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#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001


Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

ValuePublishing Mike Hilton News Review 24062016.001

Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

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drupa2016 - In Medias Res ValuePublishing REVIEW 2.001

Die drupa ist stets ein Ort der Top-Gespräche und einzigartigen Momente, wie mit Didier Gombert (großes Foto am Stand von Objectif Lune). Foto/Collage: Andreas Weber

 

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung aller drei Berichte im Überblick:


Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


 

Frage: Ist es möglich, das Angebot einer drupa als globale Leitmesse komplett zu erfassen?
Antwort: Nein! Das ist auch gar nicht nötig. Das beste Prinzip lautet: Reduktion auf das maximal Wichtige. Daher nachfolgend eine analytisch-subjektive Selektion dessen, was aus ValuePublishing-Sicht relevant war!


Vorspiel: Wo bleibt der Bezug zu dem, was die Printbranche voranbringt?

„Rund 260.000 Besucher (2012: 314.248 Besucher) aus 188 Ländern und rund 1.900 Journalisten aus 74 Ländern sind nach Düsseldorf gereist, um sich über technologische Innovationen, Weiterentwicklungen und neue Geschäftsfelder zu informieren,“ verlautbarte die Messe Düsseldorf am 10. Juni 2016 stolz. Und mit 76 Prozent lag die Quote der internationalen Besucher um 16 Prozentpunkte höher als im Jahr 2012. Deutschland markiert damit einen riesigen Besucherrückgang! Quelle: drupa/Messe Düsseldorf

Ob die Zahl der Besucher den Ausschlag für nachhaltigen Erfolg gibt, sei dahingestellt. Aber eine Schrumpfung um fast 55.000 Besucher im Vergleich zur drupa 2012 ist in jedem Fall bedenkenswert. Zu behaupten, das sei OK, weil die Messedauer ja verkürzt worden sei, erscheint ungefähr so „logisch“ wie das Argument, gutes Essen schmecke umso besser, je mehr man davon mengenmässig verspeist.

Fakt ist vielmehr: Der allseits herausgestellte Dreiklang der modernen Druckindustrie — Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung, kurz mit Print 4.0 in Anspielung an Industrie 4.0 charakterisiert – hat zur Folge, dass immer weniger Betriebe mit immer weniger Personal ein inzwischen wieder dynamisches Produktionsvolumen stemmen. Ergo: Weniger ist mehr! ABER: Für die #drupa2016 hätte die beste Voraussetzung bestanden, neue Zielgruppen zu motivieren und zu mobilisieren, um die ambitionierte globale Leitmesse zu besuchen. Das hat aber (wie schon 2012) nur marginal/punktuell geklappt, aber nicht breitenwirksam. Denn neue Besuchergruppen sind durch „Wir können Print 4.0“-Rufe und „Wie toll, was wir da machen-Selbstdarstellungen von Ausstellern nicht zu mobilisieren. Aus meiner Sicht ist eine riesige Chance vergeben worden. Viele Marktteilnehmer werden sich dadurch unnötig schwer tun, um das zu kompensieren. 

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.001

Der kompakte Vortrag mit dem #drupa2016 Review von Andreas Weber kam sehr gut an auf dem Swiss Publishing Day 2016 am 30. Juni 2016 in Winterthur. — Doku via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Zu vielen Ausstellern muss es wohl egal sein, was die Kunden ihrer Kunden denken. Einige Hersteller betonten, das Wichtigste sei, dass sie weit über ihre Erwartungen hinaus Verkaufsabschlüsse tätigten.

  • Beispiel: Landa verkaufte nach eigenem Bekunden für über 450 Millionen EURO Nano-Druckmaschinen, die (allerdings) immer noch nicht lieferfähig sind. — Siehe dazu meine Traumgeschichte „Danke Benny. Touch the future again and again…”
  • Seriöser resp. sinnvoller aus meiner Sicht: Heideldruck erwähnte bei seiner Annual Analyst Conference am 8. Juni 2016 über 1.000 Kaufverträge über lieferfähige Produkte und Lösungen, um Kunden zu ermöglichen, ihr Kerngeschäft Offsetdruck zu stärken und/oder gleichzeitig sich der Herausforderung „Digitaldruck auf industriellem Fertigungsniveau“ anzunehmen; mehr als 5.500 Heideldruck-Kunden meldeten sich für den neuen Heidelberg eShop an.
  • HP Inc. rühmte sich, mit der kompletten Halle 17 im Gepäck, der größte Aussteller der drupa 2016 gewesen zu sein, und lobt sich selbst: „HP experienced its best attended drupa ever with sales far exceeding expectations, achieving 150 percent of our sales goal,” urteilte laut Branchendienst WhatTheyThink.com Francois Martin, Global Marketing Lead Graphics Solutions Business HP Inc. Fast schon pingelig wird aufgezählt, wieviel Maschinen man verkauft habe, um zu dokumentieren, dass man die eigenen Lösungen zur Marktführerschaft gebracht habe. — Nur mit dem von HP vielgelobten PrintOS, dem neuen und ultimativen Betriebssystem fürs Drucken, kam man laut divergierenden Medienmitteilungen mit 200 resp. 500 Subskribenten, in jedem Falle also weniger als 5% aller Kunden, nicht so weit. — Damit ist HP entgegen der eigenen Einschätzung vom Mainstream weit entfernt und  immer noch nicht vollständig im Print 4.0-Zeitalter der durchgängigen Digitalisierung, Automatisierung und Flexibilisierung angekommen.

Die Umsätze bei Heidelberg wie auch bei KBA, Canon, Xerox, Ricoh und KonicaMinolta liegen allesamt höher als beim „größten“ Aussteller der #drupa2016, der zudem deutlich höhere Stand- und Werbekosten zu verzeichnen hat. (Kann man so etwas einen Pyrrhussieg nennen?). Allein drei Aussteller als Newcomer aus Israel konnten in Summe HP’s Umsätze weit übertreffen resp. eine sehr viel bessere Relation zwischen Invest und Return-on-Invest erzielt haben; neben Landa sind dies Highcon und Scodix, wie der israelische Wirtschaftsdienst Globes vermeldet hat. — Learning: Wer wie HP darauf setzt, sich Erfolg erkaufen zu wollen, muss nicht automatisch erfolgreicher sein als andere. Zumal, wenn wie im Falle HP zur #drupa2016 eigentlich nur Optimierungen der bestehenden HP-Lösungen geboten wurden. Tatsächlich Neues und für die Print-Branche im Sinne des „Touch the future“ insgesamt Relevantes hat sich für mich bei HP auf der #drupa2016 nicht erschlossen. Schon gar nicht durch HP’s mediale Kommunikationsarbeit!

ValuePublishing #drupa20150 Review.001

Petra Lüftner kommentierte am 4. Juli 2016 per XING als Reaktion auf mein Traum-Erlebnis — Danke, Benny! Touch the future again and again… — wie folgt: „Ich war total traumatisiert von so viel Zukunftsvisionen und der ernsthaften Frage, für WEN und welchen MARKT all dieses dort stattgefunden hat. Die Realität sieht meines Erachtens heute und auch in den kommenden Jahren ganz anders aus. Verkaufen, nur um des Verkaufens Willen, ohne fachliche und zeitnahe Analyse der Marktes? Wie oft schon wurde in der Vergangenheit der Hype um neue Technologien zum Untergangsszenario mancher Firma 🙁  Denn nicht die ‚Technology’ ist es, was wir zuerst überdenken müssen, vielmehr die Wertschöpfungskette und die Anwendbarkeit des vorhandenen Instrumentariums.  Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich durch einen realistischen Bezug zum Markt und die darauf optimierten Prozesse und Produkte, nicht durch blinkende Displays aus.  So stellte sich am Ende meines Traums die Frage, ist alles was glänzt Gold oder sollte man doch den guten alten Fadenzähler zur genaueren Betrachtung des Ganzen nutzen? Herzliche Grüße in die Stadt des URSPRUNGS, die Gutenberg-Stadt Mainz“.

In medias res: Willkommen im digitalen Printmedienkosmos

Wichtiger erscheint mir, der Nabelschau einiger Top-Aussteller nicht zum Opfer zu fallen, sondern stattdessen konkret aufzuzeigen, welchen Einfluss tatsächlich innovative Technologien-Angebote auf der #drupa2016 für die Branchenentwicklung haben. Denn, wie und ob Print gewinnt, hängt nicht von Boxen-Verkäufen, sondern von Lösungskompetenz und drei zentralen Faktoren ab:

  1. Welche Rolle spielt Print im Kommunikationsmix? Gerade mit Blick auf BigData, Cloud, Social Media und IoT.
  2. Wie und warum definiert Inkjet-Druck die industrielle Herstellung von Printmedien neu?
  3. Wer als Aussteller hat auf der #drupa2016 die Messe-Leitidee „Touch the future“ tatsächlich am besten verkörpert und nach vorne gebracht?

Zeit also für eine an der Realität orientierte Bestandsaufnahme, die alle (kaum noch zu überblickenden) Neuheiten der #drupa2016 zusammenfasst, plausibel bewertet und in den Kontext mit den gewachsenen Anforderungen im Digitalzeitalter stellt.

Das Prinzip der Digitalisierung im Kontext mit Print erklärte Heideldruck-CEO Dr. Gerold Linzbach im Vorfeld der drupa 2016 ganz exzellent (Siehe „drupa ante portas: Automatisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung machen Print zum Top-Wachstumsmarkt!“). Auf der drupa präsentierten Dr. Linzbach und sein Vorstandsteam am 8. Juni 2016 souverän vor hochrangigen Finanzanalysten, was Heidelbergs Comeback ausmacht  — übrigens von der drupa-Community kaum bemerkt, führte die gelungene Konferenz für #Heideldruck zu einem Kurssprung nach oben, inklusive Kaufempfehlung der Analysten:

  1. Ein radikales Umdenken und Umschwenken Richtung Print 4.0
  2. Maximale Markt- und Kundenorientierung mit Fokus auf ‚Customer Journey‘ (im Sonne von: Welchen Weg wird mein Kunde gehen, wenn er neue Lösungen einsetzen möchte?)
  3. Neupositionierung Richtung autonomes Drucken sowie das „Amazon-für-Printherstellung“ durch eine integrierte Heideldruck eShop-Lösung

07-drupa2016 ValuePublishing Storify on HeideldruckWeitere Informationen zum Comeback von Heideldruck: ValueStorify „drupa 2016 — #Heideldruck: Back to profitable growth!“ mit Live-Texten, -Fotos, -Videos.

Heideldruck sieht für sich gute Chancen, die „alte“ Welt des Offset-Druckens mit der neuen Welt des „digitalen“ Druckens zu vereinen. Das wird belohnt: Wie Mike Hilton in seinem Global News Review dokumentiert, erhielt Heideldruck in mehreren Kategorien den IDG Business Media and Dimension Data Deutschland’s Digital Leader Award 2016.

Daran anknüpfend ist zu beachten, dass der Umgang mit dem Phänomen „Big Data“ in der Printproduktion mehrere Dimensionen und eine dynamisch stärker werdende Priorität aufweist:

  • Aus dem Web resp. der Social Media-Welt und via Cloud-Services explodiert die Datenmenge dessen, was aus der virtuellen Welt ins Print überführt wird;
  • Inhalte können dabei automatisiert auf Basis von intelligenten Algorithmen zusammengestellt werden für massenhaft individuelle, bedarfsgerechte Druckprodukte.
  • Zum anderen müssen riesige Datenströme beim Produktionsmanagement intelligent gehandhabt werden, um effizient, qualitätvoll, ohne Medienbrüche und möglichst schnell, das heisst in Tagesfrist fertigen und liefern zu können.

Dies geschieht auf verschiedenen Ebenen, wobei im Web verstärkt Systemarchitekturen zur freien Verfügung stehen, die nahtlos Druckdaten automatisiert erzeugen und per Internet an selektiertere Dienstleister/Drucksysteme transferieren können. Die einfachste Form sind Drucke beliebiger Daten via Smartphone oder Tablet. Apple mit AirPrint oder Google mit CloudPrint waren die Pioniere der Generation X; Drucksystemhersteller wie Canon oder HP folgten mit eigenen ePrint-Lösungen. Zum Anderen werden Daten aus Wiki—Plattformen zum Beispiel per PediaPress-Technologie in Bücher verwandelt, auf Basis der vom Internetnutzer online selektierten Wikipedia-Artikel. Weiterhin können Social-Media-Nutzer per Knopfdruck ihre Chroniken auf Twitter, Instagram oder Facebook in Publikationen verwandeln, um gedruckte Poster z.B. der Facebook—/Instagram-Freunde, Leinwanddrucke  oder Tagebuch-Chroniken in Buchform aus Twitter und Facebook automatisiert zu erstellen (siehe mySocialBook, Twenty20 oder boomf mit Druck von Instagram-Fotos auf essbare Marshmellows).

Diese Services werden von Konsumenten ebenso genutzt wie von Unternehmen für Werbezwecke, die solche Projekte in ihre digitalen Marketingkonzepte einbinden (Siehe den ValuePublishing drupa-Vorbericht zum Highlight-Thema Multichannel). Bei den reinen Unternehmensanwendungen werden Marketing- und IT-Daten automatisiert ohne Medienbruch zusammengefügt und daraus Cross-Media-Kundenkampagnen erstellt, die Unternehmensangebote wie zum Beispiel Vertragsverlängerungen bei Versicherungen koppeln mit den Feedbacks von zehntausenden Kunden, die dann an die Unternehmens-IT und deren CRM-Systeme zurückgespielt werden, um die Kundenprofile aktuell zu halten und sogar einzelne Transaktionen zu dokumentieren. Alle Unterlagen sind dann sowohl digital als auch gedruckt verfügbar. Der Kunde entscheidet, welche Form er bevorzugt.

 Als Lesetipp empfehle ich die brillanten Kommentare von Christian Kopocz auf LinkedIn, der als Entrepreneur und Finanz-, Marketing-, Digitaldruck- und Multichannel-Profi exzellent twittern sowie bloggen kann und sein #drupa2016-Erleben aus Sicht des kundigen Fachbesuchers schildert:

Druckers Dilemma: „Herrje! Was habe ich denn mit Social Media und Big Data zu tun? — Eigentlich will ich doch einfach nur drucken!“

Naturgemäß stellen Big Data resp. Social Media die Welt der Druckereiunternehmer auf den Kopf. Das Denken und die Technik-Ausstattung in Druckereien sind darauf ausgerichtet, dass der Kunde/Drucksachenbesteller die Pre-Media-Arbeit selbst erledigt. Und der Druckerei druckbare PDF-Dateien übergibt. Man bedient einen Nachfragemarkt. Denn bis dato folgen Printproduktionsprozesse einem starren, linearen Ablaufschema: Daten werden digital editiert, mit Expertenwerkzeugen formatiert und dann unveränderlich für den Druck aufbereitet und an Druckereien übergeben. Der Mensch diktiert sozusagen der Maschine, was sie tun muss. Die Druckerei lebt vom Bereithalten von Produktionsmitteln und -kapazitäten — mit dem Vorsatz bzw. der Verpflichtung, Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Damit sind Drucker wie ihre Lieferant glücklich. Aber: Tatsächlich haben beide Fraktionen im Drucksektor die Kontrolle über den Markt längst abgeben. Und wer kennt schon durch Innovationen hervorgerufene Bedürfnisse, die sich erst noch entwickeln können, wenn das neue auch bekannt ist? Wie gesagt, die Kunden der Druckerei waren kaum auf der #drupa2016 zugegen und können sich auch nicht über klassische Fachmedien oder durch bloggende Marktforscher  informieren, weil die sich in Details verlieren…


 Zwischenruf: Anders agieren!

Kai Büntemeyer„Den schlimmsten Fehler, den man machen kann, ist auf der drupa einfach eine Maschine zu kaufen, ohne vor- und nachgelagerte Prozesse zu bedenken!“ — Kai Büntemeyer, Vorsitzender VDMA Druck- und Papiertechnik sowie Geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus GmbH & Co KG auf der pre-drupa-Pressekonferenz des VDMA am 4. April 2016.


Der einzig mögliche Innovationsansatz ist daher, den starren Prozess aufzulösen, indem Daten von verschiedener Seite stationär und mobil bearbeitet werden, also von Analog zu Digital und umgekehrt als iterativer Prozess nahtlos automatisiert transformiert, inhaltlich angereichert sowie individuell und „on-demand“ per Digitaldruck ausgegeben werden können. Workflow-technisch gesehen, wird ein Pipeline-Prozess in ein vernetztes, interaktives, individuell auszugestaltendes  Plattform-Konzept überführt, das neue Formen der Konnektivität bietet.

