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PROKOM Webinar Transformation by Andreas Weber.011

“Beam me up, Scotty” — Transformation im Digitalzeitalter, lautet der Titel eines Webinars, mit dem Andreas Weber, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG im Team mit der PROKOM User Community ein für die Print-Branche entscheidend wichtiges Themenfeld eröffnet. Basis waren die Erkenntnisse aus dem gleichnamigen White Paper, das den Webinar-Teilnehmern zur Verfügung stand. — Anbei das Wichtigste aus der Präsentation mit praktischen Ratschlägen, wie man den Überblick behält und den Wandel im Griff hat.

Zitat:

„Die tägliche Reizüberflutung überfordert uns und macht uns fast panisch bewusst, dass der von den digitalen Techniken verursachte Wandel nicht mehr aufzuhalten ist. Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Um die digitale Transformation kommt keiner herum.“ —Andreas Weber

Themen/Struktur:

  • Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation
  • Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche
  • Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)
  • Tipps und Tricks

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Intro: Handeln durch Wandeln!

Seit mehr als einer Generation wirkt sich die „Digitalisierung“ fulminant aus (unabhängig davon, wie man den Begriff ausgelegen mag!); unsere Lebenswelten und Lebensrealitäten gehen mit fulminanten strukturellen Veränderungen einher, bei immer kürzer werden Intervallen und einem durch die Globalisierung enorm steigenden Druck. Ein guter Zeitpunkt, um dich mit Transformation aus Sicht der Print-Branche zu beschäftigen. Denn: Gerade innovative Digitaldruck-Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Produktion um nachhaltige und zukunftsorientierte Marketinglösungen ausbauen.

1. Die Geheimnisse (und Besonderheiten) der Transformation als Kultur-Phänomen

Um es von Anfang an richtig zu begreifen: Transformation ist kein neuzeitlicher Begriff, er lehnt sich an das griechische METAMORPHOSES an und beschreibt sozusagen einen smarten Wandel. (μεταμόρφωσις, “Transformation, transformierend“, von μετα- (meta-), „Veränderung, Wechsel, Wendepunkt“ und μορφή (morphe), „Form“).

Evolutionsgeschichtlich nehmen Metamorphosen in der Natur und bei Lebewesen einen wichtigen Platz ein, um sich weiterzuentwickeln. Der Begriff Transformation steht immer im Kontext mit menschlicher Kultur. Und bezeichnet keinesfalls ein ausschließliches Ergebnis technischer Entwicklungen. Technisch gesehen, ist die Ausprägung bei der Bildbearbeitung durch das sog. Morphing fassbar, indem unterschiedlich Bilder verschmolzen werden zu einem neuen. Aus heutiger Sicht wird allzu leicht übersehen, dass bereits im Alten Orient die Babylonier eine Transformation des Handels einleitenden, als sie vor rund 3.500 Jahren begannen, Steintafeln zu nutzen, um ihre Angebote zu propagieren. Transformation stellt somit in erster Linie ein kulturelles Phänomen da, das die Menschheit geleitet und Innovationen im Zusammenleben ermöglicht hat.

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2. Rolle und Bedeutung im Kontext mit der Print-Branche

Einer der ersten, die der so verstandenen ‚Transformation‘ ein unvergessliches literarisches Denkmal gesetzt haben, war der französische Schriftsteller Victor Hugo. Hugo beschreibt im „Glöckner von Notre Dame“ von 1831 die Szene, als ein mittelalterlicher Mönch durch das Fenster seiner Schreibstube auf die Kathedrale blickt und nach der Kunde von der Erfindung Gutenbergs in Mainz kurz und prägnant vor sich hin spricht: „Ceci tuera cela!“ — Das Eine wird das Andere töten. Gutenberg hat mit seiner Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern die marktbeherrschenden Schreibstuben der Mönche überflüssig gemacht und letztlich die Neuzeit und das Informationszeitalter eröffnet. Technik war für Gutenberg nicht unwichtig, aber eben sekundär, da ein Mittel zum Zweck. Er wollte publizieren resp. seine kostbaren Publikationen möglichst gut verkaufen. Das hatte blitzartig Wirkung rund um die Welt und öffnete der Print-Branche die Tür, um fortan nachhaltig und bis heute die Kultur der Menschheit zu transformieren.

