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ValuePublsihing Heideldruck Stephan Plenz.001

Fotos: Heideldruck

 

Heidelberger Druckmaschinen (kurz. Heideldruck) ging branchenweit als erstes Unternehmen bereits zu Anfang Dezember 2015 für die drupa 2016 an die Öffentlichkeit. Die neue Unternehmensstrategie sowie die Produkt- und Lösungsneuheiten klingen vielversprechend. Nach dem Interview mit Vorstand Harald Weimer zum Thema Services vertiefen wir unsere Nachfragen im Gespräch mit Stephan Plenz, Vorstand Equipment, der im Februar 2016 mit der Vorstellung der neuen Primefire-106-Systemtechnologie für industriellen Inkjet-Druck weltweit Aufsehen erregte.

Prolog

Die Zeiten, in denen die Druckindustrie ein respektiertes, ehrwürdiges und edles Handwerk repräsentierte, sind vorbei. Die Jünger der Schwarzen Kunst werden nicht mehr an deren Überlebensstrategie beim Fall in ein Gautschfaß gemessen, sondern daran, wie schnell, effizient clever und damit profitabel sie heute ihr Druckgeschäft betreiben. Heidelberg möchte den heutigen Drucker-Nerds dabei helfen, dieses Geschäft auf die digitalisierte Welt auszurichten und hat sich dafür einiges, getrieben vom eigenen Veränderungsprozess, einfallen lassen. 

Heideldruck Smart Printshop.png


Interview mit Stephan Plenz von unsrem ValuePublishing Partner Michael Seidl, EMGroup, Wien, Chefredakteur und Verleger Print & Publishing |
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Heidelberg hat einige spannende Themen zur drupa hin erarbeitet. Könnten Sie uns bitte Ihre Aktivitäten und Pläne skizzieren?

Stephan Plenz: Wir stellen zur drupa unter dem Motto „Simply Smart“ die digitalisierte Zukunft der Printmedien-Industrie vor. Im Kern geht es um die Integration aller Prozesse in ein zusammenhängendes System zur Wertschöpfung in Druckereien. Das ist genau das, was wir konkret unter Smart Services, Smart Print Shop und Smart Collaboration verstehen. Wir verbinden auf diese Weise alles, um unseren Kunden einfache und funktionierende Lösungen zu geben. Die Marktanforderungen sind ja nach wie vor komplex, und wir können Sie nicht vereinfachen. Was wir aber tun können, ist unseren Kunden einen Workflow anzubieten, der ihr Arbeitsleben vereinfacht. Das ist die Grundidee, die wir über Jahre hinweg entwickelt haben und man ausgiebig heute mit dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert. Dazu braucht es Maschinen, die das können und die richtigen Informationen verstehen als auch liefern. Dazu braucht es einen Workflow, der das bearbeiten und managen kann. Und es braucht Menschen, die diese Prozesse beschreiben, aufbauen und nach vorne treiben.

… und wie funktioniert das?

Stephan Plenz: Damit das funktioniert, muss man in allen Bereichen fit sein. Maschinenseitig sind wir mit unserem neuen User Interface sehr gut aufgestellt, denn es wird dazu beitragen, dass dies auch reibungslos umgesetzt werden kann. Und mit unserer neuen Digitaldruckmaschine und dem, was mit der Speedmaster XL auf der drupa 2016 noch gezeigt wird, sind wir ganz vorne dabei. Das betrifft das Maschinenkonzept, den Workflow, den wir schon dazu haben und der um Funktionen rund um das WEB weiter ausgebaut sein wird, wie z. B. den Prinect Media Manager, mit dem unsere Kunden das Potenzial haben, Daten (Medien) zu managen, auch wenn es nicht mehr nur um die Ausgabe in gedruckter Form geht. Dazu gehören dann in weiterer Folge alles Services, die wir aus den Daten ableiten und helfen viele Abläufe effizienter zu gestalten.

 

Prinect Media Manager

 

In Ihrer Präsentation sagten Sie, dass wir nicht ausschließlich über Heidelbergs neue Druckmaschinen schreiben sollen, sondern mehr über ein Unternehmen, das sich als Systempartner versteht. Könnten Sie das noch etwas ausführen und dazu erklären, was genau Sie unter Industrialisierung verstehen?

Stephan Plenz: Der Slogan „More than machines“ sagt nicht, dass die Maschine unwichtig wird, sondern dass man eine intelligente Maschine benötigt, die dann in der Vernetzung mit anderen Maschinen ihre Aufgaben optimal löst. Das bedeutet, ich brauche zuerst einmal eine Maschine, die das kann. Die Verknüpfung ist der Schlüssel dazu, die Industrialisierung auf die Beine zu stellen und damit eine Automatisierung der Prozesse zu bewirken. Dazu gehört eine Vorstufe, die über das System automatisiert mit der Maschine kommuniziert und nicht nur JDF schickt. Sondern es muss eine Kommunikation in vollem Umfang stattfinden, die die Jobqueue vereinfacht und in der richtigen Reihenfolge läuft, sodass wenig Rüstzeit anfällt und dass in der Maschinen auch die Sensoren das verstehen und entsprechend umsetzen.

Das „Press one button“ Ziel gibt es ja seit längerer Zeit. Wie nahe sind Sie nun dran?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig, und dass wir dieses Ziel schon lange verfolgen, steht außer Frage, sonst wären nicht da, wo wir heute sind. Wir sagen, man muss es schaffen mit möglichst wenig Eingriffen den Prozess zum Laufen zu bringen. Wichtig ist natürlich, dass der Mensch diese Eingriffe auch richtig macht. Und je weniger diese Eingriffe notwendig sind, desto effizienter wird das System sein.

Wenn man sich heute die großen Online-Druckereien ansieht, dann ist der Industrialisierungsfaktor dort schon sehr hoch. Oder?

Stephan Plenz: Was wir dazu auf der drupa 2016 zeigen werden, wird noch mal einen deutlichen Schritt darüber hinaus gehen. Vor allem die Anwendungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden in punkto Datenauswertung anstreben, gehen weiter. Dazu gehören Fragen wie „Wie können wir die Maintenance verbessern?“, „Wie kann vorbeugende Wartung betrieben werden?“, „Wie können wir aus den Daten heraus automatisiert Verbrauchsmaterialien bestellen, abrufen oder liefern, sodass der Gesamtprozess in einer Druckerei wesentlich effizienter abläuft?“. — Wir wissen, dass sich die Menge der Aufträge erhöhen wird, aber nicht die Umsätze der Druckereien. Das heißt, die Administrationskosten pro Auftrag müssen bestmöglich reduziert werden, sonst bringen die vielen Aufträge mit weniger Erträgen die Druckereien letztendlich unter Druck.

 

Heideldruck Prozessmanagement

 

Dieses Thema betrifft nicht nur die großen Druckereien, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig. Es betrifft nicht nur die großen Unternehmen, sondern wir diskutieren diese Themen mit Kunden aller Unternehmensgrößen. Natürlich mit unterschiedlichen Lösungspaketen, aber die Anforderungen sind die gleichen.

Das Szenario klingt sehr danach, in Zukunft möglichst wenig Menschen arbeiten zu lassen?

Stephan Plenz: Wir müssen dazu kommen, dass Systeme den Menschen unterstützen, möglichst wenig Fehler zu machen und dieser sich auf das, was wirklich wichtig ist, konzentrieren kann. Das wäre zum Beispiel die Qualität kontrollieren, den optimalen Ausschuss überprüfen etc. Der Drucker soll an der Maschine stehen und den Prozess überwachen, das ist letztlich das Entscheidende. Er soll nicht nur die Farbe spachteln und schon gar nicht mit Platten in der Gegend herum laufen. Das ist nicht wertschöpfend. Bei hochproduktiven Betrieben genügt heute ein fehlerhafter Auftrag, um das Ergebnis einer Schicht komplett zu verschlechtern.

Neben den klassischen Offsetdruckmaschinen sollen nun die digitalen Systeme das Bild abrunden?

Stephan Plenz: Ja, wir sind nun den nächsten Schritt gegangen. Wir haben die Prozesse noch mehr optimiert, automatisiert und haben die Transparenz für Bediener und Druckereileitung wesentlich gesteigert. Dazu gehören Themen wie „Was passiert denn eigentlich gerade?“, „Worauf muss ich achten?“ „Wenn man in der Auftragsschleife sieht, dass Platten benötigt werden, was muss getan werden?“, „Welches Material benötige ich?“, „Welche Farben, welche Lacke, welches Papier etc.?“ — Das alles muss geklärt sein, bevor der Auftrag da ist. Das wissen wir im Grunde schon alles, während der Auftrag in der Prepress-Abteilung bearbeitet wird. Nehmen wir als Beispiel einen Auftrag, der anderntags um 12 Uhr fertig sein soll. Das System erkennt, dass dazu ein Lack benötigt wird, der nicht auf Lager ist.

 

 

Wie geht man bis dato damit um?

Stephan Plenz: Was heute all zu oft passiert, ist, wir warten, bis es schief geht! Die leidlich gute Lösung ist, das System sagt, man sollte Lack bestellen. Dann kann es vergessen oder übersehen werden bzw. der Lack wird wirklich bestellt. Aber warum bestellt das System nicht von selbst automatisch über unsere E-Commerce Plattform? Der Einkäufer bekommt die Meldung, dass dies geschehen ist, dass der Lack zu dem Termin da ist und dass er zu den Preisen abgerufen wurde, die ausverhandelt sind. Warum soll ein derartiger Prozess in Zukunft noch von jemandem in die Hand genommen werden? Das ist die Welt, die wir gestalten müssen.

Der Digitaldruck gehört heute zur Umsetzung derartiger Konzepte dazu. Ist es nicht etwas spät für Heidelberg, hier mitmischen zu wollen?

Stephan Plenz: Es sieht nicht danach aus, würde ich sagen. Es ist noch Platz genug. Wir sind 2011 mit der Linoprint [Zusammenarbeit mit Ricoh, Anmerk. d. Red.] erneut in den Markt für Digitaldrucksysteme eingestiegen. Gerade haben wir die Systeme in Heidelberg Versafire umbenannt. Damit sind wir extrem erfolgreich am Markt – besonders im vergangenen Jahr in Verbindung mit unserem Digital Front End DFE. Wenn man sieht, welche positiven Rückmeldungen vom Markt wir für die Gallus Labelfire 340 bekommen, so stimmt uns das sehr positiv. Und ich denke, dass ich nicht ganz falsch liege, wenn ich meine, dass unsere neue B1-Inkjet-Systemtechnologie, die Heidelberg Primefire 106, eines der drupa Highlights sein wird. Es geht uns nicht darum, überall der Erste sein zu wollen, aber wir wollen ganz vorne dabei sein, wenn es um die Realisierung von funktionierenden, industriellen, digitalen Lösungen geht. Es geht uns nicht um Show-Effekte, es geht uns nicht um viele Leute in der Halle. Uns geht es um eine funktionierende industrielle Lösung für Digitaldruck-Anwender. Wir haben in der Entwicklung der neuen Digitaldruckmaschinen unsere Aussagen zur Produkt-Roadmap eingehalten; und daran soll sich auch nichts ändern. Mit der Primefire werden wir in diesem Jahr in den Feldtest und im nächsten Jahr in Serie gehen.

 

Bei der Heideldruck-Pressekonferenz am 19. Februar 2016 gab es eine spannende Frage-Antwort-Runde mit den Fachjournalisten. Im Fokus: Der neu-konstruierte Heidelberg Zylinder für die Primefire 106 … — Mehr Infos und Live-Interviews in unserem ValuePublishing Storify.

 

Es ist vermutlich ein Geheimnis, wie viel in die Entwicklung der Primefire 106 investiert wurde?

Stephan Plenz: Darüber sprechen wir nicht in der Öffentlichkeit. Es fließt heute gut die Hälfte unseres F&E-Budgets in das Thema Digital. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben hier ein Maschinenkonzept in Rekordzeit entwickelt, das alles hat, was die Industrie von solch einem System fordert bzw. erwartet, aber wir hatten auch die Besten Voraussetzungen dafür. Wir haben einen industrie-bewährten Papiertransport, wir haben einen Workflow mit Prinect und wir haben mit Fujifilm den stärksten Partner zum Thema Inkjet, den man sich nur vorstellen kann. Trotz aller positiven Vorzeichen muss man eine Maschine erschaffen, die letztendlich den Anforderungen der Kunden entspricht.

Apropos Fujifilm: Die Chemie stimmt offensichtlich zwischen den beiden Unternehmen?

Stephan Plenz: Ein ganz klares Ja, die Chemie stimmt zwischen uns. Ein deutsches und ein japanisches Unternehmen haben unterschiedliche Kulturen, damit muss man umgehen können. Aufgaben gibt es dabei immer, die zu lösen sind, und das gehen wir gemeinsam mit Fuji sehr offen an. — Was Fujifilm und Heidelberg betrifft, gab es eine einmalige Chance, da beide Unternehmen das Bedürfnis hatten, eine Maschine zu bauen, die den industriellem Markt und dessen Anforderungen abdeckt. Beide Partner haben einen Teil des Wissens und der Kompetenz, die nicht überlappen. Das alles zusammen zu bekommen, zu einer funktionierenden Maschine, ist trotzdem eine Herkulesaufgabe. Aber wir hatten gute Voraussetzungen, als wir an den Start gingen. Es gibt zudem gute Gründe dafür, dass Fujifilm gesagt hat, wir gehen mit Heidelberg zusammen, obwohl sie mit der JetPress in einem anderen Format eine eigene Entwicklung vorantreiben und ebenso eine B1 Maschine hätten bauen können. Aber in unserem Fall wollte man aus beiden Welten heraus das Beste entwickeln und wir haben daraus eine Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt.

Wird Fujifilm die Maschine in den asiatischen Märkten selbst vertreiben?

Stephan Plenz: Zurzeit ist es noch zu früh, darüber eine klare Aussage zu treffen. Sowohl Fujifilm als auch Heidelberg planen die Vermarktung und den Vertrieb des neuen Systems. Fest steht, dass wir die Primefire auf allen Märkten, wo Heidelberg vertreten ist, vertreiben werden. Wir haben die Maschine gemeinsam entwickelt, somit wird auch Fujifilm sie ihren Kunden anbieten.

Was mich im Zusammenhang mit „smart und cool“ noch interessieren würde: Würden Sie meinen, dass dieses neue Denken bei Heidelberg komplett angekommen ist?

Stephan Plenz: Also, smart hat ja mit cool nichts zu tun. Ein Unternehmen muss in der Lage sein, sich in einem veränderten Umfeld immer neu zu erfinden. Heidelberg war in den 80er und 90er Jahren ein ganz anderes Unternehmen als in den 2000er Jahren, auf jeden Fall bis 2010. Und mit den Veränderungen, die wir etwa mit Partnerschaften begonnen haben, mit den Anpassungen, die wir aufgrund der Veränderungen in dieser Industrie anstoßen mussten, die auch zugegebener Weise nicht immer einfach waren, sind wir wieder einen Schritt weitergegangen. Wir haben Heidelberg neu ausgerichtet und einen neuen Auftritt gegeben. 

 

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Stephan Plenz beim Vortrag auf der Pressekonferenz am 19. Februar 2016. Foto: Heideldruck

 

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aspekte der Neuausrichtung von Heidelberg?

Stephan Plenz: Das, was wir in den letzten Jahren begonnen haben zu verändern, wird jetzt sichtbar, angefangen beim Logo, beim neuen Auftritt und bei den Produkten. Seit 2010 sind wir unterwegs, ein Digitalportfolio aufzubauen. Dazu braucht es eine klare Strategie, einen langen Atem und Geduld. Ob das überall im Unternehmen schon verhaftet ist, ist immer schwer zu sagen. Ich glaube, dass wir es geschafft haben, die Zeit nach der Krise zu nutzen und Dinge zu tun, die zukunftsorientiert sind und wir jetzt auch wieder stark genug sind, diese nach außen zu tragen.  — Das Ergebnis kommt nicht aus einem Prozess mit vier Wochen Workshop und einem neuen Logo, sondern ist die Begleiterscheinung des Anderen, des Neuen und ist das Ergebnis der Veränderung, die wir mit diesem Unternehmen anstreben. Die positiven Dinge von Heidelberg galt es zu erhalten, und die weniger Guten zu lassen plus die Neupositionierung anzugehen. 

Was den Umsatz von Heidelberg betrifft, gibt es eine Wunschzahl dafür, was das Digitaldruckgeschäft bringen soll?

Stephan Plenz: Wir haben gesagt, dass wir mittelfristig über 200 Millionen Euro umsetzen wollen, das werden wir sicher erreichen, vielleicht geht ja auch etwas mehr.

Was sind Ihre Erwartungen für die drupa 2016 in Bezug auf Umsatz und Besucher? 

Stephan Plenz: Die sind sehr hoch, was unsere neuen Themen betrifft. Die drupa in Düsseldorf ist eine Messe, auf der man seinen Kunden das Unternehmen, die Neuaufstellung und natürlich neue Produkte/Lösungen und Innovationen präsentieren kann. Gleichzeitig zu Düsseldorf zeigen wir aber auch an unserem Standort Wiesloch-Walldorf unser komplettes und bereits verfügbares Portfolio. Die Anmelderaten dazu sind erfreulich hoch und wir gehen davon aus, eine nennenswerte Zahl von Aufträgen zu generieren. Ich denke, dass wir durchaus stolz darauf sein können, da wir wirklich etwas Bedeutendes zu zeigen haben.

So gesehen kommt die drupa 2016 also zum richtigen Zeitpunkt?

Stephan Plenz: Das ist grundsätzlich richtig und es braucht solche Momente. Aber in Wirklichkeit kommt es nicht darauf an, ob 250.000 Besucher durch die drupa-Drehkreuze gehen oder 200.000. Wichtig für uns ist, dass die für uns relevanten Kunden zu uns kommen. Die müssen da sein und wir werden die Chance nutzen, uns mit ihnen zu beschäftigen und ihre Fragen zu beantworten. Darauf sind wir gut vorbereitet.

Das Thema Partnerschaften spielt anders als früher auf dem Heidelberg-drupa Messestand eine sehr große Rolle, oder?

Stephan Plenz: Ja, das richtig. Und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ist anders und neu. Es stehen keine Firmen mehr in der Halle und jeder zeigt sein Produkte, wir haben ein durchgehendes Konzept, wie wir uns alle gemeinsam präsentieren.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person von Stephan Plenz

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Der 1965 geborene Diplom-Ingenieur (BA) ist seit 1986 bei Heideldruck tätig. Produktionstechnik, Qualitätsmanagement, Montage & Logistik-Themen u.a.m. haben ihn beschäftigt. Seit 2010 ist er im Vorstand für Heidelberg Equipment verantwortlich. Er hat so seit 2014 maßgeblich das Produkt-Portfolio erweitert und mit den Partner Ricoh und Fujifilm vorangebracht.

Link zur Kurzbiografie

Charts mit allen Details der Präsentation vom 19. Februar 2016 (in englischer Sprache)

 

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Shake hands with Fuji-Film. Yanagawa, Yoshida, Plenz, Linzbach, Schoeppler and Oliver. Photo: Heidelberg

Breaking News:

Heidelberg outlines its drupa 2016 ’Simply Smart’ theme

drupa 2016: Heidelberg is acting as a driving force behind the industry’s digitisation to coincide with drupa… More..

Heidelberg’s new ‘Fire’ digital printing portfolio

Drupa 2016: Heidelberg restructures its digital printing portfolio and focuses on growth markets… More..

Digital Heidelberg Primefire 106 to debut at drupa 2016

Fujifilm and Heidelberg take first step towards industrial digital printing with new B1 format inkjet printing machine… More..

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Heidelberg’s Stephan Plenz presented the first result of the new Primefire 106 Inkjet press dedicated to the packaging market.

Graphic Repro On-line News Review to Friday 19 February 2016

Welcome to another week of news highlights which has seen 39 news items and articles go online since last Monday, with five new additions to our FESPA Newsroom led by Durst, as it plans to unveil its new water-based printing systems and UV automation for LFP and dye-sublimation areas of application in Amsterdam next month; and then five in our drupa Newsroom led by Muller Martini with plans to show finishing for variable data printing live at the upcoming major event at the end of May and early June in Düsseldorf. We also have Konica Minolta, Ryobi and MHI, or RMGTas it is now known, planning to debut its newly designed range of presses, including hybrid digital; Global Graphics and Hybrid Software; and lastly CGS, as it announces the inaugural ‘ORIS Flex Pack Awards 2016’ with results to be shown at drupa.

In Online Features the BPIF’s Printing Outlook for the First Quarter of 2016 introduction is highlighted; while Laurel Brunner’s Verdigris Blog on Friday of last week looks at the successful recycling of paper cups by James Cropper Paper in the United Kingdom.

The week’s news began on a positive note on Monday from Manroland Web Systems, as managing director Jörn Gossécomments on the company’s positive 2015 financial year, which saw both an increase in profit and a boost in the company’s market share.

A major subject this week is that of labels and labelling, where on Friday the International label association FINAT previews 2016, as the industry is constantly challenged to provide much more for brand owners and consumers. The world of labelling is unquestionably one of the most dynamic and innovative industry sectors today. Thomas Hagmaier, current president of FINAT and CEO of Hagmaier Etiketten in southern Germany, offers an informed summary of the current status in 2016: Says Hagmaier, ‘Delivering a fine piece of label design and print that sells the product on the retail shelf is still essential, but today our industry is challenged to provide so much more, for the brand owner and the consumer. To meet an ever-growing raft of brand owner demands, the label supply chain has to meet challenges posed not only by industry innovation, but also by new packaging and labelling choices, online retailing, incredible refinements in imaging technologies, the need fo r sustainable solutions and, of course, international regulations.’ Don’t miss the article!

Also on Friday, you will also find Domino with UV textures for labels; Rotoflex with new security label inspection options; and then MPS, Screen with its Truepress Jet L350UV digital label press, Mathom and AVT, all preparing to join Rotocon at ProPack Africa in March in Johannesburg. Then we had Xaar on Monday, with an expanded product range for UV, which is ideal for printing UV spot varnish for labels, packaging and graphics applications.

As for new sales and installations as the new year gets under way, we had Stroma on Monday with its latest digital purchase from Heidelberg UK . Thursday saw BCQ with EFI Vutek; and on Friday, we had Positive ID Labelling Systems in the UK, which is growing its digital print service offering with the company’s second EFI Jetrion label press – this time a Jetrion 4900 model. Cape Town’s original fabric label printing company, Julius Solomon Specialist Labels, has added Xerox speciality silver and gold dry inks for packaging and swing tickets; and lastly,  Liverpool, UK-based Rayross has invested in Duplo to offer PUR perfect binding to its own customers, as well as  as trade service to commercial printers, design agencies and more.

Exciting new kit this week was led by Duplo on Monday, as it unveiled its new iSaddle PRO Digital System targeted at near-line high-end saddle stitching production. Canon on Tuesday with new entry-level MFP printers; and on Wednesday, Stora Enso as it introduces a new CKB Carrier board grade to be shown at the NEC Birmingham at the Packaging Innovations show on 24 – 25 February 2016.

There’s much more if you scroll down carefully, including as this week’s tailender, the new alliance for South Africa’s DigitalView and Mellow Colour among Wednesday’s headlines. Mellow Colour’s founder and director, Alan Dresch, is already known to many in South Africa from his earlier days with Linotype, as well as more recently with Mellow Colour. DigitalView is also in the drupa Newsroom with CGS, announcing the inaugural ‘ORIS Flex Pack Awards 2016’ which we mentioned earlier.

That’s about it until next time.
My best regards,

Mike Hilton 

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Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site.



Headline News
Over 27,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pagesMon 15 Feb…   Manroland Web Systems boosts 2015 profit and market share
Following a positive 2015 financial year, the Augsburg-based press manufacturer starts drupa year 2016 on a positive note…

Xaar expands product range for UV applications

Ideal for printing UV spot varnish for labels, packaging and graphics, as well as adding textured effects to wood laminate…

It’s two in a row from EFI for CMYUK !
The leading UK specialist wide-format inkjet supplier announced as EFI’s European Sales Partner of the Year for 2015…

Duplo UK launches the iSaddle PRO Digital System
Duplo UK has today unveiled its new iSaddle PRO Digital System targeted at near-line high-end saddle stitching production…

Stroma turns to Heidelberg for its latest digital investment
Specialist digital printing house Stroma has turned to Heidelberg UK for its latest digital purchase – a Linoprint CP digital press…

Tue 16 Feb…    Durst to debut new extra-wide system at FESPA Digital 2016
Durst to unveil its new water-based printing systems and UV automation for LFP and dye-sub areas of application in Amsterdam…

Voting open for FESPA People’s Choice Award
Entries to FESPA Awards 2016 surpasses previous years…

Heidelberg USA hosts three UV open events to meet demand

Unbelievable customer response to Heidelberg UV open houses at its new Print Media Centre in Atlanta in December…

Latest ISO and FOGRA standards supported by GMG
GMG supports M+E Druckhaus and Peter Becker for reliable production in line with the latest offset standards…

Canon adds two new entry-level multi-function printers

Canon launches imagePROGRAF iPF770 MFP L36 and iPF670 MFP L24 to bring streamlined functionality…

Wed 17 Feb…   Global Graphics and Hybrid Software strategic alliance
Alliance to provide digital press manufacturers with ‘unbeatable’ RIPs and workflow package for drupa 2016 launchpad…

Ryobi MHI Graphic Technology to exhibit at drupa 2016
Ryobi MHI Graphic Technology will introduce to the world its new logo, corporate message and new lineup of printing equipment…

DigitalView appointed Mellow Colour partner for South Africa
DigitalView was recently appointed as distributor of Mellow Colour products & services for the South African market….

Heidelberg UK forms new Prinect workflow team

Heidelberg UK brings together a strong team, headed by Paul Chamberlain, to spearhead workflow expansion…

Stora Enso to debut new CKB board at Packaging Innovations
Stora Enso introduces new CKB Carrier board grade to be shown at the NEC in Birmingham on 24 – 25 February 2016…

Thu 18 Feb…   
Finishing variable print products live at drupa 2016
Muller Martini Finishing 4.0: Variable products call for highly variable and modular print finishing systems. See them live at drupa…

Rotocon label printing technology at Propak Africa

Leading printing solutions from MPS, Screen’s Truepress Jet L350UV, Matho and AVT will be available in three Rotocon’s stands…

FESPA Digital plays host to a number of new exhibitors
First speciality print event of 2016 is the perfect venue for new exhibitors and exciting global product launches…

More technology, applications and exhibitors than ever
FESPA Textile 2016, the largest digital textile event to date, to showcase new exhibitors and product launches in Amsterdam…

BCQ’s JollyBig division expands with Vutek QS2000
JollyBig aims to get even bigger and meet increasing demand with investment in superwide-format Vutek QS2000 from CMYUK…

Fri 19 Feb…  The place of a label in a changing world
International label association FINAT previews 2016, as the industry is challenged to provide more for brand owners and consumers…

‘Textures by Domino’ to debut at Label & Print 2016

Textures by Domino features standout effects for high-end labels and packaging at the NEC Birmingham, from 24 – 25 February…

Rotoflex releases new label inspection Security Series
Security Series modules can now be be fully integrated into the Rotoflex VSI, HSI and VLI product lines as new, or retrofits…

MPS joins Rotocon at Propak Africa 2016

MPS is set to join its South African agent Rotocon at the upcoming Propak Africa from 15 – 18 March in Johannesburg…

Positive ID adds second larger EFI Jetrion digital label press
Positive ID Labelling Systems, UK grows its digital print service offering with EFI Jetrion 4900 digital press…

Julius Solomon Specialist Labels adds digital metallic inks
Cape Town’s original fabric label printing company adds Xerox speciality silver and gold dry inks for packaging and swing tickets…

Rayross Print Factory opens up new markets with Duplo
Liverpool-based Rayross invests in Duplo to offer PUR perfect binding to commercial printers, design agencies and more…

Lead article from Friday in last week’s update…

Last Friday’s lead…   Antalis Packaging launches new customer-centric Website
Antalis has unveiled a new information-packed Website to support customers in the packaging and logistics markets…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’ and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2015
There were again well over 90 last year, including nine downloads, as well as 92 articles in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2) on the Website.

Technology-related 2016 Chapter 02
You will find 20 current feature articles in this Chapter, with the most recent from Heidelberg.

Previous…   TCL Packaging adopts Water Washable Asahi Plates
TCL Packaging teams with Creation Reprographics and Asahi Photoproducts to deliver premium performance and to challenge gravure…

Online Features 2016 Jan/Feb  Chapter 03

BPIF’s Printing Outlook for the First Quarter 2016
Output and orders exceeded expectations in Q4 – positive forecast for Q1 as some confidence returns…

EXCLUSIVE Report…   EFI Connect 2016: Welcome to the Future of Printing
At EFI Connect 2016, EFI revealed its clear and focused picture of the future of printing, and how the company plans to respond to market changes…

Major order for Heidelberg from Atta.45 in Sweden
Swedish print shop invests Euro 13 million: Biggest part is comprehensive product, service and consumables package….

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Recycling Paper Cups
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 19 Feb

Previous…    Stepping Back to Step Forward
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 12 Feb

Environmental Laws
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Mon 08 Feb

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index, as well as via the special Newsroom button on the right of the Home Page near the top. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use…

drupa 2016 Expert Article Series
Can be found in our Drupa Newsroom via the Index on the Home page.

LATEST…   Large Format and Wide Format inkjet printing
Touch the future. Drupa Expert Article No 7 by international independent consultant Sophie Matthews-Paul who has been involved at the start of wide-format developments following their evolution into the devices they are today…

drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

LATEST…   drupa cube: The Medici Group to spur out-of-the-box thinking
Best selling author Frans Johansson and other thought leaders to deliver keynotes in the cube during drupa 2016…

drupa cube: Die Medici Group ist Innovationspartner der drupa

Bestseller-Autor Frans Johannsson und zwei weitere Vordenker halten die Keynotes im cube während der drupa 2016…

Attractive offers for travel and accommodation
Use Print@home and free transport to drupa by bus and train. The online ticket shop opened on 2 January, 2016…

Passende Angebote für Anreise und Unterkunft

Print@home und kostenlos zur drupa mit Bus und Bahn. Online-Ticketshop geöffnet am 2. Januar 2016…

drupa 2016 News from Exhibitors
Latest additions can now be accessed in our Drupa Newsroom.

Muller Martini: Finishing variable print products live at drupa 2016
Muller Martini Finishing 4.0: Variable products call for highly variable and modular print finishing systems. See them live at drupa…

Konica Minolta aims to drive future growth at drupa 2016
KM to demonstrate real-value business opportunities in several business zones on its massive 2400 sq/m stand in Hall 8B 2…

Global Graphics and Hybrid Software strategic alliance
Alliance to provide digital press manufacturers with ‘unbeatable’ RIPs and workflow package for drupa 2016 debut…

RMGT to exhibit at drupa 2016
Ryobi MHI Graphic Technology will introduce to the world its new logo, corporate message and new lineup of printing equipment…

CGS’ call for entries: Show us what you can do!
CGS announces inaugural ‘ORIS Flex Pack Awards 2016’ with results to be shown during drupa 2016…

drupa ante portas Blogs 2016

Last time…    drupa ante portas – Top topic for 2016: Print in the communications mix!
This is a new series of extraordinary conversations with leading multichannel experts. We invite you to read the introduction and the first four discussions / blogs: By Andreas Weber

Highlight topic Multichannel: ‘Individual solutions are in demand’
This is the fifth in this new series of conversations with leading multichannel experts. We also invite you to read the introduction and the first four discussion blogs (above): By Andreas Weber

FESPA Newsroom
The dedicated FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Digital 2016 in Amsterdam

Durst to debut new extra-wide system at FESPA Digital 2016:
Durst to unveil its new water-based printing systems and UV automation for LFP and dye-sub areas of application…

Nazdar to launch a number of new inks at FESPA Digital
Nazdar Ink Technologies to debut next-generation inks at FESPA Digital 2016 from 8 and 11 March, Amsterdam…

Last week…   Esko to feature efficient workflow at FESPA 2016
End-to-end integration aids profitable production for sign, display and wide-format businesses…

FESPA Federation News in 2016

FESPA Digital plays host to a number of new exhibitors

First speciality print event of 2016 is the perfect venue for new exhibitors and exciting global product launches…

More technology, applications and exhibitors than ever before

FESPA Textile 2016, the largest digital textile event to date, to showcase new exhibitors and product launches in Amsterdam…

Voting open for 2016 People’s Choice Award
Entries to FESPA Awards 2016 surpasses previous years…

Previous…   FESPA Awards gala dinner to showcase incredible talent
Book now for the glittering ceremony which will take place at Beurs van Berlage, Amsterdam on Wednesday 9 March 2016…

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Heideldruck Press event 2 18022016.001

Von Andreas Weber | Englisch version available

Das Traditionsunternehmen Heidelberger Druckmaschinen AG (Börsenjargon „Heideldruck“) zündete nach seinem fulminanten Neustart, der im Dezember 2015 der internationalen Fachwelt vorgestellt wurde, die nächste Stufe. — Meine Meinung: Print als Medium und Print als universell einsetzbare Medientechnologie ist nun endgültig und souverän im Digitalzeitalter angekommen. Great job! Very well done, Heideldruck-Management! Das wird die Branche voranbringen.

Per ValuePublishing haben wir eine umfassende Online-Echtzeit-Report erstellt, der über die wichtigsten Aspekte Auskunft gibt, und bereits per Value SocialMedia bei über 100.000 Fachleute aus aller Welt Interesse fand. Siehe die Zusammenfassung per Storify-Bericht, die Texte, Fotos, Kurzvideos und Experten-Kommentare wiedergibt. Die wichtigsten Tags: #print #bigdata #IoT #multichannel #Innovation

 

 

Das Motto „Simply Smart“, das wie berichtet Heideldruck zur Leitmesse drupa 2016 wählte, klingt vielversprechend. Dahinter verbirgt sich eine über rund zwei Jahre vorbereitete neue Unternehmensstrategie, die alles auf den Kopf stellt, was die Print-Branche gewohnt ist. „Es gab viele Baustellen“, räumt Vorstandschef Dr. Gerold Linzbach ein. Nun hat er es mit einem neuen, hochengagierten Team geschafft. Wie Phönix aus der Asche scheint sich Heideldruck zu erheben, um neue Maßstäbe zu setzen. Worum es geht? Es geht darum, wie man die industrielle Fertigung von Printmedien im Digitalzeitalter plus ihre Nutzungsmöglichkeiten für die Geschäfts- und Privatkommunikation in neuer Dimension ermöglicht. Nicht mehr, nicht weniger. Die Wende besteht darin, dass man bei Heideldruck nicht mehr Maschinenbau und Schwermetall in den Fokus rückt, sondern innovative Software-Architekturen und werthaltiges Know-how, wie man Printtechnik in profitable Geschäftsszenarien integriert. Es geht um digitale Kompetenz und nicht mehr um die Frage, ob traditioneller Offsetdruck oder moderner Digitaldruck nun die besseren Verfahren seien. 

 

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Kundiges Fachpublikum aus aller Welt. Foto: Heidelberg

 

Fast so spannend wie die vielen Heideldruck-Neuigkeiten zu vernehmen, die am 18. und 19. Februar 2016 in Heidelberg verkündet wurde, war die Reaktion im Publikum zu beobachten. Die Fachelite der globalen Printmedientechnik-Publikationen war geladen, um ein Feuerwerk an Lösungs- und Produktneuheiten kritisch zu prüfen. Das Urteil war eindeutig: „Hut ab. Das war auf den Punkt gebracht, was uns als Branche definitiv nach vorne bringt“,“ sagte z. B. Klaus-Peter Nicolay, Verleger und Chefredakteur von Druckmarkt. „Klasse! Das geht bei Heidelberg genau den richtigen Weg“, präzisierte kurz und knapp Bernd Zipper, Technologie-Berater und Online-Printing-Experte von ZIPCON Consulting. Und Verleger Michael Seidl, EMGroup Wien, stellte fest: „Nunmehr sind Fakten geschaffen, nicht nur Neuheiten angekündigt, die der Branche weiterhelfen und Print für die Zukunft stärken.“

 

 

„Heidelberg will Daten veredeln“

„Daten statt Tonnen. Maschinen sind — mit einer gewichtigen Ausnahme — nur eine Randnotiz im Drupa-Angebot von Heidelberg. Der Konzern nimmt seinen Slogan ‚We are more than machines‘ derzeit überaus ernst“, bewertet Martin Schwarz vom 4c Magazin seine Beobachtungen. Es ginge schließlich darum, ein Ökosystem rund um die installierte Maschinenbasis aufzubauen, das Daten und Algorithmen konsequent zur Performance-Steigerung von Druckereien nutze. Und fährt fort: „Unter Umständen setzt Heidelberg den einzig möglichen Impuls für Disruption in einem enorm saturierten ökonomischen Umfeld. Heute noch mag vieles Kür sein, was da vorgestellt wurde. Bald schon wird es Pflicht sein. Genau so Pflicht wird es aber werden, die schöne neue digitalisierte Servicewelt zu einem Ertragsbringer auszubauen.“

Smart Services sind mittlerweile eine der zentralen Säulen von Heideldruck, wie Vorstand Harald Weimer überzeugend darlegte. (Nebenbei: Per iPad führt Harald Weimer live vor, wie man das Print-Geschäft steuern kann. Siehe auch unser Interview „Print ist smart“). Services bringen bei Heideldruck bereits ein Umsatzvolumen von über 500 Millionen Euro pro Jahr. Neben der Wartung von Maschinen und Lösungen inkl. maximal hoher Systemverfügbarkeit sind der Wissentransfer zur Optimierung von Management, Produktion und Vertrieb wichtig geworden. Heideldruck macht ein Netzwerk verfügbar, das valide Daten aus mehr als 10.000 im Markt installierten Maschinen plus über 15.000 Software-Produkte verfügbar macht, um Benchmarks zu gewährleisten respektive Ideen für Verbesserungen voranzutreiben. Man kann dies „Schwarmintelligenz mit System“ nennen. Denn Heideldruck-Kunden können über ein sicheres Online-Portal auf all diese Daten zugreifen, Heideldruck-Service-Dienstleistungen inklusive Remote-Support abrufen sowie relevante Verbrauchsmaterialien bestellen. Heideldruck betritt mit der zur drupa verfügbaren Neuheit „Heidelberg Assistant“ ein lukratives Feld: Ein System, das als Erweiterung eines E-Shops, quasi wie eine App, Druckereikunden jederzeit einen passgenauen Überblick über empfohlene Wartungen gibt, Serviceanfragen erlaubt oder Verbrauchsmaterialien online bestellen lässt. Dies erfolgt auf Basis von „intelligenten Algorithmen“ um die richtige Menge an Materialbestellung zu empfehlen und bedarfsgerecht sofort zu bestellen. Bis dato kennt man Ähnliches nur im Office-Publishing über die sogenannten Managed Print Services (MPS).

 

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Stephan Plenz präsentiert den ersten Primefire 106-Testdruck. Foto: Heidelberg

Ein echter Knüller: Primefire 106

Neue Technologien von Fujifilm und Heideldruck setzen im Inkjetdruck neue Maßstäbe, verkündete Heideldruck-Vorstand Stephan Plenz, der die Inkjet-Technik-Entwicklung verantwortet und bei der Präsentation der Primefire 106 zu Höchstform auflief. Das Thema ‚Produktionsdruck’ wurde neu definiert. Es gibt kein ‚Entweder-Oder‘ mehr, sondern nur ein „Für-alle-Fälle-gerüstet resp. Sowohl-als-auch“.

Bewusst oder unbewusst, im Anklang an den legendären Apple-Chef Steve Jobs, antwortete Plenz auf die Frage nach einem der Geheimnisse der neuen Maschine, einem neukonzipierten ‚digitalem Druckzylinder‘: „It’s magic!“. Stephan Plenz wie auch das aus Japan angereiste Top-Managment von Fujifilm legten überzeugend dar, dass nunmehr nicht noch eine Inkjet-Maschine auf den Markt geworfen werde, sondern genau diese, die den Anforderungen an industrielle Fertigung gerecht werde, was bis dato nicht der Fall ist.

Dazu wurden in nur 15 Monaten auf Basis gemeinsamer Patente von Heideldruck und Fijifilm u. a. neue Inkjet-Druckköpfe entwickelt, mit Siebenfarbendruck, sowie ein „Conditioning“-System, das erlaubt, nahezu jedes Material bedrucken zu können, ohne das die Tinte ins Papier oder den Karton eindringen muss. Insbesondere dicke Materialien sind möglich. Damit ist von vorne herein eine wichtige Hürde genommen, die bislang Inkjet-Druck im Industrieumfeld bremst: Die Beschränkung auf wenige Papiersorten. Ganz wichtig ist zudem: Innovation zu leisten ist das eine. Technik-Innovationen sinnvoll im Markt zu platzieren, das andere. Heideldruck sucht sich gezielt Einstiegsszenarien aus, um nicht der Verführung der ‚Eierlegendenwollmilchsau‘ zu erliegen. Die neue Primefire-Technik wird zunächst auf bestimmte Segmente im Verpackungsdruck ausgerichtet und soll Ende des Jahres 2016 bereits ausgeliefert werden. Die erste voll funktionsfähige Maschine wird auf der drupa 2016 zu sehen sein. Im Team mit den Klassikern der Speedmaster-Baureihen.

Heideldruck hat die wichtigsten Infos und technischen Details zu seinen Neuheiten per Charts und Presseinfos publiziert. Das genau nachzulesen lohnt sich.

 

Fazit: ‚Indeed, it’s magic.‘ Noch nie war es im Vorfeld einer drupa so spannend wie derzeit. Print neu erfunden und angepasst an die Geschäfts- und Konsumentengewohnheiten im Digitalzeitalter ist exakt, was wir brauchen. Das Heideldruck nunmehr als Phönix aus der Asche abhebt, wird der gesamten Branche gut tun. Und natürlich auch der drupa als globale Leitmesse für Druck und Papier, der es helfen wird, neue Besuchergruppen anzusprechen. Nämlich solche, die Print nicht mehr wahrnehmen, falsch einschätzen oder gar für antiquiert und überkommen halten. — Der Gegenbeweis ist nunmehr erbracht. Print gewinnt im Digitalzeitalter. 

 

 

My very first comment on ‪#‎Heideldruck‬ Primefire 106, a new approach for industrial ‪#‎Inkjet‬ printing business.

 

Hinweis: Wir setzen die Berichterstattung mit einem Interview fort, bei dem Heideldruck-Vorstand Stephan Plenz Rede und Antwort stand. Zusätzlich werden wir die besten Berichte von Kollegen aus aller Welt zusammenfassen, um die Vielfalt im Meinungsspektrum zu zeigen.

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