, you keep moving from one project to the other, ending nowhere. One day, with a colleague of mine who has a similar background, we said: let’s share our ideas and pick one to work on, promising each other that we’ll stick to it until we make it done. That idea was PastBook. 



About the company

PastBook collects all your memories in one –safe– place, detached from each social network, providing you with a unique experience to easily relive and share, either on-line, through a tablet or offline through a pdf or even in a tangible way, a printed book. PastBook’s algorithm automatically highlights your memories based on their vibrancy, keeping them chronologically organized. PastBook will let you easily rediscover and customize your past in an easy, fast and time saving way. You can create photo books in different styles for weddings, memorials, graduation and so on. PastBook’s new PastBot feature is very cool: You can send your pictures on Facebook Messenger at PastBot, and you will get a beautiful photo book automagically created for you! 

Read PastBook’s blog, follow PastBook on Twitter  and Facebook, or learn more at https://www.pastbook.com. Also here you can find one of the videos of the series of Ceren’s Tips on PastBook’s YouTube channel.

For more information about the company, please contact: Stefano Cutello, CEO and founder of PastBook, +316 38123898 or stefano@pastbook.com





OUTRO

Stefano’s analysis of “Mobile Photo Connect” conference is worth to get added. 

One of my favorite quotes by Robert Scoble: “Mind blowing shit is coming. It’s here” 

Tonight [25 Oct. 2016] I had the luck to assist to the Tech in Motion fireside chat between Robert Scoble “Scobleizer” and Myriam Joire and I saw how the future is gonna look like. Sooner than you imagine. 

  • Mixed reality experience that will make impossible to your mind to understand what’s real and what’s not – you’ll have to remove your glass to get back to earth.
  • Space sensors that will be able to feel the pressure of your hands on the floor from 50cm distance or that will be able to detect the heartbeat of the person you are looking at.
  • Eye sensors that will look at your eyes instead of looking at what you’re looking at to enhance the experience of what you are focusing on
  • Drones that are able to map a 3D model of a room in a matter of seconds and be smart enough to do any action in that room recognizing not just walls, but any objects in the room and be autonomous in handling them
  • Ecommerce experiences where the moment you “walk” to a shop, you’ll not find any shelf; you’ll just ask for a pair of Levi’s and a any possible model will appear in front of you already fitted by your size and preferences; or where you walk into a supermarket, you watch a tomato and you’ll see the supply chain of that tomato, letting you make a more wise choice on the most healthy one, also better understanding the difference in prices
  • Brands that will embed VR experiences in each of their product, so that the next time you’ll watch at your Nike you’ll see some special things coming out of your shoes
  • TVs that will mainly have the function of getting a 3D sensor in your home so that your living room can be mapped
  • Entertainment will be watching abut of your windows and see a “live” show happening in your garden
  • Driving will be sitting on the main seat in a Tesla (that you don’t necessary have to own) that will bring you wherever you want. Uber, Lyft, taxi and truck drivers will lose their job, but with the right regulations they’ll be able to have enough time to learn new things and get back to market: AI will destroy plenty of jobs but AI and VR will also create plenty of opportunities, unlocking learning experiences never possible before (think about Matrix)
  • You will not need a monitor anymore, you’ll have as many as you want, virtually
  • Market insights: It will be a war between Apple and Google, maybe Microsoft too. Facebook with its Oculus has to catch-up. Apple new upcoming Siri will make “virtual assistant” finally an everyday thing. The new iPhone will not be a phone anymore and most probably will be a glass that will interact with whatever you’ll point it to.
  • Memories will always be available for you to literally relive them like the first time and be part of them, interact with them, change them.

Last but not least: We live in an amazing Era of exponential growth. The technology for all of this exists already, it’s not fantasy. I cannot wait to make it part of my life and being able to contribute to it.




ValuePublishing Interview Rainer Wolf 2016.001.jpeg

Fotos: Heideldruck. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt arm Main

Wenn der Leitstand einer großformatigen Heidelberg-Druckmaschine nutzbar ist wie ein smartes iPhone, sollte man genauer Hinschauen. Erstmals wurde der intuitiven Bedienerführung eine intelligente Automation der Maschine zur Seite gestellt. Die Maßgabe bei der Produktentwicklung: Höchste Qualität, maximale Produktivität und Wirtschaftlichkeit stärken kleine wie auch große Druckereien, die sich analytisch, organisatorisch und operativ Vorteile sichern. 

Rainer Wolf, Leiter Produktmanagement Sheetfed bei Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz: Heideldruck), gibt Einblicke in die „Runderneuerung“ des Offsetdrucks, um ein perfektes Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Materialien und Prozessen zu nutzen, damit perfekte Ergebnisse auf Knopfdruck möglich sind.

Hinweis: Siehe auch den Expertencheck zu Push to Stop in der Praxis.

 

Interview. Andreas Weber, Head of Value

Heideldruck zeigte auf der drupa 2016 den Offsetdruck „runderneuert“ und ganz im Zeichen der Digitalisierung. Was ist darunter generell zu verstehen?

Rainer Wolf: Zunächst, nicht nur unsere Produkte, das ganze Unternehmen Heidelberg hat sich erfolgreich neu aufgestellt. Unter dem Motto Simply Smart haben wir auf der drupa 2016 gezeigt, wie digitale Integration konkreten Mehrwert bringt und wie der Smart Print Shop der Zukunft aussieht. Digitalisierung, Automatisierung, Flexibilisierung und Marktorientierung greifen ineinander. Wir sind überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen, da wir Innovationen aus der Digitalwelt, wie Big Data, Cloud-Services, eShops, Automatisierungs-Tools  etc., integriert haben und damit die Industrialisierung im Druck auf ein neues Level heben. Das größte Überraschungs-Momentum können wir im Offsetdruck erzielen, der allgemein als „gesättigter, reifer Markt“, geprägt durch „analoge“ Technologien angesehen wird. Aber: Das ist mitnichten so!

Warum? 

Rainer Wolf: „Analog“ ist im Offsetdruck kaum noch etwas. Intelligente, digitale Echtzeit-Analysen zur Produktivitäts- und Produktionssteuerung werden eingesetzt, ebenso wie ein neues Konzept für den Maschinen-Leitstand, der per Multitouch-Bedienung fast schon wie ein iPhone agiert, inklusive Widgets und Apps, die über die Vernetzungsplattform Prinect nutzbar sind. Die Philosophie, die wir dabei zugrunde legen, nennen wir „Push-to-Stop“ — ein ganzheitlicher, integrierter Ansatz zur digitalen Vernetzung und automatisierten Produktion, der kleinen wie großen Druckereien erlaubt, ihre Leistungen als Smart Print Shop durch autonomes und navigiertes Drucken zeitgemäß zu etablieren.

Wie wurde das bei den Kunden aufgenommen?

Rainer Wolf: Unser Neuansatz wird sehr gut aufgenommen. Es gibt keinerlei negatives Feedback, das unsere Push to Stop-Philosophie in Frage stellt. Im Gegenteil: Push to Stop ist nunmehr ein fester Bestandteil in der Kommunikation mit unseren Kunden und wird seit der drupa 2016 aktiv nachgefragt. Und das, obwohl Push to Stop kein Produkt ist, sondern eine Philosophie oder eine Art neues Denken darstellt, um Geschäfts- und Produktionsprozesse signifikant zu verbessern. Auf dieser Basis wird nach Lösungen gesucht. Wir stellen insgesamt fest, dass gerade auch in den Schwellenländern („Emerging Markets“) wie Indien oder China hohes Interesse für die Digitalisierung im Offsetdruck besteht, also nicht nur in der westlichen Welt.

Was muss konkret verbessert werden? Welcher Situation sind Ihre Kunden ausgesetzt?

Rainer Wolf: Zum Einen: Wir sehen einen klaren Trend zu kleineren Auflagen, das heisst die Jobwechselrate pro Stunde/Schicht steigt erheblich. Zum Anderen: Druckereien stehen seit Jahren unter erheblichem Kostendruck und kämpfen gegen einen stetigen Preisverfall an. Aufwendungen für Papier, Energie, Verbrauchsmaterialen etc. steigen aber kontinuierlich. Es gilt also weiter an der Kostenschraube zu drehen und über smart integrierte Lösungen die Produktionskosten weiter zu senken.

[HINWEIS: Siehe auch die ValueTrendRadar-Analyse Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print

Was bedeutet das für Ihre Kunden und für Heideldruck?

Rainer Wolf: Wir setzen am Punkt „Kostendruck“ und schnelle Rüstzeiten an und haben durch unsere Push to Stop-Konzept und Analysen große Verbesserungs-Potenziale identifiziert. Um Verbesserungen zu erreichen, genügt es nicht mehr, Prozessschritte isoliert zu betrachten, sondern ganzheitlich im Sinne relevanter Standardisierungsmöglichkeiten vorzugehen. Der Fokus liegt darauf, automatisiert zu produzieren, um dadurch falsche Entscheidungen zu verhindern oder Störmechanismen auszuschalten. Ganz wichtig ist es, mit Kunden exakt zu analysieren, wie die Zahl der „Touchpoints“, also der manuellen Eingriffe bei der Auftragsumsetzung reduziert werden kann. Höhere Effektivität entsteht nicht nur durch modernste Technik, sondern durch das optimierte Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

Wie ermittelt man die Effektivität eines Druckereibetriebs?

Rainer Wolf: Das Maß aller Dinge ist die Höhe des Outputs und des damit verbundenen Aufwands. Für Druckereien als Hochleistungs-Produktionsbetriebe ist die „Overall Equipment Effectivness“ (kurz: OEE) eine wichtige Kennzahl. Das heisst, zu messen und zu bewerten, was eine Druckmaschine tatsächlich produziert. Mit der Speedmaster XL 106 sind theoretisch bei Rund-um-die-Uhr-365-Tage-Betrieb knapp 160 Millionen Druckbogen pro Jahr zu produzieren [das entspricht 1,44 Milliarden, bei einer Wendemaschine 2,88 Milliarden DIN A 4-Druckseiten]. In der Praxis erreichen in Westeuropa die Speedmaster XL-Kunden im Schnitt „nur“ rund ca. 40 Millionen Bogen pro Jahr. Das ist nur ein Viertel des Möglichen. Der Grund: Im Gesamtablauf der Auftragsbearbeitung und Produktion (inklusive pre-media) gibt es zu viele Reibungsverluste und Abstimmungsproleme, die beseitigt werden müssen. Mit Push to Stop zielen wir darauf ab, einen Teil der nicht genutzten 75 Prozent zu adressieren und einen OEE-Faktor von 50 Prozent zu erreichen. Das ist eine Verdoppelung zum heutigen Schnitt. Und das geht, wie uns heute bereits einige wenige Druckereien vormachen. Sie erreichen schon 70 bis sogar 90 Millionen Bogen pro Jahr. Damit steigt die Profitabilität ganz erheblich, da wesentlich mehr zu geringeren Kosten hergestellt werden kann.

Neue Tools und Techniken sind demnach wichtig. Aber es braucht mehr. Was genau?

Rainer Wolf: Es bedarf exakter Analysen aller Abläufe  gekoppelt mit Praxiserfahrung. Durch die Digitalisierung sind die Möglichkeiten breitgefächert. Es braucht also ein klares, kundenspezifisches Setzen von Prioritäten. Und: Wir konnten erstklassige Praktiker für unsere Teams gewinnen, die alle Abläufe und Prozesse bei Kunden analysieren und mit unseren technischen Lösungsmöglichkeiten abgleichen. 

Und was machen diese Experten aus der Praxis anders?

Rainer Wolf: Sie kehren die Betrachtungsweise um, und prüfen die tatsächlichen Abläufe und bewerten dann, wie Technik am besten unterstützen kann. — Ausgangspunkt ist die Analyse der Durchgängigkeit sämtlicher Abläufe in einem Betrieb, um zu ermitteln, wieviele Touchpoints es bis dato gibt und welche eliminiert werden müssen/können. Durch den richtigen Einsatz unserer Tools sowie aufeinander abgestimmte Materialien wie Papier, Farbe und andere Verbrauchsmaterialien können zum Beispiel Rüstzeiten von nur 2 Minuten bei 60 Anlaufbögen realisiert werden. Das sind echte Spitzenwerte! — Hinterfragt wird zudem: Wie sehen reibungslose Freigabeprozesse für den Druck aus? — Oder bezogen auf die Vorstufe: In welcher sinnvollen Reihenfolge kommen die Druckplatten an die Maschine? Im Ergebnis gelingt es uns, dass Kunden auch bei kleineren Auflagen und bis zu fünf oder gar zehn Auftragswechseln pro Stunde ihre Speedmaster mit Vollgas fahren können.

Was heisst das für die Zukunft?

Rainer Wolf: In den letzten zehn Jahren hat sich die Produktivität bei unseren Kunden in etwa verdoppelt. In den kommenden 10 Jahren können unsere Kunden ihre Produktivität nochmals verdoppeln und dadurch ihre Konkurrenzfähigkeit nachhaltig ausbauen. Einzelne innovative Firmen, v. a. aus dem Online-Print-Sektor, können das heute schon. In Summe bieten sich aber auch Chancen für Firmen, die sich auf Nischenmärkte spezialisieren, denn auch in der Nische zahlt sich Produktivität aus.

Richtig verstanden, leitet die Digitalisierung im Offsetdruck einen Paradigmenwechsel in der Branche ein. Gibt es aus Ihrer Sicht Hürden, die zu nehmen sind?

Rainer Wolf: Die Industrialisierung im Druck kann durch die Digitalisierung erst richtig beginnen. Entsprechend muss auf der Führungsebene die Auseinandersetzung unserer Kunden mit Änderungen im Markt stark ausgeprägt sein. Die Dynamik vor allem in den dem Druck vorgelagerten Prozessen ist unglaublich hoch. Nicht nur die Produktionsweise, auch die Art und Weise, wie Druckaufträge entstehen, ändert sich. Die spannende Frage lautet dann: Wer ist am Ende der richtige Druckpartner? Unsere Push to Stop-Philosophie hilft entscheidend. Denn wie gesagt, sind zunächst keine hohen Technik-Investitionen notwendig, sondern gründliches Nachdenken, Analysieren und Vernetzen (via Prinect). Keiner kann auf der grünen Wiese alles neu aufbauen. Vielmehr gilt es, ein exaktes Zielbild zu formulieren — und anzufangen, sich konsequent mit Prozess- und Ablaufoptimierungen zu beschäftigen, um Kapazitäten besser zu nutzen. Dies weniger im Sinne von kontinuierlichen Verbesserungen, denn dadurch werden nur Teilprozesse optimiert. Mit Push to Stop gelingt es größere Schritte zu machen, beinahe im Sinne eines Quantensprungs.

Digitalisierung wird zur Chefsache. Wie steht es um die Mitarbeiter?

Rainer Wolf: Es ist natürlich sehr wichtig, die Mitarbeiter mitzunehmen und ihnen die Angst vor den anstehenden Veränderungen zu nehmen. Die Erwartungshaltung ist, durch die Digitalisierung mehr Output bei weniger Aufwand zu schaffen. Push to Stop hilft den Mitarbeitern, das Mehr an Leistung zu bewältigen. Die autonome, intelligente Maschine weiss exakt und auf Abruf, wie am Effektivsten gearbeitet wird. Die Rolle des Druckers verändert sich — er bedient die Maschine immer weniger aktiv, sondern überwacht die Produktion, stellt die Qualität sicher und sorgt dafür, dass die Anlage störungsfrei produzieren kann. Daran muss man sich gewöhnen. Für uns bei Heidelberg heißt das: Wir müssen dafür sorgen, daß der Drucker dieses hohe Leistungsniveau nachhaltig erreichen und sich auf die Maschine mit ihren Assistenzsystemen verlassen kann.

