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Meilenstein für Print: Festliche Eröffnung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann des neuen Innovationszentrum von Heidelberger Druckmaschinen. Echtzeit-Prints dürfen nicht fehlen.—  Foto: Heidelberg

Von Andreas Weber, Head of Value

Ob Fluch oder Segen — ‚Digitale Transformation‘ gestaltet sich in jedem Fall hochkomplex, erscheint abstrakt und ist für die meisten schwer fassbar. Aber ab jetzt ist das anders: Der Print-Technik-Primus Heidelberger Druckmaschinen AG hat in der ehemaligen Produktionshalle 10 auf dem Werksgelände in Wiesloch sein neues  ‚Innovationszentrum‘ (kurz: IVZ) als Ideenschmiede Plattform für Innovation und Transformation eingerichtet, das sich organisch wie eine kleine Stadt strukturiert und auf Kommunikation, Interaktion und Kreativität ausgelegt ist. Damit wird in bisher nicht dagelegener Dimension anschaulich, wie Transformation im Digitalzeitalter funktionieren muss: arbeitsteilig-kooperativ, kreativ-forschend, erfinderisch, vernetzt, transparent und nutzbringend für alle — Heidelberg, seine Kunden und Partner.

 


Make Germany Great Again! 

Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen schickt sich am Standort Wiesloch an, mit seinem neuen Innovationszentrum #IVZ als globale Ideenschmiede und interaktives Kompetenzzentrum für Print-Innovation und -Transformation der wichtigste Impulsgeber und Garant für die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sein. Damit kann Deutschland seine Innovationsführerschaft im Print weiter ausbauen. — Andreas Weber


 

Feierliche Eröffnung durch Winfried Kretschmann

„Heidelberger Druckmaschinen AG übernimmt eine Vorbildfunktion für Fortschritt im Digitalzeitalter“, urteilt entsprechend Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Und führt weiter aus: „Mit seinem Innovationszentrum zeigt die Heidelberg, wie ein Unternehmen die Zeichen der Zeit zu seiner Zukunft machen kann.“

Heidelberg hat laut Kretschmann in seiner Unternehmensgeschichte stets traditionsreiche Ingenieurs-Kultur mit innovativen Technologien verbunden. Nicht zuletzt dieser Verzahnung sei es zu verdanken, dass in Wiesloch die weltweit modernste Forschungsstätte für die Druckindustrie eröffnen werden konnte.

Und Kretschmann führt weiter aus: „Gerade die Digitalisierung erfordert ganz neue Formen der Zusammenarbeit. Mit ihrem Innovationszentrum reagiert die Heidelberger Druckmaschinen AG auf die Herausforderungen des Transformationsprozesses, der gegenwärtig in allen Bereichen stattfindet.“ In Baden-Württemberg, wo Spitzentechnologie, Präzision und absolute Verlässlichkeit Teil der Geschichte und Kultur sind, hat laut Kretschmann Heidelberg mit seinem IVZ eine Leuchtturm-Funktion inne, um den Weg zu zeigen, wie der digitale Wandel gelingen kann. „Durch die konsequente Vernetzung von Arbeitsebenen setzt das IVZ neue Maßstäbe von Kommunikation und Agilität“, lautet das Resümee des Ministerpräsidenten.

 



 

 

#IVZ — eine Herzensangelegenheit mit strategisch weitreichender Bedeutung

„Die Stärke des deutschen Maschinenbaus wird weltweit hoch geschätzt und in diesem Bereich sind wir nach wie vor die Nummer eins“, stellt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, vor 200 geladenen Gästen bei der Eröffnungsfeier fest. „Mit unserer neuen Ideenschmiede wollen wir dafür sorgen, dass wir in Zukunft unsere Technologieführerschaft auch im Bereich der Digitalisierung der Printmedien-Industrie weiter ausbauen.“ 

Hundsdörfer hatte bei Amtsantritt im November 2016 das Innovationszentrum sogleich projektiert und zur Chefsache gemacht. Mit der Zielsetzung, den Innovations-orientierten Mitarbeitern eine neue Arbeitswelt zu bieten und den gesamten Entwicklungsprozess unter einem Dach und in direkter Nachbarschaft zur Produktion zusammenzufassen.

 



 

Mit dem neuen Innovationszentrum beginnt auch für die Mitarbeiter ein neues Zeitalter bei der Gestaltung ihrer Arbeitswelt“ so Hundsdörfer weiter. Modernste innovative Techniken kämen zum Einsatz, Teamarbeit und Kommunikation, Arbeiten an unterschiedlichen Orten und eine Kombination aus privatem Arbeitsplatz und Kommunikationszonen sollen für eine kreative, angenehme Atmosphäre sorgen. 

 


Infobox 

Global einzigartige Entwicklungsumgebung

Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle mit rund 500 Mitarbeitern in ein Innovationzentrum für über 1.000 Personen ist global einmalig. Auf insgesamt rund 40.000 m² Bruttofläche sind am Standort Wiesloch-Walldorf jetzt rund 26.000 m² modernste Bürofläche und ca. 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch entstanden. Die Bürofläche besteht aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, für die 43 Labore stehen allein ca. 3700 m² Fläche zur Verfügung. 


„Das neue Innovationszentrum ist eine auf Kommunikation und Transparenz beruhende Innovationsplattform und damit Schlüssel und Symbol für den kulturellen Wandel bei Heidelberg“, erläutert Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Technology.  

„Die Digitalisierung der grafischen Industrie schreitet rasant vorwärts und mit unserem strategischen Motto ‚Heidelberg goes Digital‘ treiben wir diesen Prozess aktiv voran. Unser neues Innovationzentrum spielt daher gleich mehrfach eine Schlüsselrolle in der Zukunftssicherung von Heidelberg und der Branche“, so  Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Digital Technology. 

Mit der einzigartigen Kompetenz seiner rund 1.000 hochqualifizierten Fachkräfte baue Heidelberg seine Technologieführerschaft weiter aus. Zudem könne die digitale Transformation in der ganzen Branche beschleunigt werden. Die Nähe des IVZ zur Produktion fördere gleichzeitig den agilen und bereichsübergreifenden Entwicklungsprozess. 

Plenz zieht als Fazit: „Das neue Innovationszentrum ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen.“

 



Entwicklungsprojekte treiben den digitalen Wandel der Branche voran

„Bei unseren Kunden dreht sich alles um das Thema Digitalisierung“, stellt Frank Kropp, Leiter Forschung & Entwicklung bei Heidelberg, fest. „Das gilt zunehmend für die Möglichkeiten, individuelle Digitaldruckanwendungen in den drei klassischen Bereichen Akzidenz-, Verpackungs- und Etikettendruck industriell und damit kostenoptimal zu produzieren.“ 

Vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung aller wertschöpfenden Prozesse gelte es, neue Geschäftsmodelle und eine höhere Gesamteffizienz für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Kropp: „In unserem Innovationszentrum entstehen die genau passenden Lösungen für diese Herausforderungen – eben getreu nach dem Motto ‚Open for Innovation‘.“

 



 

Maßgabe sei es, der Veränderungsdynamik in einer zunehmend digitalisierten Welt gerecht zu werden: „Daher setzt Heidelberg verstärkt auf agile Arbeitsmethoden, wie z. B. Scrum. So kann die Entwicklung schnell und flexibel auf zunehmende und wechselnde Anforderungen der digitalen Welt reagieren und neue Markterkenntnisse rechtzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen lassen. Produkte gelangen schneller zur Marktreife und können dann weiter in Zusammenarbeit mit Kunden auf spezifische Marktsegmente optimiert werden“, so Kropp weiter.

Zudem habe Heidelberg den Entwicklungsprozess auf Offenheit angelegt. So können Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und auch Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf in den Prozess integriert werden. Dies diene ebenfalls der Effizienz – im Hinblick auf die Kosten- und der Effektivität – im Hinblick auf den Kundennutzen.

Kropp zieht als Resümee: „Mit der Eröffnung des Innovationszentrums unter dem Motto ‚Open for Innovation‘ bricht also für uns eine neue, zukunftsweisende Ära an: Von der Idee und Patentierung über die Bildung eines digitalen Zwillings bis hin zur Qualifizierung von Einzelkomponenten und des Gesamtprodukts befindet sich der gesamte Entwicklungsprozess in dem Gebäude.“

 


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Impressionen von der festlichen Eröffnung des IVZ am 13. Dezember 2018 im Beisein von über 200 exklusiv geladenen Gästen. Fotos. Heidelberg.


 

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit einzigartiger Branchenexpertise

Das neue IVZ ist die Zentrale eines europäischen Entwicklungsnetzwerks, das Heidelberg mit weiteren Standorten in Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen (Schweiz) betreibt. Die über 1.000 Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten im gesamten Netzwerk in den Bereichen Drucktechnologie, inklusive Druckvorstufe und Weiterverarbeitung, Steuerungen, Antriebssysteme und Software, inklusive Bedienoberflächen sowie Verbrauchsmaterialien mit Schwerpunkt in der Tintenentwicklung für den Digitaldruck. 

Weit über zwei Drittel von ihnen haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert. Sie verfügen neben dem klassischen Maschinenbau über Schlüsselkompetenzen in den Themen Digitalisierung und Bildverarbeitung, Elektronik- und Softwareentwicklung sowie Verfahrenstechnik und Chemie.

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Entwicklungsteams an der Digitalisierung aller Prozesse in Druckereien, dem sogenannten Smart Print Shop, und dem weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, wie z.B. ‚Heidelberg Subscription‘, bei denen Kunden verstärkt für den Nutzen, den ihnen ein System verschafft, bezahlen. Dabei kann die Entwicklung aus dem größten Datenschatz der Branche schöpfen, den Heidelberg seit über einem Jahrzehnt über die mit dem Unternehmen vernetzten Kundensysteme generiert.

 


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Ansichten vom Innenleben des IVZ, das sich an der organischen Struktur einer kleiner Stadt orientiert und rund 1.000 Mitarbeitern neue Formen der Arbeit und Zusammenarbeit bietet, — Fotos: Heidelberg


 

Das Gebäudekonzept zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern bzw. die Teamarbeit so einfach wie möglich zu machen. So gibt es neben persönlichen Arbeitsplätzen nicht fest zugeordnete Büroumgebungen sowie aufgelockerte Sitzmöglichkeiten und sogar Arbeitsmöglichkeiten im Freien zur Förderung der Teamarbeit. Interaktive Monitore ermöglichen digitale Reviews. Ein Bistro und verschiedene Pausenzonen und Kaffeeküchen stehen sowohl den Mitarbeitern als auch Gästen zur Verfügung. Zugleich gibt es zahlreiche Rückzugszonen für ruhiges und ungestörtes Arbeiten.

 


 

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Infobox

Key facts zum IVZ am Heidelberg-Standort Wiesloch

  • Modernstes Entwicklungszentrum der Branche nimmt am Standort Wiesloch-Walldorf den Betrieb auf
  • Industrieller Digitaldruck, Smart Print Shop und digitale Geschäftsmodelle im Fokus
  • Offener Entwicklungprozess passt sich dynamisch an Marktanforderungen an
  • Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf, Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen verfügt über einzigartige Branchenexpertise

Fakten und Zahlen: Forschung & Entwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf (Zentrale), Kiel, Ludwigsburg, Weiden, St. Gallen/ Schweiz

– Unternehmensweit 950 Entwickler in den Bereichen:

– Druckvorstufe, Druck und Druckweiterverarbeitung
– Drucktechnologie (Offset, Digital, Flexo)
– Steuerungen, Antriebssysteme, Bedienoberflächen, Workflow und Messsysteme
– Verbrauchsmaterialien (Tinten)

– 68 Prozent davon haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert

– Aufbau von Schlüsselqualifikationen bei:

  • Digitalisierung und Bildverarbeitung
  • Elektronik- und Softwareentwicklung
  • Verfahrenstechnik und Chemie
  • Maschinenbau (Schnittstellen Maschinensteuerung, numerische Simulation)

– 3.800 lebende Patente

– Verschiedene internationale Entwicklungskooperationen, z.B. mit Fujifilm

Kooperationen mit den wichtigsten Hochschulen und Universitäten der Branche

135 Millionen Euro Budget pro Jahr (ca. fünf Prozent vom Umsatz)



Informationen zum Heidelberg Innovationszentrum am Standort Wiesloch-Walldorf

  • Gesamtinvestitionssumme: rund 50 Millionen Euro
  • 1.020 Arbeitsplätze (Entwicklung und angrenzende Fachbereiche, z.B. Service)
  • 40.000 m² Bruttofläche mit Sozialräumen, Fluren, Mauern, Wege
    • 26.000 m² Bürofläche
    • 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch
  • Bürofläche: bestehend aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, 40 x 40 m,
    Höhe 3,5 m, komplett verglast
  • Hallenhöhe 11,5 m
  • 43 Labore mit ca. 3700 m² Fläche
    • Chemielabore: ca. 750 m² im Bereich Tinte und Inkjet
    • Elektronik-, Optik- und Reinraumlabore: ca:250 m²
    • Mechanik- und Elektroniklabore ca. 2700 m²
  • 7.105m² Fenster: 2.453m² Fassadenfenster + 4.423m² Oberlichter + 229m² Dachfenster
  • Erbaut gemäß Energiestandard KfW 70 und daher sehr gut isoliert
  • Jeder Arbeitsplatz mit 2 x 1GB Datenleitung erfordern insgesamt 80 km IT Verkabelung,
  • 750 kW peak Solaranlage auf dem Dach (Einspeisung in das eigene Netz)
  • Der Umzug der Mitarbeiter vom Standort Heidelberg nach Wiesloch-Walldorf mit 8.000 Kartons und 1.500 PCs benötigte 660 LKW-Fahrten

 

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92d4 Otto Katalog und iPad Fashionnetwork

Von Andreas Weber, Head of Value

Vor fast 30 Jahren durfte ich in einem exklusiven Team mitarbeiten, das den damaligen Vorstandschef von Agfa Gevaert NV, Paul de Pelsmaker, mit einer soliden Zukunftsstudie über die Veränderungen im Print durch die Computerisierung informieren sollte. Unsere Prognose: Gefährdet seien vor allem „Konsultative Werke“ wie Adressbücher, Telefonverzeichnisse, Lexika. Und letztendlich auch Produktauflistungen wie bei Verkaufskatalogen.

Der Versandhändler OTTO konnte im Verlauf von fast 70 Jahren den Tod seines Hauptkatalogs lange rauszögern. Chapeau. Ausgefeilte Analysen zur Produktaufmachung und -anordnung sowie des Kaufverhaltens machten es möglich, durch gedruckter Kataloge sogar das Online-Geschäft zu beflügeln. Mit dem heutigen Stichtag 22. November 2018 ist das nun vorbei. Bei der Tiefdruckerei Prinovis in Nürnberg laufen dann die Druckmaschinen an, um die letzte Ausgabe 2018/2019 zu produzieren.

Für OTTO bedeutet dies auch das Ende der Doktrin: Der Print-Katalog aggregiert Online-Umsätze. — „Statt Nostalgie herrscht bei uns Aufbruchsstimmung“, betont Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands bei OTTO.

 

 

Die Zeiten ändern sich!

Der Nachrichtensender n-tv berichtet: „Auf dem Titelblatt demonstriert ein Model, warum es keine Zukunft gibt für den klassischen Versandhauskatalog: Das Gesicht ist auf dem Monitor eines Smartphones scharf zu sehen, der Rest nur verschwommen.

„Unsere Kunden haben den Katalog selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen”, sagt Marc Opelt, Chef der Einzelgesellschaft Otto, des früheren Otto-Versands. Das ist heute eine Tochtergesellschaft des Konzerns Otto Group, der längst über alte Grenzen hinausgewachsen und weltweit in verschiedenen Geschäftsfeldern rund um den Handel aktiv ist.

97 Prozent der Otto-Kunden bestellen heute digital im Internet, die meisten davon mobil über die App. Nur noch drei Prozent nutzen Fax, Brief, Telefon oder Bestellkarten, um Waren von Otto zu ordern. Die Kataloge der Versandhändler waren in den Jahren des westdeutschen Wirtschaftswunders und auch noch nach dem Fall der Mauer mehr als nur ein Vertriebsinstrument.“

Kompakt, modern, massenhaft gefertigt. Das lief über Jahrzehnte gut. Und heute eben nicht mehr. Foto: OTTO Group

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Das Cover der letzten Ausgabe spricht für sich. Otto bietet allen die Möglichkeit an, den letzten Katalog noch zu bestellen. Auslieferung ab 4.12.2018. Foto: Otto Group

 

Fakten sprechen für sich!

Über 7 Milliarden Euro macht der weltweite Online-Umsatz bei OTTO GROUP aus bei einem Gesamtumsatz von über 13 Milliarden Euro. Verglichen mit den Zahlen vom Hauptkonkurrenten Amazon ist das aber nur marginal. Amazon setzte 2017 allein in Deutschland über 16 Milliarden US-Dollar um und weltweit fast 180 Milliarden. Bei OTTO ist das Wachstum moderat-linear, bei Amazon stets dynamisch-exponentiell.

Die Botschaft „Digital erlöst Print: Ab Mitte 2019 wird bei OTTO in Hamburg nur noch online bestellt“ klingt reißerisch. Aber: Ob das Einstellen des gedruckten Hauptkatalogs daran viel ändern kann, ist zu bezweifeln. Es spart Aufwand und Kosten, ist aber keine pro-aktive Maßnahme um Wachstum zu beflügeln.

Spannender wird zu beobachten sein, wie OTTO durch die Ausweitung von Multichannel-Kampagnen, die Print einbeziehen sowie personalisierter gedruckter Katalogen reüssieren kann. Denn Kataloge sind nach wie vor en vogue bei OTTO, selbst wenn das Dickschiff Hauptkatalog verschrottet wird.

Wie es weiter geht, wird sich also zeigen. In jedem Fall sucht OTTO den Schulterschluss mit der Digitalen Welt. Und das ist gut so, sofern man begreift, dass Print heute eben nicht mehr aus Tiefdruck-Massenproduktion besteht, sondern durch digitale Print-Innovationen beflügelt wird, um weiterhin für gute Umsätze und Kundenloyalität zu sorgen.


Backgroundinfos zu “Werte und Digitalisierung” aus Sicht des Otto Group CEO Alexander Birken

Fotos OTTO GROUP Podiumsgespräch mit Facebook 09-2018
„Die Digitalisierung ist viel radikaler, als sie augenblicklich oft dargestellt wird“, sagte Alexander Birken Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Ende September 2018 im Gespräch mit Martin Ott, Managing Director Facebook Central Europe, über Werte und Digitalisierung. — Einen Mitschnitt der Diskussion kann man via Hamburger Presseclub e.V. sehen.  


 

ValueCheck Shakespeare Irrtum Novermber 2018.001

Von Andreas Weber, Head of Value

#Think!Paper Edition 1, Volume 7

Auch mehr als eine Dekade nach dem Aufkommen von Social Media und den damit verbundenen dramatischen Veränderungen in der Kommunikation tut sich insbesondere die Print-Branche schwer mit der neuen Art, Geschäftskommunikation zu betreiben. — Aber: Moderne Zeiten profitieren von Rückbesinnungen. Und da kann ein Topos des Schriftstellers und Vordenkers William Shakespeare hilfreich sein: Im Drama Romeo und Julia spielt der Satz Es war die Nachtigall und nicht die Lerche eine wichtige Rolle. Shakespeare zielt dabei auf den Irrtum bzw. die Verwechslung ab. Und zeigt die fatalen Folgen auf.

Warum ist das wichtig? Nun, die Geschichte der Kommunikation und speziell von Print ist gespickt mit Irrtümern. Das ist gut so, wie der Frankfurter Hirnforscher Henning Beck betont. Denn: Irren ist nützlich. — Allerdings: Fundamental-Irrtümer sind schädlich. Und hier erreichen wir momentan einen heiklen Kulminationspunkt. Dem gehen wir mal auf die Spur!


Digitalisierung in Bayern IMG_2732

Ohne Worte! Und sicher kein Irrtum. Haha!


Fundamental-Irrtum 1: Plattformen werden als Kanäle gesehen

Die meisten reden von neuen oder digitalen Kanälen, gerade so, wie in der alten Welt von TV, Radio oder Zeitungen/Magazinen, die unisono mit Inhalten bespielt werden. Kanäle dienen dazu, unternehmensbezogene Informationen zu pushen und möglichst große Reichweite zu erzeugen.

Erfolgstreiber sind bei Social Media aber ausschließlich Service-orientierte Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, Youtube, XING und andere. Ihnen zur Seite stehen ausgefeilte System-Plattformen wie Amazon, Apple/iTunes oder eBay. Hier wird „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt gestellt werden, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren. Präzise, für Zielpersonen relevante Botschaften, gute Verschlagwortung und schnelles Feedback erzeugen fokussierte Aufmerksamkeit, Nachfragen und Transaktionen.

Fundamental-Irrtum 2: Meine Inhalte sind für alle(s) gut!

Druckereien wie auch ihre Lieferanten, die noch im Kanal-Denken behaftet sind, gießen ihre Inhalte unverändert über alles aus, was sich ihnen bietet. Es wird dabei zumeist über das informiert, was man tut und kann, aber nicht über das eigentlich wichtige, den Nutzen, der sich im B2B für die Kunden und deren Kunden ergibt, um zukunftssicher Drucksachen im Digitalzeitalter einsetzen zu können.

Hinzu kommt der fast schon hemmungslose Umgang mit Inhalten. Beispiel: All diese Testimonial-infizierten, teuer produzierten Stories und Videos, die zeigen, wie ein Druckmaschinen-kaufender Kunde in großer Bedrängnis war und fast den Zug der Zeit verpasst hätte. Nunmehr, Gott sei Dank, durch Lieferant XYZ die neusten, bahnbrechenden Innovation installieren konnte, um wieder auf der Höhe der Zeit zu sein. — Puh. Mal abgesehen davon, dass ich einer solchen Druckerei nicht zutraue, sich und die Zukunft im Griff zu haben, darf der Lieferant ein solches Video vielleicht noch in Verkaufsmeetings anderen Druckereien zeigen, aber keinesfalls durch YouTube, Facebook oder LinkedIn öffentlich mache, da es bei kundigen Auftraggebern die Druckerei blamiert.

Fundamental-Irrtum 3: Was als neuer Trend propagiert wird, ist längst ein alter Hut.

Man kann gar nicht wissen, was man nicht weiß! Oder? — Wer heute nicht über Social-Media-Plattformen bestens vernetzt ist und hochaktuell sein Wissen anreichert, wird kaum noch nachvollziehen können, was tatsächlich richtig und wichtig ist.

Ein aktuelles Beispiel mit dem Charme des „Gutgemeint ist das Gegenteil von gut!“: Das Print-Fachmagazin Swiss Print+Communication wartet in Ausgabe 10-2018 mit einer kessen Titelstory auf: „Social Media: ein Drucksachengenerator.“ Das ist im Prinzip zutreffend. Aber ohne Neuigkeitswert, da seit längerem bekannt, vor allem im Bereich des Fotodrucks für Postkarten, Poster, Wandtapeten etc. Oder des Bücherdrucks aus Wikipedia oder aus Facebook-/Instagram-Chroniken. (Siehe den Bericht zum Start-up Passbook aus dem Jahr 2016). 


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Seiten aus der Titelgeschichte des Fachmagazins Swiss Print+Communication, Ausgabe 10-2018.


Zweifellos, das hat den Digitaldruck in der Social Media-Welt äußerst attraktiv gemacht, da man per Mouseclick oder Fingertip sogar per Smartphone oder Tablet seine eigenen / ausgewählten digitalen Inhalte hochwertig im Print repräsentieren kann. Das Virtuelle wird zum Realen. Bingo!

Darauf wird aber in der genannten Titelstory gar nicht abgezielt, sondern auf YouTuber, die zu ‚BookTuber‘ stilisiert werden. Die Logik dahinter: YouTuber mit Millionen Followers, die Bücher publizieren, werden für Verlage attraktiv, um neue, junge Zielgruppen zu erschließen.

Richtig ist aber vielmehr: Blogger wie z.B. der hoch angesehen Marketing-Experte Mark Schaefer publizieren begeistert seit über 10 Jahren Bücher. Im Eigenverlag per Amazon. Und schaffen es sogar in die New York Times-Bestsellerlisten. Und vor allem: Was Verlage auf diesem neuen Weg erreichen können, erscheint als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Denn — und das wird im genannten Artikel verschwiegen — Buchverlage haben massiv Leser/Buchkäufer verloren (alleine in Deutschland mit über 6 Millionen fast 20 % der Buchkäufer); diese investieren ihr Zeitbudget lieber für YouTube-Videos oder Angebote aus Mediatheken und Streaming-Plattformen wie Netflix. Was bedeuten da, 80.000 Bücher des Debütromans einer Bloggerin, die in einer Woche über die Ladentheke gehen? Aus der Verlagsecke, das hat die Frankfurter Buchmesse 2018 deutlich gezeigt, fehlen darauf Antworten und/oder zielgerichtete Strategien und erfolgversprechende Maßnahmen.


Learning: Der Teufel steckt im Detail!

Keine Frage: Es ist zwingend, einen eigenen Weg zu finden, um Kunden und Interessenten medial direkt anzusprechen. Und es gibt auch sinnvolle Möglichkeiten. Nur: Es werden teils wirre Thesen vertreten und kolportiert, wie: „Print ist eines der emotionalsten Medien“, die in die Irre führen. Emotionale Medien kann es gar nicht geben, da Gefühle nunmal Lebewesen vorbehalten sind. Richtig ist dagegen: Print kann Menschen emotionalisieren. Das ist aber ein anderer Sachverhalt als der aus der falschen Behauptung und wäre gerade im Digitalzeitalter das zündende Argument. 

Aus #Think!Paper-Sicht stellt sich die Frage: Wem soll all das nützen? Warum tragen so viele, auch auf Experten- und Fachebene, mit  ungebremstem Feuereifer zur Ausdehnung von Verwirrung und Fundamental-Irrtümern bei? 

Das Fazit: Viele folgen dem Prinzip ‚Gewollt, aber nicht gekonnt‘. Wesentliches in der Kommunikation wird nicht verstanden, da Social Media und Multichannel bei Druckereien wie auch bei ihren Lieferanten kaum richtig bewertet bzw. eingesetzt werden. Wie sonst könnte man darauf kommen, Social Media als Erweiterung von überkommendem Direktmarketing und damit als neuen Push-Kanal zur Informationsvervielfältigung dessen zu nutzen, was man auch „klassisch“ z. B. über Pressemitteilungen absondert? 

Das Wesentliche ist doch, die Befindlichkeit der Einzelnen auf den unterschiedlichen Plattformen zu evaluieren und darauf einzugehen, was problemlos geht, da Social Media erlaubt, Marktforschung in Echtzeit zu betreiben. Damit könnte der neuen Maßgabe gedient werden, die das Digitalzeitalter zwingend macht: Nicht was ich kundtun will, ist relevant, sondern das, was ich lernen kann durchs Zuhören, Diskutieren, Durchdenken, Bewerten usw., um daraus kundenorientierte Angebote Maßschneidern zu können.


#Think!Paper Ratschläge

  1. Position überdenken — Perspektive wechseln!
  2. Fundamental-Irrtümer unterlassen.
  3. Sich persönlich durch aktive Social-Media-Arbeit kundig machen, um einen klaren Fokus zu finden. 
  4. Das Wesen moderner Kommunikation im Digitalzeitalter verinnerlichen: „Interaktion durch Konversation“ in den Mittelpunkt stellen und stringent verfolgen, um sich smart ins Gespräch zu bringen und als attraktiver Partner für Innovation und Transformation zu profilieren. 
  5. Nicht mehr den falschen Propheten folgen, sondern lieber eigene Wissensnetzwerke aufbauen.
  6. Angesichts der Tatsache, dass sich im Zuge der Transformation der Print-Branche die bereits enorm große Komplexität noch steigert, z. B. durch Themen wie Künstliche Intelligenz, IoT, Blockchain etc., sind kontinuierliche Konversationen in Netzwerken und auf Plattformen zwingend. 

Wer das tut, wird schnell angenehm überrascht sein und wandelt sich im besten Fall zum exzellent vernetzten Wissensarbeiter!


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EPILOG

Ich weiß [angeblich] Bescheid und mach Euch schlau!

Der nach eigenen Angaben führende Branchen-Fachverlag Deutscher Drucker veranstaltet im November 2018 ein Executive Meeting inkl. Executive Report sowie Executive Webinar: „Die 100 wichtigsten Kommunikationskanäle in der Druckindustrie“.


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Screenshot aus print.de / Deutscher Drucker

In der Ankündigung heisst es: „Marketingverantwortliche haben die Qual der Wahl: Welche Kanäle sollen mit welchem Content bespielt werden? Wie erreicht man am besten seine Zielgruppe? Bei einem exklusiven Meeting am 21. November 2018 in Frankfurt/Main erhalten Marketingentscheider eine Menge wertvolle Informationen und Anregungen für Ihre Kommunikation und Werbung.

Gerade im Aufgalopp von großen Messen wie etwa Fespa, Drupa und Labelexpo ist es extrem nützlich, einen Wegweiser durch den Multichannel-Dschungel zu bekommen. Bei dem Meeting lernen Sie, wie Sie Ihre externe Kommunikation optimal auf die eigenen Unternehmensziele abstimmen können. Alle Teilnehmer erhalten einen wertvollen gedruckten Report, in dem auch die 100 wichtigsten Kommunikationskanäle der Druckindustrie bewertet werden. Melden Sie sich rasch an! Die Plätze sind begrenzt. Maximal 25 Teilnehmer können dabei sein.“


Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt, wie der Kollege Knud Wassermann aus Wien anmerkt. Wassermann, selbst Chefredakteur einer Fachzeitschrift, kritisiert: „Es gibt aber auch, wie ich meine, Grenzen. (…)  Ein Verlag nimmt es sich heraus zu sagen, welche Werbekanäle, Fachzeitschriften, Influencer und Kommunikationsagenturen etc. relevant sind und welche nicht. Auf Nachfrage versicherte mir ein Vertreter des Verlags, dass man vor allem den KMUs aus der Lieferindustrie die Zusammenhänge aufzeigen wolle, mit denen sie nicht vertraut seien, jedoch kennen möchten und sollten. Ein Schelm, wer denkt, dass die verschiedenen Kommunikationskanäle des Deutschen Drucker dort die Poleposition einnehmen. Wie die Schwaben so treffend sagen würden, das Ganze hat einfach ‘a Geschmäckle’. Eine Bewertung können nur LeserInnen treffen, das sollte man trotz der schwierigen Lage der Fachzeitschriften nicht vergessen.“

Klaus-Peter Nicolay, Verleger und Chefredakteur DRUCKMARKT, schlägt sogar noch deutlichere Töne an: Zur Prostitution gezwungen? Wie ist es um die Glaubwürdigkeit der Fachpresse bestellt?“, titelt er. Und führt fort: Diesem Verlag ist jegliche Fähigkeit zur neutralen Berichterstattung abzusprechen. Die massive Vermischung eigener Interessen mit denen der Industrie ist Cash-Fachjournalismus, der nur als Prostitution bezeichnet werden kann.“

 

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Foto: Screenshot aus druckmarkt.com

 

Den mega-großen Fundamental-Irrtum sprechen aber auch Wassermann und Nicolay nicht an: Es gibt gar keine ‚100 wichtigsten Kommunikationskanäle‘, die für die Druckindustrie relevant sind.

Wichtig ist es vielmehr, zu verstehen, dass es im Wesentlichen um das Interagieren mit/auf Plattformen und individuell-spezifische Anforderungen der Nutzer vor allem per Mobile geht. Sogenannte ‚Kanäle‘ haben da überhaupt keine Relevanz.

Mal abgesehen davon, dass es tatsächlich ein ‚Geschmäckle‘ hat, wenn ein vom Anzeigen-Verkauf lebender Print-Fachverlag sich zum umfassenden Kommunikations-Berater stilisiert, der im Zweifelsfall das eigene Angebot propagieren muss: Woher soll die kommunikative Kompetenz kommen? Aus meiner Sicht repräsentiert das Angebot des Deutschen Druckers selbst nicht den Stand der Zeit oder gar das Maß aller Dinge. Ein Print-Titel ohne IVW-Listung, der immer weniger Leser und damit Auflage hat und Digitaldruck-Innovationen nicht für den eigenen Bedarf sinnvoll einzusetzen weiss; eine Website mit erstaunlich wenig Traffic; und eine Twitter-Nutzung, die weitgehend wirkungslos bleibt (ohne Interaktionen) und keinesfalls inhaltlich professionell daher kommt (meist nur Botschaften aus dem Unisono-Fundus, die sich aus PR-Meldungen ableiten, keine sinnvolle Verschlagwortung, um den Kontext herzustellen, keine sinnvollen Verlinkungen etc.).

Dies alles im Verbund mit einer Headline, die auf die falsche Fährte lockt, erscheint bedenklich!


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Xerox is fully committed to digital transformation, turning pressure equipment into Workplace Assistants.— Photo: Andreas Weber

By Andreas Weber, Head of Value | German Version

Note: The translation of the original German version was done by xeroxtranslates.com

“Our biggest challenge is to meet the demands of the people in the mobile age,” notes Mark Boyt. In its function as a global of solutions marketing at Xerox he presented head at an analyst meeting in Uxbridge, UK, strategy, and news about the ConnectKey platform, workplace Assistant, and e-commerce. The development and marketing of business apps is a focus. To do this, Xerox has collaborated extensively partner companies with qualified and authorized Xerox.

 


 


 

“To be still attractive for our customers and to create new business ideas, we have developed by the device vendor to the solution provider, and now to the service partner for our customers”, explains Marcus Putschli, CEO of e-dox AG, Leipzig/Germany. In the Centre is thus not only the hardware product portfolio, but the creative and consulting-oriented performance, to create a maximum customer benefit. Partner developed Putschli in other Xerox as a series from around the world with his team apps that offer new, specific application solutions notably based on technology infrastructure provided by Xerox.

Putschli said: “in addition to the managed print solutions we offer our customers the possibility of digitizing and data protection solutions in the enterprise to anchor. We are various document management partner provider, Microsoft-365-partner-certified app developers for Xerox, and support our customers in many IT issues advice to the page”. The app development takes place through the project area e-dev/> and can be accessed on 10 years of experience. The highlight: the apps are tailored to and run on existing multi-function printers.

 

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Info box to current example — the Convert2PDF app e-dev

Usable via subscription Convert2PDF app, it will be possible to take advantage of the full functionality and benefits of Convert2PDF easily directly from the Xerox, each ConnectKey device by Xerox device i.e. workflows and document processes by simple To control the app user interface.

Systems provides a particular advantage when using the app with Xerox VersaLink. The Convert2PDF app has extended the product range VersaLink in conjunction with Convert2PDF quasi often missing workflow scanning and allows the use of different Scanprofilen for different tasks or workflows. Users as well as administrators in companies are significantly relieved. The Convert2PDF scanning and workflow can be easily managed thanks to the app and also operated. Sources of error for incorrect processes are eliminated so in a comfortable way.The app is also offered on the redesigned Xerox app Gallery.

Xerox’s according to his own admission, that ConnectKey apps accelerate the digital transformation for companies. In the focus are three areas of action:

  1. Support for mobile workers, Office workers and teachers
  2. Smooth workflows for each company
  3. The advanced Xerox app Gallery to facilitate search and install and purchase transactions

 


My take: everything will be fine. Thanks Appiness!

Good news: print is an important pillar of the transformation of companies and their business communication processes. But: It is no longer sufficient to optimize existing, but sometimes are disruptiv new ways to follow, which provide the benefits for all those involved in the focus.

The so-called digital transformation simplifies and accelerates not only processes, but provoked new business goals and opportunities. All of us could benefit from this but only if we also transform to become creative consultants. Our customers have to become partners and customer service is a central issue. And this new, tailor-made apps play a central role. In this sense: Everything is fine. “Appiness” thanks!

 

 


 

Background information

New Xerox ConnectKey Apps Speed Digital Transformation for Enterprises, SMBs

  • Apps support office workers, mobile workforce; educators 
  • Frictionless workflows for any business
  • Enhanced Xerox App Gallery makes browsing, installing and purchasing easier

UXBRIDGE, U.K., Oct. 10, 2018 – Organisations can now better connect staff to popular business platforms such as Salesforce, QuickBooks Online and Concur, supporting customer relationship management, accounting and invoicing, plus streamline additional processes with new apps for Xerox ConnectKey® devices. Purchasing and implementing the apps is simple with a new e-commerce-enabled site.

The Morrell Group, a full-service automation controls design and engineering services organisation, has experienced the power of ConnectKey apps. The company saved 25 percent by automating its product distribution process with the Sign Me app, built by MidAmerica Technology, a Xerox Personalised Application Builder developer. The app digitises the document-laden process, accelerating the speed in which products get out the door. 

“Sign Me is a breakthrough app that has greatly improved our business – we’ve gained efficiencies that impact our bottom line,” said David Hajciar, operations manager, Morrell Group.   

 

Transformation: Xerox turns multifunction printers into Workplace Assistants. Video: Xerox


New apps make work easier 

The ongoing development of its ConnectKey-enabled portfolio underscores Xerox’s position as a print technology powerhouse. The latest enhancements make labour-intense, time-consuming efforts easier and offer new twists on traditional ways of working.  

The Xerox VersaLink® and Xerox AltaLink® series are the launch pads for apps such as:  

  • Xerox Connect App for Salesforce: access to Salesforce’s Customer Relationship Management system right at the multifunction printer (MFP); upload and share sales management information to client folders by scanning the documents directly into Salesforce. 
  • Xerox Audio Documents App: securely transforms hardcopy documents into audio files allowing commuters, multitaskers, or audio enthusiasts to listen on the go instead of reading. 
  • Xerox Connect App for QuickBooks Online: offers a hassle-free expense reimbursement process with multi-receipt scanning. Receipt data is extracted into an expense report and submitted with notifications sent to reviewers for timely approval. For Concur users, a similar receipt management app will be available by year’s end.   
  • Xerox Forms Manager App: simplifies management of multiple forms while reducing paper-based filing risks. With intelligent routing capabilities via embedded QR codes, scanned forms are automatically routed to the appropriate email address.
  • Xerox Quick Link App: enables a fast start to printing without IT support. This intuitive app sends an email directly from the device containing appropriate links to install, and connects computers or mobile devices with the drivers and configuration settings. 

 



 

Making the grade with educators

With insights gained from working with thousands of education customers, Xerox responds with apps that increase productivity for teachers and students:

  • Xerox Connect App for Blackboard: provides access to an industry-leading learning management system; documents are digitised and stored into their Blackboard Learn account from the MFP.    
  • Xerox Proofreader Service: checks for writing elements in the English language, such as spelling, grammar, style and plagiarism.  

Extra Value for Channel Partners 

Alongside an improved design for a better user experience, the e-commerce-enabled Xerox App Gallery provides a global marketplace for channel partners to promote and sell apps. Also, channel partners can share in the revenue when their customers purchase an app. 

Channel partners will learn more about how they can boost recurring post-sale revenues with the new ConnectKey apps and how the new e-commerce model helps them create, market and sell their own apps at the European Personalised Application Builder (PAB) Forum taking place November 7-8 at Xerox’s Innovation Centre in Uxbridge, UK. 

Availability 

Xerox’s newest ConnectKey-enabled apps will be added to the Xerox App Gallery in select geographies between fourth-quarter 2018 and first-quarter 2019. 

Source: Xerox

 


 

At a glance — via Twitter Moments

 

 

 

ValueCheck Trends ThinkPaper 001

#Think!Paper Edition 1, Volume 6

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  Original German Version  (Note: The translation was automatically done by xeroxtranslates.com)

 


“I remember the print business in the night, then I can’t sleep anymore! — I would have also approved this statement formulated based on night thoughts by Heinrich Heine until recently. But: Thought and check helps. And it succeeds with a multi perspectival #Think!Paper vision.


Status quo

To bring the trends reliably, it is not easy. 

One thinks first of high-profile measurement via tradeshows. But: For example the highlights of topics, as well as the nomenclature of Messe Düsseldorf for the drupa as a worldwide leading trade fair of the print industry are naturally constructs, to attract as many and new exhibitors. 

Fairs offers therefore do not fully reflect the relevant trends that characterise the print industry.

As well, the common market research and trend reports not leading target, are effective as an indicator of future investment behavior of established printing companies there always readily applied, speculative, and no more than.

Meta trends

The print industry is always innovation-driven. At the time, it was always to the enrichment and enhancement of the existing possibilities. Today everything is different. And above all no longer linear. A rethink is imperative:

  1. Disruptive renewal of pre-media processes (template-free), with the aim of flexible and in real time to be able to print data of any kind.
  2. Smart print production: automation of processes from printing the delivery up to the go-to-market of printers, including digital supply chain management.
  3. #hyperpersonalization Blockchain, virtual reality, artificial intelligence and media across dialogical communication scenarios.

BusinessModel trends

The top issue, at the latest since the existence of digital printing, is the business model change for printers. There are two major developments:

  • Polarization in the services market – smart factories (with focused portfolio/commodity offers) vs. High-tech manufacturers (with myriad niche applications and highest innovation). But beware: Both areas fertilize or interpenetrate each other, such as in an iterative cycle. Best to understand, when you see how CIMPRESS developed.
  • Custom configuration of modular composed, ubiquitous production equipment. –Example: CADIS engineering.

Technology trends

The trends in the use of relevant technologies assign three essential aspects:

  1. Unbelievable, but true: The market for print solutions (technology + production + commercial) is greater than commonly portrayed many times. The ecosystem printing industry is broad and is a three-digit billions alone in Germany. (Note: the exact numbers are set forth in the trade magazine printing market).
  2. Almost 2/3 of the total revenues generated by a few hundred industrialized printing factories.
  3. Growth areas are proving to be doing differently than previously forecast to: E.g. for inkjet printing are up on book printing in the substitution of Offsetproduktionen, but above all in the toner printing systems. Important: ‘Inkjet-to-Go’ inspires new applications outside of the print industry, directly from their customers.

 

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A new orientation requires the success in the business of print and print using, driven by the creativity and courage. This, it is important to distinguish:

 

Inhibiting factors

  • An elaborate market research that focuses only on investments in hard – and software, to venture guesses based and relevant requirements of the market does not see.
  • Events of all kinds, which are vertically oriented, speak almost monolithic on the manufacturer issues and relate the use of their products.
  • Persistently insufficient, no longer contemporary industry communication, which all too often hawked misperceptions and this causes confusion.

Acceleration factors

  • Focus on new forms of go-to market of printing companies, touting the benefits of print for the digital age, and no longer the processing techniques for the production of print.
  • Pro active, social, business-driven discourse with potential new clients that already have come to pass on the digital transformation journey and for the print can become the ‘hidden champion’.
  • More experiments and pioneering venture, break rules and through relevant content and good stories inspired by a change of perspective on a broad front and fascinate.

