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Tag Archives: Wissenschaft

01 Anna Grau – Das Buch zu Lilith

 Coverbild des bereits vorliegenden Buches zum Ausstellungsprojekt. Herausgeber: Andreas Weber. Fotos nach den Gemälden von Anna Grau.

 

„Ich male Gefühle!“ — Zur Malerin Anna Grau und ihrem Werk. Gedanken von Andreas Weber.

 

 „Kreative Intelligenz geht einher mit Reflexionsfähigkeit, um zu Erkenntnis zu gelangen. Durch ihren Lilith-Gemäldezyklus und die interaktive Ausstellungskonzeption setzt Anna Grau Maßstäbe. Gut so!“ —Andreas Weber 

 

Die Malerin Anna Grau und Andreas Weber als ihr Mentor und Kurator gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

Vorspiel. Das umfassende bildkünstlerische Engagement von Anna Grau für äußerst wichtige, Zeitgeist-unabhängige und gesellschaftlich-kulturell relevante Themenstellungen in einer besonderen Dimension verdient Anerkennung und Respekt. Zumal Anna Grau als Malerin freischaffend tätig ist. Den im Entstehen befindlichen Lilith-Gemäldezyklus bearbeitet sie in Eigenregie, um unabhängig an den Bildern und ohne überstarken Zeitdruck arbeiten zu können.

Geplant ist eine auf Interaktion ausgelegte Ausstellung des Lilith-Gemäldezyklus mit einer Rahmenprogramm-Inszenierung, die Stimmen anderer Persönlichkeiten aus der Kunstszene, der Forschung, der Wirtschaft, des alltäglichen Lebens umfasst. Ergänzt wird die Ausstellung durch multimediale Präsentationen, etwa zum „Werden“ der jeweiligen Bilder bzw. mit der Darstellung ihrer „digitalen“ Metamorphosen.

 

 

Lilith Thesenpapier

In medias res. Anna Grau lernte ich im November 2015 in Mainz kennen — vor ihrem Gemälde „Meister“, das den 1. Preis beim 26. Mainzer Kunstpreis Eisenturm erhielt. Über 650 Bewerber hatten sich dem gewählten Thema „Kollaps der Moderne?“ im Rahmen einer bundesweiten Ausschreibung gestellt. Die Jury (bestehend aus Kunstwissenschaftlern und vor allem kompetenten Künstlern) hatte unter dieser Vielzahl an Arbeiten das ausdrucksstarke, in seiner Farbgebung herausstechende und dynamisch-expressiv gemalte Werk einstimmig zur Siegerarbeit auserwählt.

In der persönlichen Auseinandersetzung mit Anna Grau als 1. Preisträgerin konnte ich in Mainz von Angesicht zu Angesicht erfahren, was sie empfindet, wenn sie malt. Sie antwortete mir auf die Frage „Was machst Du, wenn Du malst? Denkst Du an Picasso und seine Les Demoiselles D’Avignon?“ kurz und knapp und mit einem versonnenen Lächeln: „Ich male Gefühle!“. 

Diese Gefühlswelt ist die einer in Moskau geborenen Deutsch-Russin, die als 15-jährige nach Berlin kam und dort seit über 20 Jahren lebt. Eine Tochter hat. Die als Europäerin fühlt und denkt! Die Entwicklungen in ihrem Geburtsland mit großer Sorge sieht. Hätte man sie dazu bei der Preisverleihung in Mainz vor dem Publikum direkt gefragt, zu Putin und der Re-Sowjetisierung Russlands, sie hätte gesagt: „Oh nein, ich male keine politischen Bilder. Mich interessiert der Mensch mit seinen Tiefen und Leidenschaften und Schwächen.“ Sie hätte gesagt, wie wichtig Malerei für sie ist. Gerade in einer „digitalen Welt“.

Dem spontanen Kennlernen in Mainz folgte Ende November 2015 ein weiteres Treffen in Berlin; es entwuchs ein seitdem ständiger Kontakt. In der Reflexion dessen, was Anna Grau in Mainz erlebt hatte – vor allem das Zusammentreffen mit den Mainzer Künstlerinnen Prof. Valy Wahl und Fee Fleck – ergab sich die Idee, ein neues, ambitioniertes Vorhaben in die Tat umzusetzen: Den Gemäldezyklus „Lilith“.

