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Foto: Andreas Weber

Analyse und Kommentar von Andreas Weber (Teil 1)

Hohe Kompetenz, Innovationskraft, globales Denken und Handeln sowie unbegrenzte Leidenschaft für „Connectivity“. So präsentiert sich TE Connectivity Industrial, ein weltweit aktives Technologie-Unternehmen mit US-Muttergesellschaft, das man in Deutschland als „Hidden Champ“ bezeichnen kann. Das ändert sich nun deutlich. Ein  neuer Markenauftritt, eine gewandelte Unternehmenskultur, ein Top-Management, das smart, verbindlich und plausibel erklären kann, was man macht und warum man Erfolg hat. Und das sich offen den Fragen von Experten stellt und in einem neuen, erstmals am Standort Darmstadt eröffneten „Customer Experience Center“ sein breites Portfolio fokussiert und sofort verständlich präsentiert.

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„TE Connectivity ist ein Weltmarktführer für Verbindungstechnologie“, erklärt Thomas Schmidt, President TE Industrial. „90 Prozent des Umsatzes werden mit Verbindungs- und Sensorlösungen erzielt. TE verbindet und überträgt überall Daten, Energie, Signale.“ Man wolle, so Schmidt, die vernetzte Zukunft voranbringen, da immer mehr Menschen, Geräte und Maschinen „verbunden“ seien. Der Markt ist lukrativ. Und soll von rund 10 Milliarden auf über 24 Milliarden verbundene Geräte im Jahr 2020 steigen (Quelle: GSMA & Machine Research). Fast 10% Marktanteil hat man derzeit bei rund 1,1 Milliarden Jahresumsatz. Die Wachstumsraten werden bei 4 bis 5% per anno angesetzt.

Thomas Schmidt setzt dabei auf die „qualifizierte Organisation“, die mit engagierten und hochmotivierten Mitarbeitern die wichtigen Kundenanforderungen verstehen und erfüllen. So wurden eigens Bereiche eingerichtet für Strategic Marketing (Leiter: Gijs Werner) und Innovation Platforms & Ventures (Leiterin: Monika Kuklok), um über das reine Business Development hinausgehen zu können. Das Prinzip „Wir praktizieren, was wir predigen“ ist die oberste Maxime. Davon profitieren auch die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten. Marketing-Leiterin Adriana Nuneva hat innerhalb von 16 Monaten das Branding und die Kundenansprache rundum erneuert. Das Customer Experience Center spiegelt die Modernität und Offenheit des Unternehmens wieder, ebenso wie der Umgang mit der Fachpresse, die erstmals im Rahmen einer Pressekonferenz nicht nur mit Informationen überschüttet, sondern pointiert informiert wurde im Rahmen von „Speed Datings“ mit dem Führungsteam. D. h. es waren persönliche Dialoge möglich. Grossartig!

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Craig McDonnell, seit rund sechs Monaten bei TE Connectivity Industrial  an Bord als Vice President & General Manager Automation & Control, betonte: „Its not about products anymore. Its all about to get connected in the best way.“ Das Internet der Dinge (IoT) und Automation für alle Industrie-Belange spielen eine maßgebliche Rolle für alle Branchen, gerade in Deutschland. Beides werde getrieben durch „wireless connectivity — high-speed combined with high-fidelity“.

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ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Illustration/Composing: Andreas Weber, Mainz.

 

Kommentar und Fachbeitrag von Marc Trennheuser, Marketing Manager Business Imaging Group, Office, Canon Deutschland GmbH, Krefeld.

 

Markenunternehmen kennen ihre Kunden inzwischen ganz genau, sollte man annehmen. Sie verfolgen die „Likes“ ihrer Fans, deren Ausgabegewohnheiten und die bevorzugte Art ihrer Kommunikation. Für die Marketingverantwortlichen ist das Leben scheinbar etwas einfacher geworden. Zumindest bis das „Internet der Dinge“ („IoT — Internet of Things“) Einzug hält… — Welche neuen Herausforderungen ergeben sich daraus?

Gartner prognostiziert, dass es bis zum Jahr 2020 rund 26,6 Milliarden aktive internetfähige „Devices“ geben wird. Diese intelligenten vernetzten „Gegenstände“ besitzen das Potenzial, um Werbetreibende mit einer überwältigenden Menge von Datensätzen mit unterschiedlichem Umfang zu versorgen.

Die Erfassung und Analyse von Informationen zur Unterstützung von Kampagnen ist nichts Neues. Sobald das „Internet der Dinge“ aber einmal vollständig verfügbar ist, werden CMOs, die nicht darauf vorbereitet sind, durch den Umfang und die Tiefe der dann erhältlichen Informationen wahrscheinlich vor großen Herausforderungen stehen.

Was also können Werbetreibende heute tun, um sich vorzubereiten? — Drei wesentliche Empfehlungen lassen sich nennen:

1. Die Verbindung zwischen Transparenz und Kundendaten erkennen

Die erste Herausforderung besteht darin, die Sensibilität zu erkennen, die mit dem Sammeln von Kundendaten verbunden sind. Immer wieder hat sich bestätigt, dass Data-Mining von Kunden größtenteils akzeptiert wird, wenn es zu ihrem Nutzen und auf transparente Weise geschieht. Die Supermarktkette Tesco z.B. verwendet Daten ihres Kundenbindungsprogramms, um Gutscheine für häufig gekaufte Artikel anzubieten; Google analysiert die E-Mail-Konten seiner Kunden für zielgerichtete Anzeigen und Suchergebnisse auf Basis deren Korrespondenz. An diesen Beispielen erkennt man schon, es ist ein schmaler Grat und schnell ist man einen Schritt zuweit gegangen und hat die Treue der Kunden riskiert.

Die Lehre besteht für Werbetreibende darin, sicherzustellen, dass sie die relevanten ethischen Fragen genauso verstehen wie die Erwartungen (und Rechte) ihrer Kunden in Bezug auf die Privatsphäre. Von Anfang an ist Transparenz darüber notwendig, welche Daten gesammelt werden, damit Kunden erkennen, dass sie eine Wahl haben und sich so mit dem Vorhaben einverstanden erklären können.Wie immer liegt also der Schlüssel zur Pflege der Kundenbeziehung in der glaubhaften und offenen Kommunikation.

ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

2. Erfolgsentscheidend: Die Organisation der Daten

Eine große Herausforderung besteht in der Organisation der Datensätze, die den Marketingverantwortlichen zur Verfügung stehen.

  • Wie verbinden sie Informationen über die Fahrgewohnheiten, den Kaffeekonsum und die Schlafenszeiten von Kunden?
  • Was machen sie mit den Informationen, sobald sie vorliegen?
  • Wie können sie erkennen, welcher Anteil dieser Kundenerkenntnisse am wertvollsten ist und wie können sie dann darauf aufbauend Trends und Chancen rasch erkennen und entsprechend handeln?

Die Werbetreibenden von Morgen müssen ein im Vergleich zu üblichen Marketing-Tools weitreichenderes Know-how entwickeln, damit  die mit dem „Internet der Dinge“ verbundenen Chancen optimal genutzt werden können. Um dem Mehr an Daten Herr zu werden, sind intensive statistische Methodiken zu entwickeln und zu implementieren — ohne dabei die ideale Kernkompetenz eines Werbetreibenden aus den Augen zu verlieren: die hervorragende Kommunikation mit dem Kunden.

Werbetreibende müssen außerdem die Kooperation mit den anderen Fachabteilungen ihres Unternehmens intensivieren. „Big Data“ verspricht nur Nutzen, wenn es im entsprechenden Kontext verankert wird. Oft liegt der Schlüssel zu diesem Kontext in den Zahlen anderer Abteilungen. Nur wenn diese überzeugt werden, dass es sich lohnt, potenziell sensible Daten mit dem Marketing-Team zu teilen, können durch „Big Data“ wirkliche Vorteile erzielt werden.

3. Über die Daten-Organisation hinaus: Neue Kanäle erkunden

Das Aufkommen der vernetzten Geräte setzt außerdem entscheidende Impulse für die Eröffnung neuer Marketingkanäle. Bald wird es möglich sein, Kunden über nahezu jedes vernetzte Gerät in deren Haus mit gezielten Anzeigen oder Botschaften anzusprechen.

Das bedeutet unausweichlich, dass eine noch größere Fragmentierung in Bezug auf die Kanäle eintreten wird, die Werbetreibenden offen stehen. Der Erfolg wird von der Fähigkeit abhängen, diejenigen heraussuchen und auswählen zu können, die den größten Ertrag bringen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, das richtige Gleichgewicht zwischen Nutzen und Zudringlichkeit zu finden. Kühlschränke werden in der Lage sein, Werbung für eine Einkaufslieferung anzuzeigen, sobald sie feststellen, dass Lebensmittel wie Milch oder Butter fehlen. Aber werden die Verbraucher darauf positiv reagieren und es als so hilfreich empfinden, wie es sich die Unternehmen vorstellen, die diese Funktionen schaffen? Wird der Eingriff in ihr tägliches Leben den Kompromiss wert sein?

Dort, wo Daten eine Herausforderung für Werbetreibende darstellen, bieten sie auch eine Lösung. Höhere Mengen von hochwertigeren Daten sollten es theoretisch noch leichter machen, den finanziellen Ertrag einer Kampagne zu messen. Genau wie Online-Werbung das Marketing mit präzisen Ergebnismessungen wie Cost-per-Click revolutioniert hat, bietet das Internet der Dinge das Potenzial, diese Art von Präzision auf jede Kampagne auszuweiten.

 

Fazit — Our Take 
Es ist unausweichlich. Das „Internet der Dinge“ kommt. Und Werbetreibende, die sich im Voraus darauf vorbereiten, die den aktuellen Stand der Diskussion um ethische Fragen und Datenschutz intensiv studieren und die frühzeitig das Management von umfangreichen Kundendatensätzen in den Griff bekommen, werden darin die nächste große Chance finden, nach der sie bereits lange gesucht haben.

 

Weitere Informationen und Fachartikel von Canon zu wichtigen Marketing, Financial und IT-Themen:

Canon Screeshot Business Hub Exceptional

Canon stellt fachlich fundierte Blogartikel zur Verfügung. Derzeit sind rund ein Dutzend verfügbar, ständig kommen neue hinzu. http://www.canon.de/exceptional/