Die östlichste Karibik-Insel ist Barbados. In der Hauptstadt Bridgetown sitzt eine bemerkenswerte, hochspezialisierte Druckerei: Caribbean Label Crafts Ltd. Unsere 3. Episode von WEBER + REITOFT widmet sich buchstäblich dem Zauber der Karibik, von dem wir hierzulande profitieren können.
Caribbean Label Crafts Ltd. wurde 1986 gegründet. Heute führend auf Premium-Ebene.
LEITLINIE: Qualität – Exzellenz – Handwerkskunst
Tätigkeitsfeld: Etikettendrucker für die Karibik und Mittelamerika, mit Standorten in Barbados, Jamaika und neu in der Dominikanischen Republik
VISION: Führend vom Konzept zur Anwendung!
„Wir wollen renommierte Designer und Drucker hochwertiger Verpackungen sein, die durch Innovation, Handwerkskunst und Exzellenz stets die Erwartungen unserer Kunden erfüllen oder übertreffen, vom Konzept bis zur Anwendung.“
MISSION: Caribbean Label Crafts Ltd. ist bestrebt, seinen Kunden erstklassige Verpackungslösungen, Support und Dienstleistungen zu bieten, die die Standards ihrer Verpackungen verbessern und einen Mehrwert für ihr Unternehmen schaffen und gleichzeitig langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen
CLC deckt fast alle Anwendungsbereiche des Etikettendrucks ab, vor allem für FMCG-Retail-Produkte aller Art, Preis- und Barcode-Labels bis hin zu Pharma-Produkten.
Selten erfährt man so offen und inspirierend, wie ein Premium-Geschäft in einem Nischenmarkt sich gestaltet und erfolgreich weiter entwickelt. Und das alles mit Bedacht und gründlicher Überlegung sowie entschlossenerem, konsequentem Handeln! Bravo!
Kernaussagen aus dem INKISH-Video
Greg Coles, Sales & Customer Service bei CLC: „Es geht bei und immer um High-end und damit High-Value-Added-Produkte und Services“
CEO Paul Evelyn: „Alle Aktivitäten inklusive Investitionen richten sich immer danach, höchste und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Das macht im Team mit erstklassigen Mitarbeitern unsere sehr gute Reputation aus.“
Neben den höchsten technischen Standards ist bei CLC immer wichtig, die Handwerkskunst vollendet und durchgängig vom Design, über Prepress und Printproduktion zu beherrschen.
Alle Basismaterialien müssen auf die Insel importiert werden. Und 93% der Produkte werden dann wieder in über 30 Inseln & Lokalitäten in der Karibik und Mittelamerika exportiert. Das macht nur Sinn, wenn man auf Premium-Level agieren kann. Dazu gehört, Umweltaspekte im Blick zu halten und höchstmögliche Special-Effects im Druck zu nutzen. Der spezielle Fokus bei CLC liegt dabei auf dem Luxus-Spirituosenmarkt, der 80% des Produktionsvolumens ausmacht.
Kreativität ist ausschlaggebend, daher verfügt CLC über eine Design-Abteilung im eigenen Haus. Dadurch sei man sehr eng und schon sehr frühzeitig bei Kunden involviert, wenn Bestehendes optimiert oder Neues entwickelt werden soll. Kunden sind ebenso kleine Destillerien der Region wie auch globale Konzerne wie Campari, Rémy Cointreau mit höchsten Ansprüchen und Erwartungen an uns.
Das Ziel sei daher, ein fokussiertes Geschäft mit einer Vielfalt von drei Produktionsstandorten (spanisch wie auch englisch sprechend) zu betreiben, die letztlich alle sinnvollen Technologien bündeln. Das erhöhe die Produktionssicherheit für die CLC-Kunden ganz enorm. Dabei wirke sich auch die Optimierung der Logistik wie auch der Import- und Export-Kosten positiv aus, was die Wettbewerbsfähigkeit steigere.
Drucktechnisch liegt für CLC die Zukunft auf hybrider Druckproduktion v. a. in Kombination von UV-Inkjet- und klassischem Flexodruck. Daher fiel die Wahl auf BOBST Master DM5, laut Paul Evelyn durch die hohe Flexibilität den modularen Aufbau und hohen Automatisierungsgrad inkl. Inline-Veredelungsfertigungsmöglichkeiten.
Wichtig war, wie gründlich und auch über welch langen Zeitraum von fast eineinhaklb Jahren CLC seine Investitionsentscheidung vorbereitet hat, mit rund einem Dutzend Anwendungsbeispielen für anspruchsvolle Etikettenproduktionen, die von unterschiedlichen Lieferanten getestet werden mussten.
CLC machte von Anbeginn an gute Erfahrungen mit BOBST plus signifikante Einsparungen bei Zeit und Material. Der Zweischicht-Betrieb wurde nach der Eingewöhnungsfrist von 3 Monaten zum Jahresbeginn 2023 auf drei Schichten erweitert.
BEMERKENSWERT: Der Mix der Begriffe Handwerkskunst und Hybrid-Druck
Zum einen dadurch, dass ich vor vielen Jahren schon, nach er drupa 2012 um eine Analyse gebeten wurde, welcher Gattung, welcher Betriebstyp im Druckerei-Sektor langfristig wachsen und Erfolg haben wird. Mein Ergebnis damals wie heute: Die Moderne Manufaktur, sprich ein Unternehmen, dass neueste Technik und Prozesse souverän einsetzt und dabei auf die hohen Prinzipien der Handwerkskunst bei der Drucksachenherstellung nicht verzichtet. Et voilà: CLC auf Barbados kann und macht das!
Zum anderen der Hybrid-Druck. Eigentlich ein „altes „Thema“, das sich auf der drupa 2008 abzeichnete, sich aber dann doch nicht breitenwirksam durchsetzte. Es ging damals z.B. darum, wie man Inkjet-Druckköpfe in Offset-Rotationsmaschinen integriert, um Magazine oder Zeitungen zu personalisieren. Es gab einige Versuche, mehr aber nicht. Stattdessen hat man die Druckergebnisse bei unterschiedlichen Verfahren im Digitaldruck mit dem Offsetdruck-Ergebnis harmonisiert, damit man Drucke in der Verarbeitung mischen konnte. Das war letztlich aber nur ein netter Gag,m ziemlich selbstverliebt und ohne wesentlichen Nutzen für Kunden der Druckereien …
DARUM: Das was bei CLC in der fernen Karibik passierte, ist für mich ganz klar ein Leuchtturm-Projekt. Und BOBST mit der vor vier Jahren vorgestellten Hybrid-Maschine DM 5 ein echter Vorreiter. Überhaupt, BOBST hat sich eine Führungsrolle erarbeitet, und stellt schon lange Kundenanforderungen in den Fokus, wie CEO Jean-Pascal Bobst immer wieder betont. Dahin zu kommen war aber gar nicht so einfach. Und die richtig genutzte Digitalisierungskompetenz hilft.
Überhaupt: Das was BOBST macht, ist für mich tatsächlich nicht nur Pionierarbeit wie damals die Mondlandung, sondern eine echte Transformation im Print, mit dem Etikettendruck-Markt als Vorreiter!!! Bravo!
Glanz vergangener Tage. Heidelberg ist als Pennystock aus dem SDAX rausgeflogen.
Von Andreas Weber
Morgen, 9. Juni 2020,wird ein spannender Tag. Der aus eigener Sicht als „Branchenprimus“ positionierte „Weltmarktführer im Bogenoffset“, Heidelberger Druckmaschinen AG, muss in einer Serie von Misserfolgen seit fast zwei Jahrzehnten wiederum schlechte Zahlen und hohe Verluste rechtfertigen. (Siehe: „Meine persönliche Heidelberg Saga“).
Sowohl Anleger, als auch Kunden und Analysten sind wenig zuversichtlich, dass der Plan von Vorstand und Aufsichtsrat aufgehen kann, durch rigide Einsparungen wieder zu Profitabilität und Wachstum zurückzukehren. Zumal Prosperität bei Heidelberg zuletzt um das Jahr 2000 zu verzeichnen ist. Entlassungen und das Einschrumpfen des Portfolios tun ein Übriges.
Das liegt nicht daran, dass Heidelberg unfähige Mitarbeiter beschäftigt oder Kunden nicht mehr so zahlungskräftig sind wie einst. Im Gegenteil. Es gibt hunderte und tausende talentierte Heidelberg-Mitarbeiter und noch immer zehntausende engagierter Heidelberg-Kunden, die Heidelberg gerne unterstützen würden. Allein, es fehlt der Glaube! Denn die Unternehmensführung macht es beiden Fraktionen zunehmend immer schwieriger bis unmöglich, an ein Happy End zu glauben.
Der Grund: Trotz hohem Schaden aus den letzten Jahren hat man im Top-Management nichts dazu gelernt. Dabei waren die Fakten eindeutig und lange bekannt.
„Schon seit Jahren gelingt es den deutschen Druckmaschinen-Herstellern nicht, vom allgemeinen Boom im [deutschen] Maschinenbausektor zu profitieren. (…) Der Weltmarkt für Druckmaschinen wies in den Jahren vor der [Lehman-]Krise ein Volumen von durchschnittlich über 9 Milliarden aus. Inzwischen geht man davon aus, dass es im vergangene Jahr wohl nur noch 50 Prozent des einstigen Rekordwertes erreichen wird. (…) Da die Bedeutung von Printmedien zurückgeht, scheuen die Druckereien vor großvolumigen Investitionen zurück.“
Langer Niedergang
Und weiter heisst es: Experten sehen die Schuld am allgemeinen Niedergang der deutschen Druckmaschinen-Industrie auch bei den Unternehmen selbst. Die hätten sich viel zu lange im Licht der Marktführerschaft gesonnt und dabei existenziell wichtige Trends verschlafen. So habe die deutsche Druckmaschinen-Industrie bis heute keine richtige Antwort auf die digitale Revolution gefunden. Wortlicht heisst es in dem Branchenreport: Die großen Druckmaschinen aus Deutschland seien zwar Meisterwerke der Handwerkskunst, würden aber immer weniger gekauft. So werde in Amerika und USA kaum noch in Druckmaschinen investiert, während die Schwellenländer direkt ins digitale Drucken einsteigen.
Wie gesagt, das wurde als Mahnung bereits vor rund 10 Jahren von Experten publiziert.
INKISH-Redakteur und CEO Morten B. Reitofthat in einem lesenswerten Beitrag heute, am 8. Juni 2020, Strategie und Zahlenwerke von Heidelberg unter die Lupe genommen. Und kommt zu keinem guten Ergebnis. Seine zentrale Frage: „Is there an short-term fixes for Heidelberg?“ Morten’s Erkenntnis: „Heidelberg is a volume business. With a break-even, around 1.3 billion euros, and a profit of about 45-48%, their 2.3 billion euro turnover shouldn’t be lowered much before the shit hits the fan!“
Und nach gründlicher Analyse der Zahlenwerke führt Morten an: „Heidelberg is undoubtedly in trouble, and the biggest issue is that there are no quick-fixes. Heidelberg, of course, needs to work to be profitable. The dramatic changes in the market, not only because of the COVID-19 but also the expected recession, require a major focus on profitability. But from where?“
Richtig schlimm wird es, wenn man Heidelberg, den Branchenprimus, mit seinen Haupt-Mitbewerbern vergleicht. Die stehen allesamt besser dar, auch wenn sie nur halb so viel oder deutlich weniger Umsatz machen. Vor allem im Hinblick auf die Marktkapitalisierung, die bei Heidelberg (um die 200 Millionen Euro) in Relation zu Umsatz und Mitarbeiterzahl nicht nur lächerlich gering ist, sondern bedrohlich ist.
Stand: 9. Juni 2020, 17 Uhr.
Und vor allem: Die Mitbewerber haben eine bessere, klar kommunizierte Strategie und auch das Talent, diese stringent umzusetzen. Siehe Koenig & Bauer AG (Marktkapitalisierung rund 355 Millionen Euro) oder BOBST Group SE (Marktkapitalisierung über 1 Milliarde Euro).
Bei den Mitbewerbern wird in den Top-Gremien nicht nur geredet und spekuliert, sondern klug und entschlossen gehandelt. Nur: Das nimmt der Heidelberg-Vorstand wie auch die Branchenreports gar nicht wahr. Man ist wie üblich mit sich selbst beschäftigt. Und sucht Ausflüchte. Man könnte fast sagen: Gott sei Dank, dass es die Corona-Krise gibt. Auf die kann man alles schieben.
Übrigens: Morgen, am 9.Juni 2020, wird ab 13 Uhr auch BOBST Group AG eine Pressekonefrenz abhalzten. Und seine Wachstumstrategie verkünden.
Mein nun auch im ValueBlog publizierter Beitrag zu Inkjet-Printing war redaktioneller Teil einer erfolgreichen Premiere in der Schweiz! Zur 25-Jahrfeier bietet Herausgeber Martin Spaar mit seinem Team die erste, komplett individualisiert im Inkjet-Druck hergestellte Ausgabe.
Wir stehen also an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der gedruckten Kommunikation. Denn was Individualisierung bringt und bewirken kann, erleben wir täglich im Web und speziell in den sozialen Netzwerken. Diese digitale Raffinesse verbunden mit der physischen Schlagkraft des Gedruckten hat ein riesiges Potenzial. —Martin Spaar
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Herstellerseite den Druckereien versprochen wird: Inkjet-Printing ist das Maß aller Dinge und eröffnet neue Märkte und Profite. Stimmt das? Ja und Nein.
Ja, weil das Inkjet-Verfahren nicht mehr nur auf das Bedrucken von Papier oder Karton abzielt und damit über Nutzungsmöglichkeiten im klassischen Druck hinausführt. Sogar das Bedrucken dreidimensionaler Gegenstände ist möglich, wie z. B. Heidelberger Druckmaschinen und Xerox mit neuen Systemen wirkungsvoll beweisen.
Nein, weil damit einher geht, dass es schlicht nicht stimmt zu behaupten, man könne mit Inkjet-Printing den Offsetdruck ablösen oder aus dem Stand heraus ganz neue Anwendungsbereiche für die Druckbranche erschließen.
Genau hinschauen und abwägen, ist zwingend notwendig, um einen Tanz ums Goldene Kalb zu vermeiden. Hier eine Auswahl meiner aktuellen Beobachtungen:
Inkjet-Printing für den professionellen, hochproduktiven Druck ist relativ neu. Erfolgreiche Anwender in der Druckbranche lassen sich bis dato mit wenigen Fingern abzählen. Bei allen war der Schlüssel zum Erfolg nicht der Fokus auf die Drucktechnik, sondern auf die Pre-Media-Prozesse sowie das Finishing/die Verarbeitung inklusive Logistik/Distribution. Bestes Beispiel: Peter Sommer und Elanders Germany in Waiblingen. (Siehe Lesetipp unten)
Hohe Inkjet-Druck-Volumen, auf die sich Hersteller gerne berufen, laufen seit langem im Transaktionsdruck, da man hier IT-Kompetenz mit Automation der Verarbeitung und Distribution nahtlos gestalten kann. (Übrigens der Grund, warum ein Big-Player wie Pitney Bowes in das Vermarkten von Digitaldrucktechnik eingestiegen ist).
Es werden von den Herstellern mit Inkjet-Printing fokussiert neue Kundengruppen ausserhalb der Druckbranche und des Transaktionsdruck angesprochen. Canon Europa ist der Vorreiter, in dem es im Zuge der Reorganisation nach der drupa 2016 einen neuen Geschäftsbereich gegründet hat: Die Canon Graphic & Communications Group führt u. a. die Kreativwirtschaft sowie zahllose Branchen wie Architekten, Handwerker etc. mit neuen Systemen ans Inkjet-Drucken heran.
Seit der drupa 2016 zeigt sich, dass die Inkjet-Revolution bei den Herstellern ihre Kinder frisst. HP genügt sich selbst (und optimiert statt innoviert). Landa kommt nicht von der Stelle. Bobst hat eine Kehrtwende vollzogen und mit Gründung der Mouvent AG die Neukonzeption für Inkjet-Printing durch eine clevere Cluster-Technik und anderes mehr vollzogen. Und Heidelberg hat im Team mit Fujifilm durch Primefire eine neue bahnbrechende Plattform für Hochqualitäts-Inkjet-Printing entwickelt, die im anspruchsvollen Verpackungsmarkt für Aufsehen und Anerkennung sorgt.
