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Tag Archives: #BesserLeben

Torsten Sträter & Felix Lobrecht bei ARD 1Live am 10. Juli 2026

Leben im Jetzt!

Schlusspunkt einer munteren Runde mit Publikunsfragen, die sich an die Themen unserer Podcast-Reihe „Besser Leben. Schöner Sterben“ anlehnt: „Leben im Jetzt – Was eine Krebs-Diagnose wirklich lehrt“!

Es gibt Gespräche, die anrühren, im Gedächtnis bleiben. Das Interview zwischen #Sträter und #Lobrecht ist eines davon. Sträter, bekannt für seinen trockenen Humor und seine unverblümte Ehrlichkeit, sprach offen über seine Krebsdiagnose – und über das, was sie ihm mitgegeben hat.

Keine dramatische Lebensbeichte, keine großen Worte. Stattdessen: echte, bodenständige Erkenntnisse, die jeder von uns brauchen kann – ohne erst selbst krank werden zu müssen.

Nicht verdrängen – auch wenn es gerade gut läuft

Sträters erste und wichtigste Botschaft klingt einfach, ist aber alles andere als selbstverständlich: Nicht verdrängen. Gerade wenn es einem gut geht, ist die Versuchung groß, unangenehme Wahrheiten beiseite zu schieben. Doch genau das kann gefährlich werden. Im Fall von Sträter war es diese Verdrängung, die ihn fast das Leben gekostet hätte.

Die Erkenntnis dahinter ist universell: Sich selbst im Blick behalten. Werte kontrollieren, Vorsorge ernst nehmen – nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung sich selbst gegenüber.

Vier Wochen sind verdammt viel

Hier wird es besonders stark. Statt in den klassischen Fünf-Jahres-Plänen zu denken, hat Sträter seinen Horizont bewusst verkürzt – auf vier Wochen. Und dabei festgestellt: Das ist eigentlich eine Menge Zeit.

In diese vier Wochen packt er nur das, was Sinn ergibt und Freude macht. 28 andere Anfragen? Kalt abgelehnt. Stattdessen: Projekte mit echtem Wert, Zeit im Garten, Spatzen beobachten.

Das klingt trivial. Ist es aber nicht. Es ist eine radikale Neubewertung dessen, was wirklich zählt – und ein Plädoyer dafür, die eigene Zeit als das zu behandeln, was sie ist: das wertvollste Gut, das wir haben.

Freiheit und Prioritäten

Was Sträter beschreibt, ist ein Privileg, das viele Menschen in ähnlicher Form besitzen – aber selten nutzen: die Freiheit, selbst zu entscheiden, womit man seine Zeit verbringt. Kein Chef, keine Arbeitsstelle, keine Verpflichtung, die wichtiger ist als das eigene Wohlbefinden. Die Frage, die er damit stellt, richtet sich an uns alle: Wofür sagst du Ja – und wofür solltest du endlich Nein sagen?

Das eigentliche Schlusswort

Am Ende des Gesprächs verrät Sträter sein persönliches Lebensziel: „Ich möchte in Kiel mindestens einmal größer auftreten als Du, Du Affe!“ — gemeint ist Felix Lobrecht. Das ist kein Witz – das ist Lebensphilosophie. Ein konkretes, erreichbares Ziel. Etwas, worauf man hinarbeiten kann. Etwas, das Freude macht.

Was ist das eine Ding, das dich antreibt – klein, konkret, bedeutsam nur für dich?

Manchmal braucht es keine große Lebenskrise, um das herauszufinden. Manchmal reicht ein gutes Gespräch.
Danke, Torsten Sträter. Und danke, Felix Lobrecht, für dieses Gespräch.


Zum Besser-Leben-Podcast:

http://bit.ly/3SMjfBo

Eine Ideenbörse als Ausgangspunkt?

Was passiert, wenn man in fünf Jahren zehnmal am Herzen operiert wurde, fast verblutet wäre und trotzdem jeden Tag mit voller Klarheit aufsteht?

Man hört auf, Zeit zu verschwenden. Und man fängt an, wirklich zu leben.

Ich bin Boris Andreas Weber. Kommunikationsanalyst, Blogger, Podcaster, Chairman der Freunde plus Vorstand der Internationalen Senefelder Stiftung und Initiator von „Besser leben. Schöner sterben.“ – und seit einigen Jahren vor allem eines: jemand, der gelernt hat, dass die Endlichkeit des Lebens kein Grund zur Lähmung ist, sondern der stärkste mögliche Antrieb.

Seit 2021 habe ich zehn Herzoperationen hinter mir. Vor fünf Jahren lautete die Lebenszeit-Prognose für mich: drei bis fünf Jahre. Heute frage ich meinen Chefarzt der Kardiologie an der Uniklinik, was wir an meinem 80. Geburtstag machen. Das ist keine Übertreibung – das ist das Ergebnis von medizinischer Spitzenbehandlung, unbedingtem Lebenswillen und einer Strategie, die ich „Selbstwirksamkeit auf Basis aktiver Hilflosigkeit“ nenne.

Schlimme Dinge in positive Impulse verwandeln

Vor fünf Wochen (7. Juni 2026) hatte ich nach einem routinemäßigen Herz-Schrittmacherwechsel eine innere Blutung. Innerhalb von unter zwei Stunden verlor ich drei Liter Blut. Das ist eine echte Nahtoderfahrung. Heute mache ich wieder Herzsport.

Ich erzähle das nicht, um Mitleid zu erzeugen. Ich erzähle es, weil genau diese Erfahrungen der Kern meines Projekts „Besser leben, schöner sterben” sind – einem Podcast mit inzwischen 58 Episoden, den ich gemeinsam mit meinem Arzt und Freund David Sonntag aufgebaut habe.

Die zentrale Botschaft: Es gibt passive Hilflosigkeit – und aktive. Ich wähle die aktive. Immer.

Eine Vision, die größer ist als ich

Was als persönliche Bewältigungsstrategie begann, ist längst zu einem ernsthaften gesellschaftlichen Projekt geworden. Mein Ziel ist es, aus dieser Initiative eine Genossenschaft zu entwickeln – ein Modell, das Bestand hat, das gemeinnützig wirkt und das konkrete Projekte hervorbringen kann: Z.B. neue Lebens- und Wohnformen für Senioren und Nachwachsende, Retreats, Events, Publikationen…

Warum eine Genossenschaft? Weil dieses Organisationsprinzip zu den langlebigsten überhaupt gehört. In Mainz, meiner langjährigen Heimatstadt, sieht man das besonders gut: Aus kaufmännischen Vereinigungen entstanden Unternehmen, die seit 150 Jahren bestehen. Was Wert hat, hält.

LinkedIn als Verstärker einer neuen Ära

Ich habe in meinem Berufsleben vor fast 200.000 Menschen in 35 Ländern Vorträge gehalten. Ich weiß, wie man Wirkung erzeugt – nicht um eigene Interessen durchzusetzen, sondern um anderen zur Hilfe zur Selbsthilfe zu verhelfen.

Jetzt stehe ich vor einer Transformation meiner Personal Brand. Nicht weil ich Follower brauche. Sondern weil LinkedIn genau das Publikum versammelt, das zu diesem Projekt passt: Menschen, die erfolgreich sind, die mitdenken, die mitgestalten wollen – als Partner, als Unterstützer, als Teil einer Gemeinschaft.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hatte ich trotz durch lange Krankheitszeiten eingeschränkter LinkedIn-Präsenz mit wenigen Posts knapp eine halbe Million Impressions. Die Richtung stimmt. Jetzt geht es darum, die Positionierung zu schärfen.

Das Ziel findet sich beim Laufen

Am 15. Juli 2026 führe ich voraussichtlich ein Strategiegespräch mit einer kompetenten Person über den nächsten Schritt. Nicht weil ich Druck habe. Sondern weil ich verstanden habe, dass die Sommerzeit ideal ist, um Fundamente zu legen – damit der Herbst operativ werden kann.

Ich bin kein Mensch, der wartet. Ich bin ein Mensch, der analysiert, entscheidet und handelt. Jahrzehntelang als Kommunikationsanalyst und Unternehmer. Jetzt als jemand, der seinen eigenen Purpose lebt.

Wenn du dich angesprochen fühlst – weil du selbst an einem Wendepunkt stehst, weil das Thema Leben, Würde und sinnvolles Alter dich bewegt, oder weil du dir vorstellen kannst, Teil dieser Genossenschaftsidee zu sein – dann melde dich.

Das Ziel findet sich beim Laufen. Aber man muss anfangen zu laufen.

Herzlichst, Boris Andreas Weber – Kommunikationsanalyst, Blogger, Podcaster, Chairman der Freunde und Vorstand der Internationalen Senefelder Stiftung und Initiator von „Besser leben. Schöner sterben.“


Hier bitte klicken, um zur wichtigen Podcast-Episode 56 zu gelangen!


Paul Klee, 1879–1940. “Eile ohne Rücksicht”, 1935, 97 (N 17). Kohle und Aquarell auf Papier, 31,5 × 29,8 cm. Sammlung Familie Klee.

Von Andreas Weber als Zusammenfassung der 53. Episode des Podcast „Besser Leben. Schöner Sterben.“ im Team mit dem Arzt David Sonntag.

Rücksicht ist weit mehr als Höflichkeit. Sie ist ein tragender Wert für funktionierendes Miteinander, Qualität in Arbeit und eine positive Lebensperspektive. Sprachlich klingt im Begriff die lateinische Wurzel „respectus“ an: der Blick zurück und der Respekt nach vorn. Praktisch heißt das: Ich bin nicht allein. Ich stehe in Beziehung – zu Menschen, Natur und kommenden Generationen. Rücksicht ist kein Verlustgeschäft, sondern ein Investment in Vertrauen, Kooperation und sozialen Frieden.

Ein Bild hilft: der Straßenverkehr. Gute Fahrerinnen und Fahrer sind im Hier und Jetzt, schauen vorausschauend nach vorne – und bei Bedarf in den Rückspiegel. Wer nur zurückblickt, verpasst den Moment. Wer nie zurückblickt, gefährdet andere. Dosierung ist der Schlüssel: Rücksicht ohne Selbstverlust. Zu viel Selbstaufgabe macht Beziehungen fragil, rücksichtsloser Egoismus sprengt sie.

David Sonntag sagt dazu: „Mein Weg begann in der Gesundheits- und Krankenpflege. Dort lernt man früh, dass Menschen im Krankenhaus selten freiwillig sind – und dass das fragile Gefüge aus Heilung, Angst und Hoffnung nur mit echter Rücksicht funktioniert. Mentoren prägten mich in beide Richtungen: Manche gaben Wissen klar und zugewandt weiter, andere ‚bügelten drüber‘. Beides lehrte mich, Wissen mit Würde zu verbinden.“

Besonders in Pflege und Palliativmedizin ist Rücksicht gelebter Respekt: Würde bewahren, Autonomie achten, Nähe und Zeit geben. Wo Prozesse zu sehr industrialisiert werden, verlieren Systeme ihre Seele – Familien tragen Lasten allein, bis auch die Gesunden krank werden. Rücksicht nimmt Druck raus, verteilt Verantwortung und schafft Menschlichkeit – genau da, wo sie am meisten zählt.

Rücksicht: unterschätzte Stärke für ein gutes Leben, bessere Zusammenarbeit und resilientere Systeme

Rücksicht wirkt universell – oft jenseits formaler Regeln. Wer durch megastädtische Verkehrsströme in Asien oder Südamerika fährt, erlebt „chaotische Ordnung“: nonverbale Abstimmung, vorausschauendes Handeln, lokale Systeme, die funktionieren, weil Menschen Informationen teilen und sich Raum geben. In Deutschland sind Regeln wichtig – und doch läuft es besser, wenn wir zusätzlich die Perspektive wechseln und Situationen nicht nur aus der eigenen Ich-Position betrachten.

Rücksicht beginnt mit Wahrnehmung und Balance:

• Andere und sich selbst zugleich sehen; Grenzen erkennen und die eigenen klar definieren.

• Kurz prüfen: Was ist jetzt wirklich dringlich? Manchmal einen Schritt zurücktreten – ohne sich aufzugeben.

• Nonverbale Signale ernst nehmen: Tempo, Ton, Pausen, Reihenfolge, Präsenz.

• Klarheit plus Wärme: Erwartungen transparent machen und zugleich Spielraum lassen.

• Werte sichtbar leben: Konsequente Haltung schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Im Arbeitsalltag wird das konkret:

• „Arbeite so, dass es der Nächste leichter hat.“ Das prägt Prozesse, Qualität und Teamgeist.

• In der Kommunikation: Mitdenken, mitfühlen, Grenzen sehen – und die eigenen benennen.

• In der Aufmerksamkeit: Wahrnehmungsfähigkeit ist die Vorstufe von Rücksicht. Wer sich selbst nicht spürt, kann andere schwer integrieren.

• Sicherheit stärkt Rücksicht: Wer sich innerlich sicher fühlt, kann leichter Raum geben. Umso wichtiger sind gemeinsame Werte, Verlässlichkeit und klare Kommunikation – in Unternehmen, Politik und Gesellschaft.

Das Schönste sind oft die kleinen Überraschungen: Wenn jemand unerwartet mitdenkt, entsteht ein Wohlgefühl, das Vertrauen vertieft. Solche Erlebnisse tragen – manchmal über Jahrzehnte – und beeinflussen, wie wir Verantwortung dosieren, Entscheidungen treffen und Sicherheit schaffen.

Fazit

Rücksicht ist kein moralisches Ornament, sondern ein praktischer Kompetenzmix aus Wahrnehmung, Respekt, Klarheit und Balance. Sie ist keine Bremse, sondern ein Beschleuniger für gute Beziehungen, stabile Teams und tragfähige Ergebnisse. Wer Rücksicht bewusst kultiviert, lebt leichter – und macht es anderen leichter. Genau darum geht es: besser leben, schöner sterben.

Wenn dich das Thema inspiriert, teil den Beitrag gern und schreib, wo du Rücksicht im Alltag ganz konkret stärkst. Auf die nächsten Schritte – gemeinsam.


Zum Podcast

https://open.spotify.com/episode/0BLNIrEFDlJ2I1UfVthmRR?si=qpCsWmHrSRq4BkHhmNiKHw