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Paul Klee, 1879–1940. “Eile ohne Rücksicht”, 1935, 97 (N 17). Kohle und Aquarell auf Papier, 31,5 × 29,8 cm. Sammlung Familie Klee.

Von Andreas Weber als Zusammenfassung der 53. Episode des Podcast „Besser Leben. Schöner Sterben.“ im Team mit dem Arzt David Sonntag.

Rücksicht ist weit mehr als Höflichkeit. Sie ist ein tragender Wert für funktionierendes Miteinander, Qualität in Arbeit und eine positive Lebensperspektive. Sprachlich klingt im Begriff die lateinische Wurzel „respectus“ an: der Blick zurück und der Respekt nach vorn. Praktisch heißt das: Ich bin nicht allein. Ich stehe in Beziehung – zu Menschen, Natur und kommenden Generationen. Rücksicht ist kein Verlustgeschäft, sondern ein Investment in Vertrauen, Kooperation und sozialen Frieden.

Ein Bild hilft: der Straßenverkehr. Gute Fahrerinnen und Fahrer sind im Hier und Jetzt, schauen vorausschauend nach vorne – und bei Bedarf in den Rückspiegel. Wer nur zurückblickt, verpasst den Moment. Wer nie zurückblickt, gefährdet andere. Dosierung ist der Schlüssel: Rücksicht ohne Selbstverlust. Zu viel Selbstaufgabe macht Beziehungen fragil, rücksichtsloser Egoismus sprengt sie.

David Sonntag sagt dazu: „Mein Weg begann in der Gesundheits- und Krankenpflege. Dort lernt man früh, dass Menschen im Krankenhaus selten freiwillig sind – und dass das fragile Gefüge aus Heilung, Angst und Hoffnung nur mit echter Rücksicht funktioniert. Mentoren prägten mich in beide Richtungen: Manche gaben Wissen klar und zugewandt weiter, andere ‚bügelten drüber‘. Beides lehrte mich, Wissen mit Würde zu verbinden.“

Besonders in Pflege und Palliativmedizin ist Rücksicht gelebter Respekt: Würde bewahren, Autonomie achten, Nähe und Zeit geben. Wo Prozesse zu sehr industrialisiert werden, verlieren Systeme ihre Seele – Familien tragen Lasten allein, bis auch die Gesunden krank werden. Rücksicht nimmt Druck raus, verteilt Verantwortung und schafft Menschlichkeit – genau da, wo sie am meisten zählt.

Rücksicht: unterschätzte Stärke für ein gutes Leben, bessere Zusammenarbeit und resilientere Systeme

Rücksicht wirkt universell – oft jenseits formaler Regeln. Wer durch megastädtische Verkehrsströme in Asien oder Südamerika fährt, erlebt „chaotische Ordnung“: nonverbale Abstimmung, vorausschauendes Handeln, lokale Systeme, die funktionieren, weil Menschen Informationen teilen und sich Raum geben. In Deutschland sind Regeln wichtig – und doch läuft es besser, wenn wir zusätzlich die Perspektive wechseln und Situationen nicht nur aus der eigenen Ich-Position betrachten.

Rücksicht beginnt mit Wahrnehmung und Balance:

• Andere und sich selbst zugleich sehen; Grenzen erkennen und die eigenen klar definieren.

• Kurz prüfen: Was ist jetzt wirklich dringlich? Manchmal einen Schritt zurücktreten – ohne sich aufzugeben.

• Nonverbale Signale ernst nehmen: Tempo, Ton, Pausen, Reihenfolge, Präsenz.

• Klarheit plus Wärme: Erwartungen transparent machen und zugleich Spielraum lassen.

• Werte sichtbar leben: Konsequente Haltung schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Im Arbeitsalltag wird das konkret:

• „Arbeite so, dass es der Nächste leichter hat.“ Das prägt Prozesse, Qualität und Teamgeist.

• In der Kommunikation: Mitdenken, mitfühlen, Grenzen sehen – und die eigenen benennen.

• In der Aufmerksamkeit: Wahrnehmungsfähigkeit ist die Vorstufe von Rücksicht. Wer sich selbst nicht spürt, kann andere schwer integrieren.