Last but not least: Was ist für sie persönlich das aufregendste/wichtigste an den Heidelberg-Neuheiten für den Offsetdruckmarkt?

Rainer Wolf: Gute Frage! Das Push to Stop-Konzept ist einzigartig, steht also ganz oben und gibt strategisch die Leitlinie vor. Bezogen auf die Technik ist Hycolor Multidrive einer meiner Favoriten; denn dadurch können dir technisch viele Prozesse simultan ausführen und sind speziell bei aufwändigen Rüstvorgängen wesentlich schneller. Es braucht beispielsweise gerade einmal 2,5 Minuten für Gummituch-, Druckzylinder- und Farbwalzenwaschen dank Hycolor Multidrive.

Mein absolutes Highlight ist aber Intellistart 2, die Software, die Push to Stop an die Druckmaschine bringt. Erstmalig können mehrere Folgeaufträge bereits während der laufenden Produktion vorbereitet und freigegeben werden. Zusätzlich werden beim Auftragswechsel Prozesse automatisch gestartet, die dann selbstständig ablaufen. Intellistart 2 organisiert das alles automatisch und der Drucker bekommt am Wallscreen XL sogar ein Zeitstrahldiagramm angezeigt, an dem er genau sieht, welche Prozesse gerade ablaufen, was er manuell machen muss und wie lange es dauert bis die Produktion startet. So gesehen ist Intellistart 2 ein Volltreffer zur richtigen Zeit, um den ersten Schritt ins Push to Stop-Zeitalter zu machen.

Vielen Dank für das Gespräch. 


Zur Person

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Rainer Wolf,  Leiter Produktmanagement Sheetfed bei Heidelberger Druckmaschinen AG.

Der diplomierte Drucktechnik-Ingenieur Rainer Wolf hat das Drucken von der Pike auf gelernt. Der Ausbildung und Arbeit als Offsetdrucker folgten von 1994 bis 1998 das Studium an der Fachhochschule für Druck in Stuttgart sowie eine Geschäftsführungs-Assistenz-Position in einer renommierten süddeutschen Druckerei. Seit dem Jahr 2000 ist Rainer Wolf im Produktmanagement der Heidelberger Druckmaschinen AG mit verschiedenen Aufgaben betreut. Market Intelligence wie auch die Leitung Produktlinienstrategie sind wichtige Stationen. 2014 wurde er Mitglied des Board of Directors der Heidelberg Graphic Equipment Shanghai (HGES). Im April 2015 wurde er zum Leiter Produktmanagement Sheetfed bestellt.


Ausgewählte Quellen für weitere Infos/Grafiken/Videos:


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Two high-lights: Heideldruck’s Gallus label printing business makes good progress. — Global launch of PROKOM will strengthen KonicaMinolta’s business community approach.

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 14 October 2016

Welcome to another roundup with 33 news articles posted during the past week, plus Laurel Brunner’s latest Verdigris Blog added on Friday: ‘An Environmental Declaration for Print’, which this week briefly explains the circular economy and that the graphics industry could be making a massive satement about its contribution to this. Please don’t miss it. On Friday, UPM Raflatac and Labelexpo Americas announced they had partnered to provide a solution for exhibitors to responsibly manage their waste at the show, as well as ongoing.

In our Technology Guides section you will find the 10th article in this new Wild Format series for 2016/2017 called ‘The Art and Science of Very Fine Drops’ by Sonja Angerer, complete with an illustrated PDF which can be downloaded. In Online Features this week we have a report in Chapter 02 from the recent Gallus Innovation Days in Switzerland, which saw the successful world premiere of the new Gallus Labelmaster machine platform for label and packaging printing; and then in Chapter 07, two additions from Andreas Weber, head of Value, with a commentary entitled Print is a dynamic growth market. But print doesn’t sell itself!’; and then a summary analysis which examines the ‘Prospects for adding value with print’. Illustrated PDFs of both can be downloaded.
Upcoming events mentioned this week include K 2016 in Düsseldorf from 19 to 26 October, from Mimaki on Monday; and on Thursday, InPrint in Milan from 15 to 17 November.

Monday’s headlines were led by UPM at WPE in Vienna last week, and then on Tuesday, news from Manroland Web Systems with the launch of its new 16-page Geoman e:line newspaper printing press at the event; and Kodak with faster CTP for newspapers. Tuesday saw Canon SA (and Europe) lead the news with the launch of a new ImageRunner Advance series of A3 colour high-end multifunctional printers. On Wednesday, we had UPM Raflatac in Poland with a new coating line for its Wroclaw factory to meet increased demand for its products; while Thursday saw Mimaki launch a new breakthrough in digital inkjet textile printing with a transportation belt at Viscom Italy, which also took place last week. To round off the lead headlines on Friday, System Brunner announced that its Instrument Flight has received a worldwide first ‘G7 Press Control System Certification’.

Orders and installations during the past week included Hybrid Software with the 500th seat of its PACKZ to Fusion Flexo in the UK; then Panaprint in the USA with System Brunner and QuadTech. On Tuesday, Gallus with the 400th ECS 340 label press at Relieves Egara in Barcelona, Spain; while Vale Press in the UK, will take delivery of a new Stahlfolder BH66 buckle machine in the New Year. On Wednesday, Bokbinderiet Johnsen celebrated its new Muller Martini Diamant MC 60 bookline, a first in Norway, with a customer Open House.

Thursday saw Imprimerie Bailly in France add X-Rite eXact-based colour control; Frisco Printing and Graphics in the USA add Heidelberg’s new Versafire CV; Muller Martini with a Primera MC saddle stitcher with Motion Control for two key customers in Switzerland; and Technotrans in the UK at trade printer Walsh Colour, as it switches to H-UV with three new Komori presses. On Friday, Duplo UK announced deals topping £400,000 from The Print Show at the NEC last week: to QuadGraphics, Latham Direct, and Jones and Brooks. Heidelberg UK revealed that PPS Print has upgraded from Xerox to Versafire CP for its digital printing; and lastly, Flexoshop in the UK now uses Asahi AWP water-washable flexographic plates.

As my tailender for this week: PRP in the UK announced that it has been awarded the contract to manufacture 1200dpi LED print heads for the Kodak NexPress, as the culmination of a successful three-year joint development programme with Kodak.

That’s it for another week, but you will find more if you scroll down carefully.
My best regards, 

Mike Hilton



Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 10 October…   
UPM participates at the World Publishing Expo 2016
UPM to focus on newspaper publishing and commercial CSWO printing at the World Publishing Expo in Vienna this week…

The Art and Science of Very Fine Drops: PDF to download
Wild Format Technology Guide No 10. Inkjet is unique amongst printing technologies, there is no other option to print on such a wide varieties of substrates with such efficiency. By Sonja Angerer…

PROKOM sets its sights on going global
PROKOM, the independent community of Konica Minolta production printing users’ at The UK Print Show with KM this week…

Mimaki solutions for the plastics industry at K 2016
Digital thermoforming, membrane switches and printing on plastics to be highlighted in Düsseldorf from 19 to 26 October…

Hybrid Software announces sale of 500th seat of PACKZ
Hybrid Software has announced the purchase of the 500th seat of its PACKZ native PDF editor by trade shop Fusion Flexo…

Panaprint powers web and sheetfed with System Brunner
Panaprint in the USA powers colour accuracy with System Brunner Instrument Flight and QuadTech to G7 standards…

Tue 11 October…   
Canon announces new imageRunner Advance series
Canon unleashes outstanding quality document production with new A3 colour C7500 series high-end multifunctional printers…

Manroland announces new 16pp Geoman e:line at WPE
Manroland Web Systems presents the new 16-page newspaper printing press Geoman e:line at World Publishing Expo in Vienna…

Kodak’s faster CTP at World Publishing Expo Vienna
Kodak announces new CTP options offering newspaper printers more productivity, efficiency and sustainability at WPE…

ImagePerfect vinyls receive HP Media Certification
View these and other ImagePerfect media on the Spandex stand (E3) this week at The Print Show 2016 at the NEC…

Gallus ECS 340 No 400 heads for Barcelona
At the Gallus Innovation Days in September, the 400th ECS 340 was sold to the Spanish label printer Relieves Egara…

Vale Press buckles up for take off with Stahlfolder!
Vale Press will take delivery of a new Stahlfolder BH66 buckle machine in the New Year to support its new Speedmaster XL 75-5…

Wed 12 October…   
UPM Raflatac to add new coating line at Wroclaw factory
UPM Raflatac expands its asset platform in Wroclaw, Poland to meet the label stock demand growth in Europe…

PRP awarded Kodak NexPress print head contract
The contract to manufacture 1200dpi LED print heads is the culmination of a successful joint development programme…

IDC MarketScape and Vendor Snapshot both cite Ricoh
Ricoh’s a leader of document workflow services, says IDC, helped by Ricoh SA’s customer commitment…

Manroland Web STORE a resounding 24/7 success
Web offset printing companies have embraced Manroland Web Systems’ completely renewed e-Commerce offering…

EFI at the Tecnargilla tradeshow in Rimini, Italy
EFI Cretaprint ecosystem brings bigger digital advantages in tile decoration at Tecnargilla in Rimini and at Cersaie in Bologna…

New Muller Martini Diamant MC 60 bookline in Norway
Open house at Bokbinderiet Johnsen provides impressive demo of the new Muller Martini Diamant MC 60 bookline…

Thu 13 October…  

Mimaki breakthrough in digital printing for textiles
The new Tx300P-1800B with textile transportation belt is ideal for samples, short production runs, custom orders, even on thick, sheer and elastic textiles on show at Viscom Italy 13 – 15 October…

Retrofit or new? Asks Matthias Heißler, Manroland Web
Manroland Web Systems retrofit trends and solutions directly from the newspaper printing market…

The world of industrial printing at InPrint Italy 2016
From 15 to 17 November at the MiCo exhibition centre in Milan, with pre-registration on the Website for free entry available now…

Imprimerie Bailly’s X-Rite eXact-based colour control
Closed-loop solution improves control and efficiency throughout the entire offset production process, saving time and money…

New Versafire CV doubles productivity for Frisco
Frisco Printing and Graphics Center doubles productivity and expands applications with new Heidelberg’s Versafire CV…

Start of a new era with Muller Martini Primera MC
Even before its world premiere at drupa, the Primera MC saddle stitcher with Motion Control sparked enthusiastic response…

Walsh Colour Print takes control with Technotrans
The trade printer opts for Technotrans peripherals as it switches to H-UV with three new Komori presses…

Fri 14 October…
G7 Certification for System Brunner Instrument Flight
System Brunner Instrument Flight: receives worldwide first G7 Press Control System certification…

Gallus Innovation Days a hit with world’s label printers
World premiere of new Gallus Labelmaster machine platform for label and packaging printing in St. Gallen, Switzerland…

UPM Raflatac strives to keep label waste from landfills
UPM Raflatac and Labelexpo Americas partnered to provide a solution for exhibitors to responsibly manage their waste…

Print is a dynamic growth market. But print doesn’t sell itself!
A commentary by Andreas Weber, head of Value with optional PDF to download…

Value Analysis – prospects for adding value with print
Executive summary analysis by Andreas Weber, head of Value…

Duplo secures new customer deals at The Print Show
Duplo UK has signed deals topping £400,000 and bagged an impressive pipeline of sales leads from The Print Show…

PPS moves digital to Versafire CP from Heidelberg UK
PPS Print moves to Versafire digital technology to benefit from Heidelberg’s Prinect workflow through a single RIP…

Flexoshop Colchester moves to Asahi AWP plates
UK-based Flexoshop spurs business growth with Asahi Photoproducts AWP water-washable flexographic plates…

Lead articles from Friday in previous update… 

The Print Show 2016 prepares a tasty buffet
The main course may be missing from regional and national shows, says Gareth Ward, but there are plenty of morsels to sharpen any appetite for manageable investment…

Intec to unveil ColorCut 500 at The Print Show
Intec Printing Solutions to debut of the ColorCut digital die-cutter for sheet labels and packaging at the NEC next week…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2020 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
Only 41 articles so far this year, with well over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years in our Archives.

Technology-related Chapter 02

Latest Gallus Innovation Days a hit with label printers from around the world
World premiere of new Gallus Labelmaster machine platform for label and packaging printing…

Online Features Sep/Oct Chapter 07

Print is a dynamic growth market. But print doesn’t sell itself!
A commentary by Andreas Weber, head of Value…

ValueTrendRadar Analysis – prospects for adding value with print
Executive summary analysis by Andreas Weber, head of Value…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

An Environmental Declaration for Print
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 14 Oct

Previous…   
Newspapers and Change
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 07 Oct

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first ten can now be found in this special section in the Index on the Home Page of our Website. All have illustrated PDFs for downloading.

10… The Art and Science of Very Fine Drops
Inkjet is unique amongst printing technologies, there is no other option to print on such a wide varieties of substrates with such efficiency and ease. By Sonja Angerer

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News (in alphabetical order)
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (also in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mailgraphicrepro.za@gmail.com

valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-4-001

In der Gutenberg-Stadt Mainz wurde im Frühjahr 2016 der Architektur-Wettbewerb zum Museums-Neubau entschieden. Gutenbergs Erbe soll damit auf höchstem kulturellen Niveau ins Digitalzeitalter überführt werden. Fotos: Gutenberg-Museum Mainz. Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

 

ValueTrendRadar Analysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 3)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 

Ergebnisse aus Teil 2

(Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro)
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


 

valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-3-001

Teil 3:  Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Über 1.800 stellten alleine auf der drupa 2016 aus. Die Spanne bei den Zulieferern für Druckereien reicht von breit aufgestellten Multimilliarden-Konzernen über Mittelständler bis hin zu spezialisierten Kleinbetreiben und Start-ups mit 5 bis 10 Mitarbeitern. Hinzukommt eine Heerschar von Fachhändlern. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angebote konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind. Zu den ‚ganz Großen‘ Techniklieferanten zählen Hersteller von Papier/Bedruckstoffen aller Art sowie die von Verbrauchsmaterialien, wie Druckfarben etc. sowie neben den deutschen Druckmaschinenbauern über ein halbes Dutzend Konzerne aus dem IT/Datenmanagement sowie dem Imaging- und Kopiertechnik-Bereich.

Von den Letztgenannten sahen sich die großen Digitaldruck-Technik-Anbieter näher an der Digitalisierung und waren bestrebt, neue Verfahrenstechniken im Druck durchzusetzen. Dies führte zu einem wahren Investitionsboom in neue Drucktechnik. Die reinen Digitaldrucktechnikentwickler haben in den vergangenen 25 Jahren die höchsten Summen in Forschung und Entwicklung investiert: Über 100 Milliarden Euro wurden vorwiegend in den USA und Japan von börsennotierten Konzernen wie HP, Kodak, Xerox sowie Canon, Fujifilm, Konica Minolta oder Ricoh für Digitaldruck-Technik-Entwicklung aufgewendet. Dies kam vor allem dem Konsumentendruck sowie dem sog. Office-Printing zugute. Für die Druckindustrie lautete die Strategie: Stellplätze für Digitaldruckmaschinen erobern, da Techniklieferanten nicht nur Maschinen verkaufen, sondern auch jahrelang an deren Nutzung per Click-Rate pro Druckseite verdienen. Ein Manko: Klickpreise bilden in der Druckbranche ein unübliches und bis heute ungewohntes Geschäftsmodell, da industriell produzierende Druckereiunternehmen die Vollkosten einer Druckmaschine im Vorfeld kennen müssen. [Hinweis: Die Kritik am nicht marktkonformen Vermarktungsgehabe für Digitaldruck hatte ich in einem offenen Brief im Juli 2014 formuliert. Siehe: „ValueCheck! — Alert! Digital Print crashes! More worse than expected!“

Das Dilemma: Die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand haben sich auf die Börsenkurse der genannten Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt: Alle Genannten verzeichnen über Jahre Stagnation oder sogar einen Rückgang ihres Aktienwertes. (Siehe Screenshots zur Kursentwicklung der letzten fünf Jahre). Die Marktkapitalisierung liegt auf niedrigem Niveau bzw. deutlich unter den Umsatzvolumen. Die Ausnahme: Der Imaging-Konzern Canon, dessen Marktkapitalisierung in etwa dem Umsatz entspricht. Ebenso wenig haben sich die hohen Investitionen auf die Volumenanteile am globalen Gesamtvolumen von Druckseiten ausgewirkt: Von den rund 50 Billiarden Druckseiten pro Jahr entfallen laut Xerox nur 2 Prozent (!) auf den Digitaldruck. Bedacht werden muss, dass die Umsatzerlöse pro Druckauftrag/Druckseite im Digitaldruck kostenintensiver sind, gerade wenn z. B. mit variablen Daten gedruckt wird. Daher wird für das Jahr 2015 von einem Umsatzvolumenanteil von rund 15 Prozent am Gesamtmarkt ausgegangen.

 

#drupa2016 review Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Day 2016.022

Auszug aus dem Vortrag von Andreas Weber: #drupa2016 Review. Grafik: Chart von Xerox, drupa Pressekonferenz am 1. Juni 2016

 

Screenshots zur Kursentwicklung börsennotierter Digitaldruck-Technikkonzenen. Stand 11. Oktober 2016. Quellen: MSN Money, Yahoo! Finanzen, OnVista, Wallstreet Online. Hinweis: HP Inc. notiert seit dem Splitting und absolviert sein erstes Geschäftsjahr. Inkl. dem Q3 2016 ging der Umsatz in der Sparte Printing im Jahresvergleich um 14 % zurück.

 

Der Grund, warum man sich bei der Vermarktung von Digitaldrucktechnik schwer tut, liegt vor allem in einer großen Unkenntnis dessen, was im Kern den Druckereimarkt in seiner Besonderheit ausmacht — bis hin zu grundlegenden Verständnisproblemen: Digitaldrucktechnik-Hersteller sprechen nicht die Sprache der Drucker, sondern die der IT/Computerwelt. (Siehe ValuePublishing drupa-Analyse: #drupa2016 Review Teil 2: Worauf es wirklich ankam!  

Zudem agieren diese Anbieter als Groß-Konzerne mit vielen Hierarchiestufen, komplexen Strukturen, häufig wechselnden Ansprechpartnern, was vielen Druckereibetreiben Unbehagen oder sogar Probleme bereitet. Denn bevorzugt werden direkte Wege, gute und nachhaltige persönliche Kontakte zu den Lieferfirmen etc., die langfristig Vertrauen aufbauen und pflegen. Das (berechtigte) Credo der Druckereien: Es muss stets gehalten werden, was versprochen wird!

 

Zwischenruf

Spitzfindig könnte man aufgrund zahlreicher, immer gleicher Presseverlautbarungen der Digitaldruck-Techniklieferanten feststellen: Die Positionierung der großen Anbieter ist nahezu identisch. Alle sind (angeblich) globale Marktführer mit dem größten respektive breitesten Portfolio. Das „Print is Big“-Paradigma (siehe Teil 1) verspricht beste Aussichten, nachhaltig hohe Profite mit der Entwicklung und dem Verkauf von innovativer Drucktechnik zu machen. Nur in der Anwendung ergibt sich ein anderes Bild, da Digitaldruck-Technik in der industriellen Druckproduktion noch längst nicht dominiert.

Der Grund erschließt sich durch das in der Wissenschaft als Produktivitätsparadoxon bezeichnete Dilemma der Digitaldrucktechnik. Durch empirische Studien wurde die Hypothese untermauert, dass, insbesondere im Dienstleistungssektor, kein positiver Zusammenhang zwischen Investitionen in die Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) und der Produktivität auf volkswirtschaftlicher oder unternehmerischer Ebene zu bestehen scheint. Erklärungsansätze hierfür sind neben Fehlern in der Messmethodik u.a.:

  • Verzögerung zwischen Einsatz und Wirkung (Nutzer müssen erst mit dem neuen System umgehen lernen).
  • Managementfehler und unzureichende Nutzung der Potentiale beim Einsatz der Technologie.
  • Gewinndistribution zwischen Unternehmen und Unternehmensteilen.
  • Negative Auswirkungen des Informationszuwachses.
  • Negative Auswirkungen durch den Aufwand der mit der Einführung der Technologie erforderlichen Reorganisation der Arbeitsabläufe.
  • Weiterentwicklung von Software mit vergleichsweise geringem Effektivitätszuwachs bei stark steigenden Hardwareanforderungen und hohem Anpassungsaufwand.

 

Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die massiv und allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen. Aber: Firmen wie Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und hohe Marktanteile behalten (Heideldruck führt mit über 40 Prozent beim Offsetdruck).

 

Übrigens: Um mit den Druckereikunden den Großteil der industriell gefertigten Druckproduktionen solide stemmen zu können, konnte die Gesamtriege der Offset- und Flexodrucktechnik-Hersteller (neben KBA, Heideldruck v. a. Bobst, Cerutti, Esko, Goss, Komori, Presstek, Ryobi, W&H sowie bis 2011 manroland AG) mit Forschungs- und Entwicklungsgeldern von deutlich unter 10 Milliarden Euro (also weniger als einem Zehntel der Digitaldruck-F&E-Investments) im Vergleichszeitraum seit 1991 auskommen. Zudem sind die Investitionen, die industrielle Druckereien pro Jahr leisten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, im Offset- und Flexodruck niedriger anzusetzen als bei Digitaldrucktechnik, da hier wie im Zwischenruf dargelegt nicht auf Vorhandenes zurückgegriffen werden kann, sondern neue Infrastrukturen und Geschäftsmodelle geschaffen und implementiert werden müssen. Der Aufwand und damit die Kosten steigen zusätzlich noch, wenn eine Reorganisation der Arbeitsabläufe, Schulungen, Workflowanpassungen u. v. m. erfolgen müssen. Hinzu kommt, dass die Maschinenverfügbarkeit bei vielen High-End-Digitaldruck-Systemen (z. B. von bestimmten Xerox- und HP Indigo-Digitaldrucksystemen) unter 70 Prozent liegt, also deutlich zu niedrig ist für industrielle Fertigungsstandards, die 90 bis 95 Prozent betragen sollten.

 

 

ValuePublishing Big Data Visuals.001

 

Übersehen wurde durch den „Glanz“ der progressiven Digitaldruck-Investments: Die deutschen Maschinenbauer haben ihren Fokus geschärft, die Kernkompetenzen ausgebaut, klassische Produktlinien komplett überarbeitet, Serviceleistungen (wie v. a. bei Heidelberger Druckmaschinen) enorm ausgebaut und können nunmehr wie in Teil 2 aufgeführt durch Kooperationen mit Digitaldruck-Technik-Konzernen integrierte Gesamtlösungen (Mix von Offset- und Digitaldruck inkl. integrierter Prozesssteuerung) anbieten.

Vereinfacht dargestellt: Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat ihren Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Damit ist man als Druckereibetrieb dem Zwang entkommen, sich ultimativ für das eine (Offset/Flexo) oder das andere (Digitaldruck) entscheiden zu müssen. Und kann bei gewohnten Lieferanten alles aus einer Hand bekommen. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone)-Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt. Dazu sind enorme Anstrengungen nötig, wie sich am Beispiel des Imaging-Konzerns Canon auf der drupa 2016 ablesen lässt. Siehe: ValuePublishing drupa 2016 Review, Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“).

Wie Anleger und Experten aus dem Finanzbereich urteilen

Durch die drupa 2016 ergab sich öffentlichkeitswirksamer als früher ein klares Bild, warum und aus welchen Gründen die ‚traditionellen‘ Drucktechniklieferanten Wachstumschancen haben. Nachfolgend einige Auszüge aus Kommentaren von deutschen Aktien- und Anlageexperten zu Heideldruck und KBA:  

„Koenig & Bauer und Heideldruck profitieren von Analystenlob – Eine positive Analystenstudie hat am Donnerstag die Aktionäre der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer und Heidelberger Druck erfreut. Quelle: Wallstreet Journal/Nachrichtenagentur: dpa-AFX, 18.08.2016.

„Dennoch sehen noch immer einige Investoren die Druckindustrie als strukturell sterbende Branche an – ein Fehler!“

Quelle: Der Aktionär mit Review von KBA: Druckmesse Drupa startet – das müssen Anleger wissen!

„… neuen Gesellschaftsstruktur [von KBA] steht die strategische Weiterentwicklung der Gruppe und das Wachstum in Zukunftsmärkten wie dem Verpackungs- und Digitaldruck im Fokus…“

„…Vor allem im Verpackungsdruck, der bereits für rund 70 Prozent der KBA-Erlöse steht, will der Vorstand Marktanteile gewinnen…“

Quelle: http://www.deraktionaer.de/aktie/displayAction-245310.htm

„Heidelberger Druck: Chance von 100 Prozent — Der Aufwärtstrend ist intakt. Der Auftragsbestand ist deutlich gestiegen. Analysten sind zuversichtlich.“

„Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist seit vielen Jahren ein wichtiger Anbieter und Partner für die globale Druckindustrie. Das Portfolio des Unternehmens fokussiert die Wachstums-Bereiche der Branche. Es basiert auf Equipment, Service und Verbrauchs-Materialien.“

„Mit einem für 2017 geschätzten Gewinnvielfachen von 8,4 scheint die Aktie der Heidelberger Druck günstig gepreist. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Heidelberger Druck von 3,20 auf 3,10 Euro gesenkt, stuft die Aktie aber weiterhin mit ‚Buy‘ ein.“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Ingmar Königshofen, Geschäftsführer FSG Financial Service Group 31.08.2016.

„Heidelberger Druck: Langsam wieder vielversprechend. Aber auch fundamental ist der Wert durchaus wieder aussichtsreich. Die Erholung des Konzerns verläuft bislang nicht linear, sondern in Wellen. Von zwischenzeitlichen Rückschlägen sollte man sich daher nicht zu stark irritieren lassen.“

„Dass der übergeordnete Trend stimmt, zeigt der starke Auftragseingang zur Branchenmesse drupa. Es ist durchaus möglich, dass der Konzern dies angesichts eines rundüberholten Portfolios in eine nachhaltig höhere Dynamik mit besseren Margen ummünzen kann.“

„Die Analysten jedenfalls glauben an die Story (…).“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Holger Steffen, Chefredakteur Aktien-global.de, 31.08.2016.

 

Zwischenergebnis

Anleger und die Börse honorieren demnach den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck, die sich beide komplett neu aufgestellt haben und mit der frühzeitig einsetzenden vor-drupa-Kommunikation seit Ende 2015 transparent machten, wie sie ihren jeweiligen Weg angehen. Gute Verkaufserfolge auf der drupa 2016 konnten bestätigen, dass im Markt ankommt, was beabsichtigt war. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung. Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato kaum positiv ausgewirkt.

 


 

handelsblatt-pre-drupa-2016

Die Wirtschaftspresse wie z. B. das Handelsblatt sieht KBA und Heideldruck im Aufwind.

Im Vergleich: Positionierung, Strategie und Perspektiven von KBA und Heideldruck

KBA und Heideldruck sind zweifellos die weltweit traditionsreichsten Hersteller von Drucktechnik und stehen im direkten Wettbewerb. Dennoch sollte man beide Firmen nicht über einen Kamm scheren.

KBA

KBA positioniert sich seit jeher als exklusive, kundennahe Technikschmiede mit klarem Fokus auf vertikale Märkte. Weltweit gilt KBA als Nummer 2 hinter Heideldruck. Jahrzehnte lang hat man sich vor allem per Rotationsdruck-Produktionsanlagen auf Zeitungs- und Magazindruck spezialisiert und daneben Premium-Bogenoffsetdruckmaschinen gebaut, gerade auch im Großformat. Strukturelle Veränderungen im Printmedien- und Verlagsgeschäft brachten einen drastischen Einbruch: Der Haupt-Umsatzbringer Zeitungs-/Magazindruck kippte weg.

Die 2015 abgeschlossene Re-Organisation und Neuausrichtung zielten erfolgreich darauf ab, neue vertikale Märkte zu besetzen: Das Geschäft im Verpackungsdruck soll laut KBA für 70 Prozent des Umsatzes sorgen. Im Juli 2016 erfolgte durch Akquisition des Stanzmaschinenherstellers Iberica der Einstieg in Druckweiterverarbeitungslösungen für Verpackungskunden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 wird bei einem Konzernumsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro eine EBT-Rendite von 4 Prozent erwartet. Mit einem Kursanstieg von 38,9 Prozent in den ersten sechs Monate des Jahres 2016 entwickelte sich die KBA-Aktie deutlich besser als der DAX (-9,9 Prozent) und der SDAX (-3,5 Prozent).

Das Angebot von KBA gliedert sich seitdem in drei Segmente (Zahlen beziehen sich auf das 1. Halbjahr 2016)

  • Segment Sheetfed (Bogendruck): >22 Prozent Wachstum bei 291,7 Millionen Euro Umsatz und 8,6 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Special (v. a. Wertpapierdruck und flexibler Verpackungsdruck): >37 Prozent Wachstum bei 233,9 Millionen Euro Umsatz und 20,1 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Digital & Web (industrieller Digital- und Rotationsdruck): >75 Prozent Wachstum bei 64,5 Millionen Umsatz und -0,9 Millionen Segmentgewinn.

Quelle: Konzernzwischenbericht 1. Halbjahr 2016 

 

Bolza-Schünemann

Der Vorstandsvorsitzende von KBA, Claus Bolza-Schünemann, war 2016 Präsident der globalen Leitmesse drupa. Foto: Andreas Weber, während der VDMA pre-drupa Pressekonferenz am 4. April 2016 in Frankfurt am Main.

Chancen

In seiner vertikalen Ausrichtung mit fokussierter Kompetenz folgt KBA der Vorstellungswelt der etablierten Druckbranche und kann dadurch mittelfristig kontinuierlich wachsen, ohne das Geschäftsmodell verändern zu müssen. Die Öffnung zum Digitaldruck durch Kooperationen wie z. B. mit HP und Xerox wertet das Portfolio auf.