Ganz nah an Big Data: Print 4.0 braucht Communication 4.0

Auf der drupa 2016 konnte man darüber mit Pionieren und Unternehmern wie Didier Gombert, einer der Gründer und Vorstandsvorsitzender des Technologie-Entwicklers Objectif Lune (OL), bestens und auf hohem Niveau diskutieren. Gombert hatte vor einiger Zeit schon den technischen Umbau aller seiner Software-Lösungen vorgenommen. HTML, CSS und JavaScript bilden nunmehr den Ausgangspunkt. Der Fokus liegt auf digitalem Business Communication Management (kurz: ccm). Print kann sich dort stets nahtlos „andocken“ und wird Teil digitaler Kommunikations- und Geschäftsprozesse.

„In der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung hat sich die Printmedienbranche lange auf die Steigerung der Herstellungseffizienz fokussiert. Entsprechend folgt jede Art Printmedienherstellung stets digitalen Prozessen. Das ist gut so. Aber: Die Effektivität von Print als vernetzbarem Medium im Digitalzeitalter kam zu kurz und hat jetzt höchste Priorität“, stellt Gombert fest. Der visionäre Unternehmer gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter einer neuen „digitalen“ Philosophie, die Printmedien zeitgemäß im Kommunikationsmix einbindet. Grundlage bildet für Gombert das „Connect“-Prinzip. Aus einem „digitalen“ Baukasten verschiedenster Lösungen entwickelte sich ein skalierbares Lösungsszenario, das Einsteigern wie Profis hilft, Print in der Geschäfts-/Kundenkommunikation optimal einzusetzen und stets mit digitalen Kommunikationsprozessen einfach und kostengünstig zu vernetzen. Themenhighlights zur drupa 2016 sind für Gombert sozusagen „beyond technology“ neue Kommunikationsaufgaben wie „Customer Experience“ und „Customer Journey“. Darunter wird verstanden, hundertprozentig markt- und kundenorientiert Produkte und Lösungen im Dialog mit Kunden (weiter) zu entwicklen. Im Fokus: Optimale Schnittstellen zwischen Mensch-Maschine — Maschine-Maschine — Maschine-Mensch. Kein Wunder, dass Gombert auf der drupa 2016 mit allen seinen wichtigen Kunden und Partnern zusammentraf, um den Ball weiter zu spielen. Dazu gehören Konzerne wie Canon, Konica Minolta Pitney Bowes und Ricoh.

ValuePublishing Big Data Visuals.001Ganz nah an Big Data ist auch der Titel eines Reports, den Andreas Weber für das #drupa2016-Print-Special der führenden Technik&Innovations-Zeitung VDI nachrichten verfasste. — Erweiterte Fassung des Reports als Trendanalyse (in englischer Sprache).


Fazit Teil 2

Print als Medientechnologie spielt nicht mehr eine Sonderolle quasi als Analog-Relikt in einer digitalen Welt. Print ist und bleibt die tragende Säule der Geschäfts- und Kommunikationswelt und kann nahtlos in digitale Geschäfts- und Kommunikationsprozesse eingliedert werden! Um in der neuen Welt des Print bestehen zu können, erfordert es seitens der Druckereien den Neustart-Knopf zu drücken. Mit Technik-Käufen oder dem Versuch, durch Technik-Einsatz gar neue Geschäftsmodelle zu entwicklen, kommt keiner weiter. Alle sind aufgefordert, das Zusammenspiel von Brainware, Software und Hardware neu zu definieren und daraus Markt-konforme Lösungsangebote im Dialog mit Kunden zu entwickeln.


Fortsetzung folgt mit Teil 3 — Des Pudels Kern: #unleashprint („entfessele Print“)


Hinweis

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Presemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001

Great work. Great tweets. Great results. And a lot of fun beyond technology by LOVRA’s amazing chill-out sessions. Last but not least: Many THANKS to the Xerox Social Media team members Stefan, Bill, Jenna.

#drupa2016 Review: Print wins! If…

Dear friends of drupa!

Please read and share our unique series of #drupa2016 reports. We are proud to enable a real multimedia and multichannel experience. And we are happy to interact with a huge global audience covering 120+ countries.

Kick-off: splendid #drupa2016

Our ValuePUBLISHING TRILOGY — a quite critical, selective analysis looking back at the splendid #drupa2016 (in german language)

Topics Outline Overview:
• Part 1 – Proof of concept: Does the printing community communicates properly?
• Part 2 – Crucial: Reduce to the max — don’t get lost in details!
• Part 3 – The crux of the matter: #unleashprint 

 


Back to the future: Some fun

#drupa2050 — TX to Benny: Touch the future again and again…
#drupa2050 — Danke, Benny! Touch the future again and again…


Enjoy ValuePUBLISHING’s #Storify stories the most valuable way to catch up all major topics of #drupa2016 in a smart multimedia format. Convenient to navigate, wonderful to explore and easy to share. Our guideline: Less is more — so reduce to the max!

 

Note: We are proud of the fact that around the globe hundreds of thousands of unique viewers follow us already and interact with our content — shared via Twitter (@ValueCommAG plus @zeitenwende007), Facebook, LinkedIn, XING and Google+. — More than 70 % of our viewers are leading innovators dedicated to all kind of graphic communications applications. 

 

 

The secret of #drupa2016 in 20 sec. — Summary by Andreas Weber, Head of Value.

 

 

GENERAL OVERVIEW

drupa2016 REVIEW — ValuePublishing Storify:
All about the role of print in the communications mix

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Pre-drupa media conference March 2016

 

 

 

IN MEDIAS RES

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Ready for #unleashprint? YES WE CAN(on)

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck back to profitable growth

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Heideldruck Press Conference Feb 2016

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
PitneyBowes reinvented mail (live at drupa may/June 2016)

drupa2016 – ValuePublishing Storify:
Objectif Lune put business communications to the next level

drupa2016 — ValuePublishing Storify:
Automated Digital Cutting made by Zünd Systemtechnik

 

Das Geheimnis der #drupa2016 in 23 Sekunden — Von Andreas Weber, Head of Value.

 


In addition for extended reading check out our focused trend reports via ValueBlog posts by Andreas Weber

Note: Almost all Blog posts are available in english and german.

 

ValuePublishing Storify Review 18062016.001


As well you can find a whole series of ValueDialog stories:

ValueDialog — Christian Kopocz: “Multichannel ensures relevance!”

To get access to more ValueDialog stories use our Blog search tool.

 

Value Publishing About @drupa2016.001

 

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Multichannel demands quite a bit new from our members as marketing service providers: Focus is on business transformation and expanded expert knowledge on the impact of digitalisation.“ —Christian Kopocz

 

Christian Kopocz struck out in a new direction from being a businessman with marketing experience. Some 10 years ago, he became a multichannel communications entrepreneur and has been involved in his own small companies ever since. At home and abroad, he campaigns for the dynamic development of multichannel services. In his many years as a member of the Board of Directors and since January 2016 as the Executive Director of the XMPie Users Group (XUG), he took a firm stance: Market and customer orientation are the measure of all things, coupled with consideration of cultural peculiarities. In summer 2015, he initiated the 1st European XUG Conference on the topic of multichannel innovation in Berlin, doing so in a very short time using multichannel communication. More than 130 participants came from 17 countries! The response was overwhelming. Bingo!

Interview: Andreas Weber | Click to access the german text version

You have an excellent overview through XUG of highly topical issues surrounding multichannel communications. What is of greatest concern at the moment?

Christian Kopocz: We have been successfully supporting our members for years through the XUG in the use and marketing of campaigns and solutions created with XMPie. Technical implementation, tips, tricks and closeness to the XMPie developer team are always in great demand. Since last year particularly, we have noted increased interest in case studies, practice-oriented approaches and marketing support.

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What new challenges do you derive from that?

Christian Kopocz: Multichannel demands quite a bit new from our members as marketing service providers: Focus is on business transformation and expanded expert knowledge on the impact of digitalisation. Another thing is that access to the customer is no longer what it used to be: In place of or in addition to the purchasing managers, marketing managers as well as decision-makers for CRM, social media, web, e-mail marketing, etc. need to be in on the talks to be able to act powerfully. In addition to time and patience, all that requires the corresponding knowledge, which we will be focusing on with XUG this year in particular. Especially with regard to drupa 2016, the world’s leading trade fair for graphic communications, where multichannel is positioned as one of the six themes highlighted.

How do you personally define the term multichannel?

Christian Kopocz: The customer decides how, when and where he would like to be addressed. For me, multichannel is the communication of relevant content to the preferred channels of the customer!

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Where do we stand today as to how the whole topic of multichannel communications will change with regard to the IoT/Industry 4.0?

Christian Kopocz: Fridges that order lactose-free milk from Amazon… A horror for some, a blessing for others. The concept of the IoT can indeed make our lives easier and more comfortable. As long as everyone knows how to deal with it, that is. If in the end, it is not even noticed how and where IoT simplifies our lives, then it has fit in. This requires intuition in the development phase, and particularly when it comes to market positioning. To know what the customer needs and from that develop an application, that is what the requirement should be — not “do or die!” These changes in customer demand caused by digitalisation and automation are clearly on the table!

What are the consequences for service providers?

Christian Kopocz: Both today and tomorrow, service providers are and will be constantly required to think ahead and become pro-active. I see that as a real mammoth task since up to now, even with multichannel innovations, everything was undertaken in a very linear manner: Investment was made in a new business model that was brought to market and then practically, like a loan repayment, was worked off monthly. Less thought was given to continuous, 100% customer-oriented, sustained development and none at all to it as an investment in the future. The result was then often in the form of bad figures. It doesn’t have to be that way at all: Stay curious and don’t let the contact with your customer flag – that will always take you to your goal!

Thanks for the inspiring talk.  Happy to keep in touch and to see you at drupa 2016 in Düsseldorf.

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Read as well great insights shared by XUG members:

ValueDialog —  Renato Vögeli, Vögeli AG, Switzerland:
Multichannel turns communication into a personal experience!

ValueDialog — Patrick Donner, TraffIC Print Online Solutions GmbH, Germany:
New take on multichannel communications:  “There is no either/or!” 

 

 

XUG Christian Kopocz Key Visual.001

„Das zentrale Thema Multichannel verlangt unseren Mitgliedern als Marketing Service Providers einiges Neue ab: Im Fokus stehen Geschäfts-Transformationen und erweitertes Experten-Wissen rund um die Folgen der Digitalisierung.“ Christian Kopocz

 

Christian Kopocz ging als Kaufmann mit Marketing-Erfahrung neue Wege. Vor rund 10 Jahren wurde er Multichannel Entrepreneur. Seitdem engagiert er sich in eigenen, kleinen, aber feinen Firmen. Und setzt sich national wie international für die dynamische Weiterentwicklung von Multichannel-Dienstleistungen ein. In seiner langjährigen Funktion als Mitglied im Board of Directors und seit Anfang 2016  als Executive Director der XMPie Users Group (XUG) vertritt er einen klaren Standpunkt: Markt- und Kundenorientierung sind das Maß aller Dinge, gekoppelt mit der Berücksichtigung kultureller Besonderheiten. Im Sommer 2015 initiierte er in kürzester Zeit per Multichannel-Kommunikation die 1. XUG Conference zum Thema Multichannel-Innovation in Berlin. Über 130 Teilnehmer kamen aus 17 Ländern! Das Echo war überwältigend. — Bingo!

Interview: Andreas Weber | Click to access english version

Sie haben per XUG einen ausgezeichneten Überblick über hochaktuelle Themen rund um Multichannel. Was bewegt momentan am meisten?

Christian Kopocz: Seit Jahren unterstützen wir erfolgreich mit der XUG unsere Mitglieder beim Einsatz und der Vermarktung der mit XMPie erstellten Kampagnen und Lösungen. Die technische Umsetzung, Tipps, Tricks und die Nähe zum XMPie Entwicklerteam stehen stets hoch im Kurs. Insbesondere seit dem vergangenen Jahr verzeichnen wir erhöhtes Interesse an Case Studies, praxisrelevanten Ansätzen und Unterstützung in der Vermarktung.

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Welche neuen Herausforderungen leiten Sie daraus ab?

Christian Kopocz: Das zentrale Thema Multichannel verlangt unseren Mitgliedern als Marketing Service Providers einiges Neue ab: Im Fokus stehen Geschäfts-Transformationen und erweitertes Experten-Wissen rund um die Folgen der Digitalisierung. Zum anderen ist der Zugang zum Kunden nicht der, der es gestern war: Anstelle oder neben dem Einkäufer müssen Marketing Manager sowie Entscheidungsträger für CRM, Social Media, Web, E-Mail-Marketing etc. mit im Gespräch sein, um kraftvoll agieren zu können. All dies erfordert neben Geduld und Zeit auch entsprechende Erkenntnisse, auf welchen wir uns bei XUG in diesem Jahr besonders einstellen. Gerade auch mit Blick auf die drupa 2016, die globale Leitmesse für Graphic Communications, die Multichannel als eines der wichtigen sechs Highlight-Themen positioniert.

Wie definieren Sie ganz persönlich den Begriff Multichannel?

Christian Kopocz: Der Kunde bestimmt wann, wo und wie er angesprochen werden möchte. Multichannel ist für mich die Kommunikation mit relevanten Inhalten auf vom Kunden bevorzugten Kanälen!

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Wo stehen wir heute? Respektive wie wird sich mit Blick auf IoT/Industrie 4.0 die Multichannel-Thematik verändern?

Christian Kopocz: Kühlschränke, die selbst bei Amazon die laktosefreie Milch ordern… Ein Schreck für die einen, ein Segen für die anderen. Das Prinzip des IoT kann unser Leben einfacher und angenehmer gestalten. Sofern jeder versteht damit umzugehen. Wenn es am Ende gar nicht auffällt, wo und wie IoT unser Leben vereinfacht, dann passt es. Dies erfordert Fingerspitzengefühl bei der Entwicklung, vor allem aber bei der Marktpositionierung. Wissen, was der Kunde braucht, und daraus eine Anwendung zu entwickeln, das sollte die Maßgabe sein — und nicht das „friss oder stirb!“. Diese durch Digitalisierung und Automatisierung veränderte Kundenanforderung liegt klar auf dem Tisch!

Welche Konsequenzen ergeben sich für Dienstleister?

Christian Kopocz: Dienstleister sind heute und morgen gefordert stetig weiter zu denken und sich zu pro-aktiv zu entwickeln. Das sehe ich als echte Mammut-Aufgabe, da bisher auch bei Multichannel-Innovationen sehr linear vorgegangen wurde: Per Investition wurde ein neues Geschäftsmodell auf den Markt gebracht und dann quasi wie bei einer Kredittilgung monatlich abgearbeitet. An eine stetige, hundertprozentige Kundenorientierung und permanente Weiterentwicklung wurde wenig gedacht, und schon gar nicht als Invest in die Zukunft eingestuft. Das Ergebnis kam dann oftmals in Form schlechter Zahlen. Das muss aber gar nicht sein. Denn: Neugierig bleiben und den Kontakt zum Kunden nicht erlahmen lassen, das führt immer ins Ziel!

Danke für das informative Gespräch.
Wir sehen uns spätestens auf der drupa 2016.

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HURRAY! It is all about me! — Perfect individualized Multi-Channel Campagne at #XUG15EU for all attendees and partners. Created ©2015 by Prindoz, Lübeck/Germany via XMPIE Software Solutions.

“HOW TO GAIN MORE THAN 1.5 MILLION VIEWS VIA TWITTER IN A VERY SHORT TIME? WITHOUT ANY ADVERTISING SPENDINGS, JUST BY ORGANIC REACH? — VERY SIMPLE: BY MULTI-CHANNEL INNOVATION AT ITS BEST!” —Andreas Weber

CHAPEAU! Hats off! The entire organizational team of the XMPie User Group (XUG), especially XUG Board Member Christian Kopocz, have done a sensational job. Almost off the cuff and within less than 10 weeks, a new international conference was created. The sophisticated and unique conference theme: Multi-channel Innovation.

More than 130 participants from 17 countries gathered on May 26, 2015 (in spite of Pentecost holidays) in Berlin, the center of the start-up and innovation scene. Well-known partners supported the effort and presented, in technical lectures and demos, how to pull out all stops – whether analog, online or mobile. The event #XUG15EU was preceded by a comprehensive, highly effective multi-channel campaign which Christian Kopocz, with his company Prindoz, Lübeck/Germany, realized through the use of print, Purl, online marketing and especially social media. Even personal contacts were made across the country as well as several continents. On the day of the conference, participants were provided with individualized print materials, among others in the form of an event book printed on premium materials. A personalized website allowed following the program individually and also online and to rate the presentations and sessions through voting, of which about half of all participants took advantage.

The event was prepared, edited and reworked on all flanks through social media. Teaming up with XUG15EU partner, Value Communication AG, Christian Kopocz developed and realized a scenario which bet especially on Twitter, in combination with Facebook, LinkedIn und XING. The result is breathtaking: 

  • In just a little over 48 hours—from the night before the #XUG15EU until the day after —Twitter alone reached a total of more than 1.5 MILLION. On the day of the event itself, one million was almost exceeded. Note: No advertising spendings needed! Just by organic reach!
  • Of those, more than 253,000 were unique reaches.
  • 980 posts were made in order to comment on the conference and to capture and share its most important results and insights.
  • Participation among the conference participants present was very high: More than 30% posted actively, more than 80% shared the posts, thereby including their specific networks. And 100% of the organizers and partners sent posts and re-tweets around the globe.
  • In addition, on the day after the conference, interesting story recaps and blog posts dealt with the results.
  • And journalists took note as well. The 4-color magazine, Wien, a leader in German-speaking countries, sent a personal letter from its editor-in-chief, Martin Schwarz, along with its exclusive Print-Germany edition and presented, prior to the conference, an interview with Christian Kopocz. Live and locally, the London Output Magazine reported  online (via blog post and online newsletter to more than 20,000 subscribers); editor-in-chief, James Matthews-Paul, made a special trip and was able to hand to conference participants his exclusive, digitally printed special edition, Output One. The technical blog ValueTrendRadar by Andreas Weber had published interviews and comments for several weeks, even had discussed presentation subjects and then documented them in real time (to thousands of viewers from more than 40 countries).

All in all we can say: What we achieved together represents a milestone, not just for us as the XMPie User Group, but for all innovation-oriented professionals in the communications industry, said Christian Kopocz. And he added: “This was successful only because we practice what we preach. And because we are successful in not only informing, but also in motivating and inspiring on the highest level on sometimes complex themes that make up Multichannel Innovation.“

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© 2015 by Christian Kopocz, Prindoz, Lübeck/Germany.

Accordingly, the value of all these communication successes lies in the maximum level of interaction of participants, presenters, partners and members of the media who were involved via social media. It is especially evident that B2B subjects can be meaningfully popularized.  

And not only as a fleeting, one-time action, but permanently.  Because all of this content and these messages live on (and recently also as Twitter news indexed by Google) after the conference ended. By the way: The post-game is just a pre-game! From October 25 to 28, 2015, the American XUG Conference takes place in Miami, Florida. Participation is worthwhile. One way or another! Afterthought: The theses and insights of the final presentation and panel discussion at the #XUG15 EU have thoroughly proven themselves.

The pivotal aspects are:

  1. Multichannel Innovation means: “Discover. Watch. Love. Share. Talk about it!”
  2. Multichannel Innovation assumes a mind shift: “It’s a disruptive lifestyle philosophy!”
  3. Multichannel Innovation links and unifies social/smart technologies and “human-to-human” needs. Because: Needs are the heart of all matter.

To the astonishment of participants, the question of who, or which company, is the “global leader” in Multi-channel Innovation, was answered … It‘s Apple! Why? First, because Steve Jobs, in multichannel conformance, coined the paradigm that success is only possible when the digital lifestyle experience gains 100% acceptance in people’s daily lives. And secondly, because Apple offers the best Web services and online shops, as well as the best brick-and-mortar flagship stores. And almost “by the way”, makes possible the best print applications — from AirPrint to digitally printed iPhoto Books and superb packaging. And all of this enhanced by extraordinary marketing orientation and an outstanding “customer experience”.

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz Photos: Christian Kopocz and Andreas Weber (left). Invitation for XUG15EU.

Aus der Praxis für die Praxis: #XUG15EU — Die 1. Multichannel-Innovations-Konferenz in Berlin

Europa-Premiere: Am 26. Mai 2015 findet in Berlin die erste “#XUG15EU”-Konferenz statt. XUG steht für XMPie User Group. Initiator und Organisator ist Christian Kopocz, ein ausgewiesener Multichannel-Experte, der sich innerhalb der in den USA gegründeten XUG für das Marketing und die europäischen Belange engagiert. Es gilt, Kunden- und Marktbedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen, die über Cross-Media-Anwendungen hinaus das Marketing durch Innovation der Kommunikation zu beflügeln. Sprich: Nicht eine Botschaft über alle Kanäle zu verteilen ist das Ziel, sondern über alle relevanten Kommunikationsplattformen hinweg die Inhalte passend auszugestalten. Und das mit höchstmöglichem Automatisierungsgrad.

Im Gespräch mit Christian Kopocz fragte Andreas Weber, Value Communication AG, nach den Beweg- und Hintergründen sowie dem besonderen Nutzen der neuen Initiative.
(Englische Fassung des Interviews verfügbar).

Lesezeit: 4 Minuten

Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, eine Fachveranstaltung in europäischer Dimension zu „Multichannel Innovationen“ zu veranstalten?

Christian Kopocz: Wir werden mit unserer Initiative den geänderten Markt- und Kundenanforderungen gerecht. Zu Beginn von XUG als XMPie User Group, im Jahr 2007, stand für uns die technische Basis der äußerst komplexen XMPie Software-Architektur im Mittelpunkt. Der Austausch unter Kollegen war im Fokus. Der Markt ist aber seit Jahren im Wandel, stets schneller und voller Überraschungen. Das zeigt sich vor allem daran, wie Cloud-Services und Mobile-Nutzung voranschreiten.

Und das heisst?

Christian Kopocz: Nichts bleibt wie es ist: Seit sich traditionelle Druckereien zu Marketingservice-Anbietern transformierten, erforderte der von Technik und Kunden getriebene Wandel mehr und mehr die Information und den Austausch über weitere Kanäle — neben Print, Web, E-Mail wurden Video-Inhalte, Social Media und Mobile Services relevant. Individuelle Lösungen sind gefragt.

Sind diese gewachsenen Anforderungen überall gleich?

Christian Kopocz: Nein. Trotz aller anscheinend vereinheitlichenden Globalisierungseffekte ticken die Märkte wie auch unsere Mitglieder und deren Kunden auf den verschiedenen Kontinenten recht unterschiedlich. Ausgehend vom Ursprungsland USA tragen wir mit der 1. XUG15EU unseren europäischen Mitgliedern mit ihren spezifischen Anforderungen Rechnung. Wir gehen mit den Themen auf deren individuelle Ansprüche ein — und schaffen Relevanz für die einzelnen Regionen/Länder resp. den Kontinent Europa. Als XMPie Anwendergruppe sehen wir uns gefordert, neben den relevanten Themen rund um die XMPie-Lösungen auch in puncto Innovationen in unser aller Tätigkeitsfeld konforme Multichannel-Lösungen zu liefern.

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@ 2015 by #XUG15EU (1)

Für einen solchen Event braucht man Partner und Förderer. Warum und für wen lohnt sich das?

Christian Kopocz: Es lohnt für alle Parteien, die sich entlang der Multichannel-Wertschöpfungskette ansiedeln. Wir erfüllen übergeordnete Ziele. Denn die XUG ist eine Non Profit Organisation, die keine aufdringlichen Verkaufsabsichten hat. Mit unseren Partnern sichern wir die Arbeit und das Zusammenspiel mit unseren Mitgliedern. Wir können entsprechend kommunizieren und den Kern dessen, was wir tun wollen, interessanter gestalten — zum Beispiel exzellente Keynote Sprecher finanzieren, Webinare organisieren, kurz: das Tagesgeschäft würzen.

Sie brauchen also weniger klassische Sponsoren als vielmehr konstruktiv agierende Partner?

Christian Kopocz: Richtig. Wir setzen auf kompetente Partner und nicht etwa nur mehr oder weniger passive Sponsoren. Wir leben Multichannel-Innovationen aktiv in unserem Kommunikationsmix. Und wir sind anspruchsvoll. Daher sind hohe Kompetenzen unserer Partner gefragt, die uns allen zugute kommen. Das bloße Logo eines Sponsoren zu präsentieren war sozusagen gestern; heute binden wir das Wissen unserer Partner zu Gunsten unserer Mitglieder ein. Womit wir wieder bei relevanter zielgerichteter Kommunikation sind.

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@ 2015 by #XUG15EU (2)

Welche Partner konnten Sie schon gewinnen?

Christian Kopocz: Unsere Initiative wissen naturgemäß zunächst Partner aus den Bereichen Software wie auch aus dem Marketing zu schätzen. Aber auch genauso kreative Nischenanbieter, so beispielsweise aus dem haptischen Lager mit etwas gänzlich “undigitalem” aufwarten, dem Papier. Oder Spezialisten für Maps- und Geo-Services. Wir fanden übrigens sofort auch Interesse bei ausgesucht innovativen Fachmedien und Community-Betreibern. Wir hoffen zudem auf bedeutende Hersteller von Digitaldruck-Lösungen, die im Multichannel-Szenario auf Innovation im Print angewiesen sind.

Welchen Mehrwert bieten Sie mit der XUG-Initiative im Vergleich zu anderen Fachkonferenzen?

Christian Kopocz: In erster Linie vereinen wir wie gesagt länderübergreifend die Anwender der XMPie Software, mit Fokus auf Europa. Diese Anwender sind Kommunikationsdienstleister wie auch Industrie- und Markenunternehmen. Hier entstehen Fragen aus dem Tagesgeschäft, Ansprüche und Sehnsüchte. Man trifft sich in einem überschaubaren Kreis, spricht offen, tauscht Wissen aus und findet neue Kraft und Inspirationen für das eigene Unternehmen. Über die unterschiedlichsten Kanäle führen unsere Mitglieder über das Jahr diesen Dialog fort. Mit ihren Kunden und Geschäftspartnern. — Kurzum: Wir sehen uns als XUG als der Impulsgeber für unsere Mitglieder und, anders als bei reinen Produkt-orientierten Messen und Kongressen, setzen wir nicht nur auf Technik-Neuheiten, sondern agieren mit neuen, aber werthaltigen Anwendungslösungen: Klein aber fein, unabhängig, extrem nah am Mitglied und seinen Kunden, passen wir uns den sich ändernden Bedürfnissen schnell an. Sprich, wir erschaffen und realisieren innovative Multichannel-Lösungen in Reinkultur! Jeden Tag aufs Neue!

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@ 2015 by #XUG15EU (3)

Weitere Informationen

Zur Konferenz und Online-Registrierung:
http://xug15.eu

Partnermöglichkeiten:
http://xug15.eu/xug-sponsorship/
http://xug15.eu/wp-content/uploads/2015/04/XUG15EU_Sponsoring_EN.pdf

Zur Person von Christian Kopocz:
https://www.linkedin.com/in/prindoz
https://twitter.com/prindoz

Statement von Christian Kopocz zu #XUG15EU im XMPIE Bog (in Englisch):
http://blog.xmpie.com/2015/04/top-five-things-i-am-looking-forward-to-at-xug15eu-the-xmpie-users-group-conference-in-berlin/

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