Archive

Tag Archives: Martin Spaar

Bildschirmfoto 2018-10-10 um 17.28.56.png

 

Von Martin Spaar, Herausgeber und Verleger PUBLISHER

Zum 25-jährigen Jubiläum des PUBLISHER versammeln wir auf der Frontseite alle bis heute erschienenen Digitaldruck-Covers. Als wir vor 13  Jahren das erste individualisierte Cover mit einem verschneiten Smart und dem Vornamen des Empfängers auf der Windschutzscheibe brachten, schlug das ein wie eine Bombe. 

Seither demonstrierten 80 Covers mit Digitaldruck- oder Veredelungsspezialitäten die prägende Wirkung der ‚Verpackung‘ und gaben unserer Zeitschrift von Ausgabe zu Ausgabe einen ganz speziellen Auftritt.

Und trotzdem: Auch bei diesem Heft sind mit dem Cover nur gut fünf Prozent des Umfangs digital gedruckt, der ganze Heftinhalt ist wie schon vor 25 Jahren im Offsetdruck produziert. Auch im gesamten Markt fristet der Digitaldruck so gesehen erst ein Nischendasein – Offset dominiert volumenmässig überdeutlich.

Dies dürfte sich jetzt jedoch rasch ändern, indem Rollen-Inkjet-Systeme den Digitaldruck bezüglich Druckleistung in ganz neue Dimensionen katapultieren: Während heute gängige tonerbasierte Systeme gerade mal 80 bis 150 A4-Seiten in der Minute schaffen, sind es bei Highspeed-Inkjetsystemen deren 1000 bis 2000!

Damit stehen wir an einem Wendepunkt zu einer neuen Ära des Publizierens, die auch dem PUBLISHER in einem neuen Zusammenspiel von Print und Digital spannende Perspektiven eröffnet.

Mit der April-Nummer hatten wir schon eine erste Ausgabe 100% digital produziert und Abonnenten die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Inserat zu publizieren; so wurde jedes abonnierte Heft zum Unikat. Und auch für die kommende Dezember-Ausgabe heisst das Motto: 100% digital.

Wie im letzten Editorial schon ausgeführt, möchte ich nächstes Jahr die Verantwortung für diese digitale Transformation unserer Zeitschrift in frische Hände übergeben und damit eine neue Ära in meinem Leben lancieren. 

Dabei möchte ich mich jedoch keinesfalls ganz vom PUBLISHER und der Publishing-Community verabschieden – dafür ist mir beides zu stark ans Herz gewachsen. Aber mit sechzig etwas kürzer treten und auch den ‚analogen‘ Seiten des Lebens etwas mehr Platz einräumen, das darf schon sein!


 

Das Cover der neuen Ausgabe des PUBLISHER.CH

 

Publisher Cover_18-5.jpg

 


 

ValueCheck Inkjet Printing.001

Von Andreas Weber, Head of Value 

 

Prolog

Mein nun auch im ValueBlog publizierter Beitrag zu Inkjet-Printing war redaktioneller Teil einer erfolgreichen Premiere in der Schweiz! Zur 25-Jahrfeier bietet Herausgeber Martin Spaar mit seinem Team die erste, komplett individualisiert im Inkjet-Druck hergestellte Ausgabe. 

 


 

Wir stehen also an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der gedruckten Kommunikation. Denn was Individualisierung bringt und bewirken kann, erleben wir täglich im Web und speziell in den sozialen Netzwerken. Diese digitale Raffinesse verbunden mit der physischen Schlagkraft des Gedruckten hat ein riesiges Potenzial. —Martin Spaar 

Bildschirmfoto 2018-05-08 um 10.02.47

Zur Online-Ausgabe des gedruckten Magazins gehts per Klick!


 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Herstellerseite den Druckereien versprochen wird: Inkjet-Printing ist das Maß aller Dinge und eröffnet neue Märkte und Profite. Stimmt das? Ja und Nein. 

Ja, weil das Inkjet-Verfahren nicht mehr nur auf das Bedrucken von Papier oder Karton abzielt und damit über Nutzungsmöglichkeiten im klassischen Druck hinausführt. Sogar das Bedrucken dreidimensionaler Gegenstände ist möglich, wie z. B. Heidelberger Druckmaschinen und Xerox mit neuen Systemen wirkungsvoll beweisen.

