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Tag Archives: Alois Senefelder

 

ThinkPaper Technocracy.001

By Andreas Weber, Head of Value, initiator of #Think!Paper | German Version

#Think!Paper Edition 1, Volume 8

If we are to overcome the paradox that has plagued the print media industry worldwide since the ’90s – having the best technologies but being confounded by frustration, stagnation and dwindling sales and suffering bankruptcies, misfortune and glitches – we need to stop believing that technology is the panacea.

Why?

“Buy my new technology and everything will be fine” – sounds great, but really it’s terrible advice. Think back to the brightest and best in the history of printing – such as the inventor Alois Senefelder, the typesetting technician Ottmar Mergenthaler, the grandfather of type and calligraphy Prof. Hermann Zapf (who is said to have inspired Steve Jobs), not to mention John Warnock and Charles Geschke who invented PostScript and founded Adobe. Three things stand out:

  1. Technology is ‘only’ ever a means to an end, serving to realize the higher ideal of enhancing our ability to communicate with one another.
  2. Technological innovation is important if we are to drive progress. However, changes for the better can only be achieved if new technological opportunities are utilized in an appropriate and creative way.
  3. Whether new ‘printing technology’ can evolve into beneficial and effective ‘printing art’ depends primarily on adopting a creative approach to shaping media-based communication and business scenarios.

Anyone who fails to take this on board as the ticket to escaping the dictatorship of technocracy is sure to fall into a nasty trap. They will be doing themselves more harm than good by pursuing completely nonsensical ideas. After all, messages like “the best of both worlds – digital printing is as good as offset” or “our new inkjet printer gives you a new business model at the same time” are no use to anybody – neither the customers ordering print products, nor the companies that produce them.

My message

“Let’s put an end to technocracy. Let’s go back to treating print with the respect it deserves, as the most beneficial form of communication in human history!” – Indeed, the end of technocracy heralds the start of success!

My call and the basic premise of #Think!Paper — The Beauty of Print&Transformation: We have to start using technoLOGY technoLOGICALLY again.

 

ValueCheck Trends ThinkPaper 001

 

More about the #Think!Paper project can be found in the ValueBlog.

 


 

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ThinkPaper Technokratie.001.jpeg

Von Andreas Weber, Head of Value, Initiator von #Think!Paper | English Version

 

#Think!Paper Edition 1, Volume 8

Um das Paradoxon aufzulösen, dass die globale Print-Branche seit den 1990er Jahren lähmt— beste Technologien und trotz allem Frustration, Stagnation, Umsatzrückgänge bis hin zu Pleiten, Pech und Pannen — müssen wir uns von der Technikgläubigkeit als Heilsbringer verabschieden.

Warum?

„Kauf meine neue Technik und alles wird gut“, das ist ein gut klingender, aber letztlich fataler Ratschlag. Betrachtet man bedeutende Persönlichkeiten der Print-Historie, wie z. B. der Erfinder Alois Senefelder, der Satzsystemtechniker Ottmar Mergenthaler, der Typo- und Kalligrafie-Übervater Prof. Hermann Zapf (der sogar Steve Jobs inspirierte) oder die PostScript-Erfinder und Adobe-Gründer John Warnock und Charles Geschke, dann stellt man fest:

  1. Technik ist immer ‚nur’ Mittel zum Zweck und dient dazu, eine übergeordnete Idee zu verwirklichen, die den Menschen hilft, ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.
  2. Technik-Innovation ist wichtig, um das Bestehende zu optimieren. Veränderungen zum Guten können aber erst entstehen, wenn neue technische Möglichkeiten adäquat und kreativ umgesetzt werden.
  3. Dass aus neuer ‚Druck-Technik‘ auch gedeihliche und wirksame ‚Druck-Kunst‘ werden kann, liegt v. a. an der kreativen Gestaltung von medialen Kommunikations-Szenarien.

Wer dies nicht beherzigt, um dem Diktat der Technokratie zu entrinnen, tappt in eine böse Falle. Und schneidet sich mit Nonsens-Denken ins eigene Fleisch. Denn Botschaften wie „Das Beste aus zwei Welten — Digitaldruck ist so gut wie Offsetdruck“ oder „Unsere neue Inkjet-Druckmaschine liefert Ihnen ein sogleich neues Geschäftsmodell mit“ nutzen niemandem, weder den Drucksachen-Bestellern noch den Drucksachen-Herstellern!

Meine Botschaft

„Beenden wir die Technokratie. Kehren wir zum werthaltigen Umgang mit Print als gedeihlichstem Kommunikationsmittel der Menschheitsgeschichte zurück!“ — Denn das Ende der Technokratie ist der Beginn des Erfolgs!

Mein Appell und die Grundlage von #Think!Paper — The Beauty of Print&Transformation: TechnoLOGIE muss wieder technoLOGISCH sinnvoll genutzt werden.

 

Weiteres zum #Think!Paper-Projekt findet sich im ValueBlog.

 


 

OF ISS Festabend am 06120218.001

Text, Fotos und Bildcollage: Andreas Weber.

Ein gelungener Senefelder-Festabend im Haus der Stadtgeschichte Offenbach am Main am Tag der Lithographie, dem 6. Dezember 2018. Die große Halle war gut gefüllt, das Publikum durchaus international. Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betonte in seinem engagierten Grusswort die Verbundenheit der Stadt mit Senefelder und der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS). Senefelders Lebensleistung sei durchaus vergleichbar mit der eines Industriepioniers wie Carl Benz. 

Der Stiftungs-Vorsitzende Prof. Dr. Gerhard Kilger betonte: „Es sind genau 200 Jahre her, dass Aloys Senefelder sein Lehrbuch zur ‚chemischen Druckerey‘ veröffentlicht hat. Fast 25 Jahre hatte er sich seit seiner Entdeckung Zeit gelassen, doch es war ihm wichtig, dass diese großartige Erfindung nicht in ihrem experimentellen Kinderschuhen, sondern als professionelle Drucktechnik in ihre Zukunft entlassen wird. Tatsächlich war in dieser Zeit seine Technik schon in vielen Druckereien der ganzen Welt wirtschaftlich erfolgreich. Alois Senefelder hatte in München durch viele Experimente den Flachdruck auf Stein entdeckt, in Offenbach hat er bei dem Musikverleger André seine erste professionelle Druckerei gegründet. Von dort aus begann der wirtschaftliche Erfolg durch die vielen Möglichkeiten des Flachdrucks. Man kann heute mit Recht behaupten, dass durch den Flachdruck bis heute Bilder, Graphik und farbige Vielfalt in das Leben einzog.“

Zugleich erinnerte Prof. Dr. Kilger an die Verdienste des Kunsthistorikers, Lithgraphie-Experten und Senefelder-Biografen Prof. Wilhelm Weber, der — 1918 geboren, 1999 verstorben — seit Gründung der Stiftung über eine Generation hinweg dem Stiftungs-Beirat vorstand. „Noch heute sind die Buchpublikationen von Prof. Weber die Standardwerke, um die hohe Bedeutung von Senefelder und der Lithographie für Kunst und Künstler rund um den Globus anschaulich zu machen.“ 

Andreas Weber, ebenfalls seit über 15 Jahren in der ISS engagiert, dankte im Namen seiner Familie, dass die Stiftung das Wirken und Werken seines Vaters in Ehren hält; und zitierte aus einer Notiz seines Vaters, die er im Nachlass fand: „Die Internationale Senefelder Stiftung hat dem genialen Erfinder der Lithographie nicht nur dauerhaft ein Denkmal gesetzt, sondern hält das Ergebnis seines Schaffens am Leben, um uns allen immer wieder Impulse und Anregungen zu verleihen. Kunst und Künstler sowie Technologie gehen dabei ein besondere Symbiose ein, getragen von unerschöpflicher Kreativität.“

In einer wissenschaftlich fundierten Analyse gab Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer Einblick in die spannende und nicht immer geradlinig verlaufende Lebensgeschichte von Senefelder und seiner Geschäftsfreundschaft mit der Musikverleger-Familie Andrè, die aber die Welt verändern sollte. Dr. Harry Neß vom Internationalen Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte ließ in seiner Lesung aus dem Lehrbuch Senefelders ein wunderbares Stimmungsbild entstehen, dass detailreich den Antrieb und die Erfahrungen des genialen Erfinders nahe brachte. —aw

 

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ValueCheck Analysis: Communication, Art and Culture.009

Selbstbildnis von Prof. Wilhelm Weber während seines Malereistudiums in Dresden, 1943.

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Die Internationale Senefelder-Stiftung veranstaltet am 6. Dezember 2017 ihr erstes Senefelder-Kolloquium in Offenbach.

Dies ist der internationale Tag der Lithographie. Die wichtigsten Topics werden aus dem Keynote-Vortrag, den Kurzbeiträgen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und der moderierten Diskussion über vier Thesen bestehen. — “Am Vorabend werden wir bei einem Empfang vom Oberbürgermeister der Stadt Offenbach begrüßt und uns anschließend gegenseitig kennenlernen. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, Angaben zu Ort und Übernachtungsmöglichkeit wird Ihnen nach formloser Anmeldung mitgeteilt. Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele teilnehmen, die aktiv mit der Lithosteinen befasst sind”, erläutert Prof. Dr. Gerhard Kilger, Vorsitzender der Senefelder-Stiftung.

 

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THESEN ZUR LITHOGRAPHIE

1. Die professionelle Lithografie ist im 20. Jahrhundert gestorben. Gegenwärtig gibt es weltweit nur noch wenige Experten, die berufliche Erfahrung in der historischen Drucktechnik besitzen. Um dem Verlust des noch vorhandenen Wissens entgegen zu wirken, sind Weitergabe und Dokumentation des materiellen und immateriellen Erbes notwendig.

2. Die künstlerische Lithografie verwendet die Möglichkeiten des Steindrucks in Verbindung mit experimentellen und kreativen Techniken. Ihr Ziel besteht nicht in der professionellen Vervielfältigung von Vorlagen, sondern im schöpferischen Prozess für die Herstellung von Kunstwerken. Da diese künstlerischen Prozesse eine wichtige Weiterentwicklung der Lithografie darstellen, sind Weitergabe und Dokumentation dieser künstlerischen Prozesse wichtig.

3. Der Wert der originalen Drucktechniken wird gegenwärtig auf dem Markt zu gering bewertet. Obwohl die Herstellung einer Lithografie im Gegensatz zu anderen künstlerischen Techniken sowohl fachlich als auch zeitlich einen meist höheren Aufwand erfordert, wird der Gegenwert allgemein nicht wahrgenommen. Es ist daher notwendig, Kunstexperten, Sammler, Museen, Galeristen und Kunstkritiker davon zu überzeugen, dass Handabzüge von Lithografien in kleiner Auflage als Originale anzusehen sind.

4. Die meisten Lithografie-Werkstätten haben Kenntnis voneinander; es haben auch einige Treffen stattgefunden. Trotzdem ist der Ausbau eines Netzwerkes aller weltweiten Aktivitäten vonnöten. Es sollte unser Bestreben sein, in diesem Netzwerk den Austausch, das Zusammenwirken und die Informationen zu verbessern.

 

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PROGRAMM

“Quo vadis: saxa loquuntur?”

05.12.2017

16.00h Möglichkeit der Besichtigung der Senefeldersammlung / Possibiltiy to visit the Senefelder collection

19.00h Empfang im Rathaus Offenbach / Reception in the Town Hall Offenbach

06.12.2017

09.00h Registrierung / Registration
09.15h Begrüßung / Welcome
09.30h Keynote-Vortrag u. Diskussion / Keynote lecture and discussion
10.30h Kaffeepause / Coffee break
11.00h Panorama 1
12.30h Mittagessen / Lunch
13.30h Panorama 2
15.00h Kaffeepause / Coffee break
15.30h Diskurs: Thesen 1 – 4 / Discourse Theses 1 – 4
17.00h Abreisen / Departure


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Weitere Infos und Anmeldung:

Internationale Senefelder Stiftung Offenbach

Geschäftsstelle:
Dr. Volker Dorsch, Vorstandsmitglied
Dielmannstraße 23
63069 Offenbach am Main

Email: info(at)senefelderstiftung.com

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