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ValueTalk — Oliver Zünd: „Langfristiges Denken zeichnet uns aus.“

CEO Talk on Innovation Oliver zünd.002

@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Bildcollage: Andreas Weber. Porträtfoto Oliver Zünd: Zünd Systemtechnik AG.

Es gibt sie nach wie vor, die eindrucksvollen Erfolgsstories. Die Zünd Systemtechnik AG, ein global tätiges Schweizer Familienunternehmen, positioniert sich erfolgreich als der Spezialist für digitale Schneidsysteme. Zünd steht, so das Unternehmen, für Schweizer Qualität und gilt als Synonym für Präzision, Leistung und Zuverlässigkeit

In der Eigendarstellung heisst es: „Seit 1984 konstruiert, produziert und vermarktet Zünd modulare Cuttersysteme und zählt weltweit zu den führenden Herstellern. Die Kunden sind gewerbliche Dienstleister und Industrieunternehmen aus der grafischen Branche, der Verpackungsindustrie, der Bekleidungs- und Lederbranche sowie aus dem Textil- und Compositemarkt. Am Hauptsitz in Altstätten befinden sich die Forschung & Entwicklung, das Marketing und die Produktion des Unternehmens. Nebst den eigenen Verkaufs- und Serviceorganisationen in Hongkong, Amerika, Indien, den Niederlanden und Italien arbeitet das Unternehmen mit unabhängigen und langjährigen Vertriebspartnern zusammen.“

Grund genug für Andreas Weber, per Value CEO-Interview bei Oliver Zünd nachzufragen, worauf die Erfolgsfaktoren seines Unternehmens beruhen.

Warum stellt die Geschichte von Zünd Systemtechnik AG eine Erfolgsstory dar?

Oliver Zünd: Langfristiges Denken zeichnet uns aus. Das verleiht uns mehr Spielraum als quartalsgetrieben kurzfristigen Renditen nachjagen zu müssen. Als 1984 gegründeter Familienbetrieb können wir dies. Wichtig ist für uns vor allem die Nähe zu den Kunden und der Bezug zur Region. 80 Prozent aller Technik-Komponenten kommen aus unserer Gegend, sprich aus einem Umkreis von 30 Kilometern. Zudem sind wir fokussiert. Wir wissen und haben uns darauf spezialisiert, wie man mit einer soliden, modular aufgebauten Produktplattform vertikale und hochspezialisierte Märkte bedienen kann. Die Vorteile: 1. Das Risiko ist besser handhabbar. 2. Der Kunde profitiert; er kann seine Maschinen upgraden und bedarfsgerecht ergänzen.

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration für die weitere Unternehmens- und Produktentwicklung?

Oliver Zünd: Wir setzen auf sehr gut ausgebildete Mitarbeiter und haben eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit insgesamt 40 Mitarbeitern. Das ist für ein Unternehmen unserer Größe ein sehr hoher Anteil. Unsere Strategie ist, bei unserem Geschäft möglichst marktnah zu agieren. Das heisst, unser Geschäft möglichst im Direktkontakt mit den Kunden anzugehen. So bedienen wir die D-A-CH-Region von unserem Hauptsitz in Altstätten aus. Dadurch sind wir nahe beim Endkunden. Vor allem nutzt uns die rege Beteiligung an Fachmessen, unsere Marktsicht aktuell zu halten und Trends auszuloten.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Oliver Zünd: Ein gutes Beispiel stellt die FESPA dar, die Mitte Mai 2015 in Köln stattfand. Hier haben wir einem internationalen Publikum neue Automatisierungslösungen vorgestellt. Wir haben einen hochmodernen Picking Roboter vorgestellt, der im vierten Quartal 2015 erhältlich sein wird. Zudem haben wir den neuen Fräswerkzeugwechsler ARC vorgestellt. Passend zum Material wählt der ARC vollautomatisch den richtigen Fräser. Die Einrichtezeit kann damit massiv reduziert und Bedienfehler ausgeschlossen werden. Das Hauptaugenmerk bei diesen Messen liegt auf dem Kontakt und Dialog mit unseren Endkunden.