Nein, weil damit einher geht, dass es schlicht nicht stimmt zu behaupten, man könne mit Inkjet-Printing den Offsetdruck ablösen oder aus dem Stand heraus ganz neue Anwendungsbereiche für die Druckbranche erschließen.

Genau hinschauen und abwägen, ist zwingend notwendig, um einen Tanz ums Goldene Kalb zu vermeiden. Hier eine Auswahl meiner aktuellen Beobachtungen: 

  1. Inkjet-Printing für den professionellen, hochproduktiven Druck ist relativ neu. Erfolgreiche Anwender in der Druckbranche lassen sich bis dato mit wenigen Fingern abzählen. Bei allen war der Schlüssel zum Erfolg nicht der Fokus auf die Drucktechnik, sondern auf die Pre-Media-Prozesse sowie das Finishing/die Verarbeitung inklusive Logistik/Distribution. Bestes Beispiel: Peter Sommer und Elanders Germany in Waiblingen. (Siehe Lesetipp unten)
  2. Hohe Inkjet-Druck-Volumen, auf die sich Hersteller gerne berufen, laufen seit langem im Transaktionsdruck, da man hier IT-Kompetenz mit Automation der Verarbeitung und Distribution nahtlos gestalten kann. (Übrigens der Grund, warum ein Big-Player wie Pitney Bowes in das Vermarkten von Digitaldrucktechnik eingestiegen ist).
  3. Es werden von den Herstellern mit Inkjet-Printing fokussiert neue Kundengruppen ausserhalb der Druckbranche und des Transaktionsdruck angesprochen. Canon Europa ist der Vorreiter, in dem es im Zuge der Reorganisation nach der drupa 2016 einen neuen Geschäftsbereich gegründet hat: Die Canon Graphic & Communications Group führt u. a. die Kreativwirtschaft sowie zahllose Branchen wie Architekten, Handwerker etc. mit neuen Systemen ans Inkjet-Drucken heran.
  4. Seit der drupa 2016 zeigt sich, dass die Inkjet-Revolution bei den Herstellern ihre Kinder frisst. HP genügt sich selbst (und optimiert statt innoviert). Landa kommt nicht von der Stelle. Bobst hat eine Kehrtwende vollzogen und mit Gründung der Mouvent AG die Neukonzeption für Inkjet-Printing durch eine clevere Cluster-Technik und anderes mehr vollzogen. Und Heidelberg hat im Team mit Fujifilm durch Primefire eine neue bahnbrechende Plattform für Hochqualitäts-Inkjet-Printing entwickelt, die im anspruchsvollen Verpackungsmarkt für Aufsehen und Anerkennung sorgt. 
  5. Traditionsunternehmen wie die Durst Group haben sich neu aufgestellt: Mit der P5-Philosophie wird alles darauf ausgerichtet und optimiert, was die Leistung und Verfügbarkeit der Drucksysteme maximiert sowie eine beispiellose Flexibilität in der Medien- und Auftragsabwicklung zulässt. Übrigens waren die Durst-Innovationen ein Highlight auf dem Online Print Symposium 2018 in München. 
  6. Es haben sich ganz neue Anbieter still und leise in Stellung gebracht, die mit neuen Systemarchitekturen individuell konfigurierbare, modulare Inkjet-Printing-Produkutionsanlagen ermöglichen, wie zum Beispiel die Firma Cadis Engineering aus Hamburg zeigt. Cadis kann z. B. HTML-Daten drucken und verzichtet aufs Rippen.
  7. Der eigentliche Gewinner bei Inkjet-Printing ist derzeit ein Hidden Champ: Der Bücherdruck. Xerox Europe zeigte dies eindrucksvoll Ende März im Team mit Book on Demand GmbH in Hamburg beim #Books2018 Event. Eine riesige, automatisierte Druckfabrik erzeugt in Echtzeit bis zu 25.000 Book-for-One-Produkte pro Tag. Wachstumstreiber sind die Impika-Inkjet-Drucksysteme von Xerox mit ausgeklügelter Hunkeler- und Müller-Martini-Technik zur Verarbeitung. Der Clou: Eine neue Impika-Tinte, die ungestrichene Papiere problemlos und bestens bedrucken kann.
  8. Last but not least: Wenn von massiver Substitution gesprochen werden kann, dann ersetzen Inkjet-Printing-System (Bogen wie Rolle) am ehesten bestehende Toner-Digitaldrucksysteme.

