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Tag Archives: Schweiz

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Von Martin Spaar, Herausgeber und Verleger PUBLISHER

Zum 25-jährigen Jubiläum des PUBLISHER versammeln wir auf der Frontseite alle bis heute erschienenen Digitaldruck-Covers. Als wir vor 13  Jahren das erste individualisierte Cover mit einem verschneiten Smart und dem Vornamen des Empfängers auf der Windschutzscheibe brachten, schlug das ein wie eine Bombe. 

Seither demonstrierten 80 Covers mit Digitaldruck- oder Veredelungsspezialitäten die prägende Wirkung der ‚Verpackung‘ und gaben unserer Zeitschrift von Ausgabe zu Ausgabe einen ganz speziellen Auftritt.

Und trotzdem: Auch bei diesem Heft sind mit dem Cover nur gut fünf Prozent des Umfangs digital gedruckt, der ganze Heftinhalt ist wie schon vor 25 Jahren im Offsetdruck produziert. Auch im gesamten Markt fristet der Digitaldruck so gesehen erst ein Nischendasein – Offset dominiert volumenmässig überdeutlich.

Dies dürfte sich jetzt jedoch rasch ändern, indem Rollen-Inkjet-Systeme den Digitaldruck bezüglich Druckleistung in ganz neue Dimensionen katapultieren: Während heute gängige tonerbasierte Systeme gerade mal 80 bis 150 A4-Seiten in der Minute schaffen, sind es bei Highspeed-Inkjetsystemen deren 1000 bis 2000!

Damit stehen wir an einem Wendepunkt zu einer neuen Ära des Publizierens, die auch dem PUBLISHER in einem neuen Zusammenspiel von Print und Digital spannende Perspektiven eröffnet.

Mit der April-Nummer hatten wir schon eine erste Ausgabe 100% digital produziert und Abonnenten die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Inserat zu publizieren; so wurde jedes abonnierte Heft zum Unikat. Und auch für die kommende Dezember-Ausgabe heisst das Motto: 100% digital.

Wie im letzten Editorial schon ausgeführt, möchte ich nächstes Jahr die Verantwortung für diese digitale Transformation unserer Zeitschrift in frische Hände übergeben und damit eine neue Ära in meinem Leben lancieren. 

Dabei möchte ich mich jedoch keinesfalls ganz vom PUBLISHER und der Publishing-Community verabschieden – dafür ist mir beides zu stark ans Herz gewachsen. Aber mit sechzig etwas kürzer treten und auch den ‚analogen‘ Seiten des Lebens etwas mehr Platz einräumen, das darf schon sein!


 

Das Cover der neuen Ausgabe des PUBLISHER.CH

 

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ValueCheck Inkjet Printing.001

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

Prolog

Mein nun auch im ValueBlog publizierter Beitrag zu Inkjet-Printing war redaktioneller Teil einer erfolgreichen Premiere in der Schweiz! Zur 25-Jahrfeier bietet Herausgeber Martin Spaar mit seinem Team die erste, komplett individualisiert im Inkjet-Druck hergestellte Ausgabe. 

 


 

Wir stehen also an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der gedruckten Kommunikation. Denn was Individualisierung bringt und bewirken kann, erleben wir täglich im Web und speziell in den sozialen Netzwerken. Diese digitale Raffinesse verbunden mit der physischen Schlagkraft des Gedruckten hat ein riesiges Potenzial. —Martin Spaar 

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Zur Online-Ausgabe des gedruckten Magazins gehts per Klick!


 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Herstellerseite den Druckereien versprochen wird: Inkjet-Printing ist das Maß aller Dinge und eröffnet neue Märkte und Profite. Stimmt das? Ja und Nein. 

Ja, weil das Inkjet-Verfahren nicht mehr nur auf das Bedrucken von Papier oder Karton abzielt und damit über Nutzungsmöglichkeiten im klassischen Druck hinausführt. Sogar das Bedrucken dreidimensionaler Gegenstände ist möglich, wie z. B. Heidelberger Druckmaschinen und Xerox mit neuen Systemen wirkungsvoll beweisen.

Nein, weil damit einher geht, dass es schlicht nicht stimmt zu behaupten, man könne mit Inkjet-Printing den Offsetdruck ablösen oder aus dem Stand heraus ganz neue Anwendungsbereiche für die Druckbranche erschließen.

Genau hinschauen und abwägen, ist zwingend notwendig, um einen Tanz ums Goldene Kalb zu vermeiden. Hier eine Auswahl meiner aktuellen Beobachtungen: 

  1. Inkjet-Printing für den professionellen, hochproduktiven Druck ist relativ neu. Erfolgreiche Anwender in der Druckbranche lassen sich bis dato mit wenigen Fingern abzählen. Bei allen war der Schlüssel zum Erfolg nicht der Fokus auf die Drucktechnik, sondern auf die Pre-Media-Prozesse sowie das Finishing/die Verarbeitung inklusive Logistik/Distribution. Bestes Beispiel: Peter Sommer und Elanders Germany in Waiblingen. (Siehe Lesetipp unten)
  2. Hohe Inkjet-Druck-Volumen, auf die sich Hersteller gerne berufen, laufen seit langem im Transaktionsdruck, da man hier IT-Kompetenz mit Automation der Verarbeitung und Distribution nahtlos gestalten kann. (Übrigens der Grund, warum ein Big-Player wie Pitney Bowes in das Vermarkten von Digitaldrucktechnik eingestiegen ist).
  3. Es werden von den Herstellern mit Inkjet-Printing fokussiert neue Kundengruppen ausserhalb der Druckbranche und des Transaktionsdruck angesprochen. Canon Europa ist der Vorreiter, in dem es im Zuge der Reorganisation nach der drupa 2016 einen neuen Geschäftsbereich gegründet hat: Die Canon Graphic & Communications Group führt u. a. die Kreativwirtschaft sowie zahllose Branchen wie Architekten, Handwerker etc. mit neuen Systemen ans Inkjet-Drucken heran.
  4. Seit der drupa 2016 zeigt sich, dass die Inkjet-Revolution bei den Herstellern ihre Kinder frisst. HP genügt sich selbst (und optimiert statt innoviert). Landa kommt nicht von der Stelle. Bobst hat eine Kehrtwende vollzogen und mit Gründung der Mouvent AG die Neukonzeption für Inkjet-Printing durch eine clevere Cluster-Technik und anderes mehr vollzogen. Und Heidelberg hat im Team mit Fujifilm durch Primefire eine neue bahnbrechende Plattform für Hochqualitäts-Inkjet-Printing entwickelt, die im anspruchsvollen Verpackungsmarkt für Aufsehen und Anerkennung sorgt. 
  5. Traditionsunternehmen wie die Durst Group haben sich neu aufgestellt: Mit der P5-Philosophie wird alles darauf ausgerichtet und optimiert, was die Leistung und Verfügbarkeit der Drucksysteme maximiert sowie eine beispiellose Flexibilität in der Medien- und Auftragsabwicklung zulässt. Übrigens waren die Durst-Innovationen ein Highlight auf dem Online Print Symposium 2018 in München. 
  6. Es haben sich ganz neue Anbieter still und leise in Stellung gebracht, die mit neuen Systemarchitekturen individuell konfigurierbare, modulare Inkjet-Printing-Produkutionsanlagen ermöglichen, wie zum Beispiel die Firma Cadis Engineering aus Hamburg zeigt. Cadis kann z. B. HTML-Daten drucken und verzichtet aufs Rippen.
  7. Der eigentliche Gewinner bei Inkjet-Printing ist derzeit ein Hidden Champ: Der Bücherdruck. Xerox Europe zeigte dies eindrucksvoll Ende März im Team mit Book on Demand GmbH in Hamburg beim #Books2018 Event. Eine riesige, automatisierte Druckfabrik erzeugt in Echtzeit bis zu 25.000 Book-for-One-Produkte pro Tag. Wachstumstreiber sind die Impika-Inkjet-Drucksysteme von Xerox mit ausgeklügelter Hunkeler- und Müller-Martini-Technik zur Verarbeitung. Der Clou: Eine neue Impika-Tinte, die ungestrichene Papiere problemlos und bestens bedrucken kann.
  8. Last but not least: Wenn von massiver Substitution gesprochen werden kann, dann ersetzen Inkjet-Printing-System (Bogen wie Rolle) am ehesten bestehende Toner-Digitaldrucksysteme.

Fazit: Beim Inkjet-Printing wird und muss sich noch viel tun. Wir stehen erst am Anfang. Und müssen neu Denken lernen, um nicht in die Innovationsfalle zu tappen: Indem wir fälschlicherweise davon ausgehen, Inkjet-Printing sei primär dazu da, das was wir ohnehin im Druck tun können, zu verbessern.

Es geht daher weniger ums ‚schneller, besser, billiger‘, es geht vielmehr ums ‚neu, zeitgemäß und anders‘, um die komplexen Kommunikations-Herausforderungen des Digitalzeitalters zu meistern. — Think different!

 


Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.


 

Lesetipp: Peter Sommer im ValueCheck

Peter Sommer, Digitaldruck- und Inkjet-Pionier, Elanders Group: „Das Elanders-Konzept ist nicht auf eine bestimmte Drucktechnik fixiert. Die zentrale Frage ist immer, was mit einem Produkt erreicht werden soll und wie es zum Empfänger kommt. Die Integration in die Supply-Chain beginnt bei der Beratung der Kunden und hört bei der maßgeschneiderten Logistik auf.“

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

 


 

ValuePublishing Kurt Wolf.001

Hommage an Kurt K. Wolf für sein neuestes Buch, das uns alle etwas angeht. Fotos: Midas. Kurt K. Wolf.

Bücher bewegen, und so ging es auch mir jetzt mit der Lektüre von Kurt K. Wolfs neuem Werk «Die Postscript-Revolution». Es liess mich nochmals in die Gründerjahre des Publisher abtauchen: Aldus mit PageMaker, Adobe mit Postscript und Apple mit dem grafischen Benutzer­interface gaben uns kleinen Flinken damals die Werkzeuge in die Hand, mit denen wir die grossen Trägen rechts überholten. Für uns jungen, wilden Desktop Publisher war dies die Chance für das, was man heute als Start-up bezeichnet: Ich nutzte diese, um mit dem Publisher eine neue Fachzeitschrift zu lancieren. Das Ganze war ziemlich disruptiv – viele etablierte Betriebe der grafischen Industrie mussten weichen, um uns «Wilden» Platz zu machen.

Als Kulturgeschichte der Druckindustrie beschäftigt sich das Buch „Die Postscript Revolution“ von Kurt K. Wolf mit der Entwicklung des Grafischen Gewerbes von der „Schwarzen Kunst“ zur einer hochtechnologischen Industrie. Ein spannendes Lehrstück in Sachen Disruption und Technologiewandel. Weitere Infos und/oder Bestellung über Midas-Verlag, Schweiz.

Die disruptiven Kräfte der digitalen Transfor­mation waren auch das grosse Thema an unseren diesjährigen swiss publishing days. Heute wie damals sind es einige wenige Firmen (Google, Facebook, Amazon etc.), welche auf der Basis von künstlicher Intelligenz eine neue Revolution antreiben. Und doch ist es irgendwie anders: Das an der Konferenz gezeigte Fallbeispiel Ringier machte das deutlich: Man nutzt einerseits KI-Technologie von Google, um das riesige Bildarchiv besser zu erschliessen. Gleichzeitig wird man als Verlag von Google im Kampf um Abonnenten und Marketingbudgets aufs härteste konkurrenziert. Und auch wir beim Publisher spüren diese Konkurrenz im Werbemarkt. Nicht primär kleine flinke Webportale aus der Schweiz machen uns als etabliertem Printmedium die Werbegelder streitig, sondern die multinationalen Riesen Google und Facebook.

Das Beispiel Intel scheint Schule gemacht zu haben: Nach dem Grundsatz des Gründers Andrew Grove, wonach nur Paranoide überleben, sind die Grossen heute brutal wild und flink geworden. Das allgemeine Unbehagen über die wachsende Dominanz und Macht dieser wenigen flinken Grossen – und über unsere Abhängigkeit von diesen – steigt, und das ist gut so. Ich persönlich sehe das Ganze nicht allzu pessimistisch, denn die Abhängigkeit ist eine gegenseitige. Ohne dass wir diese Moloche ständig mit unseren Daten füttern, würden diese ziemlich rasch verhungern. Solange wir uns dessen bewusst sind und auch danach handeln, wird auch künftig der Weg frei sein für neue Ideen und Taten von jungen Wilden und kleinen Flinken.

Martin Spaar, Herausgeber Publisher.ch, Winterthur, Schweiz

 

Value Publishing Bobst Mouvent 060720172017.001

 

Von Andreas Weber, Head of Value 

Den 6. Juli 2017 sollte man sich als wichtiges Datum im Geschichts-Kalender eintragen. Im idyllischen Wetzikon bei Zürich wurde unprätenziös, überzeugend und vertrauenswürdig der Digitaldruck (wohl inklusive Landanano!), wie wir ihn kannten, beerdigt. Und etwas Neues geboren. Jean-Pascal Bobst, CEO der Bobst Group SA und Piero Pierantozzi, Mitgründer von Radex und (vormals) Graph-Tech AG, hoben ein Start-up aus der Taufe als „Competence Center for Digital Printing: Mouvent AG. Beschäftigt werden bereits 80 Mitarbeiter, die hohe Kompetenz und Erfahrung haben. Und: Neue Produktionslösungen sind marktreif vorhanden, um im Etiketten- und Textildruck neue Maßstäbe zu setzen.

 

 

„Wir verstehen uns als Start-up, das von erfahrenen Profis betrieben und ausgeweitet wird, um die Messlatte im Digitaldruck via Inkjet neu auszurichten“ erläutert im Value-Exklusivgespräch Dr. Simon Rothen, seit Frühjahr der Gründungs-CEO der Mouvent AG. Rothen kommt aus der Biotechnologie, spricht fünf Sprachen und weiss wovon er redet. In der Vergangenheit hat er weltweit Start-ups erfolgreich mit ihren Innovationen am Markt platziert. Die Idee, die Mouvent zugrunde liegt, hat ihn sofort fasziniert. Ebenso wie die Professionalität, Kreativität und Präzision, mit der das Firmenkonzept umgesetzt wird und damit nicht nur für ihn, sondern vom Start weg für Dutzende andere Profis extrem reizvoll ist.

Pluspunkt: Kein (wie sonst übliches) Marketing- und PR-Geplapper! Sondern vom Start weg ein solider und überzeugender Praxisbeweis.

„Die Basis im Geschäft mit Print-Technik ist Vertrauen“, sagte Jean-Pascal Bobst zu Beginn seiner Präsentation. Und dokumentierte, wie überzeugt er und sein Traditionsunternehmen Bobst — seit Generationen in Familienhand – hinter dem Vorhaben stehen, das Neue und Revolutionäre per eigenständigem Unternehmen Wirklichkeit werden zu lassen. Und das von der ersten Sekunde an. „Wie konnte das nur klappen, rund ein Jahr nach der drupa 2016 eine dermaßen ausgereifte und marktfähige neue Digitaldruck-Technologie aus dem Hut zu zaubern, ohne dass jemand von uns etwas darüber erfährt?“, fragten sich Kollegen aus der Schweiz und vielen anderen Ländern der Welt, die zur Premiere gekommen waren. Allesamt gestandene Profis, die als Fachjournalisten normalerweise buchstäblich das Gras wachsen hören.

 

 

 

Nun, das gelang im Vorfeld fast wie bei einer geheimen Kommandosache, wie Simon Rothen bekundete — im intensiven Dialog mit allen Vertrauten und Beteiligten. Neben den Entwicklern, Technikern und Ingenieuren hatten auch die Marketing-Leute eine äußerst knifflige Aufgabe: Es musste eine Marke „erfunden“ werden, die den hohen Anspruch der Innovationstechnik verkörpert und das Vertrauen in etwas völlig Neues ermöglicht. „Wir sind so gründlich, logisch und stringent vorgegangen wie das seitens der Technik auch die Ingenieure machen“, erläuterte im Value-Gespräch Dr. Ulrike Grein, Managing Partner der Agentur Markenfels AG, Zürich. Hunderte Namensvarianten wurden erdacht und auf den Prüfstand gestellt, um letztlich den richtigen, passenden zu finden, der weltweit wirken kann: Mouvent klingt französisch, soll aber englisch ausgesprochen werden. Der Name impliziert Bewegung/Dynamik und strahlt trotzdem Ruhe aus. Das gesamte Erscheinungsbild der neuen Firma wirkt zeitgemäß, frisch und spiegelt hohe Kreativität wider, ohne aufdringlich oder grell zu wirken.

Der eigentliche Knüller: Eine Technik-Firma als Kompetenzzentrum. Mit dem Anspruch: „Re-engineer the engineering of inkjet printing technology“.

Innerhalb weniger Minuten konnte bei der Premiere am 6. Juli 2017 Mit-Gründer Piero Pierantozzi überzeugend darlegen, worin die Kunst der Technologie-Entwicklung im Inkjet-Druck liegt: es komme darauf an, dass man komplett neu überdenkt, wie man die theoretischen Vorteile des Inkjet-Verfahrens auch in der Praxis des professionellen Drucks effizient nutzbar machen kann. Als zentrales Ergebnis kam die „Cluster“-Konzeption heraus, als neuartiges Design, um nach dem „One-for-all“-Prinzip Drucksachen aller Art auf Substraten aller Art produzieren zu können. „Unser radikal neues Konzept besteht darin, einen Basis-Cluster zu nehmen, der in einer modularen und skalierbaren Matrix angeordnet ist. Daher müssen wir bei unterschiedlichen Anwendungen und Druckbreiten nicht mehr mit verschiedenen Druckbalken arbeiten“, legte Piero Pierantozzi dar. Und führt weiter aus: „Das Mouvent Cluster [als Trademark geschützt] ist die Schlüsseltechnologie hinter unseren Maschinen. Er erlaubt eine hohe optische Auflösung, die gestochen scharfe und farbenfrohe Bilder in einer sehr hohen Druckqualität erzielt. Gleichzeitig gewährleistet der Cluster eine bisher nicht gekannte Flexibilität und beispiellose Möglichkeiten in der Maschinenentwicklung. Einfachheit ist unsere Firmenphilosophie.“ Basis der Cluster bilden die Samba Inkjet-Druckköpfe von Fujifilm, die von Mouvent um neue Komponenten ergänzt werden.

Der Clou: Mouvent kann seine Cluster im 3D Printing-Verfahren herstellen lassen. Das senkt Aufwand und Kosten und erhöht die Flexibilität! Und stellt eine echte Weltneuheit dar, deren Kunde darüber aufgrund der Value-Tweets nach der Bekanntgabe blitzartig wie ein Lauffeuer um die 3D-Experten-Welt ging. „Wir drucken quasi eine Druckmaschine“, freut sich Simon Rothen. — Präsentiert wurden am 6. Juli 2017 bereits funktionsfähige Prototypen für den Etiketten- sowie den Textildruck. Erste technische Spezifikationen wurden publiziert.

 

 


Fazit: Adé altes Denken. Welcome Mouvent!

Einfach, effektiv, flexibel, modular skalierbar sind Inkjet-Technikenwticklungen im professionellen Druck bis dato nicht gewesen. Alle großen Konzern wie z. B. Xerox, HP, Konica Minolta oder auch partiell Canon haben sich bei der Inkjet-Technik bislang fast die Zähne ausgebissen — einzig Heidelberg scheint im Team mit Fujifilm mit der Primefire-Plattform einen gangbaren Weg für den Verpackungsdruck gefunden zu haben. Denn das Prinzip der IT- und Imaging-Blue Chips lautete uni sono: ‚Inkjet ist in seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unschlagbar. Lass uns also für alle möglichen Anwendungszwecke eigenständige Verfahren entwickeln.‘ Basta! — Das führte zu einer Komplexität, die Zeit und Aufwand erheblich erhöhte und bei den Anwendern nachhaltig eher für Verwirrung als für Begeisterung sorgen.

Der von Mouvent eingeleitete Paradigmenwechsel des „One-for-all“ verweist nun (Gott sei Dank!) altes Denken auf die Plätze. Gut so! Wir werden nach der Sommerpause die weiteren Aktivitäten verfolgen können. Mouvent hat für September 2017 einiges angekündigt. Ich bleibe am Ball.

 

 

 


Wie gewohnt unser Value-Live-Bericht vom 6. Juli 2017 im exklusiven Format mit Texten, Bildern, Videos.

 

Value Storify Mouvent.png

 


 

ADDENDUM

Mouvent AG reüssierte auf der LABELEXPO 2017 in Brüssel und präsentierte seine marktreife Technologie. Siehe Video per LinkedIn:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6321775082662428672

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Martin Spaar setzt sich als Verleger und Herausgeber für Brancheninteressen ein. Das Bild zeigt ihn im Einsatz beim Swiss Publishing Day am 30. Juni 2016 in Winterthur. Foto: Publisher.

Vom Planschbecken ins Freibad

Spätestens beim Weiterblättern werden Sie es merken: Der Publisher hat ein neues Layout! Wir liessen uns dabei vom Grundsatz leiten, dass das Layout funktional sein und dem Leser dienen soll. Design um des Designs willen ist nicht unser Ding. Einerseits, weil wir eine Fachzeitschrift mit stark technischer Ausrichtung sind und andererseits, weil wir dies schlichtweg nicht können. Beim Publisher sind wir Redaktoren die Publisher, also auch die Layouter. Unser Fokus gilt den Inhalten – Gestaltung ist nicht unsere Kernkompetenz.

Es ist uns jedoch nicht entgangen, dass sich die Anforderungen an ein funktionales Layout in letzter Zeit stark gewandelt haben. Das Zeitbudget des Lesers ist immer härter umkämpft. Jedes Heft und jeder Artikel muss sich optimal verkaufen, frisch und knackig daherkommen und die Botschaften prägnant auf den Punkt bringen. Mit dem altem Layout stiessen wir dabei an Grenzen.

Das neue, von Ralf Turtschi geschaffene Layoutkonzept ist offener und will mehr Spielraum für eine attraktive Aufmachung bieten. Wir haben zwar den bisherigen Satzspiegel beibehalten, sind jedoch nicht mehr fix an vier Spalten gebunden: Ein 16-spaltiger Basisraster soll eine freiere Gestaltung ermöglichen. Mit der Equip von Dieter Hofrichter haben wir eine Grundschrift gewählt, welche grösser wirkt und doch nicht mehr Platz wegfrisst. Weiter haben wir das Farbschema auf zwei redaktionelle Farben reduziert, die Akzente setzen, ohne sich aufzudrängen.

 

 

Ralf Turtschi hat uns Redaktoren die Türen für eine leserfreundlichere Aufmachung geöffnet. Er entlässt uns jetzt quasi aus dem sichern Planschbecken des alten Layouts ins Freibad, wo auch grössere Züge möglich sind; aber schwimmen müssen wir selbst, dessen sind wir uns bewusst.

So ist auch das zu verstehen, was sie vor sich haben: Es ist nicht «das neue Layout» des Publisher, sondern die erste Etappe eines Prozesses. Wir sind selbst gespannt, wohin der uns führen wird. Und wir lassen uns dabei gerne von Ihrem Feedback inspirieren!

Martin Spaar, Herausgeber und Verleger


Kontakt zu Verlag und Redaktion

Digipress GmbH
Schulgasse 5
8400 Winterthur | Schweiz
Tel. 052 269 18 30
Fax 052 269 18 31

editor@publisher.ch

www.publisher.ch

 

 

 

#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


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Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

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Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 - In Medias Res ValuePublishing REVIEW 2.001

Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

drupa in medias res Zünd Premiere.001

Note: German text below | Der deutsche Text steht unten.

It’s a truly impressive success story. Zünd Systemtechnik AG, a family-owned business with operations worldwide, specializes in developing and manufacturing digital cutting systems. The Zünd name represents Swiss Quality and is synonymous with precision, performance, and reliability. In our exclusive ValueDialog story from last year CEO Oliver Zünd explained why and how innovation is part of Zünd’s DNA. — Now, at drupa 2016, the swiss company celebrates a new milestone: ”Zünd D3 Cutter – the new standard in productivity“. In fact, it is more than a new product. It is a surprise!

 

A smart and clever way to start the promotion of a surprising new product: Zünd AG created a 20 sec YouTube video to incite curiosity. Very well done.

 

„Our digital cutting solutions contribute significantly to overall productivity increases; however, just as importantly, the trend towards automation involving different phases of production also demands seamless data flow. By combining the new Zünd D3 ultra high-performance cutter with Zünd Cut Center – ZCC software, we can offer obvious added value to customers looking to make their production both more efficient and more profitable,“ says Lars Bendixen, Product Manager Graphics.

 

With the D3 cutter, Zünd brings to market a new, dual-beam system for highvolume, industrial applications. Together with Zünd Cut Center – ZCC, the new cutter is part of a complete cutting/finishing solution that offers the ultimate in performance and productivity – from prepress to final product. Depending on job characteristics and cut contours, the new Zünd D3 is capable of doubling the troughput.

The new Zünd D3 cutting system is largely based on the proven technology of the G3 series. This means superb cutting accuracy across the entire working area, maximum modularity, and user-friendly operation. Furthermore, D3 is capable of handling an equally wide spectrum of materials. Because of its extraordinary flexibility, D3 is the ideal solution for mass customization and consequently, perfect for meeting the requirements of Industry 4.0.

The significant gains in productivity made possible with D3 are primarily due to the series’ dual-beam construction: twin beams operating independently and simultaneously in one efficient production workflow, with each beam carrying up to three different tool modules. Depending on the specifics of the job, this can result in twice the throughput of the single-beam system. The precision of the system’s direct drive, combined with state-of-the-art software and controllers, guarantee the highest levels of productivity and profitability. The D3 cutter integrates seamlessly in any existing production environment and brings with it a clear competitive advantage in markets that demand the ultimate in terms of performance.

To meet a variety of production needs, D3 cutting systems available in 4 different sizes ranging from the D3 L-3200 with a working area of 1800 x 3200 mm / 71 in x 126 in to the D3 3XL-3200 with a working area of 3210 x 3200 mm / 126 in x 126 in.

Consistent with Zünd’s modular design concept, D3 cutters can be adapted any time to meet changing cutting requirements. New tools, modules or automated load/off-load devices can easily be added to an existing configuration. The D3 system, therefore, not only represents considerable net gains in productivity but a safe investment in the future with exceptional value retention. Zünd Cut Center – ZCC completes the D3 cutting system. With a flawless, end-to-end digital production workflow, the system delivers unrivaled productivity and performance, making it a perfect match for high-volume industrial production environments.

