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Tag Archives: Innovation

ThinkPaper Diskurs.002

Von Andreas Weber, Head of Value

#Think!Paper — Edition 2, Vol. 2

 

„These — Antithese — Diskurs. Eine Debattenkultur muss an die traditionsreiche Kultur des Dialogs und der Dialektik anknüpfen. Nur so wird es möglich, Wissen zu erwerben oder zu überprüfen.“ —Andreas Weber

Meine Erkenntnis nach 45 Jahren Erfahrungen (Achtung: Ich bin noch kein Methusalem, habe aber sehr früh angefangen!): Die Print-Branche hat ein hohes Leidens- und Duldungspotential. Denn: In keiner anderen Branche wird soviel bewegt — ökonomisch-materiell, geistig-kulturell, menschlich-intellektuell und technologisch-innovativ! Und in kaum einer anderer Branche lässt sich man so viel gefallen, ohne zu murren. Da wird seit Aufkommen des World-Wide-Web das Ende von Print zelebriert, ohne dass konzertiert und mit relevanten Fakten überzeugend dagegen argumentiert wird. Da wird gerade in Deutschland, dem Mutterland der Druck-Kunst, das stets wachsende Markt- und Zukunftspotenzial kleingeredet, nur weil Print-Verlage und Druckereibetriebe straucheln, die sich nicht weiterentwickeln wollen oder können.

Fakt ist doch: Keine Branche hat soviel Talent, mit Innovationen umzugehen, wie die Print-Branche. 

Und kaum eine Branche durchläuft in immer kürzeren Zyklen solch durchgreifend strukturelle Veränderungen, die bis dato stets exzellent gemeistert wurde. Buchdruck, chemischer Druck (Flachdruck) und Digitaldruck haben jeder für sich fulminante Änderungen mit sich gebracht. Die Print-Branche ging immer gestärkt aus dem Wandel hervor. Das ist heute so. Und das wird wohl auch so bleiben. 

Auffällig erscheint mir, dass es der Branche trotz ihrer Innovationsfähigkeit nicht gelingt, sich über die Branchengrenzen hinaus Gehör zu verschaffen. Als „Industrie“ ist man extrem kleinteilig organisiert, viele kochen ihr eigenes Süppchen. Wenige blicken über den Tellerrand hinaus. Ein regelrechtes Gräuel sind mir sog. ‚Fachveranstaltungen‘, die angeblich neueste Trends aufzeigen; Events aller Art, die mal hochwertig, mal missraten, in jedem Fall aber immer hinter verschlossenen Türen stattfinden und daher weniger Resonanz finden als möglich wäre. Man bleibt scheinbar nur allzu gerne unter sich! Und schafft es nicht, konzertiert wichtige Botschaften an die Kunden und potentiellen Neukunden zu adressieren. Im Zeitalter der Digitalisierung und Transformation kommt es aber geradezu einem Suizid-Versuch gleich, nicht adäquat, offen und interaktiv zu kommunizieren. 

Andere können’s. Warum im Print kaum einer?

Betrachtet man über Branchengrenzen hinweg, was sich tut und wie sich was tut, wird der Unterschied deutlich: Bahnbrechende Neuentwicklungen wie Smartphone/Mobile, 3D Printing, Blockchain, Augmented Reality usw. haben sich dadurch rasend schnell entwickelt und verbreitet, weil sie smarte, moderne Kommunikationswege für sich nutz(t)en und vom Start weg öffentlich und durchaus kontrovers diskutiert wurden. Getreu dem Motto: Open Innovation meets Open Communication. Es fasziniert zu beobachten, mit welcher fachlichen Kompetenz und Leidenschaft Diskurse über neue digitale Innovationen per Social Media, Blogs und Expertenforen geführt werden. 

Doch: In der Print-Branche ist das leider anders! Diskussionen werden zumeist als Monologe von ‚Insidern‘ und Technik-Experten/-Herstellern dominiert, die wenig oder keine Kritik an ihren Worten und Taten zulassen. Wohl deswegen, weil sie es auch gar nicht gewohnt sind. In Summe könnte man das als eine Form von autokratisch-motivierter Inzucht bezeichnen! Und die tut selten gut.

 


„Mein Tipp: Es lohnt sich mehr denn je in diesen ach so modernen Zeiten, die Kunst der Debatten und Diskurse aus der Antike nachzulesen. Allen voran: Platon, Sokrates und Aristoteles…“


 

Ich wünsche mir daher eine neue Debattenkultur. Es gibt so viel kluge Köpfe im Print-Sektor, und gerade in den Druckereien, die es verdienen würden, Gehör zu finden. Die Apologeten schweigen aber beharrlich und melden sich nicht medial zu Wort… 

Debatten folgen Regeln. Und das ist gut so!

Wenn offen kommuniziert wird, muss man das korrekt machen. Ich selbst wurde gerade heftig in einer Privatnachricht gescholten. Ich sei ‚destruktiv‘ und meine Aussagen qualitätslos, weil ich mich gewagt habe, die Kommunikation der Ergebnisse eines Fachevents gründlich zu begutachten, zu analysieren und in ihrer Aussagekraft ad absurdum zu führen. Zudem wurde mir ganz infames unterstellt; mein Kritiker führte sogar an, er sei von verschiedenen darauf angesprochen worden, ob ich wohl käuflich sei, sprich Dritten gegen Geld Vorteile zu verschaffen. Von wem das gekommen sein soll, wurde nicht genannt… HOPPLA! Das stimmt erstens so nicht und ist zweitens keine gute Art, Debatten zu führen. Kritik muss immer Ross und Reiter benennen und darf nicht mit Gerüchten oder Spekulationen arbeiten. Ansonsten ist das schäbig und als Diffamierung zu bezeichnen.

Übrigens: Die Realität sieht anders und positiv aus. Meine Erfahrungen über meine eigenen Kommunikations-Aktivitäten via ValueBlog und Social-Media belegen eindrucksvoll: Es findet sich ein riesiges Publikum, dass sich für spannende Themen aus der Print-Welt interessiert, wenn sie verständlich und pointiert dargeboten werden. Als Einzelner erreiche ich Experten aus über 150 Ländern der Welt, je nach Thema und Relevanz entstehen hunderttausende Interaktionen in ganz kurzer Zeit.

Netzwerke wie LinkedIn bringen mir seit 16 Monaten 1.000 neue Kontakte pro Monat aus unterschiedlichsten Bereichen! Das erlaubt mir, immer besser zu erfahren, was der Blick über den Tellerrand bringt: Inspiration und neue Erkenntnisse durch aktive Kommunikation. Es lebe die Debatte. Auch wenn es manchmal schmerzt, Kritik zu erfahren. Darüber ins Denken zu geraten, lohnt sich aber allemal.


 

Über Andreas Weber

Andreas Weber begleitet als Wissensarbeiter/Advisor die Kommunikation mit Medien — geprägt durch eine Vorliebe für Print-Innovationen im Digitalzeitalter. 

Bis dato hat er über 500 Innovations-/Transformations-Projekten realisiert, diverse Lehraufträge wahrgenommen (u.a an der School of Visual Arts/NYC, Hochschule Liechtenstein, Hochschule RheinMain) und Vorträge in über 30 Ländern gehalten. 

Sein Blog valuetrendradar.com (ISSN-zertifiziert) inspiriert Entscheider aus mehr als 150 Ländern.