Insofern kommt der Print-Branche unverrückbar die bedeutende Führungsrolle bei Transformation zu, was übrigens die Auguren des 20. und 21. Jahrhundert im Silicon Valley besser verstanden haben als wir Europäer. Die US-amerikanische Wirtschaftselite würdigte Gutenberg im Jahr 2000 als ‚Man of the Millennium‘, da er als Mensch für andere Menschen etwas entscheidendes getan hat. Transformation im Digitalzeitalter bedeutet daher: Es geht stets um Mensch-zu-Mensch-Beziehungen. Das ‚Human-to-Human‘ ist wichtigstes Element von Social Media, IoT, AI, Big Data und anderem mehr, was die Jetztzeit und sicher auch die weitere Zukunft prägt. Kein Wunder also, dass die Print-Branche mit Beginn des Desktop-Publishings seit den 1980er Jahren und dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ die Umsätze weltweit auf über 700 Mrd. Euro steigern konnte und weitere Umsatzvolumina von über 3,5 Billionen Euro für andere Wirtschaftszweige generiert, die sich mit Datenaufbereitung für den Druck und Supply-Chain-Aufgaben u. v. m. beschäftigen. Es geht wie gesagt bei der Transformations-Wirkungsweise nur sekundär um (Druck-)Technik, sondern vielmehr um das Publizieren von Menschen für Menschen, um Erkenntnisprozesse nachhaltig zu etablieren.

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3. Lernen von den Besten (ausgewählte Beispiele)

Die Jetztzeit wird vor allem von GAFA geprägt (kurz für: Google, Amazon, Facebook und Apple). Also genau solchen Firmen, die an den Gutenberg’schen Erfinder- und Innovationsgeist anknüpfen. Das Novum: Transformation wird Teil des Geschäftsprinzips, das sich durch neuartige, durchgängige Innovations-Plattformen abbilden lässt.

Google digitalisiert u. a. Dokumente und Bücher dieser Welt, macht also Print-Inhalte digital zugänglich; Amazon startete sein Handels-Imperium mit dem Verkauf von gedruckten Büchern. Und steigt 2016 in das On-Demand- und Online-Print-Geschäft ein (Stichworte: Amazon Print+Posters sowie Amazon Custom). Facebook hat die News-Vorherrschaft übernommen, die bis dato den Medienhäusern lukrative Verlags-Monopole sicherten und bietet Anreize für Neueinsteiger, sich mit dem automatisierten Druck von Inhalten aus Facebook-Chroniken zu widmen. Und Apple steht im Verbund mit Adobe, Aldus und Linotype für die Pionierrolle im neuzeitlichen Print. Und ist dem bis heute treu geblieben. Am 23. September 1997 gab Steve Jobs den Startschuss für den Neubeginn von Apple als Multichannel-Innovator mit dem Launch der „Think Different“-Kampagne. Zugrunde gelegt wurde von Jobs die Philosophie des ‚Digital Lifestyle‘ etabliert, der an die kulturellen Werte der menschlichen Kulturentwicklung anknüpft. Mit dem Ziel, digitale Technologien intuitive nutzbar zu machen. Die Kernbotschaft: „Communication first, Products, Services second“. Seine Technologiekompetenzen stellt Apple schon lange nicht mehr zur Diskussion, es sind einfach die besten. iPod, iMac, iPhone, iPad, iTunes, iPhoto und anderes mehr wurden so zu Selbstläufern, weil die Nutzer keine Programmierkenntnis brauchten, um bis dato nicht Mögliches nutzen zu können.

Apple blieb dem Print immer treu, bis heute: Durch hochwertige Produktverpackungen, bei der Außenwerbung und nicht zu unterschätzen durch Digitaldruck für Premium-Fotobücher und Grusskarten. In Summe versteht es Apple wie kein anderes Unternehmen der Welt, die besten Websites/virtuellen Webstores, reale Flagship-Stores, Produkt- und Softwaredesign sowie Print zu Bündeln, um Kunden via Multichannel ein maximales Lifestyle-Erlebnis zu verschaffen. Der nachhaltige Erfolg als wertvollste Marke der Welt und maximal hohe Pro-Kopfgewinne geben Apple, Steve Jobs und seinen Nachfolgern recht. Und sorgen für ein Höchstmaß an Kundenbindung und Kundentreue, das anderen, die das so nicht können oder wollen, suspekt erscheint.