About

Zünd Systemtechnik AG, a family-owned business with operations worldwide, specializes in developing and manufacturing digital cutting systems. The Zünd name represents Swiss Quality and is synonymous with precision, performance, and reliability. Since 1984 Zünd has been developing, manufacturing, and marketing modular cutting systems and is globally recognized as market leader.

The Zünd customer base consists of manufacturers and suppliers in many different industries, including graphics, packaging, garment and leather, as well as technical textile and composites. Zünd maintains headquarters in Altstätten, Switzerland, where the company’s R&D, marketing, and production facilities are located. Besides Zünd’s own sales and service organizations in Hong Kong (China), Bangkok, India, Italy, the Netherlands and the United States, Zünd relies on a worldwide network of long-standing, independent distribution & service partners.

Contact

Zünd Systemtechnik AG
Industriestrasse 8
9450 Altstätten, Switzerland
www.zund.com

 

 

Zünd D3.jpg

With a dual-beam system, the Zünd D3 cutter is setting new standards in precision and performance. Photo: Zünd / Live Video below: Andreas Weber |  Mit seinem Doppelbalkensystem setzt der Zünd D3 Cutter neue Massstäbe in Sachen Leistung und Präzision. Foto: Zünd / Video (unten): Andreas Weber, live am 31. Mai 2016 auf der drupa um 10.15 Uhr.

 

 

Zünd D3 Cutter – der neue Massstab in Sachen Produktivität

Es gibt sie nach wie vor, die eindrucksvollen Erfolgsstories. Die Zünd Systemtechnik AG, ein global tätiges Schweizer Familienunternehmen, positioniert sich erfolgreich als der Spezialist für digitale Schneidsysteme. Zünd steht, so das Unternehmen, für Schweizer Qualität und gilt als Synonym für Präzision, Leistung und Zuverlässigkeit. — So lautet die Erkenntnis aus dem exklusiven ValueDialog mit Vorstandschef Oliver Zünd, der darlegte, wieso und warum Innovation in seinem Unternehmen sozusagen genetisch veranlagt ist. https://valuetrendradar.com/2015/06/18/valuetalk-oliver-zund-langfristiges-denken-zeichnet-uns-aus/ Zur drupa 2016 präsentiert das Schweizer Unternehmen nun einen weitern Meilenstein. Wahrlich mehr als „nur“ ein neues Produkt. Sondern eine echte Überraschung.

„Unsere digitalen Schneidlösungen liefern einen wesentlichen Beitrag zur Produktivitätssteigerung. Der Trend zur Automatisierung über verschiedene Produktionsprozesse verlangt jedoch einen barrierefreien Daten-Workflow. Durch die Kombination des Zünd Cutter D3 mit unserem Zünd Cut Center – ZCC können wir unseren Kunden mit Blick auf Automation und Wirtschaftlichkeit einen klaren Mehrwert bieten.“ —Lars Bendixen, Product Manager Graphics. 

Zünd bringt mit dem D3 Cutter ein neues Doppelbalken-Schneidsystem für den industriellen Einsatz auf den Markt. Zusammen mit dem Zünd Cut Center – ZCC bietet Zünd damit eine komplette Lösung für höchste Produktivität von der Datenaufbereitung bis zum Endprodukt. Mit dem neuen Zünd D3 Cutter wird, abhängig von der Schneidkontur, der doppelte Materialdurchsatz erzielt.

Der neue Zünd D3 Cutter basiert im Wesentlichen auf der bewährten Technologie der G3-Cutterserie. Das bedeutet höchste Präzision im Zuschnitt über die gesamte Arbeitsfläche, maximale Modularität und bedienerfreundliche Steuerung. Darüber hinaus verarbeitet der D3 Cutter ein breites Spektrum an Materialien. Mit seiner ausserordentlichen Flexibilität ist der D3 die ideale Produktionslösung für die Mass Customization und damit perfekt auf die Anforderungen der Industrie 4.0 zugeschnitten.

Die markante Leistungssteigerung des D3 ist insbesondere auf das neue Doppelbalkensystem zurückzuführen. Die zwei Balken, ausgerüstet mit jeweils bis zu drei verschiedenen Modulen, schneiden in einem Arbeitsdurchgang. Abhängig von der Schneidkontur wird die Produktionsgeschwindigkeit dadurch verdoppelt. Die Präzision der Direktantriebe in Kombination mit modernster Ansteuerungssoftware garantieren höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Der D3 Cutter fügt sich nahtlos in bestehende Produktionsprozesse ein und garantiert einen durchgängigen und schlanken Workflow. Das bringt dem Anwender einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem Markt, der höchste Performance fordert.

Der D3 ist je nach Anforderung in vier unterschiedlichen Grössen erhältlich: Vom D3 L-3200 mit einer Arbeitsfläche von 1800 x 3200 mm bis zum D3 3XL-3200 mit einer Arbeitsfläche von 3210 x 3200 mm. Ganz dem Baukastenprinzip folgend kann auch der D3 jederzeit neuen Anforderungen angepasst werden. Neue Werkzeuge, Module oder Systeme zur vollautomatischen Materialzuführung und -entnahme lassen sich einfach integrieren. Somit bietet der D3 neben seiner hohen Netto-Produktivität eine verlässliche und sichere Investition in die Zukunft mit hoher Werthaltigkeit.

Ergänzt wird die D3-Serie mit dem Zünd Cut Center – ZCC. Das perfekt abgestimmte Gesamtsystem bietet dem Anwender eine sehr hohe Produktionsleistung und ist auf die Bedürfnisse industrieller Grossbetriebe zugeschnitten.

 

Über Zünd Systemtechnik AG

Die Zünd Systemtechnik AG, ein global tätiges Schweizer Familienunternehmen, ist der Spezialist für digitale Schneidsysteme. Zünd steht für Schweizer Qualität und gilt als Synonym für Präzision, Leistung und Zuverlässigkeit. Seit 1984 konstruiert, produziert und vermarktet Zünd modulare Cuttersysteme und zählt weltweit zu den führenden Herstellern.

Die Kunden sind gewerbliche Dienstleister und Industrieunternehmen aus der grafischen Branche, der Verpackungsindustrie, der Bekleidungs- und Lederbranche sowie aus dem Textil- und Compositemarkt. Am Hauptsitz in Altstätten befinden sich die Forschung & Entwicklung, das Marketing und die Produktion des Unternehmens. Nebst den eigenen Verkaufs- und Serviceorganisationen in den USA, Hongkong, Bangkok, Indien, den Niederlanden und Italien arbeitet das Unternehmen weltweit mit unabhängigen und langjährigen Vertriebspartnern zusammen.

Kontakt

Zünd Systemtechnik AG
Industriestrasse 8, 
9450 Altstätten, Schweiz
www.zund.com

 

 

At a glance: #drupa2016 Storify by Andreas Weber

 

 

drupa2016 ZundCutter Storify

 

 

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Ein Besuch im wunderschönen Schweizer Emmental lohnt sich. Hier trifft man Renato Vögeli in seinem Familienbetrieb. Die Vögeli AG hat sich als Lösungsanbieter für „Marketingproduktion & Druck“ bestens etabliert. Die fundierte Expertise für Multichannel-Lösungen und Print im Kommunikationsmix findet über die Schweiz hinaus Beachtung. Renato Vögeli setzt dabei weniger auf „Disruption“ als auf eine umsichtige Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise, um Kunden in ihrer Befindlichkeit und gemäß ihren Bedürfnissen auf eine Reise mitzunehmen. Ich nenne das ganz einfach „Kommunikations-Empathie“ vom Feinsten!

Interview: Andreas Weber | Click to access english text version

 

Kernaussagen: Wünsche erfüllen. Vertrauen schaffen. 

  • Im Fokus: Kundenwünsche erfüllen, individuell erfahrbare Erlebnisse schaffen.
  • Das Besondere: Das Zielpublikum wird im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitgenommen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.
  • Das Ergebnis: Multichannel sorgt für optimale Kundenbindung, schafft Vertrauen und hebt das persönliche Verhältnis zu Kunden auf eine höhere Ebene!

 

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Für den Fachbegriff Multichannel gibt es viele, teilweise widersprüchliche Definitionen. Wie lautet Ihre? 

Renato Vögeli: Wir verstehen unter Multichannel die individuelle Ansprache des Zielpublikums über verschiedene Kanäle, um den Einzelnen dort anzusprechen, wo er sich aufhält. Wir können damit das Zielpublikum im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitnehmen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Renato Vögeli: Wir denken im gewissen Sinne stets vom Zielpublikum und seiner Befindlichkeit aus. Um Wünsche zu erfüllen, begleiten wir durch Multichannel Interessenten, die sich darauf einlassen, auf Basis von Vertrauen und ihrer tatsächlichen Bedürfnisse. Dies muss im richtigen Moment, auf die richtige Art und Weise, auf dem richtigen Weg erfolgen. Anders als in der Werbung wollen wir keine Bedürfnisse wecken, sondern latent vorhandene konkret ansprechen.

Welche Vorraussetzungen braucht diese Form der „Kommunikations-Empathie“?

Renato Vögeli: Drei Faktoren sind ausschlaggebend. Man muss erstens genau wissen, wo und wie die Zielgruppen erreicht werden. Zweitens geht es nicht um das Bewerben von Produkten, sondern um das Schaffen von Mehrwerten, die das Bereichern, was für den Kunden wichtig ist. Und Drittens: Man kann und darf Leute nicht mit Angeboten verführen, die nicht glücklich machen oder gar nicht nötig sind. Selbst wenn man damit Geld verdienen könnte. Der gemeinsame Erfolg ist das Entscheidende und dazu ist Multichannel in unserer Sichtwiese der geeignete Weg. Zumal wir den Erfolg besser steuern und messen können.

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Was sind aufgrund Ihrer Erfahrungen bei der Vermarktung von Multichannel-Services/-Lösungen die Hemmfaktoren?

Renato Vögeli: Der Knackpunkt ist: Wenn wir einem Neukunden unsere innovativen Lösungen anbieten, stoßen wir immer auf Interesse. Aber das Neue und Komplexe macht auch Angst oder schürt Bedenken. Viele fühlen sich unsicher. Daher kommt die Frage: Wie machen das andere?

… und woran liegt das? 

Renato Vögeli: Innovationen sind zunächst sehr abstrakt und erfüllen ihren Zweck, wenn sie individuell nutzbar sind. Beispiele anderer können inspirieren, taugen aber nur selten für einen selbst. Denn es gibt viele Möglichkeiten und Kanäle, die einsetzbar sind. Das erfolgreiche Zusammenspiel ist darum zunächst schwierig nachzuvollziehen, zumal man auf Kundenseite viele Parteien zusammenbringen muss. Einfaches Beispiel: Marketing verweist an die IT, die dann aber zu wenig Hintergrundwissen zu Sinn und Zielen der Aktion hat. Die Kunst ist also, dass man von Anfang an die richtigen Projektteams zusammenführen kann, auf Basis einer konkreten gemeinsamen Zielsetzung. Bei mittelständische Firmen gestaltet es sich für uns einfacher als bei Großfirmen oder Konzernen, die richtigen Entscheidungsträger als homogene Gruppe zusammenzubringen, damit alle an einem Strang ziehen.

Können Sie Beispiele aus Ihrer Praxis nennen?

Renato Vögeli: Ein kniffliger Fall war folgender. Bei einem Bank-Unternehmen wollte man sofort wissen, ob im selben Haus mit anderen Bankabteilungen bereits ähnliche Innovationsprojekte vorangetrieben werden. Das heisst, in Grossunternehmen ist es schwierig eine Gesamtstrategie zu entwickeln, um generell die Frage zu beantworten, die per Multichannel zum Erfolg führt: Wie schaffen wir es gemeinsam, unsere Kunden individuell über alle Kanäle hinweg anzusprechen?

Sehr offen für Multichannel sind aber grundsätzlich alle Branchen, die aufgrund der Kundenstrukturen und schneller Verkaufszyklen auf Innovationen dringend angewiesen sind, vor allem etwa im Handel. Hier sprechen wir zu Beginn nicht mehr darüber, wie man was machen kann, sondern über den Nutzen, der aufgrund neuer Lösungen entsteht. Das verändert die Aufgabe der Vertriebsarbeit enorm. Optimierungen, Effizienz und Umdenken stehen im Fokus. Man kann Multichannel nicht als Produkt von der Stange anbieten. Es zählen gezielt Lösungen.

 

 

Was bedeutet das für die Vermarktung von Multichannel?

Renato Vögeli: Multichannel zu vermarkten heisst, man muss zuhören, analysieren und empfehlen, um zu spezifischen Lösungen zu gelangen. Das heisst für uns, Prozesse zu initiieren, die Neugier und Begeisterung wecken. Wir haben Vertriebsspezialisten eingestellt, die nicht klassisch aus dem Vertrieb für Drucksachen oder Medienprodukten kommen. Sondern die sich mit Marketingthemen beschäftigen. Wir haben auch schon früh mit Seminaren und Vorträgen Wissen rund um Multichannel vermittelt. Heute gehen wir gezielt auf Kunden zu mit Workshops, die sich konkret am Bedarf des Kunden orientieren, um Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Mit Blick auf die Digitalisierung aller Geschäftsprozesse, die zwangsläufig via Internet-of-Things und Industrie 4.0 in neue Dimensionen vorstößt: Was bleibt bestehen, was muss neu durchdacht werden?

Renato Vögeli: Die Digitalisierung gibt ganz klar die Richtung vor, ist aber zugleich natürlicher Bestandteil Teil der Multichannel-Kommunikation, um den Aufwand zu minimieren. Bislang liegt der Schwerpunkt darauf, die Marketing-Prozesse der Kunden bei uns abzubilden, über B2B-Portale, die wir Marketingportale nennen. Letztlich sind das Web-Shops, auch in Verbindung mit Drittanbietern, um Bestellprozesse zu standardisieren und zu flexibilisieren.

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Beispiel für einen der Web-Shops, die Vögeli AG betreibt.

 

Wie werden sich Multichannel-Services verändern? 

Renato Vögeli: Einzelprojekte werden sich zunehmend in dauerhafte, durchgängige Kommunikationskampagnen wandeln, die Kundenbindung dauerhaft fördern. Die von uns geschaffenen Web-Shops zum Beispiel lassen sich bestens kombinieren mit Multichannel-Aktivitäten. Prädestiniert sind zum Beispiel Events. Im Fokus stehen das Wann, Wo, Wie, das wir individuell mit Bildern, Karten per Geomapping etc. anreichern können, um die Eingeladenen „multimedial“ und ganz persönlich zu begeistern. Aus dem Versenden von Einladungen wird dann eine interaktive Kampagne, die hohen Nutzen durch erweitere Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet und auch nach dem Event weitergeführt werden kann…

… sind Sie für diesen Schritt technologisch gerüstet?

Renato Vögeli: Technisch sind wir mit unserer XMPie-Software dafür bestens gerüstet. Unsere Stärke liegt unter anderem darin, Kundenadressen aus ERP-Systemen einbinden zu können, die wir im Mix von Print-Mailings mit PURLS [Personalisierte Websites], Emails, SMS etc. zu einer Gesamtlösung verbinden. Alles, was im Kundendialog passiert, ist sofort messbar, dokumentiert und auszuwerten, um für nachfolgende Aktivitäten genutzt zu werden. Dies erfolgt automatisiert und reduziert den Aufwand erheblich.

Das heisst, wir helfen unseren Kunden ganz entscheidend darin, die Kontakte zu Ihren Kunden nachhaltig zu intensivieren, um Emotionen und Erwartungen aufrecht zu erhalten. Es geht letztendlich um das persönliche Verhältnis, nicht nur um die Verwaltung von Kontakten über Datenbanken. Gerade im B2B ist das entscheidend!

Besten Dank für das informative Gespräch. Und bis bald im schönen Emmental. Oder spätestens auf der drupa 2016.

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Kontakt:

Vögeli AG Marketingproduktion & Druck
Sägestrasse 21-23
CH-3550 Langnau
T. +41 (0)34 409 10 10
voegeli@voegeli.ch
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