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Print neu denken: Kulturelles Erbe, technologische Transformation und menschliche Werte

Hotspot Salzburg — Druck Medien Tag 2026 des Verband Druck Medien Österreich! Der Impuls-Vortrag von Boris Andreas Weber „Print neu denken“ verbindet historische Tiefenschärfe mit aktueller Technologieschärfe: Ausgehend von Schumpeters „Schöpferischer Zerstörung“ wird Print als resilienter Kulturträger und Wirkungsmedium positioniert. Zugleich werden KI, Agentic Commerce und modernes VDP nüchtern bewertet, konkrete Marktverhältnisse benannt und die Notwendigkeit einer mentalen, strategischen und menschzentrierten Neuausrichtung bekräftigt.

Hinweis: Auf YouTube gibt es den Vortrag in voller Länge als Audio-Podcast!

Einleitung und theoretischer Transformationsrahmen

Boris Andreas Weber eröffnet mit einem zuversichtlichen Gruß an die Print-Fachcommunity, dankt den Organisatoren und verweist auf die bereits geleistete Vorarbeit: eine im Team mit Jacques Michiels realisierte Podcast-Episode der Reihe „PrintIsBack“ mit Verbandsgeschäftsführer Peter Sodomar und dem Print-Experten Christian Handler sowie den Beitrag „Mut zur Kreativität“ im aktuellen Druck Medien Magazin des Verbands. Der Vortragstitel „Print neu denken“ rahmt das Ziel, zentrale Branchenthemen zu verdichten und mit eigenen Erkenntnissen anzureichern – ohne vorgefertigte Rezepte, da die Anwesenden ihre unternehmerische Kompetenz bereits erwiesen haben.

Als theoretisches Fundament wird Josef Schumpeter (geboren 1883 in Mähren, Österreich-Ungarn) mit seiner Kernthese der „Schöpferischen Zerstörung“ herangezogen: Fortschritt ist ein evolutionärer Prozess, in dem Neues Altes verdrängt. Daraus leitet der Redner die historische Resilienz der Druckindustrie ab, die über 500 bis 600 Jahre hinweg von Krisen, Disruptionen und Zensur geprägt wurde und gerade deshalb diejenigen belohnte, die sich nicht hinter teuren Maschinen verbergen, sondern ihr Tun radikal hinterfragen, um aus mentaler Transformation Perspektiven, Strategien und Handlungen abzuleiten.

Die Drupa 2016 markiert einen Wendepunkt: Der reine Kauf von Technik und die Optimierung von Verfahren genügen nicht, um neue Geschäftsmodelle zu schaffen oder autonome Transformationsprozesse zu ermöglichten. Transformation beginne im Kopf – über innere Haltung, offenen Diskurs, Austausch und iterative Denkprozesse. Erst wenn diese mental verankert sind, tragen Prozesse, Techniken und Verfahren die Umsetzung in die Praxis. Die aktuelle Marktkonsolidierung der Branche wird als Chance gesehen, den Agilsten und Fittesten Raum zur Behauptung zu geben, bei klarer Einsicht, dass niemand gegen Unvorhersehbares gefeit ist, die Branche aber gelernt hat, gestärkt aus Krisen hervorzugehen.

Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Marktrealitäte

Die Einschätzung zur Künstlichen Intelligenz ist differenziert: KI ist in der Druckindustrie kein Novum, sondern seit Jahren Bestandteil automatisierter Abläufe, Wartung und Logistik und damit Teil eines schumpeterianischen Evolutionsprozesses. Der neue Fokus liegt auf externen Schnittstellen: Web-to-Print wird durch Online-Shopping-Prinzipien professionalisiert; als Hype wird „Agentic Commerce“ benannt, bei dem KI-Agenten auf Basis digitaler Ausschreibungen selbständig Produzenten bewerten und Druckaufträge vergeben. Der Redner warnt jedoch vor überhitzten Erwartungen und stützt sich auf wissenschaftliche Stimmen.

Professorin Dr. Katharina Zweig (Universität Kaiserslautern, Algorithm Accountability Lab) betont, dass KI-Agenten als algorithmische Entscheidungssysteme auf absehbare Zeit unzuverlässig bleiben, da die Fehlerquoten noch zu hoch sind. Professor Dr. Yasmin Weiß (TH Nürnberg) ergänzt, dass Unternehmensstrukturen und -prozesse vieler potenzieller Auftraggeber noch Jahre für den sinnvollen Einsatz solcher Agentensysteme benötigen. Der Marktanteil des dezidierten Online-Druckereigeschäfts liegt in der Schweiz, Österreich und Deutschland zusammengenommen jeweils nur nur bei etwa 15 bis maximal 20 Prozent des Volumendrucks; rund 80 Prozent oder mehr laufen nicht über offene Onlineshops. Folglich ist zu empfehlen: Große Onlinedruckkonzerne müssten frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln, andere Betriebe sollten das Thema individuell beobachten, aber sich nicht von der Dynamik zu Hektik oder Panik treiben lassen.

Verstärkt wird dies durch eine in den USA erhobene und auf Europa übertragbare Studie von Alliance Insights, auf die der Online-Print-Experte Ludovic Martin Ende Oktober 2026 hinweist: 80 Prozent der Druckereien sehen KI als kritischen Wettbewerbsfaktor, teils als Überlebensfrage. Erwartet werden Gewinnsteigerungen durch Produktivität bei Menschen und Maschinen, Freisetzung von Ressourcen, Eliminierung repetitiver Aufgaben und Qualitätsverbesserungen; ebenso Initiativen in Designgenerierung, Personalisierung, Marketing und Kundenservice. Der zentrale Schwachpunkt: Es fehlen klare strategische Aktionspläne mit definierten Zielen, Erwartungen und Messmethoden; Innovationen bleiben fragmentiert, was die Adaption erschwert.

Ein weiteres Diagnosethema ist Prokrastination: Laut Gespräch mit Frank Siegel (Obility) zögern Akteure der Druckbranche bei Automatisierung und Softwarelösungen trotz eindeutigen Handlungsbedarfs. Die Ursache wird als kulturelles Problem beschrieben: Handlungswissen ohne Handeln. Die Fragen „Kann ich es nicht oder will ich es nicht?“ und der Hinweis, dass instinkt- und intuitionsgetriebene Entscheidungen ihren Sinn oft erst im Rückblick entfalten, führen zur Mahnung, Handlungsspielräume nicht ungenutzt zu lassen und Apathie zu vermeiden.

Neupositionierung von Print: Wirksamkeit und Menschlichkeit

Boris Andreas Weber fordert einen Perspektivwechsel: Weg vom reinen Produktionswerkzeug hin zu einem vernetzten Wirkungsinstrument, das menschzentriert kommuniziert. Unter dem Ideal „Be more human“ wird herausgestellt, dass je digitaler, technischer und automatisierter unsere Lebenswelt wird und je mehr KI Infrastrukturcharakter erhält, umso wichtiger werden empathische, soziale und menschliche Werte. Print, von Menschen für Menschen gemacht, sei in seiner physischen und haptischen Qualität ein besonders wirksames Medium für herzliche, empathische Kommunikation.

Technologisch wird ein Paradigmenwechsel im variablen Datendruck (VDP) gefordert. Boris Andreas Weber kritisiert den lange geführten Dualismus Offset vs. Digitaldruck als kontraproduktiv und identifiziert im #PrintIsBack-Podcast mit Jacob Aizikowitz eine „Effizienzfalle“: Effizienz vor Effektivität. Viele VDP-Praktiken seien einfältig, erzeugten bisweilen tausende separate PDFs – ein „modernes Mail Merge“ –, das die Systeme belastet und Print künstlich von digitalen Kanälen isoliert. Die konstruktive Alternative ist „object-based Design“: Eine hochvariable Datei generiert automatisch die passende Version pro Empfänger und ermöglicht echte Hyper-Personalisierung sowie nahtlose Integration in moderne, dialogische Marketing-Automation. Dieser Schritt verlagert den Fokus von Produktionsoptimierung zu Wirksamkeit beim Kunden und stellt Print als vernetztes Kommunikationsinstrument neu auf.

Darüber hinaus wird der Begriff „Drucken mit beweglichen Daten“ geprägt: Durch die Transformation traditionsreicher Techniken lässt sich die Nachhaltigkeit gedruckter Kommunikation mit der Dynamik individueller Inhalte verbinden. Gedruckte Bücher werden zugleich als „Killer-Applikation“ beschrieben: Ihre symbolische Bedeutung und Faszinationskraft – auch für Digital Natives – sind hoch. Seit 2010 erfolgt die Wertschöpfung im Bücherdruck zunehmend durch direkte Beauftragungen von Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen; klassische Verlagsaufträge sind nur noch ein Teil, der auf hohem Niveau stagniert.

Historische Evolution: Von der Lithographie zur modernen Hochtechnologie

Der historische Exkurs beginnt mit dem Veranstaltungsdatum des Salzburger Druck Medien Tag 2026, dem 6. November, dem Geburtstag von Alois Senefelder (1771), dessen Erfindung der Lithographie um 1800 den Flachdruck etablierte. Ausgehend von Mozarts Nachlass: Der Offenbacher Musikverleger Johann Anton André erwarb 1799 den handschriftlichen Nachlass von der Witwe von Wolfgang Amadeus Mozart, um die Noten zu publizieren. Vor der Lithographie mussten Musiknoten in Kupfer gestochen werden – ein zeit-, kostenintensives Verfahren ohne Korrekturmöglichkeit. Senefelder fand ein neues Verfahren, bei dem mittels Abstoßung von Fett und Wasser Farbe auf die Druckform und dann auf das Substrat übertragen wird. Der Solnhofener Kalkstein ermöglichte eine bis heute unübertroffene Druckqualität in reiner Halbtondarstellung ohne Rasterpunkte.

