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Von Andreas Weber, Mainz

Wunderbar. Humorvolle Kritik setzt durchaus ernsthafte Diskussionen in Gang. Mitten in der Fastnachtszeit (für Nicht-Mainzer: Karnevalszeit) hatte ich in Anbetracht neuer Werbeanzeigen von Flyeralarm auf Facebook angemerkt, dass Drucksachen nunmehr völlig umsonst seien, vor allem weil es in der Öffentlichkeit nur noch um Rabatte und Preisnachlässe geht. Mit der Perspektive, dass wohl irgendwann ein Drucksachenbesteller Geld bekommt, wenn er bei Online-Druckereien produzieren lässt. Haha! Ist doch cool, oder?

Als entscheidender Aspekt kristallisiert sich in der Diskussion heraus, dass wir im Druckmarkt auf Ramsch-Niveau angekommen sind. Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: „Wie kann man den Wert von Druckerzeugnissen adäquat darstellen?“

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Unser DigitaldruckForum-Mitglied auf XING, Alexandra von Froreich, kommentierte: „Die Frage ist doch, wer leistet sich welches Druckprodukt für welchen Zweck? Immer ‚billiger, günstiger’ wird irgendwann einfach dazu führen, dass die Kunden, die Wert auf Qualität legen und Geld für Ihre Produkte ausgeben, sich ganz klar im Vorteil befinden, da sich ihre Produkte von der Masse abheben. Umkehrschluss: Wer sich billig präsentiert, wird eben bei den ’größeren’ keine Chance haben. Wie war das noch mit dem Darwinismus? ;-) Ich denke, dass man mit Gelassenheit und einem Lächeln sehr gut reagieren kann … — Danke für den Beitrag Herr Weber und einen schönen Sonntag. Grüße aus Zell (Mosel).“

Wer sind nun die Spassbremsen?

Das Grundübel ist: Die Druckbranche hat kein übergreifendes und wirksames Sprachrohr (mehr). Druckereien haben seit langem ihre Kommunikationsaufgaben anderen überlassen. Technologielieferanten, Messegesellschaften, Fachmedien, Fachverbänden, Beratungsfirmen und Marktforscher propagieren mehr oder weniger synchronisiert, was ihnen wichtig erscheint. Mit der Realität der Druckereien hat dies aber immer weniger zu tun. Ganz zu schweigen von den Anforderungen der Drucksachenankäufer, die kaum Berücksichtigung finden, obgleich sie klar ausgesprochen werden.

Prekäre Schieflage

Im Ergebnis wird die Diskrepanz immer größer zwischen dem, was durch zeitgemäße Print-Kommunikation geleistet werden könnte, und dem, was die Druck-Branche offeriert. Der im Januar 2015 vorgestellte Canon Insight Report „Gestalten Sie Ihre Zukunft mit Druck“  belegt dies: Innovationen werden kaum genutzt, weil die Druckereien ihre Kunden darüber gar nicht umfassend und verständlich informieren. Und die Wünsche der Druckerei-Kunden über die Druckproduktion hinaus, also vernetzte Kommunikationsbedarfe, werden nicht wahrgenommen.

Und damit sind wir wieder beim Wert der Drucksache an sich angelangt: Werte sind messbar durch Effekte, die erzielt werden. Und nicht durch eine unsinnige “Geiz ist geil”-Mentalität.

Das ist keinesfalls dadurch erfüllt, dass

  1. der Fokus alleine darauf liegt, Druckerei-interne Prozesse z. B. über Web-to-Print zu optimieren, wobei nach wie vor das Erstellen einer druckfertigen Datei viel komplizierter und aufwändiger ist, als zum Beispiel das Publizieren einer HTML5-Website über Anbieter wie wix.com, das sich quasi in minutenschnelle ohne Programmierkenntnis realisieren lässt;
  2. die Anforderungen von Drucksacheneinkäufern ignoriert werden, die sich zunehmend für Multi-Channel-Kommunikation (sprich, die Verbindung von Print, Online und Bewegbild) interessieren und dies mit ihren Druck-Lieferanten bewerkstelligen wollen.

Fazit (und kein Witz!): Die Situation im Druckmarkt ist äußerst prekär. Für eine Trendwende oder besser Kehrtwende stehen aber die Chancen gut, wenn die Kommunikation über Drucksachen von Druckereien verbessert wird und man diese Kommunikationsaufgaben nicht weiterhin anderen überlässt.