Traditionsunternehmen wie die Durst Group haben sich neu aufgestellt: Mit der P5-Philosophie wird alles darauf ausgerichtet und optimiert, was die Leistung und Verfügbarkeit der Drucksysteme maximiert sowie eine beispiellose Flexibilität in der Medien- und Auftragsabwicklung zulässt. Übrigens waren die Durst-Innovationen ein Highlight auf dem Online Print Symposium 2018 in München.
Es haben sich ganz neue Anbieter still und leise in Stellung gebracht, die mit neuen Systemarchitekturen individuell konfigurierbare, modulare Inkjet-Printing-Produkutionsanlagen ermöglichen, wie zum Beispiel die Firma Cadis Engineering aus Hamburg zeigt. Cadis kann z. B. HTML-Daten drucken und verzichtet aufs Rippen.
Der eigentliche Gewinner bei Inkjet-Printing ist derzeit ein Hidden Champ: Der Bücherdruck. Xerox Europe zeigte dies eindrucksvoll Ende März im Team mit Book on Demand GmbH in Hamburg beim #Books2018 Event. Eine riesige, automatisierte Druckfabrik erzeugt in Echtzeit bis zu 25.000 Book-for-One-Produkte pro Tag. Wachstumstreiber sind die Impika-Inkjet-Drucksysteme von Xerox mit ausgeklügelter Hunkeler- und Müller-Martini-Technik zur Verarbeitung. Der Clou: Eine neue Impika-Tinte, die ungestrichene Papiere problemlos und bestens bedrucken kann.
Last but not least:Wenn von massiver Substitution gesprochen werden kann, dann ersetzen Inkjet-Printing-System (Bogen wie Rolle) am ehesten bestehende Toner-Digitaldrucksysteme.
Fazit: Beim Inkjet-Printing wird und muss sich noch viel tun. Wir stehen erst am Anfang. Und müssen neu Denken lernen, um nicht in die Innovationsfalle zu tappen: Indem wir fälschlicherweise davon ausgehen, Inkjet-Printing sei primär dazu da, das was wir ohnehin im Druck tun können, zu verbessern.
Es geht daher weniger ums ‚schneller, besser, billiger‘, es geht vielmehr ums ‚neu, zeitgemäß und anders‘, um die komplexen Kommunikations-Herausforderungen des Digitalzeitalters zu meistern. — Think different!
Zum Autor
Andreas Weber ist Gründer und CEO von Value Communication AG. Als Analyst & Berater für Erfolg mit Print im Digitalzeitalter ist er zugleich auch globaler Netzwerker und Publizist. Sein Blog www.valuetrendradar.com inspiriert Nutzer/Leser aus über 130 Ländern.
Lesetipp: Peter Sommer im ValueCheck
Peter Sommer, Digitaldruck- und Inkjet-Pionier, Elanders Group: „Das Elanders-Konzept ist nicht auf eine bestimmte Drucktechnik fixiert. Die zentrale Frage ist immer, was mit einem Produkt erreicht werden soll und wie es zum Empfänger kommt. Die Integration in die Supply-Chain beginnt bei der Beratung der Kunden und hört bei der maßgeschneiderten Logistik auf.“
Graphic Repro On-line News to Friday 29 September 2017
Welcome to this week’s roundup of 33 news items, obviously boosted by Labelexpo Europe in Brussels. You’ll also find Laurel Brunner’s Verdigris Blog which this week explains why UL Greenguard Certification is Important. Please don’t miss it. You’ll find it in our Verdigris environmental section, along with another 34 Bogs from this year alone.
Labelexpo News has obviously dominated this week, as the largest specialist event to date opened its doors from Monday to Thursday in Brussels. New kit abounds and sales successes have made the headlines every single day, including a number of world-firsts and country-firsts, so I shall leave you to work your way through the announcements, as Bobst and also Bobst with Mouvent, BST Eltromat, Gallus, Screen, and Screen with Prati, Xeikon, Domino, EFI, Esko, Fujifilm, Toray, UPM, X-Rite and Xeikon all made the headlines – some of them on multiple occasions.
There are also a couple of noteworthy non-Labelexpo sales from Heidelberg UK to Spectrum in Wales on Thursday for a Speedmaster CX 75; and Xerox with Bytes in South Africa to Lightning Printers in Port Shepstone on Friday with a new Versant 80.
Canon South Africa took the lead on Friday, following its successful showing at FESPA Africa, coupled with an award for its stand at the event.
This week’s tailender goes to Epson, as it announced its new flagship dye-sublimation inkjet textile printer – among the headlines on Tuesday.
e-News comprises: Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and our drupa Newsroom, all of which can be accessed from the Website Home Page and its Index. We also have News in Review, which provides an overview of the week’s news each weekend.
Almost 30,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation pages.
Headline News
Week beginning Mon 25 September – the published date appears in article footline
X-Rite Colour Management supports G7 and PSO metric
At Labelexpo, X-Rite showcases new versions of eXact and ColorCert Suite with one-click guides to help operators determine if they G7 or PSO guideline compliant…
drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry. Visit the drupa 2020 Website.You can also visit blog.drupa.comfor the latest industry news and developments.
Online Feature articles 2017
Only 49 articles last year – but you will find another eleven Expert Articles and ten drupa ante portas Blogs from Andreas Weber in our drupa Newsroom. There were over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page.
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf in 2017 and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into Chapters for your convenience…just scroll down to view each Chapter
The various Chapters in the drupa Newsroom are highlighted below. When you enter, just scroll down to see and access the complete collection::
drupa daily; drupa Exhibitors’ show + post-show News; drupa pre-show Exhibitor news; post-drupa from Messe Düsseldorf; drupa ante portas Blogs from Andreas Weber; drupa Expert Articles – and more
GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923) provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is compiled and published by Mike Hilton,graphicrepro.net, PO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia. e-mail graphicrepro.za@gmail.com
Den 6. Juli 2017 sollte man sich als wichtiges Datum im Geschichts-Kalender eintragen. Im idyllischen Wetzikon bei Zürich wurde unprätenziös, überzeugend und vertrauenswürdig der Digitaldruck (wohl inklusive Landanano!), wie wir ihn kannten, beerdigt. Und etwas Neues geboren. Jean-Pascal Bobst, CEO der Bobst Group SA und Piero Pierantozzi, Mitgründer von Radex und (vormals) Graph-Tech AG, hoben ein Start-up aus der Taufe als „Competence Center for Digital Printing“: Mouvent AG. Beschäftigt werden bereits 80 Mitarbeiter, die hohe Kompetenz und Erfahrung haben. Und: Neue Produktionslösungen sind marktreif vorhanden, um im Etiketten- und Textildruck neue Maßstäbe zu setzen.
„Wir verstehen uns als Start-up, das von erfahrenen Profis betrieben und ausgeweitet wird, um die Messlatte im Digitaldruck via Inkjet neu auszurichten“ erläutert im Value-Exklusivgespräch Dr. Simon Rothen, seit Frühjahr der Gründungs-CEO der Mouvent AG. Rothen kommt aus der Biotechnologie, spricht fünf Sprachen und weiss wovon er redet. In der Vergangenheit hat er weltweit Start-ups erfolgreich mit ihren Innovationen am Markt platziert. Die Idee, die Mouvent zugrunde liegt, hat ihn sofort fasziniert. Ebenso wie die Professionalität, Kreativität und Präzision, mit der das Firmenkonzept umgesetzt wird und damit nicht nur für ihn, sondern vom Start weg für Dutzende andere Profis extrem reizvoll ist.
Pluspunkt: Kein (wie sonst übliches) Marketing- und PR-Geplapper! Sondern vom Start weg ein solider und überzeugender Praxisbeweis.
„Die Basis im Geschäft mit Print-Technik ist Vertrauen“, sagte Jean-Pascal Bobst zu Beginn seiner Präsentation. Und dokumentierte, wie überzeugt er und sein Traditionsunternehmen Bobst — seit Generationen in Familienhand – hinter dem Vorhaben stehen, das Neue und Revolutionäre per eigenständigem Unternehmen Wirklichkeit werden zu lassen. Und das von der ersten Sekunde an. „Wie konnte das nur klappen, rund ein Jahr nach der drupa 2016 eine dermaßen ausgereifte und marktfähige neue Digitaldruck-Technologie aus dem Hut zu zaubern, ohne dass jemand von uns etwas darüber erfährt?“, fragten sich Kollegen aus der Schweiz und vielen anderen Ländern der Welt, die zur Premiere gekommen waren. Allesamt gestandene Profis, die als Fachjournalisten normalerweise buchstäblich das Gras wachsen hören.