Die Lithographie verbreitete sich rasch – zunächst in Schwarz-Weiß, ab etwa 1830 durch Chromolithographie auch in Farbe – und ermöglichte vielfältige Anwendungen: Buch- und Grafikeditionen, Etiketten, Aktien, Banknoten, Handzettel, Plakate u.a.m.. Wien entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Kompetenzzentrum, mit professionellen Lithographen wie Josef Kriehuber und Künstlern wie Gustav Klimt und Egon Schiele; zuvor und parallel prägten Persönlichkeiten wie Ferdinand Georg Waldmüller die Szene und international trugen Künstler wie vor allem Honoré Daumier durch tagesaktuelle Illustrationen und Karikaturen zur Popularisierung bei; die Technologie beflügelte illustrierte Zeitungen und Magazine und verbreitete sich bis nach Amerika und Argentinien, später stark im asiatischen Raum. Um 1910 schuf Max Slevogt eine Lithographie-Reihe zu Mozarts Zauberflöte.


Max Slevogt: Die Zauberflöte, 1910. Lithographie auf JWZanders-Bütten. Format des Bildmotivs: 23,5 x 28,5 cm

Ein technischer Meilenstein erfolgte 1871 mit der Gründung von Faber & Schleicher in Offenbach am Main als erste Steindruck-Schnellpressenfabrik der Welt. Die Prinzipien des Steindrucks wurden im 20. Jahrhundertmin den leistungsfähigen Offsetdruck überführt. Aus der Lithographie entwickelte sich zudem die Fotolithographie, heute Herzstück der Halbleiterfertigung: Winzige Schaltpläne werden mittels Licht auf Siliziumwafer projiziert, entwickelt und geätzt. Zeiss liefert die extrem präzisen Linsensysteme und Spiegeltechnologien, ASML baut die hochkomplexen Lithographiemaschinen, insbesondere EUV-Anlagen. Diese Kombination ermöglicht Schaltungsstrukturen im Nanometerbereich, die die Leistungsfähigkeit moderner Smartphones, Tablets und Computer begründen.

Die typografische Kunst und das Layout, über Jahrhunderte perfektioniert von Gutenberg bis Senefelder, sind das gestalterische Fundament heutiger Bildschirminhalte: Texte, Grafiken und Bilder auf Smartphones und Tablets sind letztlich Content auf neuen Substraten. Damit wird die Brücke geschlagen: Vom Stein zum Chip. Das Digitalzeitalter ist ohne die Drucktechnik und ihre Evolutionslinien nicht denkbar.

Zukunftsgestaltung und strategisches Fazit

Der Vortrag von Boris Andreas Weber schließt mit einem optimistischen, aber handlungsorientierten Ausblick: Die Branchenstimmung kann nachhaltig gut sein, doch Veränderungen geschehen nicht von selbst. Print ist kein isoliertes Puzzleteil; die digitale Welt ist Teil einer Kultur, die durch Print geformt wurde und weiter geprägt werden kann. Gedruckte Bücher stehen beispielhaft für die anhaltende Relevanz physischer Medien – ihre Wertschöpfung erfolgt seit 2010 maßgeblich außerhalb klassischer Verlagsstrukturen, durch direkte Beauftragungen von Privatpersonen, Organisationen und Firmen.

„Print neu denken“ bedeutet, die menschlichen Werte – Empathie, soziale Intelligenz, kulturelle Identität – bewusst zum Kern kreativer Praxis zu machen und diese als mitreißende Narrative in die digitale Gesellschaft einzubringen. Der Appell ist klar: Die Branche ist Gestalter, nicht Zuschauer. Das Credo „Wer druckt, der bleibt“ fasst die Haltung zusammen, mit der mentale Transformation, strategische Klarheit und technologische Integration zu einer zukunftsfähigen, wirksamen und kulturell tragfähigen Printwelt führen.


Hinweis: Im Rahmen des #PrintIsBack Podcast gibt es vom April 2026 eine Episode in Form eines Manifesto mit dem Titel ‚Print neu definiert‘, das für Druckereien konkrete Anleitungen bietet, wie man es sich weiterentwickeln und gegebenenfalls neu ausrichten oder im eigenen Tun optimieren kann.

Link zur englischsprachigen Fassung.

Link zur deutschsprachigen Adaption.


Einige Ideen als Vorschläge fürs Printgeschäft im KI-Zeitalter

@Große Onlinedruckkonzerne

☐ Pilotprojekte zu Agentic Commerce aufsetzen, um praktische Erfahrungen mit KI-Agenten für Ausschreibung und Auftragsvergabe zu sammeln

☐ Evaluationsrahmen definieren (Ziele, Fehlertoleranzen, KPIs) für den Einsatz von KI-Agenten in Web-to-Print-Prozessen

@Druckereien (weitere Marktteilnehmer)

☐ Individuelle Beobachtung von Agentic-Commerce-Entwicklungen organisieren (Technologie-Scouting, Markt-Monitoring), ohne hektische Ad-hoc-Investitionen

☐ Strategischen KI-Aktionsplan entwickeln (klare Ziele, Erwartungen, Messmethoden), um fragmentierte Initiativen zu bündeln

☐ Prokrastination adressieren: interne Barrieren identifizieren (Prozess, Kultur), konkrete Umsetzungs-Roadmap für Automatisierung und Softwarelösungen festlegen

☐ VDP-Workflows auf „object-based Design“ umstellen (System- und Datenarchitektur, File-Formate, Render-Pipeline), um Hyper-Personalisierung und Marketing-Automation zu ermöglichen

@Verbände/Branchenorganisationen

☐ Praxisleitfaden zu KI in der Druckbranche veröffentlichen (Anwendungsfälle, Fehlerraten, Risikomanagement, rechtliche Aspekte)

☐ Best-Practice-Sammlung zu VDP und object-based Design kuratieren und zugänglich machen

☐ Bildungsangebote zu mentaler Transformation und Veränderungskompetenz (Workshops, Diskursformate) bereitstellen

@Technologieanbieter (Software/Automatisierung)

☐ Referenzarchitektur für integriertes VDP mit object-based Design und Marketing-Automation bereitstellen (Kompatibilität, APIs, Performance-Metriken)

☐ Metrik-Frameworks liefern, die Wirksamkeit (Response, Conversion, Relevanz) über reine Effizienzkennzahlen stellen

@Unternehmensführung (Druckbetriebe)

☐ Mentale Transformationsprogramme initiieren (Dialogformate, iterative Denkprozesse, Experimentierkultur) als Voraussetzung für Technik- und Prozessumsetzung

Portfolio-Strategie für physische Printprodukte mit hoher symbolischer und empathischer Wirkung schärfen (z. B. Buchprojekte, hochwertige Editionen)


Screenshot aus KI Festival-Video-Doku des Städel Museum mit Constanzes Kurz, Gitta Kutyniok, Ingo Dachwitz, Nora Al-Badri, moderiert von Vivian Perkovic

KI ist längst Alltag – und sie bleibt. Die Diskussion beim KI-Festival im Städel Museum mit Moderatorin Vivian Perkovic und Expertinnen und Experten wie Constanze Kurz, Prof. Gitta Kutyniok sowie Ingo Dachfeld zeigte eindrücklich: Wir stehen an einem Wendepunkt. Es geht nicht um Hype oder Angst, sondern um kluge Gestaltung.

Vom „Ausbruch“ der KI zur Verantwortung der Anbieter

Jüngste Vorfälle bei OpenAI und Anthropic, bei denen Modelle Sicherheitsbarrieren umgingen, wurden kontrovers bewertet:

Constanze Kurz sieht darin vor allem Marketing und warnt vor Vermenschlichung: KI simuliert Verhalten, hat aber weder Bewusstsein noch eigene Ziele.

Gitta Kutyniok betont die wachsende Mächtigkeit der Systeme: Der Fehler lag in der unzureichenden Abschottung – die Agentenkommunikation wirkt intelligent, bleibt aber zweckgebunden.

Kernpunkt: Verantwortung liegt bei den Anbietern – technische Grenzen müssen robust sein, Narrativen sollte man kritisch begegnen.

Der vergessene Faktor Mensch und die Lieferkette der KI

Ingo Dachfeld lenkt den Blick auf Produktionsbedingungen: Content-Moderation und Datenlabeling, oft ausgelagert in den globalen Süden, schützen Nutzerinnen und Nutzer, belasten aber jene, die diese Arbeit leisten. Verantwortung darf nicht in komplexen Lieferketten diffundieren. Fair-Work-Standards sind überfällig.

Daten, Vielfalt und Entmystifizierung

Datensätze prägen, was Modelle „sehen“. Historisch dominierte der globale Norden (z. B. ImageNet). Die Antwort: kuratierte, kontextbewusste Southern Data Sets und Projekte wie „Babylonian Vision“, die KI als Mustererkenner begreifen – als Werkzeug, nicht als Wesen.

Infrastruktur sichtbar machen

Rechenzentren verbrauchen Energie und Wasser – oft ohne Transparenz. Pflichtkennzahlen zu Verbrauch, Kühlung und Emissionen sind notwendig, damit Unternehmen und öffentliche Hand rational entscheiden können. Wenn Kapazitäten ausgebaut werden, braucht es klare Berichte und Audits.

Technik, Effizienz und Vertrauen

Neuromorphes und photonisches Computing versprechen Effizienzgewinne; Biocomputing zeigt experimentelle Pfade. Standards und Programmierbarkeit müssen mitwachsen.

LLMs halluzinieren. Vertrauen entsteht durch Herkunftsnachweise, Modellkarten, Risikoberichte, unabhängige Audits und Optionen für lokale, datenschutzfreundliche Nutzung ohne Zwangsintegration.

Medienkompetenz als Pflichtfach

LLMs haben kulturelle und politische Färbungen. Medienkompetenz muss dauerhaft in Schulen und Weiterbildung verankert werden – wer KI bewusst nutzen will, muss sie verstehen. Transparenzlabels, ähnlich dem Energieeffizienzlabel, könnten Verbrauch, Zuverlässigkeit und Datenherkunft sichtbar machen – echter digitaler Verbraucherschutz.

