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ValueCheck Nico Veränderungen 2018.001

Druckmarkt gilt als wichtigste Fachpublikationsreihe im deutschsprachigen Raum, die sich an Entscheider aus der Printbranche und ihrer Zulieferindustrie richtet. Foto: Druckmarkt.

 

Gastbeitrag der Druckmarkt-Redaktion

Noch ist das Jahr jung, gute Wünsche für 2018 sind noch nicht verspätet, zumal gute Wünsche nie fehl am Platz sind. Also wünschen auch wir alles Gute, Gesundheit und Erfolg. Vor allem geschäftlichen Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben. Wobei das mit den Vorsätzen ja immer so eine Sache ist. Nach verschiedenen Befragungen scheitern mehr als 80 Prozent aller Änderungswilligen – es folgen Selbstvorwürfe wegen Versagens. Doch in unserer Branche müssen wir ja selbst gar nicht viel verändern wollen, es kommt ja eh von selbst. Oder nicht?

Ist Drucken noch Drucken?

Schon der Begriff hat sich massiv geändert. Stand ‚Drucken‘ vor wenigen Jahren noch für Informationsübertragung und -vervielfältigung, wird Drucken heute als Herstellungsprozess betrachtet, der über das kontrollierte Aufbringen von Farbe auf Papier hinaus Handling, Finishing und Logistik einschließt. Druckverfahren und -Maschinen stehen nicht mehr im Fokus, auch Bedruckstoffe wie Papier und Karton sind nicht mehr Dreh- und Angelpunkt, sondern der integrierte automatisierte Vorgang von der Auftragsannahme bis zur Logistik.

Dem ‚Drumherum‘ wird immer mehr Beachtung geschenkt. Und Erfolg hat in Zukunft nicht etwa jemand, der gut drucken kann, sondern der, der Prozesse gut managt. Dabei steht die Einbindung der Technik in einen vernetzten Gesamtprozess an. Das geschieht einmal über die Digitalisierung der Maschinen, reicht über die ‚Bedienerführung‘ durch automatisierte Arbeitsabläufe und tastet sich an ganzheitliche Modelle wie Industrie 4.0 heran, die mit Fern- und Fehlerdiagnose oder proaktiver Wartung noch längst nicht zu Ende gedacht sind.

Industrie 4.0 bedeutet in diesem Zusammenhang die Optimierung der gesamten Fertigungskette, die digitale Abbildung aller relevanten Prozesse und Komponenten. Von der real installierten Maschine existiert ein digitaler Zwilling in den Servern der Druckmaschinenhersteller. Ob diese Transparenz überall auf grundsätzliche Zustimmung trifft, ist eine andere Frage. Fakt ist jedoch, dass der Einzelne diese Veränderungsprozesse alleine nicht bewältigen kann.

 

Print wins by Lidia

Print wins. Illustration von Lidia Lukianova, SF Bay Area, für Value Communication AG. © 2012

 

So oder so: Wandel vollzieht unaufhaltsam.

Es bedarf der Hilfe von unterschiedlichen Seiten. Und nicht zuletzt hilft auch der Austausch mit Branchenkollegen. Dazu bietet das Jahr 2018 zahlreiche Möglichkeiten. Schon am 15. Februar findet der ‚DigitaldruckKongress‘ in Düsseldorf statt http://www.ddk2018.de/ , Mitte März folgt in München das ‚Online-Print-Symposium‘ http://online-print-symposium.de/  und im April die ‚PRINT digital! Convention‘ auf dem Düsseldorfer Messegelände. https://www.drupa.de/cgi-bin/md_drupa/lib/pub/tt.cgi/PRINT_digital_CONVENTION_mit_neuem_Wachstumsziel_f%C3%BCr_2018.html?oid=40077&lang=1&ticket=g_u_e_s_t   Bei allen Events geht es um nichts anderes als um den Veränderungsprozess der Branche. Und spätestens bei einer dieser Veranstaltungen werden Sie weitere Anregungen erhalten, wie Sie den Wandel angehen können.

Ihre Druckmarkt-Redaktion
Klaus-Peter und Julius Nicolay

 


 

Der Beitrag entstammt als Editorial der Jahresauftakt-Ausgabe 2018 von Druckmarkt Impressions, Nr. 121. — PDF kostenfrei zum Download: http://www.druckmarkt.de/impressions/121DEprint.pdf

Druckmarkt Impressions 121-2018.png

 


 

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Zum Bild: Wie lassen sich 100 Ausgaben einer Zeitschrift am Besten auf dem Cover unterbringen? Immer wieder gern genommen wird eine Collage aller bisher erschienenen Titel. Wir fanden das wenig originell und haben dies (ins Heft-Innere) auf Seite 7 verbannt. Stattdessen haben wir alle möglichen Gegenstände zusammengestellt, mit denen wir üblicherweise bei der täglichen Arbeit zu tun haben. Dass da nun auch noch ein Nikolaus erscheint, ist der Jahreszeit geschuldet. Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit.

 

Der DRUCKMARKT ist eine feste Institution geworden. Zurecht! In Deutschland wie auch in der Schweiz. Die jetzt, Mitte Dezember 2015, erscheinende Jubiläumsausgabe mit der Nummer 100, zeigt nach knapp 20 Jahren, wie vital Fachjournalismus über Print mit Print sein kann. Gründer und Chefredakteur Klaus-Peter Nicolay kenne ich seit 1988. Eine lange Zeit. Einst waren wir „Konkurrenten“, die sich stets fachlich ausgetauscht haben. Seitdem und noch immer sind wir Freunde, die sich schätzen. Und die zusammen rund um den Globus ebenso wie an der Mosel oder in der Gutenberg-Stadt Mainz viel Einzigartiges gemeinsam erlebt haben.

Dieses Erleben teilt „Nico“ jetzt mit uns. Und hat ein wunderbares Editorial zu einer grossartigen 100. Ausgabe verfasst. Den inhaltlichen Auftakt der Ausgabe 100 bilden Kommentare von vielen Kollegen aus der Branche, die befragt wurden, und allzu gerne geantwortet haben.

Nico: Wir freuen uns auf die nächsten 100 bis 1.000 Ausgaben von Dir. Vor allem, weil nächstes Jahr wieder drupa in Düsseldorf ist. Und wir viel Neues wiederum gemeinsam schaffen können. Spitze, dass seit einigen Jahren nunmehr Dein jüngster Sohn, Julius, redaktionell mit an Bord ist!

Herzliche Grüße
Dein

Andreas Weber

 

Im Wortlaut: Das Editorial zu Druckmarkt, Ausgabe 100

ZU ALLERERST EIN DANKESCHÖN!

Wer sagt denn, dass alt werden keinen Spaß macht? Der ›Druckmarkt‹ wird 2016 immerhin 20 Jahre und veröffentlicht jetzt seine 100. Ausgabe. Nein, das ist noch kein Alter – und für eine Zeitschrift vielleicht eine Periode, in der man reifer und besser geworden ist oder in der man eine Phase des Fortschritts erreicht hat. Dies wird uns die Freude an den vergangenen und (wer weiß wie viele) noch kommenden Jahren, Wochen und Minuten sicherlich nicht verderben. Wir wissen leider auch nicht, wie viele Minuten oder Stunden Sie Ihrer kostbaren Zeit unseren gedruckten Ausgaben widmen und wie viele Minuten die über 15.000 Leserinnen und Leser, die uns monatlich online besuchen. Dafür jedenfalls ein herzliches Dankeschön.

Zu unserem kleinen Jubiläum – es sind ja schließlich keine 100 Jahre – wollen wir aber keine Rückschau zelebrieren, im nächs ten Jahr auch keine glamouröse Party schmeißen und uns schon gar nicht selbst feiern. Wir haben in dieser Ausgabe schlicht und einfach zum Teil exklusive Nachrichten für Sie zusammengetragen. So, wie wir es immer tun. Denn wir haben uns nie an journalistischen Theorien orientiert, dafür aber an interessanten Themen und Gesprächspartnern.

Seit den ersten Heften versucht der ›Druckmarkt‹ sich unbestechlich und unterhaltsam, zuweilen amüsant bis provokativ, hoffentlich auch anregend mit seinen Leserinnen und Lesern über die Gegenwart und die Zukunft zu verständigen. Dieser Anspruch bleibt. Denn das (für uns schauderhafte) Bild »Den Leser dort abholen, wo er steht«, das Medienleute gerne verwenden, wenn sie ihre Arbeit beschreiben, gilt für uns nicht. Es hieße in der Konsequenz ja auch: Nur das liefern, was bequem ist, nicht aufregt und auch nicht zum Nachdenken anregt, denn ›der Leser‹ (die abstrakte Kreatur) dürfe nicht zu sehr gefordert werden. Wir haben in den vergangenen Jahren genau das Gegenteil erfahren. Eben dass Menschen es durchaus schätzen, wenn ihnen auch einmal etwas zugemutet wird und wenn sich der Inhalt eines Fachmagazins nicht nur in ›Hurra-Meldungen‹ erschöpft.

Was den ›Druckmarkt‹ vielleicht etwas anders macht: Wir misstrauen dem Zeitgeist und dem Mainstream. Das Modisch-Gefällige liegt uns weniger bis gar nicht. Wo alle einer Meinung sind, versuchen wir durch andere Sichtweisen den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Ob uns das immer gelingt, können Sie besser beurteilen als wir selbst. Doch wir sind der festen Überzeugung, dass es bei aller Digitalisierung noch immer traditionelle Werte in unserer Branche gibt, die auch weiterhin Gültigkeit haben werden. Deshalb halten wir uns gerne an den Satz von Willy Brandt: »Wer das Bewahrenswerte bewahren will, muss verändern, was der Erneuerung bedarf.«

Ihre Druckmarkt-Redaktion
Klaus-Peter und Julius Nicolay

 

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Ausgewählte Seiten aus DRUCKMARKT 100. © 2015: Klaus-Peter Nicolay.

 

 

Nico fragt! Ich habe geantwortet!

DRUCKMARKT: Was war für Dich das einschneidende Ereignis in der Branche in den letzten 20 Jahren?

ANDREAS WEBER: Historisch gesehen, geschah das Einschneidende schon vor über 20 Jahren, als DTP und fast nahtlos anschließend der Digitaldruck aufkamen. Motto: Jeder sein eigener Gutenberg.

Das zentrale Erlebnis für mich war, als wir eine fulminante drupa 2012 hatten. Gut für die Brancheninsider, also diejenigen, die übrig geblieben sind (es gab ja fast 100.000 Besucher weniger). Schlecht für die Strahlkraft der Branche: Kunden der Druck- und Papierbrache wären fasziniert gewesen. Doch sie kamen nicht. Man hatte sie (Aussteller-seitig) erst gar nicht eingeladen bzw. so angesprochen, dass sie ihren Vorteil erkannt hätten. Das war fatal. Und hat die Druckbranche als Insel der selbstverliebten Print-Technik-Gläubigen isoliert.

DRUCKMARKT: Was erwartest Du für die Zukunft? Was werden die großen Themen sein?

ANDREAS WEBER: Meine Erwartung? Etwas Altes wird etwas Neues! — Die großen Themen? Es gibt nur ein Thema, dem sich alle anderen fügen müssen: Wie ordnet sich Print im Kommunikationsmix ein? Dieser Mix wird durch Multi-Channel-Szenarien getrieben. Mit dem, was die Branche unter Cross-Media versteht, hat das wenig bis gar nichts zu tun. Sondern es geht darum, wie man nahtlos über die Online-Welt in die reale Welt gelangt. Und umgekehrt. Print erhält hier eine fundamental neue Bedeutung und Wichtigkeit. Dies gilt es zu schärfen, in dem die Expertise zur Wirkung von Printmedien im Digitalzeitalter glaubhaft dargestellt wird.

Wenn das gelingt, dann ist klar: PRINT GEWINNT!

 

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HINWEIS
DRUCKMARKT und weitere Fach-Titel können per Probeabo kostenfrei angefordert werden.

 

 

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