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ValuePublishing ValueDialog BW Papersystems.001

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Das Thema Papier und Papierweiterverarbeitung rückt (endlich!) auf einer drupa wieder fulminant ins Blickfeld. Denn dieser wichtige Sektor, ehedem immer als Appendix angesehen, da die spektakulären Neuheiten stets aus dem Druckmaschinen-Bereich stammten, hat mehr zu bieten denn je. Im Zuge der Digitalisierung mit Vernetzung und Automatisierung aller Prozesse (Stichwort Industrie 4.0) haben die Papier- und Weiterverarbeitungs-Spezialisten ihr Geschäft grundlegend erneuert. Das zeigte sich vor allem bei der Wirtschaftspressekonferenz des VDMA am 4. April 2016 im Frankfurter „Haus des Buches“ — und fand exzellenten Anklang
.

BW Papersystems übernimmt hier als Papierspezialist eine globale Vorreiterrolle durch eine innovative, marktgerechte Firmenstruktur mit kundenorientierten Lösungsangeboten. Grund genug, sich mit einem der Top-Manager, der nahe am Kunden und weltweit aktiv ist, zu unterhalten. Patrick Walczak verantwortet als Vice President Global Mill Sales die globalen Verkaufsaktivitäten bei BW Papersystems. 

Die Kernaussagen von Patrick Walczak: Kundenorientierung

  • „Oberste Priorität hat: Wir gehen auf individuelle Kundenwünsche ein.“
  • „Wir sprechen entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Lieferanten und Partnern unserer Kunden über sämtliche Prozesse.“
  • „Wir sind mehr als nur Techniklieferant für einzelne Komponenten, wir werden immer stärker Problemlöser für Kunden und deren Kunden durch innovative, erfolgreiche Lösungsangebote. Die drupa 2016 wird das noch intensivieren.“

Der Kernpunkt von Patrick Walczak: Mehrwerte für Kunden

Um Mehrwerte für unsere Kunden zu erzielen, genügt es nicht nur, innovative oder gute Produkte zu bieten. Für uns sind drei Maßgaben wesentlich:

  1. Zuhören.
  2. Flexibel sein.
  3. Lösungsorientiert handeln, immer über den Tellerrand hinaus blickend!“

 

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Interview von Andreas Weber

Der Messename drupa steht für Druck und Papier. Beides bietet die Plattform für einen neuen Geschäftsansatz von BW Papersystems. Was hat sich bis dato getan?

Patrick Walczak: Neue Technologien im Drucksektor greifen erst jetzt richtig. Denn die sich lange anbahnenden Trends, die dynamisches Wachstum versprachen, wirken sich erst heutzutage richtig aus. Unsere spezielle Herausforderung: Bislang war das Verarbeiten von Papier sozusagen „ungeliebtes Stiefkind“. Wir waren das notwendige Übel, etwas isoliert. Aus diesem Dilemma heraus haben wir vieles bei uns verändert, letztlich konnten wir unsere Gedankenwelt ausweiten. Aus der Körber Gruppe gingen Unternehmensteile wie Will und Pemco an die Barry Wehmiller Gruppe über und wurden mit anderen Firmen, auch Zukäufen zusammengefasst. Es hat sich strukturell und kulturell viel bei uns getan, so dass wir nunmehr über den Tellerrand hinausschauen können…

… sprich, Sie durchliefen eine heftige wirtschaftliche Krise?

Patrick Walczak: Ja. Die Zeit nach der drupa 2012 brachte zunächst sehr harte Jahre für uns. Unsere damaligen Marktaktivitäten waren zu einseitig, gleichzeitig ließ die Nachfrage nach. Das Asien-Geschäft brach weg, in Nord-Amerika erfolgte ein starker Investitions-Rückgang. Wir suchten und fanden eine neue Heimat, die zu einer sehr guten Heimat wurde. In der börsennotierten Barry Wehmiller Gruppe [kurz: BW Gruppe] sind mit uns rund 80 Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau beherbergt, die sich in vier Plattformen versammeln. Wir sind jetzt viel solider in der Finanzstruktur und breiter aufgestellt in der Produktstruktur; und die Papiersparte des für WillPemco stärksten Wettbewerbers Bielomatik wurde Teil der BW Gruppe. Hinzu kommen die Änderungen im Umfeld: Der Digitaldruck übt viel mehr Einfluss aus auf uns alle als früher. Alle Teilnehmer der gesamten Print-Herstellung-Wertschöpfungskette reden miteinander und arbeiten intensiver miteinander. — vom Hersteller für Technik und Papier über Anwender bis zum Papierhändler und Endkunden.

Wie wirkt sich dieser Neuanfang im Papiersektor konkret aus?

Patrick Walczak: Lieferzeiten fast in Echtzeit sind Standard im Papiergeschäft. Es werden zumeist kleinere Mengen in 24 Stunden bestellt und geliefert. Das schafft neue Herausforderungen, die wir angenommen haben. Unser Geschäftsmodell hat sich komplett geändert: Wir sind mehr als nur Techniklieferant für einzelne Komponenten, wir werden immer stärker Problemlöser für Kunden und deren Kunden durch innovative, maßgeschneiderte Lösungsangebote. Die drupa 2016 wird das noch intensivieren. Es wird gemeinsame Auftritte mit Papierlieferanten, Händlern und Anwendern geben. Die Maßgabe sind enge Kooperationen und perfektes Teamwork. Wir sprechen entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Lieferanten und Partnern unserer Kunden über sämtliche Prozesse.

Wie deckt sich Ihr neues Geschäftsmodell mit Marktveränderungen?

Patrick Walczak: Der Gebrauch von Papier nimmt global gesehen nicht in dem Maße ab wie das Bedrucken von Papier für Konsumzwecke im Speziellen. Wir stellen und meistern durch unser neues Geschäftsmodell ein sich in Veränderung befindliches Marktumfeld. Das ist eigentlich historisch gesehen nichts neues; Änderungen gab es immer, aber die Geschwindigkeit, in der das geschieht, hat sich wesentlich erhöht.

Wir haben entsprechend ganz andere Anforderungen an unsere Kommunikations- und Kollaborations-Fähigkeiten zu erfüllen. Oberste Priorität hat: Wir gehen auf individuelle Kundenwünsche ein.

 

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Können Sie ein Beispiel nennen?

Patrick Walczak: Nehmen Sie den Boom-Markt der digital gedruckten Fotobücher. Hier müssen starke saisonale Schwankungen gemeistert werden, bei Formaten oder Papiersorten. Entsprechend sind unsere Prozesse z. B. bei Schneide- und Bindelösungen optimiert und am Kunden ausgerichtet. Im Zuge unserer neuen Strategie haben wir uns entsprechend nicht nur konsolidiert, sondern uns proaktiv nach vorne entwickelt. Im Konzern nennen wir das Customer Trust- und Customer Care-Initiative. Dadurch ist es uns möglich, mit kompetenten Teams im Markt ‚beyond sales‘ den Fokus nachhaltig exakt auf den Kunden und seine spezifischen Anforderungen zu legen. Das Ziel endet also nicht bei Erreichen der Kundenzufriedenheit; relevant ist, dass sich dauerhaft Vertrauen aufbaut. Für mich ist dabei entscheidend: Kann unser Kunde mit uns als Partner sicher gehen, wie man so schön sagt, „Pferde zu stehlen“? So schaffen wir es, im Ergebnis gemeinsame Visionen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Wie wirkt sich das auf die Unternehmenskultur aus?

Patrick Walczak: Unsere Kundenorientierung zur Schaffung von Vertrauen und nachhaltigen Partnerschaften soll nicht einfach als Präambel in einer Image-Broschüre stehen, sondern in der täglichen Arbeit die Gedanken eines jeden Mitarbeiters leiten. Jeden Tag, jede Stunde muss das für alle Kunden spürbar sein. Die Bandbreite bei unseren Kunden reicht von fünf Mitarbeitern im Familienbetrieb bis zu globalen Playern mit zehntausenden Mitarbeiten rund um die Welt. Was uns eint: Am Ende zählen persönliche Bindungen und optimale Kundenbeziehungen. Unser Chairman & CEO Bob Chapman  will jeden Monat ganz genau wissen, wo wir stehen. Gutes wie Schlechtes. Alle Prozesse werden daher konsistent bewertet und optimal auf den Kunden ausgerichtet. Das bezieht Kosten wie auch Maschinen/Lösungen ein.

 

 

Welche Mehrwerte erwarten in diesem Kontext Ihre Kunde resp. Neukunden, die sie erreichen wollen?

Patrick Walczak: Um Mehrwerte für unsere Kunden zu erzielen, genügt es nicht nur, innovative oder gute Produkte zu bieten. Für uns sind drei Maßgaben wesentlich:

  1. Zuhören.
  2. Flexibel sein.
  3. Lösungsorientiert handeln, immer über den Tellerrand hinaus blickend!

Die pure Maschinentechnik wirkt so gesehen sekundär; am Ende muss sich zeigen, dass für Kunden wie für uns etwas Anderes und Größeres entsteht, das wir in der Wirtschaft wie auch in der Gesellschaft etwas bewegen, das Freude bereitet. Das Motto unseres Konzern lautet: Building a better world through business.

Welche Vorteile sehen Sie für BW Papersystems als gegeben?

Patrick Walczak: Wir bedienen wie gesagt auf globaler Ebene  verschiedenste Industrien rund um Papier, Karton und Druck. Aus unseren übergreifenden Trendbeobachtungen und Trendgestaltungen entstehen dann die passenden Produkte und Lösungen. So kann beispielsweise die kundenspezifische Modifikation einer Maschine eine Lösung darstellen. Unsere globale Sichtweise erlaubt große Märkte wie auch Nischen zu bedienen; wichtig ist es in jedem Fall, das man global Akzentuierungen erkennen kann, um rasch auf heterogene Marktanforderungen reagieren zu können. Kulturelle Nähe ist entscheidend und dies stellen wir sicher durch Ansprechpartner vor Ort. Denn durch die Zugehörigkeit zur BW Gruppe hat sich unsere Infrastruktur erheblich erweitert, um Kundenwünsche bestmöglich zu erfüllen.

Gibt es industrieübergreifend Vorbilder auf die sie zugreifen? 

Patrick Walczak: Wir sehen durchaus den Automobilsektor inkl. dem Zuliefermarkt als Vorbild. Vor allem in Bezug auf schon erreichte Industry 4.0-Standards. Im Maschinen- und Anlagenbau zählt: Maschinen müssen ihren Zweck erfüllen, sie müssen reibungslos laufen und Kunden in ihrer Arbeit perfekt unterstützen. Die Erwartungshaltung für Verlässlichkeit ist gestiegen, über physikalische Rahmenbedingungen hinaus. Daher sind auch bei Spezialmaschinen regionale Ersatzteillager sowie Service-Techniker vor Ort unheimlich wichtig. Wie gesagt, unsere Richtschnur ist das Geschäft unserer Kunden, die zumeist in 24 Stunden ihre Kunden beliefern müssen.

 

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Was zeichnet die technischen Services bei BW Papersystems aus?

Patrick Walczak: Bei Fernwartung sind wir führend. Wir haben unser seit 8 Jahren etabliertes ‚ExpertOnline‘-System gerade einem Relaunch unterzogen. Jetzt bietet sich per eigener Software ein erheblich verbesserter Zugriff auf Auswertungen von Maschinendaten, insbesondere zur Fehlerdiagnose. Anfangs setzen wir Remote-Service ein, um Neuinstallation schneller zum Laufen zu bekommen. Nunmehr können wir per Flatfee den Kunden neuartige Services anbieten, die notwendige Wartungs- oder Reparaturzeiten von 30 bis 40 Stunden auf bis zu 3 bis 4 Stunden reduzieren.

Gerade Papierhersteller sind eher konservativ und geben nicht gerne senible Dinge aus der Hand. Wie gehen sie damit um?

Patrick Walczak: Klar, man muss Barrieren ausräumen. Denn unsere Vorgehensweise mit ExpertOnline ist für eine in Summe konservative Branche wie Papierfabriken ungewöhnlich und darum erfordert es neue Formen von uns, das zu kommunizieren. Das setzt zudem starkes Vertrauen in uns voraus, da der Kunden einiges aus der Hand gibt. Wir haben daher eine flache Anlaufkurve erwartet, einige sind aber sofort angesprungen und waren hochzufrieden. Wesentlich ist: Neue Funktionen kommen hinzu, wie Produktionsoptimierungen oder Qualitätsverbesserungen. Denn es entstehen eine Fülle von Produktionsdaten, die wir strukturiert aufbereiten und die klug analysiert werden können.

ExpertOnline Diagramm

Wie stellen Sie diese doch recht komplexen neuen Ansätze mit dem angesprochen Nutzen und Mehrwert dar?

Patrick Walczak: Zum einen: Wir setzen einerseits gezielt auf Social Media-Kommunikation und haben z. B. zu ExpertOnline ein Erklärungsvideo auf YouTube eingestellt. Zum anderen kommen auf der drupa 2016 Kiosksysteme zum Einsatz, die Themen gezielt abhandeln, eines davon für ExpertOnline. Diese multimedialen Inhalte werden von Beratungen und Gesprächen flankiert werden, inklusive Statements von Nutzern/Kunden. Authentische Kundenbewertungen und Dialoge sind uns wichtig. Das gibt ganz neue Ideen, um über für Social Media (via Foren, Blogs etc.) zusätzlich Meinungen darzustellen und neue Anregungen zu erfahren. Das gilt für Produkte, aber insbesondere für Services, Fernwartung oder Ersatzteile etc. Laut unseren Kunden ergeben sich bereits durch diese offene und informative Kommunikation Vorteile und Effekte, um Kaufentscheidungen gegenüber kaufmännischen Entscheidern oder sogar Controllern transparent zu machen.

 

 

Was macht einen Besuch bei BW Papersystems auf der drupa 2016 besonders lohnenswert?