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ThinkPaper Technocracy.001

By Andreas Weber, Head of Value, initiator of #Think!Paper | German Version

#Think!Paper Edition 1, Volume 8

If we are to overcome the paradox that has plagued the print media industry worldwide since the ’90s – having the best technologies but being confounded by frustration, stagnation and dwindling sales and suffering bankruptcies, misfortune and glitches – we need to stop believing that technology is the panacea.

Why?

“Buy my new technology and everything will be fine” – sounds great, but really it’s terrible advice. Think back to the brightest and best in the history of printing – such as the inventor Alois Senefelder, the typesetting technician Ottmar Mergenthaler, the grandfather of type and calligraphy Prof. Hermann Zapf (who is said to have inspired Steve Jobs), not to mention John Warnock and Charles Geschke who invented PostScript and founded Adobe. Three things stand out:

  1. Technology is ‘only’ ever a means to an end, serving to realize the higher ideal of enhancing our ability to communicate with one another.
  2. Technological innovation is important if we are to drive progress. However, changes for the better can only be achieved if new technological opportunities are utilized in an appropriate and creative way.
  3. Whether new ‘printing technology’ can evolve into beneficial and effective ‘printing art’ depends primarily on adopting a creative approach to shaping media-based communication and business scenarios.

Anyone who fails to take this on board as the ticket to escaping the dictatorship of technocracy is sure to fall into a nasty trap. They will be doing themselves more harm than good by pursuing completely nonsensical ideas. After all, messages like “the best of both worlds – digital printing is as good as offset” or “our new inkjet printer gives you a new business model at the same time” are no use to anybody – neither the customers ordering print products, nor the companies that produce them.

My message

“Let’s put an end to technocracy. Let’s go back to treating print with the respect it deserves, as the most beneficial form of communication in human history!” – Indeed, the end of technocracy heralds the start of success!

My call and the basic premise of #Think!Paper — The Beauty of Print&Transformation: We have to start using technoLOGY technoLOGICALLY again.

 

ValueCheck Trends ThinkPaper 001

 

More about the #Think!Paper project can be found in the ValueBlog.

 


 

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Meilenstein für Print: Festliche Eröffnung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann des neuen Innovationszentrum von Heidelberger Druckmaschinen. Echtzeit-Prints dürfen nicht fehlen.—  Foto: Heidelberg

Von Andreas Weber, Head of Value

Ob Fluch oder Segen — ‚Digitale Transformation‘ gestaltet sich in jedem Fall hochkomplex, erscheint abstrakt und ist für die meisten schwer fassbar. Aber ab jetzt ist das anders: Der Print-Technik-Primus Heidelberger Druckmaschinen AG hat in der ehemaligen Produktionshalle 10 auf dem Werksgelände in Wiesloch sein neues  ‚Innovationszentrum‘ (kurz: IVZ) als Ideenschmiede Plattform für Innovation und Transformation eingerichtet, das sich organisch wie eine kleine Stadt strukturiert und auf Kommunikation, Interaktion und Kreativität ausgelegt ist. Damit wird in bisher nicht dagelegener Dimension anschaulich, wie Transformation im Digitalzeitalter funktionieren muss: arbeitsteilig-kooperativ, kreativ-forschend, erfinderisch, vernetzt, transparent und nutzbringend für alle — Heidelberg, seine Kunden und Partner.

 


Make Germany Great Again! 

Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen schickt sich am Standort Wiesloch an, mit seinem neuen Innovationszentrum #IVZ als globale Ideenschmiede und interaktives Kompetenzzentrum für Print-Innovation und -Transformation der wichtigste Impulsgeber und Garant für die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sein. Damit kann Deutschland seine Innovationsführerschaft im Print weiter ausbauen. — Andreas Weber


 

Feierliche Eröffnung durch Winfried Kretschmann

„Heidelberger Druckmaschinen AG übernimmt eine Vorbildfunktion für Fortschritt im Digitalzeitalter“, urteilt entsprechend Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Und führt weiter aus: „Mit seinem Innovationszentrum zeigt die Heidelberg, wie ein Unternehmen die Zeichen der Zeit zu seiner Zukunft machen kann.“

Heidelberg hat laut Kretschmann in seiner Unternehmensgeschichte stets traditionsreiche Ingenieurs-Kultur mit innovativen Technologien verbunden. Nicht zuletzt dieser Verzahnung sei es zu verdanken, dass in Wiesloch die weltweit modernste Forschungsstätte für die Druckindustrie eröffnen werden konnte.

Und Kretschmann führt weiter aus: „Gerade die Digitalisierung erfordert ganz neue Formen der Zusammenarbeit. Mit ihrem Innovationszentrum reagiert die Heidelberger Druckmaschinen AG auf die Herausforderungen des Transformationsprozesses, der gegenwärtig in allen Bereichen stattfindet.“ In Baden-Württemberg, wo Spitzentechnologie, Präzision und absolute Verlässlichkeit Teil der Geschichte und Kultur sind, hat laut Kretschmann Heidelberg mit seinem IVZ eine Leuchtturm-Funktion inne, um den Weg zu zeigen, wie der digitale Wandel gelingen kann. „Durch die konsequente Vernetzung von Arbeitsebenen setzt das IVZ neue Maßstäbe von Kommunikation und Agilität“, lautet das Resümee des Ministerpräsidenten.

 



 

 

#IVZ — eine Herzensangelegenheit mit strategisch weitreichender Bedeutung

„Die Stärke des deutschen Maschinenbaus wird weltweit hoch geschätzt und in diesem Bereich sind wir nach wie vor die Nummer eins“, stellt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, vor 200 geladenen Gästen bei der Eröffnungsfeier fest. „Mit unserer neuen Ideenschmiede wollen wir dafür sorgen, dass wir in Zukunft unsere Technologieführerschaft auch im Bereich der Digitalisierung der Printmedien-Industrie weiter ausbauen.“ 

Hundsdörfer hatte bei Amtsantritt im November 2016 das Innovationszentrum sogleich projektiert und zur Chefsache gemacht. Mit der Zielsetzung, den Innovations-orientierten Mitarbeitern eine neue Arbeitswelt zu bieten und den gesamten Entwicklungsprozess unter einem Dach und in direkter Nachbarschaft zur Produktion zusammenzufassen.

 



 

Mit dem neuen Innovationszentrum beginnt auch für die Mitarbeiter ein neues Zeitalter bei der Gestaltung ihrer Arbeitswelt“ so Hundsdörfer weiter. Modernste innovative Techniken kämen zum Einsatz, Teamarbeit und Kommunikation, Arbeiten an unterschiedlichen Orten und eine Kombination aus privatem Arbeitsplatz und Kommunikationszonen sollen für eine kreative, angenehme Atmosphäre sorgen. 

 


Infobox 

Global einzigartige Entwicklungsumgebung

Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle mit rund 500 Mitarbeitern in ein Innovationzentrum für über 1.000 Personen ist global einmalig. Auf insgesamt rund 40.000 m² Bruttofläche sind am Standort Wiesloch-Walldorf jetzt rund 26.000 m² modernste Bürofläche und ca. 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch entstanden. Die Bürofläche besteht aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, für die 43 Labore stehen allein ca. 3700 m² Fläche zur Verfügung. 


„Das neue Innovationszentrum ist eine auf Kommunikation und Transparenz beruhende Innovationsplattform und damit Schlüssel und Symbol für den kulturellen Wandel bei Heidelberg“, erläutert Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Technology.  

„Die Digitalisierung der grafischen Industrie schreitet rasant vorwärts und mit unserem strategischen Motto ‚Heidelberg goes Digital‘ treiben wir diesen Prozess aktiv voran. Unser neues Innovationzentrum spielt daher gleich mehrfach eine Schlüsselrolle in der Zukunftssicherung von Heidelberg und der Branche“, so  Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Digital Technology. 

Mit der einzigartigen Kompetenz seiner rund 1.000 hochqualifizierten Fachkräfte baue Heidelberg seine Technologieführerschaft weiter aus. Zudem könne die digitale Transformation in der ganzen Branche beschleunigt werden. Die Nähe des IVZ zur Produktion fördere gleichzeitig den agilen und bereichsübergreifenden Entwicklungsprozess. 

Plenz zieht als Fazit: „Das neue Innovationszentrum ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen.“

 



Entwicklungsprojekte treiben den digitalen Wandel der Branche voran

„Bei unseren Kunden dreht sich alles um das Thema Digitalisierung“, stellt Frank Kropp, Leiter Forschung & Entwicklung bei Heidelberg, fest. „Das gilt zunehmend für die Möglichkeiten, individuelle Digitaldruckanwendungen in den drei klassischen Bereichen Akzidenz-, Verpackungs- und Etikettendruck industriell und damit kostenoptimal zu produzieren.“ 

Vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung aller wertschöpfenden Prozesse gelte es, neue Geschäftsmodelle und eine höhere Gesamteffizienz für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Kropp: „In unserem Innovationszentrum entstehen die genau passenden Lösungen für diese Herausforderungen – eben getreu nach dem Motto ‚Open for Innovation‘.“

 



 

Maßgabe sei es, der Veränderungsdynamik in einer zunehmend digitalisierten Welt gerecht zu werden: „Daher setzt Heidelberg verstärkt auf agile Arbeitsmethoden, wie z. B. Scrum. So kann die Entwicklung schnell und flexibel auf zunehmende und wechselnde Anforderungen der digitalen Welt reagieren und neue Markterkenntnisse rechtzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen lassen. Produkte gelangen schneller zur Marktreife und können dann weiter in Zusammenarbeit mit Kunden auf spezifische Marktsegmente optimiert werden“, so Kropp weiter.

Zudem habe Heidelberg den Entwicklungsprozess auf Offenheit angelegt. So können Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und auch Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf in den Prozess integriert werden. Dies diene ebenfalls der Effizienz – im Hinblick auf die Kosten- und der Effektivität – im Hinblick auf den Kundennutzen.

Kropp zieht als Resümee: „Mit der Eröffnung des Innovationszentrums unter dem Motto ‚Open for Innovation‘ bricht also für uns eine neue, zukunftsweisende Ära an: Von der Idee und Patentierung über die Bildung eines digitalen Zwillings bis hin zur Qualifizierung von Einzelkomponenten und des Gesamtprodukts befindet sich der gesamte Entwicklungsprozess in dem Gebäude.“

 


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Impressionen von der festlichen Eröffnung des IVZ am 13. Dezember 2018 im Beisein von über 200 exklusiv geladenen Gästen. Fotos. Heidelberg.


 

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit einzigartiger Branchenexpertise

Das neue IVZ ist die Zentrale eines europäischen Entwicklungsnetzwerks, das Heidelberg mit weiteren Standorten in Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen (Schweiz) betreibt. Die über 1.000 Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten im gesamten Netzwerk in den Bereichen Drucktechnologie, inklusive Druckvorstufe und Weiterverarbeitung, Steuerungen, Antriebssysteme und Software, inklusive Bedienoberflächen sowie Verbrauchsmaterialien mit Schwerpunkt in der Tintenentwicklung für den Digitaldruck. 

Weit über zwei Drittel von ihnen haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert. Sie verfügen neben dem klassischen Maschinenbau über Schlüsselkompetenzen in den Themen Digitalisierung und Bildverarbeitung, Elektronik- und Softwareentwicklung sowie Verfahrenstechnik und Chemie.

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Entwicklungsteams an der Digitalisierung aller Prozesse in Druckereien, dem sogenannten Smart Print Shop, und dem weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, wie z.B. ‚Heidelberg Subscription‘, bei denen Kunden verstärkt für den Nutzen, den ihnen ein System verschafft, bezahlen. Dabei kann die Entwicklung aus dem größten Datenschatz der Branche schöpfen, den Heidelberg seit über einem Jahrzehnt über die mit dem Unternehmen vernetzten Kundensysteme generiert.

 


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Ansichten vom Innenleben des IVZ, das sich an der organischen Struktur einer kleiner Stadt orientiert und rund 1.000 Mitarbeitern neue Formen der Arbeit und Zusammenarbeit bietet, — Fotos: Heidelberg


 

Das Gebäudekonzept zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern bzw. die Teamarbeit so einfach wie möglich zu machen. So gibt es neben persönlichen Arbeitsplätzen nicht fest zugeordnete Büroumgebungen sowie aufgelockerte Sitzmöglichkeiten und sogar Arbeitsmöglichkeiten im Freien zur Förderung der Teamarbeit. Interaktive Monitore ermöglichen digitale Reviews. Ein Bistro und verschiedene Pausenzonen und Kaffeeküchen stehen sowohl den Mitarbeitern als auch Gästen zur Verfügung. Zugleich gibt es zahlreiche Rückzugszonen für ruhiges und ungestörtes Arbeiten.

 


 

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Infobox

Key facts zum IVZ am Heidelberg-Standort Wiesloch

  • Modernstes Entwicklungszentrum der Branche nimmt am Standort Wiesloch-Walldorf den Betrieb auf
  • Industrieller Digitaldruck, Smart Print Shop und digitale Geschäftsmodelle im Fokus
  • Offener Entwicklungprozess passt sich dynamisch an Marktanforderungen an
  • Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf, Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen verfügt über einzigartige Branchenexpertise

Fakten und Zahlen: Forschung & Entwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf (Zentrale), Kiel, Ludwigsburg, Weiden, St. Gallen/ Schweiz

– Unternehmensweit 950 Entwickler in den Bereichen:

– Druckvorstufe, Druck und Druckweiterverarbeitung
– Drucktechnologie (Offset, Digital, Flexo)
– Steuerungen, Antriebssysteme, Bedienoberflächen, Workflow und Messsysteme
– Verbrauchsmaterialien (Tinten)

– 68 Prozent davon haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert

– Aufbau von Schlüsselqualifikationen bei:

  • Digitalisierung und Bildverarbeitung
  • Elektronik- und Softwareentwicklung
  • Verfahrenstechnik und Chemie
  • Maschinenbau (Schnittstellen Maschinensteuerung, numerische Simulation)

– 3.800 lebende Patente

– Verschiedene internationale Entwicklungskooperationen, z.B. mit Fujifilm

Kooperationen mit den wichtigsten Hochschulen und Universitäten der Branche

135 Millionen Euro Budget pro Jahr (ca. fünf Prozent vom Umsatz)



Informationen zum Heidelberg Innovationszentrum am Standort Wiesloch-Walldorf

  • Gesamtinvestitionssumme: rund 50 Millionen Euro
  • 1.020 Arbeitsplätze (Entwicklung und angrenzende Fachbereiche, z.B. Service)
  • 40.000 m² Bruttofläche mit Sozialräumen, Fluren, Mauern, Wege
    • 26.000 m² Bürofläche
    • 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch
  • Bürofläche: bestehend aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, 40 x 40 m,
    Höhe 3,5 m, komplett verglast
  • Hallenhöhe 11,5 m
  • 43 Labore mit ca. 3700 m² Fläche
    • Chemielabore: ca. 750 m² im Bereich Tinte und Inkjet
    • Elektronik-, Optik- und Reinraumlabore: ca:250 m²
    • Mechanik- und Elektroniklabore ca. 2700 m²
  • 7.105m² Fenster: 2.453m² Fassadenfenster + 4.423m² Oberlichter + 229m² Dachfenster
  • Erbaut gemäß Energiestandard KfW 70 und daher sehr gut isoliert
  • Jeder Arbeitsplatz mit 2 x 1GB Datenleitung erfordern insgesamt 80 km IT Verkabelung,
  • 750 kW peak Solaranlage auf dem Dach (Einspeisung in das eigene Netz)
  • Der Umzug der Mitarbeiter vom Standort Heidelberg nach Wiesloch-Walldorf mit 8.000 Kartons und 1.500 PCs benötigte 660 LKW-Fahrten

 

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92d4 Otto Katalog und iPad Fashionnetwork

Von Andreas Weber, Head of Value

Vor fast 30 Jahren durfte ich in einem exklusiven Team mitarbeiten, das den damaligen Vorstandschef von Agfa Gevaert NV, Paul de Pelsmaker, mit einer soliden Zukunftsstudie über die Veränderungen im Print durch die Computerisierung informieren sollte. Unsere Prognose: Gefährdet seien vor allem „Konsultative Werke“ wie Adressbücher, Telefonverzeichnisse, Lexika. Und letztendlich auch Produktauflistungen wie bei Verkaufskatalogen.

Der Versandhändler OTTO konnte im Verlauf von fast 70 Jahren den Tod seines Hauptkatalogs lange rauszögern. Chapeau. Ausgefeilte Analysen zur Produktaufmachung und -anordnung sowie des Kaufverhaltens machten es möglich, durch gedruckter Kataloge sogar das Online-Geschäft zu beflügeln. Mit dem heutigen Stichtag 22. November 2018 ist das nun vorbei. Bei der Tiefdruckerei Prinovis in Nürnberg laufen dann die Druckmaschinen an, um die letzte Ausgabe 2018/2019 zu produzieren.

Für OTTO bedeutet dies auch das Ende der Doktrin: Der Print-Katalog aggregiert Online-Umsätze. — „Statt Nostalgie herrscht bei uns Aufbruchsstimmung“, betont Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands bei OTTO.

 

 

Die Zeiten ändern sich!

Der Nachrichtensender n-tv berichtet: „Auf dem Titelblatt demonstriert ein Model, warum es keine Zukunft gibt für den klassischen Versandhauskatalog: Das Gesicht ist auf dem Monitor eines Smartphones scharf zu sehen, der Rest nur verschwommen.

„Unsere Kunden haben den Katalog selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen”, sagt Marc Opelt, Chef der Einzelgesellschaft Otto, des früheren Otto-Versands. Das ist heute eine Tochtergesellschaft des Konzerns Otto Group, der längst über alte Grenzen hinausgewachsen und weltweit in verschiedenen Geschäftsfeldern rund um den Handel aktiv ist.

97 Prozent der Otto-Kunden bestellen heute digital im Internet, die meisten davon mobil über die App. Nur noch drei Prozent nutzen Fax, Brief, Telefon oder Bestellkarten, um Waren von Otto zu ordern. Die Kataloge der Versandhändler waren in den Jahren des westdeutschen Wirtschaftswunders und auch noch nach dem Fall der Mauer mehr als nur ein Vertriebsinstrument.“

Kompakt, modern, massenhaft gefertigt. Das lief über Jahrzehnte gut. Und heute eben nicht mehr. Foto: OTTO Group

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Das Cover der letzten Ausgabe spricht für sich. Otto bietet allen die Möglichkeit an, den letzten Katalog noch zu bestellen. Auslieferung ab 4.12.2018. Foto: Otto Group

 

Fakten sprechen für sich!

Über 7 Milliarden Euro macht der weltweite Online-Umsatz bei OTTO GROUP aus bei einem Gesamtumsatz von über 13 Milliarden Euro. Verglichen mit den Zahlen vom Hauptkonkurrenten Amazon ist das aber nur marginal. Amazon setzte 2017 allein in Deutschland über 16 Milliarden US-Dollar um und weltweit fast 180 Milliarden. Bei OTTO ist das Wachstum moderat-linear, bei Amazon stets dynamisch-exponentiell.

Die Botschaft „Digital erlöst Print: Ab Mitte 2019 wird bei OTTO in Hamburg nur noch online bestellt“ klingt reißerisch. Aber: Ob das Einstellen des gedruckten Hauptkatalogs daran viel ändern kann, ist zu bezweifeln. Es spart Aufwand und Kosten, ist aber keine pro-aktive Maßnahme um Wachstum zu beflügeln.

Spannender wird zu beobachten sein, wie OTTO durch die Ausweitung von Multichannel-Kampagnen, die Print einbeziehen sowie personalisierter gedruckter Katalogen reüssieren kann. Denn Kataloge sind nach wie vor en vogue bei OTTO, selbst wenn das Dickschiff Hauptkatalog verschrottet wird.

Wie es weiter geht, wird sich also zeigen. In jedem Fall sucht OTTO den Schulterschluss mit der Digitalen Welt. Und das ist gut so, sofern man begreift, dass Print heute eben nicht mehr aus Tiefdruck-Massenproduktion besteht, sondern durch digitale Print-Innovationen beflügelt wird, um weiterhin für gute Umsätze und Kundenloyalität zu sorgen.


Backgroundinfos zu “Werte und Digitalisierung” aus Sicht des Otto Group CEO Alexander Birken

Fotos OTTO GROUP Podiumsgespräch mit Facebook 09-2018
„Die Digitalisierung ist viel radikaler, als sie augenblicklich oft dargestellt wird“, sagte Alexander Birken Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Ende September 2018 im Gespräch mit Martin Ott, Managing Director Facebook Central Europe, über Werte und Digitalisierung. — Einen Mitschnitt der Diskussion kann man via Hamburger Presseclub e.V. sehen.  


 

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“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” — Robert Dembinski, Managing Director of Lensing Druck, Dortmund/Germany. — Photo: Heidelberg

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Can you instantly make a successful printing business even better? You can if you have the courage to try something new. “When I joined Lensing Druck in Dortmund in the fall of 2017, we were planning to invest in new presses. We ended up doing far more than that, though, and it was a good move,” recalls Managing Director Robert Dembinski. 

Lensing Druck had previously focused on maintaining its competitiveness for the benefit of customers, whose main criteria when ordering print products are delivery time and price. “When we heard Heidelberg had something new in the pipeline, we were curious but also somewhat skeptical,” Dembinski explains. “We found it hard to imagine what the subscription model from Heidelberg would involve and weren’t sure it would work,” he adds.

