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Tag Archives: Renato Vögeli

#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001


Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

ValuePublishing Mike Hilton News Review 24062016.001

Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

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drupa2016 - In Medias Res ValuePublishing REVIEW 2.001

Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

drupa 2016 highlight Multichannel ENG

By Andreas Weber | Click to access german version

The topic of “multichannel” appears to be extremely complex. For many, it is also complicated. Whatever, by the end of this year at the latest, there will be no way around it – you will have to come to terms with it. And here are three reasons why:

  1. Unsolved problem: “How do I effectively and permanently reach my customers and others who are interested?” 
  2. Shift to customer orientation: “It is no longer ‘it’s the brand that counts’, but the market that counts.”
  3. The new trendsetters IoT & Industry 4.0: “In an interlinked and automated digital world, dialogue is the deciding factor!”

“Nothing stays the same!” said Christian Kopocz, entrepreneur and Executive Director of the international XMPie User Group. “The change driven by technology and consumers increasingly forces information and personal exchange across many other channels — in addition to print, web and e-mail, video content, social media and mobile services have all become relevant. Individual solutions are in demand.”

If you look and listen carefully, the turning away from decades of successful mass communications may not be taking place abruptly, but it is unstoppable and irreversible. Publishing houses are experiencing that, just as are TV stations. And, of course, the printing industry, particularly the sector of commercial printing. Digitalisation is changing everything — every type of business including marketing and communications processes. The Internet of Things (IoT) and Industry 4.0 are fast-forwarding automation on all possible levels.

It is worth listening to the experts who have been involved with the development of suitable solutions. “The digital age is the age of the customer. Why? The audience you serve is always interconnected and online,” explained Dr. Jacob Aizikowitz, President of XMPie. He went on to add, “You need to become part of the resulting continual conversation and interlinking. Old-school marketing methods no longer fit in this new scenario. Achieving wide reach and attention through mass media is no longer as successful as it was in the past. Brands are setting the example of how to be involved in a relationship with your customers and others who are interested, and for carrying out an on-going sustained dialogue.”

Holistic View

Source: XMPie, A Xerox Company

 

Everything is changing: Multichannel newly defined!

Up to now, there has been a confusion of terms: Cross-media is the same as multichannel which is the same as omnichannel. What is mostly advocated is that the aim of content marketing is to make content public on as many channels as possible, all at the same time. But that is not at all what it is about, since this scares off the receiver. Jacob Aizikowitz is clear about just what it is that makes multichannel: “It is all down to making it possible for personal, relevant and interactive communication to take place in a creative way, offering touch points at the right time in a mix of digital and print media.” 

Smart service providers are already exploiting this way of thinking, by having successfully transformed their traditional business models. Printers have become media production service providers who, through multichannel services, have evolved into marketing service providers. The side effect: From the skilful interplay with digital printing, diverse opportunities for success arise that first, go beyond booming online printing and second, open up new areas of business and profitable growth.

Renato Vögeli of Vögeli AG in Switzerland explained this as follows: “We understand multichannel communications to be the individual addressing of the target group across various channels in order to reach the individual wherever he or she may be. With that, we can take the target group along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.”

His German colleague Patrick Donner, TraffiC Online Print Solutions GmbH, added, “We at TraffiC define multichannel communications quite specifically and very pragmatically: bringing communications from different media together with focus on print, e-mail, web and social media. The aim is to bring about emotional experiences that effectively deliver a haptic sensation via print as well as the speed and round-the-clock availability of digital communication.” For Patrick Donner, individuality in the interlinking of print and online is the key to attracting the interest of the communications partner. “To our way of thinking, multichannel communication creates effective personal experiences as opposed to the ‘one-for-all actions’ that are otherwise customary.”