• Sicherheit stärkt Rücksicht: Wer sich innerlich sicher fühlt, kann leichter Raum geben. Umso wichtiger sind gemeinsame Werte, Verlässlichkeit und klare Kommunikation – in Unternehmen, Politik und Gesellschaft.

Das Schönste sind oft die kleinen Überraschungen: Wenn jemand unerwartet mitdenkt, entsteht ein Wohlgefühl, das Vertrauen vertieft. Solche Erlebnisse tragen – manchmal über Jahrzehnte – und beeinflussen, wie wir Verantwortung dosieren, Entscheidungen treffen und Sicherheit schaffen.

Fazit

Rücksicht ist kein moralisches Ornament, sondern ein praktischer Kompetenzmix aus Wahrnehmung, Respekt, Klarheit und Balance. Sie ist keine Bremse, sondern ein Beschleuniger für gute Beziehungen, stabile Teams und tragfähige Ergebnisse. Wer Rücksicht bewusst kultiviert, lebt leichter – und macht es anderen leichter. Genau darum geht es: besser leben, schöner sterben.

Wenn dich das Thema inspiriert, teil den Beitrag gern und schreib, wo du Rücksicht im Alltag ganz konkret stärkst. Auf die nächsten Schritte – gemeinsam.


Zum Podcast

https://open.spotify.com/episode/0BLNIrEFDlJ2I1UfVthmRR?si=qpCsWmHrSRq4BkHhmNiKHw


Fünf Strategien für vielbeschäftigte High-Performer

Zusammenfassung des Online-Meetings am 1. April 2026 (#keinScherz) von Dr. Stefan Waller alias Dr. Heart, assistiert von Melanie Huber. Als perfekte Ergänzung zu meiner (Podcast-) Initiative „Besser Leben. Schöner Sterben.“

Fühlen Sie sich im Alltag oft zwischen beruflichen Ambitionen und privaten Verpflichtungen hin- und hergerissen? Wünschen Sie sich mehr Energie und Lebensqualität, ohne dabei auf Genuss verzichten zu müssen? Die gute Nachricht ist: Sie haben es selbst in der Hand! Mit smarten Strategien lässt sich ein gesunder Lebensstil auch in den hektischsten Alltag integrieren. Starten wir gemeinsam durch!

1. Gesund genießen – auch auswärts!

Auswärts essen ist Lebensqualität, birgt aber oft Fallen aus Zucker, Fett und Salz. Doch Sie können die Kontrolle behalten:

Der Brotkorb-Falle entgehen: Oft landen schon vor dem ersten Getränk unnötige Kalorien in Form von Baguette mit Öl und Balsamico auf dem Tisch. Fragen Sie sich: Brauche ich das wirklich? Wussten Sie, dass Balsamico-Essig bis zu 76 % Zucker enthalten kann?

Lesen, was drin ist: Die gesündeste Bewegung im Supermarkt? Die Hand umdrehen und auf die Nährwerttabelle schauen! Lassen Sie sich nicht von Marketing-Tricks wie „ohne Zuckerzusatz“ täuschen. Auch eine gesund aussehende Bowl kann eine Zuckerbombe sein.

2. Smart kochen: Meal Prep & Binge Cooking

Keine Zeit zum Kochen? Nehmen Sie sich am Wochenende ein bis zwei Stunden Zeit. Ob Sie ein kleines Gericht oder einen riesigen Wok zubereiten, der Zeitaufwand ist fast identisch. Mit „Binge Cooking“ kochen Sie für die ganze Woche vor, wissen genau, was drin ist, und haben immer eine gesunde Mahlzeit parat. Für mich ist das fast wie Meditation mit schöner Musik!

3. Milieukontrolle: Ihr Zuhause, Ihre Festung

Willenskraft ist ein Muskel, der im Laufe des Tages ermüdet. Sorgen Sie dafür, dass ungesunde Snacks gar nicht erst in Reichweite sind. Füllen Sie stattdessen Ihre Vorräte mit gesunden Alternativen. Tiefkühlgemüse ist hier ein echter Held: Schockgefroren und unverarbeitet, ist es schnell zubereitet und nährstoffreich. Einfach auf ein Backblech, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber – fertig ist eine leckere Mahlzeit.

4. Bewegungssnacks: Jeder Schritt zählt!

Wir sind für Bewegung gemacht, nicht für stundenlanges Sitzen. Schon kleine Unterbrechungen machen einen riesigen Unterschied:

Walking Meetings: Führen Sie Telefonate im Gehen.

Kreative Arbeitsplatzgestaltung: Stellen Sie den Drucker in den Nebenraum, um aufstehen zu müssen.

Fitness-Snacks: Machen Sie vor einem wichtigen Termin 50 Kniebeugen oder nutzen Sie eine Kettlebell während der Kaffee kocht. Integrieren Sie Bewegung in wiederkehrende Routinen („Habit Stacking“). Denken Sie an meine Oma: Sie wurde 100 Jahre alt und wohnte im fünften Stock – ohne Aufzug!

5. Mentale Stärke: Machen Sie Stress zu Ihrem Verbündeten!

Chronischer Stress ist ein Nährboden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Sie können lernen, damit umzugehen:

Akutes Stressmanagement durch Atmung: Wenn der Stresspegel steigt, atmen Sie bewusst langsam und verlängern Sie die Ausatmung. Diese Technik, bekannt als „Box Breathing“ oder Varianten davon, signalisiert Ihrem Körper Entspannung und wirkt sofort.

Stress als Herausforderung sehen: Die Forschung zeigt, dass unsere Einstellung zu Stress entscheidend ist. Sehen Sie Herausforderungen als Chance („Challenge Response“) statt als Bedrohung („Threat Response“). Sie haben die Macht, Ihre Reaktion selbst zu gestalten!

Fangen Sie noch heute an! Suchen Sie sich eine dieser Strategien aus und setzen Sie sie in der kommenden Woche um. Ob Ernährung, Bewegung oder Stressmanagement – jeder kleine Schritt ist ein Sieg für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Auf geht’s!

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Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. — Chinesisch-Niederländische (!) Weisheit

Von Andreas Weber, Head of Humanity

„Jetzt bleiben wir doch mal sachlich…“ — Hört sich gut an. Führt aber zu wenig. Wir brauchen eine ‚Neue Sachlichkeit‘!

Sachlich wäre zu sagen: OK. Wir haben die schwerste Krise unserer Gegenwart. Jetzt müssen wir vor allen Dingen schauen, wie wir da einigermaßen heil wieder rauskommen, um weiter machen zu können wie bisher.

‚Neu-sachlich‘ Agieren heisst: Thought-Leadership („Meinungsführerschaft“) übernehmen und praktizieren. Mit der Ausgangsüberlegung: Wenn uns die Krise so kalt erwischen konnte und es uns ad hoc umhaut, war das, was wir bislang gemacht haben, richtig, weil lebenswichtig und/oder werthaltig?

Momentan ergibt sich bei vielen Unternehmen verständlicherweise ein Bild der Unruhe, Angst, bisweilen Hilflosigkeit. Notfallpläne werden geschmiedet. Getragen von der Hoffnung darauf irgendwie gerettet werden zu können.

Weitermachen wie bisher, ist das ein probates Ziel? Wohl kaum

Durch die Krise entsteht die Katharsis

Keine Frage: COVID-19 fegt über uns hinweg wie ein gigantisches Feuer zur Brandrodung. Zwar brennt uns bildlich gesprochen schon die Hütte, es sieht aber alles noch aus, wie wir es kennen, nur menschenleerer, ruhiger, zu häuslicher Gemeinschaft im engsten Kreis verdonnert. Doch der Schrecken und auch die Existenzangst sitzen tief.

Auswege bieten sich. Der US-Marketing-Vordenker, Keynote Speaker und Bestsellerautor Mark Schaefer wird nicht müde, seine Idee des „Embrace the Chaos“ zu kommunizieren und zu diskutieren. Sogar seit letzter Woche, als er einen COVID-19-Positiv-Test-Bescheid bekam.  Er steht via LinkedIn, Facebook und seinem Blog Rede und Antwort. Mark entwickelt im Gespräch mit hunderten und tausenden in Echtzeit neue Ideen. Und bietet mit kritischer Wachsamkeit kluge Ratschläge. Klug dadurch, dass er zuhören kann, durch Gespräche lernt, Bemerkungen anderer ernst nimmt, durchdenkt, bewertet und mit seinem Wissen abgleicht, um dieses dann anzureichern und mit anderen wiederum zu teilen.

In der Antike nannten das, was Mark Schaefer so leidenschaftlich betreibt,  Philosophen ‚das dialektische Prinzip’. Damals hat ein Autor nicht einfach seinen Inhalt publiziert und dann auf die KPIs geachtet (haha). Sondern er machte im kleinen Kreis mit seinen Peer-Groups Testlesungen. Um konstruktive Kritik zu erfahren, ggf. Änderungen vorzunehmen und so die Publikationsreife zu erlangen. Die Ergebnisse kennen wir: Es gibt zahllose Schriften die uns bis heute erhalten und lesenswert sind. Darauf besucht auch unser humanistisches Weltbild.

Nagelprobe: Schauen wir uns im WWW oder per Social Media Plattformen an, was zur Zeit von Unternehmenslenkern selbst oder im Auftrag publiziert wird, so ließt sich vieles ‚sachlich‘, wie ein Medikamenten-Beipackzettel. Alles und jedes wird OBJEKTIVIERT. Wo ist aber das Herzliche, das für uns Menschen gemachte? Wir als Menschen sind keine Objekte, sondern wir wollen als Subjekte wahrgenommen werden. Ist das nicht so, verfehlt es die Wirkung und kann uns im schlimmsten Fall krank machen.

Das Gegenteil von GUT ist GUTGEMEINT!

Die ‚neue Sachlichkeit‘ per Thought-Leadership stellt vor dem Reden und Handeln das ‚Zuhören können‘ in den Fokus. Um das zu können, muss man einfachste Grundprinzipien verstehen und beherzigen:

  1. Achtsamkeit, Transparenz und kritisches Denken kultivieren.
  2. Plumpes Männer-/Macho-Gehabe sein lassen. Und endlich Frauen als lebenswichtig akzeptieren und nicht weiter klein halten wollen.
  3. Be.More.Human: Wir haben es nicht mit ‚der Mitarbeiterschaft‘, ‚den Kunden‘, den ‚Anlegern/Investoren‘, ‚den Lieferanten‘ usw. zu tun. Sondern immer mit Menschen und Persönlichkeiten.
  4. Beziehungsfähigkeit ausbauen, über persönliche Kontakte, Peer-Groups, bei Kontaktverbot vorzugsweise über Social Media-Plattformen.
  5. Relevante Botschaften finden, die bei Menschen ankommen (können). Stichwort: Smart Communication (siehe LektüreTipp unten!).
  6. Im Idealfall: Knowledge-Worker werden.
  7. Das Prinzip der Hermeneutik verinnerlichen. Es geht immer um die Sinnhaftigkeit unseres Handeln und Tun. Weniger für uns selbst, sondern für uns alle.

Fortsetzung folgt!

PS: In der Zwischenzeit empfehle ich als Lektüre ein Video von mir auf YouTube, inkl. einer einfachen Checkliste, um ‚The Beauty of Smart Communication‘ besser zu begreifen: “ValueCheck! How smart communication should be .. (2006-2014)”

#Apologize.001

By Andreas Weber

 

#DAMNED! I am so sorry! Now that everyone is turning their lives inside out, I have to go on as before!

Thats my poor life: Eat healthy—cook for yourself. No car (driving), but doing most of it on foot. Walk two hours a day to get fresh air. Take care of my family, especially the sick. Pay attention to hygiene. Buy food carefully and take care of everything in the household. No more useless fun trips (anymore). No shopping madness. Work at home (also calmly and with reason).

Phew. It doesn’t end well …

 

 


 

 

#VERDAMMT! Es tut mir so leid! Jetzt, da alle ihr Leben umkrempeln, muss sich so weiter machen wie bisher!

Gesund ernähren—selbst kochen. Kein Auto(fahren), sondern das Meiste zu Fuss erledigen. Zwei Stunden am Tag an der frischen Luft spazieren gehen. Mich um meine Familie kümmern, gerade auch die Kranken. Auf Hygiene achten. Achtsam Lebensmittel einkaufen und umsichtig für alles ins Haushalt sorgen. Keine unnützen Spaß-Reisen (mehr). Keine Kaufrausch-Attacken. Zuhause arbeiten (auch noch in Ruhe und mit Verstand).

Puh. Es nimmt keine gutes Ende…