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Tag Archives: Online Printing

Ein kompetentes Moderator-Team führte durch die zwei Symposiums-Tage: Jens Meyer, Dr. Eduard Neufeld und Bernd Zipper (v.r.n.l.).

Von Klaus-Peter Nicolay, Verleger und Chefredakteur DRUCKMARKT

 

Hinweis: Der nachfolgende Beitrag ist ein Auszug aus dem umfassenden #ops2018-Bericht „6. Online Print Symposium: Endlich online – und nun?“, der auf beyondprint.de publiziert wurde und im Fachmagazin DRUCKMARKT im April gedruckt erscheinen wird. — Siehe auch den #ValueCheck via Twitter Moments sowie den #ValueDialog mit den Experten-LiveTV-Interviews.

 

Jetzt gilt es, im Wettbewerb zu bestehen und sich zu behaupten. Das ist nicht gerade eine der einfachsten Übungen, wie das 6. Online Print Symposium in München deutlich machte. Denn es geht bei Weitem nicht alleine ums Drucken. Deshalb wurde den über 250 Teilnehmern ein Füllhorn (auch) an E-Commerce-Themen präsentiert, die zugleich das riesige Potenzial von Print offenbarten.

Entwicklungen und Trends

Thomas Fleckenstein, Geschäftsführer der Druckerei Lokay, hatte [in seinem wunderbaren Vortrag] den Beweis angetreten, dass sich die „alte“ Druckindustrie den neuen Zeiten anpassen und sich transformieren muss. Weil derart transformierte Unternehmen und Online-Printer (auch in Nischen) den Markt der Zukunft bestimmen werden und die größten Chancen haben, im Wettbewerb zu bestehen.

 

Schließlich gibt es schon heute Verlierer der Transformation, stellte Bernd Zipper, CEO zipcon consulting GmbH und Mitveranstalter des Symposiums, in seinem jährlichen Rück- und Ausblick klar. Dazu gehören Online-Drucker zumindest nicht, denn Online-Print verzeichnet auch weiterhin die stärksten Wachstumsraten in der Druckindustrie. So wuchsen die Open Shops im Online-Print 2017 um 15,4% auf einen Umsatz von 3,0 Mrd. € in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei die Top 5 mit 1,47 Mrd. € fast die Hälfte des Umsatzes stellen. Rechnet man noch den Umsatz der Closed Stores dazu, also die Portale von Druckereien, die eigene Shops für ihre Kunden betreiben, addiert sich der Online-Umsatz in D/A/CH auf 7,5 Mrd. €. Damit macht Online-Print bereits rund ein Drittel des Marktes aus.

Für das laufende Jahr prognostizierte Zipper jedoch geringeres Wachstum. Er sieht das Marktvolumen für 2018 bei 7,85 Mrd. €. Das entspricht bei den Open Shops zwar noch immer einem Zuwachs von 8,3% und bei den Closed Shops von 2,2%, doch sieht Zipper eine Umsatz-Umverteilung, die das Wachstum bremst.

Und er sieht nicht nur dort eine Umverteilung, sondern auch eine nochmals massive Konsolidierung bei den Druckbetrieben in ganz Europa. So geht Zipper davon aus, dass von den 34.000 Druckereien in Europa bis 2025 nur noch 17.000 bleiben. Natürlich hat er bei diesen Zahlen die Kleinstbetriebe (mit einem oder zwei Mitarbeitern) unterschlagen, doch wenn auch größere Drucker auf der Strecke bleiben, kann das nur eine Ursache haben: „Ignoranz“, sagte Zipper „und die viel zitierte und genauso oft auch falsch verstandene Digitale Transformation“.

 

Digitale und andere Transformationen

„Nur weil ein Unternehmen einen Online-Shop betreibt, ist es noch lange nicht transformiert“, erklärt Bernd Zipper. „Ich treffe oft genug auf Fehleinschätzungen des eigenen Fortschritts.“ Es mangele vor allem bei mittelständischen Online-Druckereien vielerorts an ausreichendem Investitionskapital, an der notwendigen Infrastruktur und an Wissen. „IT-Denken ist zwar notwendig, für den Erfolg eines Online-Printers steht jedoch E-Commerce-Thinking im Fokus“, sagt Zipper.

Oder anders ausgedrückt: Wer in dem agilen Online-Print-Markt auf Dauer erfolgreich sein will, braucht Strategien zum Aufbau und zur Sicherung von Marktanteilen. Nur Unternehmen, denen es gelingt, neue Produkte, veränderte Kundenwünsche, neue Märkte und Innovationen in ihrer Strategie zu verankern, sind auf Dauer erfolgreich. „Dazu muss man eigentlich alle Themen auf dem Radar haben“, führte Zipper in München aus und beschrieb die wichtigsten Trendthemen, mit denen sich Online-Drucker auseinandersetzen müssen.

  • Multi-Play auf allen Ebenen: Genauso wie Markenartikler auf allen Kommunikations-Kanälen unterwegs und auch physisch präsent sein müssen, um ihre Käufer zu erreichen, müssen Online-Drucker darüber nachdenken, nicht nur mit einem Shop im Internet vertreten zu sein. Der „lokale Online-Printer“ werde immer beliebter, sagte Zipper – wie es Flyeralarm mit „Print-to-go“ bewiesen habe. Denn die Nähe zum Kunden bietet einmal eine erweiterte Form des Services und zugleich auch einen persönlicheren Marktzugang.
  • Same-Day-Delivery wird Online-Print nach Einschätzung von Bernd Zipper unter Druck setzen, da hohe Anforderungen an Produktionsgüte und Geschwindigkeit gestellt werden. B2B-Kunden werden die Lieferung am gleichen Tag zwar mit der Akzeptanz höherer Preise goutieren, doch wird sich dies (wie heute schon in England) auf Metropol-Regionen beschränken. Flächendeckend dürfte es auf absehbare Zeit nur schwer realisierbar sein.
  • Dynamic Pricing: Im E-Commerce wird die Methode einer dynamischen Preisanpassung in Abhängigkeit von Kundenprofil, Bestellverhalten oder Customer Journey schon länger eingesetzt.  Auch wenn bestimmte Kundengruppen eher negativ auf diese Preisvarianten reagieren, lässt sich Dynamic Pricing unter Umständen einsetzen, um Kapazitäten kurzfristig auszulasten.
  • Marktzugang über mobile Endgeräte: Zipper erinnerte daran, dass mobile Sucherergebnisse und Ladezeiten ab Juli 2018 für Google relevant sind. Diesen Einfluss solle man nicht unterschätzen, mahnte Zipper (übrigens nicht zum ersten Mal).
  • Digitale Assistenten sind derzeit ein heißes Thema und werden ohne Zweifel Einfluss auf Print haben. Auch wenn Alexa, Siri oder Google Home auf der Suche nach aufwändigen Drucksachen heute noch streiken, aufgeben oder dummes Zeug erzählen, ändert sich das Verhalten der User, die ihre Suche nicht mehr eintippen wollen, sondern sich mit ihrem „Assistenten“ unterhalten möchten. So eben auch bei der Suche nach preiswerten Visitenkarten oder Dienstleistern. Das „Age of Assistance“ steht dabei zwar erst ganz am Anfang, doch die Entwicklung über die Spracherkennung hinaus als Teil des „Machine learning“ und der künstlichen Intelligenz wird sich etablieren.
  • Robotik ist heute schon in einigen Bereichen der Branche erkennbar. Nicht mehr nur als Roboter in „Käfighaltung“, die alleine arbeiten, sondern vor allem als kollaborative Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten. Dabei geht es um Zuarbeit, um Maschinenbestückung, um das Be- und Entladen, um Schneideroboter, Pick and Place und sehr viel mehr.

Megatrend: Mass Customization

Gerade die Robotik wird einen erheblichen Anteil am Megatrend Mass Customization ausmachen, ist Bernd Zipper überzeugt. Hiervon würden heute schon Märkte wie Packaging, Labeling, Textile, Promotion etc. geradezu „befeuert“. 

„Die zunehmende Individualisierung der Nachfrage und das Aufkommen von Long-Tail-Märkten zwingen Unternehmen dazu, sich neu zu erfinden und ein neues Maß an Flexibilität zu erreichen. Mass Customization ist eine Schlüsselstrategie, um diese Herausforderung zu meistern“, weiß Prof. Dr. Frank Piller. Er ist Director Institute of Technology and Innovation Management an der RWTH Aachen und hat Mass Customization in den letzten zehn Jahren bei mehr als 200 verschiedenen Organisationen untersucht. Sein Fazit: „Mass Customization bietet ein Set an Handlungsoptionen, die in den meisten Unternehmen anwendbar sind.“

Erfolgreiche Mass Customization baut laut Prof. Piller auf einer Reihe strategischer Fähigkeiten auf, die im Laufe der Zeit ein bestehendes Geschäft ergänzen und bereichern. In seinem Vortrag stellte er dies am Beispiel der Sportschuhhersteller vor. Beeindruckendes Beispiel: Adidas bietet jedes Jahr 8.400 Schuh-Varianten an, hat erkannt, dass Mass Customization die Kundenbindung massiv beeinflusst und verknüpft Kauf, Nutzung und den Neuerwerb seiner Laufschuhe vergleichbar mit einem „Abomodell“.

Dabei machte er deutlich, dass Mass Customization ausschließlich davon lebt, dass Menschen unterschiedlich sind. „Aber für Customization an sich interessiert sich kein Mensch. Sie interessieren sich für die Effekte danach und haben eine gewisse Freude am Konfigurieren eigener Produkte.“ Dabei müsse ein Konfigurator so einfach wie möglich sein, um das Kauferlebnis zu unterstützen.

Hier sieht Prof. Piller die Innovatoren aber nicht in der herstellenden Industrie: Online-Print habe den Markt der Mass Customization in eine neue Generation geführt.

Massen-Individualisierung in Print

Während sich Prof. Piller in seiner Keynote in erster Linie mit Produkten des täglichen Lebens beschäftigte, die massenhaft individualisiert werden können, werden sich wohl etliche Teilnehmer gefragt haben, ob sich klassische Print-Produkten nicht ähnlich „customizen“ lassen?

Die Antwort kam prompt. Denn jetzt schickt sich das Kölner Start-up AutLay.com (AutLay steht für Automatisches Layout) an, die Druckvorstufe zu revolutionieren. Dabei profitiert AutLay von der  Forschungsarbeit an der Uni Köln, wo sich Wirtschaftsinformatiker seit über einem Jahrzehnt mit Personalisierung und Individualisierung im Druck beschäftigen. Herausgekommen ist eine völlig neue Software-Architektur für die Automatisierung von Layouts in Echtzeit.

 

„Wir überführen Inhalte vollautomatisch in ein druckfertiges Dokument. Dies können Produktdaten aus einem Webshop oder PIM-System sein, die Teil eines Katalogs werden sollen“, erläuterte Dr. David Schölgens, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Köln und Teil des AutLay-Teams.

„Mit AutLay lassen sich all die Vorteile wie Individualisierung, Cross-Selling, Up-Selling, Real-Time Marketing etc., die aus dem Online-Kontext bekannt sind, auch für den Kommunikationskanal Print nutzen. Durch die vollautomatische Erstellung der Layouts wird die Massen-Individualisierung auch im Druck möglich.“ AutLay könne auch eine individualisierte Zeitung aus Blogeinträgen erstellen, so Dr. Schölgens.

Dabei berücksichtige AutLay verschiedene Ästhetik-Kriterien, die in aufwändigen Forschungen untersucht und für Computer messbar gemacht wurden. „So wird es möglich, Layouts zu erstellen, die ein Mindestmaß an Ästhetik erfüllen“, führte Dr. Schölgens aus und betonte besonders, dass AutLay ohne Templates auskommt – bislang steter Engpass der Prepress-Prozesse. Denn Templates sind starre Vorlagen, die als „digitale Schablonen“ bis dato notwendig sind, um fixe und variable Bestandteile wie Texte oder Bilder definieren.

Bei Anwendungen wie individualisierten Verkaufskatalogen oder auch Magazinen dürften sich mit dieser Software der Zeitaufwand und damit auch die Kosten für die Vorstufe um ein Vielfaches reduzieren. Der Zeitvorteil setzt wiederum Potenzial beim Time-to-Market frei, ein Kundenbedürfnis im Verkaufsprozess, und potenzielle Käufer werden schneller und individueller mit dem haptischen Medium Print erreicht.

Fazit und Ausblick: Im Mittelpunkt der Herde

Zwei Tage Symposium, mehr als ein Dutzend hochkarätige Vorträge, Diskussionen, eine Partnerausstellung und Networking – das alles lässt sich nur schwer in einem Beitrag und schon gar nicht in einem Satz zusammenfassen. Dazu waren die Themen zu verschieden und auch die präsentierten Strategien zu vielfältig. Merkmale wie Masse, Nische, Größe oder Spezialitäten lassen sich beliebig mit Produkten, Kundenanforderungen, Services, Plattformen oder Internationalisierung kombinieren. 

 

 

Schließlich gab es in München auch Einblicke in den indischen Markt, Modelle für Mass Customization und den 3D-Druck und die Erkenntnis, dass es Fans für Abfüllanlagen und Likes für den Maschinenbau gibt. „Ja, Social Media und B2B funktioniert, wenn man langweiligen Content vermeidet und die richtigen Kanäle für die Kommunikation auswählt“, berichtete Maria Seywald, Social-Media-Managerin beim Maschinenbauer Krones, über ihre Erfahrungen in der modernen Unternehmenskommunikation.

Jetzt könnte man zwar kritisieren, dass manche Themen nicht wirklich zum Online-Print passen, zu allgemein oder nicht neu waren. Aber es erstaunt doch, was und wie viel sich in einem Jahr verändert. Print ist eben eine Branche, die sich ständig neu erfindet. 

Denn wenn es um digitale Transformation und die Transformation bereits transformierter Geschäftsmodelle geht, müssen einige Dinge neu definiert werden. Wenn Drucksachen dynamisch erzeugt werden können, müssen auch Mass Customization, das Individualisieren und Crossmedia neu gedacht werden. Und wenn der Anspruch der Kunden an Print-Produkte (auch jenseits von Papier und Karton) in dem Maße wächst, wie sich die Möglichkeiten des Drucks immer mehr erweitern, dann ist der Stellenwert eines solchen Branchentreffs gar nicht hoch genug einzustufen.

So war das 6. Online Print Symposium nicht einfach nur die Fortsetzung eines erfolgreichen Events. Es war mehr und ist mehr. Beim Online Print Symposium fühlt man sich inmitten der immer größer werdenden Herde ausgesprochen innovativer Drucker. Das macht Spaß und verbindet. Deshalb sollte München einer der Orte sein, für die Sie 2019 einige Tage einplanen sollten. Zwei zumindest für das 7. Online Print Symposium. Das findet am 4. und 5. April 2019 statt.

 

 


 

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ValueCheck Nico Veränderungen 2018.001

Druckmarkt gilt als wichtigste Fachpublikationsreihe im deutschsprachigen Raum, die sich an Entscheider aus der Printbranche und ihrer Zulieferindustrie richtet. Foto: Druckmarkt.

 

Gastbeitrag der Druckmarkt-Redaktion

Noch ist das Jahr jung, gute Wünsche für 2018 sind noch nicht verspätet, zumal gute Wünsche nie fehl am Platz sind. Also wünschen auch wir alles Gute, Gesundheit und Erfolg. Vor allem geschäftlichen Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben. Wobei das mit den Vorsätzen ja immer so eine Sache ist. Nach verschiedenen Befragungen scheitern mehr als 80 Prozent aller Änderungswilligen – es folgen Selbstvorwürfe wegen Versagens. Doch in unserer Branche müssen wir ja selbst gar nicht viel verändern wollen, es kommt ja eh von selbst. Oder nicht?

Ist Drucken noch Drucken?

Schon der Begriff hat sich massiv geändert. Stand ‚Drucken‘ vor wenigen Jahren noch für Informationsübertragung und -vervielfältigung, wird Drucken heute als Herstellungsprozess betrachtet, der über das kontrollierte Aufbringen von Farbe auf Papier hinaus Handling, Finishing und Logistik einschließt. Druckverfahren und -Maschinen stehen nicht mehr im Fokus, auch Bedruckstoffe wie Papier und Karton sind nicht mehr Dreh- und Angelpunkt, sondern der integrierte automatisierte Vorgang von der Auftragsannahme bis zur Logistik.

Dem ‚Drumherum‘ wird immer mehr Beachtung geschenkt. Und Erfolg hat in Zukunft nicht etwa jemand, der gut drucken kann, sondern der, der Prozesse gut managt. Dabei steht die Einbindung der Technik in einen vernetzten Gesamtprozess an. Das geschieht einmal über die Digitalisierung der Maschinen, reicht über die ‚Bedienerführung‘ durch automatisierte Arbeitsabläufe und tastet sich an ganzheitliche Modelle wie Industrie 4.0 heran, die mit Fern- und Fehlerdiagnose oder proaktiver Wartung noch längst nicht zu Ende gedacht sind.

Industrie 4.0 bedeutet in diesem Zusammenhang die Optimierung der gesamten Fertigungskette, die digitale Abbildung aller relevanten Prozesse und Komponenten. Von der real installierten Maschine existiert ein digitaler Zwilling in den Servern der Druckmaschinenhersteller. Ob diese Transparenz überall auf grundsätzliche Zustimmung trifft, ist eine andere Frage. Fakt ist jedoch, dass der Einzelne diese Veränderungsprozesse alleine nicht bewältigen kann.

 

Print wins by Lidia

Print wins. Illustration von Lidia Lukianova, SF Bay Area, für Value Communication AG. © 2012

 

So oder so: Wandel vollzieht unaufhaltsam.

Es bedarf der Hilfe von unterschiedlichen Seiten. Und nicht zuletzt hilft auch der Austausch mit Branchenkollegen. Dazu bietet das Jahr 2018 zahlreiche Möglichkeiten. Schon am 15. Februar findet der ‚DigitaldruckKongress‘ in Düsseldorf statt http://www.ddk2018.de/ , Mitte März folgt in München das ‚Online-Print-Symposium‘ http://online-print-symposium.de/  und im April die ‚PRINT digital! Convention‘ auf dem Düsseldorfer Messegelände. https://www.drupa.de/cgi-bin/md_drupa/lib/pub/tt.cgi/PRINT_digital_CONVENTION_mit_neuem_Wachstumsziel_f%C3%BCr_2018.html?oid=40077&lang=1&ticket=g_u_e_s_t   Bei allen Events geht es um nichts anderes als um den Veränderungsprozess der Branche. Und spätestens bei einer dieser Veranstaltungen werden Sie weitere Anregungen erhalten, wie Sie den Wandel angehen können.

Ihre Druckmarkt-Redaktion
Klaus-Peter und Julius Nicolay

 


 

Der Beitrag entstammt als Editorial der Jahresauftakt-Ausgabe 2018 von Druckmarkt Impressions, Nr. 121. — PDF kostenfrei zum Download: http://www.druckmarkt.de/impressions/121DEprint.pdf

Druckmarkt Impressions 121-2018.png

 


 

ValuePublishing Report #ops2017.001

Warm-up by Bernd Zipper and Peter Gunning before #ops2017 got started — Photo: Andreas Weber.

Word-class Event. Fantastic. Unforgettable.

The 5th Online Print Symposium on the subject of “Online Challenge – Focus on Customer Centricity” in Munich on 6 – 7 April 2017 once again set the standard. 300 high-calibre attendees from 15 countries confirmed the conclusion: “Onward to new shores. With heart and mind!”


 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German version

The organisers – Fogra, BVDM, zipcon – can be proud and satisfied. With the 5th Online Print Symposium 2017 (in short: #ops2017) they have once more managed to set the bar higher. There is scarcely a specialist event anywhere in the world with its focus on print innovations that is so professional, soundly-based, rich in content and above all “socially valuable” in its design. The visitors come not just to be there. They join in and contribute their ideas. After all, relationships are everything, including in the business world.

Prelude: On the evening before, there had already been a trial run for the keynote of the first day of the event. In a skilled professional but relaxed atmosphere. Video animation via Facebook: Andreas Weber for ValuePublishing.

 

In this way, the theme of “Customer Centricity” is taken into account in a very special way, as our multimedia “ValuePublishing Report” demonstrates so impressively via Storify: Over 50 participants and even experts who unfortunately could not be there, made their contributions via this social media communication. To date, no audience has been so involved and committed. And that’s a good thing. Because the slogan: “Do good and publicise it” is more important than ever. The excellent lectures from the panel showed that the future starts today. Online print survives on smart shopping. And this also includes smart communication in the form that all those involved can participate in.

Peter Gunning, founder and CEO of Grafenia plc, Manchester, UK, who achieved a leading global position with his nettl.com project with the transformation of a printing works business concept (slogan: Print is lifestyle), gave his impressions immediately after the #ops2017 symposium. Immediate, real-time, emotionally gripping. Many thousands of users immediately followed this with enthusiasm on LinkedIn.

 


An innovation: A real surprise awaited the audience in the hall: As a live TV reporter and with the support of an expert camera team I was able to beam all the exhibitors in the foyer and atrium into the hall on a giant screen. In this way, 11 firms were presented in less than 60 minutes. The audience’s reaction was excellent. Because the exhibitors were not presented lecturing on the stage but by their stands and they were able to give information by interviews in the shortest possible time on what they do and what benefit visitors obtain from it. And visitors called by in droves during the breaks. Benchmark!


Interesting: In the evaluation, LinkedIn was the favourite social media platform before, during and after #ops2017 (>10k interactions in 72 hours!). Reports were not only published in real time but also summarised and actively commented on. In addition, incredible cover was achieved via Twitter and this is still growing now, several days after #ops2017. There are bound to be yet more blog articles. The first summaries have already been published on beyond-print.de.


ValueImpressions of day 1 at #ops2017 | Video Animation: Andreas Weber


For all those who were there or above all for those who were not able to attend, there is the fastest and simplest introduction below in our ValuePublishing Storify report based on a summary of the 200 or so most important tweets. It couldn’t be more compact and, above all, more authentic!


ValuePublishing Report #ops2017 via Storify.png

Watch the Storify by clicking the link: https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-the-future-of-print-is-on-line


NOTE: Link to other reports by beyond-print.de

Insights #OPS2017 – will online print forever be an industry of start-ups?

Insiderbericht von beyond-print.de


“Best-of”-Video (german/english)

 


 

LiveTV-Session with Tweak

 


 

 

LiveTV-Session with Highcon

 


 

value-publishing-mike-hilton-2017-001

To keep informed follow on Twitter via hashtag #hid17.

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 20 January 2017

Welcome to this week’s news roundup of 20 of the best received during the past seven days, as well as the latest Verdigris Environmental Blog from Laurel Brunner, and the two very latest Wild Format Technology Guides from Digital Dots, bringing the total in this new series to 19.
You’ll find a number of superb sales and recent intallations among this week’s posts for leading technology from Ricoh in the UK; Heidelberg in North America; from Fujifilm with Inca Digital in Johannesburg, South Africa; KBA in the United States; EFI in both Spain and Israel; IFS with Foliant in the UK; Edale in Thailand; and MPS with its first Domino-powered Hybrid narrow web press in North America.
Event news this week came from this year’s sell-out EFI Connect customer event in Las Vegas on Wednesday, Thursday and Friday; with upcoming event news from Heidelberg for its participation in PrintWeekLive! In the UK which takes place from 8 – 9 March; and from Ricoh Europe on Friday, with its plans for Hunkeler Innovationdays in Lucerne next month.
New kit this week from Intec, Zund and Drytac on Monday; from Canon with three new MFP devices on Wednesday; and from Komori on Thursday with its very latest Lithrone press, which it describes as the ultimate one-pass double-sided printing press to meet the most demanding requirements.
The tailender is from Sappi and Felix Schoeller, who jointly announced on Thursday they are to develop sustainable packaging solutions by combining their unique core competencies.

That’s it until next time.

My best regards,
Mike Hilton
 

bildschirmfoto-2017-01-23-um-09-19-37

EFI Connect was a big success. Read more.

e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa and Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 16 January – actual date published also appears in article footline

Monday
New Intec CS3000 model launched today
Intec enhances ColorSplash digital imaging range with new CS3000 with affordability in mind for lower volume users…

Hubergroup develops MGA Natura sheetfed ink series
The fast-setting ink series is ideal for high-volume printing of food packaging and fast post-print processing…

Zünd adds more powerful, versatile, automated router
With the high-powered RM-L router option, Zünd brings to market a robust new 3.6kW routing solution…

Drytac announces new Polar Carpet film for graphics
Create ‘Slip Certified’ slip resistant short-term graphics for short pile carpets with Drytac’s Polar Carpet film…

Tuesday
Advantage Ricoh in digital colour printing stakes
ADP has swopped Xerox for Ricoh and it is thumbs up for the C9110 from the Dorchester UK printer. By Gareth Ward…

Classic Open House for Heidelberg’s classic X-Press
Open House at Classic Litho + Design, Inc. showcases cost-effective benefits of high-spec Heidelberg Speedmaster CD 102…

Pureprint has fast turnaround work covered with Foliant
IFS-supplied Foliant Taurus Laminator supports demand for 24-hour delivery at Pureprint Group in the UK…

Edale eight-colour press for EVA in Thailand
EVA Enterprise in Bangkok, Thailand, returns to Edale to invest in full UV FL3 eight-colour label printing press…

Wednesday
Fujifilm and USS Graphics: A South African success story
Full-service South African commercial printer strengthens its Fujifilm partnership with second Inca Digital Onset in two years…

Heidelberg digital and litho live at PrintWeekLive!
Under the banner Simply Smart there will be a Press Center XL 2 and Versafire CV five-colour B3 digital press; with Anthony Thirlby representing Heidelberg on the discussion panel…

EFI Connect once again reached sell-out capacity
Global EFI customers from 37 nations jumpstart their business opportunities in 2017 at sold-out Connect conference…

Canon announces three new imageRunner Advance MFPs
New Canon multi-function printer series designed to meet the demands of today’s modern office environments…

Thursday
Sappi Europe and Felix Schoeller Group to collaborate
Sappi and Felix Schoeller to jointly develop sustainable packaging solutions by combining their unique core competencies…

Komori announces Lithrone GX44RP debut
Komori has developed the ultimate one-pass double-sided printing press to meet the most demanding requirements…

First EFI Nozomi C18000 for Hinojosa in Spain
Hinojosa selected for first worldwide installation of EFI’s Nozomi C18000 single-pass LED inkjet corrugated board press…

MPS EF SYMJET hybrid press first for North America
Meyers is first in North America to purchase the MPS EF SYMJET digital UV inkjet label press powered by Domino…

Friday
Ricoh at Hunkeler Innovationdays 2017 in Lucerne
Ricoh to focus on end-to-end workflow with Ricoh Pro VC60000; and Pro C9100 at Hunkeler Innovationdays in February…

Premier boosts productivity with Promatrix 106 CS
Premier Folding Carton in Cincinnati reaping the benefits of Heidelberg’s Promatrix 106 CS die-cutting machine…

El Paso Paper Box adds KBA Rapida 106 seven-colour
Texas firm differentiates itself with perfecting, full inline UV, upgraded quality controls, and faster productivity…

Campus Digital Imaging adds EFI Vutek 3r LED printer
Newly launched roll-to-roll model replaces three printers, improving throughput and enabling same-day delivery for Israeli firm…

A couple of the key articles from last week… 

Xaar signs piezo inkjet printhead partnership with Xerox
Xaar has signed an agreement with Xerox Corporation to partner for bulk piezo inkjet printhead production…

Ricoh achieves BPIF ISO 12647 certification
Ricoh UK Products Ltd achieves world’s first UKAS accredited ISO 12647 certification for a digital press manufacturer…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, folding and finishing, and consumables. with offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’. Visit the drupa 2020 Website.You should also visit blog.drupa.comfor the very latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017
Only 49 articles for last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Online Features Nov/Dec Chapter 08

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Improving colour across suppliers
Colour is an integral part of every product we see and touch, and it elicits an emotional response. By Shoshana Burgett, director of corporate strategy for X-Rite Pantone…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

Trumping the Paris Agreement
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 20 Jan

Previous…   
Packaging Technology Cuts Emissions
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 13 Jan

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017
This is the brand new series for 2016 – 2017. The first 18 can now be found in this special section in the Index on our Website Home Page. All have illustrated PDFs to download.

No 19 – Installation Basics for Wide Format Projects
Have you ever heard that print is dead? Well, if you have, I’m sure you disagree, especially when we look at the development of digitally printed options. By Paul Lindström

No 18 – Machine Head
Investing in the right wide format equipment is paramount for any digital print provider. With options more diversified than ever, just how do you find out which machine will really rock your shop? By Sonja Angerer…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf 2016 – 2017

Previous…   
Messe Düsseldorf to reconstruct Southern Section
Plans for the reconstruction of the South Entrance and Halls 1 + 2 in a EUR 140m investment approved for completion in 2019…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,   Heidelberger Druckmaschinen AG, Kemtek Imaging Systems,  Leonhard Kurz Stiftung, Manroland Web Systems GmbH, Ricoh Europe, Sappi Limited  and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

ValuePublishing ValueTrendRadar Analysis 2016 2.001.jpeg

Hochattraktiv für Start-Ups wie PastBook, Amsterdam: Print in Kombination mit Social Media erschließt weltweit neue Kundengruppen. Bildcollage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Executive Summary der Analyse von Andreas Weber, Head of Value

Siehe auch den Kommentar zur Analyse!  |  English Version

 

Nicht nur an den Börsen, sondern v. a. bei professionellen Investoren ist Print ein zunehmend relevantes Thema. 

Aber: Für Aussenstehende resp. Branchenfremde tun sich im Detail viele Fragen und sogar Widersprüche auf; es ist fast unmöglich, sich aus dem Stand einen Überblick über die Lage von „Print als Business“ zu verschaffen. Der Grund: „Print is big“ – mit rund 898 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2015 (ca. 830 Milliarden Euro).

Um Print richtig einschätzen zu können, müssen drei Betrachtungsebenen untersucht und bewertet werden:

  1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung
  2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft
  3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten

 


1. Print in seiner (globalen) wirtschaftlichen Bedeutung

  • Der Print-Markt ist hoch bedeutend und braucht sich kaum hinter dem Automobilbau, dem Finanzsektor oder der Werbebranche verstecken. Dies ist eigentlich kein Novum, sondern seit Generationen so!
  • Ein wichtiger Trend im Druckereimarkt: Druckereien verschlanken sich; dennoch muss selbst bei sinkenden Produktionsvolumen die Wertschöpfung steigen. Druckereien müssen daher nach wie vor investieren, um effizienter produzieren oder neue Wachstumsfelder erschließen zu können.
  • Es wurde durch die drupa 2016 auf globaler Ebene klar, dass Printmedien keinesfalls aus der Zeit geraten sind, sondern wirkungsvoller denn je eingesetzt werden können. Schwarzmalererei ist also falsch. Die Aussichten sind bestens!
  • Aber: Die Wertschöpfung mit Print wächst nur dann, wenn die Nachfrage nach zeitgemäßen Print-Produkten nachhaltig stimuliert wird. Print ist kein Selbstläufer!
  • Die Zukunft von Print wird getragen durch fulminante, marktkonforme, neuartige Konzeptionen, die die professionelle Herstellung, Distribution und Nutzung von Printmedien integrativ angeht.
  • Erfolgskritisch ist, sich im Print nicht nur vertikal in einzelnen Anwendungsbereichen zu positionieren, sondern spezifisch auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und dauerhaft eine Innovationsführerschaft zu übernehmen.

Der Weltmarktführer bei Online Print, CIMPRESS, hat mit seinem neuen Headquarter an der US-Ostküste einen kreativen Tempel für die Kunst des Druckens geschaffen, der talentierte Digital Natives als Mitarbeiter anzieht. Fotos: Screenshots aus Architektur-Video vom mp-architects. 


2. (Unvermutete) Wachstumstreiber im Print-Geschäft

A) Starke Wachstumsimpulse für Print durch Digital-Pioniere

B) Online Print — das derzeit dynamischste Wachstumssegment

  • Als Schrittmacher und auf bereits starkem Umsatz-Niveau verzeichnet der Online-Print-Sektor mehr als alle anderen Bereiche der Druckbranche ein zweistelliges und damit deutlich höheres Wachstum sowie maximale Profitabilität durch Standardisierung und Automatisierung.
  • Relevante technische Innovationen werden äußerst schnell identifiziert und so umgesetzt, dass sie sofort zur Wertschöpfung beitragen. 
  • Der Boom bei der Mass Customization im Print wird die Entwicklung beschleunigen.

C) Zukunftsweisend: 4D Printing eröffnet neue Dimensionen

  • Das druckgrafische 4D Printing-Verfahren zählt zu den global wichtigsten „Emerging Technologies“ (Gartner) und startet erst im Markt. Noch ist es zu früh, um mit validen Marktdaten/Kennziffern aufzuwarten. Schaut man aber auf das dynamische Wachstum von 3D Printing insgesamt, lassen sich Parallelen erkennen und bewerten.
  • Die hohe Bedeutung und exzellente Perspektive von 4D Printing ist in jedem Fall klar: Es werden nicht nur Druckereien resp. agile Online Print-Betriebe eingebunden, sondern auch Unternehmen aller Art, Konsumgüterhersteller, der Handel und sogar Online-Start-ups.

D) Packaging: Königsdisziplin mit weltweitem stärkstem Wachstum

  • Fast die Hälfte des globalen Umsatzes mit Print entsteht durch „Packaging“, den Verpackungs- und Etikettendruck: Bis 2018 werden es rund 472 Milliarden Euro sein (2015: rund 390 Milliarden Euro).
  • Der Markt für Verpackungs- und Etikettendruck expandiert derzeit um rund 25 Milliarden Euro pro Jahr und wird bald über 50 Prozent des globalen Druckvolumen ausmachen. Der Online-Handel sowie Multichannel-Anwendungen mit Kommunikation am Point-of-Sales sind zentrale Wachstumstreiber.
  • Als wichtigste Verfahrenstechniken dominieren der Offset- und Flexodruck äußert stark und werden auch in 10 Jahren noch das Gros der Produktionen bewältigen müssen. Digitaldruck-Techniken (speziell Inkjet-Druck) wachsen überdurchschnittlich, v. a. durch Kooperationen von Herstellern, aber auf niedrigem Niveau.
  • Die Nase vorn haben diejenigen Druckereien, die integrierte Lösungen kundenorientiert und mit hoher Automatisierung/Standardisierung sowie digitaler Prozesskompetenz anbieten.

 


3. Positionierung und Strategien der Techniklieferanten – Vom Silo-Denken zur kundenorientierten Ganzheitlichkeit

  • Die Zahl der Techniklieferanten für Druck- und Papiertechnik geht in die Tausende. Kunden aus der Druckindustrie sind mit einer Vielzahl von Angeboten konfrontiert, die sich mehrfach überlagern respektive deckungsgleich sind.
  • Trotz allem und wohl auch durch die Omnipräsenz der Digitaldruckhersteller, die allzu gerne den Untergang von Print prophezeiten, falls nicht in Digitaldruck investiert werde, gerieten die traditionellen Hersteller von Offset-, Tief-, Flexodruck-Technologien scheinbar ins Hintertreffen.
  • Aber: Die Traditionskonzerne Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck) und Koenig & Bauer AG (KBA) mussten zwar heftige, existenzbedrohende Krisen durchlaufen, haben aber ihre starke Position behauptet und sich komplett erneuert.
  • Die (totgeglaubte) Offsetdruck-Welt hat einen Neustart erfolgreich vollzogen und die Digitaldruck-Welt pro-aktiv integriert. Wohingegen die Digitaldrucktechnik-Welt mehrheitlich mit ihren (Stand-alone-)Eigen-Lösungen in Silos verhaftet bleibt und auf Verdrängung durch Substitution setzt.
  • Anleger und die Börse haben den Neustart der deutschen Maschinenbauer KBA und Heideldruck zur drupa 2016 honoriert. Entsprechend entwickelten sich die Umsatz- und Ertragslage der beiden Firmen positiv — mit zuversichtlichen Prognosen für eine steigende Kursentwicklung.
  • Demgegenüber haben sich die Ambitionen und der hohe Forschungsaufwand auf die Börsenkurse der reinen Digitaldrucktechnik-Firmen bis dato nicht positiv ausgewirkt.
  • Die beiden deutschen Druckmaschinenhersteller KBA und Heideldruck, als Branchenprimus, verteidigen erfolgreich ihre Führungspositionen und wachsen wieder profitabel; wobei Heideldruck aus heutiger Sicht durch seine ganzheitlich durchdachte und zielführende Strategie zur Digitalisierung mit Fokus auf Print die besten Perspektiven bietet, um seine dominante Markposition auch im Digitalzeitalter weiter auszubauen.
  • Im Ergebnis ist Heideldruck zum Schrittmacher der digitalen Transformation der globalen Druckbranche geworden. Denn es werden nicht nur unterschiedliche Printtechniken, sondern das gesamte Druckerei-Management inklusive der digitalen Administrations- und Prozessteuerung sowie Cloud-basierte Services zur optimalen Vernetzung einbezogen. Die Maßgabe ist dabei die bestmögliche Kundenorientierung.

 

 


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Neben der Studie sind auch individuelle Webinars und Coachings möglich, um aus den neuen ValueTrendRadar-Analyse-Erkenntnissen die individuell zielführenden Handlungsempfehlungen abzuleiten. 

#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


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Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

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Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

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Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

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Graphic Repro On-line News Review to Friday 22 January 2016

A Happy New Year to all our readers and followers, subscribers and sponsors. Despite the challenges, I sincerely hope 2016 will turn out to be a good one for all of us as we approach drupa in Düsseldorf at the end of May, preceded by FESPA Digital in Amsterdam in March. 

Welcome to news highlights for the last few days or so in 2015, and then for the New Year, along with Laurel Brunner’s Verdigris Blogs for the first three weeks of 2016. You will also find the very latest in our FESPA Newsroom for the upcoming FESPA Digital and its associated events in Amsterdam in March, as well as the very latest FESPA corporate news for the Southern European Print Congress in Italy in April. You may also take note that the deadline for this year’s FESPA Awards has now been extended until 15 February.

The latest also appears in our drupa Newsroom from visitors and the organisers, together with the most recent Expert Article No 6 by Ron Gilboa, director of InfoTrends’ Production & Industrial Printing Advisory Service. Please don’t miss them as drupa 2016 is just asround the corner.

I won’t highlight the news this week as there are a lot you can browse through yourself. Just don’t miss EFI and Xaar appointments, and also those from KBAIFS, and Heidelberg and Gallus in the UK. Gerold Linzbach is also back at work as CEO of Heidelberg. You’ll find some stunning sales and installations, including web presses from KBA and Manroland Web Systems, and several important pieces of new kit, too… especially from KAMA and Duplo, and Epson with a new range of wide-format inkjet presses.

Newsmaker of the year thus far and as my tailender, goes to UPM Kymmene for its various environmental awards and accolades. Our sincere congratulations to everyone involved.

I’ll be back next week around the same time.

Mike Hilton 

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Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 27,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pages

Wed 23 and 30 Dec…   EFI appoints CIO to leadership team
Silicon Valley IT executive Sheri Rhodes has joined Electronics for Imaging as chief information officer…

Flint Group confirms the acquisition of Xeikon
Flint has confirmed the acquisition of Xeikon, which will propel the organisation further into the digital solutions market…

Mon 04 Jan 2016…   Happy New Year 2016 to all our Website visitors
To all our visitors and sponsors, we wish you the Compliments of the Season and a very Happy and Peaceful New Year in 2016…

The digital transformation of industrial printing
Touch the future. Drupa expert Article No 6 by Ron Gilboa, a director of InfoTrends’ Production & Industrial Printing Advisory Service…

Manroland Sheetfed’s fourth profitable year in a row
Consistency and stability put Manroland Sheetfed on course for fourth profitable year, and most profitable in recent memory…

IFS UK chairman role for Tony Hards
On 1 January 2016, after a lifetime serving the print industry, IFS’s Tony Hards has become company chairman…

YMC April Summit in Budapest high on 2016 priority list

New board at FINAT’s Young Managers Club ready for 2016.

Wed 06 Jan…  Epson to show power of inkjet for homewares at Heimtextil
Coordinated plates, cutlery, vases and tables decorated using Epson dye sub shows opportunities for décor specialists…

The Mimaki visualisation of things kicks off in 2016
European January 2016 trade show schedule focuses on textiles, promotional items and signs & display graphics…

Kornit Digital teams with Turnowsky for Heimtextil
Leading design house and digital inkjet technology leader to demonstrate opportunities for the home textile industry…

Xeikon plans we approach for Heimtextil 2016

Xeikon to feature innovation in wallpaper production at Heimtextil 2016 in Frankfurt Decoration Suite…

Mon 11 Jan…   Tali Digital adds first Truepress Jet W3200UV HS in Africa
Sandton-based Tali Digital has installed the first Screen Truepress Jet W3200UV HS wide-format printer in South Africa…

Professor Neil Hopkinson joins Xaar
Xaar strengthens its 3D printing business with the appointment of Professor Neil Hopkinson as director of 3D Printing…

New Year appointments at Heidelberg UK
Derek Gillard to take on national second-hand sales, making way for Neil Fletcher, Andrew Hall and Bill McCudden…

New head of digital sales Europe at Gallus
Karl-Gerhard Amerongen has joined the Gallus Group in St. Gallen, Switzerland as head of digital sales Europe…

Wed 13 Jan…   UPM Kymi pulp mill officially reopened
UPM celebrates inaugural opening of expanded and revamped Kymi pulp mill in Kuusankoski, Finland…

Thu 14 Jan…   
Ricoh set to debut at FESPA Digital 2016
Ricoh will exhibit at FESPA Digital in Amsterdam in March for wide-format digital and textile event’s tenth anniversary…

Heidelberg CEO returns to work

Gerold Linzbach returns to his duties as CEO of Heidelberg…

IST offers LE-UV and LED-UV retrofits in UK
IST (UK) launches retrofit service for LE-UV, LED-UV/LUV and conventional UV drying on Heidelberg presses…

Wed 20 Jan… Epson launches new range of SureColor SC-S printers
New trio of 1625mm printers designed to deliver new levels of quality and productivity for signage and display graphics…

New super-fast Epson 1625mm printer for production print
The new Epson SureColor SC-P20000 combines the highest quality at print speeds of up to 17.5 sq/m hr, even when unattended…

Heights UK to launch new Titanium plate processors
Heights announces the launch of the new, high end Titanium range of thermal plate processors in January 2016…

KBA Commander CL for Mitteldeutsche Zeitung in Halle

DuMont media group in Cologne, Germany and one of KBA’s oldest customers expand their 180-year-old partnership…

TCG Legacy adds first Linoprint CP in North America
TCG Legacy anticipates a 20 per cent increase in uptime with Heidelberg’s Linoprint CP digital press…

Thu 21 Jan…   UPM joins United Nations Global Compact LEAD
The United Nations invites UPM in a Finnish first to join the world’s top 50 sustainability leaders…

Heidelberg boosts automation levels in computer-to-plate
Lean processes and extensive automation help companies stand out from the competition in industrial print production…

Sell-out EFI Connect opens in Las Vegas
EFI Connect highlights end-to-end integrated solutions and new market opportunities for customers…

EFI launches new Imaging of Things exchange

At the Connect Conference, EFI announces new exchange to connect customers with other professionals and and print buyers…

Evian used Sappi Fusion to win German Packaging Award

Model AG of Switzerland came up with a smart idea using Sappi’s bright white Fusion topliner…

SMP Group adds Europe’s first Inca Onset X3
SMP Group boosts industrial printing capabilities following installation of Europe’s first 14-channel Inca Onset X3…

Kartongbolaget is first HP Indigo 30000 in Scandinavia

Kartongbolaget i Hälsingborg in Sweden becomes first in Scandinavia to install the HP Indigo 30000 Digital Press…

Graphic Packaging returns to Heidelberg for second VLF press
Less than a year after installing the UK’s first 18,000sph Speedmaster XL 145 press, GPI adds second machine…

Roland 700 Evolution for Grafiche Badiali Italy
Grafiche Badiali celebrates 80 year anniversary with a new five-colour Roland 700 Evolution with coater…

Fri 22 Jan…   New Lithoman addition for Remy-Roto in Belgium
Belgian printing company invests in a second Lithoman commercial printing press from Manroland Web Systems…

Five Epson SureColor SC-S60600 for Photobox

Photobox chooses five new-generation Epson Surecolor SC-S60600 printers to boost photo canvas production capacity…

KBA strengthens UK sheetfed sales team for 2016

Peter Banks has joined KBA (UK) to add extra firepower to the sheetfed sales team to meet growing demand…

Richard Warnick to head up KBA Flexo in UK and Ireland

Richard Warnick to head UK and Ireland sales for new KBA-Flexotecnica flexographic printing systems division…

Duplo targets digital print with 150Cr Booklet launch

Duplo has introduced the 150Cr Booklet System to its expanding product portfolio to meet growing market entry-level demands…

KAMA launches new generation of ProCut 58
The compact die-cutter has undergone a comprehensive upgrade for even more efficient finishing for short runs and digital prints…

ACTEGA Terra and Sappi Algro wall calendar has big impact
ACTEGA, Europe’s leading manufacturer of overprint varnishes, has again used Sappi Algro Design for its calendar…

Fifth joint calendar project by ACTEGA Terra and KBA

‘Under the deep blue sea’ unites high quality print finishing and digital media for the first time to create a meaningful symbiosis…

First TRESU iCoat coater in-line with HP Indigo 10000
TRESU Group announces first sale of iCoat coater for integration inline with the HP Indigo 10000 digital press…

Cowan to step up to B2 production in the Spring

Cowan Print plans to spring into B2 in May when it takes delivery of a Heidelberg Speedmaster SX74-5H…

Intec and Canon provide unique solution to key account

Intec Printing Solutions and Canon partner to provide Canon customers with niche envelope printing ability…

Galloways beefs up its digital with a Linoprint CV
Four years after installing a Linoprint C751, Galloways returns to Heidelberg for a supplementary digital press….

Melody Press re-tunes its bindery with Horizon

The new Horizon SPF/FC200A from IFS delivers four-fold productivity increase at Guernsey operation…

Lead articles from Friday 18 December in last 2015 update…

Previous…   Komori Impremia IS29 to be launched in Europe
Komori’s Digital LED-UV Inkjet Impremia IS29 Sheetfed Printing System arrives at Komori Europe’s Graphics Centre in January…

Heidelberg UK to sell Gallus labels products
Heidelberg has wholly owned Gallus since August 2014. HeidelbergUK to take on Gallus UK staff and labels portfolio on 1 April 2016…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

Electronics For Imaging  (EFI) is a world leader in digital imaging and print management solutions for the commercial printing market. Its portfolio of integrated solutions span production and superwide format printing, graphic arts, advanced professional printing software, and industrial inkjet systems. Its technologies increase productivity by automating print and business processes To find out more visit the EFI Website.

Kodak Commercial Imaging  (Kodak) is a leading provider of innovative solutions for conventional, digital and hybrid print production environments. With the most expansive portfolio for the graphic communications market,  Kodak features technologies, products and services that help print providers streamline processes, optimise efficiencies, broaden services, and grow businesses. To find out more, visit the Kodak Graphics Website.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’ and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Webs ite.

Online Feature articles 2014 – 2015
There were again well over 90 last year, including nine downloads, as well as 92 articles in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2) on the Website.

Downloads in 2015 Chapter 01
There are currently three downloads available for you in this Chapter , where you can download the PDF.

Technology-related 2015 Chapter 02
You will find 20 current feature articles in this Chapter, with the most recent from Heidelberg.

Nov/Dec 2015 Chapter 08

Previous…    Bobst to celebrate its 125th anniversary at drupa 2016
Bobst, a family company based in the Swiss Canton of Vaud, is launching a year of events to celebrate its anniversary with dynamism and commitment…
 
Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs in 2016

NEW in 2016…   Spotters Guide to Greenwashing

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 22 Jan

Sounding Out Instruments for Growth

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 15 Jan

Carbon Balanced Paper

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 08 Jan

Previous…    No Cop Out
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 18 December

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index, as well as via the special Newsroom button on the right of the Home Page near the top. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use…

drupa 2016 Expert Article Series
Can be found in our Drupa Newsroom via the Index on the Home page.

NEW in 2016…   The digital transformation of industrial printing
Touch the future. Drupa expert Article No 6 by Ron Gilboa, a director of InfoTrends’ Production & Industrial Printing Advisory Service…

drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

2nd drupa Global Insights Report Executive Summary
Touch the future – Applications that can create growth. Printfuture (UK) and Wissler & Partner (Switzerland) were appointed by Messe Düsseldorf to conduct these two report series…

drupa 2016 News from Exhibitors
Latest additions can now be accessed in our Drupa Newsroom.

Finishing 4.0 from Muller Martini at drupa
Muller Martini interconnects all process steps in print finishing through its Connex workflow and data management system…

Previous in 2015…    Komori Inkjet Impremia IS29 official launch at drupa
Komori’s Sheetfed Inkjet Impremia IS29 Digital Printing System arrives at Komori Europe’s Graphics Centre in January prior to official drupa launch….

Muller Martini sets new milestones with Finishing 4.0
Drupa 2016: State-of-the-art drive technology enables print finishing to be targeted in an increasingly automated manner…

Bobst to celebrate its 125th anniversary at drupa 2016
Bobst, a family company based in the Swiss Canton of Vaud, is launching a year of events to celebrate its anniversary with dynamism and commitment…

DG press unveils plans for Drupa 2016
The newest technologies and a wide range of services for Drent Goebel machines will be presented by DG press in Hall 10…

Heidelberg to enable Smart Integration for drupa 2016
Heidelberg to showcase the next stage in automated print media production at drupa 2016…

Heidelberg at drupa 2016: ‘Simply Smart’
drupa 2016: Heidelberg to exhibit the digitised future of the print media industry under the motto ‘Simply Smart’…

FESPA Newsroom
The dedicated FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Digital 2016 Amsterdam

NEW in 2016…   FESPA Textile provides ideal location to learn and share knowledge
FESPA Textile Conference sessions 8 – 11 March to explore the exploding growth of the textile market…

Brett Martin’s latest range for FESPA debut
Brett Martin to exhibit wide range of substrates at FESPA Digital in Amsterdam in March…

World Wrap Masters competition powers up in Amsterdam
FESPA partners with Avery Dennison and Mimaki for the World Wrap Masters Series Final on 10 and 11 March…

FESPA Digital 2016 in Amsterdam sells out
FESPA is delighted to announce that FESPA Digital, European Sign Expo and FESPA Textile 2016 have all sold out…

FESPA Digital 2016’s Content Programme
Educational content to explore trends and opportunities in digital printing available to printers today and give them the power to expand their businesses…

Printeriors 2016 presents ‘The Print Hotel’
Interior design showcase and dedicated conference return with new concept for 2016…

Ricoh set to debut at FESPA Digital 2016
Ricoh will showcase its expanding portfolio of solutions with its first-ever stand at FESPA Digital in March…

Screen’s new Truepress Jet features at FESPA 2016

Screen Europe to use next year’s FESPA in Amsterdam to unveil further developments to its Truepress Jet 3200UV flatbed printer…

Sun Chemical’s world-class inks at FESPA Digital 2016
Global launchpad for SunTex and all new digital inkjet platform – Aquacure and innovative ink chemistry platforms…

FESPA News 2016

NEW in 2016…   Deadline extended to 5 February for FESPA Awards 2016

FESPA’s Global Awards programme recognises the crème de la crème of the print community…

Southern European Print Congress moves to Italy for 2016
FESPA’s 2016 Southern European Print Congress will take place from 19 – 20 April 2016, in Milan, Italy…

FESPA News 2015

FESPA Eurasia delivered its most successful edition
FESPA Eurasia 2015 confirms its position as leading regional event with largest exhibitor and visitor attendance to date…

Success in Shanghai for FESPA China 2015
FESPA China 2015, which took place from 21 – 23 October in partnership with CSGIA at the Shanghai New International Expo Centre, Shanghai proved to be yet another success for FESPA…

 
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Value Blog Dialog Harald Weimer 12-2015.001

© 2015 Bildcollage: Andreas Weber, Mainz: Fotos: Heidelberg.

 

Value Blog Dialog: Harald Weimer sieht Print durch Vernetzung und Integration an der Spitze automatisierter, smarter Kommunikationslösungen.

Von Andreas Weber

(English Version available)

 

Wie im Value-Blog und via ValuePublishing Social Media-Accounts berichtet und aus meiner Expertensicht analysiert: Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz: Heideldruck) schickt sich mit seinem neuem, Erfolg versprechenden Kurs an, die Leitmesse drupa 2016 als global-innovative Plattform zu nutzen, um der weltweiten Druckbranche bereits im Vorfeld „anfassbare” Visionen zu vermitteln. Das Motto „Simply Smart“ soll uns in die neue Welt von „Heideldruck 4.0“ führen.

Folgerichtig wollte ich im Nachgang zur Jahresend-Pressekonferenz vom 1. und 2. Dezember 2015 vertiefende Fragen an Heideldruck-Vorstand Harald Weimer stellen. Der Top-Manager verantwortet den Wachstumsbereich Heidelberg Services. Hier wird das Dienstleistungs- und Lösungsangebot des Konzerns gebündelt und, so wie es aussieht, zielgerichtet und marktorientiert ausgebaut.

Harald Weimer präsentierte sich in seinem ersten „Value Blog Dialog“ offen, zuversichtlich und vorwärtsgerichtet. Und er stellte bezogen auf das Print Media-Geschäft erstmals einen neuen Kontext her: Es gilt für uns alle zu verstehen, dass die Digitalisierung viele Chancen, aber keinesfalls Nachteile hervorbringt, die es gilt, mit Mut und Tatkraft zu meistern! — Das neue Credo im Blick auf die drupa 2016 (in meinen Worten): Digitalisierung wird Bestandteil der DNA einer Nach-Gutenberg-Ära bei der Print im 21. Jahrhundert durch Integration und Vernetzung zum Vorreiter und Erfolgsgaranten automatisierter Kommunikationslösungen wird.

 

Überblick: Kernaussagen von Harald Weimer

  1. Die Print Media-Branche ist ungebrochen stark und mit weltweit über 400 Milliarden Euro Jahresumsatz im Kerngeschäft stabil.
  2. Der Anteil individualisierter Printprodukte wächst dynamisch und basiert auf standardisierten Prozessen für industrielle Druck-Anwendungen.
  3. Industrie 4.0 respektive das Internet of Things inklusive Big Data sind Teil unserer DNA.
  4. Veränderungen, gerade auch disruptiver Art, sind nichts Neues. Sie zu bewältigen gehört schon lange zum Alltag.
  5. Die Print Media-Branche ist mit anderen Innovations-getriebenen Wirtschaftsbereichen auf Augenhöhe und braucht sich nicht zu verstecken.
  6. Digitalisierung im Print Media-Geschäft heisst nicht nur „Internet-Lösungen“ oder „Digitaldruck“ anzubieten.
  7. Print wird Teil einer Welt der „Smart Communication“ werden.
  8. Unsere neue Strategie beinhaltet daher das Versprechen „More than Machines“ sowie das Credo „Listen. Inspire. Deliver“, um bei unseren Mitarbeitern ein neues Wertebewusstsein zu verankern.
  9. Das Zusammenspiel zwischen Maschine-Prozess-Mensch ist neu zu definieren und bietet erhebliche Potentiale.
  10. Simply Smart — Wir denken im Team mit Partnern vom Endkunden her, um zu tatsächlichen Innovationen zu gelangen.
  11. Durch 4D-Printing rückt zunehmend in den Fokus, wie sich neuartige Printanwendungen auf Produkte des Digital Lifestyle beziehen.
  12. Die Individualisierung ist natürlicher Bestandteil der Digitalisierung, die durch Industrie 4.0/IoT weiter Fahrt aufnimmt. Im Zuge dessen entstehen automatisierte Printanwendungen nicht mehr über klassische Einkaufswege, sondern innerhalb von Multichannel-Szenarien.

 

Hinweis: Das Video von Rhein-Neckar-Fernsehen zeigt, wie Anwendungen von Printinnovationen sofort hohe Aufmerksamkeit finden. Es entstand während der Heideldruck Pressekonferenz am 2. Dezember 2015. 

 

Value Blog Dialog: Fragen und Antworten

Sie sehen starke Wachstumsperspektiven für das Medium Print im Digitalzeitalter. Welches sind die für Sie wichtigsten Aspekte für nachhaltigen Erfolg im Print Media Geschäft?

Harald Weimer: Zunächst etwas, was viele sich nicht bewusst machen: Die Print Media-Branche ist ungebrochen stark und mit weltweit über 400 Milliarden Euro Jahresumsatz im Kerngeschäft stabil. Wachstumstreiber sind das Segment Verpackungen und bei Verfahrenstechniken der Digitaldruck. Beides sorgt für Dynamik bei nach wie vor starker Bedeutung des Offsetdrucks. Erfolgreiche Druckereien steigern ihre Effizienz weiter, um maximal schnell und flexibel zu agieren und auf neue Anforderungen im Rahmen der Globalisierung zu reagieren. Der Anteil individualisierter Printprodukte wächst dynamisch und basiert auf standardisierten Prozessen für industrielle Druck-Anwendungen. Einher geht dies mit der Digitalisierung der Geschäftsmodelle und der gesamten Lieferkette, um Kunden und Lieferanten für erweiterte Dienstleistungen einbetten zu können. Unser integrierter Ansatz z. B. mit Smart Print Shop und Smart Services beflügelt diese Entwicklungen, da wir dadurch das Prinzip der Industrie 4.0 bei unseren Kunden wie bei uns selbst verwirklichen können.

Das heisst, die Print Media-Branche inkl. ihrem Lieferanten Heideldruck steht bei der digitalen Transformation bereits sehr gut da?

Harald Weimer: Ja, denn die wichtigsten Voraussetzungen sind geschaffen und werden fokussiert ausgebaut. Industrie 4.0 respektive das Internet of Things inklusive Big Data sind Teil unserer DNA.

Das erstaunt. Gerade in Deutschland wird aller Orten gejammert und die Vorstellungswelt der Print Media-Branche wirkt sehr wert-konservativ. Viele denken nach wie vor, das Internet sei der Feind des Gedruckten…

Harald Weimer: An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die vielen Printbetriebe und unsere Kunden brechen. Veränderungen, gerade auch disruptiver Art, sind nichts Neues. Sie zu bewältigen gehört schon lange zum Alltag. Gleichzeitig wissen wir aus der Vergangenheit Kraft und neuen Mut zu schöpfen. Die Wende vom handwerklichen zum industrialisierten Printgeschäft ist bei den meisten unserer Kunden vollzogen. Es stellt sich nicht die Frage des „ob“, sondern des „wie“. Angefangen mit automatisierten Produktionsabläufen, inkl. dem längst etablierten JDF (Job Description Format) bis hin zu web-basierten Benchmark-Funktionen aus der Cloud sowie Real-Time-Daten aus den Maschinen entsprechen unsere Lösungen doch längst schon den Maßgaben des Internet of Things. Die Print Media-Branche ist mit anderen Innovations-getriebenen Wirtschaftsbereichen auf Augenhöhe und braucht sich nicht zu verstecken.

 

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Grafik: Heidelberg

 

Zweifler und Kritiker sagen stets: Die Komplexität wird aus Sicht vieler Druckereien durch die Digitalisierung noch größer. Und damit steigt die Zahl der Bedenkenträger, ob das alles zu bewältigen sei. Wie halten Sie dagegen?

Harald Weimer: Die Digitalisierung bietet für die Print Media-Branche enorme Chancen, aber keine Nachteile. Durch die Integration inklusive der Vernetzung der Produktionsabläufe läßt sich Komplexität reduzieren…

…können Sie bitte ein Beispiel nennen?

Harald Weimer: Es gibt schon heute Druckereien, die ihre digitalen Kunden-zu-Kunden-Beziehungen auf Basis von Industriestandards und Automatisierung entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette ausbauen. Kunden und Markt honorieren das mit zweistelligen Wachstumsraten.

[Anm. d. Red.: Zufall oder nicht. Fast zeitgleich zu meinem Value Blog Dialog mit Harald Weimar publizierte der Nachrichten-Sender N24 am 16. Dezember 2015 breitenwirksam aktuelle Testergebnisse. Siehe: „Online-Druckereien im Test — Sehr gute Qualität, stark unterschiedliche Preise“.]  

Und das heißt?

Harald Weimer: Wesentlich ist aus meiner Sicht zu differenzieren: Digitalisierung im Print Media-Geschäft heisst nicht nur „Internet-Lösungen“ oder „Digitaldruck“ anzubieten. Die notwendige Intelligenz liegt im gesamten Workflow, in der nahtlosen, smarten Konfiguration der Gesamtprozesse zur bestmöglichen Erfüllung der Kundenwünsche. Dadurch sind Innovationen im Angebot möglich, das im Team mit den Kunden der Druckereien weiterentwickelt werden kann. Es hilft uns allen sehr, wenn wir klarer und sauberer mit den Begrifflichkeiten richtig umgehen.

Welche Rolle spielt Heideldruck in diesen umfassenden Szenarien? Wollen und können Sie alles aus einer Hand bieten?

Harald Weimer: Wir sehen uns als Lösungspartner und Integrator, der eigene Lösungsmodule mit denen von relevanten Partnern kombiniert und als vernetztes, individuell auszulegendes Lösungspaket nutzbar macht. Partner spielen für uns heute und in Zukunft eine bedeutende Rolle um Lösungen zeitnah in den Markt zu bringen. Anders als früher geht es uns nicht nur um die beste Druckbildqualität, sondern um zeitgemäße und zukunftssichere Lösungsangebote für die Erstellung und das verfügbar Machen von maßgeschneiderten Printprodukten.

Das bedeutet eine Zäsur bzw. Trendwende bei Heideldruck, die aber nicht von Heute auf Morgen von statten geht, oder?

Harald Weimer: Wir sprechen derzeit von der Roadmap zur drupa 2016, für uns eine Art Teststrecke, auf der wir Schritt für Schritt komplettieren, was ich anspreche. Entscheidend ist, wie gesagt, die Reduktion von Komplexität durch die Digitalisierung. Print wird Teil einer Welt der „Smart Communication“ werden, wie Sie das vor Jahren schon in ihrem gleichnamigen White Paper richtig erkannt haben.

 

 

Danke, dass Sie das White Paper erwähnen. Es ist mir nach wie vor wichtig! Wie sehen Sie den Bezug von Print zu dem, was ich mit Smart Communication charakterisiert habe?

Harald Weimer: Zeitgemäße Kommunikationslösungen, die Print einbeziehen, müssen flexibel und intuitiv zu bewerkstelligen sein. Das bilden wir bis dato Workflow-technisch mit Heidelberg Prinect ab. Der Endkunde bestimmt frei und ungebunden, wie er was produziert haben will. Egal, ob im Offsetdruck oder den verschiedensten Digitaldruckverfahren, die wir bereithalten. Unter der Überschrift „Smart Collaboration“ gehen wir nun entscheidende Schritte weiter: Das Angebot, das wir bieten, besteht nicht mehr nur im ‚Produkt‘ Druckmaschine. In einem weiteren Schritt werden die Kunden künftig online einen detaillierten Überblick über die eigene Maschinenperformance erhalten. Dadurch wird eine neue Vertriebsplattform für Software, Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien entstehen. Es sind die integrierten, smarten Lösungen, die unseren Kunden und deren Kunden besseren Erfolg bringen müssen.

Das heisst, Sie definieren die Rolle von Print und damit die von Heideldruck komplett neu?

Harald Weimer: Explizit sind hier einige Aspekte zu nennen, wo wir weiterführen, was wir auf der drupa 2012 begonnen haben: Mit dem Benchmarking schaffen wir Transparenz für unsere Kunden, die sich Online per App orientieren können, wo sie stehen und wo Verbesserungspotentiale liegen. Unsere Service Performance-Lösungen führen wir weiter, damit der Kunde auch seinen Kunden ähnliches bieten kann. Z. B. durch das Prinect Portal oder den Prinect Web-Shop. Dies führt zu neuen E-Commerce-Plattformen, um Geschäfte künftig anders abzuwickeln. Wir bieten unseren Kunden somit zu uns und unseren Partner ganz andere Zugänge.

E-Business wird also über Web-to-Print-Anwendungen hinaus eine wesentlich wichtigere Rolle spielen, die über die Möglichkeiten des klassischen Vertriebs hinaus führen?

Harald Weimer: Wir werden zur drupa digitale Plattformen bieten, die unsere erweiterten Services einfach auffindbar und nutzbar machen werden. Dazu gehört, seine „Peers“ finden zu können, aber auch spezifische Empfehlungen und Hilfestellungen. Im Ansatz praktizieren wird das schon, tun dies künftig aber in einer ganz neuen, digital erweiterten Dimension, bei der das Mensch-zu-Mensch-Verhältnis nicht leidet.

Das klingt nach dem, was man neuerdings unter „Customer Centricity“ zusammenfasst und provoziert einen Kulturwandel, geprägt durch einen hohen Interaktionsgrad. Wie wollen sie das bewältigen?

Harald Weimer: Wir fangen bei uns selbst an. Seit Generationen ist unsere DNA geprägt durch „Druckmaschinen“, wie der Firmenname sagt. Unsere neue Strategie beinhaltet daher das Versprechen „More than Machines“ sowie das Credo „Listen. Inspire. Deliver.“, um bei unseren Mitarbeitern ein neues Wertebewusstsein zu verankern. Wir beschreiben damit, was notwenig ist, damit Dinge ineinandergreifen können, damit wir aus dem Silo-Denken rausfinden. Das Zusammenspiel zwischen Maschine-Prozess-Mensch ist neu zu definieren und bietet erhebliche Potentiale. Dies spielt in allen unseren internen Kommunikationsmaßnahmen eine wesentliche Rolle.

Wie wirkt sich der Heideldruck-interne Wandlungsprozess auf ihre Kunden-und Marktkommunikation aus?

Harald Weimer: Externe Aspekte fassen wir unter unserem drupa-Motto „Simply Smart“ zusammen. Die Digitalisierung wird vom Markt getrieben. Wir müssen sicherstellen, passende und relevante Lösungsansätze zu bieten. Dazu müssen wir in neuer Art und Weise die Kommunikation unserer Kunden mit deren Kunden einbinden, zum Beispiel indem wir durch neue Tools unterstützen. Auf der drupa 2016 als Print Media-Leitmesse werden wir das in Real-Life-Szenarien umsetzen.

Das heisst, es rücken in Ihrer erweiterten Kunden-Kunden-Kommunikation Anwendungen in den Vordergrund?

Harald Weimer: Die bei der Dezember-Pressekonferenz vor Ort im mymuesli-Shop in Heidelberg gezeigte Lösung weisst den Weg. Es stand nicht unsere 4D-Druckmaschine im Fokus, sondern die Möglichkeit, dass der mymuesli-Kunde im Laden selbst seine eigene Müsli-Verpackung am iPad gestaltet und mit unserer Jetmaster Dimension Inkjet-Druckmaschine herstellt. Wir denken im Team mit Partnern vom Endkunden her, um zu tatsächlichen Innovationen zu gelangen.

 

 

Das Start-up mymuesli.com ist für Heideldruck aber kein typischer Kunde. Sieht das Ihr Innovationsansatz vor, da mehr zu tun? 

Harald Weimer: Unsere Strategie beinhaltet, erweiterte Marktchancen zu nutzen. Um Print zu stärken, müssen wir diesen Schritt gehen, wobei Online-Druckereien auch schon 4D-Printing-Lösungen von uns nutzen. Wir unterscheiden Lösungen im engeren Sinne für Druckbetriebe, und im weiteren Sinne für Kommunikationstreibende, z. B. am Point-of-Sales.

Welche neuen Impulse haben den größten Einfluss? 

Harald Weimer: Wir betrachten derzeit viele Ansätze, die sich durch die dynamisch wachsende Nachfrage bei individualisierten Produkten ergeben. Durch 4D-Printing rückt zunehmend in den Fokus, wie sich neuartige Printanwendungen auf Produkte des Digital Lifestyle beziehen.

Last but not least: Wird sich durch Industrie 4.0, also der professionelle Bereich der IoT-Anwendungen, die Art und Weise ändern, wie Druckaufträge zustande kommen? 

Harald Weimer: Die Individualisierung ist natürlicher Bestandteil der Digitalisierung, die durch Industrie 4.0/IoT weiter Fahrt aufnimmt. Im Zuge dessen entstehen automatisierte Printanwendungen nicht mehr über klassische Einkaufswege, sondern innerhalb von Multichannel-Szenarien. Unsere Lösungen müssen alle diese neuen Aspekte berücksichtigen. Insofern lohnt es sich für weite Besucherkreise, uns auf der drupa 2016 zu besuchen.

Besten Dank für Ihr Mitwirken beim Value Blog Dialog!

 

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Zur Person: 

Ich kenne Harald Weimer seit langem, bereits als er Mitte der 1990er Jahre bei Xerox mit Digitaldruck anfing, um dann 1998 zu Heidelberg in das Direct Imaging-Vertriebsteam zu wechseln. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur war stets ein kundiger, am aktuellen Marktgeschehen hoch interessierter Macher, der den konstruktiv-kritischen Dialog schätzt. Inzwischen verfügt er über umfassende internationale Erfahrung. Seit April 2014 baut er als Vorstand Services seinen Verantwortungsbereich erfolgreich aus. Sein Thema: „Future of Print Media Industry — Roadmap to drupa 2016“.

Kurzbiografie via heidelberg.com.

 

Value Blog-Videoimpressionen (in englischer Sprache) zum Thema „Digitalisierte Welt“ von der Präsentation von Harald Weimer auf Heidelberg Pressekonferenz am 1. Dezember 2015. Aufzeichnung: Andreas Weber per iPad.

 

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