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Druck und Papier treffen KI  – Teil 2  |  Link zu Teil 1

Kommentiert von Andreas Weber, Head of HI (Human Intelligence)

In der neuen Reihe von Artikeln, die unverändert die Ergebnisse von Abfragen via ChatGPT wiedergeben, ergibt sich weiter Hilfreiches und sogar Erstaunliches. Und es zeigt sich, dass falsche Wertungen oder Schilderungen wohl vor allem darauf beruhen, dass die Kommunikation im Netz unzureichend ist. Oder eben falsches kolportiert bzw. Wichtiges verschweigt.

Beispiel 1: drupa als Leitmesse für Druck und Papier war von Beginn an im jähr 1951 absolut international! Die Messe hat den Aufschwung des Nachkriegs-Deutschlands als Exportnation und -champion beflügelt und sofort hohes internationales Interesse erzeugt. Die aktuellen Probleme der drupa werden nicht thematisiert. [Siehe: „Die drupa ist tot! – Ein Nachruf“]. Scheinbares Defizit: Das „Informationstraining“ von ChatGPT berücksichtigt wohl den Stand bis 2021, wie Frank Siegel auf LinkedIn anmerkte; daher ist der letzte Punkt zur drupa nicht up-to-date.

Frage an ChatGPT: Wie hat sich die drupa als globale Leitmesse für Druck und Papier seit 1951 entwickelt?

Die drupa hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1951 zu einer der wichtigsten globalen Messen für die Druck- und Papierindustrie entwickelt. Hier sind einige der wichtigsten Entwicklungen im Laufe der Jahre:

  • In den ersten Jahren war die drupa eine regionale Messe für die deutsche Druckindustrie. Sie zog jedoch bald internationales Interesse auf sich und wurde zu einer globalen Veranstaltung.
  • In den 1960er Jahren begann die Einführung von Offsetdruckmaschinen, die die Druckindustrie revolutionierten. Die drupa war ein wichtiger Ort für die Vorstellung dieser neuen Technologien.
  • In den 1970er Jahren wurde die drupa zur wichtigsten internationalen Messe für die Druckindustrie und zog Besucher aus der ganzen Welt an.
  • In den 1980er Jahren wurden auf der drupa zunehmend digitale Technologien vorgestellt. Die Messe war ein wichtiger Ort für die Einführung von Desktop-Publishing-Software und digitalen Druckmaschinen.
  • In den 1990er Jahren setzte sich die Digitalisierung fort und es wurden immer mehr internetbasierte Lösungen für die Druckindustrie präsentiert.
  • Im neuen Jahrtausend entwickelte sich die drupa weiter und umfasste zunehmend auch Technologien für die Verpackungs- und Etikettenindustrie sowie für 3D-Druck und funktionale Druckanwendungen.
  • Die drupa 2020 musste aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden, wurde aber für 2021 neu geplant. Die Messe hat sich in den letzten Jahren auch verstärkt darauf konzentriert, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit in den Fokus zu rücken.

Insgesamt hat sich die drupa im Laufe der Jahre zu einer globalen Plattform für Innovationen und Trends in der Druck- und Papierindustrie entwickelt und ist nach wie vor eine wichtige Veranstaltung für diese Branche.

 

drupa via ChatGPT 220323

Screenshot aus ChatGPT zur drupa (Version ChatGPT-4, 22. März 2023, 8h50)

 


 

Beispiel 2: Gefragt nach der Zukunftsfähigkeit des früheren Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen AG, zeigt sich, dass es in Bezug auf Print ein unklares bzw. nicht ganz sauber differenziertes Bild von Digitaltechnik und Digitalisierung in der Drucktechnik gibt, das sich eher an der Eigenwahrnehmung der Heidelberg-Führung ausrichtet als an der Marktsicht von außen. Denn Heidelberg hat sich 2020 von seiner mit hohem Aufwand forcierten Digitaldruck-Produktlinie Primefire verabschiedet. Seitdem liegt der Fokus wieder vor allem auf Offsettechnik und Speedmaster-Maschinen, die von digitalen Software-Lösungen und Automatisierungskonzepten profitieren. Am Wachstumsmarkt der Hochleistungs-Produktions-Inkjet-Druckmaschinen nimmt Heidelberg aber nicht mehr Teil, sondern überlässt diesen Multimilliarden-Markt Konkurrenten wie Canon, Ricoh, Flint/Xeikon und anderen.

Frage an ChatGPT: Wird das Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen AG in 10 Jahren noch existieren?

Als KI-Modell habe ich keine Möglichkeit, die Zukunft mit Sicherheit vorherzusagen. Es ist jedoch möglich, einige Einschätzungen und Vorhersagen zu treffen, basierend auf aktuellen Informationen und Trends.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist ein etabliertes Unternehmen in der Druckindustrie, das seit vielen Jahren aktiv ist. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit eine Reihe von Herausforderungen gemeistert, wie zum Beispiel den Übergang von analogem zu digitalem Druck. Die Branche, in der das Unternehmen tätig ist, ist jedoch von einer hohen Dynamik und Wettbewerb geprägt, was zu schnellen Veränderungen und Anpassungen führen kann.

Es ist schwer vorherzusagen, wie sich die Druckindustrie in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird, aber es gibt einige Trends, die darauf hindeuten, dass sich die Branche in Richtung Digitalisierung und Automatisierung bewegt. Heidelberger Druckmaschinen AG hat in der Vergangenheit bereits entsprechende Schritte unternommen, um sich an diese Veränderungen anzupassen. Beispielsweise hat das Unternehmen in den letzten Jahren in die Entwicklung von digitalen Drucktechnologien und in die Automatisierung von Produktionsprozessen investiert.

Wenn das Unternehmen auch weiterhin auf die Trends und Herausforderungen der Branche reagiert und sich entsprechend weiterentwickelt, könnte es auch in 10 Jahren noch bestehen. Es ist jedoch auch möglich, dass unvorhergesehene Ereignisse oder Entwicklungen dazu führen, dass das Unternehmen in Zukunft nicht mehr existiert.

 

Heidelberger via ChatGPT 220323

Screenshot aus ChatGPT zu Heidelberger Druckmaschinen (Version ChatGPT-4, 22. März 2023, 9h10)

 


 

SOURCE ChatGPT Mar 14 Version. Free Research Preview. Our goal is to make AI systems more natural and safe to interact with. Your feedback will help us improve.

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Druck und Papier treffen KI  – Teil 1  | Link zu Teil 2

Kommentiert von Andreas Weber, Head of HI (Human Intelligence)

Dies ist der erste Beitrag auf ValueTrendRadar.com, der nicht von einem menschlischen Autor verfasst wurde, sondern per ChatGPT-4, also mit Hilfe von KI. Fazit: Die Einschätzung stimmt, wenn auch alles etwas generisch-belangos klingt.


Wann wird Inkjet-Druck den Offsetdruck ablösen?

Es ist schwer vorherzusagen, wann der Inkjet-Druck den Offsetdruck vollständig ablösen wird. Beide Drucktechnologien haben ihre Vor- und Nachteile und sind für verschiedene Anwendungen geeignet.

Der Offsetdruck ist derzeit die bevorzugte Technologie für den Druck von hochwertigen Druckprodukten in großen Auflagen, wie z.B. Büchern, Zeitschriften, Katalogen und Verpackungen. Die Druckqualität und -konsistenz sowie die hohe Geschwindigkeit des Offsetdrucks machen ihn für viele Unternehmen attraktiv.

Der Inkjet-Druck hingegen ist auf dem Vormarsch und hat in den letzten Jahren große Fortschritte in Bezug auf Druckqualität, Geschwindigkeit und Kompatibilität mit verschiedenen Materialien gemacht.

Inkjet-Drucker sind auch in der Lage, variable Daten auf jeder Seite eines Dokuments zu drucken, was für personalisierte Marketingkampagnen und Direktmailings von Vorteil ist.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der Inkjet-Druck den Offsetdruck vollständig ablösen wird, da es immer noch Anwendungen gibt, für die der Offsetdruck besser geeignet ist. Darüber hinaus investieren Druckereien weiterhin in den Offsetdruck, und es wird erwartet, dass diese Technologie noch viele Jahre lang eine wichtige Rolle im Druckmarkt spielen wird.

 


 

Auch bezüglich der künstlerisch-kulturellen Seite der Welt des Druckens gibt es strukturierte Analysen durch ChatGPT-4.

Wie haben sich die Märkte für künstlerische Druckgrafik, insbesondere der Steindruck, seit 1970 entwickelt?

In den letzten 50 Jahren hat sich der Markt für künstlerische Druckgrafik, einschließlich des Steindrucks, stark verändert. Hier sind einige wichtige Entwicklungen seit 1970:
  1. Technologischer Fortschritt: Mit der Einführung von digitalen Drucktechnologien haben sich die Produktionsmethoden für Druckgrafiken erheblich verändert. Der digitale Druck ermöglicht es Künstlern, Bilder direkt auf Papier zu drucken, ohne dass ein physischer Druckstock erforderlich ist. Dies hat zu einem Anstieg der digitalen Druckgrafiken geführt, die oft in größeren Auflagen hergestellt werden können und zu günstigeren Preisen verkauft werden.
  2. Veränderungen in der Kunstsammler-Landschaft: In den letzten Jahrzehnten hat sich die Kunstsammler-Landschaft stark verändert, und es gibt heute mehr Sammler und Käufer aus aller Welt als je zuvor. Dies hat dazu beigetragen, dass die Preise für einige Arten von Druckgrafiken, insbesondere für Werke bekannter Künstler, gestiegen sind.
  3. Neue Trends und Stile: Die Kunstwelt hat in den letzten Jahrzehnten eine Reihe neuer Trends und Stile hervorgebracht, die auch in der Druckgrafik zu sehen sind. Ein Beispiel hierfür sind Street-Art-Künstler, die oft mit Druckgrafiken arbeiten, um ihre Werke in größeren Auflagen zugänglicher zu machen.
  4. Veränderungen im Druckmarkt: Der Markt für Druckgrafiken hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, da viele Kunstgalerien begonnen haben, sich auf den Verkauf von Druckgrafiken zu spezialisieren. Auch Online-Plattformen wie Etsy oder Saatchi Art ermöglichen es Künstlern, ihre Druckgrafiken direkt an Kunden zu verkaufen, ohne dass ein Vermittler notwendig ist.
  5. Veränderungen in der Wahrnehmung von Druckgrafiken: In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung von Druckgrafiken geändert. Früher wurden Druckgrafiken oft als Reproduktionen von Gemälden angesehen, aber heute werden sie oft als eigenständige Kunstwerke betrachtet, die einen hohen künstlerischen Wert haben können.

Insgesamt haben sich die Märkte für künstlerische Druckgrafiken seit 1970 stark verändert, und es ist wahrscheinlich, dass sich diese Veränderungen in den kommenden Jahren fortsetzen werden.


 

Kurze Video-Doku, wie ein ChatGPT-Beitrag entsteht.

 


Zusatzfrage: Welche Bedeutung hat heutzutage der Steindruck von Alois Senefelder?

Der Steindruck von Alois Senefelder hat heutzutage historische Bedeutung als eine wichtige Erfindung in der Geschichte der Drucktechnologie. Senefelder entwickelte die Lithografie, auch als Steindruck bekannt, Ende des 18. Jahrhunderts als eine Möglichkeit, Druckplatten aus Stein zu erstellen, die eine sehr hohe Druckqualität ermöglichten.

Vor der Erfindung des Steindrucks war es schwierig und teuer, gedruckte Materialien wie Bücher, Zeitungen oder Kunstwerke in großer Stückzahl zu produzieren. Die Lithografie machte es möglich, präzise Drucke in großen Auflagen zu erstellen und revolutionierte so die Druckindustrie.

Heutzutage wird der Steindruck von Alois Senefelder nicht mehr so häufig angewendet, da moderne Drucktechnologien wie der Offsetdruck und der Digitaldruck eine höhere Produktionsgeschwindigkeit und eine breitere Palette von Farben und Effekten bieten. Dennoch wird der Steindruck in einigen Kunst- und Handwerksbereichen immer noch eingesetzt, insbesondere bei der Herstellung von Kunstdrucken und lithografischen Steindrucken als Kunstform.

 


 

Zum Vergleich: Konventionelle Info-Abfrage über Google – sehr rudimentär, zum Selbsterarbeiten – und über ChatGPT – klar fokussiert zur schnellen Orientierung.

 

Bildschirm­foto 2023-03-21 um 19.02.28

Screenshot aus ChatGPT, Version 4, 21. März 2023, 18h37

 

Bildschirm­foto 2023-03-21 um 19.03.27

Google Search, 21. März 2023, 18h41

#HID19 Flashback.001

Flashback: #HID19 — Alphorn concert organized by Stefan Hunkeler outside the trade show halls at the main entrance of Messe Luzern

By Andreas Weber, Head of Value

#Lucerne #HID23: Where is the beef? — Unfortunately, I was not able to participate this time. So I’m wondering, after observing from the outside via LinkedIn, what could actually be outstanding about the Hunkeler AG Innovation Days 2023. There are very relatively few entries under the hashtag #HID23, most of them from Canon EMEA employees announcing improved products.

Overall, it is usually only referred to that the event took place and was great. It is also emphasized that the who’s who of the industry was there. But is it enough if the industry was just among itself again?

Where is the presentation of the benefits of new digital printing technologies for the customers of the print service providers and the users of print media? That is what is important in order to slow down further deterioration. Isn’t it?

If you compare what happened shortly before at the #MWC2023 Mobile World Congress Barcelona, you will understand what I mean: The focus is not on the exhibitors’ and organizers’ own message, but rather on what benefits come from innovation and have a lasting effect.

Last but not least: my post on LinkedIn created good feedback and insights I want to share with you.

INKISH VIDEOS

MY POV as a conclusion

Anyone interested in detailed news from selected exhibitors should watch the INKISH videos by Morten B. Reitoft and his team. From my point of view the most important:

For print experts, the Hunkeler Innovation Days 2023 offered a perfect platform for comprehensive orientation and a solid position determination – i.e. not only for the purchase of new production equipment.

Without a doubt, Hunkeler AG as the initiator and organizer has once again achieved great things! And more than clearly compensated for what was missed by the ineffective virtual.drupa in spring 2021.

After the forced break caused by the COVID-19 pandemic, there was great joy to be able to meet again within the industry and great colleagues from around the world.

There were no breathtaking or unexpectedly surprising innovations, but numerous good improvements, especially in software solutions (workflow, automation, etc.).

There were (repeatedly) no effective messages for customers of printing companies and media professionals that focus on the benefits of technological innovations for strengthening print in the media mix.

 

HID23 Impressions 01

Impressions: Obility

HID23 Impressions 02

Impressions: Scodix

 

Feedback on my blog post via LinkedIn (March 7th, 2023)

An industry expert:

”I agree that the MobileWorldCongress does a great job in promoting a certain theme instead of products / vendors. I will share your feedback with the Ricoh team when we’ll do our event debrief next week.“

”… this year’s main topic of the #HID23 was ’next level automation’. I agree with you that most vendors mainly posted about their new products & solutions…“

A leading advisor & knowledge worker from LATAM:

”Good and constructive observation. This industry must look outside. The world is changing ver very fast. We are part of it but we must emphasize the solutions we offer.“

A leading & visionary print shop CEO based in NL:

”I was surprised by the quality of the Canon Inkjet sheet fed. Really good.  Besides that lovely talks about Ricoh Z75 and overall the positive atmosphere. People were happy to be in real contact after COVID.  Overall good. And you know I am not into high speed roll systems. But a good show where I learned a lot.“

More information by the organizers:
https://www.innovationdays.com/

 


 

Andreas Weber Foto INKISH.TV

About the author

Andreas Weber follows the motto: “Communication is (not) an art!”. He is an internationally renowned and award-winning analyst and publicist. Communication with the media is his passion. Print also plays a central role in the digital age. He has manifested this message in numerous projects, lectures and seminars around the world. To date, his blog valuetrendradar.com has been used by over 135,000 readers from almost 160 countries around the world.

Contact via LinkedIn:
https://de.linkedin.com/in/andreasweber

 


 

 

Andreas Weber Foto INKISH.TV

Von Andreas Weber, Print-Lover

Impulsvortrag von Andreas Weber beim MAKE IT 22-Event von Canon Production Printing, Bereich Buisness Communication, in Poing am 21. September 2022 

INTRO — Ein Hoch auf die heitere Gelassenheit mit PRINT! — Willkommen im Herzen von Bayern. Seien sie unverzagt. Getreu dem legendären Münchner Komiker Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch!“ — Wie wahr!

Gestatten Sie mir zu Beginn ein sehr persönliches Erlebnis mit Print zu schildern!

Vor 24 Jahren, im Herbst 1998 konnte ich mit zwei Freunden und Hochschulkollegen, einem Maler und einem Designer, das Projekt ZEITENWENDE in der Gutenberg-Stadt Mainz an den Start bringen. Ziel und Zweck: Zur Jahrtausendwende sollte eine einzigartige, multimedial inszenierte Publikation entstehen. Im Zentrum: New York Manhattan Zeitenwende / Changing Times.


 


 

Ein gedrucktes Buch auf Premium-Niveau, zweisprachig deutsch/englisch. Mit den besten Scans und Schrift-Designs, den besten Papieren, dem besten Druck und der besten buchbinderischen Verarbeitung. Flankiert von Postern, Kalendern, Website, Musik- und Tanzarrangements, einer (damals brandneuen) Flash-Animation, bei der sich das Buch in digitaler Form selbst durchblätterte, Ausstellungen und Special Events. Wir konnten einen Volltreffer landen. 2.500 Bücher plus eine Sonder-Edition für den US-Markt waren im Handumdrehen verkauft, Einzelpreis 140,00 DM. Noch bevor das Buch überhaupt in Druck ging. Premiere war auf der Buchmesse sowie im ZDF-Studio New York.

Möglich machten dies neben höchster Sorgfalt bei der Produktion ein äußerst kreatives und wirksames Marketing-Konzept sowie ein Kick-off-Event am Welttag des Buches, dem 23. April 1999, im Broadway-ähnlichem, unterirdischen  Orchester-Probenraum des Mainzer Staatstheater. Zur Erinnerung: Wir waren im Jahr 2000 auf dem Höhepunkt des Internet-Hypes. An eine Zukunft für und mit Print wollte/konnte kaum einer der Digital-Apologeten mehr glauben. 

Wir taten es. Und reüssierten. Ohne Budget. Ohne Werbekampagne. Ohne Verlag. Aber mit einer gehörigen Portion Mut und Neugier. Ein tolles Gefühl, das bis heute Anhält.

1. Zeitenwende: Print ist tot! Lang lebe … — ja was eigentlich?

Warum erzähle ich das? Ganz einfach, um zu zeigen, wie man mit Althergebrachtem auch in modernen Zeiten auftrumpfen kann. Wenn man begeisternd motiviert, das Publikum involviert und Gedrucktes kreativ inszeniert. Und nicht nur mehr oder weniger lieblos quasi in Schweinebauch-Anzeigen-Manier und vor allem ungefragt Drucksachen als Belästigungs-Kommunikation unters Volk bringt. Print ist Premium. Das ist so und wird so bleiben! 

Wir sind ja hier bei Canon im besten Sinne in einem wundervollen Print-Erlebnisraum. Der gegenüber den Möglichkeiten, die wir 1999/2000 hatten, unglaubliche Fortschritte in der Kommunikation mit Print bietet. Canon lässt m. E. kaum noch Wünsche offen:

  • Solide Technikbasis (nach echtem Quantensprung)
  • Weites Anwendungs-Spektrum
  • Umfassende Lösungen plus Services — inkl. optimalem Prozessmanagement
  • Loyale Kunden mit hohem Marktanteil
  • Bestmögliche Kundenorientierung

    Na, wenn daraus kein Wachstum möglich sein sollte …

Eigentlich kaum vorstellbar, solche Fortschritte hinzubekommen, in einer Welt, in der Marketing-Budgets überwiegend ins Digitale abgeschoben werden. Und das in Dimensionen, die bislang kaum vorstellbar waren. Die F.A.Z. schrieb gerade [Anfang Sept. 2022], dass über 70 % der Werbespendings vorwiegend an Google, Facebook, Amazon und Tencent gehen. Allein Google machte 2021 einen Umsatzsprung bei den globalen Werbeumsätzen von über 42% auf rund 210 Milliarden US-Dollar! Und hat einen Marktanteil von 30%. Dabei ist die Wirksamkeit von Online-Werbung durchaus anzuzweifeln, zumal Betrüger durch bezahlte Klicks und Bots Reichweite erschwindeln und kräftig abzocken (derzeit rund 70 Milliarden US-Dollar pro Jahr). Und gleichzeitig stellen bei uns Handelsketten wie OBI gedruckte Werbung komplett ein.

Darum meine These:
Sowenig wie Print untergeht, sowenig sind jedwede Kommunikationsmaßnahmen nachhaltig, die nur auf „Online resp. Digital“ setzen!

2. Paradigmenwechsel: Von der Produktion zur Kommunikation

Im Vorfeld der Leitmesse drupa im Jahr 2012 — Wer von Ihnen kennt noch die drupa? — wurde ich von der Wirtschaftswoche gefragt, welcher Unternehmenstyp, welches Geschäftsmodell wohl zukunftsfähig sei und sich durchsetzen werde. Ich favorisierte einen neuen Firmen-Typus anstatt Akzidenz- oder Inhouse-/Transaktionsdruckerei oder Verpackungs- und Etikettendrucker etc.: Und zwar die interaktive Manufaktur. Ich meinte damit einen hochprofessionellen, an bester Handwerkskunst orientierten Betrieb, der verschiedenste Technologien, Prozessabläufe und Anwendungen souverän, flexibel und auch industriell handhabt sowie hoch automatisiert und trotzdem kundenindividuell gestaltet. Weg von der Massenproduktion hin zur massenhaft individuell gestalteten, ganzheitlichen Kommunikation. 

Ganz klar war für mich damals wie heute: Das ganze Gedöns um Verfahrenstechniken (Digital- vs. Offsetdruck, VDP, Transaktionsdruck etc.) und Bits&Bytes führt zu nichts. Wenn Print (in all seinen Erscheinungsformen) als prosperierende Geschäftsgrundlage dienen soll, kann m. E. nach nicht mehr die Produktion, sondern es muss die Rolle von Print im Kommunikationsmix im Vordergrund stehen.

Und siehe da, oh Wunder, Robert Keane, CEO von CIMPRESS plc, der größten, milliardenschweren sog. Online-Druckereigruppe der Welt, verkündete, das Prinzip der Masscustomization, das zum Leitbild seiner Firmen werden muss. Und im kleinen Rahmen, in der schönen Schweiz, schickte sich Steffen Tomasi, CEO & Gründer bei Flyerline Schweiz AG, an, meine Lieblings Print-Manufaktur, zu großem Erfolg zu führen. 2020, als alle unter COVID-19 ächzten, und die Auftragslage je nach Anwendung auf Null zuging, rief Tomasi seine Mannschaft zu einem rund vierwöchigen Innovations-Triathlon zusammen, um alles und jedes auf den Prüfstand zu stellen. Heraus kam eine neue, Pandemie-konforme Flyerline Schweiz AG, die z. B. Papiermöbel fürs Homeoffice oder auch bedruckte Pappkameraden als Zuschauerersatz in Sportstadien On-Demand produzierte/lieferte. 

Auch wenn Sie jetzt evt. sagen, unser Metier ist ja doch ganz anders. Wir kommen aus dem Transaktionsdruck. Bei uns gehts um hohe, sicherheitssensitive Produktionsvolumina etc. — so lässt sich durchaus sagen: Ihre Welt hat sich ebenfalls geändert, und ist weiter im Wandel. Ein neues Feld ist längst eröffnet, das der Business Communication. Mit erweiterten Möglichkeiten, die Ihnen und Ihren Kunden, ob in-house oder extern, veritable Chance bieten, vernetzte Kommunikation mit Medien wirksamer zu gestalten. Zum einen durch Portfolio-Erweiterungen (Canon bietet hier in der Halle in Poing viele Anregungen); zum anderen durch neue Konzepte für höhere Interaktion und Transparenz. 

Meine These

Bis dato weiß kaum jemand, was der Empfänger mit dem von Ihnen gefertigten Druckstück tatsächlich anfängt. Wird es genutzt? Wenn ja, wie? Oder gleich weggeworfen? — Jede Lösung, die Ihrem Auftraggeber – wer auch immer das sein mag – dieses Dilemma löst, stärkt die Kommunikation mit Print. 

Und bedenken Sie: Die Kommunikation mit Print beginnt für Sie schon bevor Sie für Kunden produzieren. — Oder wie machen Sie Ihr Angebot transparent und im Nutzen begreifbar?

3. Good2Know: Innovator’s Dilemma

Meine britischen Kollegen reden gerne mal von „New Innovations“. Also quasi „neue Neuerungen“. Diese sprachliche Schwäche zieht sich im begrifflichen Umgang durch. Das Innovator’s Dilemma beginnt also damit, dass nicht einheitlich definiert ist, was Innovation tatsächlich bedeutet. 

Auf Print-Fachmessen wird gerne angekündigt: Wir haben zig-Neue Innovationen. Doch dahinter stehen „Inventions“, sprich einfach nur technische Verbesserungen im Rahmen des Status quo. Die Invention zeichnet sich dadurch aus, dass Zweck und Mittel auf neue Art kombiniert werden. Der Zweck wird über die Nachfrage, die Mittel über die Technologie bestimmt. 

Gestatten Sie einen kurzen akademischen Exkurs: Dem bedeutenden Ökonomen Joseph Alois Schumpeter gemäß ist Innovation die „Durchsetzung neuer Kombinationen“ zumeist im Kontext mit „schöpferischer Zerstörung“. Innovation sei die Summe von technologischen, wirtschaftlichen, organisatorischen oder sozialen Neuerungen, der Invention, und deren Umsetzung beziehungsweise Durchsetzung. Die Neuerung muss im Unternehmen nach innen und außen durchgesetzt werden, um als Innovation zu gelten. Dieser Prozess geht nicht kontinuierlich, sondern diskontinuierlich vonstatten. 

Kurzum: Es geht darum, das Alte auf eine neue Weise zu tun. Aber sozusagen „beyond Technology“. 

Es geht zugleich jedoch darum, sich NICHT auf eigenen Innovations-Erfolgen auszuruhen. Beispiele für grandioses Scheitern im Sinne des Innovator’s Dilemma sind vielfältig, siehe IBM in den 90ern, Kodak, Agfa, HP, Nokia u.a.m. Gegenbeispiele, also Erfolgsstories, sind die GAFAM-Gruppe: Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft; interessanterweise alles Unternehmen, die sich aktiv und innovativ mit ‚digitaler’ Print-Technik auseinandersetzen. Sei es, um digitale Inhalte druckbar zu machen, sei es um Print-Produkte zu vermarkten. Oder durch Print als Werbemittel zu profitieren. 

Meine These

Innovation sowie Innovationsgeist kann man nicht von der Stange kaufen. Beides muss klug durchdacht und offen kommuniziert zu neuen, akzeptierten Handlungsweisen führen.


 

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4. Benchmark: Die Technik kann’s. Und wir?

Hand aufs Herz: Wie viele technische Optionen / Features werden (mit)gekauft und dann gar nicht genutzt? Im Umgang mit der Print-Technik ist dies kein seltenes Phänomen. Zudem liegt der Fokus zumeist darauf, das, was man tut, besser zu machen. Im Zweifelsfall kommen neue Applikationen hinzu, die bis dato in anderen Verfahren produziert wurden.

Wir sollten lernen, mit Technik ganz anders, viel kreativer umzugehen. Nicht die Frage: „Welche etablierten Marktsegmente / Anwendungsgebiete wachsen oder gehen zurück“, darf die unternehmerische Leitlinie vorgeben. Sondern die Frage: Es gibt riesige Menge an Daten, mit jedem Tag mehr, die gedruckt werden könnten. Wenn man also zum Beispiel in der Lage wäre, nicht mehr nur über PDF-Dateien Print zu erzeugen, sondern über HTML-Daten, aus denen On-Demand kundenindividuelle Druckstücke in Echtzeit und auch in Netzwerk-Strukturen dezentral erzeugt werden.

Wer das schafft, rückt ganz nahe an die Vorzüge der sog. Plattform-Ökonomie, die auf Interaktion und exponentielles Wachstum ausgerichtet ist. Die Apologeten der GAFAM-Gruppe habe ich bereits genannt. Alles was diese durchaus Print-affinen Digitalfirmen tun, wird zudem immer in Echtzeit mit Kunden auf ihre Nutzererfahrung und spezifische Bedürfnislage abgestimmt. Als GAFAM-Kunde wird man immer gefragt, ob man zufrieden war oder welche Kritikpunkte bzw. Anregungen es gibt, die dann auch ernst genommen werden.

In meinem jahrzehntelangen Dasein als Print-Fan und -Liebhaber ist mir nicht in Erinnerung, dass ich ein einziges mal gefragt worden wäre, wie mir das Druckstück, das ich bekommen habe, in seiner Erscheinungsform gefällt oder eben mißfällt. Ich würde aber jederzeit gerne dazu Auskunft geben – wenn man mich nur fragen würde…

Meine These

Wir können aus der Digitalwelt, die angeblich Print negiert, wesentlich mehr Anregungen und Geschäftsmöglichkeiten herausholen, als „nur“ herkömmlich digital zu drucken. Dazu braucht es einen kreativeren Umgang mit Technologie und den sich anfügenden Möglichkeiten der Wertschöpfung.

5. Roadmap: Von der Innovation zur Transformation zur Disruption

Seit der drupa 2016 rückte das Dogma der Transformation auf Basis von Print-Innovation in den Fokus. Hinzu kam, dass (aus meiner Sicht sehr undifferenziert) von „Disruptiven Technologien“ gesprochen wurde. Was verbirgt sich dahinter? Disruptive Technologien sind Innovationen, die die Erfolgsserie einer bereits bestehenden Technologie, eines bestehenden Produkts oder einer bestehenden Dienstleistung ersetzen oder diese vollständig vom Markt verdrängen und die Investitionen der bisher beherrschenden Marktteilnehmer obsolet machen. Soweit, so gut! Aber sind wir da wirklich angekommen? M. E. verharmlosen wir allzu gern die neuen digitalen Drucktechniken als komplementär. Insofern dauert es ewig lange, Dinge tatsächlich und radikal zu ändern. 

Doch keine Bange: Wandel im Wirtschaftsleben ist ein ganz natürlicher Prozess — ein kulturell, sozial und ökonomisch getriebenes Phänomen, dem man sich nicht entziehen kann. Ob wir nun aktiv sind oder nicht, wir sind betroffen und können uns der Wirkung nicht entziehen. #Zeitenwende eben! 

Transformation ist dabei kein real stattfindender, in Augenschein zu nehmender  Prozess, sondern findet m. E. bei jedem von uns im Kopf statt. Ausgangspunkt ist die Veränderung des Denkens durch neue Erkenntnisse, um zu neuen Handlungen gelangen zu können. 

Im Kontext mit Print sieht und sah das stets so aus: Investiere in neue Technologie und transformiere Dein Geschäft zum Besseren. Klingt plausibel, funktioniert aber nicht so ganz. Transformation wirkt sich keinesfalls linear oder berechenbar aus, sondern iterativ und bisweilen disruptiv. 

Meine These

Entscheidend bei Transformationen erscheint mir, das Momentum neuer Denk-Erkenntnisse in die Realität zu übersetzen. Kein leichtes, aber auch kein unmögliches Unterfangen, um neues, wirkungsvolles Handeln mit höchster Agilität zu gewährleisten.

 

Klares Statement:

Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn wir von digitaler Kommunikation reden, muss Print immer in Form von Digitaldruck eine wichtige Rolle spielen.

Denn weder Online pur noch Print pur funktioniert. Es funktioniert in Form der Vernetzung.

Und Social Media ist der beste Treiber für neue Geschäftsmodelle im Digitaldruck.

Video: Canon


6. Perspektive: Nachhaltigkeit ist Trumpf!

Wir beziehen Nachhaltigkeit fast ausschließlich auf Umweltaspekte wie Carbon Foot Print etc. Das ist gut und wichtig. Zertifizierungen, Kompensationen bei Technik und Materialen spielen die größte Rolle. Ich möchte den Blick auf weitere Bereiche lenken.

  1. Unternehmens-/Mitarbeiterkultur. Die meisten Firmen, gerade die großen, haben ihre Environment Social Governence-Kriterien (kurz: ESG). Das sind meist mehr oder weniger Willensbekundungen, um vermeintlichen Konventionen gerecht zu werden. Für mich wesentlich ist: Welche Struktur, besonderen Talente und Skills  machen die Mitarbeiterschaft aus, um das Geschäft nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten? Inzwischen gibt es eine Fülle an Berufsbildern, die kaum mehr etwas mit klassischen Berufsbildern wie Drucktechnik oder Medienproduktion zu tun haben. Folgende werden in den USA für Print Services aller Art als wesentlich erachtet:
    Account Coordinator  | Sales Representative
    Development Associate
    Digital eCommerce Producer
    eCommerce Manager
    Digital Content Manager
    Front End Developer
    Instructional Media Designer
    Prepress Technician | Print Estimator  | Print Production Specialist
    Production Artist / Production Associate
    Project Manager
    Quality Assurance Specialist
    Structural Designer | User Experience Designer
    Web Designer | Web Content Manager
    Sprich: Das sind Hightech-Berufe, die erlauben, High-Tech-und High-Quality-Printkommunikations-Lösungen anzubieten. Wer das Kunden/Interessenten transparent macht, hat schon gewonnen und wird perspektivisch als guter und zukunftsorientierter Partner angesehen. Wer das umsetzt, hat eine treue Belegschaft!
  2. Die Produkte, Lösungen und Services müssen nachhaltig gestaltet sein. Printprodukte, die nicht genutzt, sondern gleich entsorgt werden, sind null nachhaltig. Hier stimmen Konzept, Ausführung, Timing oder Evaluierung der Empfänger-Bedürfnisse nicht.

Meine These

Für die Nachhaltigkeit im Print ist Relevanz wichtiger als hohe Reichweite per Gießkannenprinzip. Das muss in die Auftragsentstehung einfließen. Die Beratung hierfür muss früher greifen.

 

7. Umdenken: Man kann nicht NICHTS kommunizieren

„Ich bin sprachlos!“ — Das kann von starker Begeisterung oder auch von Schreck herrühren. Oder, wie in unserem Fall wohl aus Unachtsamkeit geschehen. So wie Schuster bisweilen die schlechtesten Leisten haben, wird in der Print- und Kommunikationstechnik viel zu schweigsam oder lautlos agiert. Wenn überhaupt, wird das eigene Leistungsangebot bemustert oder auf Open House-Ausstellungen in meist sehr technokratischer Art und Weise feilgeboten. Es gilt: Wir sind der Konkurrenz stets einen Schritt voraus, denn wir behalten alles für uns!

Aber, so meine wohl gemeinte Kritik: Besonders professionell oder gar pro-aktiv wird Kommunikation für Print und flankierende Leistungsangebote nicht betrieben. Man könnte überspitzt sagen: Die meisten Print-Dienstleister, egal in welchen Märkten sie aktiv sind, verhalten sich beinahe autistisch. Es wird wiederholt stereotyp agiert. Und schon gar nicht über den Tellerrand hinaus geblickt!

Die Marktkommunikation wird von Herstellern und Lieferanten geführt. Eine Print-Lobby gibt es gar nicht. Und, das größte Manko, mit wichtigen Bereichen wie z. B. der umsatz-, ertrags- und wachstumsstarken Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) mit ihren rund 1,8 Mio. Tätigen (2006: 938tsd), die zugleich Treiber für Innovation ist, findet strukturiert keine Branchenkommunikation statt. Man bedenke: Die Bruttowertschöpfung (BWS) in der KKW lag 2020 bei rd. € 94,6 Mrd. (2006: € 61 Mrd.). Sie lag damit etwas über dem Niveau des Maschinenbaus und vor anderen Branchen wie den Finanzdienstleistungen, der Energieversorgung oder der chemischen Industrie. Die Entwicklungen in der KKW wird in jährlichen Monitoringberichten der Bundesregierung transparent erfasst.

Gesprächspartner wie auch Gesprächsanlässe gibt es genug und Beispiele gibt es zuhauf! Sogar die dröge anmutende Mineralwasser-Branche hat vor 20 Jahren eine überaus kreative, erfolgreiche, nachhaltige Gattungsmarketing-Kampagne inszeniert und weite Bevölkerungskreise erreicht. 

Vor allem, und das ist wirklich paradox, hat sich die Print-Produktionstechnik inkl. der Prozesse komplett und geradezu vorbildhaft digitalisiert. Sich jedoch gleichzeitig auf digitale Kommunikation zu fokussieren — v. a. zur Kundenbindung und Kundengewinnung — wird komplett vernachlässigt. Die Wirkungsmechanismen werden in Frage gestellt. Dabei gibt es neue, hochprofitable Anwendungsbereiche im Digitaldruck, die ihr Geschäftsmodell auf Social-Media-Plattformen aufbauen und aus dem Stand heraus nicht nur regional, sondern  international agieren können. Siehe den Instax Sofortbild-Veredler Instant Celebration sowie die 1-Click-Fotobuch-Spezialisten Pastbook, beide aus Amsterdam, NL. Und sogar Papierhersteller wie Mondi pflegen seit Jahren erfolgreiche interaktive B2B-Projekte auf Instagram um das Interesse an seinen Premiumpapieren zu beflügeln. 

Meine These

Es sollte doch bei dieser geballten Kompetenz im Auditorium ein leichtes sein, durch pro-aktive Kommunikation zu begeistern. Oder sogar innovative Business Communication-Lösungen v. a. auf LinkedIn als Premium B2B-Marktplatz zu verankern.

OUTRO — Empfehlung(en): Be. More. Human.

Meine Damen und Herren, soweit meine Gedanken zum Thema ZEITENWENDE. Ich hoffe Sie konnten Anregungen für sich empfangen. Und wenn diese bisweilen etwas Kopfzerbrechen machen, so ist dies ein gutes Zeichen. Denn wer schön sein will muss leiden. Oder?

Meine Empfehlung: Bei allem, was die Begeisterung für das Digitale im Umgang mit Print-Technik angeht, so möchte ich doch auf etwas ganz wesentliches hinweisen: 

Be. More. Human. Alles was wir hier in Poing bei Canon sehen, worüber wir reden, was im Privatsektor geschieht, ist letztlich kein Technik-Selbstzweck. Sondern alles ist von Menschen für Menschen gemacht. Daran möchte ich appellieren und freue mich, wenn wir auf dieser Ebene im Diskurs bleiben. 

Und zum Abschluß, da wir hier im wunderbaren Bayern sind, ein Bonmot, nein, gerade zu ein Kultspruch des Bayrischen Filmemachers Herbert Achternbusch aus seinem  berühmten Werk aus dem Jahr 1976 „Atlantikschwimmer“: 

„Du hast keine Chance, aber nutze sie!“

 


 

Zur Person

Andreas Weber folgt dem Leitsatz: „Kommunikation ist (k)eine Kunst!“. Er ist ein international renommierter und prämierter Analyst und Publizist. Seine Leidenschaft gehört der Kommunikation mit Medien. Print spielt dabei auch im Digitalzeitalter eine zentrale Rolle. Diese Botschaft hat er in zahlreichen Projekten, Vorträgen und Seminaren rund um den Globus manifestiert. Sein Blog valuetrendradar.com wurde bis dato von über 130.000 Lesern aus fast 160 Ländern der Welt genutzt.

Kontakt via LinkedIn:
https://de.linkedin.com/in/andreasweber

 


 

Ausgewählte Charts als Illustration zum Impulsvortrag

 

 


 

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Von Andreas Weber | English Version via INKISH.NEWS

Eine Gruppe von Journalisten hatte am 15. Oktober 2020 die Gelegenheit zum Preview in Wiesloch auf dem Werksgelände von Heidelberger Druckmaschinen. Thema war die Heidelberg Innovation Week, sozusagen die hauseigene, virtuell ausgestaltete Fachmesse, die vom 19. bis 23. Oktober 2020 virtuell stattfinden wird.

Thema waren Produkt-Neuheiten bei Print (Label, Packaging, Akzidenzdruck, inkl. Veredelungen) und Weiterverarbeitung, automatische End-to-End-Lösungs-Szenarien sowie die Erläuterung der neuen Plattform-Strategie mit Zaikio.

Wie bereits in meinem INKISH-Interview „Heidelberg auf Kurs“  hat CEO Rainer Hundsdörfer nochmals Strategie und neuen Fokus von Heidelberg dargelegt. Auszug: „Die Zukunft von Heidelberg heißt in erster Linie nicht Größe und Wachstum um jeden Preis, sondern Fokus auf die Profitabilität. Damit legen wir den Grundstein, um mit unserer Neuausrichtung von einer Erholung der Märkte zu profitieren. Heidelberg packt die richtigen Dinge an.“

Auf Basis eines starken Kerngeschäfts soll Heidelberger Druckmaschinen AG nachhaltig profitabel aufgestellt werden, um für sich und seine Kunden eine prosperierende Zukunft anzustreben.

Ludwig W. Allgoewer, Chief Sales & Marketing Officer, betonte im Gespräch den Nutzen und die Neuartigkeit der Heidelberg Innovation Week. An fünf Tagen werde nach je drei mal zwanzig Minuten währenden Kurz-Präsentationen Gelegenheiten geboten für Kunden aus aller Welt ihren persönlichen Video-Chat zu führen. Dazu stehen global rund 250 Heidelberg-Mitarbeiter zur Verfügung. Das heisst: Der persönliche Dialog mit dem Kunden steht im Fokus. Was in Anbetracht der Fülle an Neuheiten ausserordentlich sinnvoll erscheint.

Mein Fazit: Manches wird die Branche aufhorchen lassen und zeigt Heidelberg in ganz neuem Licht! Mehr dazu in den nächsten Tagen über INKISH.NEWS und INKISH.TV.


Link zu allen aktuellen Posts zur Heidelberg InnovationWeek via LinkedIn mit vielen Details und Foto-/Video-Impressionen.


Impressionen per Video-Compilation (ca. 9 Minuten)

 

 


 

INKISH @WORK Auguts 2020.001

Von Andreas Weber

INKISH hat Mitte August 2020 einen weiteren Meilenstein gesetzt: Eine Woche lang reiste das Team quer durch Deutschland, um in der Heimat Gutenbergs mit führenden Firmen und exponierten Persönlichkeiten intensive Gespräche zu führen.

Das Ergebnis ist fulminant: Print erscheint lebendiger, facettenreicher und zukunftssicherer als vielfach im Hinblick auf die Corona-Krise gedacht. Ohne der Publikation der Interviews vorgreifen zu wollen, ist folgendes bemerkenswert:

  • Zum einen, seit Juli 2020 zeichnet sich wieder eine Belebung des Geschäfts auf breiter Front ab. Druckereien aus den verschiedensten Anwendungsbereichen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Gemäß dem Motto: Not macht erfinderisch. Wer flexibel ist und sich neu erfinden kann, wird Bestand haben, vor allem, wenn die Druckprodukte nicht als Massenware beliebig, sondern werthaltig, sorgfältig mit Hingabe und hoher Kreativität produziert werden.
  • Zum anderen, die Zulieferer der Druckereien hinken dabei in nichts nach, verstärken ihre Kundenorientierung/-zentrierung, besinnen sich auf ihre Stärken und verzeichnen wieder steigende Auftragseingänge.