Dembinski studied business management, so the print shop business represents a change of career path. He was actually intending to develop a digital strategy with his colleagues, including new digital offerings to provide customers with a more comprehensive service and open up new business opportunities. The fact that the subscription model from Heidelberg provides new digital tools to transform both production management and business management step by step very much appealed to him and his way of thinking.

Lower costs and higher efficiency

Experts from Heidelberg started by analyzing the actual situation to evaluate the efficiency and productivity of Lensing Druck’s existing presses. This revealed that the assignment of presses needed to be optimized and also that costs were very high, especially for shorter runs. It therefore very quickly became apparent that an increase in efficiency and productivity was both necessary and feasible. The strategy adopted was to skip a generation when replacing the existing presses. A Heidelberg XL-106 9-P-L took over from two older presses – a Heidelberg CD 105-P+L and a KBA Rapida 106 8-P. At the same time, the company switched to the pay-per-use subscription model – including the Prinect Workflow and above all the Heidelberg Performance Plus consulting service – with a view to boosting efficiency and cutting operating costs.

“To be honest, no longer owning a press and being reliant on a single supplier for everything, including consumables, takes some getting used to,” Dembinski admits. “After four months using the subscription model, however, we can safely say we made the right decision! Even in this short space of time, we’ve significantly improved the overall efficiency of our presses and our production volume is already over 20 percent higher than the target level contractually agreed with Heidelberg,” he continues.

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Website screenshot to showcase the full range of elements of the Heidelberg Subscription model. 


 

Assistant ensures absolute transparency

Lensing Druck is impressed by the clear and neat structure of the subscription model from Heidelberg and also its absolute transparency. “As I see it, the Heidelberg Assistant is the key component and the brains behind the entire model. All KPIs can be accessed in real time, as can the service status, industry benchmarks, and much more besides,” Dembinski comments. 

The Heidelberg Assistant is used at various levels in the Lensing Druck hierarchy – from senior management to operations/pressroom managers and purchasing staff. Its webcast function is also utilized for monthly meetings with the Heidelberg team to discuss the project status. This results in further new ideas and optimizations being identified over time, the ultimate aim being not only to meet the joint productivity targets but to exceed them by as large a margin as possible. 

Another important thing in Dembinski’s eyes is that print shop staff have responded very positively to the digital transformation using Heidelberg Subscription. “Switching to the new press has motivated our staff, because it shows we’re committed to print despite a difficult market. Thanks to the data we obtain from the press and the monthly review, we can support our employees in all aspects of their work and enable them to make progress,” he stresses. Various charts showing the monthly data and statistics are also displayed right next to the press for everyone to see.

Robert Dembinski shared with a group of international journalist his passion for Heidelberg Subscription. — Video animation: Andreas Weber. Group photo: Christian Daunke.


“We made the right decision!” 

“After four months using the subscription model, we can safely say we made the right decision!” sums up Dembinski. Heidelberg Subscription enables him to incorporate the presses in Lensing Druck’s own digital strategy. And – crucially – the subscription model makes it easier to develop other applications such as dynamic pricing, dynamic planning and procurement, real-time information for customers, reliable and transparent costings, and predictive monitoring for optimum maintenance processes.

Dembinski is also hoping the digital transformation of the entire company will improve Lensing Druck’s image, especially with customers who have experience in digital marketing. End-to-end digital order processing is an absolute must for such customers. To raise the print shop’s digital profile and coincide with the new digital portfolio, the post of CDO (Chief Digital Officer) was created in September 2018. 


My take: When it works, it really works!

The example of Lensing Druck and Robert Dembinski proves that when something works, it really works! Print has arrived in the digital age and can hold its own – especially if decision-makers and staff at print shops accept, understand, and embrace the digital transformation and ensure its beneficial further development. Being one of the first to use Heidelberg Subscription very quickly paid off for Lensing Druck, and it will have a dynamic and stimulating effect on the company’s future development. What’s more, print specialists, commercially astute business managers, and digital marketing professionals are all impressed. What more do you want? 

 


Link to contact Robert Dembinski

Link for information about Lensing Druck

Link for the latest Heidelberg Subscription news


 

About the author

Andreas Weber has been a print expert and internationally renowned business communication analyst, coach, influencer, and networker for over 25 years. His activities focus on transformation for the digital age and include lectures, management briefings, workshops, analyses, reports, and strategic advice. – His blog www.valuetrendradar.com inspires readers from over 150 countries worldwide.

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„Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir sagen: die Entscheidung war richtig!“ Robert Dembinski, Geschäftsführer Lensing Druck. — Foto: Heidelberg

 

Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Kann man ein gut gehendes Druckerei-Geschäft aus dem Stand heraus noch besser machen? Ja, wenn man den Mut zu Neuem hat. „Im Herbst 2017, als ich bei Lensing Druck in Dortmund anfing, stand bei uns auf der Agenda: Wir müssen in neue Druckmaschinen investieren. Daraus wurde sehr viel mehr. Und das war gut so“, erinnert sich Geschäftsführer Robert Dembinski. 

Bis dato stand bei Lensing Druck der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus, um Kundenwünsche zu bedienen, die vor allem Zeit und Preis bei ihren Drucksachenbestellungen im Blick haben. „Als wir von Heidelberg hörten, es sei etwas Neues in der Pipeline, waren wir neugierig, aber auch etwas skeptisch“, erläutert Robert Dembinski. „Wir konnten uns ja gar nicht vorstellen, was sich hinter dem Subscription-Angebot von Heidelberg verbirgt. Und ob es funktionieren kann.“

Mit seinem betriebswirtschaftlichen Studium ist Robert Dembinski ein Quereinsteiger im Druckerei-Geschäft. Eigentlich hatte er im Blick, gemeinsam mit seinen Kollegen eine Digitalstrategie zu entwickeln, inklusive neuen Digital-Services, um Kunden umfassender bedienen zu können und neue Geschäftsmöglichkeiten aufzubauen. Dass Heidelberg durch das Subskriptions-Modell neue digitale Tools bereitstellt, um nicht nur das Produktions-, sondern auch das Business Management zu transformieren und dabei schrittweise vorgeht, kam ihm und seiner Denkweise sehr entgegen.

Runter mit den Kosten, hoch mit der Effizienz!

Zunächst wurde durch Heidelberg-Experten eine Ist-Analyse erstellt, um zu evaluieren wie es um die Effizienz und Produktivität der bestehenden Druckmaschinen bei Lensing Druck steht. Das Ergebnis: Die Belegung der Maschinen war nicht optimal; v.a. bei kleineren Auflagen waren die Kosten sehr  hoch. Es wurde daher schnell klar, dass Effizienz- und Produktivitätssteigerung nötig und machbar sind. Der Ansatz war, gegenüber den bestehenden Druckmaschinen eine Maschinen-Generation zu überspringen. Mit der Heidelberg XL-106 9-P-L wurden zwei ältere Maschinen vom Typ Heidelberg CD 105-P+L sowie eine KBA Rapida 106 8-P ersetzt. Zugleich wurde das Geschäftsmodell durch Subskription auf Pay-per-Use umgestellt, inklusive Prinect Workflow und v. a. das Beratungsangebot Heidelberg Performance Plus zur Effizienzsteigerung und Senkung der Betriebskosten.

„Man muss sich ehrlich gesagt schon daran gewöhnen, dass man keine Druckmaschine mehr besitzt und bei allem, auch den Consumables, auf einen einzigen Lieferanten angewiesen ist“, räumt Robert Dembinski ein. Und fährt fort: „Nach vier Monaten Erfahrungen mit Subskription können wir jedoch sagen: die Entscheidung war richtig! Bereits nach dieser kurzen Zeit konnten wir die Gesamteffizienz unserer Maschinen deutlich steigern und liegen bereits jetzt mit dem Produktionsvolumen mehr als 20 Prozent über der mit Heidelberg vertraglich vereinbarten Zielmarke.“


HD Subscription — Struktur

Die Grafik entstammt der Broschüre: Das neue Erfolgsmodell. Heidelberg Subscription. 2018.


 

Absolute Transparenz durch den Assistant

Die klare und saubere Struktur des Subskriptions-Modells von Heidelberg begeistert bei Lensing Druck ebenso wie die absolute Transparenz. Robert Dembinski führt aus: „Für mich ist der Heidelberg Assistant das Herzstück und Gehirn des Ganzen. Alle Kennzahlen sind in Echtzeit abrufbar, ebenso wie Service-Status, Benchmarks im Branchenvergleich und vieles mehr.“ 

Bei Lensing Druck wird der Assistant in verschiedenen Hierarchie-Ebenen genutzt: Für die Geschäfts-, Betriebs- und Drucksaal-Leitung oder auch den Einkauf. Ebenso laufen monatliche Besprechungen zum Projektstatus mit dem Heidelberg-Team über den Assistant via Webcast-Funktionalität. So lassen sich sukzessive weitere neue Ideen oder auch Optimierungen finden, um die gemeinsamen Produktivitätsziele nicht nur erreichen zu können, sondern bestmöglich zu übertreffen. 

Wichtig ist laut Robert Dembinski zudem, dass die Mitarbeiter in der Druckerei die digitale Transformation per Heidelberg Subscription sehr gut aufgenommen haben: „Die Umstellung auf die neue Maschine hat unsere Mitarbeiter motiviert, denn sie zeigt, dass wir trotz eines schwierigen Markts auf Print setzen. Die Daten, die wir von der Maschine erhalten, und die monatliche Überprüfung ermöglichen es uns, unsere Mitarbeiter in allen Bereichen ihrer Arbeit zu unterstützen und weiter zu bringen.“ Die Monatsdaten und Statistiken werden auch für alle zugänglich in verschiedenen Schaubilder direkt neben der Masche ausgehängt.

 


Robert Dembinski stand im Rahmen eines internationalen Pressemeetings bei Lensing Druck in Dortmund-Kley Rede und Antwort. — Filmanimation: Andreas Weber. Gruppenfoto: Christian Daunke.


„Die Entscheidung war richtig!“ 

Für Robert Dembinski steht als Resümee fest: „Nach vier Monaten Erfahrung mit Subskription können wir sagen: Die Entscheidung war richtig!“. Heidelberg Subscription ermöglicht für ihn die Einbeziehung der Druckmaschinen in die eigene digitale Strategie von Lensing Druck. Und — ganz entscheidend — das Subskriptions-Modell erleichtert die Entwicklung anderer Anwendungen wie dynamische Preisfindung, dynamische Planung und Beschaffung, Kundeninformationen in Echtheit, verlässliche und transparente Kalkulationen sowie Predictive Monitoring für optimale Wartungsverläufe.

Zudem erhofft sich Robert Dembinski für Lensing Druck durch die digitale Transformation des ganzen Unternehmens auch ein noch besseres Image bei Kunden, vor allem, wenn diese im digitalen Marketing erfahren sind. Für solche Auftraggeber ist die digital durchgängige Auftragsabwicklung ein absolutes Muss. Um das ‚digitale‘ Profil als Druckerei zu schärfen und mit neuen Digital-Angeboten zu synchronisieren, wurde seit September 2018 die Stelle eines CDO — Chief Digital Officers geschaffen. 


My Take: Wenn’s läuft, dann läuft’s!

Man sieht am Beispiel Lensing Druck und Robert Dembinski: Wenn’s läuft, dann läuft’s! Print ist im Digitalzeitalter angekommen und kann sich behaupten. Vor allem, wenn Druckerei-Entscheider und die Mitarbeiter die digitale Transformation akzeptieren, verstehen, sich aktiv einbringen und nutzbringend weiterentwickeln. Der Einstieg als einer der ersten in Heidelberg Subscription machte sich in kürzester Zeit bezahlt. Und wirkt sich auch auf die künftige Unternehmensentwicklung dynamisch und stimulierend aus. Und: Sowohl Print-Fach-Leute als auch kaufmännisch versierte Betriebswirte sowie echte Digital-Marketing-Profis zeigen sich begeistert. Was will man mehr?

 


Links zu weiteren Informationen

Kontakt zu Robert Dembinski

Infos zu Lensing Druck

Infos zum aktuellen Status quo bei Heidelberg Subscription

 


 

Stets den Kunden und seine Wünsche im Fokus: Screenshots von der Website von Lensing Druck.

 

Bildschirmfoto 2018-10-10 um 17.28.56.png

 

Von Martin Spaar, Herausgeber und Verleger PUBLISHER

Zum 25-jährigen Jubiläum des PUBLISHER versammeln wir auf der Frontseite alle bis heute erschienenen Digitaldruck-Covers. Als wir vor 13  Jahren das erste individualisierte Cover mit einem verschneiten Smart und dem Vornamen des Empfängers auf der Windschutzscheibe brachten, schlug das ein wie eine Bombe. 

Seither demonstrierten 80 Covers mit Digitaldruck- oder Veredelungsspezialitäten die prägende Wirkung der ‚Verpackung‘ und gaben unserer Zeitschrift von Ausgabe zu Ausgabe einen ganz speziellen Auftritt.

Und trotzdem: Auch bei diesem Heft sind mit dem Cover nur gut fünf Prozent des Umfangs digital gedruckt, der ganze Heftinhalt ist wie schon vor 25 Jahren im Offsetdruck produziert. Auch im gesamten Markt fristet der Digitaldruck so gesehen erst ein Nischendasein – Offset dominiert volumenmässig überdeutlich.

Dies dürfte sich jetzt jedoch rasch ändern, indem Rollen-Inkjet-Systeme den Digitaldruck bezüglich Druckleistung in ganz neue Dimensionen katapultieren: Während heute gängige tonerbasierte Systeme gerade mal 80 bis 150 A4-Seiten in der Minute schaffen, sind es bei Highspeed-Inkjetsystemen deren 1000 bis 2000!

Damit stehen wir an einem Wendepunkt zu einer neuen Ära des Publizierens, die auch dem PUBLISHER in einem neuen Zusammenspiel von Print und Digital spannende Perspektiven eröffnet.

Mit der April-Nummer hatten wir schon eine erste Ausgabe 100% digital produziert und Abonnenten die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Inserat zu publizieren; so wurde jedes abonnierte Heft zum Unikat. Und auch für die kommende Dezember-Ausgabe heisst das Motto: 100% digital.

Wie im letzten Editorial schon ausgeführt, möchte ich nächstes Jahr die Verantwortung für diese digitale Transformation unserer Zeitschrift in frische Hände übergeben und damit eine neue Ära in meinem Leben lancieren. 

Dabei möchte ich mich jedoch keinesfalls ganz vom PUBLISHER und der Publishing-Community verabschieden – dafür ist mir beides zu stark ans Herz gewachsen. Aber mit sechzig etwas kürzer treten und auch den ‚analogen‘ Seiten des Lebens etwas mehr Platz einräumen, das darf schon sein!


