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ValueCamp!

China in Mainz 2015

„China in Mainz“: Spontan organisierter Kunstevent mit dem renommierten Maler Jian Xu und seiner Familie aus Beijing (Peking) zum Chinesischen Neujahr-Fest 2015. Mit Gesang (Arien aus der Chinesischen Oper), Filmdoku/Videointerview, Malerei, Kalligrafie und Mal-Vorführung in traditioneller chinesischer Technik.

Andreas Weber zum Start seines „Kommunikationsparadieses“, das er in Mainz angesiedelt hat. Der Premiere wohnten am 2. September 2015 rund 40 Jour Fixe-Gäste des Kunstverein Eisenturm Mainz (KEM) bei.

„Sinneserfahrungen stellen einen Zusammenhang her, der so fundamental ist, dass wir ihn für gewöhnlich übersehen — nämlich zwischen uns und der Welt.“ — Wilhelm Schmid, Philosoph, sowie Autor des Bestseller „Gelassenheit. Was wir gewinnen, wenn wir älter werden.“

Ein deutliches, weil in der Konsequenz krasses und provokantes Statement fügt Wilhelm Schmid seinen Äusserungen bei: „Was wüssten wir denn von der Welt, wenn wir nichts mehr sehen, nichts mehr hören, nichts mehr schmecken, riechen und tasten könnten? Nichts! Deshalb sind die Sinne wichtiger als das Denken. Die moderne Tendenz aber ist, die Sinne technisch zu ersetzen.“

Was hilft uns in diesem Kontext, nicht nur WAHRZUNEHMEN, sondern zu VERSTEHEN?

Gemäß meiner Erfahrung und Überzeugung gibt es nur einen Weg: Um von der Sinneswahrnehmung tatsächlich profitieren zu können, bedarf es erstens der Kunst, die das Dasein thematisiert. Und zweitens einer Kommunikation, die aus der Kunst die Kunstsinnigkeit gedeihen lässt. Kunstsinnig meint per Definition: Verständnis, Interesse für Kunst besitzend, ausdrückend. — Kunst lehrt uns zu VERSTEHEN. Und fördert jede Form von kognitiven Prozessen.

Ein von Sinnhaftigkeit geprägtes Verstehen bestimmt unser Dasein. Es entwickelt sich nur, wenn das, was wir tun, spürbar und erfahrbar wird durch Gefühle, Glückseeligkeit, Gedanken, die wir in Gesprächen teilen. In diesem Sinne müssen die Verknüpfungen von Sinneswahrnehmung, Verständnis und Sinnhaftigkeit erfahrbar und begreifbar werden, mit dem Anspruch, Kunst als essentiellen Bestandteil unserer Kommunikation zu verankern.

Apropos: Wo ginge dies besser als in der Gutenberg-Stadt Mainz, der Geburtsstätte der Kultur unserer Kommunikation. Wie ginge dies besser als in historisch ausgestalteten Räumen, die die Kunst des Lebens mit der Welt der Kunstsinnigkeit vereinen. Warum geben wir der Kunst und den Künstlern nicht mehr Raum in unserem Alltag — nicht als Element der Unterhaltung, sondern elementar als Katalysator unseres Verstehens?

Exkurs: Kommunikation ermöglicht Verstehen

„Wie lässt sich eine gemeinsame überlegte, verständigungsorientierte kommunikative Praxis befördern in einer Zeit eminenter Bedrohungen und besinnungsloser Hektik?“ — Dieser Frage stellte sich vor vielen Jahrzehnten der Philosoph Hans-Georg Gadamer.

