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@ 2016 Großes Foto: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann. Kleines Foto und Bildcollage: Andreas Weber, Mainz.

 

Kommentar zur #drupamc von Andreas Weber | Englisch version available

Alle haben zur drupa media conference (kurz: #drupamc) vom 29. Februar bis 2. März 2016 einen super Job gemacht: Die Messe Düsseldorf, insbesondere das drupa2016-Team, die 15 Aussteller mit ihren Vorträgen, AD Communications als Organisationsagentur und zu guter Letzt die rund 100 anwesenden Fachjournalisten aus aller Welt, davon erfreulich viele Neulinge. Das ist gut so. Die Branche braucht neuen Schwung. Und ein neues Denken, dem die richtigen Taten folgen. Dafür soll die drupa 2016 stehen: Touch the Future, lautet das Motto, das drupa-Direktorin Sabine Geldermann ausrufen lässt. Gut so! — Aber: Nahezu unbeachtet bleibt weiterhin, die Kunden der Druckereien als maßgebliche Innovationsentscheider ins Boot zu holen. Insofern: Print kommt technologisch rasant voran, aber die Branche bremst sich selbst!

Auf einen Blick:

  • #drupamc war ein voller Erfolg.
  • HP will die Leitfunktion im Print übernehmen (begeht aber kommunikativ leider echte Patzer!).
  • Heideldruck ist der heimliche Star (dank der Partner Fujifilm und Ricoh).
  • Kodak wirkt „retro“ und Xerox tut sich ziemlich schwer trotz Produktneuheiten.
  • Canon überzeugt am stärksten mit #Unleashprint.
  • Bis zur drupa 2016 bleibt viel zu tun, um Kommunikationsdefizite auszugleichen, die Nutzendarstellung in den Fokus zu stellen (beyond technology) und endlich die Kunden der Druckereien zu mobilisieren.

Unbestreitbar: Aufbruchsstimmung und Zukunfts-Zuversicht sind wieder da (siehe auch: 3. drupa Insights Report). Das zeigten seitens der Technikanbieter fast alle Präsentationen, vor allem auch diejenigen von „kleineren“ und hochspezialisierten Ausstellern wie Kolbus, Bobst, Hybrid, Global Graphics, Datalase und v. a. von Pitney Bowes, einem Global Player, der den meisten drupa-Besucher noch unbekannt sein wird (siehe Zusammenfassung aller Firmenvorträge im ValuePublishing-Echtzeit-Report per Storify).

Schon im Vorfeld versprach die #drupamc hochspannend zu werden: Der Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck) war mit seinem drupa-Slogan „Simply Smart“ und einer disruptiv neuer Strategie voran geprescht. Es geht beim Erfolg mit Print nicht mehr primär um Maschinen, sondern um neuartige, integrierte Lösungen, die dem Digitalzeitalter und dem veränderten Medien-Nutzungsverhalten gerecht werden. Entsprechend sind neue Begriffe relevant: Internet-of-Things, Industrie 4.0, Cloud, Big Data, Apps, Automation, 3D, 4D, aber auch Customer Centricity u. a. m. Und natürlich neue Technologien, im Kern Cloud-Services sowie eine neue Generation von industriellen Inkjet-Produktionssystemen (siehe die Analyse und Bewertung von Bernd Zipper auf beyondprint.de).

Heideldruck war zwar nicht mit Vorträgen auf der #drupamc vertreten — man setzte auf eigene Pressekonferenzen im Vorfeld, was sich als kluger Schachzug erweisen kann. Trotz allem war Heidelberg omnipräsent. Vor allem, weil Heideldruck-Partner wie Ricoh und Fujifilm sich expressis verbis auf die Kompetenz von Heidelberg als wichtigste Stütze bezogen. Schließlich ist man bei Heideldruck führend in allen Belangen, die es braucht, um ein Druckerei-Geschäft erfolgreich managen zu können. Genau an der Stelle will HP mit seinem Graphic Solution Business (GSB) ansetzen, um Heideldruck den Rang abzulaufen. Nachdem man bei HP rund 12 Jahre auf „Heavy Metal“ gesetzt hat, wurde zur #drupamc die Kernkompetenz von HP als IT-Konzern aus dem Hut gezaubert: „PrintOS“ heisst das Zauberwort, mit dem HP nunmehr als flächenmäßig größter drupa-Aussteller Druckereien für sich gewinnen will. 

 

 

Bringt HP’s PrintOS die Wende?

In der Ankündigung heisst es vielversprechend: „HP Inc. eröffnet Druckanbietern auf der drupa 2016 neue Möglichkeiten — Cloud-basierte mobile Plattform HP PrintOS vereinfacht und automatisiert das Management der Druckproduktion“. Es gehe um „Neuentwicklungen, mit denen Druckdienstleister neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken können“. HP Top-Manager Rob Le Bras-Brown, Global Head of Print Marketing, äußert sich medial wie folgt: „HP zeigt auf der drupa 2016 die ganze Leistungsfähigkeit seines umfassenden Portfolios (…) Mit der heutigen Präsentation von HP PrintOS und weiteren Ankündigungen, die wir noch vor der drupa machen werden, folgt HP seinem Motto ‚Keep reinventing‘. Dies bedeutet, dass wir über die verschiedenen Bereiche der Druckbranche hinweg Neuentwicklungen vorstellen werden, mit denen unsere Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen können.“ Und François Martin, HP GSB Worldwide Marketing Director, fand smarte Worte, um zu betonen, dass es im Print-Business vor allem darum gehe, die analoge und digitale Welt perfekt aufeinander abzustimmen.

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Foto: Andreas Weber, Mainz

Der PrintOS-Senior Manager bei HP, Simon Lewis, lieferte eine überzeugende Präsentation. Seine Stimme überschlug sich fast beim Vortragen, gerade auch bei den Nachfragen der Fachjournalisten. Die Spezifikationen klingen vielversprechend und sollen laut HP unter anderem folgende Anwendungen umfassen:

  1. Box, ein Tool, das die Erstellung von Druckaufträgen aus nichtautomatisierten Quellen, wie E-Mail und File-Transfer-Services, vereinfacht. Häufig erfordert laut HP die Auftragsabwicklung im Vorfeld der Produktion einen unverhältnismäßig großen Zeit- und Arbeitsaufwand. Box standardisiert viele Prozesse und reduziert damit diesen Mehraufwand. Damit haben Anwender ein Werkzeug in der Hand, um ihre Auftragskapazität zu steigern und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
  2. Site Flow, ein Tool, das automatische Auftragserteilung, die Druckvorstufe und Shopfloor Management in sich vereint. Die Anwendung soll für Druckdienstleister in den Bereichen Business-to-Business und Business-to-Business-to-Consumer gleichermaßen geeignet sein. Site Flow ermögliche es Druckdienstleistern, ihren Kunden attraktivere Preise zu bieten. Zudem könnten sie damit ihren Service verbessern und noch einfacher täglich hunderte, tausende oder zehntausende individueller personalisierter Druckaufträge produzieren und bis zum Endkunden liefern.

 

Live-Video: Andreas Weber via iPad.

 

Nutzer von HP Indigo und HP PageWide Web Press sollen die PrintOS ab dem 31. Mai 2016 nutzen, Nutzer von HP Latex und Scitex voraussichtlich ab 2017. Viele Anwendungen sollen dem HP-Kunden mit bestehenden Serviceverträgen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Für bestimmte Anwendungen seien monatliche Nutzungsgebühren fällig. — Soweit die Ankündigungen, die wirklich vielversprechend klingen.

Zwischenruf: Man kann nicht nicht kommunizieren!

HOPPLA: Sind Kommunikations-Pannen bei HP die Ausnahme? Oder fehlt bei HP noch ein gesunder Mix aus  IT-Kompetenz und Kommunikationsbereitschaft? — Der Marketing-Aufwand, mit dem HP Inc. seine drupa-Neuheiten und vor allem PrintOS bei Druckereien promotet, ist gross. Die Budgets für Messeauftritte riesig. Die Wirkung wird durch mangelndes mediales Kommunikationstalent aber ziemlich beeinträchtigt. Auf Flickr hat HP eine eigene Sektion eingerichtet. Per 12. März 2016 haben die bis dato acht eingestellten Fotos aber nur 16 Aufrufe generiert. Überhaupt: Das Social-Media-Engagement von HP wirkt halbherzig: Man ist fast überall dabei, ohne aber tatsächlich Interaktionen zu erreichen. Views auf YouTube mit aufwendig produzierten HP-Videos z. B. werden zumeist wohl durch eigene Mitarbeiter generiert. Google-Suchen gestalten sich bei HP-Themen als schwierig. 

Gravierend sind handwerkliche Fehler: Der in der Pressemeldung vom 29.02.2016, 16:01 Uhr, von der PR-Agentur über F&H Porter Novelli, München, verschickte PR—Lobpreisungstext zu PrintOS bietet einen Link an, der noch am 12. März 2016, 15:44 Uhr, ins Nichts führte. „Oops. We can’t find that page for you“, wird lapidar angezeigt. PEINLICH. Denn es ist nicht das erste Mal, dass einem auf der HP-Website solches widerfährt.

Und last but not least: Presseanfragen, die über den Inhalt von Pressemeldungen hinausführen, stoßen of auf Unverständnis oder werden kaum beantwortet, wie auch zahlreiche Kollegen aus verschiedenen Ländern monieren; wer nicht einen HP-GSB-Manager persönlich kennt und/oder direkten Zugang hat, wird alleine gelassen.

Fazit: Will HP GSB seine angestrebte Leadership in Print glaubhaft machen, muss endlich professionell, marktorientiert und innovativ über Innovationen kommuniziert werden! 

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Chance abermals vertan? — Die Nutzendarstellung für Kunden der Druckereien wurde nicht thematisiert!

Zu kurz kommt allerdings das wirklich Wichtige: Welche Vorteile bringt HP damit dem Kunden der Druckereien? Hierzu wurde nichts verlautbart. Und das scheint mir sträflich. Denn nur darauf abzuzielen, dass Druckereien durch PrintOS einfacher und kostengünstiger ihrer Arbeit nachgehen, wird Print im Kommunikationsmix kaum stärken. Genau hierin liegt aber das, wofür die drupa 2016 stehen muss. Touch the future bezieht sich ja nicht nur auf Druckereien, die auf der drupa 2016 wiederum Milliardensummen für Technologien ausgeben sollen, um fit für die Zukunft zu werden. Sondern Touch the future ist eine Botschaft an alle, die die Innovation der Kommunikation vorantreiben müssen, um profitables Geschäft zu machen.

Apropos Profit und Wachstum: Ob gewollt oder ungewollt, HP stärkt mit PrintOS das Thema E-Business Print und den Online-Printing-Sektor ungemein, der alleine in Deutschland schon 2,5 Milliarden Jahresumsatz bringt (Quelle: EPOs Studie, https://www.epos-studie.de). Dies ist wichtig zu erkennen, weil E-Business Print und Online-Printing im Messeangebot als übergeordnete, eminent wichtige Gattungsbegriffe für die Zukunft der Printbranche nicht vorkommen.

Immerhin: HP Inc. hat sich aus der Deckung gewagt, was man von anderen Platzhirschen wie Kodak oder Xerox nicht sagen kann. Die Kodak-Präsentation wirkte wie ein Schritt zurück ins 20. Jahrhundert. Nichts innovatives, eigentlich nur Verbesserungen des bestehenden Angebotes und ein Bekenntnis, dass man auch die analoge Welt des Druckens brav bedient. Ähnlich bei Xerox: Neue Inkjet-Drucksysteme wurden vorgestellt. Und zugleich wurde versichert, dass trotz des im Februar 2016 angekündigten Firmen-Splits alles beim Alten bleiben wird. Hoppla: Ist das eine gute gute oder eine schlechte Nachricht?

Aus deutscher Sicht ist Xerox im Profi-Druckmarkt nahezu diffundiert. Und wird bei Professional Print nur noch über ein paar engagierte und kompetente Handels- und Systemhäuser am Leben gehalten. Konzern-weit gesehen, gingen bei Xerox vor knapp 2 Jahren ein Drittel der Umsätze mit Printtechnik verloren. Wesentliche Impulse muss Xerox aber aus sich selbst heraus schöpfen, zum Beispiel, indem Xerox „beyond Print“ denkt und eigene Lösungen wie XMPie besser in den Fokus rückt, da per XMPIe die Kluft zwischen Print- und Online-Kommunikation per Multichannel-Szenarien perfekt geschlossen wird.

 

Impressionen von der #drupamc, inkl. der von EFI CEO Guy Gecht vorgestellten neuen drupa-Musik! Video-Anmination: Andreas Weber.

 

Um so eindrucksvoller war zu sehen, wie harte Xerox Wettbewerber wie Konica Minolta oder auch Ricoh exzellent aufgestellt sind. Ebenso Fujifilm und Epson, die fast bescheiden auftraten und für viele Fachkollegen zahlreiche Überraschungen aufboten. Zu nennen ist neben dem Fujifilm/Heideldruck Inkjet-Kooperationsprojekt „Primefire 106“ vor allem das Epson PaperLab, eine kompakte Maschine, mit der man selbst DIN A4/A3-Recycling-Papiere herstellen kann. (Wobei das Epson PaperLab seit Anfang Dezember 2015 bekannt ist, also keine Neuheit zur #drupamc war). Sogar der sich zum Mischkonzern entwickelnde Spezialitätenanbieter EFI präsentierte mitreissender und weitsichtiger als Xerox, worauf es ankommt. EFI CEO Guy Gecht nutzte in seiner berühmt-berüchtigt-humorvollen Darbietungsweise die Traumfabrik Hollywood, um die Zukunft von Print begeisternd als dynamischen Wachstumsmarkt darzulegen. Zum Abschluss präsentierte Guy Gecht einen eigens neu vorgetragenen Song, der Billy Joel’s „We didn’t Start the Fire“ mit einem für die drupa und die globale Print-Branche neu geschaffenen Text versieht. GROSSARTIG!

 

Mark Lawn and Peter Wolff, Canon Europe, erläuterten den neuen #UnleashPrint-Kommunikationsansatz des Imaging-Konzerns.


#UnleashPrint — Canon trumpft auf und beeindruckt nachhaltig!

Allen voran trat Canon fulminant auf. Der global führende Imaging-Konzern lieferte ein überzeugendes Bekenntnis zu Print und zum Markt für professionelles Drucken auf industriellem Niveau. Wer die Gelegenheit hatte, im Oktober 2015 bereits in New York City, Paris, Shanghai oder Tokio die Canon Expo zu besuchen, konnte gewappnet sein. Dabei war ersichtlich, dass Canon tatsächlich über das breiteste Anwendungsspektrum verfügt: Als einziger drupa-Aussteller deckt Canon alle sechs drupa Highlight-Themen ab: Print, Packaging, Green Printing, Functional Printing und 3D-Printing sowie Multichannel. Das ist insofern spezifisch für die drupa 2016 und generell für die Print-Branche wichtig, da Canon als Marke die größte Strahlkraft hat, im B2B wie im B2C!

Natürlich zeigt Canon wie andere Aussteller auch innovative Technik. Aber alles im Kontext mit Lösungen, die Druckereien wie auch deren Kunden zugänglich sind respektive klare Vorteile bringt. Entsprechend wird der Canon Messestands Anwendungsbereiche widerspiegeln, damit alle Besucher die für sie interessantesten Lösungen auf Anhieb finden können. Im Einzelnen sind das:

  • Akzidenzduck
  • Geschäftskommunikation, einschließlich Transaktions- und Direct Mail Druck
  • Publishing, einschließlich Büchern, Zeitschriften und Zeitungen
  • Werbe- und Kreativbereich, einschließlich Display-Grafiken
  • Funktions-/Industriedruck einschließlich 3D-Druck
  • Verpackungsdruck
  • Fotografie-Produkte

Wahrlich, das ist das volle Spektrum dessen, was heutige und künftige Marktanforderungen erfüllen kann! Canon setzt dabei nach eigenem Bekunden auf die Kombination von marktführender Technologie, Know-how und kontinuierlichem Kundendialog, um Druckdienstleister bei der Implementierung von kundenorientierten digitalen Geschäftsmodellen zu unterstützen, die ihr gesamtes Geschäftspotenzial freisetzen.

Damit dies verständlich und auch ubiquitär kommunizierbar wird, geht Canon bis dato als einziger Aussteller zeitgemäß-neue Kommunikationswege: Der Hashtag #UnleashPrint (zu deutsch: „entfessele Print“) soll im Rahmen einer Multichannel-Kommunikationskampagne auf den relevanten Plattformen nicht nur Print-Dienstleister ansprechen, sondern auch Innovations-Entscheider, die sich für Print im Kommunikationsmix und damit verbundene Technologien wie auch Dienstleistungen interessieren.

 

Live-Video: Andreas Weber in a 1 min. interview with Canon’s Mark Lawn via iPad.

 

Mark Lawn von Canon Europe erläuterte den ungewöhnlichen Ansatz mit #UnleashPrint wie folgt: Jeder Bereich des Canon-Messestands werde #UnleashPrint mit Leben erfüllen, um Canons Leidenschaft für Print als einzigartiges, leistungsstarkes Medium zu verdeutlichen. Der Wert von Print solle zelebriert werden und sein noch ungenutztes Potenzial freisetzen. Zentral sei zudem, aufzuzeigen wie die Implementierung intelligenter neuer Geschäftsmodelle erfolgen kann, um das Potenzial von Print im Digitalzeitalter zur besseren Erfüllung der sich ständig ändernden Kundenanforderungen zu veranschaulichen.

In der entsprechenden Presseverlautbarung von Canon heisst es weiterhin: „In jedem Bereich des Canon-Stands werden außergewöhnliche und kreative Druckanwendungen zu sehen sein, die die Besucher dazu animieren sollen, ihr Produktportfolio zu erweitern und die Grenzen von Print auszureizen. Auf der Entdeckungsreise durch die unendliche Print-Vielfalt wird Canon den Fachbesuchern auch zeigen, wie sie die Effektivität von Print durch die Integration in digitale Plattformen zur Schaffung von Multichannel-Kommunikationskampagnen steigern können, die eine bessere Kundenerfahrung bieten, zum Dialog anregen und Print zu einem weiteren messbaren Tool im Kommunikationsmix machen.“

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Print gewinnt nur, wenn es sich im Kommunikationsmix bewährt!

Das ist auf den Punkt gebracht, worum es geht. Und deckt sich mit unseren ValuePublishing-Analysen, die wir im Vorfeld der #drupamc gemacht und mit Kunden der Druckereien, Agenturen und Verlagen persönlich besprochen haben. (Siehe die Analyse „Print gewinnt!“ von Andreas Weber per slideshare.com)

Die Kernthesen, die sich ableiten, führen die fachlich spannenden Ergebnisse der #drupamc weiter und lauten wie folgt:

  1. Das Ziel ist erreichbar: Print gewinnt! Und behauptet sich als wichtigste Säule in allen zeitgemäßen Marketing und Kommunikationsszenarien.
  2. Denn: Print gehört seit über Tausend Jahren zu den global wichtigsten Kulturtechniken, um Innovationen Wirklichkeit werden zu lassen! Warum sollte das heute anders sein?
  3. ABER: Der Markt hat sich radikal verändert! Statt Masse ist zunehmend Klasse gefragt. Der Trend: Mehrwerte nutzen durch mehr Sorgfalt und höhere Effektivität von Drucksachen im Kommunikationsmix!
  4. Das Dilemma: Alle Kommunikationstreibenden suchen nach Digital-Strategien, um Inhalte (unisono) überall zu pushen. Übersehen wird oft, sich mit Print-Innovationen zu beschäftigen, die durch Interaktionen zum Dialog führen. Das leistet aber nur Multichannel in Kombination mit Print! Und das muss via drupa 2016 besser und klarer kommuniziert werden.
  5. Print wird durch völlig neuartige Software- und Cloud-Lösungen und E-Business-Geschäftsmodelle v. a. im Kontext mit Individualisierung zur wichtigsten Säule. Es geht nicht mehr nur um Reichweite, sondern um ›One Conversation‹!
  6. Multichannel-Innovationen, die Print einschließen, machen analoge Medien nicht überflüßig, sondern integrieren sie nahtlos.
  7. Print steigert so nachhaltig den Geschäftserfolg durch die Interaktion, durch Dialoge mit dem Publikum (Kunden, Partner, Interessenten); getragen von individueller, zeitlich abgestimmter Relevanz — über Berührungspunkte, die das volle Medienspektrum von Print bis Digital abdecken.
  8. Print im Team mit Multichannel und E-Business ist ein neuer, rasch wachsender Dienstleistungsbereich. Fokus: Innovationen vorantreiben! Neue Print-Techniken wie Inkjet sind dabei wichtig, aber „nur“ Mittel zum Zweck.
  9. Alle müssen lernen, worum es geht: In der Kommunikationen sind nicht mehr Reichweiten das Maß aller Dinge, sondern relevante Dialoge und durchgängige Konversationen.
  10. Print gewinnt nachweislich und wird durch IoT, Cloud, BigData und Multichannel Services in seiner Bedeutung gestärkt, weil es die Kommunikation wirkungsstark, relevant und menschengerecht macht.

 

Fazit

Wie gesagt, es war eine äußerst gelungene und erkenntnisreiche #drupamc. Bis zum drupa 2016-Beginn am 31. Mai 2016 bleibt aber noch viel zu tun. Das probate Motto aus meiner Sicht: „Weg mit dem Silo-Denken! Touch the future now! Geht in die Kommunikationsoffensive!“ — Die Kommunikation der Aussteller darf sich nicht nur einsilbig auf das Bewerben von neuer Technik für Druckereien beziehen. Und dies über klassische Print-Fachmedien darstellen wollen. Es muss per Innovationskommunikation vielmehr passieren, per Social Media, per Mobile, um die Nutzendarstellung in den Fokus zu rücken. Nur so können für die Wirtschaft insgesamt und insbesondere für die Entscheider von Innovationsprojekten in der Industrie, im Handel, bei den Markenunternehmen erreicht werden, um Print in neuer Form erfahrbar und begreifbar dazustellen. Canon macht es bis dato als einziger Aussteller überzeugend vor, wie es funktionieren muss und hat damit die Messlatte definiert: #UnleashPrint!

 

Hinweis: Per ValuePublishing konnten wir die #drupamc über unsere Echtzeit-Berichterstattung zum Quotensieger werden lassen. Über 750.000 Viewers wurden in rund 72 Stunden erreicht, die per Kurzberichte und Kommentare live erlebten, was in Düsseldorf passierte. 

 

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Great results via ValuePublishing as a #1 provider of real-time content and smart storytelling!

By Andreas Weber

The hashtag #drupamc worked very well to publicize in real-time all those good news from drupa 2016 media week which happened in Düsseldorf from 29 February to 2 March 2016. AD Communications, Messe Düsseldorf and all those motivated exhibitors enabled with their presentations a great experience for all of us from the trade press around the globe.

It is that easy today if you know how it works: If you have good news convert it in brillant messages and deliver it on a multimedia-driven professional level and you are able to attract a huge audience in real-time. Around the globe!

 

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We are so proud to announce amazing ValuePublishing results to celebrate Print and all those value adding services which were presented during #drupamc. In total, we covered >40% of all the shared content using the hashtag #drupamc, because many others liked our smart storytelling messaging and shared it immediately.

Some key facts and analytics:

Results of our ValuePublishing Social Media activities for #drupamc 2016 via @ValueCommAG + @zeitenwende007 and our ValueSocialPlatform accounts

  • #1 in Real-Time Gross Reach (>750k via Twitter, Storify, ValueBlog, LinkedIn, Facebook, XING and Google+ from Feb, 29th to March, 3rd)
  • #1 in Interaction (>100k, 67 countries involved)
  • #1 in Smart Storytelling (>300 Posts with text messages, posts and >50 short Videos)
  • #1 in Google’s Search Ranking (so far) for #drupamc
  • #1 in Content Quality via expert comments, Video Selfies, fun actions 🙂 which got re-tweeted by vendors, agencies, publishers, colleagues and new contacts.

—Date: March 4th, 2016

Notes. Source for Twitter stats: Hashtrack. Source for Value Stats in total via the analytics tools provided by WordPress, Facebook, Xing, LinkedIn. — Less than 10% of the #drupamc attendees were able to tweet (properly); vendors like Xerox created a huge reach with their corporate PR messages, but on a very low interaction level. All of them shared ValuePublishing content as well. So we covered in total >40% of the shared content.

 

Amazing to watch that almost a hundred twitter users added us to their specific #lists on Twitter because of our smart combination of hashtags, like #print + #Iot + #Cloud + #Multichannel + #BigData. At least it was possible to reach a new audience as well which is highly relevant for drupa to touch the future. Those Twitter experts would never react to a single hashtag #print or even to #drupamc.

Outlook: Our ValuePublishing approach, based on the motto “Innovative technologies and solutions must also be communicated in a consistently innovative way“, works perfectly. We can’t wait to continue further on before, during and after drupa 2016 to bring Print forward! Get in touch with us to become part of it!

 

Please check our #drupamc report as well.

 

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5th drupa media week could become the most innovative. Because drupa 2016 will be different. It is not any more about machines. It is about solutions, Cloud, Apps and Brainware! BUT: Does the audience really understand what’s going on?

Real-time ValuePublishing report by Andreas Weber

Amazing what was going on those days in Düsseldorf. The drupa media conference #drupamc was excellent and has proven: Print has changed fundamentally. It is all about digital printing + IT + Social Media + IoT + Cloud …

Check out the ValuePublishing Real-Time Report via Storify! A unique resource serving you best via relevant messages, photos and short movies. Be curious and stay tuned.

My “Darling” of Day 2: Canon’s new approach #unleashprint.
Watch my Selfie Video with Mark Lawn!

 

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Echtzeit-Bericht per ValuePublishing von Andreas Weber 

In Düsseldorf zeigte sich auf der drupa media conference (#drupamc), wie das Print-Business sich gewandelt hat. Alles dreht sich um Digitaldruck plus IT plus Social Media plus Cloud plus IoT… Im Fokus: Inkjet in neuer Dimension.

Die beste Informationsquelle bietet meine Real-Time Onlinebericht per ValuePublishing mit Tweets, Fotos und Videos von mir sowie ausgesuchten Fachkollegen aus aller Welt.War mein “Darling” am ersten Tag HP mit #PrintOS, so war es am Zweiten Canon mit #Unleashprint (entfessele Print). Und am dritten Tag punkteten gleichauf  EFI mit der überzeugendsten, Epson und Bobs mit der überraschendsten und GlobalGraphics mit der analytisch besten Präsentation.

Zum Start der Canon #unleashprint Kampagne gab es als Premiere ein sehr cooles Video-Selfie-Kurzinterview mit Mark Lawn.

Bitte Klicken zum Weiterlesen des Echtzeit-Berichts über die gesamten drei Tage!

 

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Value Publishing Storify as HTML

 

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By Andreas Weber | Click to access german version

The topic of “multichannel” appears to be extremely complex. For many, it is also complicated. Whatever, by the end of this year at the latest, there will be no way around it – you will have to come to terms with it. And here are three reasons why:

  1. Unsolved problem: “How do I effectively and permanently reach my customers and others who are interested?” 
  2. Shift to customer orientation: “It is no longer ‘it’s the brand that counts’, but the market that counts.”
  3. The new trendsetters IoT & Industry 4.0: “In an interlinked and automated digital world, dialogue is the deciding factor!”

“Nothing stays the same!” said Christian Kopocz, entrepreneur and Executive Director of the international XMPie User Group. “The change driven by technology and consumers increasingly forces information and personal exchange across many other channels — in addition to print, web and e-mail, video content, social media and mobile services have all become relevant. Individual solutions are in demand.”

If you look and listen carefully, the turning away from decades of successful mass communications may not be taking place abruptly, but it is unstoppable and irreversible. Publishing houses are experiencing that, just as are TV stations. And, of course, the printing industry, particularly the sector of commercial printing. Digitalisation is changing everything — every type of business including marketing and communications processes. The Internet of Things (IoT) and Industry 4.0 are fast-forwarding automation on all possible levels.

It is worth listening to the experts who have been involved with the development of suitable solutions. “The digital age is the age of the customer. Why? The audience you serve is always interconnected and online,” explained Dr. Jacob Aizikowitz, President of XMPie. He went on to add, “You need to become part of the resulting continual conversation and interlinking. Old-school marketing methods no longer fit in this new scenario. Achieving wide reach and attention through mass media is no longer as successful as it was in the past. Brands are setting the example of how to be involved in a relationship with your customers and others who are interested, and for carrying out an on-going sustained dialogue.”

Holistic View

Source: XMPie, A Xerox Company

 

Everything is changing: Multichannel newly defined!

Up to now, there has been a confusion of terms: Cross-media is the same as multichannel which is the same as omnichannel. What is mostly advocated is that the aim of content marketing is to make content public on as many channels as possible, all at the same time. But that is not at all what it is about, since this scares off the receiver. Jacob Aizikowitz is clear about just what it is that makes multichannel: “It is all down to making it possible for personal, relevant and interactive communication to take place in a creative way, offering touch points at the right time in a mix of digital and print media.” 

Smart service providers are already exploiting this way of thinking, by having successfully transformed their traditional business models. Printers have become media production service providers who, through multichannel services, have evolved into marketing service providers. The side effect: From the skilful interplay with digital printing, diverse opportunities for success arise that first, go beyond booming online printing and second, open up new areas of business and profitable growth.

Renato Vögeli of Vögeli AG in Switzerland explained this as follows: “We understand multichannel communications to be the individual addressing of the target group across various channels in order to reach the individual wherever he or she may be. With that, we can take the target group along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.”

His German colleague Patrick Donner, TraffiC Online Print Solutions GmbH, added, “We at TraffiC define multichannel communications quite specifically and very pragmatically: bringing communications from different media together with focus on print, e-mail, web and social media. The aim is to bring about emotional experiences that effectively deliver a haptic sensation via print as well as the speed and round-the-clock availability of digital communication.” For Patrick Donner, individuality in the interlinking of print and online is the key to attracting the interest of the communications partner. “To our way of thinking, multichannel communication creates effective personal experiences as opposed to the ‘one-for-all actions’ that are otherwise customary.”

Christian Kopocz rounds out the reassessment of multichannel communications by summing up what it is really all about: “The customer decides how, when and where he would like to be addressed. For me, multichannel is the communication of relevant content to the preferred channels of the customer!” Both today and tomorrow, service providers are and will be constantly required to think ahead and become pro-active. “I see that as a real mammoth task since up to now, even with multichannel innovations, everything was undertaken in a very linear manner: Investment was made in a new business model that was brought to market and then practically, like a loan repayment, was worked off monthly. Less thought was given to continuous, 100% customer-oriented, sustained development and none at all to it as an investment in the future.” According to Kopocz, the result was often in the form of bad figures. It doesn’t have to be that way at all: “Stay curious and don’t let the contact with your customer flag – that will always take you to your goal!”

 

Note: drupa 2016 will show the latest multichannel solutions and applications. That makes it worth paying a visit to Dusseldorf!

drupa blog — Multichannel (English only)

 

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”Multichannel demands quite a bit new from our members as marketing service providers: Focus is on business transformation and expanded expert knowledge on the impact of digitalisation.“ —Christian Kopocz

 

Christian Kopocz struck out in a new direction from being a businessman with marketing experience. Some 10 years ago, he became a multichannel communications entrepreneur and has been involved in his own small companies ever since. At home and abroad, he campaigns for the dynamic development of multichannel services. In his many years as a member of the Board of Directors and since January 2016 as the Executive Director of the XMPie Users Group (XUG), he took a firm stance: Market and customer orientation are the measure of all things, coupled with consideration of cultural peculiarities. In summer 2015, he initiated the 1st European XUG Conference on the topic of multichannel innovation in Berlin, doing so in a very short time using multichannel communication. More than 130 participants came from 17 countries! The response was overwhelming. Bingo!

Interview: Andreas Weber | Click to access the german text version

You have an excellent overview through XUG of highly topical issues surrounding multichannel communications. What is of greatest concern at the moment?

Christian Kopocz: We have been successfully supporting our members for years through the XUG in the use and marketing of campaigns and solutions created with XMPie. Technical implementation, tips, tricks and closeness to the XMPie developer team are always in great demand. Since last year particularly, we have noted increased interest in case studies, practice-oriented approaches and marketing support.

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What new challenges do you derive from that?

Christian Kopocz: Multichannel demands quite a bit new from our members as marketing service providers: Focus is on business transformation and expanded expert knowledge on the impact of digitalisation. Another thing is that access to the customer is no longer what it used to be: In place of or in addition to the purchasing managers, marketing managers as well as decision-makers for CRM, social media, web, e-mail marketing, etc. need to be in on the talks to be able to act powerfully. In addition to time and patience, all that requires the corresponding knowledge, which we will be focusing on with XUG this year in particular. Especially with regard to drupa 2016, the world’s leading trade fair for graphic communications, where multichannel is positioned as one of the six themes highlighted.

How do you personally define the term multichannel?

Christian Kopocz: The customer decides how, when and where he would like to be addressed. For me, multichannel is the communication of relevant content to the preferred channels of the customer!

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Where do we stand today as to how the whole topic of multichannel communications will change with regard to the IoT/Industry 4.0?

Christian Kopocz: Fridges that order lactose-free milk from Amazon… A horror for some, a blessing for others. The concept of the IoT can indeed make our lives easier and more comfortable. As long as everyone knows how to deal with it, that is. If in the end, it is not even noticed how and where IoT simplifies our lives, then it has fit in. This requires intuition in the development phase, and particularly when it comes to market positioning. To know what the customer needs and from that develop an application, that is what the requirement should be — not “do or die!” These changes in customer demand caused by digitalisation and automation are clearly on the table!

What are the consequences for service providers?

Christian Kopocz: Both today and tomorrow, service providers are and will be constantly required to think ahead and become pro-active. I see that as a real mammoth task since up to now, even with multichannel innovations, everything was undertaken in a very linear manner: Investment was made in a new business model that was brought to market and then practically, like a loan repayment, was worked off monthly. Less thought was given to continuous, 100% customer-oriented, sustained development and none at all to it as an investment in the future. The result was then often in the form of bad figures. It doesn’t have to be that way at all: Stay curious and don’t let the contact with your customer flag – that will always take you to your goal!

Thanks for the inspiring talk.  Happy to keep in touch and to see you at drupa 2016 in Düsseldorf.

XUG Neu 02

 

 

Read as well great insights shared by XUG members:

ValueDialog —  Renato Vögeli, Vögeli AG, Switzerland:
Multichannel turns communication into a personal experience!

ValueDialog — Patrick Donner, TraffIC Print Online Solutions GmbH, Germany:
New take on multichannel communications:  “There is no either/or!” 

 

 

XMPie ValueDialog Renato Vögeli.001

 

It’s worth a visit to the beautiful Emmental region of Switzerland. Here I met up with Renato Vögeli in his family-run business. Vögeli AG has firmly established itself as a solutions provider for “marketing production and printing”. Their expertise in multichannel solutions and print in the communications mix attracts interest beyond just Switzerland. Renato Vögeli focuses less on disruption than on a careful step-by-step process to take customers along on a journey, keeping in mind their sensitivities and their needs. I call that quite simply first-class “communications empathy”! — 

Interview: Andreas Weber | Click for the german text

Key messages: Fulfil customer wishes. Create trust!

  • In focus: Fulfil customer wishes, create individual experiences. 
  • The particular: The target group is taken along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.
  • The result: Multichannel communications ensures optimal customer connectivity, creates trust and brings the personal relationship with the customer to a higher level!

 

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There are many definitions, some conflicting, for the term multichannel communications. What is yours? 

Renato Vögeli: We understand multichannel communications to be the individual addressing of the target group across various channels in order to reach the individual wherever he or she may be. With that, we can take the target group along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.

What are the consequences of that?

Renato Vögeli: In a certain sense, we are always thinking of the target group and their sensitivities. To fulfil their wishes, we accompany interested parties through multichannel communication who engage in it on the basis of trust and their actual needs. This has to happen at the right time, in the right way and on the right track. Unlike in advertising, we do not want to create any needs, but rather specifically address latent ones.

What are the prerequisites for this form of “communications empathy”?

Renato Vögeli: There are three decisive factors. First, you need to know exactly where and how to reach your target group. Second, this is not about advertising products, but about creating added value, the enrichment, that is important to the customer. And third: you cannot and should not tempt people with offers that do not make them happy or that are not even necessary. Even if you could earn a lot of money from it. Mutual success is what matters and in our opinion multichannel communications is the appropriate way. The more so, as we can better control and measure the success.

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Based on your experience, what are the factors that inhibit the marketing of multichannel services/solutions?

Renato Vögeli: The crux is that whenever we offer new clients our innovative solutions, we always attract their interest. But new and complex things also cause anxiety or raise doubts. Many feel uncertain. Then comes the question: What are others doing?

… and why is that? 

Renato Vögeli: Initially, innovations are very abstract and fulfil their purpose only if they can be individually employed. Citing examples of others may be inspiring, but are rarely suitable for oneself. After all, there are many possibilities and channels that can be employed. Successful teamwork is therefore difficult at first to reconstruct, especially since you have to bring together many parties on the customer’s side. Here’s an easy example: Marketing relegates a task to IT who has too little background knowledge as to the purpose and objectives of the action. The art is in being able to bring together the right project team from the beginning based on a concrete common objective. It is easier for us to bring together the right decision-makers as a homogenous group so that everyone is pulling together in medium-sized companies than it is in large firms or corporate groups.

Can you give us some examples from your experience?

Renato Vögeli: The following was a tricky case. In a banking company, they wanted to know immediately if similar innovation projects were being conducted in other departments in the same building. That means that in large firms it is difficult to develop an overall strategy to generally answer the question that leads to success through multichannel communications: How can we jointly manage to address our customers individually across all channels?

Very open to multichannel communications are basically all sectors that, due to their customer structures and faster sales cycles, are heavily reliant on innovation, particularly, for example, in trade. Here we no longer talk in the beginning about how one can do something, but rather the benefits that come from new solutions. That changes the task of sales enormously. Focus is on optimisation, efficiency and a change in thinking. You cannot sell multichannel communications as a product off the rack. Targeted solutions are what count. 

 

 

What does that mean for the marketing of multichannel communication?

Renato Vögeli: Marketing multichannel communication means that you have to listen, analyse and advise to arrive at a specific solution. For us, that means initiating processes that pique curiosity and stir up enthusiasm. We have employed sales specialists who do not come from a traditional sales background for print or media products, but rather who deal with marketing issues. We spread knowledge about multichannel communication early on through seminars and presentations. Today, we approach customers in a targeted way with workshops that are geared specifically to the needs of that customer in order to work out possible solutions.

With regard to the digitalisation of all business processes that is inevitably fast-forwarding us into a new dimension via the Internet of Things and Industry 4.0: What remains? What needs to be rethought?

Renato Vögeli: Digitalisation is clearly charting the course, but at the same time is a natural part of multichannel communications for minimising effort. Up to now, we have focused on reproducing our customer’s marketing processes in B2B portals that we call marketing portals. In the end, they are web shops, developed also in conjunction with third-party providers, for standardising ordering processes and making them more flexible.

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Sample for a Web shop created by Vögeli AG

 

How will multichannel services change? 

Renato Vögeli: Individual projects will increasingly turn into perpetual, integrated communications campaigns that permanently promote customer connectivity. The web shops we create, for example, can be optimally combined with multichannel communications activities. Events, for instance, are predestined for this. Focus is on the when, where and how that we can individually augment with images, maps created through geo-mapping, etc., to enthuse the person invited in a multimedial and very personal way. From the sending of invitations, an interactive campaign is then established that offers great benefit through extended communications possibilities that can also be continued after the event…

… are you technologically equipped for that step?

Renato Vögeli: Thanks to our XMPie software, we are fully equipped technically for that. Our strengths lie, among other things, in that we can integrate customer addresses from ERP systems to be combined in the mix of print mailings with PURLs [personalised websites with protected customer data], e-mails, text messages, etc. for a package solution. Everything that happens in the dialogue with the customer can be immediately measured, documented and evaluated to be of use for subsequent activities. This occurs automatically and reduces effort significantly.

That means we decisively help our customers in that respect to intensify the contact with their customers over the long term so that emotions and expectations are sustained. In the end, it is all about the personal relationship, not just the administration of contacts in databases. In B2B particularly, that is the key!

Thank you for the great conversation. See you again soon, maybe in the beautiful Emmental valley. Or lastest at drupa 2016.

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Contact:

Vögeli AG Marketingproduktion & Druck
Sägestrasse 21-23
CH-3550 Langnau
T. +41 (0)34 409 10 10
voegeli@voegeli.ch

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Ein Besuch im wunderschönen Schweizer Emmental lohnt sich. Hier trifft man Renato Vögeli in seinem Familienbetrieb. Die Vögeli AG hat sich als Lösungsanbieter für „Marketingproduktion & Druck“ bestens etabliert. Die fundierte Expertise für Multichannel-Lösungen und Print im Kommunikationsmix findet über die Schweiz hinaus Beachtung. Renato Vögeli setzt dabei weniger auf „Disruption“ als auf eine umsichtige Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise, um Kunden in ihrer Befindlichkeit und gemäß ihren Bedürfnissen auf eine Reise mitzunehmen. Ich nenne das ganz einfach „Kommunikations-Empathie“ vom Feinsten!

Interview: Andreas Weber | Click to access english text version

 

Kernaussagen: Wünsche erfüllen. Vertrauen schaffen. 

  • Im Fokus: Kundenwünsche erfüllen, individuell erfahrbare Erlebnisse schaffen.
  • Das Besondere: Das Zielpublikum wird im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitgenommen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.
  • Das Ergebnis: Multichannel sorgt für optimale Kundenbindung, schafft Vertrauen und hebt das persönliche Verhältnis zu Kunden auf eine höhere Ebene!

 

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Für den Fachbegriff Multichannel gibt es viele, teilweise widersprüchliche Definitionen. Wie lautet Ihre? 

Renato Vögeli: Wir verstehen unter Multichannel die individuelle Ansprache des Zielpublikums über verschiedene Kanäle, um den Einzelnen dort anzusprechen, wo er sich aufhält. Wir können damit das Zielpublikum im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitnehmen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Renato Vögeli: Wir denken im gewissen Sinne stets vom Zielpublikum und seiner Befindlichkeit aus. Um Wünsche zu erfüllen, begleiten wir durch Multichannel Interessenten, die sich darauf einlassen, auf Basis von Vertrauen und ihrer tatsächlichen Bedürfnisse. Dies muss im richtigen Moment, auf die richtige Art und Weise, auf dem richtigen Weg erfolgen. Anders als in der Werbung wollen wir keine Bedürfnisse wecken, sondern latent vorhandene konkret ansprechen.

Welche Vorraussetzungen braucht diese Form der „Kommunikations-Empathie“?

Renato Vögeli: Drei Faktoren sind ausschlaggebend. Man muss erstens genau wissen, wo und wie die Zielgruppen erreicht werden. Zweitens geht es nicht um das Bewerben von Produkten, sondern um das Schaffen von Mehrwerten, die das Bereichern, was für den Kunden wichtig ist. Und Drittens: Man kann und darf Leute nicht mit Angeboten verführen, die nicht glücklich machen oder gar nicht nötig sind. Selbst wenn man damit Geld verdienen könnte. Der gemeinsame Erfolg ist das Entscheidende und dazu ist Multichannel in unserer Sichtwiese der geeignete Weg. Zumal wir den Erfolg besser steuern und messen können.

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Was sind aufgrund Ihrer Erfahrungen bei der Vermarktung von Multichannel-Services/-Lösungen die Hemmfaktoren?

Renato Vögeli: Der Knackpunkt ist: Wenn wir einem Neukunden unsere innovativen Lösungen anbieten, stoßen wir immer auf Interesse. Aber das Neue und Komplexe macht auch Angst oder schürt Bedenken. Viele fühlen sich unsicher. Daher kommt die Frage: Wie machen das andere?

… und woran liegt das? 

Renato Vögeli: Innovationen sind zunächst sehr abstrakt und erfüllen ihren Zweck, wenn sie individuell nutzbar sind. Beispiele anderer können inspirieren, taugen aber nur selten für einen selbst. Denn es gibt viele Möglichkeiten und Kanäle, die einsetzbar sind. Das erfolgreiche Zusammenspiel ist darum zunächst schwierig nachzuvollziehen, zumal man auf Kundenseite viele Parteien zusammenbringen muss. Einfaches Beispiel: Marketing verweist an die IT, die dann aber zu wenig Hintergrundwissen zu Sinn und Zielen der Aktion hat. Die Kunst ist also, dass man von Anfang an die richtigen Projektteams zusammenführen kann, auf Basis einer konkreten gemeinsamen Zielsetzung. Bei mittelständische Firmen gestaltet es sich für uns einfacher als bei Großfirmen oder Konzernen, die richtigen Entscheidungsträger als homogene Gruppe zusammenzubringen, damit alle an einem Strang ziehen.

Können Sie Beispiele aus Ihrer Praxis nennen?

Renato Vögeli: Ein kniffliger Fall war folgender. Bei einem Bank-Unternehmen wollte man sofort wissen, ob im selben Haus mit anderen Bankabteilungen bereits ähnliche Innovationsprojekte vorangetrieben werden. Das heisst, in Grossunternehmen ist es schwierig eine Gesamtstrategie zu entwickeln, um generell die Frage zu beantworten, die per Multichannel zum Erfolg führt: Wie schaffen wir es gemeinsam, unsere Kunden individuell über alle Kanäle hinweg anzusprechen?

Sehr offen für Multichannel sind aber grundsätzlich alle Branchen, die aufgrund der Kundenstrukturen und schneller Verkaufszyklen auf Innovationen dringend angewiesen sind, vor allem etwa im Handel. Hier sprechen wir zu Beginn nicht mehr darüber, wie man was machen kann, sondern über den Nutzen, der aufgrund neuer Lösungen entsteht. Das verändert die Aufgabe der Vertriebsarbeit enorm. Optimierungen, Effizienz und Umdenken stehen im Fokus. Man kann Multichannel nicht als Produkt von der Stange anbieten. Es zählen gezielt Lösungen.

 

 

Was bedeutet das für die Vermarktung von Multichannel?

Renato Vögeli: Multichannel zu vermarkten heisst, man muss zuhören, analysieren und empfehlen, um zu spezifischen Lösungen zu gelangen. Das heisst für uns, Prozesse zu initiieren, die Neugier und Begeisterung wecken. Wir haben Vertriebsspezialisten eingestellt, die nicht klassisch aus dem Vertrieb für Drucksachen oder Medienprodukten kommen. Sondern die sich mit Marketingthemen beschäftigen. Wir haben auch schon früh mit Seminaren und Vorträgen Wissen rund um Multichannel vermittelt. Heute gehen wir gezielt auf Kunden zu mit Workshops, die sich konkret am Bedarf des Kunden orientieren, um Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Mit Blick auf die Digitalisierung aller Geschäftsprozesse, die zwangsläufig via Internet-of-Things und Industrie 4.0 in neue Dimensionen vorstößt: Was bleibt bestehen, was muss neu durchdacht werden?

Renato Vögeli: Die Digitalisierung gibt ganz klar die Richtung vor, ist aber zugleich natürlicher Bestandteil Teil der Multichannel-Kommunikation, um den Aufwand zu minimieren. Bislang liegt der Schwerpunkt darauf, die Marketing-Prozesse der Kunden bei uns abzubilden, über B2B-Portale, die wir Marketingportale nennen. Letztlich sind das Web-Shops, auch in Verbindung mit Drittanbietern, um Bestellprozesse zu standardisieren und zu flexibilisieren.

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Beispiel für einen der Web-Shops, die Vögeli AG betreibt.

 

Wie werden sich Multichannel-Services verändern? 

Renato Vögeli: Einzelprojekte werden sich zunehmend in dauerhafte, durchgängige Kommunikationskampagnen wandeln, die Kundenbindung dauerhaft fördern. Die von uns geschaffenen Web-Shops zum Beispiel lassen sich bestens kombinieren mit Multichannel-Aktivitäten. Prädestiniert sind zum Beispiel Events. Im Fokus stehen das Wann, Wo, Wie, das wir individuell mit Bildern, Karten per Geomapping etc. anreichern können, um die Eingeladenen „multimedial“ und ganz persönlich zu begeistern. Aus dem Versenden von Einladungen wird dann eine interaktive Kampagne, die hohen Nutzen durch erweitere Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet und auch nach dem Event weitergeführt werden kann…

… sind Sie für diesen Schritt technologisch gerüstet?

Renato Vögeli: Technisch sind wir mit unserer XMPie-Software dafür bestens gerüstet. Unsere Stärke liegt unter anderem darin, Kundenadressen aus ERP-Systemen einbinden zu können, die wir im Mix von Print-Mailings mit PURLS [Personalisierte Websites], Emails, SMS etc. zu einer Gesamtlösung verbinden. Alles, was im Kundendialog passiert, ist sofort messbar, dokumentiert und auszuwerten, um für nachfolgende Aktivitäten genutzt zu werden. Dies erfolgt automatisiert und reduziert den Aufwand erheblich.

Das heisst, wir helfen unseren Kunden ganz entscheidend darin, die Kontakte zu Ihren Kunden nachhaltig zu intensivieren, um Emotionen und Erwartungen aufrecht zu erhalten. Es geht letztendlich um das persönliche Verhältnis, nicht nur um die Verwaltung von Kontakten über Datenbanken. Gerade im B2B ist das entscheidend!

Besten Dank für das informative Gespräch. Und bis bald im schönen Emmental. Oder spätestens auf der drupa 2016.

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Kontakt:

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XUG Christian Kopocz Key Visual.001

„Das zentrale Thema Multichannel verlangt unseren Mitgliedern als Marketing Service Providers einiges Neue ab: Im Fokus stehen Geschäfts-Transformationen und erweitertes Experten-Wissen rund um die Folgen der Digitalisierung.“ Christian Kopocz

 

Christian Kopocz ging als Kaufmann mit Marketing-Erfahrung neue Wege. Vor rund 10 Jahren wurde er Multichannel Entrepreneur. Seitdem engagiert er sich in eigenen, kleinen, aber feinen Firmen. Und setzt sich national wie international für die dynamische Weiterentwicklung von Multichannel-Dienstleistungen ein. In seiner langjährigen Funktion als Mitglied im Board of Directors und seit Anfang 2016  als Executive Director der XMPie Users Group (XUG) vertritt er einen klaren Standpunkt: Markt- und Kundenorientierung sind das Maß aller Dinge, gekoppelt mit der Berücksichtigung kultureller Besonderheiten. Im Sommer 2015 initiierte er in kürzester Zeit per Multichannel-Kommunikation die 1. XUG Conference zum Thema Multichannel-Innovation in Berlin. Über 130 Teilnehmer kamen aus 17 Ländern! Das Echo war überwältigend. — Bingo!

Interview: Andreas Weber | Click to access english version

Sie haben per XUG einen ausgezeichneten Überblick über hochaktuelle Themen rund um Multichannel. Was bewegt momentan am meisten?

Christian Kopocz: Seit Jahren unterstützen wir erfolgreich mit der XUG unsere Mitglieder beim Einsatz und der Vermarktung der mit XMPie erstellten Kampagnen und Lösungen. Die technische Umsetzung, Tipps, Tricks und die Nähe zum XMPie Entwicklerteam stehen stets hoch im Kurs. Insbesondere seit dem vergangenen Jahr verzeichnen wir erhöhtes Interesse an Case Studies, praxisrelevanten Ansätzen und Unterstützung in der Vermarktung.

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Welche neuen Herausforderungen leiten Sie daraus ab?

Christian Kopocz: Das zentrale Thema Multichannel verlangt unseren Mitgliedern als Marketing Service Providers einiges Neue ab: Im Fokus stehen Geschäfts-Transformationen und erweitertes Experten-Wissen rund um die Folgen der Digitalisierung. Zum anderen ist der Zugang zum Kunden nicht der, der es gestern war: Anstelle oder neben dem Einkäufer müssen Marketing Manager sowie Entscheidungsträger für CRM, Social Media, Web, E-Mail-Marketing etc. mit im Gespräch sein, um kraftvoll agieren zu können. All dies erfordert neben Geduld und Zeit auch entsprechende Erkenntnisse, auf welchen wir uns bei XUG in diesem Jahr besonders einstellen. Gerade auch mit Blick auf die drupa 2016, die globale Leitmesse für Graphic Communications, die Multichannel als eines der wichtigen sechs Highlight-Themen positioniert.

Wie definieren Sie ganz persönlich den Begriff Multichannel?

Christian Kopocz: Der Kunde bestimmt wann, wo und wie er angesprochen werden möchte. Multichannel ist für mich die Kommunikation mit relevanten Inhalten auf vom Kunden bevorzugten Kanälen!

XUG Neu 01

Wo stehen wir heute? Respektive wie wird sich mit Blick auf IoT/Industrie 4.0 die Multichannel-Thematik verändern?

Christian Kopocz: Kühlschränke, die selbst bei Amazon die laktosefreie Milch ordern… Ein Schreck für die einen, ein Segen für die anderen. Das Prinzip des IoT kann unser Leben einfacher und angenehmer gestalten. Sofern jeder versteht damit umzugehen. Wenn es am Ende gar nicht auffällt, wo und wie IoT unser Leben vereinfacht, dann passt es. Dies erfordert Fingerspitzengefühl bei der Entwicklung, vor allem aber bei der Marktpositionierung. Wissen, was der Kunde braucht, und daraus eine Anwendung zu entwickeln, das sollte die Maßgabe sein — und nicht das „friss oder stirb!“. Diese durch Digitalisierung und Automatisierung veränderte Kundenanforderung liegt klar auf dem Tisch!

Welche Konsequenzen ergeben sich für Dienstleister?

Christian Kopocz: Dienstleister sind heute und morgen gefordert stetig weiter zu denken und sich zu pro-aktiv zu entwickeln. Das sehe ich als echte Mammut-Aufgabe, da bisher auch bei Multichannel-Innovationen sehr linear vorgegangen wurde: Per Investition wurde ein neues Geschäftsmodell auf den Markt gebracht und dann quasi wie bei einer Kredittilgung monatlich abgearbeitet. An eine stetige, hundertprozentige Kundenorientierung und permanente Weiterentwicklung wurde wenig gedacht, und schon gar nicht als Invest in die Zukunft eingestuft. Das Ergebnis kam dann oftmals in Form schlechter Zahlen. Das muss aber gar nicht sein. Denn: Neugierig bleiben und den Kontakt zum Kunden nicht erlahmen lassen, das führt immer ins Ziel!

Danke für das informative Gespräch.
Wir sehen uns spätestens auf der drupa 2016.

XUG Neu 02

ValuePublishing Teil 3 Facts Figures Zielgruppen Reichweite UPDATE SELFRUNNING.002

Unser Vorschlag: Touch the Future NOW! — Nutzen Sie garantierten Kommunikationserfolg in Echtzeit! Verstärken Sie dadurch signifikant Ihre PR und Werbemaßnahmen. Denn es gilt: Innovative Technologien und Lösungen muss man auch innovativ kommunizieren!

  1. Wir bieten smarte mediale Inszenierungen für wirkungsvolle Fach-Kommunikation in Echtzeit.
  2. Wir adressieren neue Märkte und Ansprechpartner in neuer Art und Weise.
  3. Wir machen ihren drupa-Auftritt schon vor Messebeginn zum Top-Thema durch die Echtzeit-Interaktion mit zehntausenden Kontakten.

Erreicht werden durch unser fundiertes, in der Branche einzigartiges Knowhow und Vernetzungstalent je nach Thema/Inhalt garantiert 15.000 Kontakte mit einer Gross Reach von bis zu über 1 Million!

Ein Novum:
Sichern und verstärken sie Ihre Messe-Investitionen. Wir sorgen dafür, dass Ihr Messeangebot bereits frühzeitig zum Top-Gesprächsthema wird und gezielt neue Besucher anspricht, die ihre Lösungen kaufen oder durch Dienstleister umgehend nutzen wollen. Ihr Messeauftritt sowie das drupa-Motto „Touch the Future“ wird durch uns schon vor Messebeginn multimedial erleb- und begreifbar!

Unsere Stärke:
Fachthemen vielfach und zielgenau ins Gespräch bringen. Wir erzielen mit smart formulierten und dynamisch präsentierten Fachthemen nicht nur extrem hohe Reichweiten ohne Streuverlust, sondern beste Interaktionseffekte, die neuartige Auswertungsmöglichkeiten bieten, um den Geschäftserfolg auszuweiten. Unsere Aktivitäten liefern messbare Erfolge!

Das Besondere:
Vervielfachung der Neu-Kontakte. Wir sind in der Lage, Innovatoren und Entscheider aus der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft — also Ihre Garanten für Wachstum! — per Multichannel-Kommunikation zu identifizieren und gezielt anzusprechen. So können aus Interessenten Fans innovativer, zukunftweisender Produkte und Lösungen werden.
Aus 11 Teilmärkten haben wir die Top-Bereiche für alle drupa-Aussteller selektiert, die den höchsten Innovationsbedarf haben und die Gesamtwirtschaft beeinflussen. Das sind allein in Deutschland über 1 Million Fachleute aus fast 250.000 Firmen, die 2014 einen Jahresumsatz von 146 Milliarden Euro sowie eine Bruttowertschöpfung von über 65 Milliarden Euro erzielen.

Insbesondere sind dies Designwirtschaft, Werbemarkt, SW/Games sowie Architekturmarkt und der Kunstsektor. Wir haben fundierte Langzeit-Studien exakt analysiert, die die deutsche Bundesregierung erarbeiten ließ und die sich auf alle Industrieländer übertragen lassen, um Technologie-Innovationen verständlich, markt- und zielgruppengerecht zu kommunizieren.

Neue, nutzbringende Optionen:

  • Wir bieten zusätzlich ValuePublishing Coachings an, um ihre bereits geplanten Fach-Kommunikations-Kampagnen zu besprechen, optimieren und/oder zu erweitern. Oder auch um relevantes Multichannel-Knowhow zu vermitteln.
    Preise: 
Euro 1.750,00 plus MwSt. pro Beratungstag (vor Ort) plus Reisekosten
Euro 400,00 plus MwSt. pro 60 Minuten per Webinar (Cisco WebEx)
  • Wir bieten exklusiv an, auf Basis der Interviews/Stories auch Print-Artikel zu publizieren oder Spezialausgaben im Print inkl. eBooks zu erstellen. Preise nach Absprache.
Value Blog Dialog Harald Weimer 12-2015.001

© 2015 Bildcollage: Andreas Weber, Mainz: Fotos: Heidelberg.

 

Value Blog Dialog: Harald Weimer sieht Print durch Vernetzung und Integration an der Spitze automatisierter, smarter Kommunikationslösungen.

Von Andreas Weber

(English Version available)

 

Wie im Value-Blog und via ValuePublishing Social Media-Accounts berichtet und aus meiner Expertensicht analysiert: Heidelberger Druckmaschinen AG (kurz: Heideldruck) schickt sich mit seinem neuem, Erfolg versprechenden Kurs an, die Leitmesse drupa 2016 als global-innovative Plattform zu nutzen, um der weltweiten Druckbranche bereits im Vorfeld „anfassbare” Visionen zu vermitteln. Das Motto „Simply Smart“ soll uns in die neue Welt von „Heideldruck 4.0“ führen.

Folgerichtig wollte ich im Nachgang zur Jahresend-Pressekonferenz vom 1. und 2. Dezember 2015 vertiefende Fragen an Heideldruck-Vorstand Harald Weimer stellen. Der Top-Manager verantwortet den Wachstumsbereich Heidelberg Services. Hier wird das Dienstleistungs- und Lösungsangebot des Konzerns gebündelt und, so wie es aussieht, zielgerichtet und marktorientiert ausgebaut.

Harald Weimer präsentierte sich in seinem ersten „Value Blog Dialog“ offen, zuversichtlich und vorwärtsgerichtet. Und er stellte bezogen auf das Print Media-Geschäft erstmals einen neuen Kontext her: Es gilt für uns alle zu verstehen, dass die Digitalisierung viele Chancen, aber keinesfalls Nachteile hervorbringt, die es gilt, mit Mut und Tatkraft zu meistern! — Das neue Credo im Blick auf die drupa 2016 (in meinen Worten): Digitalisierung wird Bestandteil der DNA einer Nach-Gutenberg-Ära bei der Print im 21. Jahrhundert durch Integration und Vernetzung zum Vorreiter und Erfolgsgaranten automatisierter Kommunikationslösungen wird.

 

Überblick: Kernaussagen von Harald Weimer

  1. Die Print Media-Branche ist ungebrochen stark und mit weltweit über 400 Milliarden Euro Jahresumsatz im Kerngeschäft stabil.
  2. Der Anteil individualisierter Printprodukte wächst dynamisch und basiert auf standardisierten Prozessen für industrielle Druck-Anwendungen.
  3. Industrie 4.0 respektive das Internet of Things inklusive Big Data sind Teil unserer DNA.
  4. Veränderungen, gerade auch disruptiver Art, sind nichts Neues. Sie zu bewältigen gehört schon lange zum Alltag.
  5. Die Print Media-Branche ist mit anderen Innovations-getriebenen Wirtschaftsbereichen auf Augenhöhe und braucht sich nicht zu verstecken.
  6. Digitalisierung im Print Media-Geschäft heisst nicht nur „Internet-Lösungen“ oder „Digitaldruck“ anzubieten.
  7. Print wird Teil einer Welt der „Smart Communication“ werden.
  8. Unsere neue Strategie beinhaltet daher das Versprechen „More than Machines“ sowie das Credo „Listen. Inspire. Deliver“, um bei unseren Mitarbeitern ein neues Wertebewusstsein zu verankern.
  9. Das Zusammenspiel zwischen Maschine-Prozess-Mensch ist neu zu definieren und bietet erhebliche Potentiale.
  10. Simply Smart — Wir denken im Team mit Partnern vom Endkunden her, um zu tatsächlichen Innovationen zu gelangen.
  11. Durch 4D-Printing rückt zunehmend in den Fokus, wie sich neuartige Printanwendungen auf Produkte des Digital Lifestyle beziehen.
  12. Die Individualisierung ist natürlicher Bestandteil der Digitalisierung, die durch Industrie 4.0/IoT weiter Fahrt aufnimmt. Im Zuge dessen entstehen automatisierte Printanwendungen nicht mehr über klassische Einkaufswege, sondern innerhalb von Multichannel-Szenarien.

 

Hinweis: Das Video von Rhein-Neckar-Fernsehen zeigt, wie Anwendungen von Printinnovationen sofort hohe Aufmerksamkeit finden. Es entstand während der Heideldruck Pressekonferenz am 2. Dezember 2015. 

 

Value Blog Dialog: Fragen und Antworten

Sie sehen starke Wachstumsperspektiven für das Medium Print im Digitalzeitalter. Welches sind die für Sie wichtigsten Aspekte für nachhaltigen Erfolg im Print Media Geschäft?

Harald Weimer: Zunächst etwas, was viele sich nicht bewusst machen: Die Print Media-Branche ist ungebrochen stark und mit weltweit über 400 Milliarden Euro Jahresumsatz im Kerngeschäft stabil. Wachstumstreiber sind das Segment Verpackungen und bei Verfahrenstechniken der Digitaldruck. Beides sorgt für Dynamik bei nach wie vor starker Bedeutung des Offsetdrucks. Erfolgreiche Druckereien steigern ihre Effizienz weiter, um maximal schnell und flexibel zu agieren und auf neue Anforderungen im Rahmen der Globalisierung zu reagieren. Der Anteil individualisierter Printprodukte wächst dynamisch und basiert auf standardisierten Prozessen für industrielle Druck-Anwendungen. Einher geht dies mit der Digitalisierung der Geschäftsmodelle und der gesamten Lieferkette, um Kunden und Lieferanten für erweiterte Dienstleistungen einbetten zu können. Unser integrierter Ansatz z. B. mit Smart Print Shop und Smart Services beflügelt diese Entwicklungen, da wir dadurch das Prinzip der Industrie 4.0 bei unseren Kunden wie bei uns selbst verwirklichen können.

Das heisst, die Print Media-Branche inkl. ihrem Lieferanten Heideldruck steht bei der digitalen Transformation bereits sehr gut da?

Harald Weimer: Ja, denn die wichtigsten Voraussetzungen sind geschaffen und werden fokussiert ausgebaut. Industrie 4.0 respektive das Internet of Things inklusive Big Data sind Teil unserer DNA.

Das erstaunt. Gerade in Deutschland wird aller Orten gejammert und die Vorstellungswelt der Print Media-Branche wirkt sehr wert-konservativ. Viele denken nach wie vor, das Internet sei der Feind des Gedruckten…

Harald Weimer: An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für die vielen Printbetriebe und unsere Kunden brechen. Veränderungen, gerade auch disruptiver Art, sind nichts Neues. Sie zu bewältigen gehört schon lange zum Alltag. Gleichzeitig wissen wir aus der Vergangenheit Kraft und neuen Mut zu schöpfen. Die Wende vom handwerklichen zum industrialisierten Printgeschäft ist bei den meisten unserer Kunden vollzogen. Es stellt sich nicht die Frage des „ob“, sondern des „wie“. Angefangen mit automatisierten Produktionsabläufen, inkl. dem längst etablierten JDF (Job Description Format) bis hin zu web-basierten Benchmark-Funktionen aus der Cloud sowie Real-Time-Daten aus den Maschinen entsprechen unsere Lösungen doch längst schon den Maßgaben des Internet of Things. Die Print Media-Branche ist mit anderen Innovations-getriebenen Wirtschaftsbereichen auf Augenhöhe und braucht sich nicht zu verstecken.

 

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Grafik: Heidelberg

 

Zweifler und Kritiker sagen stets: Die Komplexität wird aus Sicht vieler Druckereien durch die Digitalisierung noch größer. Und damit steigt die Zahl der Bedenkenträger, ob das alles zu bewältigen sei. Wie halten Sie dagegen?

Harald Weimer: Die Digitalisierung bietet für die Print Media-Branche enorme Chancen, aber keine Nachteile. Durch die Integration inklusive der Vernetzung der Produktionsabläufe läßt sich Komplexität reduzieren…

…können Sie bitte ein Beispiel nennen?

Harald Weimer: Es gibt schon heute Druckereien, die ihre digitalen Kunden-zu-Kunden-Beziehungen auf Basis von Industriestandards und Automatisierung entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette ausbauen. Kunden und Markt honorieren das mit zweistelligen Wachstumsraten.

[Anm. d. Red.: Zufall oder nicht. Fast zeitgleich zu meinem Value Blog Dialog mit Harald Weimar publizierte der Nachrichten-Sender N24 am 16. Dezember 2015 breitenwirksam aktuelle Testergebnisse. Siehe: „Online-Druckereien im Test — Sehr gute Qualität, stark unterschiedliche Preise“.]  

Und das heißt?

Harald Weimer: Wesentlich ist aus meiner Sicht zu differenzieren: Digitalisierung im Print Media-Geschäft heisst nicht nur „Internet-Lösungen“ oder „Digitaldruck“ anzubieten. Die notwendige Intelligenz liegt im gesamten Workflow, in der nahtlosen, smarten Konfiguration der Gesamtprozesse zur bestmöglichen Erfüllung der Kundenwünsche. Dadurch sind Innovationen im Angebot möglich, das im Team mit den Kunden der Druckereien weiterentwickelt werden kann. Es hilft uns allen sehr, wenn wir klarer und sauberer mit den Begrifflichkeiten richtig umgehen.

Welche Rolle spielt Heideldruck in diesen umfassenden Szenarien? Wollen und können Sie alles aus einer Hand bieten?

Harald Weimer: Wir sehen uns als Lösungspartner und Integrator, der eigene Lösungsmodule mit denen von relevanten Partnern kombiniert und als vernetztes, individuell auszulegendes Lösungspaket nutzbar macht. Partner spielen für uns heute und in Zukunft eine bedeutende Rolle um Lösungen zeitnah in den Markt zu bringen. Anders als früher geht es uns nicht nur um die beste Druckbildqualität, sondern um zeitgemäße und zukunftssichere Lösungsangebote für die Erstellung und das verfügbar Machen von maßgeschneiderten Printprodukten.

Das bedeutet eine Zäsur bzw. Trendwende bei Heideldruck, die aber nicht von Heute auf Morgen von statten geht, oder?

Harald Weimer: Wir sprechen derzeit von der Roadmap zur drupa 2016, für uns eine Art Teststrecke, auf der wir Schritt für Schritt komplettieren, was ich anspreche. Entscheidend ist, wie gesagt, die Reduktion von Komplexität durch die Digitalisierung. Print wird Teil einer Welt der „Smart Communication“ werden, wie Sie das vor Jahren schon in ihrem gleichnamigen White Paper richtig erkannt haben.

 

 

Danke, dass Sie das White Paper erwähnen. Es ist mir nach wie vor wichtig! Wie sehen Sie den Bezug von Print zu dem, was ich mit Smart Communication charakterisiert habe?

Harald Weimer: Zeitgemäße Kommunikationslösungen, die Print einbeziehen, müssen flexibel und intuitiv zu bewerkstelligen sein. Das bilden wir bis dato Workflow-technisch mit Heidelberg Prinect ab. Der Endkunde bestimmt frei und ungebunden, wie er was produziert haben will. Egal, ob im Offsetdruck oder den verschiedensten Digitaldruckverfahren, die wir bereithalten. Unter der Überschrift „Smart Collaboration“ gehen wir nun entscheidende Schritte weiter: Das Angebot, das wir bieten, besteht nicht mehr nur im ‚Produkt‘ Druckmaschine. In einem weiteren Schritt werden die Kunden künftig online einen detaillierten Überblick über die eigene Maschinenperformance erhalten. Dadurch wird eine neue Vertriebsplattform für Software, Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien entstehen. Es sind die integrierten, smarten Lösungen, die unseren Kunden und deren Kunden besseren Erfolg bringen müssen.

Das heisst, Sie definieren die Rolle von Print und damit die von Heideldruck komplett neu?

Harald Weimer: Explizit sind hier einige Aspekte zu nennen, wo wir weiterführen, was wir auf der drupa 2012 begonnen haben: Mit dem Benchmarking schaffen wir Transparenz für unsere Kunden, die sich Online per App orientieren können, wo sie stehen und wo Verbesserungspotentiale liegen. Unsere Service Performance-Lösungen führen wir weiter, damit der Kunde auch seinen Kunden ähnliches bieten kann. Z. B. durch das Prinect Portal oder den Prinect Web-Shop. Dies führt zu neuen E-Commerce-Plattformen, um Geschäfte künftig anders abzuwickeln. Wir bieten unseren Kunden somit zu uns und unseren Partner ganz andere Zugänge.

E-Business wird also über Web-to-Print-Anwendungen hinaus eine wesentlich wichtigere Rolle spielen, die über die Möglichkeiten des klassischen Vertriebs hinaus führen?

Harald Weimer: Wir werden zur drupa digitale Plattformen bieten, die unsere erweiterten Services einfach auffindbar und nutzbar machen werden. Dazu gehört, seine „Peers“ finden zu können, aber auch spezifische Empfehlungen und Hilfestellungen. Im Ansatz praktizieren wird das schon, tun dies künftig aber in einer ganz neuen, digital erweiterten Dimension, bei der das Mensch-zu-Mensch-Verhältnis nicht leidet.

Das klingt nach dem, was man neuerdings unter „Customer Centricity“ zusammenfasst und provoziert einen Kulturwandel, geprägt durch einen hohen Interaktionsgrad. Wie wollen sie das bewältigen?

Harald Weimer: Wir fangen bei uns selbst an. Seit Generationen ist unsere DNA geprägt durch „Druckmaschinen“, wie der Firmenname sagt. Unsere neue Strategie beinhaltet daher das Versprechen „More than Machines“ sowie das Credo „Listen. Inspire. Deliver.“, um bei unseren Mitarbeitern ein neues Wertebewusstsein zu verankern. Wir beschreiben damit, was notwenig ist, damit Dinge ineinandergreifen können, damit wir aus dem Silo-Denken rausfinden. Das Zusammenspiel zwischen Maschine-Prozess-Mensch ist neu zu definieren und bietet erhebliche Potentiale. Dies spielt in allen unseren internen Kommunikationsmaßnahmen eine wesentliche Rolle.

Wie wirkt sich der Heideldruck-interne Wandlungsprozess auf ihre Kunden-und Marktkommunikation aus?

Harald Weimer: Externe Aspekte fassen wir unter unserem drupa-Motto „Simply Smart“ zusammen. Die Digitalisierung wird vom Markt getrieben. Wir müssen sicherstellen, passende und relevante Lösungsansätze zu bieten. Dazu müssen wir in neuer Art und Weise die Kommunikation unserer Kunden mit deren Kunden einbinden, zum Beispiel indem wir durch neue Tools unterstützen. Auf der drupa 2016 als Print Media-Leitmesse werden wir das in Real-Life-Szenarien umsetzen.

Das heisst, es rücken in Ihrer erweiterten Kunden-Kunden-Kommunikation Anwendungen in den Vordergrund?

Harald Weimer: Die bei der Dezember-Pressekonferenz vor Ort im mymuesli-Shop in Heidelberg gezeigte Lösung weisst den Weg. Es stand nicht unsere 4D-Druckmaschine im Fokus, sondern die Möglichkeit, dass der mymuesli-Kunde im Laden selbst seine eigene Müsli-Verpackung am iPad gestaltet und mit unserer Jetmaster Dimension Inkjet-Druckmaschine herstellt. Wir denken im Team mit Partnern vom Endkunden her, um zu tatsächlichen Innovationen zu gelangen.

 

 

Das Start-up mymuesli.com ist für Heideldruck aber kein typischer Kunde. Sieht das Ihr Innovationsansatz vor, da mehr zu tun? 

Harald Weimer: Unsere Strategie beinhaltet, erweiterte Marktchancen zu nutzen. Um Print zu stärken, müssen wir diesen Schritt gehen, wobei Online-Druckereien auch schon 4D-Printing-Lösungen von uns nutzen. Wir unterscheiden Lösungen im engeren Sinne für Druckbetriebe, und im weiteren Sinne für Kommunikationstreibende, z. B. am Point-of-Sales.

Welche neuen Impulse haben den größten Einfluss? 

Harald Weimer: Wir betrachten derzeit viele Ansätze, die sich durch die dynamisch wachsende Nachfrage bei individualisierten Produkten ergeben. Durch 4D-Printing rückt zunehmend in den Fokus, wie sich neuartige Printanwendungen auf Produkte des Digital Lifestyle beziehen.

Last but not least: Wird sich durch Industrie 4.0, also der professionelle Bereich der IoT-Anwendungen, die Art und Weise ändern, wie Druckaufträge zustande kommen? 

Harald Weimer: Die Individualisierung ist natürlicher Bestandteil der Digitalisierung, die durch Industrie 4.0/IoT weiter Fahrt aufnimmt. Im Zuge dessen entstehen automatisierte Printanwendungen nicht mehr über klassische Einkaufswege, sondern innerhalb von Multichannel-Szenarien. Unsere Lösungen müssen alle diese neuen Aspekte berücksichtigen. Insofern lohnt es sich für weite Besucherkreise, uns auf der drupa 2016 zu besuchen.

Besten Dank für Ihr Mitwirken beim Value Blog Dialog!

 

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Zur Person: 

Ich kenne Harald Weimer seit langem, bereits als er Mitte der 1990er Jahre bei Xerox mit Digitaldruck anfing, um dann 1998 zu Heidelberg in das Direct Imaging-Vertriebsteam zu wechseln. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur war stets ein kundiger, am aktuellen Marktgeschehen hoch interessierter Macher, der den konstruktiv-kritischen Dialog schätzt. Inzwischen verfügt er über umfassende internationale Erfahrung. Seit April 2014 baut er als Vorstand Services seinen Verantwortungsbereich erfolgreich aus. Sein Thema: „Future of Print Media Industry — Roadmap to drupa 2016“.

Kurzbiografie via heidelberg.com.

 

Value Blog-Videoimpressionen (in englischer Sprache) zum Thema „Digitalisierte Welt“ von der Präsentation von Harald Weimer auf Heidelberg Pressekonferenz am 1. Dezember 2015. Aufzeichnung: Andreas Weber per iPad.