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Tag Archives: senefelder

ThinkPaper TagDerDruckkunst 15032019.001

 

Von Prof. Dr. Gerhard Kilger, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Senefelder-Stiftung

#Think!Paper — Edition 2, Vol. 4

 


Von einigen noch unbemerkt — vor allem in der Print- und Verlagsbranche — aber von vielen engagierten kreative Köpfen getragen, wurde am 15. März 2019 in über 200 Einrichtungen deutschlandweit der ›Tag der Druckkunst‹ begangen. Die Internationale Senefelder Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main hatte zu einem besonderen Event eingeladen: Im Druck-Studio der Stiftung führte Prof. Dr. Kilger praktisch vor, wie man künstlerisch mit Steindruck umgehen kann. Über 100 Gäste zeigten sich begeistert. Im nachfolgenden Beitrag, erstmals publiziert als Leitartikel in der Zeitschrift ›kultur politik‹, Ausgabe 1/2019 ›Kulturerbe Druckkunst‹ des BBK Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V., Berlin, erläutert Gerhard Kilger, welchen Wert Druckkunst gestern, heute und morgen darstellt. Und welchen Nutzen Drucktechnik stiftet. Aus meiner Sicht eine Pflichtlektüre für alle, die sich kreativ, künstlerisch und technisch mit Print beschäftigen. — Andreas Weber


»Wer in der Drucktechnik lediglich den Wert der Vervielfältigung sieht, hat die eigentlichen Potentiale nicht wahrgenommen.«

 

Es war im vergangenen Jahr 2018 ein großer Erfolg: Künstlerische Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen sind von der Deutschen UNESCO-Kommission in das bundesweite Verzeichnis ›Immaterielles Kulturerbe‹ aufgenommen worden. 

Damit sind die von Generationen über Jahrhunderte überlieferten Techniken nicht nur zu bewahren, sondern auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Es war sehr klug, dass die UNESCO – erst seit wenigen Jahren – nicht nur materielles Kulturerbe, sondern kulturelle Formen gelebter Praxis vor dem Vergessen schützen möchte. Denn »Das Wesen der Dinge liegt in ihrem Gebrauch« – um diese wichtige Sichtweise des Philosophen Ludwig Wittgenstein auszudrücken und anzuwenden. 

In der Begründung der Auszeichnung durch die Kommission heißt es deswegen: »Gedruckte Text- und Bildmedien sind fester Bestandteil der europäischen Kultur und Wissenschaftsgesellschaft. Künstler nehmen sich den traditionellen Drucktechniken kreativ an und entwickeln diese weiter (…)«. Gut bekannt sind Johannes Gutenberg und Albrecht Dürer, die am Anfang der damals innovativen Drucktechniken vor über 500 Jahren stehen, ebenso bekannt ist der damalige Einfluss der erstmaligen Vervielfältigung der Bibel auf die Reformation und neuzeitliche Entwicklungen. 

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Drucktechniken für Bildung und Demokratie 

Weniger bekannt ist allerdings das seitdem hoch entwickelte Niveau handwerklicher Praxis, das für die Qualität von Druckerzeugnissen in hohen Auflagen bestimmend war. Das galt nicht nur für Texte, sondern vor allem für Abbildungen, die bis Ende des 18. Jahrhunderts fast ausschließlich durch Holzschnitt, Holz- oder Kupferstich möglich waren. Weniger bekannt ist auch, dass im 19. Jahrhundert durch die Erfindung von Alois Senefelder die Lithographie als Flachdruck die Industrialisierung des Bilderdrucks möglich machte. Neben Bildung und bunter Vielfalt im öffentlichen Raum wären die gesellschaftlichen Entwicklungen zu Demokratie und Sozialstaat nicht denkbar gewesen. Später kamen neuere Verfahren wie Lichtdruck, Durchdruck und Siebdruck dazu. 

Photolithographische Techniken und Flachdruck auf Metallplatten führten im 20. Jahrhundert zum heutigen Offsetdruck, der spätestens seit den 1990er Jahren durch ganz unterschiedliche digitale Techniken ergänzt oder abgelöst wurde. Hinter all diesen professionellen Techniken standen Berufsbilder, für die hohes fachliches Wissen erforderlich war, sowie Menschenschicksale, auf deren Biographien technische Umwälzungen oft dramatischen Einfluss hatten. Heute sind traditionelle Kenntnisse der Drucktechnik industriell nicht mehr anwendbar. 

Allerdings enthält die Auszeichnungsbegründung durch die Kommission eine wichtige Feststellung: »Künstler nehmen sich den traditionellen Drucktechniken kreativ an und entwickeln diese weiter«. Eine solche Feststellung kommt bei allen anderen Auszeichnungen immateriellen Erbes nicht zu Wort. Im Gegenteil: Während fast alle Kulturgüter mit dem Wegfall ihrer eigentlichen Funktion meist leblos in Museen konserviert oder in laienhafter Liebhaberei künstlich als Folklore entfremdet werden, erleben die traditionellen Drucktechniken in den Künstler-Werkstätten einen lebendigen Umgang und eine kreative Weiterentwicklung auf vielerorts ganz unterschiedliche Art und Weise. 

Natürlich sind das ursprüngliche Fachwissen und die industrielle Berufserfahrung von professionellen Drucktechniken bei heutigen und zukünftigen Künstlerinnen und Künstlern nicht mehr zu erreichen – deren praktische Kenntnisse entsprechen eher denen von versierten Sportseglern, die heute auch keinen historischen Viermaster steuern könnten – aber sie haben hohe Kenntnis von diesen Techniken, obwohl ihr beruflicher Alltag ganz andere Absichten und Gewohnheiten verfolgt, als dies traditionell nötig war. 


Impressionen vom Tag der Druckkunst im Druck-Studio der Internationalen Senefelder Stiftung in Offenbach am Main. Fotos/Video: Andreas Weber

 


Von Hand geschaffene Originale 

Warum haben sich viele Künstlerinnen und Künstler diese aufwändigen Praktiken und das Wissen erworben, und welcher Wert wird darin von diesen gesehen? Worin unterscheidet sich ein von Künstlerhand gedrucktes Erzeugnis von üblichen Druckerzeugnissen? Welche Bedeutung haben zukünftig die traditionellen Drucktechniken für Kunst und Kultur? 

In der Bildenden Kunst gilt, was ebenso für Musiker ganz offensichtlich ist: Jedes Instrument hat seinen Klang, seine unverwechselbare Ausdrucksform. Gerade Drucktechniken haben ihre werkspezifischen Charaktere, die mit anderen Techniken nicht zu schaffen sind. Zudem können durch Variation und Experiment bei Drucktechniken unzählige »Klänge« erzeugt werden, die für neue Kompositionen beste Voraussetzungen bieten. Ebenso wie mit Klängen kann unbegrenztes und überraschendes Neuland durch Experimente gefunden werden. 

Wer in der Drucktechnik lediglich den Wert der Vervielfältigung sieht, hat die eigentlichen Potentiale von Radierung, Holzschnitt, Lithographie, Siebdruck und allen Mischformen nicht wahrgenommen. Längst hat ein künstlerischer Druck nicht mehr den Wert in hoher Auflage, jeder Abzug hat heute die Qualität eines von Hand geschaffenen Originals. Meist machen deswegen Künstlerinnen und Künstler keine hohen Auflagen, sondern beschäftigen sich lieber mit dem Schaffensprozess des Druckträgers als mit dem – demgegenüber monotonen – Drucken einer hohen Auflage. 

 

 

Lebendige Weiterentwicklung überlieferter Kenntnisse 

Natürlich sind auch dafür sowohl die Einrichtung und der Betrieb einer historischen Werkstatt, als auch eine hohe Kenntnis von Material und Prozess notwendig. Diese ist heute sogar noch anspruchsvoller als damals, weil nun die Vollzüge ganzheitlich angelegt werden müssen: Gab es früher noch die Arbeitsteilung von Druckvorlagenherstellung, Andruck und Fortdruck, so muss man dies heute selbst beherrschen; wurden früher die Materialien aus dem Handel bezogen, so gilt es nun, nach alten Rezepten oder aus fernen Landen das notwendige Material zu beschaffen oder sogar selbst zu schaffen. Weil darüber hinaus in früheren Zünften die beruflichen Kenntnisse überwiegend als Geheimwissen betrachtet wurden, wurden schon seit Jahren die letzten Profis von künstlerischen Fachleuten noch zu Lebzeiten ausgefragt oder es mussten bestimmte Techniken durch Experimente neu entdeckt werden. 

Heute kann man das Kulturerbe der Drucktechniken in den Händen von Künstlerinnen und Künstlern als qualitativ hohe Praxis bezeichnen, welche die historischen Techniken zwar nicht identisch reproduzieren, jedoch als lebendige Weiterentwicklung aus den überlieferten Kenntnissen alte und neue Formen der Drucktechniken lebendig werden lassen. 

Aufgaben der Museen 

Auch in einigen wenigen Museen leben diese handwerklichen Techniken weiter. Vor allem dort, wo nicht nur nach sammlungsorientierten Konzeptionen museale Gegenstände in Vitrinen präsentiert werden, sondern Kontexte für zugehörige Arbeitsvollzüge und Lebensgewohnheiten geschaffen werden. Auch dort werden Vorführungen oft von Künstlerinnen oder Künstlern gemacht, weil es für die Museen nicht einfach ist, das zugehörige Personal dafür zu schulen. Langfristig wird es für die Museen zur Aufgabe, das Immaterielle Kulturerbe neben dem Aufbau und der Pflege von Sammlungen zu bewahren. 

Dabei werden sie sowohl das Weiterleben der experimentellen Drucktechniken dokumentieren als auch die besten Ergebnisse künstlerischer Arbeiten in ihre Sammlungen übernehmen. Hier ist auch einer der Gründe dafür ersichtlich, warum die Beantragung der Anerkennung der künstlerischen Drucktechniken als Immaterielles Kulturerbe gemeinsam vom BBK-Bundesverband und dem Museum für Druckkunst Leipzig erfolgt ist. 

Nachdem es für die künstlerischen Drucktechniken in den letzten Jahren sowohl durch meist ungenügende Wertschätzung bei Ausbildungsgängen in den Hochschulen als auch bei der Haltung von Kuratoren, Sammlern und Händlern manche Enttäuschung gab und darüber hinaus die künstlerische Auseinandersetzung mit digitalen Medien die Sicht auf »alte Techniken« verstellt hat, ist nun zu erwarten, dass die Wahrnehmung für den echten Stellenwert dieser Kunstform wieder zunimmt. 

 


 

Zur Person

 

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Prof. Dr. Gerhard Kilger ist Museums-Fachmann, Physiker, freier Künstler und Dozent für Lithographie. Er war Gründungsdirektor der »DASA – Arbeitswelt Ausstellung« in Dortmund und ist Vorstandsvorsitzender der Internationalen Senefelder Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main. www.senefelderstiftung.de 


Zur Internationalen Senefelder Stiftung

»Die ISS macht durch die Verbindung von Tradition und Moderne den Wert von Print als unverzichtbarer Kulturtechnik anschaulich. Und zeigt auf, wie sich die kreative Techniknutzung durch künstlerisches Schaffen im Digitalzeitalter verankern lässt.« 

Zur Erinnerung: Der Erfinder Alois Senefelder hat um das Jahr 1800 mit dem chemischen Druck vom Stein und von Metallplatten die Print-Branche in ein neues Zeitalter geführt. Noch heute profitieren wir davon, nicht nur bei der Drucktechnik, sondern sogar in der Halbleiter-Technologie. Zugleich wurde der Steindruck zum einzigartigen künstlerischen Medium mit anhaltend weltweiter Bedeutung.

Die ISS verfügt über einen hochkarätig besetzten Beirat (Vorsitz: Gert Kaiser) und seit 1. Januar 2019 über ein neues Vorstandsteam mit Prof. Dr. Gerhard Kilger (Vorsitz), Dr. Volker Dorsch (stv. Vorsitz), Hans-Jörg André, Eckhard Gehrmann, Andreas Weber und Dr. Ralph Philipp Ziegler.

Die ›Freunde und Förderer der Internationalen Senefelder Stiftung e.V.‹ (FISS) sind mit Wirkung vom 7. November 2017 ein im Vereinsregister eingetragener, gemeinnütziger Verein (VR 5784). 

Somit bestehen für Einzelpersonen wie auch für Firmen individuelle Möglichkeiten zur Mitgliedschaft und Förderung der Internationalen Senefelder Stiftung.

Kontakt:

Dr. Volker Dorsch, Mitglied im Vorstand und Leiter der ISS- und FISS-Geschäftsstelle im Bernardbau
Herrnstr. 61 | 63065 Offenbach am Main

T: 069-98340506
F: 069-98340507
W:www.senefelderstiftung.de
E: info@senefelderstiftung.com

 

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OF ISS Festabend am 06120218.001

Text, Fotos und Bildcollage: Andreas Weber.

Ein gelungener Senefelder-Festabend im Haus der Stadtgeschichte Offenbach am Main am Tag der Lithographie, dem 6. Dezember 2018. Die große Halle war gut gefüllt, das Publikum durchaus international. Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betonte in seinem engagierten Grusswort die Verbundenheit der Stadt mit Senefelder und der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS). Senefelders Lebensleistung sei durchaus vergleichbar mit der eines Industriepioniers wie Carl Benz. 

Der Stiftungs-Vorsitzende Prof. Dr. Gerhard Kilger betonte: „Es sind genau 200 Jahre her, dass Aloys Senefelder sein Lehrbuch zur ‚chemischen Druckerey‘ veröffentlicht hat. Fast 25 Jahre hatte er sich seit seiner Entdeckung Zeit gelassen, doch es war ihm wichtig, dass diese großartige Erfindung nicht in ihrem experimentellen Kinderschuhen, sondern als professionelle Drucktechnik in ihre Zukunft entlassen wird. Tatsächlich war in dieser Zeit seine Technik schon in vielen Druckereien der ganzen Welt wirtschaftlich erfolgreich. Alois Senefelder hatte in München durch viele Experimente den Flachdruck auf Stein entdeckt, in Offenbach hat er bei dem Musikverleger André seine erste professionelle Druckerei gegründet. Von dort aus begann der wirtschaftliche Erfolg durch die vielen Möglichkeiten des Flachdrucks. Man kann heute mit Recht behaupten, dass durch den Flachdruck bis heute Bilder, Graphik und farbige Vielfalt in das Leben einzog.“

Zugleich erinnerte Prof. Dr. Kilger an die Verdienste des Kunsthistorikers, Lithgraphie-Experten und Senefelder-Biografen Prof. Wilhelm Weber, der — 1918 geboren, 1999 verstorben — seit Gründung der Stiftung über eine Generation hinweg dem Stiftungs-Beirat vorstand. „Noch heute sind die Buchpublikationen von Prof. Weber die Standardwerke, um die hohe Bedeutung von Senefelder und der Lithographie für Kunst und Künstler rund um den Globus anschaulich zu machen.“ 

Andreas Weber, ebenfalls seit über 15 Jahren in der ISS engagiert, dankte im Namen seiner Familie, dass die Stiftung das Wirken und Werken seines Vaters in Ehren hält; und zitierte aus einer Notiz seines Vaters, die er im Nachlass fand: „Die Internationale Senefelder Stiftung hat dem genialen Erfinder der Lithographie nicht nur dauerhaft ein Denkmal gesetzt, sondern hält das Ergebnis seines Schaffens am Leben, um uns allen immer wieder Impulse und Anregungen zu verleihen. Kunst und Künstler sowie Technologie gehen dabei ein besondere Symbiose ein, getragen von unerschöpflicher Kreativität.“

In einer wissenschaftlich fundierten Analyse gab Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer Einblick in die spannende und nicht immer geradlinig verlaufende Lebensgeschichte von Senefelder und seiner Geschäftsfreundschaft mit der Musikverleger-Familie Andrè, die aber die Welt verändern sollte. Dr. Harry Neß vom Internationalen Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte ließ in seiner Lesung aus dem Lehrbuch Senefelders ein wunderbares Stimmungsbild entstehen, dass detailreich den Antrieb und die Erfahrungen des genialen Erfinders nahe brachte. —aw

 

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ValueCheck Analysis: Communication, Art and Culture.009

Selbstbildnis von Prof. Wilhelm Weber während seines Malereistudiums in Dresden, 1943.

ValueCheck Druck-Kunst.001

Foto via UNESCO: Museum für Druckkunst, Leipzig.

Von Andreas Weber (Redaktion)

 

HURRAY! — We are pleased to inform you that the “Artistic Printing Techniques of Letterpress, Gravure/Intaglio, Offset/Lithography, Screen Printing and Their Mixed Forms” were included in the Nationwide List of Intangible Cultural Heritage in March 2018 by resolution of the German UNESCO Commission.

The enthusiasm of lithographers for lithography, which was felt at the international Colloquium in Offenbach in December 2017, has now been confirmed by the UNESCO Commission.

 

Es ist eine herausragende Anerkennung und Bestätigung für die Relevanz von Druck-Kunst: Die „Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks (Siebdruck) und deren Mischformen“ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Damit wurde die gemeinsame Bewerbungsinitiative des Museums für Druckkunst Leipzig und des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler nun von Erfolg gezeichnet.

Durch die Anerkennung wird das Bewusstsein für die künstlerischen Drucktechniken als immaterielles Kulturerbe gestärkt und in die breite Öffentlichkeit getragen. Das Drucken hat als international ausgeübtes Handwerk eine über 500 Jahre alte Tradition. Industrielle Produktion und technologischer Fortschritt führen jedoch dazu, dass das Wissen über und das Ausüben von historischen Handwerkstechniken im Druckwesen verdrängt werden.

Insofern bedeutet die Aufnahme der Druck-Kunst ins UNESCO-Verzeichnis für die Druckbranche einen wichtigen, alles überragenden Schritt!

 


Infobox:

Immaterielles Kulturerbe

Im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes befinden sich derzeit 72 Kulturformen und sieben Programme im Register Guter Praxisbeispiele. Das Verzeichnis soll von Jahr zu Jahr wachsen und die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen.

Im Dezember 2017 wurde die deutsche Nominierung, “Orgelbau und Orgelmusik”, in die Repräsentative Liste aufgenommen. Bereits 2016 hat der Zwischenstaatliche Ausschuss der Konvention die erste deutsche UNESCO-Eintragung „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ sowie den mit deutscher Beteiligung erweiterten multinationalen Eintrag “Falknerei” anerkannt.

Formen Immateriellen Kulturerbes (nicht zu verwechseln mit dem UNESCO-Welterbe) sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste. Als Kulturtalente stellt die DUK ausgewählte Träger des Immateriellen Kulturerbes vor.

Damit das weltweit vorhandene traditionelle Wissen und Können erhalten bleibt, hat die UNESCO 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Mehr als 170 Staaten sind inzwischen der völkerrechtlich verbindlichen Konvention, die 2006 in Kraft trat, beigetreten. Die drei Listen des immateriellen Kulturerbes veranschaulichen die Vielfalt lebendiger kultureller Ausdrucksformen aus allen Weltregionen.

Video mit ausgewählten kulturellen Ausdrucksformen der Repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit: Immaterielles Kulturerbe – Wissen. Können. Weitergeben


 

Der Eintrag im Wortlaut:

Künstlerische Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen

(Aufnahmejahr: 2018)

 

Traditionelle künstlerische Drucktechniken werden in Deutschland und Europa heute vor allem von bildenden Künstler/innen gepflegt. Von den 60.000 bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Künstlern/innen in Deutschland waren auf Basis einer Umfrage des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) im Jahr 2014 rund 20.000 druckgrafisch tätig.

Viele von ihnen besitzen Druckmaschinen, mit denen sie nicht nur eigene druckgrafische Werke anfertigen, sondern auch Technik und Wissen in Form von Workshops, Symposien, Kursen und Weiterbildungen vermitteln, oft in Kooperation mit Museen, Vereinen, Schulen, Kunst- und Fachhochschulen, Volkshochschulen und Druckwerkstätten.

Zusätzlich sind es vor allem Kunsterzieher/innen sowie Museumspädagogen/innen, die an den genannten Institutionen die Drucktechniken erhalten, pflegen, weitergeben und vermitteln. In Deutschland fördern die Verbände des BBK die Druckgrafik durch Einrichten von Druckwerkstätten, Organisation von Drucksymposien und Ausstellungen.

 


Fotos via UNESCO: Museum für Druckkunst, Leipzig.


 

Kurzer Blick zurück nach vorne

Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. In Deutschland stehen Johannes Gutenberg und Albrecht Dürer stellvertretend für die Anfänge dieser Innovation. Gutenbergs Entwicklung der beweglichen Letter um 1450 begründete den Hochdruck und führte dazu, dass Wissen nun von Einzelnen an viele Menschen weitergegeben werden konnte. Seit 1500 bis Ende des 18. Jahrhunderts waren der Kupfertiefdruck und der Hochdruck die einzigen Medien für bildliche Darstellungen.

Ab 1800 kamen der Steindruck und ab 1850 der Lichtdruck als neue Flachdruckverfahren hinzu, mit denen auch mehrfarbige Reproduktionen möglich wurden. Um 1900 kam das Durchdruckverfahren des Siebdrucks mit seitenrichtiger Vorlage auf. Alle anderen Verfahren basieren auf einer manuell hergestellten, seitenverkehrten Druckvorlage. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte unter Beibehaltung der Grundprinzipien der Übergang von der Handwerkstechnik zum industriellen Druck.