Nun, das gelang im Vorfeld fast wie bei einer geheimen Kommandosache, wie Simon Rothen bekundete — im intensiven Dialog mit allen Vertrauten und Beteiligten. Neben den Entwicklern, Technikern und Ingenieuren hatten auch die Marketing-Leute eine äußerst knifflige Aufgabe: Es musste eine Marke „erfunden“ werden, die den hohen Anspruch der Innovationstechnik verkörpert und das Vertrauen in etwas völlig Neues ermöglicht. „Wir sind so gründlich, logisch und stringent vorgegangen wie das seitens der Technik auch die Ingenieure machen“, erläuterte im Value-Gespräch Dr. Ulrike Grein, Managing Partner der Agentur Markenfels AG, Zürich. Hunderte Namensvarianten wurden erdacht und auf den Prüfstand gestellt, um letztlich den richtigen, passenden zu finden, der weltweit wirken kann: Mouvent klingt französisch, soll aber englisch ausgesprochen werden. Der Name impliziert Bewegung/Dynamik und strahlt trotzdem Ruhe aus. Das gesamte Erscheinungsbild der neuen Firma wirkt zeitgemäß, frisch und spiegelt hohe Kreativität wider, ohne aufdringlich oder grell zu wirken.
Der eigentliche Knüller: Eine Technik-Firma als Kompetenzzentrum. Mit dem Anspruch: „Re-engineer the engineering of inkjet printing technology“.
Innerhalb weniger Minuten konnte bei der Premiere am 6. Juli 2017 Mit-Gründer Piero Pierantozzi überzeugend darlegen, worin die Kunst der Technologie-Entwicklung im Inkjet-Druck liegt: es komme darauf an, dass man komplett neu überdenkt, wie man die theoretischen Vorteile des Inkjet-Verfahrens auch in der Praxis des professionellen Drucks effizient nutzbar machen kann. Als zentrales Ergebnis kam die „Cluster“-Konzeption heraus, als neuartiges Design, um nach dem „One-for-all“-Prinzip Drucksachen aller Art auf Substraten aller Art produzieren zu können. „Unser radikal neues Konzept besteht darin, einen Basis-Cluster zu nehmen, der in einer modularen und skalierbaren Matrix angeordnet ist. Daher müssen wir bei unterschiedlichen Anwendungen und Druckbreiten nicht mehr mit verschiedenen Druckbalken arbeiten“, legte Piero Pierantozzi dar. Und führt weiter aus: „Das Mouvent Cluster [als Trademark geschützt] ist die Schlüsseltechnologie hinter unseren Maschinen. Er erlaubt eine hohe optische Auflösung, die gestochen scharfe und farbenfrohe Bilder in einer sehr hohen Druckqualität erzielt. Gleichzeitig gewährleistet der Cluster eine bisher nicht gekannte Flexibilität und beispiellose Möglichkeiten in der Maschinenentwicklung. Einfachheit ist unsere Firmenphilosophie.“ Basis der Cluster bilden die Samba Inkjet-Druckköpfe von Fujifilm, die von Mouvent um neue Komponenten ergänzt werden.
Der Clou: Mouvent kann seine Cluster im 3D Printing-Verfahren herstellen lassen. Das senkt Aufwand und Kosten und erhöht die Flexibilität! Und stellt eine echte Weltneuheit dar, deren Kunde darüber aufgrund der Value-Tweets nach der Bekanntgabe blitzartig wie ein Lauffeuer um die 3D-Experten-Welt ging. „Wir drucken quasi eine Druckmaschine“, freut sich Simon Rothen. — Präsentiert wurden am 6. Juli 2017 bereits funktionsfähige Prototypen für den Etiketten- sowie den Textildruck. Erste technische Spezifikationen wurden publiziert.
Fazit: Adé altes Denken. Welcome Mouvent!
Einfach, effektiv, flexibel, modular skalierbar sind Inkjet-Technikenwticklungen im professionellen Druck bis dato nicht gewesen. Alle großen Konzern wie z. B. Xerox, HP, Konica Minolta oder auch partiell Canon haben sich bei der Inkjet-Technik bislang fast die Zähne ausgebissen — einzig Heidelberg scheint im Team mit Fujifilm mit der Primefire-Plattform einen gangbaren Weg für den Verpackungsdruck gefunden zu haben. Denn das Prinzip der IT- und Imaging-Blue Chips lautete uni sono: ‚Inkjet ist in seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unschlagbar. Lass uns also für alle möglichen Anwendungszwecke eigenständige Verfahren entwickeln.‘ Basta! — Das führte zu einer Komplexität, die Zeit und Aufwand erheblich erhöhte und bei den Anwendern nachhaltig eher für Verwirrung als für Begeisterung sorgen.
Der von Mouvent eingeleitete Paradigmenwechsel des „One-for-all“ verweist nun (Gott sei Dank!) altes Denken auf die Plätze. Gut so! Wir werden nach der Sommerpause die weiteren Aktivitäten verfolgen können. Mouvent hat für September 2017 einiges angekündigt. Ich bleibe am Ball.
Everyone did a super job at the drupa media conference (abbr: #drupamc) from February 29 to March 2, 2016: The Messe Dusseldorf, particularly the drupa2016 team; the 15 exhibitors with their presentations; AD Communications as the organising agency and last, but not least, the approximately 100 trade journalists in attendance from around the globe, with happily many newcomers among them. That’s a good thing. The branch is in need of some new momentum. And some new thinking, followed by the right doings. drupa 2016 supposedly stands for: Touch the future, the motto proclaimed by drupa director Sabine Geldermann. That’s great! — Still: Getting customers of print companies as crucial innovation decision-makers on board remains relatively unnoticed. In this respect: Print is making rapid technological advancements, but the industry itself is applying the brakes!
At a glance:
#drupamc was a big success.
HP wants to take over the leading role in print (but unfortunately, commits real communication blunders!).
Heideldruck is the secret star (thanks to partners Fujifilm and Ricoh).
Kodak appears to have gone “retro” and Xerox is struggling a bit despite new products.
Canon is the most convincing with #UnleashPrint.
Before drupa 2016 begins, there is a lot to do to iron out communication deficits, place focus on portraying the benefits(beyond technology) and to finally mobilise customers of print companies.
#drupamc already promised to be very exciting in the run-up:Industry leader Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck) dashed ahead with its drupa slogan “Simply Smart” and a disruptive new strategy. Success in print is not primarily about the presses, but about new types of integrated solutions that live up to the digital age and the changes in media usage behaviour. New terms become correspondinglyrelevant: internet-of-things, Industry 4.0, cloud, big data, apps, automation, 3D, 4D, as well as customer centricity and others. And, of course, new technologies: at the core, cloud services as well as a new generation of industrial inkjet production systems (see Bernd Zipper’s analysis and evaluation on beyondprint.de).
Heideldruck did not give a presentation at #drupamc —they focussed on their own press conference beforehand, which can prove to be a clever move. Despite everything, Heidelberg was omnipresent. Particularly because Heideldruck partners such as Ricoh and Fujifilm referred explicitly to Heidelberg’s expertise as their main support. After all, with Heideldruck one leads in everything required for managing a printing business. This is precisely where HP and its Graphic Solution Business (GSB) wishes to be positioned in order to dethrone Heideldruck. After relying on HP for “heavy metal” for almost 12 years, HT’s core competency as an IT company was pulled out of the hat at #drupamc: “PrintOS” is the magic word with which HP – now the exhibitor with the largest stand at drupa – hopes to win over print companies.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
Will HP’s PrintOS be the turning point?
The announcement was full of promise: “HP Inc. inspires print providers to reinvent their possibilities at drupa 2016 with HP PrintOS, a cloud-based mobile platform that simplifies and automates print production management”. It is about “new advancements enabling print service providers to reinvent their possibilities”. HP big bossRob Le Bras-Brown, Global Head of Print Marketing, said, “HP is bringing the full power of our vast portfolio (…) to drupa 2016. With today’s introduction of HP PrintOS and more pre-drupa announcements to come, HP is following through on its promise to ‘keep reinventing’. That means that we will be showing advancements across the various segments of the printing industry that will enable our customers to reinvent their possibilities.” And François Martin, HP GSB Worldwide Marketing Director, used some clever words to emphasise the fact that the print business is primarily about the perfect synchronisation of the analogue and digital worlds.
Photo: Andreas Weber
PrintOS Senior Manager at HP, Simon Lewis, delivered a convincing presentation. His voice almost cracked during the presentation, and especially during the questions from the trade journalists. The specs sound promising and according to HP are to include the following apps:
Box, a tool that simplifies the onboarding of print jobs from non-automated sources such as e-mail and file transfer services. According to HP, a disproportionate amount of time and effort are often invested in handling jobs prior to production. Box standardises many processes, thereby reducing this overhead. Users thus have a tool in hand to increase capacity and improve profitability.
Site Flow, a tool that combines automatic job submission, pre-press and shop floor management all in one. The app is suitable for print service providers in both the business-to-business and business-to-business-to-consumer sectors. Site Flow makes it possible for print service providers to offer their clients more attractive prices. Furthermore, it can help improve service and produce more easily hundreds, thousands or even tens of thousands of individual personalised print orders every day, including shipment to the end customers.
Live-Video: Andreas Weber via iPad.
Users of HP Indigo and HP PageWide Web Press should be able to avail of PrintOS as of May 31, 2016; users of HP Latex and Scitex have to wait most likely until 2017. Many apps will be available free of charge to existing HP customers with a service contract. Certain apps will be subject to monthly user charges. — So much for the announcements that really sounded full of promise.
Interjection: You cannot not communicate!
Whoa! Are communication glitches at HP the exception? Or is HP still lacking a healthy mix of IT skills and willingness to communicate? — HP Inc. has put a lot of marketing effort into promoting its drupa innovations and particularly, the PrintOS to printing companies. The budget for the trade show presence is huge. But the impact is rather marred by a lack of multichannel communication talent. HP set up its own section on Flickr. As of March 12, 2016, the eight photos that had been posted had been called up only 16 times to date. In general, HP’s social media engagement seems half-hearted: It is present almost everywhere, without actually achieving any interaction. Views on YouTube of elaborately produced HP videos, for example, are probably mostly generated by its own staff. Google searches on HP topics are not easy.
Serious are the technical mistakes: The press release dated February 29, 2016, sent at 4:01pm by PR agency F&H Porter Novelli, Munich—words of praise on PrintOS providing a link that as of March 12, 2016, at 3:44pm, still led to nothing. “Oops. We can’t find that page for you” is bluntly displayed. EMBARRASSING. And it is not the first time that such a thing has happened on an HP website.
And last, but not least: Press queries that go beyond the content of the press releases often come up against a lack of understanding or are barely answered, as many colleagues from various countries have complained; if you do not know an HP GSB manager personally and/or have direct access, you are on your own.
Bottom line: If HP GSB wishes to make its aspiration of leadership in print credible, then it needs to communicate once and for all about its innovations in a professional, market-oriented and innovative way!
Another missed opportunity? — Describing the benefits for customers of print companies was not a topic!
What is truly important, however, gets short shrift: What benefits does HP give customers of print companies? Nothing was mentioned about that. And that, to me, seems criminal. Just zeroing in on the fact that print companies can do their work more easily and cheaply using PrintOS will hardly make print stronger in the communications mix. Precisely herein lies drupa 2016’s reason for being. Touch the future refers not only to printing companies that will spend billions on technology at drupa 2016 to be fit for the future. Rather ‘Touch the future’ is a message to all, who have to drive innovation in communication in order to do profitable business.
Apropos profit and growth: Whether intended or not, with PrintOS, HP is tremendously boosting the topic of e-business print and the online printing sector, which in Germany alone already brings in 2.5 billion in revenues annually (source: EPOS Study, https://www.epos-studie.de). This is important to realise since e-business print and online printing do not appear in the trade fair programme as primary, eminently important generic terms for the future of the printing industry.
Still: HP Inc. dared come out from under cover, which cannot be said of other top dogs such as Kodak or Xerox. The Kodak presentation was like stepping back into the 20th Century. Nothing innovative, just improvements of existing products and an affirmation that they continue to faithfully serve the analogue world of print. Similar to Xerox: New inkjet printing systems were presented. And at the same time the assurance was given that despite the company split announced in February 2016, everything would remain the same. Whoa! Is that good news or bad?
From a German point of view, Xerox has practically almost disappeared from the professional print market. It is only being kept alive by a couple of committed and competent business and computer companies. Viewed corporate-wide, it was only just 2 years ago that Xerox lost one-third of its sales in print technology. But the major impetus has to come from Xerox itself, for instance, by thinking beyond print and placing proprietary solutions such as XMPie better in the spotlight, since XMPIe perfectly closes the gap between print and online communication in multichannel scenarios.
Impressions of the #drupamc, incl. the new drupa music presented by EFI CEO Guy Gecht! Video animation: Andreas Weber.
All the more impressive was seeing how some of Xerox’s tough competitors such as Konica Minolta and Ricoh are excellently positioned. Likewise, Fujifilm and Epson, who made virtually modest presentations, offering a number of surprises for many colleagues in the trade. In addition to the Fujifilm/Heideldruck inkjet cooperation project “Primefire 106”, mention must be made of the Epson PaperLab, a compact machine for DIY recycled papermaking in DIN A4/A3 sizes. (Whereby the Epson PaperLab has been known about since the beginning of 2015 and was as such nothing new for #drupamc). Even EFI, the speciality vendor-turned-conglomerate, demonstrated the point more rousingly and far-sightedly than Xerox. In his famous, notoriously funny style of presentation, EFI CEO Guy Gecht used the Hollywood dream factory to enthusiastically demonstrate the future of print as a dynamic growth market. At the end, Guy Gecht presented a special version of Billy Joel’s song “We didn’t Start the Fire” with new lyrics he created for drupa and the global printing industry. MAGNIFICENT!
Mark Lawn and Peter Wolff, Canon Europe, explaining the new #UnleashPrint communications approach of the imaging corporation.
#UnleashPrint — Canon trumps and makes a lasting impression!
Canon led the way, making a brilliant appearance. The leading multinational imaging corporation delivered a convincing affirmation to print and to the market for professional printing at the industrial level. Those who had the opportunity to visit the Canon Expo in New York City, Paris, Shanghai or Tokyo in October 2015 would have been prepared. It was evident that Canon indeed has the widest range of applications: Canon is the only drupa exhibitor to cover all six drupa highlight themes: Print, Packaging, Green Printing, Functional Printing and 3D-Printing as well as Multichannel. That is important in this sense specifically for drupa 2016 and in general for the print industry, since Canon as a brand has the greatest charisma in B2B as well as in B2C!
Of course, Canon also showed innovative technologies, just like other exhibitors. But everything was in the context of solutions accessible to print companies and their customers alike, showing the respective, clear benefits. The Canon stand will reflect the areas of application, so that all visitors can easily find the solutions that are of most interest to them. Individually, those are:
commercial print
business communications, including transactional and direct mail
publishing, including books, magazines and newspapers
advertising and creative, including display graphics
functional/industrial, including 3D printing
packaging
photographic products
This is truly the full spectrum of what can satisfy current and future market demands! By its own admission, Canon relies on a combination of market-leading technologies, expertise and continuous dialogue with customers to help print service providers implement customer-centric business models that unleash the full potential of their business.
For this to be understood and communicated ubiquitously, Canon is the only exhibitor to date to employ new contemporary communications channels: As part of a multichannel communications campaign on relevant platforms, the hashtag #UnleashPrint is to address not only print service providers, but also innovation decision-makers, interested in print in the communications mix as well as the corresponding technologies and services.
Live-Video: Andreas Weber in a 1 min. interview with Canon’s Mark Lawn via iPad.
Mark Lawn of Canon Europe explained the unusual approach with #UnleashPrint as follows: In every area of the stand, Canon will bring to life its new campaign to #UnleashPrint. This communicates Canon’s passion for print as a unique and powerful medium, celebrates the value of print and sets out to unlock its still untapped potential. Central to this is to show how the implementation of intelligent new business models can follow for realising the potential of print in the digital age to better fulfil constantly changing customer needs.
In its corresponding press release, Canon further says: “Every zone of the Canon stand will feature exceptional creative print applications, with the aim of inspiring visitors to extend their product portfolio and push the boundaries of print. As part of the customer journey through the endless variety of print, Canon will also show trade visitors how they can increase print’s effectiveness through integration with digital platforms to deliver seamless multichannel communications that simplify customer experiences, stimulate response and make print as measurable as any other tool in the communications mix.”
Print wins, only if it stands the test in the communications mix!
That sums up what it is all about. And corresponds to our ValuePublishing analyses, made in the run-up to #drupamc, personally discussed with customers of print companies, agencies and publishing houses. (See the analysis “Print wins!” by Andreas Weber on slideshare.com)
The key messages derived from it carry forward the exciting results in the trade of the #drupamc and are as follows:
The goal is attainable: Print wins! And considers itself to be the key pillar in all contemporary marketing and communications scenarios.
For more than a thousand years, print has been one of the most important cultural tools globally for allowing innovations to become reality! Why should things be any different today?
BUT: The market has changed radically! Instead of quantity, quality is increasingly in demand. The trend: Exploit added value through more attention to and greater efficacy of printed material in the communications mix!
The dilemma: Everyone driving communications is searching for digital strategies to push content (unanimously) everywhere. Dealing with print innovations that lead to dialogue through interaction is often overlooked. Only multichannel can do that in combination with print! And that needs to be communicated better and more clearly via drupa 2016.
Print will become the key pillar, thanks to completely new types of software and cloud solutions and e-business models, particularly in personalisation. It is no longer a question of reach, but of “one conversation”!
Print sustainably increases business success through interaction, through dialogue with the audience (customers, partners, interested parties); supported by personal, timely relevance — through touchpoints covering the whole media spectrum from print to digital.
Print teamed up with multichannel and e-business is a new, rapidly growing service sector. Focus: driving innovation forward! New print technologies such as inkjet are important, but “just” a means to the end.
Everyone needs to learn what it’s all about: In communication, more reach is not the measure of all things, relevant dialogue and ongoing conversation are.
It is proven that print wins and its importance is strengthened through the IoT, cloud, big data and multichannel services because it makes communication powerful, relevant and humane.
Summary
As I have said, it was an extremely successful and insightful #drupamc. But there is still a lot to do before drupa 2016 opens its doors on May 31, 2016. The tried-and-true motto, in my view: “Get rid of silo thinking! Touch the future now! Take the communication offensive!” — Exhibitor communication should not be just a blunt promotion of new technologies for printing companies, presented in the conventional print trade press. A lot more needs to happen using innovative communication, through social media, through mobile, in order to put the focus on the benefits. Only so can the business in general and especially the decision-makers involved in innovation projects in the industry, in trade, and in the brand-name companies be reached to show print in a new way that can be experienced and understood. Canon is the only exhibitor to date who convincingly shows how it should be done and thus sets the bar: #UnleashPrint!
Note: With our real-time reports on ValuePublishing, we were able to make #drupamc rated tops. In just 72 hours, we reached more than 750,000 viewers who were able to experience live what was happening in Dusseldorf through the short reports and commentary.
Alle haben zur drupa media conference (kurz: #drupamc) vom 29. Februar bis 2. März 2016 einen super Job gemacht: Die Messe Düsseldorf, insbesondere das drupa2016-Team, die 15 Aussteller mit ihren Vorträgen, AD Communications als Organisationsagentur und zu guter Letzt die rund 100 anwesenden Fachjournalisten aus aller Welt, davon erfreulich viele Neulinge. Das ist gut so. Die Branche braucht neuen Schwung. Und ein neues Denken, dem die richtigen Taten folgen. Dafür soll die drupa 2016 stehen: Touch the Future, lautet das Motto, das drupa-Direktorin Sabine Geldermann ausrufen lässt. Gut so! — Aber: Nahezu unbeachtet bleibt weiterhin, die Kunden der Druckereien als maßgebliche Innovationsentscheider ins Boot zu holen. Insofern: Print kommt technologisch rasant voran, aber die Branche bremst sich selbst!
Auf einen Blick:
#drupamc war ein voller Erfolg.
HP will die Leitfunktion im Print übernehmen (begeht aber kommunikativ leider echte Patzer!).
Heideldruck ist der heimliche Star (dank der Partner Fujifilm und Ricoh).
Kodak wirkt „retro“ und Xerox tut sich ziemlich schwer trotz Produktneuheiten.
Canon überzeugt am stärksten mit #Unleashprint.
Bis zur drupa 2016 bleibt viel zu tun, um Kommunikationsdefizite auszugleichen, die Nutzendarstellung in den Fokus zu stellen (beyond technology) und endlich die Kunden der Druckereien zu mobilisieren.
Schon im Vorfeld versprach die #drupamc hochspannend zu werden: Der Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck) war mit seinem drupa-Slogan „Simply Smart“ und einer disruptiv neuer Strategie voran geprescht. Es geht beim Erfolg mit Print nicht mehr primär um Maschinen, sondern um neuartige, integrierte Lösungen, die dem Digitalzeitalter und dem veränderten Medien-Nutzungsverhalten gerecht werden. Entsprechend sind neue Begriffe relevant: Internet-of-Things, Industrie 4.0, Cloud, Big Data, Apps, Automation, 3D, 4D, aber auch Customer Centricity u. a. m. Und natürlich neue Technologien, im Kern Cloud-Services sowie eine neue Generation von industriellen Inkjet-Produktionssystemen (siehe die Analyse und Bewertung von Bernd Zipper auf beyondprint.de).
Heideldruck war zwar nicht mit Vorträgen auf der #drupamc vertreten — man setzte auf eigene Pressekonferenzen im Vorfeld, was sich als kluger Schachzug erweisen kann. Trotz allem war Heidelberg omnipräsent. Vor allem, weil Heideldruck-Partner wie Ricoh und Fujifilm sich expressis verbis auf die Kompetenz von Heidelberg als wichtigste Stütze bezogen. Schließlich ist man bei Heideldruck führend in allen Belangen, die es braucht, um ein Druckerei-Geschäft erfolgreich managen zu können. Genau an der Stelle will HP mit seinem Graphic Solution Business (GSB) ansetzen, um Heideldruck den Rang abzulaufen. Nachdem man bei HP rund 12 Jahre auf „Heavy Metal“ gesetzt hat, wurde zur #drupamc die Kernkompetenz von HP als IT-Konzern aus dem Hut gezaubert: „PrintOS“ heisst das Zauberwort, mit dem HP nunmehr als flächenmäßig größter drupa-Aussteller Druckereien für sich gewinnen will.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
HP PrintOS. Photo: HP Inc.
Bringt HP’s PrintOS die Wende?
In der Ankündigung heisst es vielversprechend: „HP Inc. eröffnet Druckanbietern auf der drupa 2016 neue Möglichkeiten — Cloud-basierte mobile Plattform HP PrintOS vereinfacht und automatisiert das Management der Druckproduktion“. Es gehe um „Neuentwicklungen, mit denen Druckdienstleister neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken können“. HP Top-Manager Rob Le Bras-Brown, Global Head of Print Marketing, äußert sich medial wie folgt: „HP zeigt auf der drupa 2016 die ganze Leistungsfähigkeit seines umfassenden Portfolios (…) Mit der heutigen Präsentation von HP PrintOS und weiteren Ankündigungen, die wir noch vor der drupa machen werden, folgt HP seinem Motto ‚Keep reinventing‘. Dies bedeutet, dass wir über die verschiedenen Bereiche der Druckbranche hinweg Neuentwicklungen vorstellen werden, mit denen unsere Kunden neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen können.“ Und François Martin, HP GSB Worldwide Marketing Director, fand smarte Worte, um zu betonen, dass es im Print-Business vor allem darum gehe, die analoge und digitale Welt perfekt aufeinander abzustimmen.
