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Senefelder

English translation, see below!

Fokus: Litho Days III In Türkiye – Ankara (5./6./7.12.2025)

Von Barbara Wilhelmi (Internationale Senefelder Stiftung)

‚Die Lithographie ist auf der ganzen Welt im Vormarsch!‘ – Dieser Satz des berühmten Lithografen Erich Mönch stand in den 70-iger Jahren an der Wand des Druckzentrums in Tübingen, und er erschien schon damals eine ironische Bemerkung zu sein. Bei den Litho Days III in der Türkei im Dezember 2025 wurde dieser Satz Realität, denn schon zum dritten Mal nach 2021 und 2023 hatte das Dou Printstudio von Doḡu Gündoḡdu und Naz Önen zu einem Litho-Event in die Türkei eingeladen und sie stützten sich auf die Kontakte die sie auch beim Internationalen Lithographie Kolloquium der Internationalen Senefelderstiftung im April 2024 geknüpft hatten.



Auch in diesem Jahr präsentierte das Dou Printstudio in Ankara wieder ein reichhaltiges Programm: Zu Beginn der Besuch in der großartigen  Ausstellung „Separation and Merging Point“ (FOTO 1,1 + 1,2), in diesem Jahr gestaltet von der bekannte Kuratorin Eda Berkmen, in der Anafartalar Shopping Mall, No. 203. Zu sehen waren Lithographien von Künstlern, gedruckt im Dou Printstudio (Edition III). Die Werkstatt selbst konnte am Morgen des 6. Dezembers, dem Feiertag der Lithographen, besichtigt werden (FOTO 2).

Im Mittelpunkt der Litho Tage III stand danach das Panel: „DISCUSSING THE SUSTAINABILITY WITH ROOTED LITHOGRAPHY STUDIOS“ (FOTO 3) mit den Printmakern Christian Bramsen (Atelier Clot, Paris), Jan Pelkofer + Paul Klös (Tabor Presse Berlin, Deutschland), Kapser Fleng + Julie Peter Hjörring (Grafisk Värksted, Dänemark), Mikkjal Matras Andersson (Steinprent, Faroe Islands), Louise Aakermann Nielsen (Bornholm) – Moderation: Naz Önen.

Es ging um das Verhältnis der professionellen Drucker in den unterschiedlichen Werkstätten im Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern, die Aspekte der professionellen Druckwerkstätten, die auf die eine oder andere Weise die Vorstellungen der Künstlerinnen und Künstler umsetzen. Die Qualitätssicherung auf hohem lithographischen Niveau wurde ebenso Thema wie der Vertrieb und die Vernetzung der Drucker untereinander, um Perspektiven für die Zukunft entwickeln zu können. Dazu wurde die Frage erörtert, ob Drucke nicht vielmehr den Status von Originalen haben sollten und sich dementsprechend dann auch die Preisgestaltung verändern würde (FOTO 4). Der Wandel ist einerseits geprägt durch den Wegfall der großen Druckereien, aber andererseits gibt es auch neues Entstehen von kleinen Printstudios wie dasjenige in Ankara und eine türkische Künstlerin Derin Tuksal, die seit vier Jahren Derin Print Shop leitet, das Gemeinschaftsatelier für Radierung in Istanbul.

Die Probleme, nicht mehr die Materialien kaufen zu können wie früher, werden nun oft auf unkonventionelle Weise gelöst durch Eigenproduktion. So ist in der Druckwerkstatt von Dou eine selbstgebaute Lederdruckwalze zu bestaunen (FOTO 5). Und dort hängt auch, wie ein Schutzpatron, das lithographische Porträt von Alois Senefelder neben Atatürk (FOTO 6). Das Panel der Lithodays III fand im Erimtan Archäologischen Museum statt, wo ebenfalls eine temporäre Ausstellung (“Litho Wall–1”) für jeweils drei Monate mit einer speziellen Auswahl aus dem Dou Printstudio zu sehen ist. Am Abend des 06.12.2025 gab der dänischen Botschafter, Ole Toft, in der dänischen Residenz in Ankara einen Empfang (FOTO 7). Das Projekt wurde möglich gemacht durch den Support vieler kultureller und politischer Institutionen, wie z.B. das Goethe-Institut in Ankara und weitere Botschaften vor Ort (siehe Aufzählung unten).👇

Vielen Dank für das unvergessliche Erlebnis der Lithoö Tage III. Viel Erfolg für Doḡu Gündoḡdu, Naz Önen und das Duo Print StudioBarbara Wilhelmi

Fotos: Barbara Wilhelmi, Duo Print Studio


Litho Days III in Türkiye – Ankara December 5th to 7th of 2025

by Barbara Wilhelmi (Internationale Senefelder Foundation)

Lithography is on the rise all over the world! This statement by the famous lithographer Erich Mönch was displayed on the wall of the printing center in Tübingen in the 1970s, and even then it seemed like an ironic remark. At Litho Days III in Turkey in December 2025, this statement became reality, as the Duo Printstudio, comprised of Doḡu Gündoḡdu und Naz Önen, hosted a lithography event in Turkey for the third time, following previous events in 2021 and 2023 and they relied on the contacts they had also made at the International Lithography Colloquium of the International Senefelder Foundation in April 2024. 

This year, the Dou Printstudio once again presented a rich program in Ankara:

It began with a visit to the magnificent exhibition “Separation and Merging Point” (PHOTO 1.1 + 1.2) in the Anafartalar Shopping Mall, No.203. The exhibition, curated by the renowned Eda Berkmen, featuring lithographs by various artists, printed by the Dou Printstudio (Edition III). The workshop could be visited on the morning of December 6, the lithographers’ day (PHOTO 2). The panel discussion of Litho Days III began that same afternoon: “DISCUSSING THE SUSTAINABILITY WITH ROOTED LITHOGRAPHY STUDIOS” (PHOTO 3) with printmakers Christian Bramsen (Atelier Clot, Paris), Jan Pelkofer + Paul Klös (Tabor Presse Berlin, Germany), Kapser Fleng + Julie Peter Hjörring (Grafisk Värksted, Denmark), Mikkjal Matras Andersson (Steinprent, Faroe Islands), and Louise Aakermann Nielsen (Bornholm) – moderated by Naz Önen (Dou Printstudio).

The discussion focused on the relationship between professional printers in different workshops and the artists, and the aspects of professional printmaking that, in one way or another, realize the artists’ visions. Quality assurance at a high lithographic level was discussed, as were distribution and networking among the printers to develop future perspectives. The question was discussed whether prints should have the status of originals and whether the pricing would change accordingly (PHOTO 4).  The transformation is characterized on the one hand by the demise of large printing houses, but on the other hand, there is also the emergence of new small print studios, such as the one in Ankara, and a Turkish artist: Derin Tuksal, leading Derin Print Shop, the collaborative etching studio in Istanbul for four years. 

Dou Print is currently the only independent collaborative lithography studio. The problem of no longer being able to purchase materials as before is now often solved in unconventional ways through in-house production. For example, a self-made leather printing roller can be admired in Dou’s printmaking workshop (PHOTO 5). And there, like a patron saint, hangs a portrait of Alois Senefelder next to Atatürk (PHOTO 6). The Lithodays III panel took place at the Erimtan Archaeological Museum with a temporal exhibition (“Litho Wall–1”) which showcases each time a special selection from Dou Print Studio’s collection for three month periods. On the evening of December 6, 2025, reception hosted by the Danish Ambassador, Ole Toft in the Danish Residence (PHOTO 7). The project was made possible by the support of many cultural and political institutions, such as the Goethe-Institut in Ankara and other local embassies (detailed list below).                                                                                                    

Visiting the Lithodays III was a truly memorable experience for me and I wish all the best for Doḡu Gündoḡdu and Naz Önen and Dou Duo Print Studio in Ankara – with best regards Barbara Wilhelmi  

Photos: Barbara Wilhelmi, Naz Önen / Duo Print Studio


Litho Days in Türkiye project has been made possible with the support of 

the Ankara Metropolitan Municipality Directorate of Culture and Social Affairs, 

the French Cultural Centre in Ankara, 

the Goethe-Institut in Ankara, 

the Embassy of Poland in Ankara, 

the  Ministry of Foreign Affairs of Denmark, 

the Ministry of Culture Denmark and the Danish Arts Foundation

as a EUNIC (The Network of European National Cultural Institutes) project, 

along with KAFT’s product and Radisson Blu’s accomodation sponsorship.

 

Invitation poster created by Duo Print Studio

Von Andreas Weber

Lang lebe #Print! Vor allem durch das Pflegen und Bewahren der hohen #Druckkunst. – Seit dem 15. März 2018 feiern wir in #Deutschland im Rahmen der Kultur des immateriellen Kulturerbes den sogenannten UNESCO #TagDerDruckKunst. Im Fokus stehen die künstlerisch genutzten grafischen Drucktechniken des Hochdruck, Tiefdruck und des Flachdrucks (besser gesagt: Chemischer Druck). Hier sind von Deutschland aus seit über 600 Jahren die wichtigsten Impulse gesetzt worden und in die ganze Welt gewandert.

Gestern, am 15. März 2025, durfte ich bei meinen guten Freund und Vorstandskollegen Eckhard Gehrmann in seinem Druckstudio in Friedrichsdorf nördlich von Frankfurt am Main sein. Eckhard und ich gehören seit langem dem Vorstand der Internationalen Senefelder Stiftung mit Sitz in Offenbach am Main an. 

Gut zu wissen!

Alois Senefelder hat vor über 200 Jahren mit der Erfindung des Chemischen Drucks das Medium Print nicht nur popularisiert, sondern wie kein anderer zuvor die Herstellung und Qualität von Printmedien nachhaltig innoviert. Durch den Chemischen Druck, bekannt auch als Lithographie – also das Drucken von Kalksteinplatten, später Aluminium –  konnten die Grundlagen gelegt werden für die modernen Flachdruck-Technologien, die wir als Offsetdruck kennen. Aber auch in der Halbleiter-Technologie ist der chemische Druck durch die sog. Photolithographie bis heute unverzichtbar. 

Fakt ist: durch die verfahrenstechnischen Eigenschaften und einzigartigen Vorteile der Lithographie inklusive der Vielfalt bzw. Güte an Farben und Farbpigmenten, die verwendet werden können, ist die Bebilderungsqualität des Chemischen Drucks unübertrefflich. Selbst modernste digitale Druckverfahren reichen daran nicht ran, was man einfach überprüfen kann, wenn man Original-Lithographien in anderen Druckverfahren reproduzieren möchte. Und auch die Darstellung auf Bildschirmmedien vermittelt eine andere Anmutung, die zwar beeindruckend ist, aber nicht die gleiche Wirkmechanismen besitzt wie der lithografisch-künstlerische Druck. Für mich steht fest: Künstler-Lithographien sind einzigartig in ihrer brillanten Darstellungsqualität und wirkungsvollen Vermittlung von gedruckten Inhalten aller Art. 

Eckhard Gehrmann führte gestern am #TagDerDruckKunst die Prinzipien des Chemischen Drucks vor. Und zeigte den interessierten Besuchern wie variantenreich und einzigartig hochwertigste Bilder gedruckt werden können, vom Kleinformat bis zum Grossformat (177 x 124 cm!). Dabei wird auch durch das Prinzip der sog. Non-Toxic-Lithography auf umweltbelastende Substanzen verzichtet. Es kommen ungiftige Lösungsmitteln und Druckfarben zum Einsatz. Auf seiner Website teilt der Künstler anschaulich seine Arbeit und sein Fachwissen.

Bei der Gestaltung der Bildmotive, die neben Zeichnen das Schreiben von Texten oder sogar im Tonerdruck vervielfältigte Fotos per Umdruckverfahren einschließen, sind keine Grenzen gesetzt. So gelingt eine Freiheit und Varianz bei der bildnerischen Formgestaltung mit raffinierten Effekten, wie sie anders kaum möglich sind. — Es sei denn, weltweit führende Special-Effect-Druckkunst-Spezialisten wie Günter Thomas und sein Team von GTTrendhouse42 in Gelsenkirchen, sind involviert :-).

Zum Video: Eindrücke vom 15. März 2025 in der Druckwerksatt von Eckhard Gehrmann in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main.


Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist besonders hervorzuheben: Druckkünstler wie Eckhard Gehrmann, der übrigens bei dem legendären Steindruckmaler und Druckgrafik-Dozent Christian Kruck an der Städelschule in Frankfurt am Main ausgebildet wurde, schaffen Druckwerke, die nicht als kurzlebiges Verbrauchsgut verwendet werden, sondern hochwertige Sammlerstücke darstellen, die sorgsam bewahrt werden. Diese Druckwerke können auf Maschinen hergestellt werden, die nahezu unverwüstlich sind, über viele Dekaden eingesetzt werden bzw. aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen können. Nachhaltiger geht es kaum, Oder?

Zum 100. Geburtstag — Fotos aus dem Nachlass-Archiv bei Florian Kruck, Hamburg

Alles Gute: Vor 100 Jahren, am 12. Februar 1925, wurde der herausragende Künstler Christian Kruck in Hamburg geboren. Jugend und die erste Studienzeit verbrachte er in der Dürer-Stadt Nürnberg an der Akademie der Bildenden Künste. Sein Kommilitone war unter anderen der Mainzer Gustl Stark, später hochangesehen mit seinen einzigartigen künstlerischen Prägetiefdrucken. 1949, wieder in Hamburg, heiratete Christian Kruck die Malerin Linde Körner. Das Paar zog 1953 nach Frankfurt am Main, da Christian Kruck auf Empfehlung von Erich Heckel zum Leiter der Druckwerkstätten an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule berufen wurde. Ab 1970 wurde er bis zu seinem Tod im Herbst 1985 auch Dozent für Druckgrafik.

„Mit Beginn der Tätigkeit an der Städelschule begann Christian Kruck, durch intensive Forschung und geschicktes Experimentieren die künstlerische Lithographie auf ein neues, bis dato unerreichtes Niveau zu heben. Das Ergebnis war die von ihm so benannte ‚Steindruckmalerei‘, gekennzeichnet durch das Drucken vieler Farben auf einem einzigen Stein“, erläutert Andreas Weber, Vorstandsmitglied der Internationalen Senefelder Stiftung, der Kruck als väterlichen Freund seit Kindheitstagen kannte. „Möglich wurde dies“, so Andreas Weber weiter, „da Christian Kruck eine Schreibtinte zum Vorzeichnen benutzte, die in den Stein eindrang, aber nicht mitdruckte. So konnte er passgenau Farbe um Farbe auftragen, was zu virtuosen Bilddarstellungen führte, die an Intensität und Farbkraft der Öl-Malerei in nichts nachsteht.“ Christian Kruck war aber nicht nur ein begnadeter Lithograph, sondern auch Maler, Bildhauer und verstärkt seit den 1970er Jahren Aquarellist.


Gut zu wissen: Infos von der Nachlass-Website von Christian Kruck

Auf der Website zu Christian Kruck wird zu seiner Lithographischen Arbeitsweise wie folgt erläutert: „Christian Kruck hat die Lithographie zu seinem persönlichen künstlerischen Ausdrucksmittel und Handwerkszeug gemacht. Statt Pinsel und Leinwand nutzt der Maler die besondere Beschaffenheit des Steines um Farben, Formen, Atmosphären und Stimmungen zu transportieren. Während beim üblichen lithographischen Farbdruck mehrere Steine verwendet werden, druckte Christian Kruck alle Farben von einem einzigen Stein.

Zunächst zeichnete er mit Schreibtinte die Konturen der zu druckenden Farbschicht auf ausgesuchte Kalkschieferplatten aus Solnhofen. Anschließend bearbeitete er die Oberfläche des Steins mit Wasser, Chemikalien und speziellen Farbmixturen und Materialien. Nach jedem Druckvorgang mit der Lithopresse wurde die gedruckte Farbschicht abgeschliffen, ohne dass dabei die Konturen der Schreibtinte verloren gingen.

In Ergänzung zu den ersten Flächen wurden jetzt die nächsten Motive aufgetragen, dann der Druck und Schleifvorgang wiederholt, bis alle Farben aufgetragen und die Bildkomposition abgeschlossen war. Bis zu 30 Farben hat Christian Kruck in einer Lithographie vereint. Für den aufwendigen Arbeitsprozess benötigte er nicht selten bis zu vier Wochen.

‚Die Farben überlagern sich in transparenten Schichten, gerinnen zu glasigen oder gedeckten Tönen, lösen sich in atomsphärisch wirkende Farbschleier auf und verdichten sich in Kernzonen‘. (Prof. Wilhelm Weber).


„Es geht mir nicht um die Vervielfältigung, sondern um die Vollkommenheit“ — Christian Kruck


Im Detail: Was macht die Lithographien von Christian Kruck aus?

Scan der Vorder- und Rückseite einer Originallithographie von Christian Kruck. Der Künstler hatte eine spezielle Technik, um auf der Rückseite einen zusätzlich Darstellungs-Effekt zu erzielen. Abbildung: Andreas Weber

Zur Bedeutung des Werks von Christian Kruck

Über seine lithografischen Erkenntnisse und Entdeckungen verfasste Christian Kruck bereits 1962 eine Schrift mit dem Titel „Technik und Druck der künstlerischen Lithographie“. Im selben Jahr 1962 erhielt er einen Lehrauftrag am renommierten Pratt Graphic Art Center in New York. „Keine Frage: Christian Kruck war im besten Sinne umtriebig, neugierig, stets auf Entdeckungsreisen, die ihn außer nach New York und Washington in den USA nach Italien, Spanien, Griechenland, Spanien, Israel und nach den Kanarischen Inseln führte“, erläutert Andreas Weber weiter. „Er konnte durch seine Bildwerke wie auch durch seine Erzählungen wunderbare Stimmungen vor allem rund um den Mittelmeer-Raum teilen. Insbesondere Italien galt seine große Leidenschaft.“

Die Kunstwelt war schon früh auf Christian Kruck aufmerksam geworden. Neben seiner Bekanntschaft mit Künstlerbund-Mitgliedern wie Erich Heckel, Otto Dix und Curth Georg Becker in den 1950er Jahren wurden Kunstexperten auf ihn aufmerksam. Der oben zitierte Kunst- und Lithographie-Experte Prof. Wilhelm Weber, seit Gründung der Internationalen Senefelder Stiftung im Jahr 1975 deren Beiratsvorsitzender bis 1999, stellte in seinem international anerkannten Standardwerk „Saxa loquuntur – Geschichte der Lithographie“ (1964 erschienen in München, London-New York und Paris) die hohe Bedeutung der Lithographie-Kunst von Christian Kruck vor. Ebenso wie Felix H. Man, der Christian Kruck in seinem Werk Artist’s Lithography (1970, London) würdigte. Für ausgewählte, bedeutende Künstler wie Emy Roeder und Oskar Kokoschka verwandelte er deren Vorlagen in künstlerische Lithographien.

Die Werke von Christian Kruck wurden in vielen Dutzend Ausstellungen gewürdigt und befinden sich über Deutschland hinaus in öffentlichen wie privaten Sammlungen in Amerika, England, Holland, Japan, Österreich und Schweiz. (Komplette Verzeichnisse sind in der Publikation der Edition H. W. Fichter „Christian Kruck – Italiens Tage“, 1998 in Frankfurt am Main erschienen).

Würdigungen durch die Internationale Senefelder Stiftung

„Mit Christian Kruck fand sich ein würdiger und hochverdienter Hauptpreis-Träger unseres allerersten Senefelder-Preises aus dem Jahr 1975. Wir werden sein Schaffen und Werk im Rahmen unserer Jubiläumsausstellung ‚50 Jahre Internationale Senefelder-Stiftung‘ im Offenbacher Haus der Stadtgeschichte besonders würdigen. Denn auch heute noch sind die künstlerischen Lithographien von Christian Kruck unerreicht und ein strahlendes Vorbild für nachfolgende Kunstschaffende“, wie Prof. Gerhard Kilger, Vorsitzender des Vorstands der Internationalen Senefelder-Stiftung, ausführt.

Und Eckhard Gehrmann, Vorstandsmitglied der Internationalen Senefelder Stiftung und Schüler von Christian Kruck, merkt an: „Christian Kruck hat zu seiner Zeit an der Frankfurter Städelschule die Druckgrafik als eigenständiges Medium durchgesetzt. In seiner Druckgrafik-Klasse hat er ganze Generationen von Studierenden für die Lithographie begeistert — unter anderem auch mich. In Christian Kruck’s Werkstatt herrschte eine ausgesprochen gute Gemeinschaft, eine große künstlerische Freiheit und seine Tür war, im wahrsten Sinne des Wortes, jederzeit offen.“


Weitere Informationen

Hinweis: Die vom Sohn Florian Kruck initiierte Website http://www.christiankruck.de/ gibt einen detaillierten Einblick in das Leben und Werk von Christian Kruck.


Informationen zu Internationale Senefelder Stiftung, dem Senefelder-Preis und der Jubiläumsausstellung 2025 finden sich auf der Website der Stiftung https://www.senefelderstiftung.de/