Christian Kopocz rounds out the reassessment of multichannel communications by summing up what it is really all about: “The customer decides how, when and where he would like to be addressed. For me, multichannel is the communication of relevant content to the preferred channels of the customer!” Both today and tomorrow, service providers are and will be constantly required to think ahead and become pro-active. “I see that as a real mammoth task since up to now, even with multichannel innovations, everything was undertaken in a very linear manner: Investment was made in a new business model that was brought to market and then practically, like a loan repayment, was worked off monthly. Less thought was given to continuous, 100% customer-oriented, sustained development and none at all to it as an investment in the future.” According to Kopocz, the result was often in the form of bad figures. It doesn’t have to be that way at all: “Stay curious and don’t let the contact with your customer flag – that will always take you to your goal!”

 

Note: drupa 2016 will show the latest multichannel solutions and applications. That makes it worth paying a visit to Dusseldorf!

drupa blog — Multichannel (English only)

 

drupa 2016 newsroom Multichannel

drupa 2016 highlight Multichannel D

Von Andreas Weber

Das Thema „Multichannel“ scheint äußerst komplex zu sein. Für viele auch kompliziert. Wie auch immer, spätestens in diesem Jahr kommt man nicht mehr daran vorbei, sich damit umfassend auseinanderzusetzen. Und zwar aus drei Gründen:

  1. Ungelöstes Problem: „Wie erreiche ich wirkungsvoll und nachhaltig meine Kunden und Interessenten?“ 
  2. Wandel zur Kundenorientierung: „Nicht mehr ‚die Marke macht’s‘, sondern der Markt macht’s“.
  3. Die neuen Schrittmacher IoT & Industrie 4.0: „In einer vernetzten und automatisierten digitalen Welt entscheidet die Dialogfähigkeit!“

„Nichts bleibt wie es ist!“, sagt Christian Kopocz, Unternehmer und Executive Director der weltweit aktiven XMPie User Group. „Der von Technik und Konsumenten getriebene Wandel erzwingt mehr und mehr die Information und den persönlichen Austausch über viele weitere Kanäle — neben Print, Web, E-Mail wurden Video-Inhalte, Social Media und Mobile Services relevant. Individuelle Lösungen sind gefragt.“

Schaut und hört man genau hin, die Abkehr von der jahrzehntelang erfolgreichen Massenkommunikation vollzieht sich zwar nicht abrupt, aber unaufhaltsam und nicht umkehrbar. Verlage spüren dies ebenso wie TV-Sender. Und natürlich auch die Druckindustrie, vor allem im Sektor „Commercial Printing“. Die Digitalisierung verändert alles — jede Art von Geschäft inklusive den Marketing- und Kommunikationsprozesse. Das Internet-of-Things (IoT) und Industrie 4.0 treiben rasch die Automatisierung auf allen möglichen Ebenen voran.

Es lohnt sich daher, auf Experten zu hören, die sich mit der Entwicklung adäquater Lösungen beschäftigen. „Das Digitalzeitalter ist das Zeitalter des Kunden. Warum? Das Publikum, das man bedient, ist immer vernetzt und Online“, erklärt Dr. Jacob Aizikowitz, XMPie President. Und fährt fort: „Man muss Teil der sich daraus ergebenden immer währenden Konversation und Vernetzungen werden. Die Marketing-Methoden der alten Schule passen für diese neuen Szenarien nicht mehr. Per Massenmedien große Reichweiten und Aufmerksamkeit zu erzielen bringt nicht mehr die Erfolge wie ehedem. Markenunternehmen machen es vor, wie man sich mit Kunden und Interessenten in Beziehung setzt und durchgängige, nachhaltige Dialoge führt.“

Holistic View

Quelle: XMPie, A Xerox Company.

Alles im Wandel: Multichannel neu definiert!

