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Tag Archives: Hochdruck

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Fotos: Roland Walter, Offenbach

Senefelder-Ehrung in Offenbach am 06. November 2021. Festrede von Prof. Dr. Gerhard Kilger, Vorsitzender der Internationalen Senefelder Stiftung

Alois Senefelder wurde am 06. November 1771 in Prag geboren, wo zu dieser Zeit seine Eltern als Schauspieler gastierten. Dies wollen wir heute feiern und ihn ehren!

Tatsächlich wurde er seit über 200 Jahren oft geehrt. Erstmals schon 1808 durch den bayerischen Kronprinz Ludwig in seiner Werkstatt als „primus auctor“, seine Büste wurde sogar in der Ruhmeshalle in München aufgestellt. 

Spätestens seit 200 Jahren hat Senefelders Erfindung der Lithographie Weltbedeutung zuerst auf Stein, dann auch auf Metall. Seit 1955 kommt dazu die „Photolithographie in der Halbleitertechnik“ zum Einsatz, heute wird an der „Next- Generation-Lithographie“ gearbeitet, z. B. werden durch Nanoprägelithographie Strukturen von bis zu 5nm möglich, die noch leistungsfähigere Chips herstellen lassen.

Die Bedeutung der Lithographie ist enorm, allerdings kennen nur wenige den Namen des Erfinders. Eigentlich müßten heute die Medien voll von Berichten sein. So allerdings feiern wir heute hier in Offenbach in fast bescheidenem Rahmen seinen 250. Geburtstag.

Dass wir dies hier in dieser Stadt tun, ist Ihnen und den Bürgern der Stadt bekannt. Denn von Offenbach am Main aus begann um 1800 der kommerzielle Siegeszug dieser neuen Drucktechnik. Möglich war das – was in der Stadt ebenfalls gut bekannt ist – , dass der Musikverleger Johann Anton André die Bedeutung der Drucktechnik erkannte und ein Patentrecht für das „Geheimnis, Noten und Bilder auf Stein drucken zu können“ erworben hatte. Fünf Stangenpressen wurden aufgestellt, wie sie heute hier [Anm.: Im Haus der Stadtgeschichte] als Nachbau in diesem Museum in Betrieb besichtigt werden können. Sehr bald standen auch in den Filialen des Verlags Pressen in Paris und London. 

Aus dem Stand heraus ein Welterfolg!

Es war eine technikgeschichtliche Entwicklung aus der Inventionsphase in den 90iger Jahren des 18. Jahrhunderts, die in den Revolutionsjahren sehr reich an Erfindungen war, bis in die Innovationsphase, die sehr schnell vor allem den bunten Bilderdruck im 19.Jahrhundert geschaffen hat. Dann folgte die Diffusionsphase, die auch mit der Einführung der Schnellpressen und den Möglichkeiten der Photographie eine hohe Bedeutung im Druckbereich erreichte, bis schließlich der Übergang in den Offset im 20. Jahrhundert fast den ganzen Bereich des Druckwesens bis heute dominiert.

Alois Senefelder hatte ursprünglich nicht vor, Erfinder zu werden: Seine Eltern waren Schauspieler, er ging in München aufs Gymnasium und nahm Klavier- und Gesangsunterricht. Er studierte Jura, schloss sich einer Schauspielgruppe an und betätigte sich hauptsächlich schriftstellerisch. Sein erstes großes Stück „Die Mädchenkenner“ wurde sogar im Münchner Hoftheater uraufgeführt. Allerdings mußte er schon damals erfahren, dass Druckkosten seiner Werke für ihn viel zu hoch waren. 

Aus der Not geboren wurde er so zum Tüftler: Auf glatt geschliffen Steinen versuchte er durch Hochätzung Druckformen herzustellen, mit denen er seine Werke vervielfältigen wollte. Das sollte lange nicht richtig gelingen. Die Steine verhielten sich in der chemischen Reaktion mit Säuren als sehr unberechenbar. Auch beim Abwaschen der Druckfarbe entstand für ihn manchmal rätselhaftes, zu seinem anfänglichen Ärger tauchten zufällige Notizen nach dem Auswaschen erneut wieder auf. Hier wäre eigentlich des Ende der Tüftelei gewesen.

Chemischer Druck erobert die moderne Welt, inklusive Halbleitertechnik!

Wie dann tatsächlich aus diesen Effekten die geniale Idee entstand, die Steinoberfläche nicht in Hoch und Tief, sondern flach in zwei verschiedene chemische Komponenten zu verwandeln, kann man nur als glückliche Eingebung verstehen. Denn Senefelder hatte dafür bis dahin nicht die fachliche Voraussetzungen, um einen solchen Effekt zur Verfahrensreife zu bringen. Doch genau daran machte er sich in den nächsten Jahren ab 1796. In wenigen Jahren entwickelte er die chemische Präperation der Druckform sowie das Druckverfahren mit Reiber und die Übertragung mittels einer neuartigen Stangenpresse. In diesen Jahren erwarb er sich auch so viel Fachwissen, dass 20 Jahre später sein komplettes Lehrbuch zu „Steindruckerey“ herausbrachte und sein Patent auf das Verfahren erhielt. 

Wenn wir heute Alois Senefelder als den bedeutenden Erfinder der Lithographie ehren, dann sollten wir nicht – wie schon oft – nur seinen Lebensweg nachvollziehen, sondern einen tieferen Blick auf die tatsächlichen „Geheimnisse“ seiner Experimente mit dem Lithostein richten.

Üblicherweise wird das Prinzip der Lithographie mit der Abstoßung von Fett und Wasser beschrieben. Das ist natürlich nicht falsch, aber erklärt fast nichts vom Wesen der „geheimnisvollen“ Drucktechnik, denn die Druckform – der Stein – besteht weder aus Fett, noch aus Wasser. Was ist also das Besondere einer Druckform aus Stein?

 

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Senefelder hatte das Glück, dass nicht weit von München und Ingolstadt, wo er seine Versuche machte, der Kalkstein aus Solnhofen nicht weit war. Diese Steinplatten wurden typischerweise auf Böden verlegt und in vielen Gebäuden sind sie bis heute anzutreffen. Sie sind sehr hart und haben gegenüber anderem Jura- Kalk eine hohe Dichte. Jura verdankt seine Entstehung aus organischen Substanzen, dadurch sind auch viele chemische Spurenelemente, ja sogar Versteinerungen in ihm enthalten. Gerade diese Eigenschaften sind zufälligerweise dazu geeignet, durch bestimmte chemische Bearbeitung die drucktechnischen Potentiale zu ermöglichen. Auf anderen Platten wäre Senefelder gescheitert. 

Schleift man also eine solche Platte aus Solnhofener Kalk ab, so erhält man eine reaktionsfreudige Oberfläche in einem Zustand, wie er vor ca. 155 Millionen Jahren entstanden ist. U. a. ist sehr viel Kohlensäure in ihm eingelagert. Führt man nun dieser Oberfläche eine stärkere Säure (z. B. Salpetersäure) gemeinsam mit der organischen Substanz „Gummi Arabicum“ zu, so so wird die Kohlensäure entzogen und es entsteht eine hygroskopische Oberfläche, die Wasser an sich zieht. Das als Klebstoff bekannte „Gummi Arabicum“ schützt im übrigen in Afrika wie ein Harz Akazien-Bäume vor dem Austrocknen, das tut sie nun auf dem Stein ebenso. 

War jedoch bei dieser Ätzung auf der Steinoberfläche eine Spur aus fettiger Substanz, so entsteht dort keine hygroskopische Schicht. Im Gegenteil: bevor der Säureaustauch stattfinden kann, reagiert das Fett mit der Säure. Dadurch entsteht Seife, die auf der Oberfäche die Kalkseife bildet. Diese ist dann nicht nur wasserabstoßend, sondern reichert sich gerne mit weiterem Fett an. Man nennt diesen Zustand lipophil. Auf diese – scheinbar geheimnisvolle – Weise entstehen auf der Steinoberfläche zwei gegensätzliche Zustände: durch ein- und dieselbe Ätzung je ein hygroskopischer und ein lipophiler Zustand. Es liegt also nahe, mit diesen zwei Zuständen so zu drucken, wie wenn der eine hoch und der andere tief liegen würde. 

 

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Quasi ein Dream-Team: Alois Senefelder (links) und J. Anton André

 

Der komplexe Notendruck als ‚Killer-Applikation‘

Mit diesem Gedanken hatte Senefelder sehr schnell Erfolg. Danach lag es auch nahe, sich den Notendruck vorzunehmen, weil die Herstellung einer solchen Druckform viel einfacher war, als durch Hoch- oder Tiefdruck: Man mußte nur seitenverkehrt mit Feder und fetthaltiger Tusche die Noten auf den Stein zeichnen, dann ätzen und drucken. 

Das Drucken machte anfangs noch Schwierigkeiten, weil dies auf gängigen Pressen nicht funktionierte. Der Druck war dafür zu schwach. Abgeleitet vom Prinzip des Messers Schneide stellte Senefelder scharfkantige Reiber her, die er in der Presse unter hohem Druck über den abgedeckten Druckträger – dem Papier – gleiten ließ. Dadurch konnten über die Hebelkräfte seiner neuartigen Stangenpresse mehrere Tonnen Druck erzeugt werden. 

Das Erstaunliche bei der chemischen Präperation der Steinoberfläche ist die Möglichkeit von Zwischentönen. Die beschriebenen Gegensatzpaare können in mikroskopisch engen Abständen so entstehen, dass Grautöne ohne Rasterpunkte möglich sind. Das ist natürlich für den Bilderdruck von großer Bedeutung und über alle Farbskalen der sogenannte Chromolithograpie möglich. Man kann sogar sagen: Mit der Lithographie wurden im 19. Jahrhundert die Welt, also die Journale, die Verpackungen, die Plakate, Kunstdrucke und vieles mehr bunt. 

Qualitativ bis heute unübertroffen!

Diese rasterfreie Druckkunst übertrifft in ihrer Qualität alles, was durch andere Drucktechniken hergestellt werden kann und ist der Grund, warum sie gerade bei Künstlern [als den anspruchsvollsten Schöpfern von Bildinhalten!] bis heute geschätzt wird. 

In dem ersten Kapitel seines Lehrbuchs berichtet Senefelder selbst über die Geschichte des Steindrucks. Darin erfährt man auch viel über sein Leben. Dieses Kapitel schließt er mit seinem wichtigen Vermächtnis der Lithographie:

„Ich wünsche, daß sie bald auf der ganzen Erde verbreitet, der Menschheit durch viele vortreffliche Erzeugnisse vielfältigen Nutzen bringen, und zu ihrer größern Veredelung gereichen, niemals aber zu einem bösen Zwecke mißbraucht werden möge. Dies gebe der Allmächtige! Dann sey gesegnet die Stunde, in der ich sie erfand!“

Alois Senefelder starb am 26. Februar 1834 in München, bis heute können wir von seiner Erfindung nur profitieren. 

 


 

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HINWEIS

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Foto via UNESCO: Museum für Druckkunst, Leipzig.

Von Andreas Weber (Redaktion)

 

HURRAY! — We are pleased to inform you that the “Artistic Printing Techniques of Letterpress, Gravure/Intaglio, Offset/Lithography, Screen Printing and Their Mixed Forms” were included in the Nationwide List of Intangible Cultural Heritage in March 2018 by resolution of the German UNESCO Commission.

The enthusiasm of lithographers for lithography, which was felt at the international Colloquium in Offenbach in December 2017, has now been confirmed by the UNESCO Commission.

 

Es ist eine herausragende Anerkennung und Bestätigung für die Relevanz von Druck-Kunst: Die „Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks (Siebdruck) und deren Mischformen“ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Damit wurde die gemeinsame Bewerbungsinitiative des Museums für Druckkunst Leipzig und des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler nun von Erfolg gezeichnet.

Durch die Anerkennung wird das Bewusstsein für die künstlerischen Drucktechniken als immaterielles Kulturerbe gestärkt und in die breite Öffentlichkeit getragen. Das Drucken hat als international ausgeübtes Handwerk eine über 500 Jahre alte Tradition. Industrielle Produktion und technologischer Fortschritt führen jedoch dazu, dass das Wissen über und das Ausüben von historischen Handwerkstechniken im Druckwesen verdrängt werden.

Insofern bedeutet die Aufnahme der Druck-Kunst ins UNESCO-Verzeichnis für die Druckbranche einen wichtigen, alles überragenden Schritt!

 


Infobox:

Immaterielles Kulturerbe

Im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes befinden sich derzeit 72 Kulturformen und sieben Programme im Register Guter Praxisbeispiele. Das Verzeichnis soll von Jahr zu Jahr wachsen und die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen.

Im Dezember 2017 wurde die deutsche Nominierung, “Orgelbau und Orgelmusik”, in die Repräsentative Liste aufgenommen. Bereits 2016 hat der Zwischenstaatliche Ausschuss der Konvention die erste deutsche UNESCO-Eintragung „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ sowie den mit deutscher Beteiligung erweiterten multinationalen Eintrag “Falknerei” anerkannt.

Formen Immateriellen Kulturerbes (nicht zu verwechseln mit dem UNESCO-Welterbe) sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste. Als Kulturtalente stellt die DUK ausgewählte Träger des Immateriellen Kulturerbes vor.

Damit das weltweit vorhandene traditionelle Wissen und Können erhalten bleibt, hat die UNESCO 2003 das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet. Mehr als 170 Staaten sind inzwischen der völkerrechtlich verbindlichen Konvention, die 2006 in Kraft trat, beigetreten. Die drei Listen des immateriellen Kulturerbes veranschaulichen die Vielfalt lebendiger kultureller Ausdrucksformen aus allen Weltregionen.

Video mit ausgewählten kulturellen Ausdrucksformen der Repräsentativen Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit: Immaterielles Kulturerbe – Wissen. Können. Weitergeben


 

Der Eintrag im Wortlaut:

Künstlerische Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen

(Aufnahmejahr: 2018)

 

Traditionelle künstlerische Drucktechniken werden in Deutschland und Europa heute vor allem von bildenden Künstler/innen gepflegt. Von den 60.000 bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Künstlern/innen in Deutschland waren auf Basis einer Umfrage des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) im Jahr 2014 rund 20.000 druckgrafisch tätig.

Viele von ihnen besitzen Druckmaschinen, mit denen sie nicht nur eigene druckgrafische Werke anfertigen, sondern auch Technik und Wissen in Form von Workshops, Symposien, Kursen und Weiterbildungen vermitteln, oft in Kooperation mit Museen, Vereinen, Schulen, Kunst- und Fachhochschulen, Volkshochschulen und Druckwerkstätten.

Zusätzlich sind es vor allem Kunsterzieher/innen sowie Museumspädagogen/innen, die an den genannten Institutionen die Drucktechniken erhalten, pflegen, weitergeben und vermitteln. In Deutschland fördern die Verbände des BBK die Druckgrafik durch Einrichten von Druckwerkstätten, Organisation von Drucksymposien und Ausstellungen.

 


Fotos via UNESCO: Museum für Druckkunst, Leipzig.


 

Kurzer Blick zurück nach vorne

Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. In Deutschland stehen Johannes Gutenberg und Albrecht Dürer stellvertretend für die Anfänge dieser Innovation. Gutenbergs Entwicklung der beweglichen Letter um 1450 begründete den Hochdruck und führte dazu, dass Wissen nun von Einzelnen an viele Menschen weitergegeben werden konnte. Seit 1500 bis Ende des 18. Jahrhunderts waren der Kupfertiefdruck und der Hochdruck die einzigen Medien für bildliche Darstellungen.

Ab 1800 kamen der Steindruck und ab 1850 der Lichtdruck als neue Flachdruckverfahren hinzu, mit denen auch mehrfarbige Reproduktionen möglich wurden. Um 1900 kam das Durchdruckverfahren des Siebdrucks mit seitenrichtiger Vorlage auf. Alle anderen Verfahren basieren auf einer manuell hergestellten, seitenverkehrten Druckvorlage. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte unter Beibehaltung der Grundprinzipien der Übergang von der Handwerkstechnik zum industriellen Druck.

Die Handpressen wurden von den Druckmaschinen verdrängt. Die Künstlergruppe “Die Brücke” um 1910 oder die Collagenkunst des “Dada” um 1920 sind zweifellos Höhepunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit Drucktechniken. Damit konnte erstmals eine Demokratisierung der Kunst einsetzen, denn durch die Auflagen sank der Preis und der Kundenkreis für Kunst wurde größer. Mit der Einführung des Offsetdrucks und des Fotosatzes in den 1960er Jahren sowie der Umstellung von der manuellen auf die computerbasierte Herstellung von Druckvorlagen in den 1990er Jahren kam es zu einer endgültigen Trennung zwischen manuell-künstlerischen und rein industriell gefertigten Drucksachen.

Die Museen für Drucktechnik und -kunst in Deutschland und Europa, stellvertretend seien das Druckkunst-Museum in Leipzig, das Gutenberg-Museum in Mainz, das Museum der Arbeit in Hamburg, das Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen sowie das Plantin-Moretus-Museum in Antwerpen (Belgien), das Niederländische Steindruckmuseum in Valkenswaard, das Musée de l`imprimerie in Lyon (Frankreich) und die Tipoteca Italiana in Cornuda bei Treviso (Italien) genannt, bieten die Möglichkeit, sich aktiv mit Drucktechnik zu beschäftigen und haben einen besonderen Fokus auf Kinder, Jugendliche und Studierende.

Die Museen arbeiten seit Jahren in Projekten zusammen und sind über Branchenverbände auch international miteinander verbunden und tauschen sich regelmäßig fachlich auf Tagungen aus. An Universitäten wird die Geschichte der Druckgrafik wissenschaftlich erforscht und an die Studierenden weitergegeben. Volkshochschulen vermitteln die Techniken und ermöglichen ihre Anwendung einer breiten Schicht der Bevölkerung. An Kunsthochschulen werden vertiefende Kenntnisse und ein kreativer Umgang mit Drucktechniken unter Einbezug moderner Technik vermittelt, wodurch auch zukünftig ihre professionelle Anwendung gesichert wird.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat in Deutschland die Zahl der Druckgrafik-Symposien, Ausstellungen, Lehrveranstaltungen und Workshops wieder deutlich zugenommen.

[Hinweis: Im Dezember 2017 verzeichnete das Kolloquium “Saxa Loquuntur: Quo Vadis” der Internationalen Senefelder-Stftung an der HfG in Offenbach am Main einen sensationellen internationalen Zulauf, gerade auch von vielen Jüngeren Druck-Künstlern.]

Die in den Drucktechniken Aktiven beziehen stetig Weiterentwicklungen in ihre Arbeit ein. Als Beispiel sei die künstlerische Typografie genannt, wo aktuell eine Vermischung von Text und Bild stattfindet. Auch durch die Mischung von Medien und Techniken, etwa Digitaldruck und Hoch-/Buchdruck, werden neue Spielarten und Ausdrucksmöglichkeiten erzeugt. Druckwerke werden heute oftmals am Computer geplant, erprobt und erstellt. Teils werden sie als Digitaldruck hergestellt oder dienen als Vorlagen für später in künstlerischer Handarbeit gefertigte Werke.

 


Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Dr. Susanne Richter, Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig, info@druckkunst-museum.de , Tel. 0341/231620

Andrea Gysi, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler, info@bbk-bundesverband.de, Geschäftsstelle Berlin, Tel. 030/2640970


Bei Fragen speziell zur Lithografie freut sich die Internationale Senefelder Stiftung in Offenbach am Main weiterhelfen zu können.

Kontakt: 

Dr. Volker Dorsch
Dielmannstraße 23
63069 Offenbach am Main
Telefon: 069-98340506
Fax:        069-98340507
Email:     info@senefelderstiftung.com
Web:       www.senefelderstiftung.de

 

Bildschirmfoto 2017-07-04 um 15.24.00

 


 

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