 

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@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Composing: Yajing Huang, Mainz.

 

Das Besondere an China und seinem nachhaltigen und tiefgründigen Kulturverständnis kann man wie folgt zusammenfassen:

  1. Über Jahrhunderte innerhalb von Jahrtausenden wurde durch die chinesische Kunst ein Wertekanon entwickelt, dem man allen sich wandelnden Realitäten zum Trotz bis heute treu bleiben kann.
  2. In der Schönheit liegt Wahrheit, die sich über die Sicht auf die Natur definiert.
  3. Kunst muss Freude bereiten und alle Sinne ansprechen.

Wunderbar. Spontane Maßnahmen zeigen bisweilen sofort herausragende Wirkung! Am 28. Januar 2015 beschlossen, konnte die Ausstellung bereits am 31. Januar 2015 feierlich und abwechslungsreich eröffnet werden.— Trotz äußerst kurzfristiger Einladung sowie starker Konkurrenz im Mainz durch die auf Hochtouren laufende Fastnachts-Kampagne und ein wichtiges Bundesliga-Fussballspiel von Mainz 05 kamen viele, viele dutzend Besucher und blieben hochbegeistert vom Nachmittag bis in den frühen Abend. Unter dem Ausstellungstitel „China in Mainz“ hatte der renommierte Künstler Jian Xu aus Beijing (Peking) die schönen Räume in der Walpodenstrasse 1 ad hoc mit Dutzenden von Arbeiten von sich und seinen Kindern in ein wahres Reich der Sinne verwandelt. Aussergewöhnliche Vorführungen seiner Malkunst sowie Darbietungen aus dem Gesang der chinesischen Peking Oper begeisterten die zahlreichen chinesischen wie auch die nicht-chinesischen Besucher, die aus Mainz und ganz Rhein-Main gekommen waren. Kuratorin der Ausstellung war Dr. Ying Lin-Sill, Koordinatoren Yajing Huang. Einführende Worte zur Ausstellung der Werthaltigkeit von Kunst in China sprach Andreas Weber als Schirmherr der Ausstellung, Gründer und Leiter der Mainzer „Value Artist in Residence“-Initiative. Erfreulich: Die Mainzer Allgemeine Zeitung hatte am Eröffnungstag noch einen Terminhinweis publiziert und Haitao Xiu, Chefredakteur Chinesische Handelszeitung 华商报, konnte eine Reporterin zur Berichterstattung schicken, die in Kürze publiziert wird.

„Die Ausstellung und ihre sinnenfrohe Inszenierung eröffnete mir ein umfassendes Bild von Chinesischer Kunst, das mir bislang verschlossen war. Jian Xu ist voller Bescheidenheit, Demut und kunstvollem Talent. Das erscheint mir aufatmend anders als bei vielen westliche Künstlern. Bei Chinesen wir Herrn Xu steht wohl die Schönheit und Freude an der Malerei im Vordergrund und nicht die Selbstinszenierung“, urteilte eine Besucherin aus Frankfurt am Main. Insofern ergaben sich bei „China in Mainz“ durch die Darbietungen Anknüpfungspunkte und Interaktionen mit allen im Publikum, die traditionell nicht möglich sind. Manche Besucher hatten ihr Coming-Out als Sammler von chinesischer Kalligrafie und Tuschzeichnung, was man bis dato zurückhaltend für sich bewahrte. Andere stimmten ein A Capalla-Gesangsduett mit der Opernsängerin und Ehefrau von Jian Xu, Ting Wang, an.

„Wir sind voller Freude und fühlen uns sehr geehrt, den in Mainz zum Besuch weilenden, bedeutenden chinesischen Künstler Jian Xu und seine Familie für eine sehenswerte Ausstellung zu gewinnen, die es so nicht gab: Kalligrafie, chinesische Malerei inkl. Gesang aus der Chinesischen Oper — Vater, Mutter und die beiden Kinder treten als Familie gemeinsam auf“, betonte Andreas Weber in seiner Einführungsrede. Und verwies darauf, dass Jian Xu in Beijing ein chinaweit viel beachtest privates Museum für zeitgenössische Kunst betreibe und der letzte Meisterschüler von Wang Xuetao war, dem er eine Memorial Hall im Gonghuachang Art Center gewidmet hat. Wang Xuetao hatte 1956 Pablo Picasso in Paris getroffen und für chinesische Kunst nachhaltig begeistern können.

„Mit unserer Ausstellung ‚China in Mainz’ leisten wir einen bis dato für die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt einzigartigen Beitrag zum Kulturaustausch zwischen Mainz/RheinMain und Beijing/China“, resümierte Andreas Weber.

 

 

Die Bedeutung der chinesischen Kunst, wie Jian Xu und seine Familie sie anschaulich machen und vollendet repräsentieren, verdeutlichte der kurze, inspirierte Vortrag von Vortrag von Andreas Weber.

Das „Geheimnis“ chinesischer Kunst entstehe durch drei elementare Wirkungs- und Wesensmerkmale:

  1. Fast alles, was wir im Okzident glauben, in der Bildenden Kunst „erfunden“ zu haben, gab es weit früher schon in China.
  2. Kunst ist alles, aber keine ausschließliche Kopfgeburt. „Kunst kommt aus dem Herzen. Und hat Beziehungen zu allem, was wir tun“, sagt Jian Xu. — Picasso, als später Bewunderer chinesischer Kunst,  pflichtete dem auf seine Weise bei, indem er sagte: “In der Kunst kommt die Praxis immer vor der Theorie.“
  3. Malerei ergibt sich durch die Kunst des Schreibens, die das Denken befördert. Wer dies über Jahrzehnte trainiert, öffnet seinen Horizont, um die Welt in ihrer Wahrhaftigkeit wahrnehmen zu können.

In diesem Sinne: Viel Freude und Lust darauf „Altes“ neu zu entdecken!

Am besten nachvollziehen lässt sich die Ausstellungseröffnung „China in Mainz“, wenn man die Video-Dokumentation mit Fotoanimationen und Live-Videos auf YouTube anschaut.

 

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@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Von Andreas Weber, Mainz

Für Mittwoch, den 28. Januar 2015, hatte Dr. Ying Lin-Sill mich gebeten, um 15 Uhr in unser Mainzer Büro zu kommen. Ich sollte Freunde von ihr treffen, die aus China zu Besuch gekommen sind. Ying ist seit über zwei Jahren als Künstlerin Dreh- und Angelpunkt in unserem „Value Artist in Residence“-Programm. Seitdem hatten wir hunderte von Gästen bei uns. Sogar das Chinesische Neujahrsfest begehen wir gemeinsam. Und Prof. Yu Hui, Deputy Director Painting/Calligraphy und Direktor Research Institute, National Palace Museum, Beijing, sowie viele andere haben uns besucht. Soweit also nichts ungewöhnliches, ausser, dass der 28. Januar ein besonderer Tag im Jahr ist: der Geburtstag von Jackson Pollock und Claes Oldenburg.

Als ich (zeitig früher) vor dem Büro in der Mainzer Walpodenstrasse ankam, traf ich Jiandong Sun, die mit ihrem Ehemann Dr. Ing. Gert Kaster schon im Gehen begriffen war. „Oben im Büro ist viel los!“, sagte sie lachend. Ich rannte die Stufen hoch. Die Bürotüre war weit geöffnet. Es standen überall so etwas wie einzelne Paravents herum. Viele Kartons waren verstreut. Über ein halbes Dutzend Menschen waren mit diesen Paravents, mit Papierrollen und -blättern beschäftigt. Möbel wurden umgestellt. „Das ist mein Freund Jian Xu, seine Frau Ting Wang, seine Tochter Xiang und sein Sohn Xin“, sagte Ying stolz und freute sich. Alle seien Künstler aus Leidenschaft: Jian ist ein renommierter Maler, seine Frau eine Opernsängerin, seine beiden Kinder sind hochtalentiert und studieren Malerei. Und unser Value Communication Fellow Yajing Huang sorgte als Koordinatorin für den nötigen Überblick.

Idee und Resultat in Windeseile — auf höchstem Niveau!

Was war geschehen? Jian Xu war dermaßen begeistert von Mainz und unseren schönen Räumen, dass er ad hoc mobile Stellwände und alles nötige besorgen ließ, um Dutzende von Arbeiten von sich und seinen Kindern auszustellen. Chinesische Malerei und Kalligraphie vom Feinsten. „Es muss alles sehr schnell gehen. Am Samstag wollen wir eine Vernissage machen“, sagte Ying lächelnd. Ich dachte, in Anbetracht unserer bereits vorhandenen zahlreichen Sammlungsstücke und Gemälde, nicht zuletzt von Ying selbst, die wir ausstellen: Da bin ich gespannt, aber wie soll das werden?

Yajing kam lächelnd auf mich zu und sagte: „Wollen wir jetzt oder später ein Interview mit Jian Xu machen, dass bei seiner Rückkunft im Chinesischen Fernsehen gezeigt werden soll?“ Ying informierte mich, während alle anderen die Ausstellung arrangierten, über Jian Xu’s Lebensweg, seine Arbeit und seine Bedeutung. Jian Xu ist der letzte Meister-Schüler des grossen Malers Wang Xuetao, der unter anderem 1956 eine chinesische Delegation nach Europa führte und als Höhepunkt eine Begegnung mit Pablo Picasso zelebrierte. Wang demonstrierte Picasso eindrücklich die chinesische Malkunst, indem er in nur sieben Minuten einen Adler malte. Zudem wurden Picasso Arbeiten von Wang’s Lehrer und Meister Qi Baishi gezeigt. — Picasso war dermaßen beeindruckt, dass er Wang Xuetao eine Zeichnung seiner Friedenstaube widmete, die Wang mit chinesisches Schriftzeichen versah. Und Picasso sagte anerkennend: „Die wahre Kunst liegt im Fernen Osten.“ Picasso beschäftigte sich im Anschluss intensiv mit Chinesischer Kunst, wenn er auch bedauerte aufgrund der weiten Entfernung und seines fortschreitenden Alters nicht selbst nach China reisen zu wollen.

 

JIan Xu Memorial 1

 

Jian Xu hat seinem Meister in über fünfjähriger Arbeit die Wang Xuetao Memorial Hall im Gonghuacheng Art Center gewidmet. „Kunst kommt aus dem Herzen. Und hat Beziehungen zu allem, was wir tun“, sagte mir Jian Xu in unserem Interview, nachdem in nicht einmal drei Stunden eine mehr als sehenswerte Ausstellung aufgebaut und inszeniert wurde. (Dazu an anderer Stelle mehr!).

Wir sind voller Freude und sehr glücklich, Jian Xu und seine Familie als Freunde in Mainz gebührend zu feiern. Es ist uns eine Ehre. Und unseren Besuchern eine Freude. Die kamen übrigens schon während des Ausstellungsaufbaus: Jörg Blumtritt aus München sowie unsere lieben Nachbarn mit ihren Kindern sowie eine ganze Reihe von chinesischen Freunden, die in Mainz leben. Kunst fördert Kommunikation. Wir sind mit dem Herzen dabei.

 

Impressionen zum Making-Off der sehenswerten Ausstellung:

 

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@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Good Question:
What is the Real Value of Communication? And how to experience it?

This good question is easy to answer:
The Real Value of Communication is creating Value via Communication!

  • But what does it mean?
    Talk to each other!
    Listen to each other.
    Understand each other.
    Like each other.
    Even if you don’t, respect each other.

The dilemma:

  • Most of us fail.
    Most of us are not able to listen.
    Most of us are not able and willing to understand!
    We don’t care.
    We just talk. We just act. We just want to… (something, which seams to be good for us.)

My advice to access the value of communication:

If you want to create Value, just stop your stupid talk and behaviour. Just listen and learn. Learn how to learn.
Respect the Value of Communication. Respect other Human Beings, the Nature, the Animals. Everything which is different, but valuable.

It’s that easy.

Think about it:

  • Learn how to like yourself. (Don’t be selfish.)
    Learn to listen.
    Learn (in the right way) how to use media and technologies.
    Learn to understand the Value of Art, Culture and Communication.
    Learn and practice — And re-learn every day, every minute, every second.

Become a very smart communicator to create the Value of Communication by valuable communication.

It’s that easy!

How to get in touch?

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ValueCheck - HORIZONT Award.001

Von Andreas Weber, Mainz

Zum 32. Mal wurde am 20. Januar 2015 der HORIZONT Award in Frankfurt am Main verliehen. Der Rahmen war wie immer festlich. Man traf sich in der Alten Oper. Wie immer kamen interessierte Besucher aus der Kommunikationsbranche, die sich mit Medien, Werbung und Marketing beschäftigen. Doch gänzlich anders war das, was sich auf dem Podium abspielte. Eine echte Trendwende ist eingetreten: Bye Bye schöne alte Reklamewelt! Welcome Digital Commerce around the Globe!

Trendwende

„Auch Deutsche können Internet“ — vor allem im „Silicon Berlin“, erzählte Oliver Samwer, CEO des Börsenneulings Rocket Internet AG, in seiner Keynote. Samwer und seine Brüder haben seit 2007 eine 20 Mann-Firma in einen global aktiven, 25.000 Mitarbeiter starken Konzern verwandelt, der sich anschickt, die Welt zu verändern. Und das ganz ungeniert im Fahrtwind der Internet-Giganten aus den USA und China. Denen überlässt Samwer gerne ihre Heimatmärkte alleine. Er tummelt sich dort, wo man Innovationsideen aus Deutschland zu schätzen weiss. Und macht deutlich: Das Internet ist nicht ein neues Medium. Das Digitale ist nicht automatisch Heilsbringer.

Samwer konnte sich nicht verkneifen, seine Anfänge und Geschehnisse aus dem Jahr 1998 zu schildern. Bertelsmann lockte damals junge Digital-Talente an. Doch Samwer und seine Brüder gingen lieber ins Silicon Valley nach Kalifornien, um hautnah mitzuerleben, wie sich die Welt disruptiv durch das Internet veränderte. Die Mission: Dort schnell und gut lernen, um in Deutschland und von Deutschland aus Neues zu wagen. No risk, no fun. Und trotz allem: Konservativ sein. Mit viel Mut. Das beeindruckt. Nicht zuletzt auch einen der HORIZONT Award-Preisträger, den Chef der Deutschen Telekom, Tim Höttges. Höttges sagte frei heraus, dass er ganz und gar hinter dem stehe, was Samwer sagte! Und das hatte es in sich, weil kein Stein auf dem anderen bleiben werde. Der Umschwung auf mobile Internetnutzung ändere alles. Radikal. Letztendlich zerstört dies alle etablierten Strukturen. Deconstruct. Reconstruct. Aber so smart wie Samwer das vortrug, wirkte er fast wie ein Wolf im Schafspelz. Und bekam Applaus. Vor allem von Medienleuten, die sein Geschäftsmodellsmodellansatz und seine Radikalität tilgt. Denn: Samwer bringt mit systematischem Ansatz Angebot und Nachfrage zur direkten Transaktion auf dem Smartphone zusammen. Medien als Mittler im klassischen Sinne werden da gar nicht mehr gebraucht.

Dies wurde verstärkt durch SYZYGY-Group CEO und Gründer Marco Seiler. In geduldiger Arbeit schaffte Seiler aus dem Nichts mit DM 350.000 Startkapital eine börsennotierte 500-Mitarbeiter starke Agenturgruppe und expandierte von Frankfurt am Main aus nach London, New York und anderswo. Sein Bekenntnis zu Peter Druckers Bonmot „Culture eats Strategy for Breakfast“ fundamentierte er auf das Sympathischste durch die Schilderung einer auf Freude, Sympathie, Empathie und Motivation basierenden Firmenkultur seiner „Digital-Agentur“. — Hoppla! Noch ein Wolf im Schafspelz?

Ab jetzt ist klar: Die Trendwende ist vollzogen. Die Digital-Pioniere haben das Ruder übernommen. Sie sind smart, menschlich, mitdenkend, erfinderisch und erfolgreich. Es bleibt kein Stein auf dem anderen im Geschäft mit Medien, Werbung und Marketing. 

Kehrtwende 

Halt stopp! Es tut sich ja was. 1. Die Medien-Frau des Jahres, Donata Hopfen von Axel Springer, konnte aufgrund ihrer Kompetenz und ihres Durchblicks als Digital-Power-Frau an die Verlagsgeschäftsführungsspitze der BILD-Gruppe treten. Und sie bringt neue und anerkennende Sichtweisen auf Print-Medien ein, die ihre Achtung finden. Vor allem, nachdem sie sich die Druckereiproduktionsstätten anschaute.

Und 2. Dr. Uwe Vorkötter, gesamtverantwortlicher Chefredakteur von Horizont, machte in einem brillanten Vortrag deutlich, wie Fachmedien in ihrer Alltagsarbeit vorgehen und was sie bewirken, um Irrtümer und Fehleinschätzungen zu vermeiden. In großen Bildern zogen immer wieder Titelseiten von gedruckten HORIZONT-Ausgaben im Wechsel mit Online-News auf der Riesenleinwand in der Alten Oper vorbei. Das war gekonnt inszeniert, lehrreich und letztlich der perfekte Brückenschlag zwischen täglicher fachjournalistischer Arbeit und der Besonderheit einer jährlichen HORIZONT Award-Preisverleihung. Chapeau!

PS: Last but not least. Vier wunderbare und hochbegabte Nachwuchstalente wurden durch die HORIZONT-Stiftung mit Stipendien und Förderpreisen ausgezeichnet. Allesamt Digital Natives auf ihrem Weg Digital Savvys zu werden, hochambitioniert und voller Tatendrang!

 

Fotos, Videos und weitere Fachinformationen finden sich bei HORIZONT.

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© 2014/2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

LEITFADEN: Neue Formen der Kommunikation zur optimierten und wirkungsstarken Technologie- und Innovationsvermarktung

Von Andreas Weber, Mainz

 

Status quo

Paradoxon? — Die Print- und Publishing-Branche tut sich trotz nachweislicher Technikkompetenz erheblich schwerer als andere Branchen beim grundlegenden Verständnis und der Nutzung von digitalen Kommunikationsformen, vor allem bei Social Media. Übersehen wird, welche Wirkungseffekte durch Twitter, Facebook & Co. erreicht werden können, gerade für Print, um den Anschluss zu halten und auszubauen.  Zudem werden wichtige Begrifflichkeiten und Marktentwicklungen unterschiedlich und zumeist falsch ausgelegt, was vieles ad absurdum führt. Social Media wird für zeitfressendes Spielzeug gehalten, obgleich längst alle relevanten Innovationen erst durch Social Media zum Tragen kommen!

Aktuelle Fallbeispiele zeigen, dass nicht nur grosse Reichweiten möglich sind, sondern — noch viel wichtiger — Interaktionen entstehen, die die Kommunikationserfolge durch Marketing und Vertrieb einfach und zielführend nacharbeiten lassen. Dabei gilt: Erfolgreiche digitale Kommunikation zielt nicht auf das Verkaufen ab, sondern beflügelt die Vertriebs- und Marketingarbeit durch eine clevere Positionierung, rasche Bekanntheit und sofortige Nachfrage.

Zielsetzung

  1. Digital-medial den Kontext herstellen zwischen den Technologie- und Innovationsmöglichkeiten und der spezifischen Situation des Kunden/Interessenten.
  2. Inhalte gemäß bestens etablierten und bewährten Formen eines zeitgemäßen „Storytelling“ entwicklen, die Nutzerinteressen in den Fokus rücken. Dies gelingt bei Social Media am besten durch integrierte Text- und Bildanimationen sowie Filme.

Empfehlungen, um die Vorteile der digitalen Kommunikationsmöglichkeit erfolgreich zu nutzen

Wichtige Verständnisgrundlagen

  1. Die neue Form der Social Media-Kommunikation geht weit über gewohnte PR- und Kommunikationsmöglichkeiten hinaus, da sie direkte Interaktionen und Vernetzungen bewirken (und nicht nur einen News-Push-Effekt via Drittmedien) und in Echtzeit qualifiziert messbar sind.
  2. Es muss nicht mehr über Leads und Adresspofile den Lesern/Users hinterhergejagt werden.
  3. Es gibt  keine Abhängigkeit von Dritten wie z.B. Fachmedien, die etwas mehr oder weniger richtig und wirksam mehr oder weniger rasch publizieren — oder eben nicht.
  4. Ohne Streuverlust werden zu Hundert Prozent Zielpersonen und Gruppen erreicht, die sich durch die Wahl der richtigen Themen ergeben.  Erreicht werden also alle, die sich aktiv für  Technologie-Innovation, Information Management, Digital Transformation etc. interessieren.
    Hinweis: Dies wird durch die Hashtags („#“) sowie die Verschlagwortung und Verlinkung in den Blog-Beiträgen hundertprozentig sichergestellt.
  5. Durch die hohe Popularität von Twitter und Facebook, insbesondere im B2B, führen organisch skalierbare Reichweiten zu hohen Interaktionszahlen, die klassische B2B-Medienangebot bei weitem übertreffen. Zudem weiss man anders als online bei Printmedien gar nicht exakt, welche Story wie gelesen wird oder nicht.

Wie verhält sich Social Media zu klassischer PR?

Generell ist die Rolle von Social Media im Vergleich zu Artikel in der Presse oder Newslettern anders:

  1. Social Media Beiträge zeichnen ein subjektives, persönliches Bild und sind durch ihre lakonische Knappheit besonders pointiert.
  2. Gute Twitterer genießen hohe Aufmerksamkeit ihrer Follower, d. h. die Tweets werden tatsächlich gelesen (was man ja von klassischen Fachartikeln häufig nicht erwarten kann).
  3. Was bei hochkarätigen Anlässen wie Kundenveranstaltungen, Messen u. ä. stets ausgebaut werden kann, sind Blogger-Relationen (Kluger Rat von @jbenno).

Grundfeiler einer erfolgreichen Vorgehensweise

  1. Entwicklung einer Social Media-konformen Grundkonzeption für Inhalte in Form knapper, hochpräziser Botschaften mit Bildern und Links. Und vor allem mit Video-Animationen.
  2. Vernetzte Aktivitäten inkl. einer nicht vordergründig werblichen Content-Strategie, die eigene Inhalte und Aktivitäten (wie Demos, Open Houses, Messen etc.) in den Fokus rückt, um sich als Kompetenzinstanz mit erstklassigen, Unternehmens-spezifisch maßgeschneiderten Lösungsangeboten zu profilieren.
  3. Etablierung von Twitter als Leitmedium, flankiert durch Blog-Posts und effektvolle Aktivitäten auf  Facebook, LinkedIn, XING und Google Plus. YouTube dient dabei Sekundärplattform, um Filmmaterial bereit zu stellen.
  4. Synchronisation mit den etablierten PR-Maßnahmen zum Ausbau der MarKom-Aktivitäten sowie Verlinkung von originären Unternehmens-Inhalten mit den neu zu schaffenden.

Fazit / Der nächste Schritt

Wenn unser Leitfaden Ihr Interesse gefunden hat, schlagen wir vor, die Themen und Ihren  spezifischen Bedarf in einem Workshop zu vertiefen. Gerade auch um Fallbeispiele gemeinsam anzuschauen und zu besprechen. Und um eine für Ihre Belange richtige Vorgehensweise zu entwickeln.

 

Workflow Management by Value.001

#jesiusandreas

Our present time is marked by crises and conflicts to a degree hitherto unknown. All areas are affected: society, economics, politics, religion and lastly the freedom and self-determination of the individual. Modern times are not good times (anymore).

Many questions arise and seem to be unresolved. This faces us with a dilemma. We rely on innovation to make progress. But: the innovative is considered as “the modern” – but is not the same thing as “the new”.  As the innovative is not the same as the new that we need to make progress, how does the new come into the world? How do we analyse and evaluate whether we are making progress or going backward? Is our thinking and action still directed towards meaningfulness at all? Are our value systems still fit for purpose?

 

 

I am therefore primarily interested in this question: Does present day man whose existence is being eaten away by the new, whose life is always concerned with awakening, zeitgeist, progress, renewal still have significance? Or has the understanding of people and their culture as it was so decisive for the avant-gardists of the early 20th century collapsed, in other words fallen in on itself? What do “modern people” of the present time actually feel? What guides them in their work?

#JeSuisAndreas — we must take a position for ourselves to share specific thoughts and ideas with us all. It is not the common goal to simply decry individual facts unilaterally and in a pointless dispute but to produce the cultural and communicative context to break down barriers and create common understanding. We must establish points of reference that enable us to resolve the dilemma of the present time. For this it is important to enable us to take stock guided by meaningfulness in order to evaluate whether striving for the new as we knew it exists and is still valid. Or, if it no longer exists, can be revived! This can be done neither by politics, religion, ideology or economics. But only through art in its purest form! 

—Picasso. We miss you!

 

#JeSuisAndreas 11JAN2015.019

Picasso’s work was not consistently political, but in 1945 he said the following:

What do you think an artist is? An imbecile who has only eyes if he’s a painter, or ears if he’s a musician, or a lyre at every level of his heart if he’s a poet, or even, if he’s a boxer, just his muscles? On the contrary, he’s at the same time a political being, constantly alive to heartrending, fiery, or happy events, to which he responds in every way[. . . .] No, painting is not done to decorate apartments. It is an instrument of war for attack and defense against the enemy. [Pablo Picasso, Statement, in Chipp, Theories of Modern Art, 487.]

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