Archive

Tag Archives: robotics

ValueCheck! — Canon #InfoAtWork 26112014.001

Ein Kommentar von Jörg Blumtritt, Data Scientist, Blogger, CEO von Datarella, München, Teilnehmer der Canon for Business Konferenz “Information At Work”, Ende November  2014in Düsseldorf.

  • Verschiebung von ‘targeted Marketing’ zu ‘Prozessautomatisierung’
  • Smartphones pushen die Sharing Econnomy
  • Robotic Process Automation setzt neue Schwerpunkte im Outsourcing

”Die Priorität verschiebt sich von ‘targeted Marketing’ zu ‘Prozessautomatisierung’”. Dieses Zitat von Darian Sims, EMEA Marketing Director, Canon Business Services, fasst sehr gut zusammen, wie man sich im Rahmen der Initiative von Canon “Information at Work” mit Prozessautomatisierung und ihrer Rolle für die Transformation in praktisch allen Branchen beschäftigt.

Prozessautomatisierung bedeutet heute vor allem: Automatisierung der Informationsprozesse. Information — Daten — liegen dabei immer weniger im Unternehmen. Die wichtigsten, reichsten Daten fließen von Außen in den Prozess ein, von den Kunden, den Lieferanten, aus öffentlichen oder sonstigen externen Quellen. Im Zentrum des Informationsmanagement stehen die Dokumente. Dokumente sind aus unterschiedlichen Daten zusammengestellt und formatiert; häufig unterliegen Dokumente starker Regulierung und ans Dokumentenmanagement werden höchste Ansprüche gestellt, was Gewährleistung der Aufbewahrung, Datenschutz und Integrität betrifft. Jahrzehntelange Aufbewahrungsfristen sind bei Geschäftsdokumenten schließlich die Regel.

Die neue Königsdisziplin: Data Storytelling

Versteht man Information at Work richtig, so spannt sich ein weiter Bogen über das Thema Information, Dokumentenmanagement und Prozessautomatisierung. Der englische Datenjournalist David McCandless beschreibt den Paradigmenwechsel, der augenblicklich in der Welt der Datenanalyse vor sich geh, wie folgt: von “Business Intelligence” zu “Data Science”. Data Science kann man am besten mit  interaktiven Info-Grafiken darstellen, um zu zeigen, wohin die Reise geht: Weg vom hypothesengetriebenen Testen, hin zu explorativer Analyse hoch mutlivariater Daten durch grafische Verfahren. Im Ergebnis entsteht eine neue Form des “Data Storytelling”.

“Das globale Datenvolumen, das aus Unternehmen erzeugt wird, wächst jährlich um 56 Prozent — das bedeutet eine Verdoppelung alle achzehn Monate.” Marc Bory  Solution, Sales and Managed Services Director, Canon Europe, führt ‘Moore’s Law’ empirisch weiter. Canon positioniert sich dabei als “One stop solution provider” für das Management von Dateneingang, Datenverarbeitung und der Distribution der datengetriebenen Dokumente an ihre Adressaten.

Der niederländische Business Analyst Hans Kaashoek führt den daten-getriebenen Paradigmenwechsel in die Unternehmen weiter: “Früher hat ihre IT gefragt: Läuft die Anwendung auf einer AS400? — Heute fragt sie: Läuft das auf Amazon?” Cloud-Services wie Amazon, P2P-Services wie Uber oder AirBnB sind in der Tat so einfach, effizient und effektiv, dass es schwer fällt, ihre möglichen Probleme noch ernst zu nehmen.

Kaashoek geht mit einem Beispiel weiter: Er verweist auf Nutzer, die ein kostenloses Wifi nutzen, darin Daten aus der Cloud abrufen, die eventuell noch zwischen mehreren Services hin- und hergeschickt werden — je mehr “Schichten” wir zwischen uns und der originären Datenquelle ziehen, um so mehr Dritte lesen mit oder haben gar die Möglichkeit, unsere Kommunikation zu beeinflussen. “There is no free lunch, there is also no free Wifi.” Umgekehrt sind gerade die Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Data-Sharing aufbaut, besonders erfolgreich — die neuen Stars mit 100-Milliarden Dollar Börsenwerten sind in der Regel genau die Unternehmen, die davon Leben, Daten zwischen End-Usern zu managen.

Per Smartphone zur Sharing Economy

Und die Tür zu dieser “Sharing Economy” ist das Smartphone! Erst seit wir unseren Internetzugang stets bei uns tragen, werden Angebote wie Uber, Facebook oder Amazon wirklich praktisch, weil wir nicht nur jederzeit, sondern vor allem überall darauf zugreifen können. Zwei Milliarden Menschen haben heute Internetzugang über ihr Smartphone im Vergleich zu gerade einmal 500 Millionen PC-Nutzern. Mobile ist immer stärker Teil in jedem Lebensbereich; aktuell steht Mobile Payment kurz vor dem Durchbruch. In den ersten 72 Stunden haben sich mehr als eine Million Menschen mit ihrer Kreditkarte bei Apple Pay registriert.

“Wenn ich KLM ein Problem twittere, bekomme ich in fünf Sekunden den Reply. Über den Telefonservice hänge ich mindestens 15 Minuten in der Warteschleife. Und über Email bekomme ich niemals eine Antwort.” Hans Kaashoek geht davon aus, dass unsere Arbeitsplätze als nächstes “mobilisiert” werden. “Mobile is the new Desktop.” Mit “Bring your own device” (kurz: BYOD) wird der klassische Arbeitsort mit Tisch, Stuhl und Computer vollständig über den Haufen geworfen. Das Beispiel mit “Twitter vs. Call Center” zeigt dabei deutlich, wie wichtig es wird, die Kommunikationsprozesse im Unternehmen zu vereinheitlichen. Es darf keine Rolle (mehr) spielen, auf welchem Kanal Information angefragt oder gesendet wird.

Outsourcing “re-loaded”

Prozessautomatisierung bedeutet häufig auch Outsourcing. Wichtigster Treiber, Prozesse auf externe Dienstleister auszulagern, war bisher Kostenersparnis. Aber der Schwerpunkt verschiebt sich. Immer wichtiger wird technologische Expertise und Innovation, die innerhalb der bestehenden Unternehmensstruktur nicht mehr rechtzeitig realisiert werden kann. Outsourcing wird der Treiber der Unternehmenstransformation. Und während es bisher um “Köpfe” ging, um ausgelagerte Arbeitsplätze, sind es zunehmend vollständig automatisierte Prozesse, die das Outsourcing notwenig machen. Mit “Robotic Process Automation” (kurz: RPA), bedeutet Outsourcing nicht mehr “Welcher Dienstleister liefert meine Wahre aus”, sondern “Lieferung per Drohne”.

Dabei ist die Automatisierung im Dokumentenmanagementprozess alles andere als Science Fiction. Der Münchner Versicherer WWK realisierte mit Hilfe von Canon ein beispielhaftes Projekt: 80 Millionen Seiten pro Jahr, die gedruckt und sicher an die richtigen Addressaten ausgeliefert werden müssen, mit starken saisonalen Schwankungen und unter den hohen Anforderungen der Überprüfbarkeit. Bei einem Innovationsprojekt, das die Niederländische PostNL realisierte, ist es eine der zentralen Herausforderungen, dass die Menschen zwar grundsätzlich ihre Versicherungsdokumente nach wie vor gedruckt erhalten möchten, aber dennoch erwarten, auch online verlässlich auf dieselben zugreifen zu können. Transaktionale Dokumente wie Rechnungen und insbesondere Zahlungserinnerungen dagegen müssen sowohl gedruckt als auch intelligent als Text-Message geliefert werden, zum Beispiel als Direct Message auf Twitter, die mich an eine ausstehende Rate erinnert.

Fazit: Automatisiertes Dokumentenmanagement bedeutet, den gesamten Informationsprozess im Unternehmen unter Kontrolle zu bringen, alle Dokumente, alle Quellen, alle Adressaten.

ValueCheck! — Canon #InfoAtWork 26112014.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany Photos/Composing: Andreas Weber

 

Düsseldorf (Germany), 2. December 2014. Success from square one: Information at Work, the pan-European “Canon for Business” specialist conference, brought together more than 500 professionals from 13 different countries. 

“I am delighted with the highly competent, intelligent and perspicacious manner in which Canon has managed to bring together leading managers from various sectors and countries to discuss ideas affecting current and future developments in the field of digital information management. Well done!” was how the CEO of one data-analytics company rated the “InfoAtWork” conference held on 26th November 2014 in the German city of Düsseldorf.

Graham Page, Head of Information Management Business Development, welcomed – on behalf of Canon Europe – the more than 500 participants from 13 different countries to the InterContinental Hotel on Düsseldorf’s central boulevard, the Königsallee. He underlined the importance of tackling – in times of radical change – the most important subjects in hand, namely: to evaluate correctly data, information and knowledge; and apply them efficiently to all the needs of the business concerned. This is crucial for sustainable success, profitability and customer and employee satisfaction.

“Information is beautiful” 

London-based designer, IT journalist and bestselling author David McCandless guided the audience through the paradigm shift in the field of data analysis which has already taken place, in the sense of “data science” having taken over from “business intelligence”. Mr. McCandless brought the presentation to life with a series of interactive and informative graphics. The resulting “digital data storytelling” proved to be fascinating for all those present.

As Marc Bory, European Director Solutions & Managed Services at Canon Europe put it:

“The global volume of data handled by business organisations is growing at an annual rate of 56%.” This means that the volume of data doubles every 18 months. Canon has positioned itself as a provider of “one-stop shop” solutions for the management of data input, data processing and the distribution of data-driven documents to their corresponding addressees. Hans Kaashoek from Strategy Partners stressed the significance of data sharing, given that mobile devices such as smartphones and tablet computers are creating a gateway to the sharing economy. “Mobile is the new desktop” was this analyst’s way of putting it, referring to the stunning changes affecting both work and day-to-day life in general. Organisations of all types have had to adapt to this new culture of social media and sharing if they wish to survive.

 

Part of conference conducted by personal tablet

Canon provided all participants with the use of a tablet pc, with a view to focusing on social media communications as a complement to the conference’s main events. Participants were able to use the Canon App interactively for voting on the afternoon presentations above all, while using it to contact other colleagues present at the event.

The seminars were used to host high-level expert discussions on the hands-on application of practical ideas. The common thread running through these sessions was the automation of processes at all levels, i.e. including the automation of key information-handling procedures. Various Canon customers reported on the fast and completely trouble-free implementation of new P2P (purchase to pay) solutions, preceded by an analysis by Canon experts designed to make available – virtually overnight – an individual, 100%-correct solution.

Michael Bjerre Drohst, CFO of the Creativ Company, a Danish organisation, highlighted the optimised purchasing process made possible in this respect, and its effects, saying: “It was fantastic. It took just a few days for the smoothly implemented Canon solution to improve how we cope with the accounts of our approximately ten thousand suppliers. This took the pressure off us, allowing us to focus once more on our actual core task of putting new, strategically based ideas into practice.”  Similar success was reported by Erna van Laar, who turned to Canon to help implement a digital mailroom facility for all human resource-related tasks performed at Connexxion, a Netherlands-based transport company. All the processes concerned were optimised in just three months, with strict data-security maintained and to the satisfaction of the employees involved, while delivering considerable savings in terms of the corresponding return-on-investment period.

Innovation and expert knowledge are key factors

Process automation also requires a change of attitude to outsourcing. While the main issue in this respect was previously cost savings, the task has now moved on to how to take advantage of technological expertise and innovation. RPA (Robotic Process Automation) is not concerned with which service provider delivers the goods, but rather with how delivery by drone will become possible.

Rudolf Wolf from WWK Lebensversicherung showed how the automation of process-oriented document management is no longer a thing of science fiction. AS an insurance WWK generates 80 million pages of documents every year. These are supplied to customers as both physical printouts and digital files, all of which need to be correctly addressed and reliably delivered, even with wide seasonal fluctuations and high verification standards. These aspects were also stressed by Peter Paul Bos from PostNL, the Dutch post office service. Transaction-related documents such as payment reminders and invoices must be physically printed out and addressed, and also delivered as “smart” text messages or even, nowadays, sent as direct messages via Twitter. This was how Mr. Bos confirmed Canon’s approach: “Automated document management means bringing the entire information process of a business organisation under control – including all documents, all sources of information, all addressees and all relevant means of transport (in a similar way to their digital counterparts).”

Manuel Sánchez, European Solutions Marketing Professional, Canon Europe, concluded the event with a presentation on Canon solutions for Customer Communications Management. The focus in this respect is no longer on individual solutions in transactional and/or promotional terms, but rather on providing a consistent customer experience across all media channels. No type of data analysis should ever be an end in itself, but must rather always focus on the customer’s well-being and satisfaction. If this is not taken into account, the customer will soon go elsewhere.

Further information can be obtained via the Twitter hashtag #InfoAtWork or the Canon Business Hub at http://www.canon.de/business-bytes

Please check our Storify story as well:

ValueCheck! @Storify 26112014

%d bloggers like this: