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Tag Archives: #EmbraceTheChaos

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Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. — Chinesisch-Niederländische (!) Weisheit

Von Andreas Weber, Head of Humanity

„Jetzt bleiben wir doch mal sachlich…“ — Hört sich gut an. Führt aber zu wenig. Wir brauchen eine ‚Neue Sachlichkeit‘!

Sachlich wäre zu sagen: OK. Wir haben die schwerste Krise unserer Gegenwart. Jetzt müssen wir vor allen Dingen schauen, wie wir da einigermaßen heil wieder rauskommen, um weiter machen zu können wie bisher.

‚Neu-sachlich‘ Agieren heisst: Thought-Leadership („Meinungsführerschaft“) übernehmen und praktizieren. Mit der Ausgangsüberlegung: Wenn uns die Krise so kalt erwischen konnte und es uns ad hoc umhaut, war das, was wir bislang gemacht haben, richtig, weil lebenswichtig und/oder werthaltig?

Momentan ergibt sich bei vielen Unternehmen verständlicherweise ein Bild der Unruhe, Angst, bisweilen Hilflosigkeit. Notfallpläne werden geschmiedet. Getragen von der Hoffnung darauf irgendwie gerettet werden zu können.

Weitermachen wie bisher, ist das ein probates Ziel? Wohl kaum

Durch die Krise entsteht die Katharsis

Keine Frage: COVID-19 fegt über uns hinweg wie ein gigantisches Feuer zur Brandrodung. Zwar brennt uns bildlich gesprochen schon die Hütte, es sieht aber alles noch aus, wie wir es kennen, nur menschenleerer, ruhiger, zu häuslicher Gemeinschaft im engsten Kreis verdonnert. Doch der Schrecken und auch die Existenzangst sitzen tief.

Auswege bieten sich. Der US-Marketing-Vordenker, Keynote Speaker und Bestsellerautor Mark Schaefer wird nicht müde, seine Idee des „Embrace the Chaos“ zu kommunizieren und zu diskutieren. Sogar seit letzter Woche, als er einen COVID-19-Positiv-Test-Bescheid bekam.  Er steht via LinkedIn, Facebook und seinem Blog Rede und Antwort. Mark entwickelt im Gespräch mit hunderten und tausenden in Echtzeit neue Ideen. Und bietet mit kritischer Wachsamkeit kluge Ratschläge. Klug dadurch, dass er zuhören kann, durch Gespräche lernt, Bemerkungen anderer ernst nimmt, durchdenkt, bewertet und mit seinem Wissen abgleicht, um dieses dann anzureichern und mit anderen wiederum zu teilen.

In der Antike nannten das, was Mark Schaefer so leidenschaftlich betreibt,  Philosophen ‚das dialektische Prinzip’. Damals hat ein Autor nicht einfach seinen Inhalt publiziert und dann auf die KPIs geachtet (haha). Sondern er machte im kleinen Kreis mit seinen Peer-Groups Testlesungen. Um konstruktive Kritik zu erfahren, ggf. Änderungen vorzunehmen und so die Publikationsreife zu erlangen. Die Ergebnisse kennen wir: Es gibt zahllose Schriften die uns bis heute erhalten und lesenswert sind. Darauf besucht auch unser humanistisches Weltbild.

Nagelprobe: Schauen wir uns im WWW oder per Social Media Plattformen an, was zur Zeit von Unternehmenslenkern selbst oder im Auftrag publiziert wird, so ließt sich vieles ‚sachlich‘, wie ein Medikamenten-Beipackzettel. Alles und jedes wird OBJEKTIVIERT. Wo ist aber das Herzliche, das für uns Menschen gemachte? Wir als Menschen sind keine Objekte, sondern wir wollen als Subjekte wahrgenommen werden. Ist das nicht so, verfehlt es die Wirkung und kann uns im schlimmsten Fall krank machen.

Das Gegenteil von GUT ist GUTGEMEINT!

Die ‚neue Sachlichkeit‘ per Thought-Leadership stellt vor dem Reden und Handeln das ‚Zuhören können‘ in den Fokus. Um das zu können, muss man einfachste Grundprinzipien verstehen und beherzigen:

  1. Achtsamkeit, Transparenz und kritisches Denken kultivieren.
  2. Plumpes Männer-/Macho-Gehabe sein lassen. Und endlich Frauen als lebenswichtig akzeptieren und nicht weiter klein halten wollen.
  3. Be.More.Human: Wir haben es nicht mit ‚der Mitarbeiterschaft‘, ‚den Kunden‘, den ‚Anlegern/Investoren‘, ‚den Lieferanten‘ usw. zu tun. Sondern immer mit Menschen und Persönlichkeiten.
  4. Beziehungsfähigkeit ausbauen, über persönliche Kontakte, Peer-Groups, bei Kontaktverbot vorzugsweise über Social Media-Plattformen.
  5. Relevante Botschaften finden, die bei Menschen ankommen (können). Stichwort: Smart Communication (siehe LektüreTipp unten!).
  6. Im Idealfall: Knowledge-Worker werden.
  7. Das Prinzip der Hermeneutik verinnerlichen. Es geht immer um die Sinnhaftigkeit unseres Handeln und Tun. Weniger für uns selbst, sondern für uns alle.

Fortsetzung folgt!

PS: In der Zwischenzeit empfehle ich als Lektüre ein Video von mir auf YouTube, inkl. einer einfachen Checkliste, um ‚The Beauty of Smart Communication‘ besser zu begreifen: “ValueCheck! How smart communication should be .. (2006-2014)”

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Von Andreas Weber, Head of Relationship | English version below

Mehr als #verwunderlich: Ein Großteil der Führungskräfte, gerade auch in den Vorstands- und Geschäftsführungs-Etagen, kommt mit der Gegenwart nicht klar. Ich spüre eine seltsame „Angst vorm Leben“. Viel zu viel Lebenselexier wird darauf ver(sch)wendet, den Status quo aufrecht zu erhalten. Ist das sinnvoll? Eher nicht.

Jetzt, in der Krise, trennt sich die Spreu vom Weizen. Auf einmal wird es klar, worauf es ankommt. Eben nicht auf Besitzstandswahrung, Profitmaximierung und Ellenbogenmentalität. Sondern darauf, seine Tätigkeiten darauf zu fokussieren, durch das eigene Denken und Tun dazu beizutragen, dass wir als Gemeinschaft davon profitieren und es alle besser haben können. #DontWorryBeHappy

Ich empfehle, statt weiter Business-Monopoly einfach mal ausgiebig Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu spielen. Da ist es normal und gewünscht, dass man scheitert, zum Ausgangspunkt zurückkehrt und von Neuem beginnt. Und trotzdem mit anderen Freude haben kann.

Wer nicht versteht, was ich meine, sollte sich die Live-Sessions von Mark Schaefer auf Facebook anschauen. Immer Dienstags und Freitags, jeweils nachmittags. Sein Thema: Embrace the Chaos. Topics: #BeMoreHuman #LeadersDespenseHope und vieles mehr.

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#WednesdayThoughts: fear eat up your soul!?!

By Andreas Weber, Head of Relationship

More than #surprising: A large part of the executives, especially on the executive boards and management floors, are unable to cope with the present. I feel a strange “fear of life”. Too much elixir of life is being used (and gets lost)  to maintain the status quo. Does this make sense? Rather not.

Now, in the crisis, the chaff separates from the wheat. Suddenly it becomes clear what is important. Not to protect the acquis, maximize profits and fighting with elbows. But to focus his activities on contributing through our own thinking and doing that we as a community benefit from it and that everyone can do better. #DontWorryBeHappy

I recommend that instead of playing more business monopoly, simply play extensively a game that we in Germany call „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“ (Man don’t annoy you!). The beauty of this (analog) game: It is normal and desirable that you fail, return to the starting point and start over. And still have fun with others.

If you don’t understand what I mean, check out Mark Schaefer‘s live sessions on Facebook. Always on Tuesday and Friday afternoons. His topic: Embrace the Chaos — #BeMoreHuman #LeadersDespenseHope and much more.

 


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