Advertisements

Archive

Tag Archives: Cloud

ValueDialog LiveTV #ops2018

Always a pleasure and great honor to talk to Jerry Kennelly, Founder and CEO of Tweak.com

Interviews: Andreas Weber | Videos: ops2018-Veranstalter zipcon, BVDM, FOGRA

Wie bereits im Jahre 2017 gab es auch beim #ops2018 ein Dutzend Live-TV-Interviews von Andreas Weber mit klugen, hochkarätigen Experten, die sich zum wahren Publikumsliebling entwickelten. Nachfolgend die Mitschnitte aller Interviews (Dauer jeweils rund 5 Minuten).

Für weitere Infos und zur Kontaktaufnahme finden sich die entsprechenden Links in den Kurztexten.


SAPPI, Peter Goer: „Onlineprint und Digitalisierung markieren die Zukunft für Wachstum!“


CloudLab AG, Patrick Jarzabek: „Vieles wird durch das neue Release im Mai 2018 noch einfacher, gerade auch für den Verpackungsbereich!“


Digital Print GmbH: Constantin Rauch: „Als Mass-Customization-Produzent und Partner von Druckereibetrieben setzen wir ungebrochen auf viele neue Angebote.“


OneVision Software AG, Hans-Martin Kuhn: „Wir gehen im Zuge von Industrie 4.0 über die Automatisierung für klassische Printanwendung weit hinaus, z. B. durch Lösungen für Wide-Format-Printing.“


rissc Solutions GmbH, Alexander Sperrfechter: „Aufbruch in neue Welten ist unser Motto und verspricht dramatische Vereinfachungen durch Zentralisierung in der Cloud.“


ctrl-s GmbH, Martin Klein: „Wir haben zum #ops2018 Kunden mitgebracht, die freudig und ohne Marketing-Blabla über den hohen Nutzen unserer Lösungen Auskunft geben!“


u-Traxx AG, Urs Vogel: „Durch Automatisierung kommt eine große Herausforderung auf die Mitarbeiter zu!“


Obility GmbH, Frank Siegel: „Wir setzen auf die Durchgängigkeit der Prozessse durch Business Automation auf allen Ebenen.“


Chili Publish, Piet Saegemann und Gerd Van Gils: „Wir haben quasi die Eierlegende-Wollmich-Sau erschaffen, um Firmen zu helfen plattformübergreifend aus riesigen Mengen von Daten ihre Kommunikation effektiv zu gestalten.“


Tweak.com Ltd., Jerry Kennelly:  „Our Vision and Mission: We make it very easy to take out all of the friction out of the online printing industry.“


Hubergroup Deutschland GmbH, Steve Walpuski: „Tradition schließt Innovation nicht aus. Wir lieben Print und wurden gerade von den Lesern von Druck&Medien für unsere Nachhaltigkeit prämiert mit unseren ökologischen Druckfarben im Sinne von ‚Cradle to Cradle‘. Das freut uns riesig!“


Durst Group/Durst Phototechnik Digital Technology GmbH, Barbara Schulz: „Wir haben uns in unserer über 80-jährigen Geschichte schon mehrmals selbst neu erfunden. Wir setzen konsequent auf Digitalisierung und Automatisierung zur Qualitäts- und Performance-Zuverlässigkeit unserer Drucktechnik.“


 

Advertisements
ValuePublishing Interview Rainer Wolf 2016.001.jpeg

Fotos: Heideldruck. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt arm Main

Wenn der Leitstand einer großformatigen Heidelberg-Druckmaschine nutzbar ist wie ein smartes iPhone, sollte man genauer Hinschauen. Erstmals wurde der intuitiven Bedienerführung eine intelligente Automation der Maschine zur Seite gestellt. Die Maßgabe bei der Produktentwicklung: Höchste Qualität, maximale Produktivität und Wirtschaftlichkeit stärken kleine wie auch große Druckereien, die sich analytisch, organisatorisch und operativ Vorteile sichern. 

Rainer Wolf, Leiter Produktmanagement Sheetfed bei Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz: Heideldruck), gibt Einblicke in die „Runderneuerung“ des Offsetdrucks, um ein perfektes Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Materialien und Prozessen zu nutzen, damit perfekte Ergebnisse auf Knopfdruck möglich sind.

Hinweis: Siehe auch den Expertencheck zu Push to Stop in der Praxis.

 

Interview. Andreas Weber, Head of Value

Heideldruck zeigte auf der drupa 2016 den Offsetdruck „runderneuert“ und ganz im Zeichen der Digitalisierung. Was ist darunter generell zu verstehen?

Rainer Wolf: Zunächst, nicht nur unsere Produkte, das ganze Unternehmen Heidelberg hat sich erfolgreich neu aufgestellt. Unter dem Motto Simply Smart haben wir auf der drupa 2016 gezeigt, wie digitale Integration konkreten Mehrwert bringt und wie der Smart Print Shop der Zukunft aussieht. Digitalisierung, Automatisierung, Flexibilisierung und Marktorientierung greifen ineinander. Wir sind überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen, da wir Innovationen aus der Digitalwelt, wie Big Data, Cloud-Services, eShops, Automatisierungs-Tools  etc., integriert haben und damit die Industrialisierung im Druck auf ein neues Level heben. Das größte Überraschungs-Momentum können wir im Offsetdruck erzielen, der allgemein als „gesättigter, reifer Markt“, geprägt durch „analoge“ Technologien angesehen wird. Aber: Das ist mitnichten so!

Warum? 

Rainer Wolf: „Analog“ ist im Offsetdruck kaum noch etwas. Intelligente, digitale Echtzeit-Analysen zur Produktivitäts- und Produktionssteuerung werden eingesetzt, ebenso wie ein neues Konzept für den Maschinen-Leitstand, der per Multitouch-Bedienung fast schon wie ein iPhone agiert, inklusive Widgets und Apps, die über die Vernetzungsplattform Prinect nutzbar sind. Die Philosophie, die wir dabei zugrunde legen, nennen wir „Push-to-Stop“ — ein ganzheitlicher, integrierter Ansatz zur digitalen Vernetzung und automatisierten Produktion, der kleinen wie großen Druckereien erlaubt, ihre Leistungen als Smart Print Shop durch autonomes und navigiertes Drucken zeitgemäß zu etablieren.

Wie wurde das bei den Kunden aufgenommen?

Rainer Wolf: Unser Neuansatz wird sehr gut aufgenommen. Es gibt keinerlei negatives Feedback, das unsere Push to Stop-Philosophie in Frage stellt. Im Gegenteil: Push to Stop ist nunmehr ein fester Bestandteil in der Kommunikation mit unseren Kunden und wird seit der drupa 2016 aktiv nachgefragt. Und das, obwohl Push to Stop kein Produkt ist, sondern eine Philosophie oder eine Art neues Denken darstellt, um Geschäfts- und Produktionsprozesse signifikant zu verbessern. Auf dieser Basis wird nach Lösungen gesucht. Wir stellen insgesamt fest, dass gerade auch in den Schwellenländern („Emerging Markets“) wie Indien oder China hohes Interesse für die Digitalisierung im Offsetdruck besteht, also nicht nur in der westlichen Welt.

Was muss konkret verbessert werden? Welcher Situation sind Ihre Kunden ausgesetzt?

Rainer Wolf: Zum Einen: Wir sehen einen klaren Trend zu kleineren Auflagen, das heisst die Jobwechselrate pro Stunde/Schicht steigt erheblich. Zum Anderen: Druckereien stehen seit Jahren unter erheblichem Kostendruck und kämpfen gegen einen stetigen Preisverfall an. Aufwendungen für Papier, Energie, Verbrauchsmaterialen etc. steigen aber kontinuierlich. Es gilt also weiter an der Kostenschraube zu drehen und über smart integrierte Lösungen die Produktionskosten weiter zu senken.

[HINWEIS: Siehe auch die ValueTrendRadar-Analyse Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print

Was bedeutet das für Ihre Kunden und für Heideldruck?

Rainer Wolf: Wir setzen am Punkt „Kostendruck“ und schnelle Rüstzeiten an und haben durch unsere Push to Stop-Konzept und Analysen große Verbesserungs-Potenziale identifiziert. Um Verbesserungen zu erreichen, genügt es nicht mehr, Prozessschritte isoliert zu betrachten, sondern ganzheitlich im Sinne relevanter Standardisierungsmöglichkeiten vorzugehen. Der Fokus liegt darauf, automatisiert zu produzieren, um dadurch falsche Entscheidungen zu verhindern oder Störmechanismen auszuschalten. Ganz wichtig ist es, mit Kunden exakt zu analysieren, wie die Zahl der „Touchpoints“, also der manuellen Eingriffe bei der Auftragsumsetzung reduziert werden kann. Höhere Effektivität entsteht nicht nur durch modernste Technik, sondern durch das optimierte Zusammenspiel von Mensch und Maschine.

Wie ermittelt man die Effektivität eines Druckereibetriebs?

Rainer Wolf: Das Maß aller Dinge ist die Höhe des Outputs und des damit verbundenen Aufwands. Für Druckereien als Hochleistungs-Produktionsbetriebe ist die „Overall Equipment Effectivness“ (kurz: OEE) eine wichtige Kennzahl. Das heisst, zu messen und zu bewerten, was eine Druckmaschine tatsächlich produziert. Mit der Speedmaster XL 106 sind theoretisch bei Rund-um-die-Uhr-365-Tage-Betrieb knapp 160 Millionen Druckbogen pro Jahr zu produzieren [das entspricht 1,44 Milliarden, bei einer Wendemaschine 2,88 Milliarden DIN A 4-Druckseiten]. In der Praxis erreichen in Westeuropa die Speedmaster XL-Kunden im Schnitt „nur“ rund ca. 40 Millionen Bogen pro Jahr. Das ist nur ein Viertel des Möglichen. Der Grund: Im Gesamtablauf der Auftragsbearbeitung und Produktion (inklusive pre-media) gibt es zu viele Reibungsverluste und Abstimmungsproleme, die beseitigt werden müssen. Mit Push to Stop zielen wir darauf ab, einen Teil der nicht genutzten 75 Prozent zu adressieren und einen OEE-Faktor von 50 Prozent zu erreichen. Das ist eine Verdoppelung zum heutigen Schnitt. Und das geht, wie uns heute bereits einige wenige Druckereien vormachen. Sie erreichen schon 70 bis sogar 90 Millionen Bogen pro Jahr. Damit steigt die Profitabilität ganz erheblich, da wesentlich mehr zu geringeren Kosten hergestellt werden kann.