Für den Print-Sektor haben sich einige kluge Köpfe das Steve Jobs-Prinzip des digital Lifestyle zu nutze gemacht. So z. B. Peter Gunning, CEO von Grafenia plc., Manchester/UK, der ein Druckunternehmen, das sich auf Online Print spezialisierte, nunmehr erfolgreich durch nettl.com eine weltweite Ladenkette etabliert, die Web/Design-, Mobile-, E-Commerce-Services mit variationsreichen Print-Anwendungen kombiniert. Das Motto von Peter Gunning: „Print is Lifestyle“ begeistert Mitarbeiter wie Kunden und mich als Experten gleichermaßen. (Lesetip: “Grafenia reinvent print”) 

 

 

Stefano Cutello, Founder & CEO von PastBook, hat ein Start-up gegründet, das erfolgreich den Schulterschluss macht zw. Mobile / Social Media und dem Druck von Fotobüchern. Cutello ist willkommener Gast bei Events im Silicon Valley, wie bei der Mobile Connect 2016. Sein Motto/Claim: „Relive Your Memories. Automagically Created for You!“ — Siehe hierzu den ValueDialog „Great task by PastBook’s CEO Stefano Cutello: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!”

Christian Kopocz mit seiner kleinen, aber feinen Firmengruppe in Lübeck (prindoz, Printmanufaktur und Buch-Handelsgesellschaft) ist ein einfallsreicher Unternehmer sowie Multichannel-Experte, der sich national und international für seine Sache im Team mit Kollegen aus aller Welt einsetzt. Er arbeitet in wichtigen Gremien mit, wie der XMPIE Users Group (als Executive Director) oder der PROKOM User Community (als EMEA-Board-Mitglied). Und er „erfindet“ grandiose Multimedia-Anwendungen, die Print auf Premium-Niveau mit maximalem Individualisierungsgrad ins Zentrum stellen.

Allen gemeinsam ist: Die genannten Beispiel-gebenden Vordenker sind Quereinsteiger im Print und nutzen Print, um Lebens- und Erfahrungsmomente aus der virtuelle Welt des Internets in die Realität zu überführen. Sie verharren nicht in höriger Technologie-Gläubigkeit (was viele Druckerei-Kollegen in die Pleite führte); denn Technologie verkauft nicht, sondern nur Werthaltigkeit. Die im Print Erfolgreichen entwickeln wahre Kreativität, die nicht nur linear weiter führt, was optimiert werden kann, sondern wahrhaft Neues erschafft. (Siehe auch die ValueAnalyse: “Wege aus dem Innovationsdilemma.)

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4. Tipps und Tricks – Guideline

„Transformation beginnt im Kopf. Und endet nach erfolgreicher Mission dort auch wieder!“ — Es ist Zeit für ein neues Denken, das sich von Technik-Gläubigkeit befreit. Auf dem Sektor der Artificial Intelligence, kurz AI, vollzieht sich dies am deutlichsten. Zum Beispiel durch „Machine learning to make human brains faster“. Denn Menschen und ihre Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge. Social Media spielt eine wichtige, besser: zentrale, Rolle bei der Vermittlung zwischen technischen Innovationen und den menschlichen Bedürfnissen, um durch Publizieren und Interaktionen Erkenntnisprozesse in Gang zu setzen.

 

Folgende Checkliste als Guideline:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten.
  3. Transformiere Dich selbst!
  4. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  5. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen
  6. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  7. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!

Fazit: Meine Empfehlung lautet: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz. Es ist eigentlich ganz einfach…

 


Zum Autor:

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG, Mainz. Sein Credo: „Am Anfang braucht man immer einen Masterplan, der sich am Vergangenen orientiert, um dann die neuen Vorgaben für die kommenden Jahrzehnte festzulegen. Wer vorankommen will, muss also zuerst zurück zu seinen Wurzeln!“

Andreas Weber ist Deutschlands führender Branchen-Analyst für Print und Experte für Innovation durch Kommunikation. Sein Motto: Beratung. Wissen. Vernetzung. Er hat Geisteswissenschaften an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz studiert und lebt und arbeitet dort seit 1978. 1987 entdeckte er die Kommunikation. Seitdem ist er als Kommunikationsmanager und Analyst, Verleger und Coach in der Branche tätig. — Schließlich wurde er zum Unternehmer und gründete mehrere Firmen in Deutschland und der Schweiz, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet. Die Value Communication AG ist ein weltweit aktives Institut für Forschung und Wissensvermittlung.

Kontakt:

LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber

Blog (mit zahlreichen Fach-Kommentaren und White Papers): https://valuetrendradar.com

Twitter:

@zeitenwende007

@ValueCommAG

ValuePublishing Report #ops2017.001

Bernd Zipper und Peter Gunning beim Warmlaufen zu #ops2017 auf der Bühne! — Foto: Andreas Weber.

Word-class Event. Fantastic. Unforgettable.

Das 5. Online Print Symposium zum Thema “Online-Challenge – Fokus Kundenzentrierung” am 6. / 7. April 2017 in München setzte erneut Maßstäbe. 300 hochkarätige Teilnehmer aus 15 Ländern bestätigten das Fazit: “Auf zu neuen Ufern. Mit Herz und Verstand!”


Von Andreas Weber, Head of Value  |  English Version

Die Organisatoren – Fogra, BVDM, zipcon – können stolz und zufrieden sein. Mit dem 5. Online Print Symposium 2017 (kurz: #ops2017) haben sie die Messlatte nochmals höher hängen können. Kaum ein Fachevent auf der Welt, das Print-Innovationen im Fokus hat, ist dermaßen professionell, fundiert, inhaltsreich und vor allem “menschlich” wertvoll gestaltet. Das Publikum kommt nicht nur, um dabei zu sein. Es macht mit und denkt mit. Beziehungen sind eben alles, auch im Geschäftsleben.

Vorspiel: Am Vorabend wurde bereits für die Keynote des ersten Veranstaltungstages geprobt. In gekonnt professioneller Lässigkeit. Video-Animation via Facebook: Andreas Weber für ValuePublishing.

Damit wird dem Thema “Kundenzentrierung” auf ganz besondere Weise Rechnung getragen, wie unser multimedialer “ValuePublishing Report” via Storify  eindrucksvoll belegt: Über 50 Teilnehmer und sogar Experten, die leider nicht dabei sein konnten, haben sich in der Social Media-Kommunikation eingebracht. So engagiert war bis dato noch kein Auditorium involviert. Und das ist gut so. Denn das Motto: “Tue Gutes und publiziere darüber” wird wichtiger denn je. Die durch die Bank exzellenten Referate zeigten, das Zukunft schon heute beginnt. Online Print lebt von den Effekten des Smart Shopping. Und dazu gehört eben auch Smart Communication, in der Form, dass alle Beteiligten sich einbringen können.

Peter Gunning, Günder und CEO von Grafenia plc, Manchester/UK, der mit seinem nettl.com-Projekt weltweit eine Führungsposition bei der Transformation eines Druckerei-Geschäftskonzeptes vollzog (Motto: Print is lifestyle), teilte direkt nach dem #ops2017 Symposium seine Eindrücke. Unmittelbar, in Echtzeit, emotional packend. Viele tausend Nutzer haben dies auf LinkedIn sofort und begeistert nachvollziehen können.


Ein Novum: Das Saalpublikum erwartete eine gelungene Überraschung: Als Live-TV-Reporter durfte ich mit der Unterstützung eines kompetenten Kamerateams alle Aussteller in Foyer und Atrium per Grossleinwand in den Saal beamen. 11 Firmen in weniger als 60 Minuten wurden so vorgestellt. Die Reaktionen beim Publikum waren ausgezeichnet. Denn es wurden die Aussteller nicht per Vortrag auf der Bühne, sondern vor ihren Ständen gezeigt und konnten in kürzester Zeit per Interview Auskunft geben, was sie tun und was die Besucher davon haben. Diese kamen in den Pausen zahlreich vorbei. Benchmark!


Interessant: In der Auswertung war LinkedIn die bevorzugte Social-Media-Plattform vor während und nach der #ops2017. Nicht nur Meldungen wurden in Echtzeit publiziert, sondern auch resümiert und aktiv kommentiert. Daneben baute sich via Twitter eine unglaubliche Reichweite auf, die auch jetzt, einige Tage nach der #ops2017 weiter anwächst. Es werden sicher weitere Blog-Beiträge folgen, erste Zusammenfassung sind bereits auf beyond-print.de publiziert.

Den schnellsten und einfachsten Einstieg für alle, die dabei waren oder vor allem diejenigen, die nicht kommen konnten, finden sich nachfolgend in unserem ValuePublishing Storify-Report, durch eine Zusammenstallung der rund 200 wichtigsten Tweets. Kompakter gehts kaum und vor allem: kaum authentischer!

ValuePublishing Report #ops2017 via Storify.png

Zum Betrachten bitte Link klicken: https://storify.com/zeitenwende007/valuecheck-the-future-of-print-is-on-line


Hinweis

Wir werden in den nächsten Tagen an dieser Stelle meinen Beitrag kontinuierlich erweitern um Inputs, Kommentare und Berichte anderer kompetenter Kollegen.

Zum Start:

Insiderbericht #OPS2017: Onlineprint – Forever Startup?

 

Insiderbericht von beyond-print.de


Online Print Symposium 2017: #OPS2017 Best-of

 

#ops2017 Best of.png


Das “Best-of”-Video (deutsch/english)


 

LiveTV mit SAPPI, Peter Goer, im Gespräch mit dem Moderator Andreas Weber

 


 

James deCaires Taylor Homepage

Amazing. A fantastic and extraordinary way to combine the innovation of art and multi-channel: Swim and watch art under water! —Discovered by Germany’s leading TV magazine ASPEKTE. Reviewed by Andreas Weber.

Wir werden nahezu überwältigt von mehr und mehr schier gigantomanischen Ausstellungsprojekten. Die Kunst muss mit Sportveranstaltungen auf Augenhöhe sein. Die Macher hierzulande (in Good Old Germany) freuen sich, wenn genauso viele oder sogar mehr Menschen in Museen und Kunstausstellungen gehen als in die Fussballstadien.

Und jetzt das: Der Brite James deCaires Taylor, Weltbummler, Bühnenbildner, Taucher und studierter bildender Künstler konterkariert diesen Kunst-Massentourismus und präsentierte in Cancún, Mexico, sowie neuerdings auf Lanzarote, wie man per Unterwasser-Skulpturpark mit zeitgemäßem Kulturverständnis Umweltbewusstsein, Natur, Ozeane mit ihrer Fauna und Flora, Menschsein und Kunst in Einklang bringt. Und das auf höchst innovative Art und Weise. Wunderbar.

Seine Idee: Menschen dienen als Modelle, die als Skulptur lebensgroß „gegossen“ werden durch ein spezielles, ph-Wert-neutrales Material, das umweltverträglich und äußerst haltbar ist. Als Ensemble, in Mexico bis zu 500 Figuren, werden sie im Meer in bis zu 10 Meter Tiefe aufgestellt, um fortan der Nährboden für ein natürliches Korallenriff zu werden.

Meine Meinung: 

Kompliment an das #ZDF Aspekte-Team für eine höchst eindrucksvolle Reportage, die bildende Kunst, Umwelt und künstlerischen Erfindergeist als Basis der Innovation unserer Kultur begreift. Viele Bezüge zur Geschichte der Kunst lassen sich herstellen: Zu den antiken griechischen Bronzestatuen, die dereinst in einem gesunkenen Römer-Schiff vor Neapel geborgen wurden. Zu den Tonsoldatenarmeen in China. Zu Géricaults „Floß der Medusa“, zu Rodins „Die Bürger von Calais“. Allein, diese neuen Werke von James deCaires Taylor können noch mehr Wirkungskraft entfalten, da sie als Teil unseres natürlichen Lebensraumes nicht in musealer Atmosphäre gefangen gehalten werden. Und die Kommunikation über diese Kunstwerke ist eine wunderbar zeitgemäße: Die Originale können vor Ort besichtigt werden, der Künstler selbst filmt und dokumentiert. Die Medien greifen es auf. Und natürlich per Social Media und Blogs wird darüber diskutiert und gestaunt. Das ist wiederum #Multichannel Innovation at its best.

Homepage zum Projekt von James deCaires Taylor:
http://www.underwatersculpture.com

Videoreportage im ZDF von Aspekte am 5. Juni 2015:
http://zdf-hdios-none-i.zdf.de/i/meta-files/zdf/smil/m3u8/200/15/06/150605_rauscher_asp.smil/master.m3u8


Impressionen aus dem ZDF Aspekte-Film