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drupa ante portas: Ist Print (wieder) auf der Überholspur? JAEIN.

 

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@ 2016 Großes Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann. Kleines Foto und Bildcollage: Andreas Weber, Mainz.

 

Kommentar zur #drupamc von Andreas Weber | Englisch version available

Alle haben zur drupa media conference (kurz: #drupamc) vom 29. Februar bis 2. März 2016 einen super Job gemacht: Die Messe Düsseldorf, insbesondere das drupa2016-Team, die 15 Aussteller mit ihren Vorträgen, AD Communications als Organisationsagentur und zu guter Letzt die rund 100 anwesenden Fachjournalisten aus aller Welt, davon erfreulich viele Neulinge. Das ist gut so. Die Branche braucht neuen Schwung. Und ein neues Denken, dem die richtigen Taten folgen. Dafür soll die drupa 2016 stehen: Touch the Future, lautet das Motto, das drupa-Direktorin Sabine Geldermann ausrufen lässt. Gut so! — Aber: Nahezu unbeachtet bleibt weiterhin, die Kunden der Druckereien als maßgebliche Innovationsentscheider ins Boot zu holen. Insofern: Print kommt technologisch rasant voran, aber die Branche bremst sich selbst!

Auf einen Blick:

  • #drupamc war ein voller Erfolg.
  • HP will die Leitfunktion im Print übernehmen (begeht aber kommunikativ leider echte Patzer!).
  • Heideldruck ist der heimliche Star (dank der Partner Fujifilm und Ricoh).
  • Kodak wirkt „retro“ und Xerox tut sich ziemlich schwer trotz Produktneuheiten.
  • Canon überzeugt am stärksten mit #Unleashprint.
  • Bis zur drupa 2016 bleibt viel zu tun, um Kommunikationsdefizite auszugleichen, die Nutzendarstellung in den Fokus zu stellen (beyond technology) und endlich die Kunden der Druckereien zu mobilisieren.

Unbestreitbar: Aufbruchsstimmung und Zukunfts-Zuversicht sind wieder da (siehe auch: 3. drupa Insights Report). Das zeigten seitens der Technikanbieter fast alle Präsentationen, vor allem auch diejenigen von „kleineren“ und hochspezialisierten Ausstellern wie Kolbus, Bobst, Hybrid, Global Graphics, Datalase und v. a. von Pitney Bowes, einem Global Player, der den meisten drupa-Besucher noch unbekannt sein wird (siehe Zusammenfassung aller Firmenvorträge im ValuePublishing-Echtzeit-Report per Storify).

Schon im Vorfeld versprach die #drupamc hochspannend zu werden: Der Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck) war mit seinem drupa-Slogan „Simply Smart“ und einer disruptiv neuer Strategie voran geprescht. Es geht beim Erfolg mit Print nicht mehr primär um Maschinen, sondern um neuartige, integrierte Lösungen, die dem Digitalzeitalter und dem veränderten Medien-Nutzungsverhalten gerecht werden. Entsprechend sind neue Begriffe relevant: Internet-of-Things, Industrie 4.0, Cloud, Big Data, Apps, Automation, 3D, 4D, aber auch Customer Centricity u. a. m. Und natürlich neue Technologien, im Kern Cloud-Services sowie eine neue Generation von industriellen Inkjet-Produktionssystemen (siehe die Analyse und Bewertung von Bernd Zipper auf beyondprint.de).

Heideldruck war zwar nicht mit Vorträgen auf der #drupamc vertreten — man setzte auf eigene Pressekonferenzen im Vorfeld, was sich als kluger Schachzug erweisen kann. Trotz allem war Heidelberg omnipräsent. Vor allem, weil Heideldruck-Partner wie Ricoh und Fujifilm sich expressis verbis auf die Kompetenz von Heidelberg als wichtigste Stütze bezogen. Schließlich ist man bei Heideldruck führend in allen Belangen, die es braucht, um ein Druckerei-Geschäft erfolgreich managen zu können. Genau an der Stelle will HP mit seinem Graphic Solution Business (GSB) ansetzen, um Heideldruck den Rang abzulaufen. Nachdem man bei HP rund 12 Jahre auf „Heavy Metal“ gesetzt hat, wurde zur #drupamc die Kernkompetenz von HP als IT-Konzern aus dem Hut gezaubert: „PrintOS“ heisst das Zauberwort, mit dem HP nunmehr als flächenmäßig größter drupa-Aussteller Druckereien für sich gewinnen will. 

 

 

Bringt HP’s PrintOS die Wende?

In der Ankündigung heisst es vielversprechend: „HP Inc. eröffnet Druckanbietern auf der drupa 2016 neue Möglichkeiten — Cloud-basierte mobile Plattform HP PrintOS vereinfacht und automatisiert das Management der Druckproduktion“. Es gehe um „Neuentwicklungen, mit denen Druckdienstleister neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken können“. HP Top-Manager Rob Le Bras-Brown, Global Head of Print Marketing, äußert sich medial wie folgt: „HP zeigt auf der drupa 2016 die ganze Leistungsfähigkeit seines umfassenden Portfolios (…) Mit der heutigen Präsentation von HP PrintOS und weiteren Ankündigungen, die wir noch vor der drupa machen werden, folgt HP seinem Motto ‚Keep reinventing‘. Dies bedeutet, dass wir über die verschiedenen Bereiche der Druckbranche hinweg Neuentwicklungen vorstellen werden, mit denen unsere Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen können.“ Und François Martin, HP GSB Worldwide Marketing Director, fand smarte Worte, um zu betonen, dass es im Print-Business vor allem darum gehe, die analoge und digitale Welt perfekt aufeinander abzustimmen.

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Foto: Andreas Weber, Mainz

Der PrintOS-Senior Manager bei HP, Simon Lewis, lieferte eine überzeugende Präsentation. Seine Stimme überschlug sich fast beim Vortragen, gerade auch bei den Nachfragen der Fachjournalisten. Die Spezifikationen klingen vielversprechend und sollen laut HP unter anderem folgende Anwendungen umfassen:

  1. Box, ein Tool, das die Erstellung von Druckaufträgen aus nichtautomatisierten Quellen, wie E-Mail und File-Transfer-Services, vereinfacht. Häufig erfordert laut HP die Auftragsabwicklung im Vorfeld der Produktion einen unverhältnismäßig großen Zeit- und Arbeitsaufwand. Box standardisiert viele Prozesse und reduziert damit diesen Mehraufwand. Damit haben Anwender ein Werkzeug in der Hand, um ihre Auftragskapazität zu steigern und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
  2. Site Flow, ein Tool, das automatische Auftragserteilung, die Druckvorstufe und Shopfloor Management in sich vereint. Die Anwendung soll für Druckdienstleister in den Bereichen Business-to-Business und Business-to-Business-to-Consumer gleichermaßen geeignet sein. Site Flow ermögliche es Druckdienstleistern, ihren Kunden attraktivere Preise zu bieten. Zudem könnten sie damit ihren Service verbessern und noch einfacher täglich hunderte, tausende oder zehntausende individueller personalisierter Druckaufträge produzieren und bis zum Endkunden liefern.

 

Live-Video: Andreas Weber via iPad.

 

Nutzer von HP Indigo und HP PageWide Web Press sollen die PrintOS ab dem 31. Mai 2016 nutzen, Nutzer von HP Latex und Scitex voraussichtlich ab 2017. Viele Anwendungen sollen dem HP-Kunden mit bestehenden Serviceverträgen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Für bestimmte Anwendungen seien monatliche Nutzungsgebühren fällig. — Soweit die Ankündigungen, die wirklich vielversprechend klingen.

Zwischenruf: Man kann nicht nicht kommunizieren!