Neue Tools und Techniken sind demnach wichtig. Aber es braucht mehr. Was genau?

Rainer Wolf: Es bedarf exakter Analysen aller Abläufe  gekoppelt mit Praxiserfahrung. Durch die Digitalisierung sind die Möglichkeiten breitgefächert. Es braucht also ein klares, kundenspezifisches Setzen von Prioritäten. Und: Wir konnten erstklassige Praktiker für unsere Teams gewinnen, die alle Abläufe und Prozesse bei Kunden analysieren und mit unseren technischen Lösungsmöglichkeiten abgleichen. 

Und was machen diese Experten aus der Praxis anders?

Rainer Wolf: Sie kehren die Betrachtungsweise um, und prüfen die tatsächlichen Abläufe und bewerten dann, wie Technik am besten unterstützen kann. — Ausgangspunkt ist die Analyse der Durchgängigkeit sämtlicher Abläufe in einem Betrieb, um zu ermitteln, wieviele Touchpoints es bis dato gibt und welche eliminiert werden müssen/können. Durch den richtigen Einsatz unserer Tools sowie aufeinander abgestimmte Materialien wie Papier, Farbe und andere Verbrauchsmaterialien können zum Beispiel Rüstzeiten von nur 2 Minuten bei 60 Anlaufbögen realisiert werden. Das sind echte Spitzenwerte! — Hinterfragt wird zudem: Wie sehen reibungslose Freigabeprozesse für den Druck aus? — Oder bezogen auf die Vorstufe: In welcher sinnvollen Reihenfolge kommen die Druckplatten an die Maschine? Im Ergebnis gelingt es uns, dass Kunden auch bei kleineren Auflagen und bis zu fünf oder gar zehn Auftragswechseln pro Stunde ihre Speedmaster mit Vollgas fahren können.

Was heisst das für die Zukunft?

Rainer Wolf: In den letzten zehn Jahren hat sich die Produktivität bei unseren Kunden in etwa verdoppelt. In den kommenden 10 Jahren können unsere Kunden ihre Produktivität nochmals verdoppeln und dadurch ihre Konkurrenzfähigkeit nachhaltig ausbauen. Einzelne innovative Firmen, v. a. aus dem Online-Print-Sektor, können das heute schon. In Summe bieten sich aber auch Chancen für Firmen, die sich auf Nischenmärkte spezialisieren, denn auch in der Nische zahlt sich Produktivität aus.

Richtig verstanden, leitet die Digitalisierung im Offsetdruck einen Paradigmenwechsel in der Branche ein. Gibt es aus Ihrer Sicht Hürden, die zu nehmen sind?

Rainer Wolf: Die Industrialisierung im Druck kann durch die Digitalisierung erst richtig beginnen. Entsprechend muss auf der Führungsebene die Auseinandersetzung unserer Kunden mit Änderungen im Markt stark ausgeprägt sein. Die Dynamik vor allem in den dem Druck vorgelagerten Prozessen ist unglaublich hoch. Nicht nur die Produktionsweise, auch die Art und Weise, wie Druckaufträge entstehen, ändert sich. Die spannende Frage lautet dann: Wer ist am Ende der richtige Druckpartner? Unsere Push to Stop-Philosophie hilft entscheidend. Denn wie gesagt, sind zunächst keine hohen Technik-Investitionen notwendig, sondern gründliches Nachdenken, Analysieren und Vernetzen (via Prinect). Keiner kann auf der grünen Wiese alles neu aufbauen. Vielmehr gilt es, ein exaktes Zielbild zu formulieren — und anzufangen, sich konsequent mit Prozess- und Ablaufoptimierungen zu beschäftigen, um Kapazitäten besser zu nutzen. Dies weniger im Sinne von kontinuierlichen Verbesserungen, denn dadurch werden nur Teilprozesse optimiert. Mit Push to Stop gelingt es größere Schritte zu machen, beinahe im Sinne eines Quantensprungs.

Digitalisierung wird zur Chefsache. Wie steht es um die Mitarbeiter?

Rainer Wolf: Es ist natürlich sehr wichtig, die Mitarbeiter mitzunehmen und ihnen die Angst vor den anstehenden Veränderungen zu nehmen. Die Erwartungshaltung ist, durch die Digitalisierung mehr Output bei weniger Aufwand zu schaffen. Push to Stop hilft den Mitarbeitern, das Mehr an Leistung zu bewältigen. Die autonome, intelligente Maschine weiss exakt und auf Abruf, wie am Effektivsten gearbeitet wird. Die Rolle des Druckers verändert sich — er bedient die Maschine immer weniger aktiv, sondern überwacht die Produktion, stellt die Qualität sicher und sorgt dafür, dass die Anlage störungsfrei produzieren kann. Daran muss man sich gewöhnen. Für uns bei Heidelberg heißt das: Wir müssen dafür sorgen, daß der Drucker dieses hohe Leistungsniveau nachhaltig erreichen und sich auf die Maschine mit ihren Assistenzsystemen verlassen kann.

Last but not least: Was ist für sie persönlich das aufregendste/wichtigste an den Heidelberg-Neuheiten für den Offsetdruckmarkt?

Rainer Wolf: Gute Frage! Das Push to Stop-Konzept ist einzigartig, steht also ganz oben und gibt strategisch die Leitlinie vor. Bezogen auf die Technik ist Hycolor Multidrive einer meiner Favoriten; denn dadurch können dir technisch viele Prozesse simultan ausführen und sind speziell bei aufwändigen Rüstvorgängen wesentlich schneller. Es braucht beispielsweise gerade einmal 2,5 Minuten für Gummituch-, Druckzylinder- und Farbwalzenwaschen dank Hycolor Multidrive.

Mein absolutes Highlight ist aber Intellistart 2, die Software, die Push to Stop an die Druckmaschine bringt. Erstmalig können mehrere Folgeaufträge bereits während der laufenden Produktion vorbereitet und freigegeben werden. Zusätzlich werden beim Auftragswechsel Prozesse automatisch gestartet, die dann selbstständig ablaufen. Intellistart 2 organisiert das alles automatisch und der Drucker bekommt am Wallscreen XL sogar ein Zeitstrahldiagramm angezeigt, an dem er genau sieht, welche Prozesse gerade ablaufen, was er manuell machen muss und wie lange es dauert bis die Produktion startet. So gesehen ist Intellistart 2 ein Volltreffer zur richtigen Zeit, um den ersten Schritt ins Push to Stop-Zeitalter zu machen.

Vielen Dank für das Gespräch. 


Zur Person

rainer-wolf

Rainer Wolf,  Leiter Produktmanagement Sheetfed bei Heidelberger Druckmaschinen AG.

Der diplomierte Drucktechnik-Ingenieur Rainer Wolf hat das Drucken von der Pike auf gelernt. Der Ausbildung und Arbeit als Offsetdrucker folgten von 1994 bis 1998 das Studium an der Fachhochschule für Druck in Stuttgart sowie eine Geschäftsführungs-Assistenz-Position in einer renommierten süddeutschen Druckerei. Seit dem Jahr 2000 ist Rainer Wolf im Produktmanagement der Heidelberger Druckmaschinen AG mit verschiedenen Aufgaben betreut. Market Intelligence wie auch die Leitung Produktlinienstrategie sind wichtige Stationen. 2014 wurde er Mitglied des Board of Directors der Heidelberg Graphic Equipment Shanghai (HGES). Im April 2015 wurde er zum Leiter Produktmanagement Sheetfed bestellt.


Ausgewählte Quellen für weitere Infos/Grafiken/Videos:


valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-4-001

In der Gutenberg-Stadt Mainz wurde im Frühjahr 2016 der Architektur-Wettbewerb zum Museums-Neubau entschieden. Gutenbergs Erbe soll damit auf höchstem kulturellen Niveau ins Digitalzeitalter überführt werden. Fotos: Gutenberg-Museum Mainz. Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

 

ValueTrendRadar Analysis:
Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print (Teil 3)

Von Andreas Weber, Head of Value

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 

Ergebnisse aus Teil 2

(Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro)
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


 

valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-3-001

Teil 3:  Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Über 1.800 stellten alleine auf der drupa 2016 aus. Die Spanne bei den Zulieferern für Druckereien reicht von breit aufgestellten Multimilliarden-Konzernen über Mittelständler bis hin zu spezialisierten Kleinbetreiben und Start-ups mit 5 bis 10 Mitarbeitern. Hinzukommt eine Heerschar von Fachhändlern. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angebote konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind. Zu den ‚ganz Großen‘ Techniklieferanten zählen Hersteller von Papier/Bedruckstoffen aller Art sowie die von Verbrauchsmaterialien, wie Druckfarben etc. sowie neben den deutschen Druckmaschinenbauern über ein halbes Dutzend Konzerne aus dem IT/Datenmanagement sowie dem Imaging- und Kopiertechnik-Bereich.