Wie verfolgen Sie die Anwendungen Ihrer Produkte und Lösungen – v. a. im Hinblick auf Innovation und Kunden-/Marktnutzen?

Oliver Zünd: Wir arbeiten wann immer möglich bei Innovationen mit Beta-Kunden, die idealerweise in unserer Nähe angesiedelt sind. So können wir Anwendungen wie den Picking Roboter testen und praxisnah optimieren, falls nötig. Bei größeren Distanzen achten wir darauf, dass wir unsere Kunden — über 6000 in 113 Ländern — über den Lifecycle hinweg durchgängig betreuen. Kundenfeedbacks werden gebündelt, so dass wir im Prinzip in spätestens 12 Monaten relevante Anregungen aufgreifen und implementieren können.

Wie schätzen Sie die Entwicklung der für Ihre Kunden wichtigen Print-Herstellung im Digitalzeitalter insgesamt ein?

Oliver Zünd: Das Medium Print hat aus unserer Sicht nach wie vor viel Potenzial. Aber für die Produktionsbetriebe wird der Wettbewerb weiter zunehmen, da die Druckkapazitäten nach wie vor steigen, während sich das Druckvolumen anders verteilt. Durch die Digitalisierung änderte sich die Struktur der Print-Aufträge, insbesondere die Auflagenhöhe pro Job, die stetig kleiner und individualisierter wird. Das kommt uns und unseren Kunden entgegen, beflügelt das Geschäft mit Cutting, gerade durch die individualisierten Printproduktionen. Ideal ist aus unserer Sicht ein Druckereibetrieb aufgestellt, der weiss, wie er mit Digitaldruck neue Kunden ansprechen und neue Märkte erschliessen kann. Insbesondere durch den Einsatz neuer Materialien. Und sich damit über neue Anwendungen mit Hilfe unserer Hochleistungscutter aus der Masse abhebt.

Wenn Sie sich nicht dem Digital Cutting widmen könnten, was würden Sie tun? 

Oliver Zünd: Dann würde ich etwas komplett anderes tun. Vermutlich in einem Sport angesiedelt, der einen rund um die Welt führt. Wobei ich froh bin, dass es so ist, wie es ist, zumal man beim Sport nicht älter werden darf.

Das Gespräch wurde am 10. Juni 2015 von Andreas Weber per Skype geführt. Dank an Daniel Bischof von Zünd Systemtechnik AG für seine Unterstützung. 


ENGLISH VERSION

IMPRESSIONEN VON DER FESPA 2015

Zur Person:

Oliver Zünd (39) übernahm nach seinem Betriebsökonomie-Studium an der Hochschule Chur die Leitung der Bereiche Verkauf und Marketing im väterlichen Unternehmen. Unter seiner Leitung wurde 2004 das Tochterunternehmen Zünd Amerika, Milwaukee, gegründet. Nach zwei Jahren Aufbauarbeit wurde Oliver Zünd 2006 in die Geschäftsleitung der Zünd Systemtechnik AG in Altstätten berufen. 2011 hat Oliver Zünd die operative Geschäftsleitung übernommen. Zurzeit absolviert er an der Universität St. Gallen den Executive MBA in Business Engineering.

Links für weitere Informationen

Zünd im Discovery Channel:
https://youtu.be/jhopvuv5nm8?list=PLlisgYauQkmnqbBQsZwE1ynm52JkYjBjr

Zünd Unternehmensfilm:
https://youtu.be/Y4x70tZbfHM

Zünd Homepage:
http://www.zund.com/de/

Zünd auf Facebook:
https://www.facebook.com/ZundCutter

Zünd Screenshot WeTransfer

Foto: Maschinendetail, Zünd Systemtechnik AG

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