HOPPLA: Sind Kommunikations-Pannen bei HP die Ausnahme? Oder fehlt bei HP noch ein gesunder Mix aus  IT-Kompetenz und Kommunikationsbereitschaft? — Der Marketing-Aufwand, mit dem HP Inc. seine drupa-Neuheiten und vor allem PrintOS bei Druckereien promotet, ist gross. Die Budgets für Messeauftritte riesig. Die Wirkung wird durch mangelndes mediales Kommunikationstalent aber ziemlich beeinträchtigt. Auf Flickr hat HP eine eigene Sektion eingerichtet. Per 12. März 2016 haben die bis dato acht eingestellten Fotos aber nur 16 Aufrufe generiert. Überhaupt: Das Social-Media-Engagement von HP wirkt halbherzig: Man ist fast überall dabei, ohne aber tatsächlich Interaktionen zu erreichen. Views auf YouTube mit aufwendig produzierten HP-Videos z. B. werden zumeist wohl durch eigene Mitarbeiter generiert. Google-Suchen gestalten sich bei HP-Themen als schwierig. 

Gravierend sind handwerkliche Fehler: Der in der Pressemeldung vom 29.02.2016, 16:01 Uhr, von der PR-Agentur über F&H Porter Novelli, München, verschickte PR—Lobpreisungstext zu PrintOS bietet einen Link an, der noch am 12. März 2016, 15:44 Uhr, ins Nichts führte. „Oops. We can’t find that page for you“, wird lapidar angezeigt. PEINLICH. Denn es ist nicht das erste Mal, dass einem auf der HP-Website solches widerfährt.

Und last but not least: Presseanfragen, die über den Inhalt von Pressemeldungen hinausführen, stoßen of auf Unverständnis oder werden kaum beantwortet, wie auch zahlreiche Kollegen aus verschiedenen Ländern monieren; wer nicht einen HP-GSB-Manager persönlich kennt und/oder direkten Zugang hat, wird alleine gelassen.

Fazit: Will HP GSB seine angestrebte Leadership in Print glaubhaft machen, muss endlich professionell, marktorientiert und innovativ über Innovationen kommuniziert werden! 

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Chance abermals vertan? — Die Nutzendarstellung für Kunden der Druckereien wurde nicht thematisiert!

Zu kurz kommt allerdings das wirklich Wichtige: Welche Vorteile bringt HP damit dem Kunden der Druckereien? Hierzu wurde nichts verlautbart. Und das scheint mir sträflich. Denn nur darauf abzuzielen, dass Druckereien durch PrintOS einfacher und kostengünstiger ihrer Arbeit nachgehen, wird Print im Kommunikationsmix kaum stärken. Genau hierin liegt aber das, wofür die drupa 2016 stehen muss. Touch the future bezieht sich ja nicht nur auf Druckereien, die auf der drupa 2016 wiederum Milliardensummen für Technologien ausgeben sollen, um fit für die Zukunft zu werden. Sondern Touch the future ist eine Botschaft an alle, die die Innovation der Kommunikation vorantreiben müssen, um profitables Geschäft zu machen.

Apropos Profit und Wachstum: Ob gewollt oder ungewollt, HP stärkt mit PrintOS das Thema E-Business Print und den Online-Printing-Sektor ungemein, der alleine in Deutschland schon 2,5 Milliarden Jahresumsatz bringt (Quelle: EPOs Studie, https://www.epos-studie.de). Dies ist wichtig zu erkennen, weil E-Business Print und Online-Printing im Messeangebot als übergeordnete, eminent wichtige Gattungsbegriffe für die Zukunft der Printbranche nicht vorkommen.

Immerhin: HP Inc. hat sich aus der Deckung gewagt, was man von anderen Platzhirschen wie Kodak oder Xerox nicht sagen kann. Die Kodak-Präsentation wirkte wie ein Schritt zurück ins 20. Jahrhundert. Nichts innovatives, eigentlich nur Verbesserungen des bestehenden Angebotes und ein Bekenntnis, dass man auch die analoge Welt des Druckens brav bedient. Ähnlich bei Xerox: Neue Inkjet-Drucksysteme wurden vorgestellt. Und zugleich wurde versichert, dass trotz des im Februar 2016 angekündigten Firmen-Splits alles beim Alten bleiben wird. Hoppla: Ist das eine gute gute oder eine schlechte Nachricht?

Aus deutscher Sicht ist Xerox im Profi-Druckmarkt nahezu diffundiert. Und wird bei Professional Print nur noch über ein paar engagierte und kompetente Handels- und Systemhäuser am Leben gehalten. Konzern-weit gesehen, gingen bei Xerox vor knapp 2 Jahren ein Drittel der Umsätze mit Printtechnik verloren. Wesentliche Impulse muss Xerox aber aus sich selbst heraus schöpfen, zum Beispiel, indem Xerox „beyond Print“ denkt und eigene Lösungen wie XMPie besser in den Fokus rückt, da per XMPIe die Kluft zwischen Print- und Online-Kommunikation per Multichannel-Szenarien perfekt geschlossen wird.

 

Impressionen von der #drupamc, inkl. der von EFI CEO Guy Gecht vorgestellten neuen drupa-Musik! Video-Anmination: Andreas Weber.

 

Um so eindrucksvoller war zu sehen, wie harte Xerox Wettbewerber wie Konica Minolta oder auch Ricoh exzellent aufgestellt sind. Ebenso Fujifilm und Epson, die fast bescheiden auftraten und für viele Fachkollegen zahlreiche Überraschungen aufboten. Zu nennen ist neben dem Fujifilm/Heideldruck Inkjet-Kooperationsprojekt „Primefire 106“ vor allem das Epson PaperLab, eine kompakte Maschine, mit der man selbst DIN A4/A3-Recycling-Papiere herstellen kann. (Wobei das Epson PaperLab seit Anfang Dezember 2015 bekannt ist, also keine Neuheit zur #drupamc war). Sogar der sich zum Mischkonzern entwickelnde Spezialitätenanbieter EFI präsentierte mitreissender und weitsichtiger als Xerox, worauf es ankommt. EFI CEO Guy Gecht nutzte in seiner berühmt-berüchtigt-humorvollen Darbietungsweise die Traumfabrik Hollywood, um die Zukunft von Print begeisternd als dynamischen Wachstumsmarkt darzulegen. Zum Abschluss präsentierte Guy Gecht einen eigens neu vorgetragenen Song, der Billy Joel’s „We didn’t Start the Fire“ mit einem für die drupa und die globale Print-Branche neu geschaffenen Text versieht. GROSSARTIG!

 

Mark Lawn and Peter Wolff, Canon Europe, erläuterten den neuen #UnleashPrint-Kommunikationsansatz des Imaging-Konzerns.


#UnleashPrint — Canon trumpft auf und beeindruckt nachhaltig!

Allen voran trat Canon fulminant auf. Der global führende Imaging-Konzern lieferte ein überzeugendes Bekenntnis zu Print und zum Markt für professionelles Drucken auf industriellem Niveau. Wer die Gelegenheit hatte, im Oktober 2015 bereits in New York City, Paris, Shanghai oder Tokio die Canon Expo zu besuchen, konnte gewappnet sein. Dabei war ersichtlich, dass Canon tatsächlich über das breiteste Anwendungsspektrum verfügt: Als einziger drupa-Aussteller deckt Canon alle sechs drupa Highlight-Themen ab: Print, Packaging, Green Printing, Functional Printing und 3D-Printing sowie Multichannel. Das ist insofern spezifisch für die drupa 2016 und generell für die Print-Branche wichtig, da Canon als Marke die größte Strahlkraft hat, im B2B wie im B2C!

Natürlich zeigt Canon wie andere Aussteller auch innovative Technik. Aber alles im Kontext mit Lösungen, die Druckereien wie auch deren Kunden zugänglich sind respektive klare Vorteile bringt. Entsprechend wird der Canon Messestands Anwendungsbereiche widerspiegeln, damit alle Besucher die für sie interessantesten Lösungen auf Anhieb finden können. Im Einzelnen sind das:

  • Akzidenzduck
  • Geschäftskommunikation, einschließlich Transaktions- und Direct Mail Druck
  • Publishing, einschließlich Büchern, Zeitschriften und Zeitungen
  • Werbe- und Kreativbereich, einschließlich Display-Grafiken
  • Funktions-/Industriedruck einschließlich 3D-Druck
  • Verpackungsdruck
  • Fotografie-Produkte

Wahrlich, das ist das volle Spektrum dessen, was heutige und künftige Marktanforderungen erfüllen kann! Canon setzt dabei nach eigenem Bekunden auf die Kombination von marktführender Technologie, Know-how und kontinuierlichem Kundendialog, um Druckdienstleister bei der Implementierung von kundenorientierten digitalen Geschäftsmodellen zu unterstützen, die ihr gesamtes Geschäftspotenzial freisetzen.

Damit dies verständlich und auch ubiquitär kommunizierbar wird, geht Canon bis dato als einziger Aussteller zeitgemäß-neue Kommunikationswege: Der Hashtag #UnleashPrint (zu deutsch: „entfessele Print“) soll im Rahmen einer Multichannel-Kommunikationskampagne auf den relevanten Plattformen nicht nur Print-Dienstleister ansprechen, sondern auch Innovations-Entscheider, die sich für Print im Kommunikationsmix und damit verbundene Technologien wie auch Dienstleistungen interessieren.

 

Live-Video: Andreas Weber in a 1 min. interview with Canon’s Mark Lawn via iPad.

 

Mark Lawn von Canon Europe erläuterte den ungewöhnlichen Ansatz mit #UnleashPrint wie folgt: Jeder Bereich des Canon-Messestands werde #UnleashPrint mit Leben erfüllen, um Canons Leidenschaft für Print als einzigartiges, leistungsstarkes Medium zu verdeutlichen. Der Wert von Print solle zelebriert werden und sein noch ungenutztes Potenzial freisetzen. Zentral sei zudem, aufzuzeigen wie die Implementierung intelligenter neuer Geschäftsmodelle erfolgen kann, um das Potenzial von Print im Digitalzeitalter zur besseren Erfüllung der sich ständig ändernden Kundenanforderungen zu veranschaulichen.

In der entsprechenden Presseverlautbarung von Canon heisst es weiterhin: „In jedem Bereich des Canon-Stands werden außergewöhnliche und kreative Druckanwendungen zu sehen sein, die die Besucher dazu animieren sollen, ihr Produktportfolio zu erweitern und die Grenzen von Print auszureizen. Auf der Entdeckungsreise durch die unendliche Print-Vielfalt wird Canon den Fachbesuchern auch zeigen, wie sie die Effektivität von Print durch die Integration in digitale Plattformen zur Schaffung von Multichannel-Kommunikationskampagnen steigern können, die eine bessere Kundenerfahrung bieten, zum Dialog anregen und Print zu einem weiteren messbaren Tool im Kommunikationsmix machen.“

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Print gewinnt nur, wenn es sich im Kommunikationsmix bewährt!