Patrick Walczak: Primär lohnt sich aus meiner Sicht das Zusammentreffen der Menschen: Kunden, und Mitarbeiter/Experten werden ins Gespräch gebracht. Das Geschäft wird von Menschen als handelnde Personen durch Beziehungen gemacht. Insofern fördert das Konzept der ExpertOnline-Fernwartung dann auch das ExpertPersonal-Erlebnis. — Zum Zweiten: Vertrauen entsteht durch Expertise, Zuverlässigkeit und persönliche Kontakte. Dafür bietet die drupa beste Möglichkeiten. Wir zeigen einen sehr gut strukturierten Mix aus hoher Expertise durch Gespräche/Beratung (Stichwort: „Meet the Expert“) sowie persönlicher Anschauung z. B. durch ausgewählte Exponate sowie Prozessstrecken für Schneiden und Verpacken von Papier und berücksichtigen auch kleine Invests für Nischenmärkte. Wir zeigen zudem, dass unsere Lösungen hochflexibel und schnell verfügbar sind. Statt wie früher 8 bis 9 Monate Lieferzeit und 6 Wochen Installation benötigen wir heute für einige Produkte lediglich 6 bis 8 Wochen Lieferzeit und 1 Woche Installation.

Wer kann vom BW Papersystems-Angebot besonders profitieren resp. welche Impulse entstehen mittel- und langfristig für den Markt?

Patrick Walczak: Das ergibt sich ganz klar aus der großen Bandbreite unseres Lösungsangebots, das sich an Druckereien und speziell Digitaldruck-Anwender richtet, an die Papierhersteller und den Papier-Fachhandel sowie an die Verpackungsbranche. Daneben sprechen wir Fachleute an, die sich mit Spezialthemen wie Schreibwaren/Stationery, Blocks, Schreibhefte, digitale Bücher sowie Spezialbereiche wie Banknoten, Sicherheitsdokumente usw. befassen.

Last but not least: Was motiviert Sie persönlich in Ihrem Job und welche Bedeutung hat die drupa für Sie?

Patrick Walczak: Meine Motivation beruflich wie privat auf den Punkt gebracht lautet: Tage wie diese. Interaktion mit unterschiedlichen Menschen. Austausch, Zusammentreffen, an schönen Orten zu besonderen Anlässen. Mein Job als globaler Vertriebschef liefert ein tolles Spiegelbild dessen, was unsere Kunden und uns selbst auf der drupa 2016 erwartet — eine globale Zusammenkunft, interkulturell, sprachlich vielfältig. Das Messegelände und die Stadt Düsseldorf als Location schaffen Dynamik und bieten gleichzeitig EINEN Ort, wo wir alle zusammentreffen. Die drupa stellt sozusagen ein Stück Heimat dar für die Papierindustrie in einem bestimmten Zeitrhythmus. Gemeinsam für neue Herausforderungen wappnen. Meine Erfahrungen sind da glänzend und frisch in Erinnerung aus dem Jahr 2012. Hier konnte durch verschiedene persönliche Treffen und intensive Gespräche eine jahrelang andauernde Situation des „Sich-Ignorierens” in eine exzellente Geschäftsfreundschaft verwandelt werden, die neben hohen Investitionen zu einem neuen gemeinschaftlichen Auftreten bei Fachkongressen zum Thema Value-Chain und Value-Innovation in Nischenmärkten führte. Wer Details wissen möchte, kann das von mir selbst auf unserem drupa-Stand erfahren!

—Vielen Dank für das umfassende und aufschlussreiche Gespräch!

 

 

Patrick Walczak

Zur Person

Patrick Walczak ist Vice President Global Mill Sales — verantwortlich für die globalen Verkaufsaktivitäten bei BW Papersystems. Sein Team deckt alle wichtigen Regionen ab, in Nord- und Süd-Amerika, EMEA und Asien. Er selbst sagt über seine Aufgaben: „Es ist faszinierend mit einem international ausgerichteten Team zu arbeiten und Verantwortung zu tragen innerhalb eines wichtigen globalen Konzerns, der sich kundenorientiert neuen und zukunftssicheren Lösungen widmet.“

Ausbildung und Berufserfahrung: Patrick Walczak erwarb den Universitätsabschluss Bachelors Degree in Business Administration, Controlling, Marketing und Human Resources Management. Fünf Jahre arbeitete er für Pemco als Vice President Sales & Marketing. Insgesamt war er 16 Jahre bei der Hamburger Körber Gruppe als Marketing Director und Sales Manager, zuvor sechs Jahre als Sales Director und Commercial Director bei der Thyssen Krupp-Tochter Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH tätig (Geschäftsfeld Edible Oil Industry).

 

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Zum Unternehmen

BW Papersystems, eine Division von Barry-Wehmiller, fasst starke Markennamen, innovative Technologien und jahrelange Erfahrung für das Schneiden und Verpacken von Papier und Karton, die Verarbeitung von Schreibwaren sowie von Wellpappe unter einem Dach zusammen.

Über BW PAPERSYSTEMS

BW Papersystems vereint fünf der stärksten Marken der Papierindustrie: WillPemcoBielomatik, MarquipWardUnited, SHM, Wrapmatic, Kugler-Womako, BW Bielomatik und JAG Synchro. Geboten werden nach eigener Auskunft marktführende Lösungen für das Schneiden und Verpacken von Papier, Karton und anderen Materialien im Großformat-, Kleinformat- und Digitalformat-Bereich, sowie Lösungen für die Schreibwarenindustrie, die Herstellung von Reisepässen und spezielle Papierverarbeitungsanwendungen. Kunden der Wellpappenherstellung und -verarbeitungsindustrie stützen sich auf die bekannten Marken MarquipWardUnited, Curioni und VortX. Ein globales Servicenetzwerk sowie „ExpertOnline“ zur Fernwartung reduzieren Wartungs- und Reparturzeiten drastisch und schaffen neue Analyseansätze zur Produktions- und Qualitätsoptimierung.

Über BARRY-WEHMILLER

Barry-Wehmiller Barry-Wehmiller ist ein breitgefächerter globaler Anbieter von Ingenieursdienstleistungen und Fertigungstechnologien für die Verpackungs-, Wellpappen- und Papierverarbeitungsindustrien. Die Kombination eines mitarbeiterorientierten Führungsstils mit operativen Strategien und nachhaltigem Wachstum ließ Barry-Wehmiller zu einem Unternehmen werden, das heute einen Umsatz von 2,4 Milliarden USD generiert und dessen 11.000 Mitarbeiter eine gemeinsame Vision verbindet: Durch rücksichtsvolles Verhalten einen angenehmen Umgang miteinander zu schaffen. Building a Better World through Business. Mehr Informationen unter barry-wehmiller.com.

Weitere Links zum Unternehmen: 

Website: http://www.bwpapersystems.com
Facebook: https://www.facebook.com/BW-Papersystems-745846972142305/?fref=ts
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/bw-papersystems?trk=top_nav_home
XING: https://www.xing.com/companies/bwpapersystems
Twitter: https://twitter.com/BWPapersystems Zum Angebot auf der drupa 2016

 

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Zum Messeauftritt auf der drupa 2016

BW Papersystems vereint erstmalig führende Marken für Schreibwaren- und Digitaldruckverarbeitungsmaschinen und Großformatquerschneider.

Halle 10, Stand D 20

 

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Ein Highlight des Auftritts von BW Papersystems wird die Vorführung eines eCon Großformatschneiders sein. Der eCon Formatschneider, der mittels moderner Konstruktionsmethoden entwickelt wurde, bietet die hohe Schnittqualität eines Dual-Rotary-Querschneiders. Durch das attraktive Preisniveau soll sich die Investition für Druckereien und Faltkartonhersteller in kürzester Zeit rentieren, während gleichzeitig Lagerbestände reduziert, Stapelwender abgeschafft, Materialkosten reduziert und die Effizienz der Druckmaschinen erhöht werden können.

Darüber hinaus wird auf dem Stand eine automatische Wrapmatic GREC Rieseinschlagmaschine für großformatige Materialien zu sehen sein. Diese Maschine für eine mittlere Produktionsleistung ist die perfekte flexible Lösung für Papierverarbeiter und kleinere Papierhersteller die verpackte Riese in höchster Qualität produzieren wollen. Dabei kommen als Einschlagmaterial traditionell beschichtete Papiere die gegen Feuchtigkeit schützen oder Packpapier zum Einsatz. Schnelle Formatverstellungsmöglichkeiten machen die GREC ideal für das effiziente Verarbeiten von kleinen Auftragsgrößen.

Die Besucher des Stands können des Weiteren das bedeutend erweiterte Produktspektrum von WillPemcoBielomatik, BW Bielomatik und Kugler-Womako für die Verarbeitung von Schreibwaren, Digitaldruck und digital gedruckten Büchern, das Binden von Büchern sowie für RFID-Anwendungen entdecken. Zum ersten Mal sind die besten Technologien von ehemals E.C.H. Will und der Papierverarbeitungssparte von Bielomatik sowie von Kugler-Womako kombiniert. Kunden können jetzt die ideale Maschinenlösung für einfache oder auch höchst automatisierte Produktionsanforderungen wählen. Das Angebot umfasst Lösungen für die Produktion von Schulheften, für geleimte oder für plastik-, draht- oder sogar Papier gebundene Produkte.

Für den schnell wachsenden Digitaldruckmarkt bietet BW Papersystems flexible Schneideanlagen für digitale Papierformate, Book-on-Demand Bindelösungen für kleinste Buchauflagen sowie eine innovative Anlage auf Einzelblattbasis für die Verarbeitung von großen Volumina digital gedruckter Bücher. Anlagen für Spezialanwendungen wie die Verarbeitung von RFID-Technologie und die Herstellung von Reisepässen vervollständigen die beeindruckende Produktpalette.

About ValuePublishing.001

In eigener Sache: Unser neues Angebot — Teil 1: “Was? Wie? Warum!”

Gemäß den Erkenntnissen aus ihrem “Gipfeltreffen” in Mainz haben Michael Seidl und Andreas Weber ein neues Angebot entwickelt: ValuePublishing — Die nachhaltige Inszenierung von Fachkommunikation für Print, Publishing, visuelle Kommunikation und Multichannel. — InterMedial + InterKultuell + InterkreAktiv!

 „Wir müssen verstärkt über alle Medienkanäle hinweg unsere unterschiedlichen Expertisen, Meinungen und relevante Botschaften zusammenführen. Print profitiert dabei von Online/Social. Und umgekehrt.“ —Michael Seidl

„Unser Ziel ist es nicht nur hohe Reichweiten aufzubauen, sondern Interaktionen herbeizuführen. Dies beflügelt den Kommunikationsmix sowie das Lesererlebnis gleichermaßen und führen SOFORT zum Erfolg.“ —Andreas Weber

Ob Technologieentwickler, Papierhersteller, Dienstleistungsbetrieb oder Kommunikationstreibender: Alle sitzen in einem Boot bei stürmischer See. 

Das Tempo wird höher, der Umgang mit Innovationen wird immer komplexer. Um im Bild zu bleiben: Unternehmen haben zusehends Probleme, den Kommunikations-Kurs zu halten und den sicheren Hafen (sprich die Kunden) zu erreichen. 

Die bangen Fragen: 

  1. Wer bringt Licht ins Dunkel?
  2. Wer filtert das Wichtige und Relevante heraus?
  3. Wer bringt alle Beteiligten zusammen?
  4. Wer stellt den Kontext her zwischen technisch Machbarem und veränderten Anforderungen im Markt?

Gute Fragen. — Beste Antwort:
WIR! 

Wir, dass sind Michael Seidl, EMG/Wien, und Andreas Weber, Value Communication/Mainz, ausgewiesene und renommierte Experten für Fachkommunikation. Mit der Spezialisierung auf Print, Publishing, Visuelle Kommunikation und Multichannel.

About ValuePublishing.016

„Wir wissen wie man Fachkommunikation nachhaltig inszeniert!“

Unser Rat an unsere Kunden und Partner (vor allem mit Blick auf die drupa 2016):

  • Gehen Sie MIT UNS neue, höchst wirkungsstarke Wege.
  • Entdecken Sie, wie man im Team mit uns zeitgemäß und nachhaltig IHRE relevanten Fachthemen medial inszeniert, um von IHREN Innovationstechnologien und Lösungsangeboten bestmöglich zu profitieren!

Ihre Erfolgsfaktoren — unsere Leistungen:

  1. Smartes Storytelling: Wir entwickeln für Sie packende, emotionalisierende, bestens in Szene gesetzte Geschichten — auf allen relevanten Medienkanälen erlebbar.
  2. Conversation Management: Interaktion und Dialoge statt Push-Kommunikation!
  3. Dynamisches Networking: Klasse statt Masse, die Marktsicht kennenlernen und gestalten.

Interessenten wird ein individuelles, für sie passendes Angebot erstellt.
Anregungen dafür enthalten die in den Charts aufgeführten aktuellen Fallbeispiele.

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KONTAKT FÜR WEITERES

Michael Seidl, EMG, Wien
https://at.linkedin.com/pub/michael-seidl/1/836/68a/de

Andreas Weber, Value Communication, Mainz
https://de.linkedin.com/in/andreasweber/de

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We proudly present:
Value
Publishing — InterMedial + InterKultuell + InterkreAktiv!
Die Charts inkl. aktuellen Fallbeispielen u.a. mit den Firmen Canon, Zünd sowie der XUG und für den Golden Pixel Award:

Siehe auch Teil 2: “Darum! Stärken und Besonderheiten”:
“ValuePublishing führt Technologie-Innovationen direkt ins Ziel!”

Tatort Papiermühle.001

Von Andreas Weber, Wien/Mainz

Vorbemerkung — Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Wiener EMGE-Konferenz war ausgezeichnet. Bestens von Martin Glass und seinem engagierten Team organisiert. Dazu gehörte auch, dass Projektmanager Iwan Le Moine es schaffte, mit Vertretern des Führungs- und Kompetenzteams der MGA Metro Group einen der international wichtigsten Kunden der Papier- und Druckbranche aufs Podium zu holen. Aber: Es wurde klar, dass die Papierbranche in einem gravierenden Dilemma steck!

Chefinspektor Martin G. von der EMGE-Sonderkommission PAPIER ist nicht zu beneiden. Es galt, in Wien ein schweres Kapital-Verbrechen aufzuklären. Ein international besetzter “Untersuchungsausschuss” bestand auf Rede und Antwort zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Die brennende Frage: Was geschah mit unserem Kapital, das wir seit dem Jahr 2000 so fleißig in Papiermaschinen und -fabriken investiert haben? Wieso soll(te) Papier sterben? Und wenn ja, wer ist der Täter?

Tatverdächtige gibt es ausreichend, beruhigt der Chefinspektor die Runde. Nur keine heisse Spur. Der Anfangsverdacht, „Die Generation X resp. Smartphone ist es. Die klickt und wischt Papier ohne Skrupel einfach weg!“, liess sich nicht bestätigen. Der von der Anwaltschaft bestellte Gutachter, Professor Richard H. aus London, belegte eindrucksvoll, dass Papier, vor allem in Form von gedruckten Büchern ‚un-tötbar’ sei. Und somit lebendiger denn je. Der Grund: Bedrucktes Papier vernebelt den Kopf nicht. Und es führt auch nicht ins digitale Nirwana, sondern passt sich perfekt in eine Wissensgesellschaft ein, die das Denken und die Erkenntnis nicht den Computern, Servern und Rechenzentren überlässt.

Ach je, was nun? Die Ermittlungen gehen unverdrossen weiter. Eine ganze Reihe glaubhafter Zeugen gibt an, unwiderlegbar beweisen zu können, dass die Papierbranche zwar leben wolle, aber ermordet werde… Oder zumindest qualvoll stirbt, weil sich selbst totredet. Oder besser totschweigt, weil sie nicht verständlich über das in der Öffentlichkeit redet, was sie weiss und tut und machen könnte… Aber hoppla, das ist ja dann gar kein Mord oder Totschlag, noch nicht mal ein Selbstmord oder eine Straftat… „Wo keine Leiche, da kein Mord. Die Ermittlungen werden eingestellt.“, so der Chefinspektor. — Also weiter wie bisher!

[Ende des Tatort-Krimis. Der Chefinspektor dankt allen und tritt ab.]

„Meine Verkäufe leiden. Jetzt erhöhe ich erstmal die Preise!“ 

Während in Wien ermittelt und konferiert wurde, schickte sich zeitgleich ein weltweit aktiver Premium-Papierhersteller aus Südafrika an, notwendige Preiserhöhungen ab Januar 2016 anzukündigen. Begründung: Gestiegene Kosten sowie Margenverfall. Margenverfall heisst im Klartext, die Profitspanne sinkt. Als muss, so die Logik, der Kunde (Papiereinkäufer) mehr bezahlen, damit der Gewinn bei dem Lieferanten wieder aufs gewohnte Niveau steigt. Im konkreten Fall wird Druckpapier bis zu 8 Prozent teurer! — Wenn das mal gut geht!

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Konferenz-Website: http://www.emge.com/wp1/

In Wien jedenfalls wurde klar: Man sucht Schuldige (die ‚Digital Natives‘, die Googles und Facebooks dieser Welt) für einen Vorgang, der so gar nicht stattfindet. Papier und Print haben gar keine Probleme, schon gar keine Krise, wie eine Expertenrunde in Wien bei der EMGE-Konferenz „Riding the Transition“ belegte. Die Krise hat die befallen, die bislang weitgehend sorgenfrei mit Papier gute Geschäfte und Profite machen konnten und weitgehend alle Entwicklungen im Markt zwar zur Kenntnis nahmen, ohne aber adäquat darauf zu reagieren. Dies sind in hohem Maße Grosskonzerne, die kaum jemand in der breiten Öffentlichkeit kennt oder wahrnimmt. Viele sind gigantische Forstbetriebe, mit angeschlossenen Fabriken, die nach modernsten und nachhaltigen Methoden fertigen. Zählt man die Jahresumsätze der Top-Ten Papierkonzerne zusammen, erhält man mit über 100 Milliarden Umsatz fast das zehnfache Volumen dessen, was mit dem Verkauf von Druckmaschinen erzielt wird. Damit machen international tätige Händler seit Jahrzehnten ein Bombengeschäft…

Erneut: Hausgemachte Probleme bringen das Medium Print unter Druck!

… Jedenfalls bislang. Denn die Umsätze sind rückläufig: Die Druckbranche darbt, die Zahl der Betriebe schrumpft und, fast noch schlimmer, der Verbrauch von Office Paper geht zurück, weil in den Büros immer „digitaler“ gearbeitet wird. Angeblich. Denn schaut man genauer hin, kreuzen sich der Strukturbruch im Medienkonsum mit einem optimiertem Kommunikationsverständnis. Die Industrialisierung der Druck- und Papierbranche im 20. Jahrhundert förderte den gedankenlosen Umgang mit Drucksachen. Vieles wurde produziert, was, weil unaufgefordert zugeschickt und dadurch als „Belästigungskommunikation“ empfunden, direkt im Papierkorb landete. Noch schlimmer in den Büros: Wie Studien und Analysen von Canon im letzten Jahr ergaben, ist das Informationsmanagement in den meisten Firmen zu schlecht. Papier wurde regelrecht verschwendet. Denn optimiert man die Prozesse, stellt man fest, dass viele Dokumente mehrfach ausgedruckt und dann wieder vernichtet wurden, weil die Prozesse nicht durchdacht und durchgängig gestaltet waren. Mit der Qualität von Papier als Trägermedium und seiner Akzeptanz hat das nichts zu tun.

Impressionen von der EMGE Conference 2015 “Riding the Transition”, Wien
(Fotos: Andreas Weber)

Hinzu kommt, wie sich in einem Gespräch ergab, das ich mit Prof. Richard Harper führte: Die Big Player der Papier- und Druckbranche haben keinerlei Kontrolle über ihre Märkte. Papierhersteller vertreiben überwiegend über den Handel, der Innovationen und anspruchsvolle Papiere nicht besonderes mag. „Commodity“-Papier in hohen Tonnagen zu verkaufen, ist dagegen beliebt, weil kostengünstiger und einfacher zu handhaben. — Und die Druckmaschinen-Hersteller als Lieferanten der Druckereien haben kaum Einfluss auf diese Vorgänge, zumal neueste Entwicklungen in der Digitaldruck-Technik erst nach Jahren und mitunter Jahrzehnten von den Papierhersteller unterstützt werden. So musste Ricoh’s Europa-Chef für Professional Printing, Benoit Chatelard, in der Konklusion seines Vortrags zugeben, dass trotz Milliardeninvestitionen in High-Speed-Inkjet-Drucktechnik viel zu wenig „inkjet coated paper“ verfügbar ist. Man erinnere sich: die drupa 2012 wurde euphorisch die „Inkjet“-drupa genannt. Ohne dass dies aber im Drucksektor nennenswerte Auswirkungen hatte. Inkjet ist unter Druckprofis verpönt. Logisch, wenn Bedruckstoffe fehlen, die höchste Ansprüche bedienen und in grossen Mengen verfügbar sind. — Oh je, gleicht das nicht einer Bankrott-Erklärung?

Lichtblick: Die Kunden halten Papier die Treue!

Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Wiener EMGE-Konferenz war ausgezeichnet. Bestens von Martin Glass und seinem engagierten Team organisiert. Es gab viele wichtige, faktenreiche Präsentationen und Informationen zur Technik, zur Marktentwicklung und sich daraus ableitenden Prognosen sowie zur Lage in in außereuropäischen Märkten. Hinzu kam, dass Projektmanager Iwan Le Moine es schaffte, mit Vertretern des Führungs- und Kompetenzteams der MGA Metro Group einen der international wichtigsten Kunden der Papier- und Druckbranche aufs Podium zu holen. MGA kauft 260.000 Tonnen Papier pro Jahr ein, und ist damit auf Augenhöhe mit dem Axel-Springer-Konzern. Warum? Im Handel ist Multichannel Trumpf, da Käufe online aggregiert und durch Drucksachen gestützt werden. Fazit: Ohne Papier-gebundene Kommunikation geht nichts. Allerdings wirken sich die von mir o. g. Punkte auch für Kunden wie Metro nachteilig aus. Innovationen muss man Nachjagen, die Kommunikation mit Herstellern und Dienstleistern ist lückenhaft bis kompliziert, da diesen Kunden gegenüber nicht pro-aktiv und schon gar nicht marktgerecht genug kommuniziert wird. Die Druck- und Papierbranche ist viel zu sehr mit sich und ihren selbst verursachten Problemwelten beschäftigt; und droht, die Chancen, die im Markt bestehen, zu verpassen. — Zeit, das sich was ändert. (Bald ist wieder drupa…). Oder?

EMGE Wien Key Visual.001

Wichtige Nachricht — für Freunde des DigitaldruckForum!

Auch nach 19 Jahren als führende Brancheninitiative gelingt uns erfreulicherweise immer wieder Neues: Zum ersten Mal können wir im Oktober 2015 ein exklusives Fachgruppen-Treffen im Rahmen einer hochinteressanten Konferenz in Wien durchführen. Mit den Marktanalysten von EMGE (UK) konnten wir eine diesbezügliche Vereinbarung für Digitaldruck-Anwender treffen. Und als Gruppe einen mehr als attraktiven Spezialpreis aushandeln, den wir Ihnen auf Anfrage gerne mitteilen.

Wir treffen kompetente Experten, die sich mit Forschung und Entwicklung, Trends, Innovationslösungen, Branchenanalysen u. v. m. für Papier- und Digitaldruck-Anwendungen beschäftigen. Ausgewiesene Fachleute, die man normalerweise, auch auf Fachmessen nicht trifft oder sprechen kann.

DigitaldruckForum-Gründer und Sprecher Andreas Weber steht der Gruppe als Ratgeber und Netzwerker vor Ort zur Verfügung. Er organisiert auch Treffen mit wichtigen Referenten sowie mit Michael Seidl, dem Verleger und Chefredakteur des internationalen Branchenmagazins „Print and Publishing“, das von Wien aus im deutschsprachigen Raum, Ost-Europa und Indien verlegt wird.

Interessenten wenden sich bitte direkt an Andreas Weber, per XING oder per Email.
Die Zahl der Teilnehmer ist limitiert.

Um Antwort wird bis 31. Juli 2015 gebeten!

Ich freue mich auf rege Teilnahme.
Beste Grüße aus der Gutenberg-Stadt Mainz
Ihr

Andreas Weber
Gründer und Sprecher des DigitaldruckForum
E-Mail: zeitenwende(at)me.com

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Wichtige Details:

  • Am 15. und 16. Oktober 2015 treffen wir uns in Wien und besuchen die Konferenz ”RIDING THE TRANSITION“.
  • Veranstaltungsort ist in Wien das NH Hotel Danube City.
  • Am 15. Oktober treffen wir uns nach dem 1. Konferenztag zu einem informell-fachlich-attraktiven Abend.
  • Details zum Konferenzprogramm:
    http://www.emge.com/events/conference/conference.html
  1. Hinweise:
    1. Teilnehmen können auf XING in der Gruppe DigitaldruckForum registrierte Anwender von Digitaldrucktechnik.
    2. An- und Abreise sowie Transfer zum Veranstaltungshotel organisieren die Teilnehmer für sich selbst. Verlängerungstage für ein ausgedehntes Wien-Wochenende bieten sich an,
    3. Die (reduzierte) Konferenz-Gebühr schließt Tagungsgetränke und Speisen ein. Die Zahlung ist nach der verbindlichen Anmeldung über Andreas Weber fällig und wird vom DigitaldruckForum an die Teilnehmer berechnet. Nach der verbindlichen Anmeldung kann von den Teilnehmern über den Konferenz-Veranstalter das Hotelzimmer zu Spezialpreisen gebucht werden.

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Iwan Le Moine, der mit seinen Kollegen von EMGE die Konferenz organisiert, hat eine kurze Botschaft für die Gruppe vorbereitet:

”Im excited to be able to inform you about a great opportunity coming up in a few months time for Digital Printers to meet up with all parts of the print supply chain, as well as gaining valuable insights into our industrys trends and innovations.

EMGEs Office & Digital Printing Papers Conference (Vienna, 15-16 October 2015) will include presentations by Ricoh, Canon, Adveo, Mondi & Double A (TBC), among others.

It is also renowned for its networking opportunities for the whole supply chain, including Papermakers, Paper Merchants, Printing Machinery Manufacturers, Printers & Print Consumers.

For more information on the exceptional deal being offered to the DigitalPrintingForum community, comment on this Tweet or send a personal message to Andreas Weber.”

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Warum es sich lohnt, diesen Beitrag zu lesen:
1. Relevante Trends und Entwicklungen frühzeitig erkennen!
2. Wie man das allgemeine Bewusstsein für Print verändert!
3. Etwas Altes wird etwas Neues!

 

Text von Andreas Weber
Grafiken/Foto: Messe Düsseldorf, drupa Global Trends, 2014

 

Vorspiel

Der legendäre Apple iCEO Steve Jobs brachte es in einer Email vom 24. Oktober 2010, 18:12 Uhr, auf den Punkt und identifizierte das „Innovators Dilemma“ als existentielle Bedrohung: Firmen seien in Gefahr, wenn sie zu lange an alten Paradigmen festhalten. — Was kann die Traditionsbranche Print daraus lernen?  Und wie vollzieht man den Sprung von der etablierten in die neue (digitale) Welt?  Ein spannendes Ausgangsszenario, um sich gedanklich auf die nächste drupa vorzubereiten.  

 

Das Dilemma: Hohes Innovationstempo – mäßige Adaptionsrate

Das Innovations-Dilemma, das Steve Jobs seinerzeit bekümmerte, in einer Phase, als Apple zur wertvollsten Marke der Welt wurde, hat die Print-Branche längst erfasst. Und ebenso ihre Marktplätze. Große Fachmessen wie die Print in Chicago oder die IPEX, neuerdings in London, sind gestrauchelt. Weniger Aussteller, weniger Besucher, weniger Relevanz — trotz hohem Innovationstempo der Hersteller. Der Druckereimarkt und seine Kunden scheinen nicht mithalten zu wollen. Ersatzinvestitionen lahmen und Neuheiten werden gerade in Deutschland nur zögerlich angenommen. Die Messe Düsseldorf beschreitet aus diesem Grund neue Wege, um die drupa als Leitmesse für die weltweite Druck- und Papierbranche aufzufrischen. Grund genug für einen Value Talk kurz vor der Halbzeit zwischen drupa 2012 und drupa 2016. Zentrale Frage: Wohin steuert die drupa?

 

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„Einer Leitmesse wie der drupa kommt in Zeiten der Veränderungen eine noch entscheidendere Bedeutung zu“, stellt Sabine Geldmann gleich zu Beginn des Value Talks fest. Seit Anfang 2013 ist sie als drupa Director bei der Messe Düsseldorf für die Olympiade der Druck- und Papierbranche zuständig. Dabei belässt sie es nicht beim Fachmesse-Organisieren, das sie von der Pike auf beherrscht. Vielmehr werden die weltweiten Kontakte und Besucherprofile der Messebesucher genutzt, um daraus wertvolle Marktinformationen abzuleiten. Globale Trends und Branchen-Insights werden seit Jahresbeginn 2014 durch Studien/Reports dokumentiert. Selektiert wurden rund 4.900 Teilnehmern aus drei Gruppen (Print Service Provider, Print Buyers, Suppliers), davon über 2.600 Entscheider aus Druckereien, auf denen zunächst der Hauptfokus liegt. Das repräsentative Panel erstreckt sich auf 119 Länder der Welt.

Innovation ist Trumpf!
Vor allem bei den drupa-Vorbereitungen.

„Unsere Aufgabe als Organisator der drupa ist es vor allem“, so Sabine Geldermann, „Trends zu erkennen, um belastbare, qualitative Entwicklungen auf globaler Ebene aufzuzeigen.“ Ziel sei es, nicht nur die drupa und ihre Positionierung entsprechend marktgerecht gestalten zu können, sondern den Herstellern als Ausstellern und ihren Besuchern als Anwendern fundierte, aktuelle Fakten bieten zu können. Die Voraussetzung erfolgte mit der Herausgabe des drupa Global Trend Report im Februar 2014. Bis 2016, jeweils zum Jahresende, werden Updates durchgeführt. Im Halbjahresabstand folgen die Themenspecials in den drupa Global Insights. Die Ergebnisse dieser Analysen werden breit gestreut über digitale Wege: Per Social Media, Presseverteiler/Fachmedien, über Web-Downloads der PDF-Zusammenfassungen, in persönlichen Gesprächen.

Der innovative Ansatz dieser Trendstudien und -analysen liegt laut Sabine Geldmann darin, dass „über das zur Verfügung stellen von Ergebnissen zusätzlich Tiefenanalysen vorgenommen werden können. Dies gelingt aufgrund der umfassenden Datenstrukturen, die Regionen, Länder, spezifische Zielgruppenprofile, Marktsegmente u. a. m. unterscheiden.“ Als Haupt-Sichtweise werde die Situation der Druckereien zugrunde gelegt.  Mit quasi mikroskopischem Blick können erstmals in den Märkten Trends aufgezeigt und analysiert werden. Wesentlich erscheint, nationale Entwicklungen im internationalen Kontext abgleichen zu können, da im Print-Business die Unterschiede eminent gross sind.

 

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Spektakulär sind die Ergebnisse bei der Nullmessung durch den 1. drupa Global Trend Report erwartungsgemäß noch nicht. Bis auf die Prognose, dass die Investitionen wieder steigen sollen. Vieles habe man schon wissen können, durch Medienberichte oder eine Vielzahl von Einzelstudien. Es geht der drupa Direktorin und ihrem Team vielmehr darum, aus einzelnen Puzzle-Teilchen ein komplettes Bild zu formen, das systematisch aktualisiert wird. Die drupa mit über 60jährigen Tradition biete genug Substanz, um ein solides Markt-, Wirtschafts- und Investitionsbarometer abzubilden, verknüpft mit neusten Technologie- und Anwendungstrends.

Profitieren soll durch diese exklusive Wissens- und Recherchearbeit das Themen- und Aktivitätenprogramm der drupa 2016. „Strukturwandel und Marktkonsolidierung bewirken, dass neben dem Stammpublikum der drupa neue Zielgruppen angesprochen werden müssen“, erklärt Sabine Geldermann. Quasi per Seismograph müssen diese neuen Anforderungen erkennbar sein. Die bei der Messe Düsseldorf vorhandenen digitalen Kommunikationskanäle bekommen daher neben der Herausgabe von Printpublikationen eine hohe Bedeutung. In umfassender Weise sollen Interaktionen entstehen, die messbare Ergebnisse durch valide Auswertungen erlauben. Getreu dem Motto „Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!“ besteht für die drupa die Herausforderung, neue Zielgruppen zu identifizieren, die nicht oder nur unzureichend über die technisch-funktionellen Vorteile von aktueller Print-Technologie informiert sind.

 

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Das Risiko der Printbranche:
Nicht-Wissen!

Print gerät durch Nicht-Wissen über das immense Spektrum von Einsatzmöglichkeiten aus dem „relevant Set“ der Kommunikationsentscheider, da das Medium Print und seine Hersteller, Drucker wie Lieferanten, als nicht mehr zeitgerecht abgestempelt werden. Wer weiss schon unter den Print Buyern und Marketing-Kommunikations-Entscheidern, wie Print und IT und Web harmonieren (Stichwort: Gedruckte Bücher aus Social Media-Plattformen automatisiert herstellen). Wer weiss schon, wie man Social Media Inhalte und Printmedien durch Digitaldruck in Kommunikationskampagnen zusammenführen kann?

Dies soll laut Sabine Geldermann anders und das notwendige Anwendungs-Wissen durch die drupa Global Insights Reports erzeugt werden. Innovative Anwendungsmöglichkeiten von Print in intermediären Szenarien müssen anschaulich und populär gemacht werden: „Es bietet sich ein ungeheures Potenzial für Innovation der Kommunikation mit Print. Man kann nur über neue Erkenntnisse und Lernergebnisse das Bewusstsein für Print verändern“, sagt die drupa Direktorin. Diese Maßnahmen, die drupa substantieller durch die branchenübergreifende Diskussion neuer Inhalte „beyond print“ vorzubereiten, sollen den Stellenwert der drupa als Leitmesse mit globaler Stahlkraft deutlich erhöhen. „Wir tragen dazu bei, die neuen Möglichkeiten im Print zu visualisieren. Es gibt global dermaßen viele neuartige, wirkungsstarke Anwendungen mit Print, die aus eigener Kraft heraus nicht ins allgemeine Bewusstsein rücken“, bringt es Sabine Geldmann auf den Punkt.

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Neue Wege:
Kommunikation über Print ist so wichtig wie die Kommunikation mit Print!

Die Frage stellt sich: Sollte die drupa nicht nur als „reale“ Messe, sondern zudem als virtueller Kommunikations-Marktplatz wirken können? Gerade im Hinblick darauf, dass jede Branche, jeder Wirtschaftszweig von Print-Innovationen profitieren kann? Die weiterhin zu optimierende Kommunikation der Printbranche oder die noch gewünschte Steigerung der Kommunikation in der Printbranche kann zur erstklassigen Chance der drupa werden. [Vgl. den ValueCheck: Kommunikation als Motor neuer Geschäftsmodelle].

Das Besondere besteht laut Sabine Geldermann darin, dass der Vorteil von Print in seiner Breitenwirksamkeit gleichzeitig ein hohes Potenzial an Erklärung mit sich bringt: Die Zielgruppenprofile und die Kundenbasis der Druckereien sind extrem heterogen gestaltet. Ebenso heterogen wie das Leistungsangebot von Druckereien, die technisch extrem innovativ und entsprechend spezialisiert sein müssen. Print bleibt ein unverzichtbarer und elementarer Bestandteil unserer Kommunikation, jedoch sind Print Service Provider nicht mehr ausschließlich “Drucksachenherstellter” sondern müssen zukünftig eine noch höhere Beratungskompetenz erbringen. Lösungsangebote umfassen Workflow-Architekturen, variablen Datendruck, Veredelungen, Logistik-/Supply-Chain-Aufgaben, Response-Auswertung und vieles mehr.

 

Vielfalt der Printbranche
als Chance nutzen!

Sabine Geldermann betrachtet diese wachsenden Anforderungen an ihre Klientel gänzlich unerschrocken und führt aus: „In der Vielfalt der Printbranche sehen wir das spannende Potenzial der Möglichkeiten: Die unglaubliche Bandbreite, die Printkommunikation über die Wertschöpfungskette hinaus allen Wirtschaftsbereichen bietet, erfahrbar zu machen. Die Printbranche ist keinesfalls auf dem Rückzug oder eindimensional, sie dehnt sich in alle möglichen Ebenen des Lebens und der Geschäftstätigkeit aus.“ Die Vorbereitungsarbeiten der Messe Düsseldorf zur drupa 2016 setzen auf relevante Fakten und Inhalte, die helfen sollen, die Branche und ihre Lösungsangebote per Online-Recherche jederzeit, an nahezu jedem Ort auf der Welt auffindbar zu machen.

Das Credo der drupa 2016-Vorbereitungen formuliert Sabine Geldermann wie folgt: „Unser Ziel ist es, z. B. über Web- und Blogbeiträge inkl. der richtigen Verschlagwortung ein gutes Storytelling zu bieten. Nur so können wir neue Zielgruppen auf unsere Aussteller und ihre Kunden mit ihren wichtigen Innovationsangeboten aufmerksam machen.“ Im übrigen stütze eine wachsende Zahl der drupa-Aussteller diesen Ansatz, um die Aufmerksamkeit bei den Kunden der Druckereien zu erhöhen. Agenturen,  Werbungtreibende und Markenunternehmen seien schließlich die Impulsgeber und müssten umfassender einbezogen werden. Dazu zählt, dass diejenigen Print Service Provider, die marktgerechte, zeitgemäße, vernetzbare Printkommunikationslösungen anbieten, sofort über Google auffindbar sind. Die reine Beschreibung oder Bemusterung von innovativen Anwendungen, die Face-to-face präsentiert werden, reicht dabei nicht mehr aus; es müssen Wirkungsfaktoren und ökonomisch verifizierbare Resultate aufgezeigt oder besser permanent medial inszeniert werden.

 

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Unsere Meinung

Die Messe Düsseldorf beschreitet einen Erfolg versprechenden und für die Branche richtigen Weg: Die drupa als Leitmesse für die Druck- und Papierbranche kann nur dann gelingen und global wirken, wenn Themen und Ausstellungsprogramm mit der Situation der Besucher (und Kunden der Aussteller) perfekt synchronisiert sind. Dazu bietet sich über die neuen Trendstudien die besten Möglichkeiten, um mit Märkten und allen Marktpartnern im steten Fach-Dialog zu stehen. Nicht nur während der drupa, sondern auch vorher und nachher!

Spannend für die drupa 2016 wird sicherlich die Frage, wie man die fulminanten, noch lange nicht abgeschlossenen strukturellen Veränderungen im Druckmarkt in den Griff bekommt. Branchenführer Heidelberger Druckmaschinen tritt nach einem längeren Boxenstopp mit neuer Digital Strategie an. Das wird der Branche guttun. [Siehe die Value Analyse zum Heidelberg Digital Sneak Peek, April 2014].

Die Printbranche muss nunmehr lernen, weit über den Tellerrand hinauszuschauen. Viele Neu- und Quereinsteiger, die sich z. B. mit Hochleistungs-Inkjet- und/oder variablem Datendruck auf industriellem Fertigungsniveau, mit Printer Electronics oder 3D- /4D-Printing beschäftigen, lassen sich nicht mehr klassisch der Druckbranche zurechnen. Auch hier gilt: Wirksame Kommunikation über Print tut not; und das innovationsgetriebene Dienstleistungsgeschäft mit Print muss popularisiert werden, damit die Nachfrage stimmt.

 

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Auf einen Blick:

drupa Global Trends – Ergebnisse vom Februar 2014

Bei allen nationalen Unterschieden bringt der “drupa Global Trends Report” wesentliche – und teilweise überraschende – Trends und Erkenntnisse zu Tage, die sich durch alle Wirtschaftsregionen und Druckbereiche (Publishing, Packaging, Commercial) ziehen. Erwartungsgemäß hat der Report bestätigt, dass sich die weltweite Druckindustrie nach wie vor in einem Strukturwandel befindet, was sich in Kostensteigerungen bei gleichzeitigem Preisverfall und sinkenden Margen dokumentiert. Doch viel entscheidender sind drei zentrale Ergebnisse der Studie:

  1. Es gibt klare Signale für einen wirtschaftlichen Aufwärtstrend: Die weltweite Druckindustrie quer durch die Bereiche Commercial, Publishing und Packaging wird in den kommenden zwölf Monaten deutlich investieren. Investitionstreiber hierbei sind in den Industrieländern Effizienzsteigerung und die Schaffung neuer Services. In diesem Zusammenhang gibt es klare Indikatoren für eine Art Führer- oder Vorbildrolle der nordamerikanischen Industrie. In den Schwellenländern hingegen ist der Investitionstreiber das Auftragsvolumen.
  2. Die Druckindustrie wandelt sich von einer produkt- bzw. technikgetriebenen zu einer servicegetriebenen Industrie. Im Trend sind neue Lösungen und Geschäftsmodelle, die die Bedürfnisse des Kunden reflektieren.
  3. Erwartungsgemäß spielt Digitaldruck im eingesetzten Technologie-Mix eine wichtige Rolle. 65 Prozent aller Druckdienstleister produzieren sowohl konventionell als auch digital. Über 30 Prozent der Commercial Printer erzielen bereits heute ein Viertel ihrer Gewinnmargen mit Digitaldruck. Doch auch konventioneller Druck (vor allem Bogenoffset) ist nach wie vor ein wichtiger Eckpfeiler der Druckbranche. Das spiegelt sich bei den Investitionsabsichten wider: 29 Prozent aller Druckdienstleister wollen 2014 in Bogenoffset investieren.

Link: Quelle und weitere Informationen