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Tag Archives: Wiesloch

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Meilenstein für Print: Festliche Eröffnung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann des neuen Innovationszentrum von Heidelberger Druckmaschinen. Echtzeit-Prints dürfen nicht fehlen.—  Foto: Heidelberg

Von Andreas Weber, Head of Value

Ob Fluch oder Segen — ‚Digitale Transformation‘ gestaltet sich in jedem Fall hochkomplex, erscheint abstrakt und ist für die meisten schwer fassbar. Aber ab jetzt ist das anders: Der Print-Technik-Primus Heidelberger Druckmaschinen AG hat in der ehemaligen Produktionshalle 10 auf dem Werksgelände in Wiesloch sein neues  ‚Innovationszentrum‘ (kurz: IVZ) als Ideenschmiede Plattform für Innovation und Transformation eingerichtet, das sich organisch wie eine kleine Stadt strukturiert und auf Kommunikation, Interaktion und Kreativität ausgelegt ist. Damit wird in bisher nicht dagelegener Dimension anschaulich, wie Transformation im Digitalzeitalter funktionieren muss: arbeitsteilig-kooperativ, kreativ-forschend, erfinderisch, vernetzt, transparent und nutzbringend für alle — Heidelberg, seine Kunden und Partner.

 


Make Germany Great Again! 

Branchenprimus Heidelberger Druckmaschinen schickt sich am Standort Wiesloch an, mit seinem neuen Innovationszentrum #IVZ als globale Ideenschmiede und interaktives Kompetenzzentrum für Print-Innovation und -Transformation der wichtigste Impulsgeber und Garant für die Zukunftsfähigkeit der Branche zu sein. Damit kann Deutschland seine Innovationsführerschaft im Print weiter ausbauen. — Andreas Weber


 

Feierliche Eröffnung durch Winfried Kretschmann

„Heidelberger Druckmaschinen AG übernimmt eine Vorbildfunktion für Fortschritt im Digitalzeitalter“, urteilt entsprechend Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Und führt weiter aus: „Mit seinem Innovationszentrum zeigt die Heidelberg, wie ein Unternehmen die Zeichen der Zeit zu seiner Zukunft machen kann.“

Heidelberg hat laut Kretschmann in seiner Unternehmensgeschichte stets traditionsreiche Ingenieurs-Kultur mit innovativen Technologien verbunden. Nicht zuletzt dieser Verzahnung sei es zu verdanken, dass in Wiesloch die weltweit modernste Forschungsstätte für die Druckindustrie eröffnen werden konnte.

Und Kretschmann führt weiter aus: „Gerade die Digitalisierung erfordert ganz neue Formen der Zusammenarbeit. Mit ihrem Innovationszentrum reagiert die Heidelberger Druckmaschinen AG auf die Herausforderungen des Transformationsprozesses, der gegenwärtig in allen Bereichen stattfindet.“ In Baden-Württemberg, wo Spitzentechnologie, Präzision und absolute Verlässlichkeit Teil der Geschichte und Kultur sind, hat laut Kretschmann Heidelberg mit seinem IVZ eine Leuchtturm-Funktion inne, um den Weg zu zeigen, wie der digitale Wandel gelingen kann. „Durch die konsequente Vernetzung von Arbeitsebenen setzt das IVZ neue Maßstäbe von Kommunikation und Agilität“, lautet das Resümee des Ministerpräsidenten.

 



 

 

#IVZ — eine Herzensangelegenheit mit strategisch weitreichender Bedeutung

„Die Stärke des deutschen Maschinenbaus wird weltweit hoch geschätzt und in diesem Bereich sind wir nach wie vor die Nummer eins“, stellt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, vor 200 geladenen Gästen bei der Eröffnungsfeier fest. „Mit unserer neuen Ideenschmiede wollen wir dafür sorgen, dass wir in Zukunft unsere Technologieführerschaft auch im Bereich der Digitalisierung der Printmedien-Industrie weiter ausbauen.“ 

Hundsdörfer hatte bei Amtsantritt im November 2016 das Innovationszentrum sogleich projektiert und zur Chefsache gemacht. Mit der Zielsetzung, den Innovations-orientierten Mitarbeitern eine neue Arbeitswelt zu bieten und den gesamten Entwicklungsprozess unter einem Dach und in direkter Nachbarschaft zur Produktion zusammenzufassen.

 



 

Mit dem neuen Innovationszentrum beginnt auch für die Mitarbeiter ein neues Zeitalter bei der Gestaltung ihrer Arbeitswelt“ so Hundsdörfer weiter. Modernste innovative Techniken kämen zum Einsatz, Teamarbeit und Kommunikation, Arbeiten an unterschiedlichen Orten und eine Kombination aus privatem Arbeitsplatz und Kommunikationszonen sollen für eine kreative, angenehme Atmosphäre sorgen. 

 


Infobox 

Global einzigartige Entwicklungsumgebung

Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle mit rund 500 Mitarbeitern in ein Innovationzentrum für über 1.000 Personen ist global einmalig. Auf insgesamt rund 40.000 m² Bruttofläche sind am Standort Wiesloch-Walldorf jetzt rund 26.000 m² modernste Bürofläche und ca. 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch entstanden. Die Bürofläche besteht aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, für die 43 Labore stehen allein ca. 3700 m² Fläche zur Verfügung. 


„Das neue Innovationszentrum ist eine auf Kommunikation und Transparenz beruhende Innovationsplattform und damit Schlüssel und Symbol für den kulturellen Wandel bei Heidelberg“, erläutert Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Technology.  

„Die Digitalisierung der grafischen Industrie schreitet rasant vorwärts und mit unserem strategischen Motto ‚Heidelberg goes Digital‘ treiben wir diesen Prozess aktiv voran. Unser neues Innovationzentrum spielt daher gleich mehrfach eine Schlüsselrolle in der Zukunftssicherung von Heidelberg und der Branche“, so  Stephan Plenz, Vorstand Heidelberg Digital Technology. 

Mit der einzigartigen Kompetenz seiner rund 1.000 hochqualifizierten Fachkräfte baue Heidelberg seine Technologieführerschaft weiter aus. Zudem könne die digitale Transformation in der ganzen Branche beschleunigt werden. Die Nähe des IVZ zur Produktion fördere gleichzeitig den agilen und bereichsübergreifenden Entwicklungsprozess. 

Plenz zieht als Fazit: „Das neue Innovationszentrum ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen.“

 



Entwicklungsprojekte treiben den digitalen Wandel der Branche voran

„Bei unseren Kunden dreht sich alles um das Thema Digitalisierung“, stellt Frank Kropp, Leiter Forschung & Entwicklung bei Heidelberg, fest. „Das gilt zunehmend für die Möglichkeiten, individuelle Digitaldruckanwendungen in den drei klassischen Bereichen Akzidenz-, Verpackungs- und Etikettendruck industriell und damit kostenoptimal zu produzieren.“ 

Vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung aller wertschöpfenden Prozesse gelte es, neue Geschäftsmodelle und eine höhere Gesamteffizienz für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen. Kropp: „In unserem Innovationszentrum entstehen die genau passenden Lösungen für diese Herausforderungen – eben getreu nach dem Motto ‚Open for Innovation‘.“

 



 

Maßgabe sei es, der Veränderungsdynamik in einer zunehmend digitalisierten Welt gerecht zu werden: „Daher setzt Heidelberg verstärkt auf agile Arbeitsmethoden, wie z. B. Scrum. So kann die Entwicklung schnell und flexibel auf zunehmende und wechselnde Anforderungen der digitalen Welt reagieren und neue Markterkenntnisse rechtzeitig in den Entwicklungsprozess einfließen lassen. Produkte gelangen schneller zur Marktreife und können dann weiter in Zusammenarbeit mit Kunden auf spezifische Marktsegmente optimiert werden“, so Kropp weiter.