Aufhänger für „Lilith“ war der Bilderzyklus von Fee Fleck „Medea – die Fremde“, das die Künstlerin speziell zur Ausstellung im Landesmuseum Mainz anlässlich ihres 80. Geburtstags im Jahr 2012 geschaffen hatte. Anna Grau war fasziniert, dass eine wesentlich ältere und bedeutendere  Kollegin ihrem eigenen Menschenverständnis so nah kam. Wobei sich Anna Grau in ihrer unendlichen Bescheidenheit nie mit Fee Fleck in eine Reihe sehen würde… — Beide Künstlerinnen haben übrigens am gleichen Tag Geburtstag, wenn auch zwei Generationen auseinander! — Fee Fleck setzt sich als Holocaust-Überlebende gegen das Vergessen ein. Und für die Rolle der Frau im Besonderen. Der damalige Bundespräsident Gauck überreichte Fee Fleck für ihr Engagement, ihre Lebensleistung im Jahr 2012 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Beide Künstlerinnen, Fee Fleck wie auch Anna Grau, beziehen in einer von Männern dominierten Kunstszene eine besondere und nach meiner Ansicht herausragende Position: Sie widmen sich den Extremen wie Ausgrenzung, Vernichtung, Unterdrückung ohne jegliche Aggression; vielmehr in einer behutsamen Bestimmtheit und Deutlichkeit, die den Betrachter ins Nachdenken und letztlich zu neuen Erkenntnissen bringt. Mehr kann man nicht erreichen. Anna Grau hat Anfang 2016 begonnen, den Lilith-Bilderzyklus auszugestalten. Bis dato sind sechs (unterschiedlich formatige, bis zu 120 x 180 cm große) Gemälde fertig, acht oder zehn sollen es insgesamt werden. In meinem ValueBlog und über Facebook kann man den Entstehungsprozess verfolgen.

Anna Grau hat selbst dazu einen lesenswerten Text verfasst, der in einem eigenen Buch abgedruckt ist: „Auf den Spuren von Lilith…“

 

 

 

Kerngedanke ist es, „Lilith — die Getarnte!“ in all ihren Facetten lebensnah zu inszenieren. Dies alles bietet aus meiner Sicht einen kompakten Einblick in das bildkünstlerische Schaffen von Anna Grau, das sie von anderen unterscheidet und besonders macht. Die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Ausstellung sowie Wettbewerben zeigt, dass Anna Grau nicht nur Aufmerksamkeit findet, sondern auch hohe Wertschätzung.

 


 

Unbekannte Fakten zu Lilith

Aus der Antike gibt es Überlieferungen, die wir beiseite geschoben haben. Das berichten Quellen der altsumerischen wie altbabylonischen Zeit gleichermassen. Auch im Talmud wird aufgegriffen, was in der biblischen Überlieferung und in den Schriften der christlichen Kirche verschwiegen wird:  Der Anfang der Menschheitsgeschichte wurde durch ein Wesen geprägt, das Gutes tut, aber durch seine Überlegenheit Männern Angst einflösste, weil es ihre Macht und ihre Bedeutung in Frage stellte.

Gemeint ist Lilith. In der männlich dominierten Welt wurde sie als Dämon, sogar als Kindsmörderin diffamiert. In der jüdisch-feministischen Theologie wird Lilith im Midrasch als eine Frau dargestellt, die sich nicht Gottes, sondern Adams Herrschaft entzieht und im Gegensatz zu Eva resistent gegen den Teufel und die Verführung zum Bösen ist. Sie symbolisiert die gelehrte, starke und unbeugsame Frau. Parallel wird angemerkt, dass Lilith die Urmutter der Menschheit darstellt und als erste Frau Adams Gott dazu brachte, ihr seinen heiligen Namen zu verraten. Das Wissen um den Namen verlieh ihr unbegrenzte Macht. Lilith verlangte von Gott Flügel, um das Paradies resp. Adam zu verlassen; und sie flog davon. In Lilith sehen einige auch den Gegenentwurf zur biblischen Eva, die wie später Maria als Mutter Gottes in der patriarchalen Tradition stehe.

Detail aus Lilith.8

Anna Grau: Detail aus Lilith.8

Warum ist das auch heutzutage relevant?

Es wäre zu einfach zu sagen, dass es um Emanzipation oder Geschlechterkampf geht. Wobei die Unterdrückung der Frau durch den Mann noch immer in fast allen Kulturkreisen stattfindet. Der ‘Lilithmythos’ steht vielmehr für die Selbständigkeit der Menschen und den (bereits biblischen) Versuch einer Seite, vorwiegend der Männer, mittels einer höheren Autorität andere zu unterdrücken. Sei es mit Gewalt, mit Aggression und Einschüchterung, mit Waffen oder mit Geld und Macht. Das alles, was von Gott so erschaffen scheint, wie es ist, verabscheut Lilith und entzieht sich.

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt? Betrachtet man das, was sich bis heute erhalten und wohl in der Zukunft weiter fortsetzen wird, erkennen wir, dass vieles was wir tun, Traditionen und Gepflogenheiten folgt, die in ihren Wurzeln weder wahr noch ehrenhaft sind. Das Prinzip der Unterdrückung, der Ellbogenmentalität, des Handelns in der richtig geglaubten (aber tatsächlich falschen) Überzeugung und ohne Mitmenschlichkeit setzt sich fort.

 


 

Anna Grau und Andreas Weber im Martin-Gropius-Bau zu Berlin (Nov 2015)

Zur Person: Andreas Weber ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Value Communication AG sowie u.a. Beiratsmitglied des Vorstands des Kunstverein Eisenturm Mainz e.V. KEM, Beiratsmitglied der Internationalen Senefelderstiftung, Offenbach, Lehrbeauftragter der Hochschule RheinMain, Wiesbaden. | LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andreasweber | Blog/ValuePublishing:  https://valuetrendradar.com 

Zu Anna Grau und ihrem Schaffen: http://www.annagrau.de  — Anna Grau und Andreas Weber gestalten gemeinsam das „Lilith“-Projekt.

 

 

 


 

Work in progress

Lilith 7: Zustandsfotos im Atelier (Oktober 2017)

Lilith.7 in progress 2

Lilith 7 Work in Progress 10-2017

 


Lilith 9: Zustandsfoto im Atelier (Januar 2018)

Lilith.9 in Progress

 


 

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Kommunikationsparadies Fakten 2016.001

Wie wäre es, wenn es eine einzigartige Wirkungsstätte für Mensch-zu-Mensch-Interaktionen, gesellschaftliches Engagement und erlebnisreiche Gespräche gäbe?

Gespräche über das Leben, die Kunst, die Technologien, die Sinnhaftigkeit unseres Daseins und Tuns.

Gespräche, die beflügelt werden durch das künstlerische Schaffen aller Disziplinen, multisensorisch und vielfältig erfahrbar. — Nun, es wäre geradezu paradiesisch!

—English text version below.

 

Die Kunst zu(m) Verstehen — Die Kunst zu(m) Leben

Warum geben wir der Kunst und den Künstlern nicht mehr Raum in unserem Alltag  —  nicht als Element der Unterhaltung, sondern elementar als Katalysator unseres Verstehens?

Und damit letztlich als Treiber von Erneuerung oder auch dem Bewahren?

Denn: Ein von Sinnhaftigkeit geprägtes Verstehen bestimmt unser Dasein.

Verstehen entwickelt sich nur, wenn das, was wir tun, spürbar und erfahrbar wird durch Gefühle, Glückseeligkeit, Gedanken, Zweifeln und Kritik, die wir in Gesprächen teilen.

Der Leitgedanke: Kunst ist Kommunikation. Und Kommunikation ist (eine) Kunst.

In diesem Sinne müssen die Verknüpfungen von Sinneswahrnehmung, Verständnis und Sinnhaftigkeit erfahrbar und begreifbar werden, mit dem Anspruch, Kunst als essentiellen Bestandteil unserer Kommunikation zu verankern.

Das Fundament des Kommunikationsparadies:

  1. Eine Geisteshaltung: Das Kommunikationsparadies stellt den Kontext her zwischen Kunst, Kommunikation und Innovation.
  2. Eine Methodik: Das Kommunikationsparadies wendet eine Methodik an, die Wissenschaftserkenntnisse, Technik, Kunst und Philosophie vereint!      
  3. Ein Erlebnisraum: Per Kommunikationsparadies werden hochbegabte Kommunikationstalente identifiziert, für Neues motiviert und gezielt gefördert/begleitet. Und: Das Kommunikationsparadies ist ein interaktiver, multisensorischer Begegnungs- und Erlebnisraum der Kunst, Kommunikation, Innovation und Mensch-zu-Mensch-Dialoge vereint.

 

Das ›Kommunikationsparadies‹ gibt echter Innovation Raum!

Der Grundstein wurde im Jahr 2000 durch die ›New York Manhattan Zeitenwende‹-Initiative gelegt.

Das ›Kommunikationsparadies‹ mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz ist heute ein interaktiver, multisensorischer Begegnungs- und Erlebnisraum für Kunst, Kommunikation und Technologie, der Social Media-Effekte und Mensch-zu-Mensch-Dialoge vereint. Zudem werden hochbegabte Kommunikationstalente von uns identifiziert, für Neues motiviert und gezielt gefördert/begleitet. Durch die ›Zeitenwende‹-Aktivitäten waren viele tausend Besucher aus Dutzenden von Ländern rund um die Welt zu Gast. Der persönlichen Begegnung stehen besondere, international ausgerichtete Projekte zur Seite, inklusive Ausstellungen, Workshops, Seminaren, Salon-Gesprächen, Konzerten und vielem mehr.

Hinweis: Das Kommunikationsparadies ist eine unabhängige Initiative, die nicht auf Gewinnerzielung sondern auf Kostendeckung ausgerichtet ist und allen offen steht, die sich sinnvoll  einbringen wollen und können. Mit persönlichem Engagement, Präsentationen, Sachleistungen oder Zuwendungen. Die Teilnahme an Projekten und Aktivitäten erfolgt auf Einladung. Unseren Gästen ist stets freigestellt, sich bei Veranstaltungsteilnahme mit einem Obolus an den Kosten zu beteiligen. Details werden gerne persönlich besprochen.

 

 

The Mainz ›Kommunikationsparadies‹ — Place of conversation and personal experience

What would it be like if there were a unique site for person-to-person interaction, social engagement and eventful conversations? Conversations about life, art, technologies, the purpose of our being and actions. Conversations that are inspired by the creativity of all disciplines, which can be experienced in a multisensory and diverse manner. — Indeed, that would be paradise!

 

The art of understanding/understanding art — The art of living/living art

Why don’t we give more space in our everyday lives to art and to artists not as an element of entertainment, but fundamentally as a catalyser of our understanding?

And thus ultimately as a driver of renewal or also preservation?

For: An understanding shaped by purpose determines our existence.

Understanding can develop only when that which we do can be sensed and experienced through feelings, happiness, thoughts, doubts and criticism, which we share in conversations.

The guiding principle: Art is communication. And communication is (an) art.

In this sense, the links between sensory perception, understanding and purpose must be able to be experienced and understood, with the aim of anchoring art as an essential component of our communication.

The foundation of the Kommunikationsparadies:

  1. A mindset: The Kommunikationsparadies creates the context between art, communication and innovation.
  2. A method: The Kommunikationsparadies applies a methodology that combines scientific knowledge, technology, art and philosophy!
  3. A space for experience: By means of the Kommunikationsparadies, highly talented communicators are identified, motivated for new things, and supported in a targeted manner. And: The Kommunikationsparadies is an interactive, multisensory space of encounter and experience, which combines art, communication, innovation and person-to-person dialogues.

 

Kommunikationsparadies Facts 2016 ENG UPDATE.016

Exhibition of paintings of Prof. Valy Wahl. Mainz/Germany, Rathausgalerie 2015/2016.

 

The ›Kommunikationsparadies‹ provides space for real innovation!

The foundation was laid in 2000 by the ›New York Manhattan Zeitenwende‹ initiative.

Today, the ›Kommunikationsparadies‹, based in the Gutenberg City of Mainz, is an interactive, multisensory space of encounter and experience for art, communication and technology, which combines social media effects and person-to-person dialogues. In addition, we identify highly talented communication experts, and motivate and support these in a targeted manner. Many thousands of visitors from dozens of countries around the world have been guests of ›Zeitenwende‹ activities. Personal encounters accompany special, internationally-oriented projects, including exhibitions, workshops, seminars, salon discussions, concerts and much more.

Please note: the Kommunikationsparadies is an independent initiative that is not oriented towards profit-making, but rather towards covering costs, and it is open to all who can and wish to contribute meaningfully. Either with personal involvement, presentations, benefits in kind or donations. Participation in projects and activities are by invitation. Our guests are always free to contribute to covering the costs of participation with a donation. We are happy to discuss details in person.

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