Von den Letztgenannten sahen sich die großen Digitaldruck-Technik-Anbieter näher an der Digitalisierung und waren bestrebt, neue Verfahrenstechniken im Druck durchzusetzen. Dies führte zu einem wahren Investitionsboom in neue Drucktechnik. Die reinen Digitaldrucktechnikentwickler haben in den vergangenen 25 Jahren die höchsten Summen in Forschung und Entwicklung investiert: Über 100 Milliarden Euro wurden vorwiegend in den USA und Japan von börsennotierten Konzernen wie HP, Kodak, Xerox sowie Canon, Fujifilm, Konica Minolta oder Ricoh für Digitaldruck-Technik-Entwicklung aufgewendet. Dies kam vor allem dem Konsumentendruck sowie dem sog. Office-Printing zugute. Für die Druckindustrie lautete die Strategie: Stellplätze für Digitaldruckmaschinen erobern, da Techniklieferanten nicht nur Maschinen verkaufen, sondern auch jahrelang an deren Nutzung per Click-Rate pro Druckseite verdienen. Ein Manko: Klickpreise bilden in der Druckbranche ein unübliches und bis heute ungewohntes Geschäftsmodell, da industriell produzierende Druckereiunternehmen die Vollkosten einer Druckmaschine im Vorfeld kennen müssen. [Hinweis: Die Kritik am nicht marktkonformen Vermarktungsgehabe für Digitaldruck hatte ich in einem offenen Brief im Juli 2014 formuliert. Siehe: „ValueCheck! — Alert! Digital Print crashes! More worse than expected!“

Das Dilemma: Die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand haben sich auf die Börsenkurse der genannten Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt: Alle Genannten verzeichnen über Jahre Stagnation oder sogar einen Rückgang ihres Aktienwertes. (Siehe Screenshots zur Kursentwicklung der letzten fünf Jahre). Die Marktkapitalisierung liegt auf niedrigem Niveau bzw. deutlich unter den Umsatzvolumen. Die Ausnahme: Der Imaging-Konzern Canon, dessen Marktkapitalisierung in etwa dem Umsatz entspricht. Ebenso wenig haben sich die hohen Investitionen auf die Volumenanteile am globalen Gesamtvolumen von Druckseiten ausgewirkt: Von den rund 50 Billiarden Druckseiten pro Jahr entfallen laut Xerox nur 2 Prozent (!) auf den Digitaldruck. Bedacht werden muss, dass die Umsatzerlöse pro Druckauftrag/Druckseite im Digitaldruck kostenintensiver sind, gerade wenn z. B. mit variablen Daten gedruckt wird. Daher wird für das Jahr 2015 von einem Umsatzvolumenanteil von rund 15 Prozent am Gesamtmarkt ausgegangen.

 

#drupa2016 review Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Day 2016.022

Auszug aus dem Vortrag von Andreas Weber: #drupa2016 Review. Grafik: Chart von Xerox, drupa Pressekonferenz am 1. Juni 2016

 

Screenshots zur Kursentwicklung börsennotierter Digitaldruck-Technikkonzenen. Stand 11. Oktober 2016. Quellen: MSN Money, Yahoo! Finanzen, OnVista, Wallstreet Online. Hinweis: HP Inc. notiert seit dem Splitting und absolviert sein erstes Geschäftsjahr. Inkl. dem Q3 2016 ging der Umsatz in der Sparte Printing im Jahresvergleich um 14 % zurück.

 

Der Grund, warum man sich bei der Vermarktung von Digitaldrucktechnik schwer tut, liegt vor allem in einer großen Unkenntnis dessen, was im Kern den Druckereimarkt in seiner Besonderheit ausmacht — bis hin zu grundlegenden Verständnisproblemen: Digitaldrucktechnik-Hersteller sprechen nicht die Sprache der Drucker, sondern die der IT/Computerwelt. (Siehe ValuePublishing drupa-Analyse: #drupa2016 Review Teil 2: Worauf es wirklich ankam!  

Zudem agieren diese Anbieter als Groß-Konzerne mit vielen Hierarchiestufen, komplexen Strukturen, häufig wechselnden Ansprechpartnern, was vielen Druckereibetreiben Unbehagen oder sogar Probleme bereitet. Denn bevorzugt werden direkte Wege, gute und nachhaltige persönliche Kontakte zu den Lieferfirmen etc., die langfristig Vertrauen aufbauen und pflegen. Das (berechtigte) Credo der Druckereien: Es muss stets gehalten werden, was versprochen wird!

 

Zwischenruf

Spitzfindig könnte man aufgrund zahlreicher, immer gleicher Presseverlautbarungen der Digitaldruck-Techniklieferanten feststellen: Die Positionierung der großen Anbieter ist nahezu identisch. Alle sind (angeblich) globale Marktführer mit dem größten respektive breitesten Portfolio. Das „Print is Big“-Paradigma (siehe Teil 1) verspricht beste Aussichten, nachhaltig hohe Profite mit der Entwicklung und dem Verkauf von innovativer Drucktechnik zu machen. Nur in der Anwendung ergibt sich ein anderes Bild, da Digitaldruck-Technik in der industriellen Druckproduktion noch längst nicht dominiert.

Der Grund erschließt sich durch das in der Wissenschaft als Produktivitätsparadoxon bezeichnete Dilemma der Digitaldrucktechnik. Durch empirische Studien wurde die Hypothese untermauert, dass, insbesondere im Dienstleistungssektor, kein positiver Zusammenhang zwischen Investitionen in die Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) und der Produktivität auf volkswirtschaftlicher oder unternehmerischer Ebene zu bestehen scheint. Erklärungsansätze hierfür sind neben Fehlern in der Messmethodik u.a.:

  • Verzögerung zwischen Einsatz und Wirkung (Nutzer müssen erst mit dem neuen System umgehen lernen).
  • Managementfehler und unzureichende Nutzung der Potentiale beim Einsatz der Technologie.
  • Gewinndistribution zwischen Unternehmen und Unternehmensteilen.
  • Negative Auswirkungen des Informationszuwachses.
  • Negative Auswirkungen durch den Aufwand der mit der Einführung der Technologie erforderlichen Reorganisation der Arbeitsabläufe.
  • Weiterentwicklung von Software mit vergleichsweise geringem Effektivitätszuwachs bei stark steigenden Hardwareanforderungen und hohem Anpassungsaufwand.

 

Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die massiv und allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen. Aber: Firmen wie Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und hohe Marktanteile behalten (Heideldruck führt mit über 40 Prozent beim Offsetdruck).

 

Übrigens: Um mit den Druckereikunden den Großteil der industriell gefertigten Druckproduktionen solide stemmen zu können, konnte die Gesamtriege der Offset- und Flexodrucktechnik-Hersteller (neben KBA, Heideldruck v. a. Bobst, Cerutti, Esko, Goss, Komori, Presstek, Ryobi, W&H sowie bis 2011 manroland AG) mit Forschungs- und Entwicklungsgeldern von deutlich unter 10 Milliarden Euro (also weniger als einem Zehntel der Digitaldruck-F&E-Investments) im Vergleichszeitraum seit 1991 auskommen. Zudem sind die Investitionen, die industrielle Druckereien pro Jahr leisten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, im Offset- und Flexodruck niedriger anzusetzen als bei Digitaldrucktechnik, da hier wie im Zwischenruf dargelegt nicht auf Vorhandenes zurückgegriffen werden kann, sondern neue Infrastrukturen und Geschäftsmodelle geschaffen und implementiert werden müssen. Der Aufwand und damit die Kosten steigen zusätzlich noch, wenn eine Reorganisation der Arbeitsabläufe, Schulungen, Workflowanpassungen u. v. m. erfolgen müssen. Hinzu kommt, dass die Maschinenverfügbarkeit bei vielen High-End-Digitaldruck-Systemen (z. B. von bestimmten Xerox- und HP Indigo-Digitaldrucksystemen) unter 70 Prozent liegt, also deutlich zu niedrig ist für industrielle Fertigungsstandards, die 90 bis 95 Prozent betragen sollten.

 

 

ValuePublishing Big Data Visuals.001

 

Übersehen wurde durch den „Glanz“ der progressiven Digitaldruck-Investments: Die deutschen Maschinenbauer haben ihren Fokus geschärft, die Kernkompetenzen ausgebaut, klassische Produktlinien komplett überarbeitet, Serviceleistungen (wie v. a. bei Heidelberger Druckmaschinen) enorm ausgebaut und können nunmehr wie in Teil 2 aufgeführt durch Kooperationen mit Digitaldruck-Technik-Konzernen integrierte Gesamtlösungen (Mix von Offset- und Digitaldruck inkl. integrierter Prozesssteuerung) anbieten.

Vereinfacht dargestellt: Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat ihren Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Damit ist man als Druckereibetrieb dem Zwang entkommen, sich ultimativ für das eine (Offset/Flexo) oder das andere (Digitaldruck) entscheiden zu müssen. Und kann bei gewohnten Lieferanten alles aus einer Hand bekommen. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone)-Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt. Dazu sind enorme Anstrengungen nötig, wie sich am Beispiel des Imaging-Konzerns Canon auf der drupa 2016 ablesen lässt. Siehe: ValuePublishing drupa 2016 Review, Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“).

Wie Anleger und Experten aus dem Finanzbereich urteilen

Durch die drupa 2016 ergab sich öffentlichkeitswirksamer als früher ein klares Bild, warum und aus welchen Gründen die ‚traditionellen‘ Drucktechniklieferanten Wachstumschancen haben. Nachfolgend einige Auszüge aus Kommentaren von deutschen Aktien- und Anlageexperten zu Heideldruck und KBA:  

„Koenig & Bauer und Heideldruck profitieren von Analystenlob – Eine positive Analystenstudie hat am Donnerstag die Aktionäre der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer und Heidelberger Druck erfreut. Quelle: Wallstreet Journal/Nachrichtenagentur: dpa-AFX, 18.08.2016.

„Dennoch sehen noch immer einige Investoren die Druckindustrie als strukturell sterbende Branche an – ein Fehler!“

Quelle: Der Aktionär mit Review von KBA: Druckmesse Drupa startet – das müssen Anleger wissen!

„… neuen Gesellschaftsstruktur [von KBA] steht die strategische Weiterentwicklung der Gruppe und das Wachstum in Zukunftsmärkten wie dem Verpackungs- und Digitaldruck im Fokus…“

„…Vor allem im Verpackungsdruck, der bereits für rund 70 Prozent der KBA-Erlöse steht, will der Vorstand Marktanteile gewinnen…“

Quelle: http://www.deraktionaer.de/aktie/displayAction-245310.htm

„Heidelberger Druck: Chance von 100 Prozent — Der Aufwärtstrend ist intakt. Der Auftragsbestand ist deutlich gestiegen. Analysten sind zuversichtlich.“

„Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist seit vielen Jahren ein wichtiger Anbieter und Partner für die globale Druckindustrie. Das Portfolio des Unternehmens fokussiert die Wachstums-Bereiche der Branche. Es basiert auf Equipment, Service und Verbrauchs-Materialien.“

„Mit einem für 2017 geschätzten Gewinnvielfachen von 8,4 scheint die Aktie der Heidelberger Druck günstig gepreist. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Heidelberger Druck von 3,20 auf 3,10 Euro gesenkt, stuft die Aktie aber weiterhin mit ‚Buy‘ ein.“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Ingmar Königshofen, Geschäftsführer FSG Financial Service Group 31.08.2016.