Zudem habe Heidelberg den Entwicklungsprozess auf Offenheit angelegt. So können Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und auch Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf in den Prozess integriert werden. Dies diene ebenfalls der Effizienz – im Hinblick auf die Kosten- und der Effektivität – im Hinblick auf den Kundennutzen.

Kropp zieht als Resümee: „Mit der Eröffnung des Innovationszentrums unter dem Motto ‚Open for Innovation‘ bricht also für uns eine neue, zukunftsweisende Ära an: Von der Idee und Patentierung über die Bildung eines digitalen Zwillings bis hin zur Qualifizierung von Einzelkomponenten und des Gesamtprodukts befindet sich der gesamte Entwicklungsprozess in dem Gebäude.“

 


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Impressionen von der festlichen Eröffnung des IVZ am 13. Dezember 2018 im Beisein von über 200 exklusiv geladenen Gästen. Fotos. Heidelberg.


 

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit einzigartiger Branchenexpertise

Das neue IVZ ist die Zentrale eines europäischen Entwicklungsnetzwerks, das Heidelberg mit weiteren Standorten in Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen (Schweiz) betreibt. Die über 1.000 Entwicklerinnen und Entwickler arbeiten im gesamten Netzwerk in den Bereichen Drucktechnologie, inklusive Druckvorstufe und Weiterverarbeitung, Steuerungen, Antriebssysteme und Software, inklusive Bedienoberflächen sowie Verbrauchsmaterialien mit Schwerpunkt in der Tintenentwicklung für den Digitaldruck. 

Weit über zwei Drittel von ihnen haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert. Sie verfügen neben dem klassischen Maschinenbau über Schlüsselkompetenzen in den Themen Digitalisierung und Bildverarbeitung, Elektronik- und Softwareentwicklung sowie Verfahrenstechnik und Chemie.

Darüber hinaus arbeiten verschiedene Entwicklungsteams an der Digitalisierung aller Prozesse in Druckereien, dem sogenannten Smart Print Shop, und dem weiteren Ausbau digitaler Geschäftsmodelle, wie z.B. ‚Heidelberg Subscription‘, bei denen Kunden verstärkt für den Nutzen, den ihnen ein System verschafft, bezahlen. Dabei kann die Entwicklung aus dem größten Datenschatz der Branche schöpfen, den Heidelberg seit über einem Jahrzehnt über die mit dem Unternehmen vernetzten Kundensysteme generiert.

 


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Ansichten vom Innenleben des IVZ, das sich an der organischen Struktur einer kleiner Stadt orientiert und rund 1.000 Mitarbeitern neue Formen der Arbeit und Zusammenarbeit bietet, — Fotos: Heidelberg


 

Das Gebäudekonzept zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern bzw. die Teamarbeit so einfach wie möglich zu machen. So gibt es neben persönlichen Arbeitsplätzen nicht fest zugeordnete Büroumgebungen sowie aufgelockerte Sitzmöglichkeiten und sogar Arbeitsmöglichkeiten im Freien zur Förderung der Teamarbeit. Interaktive Monitore ermöglichen digitale Reviews. Ein Bistro und verschiedene Pausenzonen und Kaffeeküchen stehen sowohl den Mitarbeitern als auch Gästen zur Verfügung. Zugleich gibt es zahlreiche Rückzugszonen für ruhiges und ungestörtes Arbeiten.

 


 

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Infobox

Key facts zum IVZ am Heidelberg-Standort Wiesloch

  • Modernstes Entwicklungszentrum der Branche nimmt am Standort Wiesloch-Walldorf den Betrieb auf
  • Industrieller Digitaldruck, Smart Print Shop und digitale Geschäftsmodelle im Fokus
  • Offener Entwicklungprozess passt sich dynamisch an Marktanforderungen an
  • Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf, Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen verfügt über einzigartige Branchenexpertise

Fakten und Zahlen: Forschung & Entwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG

Europäisches Entwicklungsnetzwerk mit Standorten in Wiesloch-Walldorf (Zentrale), Kiel, Ludwigsburg, Weiden, St. Gallen/ Schweiz

– Unternehmensweit 950 Entwickler in den Bereichen:

– Druckvorstufe, Druck und Druckweiterverarbeitung
– Drucktechnologie (Offset, Digital, Flexo)
– Steuerungen, Antriebssysteme, Bedienoberflächen, Workflow und Messsysteme
– Verbrauchsmaterialien (Tinten)

– 68 Prozent davon haben einen Hochschulabschluss oder sind promoviert

– Aufbau von Schlüsselqualifikationen bei:

  • Digitalisierung und Bildverarbeitung
  • Elektronik- und Softwareentwicklung
  • Verfahrenstechnik und Chemie
  • Maschinenbau (Schnittstellen Maschinensteuerung, numerische Simulation)

– 3.800 lebende Patente

– Verschiedene internationale Entwicklungskooperationen, z.B. mit Fujifilm

Kooperationen mit den wichtigsten Hochschulen und Universitäten der Branche

135 Millionen Euro Budget pro Jahr (ca. fünf Prozent vom Umsatz)



Informationen zum Heidelberg Innovationszentrum am Standort Wiesloch-Walldorf

  • Gesamtinvestitionssumme: rund 50 Millionen Euro
  • 1.020 Arbeitsplätze (Entwicklung und angrenzende Fachbereiche, z.B. Service)
  • 40.000 m² Bruttofläche mit Sozialräumen, Fluren, Mauern, Wege
    • 26.000 m² Bürofläche
    • 14.000 m² Fläche für Labore und den Versuch
  • Bürofläche: bestehend aus 13 Quartieren für jeweils 80 Mitarbeiter, 40 x 40 m,
    Höhe 3,5 m, komplett verglast
  • Hallenhöhe 11,5 m
  • 43 Labore mit ca. 3700 m² Fläche
    • Chemielabore: ca. 750 m² im Bereich Tinte und Inkjet
    • Elektronik-, Optik- und Reinraumlabore: ca:250 m²
    • Mechanik- und Elektroniklabore ca. 2700 m²
  • 7.105m² Fenster: 2.453m² Fassadenfenster + 4.423m² Oberlichter + 229m² Dachfenster
  • Erbaut gemäß Energiestandard KfW 70 und daher sehr gut isoliert
  • Jeder Arbeitsplatz mit 2 x 1GB Datenleitung erfordern insgesamt 80 km IT Verkabelung,
  • 750 kW peak Solaranlage auf dem Dach (Einspeisung in das eigene Netz)
  • Der Umzug der Mitarbeiter vom Standort Heidelberg nach Wiesloch-Walldorf mit 8.000 Kartons und 1.500 PCs benötigte 660 LKW-Fahrten

 

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Photos: Heideldruck

At the beginning of December 2015, Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck for short) was the first company in the sector to announce its plans for drupa 2016. Both the new corporate strategy and the newly developed products and solutions sound promising. Following the interview with board member Harald Weimer about services, we are putting some more in-depth questions to Stephan Plenz, Member of the Management Board responsible for Heidelberg Equipment, who caused a global stir in February 2016 when he unveiled the new Primefire 106 system technology for industrial inkjet printing.

Heideldruck Smart Printshop

Introduction

Gone are the days when the printing industry was regarded as a respected, venerable and noble trade. Printers are now no longer measured in terms of their survival skills during their ceremonial inauguration into the trade, but on the speed, efficiency, and intelligence and thus the profitably of their printing business. Heidelberg is keen to help today’s printing specialists gear this business to the digitized world and has come up with a number of ideas driven by its own transformation process. 