Chancen nicht übersehen

KI löst komplexe Theoreme und eröffnet personalisierte Medizin – schon heute. Gleichzeitig sollten versteckte Kosten (Energie, Wasser, epistemische Risiken, militärische Anwendungen) ehrlich eingerechnet werden. Oft sind kleinere, spezialisierte Modelle präziser und ressourcenschonender als Generalmodelle.

Kreativität, Kultur und digitale Souveränität

Künstlerische Praxis zeigt die konstruktive Kraft von KI: Projekte wie „The Post Truth Museum“ von Nora nutzen Deepfakes, um dekolonisierte Zukunftsnarrative zu imaginieren. Kulturinstitutionen und Qualitätsjournalismus können eine Renaissance erleben: kuratieren, kontextualisieren, Sinn stiften.

Europa sollte seine Werte – Datenschutz, Urheberrecht, Transparenz – selbstbewusst durchsetzen. Ein europäisches KI-Modell auf den Datenschätzen öffentlich-rechtlicher Sender, Bibliotheken und Forschung ist realistischer Aufruf zum Handeln.

Drei konkrete Schritte

  • Verantwortung sichtbar machen: Fair-Work-Standards entlang der gesamten Lieferkette, inklusive ausgelagerter Moderationsteams.
  • Transparenz verpflichtend machen: Energie- und Wasserberichte für Rechenzentren, Modellkarten, Herkunftsnachweise, unabhängige Audits und klare Datenschutzpraktiken.
  • Vielfalt in Daten fördern: Kuratierte, kontextreiche Datensets aus der globalen Mehrheit in Kooperation mit Communities, Kunst und Forschung.

Die Zuversicht entsteht nicht aus blindem Technikglauben, sondern aus unserer Fähigkeit, KI gemeinsam klug zu gestalten.


Screenshot der KI-Festival Videos des Städel Museum auf YouTube. Hier sind die Podiumsbeiträge per Live-Stream-Mitschnitt dokumentiert.


Im Rahmen der #besserleben Berichtsreihe werden von mir alle wichtigen Beiträge auf Bühne 1 des KI-Festivals thematisiert und kommentiert. 

Bereits im Blog erschienen:

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Wird fortgesetzt!


Bild: Screenshot aus KI Festival Video-Doku des Städel Museum

Die Welt dreht sich schneller als je zuvor. Push-Nachrichten, endlose Social-Media-Feeds und eine Flut KI-generierter Bilder prasseln unaufhörlich auf uns ein. So die Ausgangslage für eine spannende Podiumsdiskussion am 5. September 2026 beim Ki-Festival im Städel Museum.

Es diskutierten Johanna Zorn, Kay Voges, Christoph Koch, moderiert von Eva Schulz, das Thema „Macht Kunst resilient gegen den Overload?“ und lieferten inspirierende und zuversichtliche Antworten.

Fakt ist: Viele fühlen sich oft erschöpft und überfordert von dem, was der Autor Douglas Rushkoff als „Gegenwartsschock“ bezeichnet. Doch wie können wir in diesem digitalen Sturm nicht nur bestehen, sondern gestärkt daraus hervorgehen?

Die Diagnose: Der Kampf um unsere Aufmerksamkeit

Unsere Aufmerksamkeit ist zur knappsten Ressource geworden. Wir scrollen endlos durch Inhalte auf zweidimensionalen Bildschirmen, die uns in unserer eigenen Komfortzone halten. Algorithmen auf TikTok oder Instagram liefern uns zwar eine enorme emotionale Bandbreite, doch am Ende bleiben wir in einer Art Homöostase – wir reagieren nur noch, statt wirklich in die Tiefe zu denken. Das Problem ist nicht nur die schiere Menge an Informationen, sondern auch der gefühlte Zwang, ständig darauf reagieren zu müssen. Wir wechseln rastlos zwischen Aufgaben, was unsere Konzentration schwächt.

Kunst als kraftvolles Gegenmittel: Fokus, Reibung und dreidimensionales Denken

Genau hier setzt die transformative Kraft der Kunst im KI-Zeitalter an. Anders als Algorithmen, die auf gefällige Bestätigung abzielen, kann Kunst eine „Zumutung“ sein – im besten Sinne. Sie irritiert, fordert uns heraus und schafft Reibung.

  • Fokus trainieren: Ein Museums- oder Theaterbesuch zwingt uns, innezuhalten und uns bewusst einer Sache zu widmen. Diese Fokussierung ist eine essenzielle Kompetenz in einer Welt der ständigen Ablenkung.
  • Tiefe statt Fläche: Kunst öffnet einen dreidimensionalen Gedankenraum. Im Theater oder bei der Lektüre eines Buches versetzen wir uns in andere hinein und üben Empathie – die Fähigkeit, einen fremden Standpunkt einzunehmen. Es geht um echte Bewegung und Erschütterung, nicht um stoische Gleichmütigkeit.
  • Wahrheit im postfaktischen Zeitalter: In einer Zeit, in der Fakten und Fiktion verschwimmen, kann Kunst einen Ort der Wahrheit erschließen. So bringen Theater wie das Schauspiel Köln mit Produktionen wie „Geheimplan gegen Deutschland“ faktenbasierte, journalistisch recherchierte Geschichten auf die Bühne und werden zu „Medienhäusern“, die analoge und digitale Welten verbinden.

KI in der Kunst: Jenseits der Imitation – Ein neuer, nachhaltiger Weg

Während die Debatte oft von der Flut an KI-generiertem „Slop“ geprägt ist, der meist nur frühere Medien wie die Fotografie imitiert, entstehen bereits visionäre Alternativen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit KI begann schon vor über einem Jahrzehnt und hat stets die unsichtbare Infrastruktur hinterfragt: den enormen Energieverbrauch, die Ausbeutung von Ressourcen und die prekäre Klickarbeit.


Zwischenruf zur Perspektive von KI

Ein wegweisendes, noch nicht öffentliches Forschungsprojekt (Projektname LOSSI), das seit 2024 entwickelt wird, zeigt, dass es anders geht. In ihrer Live-Videosession „AI: ARTIST INCLUDED“ gab die Künstlerin Hito Steyerl, (seit 2024 als Professorin für Aktuelle Digitale Medien an der Akademie der Bildenden Künste München tätig) einen kurzen Einblick: Als erstes Modell seiner Art wird es ausschließlich mit gemeinfreien Daten trainiert – ohne Urheberrechtsverletzungen. Es ist transparent und verbraucht im Training mehr als zehnmal weniger Energie als herkömmliche Systeme. Die Ästhetik ist nicht fotorealistisch, sondern eigenwillig und schräg – sie spiegelt die Eigenheiten des Mediums wider, anstatt etwas zu kopieren.


Mit Zuversicht nach vorn: Wir gestalten unsere Zukunft aktiv

Kunst ist kein simples Wellnessprogramm, sondern ein Trainingsfeld für unsere kognitiven und emotionalen Fähigkeiten. Sie lehrt uns, uns abzugrenzen, Ambivalenz auszuhalten und der Welt mit geschärfter Wahrnehmung zu begegnen.

Die gute Nachricht ist: Wir können beides haben – die Vernetzung der digitalen Welt und die Tiefe des dreidimensionalen Denkens. Projekte wie LOSSI beweisen, dass eine ethische, nachhaltige und kreative KI möglich ist. Kulturinstitutionen entwickeln sich weiter zu „Trusted Sensemakern“, die in einer Welt des Überflusses Orientierung bieten.

Indem wir bewusst Räume für Kunst schaffen, unsere Feeds kuratieren und Irritationen zulassen, stärken wir unsere Resilienz.

Wir bleiben handlungsfähig und gestalten aktiv unsere Aufmerksamkeit. Das ist Grund zur Zuversicht – für einen bewussteren Umgang mit unserer Zeit und einen klaren Blick nach vorn. Die Reise für uns alle hat gerade erst begonnen.


Screenshot der KI-Festival Videos des Städel Museum auf YouTube. Hier sind die Podiumsbeiträge per Live-Stream-Mitschnitt dokumentiert.

Im Rahmen der #besserleben Berichtsreihe werden von mir alle wichtigen Beiträge auf Bühne 1 des KI-Festivals thematisiert und kommentiert.

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Weitere Berichte folgen!

Bild: Screenshot aus dem Live-Video des Städel Museums auf YouTube.

Zusammenfassung der Diskussionsrunde beim KI-Festival im Städel Museum zum Thema „Wie können wir Begegnungen schaffen im KI-Zeitalter?“ mit Bernhard Pörksen, Christian Uhle, Sarah Diefenbach, moderiert von Vivian Perkovic.

Wie verändern generative KI und Social Media unsere Gespräche, Beziehungen und die Qualität unserer Öffentlichkeit? Daten und Erfahrungen zeichnen ein konsistentes Bild: Wir erleben eine Entfremdungsdynamik, die Technik verstärken kann – und zugleich Werkzeuge bietet, um Verbundenheit neu zu gestalten.

Wesentliche Befunde:

  • Laut American Time Use Survey sinkt die Zeit mit Freunden seit 2005; Tiefstand in der Pandemie, weiterhin niedrig in 2024.
  • „Sex Recession“: Der Anteil der 18–64-Jährigen mit wöchentlichem Sex sank von 55% (1990) auf 37% (2004); Sexlosigkeit bei 18–29 steigt bis 2024 deutlich.
  • Freizeitmonitor: Treffen mit Freunden bleibt wichtig, verliert aber stark; regelmäßige Freundestreffen fielen von 37% (1986) über 41% (2003) auf 19% heute.
  • Deutsche Depressionshilfe: Etwa ein Viertel der Bevölkerung fühlt sich einsam; nach dem Pandemie-Peak weiterhin über dem Vorpandemischen.

Vivian Perkovic erläutert wichtige Statistiken aus aktuellen Studien. Foto: Weber

Was treibt die Entwicklung?

  • Social Media optimiert auf Aufmerksamkeit, Emotionalisierung und Retention
  • Intransparenz wird zur demokratischen Frage.