 

Das Cover der neuen Ausgabe des PUBLISHER.CH

 

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#Think!Paper — Edition 1, Volume 3

Kritische Analyse und Kommentar von Klaus-Peter und Julius Nicolay, Druckmarkt-Redaktion

 

„Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 


 

„Die Printauflagen sinken auf breiter Front … Ein Ende scheint nicht in Sicht“ war auf horizont.net zu lesen; und bei meedia.de stand: „44% sehen keine relevante Zukunft für Printmedien.“ Nun ist das Interpretieren von Zahlen ja immer so eine Sache. Vor allem, wenn es (wie bei Online-News) schnell gehen muss. Denn in der Studie, auf die sich die Schlagzeilen beziehen, geht es einzig und alleine um Zeitungen und Zeitschriften beziehungsweise die Zukunft des Journalismus. 

Wieder einmal wird von den Online-Redakteuren geradezu genussvoll unterschlagen, dass Print weit mehr ist als das Verbreiten von Nachrichten. Und wenn dabei aus 42 auch einmal 44 Prozent werden, stärkt das eher das Argument, dass Gedrucktes glaubwürdiger ist als andere Medien.

 

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Wir zumindest interpretieren die Zahlen anders und halten dagegen: Deutsche glauben an Print! Das belegen auch die Zahlen aus dem Sommer 2018, die der Bundesverband Druck und Medien vorgelegt hat und ebenso die Ergebnisse, über die der Fachverband Faltschachtel-Industrie berichtet. 

Was an der oben angesprochenen Studie ‚New Storytelling‘ aber besonders interessant erscheint, ist die Tatsache, dass Fachzeitschriften ein so hoher Stellenwert eingeräumt wird. Schließlich sind die ja auch schon etliche Male totgesagt worden.

 


 

Mailings sind out? VON WEGEN!

Print Mailings

Da befinden wir uns in guter Gesellschaft. Denn das gute, alte gedruckte Mailing wurde vom digitalen Marketing immer wieder gerne totgesagt. Dabei erfreuen sich Direkt- oder Dialog-Marketing als gedruckte Mailings einer neu entfachten Beliebtheit bei Unternehmen und hoher Wertschätzung bei den Empfängern. Damit haben wir uns auch in der Sommer- Ausgabe 2018 des ‚Druckmarkt‘ intensiv beschäftigt.

Denn gerade bei den Mailings gibt es eine interessante Entwicklung: Volladressierte Werbesendungen, das heißt auch Mailings mit vollständiger Adresse und persönlicher Ansprache, gehörten 2017 zu den Gewinner-Medien.

Nach dem Dialogmarketing-Monitor 2018 der Deutschen Post verschickt jedes siebte deutsche Unternehmen volladressierte Werbesendungen. Und diese Unternehmen legten gegenüber 2016 für personalisierte Mailings noch eine Schippe drauf, sodass das Marktvolumen um gut 4% auf 6,5 Mrd. € stieg. 

Durchschnittlich sind den Unternehmen ihre volladressierten Werbesendungen fast 13.000 € wert. Das Plus von 300 Mio. € fließt etwas stärker in die Planung, Konzeption und Produktion der Werbesendungen als in die Distribution, die aber weiterhin den größten Kostenblock darstellt. Und der Wert für die Druckproduktion von Mailings wird mit immerhin 3,12 Mrd. € angegeben. Gar nicht so schlecht für ein ‚nettes Briefchen‘.

 


 

Je digitaler die Welt, desto analoger die Bedürfnisse!

 

Taucht da bei den Menschen etwa eine Sehnsucht nach etwas Realem auf, nach etwas Haptischem, nach etwas, das bleibt – und nicht beim nächsten Klick vom Monitor und damit aus dem Gedächtnis verschwunden ist? Gedrucktes auf Papier, vorausgesetzt, es ist interessant, optisch ansprechend und handwerklich exzellent gemacht, schafft gute Voraussetzungen für ein Revival des Haptischen. Zumal Print gleich zwei Dinge erreichen kann: Glaubwürdigkeit und Wertigkeit.

 

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Foto: Screenshot der Website von Hunkeler AG, Schweiz.

 

Drucksachen, die als Wegwerfprodukt konzipiert sind, werden dies nicht vermitteln können. Ohnehin sind billig und lieblos produzierte Drucksachen für den Papierkorb beim Empfänger bestimmt. 

Werden sie jedoch engagiert und mit Liebe zum Detail hergestellt, spüren Empfänger und Leser diese Wertschätzung. Sie werden sich damit beschäftigen, vielleicht sogar aufheben oder weiterreichen. Dann ist das Ziel beim Mailing, bei der Werbung und bei allen anderen Drucksachen erreicht, die damit eine relevante Zukunft haben!

 


 

ThinkPpaer Key Visual Blog Post.001

Das DRUCKMARKT-Team und Klaus-Peter Nicolay sind Partner und Mit-Initiatoren von #Think!Paper, der übergreifenden Initiative, die sich dem Thema „The Beauty of Print&Transformation“ widmet.

 


 

Lesetipp zum Download

Jahresmagazin „Unter Druck – Starker Partner in turbulenten Zeiten.“, Herausgegeben vom VDMB, München, 2018. 

VBDM jahersmagazin 2018

 


 

#Think!Paper #PDA Sommer Weber.001

Peter Sommer, Member of the Elanders Board, and Andreas Weber, Head of Value, met in Waiblingen, near Stuttgart, to discuss their ideas. Their meeting resulted in the #Think!Paper initiative.

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 1. | German Version

 

“We are launching an initiative that highlights the importance of print not only in but also for the digital era. What counts is not what we do or how we do it, but rather why print delivers sustainable success. The focus needs to be on the unique benefits that professional print production delivers. And that applies whether you’re looking at the past, present or future!” – Peter Sommer and Andreas Weber

A special kind of summit on print and transformation: Peter Sommer, Member of the Elanders Board, and Andreas Weber, Head of Value, met in Waiblingen, near Stuttgart, Germany. This European city is a major hub for the most dynamic solutions portfolio for print and demonstrates with high volumes and strong profits just how big a contribution print (based on digital printing) can make in the digital age. 

“I find it astounding and completely incomprehensible how poorly print is portrayed – especially by the print media industry itself. Why is that?” asks Sommer. The meeting picked out core issues that led to the establishment of the Think!Paper initiative. These points also represent the key thrust of the Think!Paper activities, offering a constructive and critical basis for further discussion.

Taking stock

The print media industry is underselling itself and taking far too little interest in what is going on elsewhere. It likes to keep to itself. There is usually little more than speculation about the challenges set by the digital age. Many positive aspects go unnoticed, and there is a failure to grasp the opportunities that change could bring.

Core arguments

Status quo: The industry has built its own funeral pyre and is fervently stoking the fire beneath it. However, the prospects for print shops in the digital age are far better than the image the industry is presenting, both within and beyond its own ranks.

The mistake being made is that print shops and print buyers are following false prophets.

Clarification: Print is a perfected medium with a pedigree, potential and the capacity for profitable new business. 