Michael Seidl, ValuePublishing Partner, EMGroup, Vienna, Editor-in-Chief and Publisher of Print & Publishing, interviews Stephan Plenz | German version available

Heidelberg has a number of exciting developments to coincide with drupa. Could you give us an idea of your activities and plans?

Stephan Plenz: “Simply Smart” is the motto for our presentation of the print media industry’s digitized future at drupa. Essentially, it’s a case of integrating all processes into a coherent value creation system for print shops. That’s exactly what we mean by smart services, the smart print shop, and smart collaboration. It’s our way of combining everything we need to provide our customers with straightforward solutions that work. Market requirements remain complex and we can’t do anything about that. What we can do, though, is offer our customers a workflow that makes life easier. That’s the basic idea we’ve been developing for years and it’s the subject of much discussion in the context of Industry 4.0. It requires equipment that can make things easier and that can both understand and supply the pertinent information. It requires a workflow that is capable of processing and managing everything. And it requires people to describe, create, and further develop the relevant processes.

… And how does that work?

Stephan Plenz: Everyone in the various sections needs to be up to the mark for it to work. We’re very well placed in terms of equipment with our new user interface, because it will also help ensure things go smoothly. And we’re leading the way with our new digital press and the other solutions on show with the Speedmaster XL at drupa 2016. I’m talking about the machine concept and the existing workflow, which will be further augmented with web functions such as the Prinect Media Manager, giving our customers the potential to manage data – i.e. media – even though it is no longer simply output in printed form. All services derived from the data will subsequently be incorporated and will help make many processes more efficient.

 

Prinect Media Manager

 

In your presentation, you said that we should not only write about the new Heidelberg presses, but focus more on a company that sees itself as a system partner. Could you expand a little on that and explain what exactly you understand by industrialization?

Stephan Plenz: The slogan “More than machines” doesn’t mean that machines will cease to be important, but rather that a smart machine is needed that optimizes its performance when networked with other equipment. In other words, I first need a machine that is capable of this. The link is the key to automating processes through industrialization. It involves prepress operations that use the system for automated communication with the press rather than simply sending JDFs. The full scope of communication is vital, simplifying the job queue and ensuring the correct job sequence so as to minimize setup times. The sensors in the machines must also understand what is being communicated and apply it accordingly.

One-button operation has been the goal for some time now. How close are you to achieving this?

Stephan Plenz: That’s right, we have indeed been pursuing this goal for some time. Otherwise, we wouldn’t be where we are now. The aim is to get the process running in as few steps as possible. It goes without saying that it’s important for operators to perform these steps correctly. And the fewer steps are needed, the more efficient the system will be.

If you look at the big online print shops now, their level of industrialization is already very high, isn’t it?

Stephan Plenz: What we’ll be exhibiting at drupa 2016 will take this a significant step further. That applies above all to the data evaluation applications we’re pursuing in collaboration with our customers. Questions in this connection include “How can we improve maintenance?”, “What form can preventive maintenance take?” and “How can we use the data for automated ordering, call-off, and supply of consumables so that the entire print shop process runs far more efficiently?”. We know that the number of jobs will increase, but not print shops’ sales. That means the administrative costs for each job need to be reduced as effectively as possible. Otherwise, the large number of jobs generating less revenue will ultimately put print shops under pressure.

 

Heideldruck Prozessmanagement

 

It is true that this applies not only to large print shops but also to SMEs?

Stephan Plenz: Yes, that’s right. Large companies aren’t the only ones affected. We’re discussing these issues with customers from companies of all sizes. We offer them different solution packages of course, but the requirements are the same.

It sounds very much like the future scenario will involve working with as few people as possible. Is that the case?

Stephan Plenz: Systems need to help people make as few mistakes as possible and concentrate on what’s really important, such as quality control and checking waste is minimized. At the end of the day, the operator needs to stand at the press and monitor the process – not simply apply the ink and certainly not wander around with plates. That doesn’t create value. In highly productive businesses, one faulty job is now all it takes to mess up an entire shift.

Are digital systems now intended to complement conventional offset presses?

Stephan Plenz: Yes, we’ve now taken things to the next level. We’ve optimized and automated the processes further still and made things far more transparent for operators and print shop management. The key questions in this respect include “What’s happening right now?”, “What do I need to look out for?” “What should I do if I can see from the job queue that plates are required?”, “What materials do I need?”, “Which inks, which coatings, which paper, etc.?”. All the answers are required before the job arrives. Essentially, we know everything we need to while the job is still being processed in the prepress department. Take the example of a job that needs to be ready by noon the next day. The system identifies a coating is needed that isn’t in stock.

 

 

How has this been dealt with to date?

Stephan Plenz: What happens all too often at present is that we wait till things go wrong! It’s only a partial fix for the system to say the coating needs to be ordered. It may actually be ordered, but it could also be forgotten or overlooked. So why doesn’t the system automatically place an order itself via our e-commerce platform? The buyer then gets a message that this has been done, that the coating arrived on time, and that it was called off at the negotiated prices. Why should someone adopt a process of this kind in the future? That’s the world we need to create.

Digital printing is now all about implementing concepts of this kind. Isn’t it a little late for Heidelberg to be looking to get involved? 

Stephan Plenz: Not as I see it. There’s still room for us. We re-entered the market for digital printing systems in 2011 with the Linoprint systems [collaboration with Ricoh, ed. note], which we recently renamed Heidelberg Versafire. These have enjoyed great market success, especially over the past year in conjunction with our DFE – our digital front end. The positive market feedback the Gallus Labelfire 340 is getting makes us very optimistic. And our new B1 inkjet system technology – the Heidelberg Primefire 106 – might well be one of the highlights of drupa. We’re not looking to be the number one for everything, but we want to lead the way in implementing effective industrial, digital solutions. For us, it’s not about putting on a big show or getting lots of people in the hall. It’s about offering an effective industrial solution for digital printers. We’ve kept to our product roadmap statements in developing the new digital presses and nothing should change in that respect. The Primefire will undergo field tests this year and series production will start next year.

There was an interesting Q&A session during the Heideldruck press event on 19 February 2016. Video by Andreas Weber va iPad. — See as well our ValuePublishing real-time report via Storify.


Presumably, you won’t be revealing how much has been invested in developing the Primefire 106?

Stephan Plenz: We aren’t publicizing that. A good half of our R&D budget is currently going into digital applications. Don’t forget that we’ve developed a machine concept in record time that has everything the industry expects and demands of such a system, but then we did have the best possible starting point. We have a paper transfer system that is tried and tested in industry, our Prinect workflow, and Fujifilm – the strongest imaginable inkjet partner. Despite all these positives, it remains a challenge to create a press that ultimately meets customers’ needs.

Talking of Fujifilm, there’s clearly great chemistry between the two companies, isn’t there?

Stephan Plenz: Definitely, we’ve got excellent chemistry. We need to deal with the different cultures of a German and a Japanese company. There are always issues to be resolved and we approach these very openly with Fuji. Fujifilm and Heidelberg had a unique opportunity, because both companies needed to build a press to satisfy the industrial market and its needs. Each partner has some knowledge and expertise that the other doesn’t. Nonetheless, it’s a Herculean task to put everything together and produce a press that works. But we were starting from the ideal position. What’s more, there are good reasons why Fujifilm decided to work with Heidelberg even though it’s pressing ahead with its own JetPress development in a different format and could also have built a press in B1 format. In our case, though, we wanted to get the best of both worlds and have created a partnership of equals.

Will Fujifilm be marketing the press itself on the Asian markets?

Stephan Plenz: It’s too soon to make a definite statement about that. Both Fujifilm and Heidelberg are planning sales and marketing activities for the new system. What is certain is that we’ll be selling the Primefire on all markets on which Heidelberg is represented. We developed the press jointly, so Fujifilm will also be offering it to its own customers.

Something else I’d be interested to know in the “smart and cool” context is do you feel this new way of thinking at Heidelberg has been fully taken on board?

Stephan Plenz: Being smart has nothing to do with being cool. A company must have the ability to keep reinventing itself in a changed environment. Heidelberg was a completely different company in the 1980s and 1990s than in the new Millennium, certainly up till 2010. The changes we’ve initiated with strategies such as partnerships and the adjustments the changes in this industry have forced us to make – which admittedly weren’t always easy – have taken us another step forward. We’ve realigned and rebranded Heidelberg. 

 

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In your opinion, what are the most important aspects of this realignment?

Stephan Plenz: The things we’ve begun to change in recent years are now becoming apparent, starting with the logo, the rebranding, and the products. We’ve been in the process of building up a digital portfolio since 2010. That requires a clear strategy, stamina, and patience. It’s difficult to say whether that’s already been taken on board throughout the company. I believe we’ve made good use of the post-crisis period, geared our activities to the future, and regained the strength required to show the outside world what we’ve achieved. This isn’t the result of a process with four weeks of workshops and a new logo. It’s a reflection of something different, something new – and the result of the change we’re striving for with this company. It was a case of keeping the positive things about Heidelberg, leaving behind the less positive things, and setting about repositioning the company. 

Do you have a target sales figure in mind for digital printing business at Heidelberg?

Stephan Plenz: We’ve said that in the medium term we’re looking to generate sales of over 200 million euros and we’ll definitely achieve that, maybe even a little more.

What are your expectations for drupa 2016 in terms of sales and visitor numbers? 

Stephan Plenz: They’re very high for our new developments. The drupa trade show in Düsseldorf gives us the opportunity to present the company, the repositioning, and naturally new products, solutions, and innovations to our customers. To coincide with Düsseldorf, however, we’ll also be exhibiting our entire existing portfolio at our Wiesloch-Walldorf site. We’re delighted with the level of interest and expect to generate a significant number of orders. I think we can be very proud that we really do have something significant to show people.

So drupa 2016 has come at the right time, then?

Stephan Plenz: You could say that, yes, and such opportunities are vital. But in truth it’s not a case of whether 250,000 or 200,000 people pass through the drupa turnstiles. The important thing for us is that we attract the relevant customers. They have to be there and we’ll grasp the opportunity to get talking to them and answer their questions. We’re well prepared.

In contrast to previous drupa trade shows, partnerships will play a very big role at the Heidelberg stand, won’t they?

Stephan Plenz: That’s right. And our approach is also different and new. There are no longer individual companies in the hall simply exhibiting their own products. We have a coherent concept that we’re all presenting jointly.

Thank you for this interview.

 

About Stephan Plenz

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The graduate engineer born in 1965 joined Heideldruck in 1986 and has worked in areas such as production technology, quality management, assembly & logistics, and many more besides. In 2010, he was appointed Member of the Management Board responsible for Heidelberg Equipment. In 2014, he significantly expanded the product portfolio and took it to the next level with Ricoh and Fujifilm as partners. 

Further information via heidelberg.com

Charts with all the details from the presentation on February 19, 2016 (in English):

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© 2016: Andreas Weber, Mainz/Germany

 

Comment on #drupamc by Andreas Weber | German version available

Everyone did a super job at the drupa media conference (abbr: #drupamc) from February 29 to March 2, 2016: The Messe Dusseldorf, particularly the drupa2016 team; the 15 exhibitors with their presentations; AD Communications as the organising agency and last, but not least, the approximately 100 trade journalists in attendance from around the globe, with happily many newcomers among them. That’s a good thing. The branch is in need of some new momentum. And some new thinking, followed by the right doings. drupa 2016 supposedly stands for: Touch the future, the motto proclaimed by drupa director Sabine Geldermann. That’s great! — Still: Getting customers of print companies as crucial innovation decision-makers on board remains relatively unnoticed. In this respect: Print is making rapid technological advancements, but the industry itself is applying the brakes!

At a glance:

  • #drupamc was a big success.
  • HP wants to take over the leading role in print (but unfortunately, commits real communication blunders!).
  • Heideldruck is the secret star (thanks to partners Fujifilm and Ricoh).
  • Kodak appears to have gone “retro” and Xerox is struggling a bit despite new products.
  • Canon is the most convincing with #UnleashPrint.
  • Before drupa 2016 begins, there is a lot to do to iron out communication deficits, place focus on portraying the benefits (beyond technology) and to finally mobilise customers of print companies.

Indisputable: Optimism and confidence in the future are back (see also: 3rd drupa Insights Report). That was shown by the technology providers in almost all the presentations, particularly those of the “smaller” and highly specialised exhibitors such as Kolbus, Bobst, Hybrid, Global Graphics, Datalase and especially Pitney Bowes, a global player that will be a stranger to most drupa visitors (see summary of all company presentations in the ValuePublishing real-time reports on Storify).

#drupamc already promised to be very exciting in the run-up: Industry leader Heidelberger Druckmaschinen (Heideldruck) dashed ahead with its drupa slogan “Simply Smart” and a disruptive new strategy. Success in print is not primarily about the presses, but about new types of integrated solutions that live up to the digital age and the changes in media usage behaviour. New terms become correspondingly relevant: internet-of-things, Industry 4.0, cloud, big data, apps, automation, 3D, 4D, as well as customer centricity and others. And, of course, new technologies: at the core, cloud services as well as a new generation of industrial inkjet production systems (see Bernd Zipper’s analysis and evaluation on beyondprint.de).

Heideldruck did not give a presentation at #drupamc —they focussed on their own press conference beforehand, which can prove to be a clever move. Despite everything, Heidelberg was omnipresent. Particularly because Heideldruck partners such as Ricoh and Fujifilm referred explicitly to Heidelberg’s expertise as their main support. After all, with Heideldruck one leads in everything required for managing a printing business. This is precisely where HP and its Graphic Solution Business (GSB) wishes to be positioned in order to dethrone Heideldruck.  After relying on HP for “heavy metal” for almost 12 years, HT’s core competency as an IT company was pulled out of the hat at #drupamc: “PrintOS” is the magic word with which HP – now the exhibitor with the largest stand at drupa – hopes to win over print companies. 

 

 

Will HP’s PrintOS be the turning point?

The announcement was full of promise: “HP Inc. inspires print providers to reinvent their possibilities at drupa 2016 with HP PrintOS, a cloud-based mobile platform that simplifies and automates print production management”. It is about “new advancements enabling print service providers to reinvent their possibilities”. HP big boss Rob Le Bras-Brown, Global Head of Print Marketing, said, “HP is bringing the full power of our vast portfolio (…) to drupa 2016. With today’s introduction of HP PrintOS and more pre-drupa announcements to come, HP is following through on its promise to ‘keep reinventing’. That means that we will be showing advancements across the various segments of the printing industry that will enable our customers to reinvent their possibilities.” And François Martin, HP GSB Worldwide Marketing Director, used some clever words to emphasise the fact that the print business is primarily about the perfect synchronisation of the analogue and digital worlds.

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Photo: Andreas Weber

 

PrintOS Senior Manager at HP, Simon Lewis, delivered a convincing presentation. His voice almost cracked during the presentation, and especially during the questions from the trade journalists. The specs sound promising and according to HP are to include the following apps:

  1. Box, a tool that simplifies the onboarding of print jobs from non-automated sources such as e-mail and file transfer services. According to HP, a disproportionate amount of time and effort are often invested in handling jobs prior to production. Box standardises many processes, thereby reducing this overhead. Users thus have a tool in hand to increase capacity and improve profitability.
  2. Site Flow, a tool that combines automatic job submission, pre-press and shop floor management all in one. The app is suitable for print service providers in both the business-to-business and business-to-business-to-consumer sectors. Site Flow makes it possible for print service providers to offer their clients more attractive prices. Furthermore, it can help improve service and produce more easily hundreds, thousands or even tens of thousands of individual personalised print orders every day, including shipment to the end customers.

 

Live-Video: Andreas Weber via iPad.

 

Users of HP Indigo and HP PageWide Web Press should be able to avail of PrintOS as of May 31, 2016; users of HP Latex and Scitex have to wait most likely until 2017. Many apps will be available free of charge to existing HP customers with a service contract. Certain apps will be subject to monthly user charges. — So much for the announcements that really sounded full of promise.

 

Interjection: You cannot not communicate!

Whoa! Are communication glitches at HP the exception? Or is HP still lacking a healthy mix of IT skills and willingness to communicate? — HP Inc. has put a lot of marketing effort into promoting its drupa innovations and particularly, the PrintOS to printing companies. The budget for the trade show presence is huge. But the impact is rather marred by a lack of multichannel communication talent. HP set up its own section on Flickr. As of March 12, 2016, the eight photos that had been posted had been called up only 16 times to date. In general, HP’s social media engagement seems half-hearted: It is present almost everywhere, without actually achieving any interaction. Views on YouTube of elaborately produced HP videos, for example, are probably mostly generated by its own staff. Google searches on HP topics are not easy.

Serious are the technical mistakes: The press release dated February 29, 2016, sent at 4:01pm by PR agency F&H Porter Novelli, Munich—words of praise on PrintOS providing a link that as of March 12, 2016, at 3:44pm, still led to nothing. “Oops. We can’t find that page for you” is bluntly displayed. EMBARRASSING. And it is not the first time that such a thing has happened on an HP website.

And last, but not least: Press queries that go beyond the content of the press releases often come up against a lack of understanding or are barely answered, as many colleagues from various countries have complained; if you do not know an HP GSB manager personally and/or have direct access, you are on your own.

Bottom line: If HP GSB wishes to make its aspiration of leadership in print credible, then it needs to communicate once and for all about its innovations in a professional, market-oriented and innovative way! 

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Another missed opportunity? — Describing the benefits for customers of print companies was not a topic!

What is truly important, however, gets short shrift: What benefits does HP give customers of print companies? Nothing was mentioned about that. And that, to me, seems criminal. Just zeroing in on the fact that print companies can do their work more easily and cheaply using PrintOS will hardly make print stronger in the communications mix. Precisely herein lies drupa 2016’s reason for being. Touch the future refers not only to printing companies that will spend billions on technology at drupa 2016 to be fit for the future. Rather ‘Touch the future’ is a message to all, who have to drive innovation in communication in order to do profitable business.

Apropos profit and growth: Whether intended or not, with PrintOS, HP is tremendously boosting the topic of e-business print and the online printing sector, which in Germany alone already brings in 2.5 billion in revenues annually (source: EPOS Study, https://www.epos-studie.de). This is important to realise since e-business print and online printing do not appear in the trade fair programme as primary, eminently important generic terms for the future of the printing industry.

Still: HP Inc. dared come out from under cover, which cannot be said of other top dogs such as Kodak or Xerox. The Kodak presentation was like stepping back into the 20th Century. Nothing innovative, just improvements of existing products and an affirmation that they continue to faithfully serve the analogue world of print. Similar to Xerox: New inkjet printing systems were presented. And at the same time the assurance was given that despite the company split announced in February 2016, everything would remain the same. Whoa! Is that good news or bad?

From a German point of view, Xerox has practically almost disappeared from the professional print market. It is only being kept alive by a couple of committed and competent business and computer companies. Viewed corporate-wide, it was only just 2 years ago that Xerox lost one-third of its sales in print technology. But the major impetus has to come from Xerox itself, for instance, by thinking beyond print and placing proprietary solutions such as XMPie better in the spotlight, since XMPIe perfectly closes the gap between print and online communication in multichannel scenarios.

 

Impressions of the #drupamc, incl. the new drupa music presented by EFI CEO Guy Gecht! Video animation: Andreas Weber.

 

All the more impressive was seeing how some of Xerox’s tough competitors such as Konica Minolta and Ricoh are excellently positioned. Likewise, Fujifilm and Epson, who made virtually modest presentations, offering a number of surprises for many colleagues in the trade. In addition to the Fujifilm/Heideldruck inkjet cooperation project “Primefire 106”, mention must be made of the Epson PaperLab, a compact machine for DIY recycled papermaking in DIN A4/A3 sizes. (Whereby the Epson PaperLab has been known about since the beginning of 2015 and was as such nothing new for #drupamc). Even EFI, the speciality vendor-turned-conglomerate, demonstrated the point more rousingly and far-sightedly than Xerox. In his famous, notoriously funny style of presentation, EFI CEO Guy Gecht used the Hollywood dream factory to enthusiastically demonstrate the future of print as a dynamic growth market. At the end, Guy Gecht presented a special version of Billy Joel’s song “We didn’t Start the Fire” with new lyrics he created for drupa and the global printing industry. MAGNIFICENT!

 

Mark Lawn and Peter Wolff, Canon Europe, explaining the new #UnleashPrint communications approach of the imaging corporation.


#UnleashPrint — Canon trumps and makes a lasting impression!

Canon led the way, making a brilliant appearance. The leading multinational imaging corporation delivered a convincing affirmation to print and to the market for professional printing at the industrial level. Those who had the opportunity to visit the Canon Expo in New York City, Paris, Shanghai or Tokyo in October 2015 would have been prepared. It was evident that Canon indeed has the widest range of applications: Canon is the only drupa exhibitor to cover all six drupa highlight themes: Print, Packaging, Green Printing, Functional Printing and 3D-Printing as well as Multichannel. That is important in this sense specifically for drupa 2016 and in general for the print industry, since Canon as a brand has the greatest charisma in B2B as well as in B2C!

Of course, Canon also showed innovative technologies, just like other exhibitors. But everything was in the context of solutions accessible to print companies and their customers alike, showing the respective, clear benefits. The Canon stand will reflect the areas of application, so that all visitors can easily find the solutions that are of most interest to them. Individually, those are:

  • commercial print
  • business communications, including transactional and direct mail
  • publishing, including books, magazines and newspapers
  • advertising and creative, including display graphics
  • functional/industrial, including 3D printing
  • packaging
  • photographic products

This is truly the full spectrum of what can satisfy current and future market demands! By its own admission, Canon relies on a combination of market-leading technologies, expertise and continuous dialogue with customers to help print service providers implement customer-centric business models that unleash the full potential of their business.

For this to be understood and communicated ubiquitously, Canon is the only exhibitor to date to employ new contemporary communications channels: As part of a multichannel communications campaign on relevant platforms, the hashtag #UnleashPrint is to address not only print service providers, but also innovation decision-makers, interested in print in the communications mix as well as the corresponding technologies and services.

 

Live-Video: Andreas Weber in a 1 min. interview with Canon’s Mark Lawn via iPad.

 

Mark Lawn of Canon Europe explained the unusual approach with #UnleashPrint as follows:  In every area of the stand, Canon will bring to life its new campaign to #UnleashPrint. This communicates Canon’s passion for print as a unique and powerful medium, celebrates the value of print and sets out to unlock its still untapped potential. Central to this is to show how the implementation of intelligent new business models can follow for realising the potential of print in the digital age to better fulfil constantly changing customer needs.

In its corresponding press release, Canon further says: “Every zone of the Canon stand will feature exceptional creative print applications, with the aim of inspiring visitors to extend their product portfolio and push the boundaries of print. As part of the customer journey through the endless variety of print, Canon will also show trade visitors how they can increase print’s effectiveness through integration with digital platforms to deliver seamless multichannel communications that simplify customer experiences, stimulate response and make print as measurable as any other tool in the communications mix.”

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Print wins, only if it stands the test in the communications mix!

That sums up what it is all about. And corresponds to our ValuePublishing analyses, made in the run-up to #drupamc, personally discussed with customers of print companies, agencies and publishing houses. (See the analysis “Print wins!” by Andreas Weber on slideshare.com)

The key messages derived from it carry forward the exciting results in the trade of the #drupamc and are as follows:

  1. The goal is attainable: Print wins! And considers itself to be the key pillar in all contemporary marketing and communications scenarios.
  2. For more than a thousand years, print has been one of the most important cultural tools globally for allowing innovations to become reality! Why should things be any different today?
  3. BUT: The market has changed radically! Instead of quantity, quality is increasingly in demand. The trend: Exploit added value through more attention to and greater efficacy of printed material in the communications mix!
  4. The dilemma: Everyone driving communications is searching for digital strategies to push content (unanimously) everywhere. Dealing with print innovations that lead to dialogue through interaction is often overlooked. Only multichannel can do that in combination with print! And that needs to be communicated better and more clearly via drupa 2016.
  5. Print will become the key pillar, thanks to completely new types of software and cloud solutions and e-business models, particularly in personalisation. It is no longer a question of reach, but of “one conversation”!
  6. Multichannel innovations that include print do not make analogue media superfluous, but integrate them seamlessly.
  7. Print sustainably increases business success through interaction, through dialogue with the audience (customers, partners, interested parties); supported by personal, timely relevance — through touchpoints covering the whole media spectrum from print to digital.
  8. Print teamed up with multichannel and e-business is a new, rapidly growing service sector. Focus: driving innovation forward! New print technologies such as inkjet are important, but “just” a means to the end.
  9. Everyone needs to learn what it’s all about: In communication, more reach is not the measure of all things, relevant dialogue and ongoing conversation are.
  10. It is proven that print wins and its importance is strengthened through the IoT, cloud, big data and multichannel services because it makes communication powerful, relevant and humane.

 

Summary

As I have said, it was an extremely successful and insightful #drupamc. But there is still a lot to do before drupa 2016 opens its doors on May 31, 2016. The tried-and-true motto, in my view: “Get rid of silo thinking! Touch the future now! Take the communication offensive!” — Exhibitor communication should not be just a blunt promotion of new technologies for printing companies, presented in the conventional print trade press. A lot more needs to happen using innovative communication, through social media, through mobile, in order to put the focus on the benefits. Only so can the business in general and especially the decision-makers involved in innovation projects in the industry, in trade, and in the brand-name companies be reached to show print in a new way that can be experienced and understood. Canon is the only exhibitor to date who convincingly shows how it should be done and thus sets the bar: #UnleashPrint!

 

Note: With our real-time reports on ValuePublishing, we were able to make #drupamc rated tops. In just 72 hours, we reached more than 750,000 viewers who were able to experience live what was happening in Dusseldorf through the short reports and commentary. 

 

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Fotos: Heideldruck

 

Heidelberger Druckmaschinen (kurz. Heideldruck) ging branchenweit als erstes Unternehmen bereits zu Anfang Dezember 2015 für die drupa 2016 an die Öffentlichkeit. Die neue Unternehmensstrategie sowie die Produkt- und Lösungsneuheiten klingen vielversprechend. Nach dem Interview mit Vorstand Harald Weimer zum Thema Services vertiefen wir unsere Nachfragen im Gespräch mit Stephan Plenz, Vorstand Equipment, der im Februar 2016 mit der Vorstellung der neuen Primefire-106-Systemtechnologie für industriellen Inkjet-Druck weltweit Aufsehen erregte.

Prolog

Die Zeiten, in denen die Druckindustrie ein respektiertes, ehrwürdiges und edles Handwerk repräsentierte, sind vorbei. Die Jünger der Schwarzen Kunst werden nicht mehr an deren Überlebensstrategie beim Fall in ein Gautschfaß gemessen, sondern daran, wie schnell, effizient clever und damit profitabel sie heute ihr Druckgeschäft betreiben. Heidelberg möchte den heutigen Drucker-Nerds dabei helfen, dieses Geschäft auf die digitalisierte Welt auszurichten und hat sich dafür einiges, getrieben vom eigenen Veränderungsprozess, einfallen lassen. 

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Interview mit Stephan Plenz von unsrem ValuePublishing Partner Michael Seidl, EMGroup, Wien, Chefredakteur und Verleger Print & Publishing |
English version available

Heidelberg hat einige spannende Themen zur drupa hin erarbeitet. Könnten Sie uns bitte Ihre Aktivitäten und Pläne skizzieren?

Stephan Plenz: Wir stellen zur drupa unter dem Motto „Simply Smart“ die digitalisierte Zukunft der Printmedien-Industrie vor. Im Kern geht es um die Integration aller Prozesse in ein zusammenhängendes System zur Wertschöpfung in Druckereien. Das ist genau das, was wir konkret unter Smart Services, Smart Print Shop und Smart Collaboration verstehen. Wir verbinden auf diese Weise alles, um unseren Kunden einfache und funktionierende Lösungen zu geben. Die Marktanforderungen sind ja nach wie vor komplex, und wir können Sie nicht vereinfachen. Was wir aber tun können, ist unseren Kunden einen Workflow anzubieten, der ihr Arbeitsleben vereinfacht. Das ist die Grundidee, die wir über Jahre hinweg entwickelt haben und man ausgiebig heute mit dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert. Dazu braucht es Maschinen, die das können und die richtigen Informationen verstehen als auch liefern. Dazu braucht es einen Workflow, der das bearbeiten und managen kann. Und es braucht Menschen, die diese Prozesse beschreiben, aufbauen und nach vorne treiben.

… und wie funktioniert das?

Stephan Plenz: Damit das funktioniert, muss man in allen Bereichen fit sein. Maschinenseitig sind wir mit unserem neuen User Interface sehr gut aufgestellt, denn es wird dazu beitragen, dass dies auch reibungslos umgesetzt werden kann. Und mit unserer neuen Digitaldruckmaschine und dem, was mit der Speedmaster XL auf der drupa 2016 noch gezeigt wird, sind wir ganz vorne dabei. Das betrifft das Maschinenkonzept, den Workflow, den wir schon dazu haben und der um Funktionen rund um das WEB weiter ausgebaut sein wird, wie z. B. den Prinect Media Manager, mit dem unsere Kunden das Potenzial haben, Daten (Medien) zu managen, auch wenn es nicht mehr nur um die Ausgabe in gedruckter Form geht. Dazu gehören dann in weiterer Folge alles Services, die wir aus den Daten ableiten und helfen viele Abläufe effizienter zu gestalten.

 

Prinect Media Manager

 

In Ihrer Präsentation sagten Sie, dass wir nicht ausschließlich über Heidelbergs neue Druckmaschinen schreiben sollen, sondern mehr über ein Unternehmen, das sich als Systempartner versteht. Könnten Sie das noch etwas ausführen und dazu erklären, was genau Sie unter Industrialisierung verstehen?

Stephan Plenz: Der Slogan „More than machines“ sagt nicht, dass die Maschine unwichtig wird, sondern dass man eine intelligente Maschine benötigt, die dann in der Vernetzung mit anderen Maschinen ihre Aufgaben optimal löst. Das bedeutet, ich brauche zuerst einmal eine Maschine, die das kann. Die Verknüpfung ist der Schlüssel dazu, die Industrialisierung auf die Beine zu stellen und damit eine Automatisierung der Prozesse zu bewirken. Dazu gehört eine Vorstufe, die über das System automatisiert mit der Maschine kommuniziert und nicht nur JDF schickt. Sondern es muss eine Kommunikation in vollem Umfang stattfinden, die die Jobqueue vereinfacht und in der richtigen Reihenfolge läuft, sodass wenig Rüstzeit anfällt und dass in der Maschinen auch die Sensoren das verstehen und entsprechend umsetzen.

Das „Press one button“ Ziel gibt es ja seit längerer Zeit. Wie nahe sind Sie nun dran?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig, und dass wir dieses Ziel schon lange verfolgen, steht außer Frage, sonst wären nicht da, wo wir heute sind. Wir sagen, man muss es schaffen mit möglichst wenig Eingriffen den Prozess zum Laufen zu bringen. Wichtig ist natürlich, dass der Mensch diese Eingriffe auch richtig macht. Und je weniger diese Eingriffe notwendig sind, desto effizienter wird das System sein.

Wenn man sich heute die großen Online-Druckereien ansieht, dann ist der Industrialisierungsfaktor dort schon sehr hoch. Oder?

Stephan Plenz: Was wir dazu auf der drupa 2016 zeigen werden, wird noch mal einen deutlichen Schritt darüber hinaus gehen. Vor allem die Anwendungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden in punkto Datenauswertung anstreben, gehen weiter. Dazu gehören Fragen wie „Wie können wir die Maintenance verbessern?“, „Wie kann vorbeugende Wartung betrieben werden?“, „Wie können wir aus den Daten heraus automatisiert Verbrauchsmaterialien bestellen, abrufen oder liefern, sodass der Gesamtprozess in einer Druckerei wesentlich effizienter abläuft?“. — Wir wissen, dass sich die Menge der Aufträge erhöhen wird, aber nicht die Umsätze der Druckereien. Das heißt, die Administrationskosten pro Auftrag müssen bestmöglich reduziert werden, sonst bringen die vielen Aufträge mit weniger Erträgen die Druckereien letztendlich unter Druck.

 

Heideldruck Prozessmanagement

 

Dieses Thema betrifft nicht nur die großen Druckereien, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe?

Stephan Plenz: Ja, das ist richtig. Es betrifft nicht nur die großen Unternehmen, sondern wir diskutieren diese Themen mit Kunden aller Unternehmensgrößen. Natürlich mit unterschiedlichen Lösungspaketen, aber die Anforderungen sind die gleichen.

Das Szenario klingt sehr danach, in Zukunft möglichst wenig Menschen arbeiten zu lassen?

Stephan Plenz: Wir müssen dazu kommen, dass Systeme den Menschen unterstützen, möglichst wenig Fehler zu machen und dieser sich auf das, was wirklich wichtig ist, konzentrieren kann. Das wäre zum Beispiel die Qualität kontrollieren, den optimalen Ausschuss überprüfen etc. Der Drucker soll an der Maschine stehen und den Prozess überwachen, das ist letztlich das Entscheidende. Er soll nicht nur die Farbe spachteln und schon gar nicht mit Platten in der Gegend herum laufen. Das ist nicht wertschöpfend. Bei hochproduktiven Betrieben genügt heute ein fehlerhafter Auftrag, um das Ergebnis einer Schicht komplett zu verschlechtern.

Neben den klassischen Offsetdruckmaschinen sollen nun die digitalen Systeme das Bild abrunden?

Stephan Plenz: Ja, wir sind nun den nächsten Schritt gegangen. Wir haben die Prozesse noch mehr optimiert, automatisiert und haben die Transparenz für Bediener und Druckereileitung wesentlich gesteigert. Dazu gehören Themen wie „Was passiert denn eigentlich gerade?“, „Worauf muss ich achten?“ „Wenn man in der Auftragsschleife sieht, dass Platten benötigt werden, was muss getan werden?“, „Welches Material benötige ich?“, „Welche Farben, welche Lacke, welches Papier etc.?“ — Das alles muss geklärt sein, bevor der Auftrag da ist. Das wissen wir im Grunde schon alles, während der Auftrag in der Prepress-Abteilung bearbeitet wird. Nehmen wir als Beispiel einen Auftrag, der anderntags um 12 Uhr fertig sein soll. Das System erkennt, dass dazu ein Lack benötigt wird, der nicht auf Lager ist.

 

 

Wie geht man bis dato damit um?

Stephan Plenz: Was heute all zu oft passiert, ist, wir warten, bis es schief geht! Die leidlich gute Lösung ist, das System sagt, man sollte Lack bestellen. Dann kann es vergessen oder übersehen werden bzw. der Lack wird wirklich bestellt. Aber warum bestellt das System nicht von selbst automatisch über unsere E-Commerce Plattform? Der Einkäufer bekommt die Meldung, dass dies geschehen ist, dass der Lack zu dem Termin da ist und dass er zu den Preisen abgerufen wurde, die ausverhandelt sind. Warum soll ein derartiger Prozess in Zukunft noch von jemandem in die Hand genommen werden? Das ist die Welt, die wir gestalten müssen.

Der Digitaldruck gehört heute zur Umsetzung derartiger Konzepte dazu. Ist es nicht etwas spät für Heidelberg, hier mitmischen zu wollen?

Stephan Plenz: Es sieht nicht danach aus, würde ich sagen. Es ist noch Platz genug. Wir sind 2011 mit der Linoprint [Zusammenarbeit mit Ricoh, Anmerk. d. Red.] erneut in den Markt für Digitaldrucksysteme eingestiegen. Gerade haben wir die Systeme in Heidelberg Versafire umbenannt. Damit sind wir extrem erfolgreich am Markt – besonders im vergangenen Jahr in Verbindung mit unserem Digital Front End DFE. Wenn man sieht, welche positiven Rückmeldungen vom Markt wir für die Gallus Labelfire 340 bekommen, so stimmt uns das sehr positiv. Und ich denke, dass ich nicht ganz falsch liege, wenn ich meine, dass unsere neue B1-Inkjet-Systemtechnologie, die Heidelberg Primefire 106, eines der drupa Highlights sein wird. Es geht uns nicht darum, überall der Erste sein zu wollen, aber wir wollen ganz vorne dabei sein, wenn es um die Realisierung von funktionierenden, industriellen, digitalen Lösungen geht. Es geht uns nicht um Show-Effekte, es geht uns nicht um viele Leute in der Halle. Uns geht es um eine funktionierende industrielle Lösung für Digitaldruck-Anwender. Wir haben in der Entwicklung der neuen Digitaldruckmaschinen unsere Aussagen zur Produkt-Roadmap eingehalten; und daran soll sich auch nichts ändern. Mit der Primefire werden wir in diesem Jahr in den Feldtest und im nächsten Jahr in Serie gehen.

 

Bei der Heideldruck-Pressekonferenz am 19. Februar 2016 gab es eine spannende Frage-Antwort-Runde mit den Fachjournalisten. Im Fokus: Der neu-konstruierte Heidelberg Zylinder für die Primefire 106 … — Mehr Infos und Live-Interviews in unserem ValuePublishing Storify.

 

Es ist vermutlich ein Geheimnis, wie viel in die Entwicklung der Primefire 106 investiert wurde?

Stephan Plenz: Darüber sprechen wir nicht in der Öffentlichkeit. Es fließt heute gut die Hälfte unseres F&E-Budgets in das Thema Digital. Sie dürfen nicht vergessen, wir haben hier ein Maschinenkonzept in Rekordzeit entwickelt, das alles hat, was die Industrie von solch einem System fordert bzw. erwartet, aber wir hatten auch die Besten Voraussetzungen dafür. Wir haben einen industrie-bewährten Papiertransport, wir haben einen Workflow mit Prinect und wir haben mit Fujifilm den stärksten Partner zum Thema Inkjet, den man sich nur vorstellen kann. Trotz aller positiven Vorzeichen muss man eine Maschine erschaffen, die letztendlich den Anforderungen der Kunden entspricht.

Apropos Fujifilm: Die Chemie stimmt offensichtlich zwischen den beiden Unternehmen?

Stephan Plenz: Ein ganz klares Ja, die Chemie stimmt zwischen uns. Ein deutsches und ein japanisches Unternehmen haben unterschiedliche Kulturen, damit muss man umgehen können. Aufgaben gibt es dabei immer, die zu lösen sind, und das gehen wir gemeinsam mit Fuji sehr offen an. — Was Fujifilm und Heidelberg betrifft, gab es eine einmalige Chance, da beide Unternehmen das Bedürfnis hatten, eine Maschine zu bauen, die den industriellem Markt und dessen Anforderungen abdeckt. Beide Partner haben einen Teil des Wissens und der Kompetenz, die nicht überlappen. Das alles zusammen zu bekommen, zu einer funktionierenden Maschine, ist trotzdem eine Herkulesaufgabe. Aber wir hatten gute Voraussetzungen, als wir an den Start gingen. Es gibt zudem gute Gründe dafür, dass Fujifilm gesagt hat, wir gehen mit Heidelberg zusammen, obwohl sie mit der JetPress in einem anderen Format eine eigene Entwicklung vorantreiben und ebenso eine B1 Maschine hätten bauen können. Aber in unserem Fall wollte man aus beiden Welten heraus das Beste entwickeln und wir haben daraus eine Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt.

Wird Fujifilm die Maschine in den asiatischen Märkten selbst vertreiben?

Stephan Plenz: Zurzeit ist es noch zu früh, darüber eine klare Aussage zu treffen. Sowohl Fujifilm als auch Heidelberg planen die Vermarktung und den Vertrieb des neuen Systems. Fest steht, dass wir die Primefire auf allen Märkten, wo Heidelberg vertreten ist, vertreiben werden. Wir haben die Maschine gemeinsam entwickelt, somit wird auch Fujifilm sie ihren Kunden anbieten.

Was mich im Zusammenhang mit „smart und cool“ noch interessieren würde: Würden Sie meinen, dass dieses neue Denken bei Heidelberg komplett angekommen ist?

Stephan Plenz: Also, smart hat ja mit cool nichts zu tun. Ein Unternehmen muss in der Lage sein, sich in einem veränderten Umfeld immer neu zu erfinden. Heidelberg war in den 80er und 90er Jahren ein ganz anderes Unternehmen als in den 2000er Jahren, auf jeden Fall bis 2010. Und mit den Veränderungen, die wir etwa mit Partnerschaften begonnen haben, mit den Anpassungen, die wir aufgrund der Veränderungen in dieser Industrie anstoßen mussten, die auch zugegebener Weise nicht immer einfach waren, sind wir wieder einen Schritt weitergegangen. Wir haben Heidelberg neu ausgerichtet und einen neuen Auftritt gegeben. 

 

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Stephan Plenz beim Vortrag auf der Pressekonferenz am 19. Februar 2016. Foto: Heideldruck

 

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aspekte der Neuausrichtung von Heidelberg?

Stephan Plenz: Das, was wir in den letzten Jahren begonnen haben zu verändern, wird jetzt sichtbar, angefangen beim Logo, beim neuen Auftritt und bei den Produkten. Seit 2010 sind wir unterwegs, ein Digitalportfolio aufzubauen. Dazu braucht es eine klare Strategie, einen langen Atem und Geduld. Ob das überall im Unternehmen schon verhaftet ist, ist immer schwer zu sagen. Ich glaube, dass wir es geschafft haben, die Zeit nach der Krise zu nutzen und Dinge zu tun, die zukunftsorientiert sind und wir jetzt auch wieder stark genug sind, diese nach außen zu tragen.  — Das Ergebnis kommt nicht aus einem Prozess mit vier Wochen Workshop und einem neuen Logo, sondern ist die Begleiterscheinung des Anderen, des Neuen und ist das Ergebnis der Veränderung, die wir mit diesem Unternehmen anstreben. Die positiven Dinge von Heidelberg galt es zu erhalten, und die weniger Guten zu lassen plus die Neupositionierung anzugehen. 

Was den Umsatz von Heidelberg betrifft, gibt es eine Wunschzahl dafür, was das Digitaldruckgeschäft bringen soll?

Stephan Plenz: Wir haben gesagt, dass wir mittelfristig über 200 Millionen Euro umsetzen wollen, das werden wir sicher erreichen, vielleicht geht ja auch etwas mehr.

Was sind Ihre Erwartungen für die drupa 2016 in Bezug auf Umsatz und Besucher? 

Stephan Plenz: Die sind sehr hoch, was unsere neuen Themen betrifft. Die drupa in Düsseldorf ist eine Messe, auf der man seinen Kunden das Unternehmen, die Neuaufstellung und natürlich neue Produkte/Lösungen und Innovationen präsentieren kann. Gleichzeitig zu Düsseldorf zeigen wir aber auch an unserem Standort Wiesloch-Walldorf unser komplettes und bereits verfügbares Portfolio. Die Anmelderaten dazu sind erfreulich hoch und wir gehen davon aus, eine nennenswerte Zahl von Aufträgen zu generieren. Ich denke, dass wir durchaus stolz darauf sein können, da wir wirklich etwas Bedeutendes zu zeigen haben.

So gesehen kommt die drupa 2016 also zum richtigen Zeitpunkt?

Stephan Plenz: Das ist grundsätzlich richtig und es braucht solche Momente. Aber in Wirklichkeit kommt es nicht darauf an, ob 250.000 Besucher durch die drupa-Drehkreuze gehen oder 200.000. Wichtig für uns ist, dass die für uns relevanten Kunden zu uns kommen. Die müssen da sein und wir werden die Chance nutzen, uns mit ihnen zu beschäftigen und ihre Fragen zu beantworten. Darauf sind wir gut vorbereitet.

Das Thema Partnerschaften spielt anders als früher auf dem Heidelberg-drupa Messestand eine sehr große Rolle, oder?

Stephan Plenz: Ja, das richtig. Und die Art und Weise, wie wir damit umgehen, ist anders und neu. Es stehen keine Firmen mehr in der Halle und jeder zeigt sein Produkte, wir haben ein durchgehendes Konzept, wie wir uns alle gemeinsam präsentieren.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person von Stephan Plenz

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Der 1965 geborene Diplom-Ingenieur (BA) ist seit 1986 bei Heideldruck tätig. Produktionstechnik, Qualitätsmanagement, Montage & Logistik-Themen u.a.m. haben ihn beschäftigt. Seit 2010 ist er im Vorstand für Heidelberg Equipment verantwortlich. Er hat so seit 2014 maßgeblich das Produkt-Portfolio erweitert und mit den Partner Ricoh und Fujifilm vorangebracht.

Link zur Kurzbiografie

Charts mit allen Details der Präsentation vom 19. Februar 2016 (in englischer Sprache)

 

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