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Tag Archives: Primefire

ValueCheck Packaging.001

Technologie-Entwicklungen im Print entfesseln die Marken-Kunst des Packaging | Im Fokus: Customer Experience und Mass Customized Marketing

Eine Analyse von Andreas Weber, Head of Value

Apple, Procter & Gamble (P&G), Nestle, Adidas, Chanel, Swarovski und viele andere Top-Marken tun es: Sie definieren sich im Digitalzeitalter verstärkt über High-End-Lösungen an der wichtigsten ‚realen’ Schnittstelle zum Kunden: Der Verpackung. 

Jährlich werden weltweit weit mehr als 1.000 Milliarden Euro aufgewendet, um Verpackungen zu konzipieren, gekonnt zu gestalten, zu produzieren und am Point-of-Sales in bestmöglicher Form zu präsentieren. Die talentiertesten kreativen Köpfe werden von Top-Marken eingesetzt, verstärkt auch „Techies“ und Media-Fachleute, um Verpackungen ständig weiter zu entwicklen. Verpackungen werden inzwischen als eigenständiges Medium im Kommunikationsreigen begriffen.

Die Verpackung als Markenbotschafter ist für Marken genauso wichtig wie das Produkt selbst. David Taylor, CEO, Chairman & President von P&G als größtem Werbungtreibenden der Welt, erklärte daher ‚Packaging‘ zur Chefsache und sagte vor kurzem: „Die Verbraucher erwarten von den Marken, denen sie vertrauen, überdurchschnittliche Leistungen und helfen dabei, einige der komplexesten Herausforderungen unserer Welt zu lösen. Unsere globale Reichweite, unser Verständnis der fünf Milliarden Verbraucher, denen wir dienen, und unsere Innovationsfähigkeit geben uns die einzigartige Möglichkeit, einen positiven Unterschied zu machen.“

Laut Taylor gehe P&G noch „bewusster vor, um die Verbraucher zu erfreuen und verantwortungsvollen Konsum zu ermöglichen.“ Er spricht damit nicht nur das Thema „Sustainability“ an (90 % der P&G-Verpackungen sind recyclebar), sondern auch technische Innovationen, die helfen, die sog. „Customer Experience“ zu beflügeln. [Quelle]

 

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P&G stellt bei seinem Internet-Auftritt seine Produkte inkl. Verpackung ins Zentrum – auch auf der Seite für Investoren.


 

Der „positive Unterschied“: Persönlich, individuell und kundenspezifisch

„You guys could take the lead in mass customization“, brachte es der US-Amerikaner Mark Schaefer auf einer Multichannel-Konferenz Anfang November 2017 in Orlando, Florida, auf den Punkt. Schaefer gehört zu den globalen Top-12 der Marketing-Gurus, ist Pionier im Social Media und ein gefeierter Bestseller-Autor gedruckter Bücher. 

Schaefer hatte sich im Detail mit seinem Publikum, die Elite der printkundigen Multichannel-Dienstleister aus aller Welt, und ihrem Innovations- und Leistungsangebot beschäftigt. Neben dem Mass Customization bei Produkten fasziniert ihn die Möglichkeiten des Mass Customized Marketing. Individualisiert gedruckte Verpackungen gehören dabei ins Bild.

Zugleich wurde aber offensichtlich: Es gibt ein Dilemma! Selbst die fortschrittlichsten Multichannel- und Print-Dienstleister sind kaum in der Lage, sich in der fachlichen, öffentlichen Diskussion gegen die puristischen „Only-Online-is-beautiful“-Propheten durchzusetzen. Mark Schaefer empfahl eindringlich, sich auch für Print (und damit v. a. für den Verpackungsdruck) kommunikativ besser in Szene zu setzen. 

 


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Info-Box —Boom-Markt Verpackung entfesselt neue Print-Techniken 

Rund 60 Prozent der jährlichen, globalen Investments von mehr als 1.000 Milliarden Euro liegen in der Kreation, den IT- und Workflow-Management-Prozessen. 40 Prozent, und damit über 400 Millionen Euro werden aufgewendet, um Verpackungen aller Art inkl. Etiketten und Umverpackungen zu drucken.

Damit wird deutlich, warum die Druck- und Papierbranche mit großer Wucht auf die Innovation durch die aufmerksamkeitsstarke Differenzierung von Verpackungen setzt. Bis dato waren dies vor allem außergewöhnliche Veredelungsmöglichkeiten wie Lacke sowie Metallfarben und speziell für den Verpackungsdruck konzipierte Sonderkonfigurationen von Maschinen und Medien.

Bedruckt und veredelt werden Verpackungen bisher vor allem im Flexo-, Offset-, Tief- und Siebdruckverfahren. Dies trägt den hohen Auflagen sowie Qualitäts- und Kostenanforderungen Rechnung. Gemeinsam decken Flexo- und Offsetdruck aktuell rund zwei Drittel des Weltmarkts für Verpackungsdruck ab.

Der Anteil des Digitaldrucks ist mit weniger als 10 % noch relativ klein, bietet also genug Raum für Wachstum. Dies wird sich mittelfristig durch die Fortschritte bei industriellen digitalen Drucktechniken ändern, denn auch bei den Verpackungen sinken die Auflagen. Hinzu kommt der Trend zur Individualisierung.

Übrigens: Innovative Verpackungshersteller setzen mittlerweile auf Online-Shops um auf diesem Wege den Kunden und Markeninhabern noch einfacher und schneller die Möglichkeit für individualisierte Verpackungen anzubieten. Ein gelungenes und professionell ansprechendes Beispiel hierfür ist www.designyourpackaging.de (siehe nachfolgend den Screenshot).


 

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Print ist ziemlich digital: Ein Online-Shop für Verpackungsdesign und -druck zeigt alle zeitgemäßen Möglichkeiten auf.


 

Innovations-Dilemma

Die Zahl der technischen Innovationsmöglichkeiten explodiert. An jedem Tag, praktisch im Minutentakt, werden Markeninhaber wie auch Agenturen mit neuen „digitalen“ Sensationen bombardiert. Die Print-Fraktion gerät dabei ins Hintertreffen. Für mich unverständlich, da man sich im Print-Sektor nicht zu verstecken braucht.

Denn Print ist „High-Tech-at-its-best“. Allerdings hat Print auch den höchsten Erklärungsbedarf und leidet unter zahlreichen Missverständnissen. Es gibt hierzulande auch kaum spannend inszenierte Fachveranstaltungen, bei denen sich Marketing-Fachleute wie auch die unterschiedlichsten Talente der Kreativ- und Agentur-Branche informieren können. 

Zumeist begnügt sich die Druckbranche damit, unter sich zu bleiben, Markenvertreter und Agenturen auf die Bühne zu holen, damit sie vor Druckereifachleuten reden, statt sie im Publikum sitzen zu haben. Das sollte und wird sich ändern. 


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Mein Tipp für Neugierige aus der Agentur- und Marken-Welt 

Im naturverbundenen Baiersbronn (Nordschwarzwald) hat die Firma colordruck Baiersbronn eine aus meiner Sicht folgerichtige und gut durchdachte Initiative ergriffen: „printSPIRATION: Think Digital“. 

Es geht um Innovationsthemen wie Mass Customization im Kontext mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten mit Blick auf Time-to-Market durch höhere Relevanz, Flexibilität und Individualität. Den Auftakt bildet ein Workshop-Tag am 12. Juni 2018.

Kontakt und weitere Infos

www.colordruck.net/printspiration 

Merlanie Bengel LinkedIn

Melanie Bengel
T +49 7442 830-206
Email M.bengel@colordruck.net

 

Anmeldungen sind auch über Facebook möglich.


 

Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.

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Value Publishing Mike Hilton 2017.001

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

Heidelberger Druckmaschinen AG (#Heideldruck for short) is in the ascendancy, growing sustainably and profitably while other companies such as HP, Xerox, Ricoh, and Canon are being forced to restructure and/or consolidate. This appears to be nothing out of the ordinary looking back on over 150 years of a company steeped in tradition, but look more closely and it’s a different story. Heideldruck claims it was the only printing press company to record a significant improvement in incoming orders over the past financial year in the period during and after drupa. But it certainly won’t be resting on its laurels – quite the opposite, in fact. Entirely new growth segments for the sector are being identified and approached proactively, with Heideldruck mutating into an “agile” company.

“Over the next five years, Heidelberg will once again become a leading light in the sector, enjoying strong growth and profits. We’ve defined the relevant success factors and have already introduced initial measures. This marks the start of a new era of growth for Heidelberg,” said the company’s CEO Rainer Hundsdörfer.

 


ValueCheck by Andreas Weber with Rainer Hundsdörfer, CEO of Heidelberger Druckmaschinen AG

 


 

Hundsdörfer also had the following to say: “The Heidelberg Digital Technology (HDT) and Heidelberg Digital Business and Services (HDB) sectors were established on April 1, 2017 to prepare for the company’s digital future. HDT combines sheetfed offset, label printing, and postpress operations and is responsible for developing, producing, and marketing the appropriate technologies and products for new business models. HDB, meanwhile, is where Heidelberg manages its operations relating to services, consumables, remarketed equipment, digital printing technology, and solutions throughout the value-added chain.”

This was possible thanks to the economic recovery of Heidelberg and the profitable growth it is now once again experiencing. The most important observations regarding the new strategy and the KPIs from the latest balance sheet are as follows:

  • Strategic focus on technology leadership, digital transformation, and operational excellence
  • Group targets for 2022 defined and underpinned with specific measures
  • Targeted increase in sales to around €3 billion, in EBITDA to €250-300 million, and in net profit after taxes to over €100 million
  • Initial strategic measures already implemented – two acquisitions (DOCUFY/Fujifilm coatings & printing chemicals in EMEA) and enhanced efficiency
  • Presentation of annual financial statement for 2016/2017 confirms targets achieved

 

 

Worth noting: 
Digital doesn’t “only” mean digital printing at Heideldruck

Digital printing is naturally a fundamental part of the new, comprehensive “Heidelberg goes digital” strategy. The new Primefire platform for digital packaging printing sets the bar extremely high here. But the digital transformation of the print business demands more than simply building good digital presses. Heideldruck has now gained a significant edge in this respect by finding a holistic approach that actually enables print shops to master the digital transformation. At the Annual Accounts Press Conference on June 8, 2017 in Frankfurt, CFO Dirk Kaliebe pointed out that it was now virtually impossible to distinguish between the high level of digitization in offset printing and that in digital printing. “The term ‘digital printing’ is actually misleading,” remarks Hundsdörfer. “Non-impact printing would be more accurate, that is to say a contactless printing method. Ultimately, however, printing takes place and an analog product is produced,” he explains. Hundsdörfer believes a mechanical engineer’s skill lies in combining all possible methods that serve to manufacture marketable print products of all kinds that are suitable for production in an efficient and automated process.

Is Heidelberg the print world’s Amazon?

As was already stressed at drupa 2016, the Push to Stop method enables autonomous printing. This is similar to Google helping to develop autonomous driving. The aim of the Heidelberg Cloud and assistant solutions is for the company to become the Amazon of the printing industry. “Heidelberg goes digital” is therefore linked to far more than a new way of building printing presses. As I see it, this is comparable to the success story of Tesla. At first glance, Tesla manufactures a premium electric car. A closer look reveals highly sophisticated data exchange between the driver/his preferences and the vehicle’s maximum coordination with specific needs and an optimum driving experience. In spring 2017, Tesla succeeded in overtaking automotive pioneer Ford in terms of market capitalization and sold more luxury vehicles in the United States than Porsche, VW/Audi, and BMW put together. Heidelberg could enjoy similar success. That’s why Hundsdörfer is promoting his vision of the “agile” company – a company that in my view is characterized by thinking and acting autonomously! 

 

Screenshots of the Heideldruck Annual Report, which has a die-cut folding carton on the cover that can be removed and turned into a “digital” box. This can be downloaded via Heidelberg.com.

 

As an experienced mechanical engineering insider, Hundsdörfer knows the importance of “operational excellence” (with the focus on permanent optimization of the solution portfolio and production processes). He is also aware of the two biggest assets of Heideldruck – know-how and experience regarding the best way to run a print business, under the premise of automating what can be automated – in production, in procurement, in real-time analysis of production resources in the field, in dialog between Heidelberg customers and their customers, and much more besides. Heideldruck is already a long way ahead of many other mechanical engineering companies in this respect. And it is marketing its know-how with start-ups, the go-to market, production companies (e.g. in 3D printing), and also other sectors (no doubt including the automotive sector in the future), where production processes continuously need to be converted and adapted. And not over a period of many months, but in just a few days.

 

 

There was good reason for the following question being raised at the Annual Accounts Press Conference: “Given everything you’ve told us, is it still appropriate for you to be called Heidelberger Druckmaschinen [= Heidelberg printing presses]?” The answer was that the brand has long been called “Heidelberg” and that’s all that counts. According to Hundsdörfer, building presses is vital for Heideldruck because the machines and their operation are linked to numerous additional and value-added services offered by the company. This is also the reason for the recent acquisitions of DOCUFY and, above all, the consumables sector of Fujifilm. Accordingly, Hundsdörfer wants Heideldruck to become a system solution provider, rather like a kind of platform operator for the global printing sector and its customers. Transformation is not simply a means to an end here, but the core business enabling profitable growth like that of the GAFA companies (Google, Amazon, Facebook, and Apple – see our ValueWebinar on value analysis “Transformation – Beam me up, Scotty”).

 

 

Conclusion

The new “Heidelberg goes digital” strategy clearly won people over at the Annual Accounts Press Conference, with the share price immediately soaring to its highest level all year. Despite the significant complexity, the Heideldruck CEO and CFO were able to set out their perspective and arguments both concisely and transparently. The Heidelberg Digital Business and Services (HDB) division has a key role to play, because this is where new business models/business model philosophies need to be developed for Heideldruck and also for customers and partners. — See as well our  ValueDialog with Management Board member and Chief Digital Officer Dr. Ulrich Hermann.

 


 

Extracts from the presentation charts used at the Heideldruck press conference on June 8, 2017 in Frankfurt

 

 


 

Further information is available in the multimedia ValuePublishing report on Storify

Please click the link for a ValuePublishing real-time report with texts, videos/voiceover, photos and opinions from the business press:

https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-wie-meistert-heideldruck-die-digitale-t

 

Heideldruck BPK Review via ValuePublishing Storify 08062017

 


 

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Graphic Repro On-line News Review to Friday 03 March 2017

 

Welcome to this week’s news roundup with another 35 of the best received during this past week, along with Laurel Brunner’s latest Verdigris Blog on Thai Forest Certification, gleaned during FESPA Asia, held in Bangkok, Thailand in February.

The past week has seen such a mixed bag of news, I think it is perhaps easier if I simply highlight some of the key articles that have appeared each day and leave you to work your way down the list and to select those that appeal specifically to you. Here are just a few pointers:

  • Monday’s lead saw FESPA announce that the European show will now become an annual event, claiming that FESPA Digital’s success has driven demand for a yearly event embracing all technologies and applications. I thought that most major manufacturers were desperately trying to reduce expense and participation in shows, and not wanting to feel arm-twisted into to increasing spend in order to attend a broader spectrum more often. Or have I missed something?
  • Tuesday saw UPM’s Annual Report made available online, or to order in print. Wednesday led with Industrie Forum (iF) 2017 Design Awards to Heidelberg for its B1 Primefire 106 industrial digital press debuted at drupa last year; and for its new generation Prinect Press Center XL 2; followed by Sappi Europe receiving a WorldStar 2017 Award for its unique Algro Guard OHG high-barrier paper packaging solution. To round off the week on Friday, Esko led the headlines as it announced it has developed a strategy to help packaging customers meet the burgeoning and ever-increasing demand for compliance with regulations on nutritional packaging and labeling.
  • Thursday’s headlines were led by the OE-A, which has published a new brochure with integrated NFC tag to be available at LOPEC 2017 in Munich, Germany later this month. You will also find other show and conference-related news for Xeikon Café on both Monday and Thursday; for PrintWeekLive! and Interpack 2017 on Tuesday; and for Sign&Digital UK and ICE Europe 2017 on Friday, along with FINAT’s Global Young Managers Congress in Lisbon from 22 – 24 March.

 


 

As usual, we have a selection of recent orders and installations, new kit for conventional and digital production, as well as new software, cloud services, upgraded packaging boards and a lot more besides, if you spend just a few minutes scrolling through the headlines carefully.

 

My tailender goes to another update on Friday for the 2017 Canon South African Disabled Golf Open, taking place in Cape Town in May, as Port Elizabeth’s Shaun Bakker announces he will be back in SA to take part in this year’s event.

 

That’s it until next time. There’s more for you below.

My best regards, 
Mike Hilton

 


 

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Key for success: Best knowledge on digital transformation! Read the ValuePublishing white paper by Andreas Weber.

 


 

e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa and Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week. 

Headline News

Almost 29,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 27 February – date published appears in article footline

Monday

Flagship European FESPA to become annual event

FESPA Digital’s success drives demand for yearly event embracing all technologies and applications…

Meech invested in global expansion throughout FY 2015/2016

2016 was a year of global expansion for Meech International, as the company increased its production capability…

Hucais invests in Muller Martini for digital books

Partnership agreement at Hunkeler Innovationdays for Muller Martini and Hucais Printing to shape the digital future together…

Powder Horn moves to Heidelberg’s Versafire CP

Massachusetts-based Powder Horn Press has replaced two competitive digital machines with Heidelberg’s Versafire CP…

Agfa spotlight on brand reputation at Xeikon Café

High-end anti-counterfeiting software solutions for the most sensitive areas of digital printing in Lier next month…

Diamond Photofoil at Xeikon Café next month

Photofoil digital thermal transfers that revolutionise printing of plastic products to be shown at the event…

Lake Image Systems at the Xeikon Café event in Lier

Premium inspection and data verification solutions will be featured during the 4-day exhibition and conference event…

Tuesday

UPM Annual Report 2016 now available online as PDF

UPM’s Annual Report 2016 has been published online today in English and Finnish as a PDF on the corporate website…

Duplo sets out to inspire at PrintWeekLive!

Inspiration and innovation will be at the heart of Duplo UK’s activity at the inaugural PrintWeekLive! in Coventry, 8 – 9 March…

Domino at Interpack 2017 Messe Düsseldorf in May

Domino Printing Sciences set to rewrite the rules of coding and marking at Interpack 2017 from 4 – 10 May…

Siegwerk ‘Focused on your needs’ at Components 2017

Siegwerk to showcase its packaging expertise at Interpack’s special trade fair ‘Components 2017’ in Düsseldorf…

Upgraded Ensocoat board to debut at Interpack 2017

Stora Enso is upgrading its flagship Ensocoat carton board to provide the market’s best visual appearance…

TRESU introduces Flexo Kit metallic ink unit

A compact flexo printing unit designed for high-speed HP Indigo digital folding carton printing lines…

pdfaPilot also available in the cloud or as Web service

Actino Software releases Document Processing Services for automated PDF editing with integrated Callas pdfaPilot…

Wednesday

Heidelberg receives Industrie Forum Design accolades

Primefire 106 digital printing system and Prinect Press Center XL 2 control station win iF Design Award 2017…

Sappi a winner of distinguished WorldStar 2017 Award

Sappi Algro Guard OHG high-barrier paper packaging solution impressed WPO judges in the food category…

Gallus Ferd. Rüesch committed to climate protection

Committed to protecting the climate: Gallus Ferd. Rüesch AG helps lower CO2 emissions by signing up to EnAW programme…

Flexible production is enhanced with latest Horizon buy

Following its move to new premises, Belle Design & Print has chosen a Horizon SPF/FC-200A stitch/fold/trim line from IFS…

Gomer upgrades digital printing with Heidelberg

Gomer Press in Wales is replacing a five year old machine with a Versafire CP press with Prinect Digital Front End…

Jaakkoo-Taara Oy adopts Xeikon digital workflow

Truly digital Folding Carton Suite adopted to support serialised pharmaceutical packaging in Finland…

Five additional MPS presses for Reflex Labels UK

The new presses contribute to sustainability as a key goal…

Thursday

Interactively discover printed electronics at LOPEC 2017

OE-A has published a new brochure with integrated NFC tag to be available at LOPEC 2017 in Munich, Germany later this month…

FESPA launches its second global Print Census

FESPA refreshes market insight with second global Print Census completed at FESPA Asia in Bangkok in February…

Siegwerk acquires UK-based Hi-Tech Products

With the acquisition of Hi-Tech Products Ltd, Siegwerk is further expanding its water-based ink business…

Cerm at Xeikon Café Packaging Innovations 2017

Cerm streamlines digital workflow in live applications of wet glue labelling and paper cups at the Xeikon Café…

Michelman brings in-mould labelling to Xeikon Café

Effectiveness of the DigiPrime 4453 digital press primer will be shown on live applications with Xeikon presses…

Amberley Labels UK adds 8-colour Edale FL3

The new FL3 includes AiiR Print Automation, Advanced Register, Semi-Rotary Die-Cutting and a Peel & Reveal modules…

Baumer’s new Inverto non-contact gluer for corrugated

‘Inverto’ – the innovative FFG adhesive application system for simple switching from top-down to bottom-up gluing…

Friday

Esko announces strategy to help with regulatory compliance

Esko announces strategy to help its customers with ever-increasing compliance regulations on nutritional packaging and labeling…

Sign & Digital UK announces a new show feature

Sign & Digital UK has announced a new show feature dedicated to the sign industry: the Sign Trade Services Pavilion…

FINAT Global Young Managers Club Congress, Lisbon

A pathway to success: Young label industry managers can explore the route in Lisbon, Portugal from 22 – 24 March…

The 2017 Canon South African Disabled Golf Open

Port Elizabeth’s Shaun Bakker back in SA in May for this year’s Canon South African Disabled Golf Open…

Bobst at ICE Europe 2017 from 21 – 23 March

As a dedicated converting event, Bobst will be attending the ICE exhibition in Munich, Germany later this month…

BST Eltromat at ICE Europe 2017 in Munich

An extensive portfolio for the converting industry BST Eltromat International and subsidiary BST ProControl…

March delivery set for Cowan Print’s new Stahlfolder

Cowan Print wanted a more automated folder and one that would provide an enhanced range of quality folds at speed…

The lead articles from a week last Friday… 

Muller Martini demonstrates the epitome of Finishing 4.0

At Hunkeler Innovationdays Muller Martini’s stand proved highly popular during the four-day trade fair in Lucerne this week…

Ace orders Renz UK first at Hunkeler Innovationdays

Ace Binding trade finisher orders the UK’s first Renz Inline 500 Compact at Hunkeler Innovationdays in Lucerne…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, folding and finishing, and consumables. with offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’. Visit the drupa 2020 Website.You should also visit blog.drupa.comfor the very latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017

Only 49 articles for last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialogueexclusive Interview series

An important role in the breakthrough of industrial digital printing!

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features Jan/Feb Chapter 03

Previous…  

BPIF Printing Outlook Q1 2017 is available now

Print Industry optimism prevailed in Q4 as forecast is surpassed; Q1 is set to hold positive course…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

Thai Forest Certification Scheme

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 03 Mar

Previous…  

Next generation labeling

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 24 Feb

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017

This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.

No 22 Basics of Colour Management for Wide Format Projects

One of the main objectives for colour management is to get the most out of the printing device used to print the job. For a designer or project manager this can be a challenge. By Paul Lindström

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf

Out soon: 4th drupa Global trends Report 2017

General confidence amongst printers and suppliers for 2017 but mixed fortunes for markets and regions alike…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,   Heidelberger Druckmaschinen AG, Kemtek Imaging SystemsLeonhard Kurz Stiftung, Manroland Web Systems GmbH, Ricoh Europe, Sappi Limited  and &nbs p;UPM-Kymmene

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

Our Website urls are:

http://www.graphicrepro.co.za

http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.net, PO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

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Digital makes PRINT great again. Collage by Andreas Weber, Head of Value, Mainz/Germany

 

Graphic Repro On-line News to Friday 17 February 2017

Welcome to this week’s news roundup of 26 of the best received over the past seven days, along with Laurel Brunner’s most recent Verdigris Blog; the latest Wild Format Technology Guide from Sonja Angerer and number 21 in this series; and in Online Features – The BPIFs Printing Outlook for Q1 2017; and a brand new series from Andreas Weber beginning with an exclusive interview with head of digital sales and general manager of Digital Sheetfed at Heidelberg, Montserrat Peidro-Insa. In our drupa Newsroom, as well as leading Friday’s headlines, the world’s most important trade fair for printing technologies has been pulled forward by a week and will now be held from 16 to 26 June 2020 to avoid European holiday clashes for exhibitors and visitors alike.

 


“We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.” Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG


 

The week’s news began with Heidelberg on Monday as it installed the 1000th VLF printing unit as part of a new press for Green Bay packaging in Wisconsin. On Tuesday Tony Langley took the lead: firstly with the extremely positive Annual Report and 2016 ahievements by his Group; and then secondly with an article by Gareth Ward which highlights Manroland Sheetfed being happy as a successful profit-making press manufacturer, five years on since Langley Holdings rescued Manroland’s global sheetfed press business from administration.

New kit this week announced by Ricoh with a new high-speed inkjet web appears on Wednesday; and Kodak with its new Prinergy Cloud analytics service offering appears on Friday.

Hunkeler Innovationdays 2017, taking place in Lucerne from 20 – 23 February made the headlines on Monday with UPM; on Tuesday from Muller Martini and Hunkeler with a planned world premiere to showcase an Integrated Finishing 4.0 Workflow. While on Thursday, Duplo announced that it will be showcasing its latest innovations at the Lucerne event next week.

Other show-related news this week came from Sun Chemical at LOPEC 2017 on Thursday; and from SPGPrints for Label&Print at the NEC on Friday. Both events take place in March.

Major orders and installations (in addition to Heidelberg mentioned above) include Bytes with Xerox and Cape Office Machines in Cape Town, at Asset print on Monday as it opens a new branch in Rondebosch with a new Xerox press; IFS with Horizon at In Print UK; and PurePrint Group UK with five Renz solutions – all on Monday. On Tuesday, Kingfisher Press in the UK has added a Fujifilm Jet Press 720S digital inket sheetfed press for quality short-run work. On Wednesday, We’ll Corporation in Ishikawa gets a new Muller Martini Finishing 4.0 solution for the production of teaching materials; while Spanish packaging printer Omnipack has invested in an eight-colour Roland 700 PLV 8/0-4/4 HiPrint press; and in the UK, Qualvis Print & Packaging returns to Heidelberg for a new platesetter to double output over an older model. Thursday saw Direct Printing Impressions in West Caldwell, NJ boost productivity by 40 per cent with its new Speedmaster CD 102-X. To round of the week on Friday, Stephens & George Print Group in Wales has returned to Heidelberg for two high-speed high-productivity Stahlfolders launched at drupa last year. Lastly, London-based Leycol Print looks to boost business with Fujifilm‘s Superia LH-PJE plates.

The tailender goes to the ‘Oupa’ of South African disabled golf, Christo de Jager, as he marks a decade of Opens at the 2017 Canon South Africa Disabled Gold Open in Cape Town in May.

That’s it until next time. Do have a good week ahead. You’ll find a lot more below.

My best regards,

Mike Hilton

 


 

valuepublishing-heideldruck-montserrat-peidro-insa-001”It seems to me that Heidelberg has played an important role in the breakthrough of industrial digital printing.“ —Andreas Weber, Head of Value. Click for access to the full story.


 

 

e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, and our Drupa and Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site in the prior week. 

Headline News

Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Week beginning Mon 13 February – date published appears in article footline

Monday

Heidelberg celebrates 1000th VLF printing unit install

Green Bay Packaging in Wisconsin, USA, has installed the 1000th Very Large Format printing unit from Heidelberg…

UPM Digi papers at Hunkeler Innovationdays 2017

UPM will share its paper selection for digital printing at Hunkeler Innovationdays 2017, in Lucerne from 20 – 23 February…

Asset Print opens new doors in Rondebosch with Xerox

Asset Print, one of Cape Town’s established full-service print shops opens second premises in suburb of Rondebosch…

In Print expansion features Horizon StitchLiner 6000

Horizon bookletmaker from IFS plays central role in £500,000 investment to streamline production…

Pureprint Group picks Renz systems to expand its services

Pureprint enhances in-house capabilities and expands global Web-to-print business with five Renz-supplied solutions…

Tuesday

A record year for Langley Holdings

The engineering and industrial group, has published its IFRS Annual Report & Accounts for year ended 31 December, 2016…

Manroland Sheetfed happy as a profit making press manufacturer

It is now five years on, since Langley Holdings rescued Manroland’s sheetfed presses business from administration…

Muller Martini at Hunkeler Innovationdays in Lucerne

World Premiere 20 to 23 February: Muller Martini and Hunkeler to showcase an Integrated Finishing 4.0 Workflow…

Fujifilm Jet Press 720S momentum continues to build

This latest UK investment will significantly boost Kingfisher Press’s ability to take on quality short-run work…

Duplo gets top marks for energy efficiency programme

Duplo comes top of the class with Total Gas and Power for energy efficiency from renewable resources…

Wednesday

BPIF Printing Outlook Q1 2017 is available now

Print Industry optimism prevailed in Q4 as forecast is surpassed; Q1 is set to hold positive course…

Ricoh Europe announces the Ricoh Pro VC40000

Ricoh broadens award-winning inkjet portfolio; bolstering capabilities for transactional and direct mail users…

We’ll Japan enters new market segment with Muller Martini

We’ll Corporation in Ishikawa gets a new Muller Martini Finishing 4.0 solution for the production of teaching materials…

New press brings new opportunities for Omnipack

Spanish packaging printer Omnipack has invested in an eight-colour Roland 700 PLV 8/0-4/4 HiPrint press…

Qualvis Print & Packaging opts for latest Suprasetter 106

Qualvis Print & Packaging returns to Heidelberg for a new platesetter to double output over the older model…

Thursday

drupa 2020 dates brought forward by one week

World’s most important trade fair for printing technologies will now be held from 16 to 26 June 2020 to avoid holiday clashes…

Duplo heading to Hunkeler Innovationdays next week

Duplo will be showcasing latest innovations at Hunkeler Innovationdays 2017 in Lucerne, from 20 – 23 February…

Sun Chemical at LOPEC 2017 in Munich in March

Sun to exhibit latest offerings for printed electronics, printed circuit boards and electronics manufacturing…

The 2017 Canon South African Disabled Golf Open

‘Oupa’ of South African disabled golf marks decade of Opens…

DPI updates with Speedmaster CD 102-6+L with X-Package

Direct Printing Impressions in West Caldwell, NJ boosts productivity by 40 per cent with new Speedmaster CD 102-X…

Friday

An important role in the breakthrough of industrial digital print

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

‘Optimised Paper Handling and Logistics’ Guide

A reminder the international best practice guide ‘Optimised Paper Handling and Logistics’ is available and to download…

Kodak introduces Prinergy Cloud analytics-enabled platform

Innovative cloud analytics service aims to deliver new solutions to control cost, minimise risk and drive growth…

SPGPrints at Label&Print 2017 at the NEC next month

SPGPrints’ rotary screen solutions for value-added label and packaging feature at Label&Print 2017, from 1 – 2 March…

Stephens & George has added two Stahlfolder TH 82-Ps

Stephens & George Print Group returns to Heidelberg for two high-speed high-productivity folders after a short break…

Leycol Print switches to Fujifilm Superia plates

London-based commercial printer looks to boost business with investment in Fujifilm’s Superia LH-PJE plates…

The lead articles from a week last Friday… 

Strengthening Sappi Europe’s competitive advantage

Sappi has announced range of projects in Europe and the United States to support its growth strategy and 2020Vision…

MPS invests in the world’s first 18-unit packaging press

The press will be installed during March at MPS East Kilbride, Scotland and be fully commissioned by mid-year…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, folding and finishing, and consumables. with offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’. Visit the drupa 2020 Website.You should also visit blog.drupa.comfor the very latest industry news and developments.

Online Feature articles 2014 – 2017

Only 49 articles for last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.

Value Dialog exclusive Interview series

An important role in the breakthrough of industrial digital printing!

‘We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.’ – Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG. Interview by Andreas Weber…

Online Features Jan/Feb Chapter 03

BPIF Printing Outlook Q1 2017 is available now

Print Industry optimism prevailed in Q4 as forecast is surpassed; Q1 is set to hold positive course…

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Blömeke lauds first Speedmaster XL 75-5 LE UV in Germany

Blömeke opens up new areas of business with the first Speedmaster XL 75-5 LE UV in Germany with a matching service package…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2017

PaperLab Arrives!

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Sat 18 Feb

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Prizes for best behaviour

The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 10 Feb

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016 – 2017

This is the brand new series for 2016 – 2017. All have illustrated PDFs to download.

No 21 Hitting the 3rd Dimension

Printing is no longer limited to flat surfaces. With the help of 3D printers, impressive objects can be manufactured from a digital file, unveiling a whole new world of opportunities. By Sonja Angerer…

No 20 – Inks and their variations

Normally the key to the success of every print job, whether analogue or digital, depends on the correct mix of media and ink… By Sophie Matthews-Paul

Drupa Newsroom

Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience… but you must scroll down to view each Chapter and its content when you visit the Newsroom

News from Messe Düsseldorf in 2017

drupa 2020 dates brought forward by one week

World’s most important trade fair for printing technologies will now be held from 16 to 26 June 2020 to avoid holiday clashes…

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Messe Düsseldorf to reconstruct Southern Section

Plans for the reconstruction of the South Entrance and Halls 1 + 2 in a EUR 140m investment approved for completion in 2019…

The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::

drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

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If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.net, PO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

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Photos: Heidelberger Druckmaschinen AG. — Collage: Andreas Weber, Mainz/Germany.

 

“We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing.” —Montserrat Peidro-Insa, Heidelberger Druckmaschinen AG

Interview: Andreas Weber, Head of Value | German version

 

Presented to hundreds of thousands of trade visitors at drupa 2016 and on the market since January 2017 with the start of the pilot phase: the Primefire 106 – as the first industrial premium digital printing production system in B1 format it is performing successfully in the pilot phase and has proven itself at ‘MPS Multi Packaging Solutions’. An important core element of the new Heidelberg digital strategy has thus been achieved — and now is the perfect time for an exclusive interview by Andreas Weber with Montserrat Peidro-Insa, Head of Digital Sales and Digital Sheetfed General Manager at Heidelberger Druckmaschinen AG (#Heideldruck) on the subject of the market launch of the Heidelberg Primefire 106.

You joined Heidelberg just before drupa 2016. Did you expect that the traditional company would be able to develop into the pioneer of premium level industrial digital printing so rapidly?

Montserrat Peidro-Insa: I have to admit that I’m extremely positively surprised. Even my high expectations were exceeded. During my career, I’ve gained a great deal of experience with the transformation of particular market segments on the basis of digital printing. But up to that point I wasn’t very familiar with the world of offset printing as a core area of expertise of Heidelberg. Now, as Heidelberg is merging both together, I’m sure that we can meet the present and future needs of print shops and their customers in the best possible way.

What makes you so optimistic?

Montserrat Peidro-Insa: At drupa 2016, I saw the Primefire 106 in operation as a prototype for the first time, where it produced top quality inkjet print samples. Afterwards, I watched as this was implemented quickly and highly professionally in Research and Development, as well as in Engineering, within just a few weeks. After all, what is important is not only complying with ambitious machine specifications but also being able to produce at industrial level with the aid of technical innovations, in line with actual working situations. And that was achieved in an extremely short time. The engineers were open-minded, new ideas from the team and suggestions were taken into account immediately and implemented technically. Also the cooperation with our co development partner Fujifilm went very well for both sides. To be perfectly honest, I’d not experienced anything like it before. They were real highlights for me and they still have an effect today.

The pilot phase for the Primefire 106 began in January 2017. What is so special about it?

Montserrat Peidro-Insa: For a successful pilot phase in which the machine runs under production conditions at customers, two requirements must be met. 1. The technology must be complete, i.e. fully developed. 2. Innovations must meet or exceed the needs of the customer. In the context of the print shop business, this means that new printing technologies must be successful from the word go – they must work reliably from a technical and from a commercial point of view. The largest burden for print shops is winning new print job orders, which is very hard work. Once they have a job, they must be able to produce it reliably and without problems on an industrial scale. This means with top quality and speed, extremely good reproducibility characteristics and a very high level of machine availability coupled with minimum makeready times. Ensuring that this can be achieved is the core element of our job.

 

 

Aren’t high quality and an excellent uptime already standard in digital printing?

Montserrat Peidro-Insa: Unfortunately not. And this is the most important strength and USP of the Primefire 106 in comparison to other solutions on the market that either offer one or the other. With a lot of solutions, this means that the up time may be reduced to as low as 40 % if maximum quality is required. And vice versa – if you concentrate on maximum productivity, high quality standards cannot be achieved. With the Primefire 106, we have proven that we can offer both at once, as demonstrated in the pilot phase. With this machine, we set high standards in terms of dependable high quality performance, which is an indispensable requirement in our target markets of packaging and converting.

The first customer in the Primefire pilot phase is the globally operating MPS Multi Packaging Solutions, with its headquarters in New York City and its production site in Obersulm near Stuttgart. What was the key reason for this collaboration?

Montserrat Peidro-Insa: The excellent product specifications as well as outstanding features and, above all, our performance pledge were convincing factors, as everything meets the wishes and stringent requirements at MPS exactly. Furthermore, the two companies have worked together for many years, as Heidelberg is the main supplier for offset printing technology and several pilot projects have already been implemented successfully in the area of offset printing. My colleagues have done a brilliant job, which has resulted in a high degree of mutual trust being built up at many levels over a number of years. And this situation is now being transferred seamlessly to digital printing, with the additional major plus point that, with Fujifilm, we not only have a premium supplier of inkjet printheads, but Fujifilm is a development partner who actively contributes know-how and manpower in this context in order to get the best out of its technology with our machine and production concept. And that’s unique. Another factor is our industry-wide, leading service network with teams who can help out quickly if needed, either remotely or on site. And all these points were appreciated and acknowledged by more than 40 companies at our Primefire customer event at the end of January, 2017.

 

World premiere of Heidelberg Primefire 106 at drupa 2016. Video: Heidelberger Druckmaschinen AG.

 

In the context of the Primefire 106, the fact that the go-to-market and new business models will be key success factors was highlighted at drupa 2016. What must be borne in mind or what are potential new challenges?

Montserrat Peidro-Insa: Heidelberg is renowned for its excellent customer relationships and loyalty — and this is even acknowledged by its competitors. Good customer loyalty is developed when Sales as well as Service identify with the customer as much as possible, have a continual presence and are integrated into the customers’ everyday work. As this has been the case for a very long time, we don’t have to reinvent the wheel with the go-to-market activities for the Primefire. We use tried and tested elements and well-established structures in account management that are valued by our customers…

… and what is the situation as far as business models are concerned?

Montserrat Peidro-Insa: In the context of business models we need to rethink, as with industrial printing using inkjet technology one thing is of key importance – our customers must know exactly what they are paying for at all times. The click charge billing models that are commonly used for digital printing work for numerous applications that are made up of a large number of individual jobs, often with small print runs. The click costs comprise a fixed charge plus variable costs and should only amount to a maximum of 20% of the total production costs, otherwise it becomes unprofitable…

… and what exactly does this mean with respect to the Primefire 106?

Montserrat Peidro-Insa: With high-volume production with the Primefire 106 in multi-shift mode under industrial production conditions, a different approach is definitely needed, especially for packaging printing. The costs must be completely transparent before the job is started — across all process steps. We call this the “pay for what you consume” model and we have developed new types of contracts which cover all aspects related to the maintenance of the inkjet printheads and other inkjet printing production factors, such as ink, for each contract, in addition to the purchase prices of the machines. We therefore offer an economically relevant model, tailored specifically to packaging print shops, that is an important part of our performance pledge and that, in my opinion, no other manufacturer can offer at the moment.

 

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Best-in-class technology needs a great design as well: Primefire 106 celebrated its World Premiere at drupa 2016. Photos: Heidelberger Druckmaschinen AG.

 

What impact does this new business model approach have in actual situations? After all, the Primefire concept also changes the way that Heidelberg customers can go about their business.

Montserrat Peidro-Insa: That’s right, digitization in the printing industry changes the way business is done in many areas. Print shops must consider whether it is better to integrate Primefire systems into their existing operation or to separate them off into their own department/company. There is a wide variety of options for how companies want to structure and organize their digital business. From the application-related, technical side or the process workflows, we can offer comprehensive, flexible support.

Have you already received feedback from your customers’ customers – i.e. brands that use packaging?

Montserrat Peidro-Insa: Since drupa 2016, we have received feedback from companies who order packaging via our customers. The most important feedback is that digital printing solutions must be 100% reliable as the requirements are extremely high. Brand owners or print buyers who find out about the Primefire technology actively approach our customers immediately in order to be able to take advantage of the benefits themselves as soon as possible. In particular, this applies to the time to market speed at the point of sale which enables sophisticated products to be sold more easily and quickly.

What’s more, our customers are also given the chance to not only produce jobs in line with customer specifications but also to actively approach their customers/interested parties with their new ideas on the basis of the new opportunities provided by the Primefire.  This new form of creativity is expressly welcomed in order to design marketing activities that are more relevant or to address new target groups more effectively. — Incidentally, this situation has meant that our Primefire pilot customer MPS has been producing actual runs for brand customers from the cosmetics industry since the beginning of February 2017 – and not only test jobs for inspecting samples for new applications. This rapid adaptation of new printing technologies is accelerating the transformation dramatically.

As it looks today, does the success of the pilot phase meet your expectations?

Montserrat Peidro-Insa: Definitely. Without mentioning any concrete figures, we have received an enormous amount of inquiries. This is mainly because the Primefire 106 is designed as a platform that can be upgraded and therefore is expected to offer a production life of up to ten years.

To finish, can you give us a forecast of how this platform approach will develop with the Primefire 106?

Montserrat Peidro-Insa: We keep our promises: sustainable industrial production with premium quality digital printing. In the next few years, there will be hardly any need to modify our Primefire technology in terms of quality, printhead technology and print image resolution. However, it is conceivable that throughput will be increased for more printed sheets per hour. New areas of application will certainly arise in the next few years. Specific solutions, for the pharmaceuticals area for example, will also be planned. This includes new opportunities in the context of digital finishing, e.g. with inline processing. And it is very important to make it clear that enhancements to the Primefire systems will be possible for existing installations for the foreseeable future due to our platform concept. Investments are therefore secured in the long term.

Thank you very much for this informative interview. It seems to me that Heidelberg has played an important role in the breakthrough of industrial digital printing

 


 

drupa 2016

Photo: Heidelberger Druckmaschinen AG 

About Montserrat Peidro-Insa:

Montserrat Peidro-Insa is the new force in the Heidelberg digital team. She joined Heidelberg in the spring of 2016, just in time before drupa. The former HP manager has gained many years of experience in launching professional digital printing systems, and Heidelberg would also like to benefit from this expertise. She is therefore a welcome addition to Jason Oliver’s team and is now Head of Digital Sales and Digital Sheetfed General Manager at Heidelberg. Together with her staff, she will be responsible for the market launch of the Heidelberg Primefire 106.

 


 

#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


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Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

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Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 - In Medias Res ValuePublishing REVIEW 2.001

Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

ValuePublsihing Heideldruck Stephan Plenz.001

Photos: Heideldruck

At the beginning of December 2015, Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck for short) was the first company in the sector to announce its plans for drupa 2016. Both the new corporate strategy and the newly developed products and solutions sound promising. Following the interview with board member Harald Weimer about services, we are putting some more in-depth questions to Stephan Plenz, Member of the Management Board responsible for Heidelberg Equipment, who caused a global stir in February 2016 when he unveiled the new Primefire 106 system technology for industrial inkjet printing.

Heideldruck Smart Printshop

Introduction

Gone are the days when the printing industry was regarded as a respected, venerable and noble trade. Printers are now no longer measured in terms of their survival skills during their ceremonial inauguration into the trade, but on the speed, efficiency, and intelligence and thus the profitably of their printing business. Heidelberg is keen to help today’s printing specialists gear this business to the digitized world and has come up with a number of ideas driven by its own transformation process. 

Michael Seidl, ValuePublishing Partner, EMGroup, Vienna, Editor-in-Chief and Publisher of Print & Publishing, interviews Stephan Plenz | German version available

Heidelberg has a number of exciting developments to coincide with drupa. Could you give us an idea of your activities and plans?

Stephan Plenz: “Simply Smart” is the motto for our presentation of the print media industry’s digitized future at drupa. Essentially, it’s a case of integrating all processes into a coherent value creation system for print shops. That’s exactly what we mean by smart services, the smart print shop, and smart collaboration. It’s our way of combining everything we need to provide our customers with straightforward solutions that work. Market requirements remain complex and we can’t do anything about that. What we can do, though, is offer our customers a workflow that makes life easier. That’s the basic idea we’ve been developing for years and it’s the subject of much discussion in the context of Industry 4.0. It requires equipment that can make things easier and that can both understand and supply the pertinent information. It requires a workflow that is capable of processing and managing everything. And it requires people to describe, create, and further develop the relevant processes.

… And how does that work?

Stephan Plenz: Everyone in the various sections needs to be up to the mark for it to work. We’re very well placed in terms of equipment with our new user interface, because it will also help ensure things go smoothly. And we’re leading the way with our new digital press and the other solutions on show with the Speedmaster XL at drupa 2016. I’m talking about the machine concept and the existing workflow, which will be further augmented with web functions such as the Prinect Media Manager, giving our customers the potential to manage data – i.e. media – even though it is no longer simply output in printed form. All services derived from the data will subsequently be incorporated and will help make many processes more efficient.

 

Prinect Media Manager

 

In your presentation, you said that we should not only write about the new Heidelberg presses, but focus more on a company that sees itself as a system partner. Could you expand a little on that and explain what exactly you understand by industrialization?

Stephan Plenz: The slogan “More than machines” doesn’t mean that machines will cease to be important, but rather that a smart machine is needed that optimizes its performance when networked with other equipment. In other words, I first need a machine that is capable of this. The link is the key to automating processes through industrialization. It involves prepress operations that use the system for automated communication with the press rather than simply sending JDFs. The full scope of communication is vital, simplifying the job queue and ensuring the correct job sequence so as to minimize setup times. The sensors in the machines must also understand what is being communicated and apply it accordingly.

One-button operation has been the goal for some time now. How close are you to achieving this?

Stephan Plenz: That’s right, we have indeed been pursuing this goal for some time. Otherwise, we wouldn’t be where we are now. The aim is to get the process running in as few steps as possible. It goes without saying that it’s important for operators to perform these steps correctly. And the fewer steps are needed, the more efficient the system will be.

If you look at the big online print shops now, their level of industrialization is already very high, isn’t it?

Stephan Plenz: What we’ll be exhibiting at drupa 2016 will take this a significant step further. That applies above all to the data evaluation applications we’re pursuing in collaboration with our customers. Questions in this connection include “How can we improve maintenance?”, “What form can preventive maintenance take?” and “How can we use the data for automated ordering, call-off, and supply of consumables so that the entire print shop process runs far more efficiently?”. We know that the number of jobs will increase, but not print shops’ sales. That means the administrative costs for each job need to be reduced as effectively as possible. Otherwise, the large number of jobs generating less revenue will ultimately put print shops under pressure.

 

Heideldruck Prozessmanagement

 

It is true that this applies not only to large print shops but also to SMEs?

Stephan Plenz: Yes, that’s right. Large companies aren’t the only ones affected. We’re discussing these issues with customers from companies of all sizes. We offer them different solution packages of course, but the requirements are the same.

It sounds very much like the future scenario will involve working with as few people as possible. Is that the case?

Stephan Plenz: Systems need to help people make as few mistakes as possible and concentrate on what’s really important, such as quality control and checking waste is minimized. At the end of the day, the operator needs to stand at the press and monitor the process – not simply apply the ink and certainly not wander around with plates. That doesn’t create value. In highly productive businesses, one faulty job is now all it takes to mess up an entire shift.

Are digital systems now intended to complement conventional offset presses?

Stephan Plenz: Yes, we’ve now taken things to the next level. We’ve optimized and automated the processes further still and made things far more transparent for operators and print shop management. The key questions in this respect include “What’s happening right now?”, “What do I need to look out for?” “What should I do if I can see from the job queue that plates are required?”, “What materials do I need?”, “Which inks, which coatings, which paper, etc.?”. All the answers are required before the job arrives. Essentially, we know everything we need to while the job is still being processed in the prepress department. Take the example of a job that needs to be ready by noon the next day. The system identifies a coating is needed that isn’t in stock.

 

 

How has this been dealt with to date?

Stephan Plenz: What happens all too often at present is that we wait till things go wrong! It’s only a partial fix for the system to say the coating needs to be ordered. It may actually be ordered, but it could also be forgotten or overlooked. So why doesn’t the system automatically place an order itself via our e-commerce platform? The buyer then gets a message that this has been done, that the coating arrived on time, and that it was called off at the negotiated prices. Why should someone adopt a process of this kind in the future? That’s the world we need to create.

Digital printing is now all about implementing concepts of this kind. Isn’t it a little late for Heidelberg to be looking to get involved? 

Stephan Plenz: Not as I see it. There’s still room for us. We re-entered the market for digital printing systems in 2011 with the Linoprint systems [collaboration with Ricoh, ed. note], which we recently renamed Heidelberg Versafire. These have enjoyed great market success, especially over the past year in conjunction with our DFE – our digital front end. The positive market feedback the Gallus Labelfire 340 is getting makes us very optimistic. And our new B1 inkjet system technology – the Heidelberg Primefire 106 – might well be one of the highlights of drupa. We’re not looking to be the number one for everything, but we want to lead the way in implementing effective industrial, digital solutions. For us, it’s not about putting on a big show or getting lots of people in the hall. It’s about offering an effective industrial solution for digital printers. We’ve kept to our product roadmap statements in developing the new digital presses and nothing should change in that respect. The Primefire will undergo field tests this year and series production will start next year.

There was an interesting Q&A session during the Heideldruck press event on 19 February 2016. Video by Andreas Weber va iPad. — See as well our ValuePublishing real-time report via Storify.


Presumably, you won’t be revealing how much has been invested in developing the Primefire 106?

Stephan Plenz: We aren’t publicizing that. A good half of our R&D budget is currently going into digital applications. Don’t forget that we’ve developed a machine concept in record time that has everything the industry expects and demands of such a system, but then we did have the best possible starting point. We have a paper transfer system that is tried and tested in industry, our Prinect workflow, and Fujifilm – the strongest imaginable inkjet partner. Despite all these positives, it remains a challenge to create a press that ultimately meets customers’ needs.

Talking of Fujifilm, there’s clearly great chemistry between the two companies, isn’t there?

Stephan Plenz: Definitely, we’ve got excellent chemistry. We need to deal with the different cultures of a German and a Japanese company. There are always issues to be resolved and we approach these very openly with Fuji. Fujifilm and Heidelberg had a unique opportunity, because both companies needed to build a press to satisfy the industrial market and its needs. Each partner has some knowledge and expertise that the other doesn’t. Nonetheless, it’s a Herculean task to put everything together and produce a press that works. But we were starting from the ideal position. What’s more, there are good reasons why Fujifilm decided to work with Heidelberg even though it’s pressing ahead with its own JetPress development in a different format and could also have built a press in B1 format. In our case, though, we wanted to get the best of both worlds and have created a partnership of equals.

Will Fujifilm be marketing the press itself on the Asian markets?

Stephan Plenz: It’s too soon to make a definite statement about that. Both Fujifilm and Heidelberg are planning sales and marketing activities for the new system. What is certain is that we’ll be selling the Primefire on all markets on which Heidelberg is represented. We developed the press jointly, so Fujifilm will also be offering it to its own customers.

Something else I’d be interested to know in the “smart and cool” context is do you feel this new way of thinking at Heidelberg has been fully taken on board?

Stephan Plenz: Being smart has nothing to do with being cool. A company must have the ability to keep reinventing itself in a changed environment. Heidelberg was a completely different company in the 1980s and 1990s than in the new Millennium, certainly up till 2010. The changes we’ve initiated with strategies such as partnerships and the adjustments the changes in this industry have forced us to make – which admittedly weren’t always easy – have taken us another step forward. We’ve realigned and rebranded Heidelberg. 

 

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In your opinion, what are the most important aspects of this realignment?

Stephan Plenz: The things we’ve begun to change in recent years are now becoming apparent, starting with the logo, the rebranding, and the products. We’ve been in the process of building up a digital portfolio since 2010. That requires a clear strategy, stamina, and patience. It’s difficult to say whether that’s already been taken on board throughout the company. I believe we’ve made good use of the post-crisis period, geared our activities to the future, and regained the strength required to show the outside world what we’ve achieved. This isn’t the result of a process with four weeks of workshops and a new logo. It’s a reflection of something different, something new – and the result of the change we’re striving for with this company. It was a case of keeping the positive things about Heidelberg, leaving behind the less positive things, and setting about repositioning the company. 

Do you have a target sales figure in mind for digital printing business at Heidelberg?

Stephan Plenz: We’ve said that in the medium term we’re looking to generate sales of over 200 million euros and we’ll definitely achieve that, maybe even a little more.

What are your expectations for drupa 2016 in terms of sales and visitor numbers? 

Stephan Plenz: They’re very high for our new developments. The drupa trade show in Düsseldorf gives us the opportunity to present the company, the repositioning, and naturally new products, solutions, and innovations to our customers. To coincide with Düsseldorf, however, we’ll also be exhibiting our entire existing portfolio at our Wiesloch-Walldorf site. We’re delighted with the level of interest and expect to generate a significant number of orders. I think we can be very proud that we really do have something significant to show people.

So drupa 2016 has come at the right time, then?

Stephan Plenz: You could say that, yes, and such opportunities are vital. But in truth it’s not a case of whether 250,000 or 200,000 people pass through the drupa turnstiles. The important thing for us is that we attract the relevant customers. They have to be there and we’ll grasp the opportunity to get talking to them and answer their questions. We’re well prepared.

In contrast to previous drupa trade shows, partnerships will play a very big role at the Heidelberg stand, won’t they?

Stephan Plenz: That’s right. And our approach is also different and new. There are no longer individual companies in the hall simply exhibiting their own products. We have a coherent concept that we’re all presenting jointly.

Thank you for this interview.

 

About Stephan Plenz

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The graduate engineer born in 1965 joined Heideldruck in 1986 and has worked in areas such as production technology, quality management, assembly & logistics, and many more besides. In 2010, he was appointed Member of the Management Board responsible for Heidelberg Equipment. In 2014, he significantly expanded the product portfolio and took it to the next level with Ricoh and Fujifilm as partners. 

Further information via heidelberg.com

Charts with all the details from the presentation on February 19, 2016 (in English):

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Fotos: Heideldruck

 

Heidelberger Druckmaschinen (kurz. Heideldruck) ging branchenweit als erstes Unternehmen bereits zu Anfang Dezember 2015 für die drupa 2016 an die Öffentlichkeit. Die neue Unternehmensstrategie sowie die Produkt- und Lösungsneuheiten klingen vielversprechend. Nach dem Interview mit Vorstand Harald Weimer zum Thema Services vertiefen wir unsere Nachfragen im Gespräch mit Stephan Plenz, Vorstand Equipment, der im Februar 2016 mit der Vorstellung der neuen Primefire-106-Systemtechnologie für industriellen Inkjet-Druck weltweit Aufsehen erregte.

Prolog

Die Zeiten, in denen die Druckindustrie ein respektiertes, ehrwürdiges und edles Handwerk repräsentierte, sind vorbei. Die Jünger der Schwarzen Kunst werden nicht mehr an deren Überlebensstrategie beim Fall in ein Gautschfaß gemessen, sondern daran, wie schnell, effizient clever und damit profitabel sie heute ihr Druckgeschäft betreiben. Heidelberg möchte den heutigen Drucker-Nerds dabei helfen, dieses Geschäft auf die digitalisierte Welt auszurichten und hat sich dafür einiges, getrieben vom eigenen Veränderungsprozess, einfallen lassen. 

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Interview mit Stephan Plenz von unsrem ValuePublishing Partner Michael Seidl, EMGroup, Wien, Chefredakteur und Verleger Print & Publishing |
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Heidelberg hat einige spannende Themen zur drupa hin erarbeitet. Könnten Sie uns bitte Ihre Aktivitäten und Pläne skizzieren?

Stephan Plenz: Wir stellen zur drupa unter dem Motto „Simply Smart“ die digitalisierte Zukunft der Printmedien-Industrie vor. Im Kern geht es um die Integration aller Prozesse in ein zusammenhängendes System zur Wertschöpfung in Druckereien. Das ist genau das, was wir konkret unter Smart Services, Smart Print Shop und Smart Collaboration verstehen. Wir verbinden auf diese Weise alles, um unseren Kunden einfache und funktionierende Lösungen zu geben. Die Marktanforderungen sind ja nach wie vor komplex, und wir können Sie nicht vereinfachen. Was wir aber tun können, ist unseren Kunden einen Workflow anzubieten, der ihr Arbeitsleben vereinfacht. Das ist die Grundidee, die wir über Jahre hinweg entwickelt haben und man ausgiebig heute mit dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert. Dazu braucht es Maschinen, die das können und die richtigen Informationen verstehen als auch liefern. Dazu braucht es einen Workflow, der das bearbeiten und managen kann. Und es braucht Menschen, die diese Prozesse beschreiben, aufbauen und nach vorne treiben.

… und wie funktioniert das?

Stephan Plenz: Damit das funktioniert, muss man in allen Bereichen fit sein. Maschinenseitig sind wir mit unserem neuen User Interface sehr gut aufgestellt, denn es wird dazu beitragen, dass dies auch reibungslos umgesetzt werden kann. Und mit unserer neuen Digitaldruckmaschine und dem, was mit der Speedmaster XL auf der drupa 2016 noch gezeigt wird, sind wir ganz vorne dabei. Das betrifft das Maschinenkonzept, den Workflow, den wir schon dazu haben und der um Funktionen rund um das WEB weiter ausgebaut sein wird, wie z. B. den Prinect Media Manager, mit dem unsere Kunden das Potenzial haben, Daten (Medien) zu managen, auch wenn es nicht mehr nur um die Ausgabe in gedruckter Form geht. Dazu gehören dann in weiterer Folge alles Services, die wir aus den Daten ableiten und helfen viele Abläufe effizienter zu gestalten.

 

Prinect Media Manager

 

In Ihrer Präsentation sagten Sie, dass wir nicht ausschließlich über Heidelbergs neue Druckmaschinen schreiben sollen, sondern mehr über ein Unternehmen, das sich als Systempartner versteht. Könnten Sie das noch etwas ausführen und dazu erklären, was genau Sie unter Industrialisierung verstehen?

Stephan Plenz: Der Slogan „More than machines“ sagt nicht, dass die Maschine unwichtig wird, sondern dass man eine intelligente Maschine benötigt, die dann in der Vernetzung mit anderen Maschinen ihre Aufgaben optimal löst. Das bedeutet, ich brauche zuerst einmal eine Maschine, die das kann. Die Verknüpfung ist der Schlüssel dazu, die Industrialisierung auf die Beine zu stellen und damit eine Automatisierung der Prozesse zu bewirken. Dazu gehört eine Vorstufe, die über das System automatisiert mit der Maschine kommuniziert und nicht nur JDF schickt. Sondern es muss eine Kommunikation in vollem Umfang stattfinden, die die Jobqueue vereinfacht und in der richtigen Reihenfolge läuft, sodass wenig Rüstzeit anfällt und dass in der Maschinen auch die Sensoren das verstehen und entsprechend umsetzen.

Das „Press one button“ Ziel gibt es ja seit längerer Zeit. Wie nahe sind Sie nun dran?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig, und dass wir dieses Ziel schon lange verfolgen, steht außer Frage, sonst wären nicht da, wo wir heute sind. Wir sagen, man muss es schaffen mit möglichst wenig Eingriffen den Prozess zum Laufen zu bringen. Wichtig ist natürlich, dass der Mensch diese Eingriffe auch richtig macht. Und je weniger diese Eingriffe notwendig sind, desto effizienter wird das System sein.

Wenn man sich heute die großen Online-Druckereien ansieht, dann ist der Industrialisierungsfaktor dort schon sehr hoch. Oder?

Stephan Plenz: Was wir dazu auf der drupa 2016 zeigen werden, wird noch mal einen deutlichen Schritt darüber hinaus gehen. Vor allem die Anwendungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden in punkto Datenauswertung anstreben, gehen weiter. Dazu gehören Fragen wie „Wie können wir die Maintenance verbessern?“, „Wie kann vorbeugende Wartung betrieben werden?“, „Wie können wir aus den Daten heraus automatisiert Verbrauchsmaterialien bestellen, abrufen oder liefern, sodass der Gesamtprozess in einer Druckerei wesentlich effizienter abläuft?“. — Wir wissen, dass sich die Menge der Aufträge erhöhen wird, aber nicht die Umsätze der Druckereien. Das heißt, die Administrationskosten pro Auftrag müssen bestmöglich reduziert werden, sonst bringen die vielen Aufträge mit weniger Erträgen die Druckereien letztendlich unter Druck.

 

Heideldruck Prozessmanagement

 

Dieses Thema betrifft nicht nur die großen Druckereien, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig. Es betrifft nicht nur die großen Unternehmen, sondern wir diskutieren diese Themen mit Kunden aller Unternehmensgrößen. Natürlich mit unterschiedlichen Lösungspaketen, aber die Anforderungen sind die gleichen.

Das Szenario klingt sehr danach, in Zukunft möglichst wenig Menschen arbeiten zu lassen?

Stephan Plenz: Wir müssen dazu kommen, dass Systeme den Menschen unterstützen, möglichst wenig Fehler zu machen und dieser sich auf das, was wirklich wichtig ist, konzentrieren kann. Das wäre zum Beispiel die Qualität kontrollieren, den optimalen Ausschuss überprüfen etc. Der Drucker soll an der Maschine stehen und den Prozess überwachen, das ist letztlich das Entscheidende. Er soll nicht nur die Farbe spachteln und schon gar nicht mit Platten in der Gegend herum laufen. Das ist nicht wertschöpfend. Bei hochproduktiven Betrieben genügt heute ein fehlerhafter Auftrag, um das Ergebnis einer Schicht komplett zu verschlechtern.

Neben den klassischen Offsetdruckmaschinen sollen nun die digitalen Systeme das Bild abrunden?

Stephan Plenz: Ja, wir sind nun den nächsten Schritt gegangen. Wir haben die Prozesse noch mehr optimiert, automatisiert und haben die Transparenz für Bediener und Druckereileitung wesentlich gesteigert. Dazu gehören Themen wie „Was passiert denn eigentlich gerade?“, „Worauf muss ich achten?“ „Wenn man in der Auftragsschleife sieht, dass Platten benötigt werden, was muss getan werden?“, „Welches Material benötige ich?“, „Welche Farben, welche Lacke, welches Papier etc.?“ — Das alles muss geklärt sein, bevor der Auftrag da ist. Das wissen wir im Grunde schon alles, während der Auftrag in der Prepress-Abteilung bearbeitet wird. Nehmen wir als Beispiel einen Auftrag, der anderntags um 12 Uhr fertig sein soll. Das System erkennt, dass dazu ein Lack benötigt wird, der nicht auf Lager ist.

 

 

Wie geht man bis dato damit um?

Stephan Plenz: Was heute all zu oft passiert, ist, wir warten, bis es schief geht! Die leidlich gute Lösung ist, das System sagt, man sollte Lack bestellen. Dann kann es vergessen oder übersehen werden bzw. der Lack wird wirklich bestellt. Aber warum bestellt das System nicht von selbst automatisch über unsere E-Commerce Plattform? Der Einkäufer bekommt die Meldung, dass dies geschehen ist, dass der Lack zu dem Termin da ist und dass er zu den Preisen abgerufen wurde, die ausverhandelt sind. Warum soll ein derartiger Prozess in Zukunft noch von jemandem in die Hand genommen werden? Das ist die Welt, die wir gestalten müssen.

Der Digitaldruck gehört heute zur Umsetzung derartiger Konzepte dazu. Ist es nicht etwas spät für Heidelberg, hier mitmischen zu wollen?

Stephan Plenz: Es sieht nicht danach aus, würde ich sagen. Es ist noch Platz genug. Wir sind 2011 mit der Linoprint [Zusammenarbeit mit Ricoh, Anmerk. d. Red.] erneut in den Markt für Digitaldrucksysteme eingestiegen. Gerade haben wir die Systeme in Heidelberg Versafire umbenannt. Damit sind wir extrem erfolgreich am Markt – besonders im vergangenen Jahr in Verbindung mit unserem Digital Front End DFE. Wenn man sieht, welche positiven Rückmeldungen vom Markt wir für die Gallus Labelfire 340 bekommen, so stimmt uns das sehr positiv. Und ich denke, dass ich nicht ganz falsch liege, wenn ich meine, dass unsere neue B1-Inkjet-Systemtechnologie, die Heidelberg Primefire 106, eines der drupa Highlights sein wird. Es geht uns nicht darum, überall der Erste sein zu wollen, aber wir wollen ganz vorne dabei sein, wenn es um die Realisierung von funktionierenden, industriellen, digitalen Lösungen geht. Es geht uns nicht um Show-Effekte, es geht uns nicht um viele Leute in der Halle. Uns geht es um eine funktionierende industrielle Lösung für Digitaldruck-Anwender. Wir haben in der Entwicklung der neuen Digitaldruckmaschinen unsere Aussagen zur Produkt-Roadmap eingehalten; und daran soll sich auch nichts ändern. Mit der Primefire werden wir in diesem Jahr in den Feldtest und im nächsten Jahr in Serie gehen.

 

Bei der Heideldruck-Pressekonferenz am 19. Februar 2016 gab es eine spannende Frage-Antwort-Runde mit den Fachjournalisten. Im Fokus: Der neu-konstruierte Heidelberg Zylinder für die Primefire 106 … — Mehr Infos und Live-Interviews in unserem ValuePublishing Storify.

 

Es ist vermutlich ein Geheimnis, wie viel in die Entwicklung der Primefire 106 investiert wurde?

Stephan Plenz: Darüber sprechen wir nicht in der Öffentlichkeit. Es fließt heute gut die Hälfte unseres F&E-Budgets in das Thema Digital. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben hier ein Maschinenkonzept in Rekordzeit entwickelt, das alles hat, was die Industrie von solch einem System fordert bzw. erwartet, aber wir hatten auch die Besten Voraussetzungen dafür. Wir haben einen industrie-bewährten Papiertransport, wir haben einen Workflow mit Prinect und wir haben mit Fujifilm den stärksten Partner zum Thema Inkjet, den man sich nur vorstellen kann. Trotz aller positiven Vorzeichen muss man eine Maschine erschaffen, die letztendlich den Anforderungen der Kunden entspricht.

Apropos Fujifilm: Die Chemie stimmt offensichtlich zwischen den beiden Unternehmen?

Stephan Plenz: Ein ganz klares Ja, die Chemie stimmt zwischen uns. Ein deutsches und ein japanisches Unternehmen haben unterschiedliche Kulturen, damit muss man umgehen können. Aufgaben gibt es dabei immer, die zu lösen sind, und das gehen wir gemeinsam mit Fuji sehr offen an. — Was Fujifilm und Heidelberg betrifft, gab es eine einmalige Chance, da beide Unternehmen das Bedürfnis hatten, eine Maschine zu bauen, die den industriellem Markt und dessen Anforderungen abdeckt. Beide Partner haben einen Teil des Wissens und der Kompetenz, die nicht überlappen. Das alles zusammen zu bekommen, zu einer funktionierenden Maschine, ist trotzdem eine Herkulesaufgabe. Aber wir hatten gute Voraussetzungen, als wir an den Start gingen. Es gibt zudem gute Gründe dafür, dass Fujifilm gesagt hat, wir gehen mit Heidelberg zusammen, obwohl sie mit der JetPress in einem anderen Format eine eigene Entwicklung vorantreiben und ebenso eine B1 Maschine hätten bauen können. Aber in unserem Fall wollte man aus beiden Welten heraus das Beste entwickeln und wir haben daraus eine Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt.

Wird Fujifilm die Maschine in den asiatischen Märkten selbst vertreiben?

Stephan Plenz: Zurzeit ist es noch zu früh, darüber eine klare Aussage zu treffen. Sowohl Fujifilm als auch Heidelberg planen die Vermarktung und den Vertrieb des neuen Systems. Fest steht, dass wir die Primefire auf allen Märkten, wo Heidelberg vertreten ist, vertreiben werden. Wir haben die Maschine gemeinsam entwickelt, somit wird auch Fujifilm sie ihren Kunden anbieten.

Was mich im Zusammenhang mit „smart und cool“ noch interessieren würde: Würden Sie meinen, dass dieses neue Denken bei Heidelberg komplett angekommen ist?

Stephan Plenz: Also, smart hat ja mit cool nichts zu tun. Ein Unternehmen muss in der Lage sein, sich in einem veränderten Umfeld immer neu zu erfinden. Heidelberg war in den 80er und 90er Jahren ein ganz anderes Unternehmen als in den 2000er Jahren, auf jeden Fall bis 2010. Und mit den Veränderungen, die wir etwa mit Partnerschaften begonnen haben, mit den Anpassungen, die wir aufgrund der Veränderungen in dieser Industrie anstoßen mussten, die auch zugegebener Weise nicht immer einfach waren, sind wir wieder einen Schritt weitergegangen. Wir haben Heidelberg neu ausgerichtet und einen neuen Auftritt gegeben. 

 

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Stephan Plenz beim Vortrag auf der Pressekonferenz am 19. Februar 2016. Foto: Heideldruck

 

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aspekte der Neuausrichtung von Heidelberg?

Stephan Plenz: Das, was wir in den letzten Jahren begonnen haben zu verändern, wird jetzt sichtbar, angefangen beim Logo, beim neuen Auftritt und bei den Produkten. Seit 2010 sind wir unterwegs, ein Digitalportfolio aufzubauen. Dazu braucht es eine klare Strategie, einen langen Atem und Geduld. Ob das überall im Unternehmen schon verhaftet ist, ist immer schwer zu sagen. Ich glaube, dass wir es geschafft haben, die Zeit nach der Krise zu nutzen und Dinge zu tun, die zukunftsorientiert sind und wir jetzt auch wieder stark genug sind, diese nach außen zu tragen.  — Das Ergebnis kommt nicht aus einem Prozess mit vier Wochen Workshop und einem neuen Logo, sondern ist die Begleiterscheinung des Anderen, des Neuen und ist das Ergebnis der Veränderung, die wir mit diesem Unternehmen anstreben. Die positiven Dinge von Heidelberg galt es zu erhalten, und die weniger Guten zu lassen plus die Neupositionierung anzugehen. 

Was den Umsatz von Heidelberg betrifft, gibt es eine Wunschzahl dafür, was das Digitaldruckgeschäft bringen soll?

Stephan Plenz: Wir haben gesagt, dass wir mittelfristig über 200 Millionen Euro umsetzen wollen, das werden wir sicher erreichen, vielleicht geht ja auch etwas mehr.

Was sind Ihre Erwartungen für die drupa 2016 in Bezug auf Umsatz und Besucher? 

Stephan Plenz: Die sind sehr hoch, was unsere neuen Themen betrifft. Die drupa in Düsseldorf ist eine Messe, auf der man seinen Kunden das Unternehmen, die Neuaufstellung und natürlich neue Produkte/Lösungen und Innovationen präsentieren kann. Gleichzeitig zu Düsseldorf zeigen wir aber auch an unserem Standort Wiesloch-Walldorf unser komplettes und bereits verfügbares Portfolio. Die Anmelderaten dazu sind erfreulich hoch und wir gehen davon aus, eine nennenswerte Zahl von Aufträgen zu generieren. Ich denke, dass wir durchaus stolz darauf sein können, da wir wirklich etwas Bedeutendes zu zeigen haben.

So gesehen kommt die drupa 2016 also zum richtigen Zeitpunkt?

Stephan Plenz: Das ist grundsätzlich richtig und es braucht solche Momente. Aber in Wirklichkeit kommt es nicht darauf an, ob 250.000 Besucher durch die drupa-Drehkreuze gehen oder 200.000. Wichtig für uns ist, dass die für uns relevanten Kunden zu uns kommen. Die müssen da sein und wir werden die Chance nutzen, uns mit ihnen zu beschäftigen und ihre Fragen zu beantworten. Darauf sind wir gut vorbereitet.

Das Thema Partnerschaften spielt anders als früher auf dem Heidelberg-drupa Messestand eine sehr große Rolle, oder?

Stephan Plenz: Ja, das richtig. Und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ist anders und neu. Es stehen keine Firmen mehr in der Halle und jeder zeigt sein Produkte, wir haben ein durchgehendes Konzept, wie wir uns alle gemeinsam präsentieren.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person von Stephan Plenz

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Der 1965 geborene Diplom-Ingenieur (BA) ist seit 1986 bei Heideldruck tätig. Produktionstechnik, Qualitätsmanagement, Montage & Logistik-Themen u.a.m. haben ihn beschäftigt. Seit 2010 ist er im Vorstand für Heidelberg Equipment verantwortlich. Er hat so seit 2014 maßgeblich das Produkt-Portfolio erweitert und mit den Partner Ricoh und Fujifilm vorangebracht.

Link zur Kurzbiografie

Charts mit allen Details der Präsentation vom 19. Februar 2016 (in englischer Sprache)

 

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