Und doch: Kein Kulturpessimismus. KI kann Resonanzräume öffnen – für Struktur, Recherche, Zusammenfassungen, Barrierefreiheit, kreative Impulse und bessere Konfliktkommunikation. Entscheidend sind Anreize und Design: Qualität der Begegnung statt Nutzungsdauer; Reflexion statt Echokammer.


Das Städel Museum hat Aufzeichnungen der Livestreams von der Hauptbühne des KI Festival auf seinem YouTube Kanal publiziert.

Gestaltungsprinzipien für Freundschaften, Teams und Organisationen:

  • Klare Trennung: KI für Information und Struktur, Menschen für Nähe und Vertrauen.
  • Kommunikationshygiene: KI-Dialoge als Vorbereitung realer Gespräche nutzen – Argumente sortieren, Perspektiven spiegeln.
  • Friktion zulassen: Unvollkommenheit, Pausen, Widerspruch gehören zur echten Begegnung.
  • Rhythmus stärken: Verbindliche analoge Zeitfenster, Rituale, kleine Gruppen – 19% regelmäßige Freundestreffen sind zu wenig.
  • Transparenz: KI-Einsatz offen benennen, Datennutzung erklären, Erwartungen an menschliche Zusammenarbeit priorisieren.
  • Beziehungs-Skills üben: Zuhören, Konfliktfähigkeit, Ambiguitätstoleranz, Empathie.
  • Design für Bindungsqualität: Coachende Funktionen, die Selbstwirksamkeit und soziale Brücken fördern – nicht klebrige Retention.
  • Digitale Öffentlichkeit schützen: Regulierung mit wirksamen Standards (Transparenz, Altersdesign, Suchtprävention) und Bildung (z. B. ein Schulfach „Digitale Öffentlichkeit/Medienkompetenz“).
  • Demokratische Beteiligung erweitern: KI kann Konsensfelder erkennen und Politikgestaltung stärken.
  • Vorausschauend denken: „Cassandra“-Methoden für Worst-Case-Szenarien und werteorientiertes, resilientes Technikdesign.
  • Online-Dating fair gestalten: KI als „digitale Kupplerin“ mit Transparenz, Diversität und ohne manipulative Gamification.

Zuversichtlicher Ausblick

Die menschliche Sehnsucht nach echtem Gegenüber ist robust. Wenn wir Anreize verschieben – weg von Aufmerksamkeit, hin zu Qualität der Begegnung – entsteht ein produktiver Hybrid: mehr Fokus, bessere Informationen, stärkere Beziehungen. Unsere Aufgabe ist, Räume für konzentriertes Zuhören zu schaffen und Technologien so zu bauen, dass sie Reflexion statt Erregung belohnen. KI bleibt – die Frage ist, was sie ergänzen darf und was unersetzlich menschlich bleibt.

Echte Verbundenheit entsteht nicht in der perfekten Antwort, sondern im gemeinsamen Aushalten, Denken und Lachen. Genau das sollten wir wieder öfter kultivieren. Nicht „wird schon“, sondern „wir machen es gut“. Heute ist ein guter Tag, damit zu beginnen. Oder?


Hinweis: Der Bericht wird fortgesetzt mit Zusammenfassungen der weiteren Podiumsdiskurse auf der Hauptbühne des KI-Festivals.

Siehe auch: „Die Zukunft ist menschlich!“ — Bericht zur Keynote von Prof. Dr. Björn Ommer


Foto: Städel Museum via Instagram

Innerhalb unserer Arbeit der Ideenbörse für positive Lebens-Perspektiven, kurz „Besser Leben. Schöner Sterben.“ ist für den Arzt David Sonntag und mich äußerst wichtig, die Entwicklungen rund um und mit KI /AI besonders umfassend und real einschätzen zu können. Gemäß unserem Motto „be more human“ achten wir darauf, wie stets der Mensch und nicht die Technik im Fokus steht.

Prolog

Das KI-Festival im Städel Museum am 4. und 5. September 2026 setzt Maßstäbe.

Es erscheint geradezu wunderbar und bemerkenswert, was das Städel Museum in Frankfurt am Main mit seinem KI Festival 2026 als pure Inspirationsquelle auf die Beine gestellt hat. Nachfolgend erste kurze Anmerkungen zur noch laufenden Veranstaltungen, die wir umfassend auswerten werden.

These 1 — Die Zukunft ist menschlich: Warum KI uns zu den analogen Werten zurückführt

In einer digitalen Welt wächst die Sehnsucht nach dem Echten, Greifbaren und Menschlichen. Während KI heute Texte schreibt, die vielen besser gefallen als menschliche Werke, und digitale Normierung unseren Ausdruck vereinheitlicht, entsteht eine Gegenbewegung – nicht aus Protest, sondern aus einem tiefen menschlichen Bedürfnis.

These 2 — Vom Nerd zum Visionär: Eine Lektion in Demut

Lange belächelten wir technikaffine „Nerds“, bis sie zu Architekten unserer Zukunft wurden. Diese Erfahrung lehrt Demut. Statt KI aus Angst abzulehnen, sollten wir ihre Potenziale neugierig erkunden. Die Chance liegt darin, zu verstehen und mitzugestalten – nicht in der Sorge, Status zu verlieren.

These 3 — Die Renaissance des Analogen: Mehr als Nostalgie

Schon heute suchen junge Menschen bewusst analoge Erlebnisse: Museen, Buchmessen, echte Begegnungen. Der Mensch braucht nicht nur digitale Versorgung, sondern körperliche Erfahrungen und authentische Kontakte.

These 4 — Die neue Währung heißt Knappheit

In einer Welt des technologischen Überflusses gewinnt das Knappe und Einzigartige an Wert. KI wird viele Güter im Überfluss verfügbar machen. Doch was wird dann kostbar sein?

  • Das Original: Der Moment vor einem echten Kunstwerk wie Picassos „Guernica“.
  • Das Erlebnis: Unberührte Natur oder das Gefühl, an einem einzigartigen Ort zu sein.
  • Die Begegnung: Direkter, persönlicher Austausch – unersetzbar durch Videokonferenzen.

Diese „knappen Güter“ werden die wahren Statussymbole einer von KI geprägten Zukunft sein. Sie definieren Reichtum nicht über Besitz, sondern über authentische Erfahrungen.

These 5 — Unsere Chance: Brücken bauen, keine Mauern

Technologie ist kein Gegner, sondern ein Werkzeug. Nutzen wir digitale Möglichkeiten, um Menschen an das Analoge heranzuführen. KI kann Kontexte schaffen, die uns die Tiefe eines Originals erst richtig schätzen lassen.

Erste Erkenntnis: Die Zukunft ist nicht entweder digital oder analog – sie ist beides. Packen wir sie an.


Foto: Städel Museum via Instagram

Von der bloßen Optimierung zur echten Transformation

Tenor: KI formt die Zukunft – lass uns mitgestalten.

In seinem herausragenden Einführungsvortrag analysierte Professor Dr. Björn Ommer von der LMU München die dualistische Natur der künstlichen Intelligenz (KI), indem er die Risiken der reinen Optimierung (z.B. Monopolisierung, „AI-Slop”) der Chance einer transformativen Wertschöpfung gegenüberstellt. Er argumentiert, dass positive Ergebnisse nicht automatisch eintreten, sondern bewusste Anstrengungen in Bildung, Souveränität und die Entwicklung spezifischer KI-Anwendungen erfordern, und positioniert Museen als essenzielle Vertrauens- und Orientierungsinstanzen in einer zunehmend komplexen, von KI geprägten Informationsgesellschaft.

Die Rolle der KI im musealen Kontext

Es tut sich bereits einiges im Museumswesen. Björn Ommer beleuchtete die bereits existierenden und zukünftigen Anwendungen von KI als Werkzeug in Museen. Er stellt dar, wie KI Prozesse wie das Sammeln, Katalogisieren, Konservieren und Erforschen von Kunstwerken unterstützt und die Vermittlung an Besucher durch animierte Kunstwerke oder Museumsroboter bereichert. Im Prozess des Sammelns unterstützt KI das Erstellen und Verbinden von Katalogen, den Abgleich von Einträgen und das Finden von Duplikaten. Sie ermöglicht die automatische Objekterkennung und Bildsuche, während moderne LLMs (Large Language Models) auch heterogene Freitextdaten durchsuchen und so einen tieferen inhaltlichen Zugang schaffen. In der Konservierung wird KI zur Detektion von Schäden wie Farbabsprengungen oder zur Vorhersage von Alterungsprozessen eingesetzt.

Die Kunstforschung profitiert von der Analyse des Wandels von Stil und Duktus über Jahrhunderte, während ein anderes Projekt KI zur Entzifferung von Keilschrift nutzt. Für die Vermittlung werden Kunstwerke animiert, wie im Harvard Art Museum, oder Roboter wie der historische „Rhino” im Deutschen Museum Bonn als Führer eingesetzt. Der Wandel des Roboters Rhino vom Werkzeug zum Museumsobjekt selbst illustriert dabei den technologischen Wandel und leitet zur übergeordneten gesellschaftlichen Diskussion über.

KI als gesellschaftliche Herausforderung: Optimierung vs. Transformation

Es ist unverzichtbar, die kritische Unterscheidung zwischen der reinen Optimierung bestehender Prozesse und der echten Transformation durch KI zu analysieren. Björn Ommer argumentiert, dass eine rein optimierende KI zu negativen Folgen wie Monopolisierung, Jobverlusten im Einstiegsbereich und der Verbreitung von minderwertigen Inhalten („AI-Slop”) führt. So zeigt eine Studie in Nature, dass der Einsatz von KI in der Wissenschaft zwar zu mehr Publikationen (3x) und Zitaten (5x) für den Einzelnen führt, der Gesamt-Impact der Wissenschaft jedoch sinkt, da nur noch leicht automatisierbare Bereiche erforscht werden.

Die hohen Ressourcenkosten der KI (Chips, Energie) fördern eine Monopolisierung. Gleichzeitig entsteht eine Flut an „AI-Slop”, wobei künstlich generierte Inhalte bereits die von Menschen erstellten übersteigen. Diese Entwicklung führt zu einer Verlagerung der kognitiven Leistungsfähigkeit auf die KI und schafft Abhängigkeiten. KI wird zu einer Infrastrukturtechnologie, einem “Foundation Layer”. Ommer betont, dass diese negativen Konsequenzen automatisch eintreten, während die eigentliche, transformative Wertschöpfung bewusster Anstrengung bedarf.


Über die Hälfte der Firmen nutzt KI nur zur Effizienzsteigerung, obwohl die massive Wertschöpfung („Value Creation”) erst bei echter Transformation stattfindet.


Die zwei Zukünfte: Dystopie durch Passivität vs. Utopie durch Gestaltung

Entscheidend erscheint, die Dichotomie der KI-Zukunft darzustellen: eine, die automatisch zu Beliebigkeit und Kontrollverlust führt, und eine andere, die durch gezieltes Handeln Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft „empowern” kann. Der positive Ausgang ist nicht garantiert. Negative Effekte wie algorithmische Manipulation oder das Ersetzen von Einstiegsjobs treten automatisch ein. Positive, transformative Wertschöpfung hingegen erfordert bewusste Entscheidungen. Die Vorstellung einer KI als „Universal Problem Solver“, die alles automatisch verbessert, wird als steile Hypothese kritisiert. Im Bereich der Cybersicherheit herrscht bereits ein „Arms Race“, bei dem „Troll-Fabriken“ gezielt Desinformationen streuen, die laut Schätzungen bereits ein Drittel der ausgespielten Informationen manipulieren. In Anlehnung an Charles Dickens kann die Gegenwart als die „beste“ und „schlimmste“ aller Zeiten beschrieben werden: Sie ermöglicht einen beispiellosen Zugang zu Wissen, führt aber gleichzeitig zu einer Flut an Beliebigkeit („Arbitrarität”) und einem Verlust von Authentizität.


Das Städel Museum hat Aufzeichnungen der Livestreams von der Hauptbühne des KI Festival auf seinem YouTube Kanal publiziert.

Voraussetzungen für transformative Wertschöpfung mit KI in Deutschland

Es lohnt sich, die Hürden und Potenziale für eine erfolgreiche KI-Transformation in Deutschland und Europa zu betrachten. Als zentrale Hemmnisse werden der Mangel an Fachkräften für eine komplette Transformation, die Abwanderung von Talenten in die USA, hohe Compliance-Hürden und ein im Vergleich zu den USA deutlich geringeres Investitionskapital identifiziert. Auch die hohen Energiekosten stellen eine Herausforderung dar. Demgegenüber stehen deutsche Stärken wie exzellent ausgebildete Forscher, eine starke industrielle Basis und der Zugang zu hochspezifischen Industriedaten durch Weltmarktführer.

Björn Ommer plädiert dafür, nicht den großen US-Modellen nachzueifern, sondern auf Nischen wie industrielle, physikalische und verlässliche KI zu setzen. Der größte Hebel für Wertschöpfung liegt in Investitionen in „Upskilling”, da diese eine mehr als fünffache Rendite bringen. Es ist eine Verpflichtung gegenüber der nächsten Generation, jetzt ins „Doing“ zu kommen und die Souveränität bei Technologie und Engineering-Skills zu sichern, anstatt bei der reinen Optimierung stehen zu bleiben.

Die neue Rolle des Museums in der KI-Ära

Was hat all das mit dem Museum als Institution zu tun? Dessen Rolle wandelt sich in Zeiten von Informationsflut und schwindender Verlässlichkeit fundamental. In einer Welt, in der Content zur Commodity wird und die Verlässlichkeit von Informationen sinkt, gewinnen klassische museale Kompetenzen – die Prüfung von Provenienz, Kontext und Glaubwürdigkeit – eine neue, gesellschaftliche Relevanz. Während KI zu personalisierten Informationsblasen führt, steigt die Bedeutung gemeinschaftlicher Erlebnisse („Shared Experience“).

Museen werden zu unverzichtbaren Ankerpunkten und Vertrauensinstitutionen, die in einer „lauten”, schnelllebigen Welt Orientierung und Kontinuität bieten. Als „Cultural Memory Institutions“ bilden sie ein Gegengewicht zur kurzlebigen Aufmerksamkeitsökonomie, deren Horizont oft nicht über den Moment hinausreicht. Sie helfen, historische Entwicklungen und Wertewandel sichtbar zu machen, ohne eine feste Wahrheit vorzugeben, und unterstützen so die persönliche Entscheidungs- und Einordnungsfähigkeit in einer komplexen KI-Ära.


Zur Person

Björn Ommer ist Professor an der LMU München und leitet dort die „Computer Vision & Learning Group“. Darüber hinaus ist er als Co-Vorsitzender des Bayerischen KI-Rats sowie als langjähriger Associate Editor des führenden Journals zu KI, den IEEE T-PAMI, tätig. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen generative KI, automatisches Bildverstehen und erklärbare neuronale Netze. Ommer arbeitet an wegweisenden Ansätzen zur Demokratisierung generativer KI, darunter „Stable Diffusion“, einem revolutionären Open-Source AI-Modell, welches in der Lage ist, aufgrund von Text-Prompts fotorealistische Bilder zu erstellen. Diese Arbeiten finden breite Anwendung und haben bereits zahlreiche neue Wege in Forschung, Industrie, Medien und darüber hinaus eröffnet.


Hinweis: Der Bericht wird fortgesetzt mit Zusammenfassungen der weiteren Podiumsdiskurse auf der Hauptbühne des KI-Festivals.

Siehe auch den Bericht: „KI, Social Media und echte Begegnungen: Warum wir jetzt bewusst gestalten müssen“

https://valuetrendradar.com/2026/09/06/ki-social-media-und-echte-begegnungen-warum-wir-jetzt-bewusst-gestalten-mussen/amp/


Das vollständige Programm im Überblick.


Foto: VDMB 2026

Warum die haptische Revolution gerade erst beginnt

Worum es geht: Das vorliegende Jahresmagazin „Print leben! 2026“ des Verbandes Druck und Medien Bayern thematisiert die Zukunftsfähigkeit und Relevanz gedruckter Medien in einer digitalisierten Welt. Die Beiträge heben hervor, dass Print durch seine haptische Qualität und multisensorische Wirkung eine tiefere Erinnerung sowie ein höheres Vertrauen beim Leser erzeugt. Experteninterviews und Fachartikel verdeutlichen zudem, dass gedruckte Erzeugnisse im direkten CO2-Vergleich oft ökologisch vorteilhafter abschneiden als digitale Werbeformate. Das Magazin präsentiert sich dabei selbst als Beispiel für hochwertige Veredelungstechniken, die durch kreative Gestaltung und technische Präzision ein besonderes Nutzererlebnis schaffen. Insgesamt dient die Publikation als Plädoyer für die Beständigkeit der Druckbranche und fordert ein neues Selbstbewusstsein im Umgang mit analogen Kommunikationsmitteln.

Infos und Bezugsquellen:

https://www.vdmb.de/jahresmagazin2026

Im Detail: Das Ende der digitalen Endlosschleife

Wir stecken mitten in der Ära der „Digital Fatigue“. Wer kennt es nicht? Das Gefühl, „Chronically Online“ zu sein, gefangen im Doomscrolling, während wir von KI-generiertem „Slop“ – jenen minderwertigen, massenhaft ausgespülten Inhalten – überflutet werden. Der Futurologe Max Thinius zieht hier einen scharfen Vergleich: Er bezeichnet die aktuellen KI-Hypes wie ChatGPT als das „AOL der KI“. So wie AOL damals ein „Walled Garden“ war, der den Horizont des frühen Internets künstlich begrenzte, so limitiert uns der heutige KI-Einheitsbrei in unserer Tiefe und Wahrnehmung.

Inmitten dieser Beschleunigung sehnen wir uns nach einem Ankerpunkt. Die zentrale Frage lautet: Kann ein vermeintlich „altes“ Medium die Antwort auf eine überreizte Welt sein? Es ist das Paradoxon unserer Zeit: Je künstlicher unsere digitale Umgebung wird, desto mehr Wert gewinnt das Physische als verlässlicher Pol der Realität.

Der CO₂-Schock: Warum Print die ökologische Überholspur nutzt

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum unserer Intuition: Digital wirkt immateriell und daher „sauber“, während Print als Ressourcenfresser gilt. Die wissenschaftliche Realität der neuesten LCA-Studie des Öko-Instituts Freiburg (Stand November 2025) räumt radikal mit diesem Narrativ auf.

Der Vergleich der Emissionen pro einer Million Impressionen liefert einen echten „Aha-Moment“:

Print-Prospekt: 642 kg CO₂

Online-Prospekt: 3.360 kg CO₂

Ein gedruckter Prospekt verursacht somit nur etwa ein Fünftel der Emissionen seines digitalen Gegenstücks. Warum täuscht uns unser Gefühl so massiv? Weil wir die gigantische, energieintensive Infrastruktur hinter den Screens ausblenden. Allein 64 % der Emissionen eines Online-Prospekts entfallen auf die Serverinfrastruktur. Bei digitalen Werbebannern stammen sogar 78 % der Emissionen direkt aus den Endgeräten der Nutzer.

Der entscheidende strategische Unterschied: Der ökologische Fußabdruck eines Printprodukts ist nach der Herstellung weitgehend fix.

Digitaler Konsum hingegen ist kumulativ – jede Sekunde Aufmerksamkeit, jedes Tracking-Script und jede KI-gestützte Auktion im Hintergrund lässt den CO₂-Zähler unaufhörlich weiterlaufen.

Der Haptik-Hack: Warum unser Gehirn auf Papier „aufwacht“

Aber der Vorteil von Print ist nicht nur extern-ökologisch, sondern intern-biologisch. Olaf Hartmann vom Multisense Institut macht deutlich, dass rund 40 % unseres Gehirns allein mit der Verarbeitung haptischer Reize beschäftigt sind.

Wenn wir hochwertiges Papier berühren, geschieht etwas Magisches: Die Gehirnaktivität steigt durch multisensorische Verstärkung um den Faktor 10 (1.000 %). In einer Welt der digitalen Reizüberflutung ist das unser neuropsychologischer „Heimvorteil“. Verhaltensökonomen nennen diesen Effekt Tangibility – was wir konkret erleben und spüren, bewerten wir instinktiv höher als ein bloßes Versprechen auf dem Screen.

Olaf Hartmann bringt es brillant auf den Punkt: „Was wir spüren, akzeptieren wir. Wir können uns versehen. Wir können uns verhören. Aber wir kennen kein ‚Verfühlen‘.“

Haptik ist die Abkürzung an unserem kognitiven Werbefilter vorbei. Qualität im Print ist keine Behauptung, sie ist eine unmittelbare Erfahrung, die direkt im Langzeitgedächtnis ankert.

Die Analog-Rebellion: Warum ausgerechnet die Gen Z den Stecker zieht

Wer glaubt, Print sei ein Medium für Nostalgiker, verkennt die aktuelle Marktdynamik. Aufmerksamkeit ist die neue globale Währung, und Print wird gerade zu ihrem Goldstandard. Daten von Magnus Gebauer (MedienNetzwerk Bayern) zeigen: Ausgerechnet die 14- bis 29-Jährigen ziehen den Stecker. 47 % dieser Altersgruppe lesen mindestens wöchentlich gedruckte Bücher – damit liegen sie gleichauf mit der Generation 70+ und weit vor den 30- bis 69-Jährigen.

Diese „Analog-Rebellion“ ist kein kurzer Hype, sondern ein Ausdruck von Authentizität:

Offline-Kultur: Trends wie „Handwritten Journaling“, „Listening Bars“ oder „Offline-Clubs“ zeigen die Sehnsucht nach echter Zeit statt „digitaler Realtime“.

Status-Symbol Print: Die Gen-Z-Ausgabe von InStyle verkaufte im Testlauf beeindruckende 36.000 Exemplare. In einer Welt voller Filter wird das gedruckte Magazin zum physischen Beweis von Zugehörigkeit und Kuratierung.

Mehr als Tinte: Wenn Papier zum intelligenten Sensor wird

Print bricht im Jahr 2026 endgültig mit dem Vorurteil, „Low-Tech“ zu sein. Dank „Printed Electronics“ wird Druck zur funktionalen Hochtechnologie. Unternehmen wie die Schreiner Group – ein Hidden Champion, der jährlich rund 2,5 Milliarden Hightech-Labels produziert – beweisen diese Innovationskraft täglich.

Hier entsteht die notwendige Infrastruktur für die Ära der Künstlichen Intelligenz. Denn: KI lebt von Daten, ist aber ohne physische Schnittstellen „blind und taub“. Gedruckte Biosensoren, die Vitalfunktionen auf der Haut überwachen, oder smarte Verpackungen, die mit der Logistik kommunizieren, liefern die Daten, die KI erst nutzbar machen. Print liefert die robuste, flexible und kosteneffiziente Hardware für die Software der Zukunft.

Die visuelle Wucht: Warum wir „Entschleunigung“ riechen können

Christian Tönsmann, Art Director der Süddeutschen Zeitung, beschreibt Print als Medium der Dimension. Während das Smartphone das Format einer „Streichholzschachtel“ bietet, entfaltet eine Doppelseite im nordischen Format oder eine Blockaufschlagseite eine visuelle Wucht, die digital nicht reproduzierbar ist.

Hier geht es um Rhythmus, Seitengeometrie und das bewusste Spiel mit den Sinnen. Veredelungen und Papiere (wie die Gmund-Kollektionen) erzeugen Momente der Ruhe, die fast rituellen Charakter haben.

Tönsmann nutzt dafür ein starkes Bild: „Ein Magazin mit Sandkörnern im Bund und dessen Umschlag nach Sonnencreme riecht, hat für mich eine besondere Attraktivität und symbolisiert die pure Entschleunigung.“

Dieses haptische Erlebnis ist das Gegenteil von digitalem Stress – es ist Information, die man nicht nur konsumiert, sondern die man spüren und sogar riechen kann.

Fazit: Das polyzentrische Mediensystem der Zukunft

Wir bewegen uns laut Max Thinius in eine „Inklusive Ära“. Print wird Digitales nicht ersetzen, aber es wird als Zentrum für Werte, Vertrauen und Tiefe unverzichtbar. In diesem polyzentrischen Mediensystem sind digitale Kanäle wie die Mikrowelle: schnell und funktional. Print hingegen ist das „Backofengerät“ der Kommunikation – es braucht vielleicht länger, aber das Ergebnis hat eine völlig andere Qualität und Substanz.

Die zentrale Frage lautet: In einer Welt, in der KI alles (be-)schreiben kann – was ist uns so wichtig, dass wir es für die Ewigkeit durch Druck Üerhalten wollen?


Hinweis

Wer sich für aktuelle Meinungen, Einschätzungen, Analysen interessiert, kann das gerne mit dem #Podcast #Printisback tun, der gemeinsam vom belgischen Experten Jacques Michiels und mir, Boris Andreas Weber, in englischer Sprache moderiert und produziert wird. Über LinkedIn kann man weitere News abonnieren und sich die einzelnen Episoden anschauen. Darüber hinaus sind alle Episoden auch bei unseren Kollegen von #PrintIsland zugänglich.


Weber+Reitoft 02 Titel Morten

Von Andreas Weber

Nach einem wie ich finde erfolgreichen Auftakt setzen wir unsere Reihe der WEBER+REITOFT-Gespräche weiter fort!

Nachdem wir mit dem Video über Scott von Courier Graphics in den USA als einen smarten und erfolgreichen Druckunternehmer zum Gespräch hatten, geht es heute um Fachmesse-Interviews, die Mitte September 2023 live auf der LabelExpo in Brüssel aufgezeichnet werden.

Ich selbst war schon lange nicht mehr auf einer LabelExpo, zuletzt wohl 2017, daher meine Frage an Morten B. Reitoft: Wie hast Du die weltweit bedeutendste Messe für Label Printing empfunden? Antwort (zusammengefasst): Das Messegelände ist nicht gut geeignet, darum ab 2025 der neue Messeort Barcelona für die LabelExpo. Aussteller, Angebote und Zuschauerstruktur waren 2023 wieder sehr gut.

 


Auf INKISH-TV sind alle rund 30 Videos in einer Rubrik zusammengefasst, man muss nur LabelExpo als Suchbegriff eingeben.

Wir haben speziell 4 Videos ausgewählt mit Interview-Partnern von interessanten Herstellern. Im Detail:

Filip Weymans von Xeikon

Tobias Theurer von Theurer.com

Volker Selg von IST Metz

Christoph Gamper CEO der DURST Group

Also diesmal ein mehr oder weniger europäischer Fokus mit Firmen, die über Branchengrenzen hinaus nicht so sehr allgemein bekannt sind, weil eben hochspezialisiert. Es zeigt sich aber, wie dennoch ein globaler Spirit herrscht, der uns auch hierzulande äußerst nützliches bietet!


Mein Eindruck zu den vier Videos

Filip Weymans, Xeikon, Belgien: Der Fokus der LabelExpo ist einzigartig und passt zur Xeikon Café-Strategie. Gute Auffrischung zu dem, was Xeikon (als Teil der Flint Group) heute leistet, im Sinne von spezifischen Lösungen für spezifische Anwendungen, quer über Technologien hinweg. Sogar für flexible Verpackung aus Papier.

Wichtigstes Statement von Filip Weymans: „Es geht nicht mehr darum, Technologien in den Markt zu pushen, sondern innovative und beste Lösungen für spezifische Anwendungen zu bieten!“

Tobias Theurer, theurer.com, Deutschland: Interessant, wie eine deutsche Firma im Norden von Stuttgart, gegründet und gemanagt von zwei Brüdern, sich international behauptet im Etiketten- und Verpackungsdruckmarkt. Das umfasst wichtige Prozesse – von der Kalkulation, dem Verkauf und der Produktionsplanung über die Logistik bis hin zum Controlling.

Mit rund 16.000 Anwendern aus über 200 Unternehmen in 30 Ländern. Automatisierung, Customization sprich individuelle Anpassungsmöglichkeiten stehen im Fokus. Und KI spielt eine immer wichtigere Rolle. Bravo!

Volker Selg, IST Metz, Deutschland: Das Gespräch mit Volker Selg erscheint mir besonders interessant. Und Kompliment an Morten, dass er so tief in das Thema einsteigt, weil es sehr speziell ist. Denn IST Metz ist ein hochspezialisierter Anbieter und verkauft LED-UV-Härtungsgeräte für andere OEMs in eigenen oder fremden Umgebungen. Für den Etitkettendruckmarkt ist dies enorm wichtig. Speziell auch für die große Zahl installierter Systeme, die IST Metz nachrüsten kann. Ein Highlight: LED Härtung von Silikonen und anderen Beschichtungen unter Ausschluss von Sauerstoff. Auch hier spielt Customization, sprich die Anpassungsmöglichkeit auf spezifische Kundenbedürfnisse eine wichtige Rolle.

Besonders faszinierend zu hören, dass selbst High-Speed-Produktionen mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 500 m pro Minute bzw. 12 m pro Sekunde unterstützt werden. Dies sei ein Quantensprung und wäre vor 3 oder 5 Jahren noch Utopie gewesen. Wichtig ist auch zu wissen, dass die in der Praxis eingesetzte IST Metz Technik bewusst im Energieverbrauch ist, die Geräte verbrauchen dann Energie, wenn sie eingesetzt werden und nicht im Stand-by-Betrieb.