 

 

Der Technik-Fokus liegt darauf, entlang der Wertschöpfungskette nicht nur neue Produkte, sondern integrierte und automatisierte Lösungsszenarien marktreif anzubieten. Das Rückgrat für den industriellen Druck bilden nach wie vor etablierte Technologien im Offsetdruck, die sich aber immer perfekter und nahtlos in digitale Prozesse sowie Pre-Media und Post-Press einbinden lassen. Und durch Inkjet-Technologien ergänzt und verstärkt werden.

Bemerkenswert ist auch eine neue Offenheit. Sowohl in der Unternehmens-Kommunikation als auch im Anbieten von Schnittstellen und offenen, Cloud-basierten Plattformen, die allen zur Verfügung stehen. Die gemeinsame Formel: Print als Medium beflügelt die Kommunikation im Digitalzeitalter dynamisch. Durch Agilität, Interaktions-Fähigkeit, Emotionalisierung und Nachhaltigkeit.

Viele Stunden Filmmaterial sind noch auszuwerten. Und werden vom INKISH Filmteam rund um Jan Majnik und Morten B. Reitoft aufbereitet und sukzessive auf INKISH.TV publiziert. Bleiben Sie am Ball. Es wird sich lohnen.


Mein Eindruck

Auf die Krise folgt die Katharsis. Print steht vor einer Renaissance. Mit ungebrochener Innovations- und Inspirationskraft. Allerdings bedeutet diese Wiedergeburt keinesfalls, dass wir zu alten Zeiten resp. der Situation vor der Corona-Panademie zurückkehren werden. Durch die Rückbesinnung auf Werte und Stärken, die Print seit Jahrhunderten geformt haben, eröffnet sich ein neues Spiel. Gut so!

 


 

Making-Off-Videos

Bereits auf LinkedIn fanden unsere Posts sowie die kurzen Making-Off-Videos zu den Interview mit Koenig & Bauer, Heidelberg und Zaikio im Rahmen der INKISH @Work Tour in Deutschland grosses Interesse (bis dato über 35.000 Views).

 

 

 

 

 


 

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Monday, May 25th, 2020 means a milestone in knowledge transfer in print. And it was a good start to an exciting week. The first day ‘Learn With Us’ went very well. Morten B. Reitoft, CEO/editor of INKISH did a great job!

Close to 500 people attended the four sessions with Mark Hinder, Henrik Klem Lassen, Andreas Weber, and Kit Tomshøj, Kasper Tomshoej and Michael Bradley.

You can see the sessions here, if you missed them:

 



SIGN UP NOW — it’s FREE or SEE LIVE on YouTube and INKISH.TV

In progress: sessions by INKISH D-A-CH in german language.


 

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Learn With Us – The program at a glance


Monday May 25th: Price calculations, Sales prices, Social Media, and Strategy.
https://lnkd.in/drjbp3U (already done, see the archive links above)

Tuesday May 26th Market, Environment, Carbon Footprint, IoT
https://lnkd.in/d3-ci6n

Wednesday May 27th: Automation, Smart Templates, Web-to-Print, Colors
https://lnkd.in/dkBpmyq

Thursday May 28th: Sales, Digital Finishing x 2, and Web-to-Print
https://lnkd.in/dXNJwqB

Friday May 29th: Inkjet, Workflow & Production Automation, Outsourcing
https://lnkd.in/dSRtmgd


 

Learn with is us supported by:

HP Graphic Arts · PrintVis · Grakom · Canon EMEA · TECNAU · Hunkeler AG · Intergraf · Horizon International Inc. · Ricoh Europe · CHILI publish · Highcon · Vpress · Enfocus · Spot-Nordic ·  Print24 and Infigo Software Limited

 


 

Have a closer look: Print & Social Media

 

 


 

In eigener Sache: Herzlich Willkommen in der Welt von INKISH D-A-CH

Die sogenannte D-A-CH-Region schätzen wir als Keimzelle, wichtigen Takt- und kreativen Ideengeber der Druckkunst in aller Welt. INKISH D-A-CH kümmert sich als Partner innerhalb der globalen INKISH Familie speziell um Belange der Print-Branche und ihre nachhaltigen Wirkungsbereiche in den deutschsprachigen Ländern.

Drei wesentlichen Aufgaben-Felder stiften für uns alle Nutzen:

  1. Fach-Diskussionen in Gang setzen (ab jetzt auch in deutscher Sprache!)
  2. Relevante Innovationen aufspüren, begutachten, bewerten
  3. Den Zugang zu Innovatoren erleichtern und Kontaktstrukturen aufbauen

INKISH versteht sich als Media 4.0 Unternehmen, dass den Anforderungen im Digitalzeitalter gewachsen ist. Wir kombinieren in zeitgemäßer Form profundes Kommunikations- und Technologie-Fachwissen mit werthaltigem Fach-Journalismus — auf Interaktion, auf Meinungsaustausch ausgelegt.

Dadurch werden die Aktivitäten hier im Blog  valuetrendradar.com sowie bei #hotspotsubscription synergetisch verstärkt.

 


INKISH D-A-CH steht Print-Experten als fairer und aktiver Partner zur Verfügung:

  • Petra Lüftner leitet das Business Innovation Management (Fokus: Druckereien)
  • Andreas Weber als Head of D-A-CH Region ist Chef-Reporter, Kommentator, Interviewer (Fokus: Zulieferindustrie und Verbände)

 

INKISH verfügt mit INKISH.TV, INKISH.NEWS sowie den damit verbunden digitalen INKISH Services, Lokalisierungen & Tools über ausgereifte und erprobte digitale Plattformen. Die INKISH-Welt steht allen offen, um mit Videos, Texten (Fachartikel, Presse-Meldungen), Events und Kurzbotschaften nicht nur Wissenswertes zu kolportieren, sondern Fachgespräche in Gang zu setzen, zu moderieren und weiter voranzutreiben. Und das stets mit lokalem/regionalem und internationalem Bezug.

Die Wirkung unserer Plattformen wird durch unsere erfolgreiche Social-Media-Arbeit verstärkt. Wir sind vor allem auf LinkedIn, Twitter, YouTube aktiv. Durch API’s sind wir mit über 900 Fachmedien aus aller Welt verbunden. Was uns besonders freut: In den schwierigen Zeiten der Corona-Krise konnte INKISH sich bestens bewähren, wie hunderte Kommentare und tausende Neukontakte belegen.

Am einfachsten kommen Sie mit INKISH in Kontakt, indem Sie unsere individuell konfigurierbaren News kostenfrei abonnieren. Bitte hier klicken.

Wir freuen uns auf viele spannende und inspirierende Gespräche mit Ihnen.

 


 

ThinkPaper Wortbild PRINT

 

By Andreas Weber, Head of Value  |  German Version

With regard to dramatically falling stock market prices: Are printing press manufacturers and, with them, the printers (once again) in a deep crisis? The answer is “no, but …” — because the most sensitive thing is that the structural change in the print media business has a deeper impact than previously thought. And most underestimated that.

Status quo: Nothing goes any further!

  1. The vast majority of printers and their suppliers can no longer produce organic growth.
  2. Cost-cutting measures are largely exploited resp. certainly not a guarantee of success in the long run.
  3. The tried and tested measures for the industry in critical situations — the switch to new technologies for print media production (eg inkjet printing) — does not pull anymore, as it has not really got going for years and therefore only looks like a drop in the bucket.
  4. Last but not least, according to the feedback from the audience: media-effective, public events such as press conferences at trade shows or financial press conferences are usually completely overcrowded, dripping and riddled with insider details that prevent them from gaining an eye for the essentials.