Foto: Andreas Weber, Mainz
Der PrintOS-Senior Manager bei HP, Simon Lewis, lieferte eine überzeugende Präsentation. Seine Stimme überschlug sich fast beim Vortragen, gerade auch bei den Nachfragen der Fachjournalisten. Die Spezifikationen klingen vielversprechend und sollen laut HP unter anderem folgende Anwendungen umfassen:
Box, ein Tool, das die Erstellung von Druckaufträgen aus nichtautomatisierten Quellen, wie E-Mail und File-Transfer-Services, vereinfacht. Häufig erfordert laut HP die Auftragsabwicklung im Vorfeld der Produktion einen unverhältnismäßig großen Zeit- und Arbeitsaufwand. Box standardisiert viele Prozesse und reduziert damit diesen Mehraufwand. Damit haben Anwender ein Werkzeug in der Hand, um ihre Auftragskapazität zu steigern und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Site Flow, ein Tool, das automatische Auftragserteilung, die Druckvorstufe und Shopfloor Management in sich vereint. Die Anwendung soll für Druckdienstleister in den Bereichen Business-to-Business und Business-to-Business-to-Consumer gleichermaßen geeignet sein. Site Flow ermögliche es Druckdienstleistern, ihren Kunden attraktivere Preise zu bieten. Zudem könnten sie damit ihren Service verbessern und noch einfacher täglich hunderte, tausende oder zehntausende individueller personalisierter Druckaufträge produzieren und bis zum Endkunden liefern.
Live-Video: Andreas Weber via iPad.
Nutzer von HP Indigo und HP PageWide Web Press sollen die PrintOS ab dem 31. Mai 2016 nutzen, Nutzer von HP Latex und Scitex voraussichtlich ab 2017. Viele Anwendungen sollen dem HP-Kunden mit bestehenden Serviceverträgen ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Für bestimmte Anwendungen seien monatliche Nutzungsgebühren fällig. — Soweit die Ankündigungen, die wirklich vielversprechend klingen.
Zwischenruf: Man kann nicht nicht kommunizieren!
HOPPLA: Sind Kommunikations-Pannen bei HP die Ausnahme? Oder fehlt bei HP noch ein gesunder Mix aus IT-Kompetenz und Kommunikationsbereitschaft? — Der Marketing-Aufwand, mit dem HP Inc. seine drupa-Neuheiten und vor allem PrintOS bei Druckereien promotet, ist gross. Die Budgets für Messeauftritte riesig. Die Wirkung wird durch mangelndes mediales Kommunikationstalent aber ziemlich beeinträchtigt. Auf Flickr hat HP eine eigene Sektion eingerichtet. Per 12. März 2016 haben die bis dato acht eingestellten Fotos aber nur 16 Aufrufe generiert. Überhaupt: Das Social-Media-Engagement von HP wirkt halbherzig: Man ist fast überall dabei, ohne aber tatsächlich Interaktionen zu erreichen. Views auf YouTube mit aufwendig produzierten HP-Videos z. B. werden zumeist wohl durch eigene Mitarbeiter generiert. Google-Suchen gestalten sich bei HP-Themen als schwierig.
Gravierend sind handwerkliche Fehler: Der in der Pressemeldung vom 29.02.2016, 16:01 Uhr, von der PR-Agentur über F&H Porter Novelli, München, verschickte PR—Lobpreisungstext zu PrintOS bietet einen Link an, der noch am 12. März 2016, 15:44 Uhr, ins Nichts führte. „Oops. We can’t find that page for you“, wird lapidar angezeigt. PEINLICH. Denn es ist nicht das erste Mal, dass einem auf der HP-Website solches widerfährt.
Und last but not least: Presseanfragen, die über den Inhalt von Pressemeldungen hinausführen, stoßen of auf Unverständnis oder werden kaum beantwortet, wie auch zahlreiche Kollegen aus verschiedenen Ländern monieren; wer nicht einen HP-GSB-Manager persönlich kennt und/oder direkten Zugang hat, wird alleine gelassen.
Fazit: Will HP GSB seine angestrebte Leadership in Print glaubhaft machen, muss endlich professionell, marktorientiert und innovativ über Innovationen kommuniziert werden!
Chance abermals vertan? — Die Nutzendarstellung für Kunden der Druckereien wurde nicht thematisiert!
Zu kurz kommt allerdings das wirklich Wichtige: Welche Vorteile bringt HP damit dem Kunden der Druckereien? Hierzu wurde nichts verlautbart. Und das scheint mir sträflich. Denn nur darauf abzuzielen, dass Druckereien durch PrintOS einfacher und kostengünstiger ihrer Arbeit nachgehen, wird Print im Kommunikationsmix kaum stärken. Genau hierin liegt aber das, wofür die drupa 2016 stehen muss. Touch the future bezieht sich ja nicht nur auf Druckereien, die auf der drupa 2016 wiederum Milliardensummen für Technologien ausgeben sollen, um fit für die Zukunft zu werden. Sondern Touch the future ist eine Botschaft an alle, die die Innovation der Kommunikation vorantreiben müssen, um profitables Geschäft zu machen.
Apropos Profit und Wachstum: Ob gewollt oder ungewollt, HP stärkt mit PrintOS das Thema E-Business Print und den Online-Printing-Sektor ungemein, der alleine in Deutschland schon 2,5 Milliarden Jahresumsatz bringt (Quelle: EPOs Studie, https://www.epos-studie.de). Dies ist wichtig zu erkennen, weil E-Business Print und Online-Printing im Messeangebot als übergeordnete, eminent wichtige Gattungsbegriffe für die Zukunft der Printbranche nicht vorkommen.
Immerhin: HP Inc. hat sich aus der Deckung gewagt, was man von anderen Platzhirschen wie Kodak oder Xerox nicht sagen kann. Die Kodak-Präsentation wirkte wie ein Schritt zurück ins 20. Jahrhundert. Nichts innovatives, eigentlich nur Verbesserungen des bestehenden Angebotes und ein Bekenntnis, dass man auch die analoge Welt des Druckens brav bedient. Ähnlich bei Xerox: Neue Inkjet-Drucksysteme wurden vorgestellt. Und zugleich wurde versichert, dass trotz des im Februar 2016 angekündigten Firmen-Splits alles beim Alten bleiben wird. Hoppla: Ist das eine gute gute oder eine schlechte Nachricht?
Aus deutscher Sicht ist Xerox im Profi-Druckmarkt nahezu diffundiert. Und wird bei Professional Print nur noch über ein paar engagierte und kompetente Handels- und Systemhäuser am Leben gehalten. Konzern-weit gesehen, gingen bei Xerox vor knapp 2 Jahren ein Drittel der Umsätze mit Printtechnik verloren. Wesentliche Impulse muss Xerox aber aus sich selbst heraus schöpfen, zum Beispiel, indem Xerox „beyond Print“ denkt und eigene Lösungen wie XMPie besser in den Fokus rückt, da per XMPIe die Kluft zwischen Print- und Online-Kommunikation per Multichannel-Szenarien perfekt geschlossen wird.
Impressionen von der #drupamc, inkl. der von EFI CEO Guy Gecht vorgestellten neuen drupa-Musik! Video-Anmination: Andreas Weber.
Um so eindrucksvoller war zu sehen, wie harte Xerox Wettbewerber wie Konica Minolta oder auch Ricoh exzellent aufgestellt sind. Ebenso Fujifilm und Epson, die fast bescheiden auftraten und für viele Fachkollegen zahlreiche Überraschungen aufboten. Zu nennen ist neben dem Fujifilm/Heideldruck Inkjet-Kooperationsprojekt „Primefire 106“ vor allem das Epson PaperLab, eine kompakte Maschine, mit der man selbst DIN A4/A3-Recycling-Papiere herstellen kann. (Wobei das Epson PaperLab seit Anfang Dezember 2015 bekannt ist, also keine Neuheit zur #drupamc war). Sogar der sich zum Mischkonzern entwickelnde Spezialitätenanbieter EFI präsentierte mitreissender und weitsichtiger als Xerox, worauf es ankommt. EFI CEO Guy Gecht nutzte in seiner berühmt-berüchtigt-humorvollen Darbietungsweise die Traumfabrik Hollywood, um die Zukunft von Print begeisternd als dynamischen Wachstumsmarkt darzulegen. Zum Abschluss präsentierte Guy Gecht einen eigens neu vorgetragenen Song, der Billy Joel’s „We didn’t Start the Fire“ mit einem für die drupa und die globale Print-Branche neu geschaffenen Text versieht. GROSSARTIG!
Mark Lawn and Peter Wolff, Canon Europe, erläuterten den neuen #UnleashPrint-Kommunikationsansatz des Imaging-Konzerns.
#UnleashPrint — Canon trumpft auf und beeindruckt nachhaltig!
