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Jedes Ende ist ein Neubeginn!

Lilith im Bilde

Willy Brandt gewidmet zum 100. Geburtstag am 18. Dezember 2013

Immer, wenn ein Jahr sich zum Ende neigt, stehen die neuen Herausforderungen schon bereit. Ob wir es wollen oder nicht! Dabei gründet sich unsere Zukunft auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Auch wenn wir im Hier und Jetzt leben, den Augenblick genießen wollen, müssen wir uns mit der Vergangenheit beschäftigen.

Die Weihnachtszeit mit ihrem verpflichtenden Frohsinn, der durch Geschenke beflügelt werden soll, täuscht über Dinge, die sich dereinst ereigneten, hinweg. Nicht alles war schön.

Aus der Antike gibt es Überlieferungen, die wir beiseite geschoben haben. Das berichten Quellen der altsumerischen wie altbabylonischen Zeit gleichermassen. Auch im Talmud wird aufgegriffen, was in der biblischen Überlieferung und in den Schriften der christlichen Kirche verschwiegen wird:  Der Anfang der Menschheitsgeschichte wurde durch ein Wesen geprägt, das durch seine Überlegenheit Männern Angst einflösste, weil es ihre Macht und ihre Bedeutung in Frage stellte.

Gemeint ist Lilith. In der männlich dominierten Welt wurde sie als Dämon, sogar als Kindsmörderin diffamiert. In der jüdisch-feministischen Theologie wird Lilith im Midrasch als eine Frau dargestellt, die sich nicht Gottes, sondern Adams Herrschaft entzieht und im Gegensatz zu Eva resistent gegen den Teufel und die Verführung zum Bösen ist. Sie symbolisiert die gelehrte, starke und unbeugsame Frau. Parallel wird angemerkt, dass Lilith die Urmutter der Menschheit darstellt und als erste Frau Adams Gott dazu brachte, ihr seinen heiligen Namen zu verraten. Das Wissen um den Namen verlieh ihr unbegrenzte Macht. Lilith verlangte von Gott Flügel, um das Paradies resp. Adam zu verlassen; und sie flog davon. In Lilith sehen einige auch den Gegenentwurf zur biblischen Eva, die wie später Maria als Mutter Gottes in der patriarchalen Tradition stehe.

Warum teile ich das mit?

Es wäre zu einfach zu sagen, dass es um Emanzipation oder Geschlechterkampf geht. Wobei die Unterdrückung der Frau durch den Mann noch immer in fast allen Kulturkreisen stattfindet.

Der Lilithmythos steht vielmehr für die Selbständigkeit der Menschen und den (bereits biblischen) Versuch einer Seite, vorwiegend der Männer, mittels einer höheren Autorität andere zu unterdrücken. Sei es mit Gewalt, mit Aggression und Einschüchterung, mit Waffen oder mit Geld und Macht. Das alles, was von Gott so erschaffen scheint, wie es ist, verabscheut Lilith und entzieht sich.

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt? 

Betrachtet man das, was sich bis ins Jahr 2013 entwickelte und sich wohl 2014 fortsetzen wird, erkennen wir, dass vieles was wir tun, Traditionen und Gepflogenheiten folgt, die in ihren Wurzeln weder wahr noch ehrenhaft sind. Das Prinzip der Unterdrückung, der Ellbogenmentalität, des Handelns in der richtig geglaubten (aber tatsächlich falschen) Überzeugung und ohne Mitmenschlichkeit setzt sich fort.

Willy Brandts großem Wort „Mehr Demokratie wagen“ kann man beiseite stellen: „Mehr Menschlichkeit wagen“, auch Gott gegenüber. Vielleicht wird ja 2014 zum Jahr der Lilith? Wer weiss.

Gute Zeit und bis dann

Andreas Weber

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2 comments
  1. Vielen Dank Andreas Weber für Ihren lebensbereichernden Betrag, den ich durch meine Freundin Ying Lin-Sill via Facebook erhielt.
    Respekt zum Lebenspartner ergibt automatisch eine problemloses miteinander- und füreinander Sein. Zweifelsohne ergibt dies ein harmonisches, gesundes und erfolgreiches Familienleben. Alles andere führt in die Intransparenz verbunden mit Diktatur und psychischen Krankheiten, die das vegetative Nervensystem so stören, das oft zur Folge eine Krebskrankheit hervorruft.
    Wie fehlende Harmonie, die Habgier der Menschen zum Ausdruck kommt schildert der Folgende Fall. Diese Petition wurde durch Freundin Ying mit Ihrer Unterschrift unterstützt. Können Sie sich dieser Warmherzigkeit anschließen wäre ich Ihnen zu tiefstem Dank verpflichtet.
    http://www.change.org/petitions/unterstützung-für-herr-prof-reinhold-hohl-schweizer-mollath-im-gesundheitszentrum-fricktal-in-lebensbedrohlichem-zustand?share_id=WIeWaCuSGx&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=petition_invitation

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