Herausforderungen

A) Der hohe Auftragseingang fordert die durch die Re-Organisation verschlankten Produktionskapazitäten stark, was die Lieferzeiten verlängert.
B) Um maßgeblich Entwicklungen und Möglichkeiten von Print im Digitalzeitalter zu antizipieren und zu beeinflussen, hat es KBA bis dato versäumt, sich Expertise im Bereich IT/BigData/Cloud/E-Commerce/Multichannel in Verbindung mit Print zu verschaffen. Es fehlt der Blick über den Tellerrand.

 


 

Heideldruck

Branchenprimus Heideldruck positioniert sich seit Jahrzehnten als Allrounder für die gesamte Druckindustrie und besitzt die stärkste Strahlkraft als Marke, gerade auch bei den wichtigsten Kunden der Druckereien. Pre-Media-, Workflow- und Druckweiterverarbeitungslösungen ergänzen die Drucktechnikangebote mit einem Weltmarktanteil von rund 40 Prozent im Bogenoffsetdruck. Hinzu kommen vor allem Services (inkl. dem Vertrieb von Verbrauchsmaterialien) sowie Prozess- und Geschäftsmanagement-Support, die bereits 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

In dem Bestreben, es allen recht zu machen, hatte man sich bei Heideldruck verzettelt und wurde nach 2008 durch die Krise der Druckbranche in den Abwärtsstrudel gezogen. Nach der drupa 2012 wurde das Unternehmen verschlankt, neu fokussiert und besser auf die Bedürfnisse der global und industriell ausgerichteten Kunden ausgerichtet. Darunter zählen vor allem auch Kunden aus dem Online-Print-Sektor sowie dem Verpackungs- und Etikettendruck; im Verpackungs- und Etikettenmarkt nimmt Heideldruck seit langem eine führende Rolle ein (mit über 700 Millionen Euro Jahresumsatz für seine Packaging-Lösungsangebote, darunter auch die Gallus-Produktlinie für Labelprinting).

Mit dem 4D-Printing hat Heideldruck gemäß den Marktanalysten von Gartner als erster Drucktechnikhersteller eine von rund zwei Dutzend „Emerging Technologies“ marktreif für Kunden platziert. Quelle: Gartner: Hype Cycle for Emerging Technologies, July 2016 

Die Marketing- und Kommunikationsleistung von Heideldruck hat sich sichtbar verstärkt. Gemäß dem induxx Industrieplattform-Ranking steht Heideldruck im „Gesamtranking Social Media B2B an der Spitze bei Druck- und Papiertechnik“. Quelle: induux.com Zudem wurde Heideldruck für innovative Softwareanwendungen mit dem ›Digital Leader Award‹ ausgezeichnet. Quelle: Digital Leader Award 2016 – Heidelberger Druckmaschinen AG — Weltmarktführer bei Druckmaschinen baut mit Big Data seine Wertschöpfungskette aus

 

computerwoche-heideldruck-digital-leader-award-2016

 

Heideldruck unterscheidet mit Heidelberg Equipment und Heidelberg Services zwei Haupt-Segmente mit jeweils rund 50 Prozent Umsatzanteil. Das Geschäftsjahr von Heidelberg schließt zum 31. März ab. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 betrug 2,51 Milliarden Euro; Gewinn vor Steuern (EBITDA) 189 Millionen Euro, Ergebnis nach Steuern 28 Millionen Euro.  Quelle: Geschäftsbericht 2015/2016. Der Umsatz 1. Quartal 2016/2017 betrug 486 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBITDA) 1 Million Euro, das Ergebnis nach Steuern -37 Millionen Euro. Quelle: Zwischenmitteilung Q1 2016/2017.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 wird ein Umsatzplus von 4 Prozent erwartet, um dem Erreichen der 3 Milliarden Euro-Grenze und der Steigerung des Netto-Gewinns plangemäß näher zu kommen. In Jahresfrist schwankte der Aktienkurs zwischen 2,80 und derzeit leicht über 2,10 Euro. Moody’s erhöhte den Ausblick auf ‚positiv‘, das Rating wurde mit B3 bestätigt. Zum Ausblick siehe Bericht zur Hauptversammlung vom 28. Juli 2016.

Heideldruck hat damit erfolgreich den Schritt vollzogen, nach der Restrukturierung mit Kosteneinsparungsmaßnahmen, sein Geschäft wieder dynamisch auszuweiten. Das erweiterte Portfolio sowie der Fokus auf Digitalisierung und Services reduzieren die Abhängigkeit vom naturgemäß zyklisch verlaufenden Druckmaschinenverkauf, was der Stabilität des Aktienkurses künftig zu gute kommen sollte.

 

Heideldruck-Video: „drupa 2016: Smart Print Shop – Smart Services – Smart Collaboration“ 

 

Heideldruck treibt die Digitalisierung der Branche aktiv voran und macht das drupa-Motto ›Simply Smart‹ zum langfristigen Programm. Die wichtigsten Aspekte:

  • Wandel vom Maschinenbauer zum Innovationstreiber für die Kommunikation mit Print im Digitalzeitalter
  • Kunden werden industrielle Druckproduktionstechniken PLUS Digitalisierungs-Know-how auf breiter Basis zur Verfügung gestellt.
  • Intelligente Automatisierung im Offsetdruckbereich: Mit ›Push to Stop‹-Philosophie und autonomem Drucken prägt Heidelberg maßgeblich die industrielle Druckproduktion der Zukunft.
  • Digitaldruckportfolio ›Fire‹ soll einen Wendepunkt für die Branche markieren – und ist komplementär und vernetzbar mit den Offsetdruck-Lösungen nutzbar.
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse durch innovative, Cloud-basierte Servicelösungen via Informations- und Serviceportal ›Heidelberg Assistant‹ (auf der drupa 2016 mehr als 5.500 Neukunden für Heidelberg eShop). Quelle: Heideldruck Zwischenbericht Q1 2016/2017. 

Chancen

Zum ersten Mal wurde durch Heideldruck eine plausible, ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print erarbeitet, die der industriell ausgerichteten Druckbranche ermöglicht, die digitale Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung einbezogen.

Herausforderungen

A) Die neue Firmenpositionierung und -strategie weicht von bekannten Mustern ab, ist hoch komplex und daher nicht für jeden sogleich verständlich. Denn das Maß aller Dinge sind nicht mehr wie bisher Maschinenverkäufe. Extern (Markt, Anleger, Presse, Kunden) wie auch intern (mindestens noch rund 25 Prozent der Mitarbeiter, die in hohem Maße den Kulturwandel bewältigen müssen) bestehen Verständnislücken.

B) Neue, auf Interaktion ausgerichtete Vertriebsimpulse sind nötig, um beim Go-to-Market die Innovationskraft des Portfolios/Leistungsangebots noch besser zu nutzen.

 


 

Fazit

  • Die Mehrzahl der Techniklieferanten für Druckereien liefert Silo-artig nur Module und/oder Einzellösungen zur Optimierung der bestehenden Produktionstechniken. Sie entsprechen dadurch nur selten den Anforderungen der digitalen Transformation. Denn es sind ganzheitliche Lösungen nötig, die sich auf alle Produktions- wie auch sämtliche Geschäftsprozesse beziehen.
  • Reine Digitaldrucktechnik-Hersteller respektive -Lieferenten haben verstärkten Aufwand, vor allem, wenn sie nur auf Verdrängungswettbewerb durch Substitution aus sind. HP und Xerox haben das im Ansatz verstanden und suchen Kooperationen. 
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei m. E. Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.

Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der industriell ausgerichteten Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 


 

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Resümee und Gesamt-Fazit der dreiteiligen ValueTrendRadar-Analyse

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize. Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig.

Print steht so gut dar wie noch nie zuvor und hat den Anschluss an das Digitalzeitalter gefunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich. Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung. Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer! Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.

Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

 


 

Für weitere Information bitte Kontaktformular ausfüllen. 

Bei Bedarf sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

 

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Highly attractive for startup companies such as PastBook in Amsterdam – print combined with social media provides access to new customer groups worldwide. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

Executive summary of analysis by Andreas Weber, Head of Value

Also see the analysis commentary.

 

Print is becoming increasingly relevant – not only on the stock markets, but also and in particular with professional investors.

However, a closer look throws up a great many questions and even contradictions for (industry) outsiders. It is virtually impossible to obtain an overview of the position of “print as a business” from the current situation. This is because print is big – with an annual turnover of some US$898 billion (approx. €830 billion) in 2015.

In order to be able to evaluate print correctly, three different aspects need to be examined and assessed:

  1. (Global) economic importance of print
  2. (Unexpected) growth drivers in the print business
  3. Positioning and strategies of technology suppliers

 

 

1. (Global) economic importance of print

  • The print market is extremely important, rivaling automotive engineering, the financial sector, and advertising. This is actually nothing new and has been the case for generations!
  • One key trend in the print shop market is that print shops are becoming leaner, but added value needs to increase despite shrinking production volumes. Print shops must therefore continue investing so as to improve production efficiency and unlock new growth markets.
  • drupa 2016 made it clear on a global level that print media have by no means had their day and can be put to more effective use than ever. It is therefore wrong to paint a gloomy picture. The prospects are excellent!
  • The only way to add more value with print, though, is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself!
  • New kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print.
  • In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership.

 

CIMPRESS, the world market leader in online print, has turned its new headquarters on the east coast of the United States into a creative temple for the art of printing that attracts talented “digital natives” to its workforce. Photo: Screenshots from Margulies Perruzzi Architects video. 

 

2. (Unexpected) growth drivers in the print business

A) Strong growth impetus for print thanks to digital pioneers

B) Online print – the most dynamic growth segment at present

  • More than any other part of the printing industry, the online print sector is a pacesetter that is already seeing strong sales, with significantly higher double-digit growth and maximum profitability thanks to standardization and automation.
  • Relevant technical innovations are identified extremely quickly and implemented in a way that immediately helps add value. 
  • The boom in mass customization in print will accelerate this development.

C) Trendsetting 4D printing opens up new dimensions

  • The 4D graphic printing process is one of the world’s most important emerging technologies (Gartner) and is only just getting started on the market. It’s still too early to provide valid market data/KPIs, but a look at the dynamic growth of 3D printing as a whole enables parallels to be drawn and evaluated.
  • The considerable importance and excellent prospects of 4D printing are in any case clear. Not only print shops and versatile online print businesses are involved, but also all kinds of other companies, including manufacturers of consumer goods, the commercial sector, and even online startups.

D) Packaging – core competence enjoying extremely strong growth worldwide

  • Almost half of global print sales are generated by packaging and label printing and the total will have reached around €472 billion by 2018 (approx. €390 billion in 2015).
  • The packaging and label printing market is currently expanding by some €25 billion each year and will soon account for over 50 percent of the global print volume. Online trade and multichannel applications including communication at the point of sale are key growth drivers.
  • Offset and flexographic printing are by far the most important processes and will still have to handle the bulk of production in 10 years’ time. Digital printing technologies (especially inkjet printing) are growing at an above-average rate – in particular thanks to manufacturers working together – but still remain at a low level in terms of market share.
  • Those print shops that offer integrated solutions geared to customers, a high level of automation/standardization, and digital process expertise are one step ahead of the rest. 

 


 

3. Positioning and strategies of technology suppliers – from compartmentalized thinking to a customer-focused holistic approach

  • There are thousands of print and paper technology suppliers. Printing industry customers are confronted with a multitude of identical or similar offers.
  • Despite everything – and probably also due to the ever-present digital print manufacturers who like nothing better than to predict the demise of print if the industry fails to invest in digital printing – manufacturers using traditional offset, gravure, and flexographic technologies appeared to be falling behind.
  • However, despite having to face serious crises that threatened their very existence, the long-established groups Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) and Koenig & Bauer AG (KBA) have maintained their strong position and been completely revitalized.
  • The world of offset printing, which was left for dead, has been successfully resuscitated and proactively integrated into the world of digital printing. Digital printing technology, on the other hand, remains compartmentalized with its standalone solutions and relies on displacing existing solutions through substitution.
  • Investors and the stock exchange acknowledged the renaissance of German companies KBA and Heideldruck at drupa 2016. The sales and earnings of both have improved as a result – with confident forecasts of upward share price movement.
  • For companies focusing uniquely on digital printing technology, on the other hand, big ambitions and significant research outlay have not had a positive impact on their share price to date.
  • The two German printing press manufacturers KBA and Heideldruck – the industry frontrunners – are successfully defending their leading positions and once again enjoying profitable growth. As things stand at present, Heideldruck has the best chance of building on its dominant market position in the digital era thanks to its holistic and expedient digitization strategy focusing on print.
  • Consequently, Heideldruck has become the pacesetter in the digital transformation of the global printing industry. In addition to different printing technologies, the entire print shop management process – including digital administrative/process control and cloud-based services – is being incorporated for optimum networking. The benchmark here is to ensure the best possible customer focus.

 

 


 

CONTACT / Further information and advisory:

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Printing is one of the world’s largest and most sustainable industries. Gartner’s market researchers consider innovations such as 4D printing to be a key driving force among 2016’s emerging technologies. Image collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

A commentary by Andreas Weber, Head of Value

See also summary of results. — Plus the complete report in three parts (in german).

The ValueTrendRadar Analysis entitled “Prospects for adding value with print” is now available and will, for the first time, provide a comprehensive, holistic view of the global print situation. There is good reason for focusing in particular on Germany, because this is where the modern-day printing industry originated, while the global perspective is not neglected either.

Quite clearly, print is an economic heavyweight. As one of the world’s largest and thus most sustainable industries, it is indispensable. The (partially unexpected) growth drivers of online trade, online print, and 4D printing combined with the core competence of packaging and label printing are creating lucrative incentives for many.

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This is resulting in a huge outlay for technology, innovation, and investment. The positioning of technology suppliers is separating the wheat from the chaff. Manufacturers focusing solely on digital printing technology see themselves as the “reformers” of print. Their substitution/ displacement strategy is not having the predicted success, though, because even after 25 years they have failed to win high market shares. Despite a high growth rate, their share of the market remains at an extremely low level. The bulk of print volumes comes from conventional technologies in a modernized form.

Germany’s long-established mechanical engineering companies (with Heidelberger Druckmaschinen AG at the forefront) have reinvented themselves, successfully integrating digital printing into the world of offset printing and taking on the role of pacesetters in the repositioning of print. The goal is to bring about the digital transformation of industrial printing with the focus on growth markets and versatile high-profile customers. Autonomous printing, automation, and standardization of all process steps – from online print to eCommerce – is possible but requires more than just technology innovation options. Above all, in-depth knowledge is needed for integrated monitoring and control throughout the print production value-added chain – also in the context of the paradigms of digitization. This extends from “digital” business management to new, cloud-based services and offerings that require an innovative go-to-market approach and sales communication geared to interaction.

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A sound basis provides room for maneuver. The only way to add more value with print is to stimulate the demand for modern-day print products on a sustained basis. Print doesn’t sell itself because, as already explained, new kinds of striking concepts that are geared to market requirements and adopt an integrative approach to the professional manufacture, distribution, and use of print media hold the key to the future of print. In order to be successful in the printing industry, it is vital not to rely solely on vertical positioning in individual applications, but to cater specifically to customer and market needs and ensure continuous innovation leadership that will maintain print’s role as an attractive part of the communication mix, even after over 500 years.

 


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