 


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

 

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ValueCheck Trends ThinkPaper 001

#Think!Paper Edition 1, Volume 6

Von Andreas Weber, Head of Value  | English Version

 

„Denk ich ans Print-Geschäft in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ — Diesem in Anlehnung an die Nachtgedanken von Heinrich Heine formulierten Statement hätte ich bis vor kurzem auch zugestimmt. Doch: Nachdenken und Nachprüfen hilft. Und das gelingt mit einer multi-perspektivischen #Think!Paper-Sichtweise, die Print ins rechte Licht rückt.


Bestandsaufnahme

Trends zuverlässig in Erfahrung zu bringen, ist gar nicht einfach. 

Man denkt zunächst an hochkarätige Messen. Aber: Z. B. die Themen-Highlights sowie die Nomenklatur der Messe Düsseldorf für die drupa als weltweiter Leitmesse der Print-Branche sind naturgemäß Konstrukte, um möglichst viele und neue Aussteller anzusprechen. 

Messeangebote spiegeln daher keinesfalls umfassend die relevanten Trends wider, die die Print-Branche kennzeichnen.

Ebenso sind die gängigen Marktforschungs- und Trendberichte nicht zielführend, da stets rückwärtsgewandt angelegt, spekulativ und höchstens als Indikator für künftiges Investitionsverhalten etablierter Druckbetriebe wirksam.

Meta-Trends

Die Print-Branche ist seit jeher innovationsgetrieben. Seinerzeit ging es immer um die Anreicherung und Steigerung der bisherigen Möglichkeiten. Heute gestaltet sich alles ganz anders. Und vor allem nicht mehr linear. Ein Umdenken ist zwingend:

  1. Disruptive Erneuerung der Pre-Media-Prozesse (Template-frei), mit dem Ziel, flexibel und in Echzeit Daten jeder Art drucken zu können.
  2. Smarte Print-Produktion: Automatisierung der Prozesse vom Druck über die Auslieferung bis zum Go-to-Market von Druckereien, inkl. digitales Supply-Chain-Management.
  3. #hyperpersonalization durch künstliche Intelligenz, Blockchain, virtuelle Realität und medien-übergreifend dialogische Kommunikations-Szenarien.

BusinessModel-Trends

Das Top-Thema, spätestens seit es Digitaldruck gibt, ist die Geschäftsmodell-Veränderung für Druckereien. Zwei wesentliche Entwicklungen sind zu unterscheiden:

  • Polarisierung im Dienstleistungsmarkt — Smarte Fabriken (mit fokussiertem Portfolio/Commodity-Angeboten) vs. High-Tech-Manufakturen (mit unzähligen Nischenanwendungen und höchster Innovationskraft). Aber Achtung: Beide Bereiche befruchten oder durchdringen sich gegenseitig, wie in einem iterativen Zyklus. Am besten nachzuvollziehen, wenn man sieht wie sich CIMPRESS entwickelt.
  • Kundenspezifische Konfiguration von modular komponierten, ubiquitären Produktionsanlagen. — Beispiel: CADIS Engineering.

Technologie-Trends

Die Trends beim Einsatz relevanter Technologien ordnen sich drei wesentlichen Aspekten zu:

  1. Unfassbar, aber wahr: Der Markt für Print-Lösungen (Technik+Produktion+Handel) ist um ein vielfaches größer als gemeinhin dargestellt. Das Ökosystem Druckindustrie ist weit gefasst und macht alleine in Deutschland eine dreistelligen Milliardenbetrag aus. (Hinweis: Die genauen Übersichten und Zahlen werden noch im Fachmedium DRUCKMARKT dargelegt).
  2. Fast 2/3 der Gesamtumsätze werden von wenigen hundert industrialisierten Druckfabriken erwirtschaftet.
  3. Wachstumsfelder gestalten sich dabei ganz anders, als bis dato prognostiziert: z.B. für Inkjet Printing liegen bis auf den Bücherdruck kaum in der Substitution von Offsetproduktionen, sondern v.a. in der von Tonerdrucksystemen. Wichtig: ‚Inkjet-to-Go‘ beflügelt neue Anwendungen ausserhalb der Print-Branche, direkt bei deren Kunden.

 


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Die vorausgehenden Erkenntnisse der #Think!Paper Trend-Analyse standen auf der #EMGE2018 Konferenz in Amsterdam im Podiumsgespräch von Jeroen van Druenen und Andreas Weber zur Diskussion mit einem internationalen Publikum.


 

Den Erfolg im Geschäft mit Print und der Verwendung von Print erfordert eine Neuorientierung, die Kreativität und Mut erfordern. Hierbei gilt es zu unterscheiden:

Hemmfaktoren

  • Eine aufwändige Marktforschung, die sich nur auf Investitionsmöglichkeiten in Hard- und Software fokussiert, auf wagen Vermutungen beruht und relevante Marktbedürfnisse nicht wahrnimmt.
  • Events aller Art, die sich vertikal ausrichten, sprich sich quasi monolithisch nur auf die Herstellerthemen und die Verwendung ihrer Produkte beziehen.
  • Anhaltend ungenügende, nicht mehr zeitgemäße  Branchenkommunikation, die allzuoft Fehleinschätzungen kolportiert und dadurch Verwirrung stiftet.

Beschleunigungsfaktoren

  • Fokus auf neue Formen des Go-to-Markets von Druckereien, die den Nutzen von Print fürs Digitalzeitalter propagieren, und nicht mehr die Verfahrenstechniken zur Herstellung von Print.
  • Pro-aktive, Social Business-getriebene Diskurse mit potentiellen neuen Auftraggebern, die sich bereits auf die Digital Transformation Journey begeben haben, und für die Print zum ‚Hidden-Champ‘ werden kann.
  • Mehr Experimente und Pioniertaten wagen, Regeln brechen und durch einen Perspektiv-Wechsel auf breiter Front durch relevante Inhalte und gute Erzählungen inspirieren und faszinieren.

 


 

Über den Autor

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Blogger und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice. — Mit seinem Blog www.valuetrendradar.com inspiriert er Leser aus über 150 Ländern der Welt.

 

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“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” — Robert Dembinski, Managing Director of Lensing Druck, Dortmund/Germany. — Photo: Heidelberg

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Can you instantly make a successful printing business even better? You can if you have the courage to try something new. “When I joined Lensing Druck in Dortmund in the fall of 2017, we were planning to invest in new presses. We ended up doing far more than that, though, and it was a good move,” recalls Managing Director Robert Dembinski. 

Lensing Druck had previously focused on maintaining its competitiveness for the benefit of customers, whose main criteria when ordering print products are delivery time and price. “When we heard Heidelberg had something new in the pipeline, we were curious but also somewhat skeptical,” Dembinski explains. “We found it hard to imagine what the subscription model from Heidelberg would involve and weren’t sure it would work,” he adds.

Dembinski studied business management, so the print shop business represents a change of career path. He was actually intending to develop a digital strategy with his colleagues, including new digital offerings to provide customers with a more comprehensive service and open up new business opportunities. The fact that the subscription model from Heidelberg provides new digital tools to transform both production management and business management step by step very much appealed to him and his way of thinking.

Lower costs and higher efficiency

Experts from Heidelberg started by analyzing the actual situation to evaluate the efficiency and productivity of Lensing Druck’s existing presses. This revealed that the assignment of presses needed to be optimized and also that costs were very high, especially for shorter runs. It therefore very quickly became apparent that an increase in efficiency and productivity was both necessary and feasible. The strategy adopted was to skip a generation when replacing the existing presses. A Heidelberg XL-106 9-P-L took over from two older presses – a Heidelberg CD 105-P+L and a KBA Rapida 106 8-P. At the same time, the company switched to the pay-per-use subscription model – including the Prinect Workflow and above all the Heidelberg Performance Plus consulting service – with a view to boosting efficiency and cutting operating costs.

“To be honest, no longer owning a press and being reliant on a single supplier for everything, including consumables, takes some getting used to,” Dembinski admits. “After four months using the subscription model, however, we can safely say we made the right decision! Even in this short space of time, we’ve significantly improved the overall efficiency of our presses and our production volume is already over 20 percent higher than the target level contractually agreed with Heidelberg,” he continues.

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Website screenshot to showcase the full range of elements of the Heidelberg Subscription model. 


 

Assistant ensures absolute transparency

Lensing Druck is impressed by the clear and neat structure of the subscription model from Heidelberg and also its absolute transparency. “As I see it, the Heidelberg Assistant is the key component and the brains behind the entire model. All KPIs can be accessed in real time, as can the service status, industry benchmarks, and much more besides,” Dembinski comments. 

The Heidelberg Assistant is used at various levels in the Lensing Druck hierarchy – from senior management to operations/pressroom managers and purchasing staff. Its webcast function is also utilized for monthly meetings with the Heidelberg team to discuss the project status. This results in further new ideas and optimizations being identified over time, the ultimate aim being not only to meet the joint productivity targets but to exceed them by as large a margin as possible. 

Another important thing in Dembinski’s eyes is that print shop staff have responded very positively to the digital transformation using Heidelberg Subscription. “Switching to the new press has motivated our staff, because it shows we’re committed to print despite a difficult market. Thanks to the data we obtain from the press and the monthly review, we can support our employees in all aspects of their work and enable them to make progress,” he stresses. Various charts showing the monthly data and statistics are also displayed right next to the press for everyone to see.

Robert Dembinski shared with a group of international journalist his passion for Heidelberg Subscription. — Video animation: Andreas Weber. Group photo: Christian Daunke.


“We made the right decision!” 

“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” sums up Dembinski. Heidelberg Subscription enables him to incorporate the presses in Lensing Druck’s own digital strategy. And – crucially – the subscription model makes it easier to develop other applications such as dynamic pricing, dynamic planning and procurement, real-time information for customers, reliable and transparent costings, and predictive monitoring for optimum maintenance processes.

Dembinski is also hoping the digital transformation of the entire company will improve Lensing Druck’s image, especially with customers who have experience in digital marketing. End-to-end digital order processing is an absolute must for such customers. To raise the print shop’s digital profile and coincide with the new digital portfolio, the post of CDO (Chief Digital Officer) was created in September 2018. 


My take: When it works, it really works!

The example of Lensing Druck and Robert Dembinski proves that when something works, it really works! Print has arrived in the digital age and can hold its own – especially if decision-makers and staff at print shops accept, understand, and embrace the digital transformation and ensure its beneficial further development. Being one of the first to use Heidelberg Subscription very quickly paid off for Lensing Druck, and it will have a dynamic and stimulating effect on the company’s future development. What’s more, print specialists, commercially astute business managers, and digital marketing professionals are all impressed. What more do you want? 

 


Link to contact Robert Dembinski

Link for information about Lensing Druck

Link for the latest Heidelberg Subscription news


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

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„Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir sagen: die Entscheidung war richtig!“ Robert Dembinski, Geschäftsführer Lensing Druck. — Foto: Heidelberg

 

Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Kann man ein gut gehendes Druckerei-Geschäft aus dem Stand heraus noch besser machen? Ja, wenn man den Mut zu Neuem hat. „Im Herbst 2017, als ich bei Lensing Druck in Dortmund anfing, stand bei uns auf der Agenda: Wir müssen in neue Druckmaschinen investieren. Daraus wurde sehr viel mehr. Und das war gut so“, erinnert sich Geschäftsführer Robert Dembinski. 

Bis dato stand bei Lensing Druck der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus, um Kundenwünsche zu bedienen, die vor allem Zeit und Preis bei ihren Drucksachenbestellungen im Blick haben. „Als wir von Heidelberg hörten, es sei etwas Neues in der Pipeline, waren wir neugierig, aber auch etwas skeptisch“, erläutert Robert Dembinski. „Wir konnten uns ja gar nicht vorstellen, was sich hinter dem Subscription-Angebot von Heidelberg verbirgt. Und ob es funktionieren kann.“

Mit seinem betriebswirtschaftlichen Studium ist Robert Dembinski ein Quereinsteiger im Druckerei-Geschäft. Eigentlich hatte er im Blick, gemeinsam mit seinen Kollegen eine Digitalstrategie zu entwickeln, inklusive neuen Digital-Services, um Kunden umfassender bedienen zu können und neue Geschäftsmöglichkeiten aufzubauen. Dass Heidelberg durch das Subskriptions-Modell neue digitale Tools bereitstellt, um nicht nur das Produktions-, sondern auch das Business Management zu transformieren und dabei schrittweise vorgeht, kam ihm und seiner Denkweise sehr entgegen.

Runter mit den Kosten, hoch mit der Effizienz!

Zunächst wurde durch Heidelberg-Experten eine Ist-Analyse erstellt, um zu evaluieren wie es um die Effizienz und Produktivität der bestehenden Druckmaschinen bei Lensing Druck steht. Das Ergebnis: Die Belegung der Maschinen war nicht optimal; v.a. bei kleineren Auflagen waren die Kosten sehr  hoch. Es wurde daher schnell klar, dass Effizienz- und Produktivitätssteigerung nötig und machbar sind. Der Ansatz war, gegenüber den bestehenden Druckmaschinen eine Maschinen-Generation zu überspringen. Mit der Heidelberg XL-106 9-P-L wurden zwei ältere Maschinen vom Typ Heidelberg CD 105-P+L sowie eine KBA Rapida 106 8-P ersetzt. Zugleich wurde das Geschäftsmodell durch Subskription auf Pay-per-Use umgestellt, inklusive Prinect Workflow und v. a. das Beratungsangebot Heidelberg Performance Plus zur Effizienzsteigerung und Senkung der Betriebskosten.

„Man muss sich ehrlich gesagt schon daran gewöhnen, dass man keine Druckmaschine mehr besitzt und bei allem, auch den Consumables, auf einen einzigen Lieferanten angewiesen ist“, räumt Robert Dembinski ein. Und fährt fort: „Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir jedoch sagen: die Entscheidung war richtig! Bereits nach dieser kurzen Zeit konnten wir die Gesamteffizienz unserer Maschinen deutlich steigern und liegen bereits jetzt mit dem Produktionsvolumen mehr als 20 Prozent über der mit Heidelberg vertraglich vereinbarten Zielmarke.“


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Die Grafik entstammt der Broschüre: Das neue Erfolgsmodell. Heidelberg Subscription. 2018.


 

Absolute Transparenz durch den Assistant

Die klare und saubere Struktur des Subskriptions-Modells von Heidelberg begeistert bei Lensing Druck ebenso wie die absolute Transparenz. Robert Dembinski führt aus: „Für mich ist der Heidelberg Assistant das Herzstück und Gehirn des Ganzen. Alle Kennzahlen sind in Echtzeit abrufbar, ebenso wie Service-Status, Benchmarks im Branchenvergleich und vieles mehr.“ 

Bei Lensing Druck wird der Assistant in verschiedenen Hierarchie-Ebenen genutzt: Für die Geschäfts-, Betriebs- und Drucksaal-Leitung oder auch den Einkauf. Ebenso laufen monatliche Besprechungen zum Projektstatus mit dem Heidelberg-Team über den Assistant via Webcast-Funktionalität. So lassen sich sukzessive weitere neue Ideen oder auch Optimierungen finden, um die gemeinsamen Produktivitätsziele nicht nur erreichen zu können, sondern bestmöglich zu übertreffen. 

Wichtig ist laut Robert Dembinski zudem, dass die Mitarbeiter in der Druckerei die digitale Transformation per Heidelberg Subscription sehr gut aufgenommen haben: „Die Umstellung auf die neue Maschine hat unsere Mitarbeiter motiviert, denn sie zeigt, dass wir trotz eines schwierigen Markts auf Print setzen. Die Daten, die wir von der Maschine erhalten, und die monatliche Überprüfung ermöglichen es uns, unsere Mitarbeiter in allen Bereichen ihrer Arbeit zu unterstützen und weiter zu bringen.“ Die Monatsdaten und Statistiken werden auch für alle zugänglich in verschiedenen Schaubilder direkt neben der Masche ausgehängt.

 


Robert Dembinski stand im Rahmen eines internationalen Pressemeetings bei Lensing Druck in Dortmund-Kley Rede und Antwort. — Filmanimation: Andreas Weber. Gruppenfoto: Christian Daunke.


„Die Entscheidung war richtig!“ 

Für Robert Dembinski steht als Resümee fest: „Nach vier Monaten Erfahrung mit Subskription können wir sagen: Die Entscheidung war richtig!“. Heidelberg Subscription ermöglicht für ihn die Einbeziehung der Druckmaschinen in die eigene digitale Strategie von Lensing Druck. Und — ganz entscheidend — das Subskriptions-Modell erleichtert die Entwicklung anderer Anwendungen wie dynamische Preisfindung, dynamische Planung und Beschaffung, Kundeninformationen in Echtheit, verlässliche und transparente Kalkulationen sowie Predictive Monitoring für optimale Wartungsverläufe.

Zudem erhofft sich Robert Dembinski für Lensing Druck durch die digitale Transformation des ganzen Unternehmens auch ein noch besseres Image bei Kunden, vor allem, wenn diese im digitalen Marketing erfahren sind. Für solche Auftraggeber ist die digital durchgängige Auftragsabwicklung ein absolutes Muss. Um das ‚digitale‘ Profil als Druckerei zu schärfen und mit neuen Digital-Angeboten zu synchronisieren, wurde seit September 2018 die Stelle eines CDO — Chief Digital Officers geschaffen. 