Consider the facts:

  • Print represents an exceptionally valuable form of communication – made by people, for people!
  • Improved functionality is exponentially increasing the benefits that print offers in the digital age.  
  • Print isn’t just about duplicating data – it can package text, images and special effects in a very special, highly personal format that moves people profoundly. 
  • As a communication medium, print has the most lasting effect and can therefore be used to great advantage. 
  • As part of the marketing mix, print is constantly raising the bar and creating new potential for customer relationships in the most effective ways possible.
  • And, when it comes to transformation – if anything has to change, then it is how print is handled as a premium product.

Paradigm: Print was, is and will remain an indispensable catalyst for cultural, social and economic developments. That is something ‘digital leaders’ such as Google, Amazon, Facebook and Apple have long since recognized. Indeed, these giants of the digital age are highly adept at using print to their benefit. 

Plea: Print will continue to be a winner in the digital era, if it can strike the right balance between what is useful on a technical level and people’s real needs. The facts are on the table. Now is the time to communicate them clearly and comprehensibly! Let’s put the beauty and diversity of print in the right light!

Aims and measures

We are kicking off creative conversations that cut to the chase with a clear focus. This is how we want to present a vivid and forward-looking picture that highlights effective solutions for using print in all types of communication where it can harness its full potential and strengths. 

We are kindling enthusiasm for innovative and exceptional communication solutions that use print.

We are reinforcing business development with print by identifying and integrating areas of the market that have so far been under-utilized but can rapidly and effectively benefit from innovation solutions using print. 

We are organizing round tables, VIP events and social media-based interactive communication using print.

We are providing clear and concise concept papers as part of the new Think!Paper activities. These include elements such as dossiers, reports with analyses, and guidelines for top decision-makers in business.

We are launching a global ideas competition. 

We are setting up and managing the international “Think!Team”, an interdisciplinary panel of experts.

 


 

Note

A number of hand-picked partners have already been found for Think!Paper, including first and foremost Mondi Group, GT Trendhouse 42 and DRUCKMARKT. More news to follow shortly.


Contact

If you are interested in the Think!Paper initiative or want to get involved, please get in touch:

Twitter @PrintDigitalAge

Andreas Weber (coordination) via LinkedIn

Hashtag: #PDA #printforthedigitalage #creativity #printinnovation #transformation

 


 

#Think!Paper the key facts at a glance

What we do

We evaluate and profile print and its proponents as an effective driving force for transformation – across all industries!

Our mission

We show, first and foremost, that print is by no means driftwood in an ocean of transformation (with Titanic-style effects) but rather a solid anchor for the ‘tsunamis in our heads’!

Our USP

We are bringing together the brightest minds to form interdisciplinary #Think!Teams with a global outlook. 

We are building up the finest pool of expertise with a clear focus on interaction, discourse and sustainable conversations.

We are reinforcing the bedrock of any successful ‘digital’ transformation – proficient, dynamic and meaningful communication.

Benefits for our partners

We help our partners make new and market-relevant discoveries that inspire them and inject new energy into their development.


 

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Print ad out of a campaign by ‘internet.org by Facebook’, designed by Sid Lee, U.S.A.

 

#Think!Paper — Edition 1, Volume 2

”I believe Think!Paper’s stance of recognising the role of print in a digital age will help address this  issue and fill an incredible void in knowledge in an ever-shifting communication environment.”

 

By Fraser Church

 

I applaud the initiative of Think!Paper. This addresses a number of issues that have become prevalent in recent years particularly in the communication industry. 

Today’s marketers have been brought up on digital and social media as being the default form of customer communication, with the much-heralded cry of “digital first” becoming increasingly common. However, the question is whether they are listening to their customers, or whether they are getting carried away on the digital wave whilst at the same time being influenced by perceived efficiencies based more on cost than actual return on investment.

Brands are increasingly focussing on Customer Experience and optimising the customer journey; however, to do that properly, marketers need to recognise that a decision to make a purchase is as much emotional as rational these days. Brand trust, values and relationships are increasingly important in a world where there is a narrowing in product differentiation. As part of building that relationship, it is important for brands to understand which media to use when and for which messaging. 

Print is perhaps the most trusted medium.

Remember the phrase “I would like to see that in writing”. So, when something needs consideration, or has to be seen as authoritative, print can be a great medium. Print Is also the only channel that can impact on one of our most important senses of touch. Indeed, in my later years at Paragon I spend considerable time persuading clients of the value of increasing the production values of their printed output, and thus cost, to help subliminally re-enforce brand values. 

You could for example question whether a Tiffany shopping bag is perhaps an accessory as much as a means of getting goods home. At the same time, you have to be careful not to over play your hand; for example, charities would never use a coated stock, as this would seem to go against their environmental and cost saving credentials (even though recycled paper can cost more!).

But this does not mean everything should be printed.

Email is a great means to deliver offers, newsletters and access to the depth of content that the online environment can provide. Mobile, whilst being often seen as an invasive medium, is perhaps the best way to remind people of a medical or retail appointments, or increasingly keep them up-to-date in real time about their purchase deliveries; and with the advent of 5G networks they will increasingly deliver richer experiences. Apps are a great way for people to manage their life, for example online banking or travel. Whilst social media lets us reach audiences at pace, in an informal and engaging manner.

The issue is that whilst a digital revolution is undoubtedly taking place, interested parties have been perhaps a bit blinkered. The Print Industry has tended to take great pleasure at criticizing digital media whenever it can. On the other hand, the digital communication industry has just ignored print as irrelevant. It is not either or. It is not one or the other. The true power is recognising how brands can use all of the media to their best advantage, optimising customer journeys and building long-term relationships. I believe Think!Paper’s stance of recognising the role of print in a digital age will help address this issue and fill an incredible void in knowledge in an ever-shifting communication environment.

Finally, what about Digital Transformation?

Digital Transformation is often misunderstood. It is not about making sure that all communication is sent via email or mobile; it is about using technology to make it more efficient for businesses to both operate and deliver more engaging experiences for the customer. It is an innovation enabler, allowing new business, operational and communication models. 

However, this does not preclude print, and it should always be considered as a channel to be used to undertake specific roles. For example, whilst comparison websites may help you find the best mortgage, and banks want you to complete applications online, the issuing of printed legal document, welcome pack and annual statements can provide reassurance and feeling of security for customers. 

Also, we should remember that not all consumers are digital natives and a considerable proportion of the population have grown up enjoying and trusting print as a media.

So, whilst Digital Transformation will be responsible for creating a number of digital only brands such as Uber, the majority of companies partaking in digital transformation will still find there is a role, and a productive one at that, for print in their business model.

 

 


About Fraser Church

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Fraser Church is an independent communication consultant and also General Manager of CPX Group — a co-operative of nine of the world’s largest and most innovative print and digital communication companies.

Fraser, who has a degree in Economics, started his career in consumer marketing working for a number of the UK’s leading brands. He then transferred his allegiances to the agency world as a director of RMP a data driven one-to-one communication agency specialising in customer loyalty in the retail sector.

He cut his teeth in the new digital world by setting up a dot.com company in 1999, providing consumers with an online resource for ordering catalogues and brochures. Fraser subsequently moved on to create some of the world’s earliest and most successful variable digital print applications for DSI who eventually became part of the Paragon Group.

Fraser was most recently Head of Creative Development at Paragon, particularly enjoying spending time with clients evangelising about how print plays an important part in customer journeys in an ever-increasing digital world.

He currently became a member of our #Think!Team to support the #Think!Paper initiative and to enrich knowledge sharing.

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