Allen voran trat Canon fulminant auf. Der global führende Imaging-Konzern lieferte ein überzeugendes Bekenntnis zu Print und zum Markt für professionelles Drucken auf industriellem Niveau. Wer die Gelegenheit hatte, im Oktober 2015 bereits in New York City, Paris, Shanghai oder Tokio die Canon Expo zu besuchen, konnte gewappnet sein. Dabei war ersichtlich, dass Canon tatsächlich über das breiteste Anwendungsspektrum verfügt: Als einziger drupa-Aussteller deckt Canon alle sechs drupa Highlight-Themen ab: Print, Packaging, Green Printing, Functional Printing und 3D-Printing sowie Multichannel. Das ist insofern spezifisch für die drupa 2016 und generell für die Print-Branche wichtig, da Canon als Marke die größte Strahlkraft hat, im B2B wie im B2C!
Natürlich zeigt Canon wie andere Aussteller auch innovative Technik. Aber alles im Kontext mit Lösungen, die Druckereien wie auch deren Kunden zugänglich sind respektive klare Vorteile bringt. Entsprechend wird der Canon Messestands Anwendungsbereiche widerspiegeln, damit alle Besucher die für sie interessantesten Lösungen auf Anhieb finden können. Im Einzelnen sind das:
Akzidenzduck
Geschäftskommunikation, einschließlich Transaktions- und Direct Mail Druck
Publishing, einschließlich Büchern, Zeitschriften und Zeitungen
Werbe- und Kreativbereich, einschließlich Display-Grafiken
Funktions-/Industriedruck einschließlich 3D-Druck
Verpackungsdruck
Fotografie-Produkte
Wahrlich, das ist das volle Spektrum dessen, was heutige und künftige Marktanforderungen erfüllen kann! Canon setzt dabei nach eigenem Bekunden auf die Kombination von marktführender Technologie, Know-how und kontinuierlichem Kundendialog, um Druckdienstleister bei der Implementierung von kundenorientierten digitalen Geschäftsmodellen zu unterstützen, die ihr gesamtes Geschäftspotenzial freisetzen.
Damit dies verständlich und auch ubiquitär kommunizierbar wird, geht Canon bis dato als einziger Aussteller zeitgemäß-neue Kommunikationswege: Der Hashtag #UnleashPrint (zu deutsch: „entfessele Print“) soll im Rahmen einer Multichannel-Kommunikationskampagne auf den relevanten Plattformen nicht nur Print-Dienstleister ansprechen, sondern auch Innovations-Entscheider, die sich für Print im Kommunikationsmix und damit verbundene Technologien wie auch Dienstleistungen interessieren.
Live-Video: Andreas Weber in a 1 min. interview with Canon’s Mark Lawn via iPad.
Mark Lawn von Canon Europe erläuterte den ungewöhnlichen Ansatz mit #UnleashPrint wie folgt: Jeder Bereich des Canon-Messestands werde #UnleashPrint mit Leben erfüllen, um Canons Leidenschaft für Print als einzigartiges, leistungsstarkes Medium zu verdeutlichen. Der Wert von Print solle zelebriert werden und sein noch ungenutztes Potenzial freisetzen. Zentral sei zudem, aufzuzeigen wie die Implementierung intelligenter neuer Geschäftsmodelle erfolgen kann, um das Potenzial von Print im Digitalzeitalter zur besseren Erfüllung der sich ständig ändernden Kundenanforderungen zu veranschaulichen.
In der entsprechenden Presseverlautbarung von Canon heisst es weiterhin: „In jedem Bereich des Canon-Stands werden außergewöhnliche und kreative Druckanwendungen zu sehen sein, die die Besucher dazu animieren sollen, ihr Produktportfolio zu erweitern und die Grenzen von Print auszureizen. Auf der Entdeckungsreise durch die unendliche Print-Vielfalt wird Canon den Fachbesuchern auch zeigen, wie sie die Effektivität von Print durch die Integration in digitale Plattformen zur Schaffung von Multichannel-Kommunikationskampagnen steigern können, die eine bessere Kundenerfahrung bieten, zum Dialog anregen und Print zu einem weiteren messbaren Tool im Kommunikationsmix machen.“
Print gewinnt nur, wenn es sich im Kommunikationsmix bewährt!
Das ist auf den Punkt gebracht, worum es geht. Und deckt sich mit unseren ValuePublishing-Analysen, die wir im Vorfeld der #drupamc gemacht und mit Kunden der Druckereien, Agenturen und Verlagen persönlich besprochen haben. (Siehe die Analyse „Print gewinnt!“ von Andreas Weber per slideshare.com)
Die Kernthesen, die sich ableiten, führen die fachlich spannenden Ergebnisse der #drupamc weiter und lauten wie folgt:
Das Ziel ist erreichbar: Print gewinnt! Und behauptet sich als wichtigste Säule in allen zeitgemäßen Marketing und Kommunikationsszenarien.
Denn: Print gehört seit über Tausend Jahren zu den global wichtigsten Kulturtechniken, um Innovationen Wirklichkeit werden zu lassen! Warum sollte das heute anders sein?
ABER: Der Markt hat sich radikal verändert! Statt Masse ist zunehmend Klasse gefragt. Der Trend: Mehrwerte nutzen durch mehr Sorgfalt und höhere Effektivität von Drucksachen im Kommunikationsmix!
Das Dilemma: Alle Kommunikationstreibenden suchen nach Digital-Strategien, um Inhalte (unisono) überall zu pushen. Übersehen wird oft, sich mit Print-Innovationen zu beschäftigen, die durch Interaktionen zum Dialog führen. Das leistet aber nur Multichannel in Kombination mit Print! Und das muss via drupa 2016 besser und klarer kommuniziert werden.
Print wird durch völlig neuartige Software- und Cloud-Lösungen und E-Business-Geschäftsmodelle v. a. im Kontext mit Individualisierung zur wichtigsten Säule. Es geht nicht mehr nur um Reichweite, sondern um ›One Conversation‹!
Multichannel-Innovationen, die Print einschließen, machen analoge Medien nicht überflüßig, sondern integrieren sie nahtlos.
Print steigert so nachhaltig den Geschäftserfolg durch die Interaktion, durch Dialoge mit dem Publikum (Kunden, Partner, Interessenten); getragen von individueller, zeitlich abgestimmter Relevanz — über Berührungspunkte, die das volle Medienspektrum von Print bis Digital abdecken.
Print im Team mit Multichannel und E-Business ist ein neuer, rasch wachsender Dienstleistungsbereich. Fokus: Innovationen vorantreiben! Neue Print-Techniken wie Inkjet sind dabei wichtig, aber „nur“ Mittel zum Zweck.
Alle müssen lernen, worum es geht: In der Kommunikationen sind nicht mehr Reichweiten das Maß aller Dinge, sondern relevante Dialoge und durchgängige Konversationen.
Print gewinnt nachweislich und wird durch IoT, Cloud, BigData und Multichannel Services in seiner Bedeutung gestärkt, weil es die Kommunikation wirkungsstark, relevant und menschengerecht macht.
Fazit
Wie gesagt, es war eine äußerst gelungene und erkenntnisreiche #drupamc. Bis zum drupa 2016-Beginn am 31. Mai 2016 bleibt aber noch viel zu tun. Das probate Motto aus meiner Sicht: „Weg mit dem Silo-Denken! Touch the future now! Geht in die Kommunikationsoffensive!“ — Die Kommunikation der Aussteller darf sich nicht nur einsilbig auf das Bewerben von neuer Technik für Druckereien beziehen. Und dies über klassische Print-Fachmedien darstellen wollen. Es muss per Innovationskommunikation vielmehr passieren, per Social Media, per Mobile, um die Nutzendarstellung in den Fokus zu rücken. Nur so können für die Wirtschaft insgesamt und insbesondere für die Entscheider von Innovationsprojekten in der Industrie, im Handel, bei den Markenunternehmen erreicht werden, um Print in neuer Form erfahrbar und begreifbar dazustellen. Canon macht es bis dato als einziger Aussteller überzeugend vor, wie es funktionieren muss und hat damit die Messlatte definiert: #UnleashPrint!
Hinweis: Per ValuePublishing konnten wir die #drupamc über unsere Echtzeit-Berichterstattung zum Quotensieger werden lassen. Über 750.000 Viewers wurden in rund 72 Stunden erreicht, die per Kurzberichte und Kommentare live erlebten, was in Düsseldorf passierte.