Bis dato herrscht ein Begriffswirrwarr: Crossmedia ist gleich Multichannel ist gleich Omnichannel — zumeist wird propagiert, dass per Content Marketing das Ziel sein muss, einen Inhalt auf möglichst vielen Ausgabekanälen gleichzeitig publik zu machen. Darum geht es aber keinesfalls, da dies wiederum die Empfänger abschreckt. Jacob Aizikowitz stellt darum klar, was Multichannel ausmacht: „Es geht im Kern darum zu ermöglichen, dass auf kreative Art und Weise individuelle, relevante und interaktive Kommunikation stattfinden kann, die zur richtigen Zeit Berührungspunkte im Mix von digitalen und gedruckten Medien bietet.“ 

Diese Sichtweise nützt smarten Dienstleistern bereits, indem sie überaus erfolgreich ihre klassischen Geschäftsmodelle transformiert haben. Aus Druckereien wurden Medienproduktions-Dienstleister, die sich per Multichannel Services zu Marketing Service Providern weiterentwickelt haben.  Nebeneffekt: Aus dem gekonnten Zusammenspiel mit Digitaldruck ergeben sich vielfältige Erfolgsaussichten, die erstens über das boomende Online-Printing hinausführen und zweitens neue Geschäftsfelder und profitables Wachstum eröffnen.

Renato Vögeli von der Schweizer Vögeli AG erläutert dies wie folgt:Wir verstehen unter Multichannel die individuelle Ansprache des Zielpublikums über verschiedene Kanäle, um den Einzelnen dort anzusprechen, wo er sich aufhält. Wir können damit das Zielpublikum im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitnehmen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.“

Sein deutscher Kollege Patrick Donner, TraffiC Online Print Solutions GmbH, ergänzt: „Multichannel definieren wir bei TraffiC sehr konkret und ganz pragmatisch: Kommunikation aus differenzierten Medien zusammenführen. Mit Fokus auf Print, Email, Web und Social Media. Das Ziel lautet, emotionale Erlebnisse herbeiführen, die sowohl die haptischen Erlebnisse via Print als auch die Schnelligkeit und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit digitaler Kommunikation zur Wirkung bringen.“ Dabei bildet für Patrick Donner die Individualität in der Vernetzung von Print und Online den Schlüssel für das Interesse beim Kommunikationspartner. „Multichannel in unserem Sinne schafft effektive persönliche Erlebnisse im Gegensatz zu sonst üblichen ‚Gießkannen-Aktivitäten’.“

Christian Kopocz rundet die Neubewertung von Multichannel ab, in dem er auf den Punkt bringt, worum es tatsächlich geht: „Der Kunde bestimmt wann, wo und wie er angesprochen werden möchte. Multichannel ist für mich die Kommunikation mit relevanten Inhalten auf vom Kunden bevorzugten Kanälen!“ Dienstleister seien heute und morgen gefordert, stetig weiter zu denken und sich zu pro-aktiv zu entwickeln. „Das sehe ich als echte Mammut-Aufgabe, da bisher auch bei Multichannel-Innovationen sehr linear vorgegangen wurde: Per Investition wurde ein neues Geschäftsmodell auf den Markt gebracht und dann quasi wie bei einer Kredittilgung monatlich abgearbeitet. An eine stetige, hundertprozentige Kundenorientierung und permanente Weiterentwicklung wurde wenig gedacht, und schon gar nicht als Invest in die Zukunft eingestuft.“ Das Ergebnis kam laut Kopocz dann oftmals in Form schlechter Zahlen. Das müsse aber gar nicht sein. Denn: „Neugierig bleiben und den Kontakt zum Kunden nicht erlahmen lassen, das führt immer ins Ziel!“

 

Hinweis: Die drupa 2016 wird die neuesten Lösungen und Anwendungen für den Bereich Multichannel zeigen. Ein Besuch in Düsseldorf lohnt sich daher!

drupa blog — Multichannel (english only)

drupa 2016 newsroom Multichannel

XMPie ValueDialog Renato Vögeli.001

 

It’s worth a visit to the beautiful Emmental region of Switzerland. Here I met up with Renato Vögeli in his family-run business. Vögeli AG has firmly established itself as a solutions provider for “marketing production and printing”. Their expertise in multichannel solutions and print in the communications mix attracts interest beyond just Switzerland. Renato Vögeli focuses less on disruption than on a careful step-by-step process to take customers along on a journey, keeping in mind their sensitivities and their needs. I call that quite simply first-class “communications empathy”! — 

Interview: Andreas Weber | Click for the german text

Key messages: Fulfil customer wishes. Create trust!

  • In focus: Fulfil customer wishes, create individual experiences. 
  • The particular: The target group is taken along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.
  • The result: Multichannel communications ensures optimal customer connectivity, creates trust and brings the personal relationship with the customer to a higher level!

 

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There are many definitions, some conflicting, for the term multichannel communications. What is yours? 

Renato Vögeli: We understand multichannel communications to be the individual addressing of the target group across various channels in order to reach the individual wherever he or she may be. With that, we can take the target group along on a journey in a mix of online and offline that offers various points of contact.

What are the consequences of that?

Renato Vögeli: In a certain sense, we are always thinking of the target group and their sensitivities. To fulfil their wishes, we accompany interested parties through multichannel communication who engage in it on the basis of trust and their actual needs. This has to happen at the right time, in the right way and on the right track. Unlike in advertising, we do not want to create any needs, but rather specifically address latent ones.

What are the prerequisites for this form of “communications empathy”?

Renato Vögeli: There are three decisive factors. First, you need to know exactly where and how to reach your target group. Second, this is not about advertising products, but about creating added value, the enrichment, that is important to the customer. And third: you cannot and should not tempt people with offers that do not make them happy or that are not even necessary. Even if you could earn a lot of money from it. Mutual success is what matters and in our opinion multichannel communications is the appropriate way. The more so, as we can better control and measure the success.

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Based on your experience, what are the factors that inhibit the marketing of multichannel services/solutions?

Renato Vögeli: The crux is that whenever we offer new clients our innovative solutions, we always attract their interest. But new and complex things also cause anxiety or raise doubts. Many feel uncertain. Then comes the question: What are others doing?

… and why is that? 

Renato Vögeli: Initially, innovations are very abstract and fulfil their purpose only if they can be individually employed. Citing examples of others may be inspiring, but are rarely suitable for oneself. After all, there are many possibilities and channels that can be employed. Successful teamwork is therefore difficult at first to reconstruct, especially since you have to bring together many parties on the customer’s side. Here’s an easy example: Marketing relegates a task to IT who has too little background knowledge as to the purpose and objectives of the action. The art is in being able to bring together the right project team from the beginning based on a concrete common objective. It is easier for us to bring together the right decision-makers as a homogenous group so that everyone is pulling together in medium-sized companies than it is in large firms or corporate groups.

Can you give us some examples from your experience?

Renato Vögeli: The following was a tricky case. In a banking company, they wanted to know immediately if similar innovation projects were being conducted in other departments in the same building. That means that in large firms it is difficult to develop an overall strategy to generally answer the question that leads to success through multichannel communications: How can we jointly manage to address our customers individually across all channels?

Very open to multichannel communications are basically all sectors that, due to their customer structures and faster sales cycles, are heavily reliant on innovation, particularly, for example, in trade. Here we no longer talk in the beginning about how one can do something, but rather the benefits that come from new solutions. That changes the task of sales enormously. Focus is on optimisation, efficiency and a change in thinking. You cannot sell multichannel communications as a product off the rack. Targeted solutions are what count. 

 

 

What does that mean for the marketing of multichannel communication?

Renato Vögeli: Marketing multichannel communication means that you have to listen, analyse and advise to arrive at a specific solution. For us, that means initiating processes that pique curiosity and stir up enthusiasm. We have employed sales specialists who do not come from a traditional sales background for print or media products, but rather who deal with marketing issues. We spread knowledge about multichannel communication early on through seminars and presentations. Today, we approach customers in a targeted way with workshops that are geared specifically to the needs of that customer in order to work out possible solutions.

With regard to the digitalisation of all business processes that is inevitably fast-forwarding us into a new dimension via the Internet of Things and Industry 4.0: What remains? What needs to be rethought?

Renato Vögeli: Digitalisation is clearly charting the course, but at the same time is a natural part of multichannel communications for minimising effort. Up to now, we have focused on reproducing our customer’s marketing processes in B2B portals that we call marketing portals. In the end, they are web shops, developed also in conjunction with third-party providers, for standardising ordering processes and making them more flexible.

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Sample for a Web shop created by Vögeli AG

 

How will multichannel services change? 

Renato Vögeli: Individual projects will increasingly turn into perpetual, integrated communications campaigns that permanently promote customer connectivity. The web shops we create, for example, can be optimally combined with multichannel communications activities. Events, for instance, are predestined for this. Focus is on the when, where and how that we can individually augment with images, maps created through geo-mapping, etc., to enthuse the person invited in a multimedial and very personal way. From the sending of invitations, an interactive campaign is then established that offers great benefit through extended communications possibilities that can also be continued after the event…

… are you technologically equipped for that step?

Renato Vögeli: Thanks to our XMPie software, we are fully equipped technically for that. Our strengths lie, among other things, in that we can integrate customer addresses from ERP systems to be combined in the mix of print mailings with PURLs [personalised websites with protected customer data], e-mails, text messages, etc. for a package solution. Everything that happens in the dialogue with the customer can be immediately measured, documented and evaluated to be of use for subsequent activities. This occurs automatically and reduces effort significantly.

That means we decisively help our customers in that respect to intensify the contact with their customers over the long term so that emotions and expectations are sustained. In the end, it is all about the personal relationship, not just the administration of contacts in databases. In B2B particularly, that is the key!

Thank you for the great conversation. See you again soon, maybe in the beautiful Emmental valley. Or lastest at drupa 2016.

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Contact:

Vögeli AG Marketingproduktion & Druck
Sägestrasse 21-23
CH-3550 Langnau
T. +41 (0)34 409 10 10
voegeli@voegeli.ch

XMPie ValueDialog Renato Vögeli.001

 

Ein Besuch im wunderschönen Schweizer Emmental lohnt sich. Hier trifft man Renato Vögeli in seinem Familienbetrieb. Die Vögeli AG hat sich als Lösungsanbieter für „Marketingproduktion & Druck“ bestens etabliert. Die fundierte Expertise für Multichannel-Lösungen und Print im Kommunikationsmix findet über die Schweiz hinaus Beachtung. Renato Vögeli setzt dabei weniger auf „Disruption“ als auf eine umsichtige Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise, um Kunden in ihrer Befindlichkeit und gemäß ihren Bedürfnissen auf eine Reise mitzunehmen. Ich nenne das ganz einfach „Kommunikations-Empathie“ vom Feinsten!

Interview: Andreas Weber | Click to access english text version

 

Kernaussagen: Wünsche erfüllen. Vertrauen schaffen. 

  • Im Fokus: Kundenwünsche erfüllen, individuell erfahrbare Erlebnisse schaffen.
  • Das Besondere: Das Zielpublikum wird im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitgenommen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.
  • Das Ergebnis: Multichannel sorgt für optimale Kundenbindung, schafft Vertrauen und hebt das persönliche Verhältnis zu Kunden auf eine höhere Ebene!

 

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Für den Fachbegriff Multichannel gibt es viele, teilweise widersprüchliche Definitionen. Wie lautet Ihre? 

Renato Vögeli: Wir verstehen unter Multichannel die individuelle Ansprache des Zielpublikums über verschiedene Kanäle, um den Einzelnen dort anzusprechen, wo er sich aufhält. Wir können damit das Zielpublikum im Mix von Online und Offline auf eine Reise mitnehmen, die verschiedenste Berührungspunkte bietet.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

Renato Vögeli: Wir denken im gewissen Sinne stets vom Zielpublikum und seiner Befindlichkeit aus. Um Wünsche zu erfüllen, begleiten wir durch Multichannel Interessenten, die sich darauf einlassen, auf Basis von Vertrauen und ihrer tatsächlichen Bedürfnisse. Dies muss im richtigen Moment, auf die richtige Art und Weise, auf dem richtigen Weg erfolgen. Anders als in der Werbung wollen wir keine Bedürfnisse wecken, sondern latent vorhandene konkret ansprechen.

Welche Vorraussetzungen braucht diese Form der „Kommunikations-Empathie“?

Renato Vögeli: Drei Faktoren sind ausschlaggebend. Man muss erstens genau wissen, wo und wie die Zielgruppen erreicht werden. Zweitens geht es nicht um das Bewerben von Produkten, sondern um das Schaffen von Mehrwerten, die das Bereichern, was für den Kunden wichtig ist. Und Drittens: Man kann und darf Leute nicht mit Angeboten verführen, die nicht glücklich machen oder gar nicht nötig sind. Selbst wenn man damit Geld verdienen könnte. Der gemeinsame Erfolg ist das Entscheidende und dazu ist Multichannel in unserer Sichtwiese der geeignete Weg. Zumal wir den Erfolg besser steuern und messen können.

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Was sind aufgrund Ihrer Erfahrungen bei der Vermarktung von Multichannel-Services/-Lösungen die Hemmfaktoren?

Renato Vögeli: Der Knackpunkt ist: Wenn wir einem Neukunden unsere innovativen Lösungen anbieten, stoßen wir immer auf Interesse. Aber das Neue und Komplexe macht auch Angst oder schürt Bedenken. Viele fühlen sich unsicher. Daher kommt die Frage: Wie machen das andere?

… und woran liegt das? 

Renato Vögeli: Innovationen sind zunächst sehr abstrakt und erfüllen ihren Zweck, wenn sie individuell nutzbar sind. Beispiele anderer können inspirieren, taugen aber nur selten für einen selbst. Denn es gibt viele Möglichkeiten und Kanäle, die einsetzbar sind. Das erfolgreiche Zusammenspiel ist darum zunächst schwierig nachzuvollziehen, zumal man auf Kundenseite viele Parteien zusammenbringen muss. Einfaches Beispiel: Marketing verweist an die IT, die dann aber zu wenig Hintergrundwissen zu Sinn und Zielen der Aktion hat. Die Kunst ist also, dass man von Anfang an die richtigen Projektteams zusammenführen kann, auf Basis einer konkreten gemeinsamen Zielsetzung. Bei mittelständische Firmen gestaltet es sich für uns einfacher als bei Großfirmen oder Konzernen, die richtigen Entscheidungsträger als homogene Gruppe zusammenzubringen, damit alle an einem Strang ziehen.

Können Sie Beispiele aus Ihrer Praxis nennen?

Renato Vögeli: Ein kniffliger Fall war folgender. Bei einem Bank-Unternehmen wollte man sofort wissen, ob im selben Haus mit anderen Bankabteilungen bereits ähnliche Innovationsprojekte vorangetrieben werden. Das heisst, in Grossunternehmen ist es schwierig eine Gesamtstrategie zu entwickeln, um generell die Frage zu beantworten, die per Multichannel zum Erfolg führt: Wie schaffen wir es gemeinsam, unsere Kunden individuell über alle Kanäle hinweg anzusprechen?

Sehr offen für Multichannel sind aber grundsätzlich alle Branchen, die aufgrund der Kundenstrukturen und schneller Verkaufszyklen auf Innovationen dringend angewiesen sind, vor allem etwa im Handel. Hier sprechen wir zu Beginn nicht mehr darüber, wie man was machen kann, sondern über den Nutzen, der aufgrund neuer Lösungen entsteht. Das verändert die Aufgabe der Vertriebsarbeit enorm. Optimierungen, Effizienz und Umdenken stehen im Fokus. Man kann Multichannel nicht als Produkt von der Stange anbieten. Es zählen gezielt Lösungen.

 

 

Was bedeutet das für die Vermarktung von Multichannel?

Renato Vögeli: Multichannel zu vermarkten heisst, man muss zuhören, analysieren und empfehlen, um zu spezifischen Lösungen zu gelangen. Das heisst für uns, Prozesse zu initiieren, die Neugier und Begeisterung wecken. Wir haben Vertriebsspezialisten eingestellt, die nicht klassisch aus dem Vertrieb für Drucksachen oder Medienprodukten kommen. Sondern die sich mit Marketingthemen beschäftigen. Wir haben auch schon früh mit Seminaren und Vorträgen Wissen rund um Multichannel vermittelt. Heute gehen wir gezielt auf Kunden zu mit Workshops, die sich konkret am Bedarf des Kunden orientieren, um Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Mit Blick auf die Digitalisierung aller Geschäftsprozesse, die zwangsläufig via Internet-of-Things und Industrie 4.0 in neue Dimensionen vorstößt: Was bleibt bestehen, was muss neu durchdacht werden?

Renato Vögeli: Die Digitalisierung gibt ganz klar die Richtung vor, ist aber zugleich natürlicher Bestandteil Teil der Multichannel-Kommunikation, um den Aufwand zu minimieren. Bislang liegt der Schwerpunkt darauf, die Marketing-Prozesse der Kunden bei uns abzubilden, über B2B-Portale, die wir Marketingportale nennen. Letztlich sind das Web-Shops, auch in Verbindung mit Drittanbietern, um Bestellprozesse zu standardisieren und zu flexibilisieren.

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Beispiel für einen der Web-Shops, die Vögeli AG betreibt.

 

Wie werden sich Multichannel-Services verändern? 

Renato Vögeli: Einzelprojekte werden sich zunehmend in dauerhafte, durchgängige Kommunikationskampagnen wandeln, die Kundenbindung dauerhaft fördern. Die von uns geschaffenen Web-Shops zum Beispiel lassen sich bestens kombinieren mit Multichannel-Aktivitäten. Prädestiniert sind zum Beispiel Events. Im Fokus stehen das Wann, Wo, Wie, das wir individuell mit Bildern, Karten per Geomapping etc. anreichern können, um die Eingeladenen „multimedial“ und ganz persönlich zu begeistern. Aus dem Versenden von Einladungen wird dann eine interaktive Kampagne, die hohen Nutzen durch erweitere Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet und auch nach dem Event weitergeführt werden kann…

… sind Sie für diesen Schritt technologisch gerüstet?

Renato Vögeli: Technisch sind wir mit unserer XMPie-Software dafür bestens gerüstet. Unsere Stärke liegt unter anderem darin, Kundenadressen aus ERP-Systemen einbinden zu können, die wir im Mix von Print-Mailings mit PURLS [Personalisierte Websites], Emails, SMS etc. zu einer Gesamtlösung verbinden. Alles, was im Kundendialog passiert, ist sofort messbar, dokumentiert und auszuwerten, um für nachfolgende Aktivitäten genutzt zu werden. Dies erfolgt automatisiert und reduziert den Aufwand erheblich.

Das heisst, wir helfen unseren Kunden ganz entscheidend darin, die Kontakte zu Ihren Kunden nachhaltig zu intensivieren, um Emotionen und Erwartungen aufrecht zu erhalten. Es geht letztendlich um das persönliche Verhältnis, nicht nur um die Verwaltung von Kontakten über Datenbanken. Gerade im B2B ist das entscheidend!

Besten Dank für das informative Gespräch. Und bis bald im schönen Emmental. Oder spätestens auf der drupa 2016.

Vögeli 01_januar16-7e3f4b70

Kontakt:

Vögeli AG Marketingproduktion & Druck
Sägestrasse 21-23
CH-3550 Langnau
T. +41 (0)34 409 10 10
voegeli@voegeli.ch
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