„Heidelberger Druck: Langsam wieder vielversprechend. Aber auch fundamental ist der Wert durchaus wieder aussichtsreich. Die Erholung des Konzerns verläuft bislang nicht linear, sondern in Wellen. Von zwischenzeitlichen Rückschlägen sollte man sich daher nicht zu stark irritieren lassen.“

„Dass der übergeordnete Trend stimmt, zeigt der starke Auftragseingang zur Branchenmesse drupa. Es ist durchaus möglich, dass der Konzern dies angesichts eines rundüberholten Portfolios in eine nachhaltig höhere Dynamik mit besseren Margen ummünzen kann.“

„Die Analysten jedenfalls glauben an die Story (…).“

Quelle: Wallstreet Journal, Gastautor Holger Steffen, Chefredakteur Aktien-global.de, 31.08.2016.

 

Zwischenergebnis

Anleger und die Börse honorieren demnach den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck, die sich beide komplett neu aufgestellt haben und mit der frühzeitig einsetzenden vor-drupa-Kommunikation seit Ende 2015 transparent machten, wie sie ihren jeweiligen Weg angehen. Gute Verkaufserfolge auf der drupa 2016 konnten bestätigen, dass im Markt ankommt, was beabsichtigt war. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung. Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato kaum positiv ausgewirkt.

 


 

handelsblatt-pre-drupa-2016

Die Wirtschaftspresse wie z. B. das Handelsblatt sieht KBA und Heideldruck im Aufwind.

Im Vergleich: Positionierung, Strategie und Perspektiven von KBA und Heideldruck

KBA und Heideldruck sind zweifellos die weltweit traditionsreichsten Hersteller von Drucktechnik und stehen im direkten Wettbewerb. Dennoch sollte man beide Firmen nicht über einen Kamm scheren.

KBA

KBA positioniert sich seit jeher als exklusive, kundennahe Technikschmiede mit klarem Fokus auf vertikale Märkte. Weltweit gilt KBA als Nummer 2 hinter Heideldruck. Jahrzehnte lang hat man sich vor allem per Rotationsdruck-Produktionsanlagen auf Zeitungs- und Magazindruck spezialisiert und daneben Premium-Bogenoffsetdruckmaschinen gebaut, gerade auch im Großformat. Strukturelle Veränderungen im Printmedien- und Verlagsgeschäft brachten einen drastischen Einbruch: Der Haupt-Umsatzbringer Zeitungs-/Magazindruck kippte weg.

Die 2015 abgeschlossene Re-Organisation und Neuausrichtung zielten erfolgreich darauf ab, neue vertikale Märkte zu besetzen: Das Geschäft im Verpackungsdruck soll laut KBA für 70 Prozent des Umsatzes sorgen. Im Juli 2016 erfolgte durch Akquisition des Stanzmaschinenherstellers Iberica der Einstieg in Druckweiterverarbeitungslösungen für Verpackungskunden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 wird bei einem Konzernumsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro eine EBT-Rendite von 4 Prozent erwartet. Mit einem Kursanstieg von 38,9 Prozent in den ersten sechs Monate des Jahres 2016 entwickelte sich die KBA-Aktie deutlich besser als der DAX (-9,9 Prozent) und der SDAX (-3,5 Prozent).

Das Angebot von KBA gliedert sich seitdem in drei Segmente (Zahlen beziehen sich auf das 1. Halbjahr 2016)

  • Segment Sheetfed (Bogendruck): >22 Prozent Wachstum bei 291,7 Millionen Euro Umsatz und 8,6 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Special (v. a. Wertpapierdruck und flexibler Verpackungsdruck): >37 Prozent Wachstum bei 233,9 Millionen Euro Umsatz und 20,1 Millionen Segmentgewinn.
  • Segment Digital & Web (industrieller Digital- und Rotationsdruck): >75 Prozent Wachstum bei 64,5 Millionen Umsatz und -0,9 Millionen Segmentgewinn.

Quelle: Konzernzwischenbericht 1. Halbjahr 2016 

 

Bolza-Schünemann

Der Vorstandsvorsitzende von KBA, Claus Bolza-Schünemann, war 2016 Präsident der globalen Leitmesse drupa. Foto: Andreas Weber, während der VDMA pre-drupa Pressekonferenz am 4. April 2016 in Frankfurt am Main.

Chancen

In seiner vertikalen Ausrichtung mit fokussierter Kompetenz folgt KBA der Vorstellungswelt der etablierten Druckbranche und kann dadurch mittelfristig kontinuierlich wachsen, ohne das Geschäftsmodell verändern zu müssen. Die Öffnung zum Digitaldruck durch Kooperationen wie z. B. mit HP und Xerox wertet das Portfolio auf.

Herausforderungen

A) Der hohe Auftragseingang fordert die durch die Re-Organisation verschlankten Produktionskapazitäten stark, was die Lieferzeiten verlängert.
B) Um maßgeblich Entwicklungen und Möglichkeiten von Print im Digitalzeitalter zu antizipieren und zu beeinflussen, hat es KBA bis dato versäumt, sich Expertise im Bereich IT/BigData/Cloud/E-Commerce/Multichannel in Verbindung mit Print zu verschaffen. Es fehlt der Blick über den Tellerrand.

 


 

Heideldruck

Branchenprimus Heideldruck positioniert sich seit Jahrzehnten als Allrounder für die gesamte Druckindustrie und besitzt die stärkste Strahlkraft als Marke, gerade auch bei den wichtigsten Kunden der Druckereien. Pre-Media-, Workflow- und Druckweiterverarbeitungslösungen ergänzen die Drucktechnikangebote mit einem Weltmarktanteil von rund 40 Prozent im Bogenoffsetdruck. Hinzu kommen vor allem Services (inkl. dem Vertrieb von Verbrauchsmaterialien) sowie Prozess- und Geschäftsmanagement-Support, die bereits 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

In dem Bestreben, es allen recht zu machen, hatte man sich bei Heideldruck verzettelt und wurde nach 2008 durch die Krise der Druckbranche in den Abwärtsstrudel gezogen. Nach der drupa 2012 wurde das Unternehmen verschlankt, neu fokussiert und besser auf die Bedürfnisse der global und industriell ausgerichteten Kunden ausgerichtet. Darunter zählen vor allem auch Kunden aus dem Online-Print-Sektor sowie dem Verpackungs- und Etikettendruck; im Verpackungs- und Etikettenmarkt nimmt Heideldruck seit langem eine führende Rolle ein (mit über 700 Millionen Euro Jahresumsatz für seine Packaging-Lösungsangebote, darunter auch die Gallus-Produktlinie für Labelprinting).

Mit dem 4D-Printing hat Heideldruck gemäß den Marktanalysten von Gartner als erster Drucktechnikhersteller eine von rund zwei Dutzend „Emerging Technologies“ marktreif für Kunden platziert. Quelle: Gartner: Hype Cycle for Emerging Technologies, July 2016 

Die Marketing- und Kommunikationsleistung von Heideldruck hat sich sichtbar verstärkt. Gemäß dem induxx Industrieplattform-Ranking steht Heideldruck im „Gesamtranking Social Media B2B an der Spitze bei Druck- und Papiertechnik“. Quelle: induux.com Zudem wurde Heideldruck für innovative Softwareanwendungen mit dem ›Digital Leader Award‹ ausgezeichnet. Quelle: Digital Leader Award 2016 – Heidelberger Druckmaschinen AG — Weltmarktführer bei Druckmaschinen baut mit Big Data seine Wertschöpfungskette aus

 

computerwoche-heideldruck-digital-leader-award-2016

 

Heideldruck unterscheidet mit Heidelberg Equipment und Heidelberg Services zwei Haupt-Segmente mit jeweils rund 50 Prozent Umsatzanteil. Das Geschäftsjahr von Heidelberg schließt zum 31. März ab. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 betrug 2,51 Milliarden Euro; Gewinn vor Steuern (EBITDA) 189 Millionen Euro, Ergebnis nach Steuern 28 Millionen Euro.  Quelle: Geschäftsbericht 2015/2016. Der Umsatz 1. Quartal 2016/2017 betrug 486 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBITDA) 1 Million Euro, das Ergebnis nach Steuern -37 Millionen Euro. Quelle: Zwischenmitteilung Q1 2016/2017.

Für das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 wird ein Umsatzplus von 4 Prozent erwartet, um dem Erreichen der 3 Milliarden Euro-Grenze und der Steigerung des Netto-Gewinns plangemäß näher zu kommen. In Jahresfrist schwankte der Aktienkurs zwischen 2,80 und derzeit leicht über 2,10 Euro. Moody’s erhöhte den Ausblick auf ‚positiv‘, das Rating wurde mit B3 bestätigt. Zum Ausblick siehe Bericht zur Hauptversammlung vom 28. Juli 2016.

Heideldruck hat damit erfolgreich den Schritt vollzogen, nach der Restrukturierung mit Kosteneinsparungsmaßnahmen, sein Geschäft wieder dynamisch auszuweiten. Das erweiterte Portfolio sowie der Fokus auf Digitalisierung und Services reduzieren die Abhängigkeit vom naturgemäß zyklisch verlaufenden Druckmaschinenverkauf, was der Stabilität des Aktienkurses künftig zu gute kommen sollte.

 

Heideldruck-Video: „drupa 2016: Smart Print Shop – Smart Services – Smart Collaboration“ 

 

Heideldruck treibt die Digitalisierung der Branche aktiv voran und macht das drupa-Motto ›Simply Smart‹ zum langfristigen Programm. Die wichtigsten Aspekte:

  • Wandel vom Maschinenbauer zum Innovationstreiber für die Kommunikation mit Print im Digitalzeitalter
  • Kunden werden industrielle Druckproduktionstechniken PLUS Digitalisierungs-Know-how auf breiter Basis zur Verfügung gestellt.
  • Intelligente Automatisierung im Offsetdruckbereich: Mit ›Push to Stop‹-Philosophie und autonomem Drucken prägt Heidelberg maßgeblich die industrielle Druckproduktion der Zukunft.
  • Digitaldruckportfolio ›Fire‹ soll einen Wendepunkt für die Branche markieren – und ist komplementär und vernetzbar mit den Offsetdruck-Lösungen nutzbar.
  • Automatisierung der Geschäftsprozesse durch innovative, Cloud-basierte Servicelösungen via Informations- und Serviceportal ›Heidelberg Assistant‹ (auf der drupa 2016 mehr als 5.500 Neukunden für Heidelberg eShop). Quelle: Heideldruck Zwischenbericht Q1 2016/2017. 

Chancen

Zum ersten Mal wurde durch Heideldruck eine plausible, ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print erarbeitet, die der industriell ausgerichteten Druckbranche ermöglicht, die digitale Transformation erfolgreich zu bewältigen. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung einbezogen.

Herausforderungen

A) Die neue Firmenpositionierung und -strategie weicht von bekannten Mustern ab, ist hoch komplex und daher nicht für jeden sogleich verständlich. Denn das Maß aller Dinge sind nicht mehr wie bisher Maschinenverkäufe. Extern (Markt, Anleger, Presse, Kunden) wie auch intern (mindestens noch rund 25 Prozent der Mitarbeiter, die in hohem Maße den Kulturwandel bewältigen müssen) bestehen Verständnislücken.

B) Neue, auf Interaktion ausgerichtete Vertriebsimpulse sind nötig, um beim Go-to-Market die Innovationskraft des Portfolios/Leistungsangebots noch besser zu nutzen.

 


 

Fazit

  • Die Mehrzahl der Techniklieferanten für Druckereien liefert Silo-artig nur Module und/oder Einzellösungen zur Optimierung der bestehenden Produktionstechniken. Sie entsprechen dadurch nur selten den Anforderungen der digitalen Transformation. Denn es sind ganzheitliche Lösungen nötig, die sich auf alle Produktions- wie auch sämtliche Geschäftsprozesse beziehen.
  • Reine Digitaldrucktechnik-Hersteller respektive -Lieferenten haben verstärkten Aufwand, vor allem, wenn sie nur auf Verdrängungswettbewerb durch Substitution aus sind. HP und Xerox haben das im Ansatz verstanden und suchen Kooperationen. 
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei m. E. Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.

Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der industriell ausgerichteten Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 


 

valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-2-001

Resümee und Gesamt-Fazit der dreiteiligen ValueTrendRadar-Analyse

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize. Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig.

Print steht so gut dar wie noch nie zuvor und hat den Anschluss an das Digitalzeitalter gefunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich. Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung. Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer! Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.

Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

 


 

Für weitere Information bitte Kontaktformular ausfüllen. 

Bei Bedarf sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

ValuePublishing ValueTrendRadar Analysis 2016 2.001.jpeg

Hochattraktiv für Start-Ups wie PastBook, Amsterdam: Print in Kombination mit Social Media erschließt weltweit neue Kundengruppen. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Executive Summary der Analyse von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch den Kommentar zur Analyse!  |  English Version

 

Nicht nur an den Börsen, sondern v. a. bei professionellen Investoren ist Print ein zunehmend relevantes Thema. 

Aber: Für Aussenstehende resp. Branchenfremde tun sich im Detail viele Fragen und sogar Widersprüche auf; es ist fast unmöglich, sich aus dem Stand einen Überblick über die Lage von „Print als Business“ zu verschaffen. Der Grund: „Print is big“ – mit rund 898 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2015 (ca. 830 Milliarden Euro).

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 


1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung

  • Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!
  • Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können.
  • Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens!
  • Aber: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!
  • Die Zukunft von Print wird getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.
  • Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

Der Weltmarktführer bei Online Print, CIMPRESS, hat mit seinem neuen Headquarter an der US-Ostküste einen kreativen Tempel für die Kunst des Druckens geschaffen, der talentierte Digital Natives als Mitarbeiter anzieht. Fotos: Screenshots aus Architektur-Video vom mp-architects. 


2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro).
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber.
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau.
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

  • Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angeboten konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind.
  • Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen.
  • Aber: Die Traditionskonzerne Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und sich komplett erneuert.
  • Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat einen Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone-)Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt.
  • Anleger und die Börse haben den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck zur drupa 2016 honoriert. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung.
  • Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt.
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.
  • Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der globalen Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der digitalen Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 

 


Für weitere Information bitte Kontaktformular ausfüllen.

Neben der Studie sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-001

Die Print-Branche ist eine der größten und nachhaltigsten der Welt. Innovationen wie 4D Printing sehen die Marktforscher von Gartner als wichtigen Treiber innerhalb der ‘Emerging Technologies 2016’. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main.

Ein Kommentar von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch die Zusammenfassung der Ergebnisse. | English Version

Durch ValueTrendRadar-Analyse „Perspektiven in der Wertschöpfung mit Print“ liegt erstmals eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des globalen Print-Geschehens vor. Aus gutem Grund liegt ein besonderer Fokus auf Deutschland, da hier die moderne Druckbranche ihren Ursprung fand. Aber auch die globale Sicht kommt nicht zu kurz.

Die hohe wirtschaftliche Bedeutung von Print als einer der global größten und mithin nachhaltigsten Branchen ist evident, da Print unverzichtbar ist. Die (teils unvermuteten) Wachstumstreiber Online-Handel, Online Print sowie 4D Printing und als Königsdisziplin der Verpackungs- und Etikettendruck schaffen für viele lukrative Anreize.

 


valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-003


 

Entsprechend ist der Technologie-, Innovations- und Investitions-Aufwand riesig. Bei der Positionierung der Techniklieferanten trennt sich die Spreu vom Weizen. Die gemäß ihrem Selbstverständnis als „Erneuerer“ von Print auftretenden reinen Digitaldrucktechnik-Hersteller reüssieren mit ihrer Substitutions-/Verdrängungs-Strategie nicht wie vorausgesagt, da auch nach 25 Jahren keine hohen Marktanteile gewonnen wurden; das Wachstum ist zwar hoch, aber auf extrem niedrigen Niveau.

Das Gros der Druckvolumen wird durch konventionelle Techniken in modernisierter Form produziert.

Denn die deutschen Maschinenbau-Traditionsfirmen (mit Heidelberger Druckmaschinen AG als Branchenprimus an der Spitze) haben sich neu erfunden, den Digitaldruck erfolgreich in die Offsetdruck-Welt integriert und die Schrittmacherrolle bei der Neupositionierung von Print übernommen.

Das Ziel: Die digitale Transformation des industriellen Drucks ermöglichen, mit dem Fokus auf Wachstumsmärkten und agilen Top-Kunden. Autonomes Drucken, Automatisierung und Standardisierung aller Prozessschritte — vom Online Print bis zum E-Commerce — ist möglich.

Dazu bedarf es mehr als nur Technik-Innovationsmöglichkeiten; vor allem wird profundes Know-how benötigt zur integrierten Kontrolle und Steuerung über die gesamte Printproduktions-Wertschöpfungskette hinweg — und das im Kontext mit den Paradigmen der Digitalisierung.

Das reicht vom „digitalen“ Geschäftsmanagement bis zu neuen, Cloud-basierten Leistungsangeboten und Services, die ein innovatives Go-to-Market und eine auf Interaktion abzielende Vertriebskommunikation erfordern.

 


valuepublishing-valuetrendradar-analysis-2016-002


 

Vor der Kür kommt die Pflicht

Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!

Denn die Zukunft von Print wird wie dargelegt getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.

Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen, die Print im Kommunikationsmix auch nach über 500 Jahren noch attraktiv bleiben lässt.

 


Bei Interesse und für weitere Informationen zur ValueTrendRadar-Analyse bitte Kontaktformular ausfüllen.

 

valuepublishing-mike-hilton-news-review-19092016-001

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 16 September 2016

Welcome to another roundup of 27 news articles posted during the past week, plus one new addition to Online Features from KBA in Nuremberg, with a new long perfector with coating and nine inking units at L/M/B Louko, which scooped this year’s ‘Top Innovator of 2016’ award in Germany.

Then we have Laurel Brunner back with her latest Verdigris environmental Blog, which this week looks at Plastic Dreams. Following which is Nessan Cleary’s very latest Wild Format Technology Guide which explains the basics of the printhead – the heart of an inkjet printer and directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. This is the ninth article in this new series from by Laurel Brunner, Nessan Cleary, Sonja Angere and Paul Lindström at Digital Dots. All of which can be downloaded as PDFs, with almost 40 still to follow over the coming ten months or so.
On Monday we also announced the first in a new series from Andreas Weber at ValuePublishing entitled ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up Scotty’. The article is an overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with Muchcommunication.
Our news this week again comprises a completely mixed bag. We have tried to carry all of the current and imminent show-related articles for you which include announcements regarding Photokina in Cologne; from Labelexpo Americas and SGIA Expo which took place last week you will find announcements from EFI, Cerm, Ultimate, Durst, HP, Agfa, Presstek and Xeikon; then we have the agenda for the Inkjet Conference 2016 taking place in Neuss from 4 – 6 October; followed by ProImage, Scodix, KBA, Goss and Presstek at Graph Expo 2016, which opens this coming weekend.
Leading the news on Tuesday: Esko announced more than 120 free online training sessions to be available in a choice of five languages to help Esko’s global customers get the most out of their new software. You’ll find all the details in the article below with links to be able to register.
News leaders this week included Wallpaper Magazine with HP Indigo on Monday teaming up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month. On Wednesday we had HP Inc announce its acquisition of Samsung’s Printer Business, with the aim of disrupting the copier segment by reinventing and replacing service-intensive copiers with superior multifunction printing technology.
Recent sales and installations successes began on Monday with Manroland Sheetfed at Dongguan Xincai Packaging in China; Tuesday saw Heidelberg at Newnorth Print in the UK with the very latest Stahlfolder KH 82 combination model with Palamides delivery; then Esko in Brazil with the milestone 3000th CDI – a CDI Spark 5080 for trade house Clicheria Blumenau – its fifth Esko CDI.
Among the various articles you will find quite a bit of new kit, including EFI with an enhanced Jetrion for labels; Mimaki with new wide-format inkjet direct sublimation for textiles, combining printing and heating for colour fixation into a single footprint; also HP with a new Latex Printer series at SGIA on Friday.


My tailender for the week from Tuesday’s headlines is the Blog Post relating to the K-Show (the world’s number one event for plastics and rubber) from 19 – 26 October in Düsseldorf: by Chris Winczewski at X-Rite Pantone. Not exactly printing as such, but extremely interesting and related – since X-Rite and Pantone and colour control are so closely related to our own industry, and the K-Show is becoming more relevant as production boundaries become blurred in our fast changing world.


That’s it until next time. 

My best regards, 

Mike Hilton

Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 12 September…   
Wallpaper* and HP customise commemorative posters
HP Indigo and Wallpaper* magazine team up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month…

ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up, Scotty!’
This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert…

Sawgrass: The Art of Sublimation at Photokina 2016
Sawgrass will showcase its full portfolio of sublimation solutions from 20 to 25 September 2016 in Cologne…

Contact Originators is now a Flint FlexoExpert in the UK
Based in Bredbury, Stockport, the beta customer has successfully passed through the FlexoExpert certification programme…

Dongguan Xincai Packaging adds 10-colour Roland 700
Forward-thinking Dongguan Xincai Packaging in China puts its faith in the Roland 700 with coating, UV and InlineFoiler…

Tue 13 September…   
Esko launches global series of free training Webinars
More than 120 free online training sessions help Esko customers to get the most out of new software…

TheIJC 2016 in Neuss unveils extensive agenda
With just over two weeks to go, the The Inkjet Conference confirms the most involving agenda in the event’s history…

Bespoke training course for apprentice ink technician
Gilmour and Dean Limited work with Attain Training in the UK to expand and invest through apprenticeships…

Newnorth Print adds automated Stahlfolder KH 82
Newnorth increases its B1 folding capacity with combination model with Palamides Alpha 500hd delivery…

Mimaki’s new direct sublimation printer for textiles
The Tx500P-3200DS wide-format solution combines printing and heating for colour fixation into a single footprint…

Wed 14 September…   
HP to acquire Samsung’s Printer Business
Aim is to disrupt copier segment, and to reinvent and replace service-intensive copiers with superior multifunction printing technology…

EFI unveils latest Jetrion 4950LXe LED inkjet and ERP
EFI debuts enhanced Jetrion label inkjet production and ERP Workflow innovations at Labelexpo Americas in Rosemont…

Cerm at Labelexpo Americas 2016
Inspiration and Collaboration will be a central theme for Cerm at Labelexpo Americas in Rosemont, from 13 – 15 September…

Ultimate TechnoGraphics brings AutoNesting to SGIA
Ultimate TechnoGraphics to showcase Impostrip’s latest AutoNesting in Las Vegas from 14 – 16 September 2016…

ProImage to launch latest workflow at Graph Expo 2016
ProImage has announced the launch of its new generation of newspaper production workflow: NewsWay-X…

Thu 15 September…  

Esko’s 3000th CDI to Clicheria Blumenau in Brazil
The CDI Spark 5080 and software solutions package, and its fifth CDI, supports the leading trade shop’s plate production…

Durst uses Labelexpo to push its label capabilities
Durst uses Labelexpo Americas to announce important steps forward in the capabilities of its label products…

EFI Armor UVF clear coat on display at SGIA Expo
EFI non-yellowing Armor clear coat extends Avery Dennison textured wall films durability to five years…

X-Rite Pantone: Plastics focus for K-Show 2016
Blog Post relating to the K-Show 19 – 26 October: By Chris Winczewski, corporate strategy and innovation exec at X-Rite Pantone…

KBA’s new VariJET 106 sheetfed hybrid Powered by Xerox
New modular hybrid press for folding cartons integrates KBA Rapida platform with Xerox inkjet technology: intro at Graph Expo…

Fri 16 September…   
Scodix drupa success to flow into Graph Expo 2016
Coming off drupa, where Scodix sold over 150 presses, adoption of Scodix digital enhancement is in full swing worldwide…

Goss International and Presstek at Graph Expo 2016
Goss, Presstek and Contiweb to showcase their latest product innovations and partnership success…

Agfa outshines competition in UV flatbed and hybrid
Agfa Graphics wins three Product of the Year awards for inkjet technology for second year in a row at SGIA Expo 2016…

HP unveiled its new Latex 300 Printer series at SGIA
New HP Latex 315, 335 and 365 printers help customers gain affordable access to more application opportunities…

EFI at the 2016 SGIA Expo in Las Vegas this week
A complete portfolio and new market opportunities highlight EFI’s mission and passion to fuel customer success…

Xeikon Laser Die-cut Unit at Labelexpo Americas
Self-adhesive label converting affordable as short runs made easy with Xeikon Laser Die-cut Unit (LDU)…

Presstek Zahara plates at Labelexpo Americas
Codimag demonstrated the benefits of chemistry-free, waterless offset live with Presstek’s Zahara plates…

Last lead articles from Friday in previous update… 

AVT and HP Indigo at Labelexpo Americas 2016
Visitors will be able to see advanced integration between AVT and the HP Indigo 8000 and 20000 digital presses…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2020 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
Only 35 so far this year, with well over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years in our Archives.

Downloads 2016 Chapter 01

Previous…   
Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Online Features Sep/Oct Chapter 07

L/M/B Louko in Nuremberg adds long KBA Rapida 106
Print industry’s top innovator invests in KBA Rapida 106 with nine inking units, perfecting and coater…

Previous…   
First Swing sponsored by Canon South Africa
The benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, showcased in action at Zwartkop Country Club…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Plastic Dreams
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 16 Sep

Previous…   
Standards for Sustainability
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 Aug

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first four can be found in this special section on the Website, listed in the Index on the Home Page. All have PDFs for downloading.

Latest No 9… The basics of printheads
In many respects the printhead is the heart of an inkjet printer, directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. By Nessan Cleary

5… Where Do You Start your Wild Format Project?
The range of what’s possible with digital inkjet technology just keeps on growing. There are so many production options to choose from… By Laurel Brunner

6… Wide format Inkjet Basics
Wide format printing has grown at an astronomical rate over the past decade, mainly because it can cope with a growing range of applications. By Nessan Cleary

7… To Judge a Book by Its Cover
Despite the old proverb, humans are prone to judge their fellow man by first impressions, so appearances are important. By Sonja Angerer

8… Workflow Basics for Wide Format Projects
While the creative part of a printing project involving wide, or very, very wide-format production should be unrestrained and ‘wild’ (allowing yourself to think out-of-the-box). By Paul Lindström

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Most recent…   
Let your imagination fly at FESPA Eurasia 2016
Speciality print exhibition returns to the CNR Expo in Istanbul, Turkey for the fourth year in December…

Exhibitors present latest technologies at FESPA Mexico
New products and technologies for wide-format, digital and screen print, garment decoration, signage, software and consumables…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

Our Website urls are:

http://www.graphicrepro.co.za
http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

valuepublishing-mike-hilton-news-review-12092016-001

One of the top exhibitors: Leonhard Kurz at Luxe Pack in Monaco from 21 – 23 September

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 09 September 2016

Welcome to another roundup of news articles posted during the past week. You will find quite a nice selection below, including upcoming appearances at various events led by Leonhard Kurz at Luxe Pack in Monaco from 21 – 23 September (on Monday); Sun Chemical at K 2016 in Düsseldorf from 19 – 26 September (Tuesday); Toray at WAN-IFRA’s World Publishing Expo in Vienna from 10 – 12 October; EFI at Graph Expo in Orlando from 24 – 26 September; and then Industrial Inkjet (Konica Minolta) at Labelexpo Americas in Rosemont from 13 – 16 September (all on Wednesday). Then we have Fujifilm at InPrint 2016 in Milan, from 15 – 17 November; and Spandex at the Print Show from 11 – 13 October at the NEC, Birmingham (on Thursday); and finally AVT and HP Indigo with advanced integration to be shown live for the first time at Labelexpo Americas 2016 (leading the news on Friday).

One article in Online Features not to be missed this week came from Canon South Africa, highlighting the benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, and showcased in action at the Zwartkop Country Club near Pretoria. Please don’t skip it. The four latest Wild Format Technology Guides are also complete, with links below. A key software announcement this week from Esko on Monday, with a new clean-sheet design of ArtPro+ which brings fresh innovation to packaging design and prepress with its native PDF editor. On Thursday you will find the latest additions to the new high performance Select flatbed inkjet series from Fujifilm; while on Friday, FFEI introduces both an extended colour gamut and linerless label production for its hybrid Graphium press, enabling converters to address new sectors digitally.


Of particular interest on an environmental note this week on Wednesday, is Brunel Print which claims to be the first UK printer to make all its production carbon neutral without customers incurring a charge for it. This article is by Gareth Ward at the Print Business. I thought those with an environmental interest ought to see it. This was followed by UPM and leading the news on Thursday, as it retains its industry leader position in the Dow Jones Sustainability Europe Index for the fifth time in a row. Major sales and installations this week began on Tuesday with Sexton Printing, which expects a 40 per cent increase in productivity with its new Speedmaster XL 75-5+L from Heidelberg; from Healeys, as it meets increased demand for A4 property brochures with an investment in a Horizon landscape bookletmaker; and from York Repro-Graphic as it turns to Asahi’s AWP flexographic plates for fixed colour palette printing – all three are based in the UK. On Wednesday, KBA North America announced a flood of orders and installations for East Coast printing companies; while on Friday to finish the week in style, Fine Print UK is taking the LE-UV route with its latest £1m high-specification Speedmaster XL 75-5 LE-UV investment; while Rotolito Lombarda group has expanded its digital production capabilities with a new HP Indigo 12000 Digital Press in Milan, Italy; KBA announced a large-format Rapida 164 with coater and triple delivery extensi on for Printcenter Eesti in Maardu, Estonia; and lastly: Kase Printing in North America is set to install an automated Stahlfolder TH 82 6/6/4 (debuted at drupa) to complement its two existing Heidelberg Speedmaster XL 105 presses. There’s a lot more if you scroll down carefully including what SPGPrints is doing in Kufstein, Austria; but as my tailender for this week: Xeikon announced on Friday that it has promoted Filip Weymans who previously served as director segment marketing Labels & Packaging, to vice president marketing at Xeikon. Congratulations Filip on a nice reward for all the effort and hard work.

That’s it until next time.

My best regards,

Mike Hilton

ValuePublishing Transformation 22082016.001

Don’t miss to read “Transformation — “Beam me up, Scotty”  by Andreas Weber. A brillant and inspiring ValueTrendAnalysis report.


Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 05 September…   
Leonhard Kurz at Luxe Pack Monaco 2016
Packaging trends and a host of ideas for current and future product finishing innovations, 21 – 23 September…

Esko’s completely redesigned ArtPro+ improves productivity
Esko’s new clean-sheet design ArtPro+ brings innovation to packaging design and prepress with native PDF editor…

EFI announces new DFE for Konica Minolta
New EFI Fiery Digital Front End provides higher performance for Konica Minolta bizhub press 1052e and bizhub press 1250e/P…

Apex to provide anilox service to KBA Cortina users
KBA and Apex start cooperation for the reconditioning of anilox rollers for waterless Cortina web presses…

SPGPrints to boost manufacturing capacity in Kufstein
SPGPrints invests in manufacturing expansion in Kufstein, Austria for production of the Javelin textile printer…

Tue 06 September…   
Sun Chemical and Coates Screen Inks at K 2016
Sun Chemical to launch latest generation compliant ink at K 2016 from 19 – 26 October in Düsseldorf…

Manroland Web Systems hosts Mohn Media apprentices
35 apprentices from Mohn Media visited the production Manroland Web Systems’ site in Augsburg in August…

Sexton adds Speedmaster XL 75 with Prinect Inpress Control
Sexton Printing expects a 40 per cent increase in productivity with Speedmaster XL 75-5+L from Heidelberg…

Healeys creates new production landscape with Horizon
Increased demand for landscape A4 property brochures prompts Ipswich printers to invest in SPF-FC/200L bookletmaker…

YRG adopts Asahi water wash AWP flexographic plate
York Repro-Graphic Group in the UK turns to Asahi’s AWP flexographic plates for fixed colour palette printing…

Wed 07 September…   
Toray Industries at World Publishing Expo 2016
Toray to show new newspaper waterless offset printing plates, plate chemistry and processors in Vienna in October…

EFI leads the industry in the Must See ‘Ems awards
Eight Graph Expo awards again reflects EFI’s dedication to making customers more competitive and profitable…

Industrial Inkjet Limited at Labelexpo Americas 2016
Label customisation to take a quick step forward for IIJ at Labelexpo with world’s fastest UV inkjet print system…

Brunel makes Carbon Neutral the only way it prints
Brunel Print claims to be the first UK printer to make all its production carbon neutral without customers incurring a charge for it…

US East Coast explodes with new KBA press installations
Key print titans choose KBA for design, intelligent technology, automated solutions, and meticulous engineering…

Thu 08 September…  
UPM listed as the forest and paper industry leader
UPM retains the industry leader position in the Dow Jones Sustainability Europe Index for the fifth time in a row…

EFI appoints GSW South Africa for inkjet portfolio
EFI wide- and superwide-format printers now available from Graphix Supply World in South and Southern Africa and more…

Fujifilm Inkjet technologies at InPrint 2016 in Milan
Fujifilm to demonstrate extensive range of industrial inkjet applications at InPrint 2016, from 15 – 17 November…

Spandex to exhibit at the Print Show 2016
At the NEC in October, visitors will find a wide range of wide-format and sign making equipment and materials…

Fujifilm announces new Acuity Select HS 30 series
Latest addition to the new high performance Select flatbed inkjet series is yet another step up in performance and quality…

Fri 09 September…  
AVT and HP Indigo at Labelexpo Americas 2016
Visitors will be able to see advanced integration between AVT and the HP Indigo 8000 and 20000 digital presses…

Filip Weymans named Vice President Marketing at Xeikon
Xeikon has promoted Filip Weymans who previously served as director Segment Marketing Labels & Packaging…

FFEI Graphium hybrid: Enhanced media handling and finishing
FFEI’s extended colour gamut and linerless label production enables converters to address new sectors digitally…

Fine Print Services elects to go LE-UV with Heidelberg
Fine Print is taking the LE-UV route with its latest £1m high-specification Speedmaster XL 75-5 LE-UV investment…

New HP Indigo 12000 at Rotolito’s Nava Press in Milan
Rotolito Lombarda group has expanded its digital production capabilities with HP Indigo 12000 Digital Press…

Record export from Germany to Estonia for KBA
Rapida 164 with coater and triple delivery extension for Printcenter Eesti in Maardu, Estonia…

Kase to double production with new Stahlfolder TH 82
Kase Printing set to install automated Stahlfolder TH 82 6/6/4 to complement its two Heidelberg Speedmaster XL 105 presses…

Last lead articles from Friday in previous update… 

KBA North America at Graph Expo 2016
KBA to share its dynamic technology, Drupa introductions and new partnerships in Orlando this month…

Digital Information at Graph Expo 2016 in Orlando
Digital Info to launch InkZone Inline fully automated colour measurement and colour control for web offset from 25 to 28 September…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
There were again well over 70 last year, 90 in 2014, and over 90 in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2).

Downloads 2016 Chapter 01

Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Online Features Sep/Oct Chapter 07

First Swing sponsored by Canon South Africa
The benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, showcased in action at Zwartkop Country Club…

Online Features Jul/Aug Chapter 06

New installation for Druckerei Münch in Bayreuth
Further KBA Rapida 105 for the postcard and greetings card specialist in Bayreuth, upper Franconia, Germany…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Previous…   
Standards for Sustainability
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 Aug

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first four can be found in this special section on the Website, listed in the Index on the Home Page. All have PDFs for downloading.

5… Where Do You Start your Wild Format Project?
The range of what’s possible with digital inkjet technology just keeps on growing. There are so many production options to choose from… By Laurel Brunner

6… Wide format Inkjet Basics
Wide format printing has grown at an astronomical rate over the past decade, mainly because it can cope with a growing range of applications. By Nessan Cleary

7… To Judge a Book by Its Cover
Despite the old proverb, humans are prone to judge their fellow man by first impressions, so appearances are important. By Sonja Angerer

8… Workflow Basics for Wide Format Projects
While the creative part of a printing project involving wide, or very, very wide-format production should be unrestrained and ‘wild’ (allowing yourself to think out-of-the-box). By Paul Lindström

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Most recent…   
Let your imagination fly at FESPA Eurasia 2016
Speciality print exhibition returns to the CNR Expo in Istanbul, Turkey for the fourth year in December…

Exhibitors present latest technologies at FESPA Mexico
New products and technologies for wide-format, digital and screen print, garment decoration, signage, software and consumables…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2016,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

ValuePublishing Mike Hilton News Review 25072016.001

Photo @2016: Andreas Weber, ValuePUBLISHING, Mainz/Germany.

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 22 July 2016

Welcome to this week’s roundup of another 30 selected news articles for the week, plus five new additions to our drupa Newsroom from Elitron, KBA-Flexotecnica, Manroland Sheetfed, and SEI Laser; as well as a new entry in Online Features Downloads from Two Sides, as it publishes the findings of its Global Reach Survey 2016, where you will find the introductory article complete with link to download the complete 15-page findings and report as a PDF.


There will no Verdigris environmental Blog for the next couple of weeks as Laurel Brunner is taking a short break. She will be back during the second half of August. I shall also take a break as news is in very short supply due to the main holiday season in Europe and it has been difficult this past week or so to put together a reasonable selection of good newsworthy stuff each day. As with last week’s key news announcements (Xaar on Monday and Screen Europe on Tuesday) I have drawn on the assistance of Gareth Ward at Print Business UK for two key articles again this week, for the Anton Group and Kodak Inkjet announcement on Wednesday; and then for Xerox and RR Donnelley on Friday, in order to bring you up to date with that.


Other news leaders this week came from HP on Monday, with its plans for Photokina 2016 in Cologne in September. Tuesday was led by Canon Europe as it ships Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa to support the Room to Read Literacy Programme. On Thursday, Two Sides took the lead as it announces availability of its Global Research Survey 2016 in PDF format; and while consumers still value print and paper, there are numerous environmental misunderstandings that persist due to a serious lack of awareness, says Two Sides. Please don’t skip it. The 15-page Report is well worth studying for anyone involved with publishing, print and paper wherever you are.

On Friday, management board chairman and CEO of Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Gerold Linzbach, announced that he will not renew his contract which runs until August 2017. Following a successful turnaround of the company, he will not seek to extend his contract and aims at pursuing new professional challenges and will continue to serve the company until the end of his contractual term, to enable the Supervisory Board time to find a replacement.


You will find some new sales and installations announcements below from Andi Druk in the Netherlands, as it invests in the first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet and digital finishing lines for magazine and book production; and also for Manroland Sheetfed in Brazil with another Roland 700 – both on Monday. On Tuesday, Witherbys in London increases automation and output with a new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56; Inci.Flex in Italy becomes the first to automate its flexo platemaking process with Esko’s new CDI Crystal 5080 XPS flexo platemaker, debuted at drupa. We also have Toppan Forms, which is now the biggest Kodak Prosper Inkjet customer in the world, as it adds a fifth Prosper Stream Inkjet press – a Prosper 6000C; while German commercial printer Nino-Druck made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa.

On Wednesday we announced that Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa. This was followed by corrugated packaging printer Grupondunova in Catalonia, which becomes the first Spanish company to invest in the Inca Onset X large-format inkjet flatbed press, complete with ClinchTech Robotics. Then we had Park Communications in the UK, which has added a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds. Thursday saw IBW Industrial Binding in Belgium increase its investment in Muller Martini kit with a new Diamant MC 60 bookline, and an Alegro perfect binder with extremely short changeover times, to use with the new hard-cover line.

On Friday, to round off the week, we included Xerox with early adopters at drupa 2016 snapping up no less than 120 Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more. Then we have Seaway Printing in the U.S., which expects a 50 per cent increase in productivity with its new Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg USA. You will find lots of new kit this week if you check out the news announcements carefully. These include Canon SA on Monday as it launches its new imageRUNNER Advance C5500 series, intelligent multifunctional devices aimed at today’s modern working environment. Xitron on Tuesday. KBA-Flexotecnica on Wednesday, as well as SEI Laser. On Thursday, EFI released Packaging Suite 4.0 debuted and shown at drupa; and then we have KBA with the Varijet B1 Xerox-powered digital press (also from Gareth Ward, Print Business); and then Elitron with three new digital cutting machines which were shown at drupa.

On Friday we have Fujifilm with its new processless plate, the Superia ZD, which is UV-compatible and designed for longer runs. Lastly, from Ricoh South Africa with new wide-format multifunction printer which it is aimed at the CAD/GIS and graphics markets in EMEA.

The tailender for this week: On Monday, Manroland Web Systems opened the doors of its new digital web STORE. So, now you have a 24-hour, fast shopping ability on-line.

That’s all until next time.
My best regards,
Mike Hilton

ValuePublishing Mike Hilton News Review 15072016.002


Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 





Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pages

Mon 18 July…   
HP’s new business growth opportunities at Photokina 2016
Photo finishers and professional Photo labs will experience the new HP Indigo 12000 and new applications from the HP Latex 570…

Sun Chemical at GlassTec 2016 in Düsseldorf
Sun Chemical to present its latest SunVetro offerings at GlassTec 2016, taking place at Messe Düsseldorf, from 20 – 23 September…

The new Manroland web STORE opens its digital doors
The time has come: Having been announced over the past two months and having been greeted enthusiastically…

Fully automated digital inkjet for Andi Druk Netherlands
Andi Druk invests in first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet for magazine and book production…

Brazilian book publisher achieves goals with Roland 700
Multi Marcas Editoriais Ltda (Editora Construir) promotes education and literacy through innovative books…

Canon’s new imageRUNNER Advance C5500 series
Canon SA launches new flagship, intelligent multifunctional devices for today’s modern working environment…

Tue 19 July…   
Canon Europe and Goloseo support Room to Read
Canon to ship Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa for the Room to Read Literacy Programme…

Xitron begins shipments of USB/SCSI Interface
Replaces obsolete SCSI cards in Trendsetter CTP installations with an economical alternative and provide an extended ROI…

Witherbys invests in Heidelberg automation and productivity
Witherbys in London increases automation and output with new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56…

Inci.Flex first with Esko’s CDI Crystal 5080 XPS
Gravure quality with flexo plates coming from an integrated unit that simplifies and automates flexo platemaking…

Japan’s first Kodak Prosper 6000C Press for Toppan Forms
Toppan Forms is now the biggest Kodak Prosper customer in the world with a fifth Prosper Stream Inkjet press…

Nino-Druck targets personalised print with Taopix
The German commercial printer made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa…

Wed 20 July
Anton to become world’s first with new Kodak printhead
Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa…

Ricoh SA appoints head of Production Print Business Group
Ricoh South Africa has appointed Frank de Afonseca to head up its Production Printing Business Group…

The new KBA-Flexotecnica NEO XD LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

SEI Laser: Digital die-cutting and creasing a reality
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

Inca Onset X1 with ClinchTech Robotics for Grupondunova
Corrugated packaging pioneer Grupondunova becomes the first Spanish company to invest in the Onset X…

Park further invests in digital department with Horizon buy
Park Communications adds a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds…

Thu 21 July…   
Two Sides Global Research Survey 2016 available
Consumers still value print & paper, but numerous environmental misunderstandings persist due to a serious lack of awareness…

EFI releases Packaging Suite 4.0
EFI Packaging Suite 4.0, shown at drupa, offers new value for label, folding carton and flexible packaging converters…

KBA takes the modular approach to inkjet
The Varijet was not shown at Drupa, but is KBA’s pitch for the B1 digital press market has its eyes focused on carton printing…

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

IBW enters Hardcover Segment with Diamant MC bookline
IBW Industrial Binding in Belgium increases its investment in Muller Martini kit with a new bookline, and a perfect binder…

Drytac Europe announces enhanced Emerytex
An improved textured anti-slip laminating film for indoor and outdoor applications, including floor graphics…

Fri 22 July…   
Dr. Gerold Linzbach to leave Heidelberg in 2017
Management board chairman and CEO, Dr. Gerold Linzbach will not renew his contract which runs until August 2017…

Deal too far as Xerox rebuffs Donnelley’s approach
RR Donnelley believed there was potential in combining with Xerox’s technology, but Xerox found it an offer they could refuse…

Xerox at drupa: More than 120 initial sales successes
Early adopters at drupa 2016 snapped up Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more…

Seaway adds Speedmaster XL 106 with Inpress Control
Seaway Printing in the U.S., expects a 50 per cent increase in productivity with Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg…

Fujifilm releases the Superia ZD processless plate
Fujifilm announces the addition of new processless plate – Superia ZD – compatible with UV and for longer runs…

Ricoh’s new A1 production printer for CAD/GIS
Ricoh’s new wide-format multifunction production printer aimed at the CAD/GIS and graphic markets in EMEA…

Last lead article from Friday in previous update…  

Last issue’s Friday lead article…
Sappi sustainable packaging solutions at FachPack 2016
Latest innovative sustainable products are designed to minimise the use of fossil-based plastic packaging…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
There were again well over 70 last year, 90 in 2014, and over 90 in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2).

Downloads 2016 Chapter 01

Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Previous…   
e-Commerce, automation and cloud for print
The Internet and World Wide Web have opened up new opportunities for printing, but new challenges too. By Simon Eccles…

Online Features Jul/Aug Chapter 06

Previous…   
L’Imprimerie looks back at its waterless printing strategy
The French daily newspaper Le Figaro has grown its business, thanks to waterless printing and the switch to Toray MX10 plates…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Most recent…   
Green fashion
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 15 July

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016

Wild Format Technology Is All About You
This is the first in a new series of articles explaining how you can use wide-format digital printing technology to produce…

Into the Great Wide Open
Harvesting the powers of modern wide-format digital printing, it is possible to elicit a nod and a smile from even the most…

Industrial Revolution
Printing has always been an industrial process. Done right, productivity continues to rise and costs to fall. But…

Why ink matters for Wide-Format Digital Printing
Choosing the ink and pigments to use in printing has always been a crucial decision, one that is very much related…

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Previous…   
FESPA Mexico 2016 content-rich educational programme
FESPA Mexico educational programme ‘Seek New Horizons in Print’ set to inspire printers from Mexico and Central America..

FESPA to host Digital Textile Conference in Milan
Programme developed with FESPA Italia and leading Italian fashion & textile associations: 30 September 2016…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. You can download each one complete as a PDF…

drupa daily issue No 1 on 31 May 2016
Includes drupa President and Koenig & Bauer chief executive Claus Bolza-Schünemann’s Red Sofa chat with Thomas Fasold…

drupa daily issue No 2 on 1 June 2016
Includes Kodak chief executive Jeff Clarke talking to Darryl Danielli about the business’s evolution and how it’s getting back to its roots…

drupa daily issue No 3 on 2 June 2016
Includes Canon EMEA president and chief executive Rokus van Iperen’s talk with Darryl Danielli about the importance of merging cultures…

drupa daily issue No 4 on 3 June 2016
Includes Landa Digital Printing founder and chairman Benny Landa as he tells Darryl Danielli how he has been retired for 50-plus years…

drupa daily issue No 5 on 4 June 2016
Includes Enrique Lores, HP president of Imaging and Printing talking to Darryl Danielli about growth…

drupa daily issue No 6 on 5 June 2016
Includes Olaf Lorenz, GM of Konica Minolta Business Solutions Europe, as he discusses the KM-C with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 7 on 6 June 2016
Includes Jean-Pascal Bobst, chief executive of Swiss manufacturer
Bobst talking to Darryl Danielli about the importance of family…

drupa daily issue No 8 on 7 June 2016
Includes Eijiro Hori, president of post-press kit manufacturer Horizon sharing his thoughts on the importance of partnerships with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 9 on 8 June 2016
Includes Massivit chief executive Avner Israeli emphasises to Darryl Danielli that printers should embrace the 3D opportunity sooner rather than later…

drupa daily issue No 10 on 9 June 2016
Includes Marabu chief executive York Boeder talking with Thomas Fasold about digitisation in printing and the strengths of screen printing…

drupa daily issue No 11 on 10 June 2016
Includes Wolfgang Kroplunik, head of business development & Western Europe, Uncoated Fine Paper at Mondi, talking with Thomas Fasold about paper and changing requirements in the digital transformation…

drupa 2016 Exhibitors’ show + post-show News
Latest additions – and counting – can be accessed in our drupa Newsroom.

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

KBA-Flexotecnica’s new NEO XD LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

Manroland Sheetfed ‘The Evolution of Print’ at drupa
‘The Evolution of Print’ at the heart of Manroland Sheetfed’s drupa showcase and encapsulating its vision…

They are print: Manroland Sheetfed at drupa
A whole new world of inline print finishes met visitors to the Manroland Sheetfed GmbH stand in Hall 14 at drupa 2016…

SEI Laser digital die-cutting and creasing at drupa
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

Previous…   
Agfa Graphics shone with breaking new technologies at drupa
With its strong showcase of offset and wide-format inkjet solutions, Agfa Graphics underlined its commitment to the print industry at drupa 2016…

KAMA: Efficient short run finishing success at drupa
KAMA successfully launched world’s first folder-gluer for short-run folding cartons at drupa 2016…

Manroland Web Systems’ Digital Workflows at drupa
Continuous improvement in performance with perfectly integrated hardware and software is convincing customers worldwide…

Sun and BASF: ‘Packaging for a more sustainable world’
Sun Chemical and BASF present the potential of their latest solvent-free ink solutions to deliver more sustainable flexible packaging…

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Previous…   
Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa to stick to its proven 4-year cycle
The No. 1 trade fair for print and cross-media solutions to be held in Düsseldorf again from 23 June to 3 July 2020…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

Previous…   
E-commerce, automation and cloud for print
Touch the future. Drupa Expert Article No 9 by Simon Eccles, who over the years he has been editor of eight industry publications. Today he writes white papers and technical reports and contributes regular technical features to many publications…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2016,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

Our Website urls are:

http://www.graphicrepro.co.za
http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mailgraphicrepro.za@gmail.com

#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001


Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

ValuePublishing Mike Hilton News Review 24062016.001

Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 - In Medias Res ValuePublishing REVIEW 2.001

Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

%d bloggers like this: