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Tag Archives: Steve Jobs

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

Bildschirmfoto 2013-11-22 um 10.01.48

© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm/Germany.

Oder: Am Anfang war die Schrift. Schrift findet einen neuen Anfang.

Ein Wort-Denkmal für Professor Hermann Zapf.
Text: Andreas Weber, Mainz
Grafik/Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm

»Hermann Zapf hat die Transformation einer werthaltigen
Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale
Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt.
Wir können und werden ihn nie vergessen.« —Andreas Weber

++++++  English Version via Linotype.com   ++++++

»Meine Lebensgeschichte beginnt in Nürnberg. In dieser Stadt wurde ich am 8. November 1918 geboren, also gerade noch im Kaiserreich.« Mit diesen Sätzen lässt Hermann Zapf sein Buch ›Alphabetgeschichten‹ beginnen, das im Jahr 2007 von der Mergenthaler-Edition der Linotype GmbH herausgegeben wurde. Diese lesenswerte Chronik technischer Entwicklungen von Hermann Zapf versetzt uns in Erstaunen. Wie kann ein einziger Mensch soviel auf so hohem, nicht zu übertreffendem Niveau vollbringen? Wie kann man Kreativität, handwerkliche Präzision, universelles künstlerisches Talent und Technologie-Verständnis dergestalt unter einen Hut bringen?

Leben und Werk von Hermann Zapf, der am 4. Juni 2015 in Darmstadt verstorben ist, sind vielfältig und umfassend dokumentiert, vor allem auch von ihm selbst. Er gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Gestalter, Autor und Lehrer über fast vier Generationen verdient gemacht hat. Und er gehört zu den wenigen Auserwählten der Menschheitsgeschichte, die durch ihr Wirken das Schaffen anderer erst ermöglicht haben, wie der Typograph und Pressendrucker Hermann Rapp (am 21. Februar 2015 vor seinem Freund Hermann Zapf verstorben) in seinem Beitrag zum 90. Geburtstag von Hermann Zapf im Herbst 2008 betonte: »Mit Zähigkeit kämpfte er [Hermann Zapf] ein langes Leben lang um Vollkommenheit. Wer in seiner Nähe stand, wurde mitgezogen oder zog es vor, sich abseits einen kleineren Weg zu suchen. Denn er konnte wohl nicht anders als alles an sich zu ziehen, in sich zu verarbeiten und das Ergebnis, ob Kalligraphie oder Alphabet mit all seinen Zusätzen für viele Sprachen dieser Welt, dem Buch, den Druckwerken zur Verfügung zu stellen.«

Es erfordert nicht nur Respekt, sondern Demut und Dankbarkeit, um sich mit Hermann Zapf auseinandersetzen zu können. Aber nicht etwa deswegen, weil er sich abkapselte, sondern weil Hermann Zapf für immer und ewig an der Spitze der Elite grafischer Kunst steht ohne selbstverliebt oder voreingenommen gewesen zu sein. Bis ins hohe Alter hat Hermann Zapf stets die Begegnung mit anderen, gerade den sehr viel jüngeren Menschen geschätzt – zuhörend, mitredend, helfend, erklärend, Mut machend. So hat er über Jahrzehnte unterrichtet (in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika) oder seit 1998 auf den TypoMedia- und TypoTechnica-Kongressen von Linotype mitgewirkt. Mit dem Schriftenhaus Linotype und seinen Vorgängerfirmen stand Hermann Zapf über mehr als 70 Jahre in engster Beziehung. Zapf hat damit über die Hälfte des Firmenlebens der 1886 von Otmar Mergenthaler gegründeten Firma und ihr globales Geschäft geprägt. Dies ist in der grafischen Branche und ihrer Wirtschaftsgeschichte ein wohl einmaliger Vorgang.

Hermann Zapf zuhause 2003

Hermann Zapf in Darmstadt, 2003. Foto: Heidelberg Nachrichten.

Bleisatz auf dem Bildschirm?

Im Jahr 2001 publizierte Hermann Zapf zusammen mit einem jungen, international besetzten Team aus Basel, Mainz und New York City die Multimedia-CD-ROM ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. Der Meister selbst entwickelte das Layout, gab die Inhalte vor, lieferte die Scans ab und wählte die Musik aus. Innerhalb von weniger als 100 Tagen musste vom jungen Team (mit damals noch sehr rudimentären technischen Werkzeugen) die komplett interaktiv gestaltete Produktion abgewickelt werden.

Die Multimedia-Präsentation führte Hermann Zapf im Herbst 2001 im US-amerikanischen Kalifornien persönlich vor – ›standesgemäß digital und computerunterstützt‹, wie Zapf süffisant anmerkte. Der Grund für den Kalifornien-Besuch lag darin, dass Gudrun Zapf-von Hesse und Hermann Zapf von der Non-Profit Organisation ›The Friends of Calligraphy‹ und der ›San Francisco Public Library‹ eingeladen waren, den ›Lifetime Achievement Award for Excellence in Calligraphy and Type Design‹ entgegenzunehmen. Die Preisverleihung war Bestandteil einer Gruppenausstellung sowie einer Reihe von Events, genannt ›Zapfest, Calligraphic Type Design in the Digital Age. An Exhibition in Honor of the Contributions of Hermann and Gudrun Zapf‹. Weitere 14 international renommierte Schriftgestalter stellten aus. Kuratoren der Ausstellung waren Sumner Stone, Susie Taylor und Linnea Lundquist. Gudrun und Hermann Zapf hielten in diesem Rahmen auch Vorträge in der San Francisco Public Library.

Gudrun und Hermann Zapf besuchten zudem die Firmen Apple (er traf Steve Jobs und Peter Lofting) sowie Adobe. Beide Firmen gehören zu den Pionieren und Gestaltern unserer zeitgemäßen digitalen Kommunikationstechnologien und brachten Hermann Zapf höchste Wertschätzung entgegen.

Im darauffolgenden Jahr 2002 besuchten Hermann Zapf und seine Gattin, die renommierte Schrift- und Buchkünstlerin Gudrun Zapf-von Hesse, die damals ›kreativste Multimediaagentur der Welt‹ in Wiesbaden. Dort zog das Paar zwei Dutzend Jung-Kreative stundenlang in seinen Bann. Und Hermann Zapf lehrte die Multimedianer, dass neueste Technik nicht immer bereits von Anfang an perfekt ist. »Was ihr macht, ist quasi Bleisatz auf dem Bildschirm. Aber keine Angst, die Technik, die ihr im Web nutzt, wird langsam immer besser«, urteilte er.

Die Offenheit und lebenslange Neugier von Hermann Zapf für Innovation und Fortschritt, für Werte und Kultur, für Kommunikation und Gestaltung basiert auf einem hohen Maß an Verantwortung für das eigene Können und Tun. Hermann Zapf kommentierte das so: »Die Arbeit eines Schriftentwerfers verlangt mehr Sorgfalt und Genauigkeit als in einer der üblichen Disziplinen. Kaum eine andere kreative Tätigkeit hat an weltweiter Verbreitung solche Größenordnungen vorzuweisen, weder die Werbung, noch die Buch- und Zeitschriftenproduktion.« Hermann Zapf hat nie etwas halbherzig angepackt oder auf Zufälliges vertraut. Und das, obwohl er immer wieder Neuland betrat, wie zum Beispiel seit den 1960er Jahren mit Dr. Ing. Rudolf Hell, den Zapf als den ›Edison der grafischen Industrie‹ verehrte und dessen Digiset-Technologie Zapf zum Durchbruch verhalf.

Um die grandiose Bedeutung des Lebenswerks von Hermann Zapf und seiner Arbeit als Schriftentwerfer anschaulich zu machen, sei erinnert: Jeder Computer, der weltweit (stationär oder mobil) im Einsatz ist, macht Schriften von Hermann Zapf zugänglich, da sie sowohl Teil der Grundausstattung der Betriebssysteme als auch Bestseller in den Schriftbibliotheken sind. Große Teile der Weltliteratur, bedeutende Publikationen im Zeitschriftenbereich, Firmen- und Privatdrucksachen, Urkunden bis hin zu Inschriften in Denkmälern sind mit Schriften ausgestattet, die Hermann Zapf entworfen und im Laufe von über 60 Jahren ständig an die neuesten technischen Entwicklungen angepasst hat.

Bis zum letzten Atemzug: Ungebrochener Innovationsgeist

Vom Hand- über den Maschinensatz mit Bleilettern bis zum Foto- und Lichtsatz sowie letztlich für die unterschiedlichen Digitaltechnologien hat Hermann Zapf seine Schriftzeichen und Alphabete umgearbeitet und erweitert. Dabei beglückten ihn die neuesten Digitaltechniken geradezu, vor allem das OpenType-Fontformat, da es für Schriftentwerfer sämtliche technisch-physikalischen Beschränkungen der Vergangenheit aufhebt. Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wie auch das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhundert nutzte der damals schon hochbetagte Hermann Zapf, um beinahe wöchentlich im Schriftenatelier von Linotype seine wichtigsten Schriften (Palatino, Aldus und Optima) den neuen Techniken anzupassen. Dabei wurden nicht nur seine Alphabete und Zeichen transformiert, sondern es entstanden Erweiterungen der Schriften, etwa die Palatino Nova und Palatino Sans Com.

Sein spektakulärstes Projekt war sicherlich die Zapfino. Hermann Zapf wurde Anfang der 1990er Jahre von dem später als Web-Design-Guru berühmt gewordenen David Siegel aus Kalifornien angesprochen. Siegel, der Mittzwanziger wollte im Team mit Zapf, dem über 70-jährigen, eine neue digitale Schrift entwerfen, um Kalligrafie mit dem Computer zu ermöglichen. Die Ansprüche wuchsen mit den Möglichkeiten. Das Projekt geriet ins Wanken. Letztlich war Ende 1998 mit Unterstützung des Schriftenhauses Linotype die ›Zapfino‹ genannte kalligrafische Schrift als Weltneuheit marktreif. Apple-Chef Steve Jobs war fasziniert und lizenzierte die Zapfino. Seitdem ist die Zapfino Bestandteil des Betriebssystems OS X von Apple. Kalligrafie findet so Eingang in den von Steve Jobs propagierten ›Digital Lifestyle‹. Steve Jobs und Hermann Zapf kannten sich seit 1984 und trafen mehrmals zusammen. Im Nachruf der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel heisst es dazu: »1984 ist Hermann Zapf einer der 20 Auserwählten, der von Apple einen 128k Mac geschenkt bekommt. The cube. Hermann Zapf versteht es als Herausforderung. Er arbeitet mit dem Gerät. Ein Jahr später lädt Steve Jobs ihn und sein Team nach Cupertino ein. Dort präsentieren sie das Programm ihrer Firma Design Processing International. Später finden viele seiner berühmten Schriften Eingang in die Mac History und sind immer noch serienmäßig auf modernen Apple-Computern installiert.«

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Foto: Nadine Bendzulla, Wiesbaden

›TypoZapfie‹ – Inspiration für den Nachwuchs und globale Strahlkraft

Naturgemäß beschränkte sich Hermann Zapf bei seinen Schriftentwürfen nicht nur auf den westlichen Sprach- und Kulturraum. Slawische Sprachen, Kyrillisch, Arabisch und vieles mehr hat Hermann Zapf in seine Schriftwelt integriert. Jeder Mensch auf unserem Planeten, der Lesen und Schreiben kann, jedes Unternehmen ist mit dem Werk von Hermann Zapf, dem Meister des Schriftentwerfens, hautnah in Berührung gekommen. Mitunter wurden auch lebenswegentscheidende Impulse durch Hermann Zapf gezündet: Der junge Akira Kobayashi aus Tokio bekam in den 1980er Jahren Fachschriften von Hermann Zapf in die Hand, die ins Englische übersetzt waren. Da Akira kein Englisch konnte, aber genau wissen wollte was Hermann Zapf publizierte, brachte er sich kurzer Hand die englische Sprache selbst bei.

Das Ergebnis war eine grenzenlose Begeisterung bei Akira Kobayashi für Schrift und Typografie auf höchstem künstlerischen Niveau, die man als ›TypoZapfie‹ bezeichnen könnte. Akria ging damals unvermittelt nach London zum Studium, entwarf selbst Schriften, gewann bei Wettbewerben und wurde zum künstlerischen Leiter des Linotype Schriftenateliers. Eine Position übrigens, die Hermann Zapf bei der D. Stempel AG, die später von Linotype übernommen wurde, mehr als ein halbes Jahrhundert zuvor inne hatte. Kein Wunder also, dass Hermann Zapf unverzagt und hochmotiviert auf die Unterstützung und Kompetenz von Akira Kobayashi setzte, um im Linotype Schriftenatelier sein Lebenswerk vollenden und bis zum letzten Atemzug auf Innovation, Präzision und Meisterschaft achten zu können.

Der Eingangs zitierte Hermann Rapp rundet die Würdigung der Lebensleistung von Hermann Zapf wie folgt ab: »Hermann Zapf schenkte uns und den späteren ein wunderbares Werkzeug. Wenn wir dieses Werkzeug mit Vernunft und Anstand gebrauchen, das heißt, dass wir Kommunikation des Kommunikativen wegen betreiben, Lesenswertes leicht leserlich machen, dann hinterlassen wir eine gute Spur bei unserem Tun und ehren den Schöpfer unserer Werkzeuge: unseren Hermann Zapf.«

Hermann Zapfs Lebenswerk und seine Meisterschaft sind unvergleichlich und einzigartig. Er hat durch sein über fast vier Generationen dauerndes Wirken die grafische Kunst vollendet. Und gleichzeitig nicht nur Profis, die Gestalter, Kreativen und Medienproduktioner in aller Welt, inspiriert und unterstützt, sondern durch seine aktive Mitarbeit bei der Vervollkommnung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten die Nutzung grafischer Kunst auf höchstem Qualitätsniveau für alle Menschen zugänglich gemacht. Schrift und die schriftgebundene Kommunikation haben durch Hermann Zapf einen neuen Anfang gefunden. Hermann Zapf hat die Transformation der werthaltigen Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt. Wir können und werden ihn nie vergessen.

[HINWEIS: Dieser Nachruf entstand in Zusammenarbeit mit Monotype GmbH, die Linotype GmbH übernommen hat. Der Nachruf findet sich auf der Linotype-Website in gekürzter Fassung.]


Zum Autor

Andreas Weber (geboren am 3. Januar 1959 in Homburg/Saar) lebt und arbeitet seit 1978 in Mainz. In der Gutenberg-Stadt studierte er Kunstgeschichte, Archäologie und Buchwesen. 1987 wechselte er ins Kommunikationsfach. Seitdem ist er als Kommunikations-Manager und -Analyst, Publizist sowie als Berater und Coach aktiv. Er hat verschiedene Unternehmen gegründet, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet und die sich auf Innovationstechnologien und Kommunikation mit System spezialisiert hat. Hermann Zapf lernte der Autor im Jahr 1988 in Paris kennen. 2001 produzierte er für Hermann Zapf die Multimedia-Werk ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. 2002 arrangiert Weber die Begegnung von Hermann und Gudrun Zapf mit der damals ›Kreativsten Multimediaagentur der Welt‹, Scholz & Volkmer, Wiesbaden. 2008 publizierte Weber eine umfassende Würdigung Hermann Zapfs zu dessen 90. Geburtstag.

Zur Biografie von Hermann Zapf

Hermann Zapf wurde am 8. November1918 in Nürnberg geboren und gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Autor und Lehrer verdient gemacht hat. Seit 1951 war er verheiratet mit Gudrun Zapf von Hesse. Nach seiner Lehrzeit als Retuscheur, bei der er seine Leidenschaft für die Kalligrafie entdeckte, zog Zapf 1938 nach Frankfurt/Main, wo er sich als Schriftgrafiker und Kalligraf betätigte. Im gleichen Jahr entwarf er seine erste Type Gilgengart für seinen späteren Arbeitgeber, die Schriftgießerei D. Stempel AG.

Nach Arbeitsdienst, Krieg und Gefangenschaft ging Zapf wieder nach Frankfurt und war bei D. Stempel 1947 bis 1956 künstlerischer Leiter. Zwischen 1948 und 1950 war er nebenamtlich als Dozent für Typografie an der heutigen HfG Offenbach tätig. Während dieser Zeit war Hermann Zapf auch als Graphiker im Buchdesign für Verlagshäuser wie Suhrkamp, den Insel Verlag (auch Insel-Bücherei), die Büchergilde Gutenberg oder den Carl Hanser Verlag tätig.

Aus Prinzip arbeitete er jedoch nie für Werbeagenturen. Eine wichtige Betätigung war die des Schriftentwerfers: Es entstanden die Palatino, Aldus und Optima (bereits 1952), die bis heute weit verbreitet sind. Ab 1956 arbeitete er als selbständiger Schriftgrafiker in Frankfurt. Eine der Arbeiten war 1960 die Ausfertigung der Präambel der Charta der Vereinten Nationen für die Pierpont Morgan Library in New York. Seit den frühen 1960er Jahren beschäftigte er sich mit der Kombination von Typografie und Computerprogrammen.

In Deutschland wurden seine Ideen zum computergestützten Satz damals nicht ernstgenommen und sogar auch verlacht. Nach einer Vorlesung 1964 in den USA war die Universität von Texas in Austin sehr interessiert an Zapf und wollte extra für ihn sogar eine Professur einrichten. Er lehnte das Angebot jedoch ab, da seine Frau nicht in den USA leben wollte.

1972 ging er für einen Lehrauftrag für Typografie, den er bis 1981 ausübte, an die Technische Universität Darmstadt. 1976 wurde ihm vom Rochester Institute of Technology die Professur für computergestützte Typografie angeboten, die dort als weltweit erste aufgebaut wurde. Er nahm dieses Angebot an und unterrichtete im ständigen Wechsel zwischen Darmstadt und Rochester von 1977 bis 1987 auch am College of Graphic Arts and Photography.

1977 gründete er zusammen mit Aaron Burns und Herb Lubalin die Firma Design Processing International Inc. in New York. Das Ziel war die Entwicklung von Programmen für typographische Strukturen, die auch von Nichtspezialisten bedienbar sein sollten. Die Firma bestand bis 1986. Danach entwickelte Zapf in Kooperation mit der URWSoftware & Type GmbH in Hamburg die Software »hz program«. Dieses Programm enthält mikrotypografische Veränderungen zum optimalen Zeilenausgleich. Diese Algorithmen wurden für das Programm InDesign lizenziert.

In den letzten Jahren erweiterte er seine Palatino-Schrift insbesondere um griechische und kyrillische Zeichen. Weiterhin arbeitete er die 1993 begonnene Schriftreihe Zapfino aus, die schließlich bei Linotype erschien.

Eine bedeutende Sammlung von Schriftentwürfen, Buchgestaltungen und Signeten Hermann Zapfs befindet sich in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und kann dort in einer Dauerausstellung besichtigt werden.

Am 4. Juni 2015 verstarb Hermann Zapf in Darmstadt.

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)

1967 Type Directors Club Medal des Type Directors Club.

1974 Gutenberg-Preis der Gutenberg-Gesellschaft verliehen.

2000 Ehrenmitglied der Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX ernannt.

2003 SoTA Typography Award der “Society of Typographic Aficionados” in Chicago verliehen.

2007 Goethe-Plakette des Landes Hessen in Wiesbaden verliehen (11. Dezember 2007).

2010 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland in Wiesbaden verliehen (25. Mai 2010).

Zapf-Schriften als „Evergreens“ und Bestseller zugleich — Hermann Zapf hat über 200 Schriften entworfen. Überblick über die wichtigsten Schriftentwürfe von Hermann Zapf.

Aldus® (1954), Aldus Nova (2005), Aurelia™ (1983), Comenius® Antiqua BQ

(1976), Edison™ (1978), Kompakt™ (1954), Marconi® (1976), Medici® Script

(1971), Melior® (1952), Noris Script® (1976), Optima® (1958), Optima nova

(2002), Orion™ (1974), Palatino™® (1950), Palatino nova (2005), Palatino™

Sans (2006), Saphir™ (1953), Sistina® (1950), Vario™ (1982), Venture™

(1969), Virtuosa® Classic (2009), Linotype Zapf Essentials™ (2002), Zapfino®

(1998), Zapfino Extra (2003), ITC Zapf Chancery® (1979) ITC Zapf

International® (1976), ITC Zapf Book® (1976), Zapf Renaissance Antiqua™

(1984–1987), ITC Zapf Dingbats® (1978).

Werke (Auswahl)

  • ›Feder und Stichel‹. Frankfurt am Main, 1949
  • ›Manuale Typographicum‹, Z-Presse Frankfurt am Main/New York, 1954 und 1968
  • Typographische Variationen – 78 Buchtitel und Textseiten‹, Verlagsbuchhandlung Georg Kurt Schauer, Frankfurt am Main, 1963
  • ›About Alphabets. Some marginal notes on type design‹, M.I.T. Press, Cambridge, Massachusetts 1970
  • ›Hermann Zapf & his design philosophy‹, The Society of Typographic Art, Chicago 1987, (und in japanisch: Robundo Publishing Inc., Tokio 1996)
  • ›The world of alphabets by Hermann Zapf – A kaleidoscope of drawings and letterforms‹, Multimedia-CD-ROM, produziert von Andreas Weber, Mainz 2001, herausgegeben von Rochester Institute of Technology, Rochester NY und The Melbert B. Cary Jr. Graphic Arts Collection (vergriffen)
  • Alphabetgeschichten. Eine Chronik technischer Entwicklungen, Mergenthaler Edition/Linotype, Bad Homburg 2007, ISBN 3-9810319-5-4.
  • ›Moderne Zeiten‹ – Sonderveröffentlichung aus Anlass des 90. Geburtstags von Hermann Zapf. Erschienen in: Value Magazin, Ausgabe Herbst, Mainz 2008, Seite 8 bis 16. Mit Beiträgen von Andreas Weber, Hermann Rapp und Hermann Zapf.

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Zapf

http://www.linotype.com/de/5669/hermannzapfstatement.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Schreibmeister-des-Computerzeitalters-Hermann-Zapf-zum-90-215953.html

http://regionalwolfenbuettel.de/typo-magie-ein-nachruf-auf-schriftgestalter-hermann-zapf/

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Es-gibt-keine-Entschuldigung-fuer-schlechte-Typographie-zum-Tode-von-Hermann-Zapf-2681823.html

http://www.deutschlandfunk.de/typograf-zum-tod-des-schrift-connaisseurs-hermann-zapf.691.de.mhtml?dram:article_id=321933

http://www.linotype.com/645-34858/hermannzapfsobituary.html

http://www.nytimes.com/2015/06/10/arts/design/hermann-zapf-96-dies-designer-whose-letters-are-found-everywhere.html?_r=0

http://mashable.com/2015/06/10/hermann-zapf-dies-dead/

http://creativepro.com/remembering-legendary-man-of-letters-hermann-zapf/

http://typographics.com/projects/zapf/

http://www.printernet.at/nr/print_publishing43.html (Ausgabe 220, Juli 2015, Nachruf als Titelstory)

http://campaign.r20.constantcontact.com/render?ca=0d6e5143-c433-4939-ab2e-bae7346fc264&c=9613ef10-1ecb-11e3-bfa3-d4ae5292bb50&ch=96390340-1ecb-11e3-bfcf-d4ae5292bb50 (LetterNews)

Commons: Hermann Zapf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hinweise:

A) Nadine Chahine und Otmar Hoefer von Monotype GmbH haben zum Andenken an Hermann Zapf eine Facebook-Gruppe eingerichtet, die sogleich fast 500 Mitgliederaus aller Welt fand.

https://www.facebook.com/groups/RIPZapf/

Bildschirmfoto 2015-06-12 um 09.17.32

B) Impressionen von der Trauerfeier für Hermann Zapf am 16. Juni 2015 in Darmstadt mit rund 150 Freunden aus Europa, Nordamerika und Japan, die auf Einladung der Familie rund um Gudrun Zapf-von Hesse gekommen waren.

ValueCheck! Apple Steve jobs.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

 

IN HONOR TO THE MAN WHO TURNED THE FORBIDDEN FRUIT INTO A SUCCESSFUL BRAND

Almost everyone in the technology sector says that they admire Steve Jobs. However, when it comes to applying what he led already, many of them fail. —Andreas Weber, Value CEO, Mainz/Germany

 

By Şükran Ceren Salalı, Value Communication Fellow

 

Based on the text with a good analysis from to Rod Bauer from Bauer group, there are several lessons we should take into consideration in order to be more successful in the business world. Especially, those who admire Jobs and think he was the most effective CEO, should rethink about their working strategies regarding these facts:

Lesson #1 — Creating great products requires patience

Lesson #2 — Think big

Lesson #3 — Focus on your strengths

Lesson #4 — Think different

Lesson #5 — Technology by itself is not enough

 

Apparently, many people in Silicon Valley give all their attention on writing code or learning how to run a company, but not on “learning how to learn”. What made Steve Job very successful was the way he gave value on learning culture, music, film, calligraphy, design and architecture. So, we have many things to learn from him, other than remaining as so-called admirers.

 

Our Take: Learn how to use the ValueCheck! to create value — Invented in Mainz/Germany

In regards to Steve Jobs, we are working with many talented artist and innovators, organizing outstanding art&culture events. Value Communication AG created ValueCheck! to enable a strategy that considers human to human aspects as important energizers for successful business strategies.

So, at least, not only direct business relations, but also art and culture experiences are focused by Value Communication AG. Being established in a 2000-year-old city, Mainz, that is surrounded by fascinating specialties of art, history and culture, the ValueCheck! practices what it preaches and emphasizes its practices regarding with the understanding of connecting innovation to profit.

ValueCheck! have already taken those principles into consideration which are highlighted by Steve Jobs such as patience, thinking big, focusing on strengths, thinking different and knowing that technology is solely not enough. ValueCheck! also guides businesses  to take these principles in order to become more successful and keep up with the times of digital transformation and the age of consumer by using ValueCheck Audits and Coachings by analyzing them in a professional, smart and effective way.

 

 

 

Value Communication Key Visual 2

 

Why it is worth to read this Blog post:

  1. Reading time: Less than 8 minutes — Half-Life Period: For-ever!
  2. Get immediately how to benefit from Value Innovation by Value Communication
  3. Learn how to connect Innovation to Profit!

 

Prologue

Steve Jobs had pulled the emergency brake in time, as he pointed out in October 2010 in his legendary e-mail newsletter on the risk of an innovation dilemma, which then perform, if one is successful, and may rest on his laurels! Action saw Jobs at Apple’s high-speed growth period especially in the product and in the communications innovation that the “digital lifestyle” was oriented. Reminder: Jobs had his position as iCEO associated with being an extremely charismatic Chief Communication & Innovation Officer (CCIO), which controls all processes in the company. He initiated the innovation management; and he was able to operate professionally all Apple products by himself to explain the benefits perfectly. So Jobs had established itself in a unique way, the principle of Value Communication.

 

Part 1

“Value Innovation needs Value Communication“

What you need to know and to understand regarding „Value Innovation“ is published in the blog post “The greatest enemy is your own success!”.

Starting point is that the strategic principles of “Value Innovation” are driven by “Value Communication“: Because valuable communication scenarios can be brought to life. True to the motto: “Communication = Art!”

 

Value Communication includes:

— the communication of the values ​​of a company’s products and services;

— the sustainable interaction with the stakeholders;

— to create systems that combine communication and transaction homogeneous (on-the-fly).

 

Stakeholders have to be defined company-specific: It could be employees, suppliers, partners, shareholders, the media brotherhood and above all the customers and their networks, and social environments.

Critical for success seems that Value Communication is focus on the benefits — in an easy to understand mode — to represent and to address the needs of all stakeholders properly. And in a way that communication and transaction are merged homogeneous and directly as possible. Traditional advertising and marketing models by agencies and the media companies are not necessarily part of a Value Communication architecture; and if they do, as action enhancer, it works if profound innovation capability is provided with the communication service providers.

 

The key figure in the company: The „CCIO“
(Chief Communication & Innovation Officer)

Value Communication scenarios live on smarter communication architecture work. What is needed, are not brilliant (and expensive) creative heads for attention/awareness campaigns, acting like a movie Director, nor simple minded budget managers working as cost calculators (reporting to controllers).

The CCIO requires intuition, instinctive intelligence, empathy and vision to anticipate and manage relevant developments in the market. The CCIO’s work is analytically and systemically. Valuable effects by Value Communication are caused by consistency and sustainability, and through hard discipline. Crucial is the fact that organizational is changed. Ideally, a company made ​​up of two units:

  1. The Business Operation Management Unit, including Marketing / Sales Promotion, Sales, Services and Finances.
  2. The Communication & Innovation Management Unit, which also includes research and development. Main job will always be a dialogue developed with customers and partners in the field of all innovation projects.

The focus of the CCIO is on four areas:

  1. Present
  2. Medialise
  3. Interact
  4. Innovate

A fundamental additional task of the CCIO is as well to develop the skills of employees and partners in all sectors to become “entrepreneurs within the company”.

 

 

The Big 5-C Bild.001

 

Part 2

 

“Triple-C transformed to the Big 5-C“

In this context, it is apparent that the current model which has been established in marketing, the Triple-C, is no longer sufficient in the Value Innovation era. Triple-C stands for “Content — Channel — Customer”. And it is classified under “operational innovation” to increase individual sales and revenues. Has proven Triple-C to date, especially in direct marketing, which has received through social media mechanisms upswing.

 

Value Innovation based on the “The Big 5 -C” principle:

Content — Embassies and storytelling around the Performance Promise

Connectivity — for inter-media transfer of knowledge and digital literacy

Consumer (and Brands) — as a focal point around which entwines everything

Community — using the Human-to-human principle

Creativity — as a creative force of the New World

Creativity is regarded as an engine of innovation, which includes a deep understanding of technology use, as well as open source surf.

 

Meaning, purpose and benefits of Value Communication as a driver and implementer of the Value Innovation Strategy develops rapidly and logical. Especially when you consider that all companies that have successfully accomplished the digital transformation, or those who laid the basis of beginning business model innovation as a strategy to grow profitably faster than everyone else. Not without reason achieve companies like Google or Apple more per capita profit as “classics” such as Axel Springer or Volkswagen or Otto Group, or even Hewlett-Packard per capita revenue realized. These classics have so far failed to operate Value Innovation and Value Communication. They failed because they don’t innovate on a strategic level!

Last but not least: The motto of CCIO as the architect of Value Communication is always:
Connect Innovation to Profit.

 

My Recommendation:

It is clear that the widespread, reduced-looking way of thinking, “I’m interested in only how to get from A to B quickly”, in the medium and long term affects more harmful than beneficial. The best way to open up the functioning and effectiveness of the Value Communication principle in conjunction with Value Innovation in Value Academy Workshops and / or Value CEO Briefings. This includes Value Audits using the Value Check, an innovative strategy methodology that evaluates the communication capability of a company.

 

For further details get in contact with Andreas Weber, a leading analyst and innovation expert at your disposal.

Value Communication Key Visual 2

 

Warum es sich lohnt, diesen Blogbeitrag zu lesen:

1. Lesezeit: >8 Minuten. Halbwertzeit: nahezu ewig!

2. Plausibel erfahren wie Innovation auf Werthaltigkeit ausgerichtet wird.

2. Erkennen, wo der Handlungsbedarf liegt.

 

Hinweis: Diesen Blog Beitrag gibt es auch in englischer Sprache.

 

Prolog

Steve Jobs hatte rechtzeitig die Notbremse gezogen, als er im Oktober 2010 in seinem legendären Email-Rundschreiben auf die Gefahr eines Innovations-Dilemma hinwies, das dann auftrete, wenn man erfolgreich sei, und sich auf seinen Lorbeeren ausruhe! Handlungsbedarf sah Jobs bei Apple’s nicht aufzuhaltendem Höhenflug vor allem in der Produkt- und in der Kommunikations-Innovation, die sich am „Digital Lifestyle“ ausrichtete. Zur Erinnerung: Jobs hatte seine Position als iCEO damit verbunden, ein äußerst  charismatischer Chief Communication & Innovation Officer (kurz „CCIO“) zu sein, der sämtliche Abläufe im Unternehmen steuert, das Innovationsmanagement leitete und im Stande war, alle Apple-Produkte auch fachgerecht bedienen und pointiert erklären zu können. Damit hatte Jobs in einzigartiger Weise das Prinzip der Value Communication etabliert.

 

Teil 1

„Value Innovation needs Value Communication“

Was unter Value Innovation verstanden werden muss, ist im Blog-Beitrag „Der größte Feind ist der eigene Erfolg!“ dargelegt. Anknüpfungspunkt ist, dass die strategisch-tragenden Prinzipien der „Value Innovation“ nur durch „Value Communication“, also werthaltige Kommunikationsszenarien, zum Leben erweckt werden kann. Getreu dem Motto: „Communication = Art!“

 

Werthaltigkeit beinhaltet: 

  • zum einen die Kommunikation der Werte einer Unternehmung mit seinen Produkten und Services;
  • und zum anderen, wie die Interaktion mit den Stakeholdern nachhaltig gestaltet werden muss;
  • und drittens: Systeme zu schaffen, die Kommunikation und Transaktion homogen vereinen.

Stakeholder sind unternehmens-spezifisch zu definieren: Es können die Mitarbeiter, die Lieferanten, die Partner, die Aktionäre, die Medienzunft und vor allem die Kunden und deren Netzwerke sowie sozialen Umfelder sein.

Erfolgsentscheidend ist, dass Value Communication den Nutzen glaubhaft — und einfach zu verstehen — darstellt und die Bedürfnisse aller Stakeholder adressiert. Und zwar in der Form, dass Kommunikation und Transaktion homogen und möglichst direkt zusammengeführt werden. Das Spiel über Bande, wie es klassische Werbe- und Vermarktungsmodelle vorsehen, indem Agenturen und Medien, also Dritte, zwischen geschaltet werden, ist nicht mehr zwangsläufig Teil einer Value Communication-Architektur; und wenn doch, dann als Wirkungsverstärker, wenn profunde Innovationsfähigkeit bei den Kommunikationsdienstleistern gegeben ist.

 

Die Schlüsselfigur im Unternehmen: Der „CCIO“

Value Communication-Szenarien leben von smarter Kommunikations-Architektur-Arbeit. Gefragt sind also weder brillante (und teure) Kreativköpfe für Aufmerksamkeits-Kampagnen, die Regie führen oder orchestrieren, noch zahlenverliebte Budget-Verwalter, die sich dem Druck der Kostenrechner beugen müssen.

Der „CCIO“ benötigt Intuition, instinktive Intelligenz, Empathie und Visionskraft, um Entwicklungen im Markt antizipieren und steuern zu können. Der „CCIO“ geht analytisch und systemisch vor. Werthaltigkeit entsteht durch Konsistenz und Nachhaltigkeit sowie durch harte Disziplin. Voraussetzung ist zudem, dass Organisatorisches verändert wird. Idealerweise besteht eine Unternehmung aus zwei Einheiten:

  1. Dem Business Operation Management, inkl. Marketing/Verkaufsförderung, Sales, Services sowie Finances.
  2. Dem Communication & Innovation Management, dem auch Forschung und Entwicklung untersteht, und in dem stets dialogisch mit Kunden und Partner Innovationsprojekt entwickelt werden.

Der Fokus des „CCIO“ liegt auf vier Bereichen:

  1. Präsentieren
  2. Medialisieren
  3. Interagieren
  4. Innovieren

Eine wesentliche Aufgabe des „CCIO“ ist es, die Mitarbeiter und Partner in allen Bereichen zu „Unternehmern im Unternehmen“ zu entwickeln.

 

 

Teil 2

„Aus Triple-C wird The Big 5-C“

 

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In diesem Kontext wird ersichtlich, dass das gängige Modell, das im Marketing etabliert ist, das Triple-C im Value Innovation-Zeitalter nicht mehr genügt. Triple-C mein „Content — Channel — Customer“. Und es ist einzureihen unter „operativer Innovation“ zur Steigerung von Einzel-Verkäufen. Bewährt hat sich Triple-C bis dato vor allem im Direktmarketing, das durch Social Media-Mechanismen Aufschwung bekommen hat.

 

Value Innovation basiert auf dem „The Big 5-C“-Prinzip:

Content — Botschaften und Storytelling rund um die Performance Promise

Connectivity — für intermedialen Wissenstransfer und digitale Kompetenz

Consumer (&Brands) — als Fokus-Punkt, um den sich alles rankt

Community — nach dem Human-to-Human-Prinzip

Creativity — als schöpferische Kraft des Neuen

 

Creativity wird dabei als Motor der Innovation angesehen, was ein tiefes Verständnis zum Technologienutzung umfasst, ebenso wie Open Source Brandung.

Sinn, Zweck und Nutzen der Value Communication als Treiber und Umsetzer der Value Innovation-Strategie erschließt sich rasch und logisch. Vor allem wenn man bedenkt, dass alle Firmen, die die Digitale Transformation erfolgreich bewerkstelligt haben, bzw. diejenigen, die von Anfang an Geschäftsmodell-Innovation als Strategie zugrunde legten, schneller profitabel wachsen als alle anderen. Nicht ohne Grund erzielen Firmen wie Google oder Apple mehr Pro-Kopf-Gewinn als „Klassiker“ wie Axel-Springer oder Volkswagen oder Otto Group oder sogar Hewlett-Packard pro Kopf-Umsatz realisieren. Diese Klassiker haben es bislang versäumt, Value Innovation und Value Communication zu betreiben.

Last but not least: Das Motto des „CCIO“ als Architekt der Value Communication lautet stets: Connect Innovation to Profit. 

 

Empfehlung:

Deutlich wird, dass die weit verbreitete, reduziert anmutende Denkweise, „mich interessiert nur noch, wie man rasch von A nach B kommt“, sich mittel- und langfristig eher schädlich als nützlich auswirkt. Am besten erschließt sich die Funktionsweise und Wirkungskraft des Value Communication-Prinzip in Verbindung mit Value Innovation in Value Academy Workshops und/oder durch Value CEO Briefings. Dies schließt Value Audits mit dem Value Check ein, eine innovative Strategiemethodik, die die Kommunikationsfähigkeit einer Unternehmung bewertet.

 

Für weitere Details steht der Autor Andreas Weber als führender Analyst und Innovations-Experte gerne zur Verfügung.

 

Hinweis: Diesen Blog Beitrag gibt es auch in englischer Sprache.

 

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