Are ad hoc measures still possible? Yes and no. — Too much has to change fundamentally, as the valuable #Think!Paper expert analysis shows. Over the past eight days, leading minds from Europe and America have come to the heart of their assessment of the future of print. Tenor: Print has a future and fits perfectly into the digital age. Provided the business philosophy is radically refurbished and new go-to-market strategies and implementation solutions are found accordingly

 


If you want to know how this affects suppliers, read the #Subscription blog in an interview with Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer of Heidelberger Druckmaschinen AG: “Subscription & Print: Insights, Developments and Market Scenario”.


 

Thanks to Fraser Church from the UK, the most important finding for print shops is that the industry actually has the best chance. Because print as a medium delivers through its outstanding core properties — Trust and Value – exactly what print companies and their suppliers have to use and assert.

This is best achieved through exemplary multichannel marketing campaigns designed for conversations, which make print appear brilliant in networked communication scenarios. — But far from that there is nothing to see. Functioning genre marketing has always been foreign to the industry! Everyone always cooks their own soup. Pity!


 

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Further reading

The current and exclusive #Think!Paper expert analyzes in the form of short interviews at a glance: 

Rüdiger Maaß: Put the strengths of print in the right place!

Fraser Church: „Use print when you need something considered or need to promote trust and value!

Hamilton Costa: „Print is not a common thing anymore! But it’s still relevant!“

Peter Gunning: „Print creates an unspoken trust!“

François Martin: „Print will remain but it will never be what it was!“

Jeroen van Druenen: „Print is always the start of a good conversation“

Bernhard Cantzler: „Print is a natural ’digital detox’ and helps deeper thinking!“

Morten B. Reitoft: „Print has a way higher impact than mobile and web!“

 


 

ThinkPpaer-Key-Visual-Blog-Post.001

 

#Think!Paper — the key facts at a glance

What we do
We evaluate and profile print and its proponents as an effective driving force for transformation – across all industries!

Our mission
We show, first and foremost, that print is by no means driftwood in an ocean of transformation (with Titanic-style effects) but rather a solid anchor for the ‘tsunamis in our heads’!

Our USP

  • We are bringing together the brightest minds to form interdisciplinary #Think!Teams with a global outlook.
  • We are building up the finest pool of expertise with a clear focus on interaction, discourse, customer experience and sustainable conversations.
  • We are reinforcing the bedrock of any successful ‘digital’ transformation – proficient, dynamic and meaningful communication.

Benefits for our partners
We help our partners make new and market-relevant discoveries that inspire them and inject new energy into their development.

 


 

ThinkPaper Wortbild PRINT.png

Von Andreas Weber, Head of Value | English Version

Mit Blick auf dramatisch sinkende Börsenkurse: Stecken Druckmaschinenhersteller und mit ihnen die Druckereien (wieder einmal) in einer tiefen Krise? Die Antwort lautet: „Nein, aber…“ — Denn äußerst heikel ist, dass der Strukturwandel im Geschäft mit Printmedien tiefergehende Auswirkungen hat, als bislang angenommen.Und das haben die meisten unterschätzt.

Status quo: Nichts geht mehr vom Fleck weg!

  1. Die überwiegende Zahl der Druckereibetriebe kann ebenso wie ihre Lieferanten kein organisches Wachstum mehr erzeugen.
  2. Kostensenkungs-Maßnahmen sind weitgehend ausgenutzt resp. schon gar kein Erfolgsgarant auf lange Dauer.
  3. Die für die Branche probate Massnahmen in kritischen Situationen — das Umschwenken auf neue Technologien zur Printmedien-Herstellung (z.B. Inkjet-Druck) — zieht nicht mehr, da es seit Jahren nicht richtig in Schwung kommt und wirkt daher nur wie ein Tropfen auf den heissen Stein.
  4. Last but not least, gemäß Stimmen aus der Analystenszene: Medienwirksame, öffentliche Veranstatungen wie Pressekonferenzen auf Messen/Kongressen oder Bilanzpresse-Konferenzen sind zumeist völlig überfrachtet, verkropft und gespickt mit Insider-Detailinfos, die verhindern, den Blick für das Wesentliche zu erhalten.

Sind trotzdem Ad hoc-Maßnahmen möglich? Ja und nein. — Zuviel muss sich grundlegend ändern, wie die lesenswerte #Think!Paper-Expertenanalyse zeigt. In den letzten acht Tagen haben führende Köpfe aus Europa und Amerika ihre Einschätzung zur Zukunft von Print auf den Punkt gebracht. Tenor: Print hat Zukunft und passt bestens ins Digitalzeitalter. Vorausgesetzt, die Geschäftsphilosophie wird radikal renoviert und entsprechend neue Go-to-Market-Strategien und -Umsetzungslösungen gefunden werden.

 


Wer wissen will, wie sich das auf Lieferanten auswirkt, kann die im #Subscription-Blog nachlesen im Interview mit Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer bei Heidelberger Druckmaschinen: „Subscription & Print: Einblicke, Entwicklungen und Marktszenario“.


 

Die wichtigste Erkenntnis für Druckereien verdanken wir Fraser Church aus UK: Eigentlich hat die Branche beste Chancen. Denn Print als Medium liefert durch seine herausragenden Kerneigenschaften — Trust and Value – genau das, was Print-Betriebe und ihre Lieferanten für sich nutzen und geltend machen müssten.

Am besten gelingt dies durch vorbildhafte, auf Konversationen ausgelegte, Multichannel-Marketing-Kampagnen, die Print in vernetzten Kommunikations-Szenarien fulminant wirken lassen. — Doch davon ist bis dato weit und breit nichts zu sehen. Funktionierendes Gattungsmarketing war der Branche schon immer fremd! Jeder kocht immer sein eigens Süppchen. Schade!

 


Lesetipps

Die aktuellen und exklusiven Think!Paper-Experten-Analysen in Form von Kurz-Interviews im Überblick:

Rüdiger Maaß: Put the strengths of print in the right place!

Fraser Church: „Use print when you need something considered or need to promote trust and value!

Hamilton Costa: „Print is not a common thing anymore! But it’s still relevant!“

Peter Gunning: „Print creates an unspoken trust!“

François Martin: „Print will remain but it will never be what it was!“

Jeroen van Druenen: „Print is always the start of a good conversation“

Bernhard Cantzler: „Print is a natural ’digital detox’ and helps deeper thinking!“

Morten B. Reitoft: „Print has a way higher impact than mobile and web!“

 

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ThinkPpaer-Key-Visual-Blog-Post.001

 

#Think!Paper — the key facts at a glance

What we do
We evaluate and profile print and its proponents as an effective driving force for transformation – across all industries!

Our mission
We show, first and foremost, that print is by no means driftwood in an ocean of transformation (with Titanic-style effects) but rather a solid anchor for the ‘tsunamis in our heads’!

Our USP

  • We are bringing together the brightest minds to form interdisciplinary #Think!Teams with a global outlook.
  • We are building up the finest pool of expertise with a clear focus on interaction, discourse, customer experience and sustainable conversations.
  • We are reinforcing the bedrock of any successful ‘digital’ transformation – proficient, dynamic and meaningful communication.

Benefits for our partners
We help our partners make new and market-relevant discoveries that inspire them and inject new energy into their development.