Fazit: Beim Inkjet-Printing wird und muss sich noch viel tun. Wir stehen erst am Anfang. Und müssen neu Denken lernen, um nicht in die Innovationsfalle zu tappen: Indem wir fälschlicherweise davon ausgehen, Inkjet-Printing sei primär dazu da, das was wir ohnehin im Druck tun können, zu verbessern.

Es geht daher weniger ums ‚schneller, besser, billiger‘, es geht vielmehr ums ‚neu, zeitgemäß und anders‘, um die komplexen Kommunikations-Herausforderungen des Digitalzeitalters zu meistern. — Think different!

 


Zum Autor

Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.


 

Lesetipp: Peter Sommer im ValueCheck

Peter Sommer, Digitaldruck- und Inkjet-Pionier, Elanders Group: „Das Elanders-Konzept ist nicht auf eine bestimmte Drucktechnik fixiert. Die zentrale Frage ist immer, was mit einem Produkt erreicht werden soll und wie es zum Empfänger kommt. Die Integration in die Supply-Chain beginnt bei der Beratung der Kunden und hört bei der maßgeschneiderten Logistik auf.“

ValueCheck Peter Sommer Elanders ENG.001

 


 

ValuePublishing Kurt Wolf.001

Hommage an Kurt K. Wolf für sein neuestes Buch, das uns alle etwas angeht. Fotos: Midas. Kurt K. Wolf.

Bücher bewegen, und so ging es auch mir jetzt mit der Lektüre von Kurt K. Wolfs neuem Werk «Die Postscript-Revolution». Es liess mich nochmals in die Gründerjahre des Publisher abtauchen: Aldus mit PageMaker, Adobe mit Postscript und Apple mit dem grafischen Benutzer­interface gaben uns kleinen Flinken damals die Werkzeuge in die Hand, mit denen wir die grossen Trägen rechts überholten. Für uns jungen, wilden Desktop Publisher war dies die Chance für das, was man heute als Start-up bezeichnet: Ich nutzte diese, um mit dem Publisher eine neue Fachzeitschrift zu lancieren. Das Ganze war ziemlich disruptiv – viele etablierte Betriebe der grafischen Industrie mussten weichen, um uns «Wilden» Platz zu machen.

Als Kulturgeschichte der Druckindustrie beschäftigt sich das Buch „Die Postscript Revolution“ von Kurt K. Wolf mit der Entwicklung des Grafischen Gewerbes von der „Schwarzen Kunst“ zur einer hochtechnologischen Industrie. Ein spannendes Lehrstück in Sachen Disruption und Technologiewandel. Weitere Infos und/oder Bestellung über Midas-Verlag, Schweiz.

Die disruptiven Kräfte der digitalen Transfor­mation waren auch das grosse Thema an unseren diesjährigen swiss publishing days. Heute wie damals sind es einige wenige Firmen (Google, Facebook, Amazon etc.), welche auf der Basis von künstlicher Intelligenz eine neue Revolution antreiben. Und doch ist es irgendwie anders: Das an der Konferenz gezeigte Fallbeispiel Ringier machte das deutlich: Man nutzt einerseits KI-Technologie von Google, um das riesige Bildarchiv besser zu erschliessen. Gleichzeitig wird man als Verlag von Google im Kampf um Abonnenten und Marketingbudgets aufs härteste konkurrenziert. Und auch wir beim Publisher spüren diese Konkurrenz im Werbemarkt. Nicht primär kleine flinke Webportale aus der Schweiz machen uns als etabliertem Printmedium die Werbegelder streitig, sondern die multinationalen Riesen Google und Facebook.

Das Beispiel Intel scheint Schule gemacht zu haben: Nach dem Grundsatz des Gründers Andrew Grove, wonach nur Paranoide überleben, sind die Grossen heute brutal wild und flink geworden. Das allgemeine Unbehagen über die wachsende Dominanz und Macht dieser wenigen flinken Grossen – und über unsere Abhängigkeit von diesen – steigt, und das ist gut so. Ich persönlich sehe das Ganze nicht allzu pessimistisch, denn die Abhängigkeit ist eine gegenseitige. Ohne dass wir diese Moloche ständig mit unseren Daten füttern, würden diese ziemlich rasch verhungern. Solange wir uns dessen bewusst sind und auch danach handeln, wird auch künftig der Weg frei sein für neue Ideen und Taten von jungen Wilden und kleinen Flinken.

Martin Spaar, Herausgeber Publisher.ch, Winterthur, Schweiz

 

valuepublishing-martin-spaar-001

Martin Spaar setzt sich als Verleger und Herausgeber für Brancheninteressen ein. Das Bild zeigt ihn im Einsatz beim Swiss Publishing Day am 30. Juni 2016 in Winterthur. Foto: Publisher.

Vom Planschbecken ins Freibad

Spätestens beim Weiterblättern werden Sie es merken: Der Publisher hat ein neues Layout! Wir liessen uns dabei vom Grundsatz leiten, dass das Layout funktional sein und dem Leser dienen soll. Design um des Designs willen ist nicht unser Ding. Einerseits, weil wir eine Fachzeitschrift mit stark technischer Ausrichtung sind und andererseits, weil wir dies schlichtweg nicht können. Beim Publisher sind wir Redaktoren die Publisher, also auch die Layouter. Unser Fokus gilt den Inhalten – Gestaltung ist nicht unsere Kernkompetenz.

Es ist uns jedoch nicht entgangen, dass sich die Anforderungen an ein funktionales Layout in letzter Zeit stark gewandelt haben. Das Zeitbudget des Lesers ist immer härter umkämpft. Jedes Heft und jeder Artikel muss sich optimal verkaufen, frisch und knackig daherkommen und die Botschaften prägnant auf den Punkt bringen. Mit dem altem Layout stiessen wir dabei an Grenzen.

Das neue, von Ralf Turtschi geschaffene Layoutkonzept ist offener und will mehr Spielraum für eine attraktive Aufmachung bieten. Wir haben zwar den bisherigen Satzspiegel beibehalten, sind jedoch nicht mehr fix an vier Spalten gebunden: Ein 16-spaltiger Basisraster soll eine freiere Gestaltung ermöglichen. Mit der Equip von Dieter Hofrichter haben wir eine Grundschrift gewählt, welche grösser wirkt und doch nicht mehr Platz wegfrisst. Weiter haben wir das Farbschema auf zwei redaktionelle Farben reduziert, die Akzente setzen, ohne sich aufzudrängen.

 

 

Ralf Turtschi hat uns Redaktoren die Türen für eine leserfreundlichere Aufmachung geöffnet. Er entlässt uns jetzt quasi aus dem sichern Planschbecken des alten Layouts ins Freibad, wo auch grössere Züge möglich sind; aber schwimmen müssen wir selbst, dessen sind wir uns bewusst.

So ist auch das zu verstehen, was sie vor sich haben: Es ist nicht «das neue Layout» des Publisher, sondern die erste Etappe eines Prozesses. Wir sind selbst gespannt, wohin der uns führen wird. Und wir lassen uns dabei gerne von Ihrem Feedback inspirieren!

Martin Spaar, Herausgeber und Verleger


Kontakt zu Verlag und Redaktion

Digipress GmbH
Schulgasse 5
8400 Winterthur | Schweiz
Tel. 052 269 18 30
Fax 052 269 18 31

editor@publisher.ch

www.publisher.ch

 

 

 

Impressionen Swiss Publishing Day  Mai 2015

Weitere Informationen: http://swiss-publishing-week.ch

Der swiss publishing day zum Thema Druck-Innovation hat gezeigt, dass die Entwicklung nicht nur hin zu immer höherer Geschwindigkeit und Produktivität geht, sondern dass die Anbieter dem Drucken jetzt ganz neue Dimensionen erschliessen wollen. Da ist zum einen der viel diskutierte 3D-Druck, dessen Einsatzgebiete so vielfältig sind, dass sich durchaus auch Anwendungen im Bereich Marketing ergeben sollten – also dort, wo der Druck traditionell zuhause ist. Und schliesslich zielt auch Heidelberg mit dem sogenannten 4D-Druck auf ganz neue Anwendungen jenseits des angestammten, auf das Medium Papier fokussierten Geschäfts. Mit den jetzt vorgestellten Jetmaster-Dimension-Systemen soll sich vom Ball bis zum Sportwagen alles bedrucken lassen. So erhält der Göttibub zum Geburtstag künftig nicht irgend einen, sondern seinen individualisierten Fussball. Ein entsprechendes Web-Portal hat die Liechtensteiner BVD bereits aufgeschaltet.

Diese Ansätze zielen stark in Richtung industrielle Produktion, wo Automatisierung das A und O ist und das Internet als Prozessoptimierungsplattform genutzt wird. Und doch gibt es den Wunsch nach Individualität auch in der Beratung. So geht Flyerline als eines der innovativsten Drucksachen-Portale jetzt dazu über, eigene Stores zu eröffnen. Hier können sich Kunden persönlich beraten lassen und Druckmuster gleich anfassen und erleben. Neben der durchautomatisierten Druckfabrik im Sinne von Industrie 4.0 scheint es also auch einen Trend zur digitalen Manufaktur zu geben. Und im Gegensatz zur althergebrachten Manufaktur wird Individualität hier dank digitaler Produktion erschwinglich. Spezialeffekte wie auf unserem aktuellen Cover lassen sich dank digitaler Systeme auch in Kleinauflagen preiswert realisieren.

Nimmt man da noch die Entwicklung im Bereich Large Format Printing und Werbetechnik mit dazu, darf man feststellen: Das Drucken kennt immer weniger Grenzen und wird damit wieder mehr zum Tummelfeld für kreative Köpfe. Und für solche tun sich vielfältige Chancen auf. Wer es versteht, mit Ideenreichtum die Brücke zwischen den Bedürfnissen der Kunden und den neusten Möglichkeiten der Technik zu schlagen, braucht sich vor der Zukunft nicht zu fürchten.

Martin Spaar,
Herausgeber Publisher, Winterthur/Schweiz

Quelle:
http://publisher.ch

01 Inkjet Day

Warum es sich lohnt, den Blog-Beitrag zu lesen:

• Aktuelle Trends in der Print-Kommunikation begreifen
• Inkjet-Druck richtig bewerten
• Innovation wertschätzen

 

 

„Die Zeit ist reif“, versprach das Programm des Swiss Publishing Days am 20. Mai 2014 in Winterthur. Das Thema „Inkjet macht Druck“ lockte über 200 Fachbesucher aus der Schweiz und Deutschland an. Sie wurden nicht enttäuscht. Obgleich es einige drastische Erkenntnisse gab. Wandeln durch Handeln wurde zum Motto.

René Theiler, Verband der Schweizer Druckindustrie und Vorstandsmitglied der UGRA, stellte als Moderator klar, dass die alten Prinzipien, wie z.B. die Technik bestimme das Geschäftsmodell, im Inkjet-Zeitalter nicht mehr zählen. Innovationen der Geschäftsmodelle seien an erster Stelle gefragt und überlebensnotwendig. Erst dann könne die Auswahl der relevanten Technologien folgen.

Keynote Speaker Bernd Zipper unterstrich dies, indem er resümierte, Innovationen seien Chance und Bedrohung zugleich. Radikale Änderungen sind nötig. Der bis dato schon hohe und schnell wachsende Marktanteil der Online-Druckereien zeige, worum es geht: Technik- und digitale Kommunikationskompetenz entscheiden im Print- und Publishing-Business über den Erfolg. Siehe: http://www.online-print-symposium.de

Dem Inkjet Druck komme eine besondere Rolle zu, weil „Inkjet die universellste Drucktechnik mit der größten Spannweite ist“.

Eine exklusive Reihe von Technik-Herstellern und Druckdienstleistern zeigte in Winterthur eindrucksvoll, was heute schon möglich ist. Ob bei Kodak, oder wie von Oliver Baar, Projektleiter Business Development Digital Web Presses bei Koenig & Bauer AG, gezeigt, nun Zeitungen komplett im Inkjet oder per Hybrid-Druck in Kombination mit Rollenoffset produzierte werde, sei von Fall zu Fall spezifisch zu entscheiden. In jedem Fall ist eine extrem hohe Produktionsgeschwindigkeit möglich.

Wim Koning von Dainippon Screen trumpfte mit raffiniert-orginellen Applikationen für den Point of Sales auf. Firmen wie Alfa Romeo nutzen dies erfolgreich, um im Schauraum den Automobil-Interessierten auf originelle Art und Weise Mehrwertangebote per „Surprise-Box“ zu liefern. Der Clou: Das Upselling, das möglich wird, finanziert die Marketing- und Produktionskosten. Die Screen-Inkjet-Drucktechnik erlaubt hierbei, vorgestanzte Druckbögen vollflächig und individualisiert in Auflage 1 im Nachgang zu bedrucken. Das eliminiert das Risiko von Fehlproduktionen völlig.

07 Inkjet Day


Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

So sehr, wie die Technikentwicklung voraus ist, so sehr hinkt die Adaptionsgeschwindigkeit im Druckerei-Markt hinterher. Karl-Heinz Selbmann, Fachhochschule Bern, Institut für Drucktechnologie, zeigte die fast 70-jährige Geschichte und Entwicklung der Inkjet-Drucktechnologien auf, für viele Teilnehmer ein Novum.

„Die Innovationsbereitschaft in der Print-Branche ist nicht ausgeprägt“, räumte der Innovations-Coach Martin Oberholzer ein. Dabei ist es kein Hexenwerk, das Innovations-Handwerkzeug zu erlernen und Neues in der Praxis umzusetzen.

Eine ganze Reihe von Vorträgen beschäftigten sich mit innovativen Inkjet-Druck-Anwendungslösungen, zum Beispiel von Edubook AG, Zürich. Renato Vögeli, Vögeli Marketingproduktion & Druck, Langnau, erläuterte die kreativ und produktionstechnisch herausragende Produktion der Publisher-Ausgabe 02-2014, dem in der Schweiz führenden Magazin für Publishing & Digitaldruck (herausgegeben von Martin Spaar). Ein Highlight war die Vorstellung eines neuen Firmenkonzepts von drei Druckereibetreiben, die ein Joint Venture gründeten und gemeinsam Inkjet-Druck vermarkten.

Für das DigitaldruckForum stellte DDF-Sprecher Andreas Weber aus der Gutenberg-Stadt Mainz vor, wie Altes und Neues harmonieren. Er sieht ein Innovationsdilemma der Print-Zunft mit gefährlichen Folgen. Zu sehr werde Print als Produktionsgeschäft betrieben. „Dabei ist Print durch Digitaldruck längst Bestandteil der heutigen digitalen Kommunikationskultur!“ Das DigitaldruckForum habe darum ein neues Programm aufgesetzt in Form eines Value Business Coachings für strategische Geschäftsmodell-Innovation. Angesprochen werden Entscheider aus der Print & Verlagsbranche sowie Crossmedia-Dienstleistungen.

Aus Sicht des DigitaldruckForums habe die Social Media-Ära die Gutenberg-Ära nicht nur überwunden, sondern übertroffen, weil sie die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund stellt. Kernfaktoren sind Beziehungen und Wachstum, bei Firmen wie bei Konsumenten gleichermaßen. Siehe White Paper „Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge“.

Wer das begreife, Innovation leisten und Inkjet-Druck richtig nutzen kann, wird profitables Wachstum für sich und seine Kunden generieren können. Zudem kommen in Zukunft mehr und mehr Druckjobs aus der Cloud, quasi Big Data-getrieben. Dem Hochleistungs-Inkjet-Druck kommt dabei die entscheidende Bedeutung zu.

Wichtiges Spezialthema: 
Optimale PDF-Workflows für den Digitaldruck

Auf Grund der erweiterten Möglichkeiten des Digitaldruck werden an die PDF-Druckdaten zusätzliche Anforderungen gestellt. Einerseits geht es darum die Ausnutzung des grösseren Farbraums und der Möglichkeit des Drucks mit mehr als vier Prozessfarben. Andererseits wird ein universelles Datenformat zum Druck von variablen Daten benötigt. Für beide Aufgaben gibt es bereits entsprechende ISO-Standards (PDF/X-4, PDF/X-5n und PDF/VT). Stephan Jaeggi war als technischer Experte bei der ISO-Kommission an der Definition dieser Standards beteiligt und hat in Winterthur die Möglichkeiten anhand praktischer Beispiele demonstriert.

06 Inkjet Day

 

 

Hinweise

A) Das Fachmagazin Publisher wird in kürze Online und in der Printausgabe 03-2014 ausführlich über die Swiss Publishing Days zum Thema „Inkjet macht Druck“ berichten.
http://publisher.ch

B) Die Charts zum Vortrag von Andreas Weber finden sich auf slideshare.com 

C) Ein stimmungsvolle Video-Anmation des Event-Tages findet sich auf YouTube. (Autor: Andreas Weber).

____________________________________________

Nachfolgend die wichtigsten Topics des Swiss Publishing Day am 20. Mai 2014 in Winterthur im Überblick. Tweets von Andreas Weber alias zeitenwende007

.zeitenwende007@zeitenwende00719. Mai
Nice animation. Inkjet is not what you think. It is all about colors and art! via @ValueCommAG #inkjet #arthttp://fb.me/1je4xcDX5 

.Medien anzeigen

.Antworten Retweetet Favorisieren Mehr

.Mehr

.zeitenwende007@zeitenwende007 20. Mai
Tolles Event in Winterthur. Exzellent organisiert vom Publisher Team um Martin Spaar und Moderator René Theiler…. http://fb.me/1rWOraQPK 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende007 20. Mai
Jetzt geht es los in Winterthur. http://fb.me/2zydaDm0E 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Kann man mit Drucken noch Geld verdienen, fragt Bernd Zipper. #inkjet http://fb.me/2ZjssbunU 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

03 Inkjet Day

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Hoppla. Es boomt ja schon. #inkjet http://fb.me/1l3qAFgNg 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisieren Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Hoppla! Die lukrativen Print-Jobs laufen außerhalb der klassischen Druckbranche. #inkjet http://fb.me/2kfD9VlBx 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Inkjet ist die universellste Drucktechnik mit der größten Spannweite. #inkjet http://fb.me/6rEYfCYfu 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
4D-Drucken. Rechtzeitig zur WM gibt es personalisierte Bälle, durch Inkjet-Direktdruck. #inkjet http://fb.me/6x9RPLuvp 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisieren Mehr

05 Inkjet Day

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Die Anwendungslücken schließen sich. #inkjet http://fb.me/1gDJPiDqJ 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Fazit: Chance und Bedrohung zugleich. Radikale Änderungen sind nötig, resümiert Bernd Zipper. #inkjet http://fb.me/6ASsLxAr4 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Exzellenter Auftakt in Winterthur. Veranstalter Martin Spaar vom Publisher ist happy. #inkjet http://fb.me/1qeCcGf8T 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Getreu dem Value Motto: Etwas Altes wird etwas neues! #inkjet http://fb.me/1f8j5boYo 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Erstklassige innovative Anwendungen. Presented by Wim Koning, Dainippon Screen #inkjet http://fb.me/18WtfEnlm 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Personalisierte Verpackung. On Demand. On the fly. #inkjet http://fb.me/2aFxZmHOc 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisieren Mehr

.

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Sensationelle neue Anwendungen zur Kommunikation am Point of Sale werden Marketers Darling. #inkjet

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.
.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Das wichtigste: Gruppenbild (leider ohne Dame). Aber mit Martin Spaar. #inkjet http://fb.me/15zfGtaMd 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

.

.zeitenwende007@zeitenwende00720. Mai
Innovation ist für viele eine ewige Baustelle, die sie ohne zu murren umfahren. Wie doof ist das denn… #inkjet http://fb.me/2kzOadHPg 

.Öffnen

.Antworten Retweetet Favorisiert Mehr

Edubook BoFW6K3IYAAoDwT.jpg-large

%d bloggers like this: