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Value Publishing ABTG Key Visual Summary 2017.001

Von Andreas Weber, Head of Value

Im wunderbaren Ambiente des Kongresszentrum „Espaço Milenium“ im brasilianischen São Paulo manifestierte sich am 24. August 2017 eine Trendwende für die globale Druckbranche. Der führende Verband für Grafische Techniken, ABTG (Associação Brasileira de Tecnologia Gráfica) als Veranstalter und APS Feiras & Eventos als Organisator veranstalteten zum ersten Mal einen für Lateinamerika bedeutsamen internationalen Fachkongress, der ad hoc weltweit eine Leitfunktion übernehmen konnte. Damit wird für die vom 20. bis 24. März 2018 stattfindende EXPOPRINT Latin America ein starkes Zeichen gesetzt und die Megacity São Paulo zum neuen ‚Transformation-Hotspot‘. 

Mehr als 230 Fachteilnehmer vollzogen beim ABTG-Kongress innerhalb eines informations- und erkenntisreichen Tages alle Facetten der Veränderungskraft einer dynamischen Print-Branche, die seit Jahrhunderten stets der Schrittmacher für die Transformation aller Bereiche der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft waren. 

Die Resonanz des Publikums fasste ABTG-Präsident Francisco Veloso Filho wie folgt zusammen: „Vom Beginn der Veranstaltung an bis zum Ende des letzten Vortrags erhielten wir von zahlreichen Teilnehmern extrem positives Feedback [siehe unten stehend eine Auswahl an Stimmen aus dem Publikum zum Kongress]. Das bestätigt eindrucksvoll die Richtigkeit der Themen und Ausführungen in den Vorträgen. Es gab viele Momente der Reflexion über die notwendige Neupositionierung unserer Branche, vor allem bei den zentralen strategischen Fragen wie auch den relevanten künftigen Marktentwicklungen.“ Das Leitthema ‚Transformation’ im Kontext mit Print wurde, so der ABTG-Präsident weiter, überaus facettenreich in Szene gesetzt und in seiner Bedeutung für die Druckbranche und ‚Graphic Communications’ neu ausbalanciert.

 

ABTG Congresso Keynote Andreas Weber

 

„Die hohe Akzeptanz des Kongresses mit seinen anspruchsvollen Themen hat gezeigt, dass die Marktteilnehmer sich für neue Formen der Wissensvermittlung interessieren“, resümierte Ismael Guarnelli, Präsident von APS Feiras & Eventos. Es gehe künftig vor allem darum,  „mehr über relevante Technologien und Trends im Kontext mit Veränderungen in der Kommunikation und im Go-to-Market mit Hilfe von Medien zu erfahren, um in den kommenden Jahren Veränderungsprozesse pro-aktiv begleiten zu können.“ Ismael Guarnelli weiter: „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, sehen die Mission erfüllt und beginnen bereits mit den Vorbereitungen für die zweite Auflage des Kongresses.“

Deutlich fulminanter als man dies in Europa erleben kann, wurde der Kongress in São Paulo im Vorfeld, während und nach der Veranstaltung lebhaft und interessiert per Social Media und Online-Kommunikation via Blogposts begleitet und redaktionell-interaktiv aufbereitet. [Anmerkung: In nur 48 Stunden fanden alleine auf meinem LinkedIn-Account rund 20.000 Interaktionen statt! Benchmark!]. Punktgenau ergänzte zum Kongress ein gedrucktes Magazin nachhaltig die Themen. Dadurch dokumentiert sich, welch hohen Stellenwert Multichannel-Kommunikation bei Fachthemen rund um Print haben kann. Und es zeigt sich, dass eine Kernthese meines Eröffnungsvortrags vom Publikum mitgetragen wurde: „Innovation muss in jeder dynamisch ausgerichteten Gesellschaft Teil der DNA sein, die Transformation als Geschäftsprinzip begreift. Ein effizientes und innovationsorientiertes Marketing entwickelt ein grundlegendes Verständnis, das die Bedeutung menschlicher Beziehungen als Maß aller Dinge ansetzt“.

 

 

Das Fazit zur Zukunft im und mit Print lieferte Hamilton Costa, Präsident von ANconsulting, São Paulo, durch seine Frage, die er eingangs seines gelungen Vortrags stellte: „Warum Print?“ — Antwort: „Weil es menschliche Bedürfnisse und Empfindungen im Digitalzeitalter am besten berührt. Und weil im Print heute und in Zukunft alles möglich ist, wenn man die Kreativität in die richtige Richtung lenkt!“

Die wichtigsten, übergreifenden Erkenntnisse des ABTG-Kongresses, die sich aus meiner Sicht ableiten, haben es in sich und führen über das bisher dagewesene weit hinaus:

  • Transformation erfordert und fördert Gemeinschaftssinn plus Empathie, um im Digitalzeitalter den Bezug zur Realität herzustellen.
  • Erst die umfassende Kenntnis neuer, tatsächlich relevanter Technologien plus die smarte Adaptionsfähigkeit des entstehenden Nutzens setzen Transformation gedeihlich in Gang.
  • Der Wirkungsgrad von Transformation steigt mit der unkontrollierbaren Dynamik eines jeglichen Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgefüges.

 

Impressões #ABTG CONGRESSO em São Paulo em 24 de agosto de 2017. Evento surpreendente. #Benchmark #Transformation #Print


 

Somit ist nunmehr klar, dass Print seine unanfechtbare Führungsrolle weiter ausbauen und aktiv die ‚Transformation Journey‘ beschreiten kann. Übereinstimmend wurden folgende Empfehlungen, die ich am Ende meines Vortrags präsentieren durfte, anerkannt und mir von vielen als hilfreiche Guideline bestätigt:

  1. Transformation spielt sich im Kopf ab.
  2. Lerne von den Besten. — Transformiere Dich selbst!
  3. Wähle klug die relevanten Technologien plus die richtigen Innovationslösungs-Partner aus.
  4. Das Prinzip ‚De-construct—re-construct‘ muss Geschäftsmodell und Go-to-Market umfassen.
  5. Kenne Dein Publikum bestens. (Bemühe Dich wenigstens ernsthaft darum!)
  6. Halte Deine Botschaften relevant und einfach!
  7. Und last but not least: Rücke ins Zentrum des Geschehens, werde zum Spielführer. Indem Du Transformation via Print-Kommunikations-Innovationen zugänglich machst — beflügelt durch einen nachhaltigen Multichannel-Ansatz.

 


 

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Stimmen aus dem Publikum: Transformation beflügelt Wachstum!

Für den Universitätsprofessor Ligia Coeli Silva Rodrigues von Campina Grande (PB) besteht die Herausforderung darin, die Bedeutung des Transformations-Prozesses für junge Menschen zu beachten: „Ich habe am ABTG-Kongress teilgenommen, um neue Konzepte kennen zu lernen und Ideen sowie Fakten zu sammeln, damit ich im Dialog mit meinen Studenten das Verständnis der Printmedien stärke. Ich habe die Veranstaltung rundum sehr genossen.”

Der Graphic Engineer Everton Rodrigo Bispo de Oliveira aus São Paulo (SP) schätzt den Kongress sehr hoch ein. „Ich fand alle Redner und Vorträge exzellent, und gehe davon aus, dass dies ein erster wichtiger Schritt auf einem langen Weg ist, um die Druckindustrie optimal ins Gespräch zu bringen.“

Mário Ribeiro, Direktor von Gráfica Flamar, von Recife (PE), der sich auf das Verpackungssegment konzentrierte, war auf der Veranstaltung und betonte, dass ein Kongress in dieser Form eine große Hilfe ist. „Es ist sehr gut, die Beziehung zu anerkannten Profis des Marktes aufzubauen und meine Kenntnisse durch eine  internationale Sichtweise zu aktualisieren. Die Veranstaltung ermöglichte, Informationen auf globaler Basis zu vermitteln und die echten Wachstumspotentiale zu erkennen.“

Richard Streck Neto, CEO von Print Indústria de Artes Gráficas, in São Paulo (SP), hielt es für wichtig, am Internationalen Kongress für Graphische Technologie teilzunehmen. „Der grafische Markt erlebt eine Zeit tiefer Veränderungen und deshalb ist es wichtig, an Veranstaltungen teilzunehmen, wie dies von ABTG gefördert wird, um nationale und internationale Sichtweisen über Markttrends, neue Geschäftsmodelle und neue Technologien zu erhalten. Da die Öffentlichkeitsbeteiligung sehr groß war, hoffe ich, dass ABTG diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren konsequent weiterführen kann.“

Für Alex Cristiani Oliveira Xavier von Gráfica JB, von João Pessoa (PB): „Es ist gut, immer mit den relevanten Technologien und neuen Prozessen verbunden zu sein und so das Wissen um Print zu aktualisieren. Die Veranstaltung war außergewöhnlich, der Veranstaltungsort bestens ausgewählt, die Referenten lieferten wertvolle Informationen, damit wir in der Praxis umsetzen können, wie wir über die Zukunft nachdenken müssen.“

Edson Cesar dos Santos, Geschäftsführer ProText, Nova Odessa (SP), arbeitet in den Bereichen Offset-, Digitaldruck und Flexografie. Er fand die Präsentation neuer Ideen als sein persönliches Highlight der Veranstaltung: „Es war ein durch und durch bereicherndes Erlebnis — sozusagen die Innovation der Innovationen mit greifbarer Wertschöpfung.“

 


 

ADDENDUM: Zusammenfassung der Kongress-Vorträge

[Siehe auch den Fachbericht in portugiesischer Sprache: „Congresso Internacional de Tecnologia Gráfica alcança sucesso de público com rico conteúdo“]

 

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Der technische Direktor von ABTG, Manoel Manteigas de Oliveira, hatte ein erstklassiges Programm entwickelt — mit hochkarätigen internationalen Referenten und einem perfektem Organisationsteam.   

Andreas Weber, Head of Value, eröffnete mit seiner Keynote den Kongress und ging auf das Verhältnis von Europa und Lateinamerika ein. Er zollte Brasilien und insbesondere der Megacity São Paulo höchsten Respekt, da Transformation Teil der DNA der Menschen geworden ist, um maximale Anforderungen in einem extrem harten Wettbewerbsumfeld zu erfüllen. Seine Kernaussagen: „Die Print-Branche ist wie keine andere Treiber der Transformation — und das seit vielen Jahrhunderten. Sie erfüllt das wichtigste Kriterium: Bedürfnisse sind das Maß aller Dinge, um Beziehungen zwischen Menschen aufzubauen und nachhaltig aufrecht zu erhalten.“ Wer in diesem Sinne disruptiv sein wolle, müsse aktiv bei Social Media engagiert sein, um in Echtzeit Trends, Entwicklungen, Meinungen etc. erfassen zu können. — „Social means: listen to people!“ [Siehe Vortragscharts in englischer Sprache von Andreas Weber inklusive Kurzvideos via Slideshare.] 

Emilio Corti, Global Head of Sales der Bobst AG, zeigte anhand weltweiter Analysen auf, wie das für die Print-Branche wichtigste, wachstumsstärkste Segment, der Verpackungsdruck, von Kreativität geprägt sein muss, um mit den besten Ideen sich stark verändernden Anforderungen stellen zu können. Bobst hat dazu ein Start-up initiiert, die Mouvent AG, um neuartige Inkjet-Digitaldruck-Lösungen aufzubauen. Im Fokus, so Emilio Corti, stehe die technologische Vereinfachung und Flexibilisierung bei Anwendungen gemäß dem One-for-all-Prinzip.

Sandro Cardoch, VP / Kaufmännischer Direktor für Lateinamerika bei Smag Graphique, konkretisierte dies am Beispiel neuer Fertigungsmöglichkeiten bei Etiketten und Verpackungen. Seine Kernaussagen: „Enorme Veränderung am Point-of-Sales müssen zu einer stärkeren Anziehungskraft des Produkts führen. Print wird immer notwendig sein, aber das Ziel ist es, etwas Einzigartiges zu schaffen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und um schwer nachzuahmen zu sein.“ Das reiche über bloße Effekthascherei weit hinaus, die bislang dazu führt, das im Handel 40 Prozent der Produkte wieder zurück gegeben werden.

Hamilton Costa, Präsident von ANconsulting, zeigte anhand klug ausgewählter Beispiel auf, wie man Mehr-Wert für Kunden schaffen kann. Die Kernthese „ist das Verständnis dafür, dass der Druckunternehmer nicht mehr nur ein Reproduktionsdrucker sein kann, sondern neue Alternativen finden muss, um Print zu einem wichtigen und unverzichtbaren Teil des ganzheitlichen Prozesses von multimedialen Lösungen werden zu lassen.“ Im Zentrum stehe das Verständnis, welche Probleme der Kunde habe und welche geeigneten Lösungen zur Verfügung stehen müssen, um Bedürfnisse punktgenau zu erfüllen. „Investitionen in neue Technologien müssen nach Kundenbedürfnissen getroffen werden — und nicht nach dem Diktat des technisch Machbaren. Entscheidend ist, dass neue Geschäftsmodelle, die Print-Unternehmer adaptieren, sich am Kundennutzen ausrichten und nicht an der Technologie.“ Nur so gelange man zu klaren Definitionen, wo das Unternehmen hin gehen und wie es dort hin gelangen will.

Alexandre Keese, Direktor von APS Fairs & Events, präsentierte eine Reihe von relevanten Trends im Print-Markt auf der Grundlage von aktuellen Forschungen in Bezug auf Messeveranstaltungen wie  drupa und FESPA. Im Fokus: „Die Anpassung der grafischen Kunst an die neue Rolle der Druckindustrie durch die Einführung neuer Technologien, wie z. B. die des großformatigen Digitaldrucks, und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssituationen. Kernthesen: Der sich aktuell neuformierende Markt verlangt mehr Arbeitsplätze, mit individuelleren Abläufen, um für die Branche den Übergang von der Massenproduktion zur Massenanpassung zu meistern.“ Es gebe die unterschiedlichsten Konzepte, wie die des industriellen Druckens, des funktionalen Druckens und des elektronischen Druckens, die in ihren spezifischen Eigenschaften, Unterschieden und Chancen begriffen werden müssen.

Clóvis Pires Castanho, COO von Arizona soluções para marketing, São Paulo (SP), legte seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung von medienübergreifenden Prozessen. Laut Clóvis ist das strategische Denken entscheidend für die Unterstützung des Kunden. Innerhalb dieser Vision ist das Wissen und die Nutzung von Software-Architekturen entscheidend wichtig, um den Workflow zu straffen und neue Möglichkeiten und die Entwicklung differenzierter Kampagnen zu bieten. Um dies zu fundamentieren, wurde ein Feuerwerk an Fakten entzündet, das eindrucksvoll zeigte, wie die technische Entwicklung im Digitalzeitalter quasi in Schallgeschwindigkeit voranschreitet. „Ein Unternehmer, der die Veränderung nicht versteht, wird zurückgelassen. Es geht nicht mehr darum, bestehende Technologien linear fortzuführen. Es geht um radikal neue Entwicklungen, die immer kleinteiliger werden, schneller und billiger und den Zugang zu Technologie im Allgemeinen erweitern. Das wird  und kann bei Print nicht anders sein.“

Rainer Wagner, FOGRA-Mitglied, Senior Technical Consultant und Drucktechnik-Experte für Lateinamerika, erläuterte technologische Trends im Druckmachinenbau und gab Prognosen bis zum Jahr 2020 ab — mit dem Hinweis darauf, dass Lateinamerika stark in das Segment der neuen Druck- und Veredelungsanlagen investiere. Dabei sei entscheidend, die Vorzüge und die Risiken technischer Neuheiten zu kennen und genau abzuwägen, die sich auf breiter Front abspielen — im Digitaldruck, in der Flexografie, im Offsetdruck und vor allem bei Finishing und Veredelung. „Was nützt beispielsweise eine neue Inkjet-Drucktechnologie, die eine Trocknungseinheit in der Dimension eines Flugzeug-Düsentriebwerks benötige, die mehr Strom verbraucht, als ein ganzer konventioneller Drucksaal?“ — Die Zukunft im Print müsse nach wie vor von Menschen gemacht werden, die mit klarem Verstand und profundem Erfahrungswissen agieren.

 


 

EPILOG: Foto-Impressionen aus Sao Paulo als modernes, dynamisch wachsendes Zentrum der Erneuerung und Transformation.

 

 

 


 

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Value Dialog Dr. Hermann Heideldruck 14082017 Splitt Scenes.001

 

Exclusive interview with Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer, Member of the Management Board of Heidelberger Druckmaschinen AG

Interview: Andreas Weber, Head of Value | German Version

The current ValueDialog addresses the topic of transformation within the industry. It takes a closer look at the new ground that Heidelberg needs to break.

It is a sensation in the history of German industry: a mechanical engineering company established in the 19th century “allowing” itself a Chief Digital Officer at board level. Yet this is exactly what happened in November 2016 at Heidelberger Druckmaschinen AG with the appointment of Dr. Ulrich Hermann, who heads up the ‘Digital Services’ division. His challenging mission? To lend tangibility to the central idea ‘Heidelberg goes digital’ not only in the market and among customers, both operationally and in terms of content, but also to create acceptance among employees for the changes that need to be made in order to survive and enjoy profitable growth in the long term.

For starters: As well documented by the ValueTrend analyses since drupa 2016, the balance sheet at Heidelberger Druckmaschinen AG (Heideldruck for short) has taken a turn for the better, signaling a return to the company’s leading position in the print industry. It is once more recording profits and growing, its range of products and services has been significantly expanded, and it has undergone a corporate restructuring. Investors and financial experts are acknowledging the turnaround and the expected growth prospects. Heideldruck shares are experiencing an upswing, with a strong buy sentiment. 

In medias res: Dr. Ulrich Hermann makes no bones about the fact that the future and in particular the future success of Heideldruck will have to be based on radically new standards. The number of printing companies is declining along with sales of printed works – the latter traditionally having been seen as the measure of all things. But Dr. Hermann sees great potential for Heideldruck and its customers in these changes, above all in the switch to ‘digital’ business and production processes. Particularly in cases where the business climate, the competitive pressure, or the investment opportunities seem limited.

 

Very briefly: What significance does ‘Heidelberg goes digital’ have for the industry? 

Dr. Ulrich Hermann: When we say “Heidelberg goes digital”, we’re talking about a digital business model, not digital printing: it’s less a question of what the product should be able to do, and more a question of what the customer actually uses it for. — Speaking ‘digitally’, our solutions – software, data, and digital technologies – are designed to help our customers master their own transformation.

Drilling down, why does it make sense for the global print community to join the ‘digital transformation journey’?

Dr. Ulrich Hermann: There is a lot of potential in the ‘digital’ world for the printing industry, potential that has not been extensively developed to date. First of all there is the adaptation of digital printing technology in industrial printing in order to respond to modern consumer behavior, for example the trend towards greater individualization and smaller print runs.

Print shops need to differentiate their portfolio and range of products in order to maintain prices and not run into the ‘commodity trap’. At an industrial level, however, productivity must also remain high. This can only be achieved by digitally linking all the components: the machines, the processes for consumables, the service, the software and ultimately data that enable systematic use in the face of increasing complexity. This provides a way of guaranteeing the highest level of productivity and quality in high-performing and innovative printing companies, while still offering total flexibility to respond to fast-changing customer requirements and demands in an intense competitive environment.

Transformation is equated with high investment. Many people are afraid of the risk. Is this how you see it too? Or is there a smart way of participating?

Dr. Ulrich Hermann: Definitely. We recommend doing it step by step. Our customers can start with a productive island that permits a combination of solution modules. Our business models allow innovative and growing customers to allocate their investment where it is most needed: at their customer interface and not mainly on the production side, as was the case in the past. By doing so we work with the customer to boost competitiveness. Heidelberg maximizes efficiency and compensates job cycles in the print shop with an autonomous digital production system. This frees up the customer to expand its customer base and invest in expanding its digital sales channel. Ultimately we share the opportunities and risks with our customers.

So what you’re saying is that Heideldruck’s role has changed, from being a seller of printing presses to a solution partner for its customers?

Dr. Ulrich Hermann: Yes, definitely. What we do first is look at our customers’ business model, their customer order structure, and then share our ideas and wealth of experience. We also analyze the status of their productivity level, and the development gains that can be made, in order to establish digitized and highly productive solutions tailored to the customer – without over-investment on the part of our customers. This step-by-step process, which Heidelberg developed, is really unique.

Provisional appraisal – there can only be one goal: to establish something radically new in the medium and long term!

At first glance, transforming a long-standing mechanical engineering company like Heideldruck into a ‘digital company’ seems similar to squaring the circle. Particularly since we’re talking about the production of printed matter, in other words an unalterably analog form of media. And yet it seems feasible. The secret is to temper expectations, and to be realistic about how quickly these expectations can be met. In this respect, what Dr. Ulrich Hermann said above and his integrated approach are important: step-by-step evolution with customers, but always in the knowledge that ultimately no stone will be left unturned. It therefore appears logical to start with linear transformation opportunities (in order to optimize existing potential) in order to build up a certain momentum before undertaking an exponential transformation with a view to establishing something radically new. [Note: See the separate series of ValueWebinars for more.]

 

What is worrying is that despite all the efforts towards innovation and the multi-billion investments, new print technologies are not even mentioned in scenarios about relevant transformation technologies. — Source: Presentation by Andreas Weber to the ABTG Congress.

 

The digital print technology protagonist Xerox Corp. shows just how difficult transformation in the print industry can be: despite many decades of innovation leadership in the print and document technology sector, the Group had to be split up. Since January 2017, the new CEO Jeff Jacobson has launched a slew of new products, as he just announced in an interview with the US magazine Fortune (see Report by Susie Gharib dated 17 August 2017). Jacobson is attempting to take Xerox ‘back to its roots’. Yet despite huge investment and acquisitions, success in industrial printing has not followed. Xerox has been almost invisible in Germany, home to the art of printing, for years. Its market share of digital printed pages in terms of overall print volume is marginal. I doubt whether this is something that will be changed with new products alone.

It is therefore about much more than just developing new digital printing presses and enticing customers to purchase them. What we need instead is a fundamentally different, extended understanding of how individual printing companies align their business models and their business strategies. Heideldruck’s biggest asset has what I think is a very important role to play here: to make the extensive expertise within the company available to third parties as a way of making print a business that is profitable, in line with the market, and sustainable, both today and tomorrow. 

This is where the wheat is separated from the chaff: most market players put barriers in their own way, because they think that singular, technical product innovations are the silver bullet to help their customers be successful. That is not the case! Print shops need to completely reconsider and redevelop their business principle. The solid successes being achieved in the online print sector by being the most digitally active in the overall print shop scene are an important interim step here. But this is still not the solution we need. The crucial thing will be how to seamlessly integrate print as a medium into the workflow of modern digital and mobile purchase and transaction scenarios. Without wasting time on making print templates and the still costly makeready process. So we have reason to be excited. I’m staying focused on this, more information will follow shortly.

 


 

ADDENDUM: At the leading motor show IAA 2017 in Frankfurt am Main, Germany, Heidelberg became partner of the automotive industry via 4DPrinting. Read our ValueCheck “First car2go, now print2go”.

 

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Photos: Daimler AG, Andreas Weber.

 

 


 

Note: The topic of transformation will also be addressed as part of the International Congress in Sao Paulo being held by the Brazilian umbrella organization on 24 August 2017, where Andreas Weber will present and comment on the interview with Dr. Hermann during his opening speech. Click here to see a preview of the slides accompanying the speech in English.

 

 

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Interview by Tiago Keese, Journalist, São Paulo, Brazil

Andreas Weber, Head of Value, talks about his POV and his keynote presentation at The Congresso Internacional de Tecnologia Gráfica hosted by ABTG on 24 August 2017 in São Paulo, Brazil.

Note: Click to access the interview in português language.

 


At a glance

  • Nevertheless, even today printing technology is driving the transformation of our lives, our business world, our society.
  • Print technology is a main driver of innovation and transformation.
  • The Internet/Social Media and print are best friends. And Internet technologies profited from printing technology inventions
  • Some of my favorite print application innovations got developed by Internet and Social Media savvys.
  • In the digital age you have to re-position yourself, your business idea and your production capabilities in the right way to be a valuable transformation partner. 
  • From a holistic point of view printers could become transformers if they are able to convert the outcome and benefit of new technologies into valuable customer solutions to fulfill needs.
  • Innovative printing companies need to transform their production business into a sustainable and future oriented marketing solution provider business to hit market and customer needs.

 

01 ABTG Congresso Keynote Andreas Weber

 


 

  • What is the importance of a meeting to discuss technology and innovation such as the International Congress of Graphic Technology?

Andreas Weber: The Congress Internacional de Tecnologia Gráfica hosted by ABTG will have a great impact on the whole industry and its customers. It is important to bundle different visions, opinions and talents to master the change and to get ready for transformation. To meet in person enables to reach the best network effects you can get. I am proud to be part of a best-in-class speaker team! It will be my pleasure and honor to blog about it to share all those upcoming news from Brazil with my global network.

  • Is it possible to affirm that the graphic arts industry has been evolving technologically, being attentive to the great technological innovations of society?

Andreas Weber: Since Gutenberg’s invention and that means since more than 600 years graphic arts is always right at the cutting edge of technology innovation to support our society, economy and culture. And even today printing technology is nevertheless driving the transformation of our lives, our business world, our society. All the leading innovators from Silicon Valley admire the spirit of Gutenberg. Even a current book is dedicated to „Gutenberg the Geek“ to showcase his spirit to innovate our communication technologies and to transform the world. (See my research results and comment: „Print is dead? Long live print!“).

  • Is the internet an ally of printing?

Andreas Weber: The Internet and print are best friends. And Internet technologies profited from printing technology inventions. Because printing technology development since the 1980s took the lead to make all those huge amounts of data available and distributable. Think about TCP/IP protocol, desktop publishing, Postscript/PDF and so on. Today, the internet usage is key to run a print service business. Specially the Online Print sector as a fast growing market shows how useful it could be to combine internet and print knowledge. By the way: some of my favorite print application innovations got developed by Internet and Social Media savvys. Think about apps to print your Instagram and Facebook content. Just with one click. Those inventors like PastBook’s Founder & CEO Stefano Cutello know exactly that print helps to convert the virtual into reality. His motto sounds great: “Relive Your Memories. Automagically Created for You!” He worked for ebay before he founded PastBook as an international App-to-print start-up only a couple of years ago. (See my report and interview).

 

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  • How can printers use the innovations and marketing trends in their favor?

Andreas Weber: Current marketing trends are based on innovation and driven by technology. And as I mentioned print technology is a main driver of innovation and transformation. So from a holistic point of view printers could become transformers if they are able to convert the outcome and benefit of new technologies into valuable customer solutions to fulfill current and future needs.

  • How important is it for the printer to fully understand all the features available on the device (printer, software, etc.) that he has at his/her disposal?

Andreas Weber: Crucial is to make the right choice: which technologies and what kind of new features fits to my purpose and strategic goal? In the past, almost any decision was made to invest in equipment and production tools to optimize what you already did before. In the digital age you have to re-position yourself, your business idea and your production capabilities in the right way to be a valuable transformation partner. Therefor you have to gain knowledge, you have to streamline your processes and you have to be able to enhance your creativity to get the ‚digital‘ link to your customer properly in a sustainable way. Last but not least, to reach that point a printer has to identify the right technology partner on the vendor side to get the best support and realtime services. So its not only about hard- and software anymore. I. E. it will be more important to find a way to print HTML data than to learn how InDesign or PhotoShop works.

  • How important is the exchange of information and practices between European and Latin American markets?

Andreas Weber: 15 years ago I had the honor to make a business trip to Brazil to get great insights in Rio de Janeiro and São Paulo. I learned a lot to admire the culture and power of Brazil as an emerging, very smart and creative country inspiring other Latin American countries. It was right at that moment when ad agencies from Brazil started to become champions in the worldwide creative community. And I recognized that the printing community in Brazil and other countries in Latin America made profit out of those creative ideas. We discussed at that time the disruptiv impact of the Internet and Online Communication on the newspaper and media business. I figured out that what they did in Brazil was right at the cutting edge! And that seems to be so different compared to Europe and specially Germany with mature markets anyway where people are more or less in a defensive position to keep them self on a high level. That means the exchange of information, practices and experiences is very, very important. BTW: I am glad to have Hamilton Terni Costa as a good old friend and colleague. Since more than 10 years we meet all over the world. We discuss our observations and exchange our view on the latest technologies. At drupa we always met and Hamilton introduced me to his contacts from Latin America joining him. So, on August 24th, 2017 I will be proud to meet all those experts and attendees of the ABTG Congresso to extent my network.

  • What are the main topics of your speech?

Andreas Weber: My key message is quite simple but tough at the same time! — ”If you want to benefit from innovation to strengthen your marketing success you have to be able to understand and to handle transformation in the digital age properly.“ — That means: Innovative printing companies need to transform their production business into a sustainable and future oriented marketing solution provider business to hit market and customer needs. And they have to understand how to support their customers to transform their marketing as well in a sustainable, profitable way.

In my Keynote the attendees will learn:

  • Secrets of Transformation
  • Impact on Print / Graphic Communications
  • Learn from the best (selected cases)
  • Guidelines to create a win-win-win momentum

OBRIGADO! — TX for the great conversation. See you in São Paulo.

 

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NOTE: See as well our exclusive interview with Dr. Ulrich Hermann, Chief Digital Officer at Heidelberger Druckmaschinen AG: “Transformation hits Print Technology + Innovation”. Dedicated to the ABTG Congress attendees on 24 August 2017.

 

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Preview on the Congress International de Tecnologia Gráfica hosted by ABTG

On 24 August 2017 the Congress International de Technologia Gráfica hosted by Associação Brasileira de Tecnologia Gráfica —ABTG will happen in São Paulo, Brazil. It’s all about cross-media / multichannel and transformation driving innovation and change in the graphic communications industries. And for sure it’s about changing market needs and the future of print.

By recommendation of Hamilton Terni Costa, a good friend and the head of AN Consulting, Andreas Weber, Head of Value, got invited by Manoel Manteigas de Oliveira, Technical Director at ABTG, the Brazilian Association of Printing Technology, to give a keynote presentation. A good opportunity for Tânia Galluzzi to set up an interview in advance for Abigraf Magazine Graphic Technology Magazine.

What are the main topics of your speech?

Andreas Weber: My key message will be: If you want to benefit from innovation to strengthen your marketing success you have to be able to understand and to handle transformation in the digital age properly. That means: Innovative printing companies need to transform their production business into a sustainable and future oriented marketing solution provider business to hit market and customer needs. And they have to understand how to support their customers to transform their marketing as well in a sustainable, profitable way. In my Keynote you will learn:

  • Secrets of Transformation
  • Impact on Print / Graphic Communications
  • Learn from the best (selected cases)
  • Guidelines to create a win-win-win momentum

How important is a congress like this today?

Andreas Weber: I am absolutely sure the Congress International de Technologia Gráfica hosted by ABTG will have a great impact on the whole industry and its customers. It is important to bundle different visions, opinions and talents to master the change and to get ready for transformation. To meet in person enables to reach the best network effects you can get. I am proud to be part of a best-in-class speaker team! It will be my pleasure and honor to blog about it to share all those upcoming news from Brazil with my global network.

Have you ever been in São Paulo?

Andreas Weber: I am happy to get back to São Paulo after 15 years. In 2002 I had the pleasure to meet Francisco Mesquita Neto, the CEO of O Estado, and Luis Fries, the CEO of Folha. We discussed at that time the disruptiv impact of the Internet and Online Communication on the newspaper and media business. I figured out that what they did in Brazil was right at the cutting edge!  — And last but not least: I admire the art & culture in São Paulo — very well known and loved by me for decades as a centre of philosophy and amazing (jazz) music.

—Thanks for the conversation. We will be happy to welcome you in Brazil.

 

 

 


 

See further information at the ABTG website.

 

 


 

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