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ValueDialog — Neuer Blick auf Multichannel: „Es gibt kein Entweder — Oder!“

 

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© 2016 Collage: Andreas Weber, Mainz. / Einzelbild-Nachweise: http://www.traffic-bs.de/footer/impressum.html

 

Patrick Donner, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von TraffiC in Braunschweig, ist ein Multichannel-Unternehmer der ersten Stunde. Mit ausgeprägtem Hang zu werthaltiger Kommunikation. Ein Entweder-Oder gibt es für ihn nicht. Alles, was Kommunikation über Medien hochwirksam und response-stark macht, zieht er für seine innovativen Lösungen ins Kalkül. So wurde aus dem Firmen-Zusatz „Druck, Direktmarketing, Digitale Medien“ zwischenzeitlich „Print Online Solutions“. 

Interview: Andreas Weber | Click for English Text Version

Kernaussagen & Tipps für den erfolgreichen Einsatz von Multichannel:

  1. Begreifbarkeit: Haptisch erfahrbare Botschaften erfahren durch Digitalisierung an Wert, weil sinnlich-nachhaltig, auffälliger und für Online extrem stimulierend.
  2. Akzeptanz: Komplexität reduzieren, Ängste abbauen, Wissensaustausch und Vernetzung stärken, Transparenz schaffen.
  3. Flexibilität: Multichannel ist individueller, interaktiver, kundenfreundlicher und marktorientierter als jede andere mediale Kommunikationsform.

 

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Für den Fachbegriff Multichannel gibt es viele, teilweise widersprüchliche Definitionen. Wie lautet Ihre? 

Patrick Donner: Multichannel definieren wir bei TraffiC sehr konkret und ganz pragmatisch: Kommunikation aus differenzierten Medien zusammenführen. Mit Fokus auf Print, Email, Web und Social Media. Das Ziel lautet, emotionale Erlebnisse herbeiführen, die sowohl die haptischen Erlebnisse via Print als auch die Schnelligkeit und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit digitaler Kommunikation zur Wirkung bringen. Dabei bildet Individualität in der Vernetzung von Print und Online den Schlüssel für das Interesse beim Kommunikationspartner. Multichannel in unserem Sinne schafft effektive persönliche Erlebnisse im Gegensatz zu sonst üblichen ‚Gießkannen-Aktivitäten’.

Print ist für Sie eine wichtige Säule bei Multichannel?

Patrick Donner: Unbedingt. Nur „digital“ zu kommunizieren, reicht nicht. Print ist für Online-Aktivitäten ein ganz wesentlicher Wirkungsverstärker, um das Multichannel-Erlebnis bestens ‚begreifbar‘ zu machen. Greifen und Begreifen bedingen sich, sind evolutionärer Teil unserer Existenz, die sensorisch geprägt ist. Bedruckstoffe haben die Eigenschaft, Inhalte nicht nur attraktiv darzustellen, sondern diese sinnlich und nachhaltig erfahrbar zu machen.

Was sind aufgrund ihrer Erfahrungen bei der Vermarktung von Multichannel-Services/-Lösungen die Hemmfaktoren?

Patrick Donner: Unser Fokus auf „Online. Print. Solutions.“ erlaubt, dass wir Multichannel als solides Fundament für ein kunden- und marktorientiertes  Lösungsgeschäft nutzen, das durch skalierbare Kampagnen beste Erfolge im Dialog unserer Kunden mit ihren Kunden erzielt. Echte Hemmfaktoren gibt es eigentlich keine. Es gibt unbegründete und begründete Zweifel. Das liegt zum einen am unterschiedlichen Wissen im Umgang mit Daten. Hierbei entstehen noch zu oft technische und rechtliche Missverständnisse, um klar zu sehen, was Sinn macht, erlaubt ist oder was nicht. Zum anderen ist auf Kundenseite der intensive interdisziplinäre Dialog und die Vernetzung etwa von Printbuyern und Online-Marketing-Zuständigen nicht ausgeprägt, wenn diese organisatorisch unterschiedlichen Bereichen zugeordnet sind. Dann sind oft auch die nötigen IT-Schnittstellen nicht vorhanden, was Multichannel in seiner Entfaltung bremst. Als Drittes entsteht dann Angst vor der Komplexität von Multichannel.

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Wie steuern Sie dagegen? Welche Erfolgsfaktoren nutzen Sie?

Patrick Donner: Wir ermöglichen beste Transparenz, Anschaulichkeit und Flexibilität, nicht zuletzt durch das smarte Marketing-Cockpit unserer Software-Architektur von XMPie. Unsere Demos und Fallbeispiele kommen sehr gut an, weil wir nicht einfach nur Medienprodukte herstellen, sondern als Lösungsanbieter in Echtzeit messbare Kampagnen aufgrund klarer technischer Strukturen und Prozesse anbieten. Angst vor Komplexität reduzieren oder schalten wir ganz aus, da wir Mehrwert-Services anbieten. Kunden steuern wie gewohnt ihre Inhalte bei, die von uns medial transformiert, also für multichannel verwendungsfähig gemacht werden. Der Zeitaufwand für den Kunden wächst damit nicht und die Kosten sind im Vorfeld klar darstellbar, ebenso wie die steigenden Erfolgsaussichten. Dies darzustellen, darin liegt die Kunst und der riesige Vorzug bei Multichannel: Lukrative Potentiale ergeben sich durch Mehrwert-Lösungen!

Worin liegt dieser Mehrwert bei und durch Multichannel?

Patrick Donner: Wir erzielen in jedem Fall höheren Response, der recht gut durch Musterkampagnen sowie bereits in der Anbahnungsphase belegbar ist. Wie gesagt liegt unsere Stärke in der Verknüpfung von Print und Online. Kunden wissen aus eigener Erfahrung, dass z. B. im Direktmarketing durch reines Emailmarketing zu wenig Wirkung erreicht wird, weil heutzutage zu vieles per Email versendet wird. Das überfordert die Empfänger. Multichannel-Kampagnen erlauben, exakt auf die spezifischen Kommunikationsbedürfnisse und Befindlichkeiten einzugehen. Kampagneninhalte wie auch der Zeitraum können „on-demand“ verändert und optimiert werden, um Marketingziele zu erreichen und auszubauen. Wir liefern dazu die Messdaten.

Können Sie dies durch Beispiele aus Ihrer Praxis erläutern?

Patrick Donner: Ein sehr gutes Beispiel sind Rückrufaktionen im Automobilsektor. Dies muss schnell und zuverlässig ablaufen. Zudem muss sichergestellt werden, dass der PKW-Nutzer nicht nur informiert wird, sondern auch reagiert. Wir bieten Kampagnen an, die per PURL [Personalisierte Website mit geschützten Kundendaten] Rückgriff auf das eigene Fahrzeug bieten, die Reaktion des PKW-Nutzers erfassen und über uns in das IT-System der Automobilfirma zurückgespielt wird.

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Funktioniert Ihr Multichannel-Prinzip auch bei Neukundengewinnung oder dem Ausbau des Stammkundengeschäfts?

Patrick Donner: Klar! Bestens! Mein Lieblingsbeispiel mit messbaren, validierten Daten: 40.000 Versicherte sollten per Multichannel angesprochen werden, um auslaufende Verträge zu prolongieren. In drei Phasen: 1. Print-Mailing. 2. Email-Nachfrage mit PURL. 3. Dank an den Versicherten. Das Ergebnis: Mehr als 30 %, exakt 14.031 Versicherte haben verlängert. Spannend: Davon haben 6.619 ‚analog‘ reagiert per Postkarte, die anderen online per PURL. Das hatte seitens der Versicherung niemand erwartet, man wollte anfangs die gedruckte Postkarte weglassen. Jetzt wissen alle: Am besten fährt, wer in der Kommunikation dem Endkunden die Freiheit der Wahl lässt zwischen digital und analog!

Wie werden sich Multichannel-Services verändern mit Blick auf die Digitalisierung aller Geschäftsprozesse, die zwangsläufig via Internet-of-Things und Industrie 4.0 explosionsartig in neue Dimensionen vorstößt? 

Patrick Donner: Unsere Lösungen sind auf Industrie 4.0-Anforderungen  bestens vorbereitet. In der Kommunikation unseres Kunden mit dessen Kunden läuft weitgehend alles automatisiert. Das gesamte Job-, Workflow- und Projektmanagement ist digital. Die „Sollbruchstelle“ liegt in der Transformation der Inhalte. Hier sind Teilautomatisierungen bereits möglich. Ebenso das „automatisierte“ Umlegen des Schalters von analog (via Print) auf Digital (per Web und Social Media), da bei der XMPIe-Software alle Inhalte bereits hinterlegt sind und automatisch transformiert werden.

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Was bleibt bestehen, was muss neu durchdacht werden? 

Patrick Donner: Auf Kundenseite werden viele Firmen das Thema Multichannel neu durchdenken, sich organisatorisch und technisch darauf einstellen und im eigenen Unternehmen Multichannel einen wesentlich höheren Stellenwert einräumen.  Multichannel wird dadurch populärer und in seiner Bedeutung noch wichtiger. Denn: Es gibt in der Kommunikation kein Entweder – Oder!  — Im Print-Bereich haben wir durch unsere innovativen Premium-Digitaldruck-Lösungen eine hohe Konstanz und Sicherheit für die nächsten Jahre. Kniffliger gestaltet sich der Onlinebereich. Durch das Boomen der mobilen Kommunikation wächst die Vielfalt der Anforderungen an die Gestaltung von Inhalten, eng gekoppelt mit der Distribution und Darstellung auf Displays. Einiges muss von uns sicher noch eine ganze Weile manuell bearbeitet werden, weil die jetzigen Werkzeuge es nicht anders zulassen oder weil Inhalte nach wie vor durchdacht und quasi redaktionell angepasst werden müssen. Wir bleiben wie immer am Ball und sind ganz vorne dabei!

Vielen Dank für das aufschlussreiche Expertengespräch.
Wir sehen uns spätestens auf der drupa 2016!

 

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Kontakt:

Traffic Print · Online · Solutions GmbH
Heesfeld 7 – 8
38112 Braunschweig
Telefon: +49 531 256 32 0
Telefax: +49 531 256 32 22
E-Mail: info[at]traffic-bs.de

 

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