My Take: Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Man sieht am Beispiel Lensing Druck und Robert Dembinski: Wenn’s läuft, dann läuft’s! Print ist im Digitalzeitalter angekommen und kann sich behaupten. Vor allem, wenn Druckerei-Entscheider und die Mitarbeiter die digitale Transformation akzeptieren, verstehen, sich aktiv einbringen und nutzbringend weiterentwickeln. Der Einstieg als einer der ersten in Heidelberg Subscription machte sich in kürzester Zeit bezahlt. Und wirkt sich auch auf die künftige Unternehmensentwicklung dynamisch und stimulierend aus. Und: Sowohl Print-Fach-Leute als auch kaufmännisch versierte Betriebswirte sowie echte Digital-Marketing-Profis zeigen sich begeistert. Was will man mehr?

 


Links zu weiteren Informationen

Kontakt zu Robert Dembinski

Infos zu Lensing Druck

Infos zum aktuellen Status quo bei Heidelberg Subscription

 


 

Stets den Kunden und seine Wünsche im Fokus: Screenshots von der Website von Lensing Druck.

 

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Von Martin Spaar, Herausgeber und Verleger PUBLISHER

Zum 25-jährigen Jubiläum des PUBLISHER versammeln wir auf der Frontseite alle bis heute erschienenen Digitaldruck-Covers. Als wir vor 13  Jahren das erste individualisierte Cover mit einem verschneiten Smart und dem Vornamen des Empfängers auf der Windschutzscheibe brachten, schlug das ein wie eine Bombe. 

Seither demonstrierten 80 Covers mit Digitaldruck- oder Veredelungsspezialitäten die prägende Wirkung der ‚Verpackung‘ und gaben unserer Zeitschrift von Ausgabe zu Ausgabe einen ganz speziellen Auftritt.

Und trotzdem: Auch bei diesem Heft sind mit dem Cover nur gut fünf Prozent des Umfangs digital gedruckt, der ganze Heftinhalt ist wie schon vor 25 Jahren im Offsetdruck produziert. Auch im gesamten Markt fristet der Digitaldruck so gesehen erst ein Nischendasein – Offset dominiert volumenmässig überdeutlich.

Dies dürfte sich jetzt jedoch rasch ändern, indem Rollen-Inkjet-Systeme den Digitaldruck bezüglich Druckleistung in ganz neue Dimensionen katapultieren: Während heute gängige tonerbasierte Systeme gerade mal 80 bis 150 A4-Seiten in der Minute schaffen, sind es bei Highspeed-Inkjetsystemen deren 1000 bis 2000!

Damit stehen wir an einem Wendepunkt zu einer neuen Ära des Publizierens, die auch dem PUBLISHER in einem neuen Zusammenspiel von Print und Digital spannende Perspektiven eröffnet.

Mit der April-Nummer hatten wir schon eine erste Ausgabe 100% digital produziert und Abonnenten die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Inserat zu publizieren; so wurde jedes abonnierte Heft zum Unikat. Und auch für die kommende Dezember-Ausgabe heisst das Motto: 100% digital.

Wie im letzten Editorial schon ausgeführt, möchte ich nächstes Jahr die Verantwortung für diese digitale Transformation unserer Zeitschrift in frische Hände übergeben und damit eine neue Ära in meinem Leben lancieren. 

Dabei möchte ich mich jedoch keinesfalls ganz vom PUBLISHER und der Publishing-Community verabschieden – dafür ist mir beides zu stark ans Herz gewachsen. Aber mit sechzig etwas kürzer treten und auch den ‚analogen‘ Seiten des Lebens etwas mehr Platz einräumen, das darf schon sein!


 

Das Cover der neuen Ausgabe des PUBLISHER.CH

 

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Die Buch-Krise ist größer als angenommen. Dem Buchmarkt sind von 2013 bis 2017 6,4 Millionen Käufer abhanden gekommen. Grafik: Andreas Weber. Foto: ZDF, Mainz.

 

#Think!Paper—  Edition 1, Volume 4

Von Andreas Weber, Head of Value

Die Frankfurter Buchmesse offenbart durch ihre Stärken die Schwächen der Verlage. Für fünf Tage im Jahr passiert das, was Leser sich wünschen, aber sonst nicht bekommen können: Persönlicher Kontakt mit Autoren, Büchermachern und tausenden anderen Buch-Liebhabern aus aller Welt. Somit ist man Teil des Geschehens.

Im wahren Leben ist das anders. Verlage kennen ihre Kunden nicht. Und schätzen deren Bedürfnisse falsch ein, was zu einer existentiellen Krise führt, die aktuell schlimmer denn je erscheint. (Anm.: In Deutschland sind dem Markt in den Jahren 2013 bis 2017 6,4 Millionen Buchkäufer verloren gegangen; das ist ein Minus von 18 %; Quelle: ZDF-Bericht vom 10.10.2018).

 


Die Umsätze mit e-Books liegen in Deutschland auf niedrigstem Niveau. Quelle: Statista.de


 

Der Fundamental-Irrtum der Verlagswelt (neben der Tatsache, dass das Kerngeschäft Print nicht innoviert resp. transformiert wird, sondern der Fokus nur auf Senkung der Herstellungskosten liegt): Nicht das e-Book wurde zum Feind des Gedruckten. Vielmehr sind es Zeit und Gelegenheit. Leser wenden sich den Plattformen und Blogs zu, die Inhalte anders, v. a. multimedial, per Movies und Bildwelten, inhaltlich kurz, prägnant aufbereiten und das ‚Konsumieren‘ einfach und angenehm machen; gerade auch, weil Inhalte sich damit an den Regeln der Mobile-Welt ausrichten. 

Hinzukommt: Die Menschen schätzen immer mehr, sich mit anderen auszutauschen und Konversationen zu betreiben. 

Ergo: Buchmesse top, Verlagswelt flop! 

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

Lesetips

Zum Start der Frankfurter Buchmesse 2018 erschien die neueste Onlinestudie von ARD und ZDF.

Siehe auch den Kommentar von Beate Frees und Wolfgang Koch: „Onlinestudie von ARD und ZDF: Über 90 Prozent der Deutschen sind online“

Und: Sieben Fakten zum deutschen Buchmarkt (zdf-mediathek)

 

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English Abstract

#ValueCheck: Potemkin villages?

The Frankfurt Book Fair / Frankfurt Book Fair 2018 reveals the weaknesses of publishers due to its strengths.

For five days a year it’s possible to get, what readers want, but otherwise can not get: personal contact with authors, book makers and thousands of other book lovers from around the world. The beauty: you are part of the action.

It’s different in real life. Publishers do not know their customers. And therefore misjudge their needs, leading to an existential crisis that is currently worse than ever.

The fundamental error of the publishing world (in addition to the fact that the core business of print is not innovated or transformed, but the focus is only on reducing production costs): Not the e-book became the enemy of the printed book. Rather, it is time and opportunity. Readers turn to the platforms and blogs for different content, via  multimedia, movies and image worlds, short in terms of content, concise processing and making ‘consuming’ simple and enjoyable; also because content aligns with the rules of the mobile world.

In addition, people are increasingly appreciating the opportunity to interact with others and to engage in conversations.

Ergo: Book Fair top, publishing world flop!

#transformation #publishers # fmb18 #PDA #ThinkPaper

 


 

Jürgen Boos 2018 IMG_4961

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, will im Interview beschwichtigen: Auch wenn die Buchkäufer-Zahlen rückläufig sind, gelesen würde so viel wie immer. — Foto: Screenshot aus ZDF-Interview vom 10.10.2018

 

Kommunikation will gelernt sein.

Kommentar von Christian Kopocz via XING

Sehr gut auf den Punkt gebracht, verehrter Andreas Weber. 

Verlage kennen die Kunden nicht. Das wird ein wichtiger Punkt sein. Vergleicht man mit den Teststores von Amazon. Ein Beispiel: Das Geschäft in Chicago zeigt prominent die Bestseller aus dem Viertel/regional bezogen und aus Online- und Offlinewelt gesammelte Informationen. Das macht nicht nur neugierig, es macht auch Sinn.

Verlage, die noch immer lieber in Massenproduktionen zu günstigstem Preis und einer Platzierung im Buchhandel kalkulieren, ohne einen Weg zu finden, die Informationen der Leser zu sammeln und vor allem sinnvoll zu nutzen, die haben einfach keine Zukunft. 

Doch es passiert einfach noch immer zu wenig. Perspektivlosigkeit, Alter, allgemeine Situation. Alles Ausreden für fehlenden Willen und Fähigkeit.

In der Tat ist der persönliche Kontakt schwer. Da haben es Verlage noch schwerer als der Buchhandel. Auch hier findet man nur selten wirkliche Konversation. Lesungen allein sind nicht das Mittel. 

Doch Kommunikation will gelernt sein. Da war wieder das böse Wort. LERNEN. Da liegt ein weiteres Problem. Lebenslanges Lernen. Tut nicht weh, doch wie oft soll man das noch sagen und beweisen?

#handel #buch #buchhandel #book #transformation #learning #change #customercentric

 

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