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Monthly Archives: June 2015

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm/Germany.

Oder: Am Anfang war die Schrift. Schrift findet einen neuen Anfang.

Ein Wort-Denkmal für Professor Hermann Zapf.
Text: Andreas Weber, Mainz
Grafik/Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm

»Hermann Zapf hat die Transformation einer werthaltigen
Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale
Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt.
Wir können und werden ihn nie vergessen.« —Andreas Weber

++++++  English Version via Linotype.com   ++++++

»Meine Lebensgeschichte beginnt in Nürnberg. In dieser Stadt wurde ich am 8. November 1918 geboren, also gerade noch im Kaiserreich.« Mit diesen Sätzen lässt Hermann Zapf sein Buch ›Alphabetgeschichten‹ beginnen, das im Jahr 2007 von der Mergenthaler-Edition der Linotype GmbH herausgegeben wurde. Diese lesenswerte Chronik technischer Entwicklungen von Hermann Zapf versetzt uns in Erstaunen. Wie kann ein einziger Mensch soviel auf so hohem, nicht zu übertreffendem Niveau vollbringen? Wie kann man Kreativität, handwerkliche Präzision, universelles künstlerisches Talent und Technologie-Verständnis dergestalt unter einen Hut bringen?

Leben und Werk von Hermann Zapf, der am 4. Juni 2015 in Darmstadt verstorben ist, sind vielfältig und umfassend dokumentiert, vor allem auch von ihm selbst. Er gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Gestalter, Autor und Lehrer über fast vier Generationen verdient gemacht hat. Und er gehört zu den wenigen Auserwählten der Menschheitsgeschichte, die durch ihr Wirken das Schaffen anderer erst ermöglicht haben, wie der Typograph und Pressendrucker Hermann Rapp (am 21. Februar 2015 vor seinem Freund Hermann Zapf verstorben) in seinem Beitrag zum 90. Geburtstag von Hermann Zapf im Herbst 2008 betonte: »Mit Zähigkeit kämpfte er [Hermann Zapf] ein langes Leben lang um Vollkommenheit. Wer in seiner Nähe stand, wurde mitgezogen oder zog es vor, sich abseits einen kleineren Weg zu suchen. Denn er konnte wohl nicht anders als alles an sich zu ziehen, in sich zu verarbeiten und das Ergebnis, ob Kalligraphie oder Alphabet mit all seinen Zusätzen für viele Sprachen dieser Welt, dem Buch, den Druckwerken zur Verfügung zu stellen.«

Es erfordert nicht nur Respekt, sondern Demut und Dankbarkeit, um sich mit Hermann Zapf auseinandersetzen zu können. Aber nicht etwa deswegen, weil er sich abkapselte, sondern weil Hermann Zapf für immer und ewig an der Spitze der Elite grafischer Kunst steht ohne selbstverliebt oder voreingenommen gewesen zu sein. Bis ins hohe Alter hat Hermann Zapf stets die Begegnung mit anderen, gerade den sehr viel jüngeren Menschen geschätzt – zuhörend, mitredend, helfend, erklärend, Mut machend. So hat er über Jahrzehnte unterrichtet (in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika) oder seit 1998 auf den TypoMedia- und TypoTechnica-Kongressen von Linotype mitgewirkt. Mit dem Schriftenhaus Linotype und seinen Vorgängerfirmen stand Hermann Zapf über mehr als 70 Jahre in engster Beziehung. Zapf hat damit über die Hälfte des Firmenlebens der 1886 von Otmar Mergenthaler gegründeten Firma und ihr globales Geschäft geprägt. Dies ist in der grafischen Branche und ihrer Wirtschaftsgeschichte ein wohl einmaliger Vorgang.

Hermann Zapf zuhause 2003

Hermann Zapf in Darmstadt, 2003. Foto: Heidelberg Nachrichten.

Bleisatz auf dem Bildschirm?

Im Jahr 2001 publizierte Hermann Zapf zusammen mit einem jungen, international besetzten Team aus Basel, Mainz und New York City die Multimedia-CD-ROM ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. Der Meister selbst entwickelte das Layout, gab die Inhalte vor, lieferte die Scans ab und wählte die Musik aus. Innerhalb von weniger als 100 Tagen musste vom jungen Team (mit damals noch sehr rudimentären technischen Werkzeugen) die komplett interaktiv gestaltete Produktion abgewickelt werden.

Die Multimedia-Präsentation führte Hermann Zapf im Herbst 2001 im US-amerikanischen Kalifornien persönlich vor – ›standesgemäß digital und computerunterstützt‹, wie Zapf süffisant anmerkte. Der Grund für den Kalifornien-Besuch lag darin, dass Gudrun Zapf-von Hesse und Hermann Zapf von der Non-Profit Organisation ›The Friends of Calligraphy‹ und der ›San Francisco Public Library‹ eingeladen waren, den ›Lifetime Achievement Award for Excellence in Calligraphy and Type Design‹ entgegenzunehmen. Die Preisverleihung war Bestandteil einer Gruppenausstellung sowie einer Reihe von Events, genannt ›Zapfest, Calligraphic Type Design in the Digital Age. An Exhibition in Honor of the Contributions of Hermann and Gudrun Zapf‹. Weitere 14 international renommierte Schriftgestalter stellten aus. Kuratoren der Ausstellung waren Sumner Stone, Susie Taylor und Linnea Lundquist. Gudrun und Hermann Zapf hielten in diesem Rahmen auch Vorträge in der San Francisco Public Library.

Gudrun und Hermann Zapf besuchten zudem die Firmen Apple (er traf Steve Jobs und Peter Lofting) sowie Adobe. Beide Firmen gehören zu den Pionieren und Gestaltern unserer zeitgemäßen digitalen Kommunikationstechnologien und brachten Hermann Zapf höchste Wertschätzung entgegen.

Im darauffolgenden Jahr 2002 besuchten Hermann Zapf und seine Gattin, die renommierte Schrift- und Buchkünstlerin Gudrun Zapf-von Hesse, die damals ›kreativste Multimediaagentur der Welt‹ in Wiesbaden. Dort zog das Paar zwei Dutzend Jung-Kreative stundenlang in seinen Bann. Und Hermann Zapf lehrte die Multimedianer, dass neueste Technik nicht immer bereits von Anfang an perfekt ist. »Was ihr macht, ist quasi Bleisatz auf dem Bildschirm. Aber keine Angst, die Technik, die ihr im Web nutzt, wird langsam immer besser«, urteilte er.

Die Offenheit und lebenslange Neugier von Hermann Zapf für Innovation und Fortschritt, für Werte und Kultur, für Kommunikation und Gestaltung basiert auf einem hohen Maß an Verantwortung für das eigene Können und Tun. Hermann Zapf kommentierte das so: »Die Arbeit eines Schriftentwerfers verlangt mehr Sorgfalt und Genauigkeit als in einer der üblichen Disziplinen. Kaum eine andere kreative Tätigkeit hat an weltweiter Verbreitung solche Größenordnungen vorzuweisen, weder die Werbung, noch die Buch- und Zeitschriftenproduktion.« Hermann Zapf hat nie etwas halbherzig angepackt oder auf Zufälliges vertraut. Und das, obwohl er immer wieder Neuland betrat, wie zum Beispiel seit den 1960er Jahren mit Dr. Ing. Rudolf Hell, den Zapf als den ›Edison der grafischen Industrie‹ verehrte und dessen Digiset-Technologie Zapf zum Durchbruch verhalf.

Um die grandiose Bedeutung des Lebenswerks von Hermann Zapf und seiner Arbeit als Schriftentwerfer anschaulich zu machen, sei erinnert: Jeder Computer, der weltweit (stationär oder mobil) im Einsatz ist, macht Schriften von Hermann Zapf zugänglich, da sie sowohl Teil der Grundausstattung der Betriebssysteme als auch Bestseller in den Schriftbibliotheken sind. Große Teile der Weltliteratur, bedeutende Publikationen im Zeitschriftenbereich, Firmen- und Privatdrucksachen, Urkunden bis hin zu Inschriften in Denkmälern sind mit Schriften ausgestattet, die Hermann Zapf entworfen und im Laufe von über 60 Jahren ständig an die neuesten technischen Entwicklungen angepasst hat.

Bis zum letzten Atemzug: Ungebrochener Innovationsgeist

Vom Hand- über den Maschinensatz mit Bleilettern bis zum Foto- und Lichtsatz sowie letztlich für die unterschiedlichen Digitaltechnologien hat Hermann Zapf seine Schriftzeichen und Alphabete umgearbeitet und erweitert. Dabei beglückten ihn die neuesten Digitaltechniken geradezu, vor allem das OpenType-Fontformat, da es für Schriftentwerfer sämtliche technisch-physikalischen Beschränkungen der Vergangenheit aufhebt. Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wie auch das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhundert nutzte der damals schon hochbetagte Hermann Zapf, um beinahe wöchentlich im Schriftenatelier von Linotype seine wichtigsten Schriften (Palatino, Aldus und Optima) den neuen Techniken anzupassen. Dabei wurden nicht nur seine Alphabete und Zeichen transformiert, sondern es entstanden Erweiterungen der Schriften, etwa die Palatino Nova und Palatino Sans Com.

Sein spektakulärstes Projekt war sicherlich die Zapfino. Hermann Zapf wurde Anfang der 1990er Jahre von dem später als Web-Design-Guru berühmt gewordenen David Siegel aus Kalifornien angesprochen. Siegel, der Mittzwanziger wollte im Team mit Zapf, dem über 70-jährigen, eine neue digitale Schrift entwerfen, um Kalligrafie mit dem Computer zu ermöglichen. Die Ansprüche wuchsen mit den Möglichkeiten. Das Projekt geriet ins Wanken. Letztlich war Ende 1998 mit Unterstützung des Schriftenhauses Linotype die ›Zapfino‹ genannte kalligrafische Schrift als Weltneuheit marktreif. Apple-Chef Steve Jobs war fasziniert und lizenzierte die Zapfino. Seitdem ist die Zapfino Bestandteil des Betriebssystems OS X von Apple. Kalligrafie findet so Eingang in den von Steve Jobs propagierten ›Digital Lifestyle‹. Steve Jobs und Hermann Zapf kannten sich seit 1984 und trafen mehrmals zusammen. Im Nachruf der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel heisst es dazu: »1984 ist Hermann Zapf einer der 20 Auserwählten, der von Apple einen 128k Mac geschenkt bekommt. The cube. Hermann Zapf versteht es als Herausforderung. Er arbeitet mit dem Gerät. Ein Jahr später lädt Steve Jobs ihn und sein Team nach Cupertino ein. Dort präsentieren sie das Programm ihrer Firma Design Processing International. Später finden viele seiner berühmten Schriften Eingang in die Mac History und sind immer noch serienmäßig auf modernen Apple-Computern installiert.«

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Foto: Nadine Bendzulla, Wiesbaden

›TypoZapfie‹ – Inspiration für den Nachwuchs und globale Strahlkraft

Naturgemäß beschränkte sich Hermann Zapf bei seinen Schriftentwürfen nicht nur auf den westlichen Sprach- und Kulturraum. Slawische Sprachen, Kyrillisch, Arabisch und vieles mehr hat Hermann Zapf in seine Schriftwelt integriert. Jeder Mensch auf unserem Planeten, der Lesen und Schreiben kann, jedes Unternehmen ist mit dem Werk von Hermann Zapf, dem Meister des Schriftentwerfens, hautnah in Berührung gekommen. Mitunter wurden auch lebenswegentscheidende Impulse durch Hermann Zapf gezündet: Der junge Akira Kobayashi aus Tokio bekam in den 1980er Jahren Fachschriften von Hermann Zapf in die Hand, die ins Englische übersetzt waren. Da Akira kein Englisch konnte, aber genau wissen wollte was Hermann Zapf publizierte, brachte er sich kurzer Hand die englische Sprache selbst bei.

Das Ergebnis war eine grenzenlose Begeisterung bei Akira Kobayashi für Schrift und Typografie auf höchstem künstlerischen Niveau, die man als ›TypoZapfie‹ bezeichnen könnte. Akria ging damals unvermittelt nach London zum Studium, entwarf selbst Schriften, gewann bei Wettbewerben und wurde zum künstlerischen Leiter des Linotype Schriftenateliers. Eine Position übrigens, die Hermann Zapf bei der D. Stempel AG, die später von Linotype übernommen wurde, mehr als ein halbes Jahrhundert zuvor inne hatte. Kein Wunder also, dass Hermann Zapf unverzagt und hochmotiviert auf die Unterstützung und Kompetenz von Akira Kobayashi setzte, um im Linotype Schriftenatelier sein Lebenswerk vollenden und bis zum letzten Atemzug auf Innovation, Präzision und Meisterschaft achten zu können.

Der Eingangs zitierte Hermann Rapp rundet die Würdigung der Lebensleistung von Hermann Zapf wie folgt ab: »Hermann Zapf schenkte uns und den späteren ein wunderbares Werkzeug. Wenn wir dieses Werkzeug mit Vernunft und Anstand gebrauchen, das heißt, dass wir Kommunikation des Kommunikativen wegen betreiben, Lesenswertes leicht leserlich machen, dann hinterlassen wir eine gute Spur bei unserem Tun und ehren den Schöpfer unserer Werkzeuge: unseren Hermann Zapf.«

Hermann Zapfs Lebenswerk und seine Meisterschaft sind unvergleichlich und einzigartig. Er hat durch sein über fast vier Generationen dauerndes Wirken die grafische Kunst vollendet. Und gleichzeitig nicht nur Profis, die Gestalter, Kreativen und Medienproduktioner in aller Welt, inspiriert und unterstützt, sondern durch seine aktive Mitarbeit bei der Vervollkommnung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten die Nutzung grafischer Kunst auf höchstem Qualitätsniveau für alle Menschen zugänglich gemacht. Schrift und die schriftgebundene Kommunikation haben durch Hermann Zapf einen neuen Anfang gefunden. Hermann Zapf hat die Transformation der werthaltigen Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt. Wir können und werden ihn nie vergessen.

[HINWEIS: Dieser Nachruf entstand in Zusammenarbeit mit Monotype GmbH, die Linotype GmbH übernommen hat. Der Nachruf findet sich auf der Linotype-Website in gekürzter Fassung.]


Zum Autor

Andreas Weber (geboren am 3. Januar 1959 in Homburg/Saar) lebt und arbeitet seit 1978 in Mainz. In der Gutenberg-Stadt studierte er Kunstgeschichte, Archäologie und Buchwesen. 1987 wechselte er ins Kommunikationsfach. Seitdem ist er als Kommunikations-Manager und -Analyst, Publizist sowie als Berater und Coach aktiv. Er hat verschiedene Unternehmen gegründet, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet und die sich auf Innovationstechnologien und Kommunikation mit System spezialisiert hat. Hermann Zapf lernte der Autor im Jahr 1988 in Paris kennen. 2001 produzierte er für Hermann Zapf die Multimedia-Werk ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. 2002 arrangiert Weber die Begegnung von Hermann und Gudrun Zapf mit der damals ›Kreativsten Multimediaagentur der Welt‹, Scholz & Volkmer, Wiesbaden. 2008 publizierte Weber eine umfassende Würdigung Hermann Zapfs zu dessen 90. Geburtstag.

Zur Biografie von Hermann Zapf

Hermann Zapf wurde am 8. November1918 in Nürnberg geboren und gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Autor und Lehrer verdient gemacht hat. Seit 1951 war er verheiratet mit Gudrun Zapf von Hesse. Nach seiner Lehrzeit als Retuscheur, bei der er seine Leidenschaft für die Kalligrafie entdeckte, zog Zapf 1938 nach Frankfurt/Main, wo er sich als Schriftgrafiker und Kalligraf betätigte. Im gleichen Jahr entwarf er seine erste Type Gilgengart für seinen späteren Arbeitgeber, die Schriftgießerei D. Stempel AG.

Nach Arbeitsdienst, Krieg und Gefangenschaft ging Zapf wieder nach Frankfurt und war bei D. Stempel 1947 bis 1956 künstlerischer Leiter. Zwischen 1948 und 1950 war er nebenamtlich als Dozent für Typografie an der heutigen HfG Offenbach tätig. Während dieser Zeit war Hermann Zapf auch als Graphiker im Buchdesign für Verlagshäuser wie Suhrkamp, den Insel Verlag (auch Insel-Bücherei), die Büchergilde Gutenberg oder den Carl Hanser Verlag tätig.

Aus Prinzip arbeitete er jedoch nie für Werbeagenturen. Eine wichtige Betätigung war die des Schriftentwerfers: Es entstanden die Palatino, Aldus und Optima (bereits 1952), die bis heute weit verbreitet sind. Ab 1956 arbeitete er als selbständiger Schriftgrafiker in Frankfurt. Eine der Arbeiten war 1960 die Ausfertigung der Präambel der Charta der Vereinten Nationen für die Pierpont Morgan Library in New York. Seit den frühen 1960er Jahren beschäftigte er sich mit der Kombination von Typografie und Computerprogrammen.

In Deutschland wurden seine Ideen zum computergestützten Satz damals nicht ernstgenommen und sogar auch verlacht. Nach einer Vorlesung 1964 in den USA war die Universität von Texas in Austin sehr interessiert an Zapf und wollte extra für ihn sogar eine Professur einrichten. Er lehnte das Angebot jedoch ab, da seine Frau nicht in den USA leben wollte.

1972 ging er für einen Lehrauftrag für Typografie, den er bis 1981 ausübte, an die Technische Universität Darmstadt. 1976 wurde ihm vom Rochester Institute of Technology die Professur für computergestützte Typografie angeboten, die dort als weltweit erste aufgebaut wurde. Er nahm dieses Angebot an und unterrichtete im ständigen Wechsel zwischen Darmstadt und Rochester von 1977 bis 1987 auch am College of Graphic Arts and Photography.

1977 gründete er zusammen mit Aaron Burns und Herb Lubalin die Firma Design Processing International Inc. in New York. Das Ziel war die Entwicklung von Programmen für typographische Strukturen, die auch von Nichtspezialisten bedienbar sein sollten. Die Firma bestand bis 1986. Danach entwickelte Zapf in Kooperation mit der URWSoftware & Type GmbH in Hamburg die Software »hz program«. Dieses Programm enthält mikrotypografische Veränderungen zum optimalen Zeilenausgleich. Diese Algorithmen wurden für das Programm InDesign lizenziert.

In den letzten Jahren erweiterte er seine Palatino-Schrift insbesondere um griechische und kyrillische Zeichen. Weiterhin arbeitete er die 1993 begonnene Schriftreihe Zapfino aus, die schließlich bei Linotype erschien.

Eine bedeutende Sammlung von Schriftentwürfen, Buchgestaltungen und Signeten Hermann Zapfs befindet sich in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und kann dort in einer Dauerausstellung besichtigt werden.

Am 4. Juni 2015 verstarb Hermann Zapf in Darmstadt.

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)

1967 Type Directors Club Medal des Type Directors Club.

1974 Gutenberg-Preis der Gutenberg-Gesellschaft verliehen.

2000 Ehrenmitglied der Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX ernannt.

2003 SoTA Typography Award der “Society of Typographic Aficionados” in Chicago verliehen.

2007 Goethe-Plakette des Landes Hessen in Wiesbaden verliehen (11. Dezember 2007).

2010 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland in Wiesbaden verliehen (25. Mai 2010).

Zapf-Schriften als „Evergreens“ und Bestseller zugleich — Hermann Zapf hat über 200 Schriften entworfen. Überblick über die wichtigsten Schriftentwürfe von Hermann Zapf.

Aldus® (1954), Aldus Nova (2005), Aurelia™ (1983), Comenius® Antiqua BQ

(1976), Edison™ (1978), Kompakt™ (1954), Marconi® (1976), Medici® Script

(1971), Melior® (1952), Noris Script® (1976), Optima® (1958), Optima nova

(2002), Orion™ (1974), Palatino™® (1950), Palatino nova (2005), Palatino™

Sans (2006), Saphir™ (1953), Sistina® (1950), Vario™ (1982), Venture™

(1969), Virtuosa® Classic (2009), Linotype Zapf Essentials™ (2002), Zapfino®

(1998), Zapfino Extra (2003), ITC Zapf Chancery® (1979) ITC Zapf

International® (1976), ITC Zapf Book® (1976), Zapf Renaissance Antiqua™

(1984–1987), ITC Zapf Dingbats® (1978).

Werke (Auswahl)

  • ›Feder und Stichel‹. Frankfurt am Main, 1949
  • ›Manuale Typographicum‹, Z-Presse Frankfurt am Main/New York, 1954 und 1968
  • Typographische Variationen – 78 Buchtitel und Textseiten‹, Verlagsbuchhandlung Georg Kurt Schauer, Frankfurt am Main, 1963
  • ›About Alphabets. Some marginal notes on type design‹, M.I.T. Press, Cambridge, Massachusetts 1970
  • ›Hermann Zapf & his design philosophy‹, The Society of Typographic Art, Chicago 1987, (und in japanisch: Robundo Publishing Inc., Tokio 1996)
  • ›The world of alphabets by Hermann Zapf – A kaleidoscope of drawings and letterforms‹, Multimedia-CD-ROM, produziert von Andreas Weber, Mainz 2001, herausgegeben von Rochester Institute of Technology, Rochester NY und The Melbert B. Cary Jr. Graphic Arts Collection (vergriffen)
  • Alphabetgeschichten. Eine Chronik technischer Entwicklungen, Mergenthaler Edition/Linotype, Bad Homburg 2007, ISBN 3-9810319-5-4.
  • ›Moderne Zeiten‹ – Sonderveröffentlichung aus Anlass des 90. Geburtstags von Hermann Zapf. Erschienen in: Value Magazin, Ausgabe Herbst, Mainz 2008, Seite 8 bis 16. Mit Beiträgen von Andreas Weber, Hermann Rapp und Hermann Zapf.

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Zapf

http://www.linotype.com/de/5669/hermannzapfstatement.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Schreibmeister-des-Computerzeitalters-Hermann-Zapf-zum-90-215953.html

http://regionalwolfenbuettel.de/typo-magie-ein-nachruf-auf-schriftgestalter-hermann-zapf/

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Es-gibt-keine-Entschuldigung-fuer-schlechte-Typographie-zum-Tode-von-Hermann-Zapf-2681823.html

http://www.deutschlandfunk.de/typograf-zum-tod-des-schrift-connaisseurs-hermann-zapf.691.de.mhtml?dram:article_id=321933

http://www.linotype.com/645-34858/hermannzapfsobituary.html

http://www.nytimes.com/2015/06/10/arts/design/hermann-zapf-96-dies-designer-whose-letters-are-found-everywhere.html?_r=0

http://mashable.com/2015/06/10/hermann-zapf-dies-dead/

http://creativepro.com/remembering-legendary-man-of-letters-hermann-zapf/

http://typographics.com/projects/zapf/

http://www.printernet.at/nr/print_publishing43.html (Ausgabe 220, Juli 2015, Nachruf als Titelstory)

http://campaign.r20.constantcontact.com/render?ca=0d6e5143-c433-4939-ab2e-bae7346fc264&c=9613ef10-1ecb-11e3-bfa3-d4ae5292bb50&ch=96390340-1ecb-11e3-bfcf-d4ae5292bb50 (LetterNews)

Commons: Hermann Zapf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hinweise:

A) Nadine Chahine und Otmar Hoefer von Monotype GmbH haben zum Andenken an Hermann Zapf eine Facebook-Gruppe eingerichtet, die sogleich fast 500 Mitgliederaus aller Welt fand.

https://www.facebook.com/groups/RIPZapf/

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B) Impressionen von der Trauerfeier für Hermann Zapf am 16. Juni 2015 in Darmstadt mit rund 150 Freunden aus Europa, Nordamerika und Japan, die auf Einladung der Familie rund um Gudrun Zapf-von Hesse gekommen waren.

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James deCaires Taylor Homepage

Amazing. A fantastic and extraordinary way to combine the innovation of art and multi-channel: Swim and watch art under water! —Discovered by Germany’s leading TV magazine ASPEKTE. Reviewed by Andreas Weber.

Wir werden nahezu überwältigt von mehr und mehr schier gigantomanischen Ausstellungsprojekten. Die Kunst muss mit Sportveranstaltungen auf Augenhöhe sein. Die Macher hierzulande (in Good Old Germany) freuen sich, wenn genauso viele oder sogar mehr Menschen in Museen und Kunstausstellungen gehen als in die Fussballstadien.

Und jetzt das: Der Brite James deCaires Taylor, Weltbummler, Bühnenbildner, Taucher und studierter bildender Künstler konterkariert diesen Kunst-Massentourismus und präsentierte in Cancún, Mexico, sowie neuerdings auf Lanzarote, wie man per Unterwasser-Skulpturpark mit zeitgemäßem Kulturverständnis Umweltbewusstsein, Natur, Ozeane mit ihrer Fauna und Flora, Menschsein und Kunst in Einklang bringt. Und das auf höchst innovative Art und Weise. Wunderbar.

Seine Idee: Menschen dienen als Modelle, die als Skulptur lebensgroß „gegossen“ werden durch ein spezielles, ph-Wert-neutrales Material, das umweltverträglich und äußerst haltbar ist. Als Ensemble, in Mexico bis zu 500 Figuren, werden sie im Meer in bis zu 10 Meter Tiefe aufgestellt, um fortan der Nährboden für ein natürliches Korallenriff zu werden.

Meine Meinung: 

Kompliment an das #ZDF Aspekte-Team für eine höchst eindrucksvolle Reportage, die bildende Kunst, Umwelt und künstlerischen Erfindergeist als Basis der Innovation unserer Kultur begreift. Viele Bezüge zur Geschichte der Kunst lassen sich herstellen: Zu den antiken griechischen Bronzestatuen, die dereinst in einem gesunkenen Römer-Schiff vor Neapel geborgen wurden. Zu den Tonsoldatenarmeen in China. Zu Géricaults „Floß der Medusa“, zu Rodins „Die Bürger von Calais“. Allein, diese neuen Werke von James deCaires Taylor können noch mehr Wirkungskraft entfalten, da sie als Teil unseres natürlichen Lebensraumes nicht in musealer Atmosphäre gefangen gehalten werden. Und die Kommunikation über diese Kunstwerke ist eine wunderbar zeitgemäße: Die Originale können vor Ort besichtigt werden, der Künstler selbst filmt und dokumentiert. Die Medien greifen es auf. Und natürlich per Social Media und Blogs wird darüber diskutiert und gestaunt. Das ist wiederum #Multichannel Innovation at its best.

Homepage zum Projekt von James deCaires Taylor:
http://www.underwatersculpture.com

Videoreportage im ZDF von Aspekte am 5. Juni 2015:
http://zdf-hdios-none-i.zdf.de/i/meta-files/zdf/smil/m3u8/200/15/06/150605_rauscher_asp.smil/master.m3u8


Impressionen aus dem ZDF Aspekte-Film

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HURRAY! It is all about me! — Perfect individualized Multi-Channel Campagne at #XUG15EU for all attendees and partners. Created ©2015 by Prindoz, Lübeck/Germany via XMPIE Software Solutions.

“HOW TO GAIN MORE THAN 1.5 MILLION VIEWS VIA TWITTER IN A VERY SHORT TIME? WITHOUT ANY ADVERTISING SPENDINGS, JUST BY ORGANIC REACH? — VERY SIMPLE: BY MULTI-CHANNEL INNOVATION AT ITS BEST!” —Andreas Weber

CHAPEAU! Hats off! The entire organizational team of the XMPie User Group (XUG), especially XUG Board Member Christian Kopocz, have done a sensational job. Almost off the cuff and within less than 10 weeks, a new international conference was created. The sophisticated and unique conference theme: Multi-channel Innovation.

More than 130 participants from 17 countries gathered on May 26, 2015 (in spite of Pentecost holidays) in Berlin, the center of the start-up and innovation scene. Well-known partners supported the effort and presented, in technical lectures and demos, how to pull out all stops – whether analog, online or mobile. The event #XUG15EU was preceded by a comprehensive, highly effective multi-channel campaign which Christian Kopocz, with his company Prindoz, Lübeck/Germany, realized through the use of print, Purl, online marketing and especially social media. Even personal contacts were made across the country as well as several continents. On the day of the conference, participants were provided with individualized print materials, among others in the form of an event book printed on premium materials. A personalized website allowed following the program individually and also online and to rate the presentations and sessions through voting, of which about half of all participants took advantage.

The event was prepared, edited and reworked on all flanks through social media. Teaming up with XUG15EU partner, Value Communication AG, Christian Kopocz developed and realized a scenario which bet especially on Twitter, in combination with Facebook, LinkedIn und XING. The result is breathtaking: 

  • In just a little over 48 hours—from the night before the #XUG15EU until the day after —Twitter alone reached a total of more than 1.5 MILLION. On the day of the event itself, one million was almost exceeded. Note: No advertising spendings needed! Just by organic reach!
  • Of those, more than 253,000 were unique reaches.
  • 980 posts were made in order to comment on the conference and to capture and share its most important results and insights.
  • Participation among the conference participants present was very high: More than 30% posted actively, more than 80% shared the posts, thereby including their specific networks. And 100% of the organizers and partners sent posts and re-tweets around the globe.
  • In addition, on the day after the conference, interesting story recaps and blog posts dealt with the results.
  • And journalists took note as well. The 4-color magazine, Wien, a leader in German-speaking countries, sent a personal letter from its editor-in-chief, Martin Schwarz, along with its exclusive Print-Germany edition and presented, prior to the conference, an interview with Christian Kopocz. Live and locally, the London Output Magazine reported  online (via blog post and online newsletter to more than 20,000 subscribers); editor-in-chief, James Matthews-Paul, made a special trip and was able to hand to conference participants his exclusive, digitally printed special edition, Output One. The technical blog ValueTrendRadar by Andreas Weber had published interviews and comments for several weeks, even had discussed presentation subjects and then documented them in real time (to thousands of viewers from more than 40 countries).

All in all we can say: What we achieved together represents a milestone, not just for us as the XMPie User Group, but for all innovation-oriented professionals in the communications industry, said Christian Kopocz. And he added: “This was successful only because we practice what we preach. And because we are successful in not only informing, but also in motivating and inspiring on the highest level on sometimes complex themes that make up Multichannel Innovation.“

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© 2015 by Christian Kopocz, Prindoz, Lübeck/Germany.

Accordingly, the value of all these communication successes lies in the maximum level of interaction of participants, presenters, partners and members of the media who were involved via social media. It is especially evident that B2B subjects can be meaningfully popularized.  

And not only as a fleeting, one-time action, but permanently.  Because all of this content and these messages live on (and recently also as Twitter news indexed by Google) after the conference ended. By the way: The post-game is just a pre-game! From October 25 to 28, 2015, the American XUG Conference takes place in Miami, Florida. Participation is worthwhile. One way or another! Afterthought: The theses and insights of the final presentation and panel discussion at the #XUG15 EU have thoroughly proven themselves.

The pivotal aspects are:

  1. Multichannel Innovation means: “Discover. Watch. Love. Share. Talk about it!”
  2. Multichannel Innovation assumes a mind shift: “It’s a disruptive lifestyle philosophy!”
  3. Multichannel Innovation links and unifies social/smart technologies and “human-to-human” needs. Because: Needs are the heart of all matter.

To the astonishment of participants, the question of who, or which company, is the “global leader” in Multi-channel Innovation, was answered … It‘s Apple! Why? First, because Steve Jobs, in multichannel conformance, coined the paradigm that success is only possible when the digital lifestyle experience gains 100% acceptance in people’s daily lives. And secondly, because Apple offers the best Web services and online shops, as well as the best brick-and-mortar flagship stores. And almost “by the way”, makes possible the best print applications — from AirPrint to digitally printed iPhoto Books and superb packaging. And all of this enhanced by extraordinary marketing orientation and an outstanding “customer experience”.

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HURRAY! It is all about me! — Perfect individualized Multi-Channel Campagne at #XUG15EU for all attendees and partners. Created ©2015 by Prindoz, Lübeck/Germany via XMPIE Software Solutions.


“WIE ERREICHT MAN OHNE STREUVERLUSTE EINE ORGANISCHE REICHWEITE VON ÜBER 1,5 MILLIONEN TWITTER-VIEWS INNERHALB WENIGER STUNDEN? — DURCH MULTICHANNEL INNOVATION!” —Andreas Weber

CHAPEAU! — Hut ab! Das gesamte Organisations-Team der XMPie User Group (XUG), insbesondere XUG Board Member Christian Kopocz, haben einen sensationellen Job gemacht. Fast aus dem Stand heraus, innerhalb von weniger als 10 Wochen, konnte eine neue, internationale Konferenz aus der Taufe gehoben werden. Das anspruchsvolle und in seiner Weise neuartige Thema lautete: “Multichannel Innovation”. 

Über 130 Teilnehmer aus 17 Ländern kamen (trotz Pfingstferienzeit!) am 26. Mai 2015 nach Berlin, einem Zentrum der Start-up- und Innovationsszene. Namhafte Partner unterstützten und präsentierten in Fachvorträgen und Demos, wie man analog, online und mobil alle Register zieht. Vorausgegangen war eine umfangreiche, hoch wirksame Multichannel-Kampagne, die Christian Kopocz mit seiner Firma Prindoz, Lübeck, per Print, Purl, Online-Marketing und vor allem Social Media realisierte. Auch persönliche Kontakte fanden länder- und kontinentübergreifend statt. Die Teilnehmer wurden am Konferenztag mit individualisierten Drucksachen ausgestattet, u.a. in Form eines auf edlen Materialien gedruckten Event-Books. Eine personalisierte Website erlaubte ganz individuell auch online das Programm zu verfolgen und per Voting die Vorträge und Sessions zu bewerten, wovon  rund die Hälfte der Teilnehmer Gebrauch machte.

Flankierend wurde per Social Media die Veranstaltung vorbereitet, aufbereitet und nachbearbeitet. Im Team mit dem XUG15EU-Partner Value Communication AG wurde mit Christian Kopocz ein Szenario entwickelt und realisiert, das vor allem auf Twitter setzte, im Verbund mit Facebook, LinkedIn und XING. Das Ergebnis ist atemberaubend:

  • In etwas über 48 Stunden — vom Vorabend der #XUG15EU bis zum Tag danach — wurden alleine per Twitter eine Total Reach von über 1,5 MILLIONEN aufgebaut. Am Eventtag selbst wurde die Millionengrenze fast schon überschritten. Hinweis: Das alles ohne Werbegelder, also per organischem Reichweitenaufbau.
  • Darin enthalten waren über 253.000 Unique Reachs.
  • 980 Posts wurden erstellt, um die Konferenz zu kommentieren, die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse zu erfassen und zu teilen.
  • Die Beteiligung der anwesenden Konferenzteilnehmer war sehr hoch: Über 30 % posteten aktiv, über 80 % teilten die Posts und haben so ihre spezifische Netzwerke eingebunden. Und 100 % der Organisatoren und Partner schickten Posts und Re-Tweets rund um den Globus.
  • Am Tag nach der Konferenz resümierten zudem noch sehenswerte Storify-Zusammenfassungen sowie Blogposts die Ergebnisse.
  • Auch journalistisch tat sich einiges. Das im DACH-Raum führende 4c-Magazin, Wien, übermittelte mit persönlichem Anschreiben von Chefredakteur Martin Schwarz seine exklusive Print-Deutschlandausgabe und präsentierte vor Konferenz-Beginn ein Interview mit Christian Kopocz. Live wurde vor Ort vom Londoner Output Magazin online berichtet (per Blogpost und Online-Newsletter an über 20.000 Subskribenten); Chefredakteur James Matthews-Paul war eigens angereist und konnte seine exklusiv für die Teilnehmer digital gedruckte Spezial-Edition, Output One, an die Konferenzteilnehmer übergeben. Der Fachblog ValueTrendRadar von Andreas Weber hatte zuvor über einige Wochen Interviews und Kommentare publiziert und sogar Vortragsthemen “anmoderiert” und in Echtzeit dokumentiert (mit tausenden Viewers aus mehr als 40 Ländern).

“Alles in allem lässt sich sagen: Das, was wir gemeinsam erreicht haben, stellt nicht nur für uns als XMPie User Group, sondern für alle Innovations-interessierten Profis der Kommunikations-Branche einen Meilenstein dar”, resümiert Christian Kopocz. Und ergänzt: “Das ist nur gelungen, weil wir praktizieren, was wir predigen. Und weil es uns gelingt, auch bei neuen und bisweilen äußerst komplexen Themenstellungen, die Multichannel Innovation prägen, auf höchstem Niveau nicht nur zu informieren, sondern zu motivieren und zu begeistern.”

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© 2015 by Christian Kopocz, Prindoz, Lübeck/Germany.

Entsprechend liegt der Wert all dieser Kommunikationserfolge im maximalen Interaktionsgrad der Teilnehmer, der Redner, der Partner sowie der Mediatoren, die per Social Media involviert waren. Es zeigt sich vor allem, dass man B2B-Themen sinnvoll popularisierien kann. Und das nicht nur als Einmalaktion im Sekundentakt, sondern dauerhaft. Denn alle diese Inhalte und Botschaften sind auch noch vorhanden (und neuerdings als Twitter-News per Google indiziert), wenn die Konferenz zu Ende ist. Übrigens: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Vom 25. bis 28. Oktober 2015 findet die amerikanische XUG-Konferenz in Miami, Florida, statt. Dabei sein lohnt sich. So oder so!

Nachlese: Die auf der #XUG15 EU im Schlussvortrag und bei der Panneldiskussion dargelegten Thesen und Erkenntnisse haben sich in vollem Umfang bestätigt. Die Kernaspekte sind:

  1. Multi-Channel Innovation bedingt: “Discover. Watch. Love. Share. Talk about it!”
  2. Multi-Channel Innovation setzt einen “Mind Shift” voraus: “It’s a disruptive lifestyle philosophy!”
  3. Multi-Channel Innovation verbindet und vereint Social/Smart Technologies und “Human-to-Human” Bedürfnisse. Denn: Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge.

Zum Erstaunen der Teilnehmer wurde die Frage beantwortet, wer resp. welches Unternehmen wohl der “Global Leader” bei Multichannel Innovation sei… Nämlich Apple! Warum? Erstens, weil Steve Jobs Multichannel-konform das Paradigma prägte, dass Erfolg nur möglich ist, wenn die Digital Lifestyle-Erfahrung hundertprozentig in der Realität der Menschen ankommt. Und zweitens, weil Apple die besten Webservices und Online-Shops sowie die besten “realen” Flaggship-Stores bietet. Und fast “nebenbei” die besten Printanwendungen möglich macht — von AirPrint bis zu digital gedruckten iPhoto Books und vollendetem Packaging. Und das alle garniert mit einer aussergewöhnlichen Marktorientierung und herausragenden “Customer Experience”.

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