Das ist auf den Punkt gebracht, worum es geht. Und deckt sich mit unseren ValuePublishing-Analysen, die wir im Vorfeld der #drupamc gemacht und mit Kunden der Druckereien, Agenturen und Verlagen persönlich besprochen haben. (Siehe die Analyse „Print gewinnt!“ von Andreas Weber per slideshare.com)

Die Kernthesen, die sich ableiten, führen die fachlich spannenden Ergebnisse der #drupamc weiter und lauten wie folgt:

  1. Das Ziel ist erreichbar: Print gewinnt! Und behauptet sich als wichtigste Säule in allen zeitgemäßen Marketing und Kommunikationsszenarien.
  2. Denn: Print gehört seit über Tausend Jahren zu den global wichtigsten Kulturtechniken, um Innovationen Wirklichkeit werden zu lassen! Warum sollte das heute anders sein?
  3. ABER: Der Markt hat sich radikal verändert! Statt Masse ist zunehmend Klasse gefragt. Der Trend: Mehrwerte nutzen durch mehr Sorgfalt und höhere Effektivität von Drucksachen im Kommunikationsmix!
  4. Das Dilemma: Alle Kommunikationstreibenden suchen nach Digital-Strategien, um Inhalte (unisono) überall zu pushen. Übersehen wird oft, sich mit Print-Innovationen zu beschäftigen, die durch Interaktionen zum Dialog führen. Das leistet aber nur Multichannel in Kombination mit Print! Und das muss via drupa 2016 besser und klarer kommuniziert werden.
  5. Print wird durch völlig neuartige Software- und Cloud-Lösungen und E-Business-Geschäftsmodelle v. a. im Kontext mit Individualisierung zur wichtigsten Säule. Es geht nicht mehr nur um Reichweite, sondern um ›One Conversation‹!
  6. Multichannel-Innovationen, die Print einschließen, machen analoge Medien nicht überflüßig, sondern integrieren sie nahtlos.
  7. Print steigert so nachhaltig den Geschäftserfolg durch die Interaktion, durch Dialoge mit dem Publikum (Kunden, Partner, Interessenten); getragen von individueller, zeitlich abgestimmter Relevanz — über Berührungspunkte, die das volle Medienspektrum von Print bis Digital abdecken.
  8. Print im Team mit Multichannel und E-Business ist ein neuer, rasch wachsender Dienstleistungsbereich. Fokus: Innovationen vorantreiben! Neue Print-Techniken wie Inkjet sind dabei wichtig, aber „nur“ Mittel zum Zweck.
  9. Alle müssen lernen, worum es geht: In der Kommunikationen sind nicht mehr Reichweiten das Maß aller Dinge, sondern relevante Dialoge und durchgängige Konversationen.
  10. Print gewinnt nachweislich und wird durch IoT, Cloud, BigData und Multichannel Services in seiner Bedeutung gestärkt, weil es die Kommunikation wirkungsstark, relevant und menschengerecht macht.

 

Fazit

Wie gesagt, es war eine äußerst gelungene und erkenntnisreiche #drupamc. Bis zum drupa 2016-Beginn am 31. Mai 2016 bleibt aber noch viel zu tun. Das probate Motto aus meiner Sicht: „Weg mit dem Silo-Denken! Touch the future now! Geht in die Kommunikationsoffensive!“ — Die Kommunikation der Aussteller darf sich nicht nur einsilbig auf das Bewerben von neuer Technik für Druckereien beziehen. Und dies über klassische Print-Fachmedien darstellen wollen. Es muss per Innovationskommunikation vielmehr passieren, per Social Media, per Mobile, um die Nutzendarstellung in den Fokus zu rücken. Nur so können für die Wirtschaft insgesamt und insbesondere für die Entscheider von Innovationsprojekten in der Industrie, im Handel, bei den Markenunternehmen erreicht werden, um Print in neuer Form erfahrbar und begreifbar dazustellen. Canon macht es bis dato als einziger Aussteller überzeugend vor, wie es funktionieren muss und hat damit die Messlatte definiert: #UnleashPrint!

 

Hinweis: Per ValuePublishing konnten wir die #drupamc über unsere Echtzeit-Berichterstattung zum Quotensieger werden lassen. Über 750.000 Viewers wurden in rund 72 Stunden erreicht, die per Kurzberichte und Kommentare live erlebten, was in Düsseldorf passierte. 

 

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