Die Handpressen wurden von den Druckmaschinen verdrängt. Die Künstlergruppe “Die Brücke” um 1910 oder die Collagenkunst des “Dada” um 1920 sind zweifellos Höhepunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit Drucktechniken. Damit konnte erstmals eine Demokratisierung der Kunst einsetzen, denn durch die Auflagen sank der Preis und der Kundenkreis für Kunst wurde größer. Mit der Einführung des Offsetdrucks und des Fotosatzes in den 1960er Jahren sowie der Umstellung von der manuellen auf die computerbasierte Herstellung von Druckvorlagen in den 1990er Jahren kam es zu einer endgültigen Trennung zwischen manuell-künstlerischen und rein industriell gefertigten Drucksachen.

Die Museen für Drucktechnik und -kunst in Deutschland und Europa, stellvertretend seien das Druckkunst-Museum in Leipzig, das Gutenberg-Museum in Mainz, das Museum der Arbeit in Hamburg, das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen sowie das Plantin-Moretus-Museum in Antwerpen (Belgien), das Niederländische Steindruckmuseum in Valkenswaard, das Musée de l`imprimerie in Lyon (Frankreich) und die Tipoteca Italiana in Cornuda bei Treviso (Italien) genannt, bieten die Möglichkeit, sich aktiv mit Drucktechnik zu beschäftigen und haben einen besonderen Fokus auf Kinder, Jugendliche und Studierende.

Die Museen arbeiten seit Jahren in Projekten zusammen und sind über Branchenverbände auch international miteinander verbunden und tauschen sich regelmäßig fachlich auf Tagungen aus. An Universitäten wird die Geschichte der Druckgrafik wissenschaftlich erforscht und an die Studierenden weitergegeben. Volkshochschulen vermitteln die Techniken und ermöglichen ihre Anwendung einer breiten Schicht der Bevölkerung. An Kunsthochschulen werden vertiefende Kenntnisse und ein kreativer Umgang mit Drucktechniken unter Einbezug moderner Technik vermittelt, wodurch auch zukünftig ihre professionelle Anwendung gesichert wird.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat in Deutschland die Zahl der Druckgrafik-Symposien, Ausstellungen, Lehrveranstaltungen und Workshops wieder deutlich zugenommen.

[Hinweis: Im Dezember 2017 verzeichnete das Kolloquium “Saxa Loquuntur: Quo Vadis” der Internationalen Senefelder-Stftung an der HfG in Offenbach am Main einen sensationellen internationalen Zulauf, gerade auch von vielen Jüngeren Druck-Künstlern.]

Die in den Drucktechniken Aktiven beziehen stetig Weiterentwicklungen in ihre Arbeit ein. Als Beispiel sei die künstlerische Typografie genannt, wo aktuell eine Vermischung von Text und Bild stattfindet. Auch durch die Mischung von Medien und Techniken, etwa Digitaldruck und Hoch-/Buchdruck, werden neue Spielarten und Ausdrucksmöglichkeiten erzeugt. Druckwerke werden heute oftmals am Computer geplant, erprobt und erstellt. Teils werden sie als Digitaldruck hergestellt oder dienen als Vorlagen für später in künstlerischer Handarbeit gefertigte Werke.

 


Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Dr. Susanne Richter, Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig, info@druckkunst-museum.de , Tel. 0341/231620

Andrea Gysi, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler, info@bbk-bundesverband.de, Geschäftsstelle Berlin, Tel. 030/2640970


Bei Fragen speziell zur Lithografie freut sich die Internationale Senefelder Stiftung in Offenbach am Main weiterhelfen zu können.

Kontakt: 

Dr. Volker Dorsch
Dielmannstraße 23
63069 Offenbach am Main
Telefon: 069-98340506
Fax:        069-98340507
Email:     info@senefelderstiftung.com
Web:       www.senefelderstiftung.de

 

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Martin Lange ISS.001

 

Laudatio von Andreas Weber, Mitglied im Stiftungsbeirat der Internationalen Senefelder Stiftung, Offenbach

Die grafische Industrie und mit ihr die Druck-Kunst bilden das Fundament für seine reichhaltigen, vom Erfolg getragenen Aktivitäten. Nach dem Ingenieurstudium startete der gelernte Druckfachmann Martin Lange 1969 seine Laufbahn als Projektingenieur bei Faber & Schleicher, einem damals fast 100-jährigen Unternehmen, das 1871 von Louis Faber und Adolf Schleicher mit Sitz in Offenbach am Main als „Associationsgeschäft zur Produktion von lithografischen Schnellpressen“ gegründet worden war.

Die Zeichen standen von Anfang an auf Innovation: Bereits 1888 wurde die erste eigene Gießerei errichtet. Die Gießerei arbeitete mit Kupolöfen zur eigenen Herstellung von gusseisernen Maschinenteilen. Im Jahr 1911 baute das Unternehmen die weltweit erste Roland-Bogenoffsetrotationsdruckmaschine und erhielt auf der Weltausstellung in Turin eine Goldmedaille.

Einen deutlichen Schub bekam das Unternehmen 1979: Nach der Fusion mit dem Druckmaschinenbereich der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, MAN AG wurde die Tradition der Fertigung von Druckmaschinen ab 1979 unter dem Namen MAN Roland Druckmaschinen AG weitergeführt.

Übrigens: Der Name der ersten Faber & Schleicher-Steindruck-Schnellpresse, mit der man 1871 an den Start ging, war Albatros; benannt nach einer Vogelart mit der 3,5 Meter messenden größten Spannweite, der sich in der Luft wie auch im Wasser und an Land souverän bewegt. Albatros steht aber auch in der Symbolik für Wesentliches: Der Albatros zählt in der Traumdeutung eindeutig zu den Glückszeichen, verbunden mit Hoffnung, Freiheitswunsch und guten Nachrichten.

Dies scheint bei Martin Lange Einfluss und Gleichsinn gefunden zu haben. Seine engagierten Tätigkeiten wurden zu Glücksmomenten nicht nur für MAN Roland AG, sondern für die Druckereizunft insgesamt. Denn in seinen verschiedensten Positionen war es ihm möglich, gute Nachrichten in alle Welt zu tragen. Etwa über die MAN Ferrostaal AG, für die er das Rollengeschäft in Asien, Australien und Südamerika aufbaute. Oder aber als Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Eurografica GmbH, München, in dem er zusammen mit Architekten und Fachingenieuren Konzepte für den Bau von Druckereianlagen entwickelte und somit Referenzen im deutschen Exportmarkt schaffen konnte.

In einer Würdigung vom Dezember 2006 (also kurz nach seinem 60. Geburtstag) heißt es zu Martin Lange: „Martin Lange, Geschäftsführer der VOTRA S.A. Lausanne und Direktor Strategische Allianzen bei MAN Roland, beendet Ende des Jahres nach 40 Berufsjahren in der grafischen Industrie seinen aktiven Dienst. Er übernimmt neue Aufgaben als selbstständiger Industrieberater in der Druck-, Medien- und Verpackungsbranche.

(…)

1987 wurde Lange zum Generalbevollmächtigten Direktor zu MAN Roland nach Offenbach berufen. Hier übernahm er als Vorstand von 1988 bis 1999 die Verantwortung für das Ressort Marketing, Vertrieb und Service für die beiden Geschäftsbereiche Bogen- und Rollenmaschinen. Mit dem Auftrag des Aufsichtsrats übernahm Lange 1999 eine neue Aufgabe: den Aufbau eines eigenen Handels- und Dienstleistungsgeschäfts. Hieraus entstand in den letzten Jahren der erfolgreiche MAN Roland Geschäftsbereich printcom.

Martin Lange war darüber hinaus stark im Segment Verpackungsdruck von MAN Roland und in der PrintCity engagiert. Auf der Basis des PrintCity-Projekts übernahm Lange im weiteren Verlauf die Funktion Strategische Allianzen für MAN Roland, weil für Groß- und Industriekunden der Workflow-übergreifende Systemansatz immer wichtiger wird. ‚Speziell in den 1990-er Jahren hat Martin Lange die Geschicke in Marketing, Vertrieb und Service für unser Bogen- und Rollengeschäft entscheidend mit geprägt’, so Prof. Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender von MAN Roland, anlässlich der Feier zu Martin Langes 60. Geburtstag im Oktober 2006.“

Soweit die Würdigung aus dem Jahr 2006. — Noch heute ist Martin Lange verdienstvoll tätig, mit ungebrochenem Engagement für die Wirtschaft, die Menschen aus der Druckbranche, für die Stadt Offenbach und darüber hinaus. Die Epple Druckfarben AG, Augsburg, bezeichnete ihn jüngst als ‚gern gesehenen Gast auf dem PraxisDialog‘ und als profunden Praxiskenner im Aufsichtsrat der Firma.

All dies ist wichtig zu wissen, weil es den Kontext herstellt, Verständnis dafür schafft, welch hohe Bedeutung die jahrzehntelange Erfahrung als Top-Manager Martin Lange in die Internationale Senefelder Stiftung (ISS) einbringen konnte und kann. 

 


 

Über viele Jahrzehnte, davon fast 20 Jahre als Beiratsvorsitzender, hat sich der Druck-Kunst-Experte Martin Lange für die Internationale Senefelder Stiftung (ISS) mit Sitz in Offenbach am Main in hervorragender Art eingesetzt. Das Video zeigt einen Ausschnitt aus seiner Begrüßungsrede in der Aula der HfG Offenbach beim Internationalen Kolloquium „Quo Vadis: Saxa Loquuntur“ am  6. Dezember 2017. (Video: Andreas Weber)


 

„Was Martin Lange anpackt, bringt Erfolg. Unnachahmlich, wie er das macht“, lobte ihn mein Vater Prof. Wilhelm Weber, dem Martin Lange nach dessen Tod vor fast 20 Jahren als ISS-Beiratsvorsitzender nachfolgte. Ich kann die Beurteilung durch meinen Vater vollumfänglich bestätigen. Ich selbst habe Martin Lange 1988 (also vor genau 30 Jahren) beruflich über eine Presseveranstaltung des damaligen MAN Roland-Vorstandschef Dr. Hartmut Wohland kennen und schätzen gelernt.

Als Charakteristika von Martin Lange sind und bleiben mir in bester Erinnerung: Elan, dynamische Tatkraft, dabei stets smart, umsichtig, fürsorglich, aufmerksam und verantwortungsbewusst, nach vorne blickend, zupackend, durchsetzungsfähig. Seine von Empathie und Sympathie getragene Persönlichkeit schaffen sofort Vertrauen. 

Und es hilft ihm, seine Kernkompetenz als Meister der strategischen Allianzen voll auszuschöpfen. Wäre er nicht der Drucktechnik und der Druck-Kunst mit Leidenschaft verfallen, so hätte er durchaus im diplomatischen Dienst reüssieren können.