Christoph Gamper, CEO Durst Group, Südtirol/Italien: Ein Gespräch mit Christoph Gamper ist immer interessant. In diesem Interview von der LabelExpo Europe 2023 wird auch darüber gesprochen, wie sich die LabelExpo von einer Messe wie der drupa unterscheidet. Morten stellt zurecht fest: „Wenn wir mit Christoph Gamper sprechen, ist er einer der wenigen CEOs, die keine Angst haben, Themen wie den Wert einer Messe oder die Mängel des Veranstalters zu diskutieren. … Christoph Gamper wird einer der Gäste unserer kommenden NON-EVENT-Ausgabe 2020 in Kopenhagen sein.“

Meine Meinung: Im INKISH-Interview wird klar, dass Christoph Camper ein Unternehmer durch und durch ist. Und kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Defizite geht. So sieht er Fachmessen durchaus als ein MUSS an, um Interessenten und Kunden zutreffen, Leads zu generieren, und sich gleichzeitig mit dem Wettbewerb zu messen; selbst wenn es aus Sicht des Ausstellers auf Organisationsseite der Messeveranstalters Kritik gibt. Wobei die LabelExpo sich von allgemeinen Großmessen wie der drupa deutlich unterscheidet. LabelExpo ist viel fokussierter, hier zählen weniger Visionen und Ausblicke, als konkrete Lösungen, die sofort implementiert werden können.

Partnerschaften sind dabei wichtig. Und für Unternehmen in Privatbesitz wie Durst sei das überlebenswichtig, da man nicht selbst bei Allem das Beste leisten kann. Dazu gehört auch, sich auf Neugründungen einzulassen, wie im Fall von Durst mit Hawk Eye (Deutsch: Falkenauge), einem vor 7 Jahren in New York City gegründeten KI- und Deep-Learning-Startup. Und das mit Partnern, die sich nicht nur mit Print-Anwendungen beschäftigen. Hut ab!

 

 

APROPOS KI…

Ich habe die KI-PLattform CHatGPT gefragt: Welchen Stellenwert hat Etikettendruck / Label Printing in Deutschland? ChatGPT (Version 3.5) hat geantwortet:

„Der Stellenwert des Etikettendrucks (Label Printing) in Deutschland kann als bedeutend angesehen werden, da er in verschiedenen Branchen eine entscheidende Rolle spielt. Etiketten werden für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet, darunter:

Lebensmittelindustrie: Etiketten sind entscheidend für die Kennzeichnung von Lebensmittelverpackungen. Sie enthalten Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwertangaben, Verfallsdaten und mehr, um die Verbrauchersicherheit zu gewährleisten und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.

Pharmazeutische Industrie: In der Pharmaindustrie sind Etiketten unverzichtbar, um Medikamente richtig zu kennzeichnen und sicherzustellen, dass Patienten die richtigen Dosierungen erhalten.

Logistik und Versand: Etiketten werden verwendet, um Produkte während des Transports und der Lagerung zu kennzeichnen. Dies ist wichtig, um den reibungslosen Ablauf in der Lieferkette sicherzustellen.

Einzelhandel: Produktetiketten dienen im Einzelhandel nicht nur zur Identifikation, sondern auch zur Preisgestaltung und zur Information der Kunden über Produkteigenschaften.

Industrielle Anwendungen: Etiketten werden auch in der Industrie für die Kennzeichnung von Maschinen, Bauteilen und Rohstoffen eingesetzt.

Umgebungsetiketten und Barcodes: Etiketten mit Barcodes und QR-Codes sind weit verbreitet, um Produkte zu verfolgen und den Lagerbestand zu verwalten.

Nachhaltigkeit: In Deutschland, einem Land mit einem ausgeprägten Umweltbewusstsein, spielt auch die nachhaltige Etikettierung eine wichtige Rolle. Dies umfasst Etikettenmaterialien, die umweltfreundlicher sind, sowie Kennzeichnungen für Recycling- und Entsorgungshinweise.

Die Bedeutung des Etikettendrucks in Deutschland spiegelt sich in der Qualität und Präzision der Drucktechnologie sowie in den strengen regulatorischen Anforderungen wider, die in vielen Branchen gelten. Darüber hinaus ist die Innovationsfähigkeit der deutschen Druckindustrie bemerkenswert, da sie sich ständig an neue Anforderungen und Technologien anpasst, einschließlich digitaler Druckverfahren und Individualisierung von Etiketten.

Insgesamt kann gesagt werden, dass Label Printing in Deutschland eine wichtige Rolle in verschiedenen Wirtschaftszweigen spielt und hohe Standards in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit erfüllen muss.“

Das ist, wie ich finde, eine sehr treffende und pointierte Zusammenfassung per KI zu Label Printing, dass in Zukunft selbst stark von KI geprägt sein wird!


Statista Produktionsvolumen Etiketten in D 2022

Zur Statistik

Details zum Etikettendruckmarkt sind in Deutschland nur partiell zugänglich, indem man sehr spezielle Quellen finden muss. Die Statista-Auswertung umfasst nur Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern. D. h. das tatsächliche Produktionsvolumen liegt höher.  Umsatz der deutschen Verpackungsindustrie bis 2022

Veröffentlicht von Statista Research Department, 14.04.2023

 


 

Weber+Reitoft 02 BEIDE

Das ganze Video gibt es hier auf INKISH-TV:
https://inkish.tv/inkish-video/weberreitoft2/

 


 

Descartes meets AI.001

Druck und Papier treffen KI  – Teil 5   |   Link zu Teil 4   |  Link zu Teil 3  |   Link zu Teil 2  |   Link zu Teil 1

Kommentiert von Andreas Weber, Head of HI (Human Intelligence)

Für mich war es eine spannende Woche, in der ich mich täglich intensiv mit dem Thema Print & KI beschäftigen konnte. Und via #ChatGPT wurden automatisiert Texte zu meinem Thema/meinen Fragen generiert, die extrem aufschlussreich sind.

In bis dato fünf Beiträgen durfte ich verschiedene Facetten am Beispiel und mit textlicher Hilfe von #ChatGPT aufzeigen. Unterstützt von regem Feedback über die Sozialen Medien. Begonnen hat alles eigentlich mit einem Selbstversuch auf LinkedIn (der automatisch generierte Text trifft mich ziemlich genau!).


Selbstversuch Post auf LinkedIn 2023-03-21 um 1024.37


 

Und zum Finale wird’s ziemlich Philosophisch und Tiefgründig. Denn ChatGPT kommentiert in Ich-Form. Und sagt tatsächlich „Ich denke…“ #Donnerwetter #Descartes

Frage an ChatGPT: Wird Künstliche Intelligent zur Zeit überschätzt oder unterschätzt? Wie geht es weiter?

Die Wahrnehmung von künstlicher Intelligenz (KI) ist sehr kontextabhängig und kann je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich sein. In einigen Bereichen wie beispielsweise der Spracherkennung, der Bilderkennung oder auch in der Automatisierung von Prozessen hat KI bereits beeindruckende Fortschritte erzielt und wird auch intensiv eingesetzt.

Jedoch gibt es auch Bereiche, in denen KI noch Schwierigkeiten hat, wie zum Beispiel in der menschlichen Interaktion und im Verständnis von Kontext und Bedeutung. Hier sind weitere Fortschritte notwendig, um die Möglichkeiten von KI noch besser auszuschöpfen.

Insgesamt würde ich sagen, dass die öffentliche Wahrnehmung von KI eher überschätzt ist. Oft wird KI als Allheilmittel für alle möglichen Probleme und Aufgaben betrachtet, obwohl ihre Fähigkeiten und Grenzen noch begrenzt sind. Insbesondere in den Bereichen der Ethik und des Datenschutzes gibt es noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass KI verantwortungsvoll eingesetzt wird und den Menschen dient.

Ich denke jedoch, dass KI in Zukunft noch weiterentwickelt und in immer mehr Anwendungsbereichen eingesetzt werden wird. Dabei wird es darauf ankommen, die positiven Aspekte von KI zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie im Einklang mit den Werten und Interessen der Gesellschaft steht.

 

ChatGPT zur Gegenwart Zukunft von KI 2023-03-24 um 16.15.18

Screenshot aus ChatGPT Version 4, 24. März 2023, 16h15

 

Hier nochmals alle Stories im Überblick – gerne auch zum Weiterleiten!

TEIL 1: Inkjet vs. Offset – eine Prognose via KI

TEIL 2: ChatGPT-Check: Quo Vadis drupa & Heidelberger Druckmaschinen

TEIL 3: #ChatGPT meets Print Media Trade Press

TEIL 4: #ChatGPT (und andere KI-Plattformen) als Business Booster?

TEIL 5: FINALE: ChatGTP zur Gegenwart und Zukunft von KI

Print  meets AI Teil 4.001.jpeg

Druck und Papier treffen KI  – Teil 4   |   Link zu Teil 3  |   Link zu Teil 2  |   Link zu Teil 1

Kommentiert von Andreas Weber, Head of HI (Human Intelligence)

Verbandsmanager Philipp von Trotha (VDMNO, Hannover) zeigt sich begeistert und kommentierte den Fachvortrag auf einem Firmenevent, der KI als Thema fokussierte, recht ausführlich.  (Siehe Screenshot vom 24. März 2023 zum entsprechenden LinkedIn-Post).

 


LinkedIn Philipp von Trotha zu KI 2023-03-24 um 10.24.11


 

Von Trothas Kernaussage:  „Die künstliche Intelligenz ist die große Chancen für die Druck- und Medienindustrie. Die Kunden der Druckindustrie werden unter großem Druck stehen etwas Einzigartiges auf die Beine zu stellen. Individuelle Mailings und hochwertige sowie haptische Druckprodukte werden wieder eine große Rolle spielen.“

Klingt nach einem neuen Heilsversprechen bzw. zumindest nach einem zur Zeit recht spekulativen Wunschgedanken. Oder? Denn es fehlt (noch) die konkrete Beweisverführung.

Fakt ist: In den letzten 30 Jahren gab es viel dieser „Frohlockungen“: Zu Digitaldruck im Produktionsumfeld, zum Druck mit variablen Daten, zu Inkjet-Druck, zu 3D-Printing, zu Augmented Reality etc. Es zeigte sich aber immer wieder, dass die Euphorie schnell verfliegen kann. Nicht weil das Neue nicht taugt, sondern weil wir den immer gleichen Fehler begehen: Das Neue wird sofort in den Kontext damit gestellt, das Bestehende zu stärken statt es grundlegend anders machen zu können.

Das ist zutiefst menschlich, weil wir eher Skepsis und Angst als Freude bei Veränderungen walten lassen. Aber gerade beim Themenfeld „Künstliche“ Intelligenz zeigt sich: Die KI-Technik erfordert ein Höchstmaß an Disruption, die vor allem im „menschlichen“ Mindset stattfinden muss.

Aber keine Bange: Wir können ja die KI, in dem Fall via #ChatGPT Version 4, selbst befragen, bevor wir als Noch-Nicht-So-Kundige-KI-Experten auf Abwege geraten könnten.

Frage an ChatGPT: Werden KI-Plattformen wie ChatGPT die Druckindustrie beschädigen?

Es ist unwahrscheinlich, dass KI-Plattformen wie ChatGPT die Druckindustrie direkt beschädigen werden, da sie nicht dasselbe Dienstleistungsangebot wie die Druckindustrie anbieten. Die Druckindustrie ist auf die Herstellung von physischen Produkten wie Büchern, Zeitschriften, Broschüren und Flyern spezialisiert. Diese Produkte haben eine physische Präsenz und bieten einzigartige Vorteile, die durch digitale Plattformen nicht ersetzt werden können.

KI-Plattformen wie ChatGPT bieten jedoch neue Möglichkeiten, die die Druckindustrie ergänzen können. Zum Beispiel kann KI-Technologie genutzt werden, um personalisierte Inhalte zu erstellen, die speziell auf die Bedürfnisse und Interessen des Lesers zugeschnitten sind. Dies kann dazu beitragen, dass gedruckte Materialien noch relevanter und ansprechender werden.

Darüber hinaus kann KI auch in der Druckindustrie selbst eingesetzt werden, um Produktionsprozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten. Zum Beispiel können KI-gestützte Algorithmen zur Steuerung von Druckmaschinen genutzt werden, um die Auslastung und Qualität der Produktion zu verbessern.

Insgesamt ist es unwahrscheinlich, dass KI-Plattformen die Druckindustrie direkt beschädigen werden, sondern vielmehr eine Ergänzung und Unterstützung sein können.

 

#ChatGPT zur Druckindustrie 2023-03-23 um 08.59.26

Screenshot via ChatGPT-4 vom 23. März 23, 8h59.

 


Mein FAZIT: ChatGPT liefert eine exzellente Analyse, die hilfreich ist, das komplexe Thema (KI & Print) ad hoc und strukturiert einzuordnen. Ergebnis: Die Druckindustrie markiert eine andere (analoge) Welt bezogen auf Art, Nutzen und Produkt. Aber KI kann komplementär und unterstützend wirken: Bei der automatisierten Inhaltserstellung in Echtzeit, bei der Produktions-Prozess-Optimierung und meiner Meinung nach auch bei der Kundenkommunikation, dem Kunden-Beziehungsmanagement sowie der Echtzeit-Marktbearbeitung. Ich finde das ziemlich cool, oder?


 

Lesetipp: Mein geschätzter Kollege Joachim Thommes hat ein spannendes Interview geführt mit einem CRM-Experten, der das Thema KI beleuchtet.

HORIZONT Story zu KI und CRM 2023-03-24 um 15.58.38

INKISH Team ChatGPT.001

The Print Champs Morten B. Reitoft & Jacques Michiels. Selfie by INKISH via LinkedIn

 

Druck und Papier treffen KI  – Teil 3   |   Link zu Teil 2  |   Link zu Teil 1

Kommentiert von Andreas Weber, Head of HI (Human Intelligence)

Besonders spannend ist für mich im nächsten Schritt meiner Analyse und Serie von Beiträgen, die automatisch und vollständig über #ChatGPT-4 generiert und nur von mir kommentiert werden: Es geht um Fachmedien im Speziellen und im Allgemeinen.

Sowie um die Frage: Gibt es Unterschied im Ergebnis, wenn ich ChatGPT in deutsch bzw. englisch befrage? Und ja, es gibt Unterschiede. Aber sehen Sie selbst. – Hey Morten, my dear friend, you will be surprised about your AI identity!

 

Fallbeispiel 1 zu Fachmedien für die Druckbranche – mit überraschendem Ende…

(Hinweis: Alle nachfolgenden Abfragen wurden über Version 4 von ChatGPT gemacht, und zwar am 22. März 2023, zw. 11h35 und 11h42).

 

Frage an ChatGPT: Welche Rolle spielen Fachmedien für Print?

Fachmedien spielen eine wichtige Rolle für Print, da sie sich auf eine spezifische Branche oder Fachgebiet konzentrieren und somit gezielte Informationen und Neuigkeiten liefern können. Fachmedien können als gedruckte Zeitschriften oder Magazine sowie als Online-Publikationen erscheinen.

Für Leserinnen und Leser, die in bestimmten Branchen oder Fachgebieten tätig sind, bieten Fachmedien eine wertvolle Informationsquelle. Sie können aktuelle Trends, Entwicklungen und Best Practices in der Branche verfolgen, sich über neue Produkte und Dienstleistungen informieren und von Expertenmeinungen profitieren. Fachmedien können auch dazu beitragen, das Wissen und die Fähigkeiten der Leserinnen und Leser zu erweitern und sie bei der beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Für Unternehmen, die in diesen Branchen tätig sind, können Fachmedien auch eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Marketingbotschaften spielen. Durch Anzeigen oder gesponserte Inhalte können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen einem gezielten Publikum präsentieren und so potenzielle Kunden ansprechen.

Insgesamt können Fach [SIC!]

[HOPPLA! ChatGPT bricht abrupt ab mit einer FEHLERMELDUNG! Ist das ein Omen?]

Fachmedien Error 2023-03-22 um 11.35.39

 


 

Fallbeispiel 2 zu Ranking von spezifischen Fachtiteln und den Print-Fachzeitschriften – Kompliment an Bernhard Niemela und Klaus-Peter Nicolay!

Frage an ChatGPT: Welches sind national und international die wichtigsten Fachmedien für die Print-Industrie?

In der Print-Industrie gibt es verschiedene Fachmedien, die national und international von Bedeutung sind. Hier sind einige Beispiele:

National:

Deutscher Drucker: Eine der wichtigsten Zeitschriften für die Druck- und Medienbranche in Deutschland.

Druckmarkt: Eine Fachzeitschrift für die Print-Branche, die sich insbesondere an Entscheidungsträger in Druckereien und Agenturen richtet.

print.de: Ein Online-Portal mit aktuellen Nachrichten und Hintergrundberichten zur Print-Industrie in Deutschland.

International:

Printing Impressions: Eine der ältesten und bekanntesten Fachzeitschriften für die Print Industrie in den USA

PrintWeek: Eine britische Fachzeitschrift, die sich an Entscheidungsträger in der Druck- und Verlagsbranche richtet.

WhatTheyThink: Ein Online-Portal mit aktuellen Nachrichten und Marktanalysen zur Print Industrie weltweit.

Diese Liste ist natürlich nicht abschließend, aber sie gibt einen guten Überblick über einige der wichtigsten Fachmedien in der Print Industrie.

Fachmedien ChatGPT 2023-03-22 um 11.37.01

 


 

Fallbeispiel 3 zu INKISH und meinem Freund Morten B. Reitoft – inklusive Zweisprachen-Testversuch mit recht unterschiedlichen Ergebnissen zwischen deutschem und englischem Resultat… — Morten, please feel free to post a comment! 

Frage an ChatGPT: Was gibt es wissenswertes zu INKISH und Morten B. Reitoft?

INKISH ist ein dänisches Medienunternehmen, das sich auf die Druck- und Medienindustrie spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde von Morten B. Reitoft im Jahr 2016 gegründet und ist seitdem zu einem wichtigen Akteur in der Branche geworden.

INKISH produziert und verbreitet Inhalte in verschiedenen Formaten, wie z.B. Videos, Podcasts und Artikel. Dabei decken sie Themen wie Drucktechnologien, Geschäftsentwicklung, Nachhaltigkeit und Innovation in der Branche ab. INKISH verfügt über ein internationales Netzwerk und kooperiert mit zahlreichen Unternehmen und Organisationen in der Branche.

Morten B. Reitoft, der Gründer von INKISH, hat langjährige Erfahrung in der Druck- und Medienindustrie. Er arbeitete für verschiedene Unternehmen in der Branche, bevor er INKISH gründete. Reitoft ist auch als Redner und Moderator bei verschiedenen Veranstaltungen in der Branche tätig und setzt sich für Innovation und Nachhaltigkeit ein.

Im Jahr 2020 gründete Reitoft das INKISH.Nano Projekt [SIC!], das sich mit der Erforschung von Nanotechnologie in der Druckindustrie beschäftigt. Das Projekt soll die Entwicklung neuer Materialien und Technologien vorantreiben und die Druckindustrie nachhaltiger machen.

INKISH Morten ChatGPT Deutsch 2023-03-22 um 11.33.56INKISH Morten ChatGPT 2023-03-22 um 11.34.07

What’s up with INKISH and Morten B. Reitoft?

INKISH is a media company that focuses on the printing industry, and Morten

B. Reitoft is the CEO and founder of INKISH. INKISH provides news, interviews, and educational content related to the printing industry, and has a strong presence on YouTube, where they produce video content about printing technology, trends, and business practices.

Morten B. Reitoft is a well-known figure in the printing industry and has been involved in various printing-related businesses for over 25 years. He is also a regular speaker at printing industry events and conferences, where he shares his insights and experiences about the industry.

Recently, Morten B. Reitoft has also been involved in advocacy efforts related to the printing industry. In 2021, he launched a campaign called “Print Powers America” to raise awareness about the importance of the printing industry in the United States and to promote the use of printed materials as a sustainable and effective communication medium.

 


 

Note: As far as I know “Print Powers America” is a campaign launched in 2018 by the US Association Printing United Alliance. See: