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Druck-Kunst: Wie der Digitaldruck kreative Meisterleistungen beflügelt!

Motio-Netzwerktage 2015 - Vortrag Andreas Weber.001

© 2015 by Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main. Foto: Detail eines Plakats, gedruckt mit HP PageWide-Technologie.

Andreas Weber von Value Communication AG aus Mainz erzählt uns, welche Art von Druck-Dienstleistungen im Kunst- und Kulturbereich gefordert werden. Künstler stellen hohe Ansprüche an Qualität und an das Besondere. Der Digitaldruck kann hierzu mehr leisten als der klassische Analogdruck. Diese Tatsache ist viel zu wenig bekannt.“  —Achim Carius, Geschäftsführer Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk), Frankfurt am Main, im Vorfeld der motio-Netzwerktage Mitte September 2015 in Kassel, zum Vortrag von Andreas Weber.

Texterläuterungen und Zusatzinformationen zum Vortrag von Andreas Weber

»Von allen künstlerischen Darstellungsformen bietet das Drucken die vielfältigsten und interessantesten Möglichkeiten. Die Spannbreite dieses Mediums reicht von einfachen Techniken bis hin zu modernsten industriellen Druckverfahren. Jede Begabung und Neigung findet in unterschiedlichen Bereichen ideale Voraussetzungen, und allein persönliche Vorlieben und künstlerisches Talent setzen die Grenzen.“ So urteilte der Experte John Dawsen vom London College of Print. Er gab ein wichtiges Buch heraus, um diese Botschaft zu formulieren. [Handbuch der künstlerischen Drucktechniken, Verlag Herder, Freiburg, 1983. — Originalausgabe: Quill Publishing Ltd., London, 1981 (The complete guide to prints and printmaking techniques and materials)].

Dawsen äußerte dies in kluger Voraussicht bereits Anfang der 1980er Jahre. Also lange bevor der Digitaldruck, wie wir ihn heute kennen, am Markt verfügbar war und das Geschäft mit Print innovierte. Dawsen weiter: „Auch wenn die bahnbrechende Erfindung Gutenbergs im 15. Jahrhundert die Voraussetzung für die stürmischste Entwicklung des Druckerhandwerks schuf, so blieb doch die Bedeutung des Drucks als Kunstwerk unangefochten. Kaum ein bekannter Maler oder Bildhauer, der sich nicht auch im Bereich der grafischen Techniken einen Namen gemacht hätte. Dürer, Cranach, Rembrandt, Goya, Picasso und Warhol — sie alle gehören zu den bedeutenden Vertretern ihrer Kunst, ihrer Zeit und ihres Stils. Die Möglichkeiten der modernen Drucktechnik eröffnen dem Laien und dem Fachmann heute ungeahnte Experimentierfelder.

Die Kunst des Druckens profitiert also seit jeher von außergewöhnlichen Künstlern, sie liefern die hochwertigsten Inhalte. Und sie fordern die Technik in besonderer Weise. Mit dem Digitaldruck entstand etwas Neues, Einzigartiges: Künstler nutzen nicht nur das Medium Druck um herausragende Kunstwerke zu schaffen, sondern insbesondere um über ihre Kunst in neuartiger Weise direkt zu kommunizieren. Von hohem Interesse ist stets die Druck-Kunst mit Unikat-Charakter!

Motio-Netzwerktage 2015 - Vortrag Andreas Weber.026

EXKURS
Kunst ist keine Spielerei. Sondern ein ernsthaften Geschäft. In riesiger Dimension.

Analysten von McKinsey haben unlängst in einem Report einen „China Effekt“ der besonderen Art aufgezeigt: Im Reich der Mitte sind von uns unbeobachtet einzelne Nischenmärkte entstanden, die größer sein können als ganze Volkswirtschaften z.T. großer Staaten im Rest der Welt. Ein interessanter Aspekt lässt sich daraus in unserem Kontext ableiten, der die Frage aufwirft: Ist der Kunstmarkt eine Nische? Eine Nische, die von Idealisten geprägt ist, denen der Kommerz schnuppe ist? — Weit gefehlt. 

Die Bundesregierung hat vor rund 8 Jahren Untersuchungen veranlasst, mit überraschenden Ergebnissen, die u.a. von Fraunhofer ISI und Prognose AG erarbeitet wurden. Man hat erstmals Statistiken zusammengetragen sowie analysiert und dokumentiert, wie sich die Kultur- und Kreativwirtschaft (kurz: KKW) zusammensetzt. Und zwar aus 11 definierten Teilmärkten: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Architekturmarkt, Designwirtschaft, Pressemarkt, Werbemarkt, Software/Games-Industrie). Zentrales Ergebnis: Die KKW trägt wesentlich zur Wertschöpfung und zur Gesamtwirtschaftsleistung bei — und das fast auf Augenhöhe mit des Deutschen liebstem Kind, der Automobilindustrie, sowie dem Motor deutscher Exportstärke, dem Maschinenbau. Die Kultur- und Kreativwirtschaft rangiert noch vor der Finanzdienstleistung, der Chemischen Industrie sowie der Energieversorgung.

Wie folgt wird KKW definiert: „Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Das wesentliche Kriterium der Definition ist der erwerbswirtschaftliche Charakter der Unternehmen.“ [Quelle]

Hier einige wichtige Kennziffern (Zahlen aus 2013):
• Anzahl der Unternehmen (Freiberufler und gewerbliche Unternehmer):
248.721 (Anteil an der Gesamtwirtschaft 7,56 Prozent)
• Umsatz: 145,3 Mrd. Euro (Anteil an der Gesamtwirtschaft 2,36 Prozent)

Beschäftigung:
• Erwerbstätige (Selbständige und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne Minijobs): 1.038.601
• (Anteil an der Gesamtwirtschaft 3,16 Prozent),
• Anstieg der Erwerbstätigkeit: 2,67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 3,27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• Erwerbstätige insgesamt (Erwerbstätige und geringfügig Beschäftigte/Tätige): 1.592.000

Bruttowertschöpfung: 65,3 Mrd. Euro (Anteil an Gesamtwirtschaft 2,32 Prozent)
• Anteil Selbständige an den Erwerbstätigen: 24 Prozent
• Anteil der Kleinstunternehmen/Freiberufler (Umsatz unter 2 Millionen Euro): 97 Prozent (Anteil der Kleinstunternehmen am Gesamtumsatz rund 26 Prozent) (2012)

Quelle

Motio-Netzwerktage 2015 - Vortrag Andreas Weber.009

Der Technologie-Konzern HP bietet mit seinem Geschäftsbereich Graphic Solution Business ein Füllhorn an Premium-Drucktechniken für Kreative und Kunstschaffende an. Fokus: Innovation durch Inkjet, neuerdings mit der bahnbrechenden HP PageWide Technologie.

Die im Exkurs dargelegten Zahlen und Fakten sind beeindruckend. Aber weitgehend unbekannt. Ebenso wie die Robustheit und das überdurchschnittliche Wachstum: Die Kultur- und Kreativwirtschaft verzeichnete insgesamt keine Umsatzeinbrüche durch die Finanzkrise 2008/2009. Wichtig ist zudem: Die Marktbedeutung gerade des Kunstmarktes ist wesentlich größer als dargestellt. Die bestehende Kategorisierung erfasst nicht die über 630 Museen in Deutschland mit ihren mehr als 21 Millionen Besuchern pro Jahr (Quelle: Brand Eins, Stand 2009). Ganz zu schweigen von den Kunstvereinen und Künstlervereinigungen. Ebenso wenig eingerechnet sind in ihrer Gesamtheit die rund 180.000 erwerbstätigen bildenden Künstler (Vgl. 1983: 81.000) — (Quelle: Brand Eins, Stand 2009. http://www.brandeins.de/archiv/2009/kunst/kunst-in-zahlen/).

Gleichwohl sind sich die Experten einig, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur relevanter Umsatzbringer ist, sondern der Gesamtwirtschaft insgesamt quasi als Seele, Gehirn und Herz in einem dient. „Künstlerinnen und Künstler sorgen mit frischen, schöpferischen Ideen nicht nur für Wachstum und Wohlstand. Sie leisten mit ihren hochwertigen Kulturgütern einen grundlegenden Beitrag zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, brachte es Prof. Monika Grütters, MdB, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, in einem Pressestatement am 17. Februar 2014 auf den Punkt. Und im Regierungsprogramm 2013 bis 2017 einer grossen Volkspartei heisst es: Kunst und Kultur bereichern uns, sind vielfältig, kritisch, lebendig und anregend. Sie sind in ihrem Eigenwert essentiell für eine offene und demokratische Gesellschaft. Ihre Förderung ist keine Subvention, sondern Investition in die Zukunft. Und diese Investition muss zuallererst bei den Künstlern selbst ankommen – um ihre Lebensgrundlagen zu sichern.“

Kunst ist Kommunikation. Und Kommunikation ist (eine) Kunst!

Kreativ Schaffende und insbesondere Bildende Künstler müssen in ihrer Kommunikation maximale Anforderungen erfüllen. Sie bringen letztlich das Neue, das nie Dagewesene in die Welt. Die Mainzer Sängerin und Malerin Nanette Scriba sagt im Rahmen einer Studie durch Value Communication: Zunächst sei im Schaffensprozess Kommunikation nicht gefragt. Man brauche Ruhe, Konzentration, Störungsfreiheit. Sowie eine Idee da ist für eine Komposition oder auch Bildwerke gemalt wurden, setze aber eine intensive Kommunikation ein, um anderen darzustellen, was man getan hat,  um sich und sein Werk zu präsentieren. Immer weniger Künstler verlassen sich dabei noch auf Agenten, Galerien oder gar Museen. Viele sind selbst auf Facebook aktiv, bilden vernetzte Gruppen und nutzen soziale Medien, um schon in der Entstehungsphase ihre Werke oder ihre Ausstellungen ins Gespräch zu bringen. Dies fördert die Nachfrage ungemein. Künstler, die dies tun, sind ständig sichtbar. Und es erleichtert die Dokumentationen über Drucksachen: Daten, die gedruckt werden können, sind massenhaft vorhanden, für Flyer, Postkarten, Plakate, Posterbücher bis hin zu Broschüren oder gar Büchern, die per Fotobuch-Applikationen erstellt werden.

Allerdings: Das Wissen um die neuesten und besten Drucktechnologien (sprich:  Digitaldruck) ist im Kunst-Markt (wie generell im Kultursektor) sehr gerng ausgeprägt, wie meine umfassenden Recherchen der letzten Jahre belegen. Fraglos, populär ist es bereits, Online-Druckereien zu nutzen. Vor allem durch die Preisvorteile bei Standarddrucksachen und weil diese Plattformen kein tief gehendes technisches Vorwissen voraussetzen. ABER: Es fehlen bis dato spezifische Angebote, die in kreativer Art und Weise die Arbeit von Künstlern beflügeln. Und es fehlen die Kontakte zu innovativen Dienstleistern, die neuartige Angebote unterbreiten. Diejenigen Künstler, die Designer einspannen, landen zumeist bei Online-Druckereien, sprich den Dienstleistern, die das Designbüro kennt und die sich auf Standard-Produkte fokussieren. Das trifft im Kern nicht das, was Künstler wollen! Denn auf der Bedarfsskala stehen ganz oben:

  1. Die richtigen Kontakte zu Spezialisten, dabei einfache Technikabläufe mit hohem Komfort, simpel in der Nutzung und mit schnellster Lieferung („Same Day!“).
  2. Materialvielfalt bei den Trägermedien.
  3. Inspirierende Effekte.
  4. Aussergewöhnliche Formate.
  5. Breite Anwendungsvielfalt (Beschriftungen/Schrifttafeln, Handouts, Außenwerbungsmaterialien wie Großposter, Fahnen, Banner etc.).
Motio-Netzwerktage 2015 - Vortrag Andreas Weber.028

Blick in das Kommunikationsparadies von Andreas Weber in Mainz.

Nur ein geringer Teil der Künstler will seine Werke eins-zu-eins durch Druck abgebildet haben. Schließlich sind die Originale, die Künstler schaffen, das Maß aller Dinge. Ausnahme: Bildwerke die per Computer entstehen, auch „digital“ gemalt und dann per Digitaldruck auf Leinwandmaterial gedruckt werden. In Zukunft wird sich der Anteil “digital” erzeugter Kunst deutlich erhöhen: Apple stellte am 9. September 2015 die neuen Generation großformatiger iPads Pro mit noch höher auflösendem Display vor, inklusive dem Apple Pencil. Damit kann jede Art von künstlerischer Malerei, Zeichnung und sogar Kalligraphie perfekt umgesetzt werden. Es werden damit hochmehr “Daten” vorliegen von höchster Qualität, die es lohnt, digital zu drucken, um der Flüchtigkeit der Bildschirmwelten eine Manifestation und nachhaltige Wirksamkeit zu verschaffen. So oder so: Wesentlich ist, durch gedruckte Medien die Person der Künstlerin/des Künstlers, und ihr/sein Schaffen in seiner Gesamtheit erfahrbar zu machen. Am besten „On-demand“…

Motio-Netzwerktage 2015 - Vortrag Andreas Weber Apple.001

Apple stellte am 9. September 2015 atemberaubende neue Lösungen vor. iPad pro und Apple Pencil werden der Kunstwelt ganz neue Wege aufzeigen.

Da Künstler wertschöpfend tätig sein müssen, also einem Erwerb nachgehen, ist neben der wirksamen medialen Kommunikation die Transaktion, also der Verkauf, wichtig. Es muss verkauft werden! Online-Marktplätze, wie wir sie kennen, sind da wenig hilfreich. Wirksamer sind digital vernetzte Direktmarketing-Kampagnen, die wiederum Print einsetzen, im gekonnten Mix mit Online-Kommunikation, vorzugsweise über Social Media. Ebenso entscheidend ist die optimale mediale Präsenz und Vernetzungsmöglichkeit am „Point-of-Sales“, also in den Ateliers, bei Ausstellungen, Vorträgen, Performances etc. Nicht jeder Besucher kauft sofort ein Kunstwerk. Gerne werden aber Postkarten, Plakate etc. erworben, um sich zu erinnern bzw. die Kaufentscheidung in Ruhe abwägen zu können.

Zwischenfazit: Bei kreativ schaffenden Künstlern, die es in großer Zahl gibt, ist der Bedarf an gedruckter Kommunikation hoch, aber bei weitem nicht gedeckt. Und schon gar nicht gedeckt durch digital gedruckte Unikate, die über das bestehende hinausgehen.

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Foto: Andreas Weber

Was uns fehlt: Ideen, Möglichkeiten und kundenorientierte Services für neue Anwendungen per Digitaldruck

Gemeinhin haben Künstler und Druckdienstleister wenig direkte Kontakte. Obgleich beide wesentliche Rollen spielen in unserem Kommunikationsalltag. Und obgleich beide „Druck-Kunst“ als Teil ihrer Geschäftsgrundlage bewerten können. Wie bringt man nun beide Gruppen zusammen? Wir haben dazu in Mainz eine Besondere Initiative gestartet: Das „Kommunikationsparadies“. In historischen Räumen, neben einer Sektkellerei gelegen (!), vereinen wir vielfältig die wesentlichen Kommunikationsdisziplinen. Wir praktizieren die Kommunikation über Kunst, durch Events/Ausstellungen/Konzerte/Lesungen/Interviews, durch meinen Blog (valuetrendradar.com) sowie verschiedene Facebook-Seiten, Twitter, Google Plus usw.; wir entwickeln neue Medienprodukte (Print/Online) sowie neue Multichannel-Kommunikations-Szenarien.

Wir tun dies im Team mit fast einem Dutzend Künstlern aus dem In- und Ausland: Antonio Barroso, Valencia/Spanien, Künstlern aus China und Australien (wie Dr. Ying Lin-Sill, Jian Xu, Chunri Yang), jungen Talenten, wie Lin Laurenz, etablierten Künstlern aus der Region Rhein-Main wie Dietmar Gross, Prof. Valy Wahl, Fee Fleck, Gisela und Hermann Rapp, um nur einige zu nennen. Wir konzipieren in Mainz, der Gutenberg-Stadt innovative Ausstellungsprojekte, die um die Welt gehen werden, wie „Surprise. The Art of Print!“. Wir publizieren eBooks, die wir drucken lassen können. Wir entwickeln neue „Druck-Kunst-Werke“, allesamt von ausgesuchten Partnern digital gedruckt, wie Spielkarten-Sets mit Motiven aus Gemälden von Valy Wahl, FingerBooks, die die Entstehung eines Gemäldezyklus zeigen, über 5,50 Meter lange Leporellos, mit Gemälden und Textfragmenten, sowie komplett digital gedruckte Kunstbücher in speziellen Schubern, mit Originalgrafik, on-demand auf bestem Papier mit Hardcover produziert via Online-Shop, der in Facebook integriert ist. Bei allen diesen Projekten spielt das „Gedruckte“ eine wesentliche Rolle. Aber nicht, um Vorlagen aus der Kunst zu reproduzieren, sondern um neue Text-Bild-Welten haptisch erfahrbar zu machen, was stets die besten Wirkungseffekte im Kommunikationsmix erzielt.

Wir suchen und finden stets neue technologische Möglichkeiten, die für unsere Aussage „Kunst ist Kommunikation. Kommunikation ist (eine) Kunst!“ eine kongeniale Beweisführung liefern. Digitaldruck spielt dabei eine zentrale Rolle. Gerade, wenn man abseits der Gebrauchsanleitungen der Hersteller neue Anwendungen austüftelt.

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Bildcollage: Andreas Weber (auf Basis von Motto-Netztwerktage-Programm und HP-Druckmustern).

Apropos: Durch die freundliche Einladung von Achim Carius auf die Motio-Netzwerktagung kam ich mit einem Anwendungsbereich in Berührung, der mich inspiriert und fasziniert: Dem sekundenschnell Ausdrucken von breiten Papierbahnen auf der Rolle, vierfarbig, mit feinster Zeichnung, pigmentierter Tinte, großer Materialvielfalt. Und all das zu einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Früher nannte man das „Plotten“, heute nenne ich das ein neues Experimentierfeld für Druck-Kunst. Der Hersteller HP nennt es „PageWide“. Die mir/uns vorliegenden Musterdrucke sind wunderbar. Und die technischen, hoch automatisierten Prozesse/Workflows zur Qualitätssicherung, die Druck-Eigenschaften per Inkjet mit pigmentierter Tinte, höchster Druckgeschwindigkeit und breiter Materialvielfalt sind bei diesen Neuheiten wegweisend. Als besondere Chance sehe ich, dass man (dadurch) Zeit gewinnt, um neue Geschäftsmöglichkeiten auszubauen, z.B. durch gezielte, pro-ative Ansprache neuer vertikaler Märkte, z. B. Eigendarstellung, Verkaufsaktionen von Firmen/Institutionen sowie für Events aller Art, v. a. eben bei Kunst und Kultur. All das, was hier entwickelt wird, ist übertrag- und multiplizierbar, so z. B. für den Einzelhandel bzw. Einzelhandelsketten, also für alle, die eine lokal/regionales Geschäft betreiben. Wichtig ist, dass durch die neue Form der „Druck-Kunst“ per Inkjet Drucksachen wie Poster etc. im Indoor- und Outdoor-Bereich aber auch ganz neue Anwendungen, wie hier bei den motio-Netzwerktagen zu sehen, möglich sind. Hier bilden weitere HP-Technologien wie Latex u. a. das Premium unter den Druck-Kunst-Techniken.

Sicher sehen wir heute den Beginn von Etwas, das sich rasant weiterentwickeln wird. — Faszinierend für mich ist zudem, dass im Publikum der Tagung Dienstleister sitzen, die bereits Zugang zur Kreativ- und Kulturwirtschaft haben. Viele arbeiten für Architekten oder auch im Werbemarkt bzw. der Designindustrie.

Mein Appell: Bauen Sie diese Möglichkeiten aus. Nutzen Sie Neuheiten im Digitaldruck, um innovative gedruckte Kommunikationsanwendungen zu entwickeln. Kommunizieren Sie neue Angebote an neue Zielgruppen. Kreativschaffende, insbesondere Künstler, werden es Ihnen danken. Helfen Sie aktiv mit, für Kommunikationsbotschaften aller Art sehr gute neue Möglichkeiten nutzbar zu machen, die — jetzt schon technisch hoch innovativ — künftig gezielt ausgebaut werden.

Hinweis: Der Textbeitrag von Andreas Weber erläutert den Hintergrund und bildet das Fundament für seinen Vortrag „Blick zurück nach vorne: Drucken ist eine Kunst – oder: Wie der Digitaldruck kreative Meisterleistungen beflügelt!“, den er am Freitag, den 11. September 2015, bei den motio-Netzwerktagen in Kassel hält.

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