In den vielen Jahrzehnten seines Engagements und den fast 20 Jahren als Beiratsvorsitzender der ISS gab es neben vielen Hochs auch einige Tiefs in stürmischer See zu umschiffen. — Martin Lange hat alles mit Bravour absolvieren können. Ohne Martin Lange säßen wir alle von ISS-Beirat und -Vorstand heute nicht so gut formiert zusammen. Das Scheitern und der Konkurs im November 2011 von manroland AG als finanziellem Unterstützer entfachte auch für die ISS eine Existenz bedrohende Krise; oder bildhaft gesprochen: eine Abenteuer-Tour im Sumpf-Gelände mit ungewissem Ausgang.

Martin Lange ließ sich nicht beirren; insbesondere in den letzten beiden Jahren ist es ihm gelungen, die Internationale Senefelder Stiftung  wieder zu beleben, auch und gerade durch seine Begeisterungsfähigkeit, mit der er Gleichgesinnte, kluge Köpfe, mit ganz unterschiedlichen Talenten und Fertigkeiten, zu einem schlagkräftigen Team formiert. Denn nur als starkes Team konnte es uns gelingen, der ISS die verdiente Anerkennung, hohe Aufmerksamkeit, sowie erste Neu-Erfolge auf internationalem Niveau zu erhalten.

Unsere Dankbarkeit, lieber Martin Lange, kann gar nicht groß genug sein. Wir freuen uns, dass Sie dem Beirat als Mitglied erhalten bleiben und nunmehr am 6. März 2018 den Stab des Vorsitzenden weitergeben. Im neuen Förderverein FISS sind Sie als Vorsitzender aktiv. Wir freuen uns auf viele konstruktive und stets kreative Begegnungen mit Ihnen. Und wir danken für Ihren Einsatz und das segensreiche Schaffen für die Druck-Kunst.

Getreu dem Motto: Was Lange (ge)währt, wird gedeihlich und gut! — Alois Senefelder sehr zur Ehre und Freude!

 

 


 

Bewegende Momente: Nach 16 Jahren gibt Martin Lange (links) den Stifungsbeiratsvorsitz ab und wird herzlich verabschiedet. Neu gewählt wird einstimmig der international erfahrene Druckerei-Manager Gert Kaiser (rechts). Stellvertreter bleibt Roland Walter (vorne, sitzend). — Foto: Andreas Weber.

 


 

Über den Autor: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Andreas Weber als international renommierter Business Communication Analyst, Coach, Influencer und Transformer. Seine Aktivitäten fokussieren sich auf ‚Transformation for the Digital Age’ via Vorträgen, Management Briefings, Workshops, Analysen & Reports, Strategic Advice.

Mit der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS) ist er seit Studienzeiten verbunden, hat vor über 30 Jahre die Sammlung Garte erstmals geordnet und katalogisiert und gehört seit dem Jahr 2000 dem ISS Stiftungsbeirat an.

 


 

By Andreas Weber, Internationale Senefelder-Stiftung ISS Advisory Board (inspired by the #Kolloquium)

What makes me excited about #Print? What is annoying?

+ Without the ‘old’ the present and the future would not be possible! The course for the information age was already set around 1800 (from print to chip / via Photolithography).

+ The unbroken fascination and the inexhaustible transformation potential.

+ The passion and creativity of those who understand how to create and thrive on print.

– The widespread failure to adequately depict and make public the print in public consciousness.

– The unimaginative and ignorant, blatant rigor of many manufacturers that supposedly offer innovation.

– A blatant lack of communication expertise that hinders thinking outside the box.


#ValueCheck: Bücher als Skulpturen — dazu der Schriftsteller Christoph Ransmayr: „Anselm Kiefer hat ein leidenschaftliches Verhältnis zu Büchern, besonders zur Literatur, und einige seiner beeindruckendsten Arbeiten etwa mit Ingeborg Bachmann oder Paul Celan verbunden. Seine bleierne Bibliothek schlägt wie nur wenige Werke der bildenden Kunst eine Brücke zu jenem Medium Buch, das uns auf fast magische Weise erlaubt, über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg in einer Art Gespräch miteinander verbunden zu bleiben.“ #Transformation


#Freitagsgedanken: Was begeistert mich an #Print? Was macht verdrießlich?

+ Ohne das ‚Alte‘ wäre das Heutige und Künftige gar nicht möglich! Die Weichen fürs Informationszeitalter wurden bereits um 1800 gestellt (vom Druck zum Chip).

+ Die ungebrochene Faszination und v. a. das unerschöpfliche Transformationspotential.

+ Die Leidenschaft und Kreativität derer, die Print gedeihlich zu gestalten verstehen und dadurch begeistern können.

– Das breite Versagen, Print im öffentlichen Bewusstsein adäquat darzustellen und erfahrbar zu machen.

– Die Fantasielosigkeit und ignorante, blasierte Rigorosität vieler Hersteller, die angeblich Innovationen bieten.

– Ein eklatanter Mangel an Kommunikations-Fachwissen, der behindert, über den Tellerrand zu blicken.

#Transformation

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Von Andreas Weber, Head of Value

Etwas ‚Altes‘ hilft, das Neue zu bewältigen: Vor über 200 Jahren wurde der Grundstein für moderne IT- und Kommunikationstechniken mit Print gelegt. Die Internationale Senefelder-Stiftung und ihr neu geschaffener Förderverein FISS mit Sitz in Offenbach am Main erinnern daran. Durch FISS bieten sich neue, attraktive Möglichkeiten, zu unterstützen und sich einzubringen. 


Zum 200. Geburtstag von Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithografie, errichtete das Komitee zur Vorbereitung der Senefelder-Stiftung in Offenbach am Main – vertreten durch seinen Vorstand – zur Wahrung des Andenkens dieses genialen Erfinders die Internationale Senefelder-Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main.

Zweck der Stiftung ist die Förderung junger bedürftiger Künstler und Techniker sowie die Vergabe des Senefelder-Preises für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Lithografie und des Flachdrucks. Im Laufe des Jahres 2017 wurde der gemeinnützige Förderverein FISS gegründet, um über die Stiftungsarbeit hinaus Wirkung und erweitertes Engagement zu ermöglichen. Ein Meilenstein bildet das Kolloquium „Quo vadis: saxa loquuntur“, erstmals am 6. Dezember 2017, dem Tag der Lithografie, in Offenbach abgehalten — mit nachhaltig internationaler Beteiligung und starker Beachtung in den Sozialen Medien.  


 

Die Erfindung von Alois Senefelder vor über 200 Jahren ist als grundlegenden Voraussetzung für heutige Anwendungen der IT-Technologien anzusehen. Die Möglichkeiten einer flachen Druckform wie sie auf Lithografiesteinen bis in das zwanzigste Jahrhundert Verwendung fand, hat nicht nur in der künstlerischen Druckgrafik überlebt, sondern wird zur Herstellung von Halbleiter-Chips für jedes digitale Bauelement verwendet. Insofern hat die technologische Entwicklung seither eine kulturelle und soziale Auswirkung auf die heutige Gesellschaft, die in ihrer geschichtsprägenden Kraft von anderen Entwicklungen kaum übertroffen wurde.

Auch wenn diese Bedeutung der Fachwelt durchaus bekannt ist, kommt dieser Erfindung in der öffentlichen Wahrnehmung bei weitem nicht die gebührende Anerkennung zu.
Die Internationale Senefelder-Stiftung ist weltweit die einzige Einrichtung, deren Ziel es ist, die Bedeutung der Erfindung von Alois Senefelder zu fördern und Aktivitäten dafür zu veranstalten. Sie ist in Offenbach angesiedelt, weil von diesem Ort aus nach den Jahren der Erfindung in München mit der ersten kommerziellen Druckerei die industriellen Verbreitung in die ganze Welt ausging. Offenbach ist als Geburtsort aller lithografischen Techniken anzusehen.

Die Stiftung verfügt über ein Vermögen von ca. 50.000,00 € und eine umfangreiche Sammlung zur Lithografie, sie ist aber insbesondere durch den wirtschaftlichen Niedergang von traditionellen Druckmaschinenherstellern (konkret: manroland AG) nicht mehr in der Lage, aus eigenen Mitteln die erforderlichen Aktivitäten und die Pflege der Vermögenswerte selbst zu erbringen. Deswegen ist sie auf der Suche nach Fördermitteln.

Da es sich bei der Sammlung der ISS um einen kulturhistorisch bedeutsamen Bestand handelt, soll sowohl das Land Hessen, als auch die Kulturstiftung der Länder angesprochen werden. Obwohl die Stiftung ISS satzungsgemäß international ausgerichtet ist, verfolgt sie das Ziel, den Bestand und die internationale Ausstrahlung in der Geburtsstadt im Lande Hessen zu bewahren. Dies soll auch in Kooperation mit den kommunalen Museen der Stadt und dem Landesmuseum in Darmstadt erfolgen. Satzungsgemäß sollen auch wichtige Unternehmen und Verbände der Druckbranche zugezogen werden.

 


Kontakt und Infos zur Förderung der Internationalen Senefelder-Stiftung:

Freunde und Förderer der Internationalen
Senefelderstiftung e.V.
Geschäftsstelle: Dr. Volker Dorsch
Herrenstr. 61, 63069 Offenbach
Tel.: 069-98340506
Email: info(at)senefelderstiftung.com
Web: www.senefelderstiftung.de

 

ISS Aufgaben und Ressorts 2017

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Die Internationale Senefelder-Stiftung veranstaltet am 6. Dezember 2017 ihr erstes Senefelder-Kolloquium in Offenbach.

Dies ist der internationale Tag der Lithographie. Die wichtigsten Topics werden aus dem Keynote-Vortrag, den Kurzbeiträgen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und der moderierten Diskussion über vier Thesen bestehen. — “Am Vorabend werden wir bei einem Empfang vom Oberbürgermeister der Stadt Offenbach begrüßt und uns anschließend gegenseitig kennenlernen. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, Angaben zu Ort und Übernachtungsmöglichkeit wird Ihnen nach formloser Anmeldung mitgeteilt. Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele teilnehmen, die aktiv mit der Lithosteinen befasst sind”, erläutert Prof. Dr. Gerhard Kilger, Vorsitzender der Senefelder-Stiftung.

 

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THESEN ZUR LITHOGRAPHIE

1. Die professionelle Lithografie ist im 20. Jahrhundert gestorben. Gegenwärtig gibt es weltweit nur noch wenige Experten, die berufliche Erfahrung in der historischen Drucktechnik besitzen. Um dem Verlust des noch vorhandenen Wissens entgegen zu wirken, sind Weitergabe und Dokumentation des materiellen und immateriellen Erbes notwendig.

2. Die künstlerische Lithografie verwendet die Möglichkeiten des Steindrucks in Verbindung mit experimentellen und kreativen Techniken. Ihr Ziel besteht nicht in der professionellen Vervielfältigung von Vorlagen, sondern im schöpferischen Prozess für die Herstellung von Kunstwerken. Da diese künstlerischen Prozesse eine wichtige Weiterentwicklung der Lithografie darstellen, sind Weitergabe und Dokumentation dieser künstlerischen Prozesse wichtig.

3. Der Wert der originalen Drucktechniken wird gegenwärtig auf dem Markt zu gering bewertet. Obwohl die Herstellung einer Lithografie im Gegensatz zu anderen künstlerischen Techniken sowohl fachlich als auch zeitlich einen meist höheren Aufwand erfordert, wird der Gegenwert allgemein nicht wahrgenommen. Es ist daher notwendig, Kunstexperten, Sammler, Museen, Galeristen und Kunstkritiker davon zu überzeugen, dass Handabzüge von Lithografien in kleiner Auflage als Originale anzusehen sind.

4. Die meisten Lithografie-Werkstätten haben Kenntnis voneinander; es haben auch einige Treffen stattgefunden. Trotzdem ist der Ausbau eines Netzwerkes aller weltweiten Aktivitäten vonnöten. Es sollte unser Bestreben sein, in diesem Netzwerk den Austausch, das Zusammenwirken und die Informationen zu verbessern.

 

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PROGRAMM

“Quo vadis: saxa loquuntur?”

05.12.2017

16.00h Möglichkeit der Besichtigung der Senefeldersammlung / Possibiltiy to visit the Senefelder collection

19.00h Empfang im Rathaus Offenbach / Reception in the Town Hall Offenbach

06.12.2017

09.00h Registrierung / Registration
09.15h Begrüßung / Welcome
09.30h Keynote-Vortrag u. Diskussion / Keynote lecture and discussion
10.30h Kaffeepause / Coffee break
11.00h Panorama 1
12.30h Mittagessen / Lunch
13.30h Panorama 2
15.00h Kaffeepause / Coffee break
15.30h Diskurs: Thesen 1 – 4 / Discourse Theses 1 – 4
17.00h Abreisen / Departure


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Weitere Infos und Anmeldung:

Internationale Senefelder Stiftung Offenbach

Geschäftsstelle:
Dr. Volker Dorsch, Vorstandsmitglied
Dielmannstraße 23
63069 Offenbach am Main

Email: info(at)senefelderstiftung.com

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Graphic Repro On-line News Review to Friday 16 September 2016

Welcome to another roundup of 27 news articles posted during the past week, plus one new addition to Online Features from KBA in Nuremberg, with a new long perfector with coating and nine inking units at L/M/B Louko, which scooped this year’s ‘Top Innovator of 2016’ award in Germany.

Then we have Laurel Brunner back with her latest Verdigris environmental Blog, which this week looks at Plastic Dreams. Following which is Nessan Cleary’s very latest Wild Format Technology Guide which explains the basics of the printhead – the heart of an inkjet printer and directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. This is the ninth article in this new series from by Laurel Brunner, Nessan Cleary, Sonja Angere and Paul Lindström at Digital Dots. All of which can be downloaded as PDFs, with almost 40 still to follow over the coming ten months or so.
On Monday we also announced the first in a new series from Andreas Weber at ValuePublishing entitled ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up Scotty’. The article is an overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with Muchcommunication.
Our news this week again comprises a completely mixed bag. We have tried to carry all of the current and imminent show-related articles for you which include announcements regarding Photokina in Cologne; from Labelexpo Americas and SGIA Expo which took place last week you will find announcements from EFI, Cerm, Ultimate, Durst, HP, Agfa, Presstek and Xeikon; then we have the agenda for the Inkjet Conference 2016 taking place in Neuss from 4 – 6 October; followed by ProImage, Scodix, KBA, Goss and Presstek at Graph Expo 2016, which opens this coming weekend.
Leading the news on Tuesday: Esko announced more than 120 free online training sessions to be available in a choice of five languages to help Esko’s global customers get the most out of their new software. You’ll find all the details in the article below with links to be able to register.
News leaders this week included Wallpaper Magazine with HP Indigo on Monday teaming up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month. On Wednesday we had HP Inc announce its acquisition of Samsung’s Printer Business, with the aim of disrupting the copier segment by reinventing and replacing service-intensive copiers with superior multifunction printing technology.
Recent sales and installations successes began on Monday with Manroland Sheetfed at Dongguan Xincai Packaging in China; Tuesday saw Heidelberg at Newnorth Print in the UK with the very latest Stahlfolder KH 82 combination model with Palamides delivery; then Esko in Brazil with the milestone 3000th CDI – a CDI Spark 5080 for trade house Clicheria Blumenau – its fifth Esko CDI.
Among the various articles you will find quite a bit of new kit, including EFI with an enhanced Jetrion for labels; Mimaki with new wide-format inkjet direct sublimation for textiles, combining printing and heating for colour fixation into a single footprint; also HP with a new Latex Printer series at SGIA on Friday.


My tailender for the week from Tuesday’s headlines is the Blog Post relating to the K-Show (the world’s number one event for plastics and rubber) from 19 – 26 October in Düsseldorf: by Chris Winczewski at X-Rite Pantone. Not exactly printing as such, but extremely interesting and related – since X-Rite and Pantone and colour control are so closely related to our own industry, and the K-Show is becoming more relevant as production boundaries become blurred in our fast changing world.


That’s it until next time. 

My best regards, 

Mike Hilton

Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative and Wild Format Technology Guides from Digital Dots, as well as our Drupa and FESPA Newsrooms which can be accessed from the Index on our Home Page. We also have News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news page

Mon 12 September…   
Wallpaper* and HP customise commemorative posters
HP Indigo and Wallpaper* magazine team up to create 220,000 unique posters for the publication’s 20th anniversary this month…

ValueTrendAnalysis: Transformation – ‘Beam me up, Scotty!’
This article is the overture to a series of trend letters and trend studies produced by ValuePublishing together with the global expert…

Sawgrass: The Art of Sublimation at Photokina 2016
Sawgrass will showcase its full portfolio of sublimation solutions from 20 to 25 September 2016 in Cologne…

Contact Originators is now a Flint FlexoExpert in the UK
Based in Bredbury, Stockport, the beta customer has successfully passed through the FlexoExpert certification programme…

Dongguan Xincai Packaging adds 10-colour Roland 700
Forward-thinking Dongguan Xincai Packaging in China puts its faith in the Roland 700 with coating, UV and InlineFoiler…

Tue 13 September…   
Esko launches global series of free training Webinars
More than 120 free online training sessions help Esko customers to get the most out of new software…

TheIJC 2016 in Neuss unveils extensive agenda
With just over two weeks to go, the The Inkjet Conference confirms the most involving agenda in the event’s history…

Bespoke training course for apprentice ink technician
Gilmour and Dean Limited work with Attain Training in the UK to expand and invest through apprenticeships…

Newnorth Print adds automated Stahlfolder KH 82
Newnorth increases its B1 folding capacity with combination model with Palamides Alpha 500hd delivery…

Mimaki’s new direct sublimation printer for textiles
The Tx500P-3200DS wide-format solution combines printing and heating for colour fixation into a single footprint…

Wed 14 September…   
HP to acquire Samsung’s Printer Business
Aim is to disrupt copier segment, and to reinvent and replace service-intensive copiers with superior multifunction printing technology…

EFI unveils latest Jetrion 4950LXe LED inkjet and ERP
EFI debuts enhanced Jetrion label inkjet production and ERP Workflow innovations at Labelexpo Americas in Rosemont…

Cerm at Labelexpo Americas 2016
Inspiration and Collaboration will be a central theme for Cerm at Labelexpo Americas in Rosemont, from 13 – 15 September…

Ultimate TechnoGraphics brings AutoNesting to SGIA
Ultimate TechnoGraphics to showcase Impostrip’s latest AutoNesting in Las Vegas from 14 – 16 September 2016…

ProImage to launch latest workflow at Graph Expo 2016
ProImage has announced the launch of its new generation of newspaper production workflow: NewsWay-X…

Thu 15 September…  

Esko’s 3000th CDI to Clicheria Blumenau in Brazil
The CDI Spark 5080 and software solutions package, and its fifth CDI, supports the leading trade shop’s plate production…

Durst uses Labelexpo to push its label capabilities
Durst uses Labelexpo Americas to announce important steps forward in the capabilities of its label products…

EFI Armor UVF clear coat on display at SGIA Expo
EFI non-yellowing Armor clear coat extends Avery Dennison textured wall films durability to five years…

X-Rite Pantone: Plastics focus for K-Show 2016
Blog Post relating to the K-Show 19 – 26 October: By Chris Winczewski, corporate strategy and innovation exec at X-Rite Pantone…

KBA’s new VariJET 106 sheetfed hybrid Powered by Xerox
New modular hybrid press for folding cartons integrates KBA Rapida platform with Xerox inkjet technology: intro at Graph Expo…

Fri 16 September…   
Scodix drupa success to flow into Graph Expo 2016
Coming off drupa, where Scodix sold over 150 presses, adoption of Scodix digital enhancement is in full swing worldwide…

Goss International and Presstek at Graph Expo 2016
Goss, Presstek and Contiweb to showcase their latest product innovations and partnership success…

Agfa outshines competition in UV flatbed and hybrid
Agfa Graphics wins three Product of the Year awards for inkjet technology for second year in a row at SGIA Expo 2016…

HP unveiled its new Latex 300 Printer series at SGIA
New HP Latex 315, 335 and 365 printers help customers gain affordable access to more application opportunities…

EFI at the 2016 SGIA Expo in Las Vegas this week
A complete portfolio and new market opportunities highlight EFI’s mission and passion to fuel customer success…

Xeikon Laser Die-cut Unit at Labelexpo Americas
Self-adhesive label converting affordable as short runs made easy with Xeikon Laser Die-cut Unit (LDU)…

Presstek Zahara plates at Labelexpo Americas
Codimag demonstrated the benefits of chemistry-free, waterless offset live with Presstek’s Zahara plates…

Last lead articles from Friday in previous update… 

AVT and HP Indigo at Labelexpo Americas 2016
Visitors will be able to see advanced integration between AVT and the HP Indigo 8000 and 20000 digital presses…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2020 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2020 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
Only 35 so far this year, with well over 70 last year, and over 90 in 2013 and in 2014 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years in our Archives.

Downloads 2016 Chapter 01

Previous…   
Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Online Features Sep/Oct Chapter 07

L/M/B Louko in Nuremberg adds long KBA Rapida 106
Print industry’s top innovator invests in KBA Rapida 106 with nine inking units, perfecting and coater…

Previous…   
First Swing sponsored by Canon South Africa
The benefits of the South African Disabled Golf Association’s First Swing programme for disabled children, showcased in action at Zwartkop Country Club…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Plastic Dreams
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 16 Sep

Previous…   
Standards for Sustainability
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 Aug

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016
This is the brand new series for 2016 – 2017 of new guides. The first four can be found in this special section on the Website, listed in the Index on the Home Page. All have PDFs for downloading.

Latest No 9… The basics of printheads
In many respects the printhead is the heart of an inkjet printer, directly responsible for placing each individual drop of ink on the substrate. By Nessan Cleary

5… Where Do You Start your Wild Format Project?
The range of what’s possible with digital inkjet technology just keeps on growing. There are so many production options to choose from… By Laurel Brunner

6… Wide format Inkjet Basics
Wide format printing has grown at an astronomical rate over the past decade, mainly because it can cope with a growing range of applications. By Nessan Cleary

7… To Judge a Book by Its Cover
Despite the old proverb, humans are prone to judge their fellow man by first impressions, so appearances are important. By Sonja Angerer

8… Workflow Basics for Wide Format Projects
While the creative part of a printing project involving wide, or very, very wide-format production should be unrestrained and ‘wild’ (allowing yourself to think out-of-the-box). By Paul Lindström

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Most recent…   
Let your imagination fly at FESPA Eurasia 2016
Speciality print exhibition returns to the CNR Expo in Istanbul, Turkey for the fourth year in December…

Exhibitors present latest technologies at FESPA Mexico
New products and technologies for wide-format, digital and screen print, garment decoration, signage, software and consumables…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These eleven jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. They contain hundreds of superb articles, interviews, features and news. You can download each one complete as a PDF…

drupa 2016 Exhibitors’ at show + post-show News
Latest additions of 86 in total are now in alphabetical order can be accessed in our drupa Newsroom.

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 pre-show articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2020,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

Our Website urls are:

http://www.graphicrepro.co.za
http://www.graphicrepro.net

GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled and published by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.  e-mail graphicrepro.za@gmail.com

ValuePublishing Mike Hilton News Review 25072016.001

Photo @2016: Andreas Weber, ValuePUBLISHING, Mainz/Germany.

 

Graphic Repro On-line News Review to Friday 22 July 2016

Welcome to this week’s roundup of another 30 selected news articles for the week, plus five new additions to our drupa Newsroom from Elitron, KBA-Flexotecnica, Manroland Sheetfed, and SEI Laser; as well as a new entry in Online Features Downloads from Two Sides, as it publishes the findings of its Global Reach Survey 2016, where you will find the introductory article complete with link to download the complete 15-page findings and report as a PDF.


There will no Verdigris environmental Blog for the next couple of weeks as Laurel Brunner is taking a short break. She will be back during the second half of August. I shall also take a break as news is in very short supply due to the main holiday season in Europe and it has been difficult this past week or so to put together a reasonable selection of good newsworthy stuff each day. As with last week’s key news announcements (Xaar on Monday and Screen Europe on Tuesday) I have drawn on the assistance of Gareth Ward at Print Business UK for two key articles again this week, for the Anton Group and Kodak Inkjet announcement on Wednesday; and then for Xerox and RR Donnelley on Friday, in order to bring you up to date with that.


Other news leaders this week came from HP on Monday, with its plans for Photokina 2016 in Cologne in September. Tuesday was led by Canon Europe as it ships Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa to support the Room to Read Literacy Programme. On Thursday, Two Sides took the lead as it announces availability of its Global Research Survey 2016 in PDF format; and while consumers still value print and paper, there are numerous environmental misunderstandings that persist due to a serious lack of awareness, says Two Sides. Please don’t skip it. The 15-page Report is well worth studying for anyone involved with publishing, print and paper wherever you are.

On Friday, management board chairman and CEO of Heidelberger Druckmaschinen AG, Dr. Gerold Linzbach, announced that he will not renew his contract which runs until August 2017. Following a successful turnaround of the company, he will not seek to extend his contract and aims at pursuing new professional challenges and will continue to serve the company until the end of his contractual term, to enable the Supervisory Board time to find a replacement.


You will find some new sales and installations announcements below from Andi Druk in the Netherlands, as it invests in the first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet and digital finishing lines for magazine and book production; and also for Manroland Sheetfed in Brazil with another Roland 700 – both on Monday. On Tuesday, Witherbys in London increases automation and output with a new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56; Inci.Flex in Italy becomes the first to automate its flexo platemaking process with Esko’s new CDI Crystal 5080 XPS flexo platemaker, debuted at drupa. We also have Toppan Forms, which is now the biggest Kodak Prosper Inkjet customer in the world, as it adds a fifth Prosper Stream Inkjet press – a Prosper 6000C; while German commercial printer Nino-Druck made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa.

On Wednesday we announced that Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa. This was followed by corrugated packaging printer Grupondunova in Catalonia, which becomes the first Spanish company to invest in the Inca Onset X large-format inkjet flatbed press, complete with ClinchTech Robotics. Then we had Park Communications in the UK, which has added a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds. Thursday saw IBW Industrial Binding in Belgium increase its investment in Muller Martini kit with a new Diamant MC 60 bookline, and an Alegro perfect binder with extremely short changeover times, to use with the new hard-cover line.

On Friday, to round off the week, we included Xerox with early adopters at drupa 2016 snapping up no less than 120 Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more. Then we have Seaway Printing in the U.S., which expects a 50 per cent increase in productivity with its new Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg USA. You will find lots of new kit this week if you check out the news announcements carefully. These include Canon SA on Monday as it launches its new imageRUNNER Advance C5500 series, intelligent multifunctional devices aimed at today’s modern working environment. Xitron on Tuesday. KBA-Flexotecnica on Wednesday, as well as SEI Laser. On Thursday, EFI released Packaging Suite 4.0 debuted and shown at drupa; and then we have KBA with the Varijet B1 Xerox-powered digital press (also from Gareth Ward, Print Business); and then Elitron with three new digital cutting machines which were shown at drupa.

On Friday we have Fujifilm with its new processless plate, the Superia ZD, which is UV-compatible and designed for longer runs. Lastly, from Ricoh South Africa with new wide-format multifunction printer which it is aimed at the CAD/GIS and graphics markets in EMEA.

The tailender for this week: On Monday, Manroland Web Systems opened the doors of its new digital web STORE. So, now you have a 24-hour, fast shopping ability on-line.

That’s all until next time.
My best regards,
Mike Hilton

ValuePublishing Mike Hilton News Review 15072016.002


Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 





Headline News
Over 28,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pages

Mon 18 July…   
HP’s new business growth opportunities at Photokina 2016
Photo finishers and professional Photo labs will experience the new HP Indigo 12000 and new applications from the HP Latex 570…

Sun Chemical at GlassTec 2016 in Düsseldorf
Sun Chemical to present its latest SunVetro offerings at GlassTec 2016, taking place at Messe Düsseldorf, from 20 – 23 September…

The new Manroland web STORE opens its digital doors
The time has come: Having been announced over the past two months and having been greeted enthusiastically…

Fully automated digital inkjet for Andi Druk Netherlands
Andi Druk invests in first Canon Océ and Müller Martini integrated continuous feed inkjet for magazine and book production…

Brazilian book publisher achieves goals with Roland 700
Multi Marcas Editoriais Ltda (Editora Construir) promotes education and literacy through innovative books…

Canon’s new imageRUNNER Advance C5500 series
Canon SA launches new flagship, intelligent multifunctional devices for today’s modern working environment…

Tue 19 July…   
Canon Europe and Goloseo support Room to Read
Canon to ship Goloseo children’s books produced at drupa 2016 to South Africa for the Room to Read Literacy Programme…

Xitron begins shipments of USB/SCSI Interface
Replaces obsolete SCSI cards in Trendsetter CTP installations with an economical alternative and provide an extended ROI…

Witherbys invests in Heidelberg automation and productivity
Witherbys in London increases automation and output with new Speedmaster XL 75-6 and automated Stahlfolder CH 56…

Inci.Flex first with Esko’s CDI Crystal 5080 XPS
Gravure quality with flexo plates coming from an integrated unit that simplifies and automates flexo platemaking…

Japan’s first Kodak Prosper 6000C Press for Toppan Forms
Toppan Forms is now the biggest Kodak Prosper customer in the world with a fifth Prosper Stream Inkjet press…

Nino-Druck targets personalised print with Taopix
The German commercial printer made its first steps into the personalised photo market with Taopix at drupa…

Wed 20 July
Anton to become world’s first with new Kodak printhead
Anton Group UK will be the first in the world to work with the new Kodak Ultrastream printhead shown in tests at drupa…

Ricoh SA appoints head of Production Print Business Group
Ricoh South Africa has appointed Frank de Afonseca to head up its Production Printing Business Group…

The new KBA-Flexotecnica NEO XD LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

SEI Laser: Digital die-cutting and creasing a reality
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

Inca Onset X1 with ClinchTech Robotics for Grupondunova
Corrugated packaging pioneer Grupondunova becomes the first Spanish company to invest in the Onset X…

Park further invests in digital department with Horizon buy
Park Communications adds a four-clamp Horizon BQ470 PUR perfect binder to deliver cost effective fast turnarounds…

Thu 21 July…   
Two Sides Global Research Survey 2016 available
Consumers still value print & paper, but numerous environmental misunderstandings persist due to a serious lack of awareness…

EFI releases Packaging Suite 4.0
EFI Packaging Suite 4.0, shown at drupa, offers new value for label, folding carton and flexible packaging converters…

KBA takes the modular approach to inkjet
The Varijet was not shown at Drupa, but is KBA’s pitch for the B1 digital press market has its eyes focused on carton printing…

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

IBW enters Hardcover Segment with Diamant MC bookline
IBW Industrial Binding in Belgium increases its investment in Muller Martini kit with a new bookline, and a perfect binder…

Drytac Europe announces enhanced Emerytex
An improved textured anti-slip laminating film for indoor and outdoor applications, including floor graphics…

Fri 22 July…   
Dr. Gerold Linzbach to leave Heidelberg in 2017
Management board chairman and CEO, Dr. Gerold Linzbach will not renew his contract which runs until August 2017…

Deal too far as Xerox rebuffs Donnelley’s approach
RR Donnelley believed there was potential in combining with Xerox’s technology, but Xerox found it an offer they could refuse…

Xerox at drupa: More than 120 initial sales successes
Early adopters at drupa 2016 snapped up Xerox Production Inkjet presses, including continuous feed and more…

Seaway adds Speedmaster XL 106 with Inpress Control
Seaway Printing in the U.S., expects a 50 per cent increase in productivity with Speedmaster XL 106-4+L from Heidelberg…

Fujifilm releases the Superia ZD processless plate
Fujifilm announces the addition of new processless plate – Superia ZD – compatible with UV and for longer runs…

Ricoh’s new A1 production printer for CAD/GIS
Ricoh’s new wide-format multifunction production printer aimed at the CAD/GIS and graphic markets in EMEA…

Last lead article from Friday in previous update…  

Last issue’s Friday lead article…
Sappi sustainable packaging solutions at FachPack 2016
Latest innovative sustainable products are designed to minimise the use of fossil-based plastic packaging…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’, and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2016
There were again well over 70 last year, 90 in 2014, and over 90 in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2).

Downloads 2016 Chapter 01

Two Sides Global Research Survey 2016
Consumers still value print & paper, but environmental misunderstandings persist due to serious lack of awareness…

Technology-related Chapter 02

Previous…   
e-Commerce, automation and cloud for print
The Internet and World Wide Web have opened up new opportunities for printing, but new challenges too. By Simon Eccles…

Online Features Jul/Aug Chapter 06

Previous…   
L’Imprimerie looks back at its waterless printing strategy
The French daily newspaper Le Figaro has grown its business, thanks to waterless printing and the switch to Toray MX10 plates…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blogs 2016

Most recent…   
Green fashion
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 15 July

Technology Guides – from Digital Dots

Technology Guides for Wild Format 2016

Wild Format Technology Is All About You
This is the first in a new series of articles explaining how you can use wide-format digital printing technology to produce…

Into the Great Wide Open
Harvesting the powers of modern wide-format digital printing, it is possible to elicit a nod and a smile from even the most…

Industrial Revolution
Printing has always been an industrial process. Done right, productivity continues to rise and costs to fall. But…

Why ink matters for Wide-Format Digital Printing
Choosing the ink and pigments to use in printing has always been a crucial decision, one that is very much related…

FESPA Newsroom
The FESPA Newsroom can be found via the Index on our Home Page.

FESPA Federation News in 2016

Previous…   
FESPA Mexico 2016 content-rich educational programme
FESPA Mexico educational programme ‘Seek New Horizons in Print’ set to inspire printers from Mexico and Central America..

FESPA to host Digital Textile Conference in Milan
Programme developed with FESPA Italia and leading Italian fashion & textile associations: 30 September 2016…

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index. It is divided into the following Chapters for your convenience and ease of use… but you must scroll down to view each Chapter when you visit the Newsroom

drupa daily to download as PDFs
These jam-packed drupa daily news issues are ready to read now. You can download each one complete as a PDF…

drupa daily issue No 1 on 31 May 2016
Includes drupa President and Koenig & Bauer chief executive Claus Bolza-Schünemann’s Red Sofa chat with Thomas Fasold…

drupa daily issue No 2 on 1 June 2016
Includes Kodak chief executive Jeff Clarke talking to Darryl Danielli about the business’s evolution and how it’s getting back to its roots…

drupa daily issue No 3 on 2 June 2016
Includes Canon EMEA president and chief executive Rokus van Iperen’s talk with Darryl Danielli about the importance of merging cultures…

drupa daily issue No 4 on 3 June 2016
Includes Landa Digital Printing founder and chairman Benny Landa as he tells Darryl Danielli how he has been retired for 50-plus years…

drupa daily issue No 5 on 4 June 2016
Includes Enrique Lores, HP president of Imaging and Printing talking to Darryl Danielli about growth…

drupa daily issue No 6 on 5 June 2016
Includes Olaf Lorenz, GM of Konica Minolta Business Solutions Europe, as he discusses the KM-C with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 7 on 6 June 2016
Includes Jean-Pascal Bobst, chief executive of Swiss manufacturer
Bobst talking to Darryl Danielli about the importance of family…

drupa daily issue No 8 on 7 June 2016
Includes Eijiro Hori, president of post-press kit manufacturer Horizon sharing his thoughts on the importance of partnerships with Darryl Danielli…

drupa daily issue No 9 on 8 June 2016
Includes Massivit chief executive Avner Israeli emphasises to Darryl Danielli that printers should embrace the 3D opportunity sooner rather than later…

drupa daily issue No 10 on 9 June 2016
Includes Marabu chief executive York Boeder talking with Thomas Fasold about digitisation in printing and the strengths of screen printing…

drupa daily issue No 11 on 10 June 2016
Includes Wolfgang Kroplunik, head of business development & Western Europe, Uncoated Fine Paper at Mondi, talking with Thomas Fasold about paper and changing requirements in the digital transformation…

drupa 2016 Exhibitors’ show + post-show News
Latest additions – and counting – can be accessed in our drupa Newsroom.

Elitron’s drupa hat-trick with a focus on automation
Elitron has significantly increased its product range, and chose the drupa stage to launch three new digital cutting solutions…

KBA-Flexotecnica’s new NEO XD LR ‘Hybrid’
First fully hybrid extremely innovative machine for all popular flexo technologies drew the crowds at drupa…

Manroland Sheetfed ‘The Evolution of Print’ at drupa
‘The Evolution of Print’ at the heart of Manroland Sheetfed’s drupa showcase and encapsulating its vision…

They are print: Manroland Sheetfed at drupa
A whole new world of inline print finishes met visitors to the Manroland Sheetfed GmbH stand in Hall 14 at drupa 2016…

SEI Laser digital die-cutting and creasing at drupa
SEI Laser impressed the industry with the models PaperOne 5000, 3500 and with Packmaster OEM WD at drupa…

Previous…   
Agfa Graphics shone with breaking new technologies at drupa
With its strong showcase of offset and wide-format inkjet solutions, Agfa Graphics underlined its commitment to the print industry at drupa 2016…

KAMA: Efficient short run finishing success at drupa
KAMA successfully launched world’s first folder-gluer for short-run folding cartons at drupa 2016…

Manroland Web Systems’ Digital Workflows at drupa
Continuous improvement in performance with perfectly integrated hardware and software is convincing customers worldwide…

Sun and BASF: ‘Packaging for a more sustainable world’
Sun Chemical and BASF present the potential of their latest solvent-free ink solutions to deliver more sustainable flexible packaging…

drupa 2016 News from Exhibitors (now in alphabetical order)
The series of over 240 articles can be accessed in our drupa Newsroom in alphabetical order.

post-drupa 2016 News from Messe Düsseldorf

Previous…   
Decisive impulses for the global print industry at drupa
drupa 2016 was a resounding success with excellent business deals concluded in an outstanding investment climate…

drupa to stick to its proven 4-year cycle
The No. 1 trade fair for print and cross-media solutions to be held in Düsseldorf again from 23 June to 3 July 2020…

drupa ante portas Blogs 2016
Includes the tenth and final article in this series from Andreas Weber in Mainz, Germany…

drupa 2016 Expert Articles – and more
Includes the eleventh and final article in this series from Claus Bolza-Schünemann, CEO and president of Koenig & Bauer (KBA) and drupa president 2016…

Previous…   
E-commerce, automation and cloud for print
Touch the future. Drupa Expert Article No 9 by Simon Eccles, who over the years he has been editor of eight industry publications. Today he writes white papers and technical reports and contributes regular technical features to many publications…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by: 

Antalis South Africa, Canon SA, Screen Europe,  Drupa 2016,  Esko,  FESPA.  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic So lutions, Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH, Muller Martini AG,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.

If you would like to send news for consideration for the Graphic Repro On-line Website (ISSN 1814-2915) or to submit comments, please e-mail Mike Hilton at: graphicrepro.za@gmail.com.

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#drupa2016 Review Teil 1 Key Visual.001

@ 2016 Foto/Collage: Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main

Kritische und bewusst streng gehaltene, selektive Analyse von Andreas Weber, Head of Value, im Rückblick auf die famose #drupa2016 — Lesezeit: 10 Minuten. Halbwertzeit min. bis zur #drupa2020 — Die Themengliederung im Überblick:


Vorbemerkung

Andreas Weber ist Gründer und CEO der Value Communication AG sowie des DigitaldruckForum mit Sitz in der Gutenberg-Stadt Mainz. Seine Spezialität: Brainware&Solutions sowie per ValueTrendRadar.com-Blog klare Analysen zur Zukunft von Print im Kommunikationsmix, die er kontinuierlich mit über 100.000 Fachleuen in über 100 Ländern teilt. Auf der #drupa2016 gründete er mit Christian Kopocz die Expertenplattform MUCHcomm.

Im Fokus dieses umfassenden #drupa2016 Review stehen drei wesentliche Überlegungen als Leitlinie, die sich durch meine umfassenden Vor-drupa-2016-Analysen bereits abzeichneten:

  • Was bringt die Branche und den Markt tatsächlich voran?
  • Wie ordnet sich Print in der Big Data-Welt ein?
  • Welche Player/Hidden Champs sind wichtig?

Da sich dieser Sachverhalt nicht trivial erschließen lässt, indem man einfach eine Vielzahl an Neuheiten und Pressemeldungen auflistet, nachfolgend mein Bericht in drei Teilen, der das #drupa2016-Messegeschehen bewertet, plausibel in den Kontext stellt, Hintergründe erläutert und am Beispiel des für mich gelungensten Messeauftritts detailliert erklärt, welche Lösungsansätze Sinn machen. — Stichwort: #unleashprint!

Hinweis: Wer sich für alles bis ins feinste Detail informieren möchte, kann dies im ValueBlog in besonderer Form tun. Unter dem Suchwort: „Mike Hilton’s Global News“ finden sich über 600 Pressemeldungen zu allen relevanten drupa-2016-Neuheiten. — Siehe auch den Vortrag mit dem kompakten #drupa2016 Review auf dem Swiss Publishing Day 2016 in Winterthur vom 30. Juni 2016 via YouTube (Live-Video-Doku) oder via Slideshare (42 Min.-Video plus alle Charts).

 


drupa2016 ValuePublshing Review Social Media Heroes.001


Teil 1 — Die #drupa2016 als Prüfstein für die Kommunikationsfähigkeit der Printbranche

Vorbemerkung

Frage: Warum ist das Thema Kommunikationsfähigkeit wichtig?
Antwort: Weil es in der Printbranche (bei Druckereien wie auch bei deren Lieferanten) riesige Defizite gibt.
Begründung: In der Printbranche ist es üblich, die Geschäfts- wie auch die Fachkommunikation auf die Darstellung dessen, was man tun kann und wie man Produktionsaufgaben löst, hinzuweisen. Und dies zumeist dadurch, dass man das direkte Gespräch sucht. Sinnvoller ist es aber, Kompetenzen, Kundennutzen und -vorteile medial und damit effektiv in den Fokus zu rücken, um Unterscheidungsmerkmale erkennbar und öffentlich zugänglich zu machen. Bedenke: Das Geschäft mit Print ist schon längst kein Produktions-, sondern ein Dienstleistungsgeschäft, das pro-aktiv kommuniziert werden muss, um Dialoge über relevante Fachthemen zu beflügeln! Erfolg bringt, was in der medialen Kommunikation Markt- und Kundenanforderungen ins Zentrum stellt und nicht das eigene Tun!


In medias res

Die #drupa2016 war famos. Ich weiss, wovon ich rede. Es war meine ZEHNTE drupa! Noch nie zuvor konnte man so gut vorbereitet sein (wenn man sich die Zeit nahm), um im Prinzip alles Wesentliche wissen zu können, bevor die #drupa2016 ihre Pforten öffnete. Doch das Detail hat es in sich. In der Rückschau gab es noch nie eine drupa bei der so viele Experten „lost in details“ gingen! Während und vor allem nach der #drupa2016, die von Top-Experten einengend als die „Ink-Jet 2.0“-drupa bezeichnet wurde, stellte sich nämlich heraus, dass entsprechend dem klugen Messe-Konzept von Sabine Geldermann und ihrem drupa-Team alles Mögliche im Fokus stand, aber nicht mehr die Nabelschau der Technik quasi als Maschinen-Bullenprämierung!

„Touch the future“. So lautete das Messe-Motto. Endlich, wirklich endlich war die #drupa2016 thematisch und konzeptionell Meilensteine nach vorne gerückt, um sich der normativen Kraft des Faktischen zu beugen: Am Ende zählen nicht Technik oder die Anwendung (brav in Druck-Muster-Sammlungen präsentiert), sondern der Nutzen daraus. Die Liste der drupa 2016-Highlight-Themen, die Innovationen und neue Wachstumssegmente fokussierten, machte dies im Vorfeld mehr als deutlich: Dem Kernthema „Druck und Papier“ waren die Sektionen Multichannel, 3D Printing, Functional Printing, Packaging und Green Printing als Themengruppen beiseite gestellt. Offenkundig sollte und musste über den Tellerrand geblickt werden. Und das war gut so, um den maximal hohen Erwartungen der Besucher und der Aussteller gerecht werden zu können.

Wie nun aber die #drupa2016 in den Griff bekommen? Man war chancenlos, alle 1.800+ Aussteller in 17 (resp. eigentlich 19) Messehallen zu besuchen. Der Ausweg: Wie noch nie zuvor boten sich durch Google und Social Media (hier besonders: Twitter) eine grandiose Informations-Rundumversorgung! Davon machten leider die Wenigsten auf der drupa 2016 richtig Gebrauch. Am allerwenigsten die über 1.900 Fachjournalisten, darunter einige wichtige Industry Analysts, die aus 74 Ländern angereist waren. Hektisch und fast konfus rannten viele ihren unzähligen Terminen nach, um so viel wie möglich PERSÖNLICH in Augenschein zu nehmen, um anschließend beliebige Aussteller-News zu kolportieren. Dialoge mit Lesern finden über Fachmedien so gut wie nicht statt. Entsprechend lesen sich im Nachgang deren Reports. So manches, was längst vor der drupa 2016 publik war resp. während der drupa Online in Echtzeit Diskussionen prägte — wurde im Nachgang als Entdeckung, Überraschung und/oder bahnbrechende Premiere tituliert. — Puh! — TOTALLY LOST IN DETAILS ?!?

ValuePublishing Mike Hilton News Review 24062016.001

Kurios und mit leichter Verzögerung von fast 1 Woche: Print folgt Twitter! Foto-Collage: Andreas Weber

Man kann nicht wissen, was man nicht weiss!

Aber auch via Online/Social Media wurde es uns allen nicht leicht gemacht. Viele drupa-Aussteller nutzten Twitter gar nicht — oder wenn doch, dann reichlich unprofessionell als weiteren, notwendigen Push-Kanal zur Selbstdarstellung. Das ist für Social Media aber kontraproduktiv. Gerade über Twitter in aller Kürze und z. B. über LinkedIn für mehr Ausführlichkeit können Dialoge in Gang gesetzt werden. Die Folge, wenn dies wie bei der #drupa2016 zumeist unterbleibt: Die Reichweiten blieben trotz allem Bemühen niedrig. Und der Interaktionsgrad war lausig. Erstrecht erzielt man so nicht die Einbindung neuer Zielgruppen, die per Twitter erreichbar und einzubinden wären, selbst wenn sie gar nicht zur drupa gekommen sind. — Die meisten aus der Printbranche denken wohl: Nun ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten… Und warum sollten Print-Fachleute auf einmal werthaltig kommunizieren? Es gehe doch ums Drucken und Technik, so hört man land(a)auf, land(a)ab.

Wollte man dieser drupa 2016 Herr werden, musste man Twitter richtig nutzen — d. h. strategisch klar, zielführend und stringent vorgehen — und sich fast im Sekundentakt informiert halten. Wie gesagt, die Messe Düsseldorf hatte mit ihrem Neu-Konzept exzellente Vorarbeit geleistet. Und Social Media via Twitter war das Top-Kommunikationswerkzeug für die Messe Düsseldorf. Ergänzend kommt v. a. die Idee hinzu,die einzelnen Highlight-Themen durch über die Messehallen verteilte Touchpoints zu präsentieren. Dort konnte man aus erster Hand, Aussteller-übergreifend von Experten das Wichtigste zu den wichtigsten Themen erfahren. Die drupa-Social-Media- sowie drupa daily-Teams machten einen guten Job, um die Messebesucher aktuell zu informieren. Alleine die drupa-Apps waren nicht sehr hilfreich. Die hätte man einfach weglassen können.

Bye Bye „Push-PR“ — Twitter kann es besser!

Nur ganz wenige Pressekonferenzen auf der #drupa2016 waren lohnenswert. Vor allem diejenigen, die von Ausstellern ohne PR-Agenturhilfe gestaltet wurden, lieferten gute Inhalte, die für Social Media-Kommunikation tauglich waren! — Twitter entpuppte sich als unverzichtbare Top-Plattform: Und zwar

  • a) als beste Nachrichten- und Interaktionsquelle — zur Erinnerung: auf Twitter tummeln sich die engagierten, kompetenten Fachleute, die an Innovation und qualitativen News/Facts & Meinungen/Kommentierungen in Echtzeit interessiert sind;
  • und b) als hervorragende Analyseplattform. Denn wer als Besucher wie auch als Aussteller auf Zack war, konnte durch Twitter Seismografie-ähnlich erfahren, was gerade die wichtigen Gespächsthemen war, wie Neuheiten ankamen und bewertet wurden, was sich lohnt und was eben nicht. Zugleich kann man im Nachgang bis auf Einzelne runter brechen, wer sich für was interessiert bzw. wer was honorierte. Denn Tweets mit Hashtags sind sozusagen „for ever“ und können außerhalb von Twitter von allen per Google gefunden werden.

Grosse Bedeutung und Wirkung haben sog. Twitterlisten, die sich nach relevanten Hashtags ausrichten und von Twitternutzern geführt werden. Und Analysetools wie z. B. Keyhole sind hilfreich, da sie die wichtigsten Hashtags, Tweets, User/Influencer, geographische Lokalisierungen, Nutzungs-/Device-Ergebnisse sowie Word-Clouds in Echtzeit erfassen und Mehrwerte liefern. So entstand, wenn man weiss wie es geht, zum ersten Mal auf einer drupa mit und durch Twitter ein iterativer Informations-, Bewertungs- und Erkenntnisprozess. Mit dem erstaunlichem Ergebnis: Das, was Fachleute, Journalisten und Analysten zumeist als Top-Themen im Nachgang kolportieren, spielte eigentlich auf Twitter kaum keine Rolle — und wenn, dann eine untergeordnete. (Hinweis: Im Fall meiner Aktivitäten war von besonderem Vorteil, in deutsch und englisch zu kommunizieren sowie den ValueBlog und ValueStorifys einbinden zu können.)

Analysiert man die per Analyse-Tool generierte Word-Cloud zum Hashtag #drupa2016 im Nachgang (bewusst gewählte Post-drupa Stichtag-Zeitpunkte: 18. Juni 2016 bis 20. Juni 2016), so erscheinen als Echo folgende Begriffe als maßgeblich — nachfolgend in Form einer Top-Ten gelistet:

  1. #drupa2016
  2. #BigData
  3. #Print
  4. #Innovation
  5. #Storify (zur Doku/Visualisierung von relevanten Tweets)
  6. #unleashprint (das Canon-Motto)
  7. #cloud
  8. #mail
  9. #digitalcutting
  10. #drupa (viele hatten dies als Hashtag genutzt, statt sinnvollerweise #drupa2016)

Vortrag Andreas Weber Swiss Publishing Days 2016.037


Zwei drupa-Aussteller tauchen im Umfeld der Top-Ten namentlich auf: Heideldruck
(der Börsenkurz-Name der Heidelberger Druckmaschinen AG) sowie Canon — wie gesagt als einziger Aussteller durch sein Twitter-konformes drupa-Motto #unleashprint herausragend, somit exzellent gewählt und positioniert (mehr dazu in Teil 3).

Von „Insidern“ benutzte Hype-Begriffe wie Inkjet/Inkjet-Druck, Workflow, Print 4.0, Digitalisierung u.a.m. tauchen im Top-Ten-Ranking ebenso wenig im öffentlichen Social-Media-Interesse auf, wie z. B. der „größte“ Aussteller, HP, oder der mit den angeblich meisten Besuchern, Landa. Erstaunlicherweise fehlt auch Xerox, obgleich Xerox über das wohl engagierteste und kundigste Social-Media-Team auf der #drupa2016 verfügte. Und mit XMPie verfügt Xerox über eine Weltklasse-Multichannel-Kommunikationslösung, die von Xerox zur #drupa2016 erst gar nicht eingesetzt wurde. Das könnte daran liegen, dass Xerox für die eigene Marketing-Kommunikation den nutzen von XMPie völlig verkennt und/oder mit seiner Corporate-Social-Strategie bis dato  zwar große Reichweite, aber zu wenig Interaktion erzielt.

Viele andere, gleichrangig hoch frequentierte Hashtag-Begriffe zeigen das weite Spektrum, an dem man sich orientieren muss, wenn man das Thema Print künftig weiter entwickeln und bei Kunden populär machen und im Gespräch halten möchte:

  • virtual, strategy, automation, client, multichannel, success, review, geospital sowie gis, interactivevideo, marketing, iIoT (als das industrielle Internet-of-Things) sowie communications, 3d printing und youtube.
  • Als einziger Produktname taucht „clarity“ auf, der die neue, wegweisende Cloud-Lösung von Pitney Bowes bezeichnet. Nebenbei: Als mir bis dato einzig bekannter drupa-Aussteller setzt Pitney Bowes Twitter global als wesentliche Säule des Business Development ein.

Fazit Teil 1

Kommunikation über Print ist wahrhaft eine Kunst. Wer sich auch nach der #drupa2016 über Print adäquat informieren will, muss maximale Online-/Twitter-Kompetenz besitzen. Sonst landet man im Nirwana des Lost in details“-Syndroms und holt aus seinem hohen Messe-Investment viel zu wenig raus! — Übrigens ist es anders als über Twitter/Posten kaum möglich, in Echtzeit das Wichtigste auf den Punkt zu bringen und multimedial durch Text, Foto, Video in einer digitalen und globalen Welt erlebbar zu machen! Dies gelingt vor allem durch ValueStorifys. Siehe: #drupa2016 review — All about the role of print in the communications mix sowie #drupa mc — print re-invented!


Fortsetzung folgt mit Teil 2:
Worauf kam es bei der #drupa2016 wirklich an?


Some insights

Value Publishing About @drupa2016.001

ValuePublishing Storify Review 18062016.001

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