Die moderne Entwicklung [getrieben durch Technikgläubigkeit] führe gemäß Gadamer „gerade nicht zu mehr, sondern zu weniger Reflexion, somit zu weniger Vernunft. […] Anstatt miteinander zu kooperieren, heißt Handeln somit nur noch geschickter Umgang mit Maschinen. Wie lässt sich gegenüber einer solchen Entwicklung eine überlegte und kommunikative Praxis befördern, die zu verantwortlichem Handeln beiträgt? Das gelingt jedenfalls nicht durch die weitere Technisierung der Welt, nicht durch immer mehr Information, auch nicht durch ideologische Beschwörungen. Stattdessen – so Gadamer – sollte dem Einzelnen überlegtes Handeln erleichtert werden: Dazu muss er sich mit anderen Menschen auseinander setzen, mit ihnen reden, eben das lebendige Gespräch suchen. — (…)  Die modernen Wissenschaften und Technologien gaukeln den Menschen vor, sie könnten die Welt beherrschen. Dagegen hofft Gadamer auf das Gespräch als eine Art Gegengewicht zur Technisierung der Welt. Denn Sprechen heißt für Gadamer Leben, das sich gerade nicht in technischen Strukturen realisiert. Der Mensch erhebt sich nicht über das Leben und auch nicht über das Sprechen, sodass er beide kontrollieren könnte, sondern lebt in und mit der Sprache.“ [Quelle: Beitrag von Hans-Martin Schönherr-Mann, in: Ethik des Verstehens]

Kunst ist Kommunikation. Und Kommunikation ist Kunst. 

Damit ist das Fundament unseres Mainzer Kommunikationsparadieses gelegt. Ein Ort als ein Wirkungsraum für Gespräche. Gespräche über das Leben, die Kunst, die Technologien, die Sinnhaftigkeit unseres Daseins und Tuns. Diese Gespräche werden beflügelt durch das künstlerische Schaffen aller Disziplinen, multisensorisch und vielfältig erfahrbar.

Wer mehr erfahren will über das Kommunikationsparadies, es aktiv nutzen, sich einbringen möchte, der wende sich bitte persönlich an Andreas Weber

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Gute Gespräche über das neue Projekt „The Art of Print“: Mit Sabine Geldermann, Messe Düsseldorf (links) und Dr. Ying Lin-Sill (rechts). Foto: Selfie durch Andreas Weber (Frühjahr 2015).

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© 2014/2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

LEITFADEN: Neue Formen der Kommunikation zur optimierten und wirkungsstarken Technologie- und Innovationsvermarktung. Im Fokus: Multichannel Innovation!

Von Andreas Weber, Mainz

 

Status quo

Paradoxon? — Die Print- und Publishing-Branche tut sich trotz nachweislicher Technikkompetenz erheblich schwerer als andere Branchen beim grundlegenden Verständnis und der Nutzung von digitalen Kommunikationsformen, vor allem bei Social Media. Übersehen wird, welche Wirkungseffekte durch Twitter, Facebook & Co. erreicht werden können, gerade für Print, um den Anschluss zu halten und auszubauen.  Zudem werden wichtige Begrifflichkeiten und Marktentwicklungen unterschiedlich und zumeist falsch ausgelegt, was vieles ad absurdum führt. Social Media wird für zeitfressendes Spielzeug gehalten, obgleich längst alle relevanten Innovationen erst durch Social Media zum Tragen kommen!

Aktuelle Fallbeispiele zeigen, dass nicht nur grosse Reichweiten möglich sind, sondern — noch viel wichtiger — Interaktionen entstehen, die die Kommunikationserfolge durch Marketing und Vertrieb einfach und zielführend nacharbeiten lassen. Dabei gilt: Erfolgreiche digitale Kommunikation zielt nicht auf das Verkaufen ab, sondern beflügelt die Vertriebs- und Marketingarbeit durch eine clevere Positionierung, rasche Bekanntheit und sofortige Nachfrage.

Zielsetzung

  1. Digital-medial den Kontext herstellen zwischen den Technologie- und Innovationsmöglichkeiten und der spezifischen Situation des Kunden/Interessenten.
  2. Inhalte gemäß bestens etablierten und bewährten Formen eines zeitgemäßen „Storytelling“ entwicklen, die Nutzerinteressen in den Fokus rücken. Dies gelingt bei Social Media am besten durch integrierte Text- und Bildanimationen, Filme und eine kluge Multichannel-Konzeption..

Empfehlungen, um die Vorteile der digitalen Kommunikationsmöglichkeit erfolgreich zu nutzen

Wichtige Verständnisgrundlagen

  1. Die neue Form der Social Media-Kommunikation geht weit über gewohnte PR- und Kommunikationsmöglichkeiten hinaus, da sie direkte Interaktionen und Vernetzungen bewirken (und nicht nur einen News-Push-Effekt via Drittmedien) und in Echtzeit qualifiziert messbar sind.
  2. Es muss nicht mehr über Leads und Adresspofile den Lesern/Users hinterhergejagt werden.
  3. Es gibt  keine Abhängigkeit von Dritten wie z.B. Fachmedien, die etwas mehr oder weniger richtig und wirksam mehr oder weniger rasch publizieren — oder eben nicht.
  4. Ohne Streuverlust werden zu Hundert Prozent Zielpersonen und Gruppen erreicht, die sich durch die Wahl der richtigen Themen ergeben.  Erreicht werden also alle, die sich aktiv für  Technologie-Innovation, Information Management, Digital Transformation etc. interessieren.
    Hinweis: Dies wird durch die Hashtags („#“) sowie die Verschlagwortung und Verlinkung in den Blog-Beiträgen hundertprozentig sichergestellt.
  5. Durch die hohe Popularität von Twitter und Facebook, insbesondere im B2B, führen organisch skalierbare Reichweiten zu hohen Interaktionszahlen, die klassische B2B-Medienangebot bei weitem übertreffen. Zudem weiss man anders als online bei Printmedien gar nicht exakt, welche Story wie gelesen wird oder nicht.

Wie verhält sich Social Media zu klassischer PR?

Generell ist die Rolle von Social Media im Vergleich zu Artikel in der Presse oder Newslettern anders:

  1. Social Media Beiträge zeichnen ein subjektives, persönliches Bild und sind durch ihre lakonische Knappheit besonders pointiert.
  2. Gute Twitterer genießen hohe Aufmerksamkeit ihrer Follower, d. h. die Tweets werden tatsächlich gelesen (was man ja von klassischen Fachartikeln häufig nicht erwarten kann).
  3. Was bei hochkarätigen Anlässen wie Kundenveranstaltungen, Messen u. ä. stets ausgebaut werden kann, sind Blogger-Relationen (Kluger Rat von @jbenno).

Grundfeiler einer erfolgreichen Vorgehensweise

  1. Entwicklung einer Social Media-konformen Grundkonzeption für Inhalte in Form knapper, hochpräziser Botschaften mit Bildern und Links. Und vor allem mit Video-Animationen.
  2. Vernetzte Aktivitäten inkl. einer nicht vordergründig werblichen Content-Strategie, die eigene Inhalte und Aktivitäten (wie Demos, Open Houses, Messen etc.) in den Fokus rückt, um sich als Kompetenzinstanz mit erstklassigen, Unternehmens-spezifisch maßgeschneiderten Lösungsangeboten zu profilieren.
  3. Etablierung von Twitter als Leitmedium, flankiert durch Blog-Posts und effektvolle Aktivitäten auf  Facebook, LinkedIn, XING und Google Plus. YouTube dient dabei Sekundärplattform, um Filmmaterial bereit zu stellen.
  4. Synchronisation mit den etablierten PR-Maßnahmen zum Ausbau der MarKom-Aktivitäten sowie Verlinkung von originären Unternehmens-Inhalten mit den neu zu schaffenden.

Fazit / Der nächste Schritt

Wenn unser Leitfaden Ihr Interesse gefunden hat, schlagen wir vor, die Themen und Ihren  spezifischen Bedarf in einem Workshop zu vertiefen. Gerade auch um Fallbeispiele gemeinsam anzuschauen und zu besprechen. Und um eine für Ihre Belange richtige Vorgehensweise zu entwickeln.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Von Andreas Weber, CEO Value Communication AG

Das erste ValueCamp! Event in Mainz stellte ein spannendes Thema in den Fokus: Zukunft Zeitung. Eine exklusive Runde informierte und diskutierte. Vorausgegangen waren intensive Gespräche und ValueCheck!-Analysen, die beim ValueCamp! vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse, die sich aus Value-Sicht ableiten lassen, im Überblick:

  1. Die Rede von der “Print-Krise” ist ein abstruses, dummes und kontraproduktives Ablenkungsmanöver der Medien- und Verlagszunft, unterstützt durch naiv-devote Fachmedien-Berichterstattungen und Lobbyisten. Hierzu gehört auch das Debakel rund um das von den Medien/Zeitungsverlagen durchgeboxte Leistungsschutzrecht. Die sinnlose Schlacht gegen Google (als bisherigem Partner und Profitlieferant für Online-Werbung auf Verlags-Websites) ist verloren, die Zeitungsverlage in Deutschland werden drastisch an Traffic auf ihren “Digitalangeboten” im Web verlieren.
  2. Es gibt also eine veritable “Zeitungs-Verleger”-Krise, die auf dem Rücken der Mitarbeiter und Leser ausgetragen wird. Und die die aktuellen Marktentwicklungen völlig falsch einschätzt.
  3. Junge Zielgruppen (19 bis 29) wenden sich ab, nicht weil sie kein Print mögen (im Gegenteil!), sondern weil ihr Bedürfnis nach langen Textstrecken, die lesenswert und relevant sind, aber bei Digitalen Angeboten verpönt sind, von Zeitungsverlegern nicht adäquat angeboten werden. Daher werden Blogs und alternative News-Angebote bevorzugt, vor allem auch zum Meinungsaustausch über News (siehe reddit.com).
  4. Der “Bildungsauftrag” der Zeitungsverlage, wie er in Schwellenländern rund um den Globus unabdingbar ist, wird in der ersten Welt nicht mehr wahrgenommen. (Von Ausnahmen abgesehen, siehe Die Zeit). Gemeint ist, dass der Leser an Themen herangeführt wird, die er von sich aus nicht als wichtig erahnen und erachten kann.
  5. Diese (von den Zeitungsverlegern hausgemachte) Krise ist nicht neu, sie existiert seit rund 30 Jahren, da Leserinteressen nicht nachgekommen wird, was empirisch nachweisbar ist. Die Redaktion bestimmt, was publiziert wird. Kontinuierliche Leserbefragungen oder auch Leserreporter sind die seltene Ausnahme (v. a. bei Axel Springer SE).
  6. Zwangsläufig ist die Krise daher eine Content-Krise der Verlage, die auf Geheiss der Verlagskaufleute statt Qualitäts-Journalismus nur noch Quoten-Journalismus liefern, koste es was wolle. Es lebe das Spektakuläre, auch wenn es die Tatsachen nicht mehr korrekt wieder gibt.
  7. Sowohl Leser als auch Werbekunden der Zeitungsverlage wenden sich ab, weil Zeitungen in dieser Machart keine Wirkungskraft mehr entfalten und Misstrauen stiften.
  8. Zeitungsverlage, die noch in ihrem Kerngeschäft kostendeckend arbeiten können, werden durch die herbeigeredete Krise unnötig geschwächt. Denn:
  9. Für Werbungtreibende und Markenunternehmen entsteht eine prekäre Situation, da es ausser TV keine relevanten, zuverlässigen reichweitenstarken Medien mehr gibt. Daher werden andere Direktwerbeformen bevorzugt, die kein klassisches Medium mehr benötigen, da sie Kommunikation und Transaktion nahtlos verknüpfen (Aussenwerbung, Direkt-/Dialogmarketing, POS-Werbung und zunehmend Interaktionen über Social Media Plattformen).
  10. Pikant: Die Zeitungsverleger wie alle klassischen News-Anbieter inkl. Reuters, BBC und CNN haben vor Twitter kapitulieren müssen. Twitter ist das schnellste und wirksamste “News-Medium” geworden — lokal, regional, national, global. Das Angebot der Zeitungsverleger wird allerdings nicht substituiert, sondern schlichtweg nicht mehr gebraucht.

Epilog: Dank an Michael Lattreuter, Andreas Kaufmann und Ulrich Smets, FDI-Bezirk Mainz / Wiesbaden, für das Zustandekommen der Expertenrunde. Und an Jörg Blumtritt alias @jbenno für seine fundierten Beiträge aus Sicht der Medienanalyse und Marktforschung.

Wir sind gespannt, wie die Reaktionen anderer Teilnehmer ausfallen. Und greifen die Meinung anderer gerne auf. Es darf und muss bei einem so wichtigen Thema offen und nachhaltig diskutiert werden.

 

Per Klick zur Video-Dokumantation (10 Minuten, die sich lohnen)

 

Impressionen: 

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Vortragscharts von Andreas Weber

 

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