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Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.001

„Wer heute den Zeitgeist heiratet, ist morgen schon Witwer!“ — Prof. Wilhelm Weber, Mainz

Der Messeauftritt von X-DOC SOLUTION auf der Igepa Select 2015 in Kassel stand unter einem erstklassigen Motto: „Moderne Helden retten vor allem eines: Zeit!“ — Entsprechend stand die Reduktion von Produktionszeit ebenso im Fokus wie die Special Effects per Digitaldruck, wodurch sich die Halbwertzeit von Drucksachen verlängern lässt, weil sie mehr Aufmerksamkeit finden und höhere Relevanz haben.

Insofern rundete der Vortrag von Andreas Weber das Thema bestens ab. Titel: „Kommunikation mit Zeit-Geist: Vollgas oder Vollbremsung?“ Die Kernpunkte, die als Checkliste dienen können, waren:

  • „Zeit trifft Geist“ — Schneller, besser, weiter?
  • Warum und wie muss man Zeit sparen?
  • Warum und wie muss man Zeit gewinnen?
  • Warum und wie schaffen wir eine maximale Halbwert-Zeit
    (für erstklassige Arbeitsresultate)?
  • „Nehmen Sie sich mehr Zeit für mehr Zeit-Geist!“
  • Fragen/Thesen und Beispiele, wie man mit digitalem Print als dem Medium für Zeit-Geist im Digitalzeitalter Erfolg hat, rundeten die Präsentation ab.

Ein Blick zurück nach vorne!

Spannend ist vor allem eines: Das Thema Zeit ist immer mit unserer eigenen Existenz verbunden. Und mit einem Wandel des persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Der allzu „Geschäftige“ wird verleiren, weil er sich als unsterblich empfindet. Ein schlimmer Irrtum. Nur derjenige, der mit Muße und Umsicht agiert, ist Herr über sein Schicksal und agiert selbstbestimmt. Muße findet, wer in Ruhe nachdenkt, kundig im Vergangenen ist und dadurch stressfrei seine Zukunft gestalten kann.

Insofern ist ein Rückblick auf die Entwicklungen über die Jahrhunderte unabdingbar: Die Gutenberg’sche Erfindung aus dem 15. Jahrhundert benötigte fast 400 Jahre bis sie um das Jahr 1800 durch Innovatoren wie Alois Senefelder mit dem Chemischen Druck (Steindruck) als erstem Flachdruckverfahren eine Neubewertung erfahren konnte. Bis der Steindruck durch den Offsetdruck quasi „industrialiert” wurde, vergingen nochmals über 150 Jahre.

Seit DTP mit dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ Ende der 1980er Jahre die Print- und Publishing-Welt revolutionierte und auf den Kopf stellte, haben sich die Produktionsweisen wie auch die Wertschöpfungsmöglichkeiten drastisch verändert. Die klassische Offsetdruck-Produktionskapazitäten wurde vervielfacht und damit die Drucksachenverbreitung inflationär bzw. der Markt übersättigt. Wer im Offsetdruck „geschäftig“ agiert und meint, dass schneller, besser, billiger das non plus ultra sei, macht kein profitables Wachstumsgeschäft mehr, sondern rennt allem hinterher, um seine Kosten zu decken. Daher wurden neue Druckverfahren entwickelt, die nichts mehr mit Offset zu tun haben und auf Besonderheiten und Individualität abzielen, wie X-DOC SOLUTION auf der Igea Select 2015 eindrucksvoll vorführte. Im modernen Digitaldruck-Druck und verschiedensten Verfahren werden heute Druckprodukte in einer nie zuvor dagewesene Vielfalt geschaffen, die wie einst Unikat-Charakter haben können. Gerade der Einsatz von ausgefallenen, hochwertigsten Bedruckstoffen oder das Veredeln mit 3D-Effekten  setzt Maßstäbe. Und dies auch bei Auflage 1…

Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.010

© 2015 by Andreas Weber, Mainz/Germany.

Gute Zeiten — Schlechte Zeiten…

Die weltweite Resonanz und Trauer um den Schrift- wie auch Technik-Pionier Prof. Hermann Zapf (der Anfang Juni 2015 im Alter von 96 Jahren verstarb), macht deutlich, wie wichtig es für die Druckbranche ist, sich auf ihre Ursprünge zu besinnen. Zapf erhob durch die vollendete Schriftgestaltung und -anwendung mit Präzision und Leidenschaft die Inhalte, die gedruckt werden, auf die höchste Stufe. „Drucken ist eine Kunst“ – ebenso wie das Schreiben und Schriftsätzen. Nur so entsteht Nachhaltigkeit. Und damit ein Zeit-Gewinn, weil Drucksachen wie sonst üblich nicht unmittelbar im Papierkorb des Empfängers landen. [Siehe hierzu auch unseren Beitrag zum exklusiven, internationalen Kunst-Ausstellungsprojekt “Surprise. The Art of Print!”.]

Zapf war zeitlebens immer ein Verfechter der neuesten (digitalen) Technologien. Und er half entscheidend weiter, die Kinderkrankheiten des Digitalzeitalters zu überwinden. So konnte Zapf mit seiner Zapfino (Kalligrafie am Computer) den Apple-Gründer Steve Jobs begeistern, im Jahre 2000 die Zapfino für Apple als Systemschrift zu lizenzieren. Zapfs Bücher sind legendär und wichtigste Zierde einer jeden guten Bibliothek. Und er verstand es, die jungen Menschen, gerade die „Digital Natives“, für Schriften und Gedrucktes zu begeistern! Hut ab. Da kann die Branche lernen, wie man Print auf Ewig verankert.

Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.016

Ausblick: Zeit gewinnen, mit Print im Mix

Kommunikation mit Zeit-Geist bedeutet also, in Kenntnis des Gewesenen nicht das Jetzt, sondern die Zukunft innovativ zu gestalten. Für Print bedeutet das, sich noch viel besser als bislang in den Kommunikationsmix zu integrieren, und als Fundament für Wissenstransfer, Bildung und Interaktion seine Bedeutung viel umfassender als bisher üblich unter Beweis zu stellen. Ein Paradebeispiel hierfür sind die im o.g. Vortrag von Andreas Weber vorgestellten Beispiele von Kommunikationsmitteln, die für XUG15EU Konferenz Ende Mai 2015 in Berlin erstellt wurden. Das Thema der Konferenz, „Multichannel Innovation“, wurde mit Hilfe einer von Christian Kopocz, prindoz, Lübeck, auf Basis der XMPie Softwarelösungen perfekt inszeniert. Die Resonanz bei den Teilnehmern wie auch per Social Media war überwältigend und hat ein Millionenpublikum erreicht. Print wirkt eben, vor allem dank Twitter!

Mike Hilton Key Visual 06-2015.001

Graphic Repro On-line News: Review from 29 June 2015

Welcome to another roundup of news highlights, the latest addition to the FESPA Newsroom and Laurel Brunner’s Verdigris Blog for Friday 26 June which looks at invisible print as a source of environmental impact reduction. We also had the first of the drupa 2016 Expert Articles a week ago, from internationally renowned editor and publisher Gareth Ward, of Print Business UK, just in case you missed it in last week’s update. In Online Features Chapter 05 you will find the latest from KBA with a report on LED UV from Blackmore in the UK; and from HEPACK in Germany with a massive investment in Heidelberg sheetfed and finishing for packaging. There’s also a really encouraging and exciting first as a KBA RotaJET 76 inkjet press from Koenig & Bauer is about to enter the digital book printing market at Kösel in Altusried, Germany. A first for KBA in this growth sector which has massive potential for digital print – both toner-based and especially in inkjet.

Monday and Tuesday’s leaders are included in the mentions above, while on Wednesday, QuadTech led the headlines with its Color Control System on Vuye Flexible Packaging’s new DGp Thallo Press in The Netherlands, showcased at open house. DGp or DG press is a company of the DG press GrouP and was founded in 2009 after the bankruptcy of Drent Goebel.

On Thursday Antalis took the lead with its four most recent acquisitions In the packaging and visual communication distribution markets representing annual sales of Euro 130 million, which are enabling Antalis to step-up the pace of its development in the packaging field.

To round off this week’s leaders we chose Andreas Weber’s latest non-profit initiative which really does need your help with crowd-funding and support, in order to achieve its ambitious target. Please read all about it and follow the links in the article which along with the project is entitled ‘Surprise. The Art of Print!’ from Mainz in Germany, home of the founding father of print, Johannes Gutenberg.

Quite a number of new developments and also some very nice sales and installations appear among this week’s selection of 25 news articles, including Heidelberg in the UK, Horizon with IFS also in the UK, KBA-Flexotecnica in China, Muller Martini in the USA, MPS in India, and Rotocontrol in Italy, as we approach the main holiday season in Europe, when industry news is expected to drop even further during the month of July. Always a good time to take a break!

The tailender this week goes to Andrew Jones and Merthyr Tydfil-based Welsh print shop Stephens & George, which next month will switch its final XL 105 for another 18,000sph Speedmaster XL 106-10-P, bringing the total of  XL 106 long-perfectors with InPress Control, Autoplate XL and CutStar to five. You’ll find the full story which highlights the massive savings the company has achieved with this technology shift in Thursday’s headlines.

That’s it until next time, my best regards,

Mike Hilton

Our e-News comprises:  Headline News – Online Feature Articles – the Verdigris initiative from Digital Dots. Our Drupa and FESPA Newsrooms can be accessed from the Index on our Home Page, as well as News in Review, which provides a weekly overview and listing of all news added to the site. 

Headline News
Over 26,000 news items have now gone online since we launched our Website in September 2001. News for the past 24 months can still be accessed via the Home Page and its continuation news pages 

From Monday 22 June

Mon 22 Jun…    Renowned book producer Kösel invests in KBA RotaJET 76
The KBA RotaJET 76 inkjet press from Koenig & Bauer entering the digital book printing market at Kösel in Altusried, Germany.

UPM closes 130,000 tonnes of newsprint capacity in France
UPM has permanently closed PM 3 at Chapelle Darblay. The decision is part of its profit improvement target announced last November.

Ricoh at Interquest 2015 Forum on 25 June

Ricoh shows off colour trade book production expertise at Interquest 2015 London Digital Book Printing Forum…

FESPA China 2015: Find your key to success
FESPA China returns to Shanghai from 21 – 23 October 2015, with host of top global and local print manufacturers…

Friesens Corporation adds Roland 900 HiPrint XXL
Friesens puts the apex of automation and one of North America’s largest eight-colour perfecting presses from Manroland into action…

Tue 23 Jun…   Neuenstein-based HEPACK undertakes 12 million investment
HEPACK Druck+Verpackung reorganises production with large-format equipment, workflow and services all from Heidelberg…

Dscoop scores a perfect round in Dublin

Dscoop has confirmed that 1250 industry professionals from 47 different countries congregated in Dublin for the largest Dscoop yet…

Fujifilm Flenex FW flexo plate debut at Labelexpo 2015
Fujifilm’s Flenex FW water-washable flexo plate makes its official European debut at Labelexpo 2015 in Brussels in September…

Flint Group finds the easy way to create flat top
Nyloflex FTF Digital, an inherently flat top plate with special, textured surface for flexible packaging…

Top Soft Pinning plate improves flexo productivity

Asahi introduces new medium hard AFP-TSP digital plate for paper, folding carton and corrugated board and flexible packaging…

Wed 24 Jun…   QuadTech technology showcased with new DGp press
QuadTech Color Control System on Vuye Flexible Packaging’s new DGp Thallo Press in The Netherlands showcased at open house…

KBA Rapida LED Press a ‘marketing dream’ for Blackmore

Dorset’s premier print house hits new heights with UK’s first B1 LED press after its first three months of commercial production…

StitchLiner investment supports Whittington Moor’s growth

15 per cent year-on-year increase to continue with ROI in 15 months, following the installation of Horizon StitchLiner from IFS…

Focus on fabric for new investment at Colour Graphics
Colour Graphics adds MTEX 5032Pro direct-to-textile printer…

KBA China ensures comeback in Chinese flexo market
Shanghai Zidan Food Packaging & Printing opts for EVO XD from KBA-Flexotecnica after an intensive selection process…

Thu 25 Jun…   Antalis steps up pace of development through acquisition
In the packaging and visual communication distribution markets Antalis’ four new acquisitions represent sales of Euro 130 million…

pdfToolbox 8.0 focuses on usability and versatility

Callas Software releases major update of its flagship pdfToolbox product family with all-new Object Inspector tool…

Stephens & George completes switch to Speedmaster XL 106

Next month the Merthyr Tydfil-based Welsh print shop will switch its final XL 105 for another 18,000sph Speedmaster XL 106-10-P…

Blitsdruk raises the digital print bar with Xerox
The George-based South African digital print, design and copy shop has invested in a Xerox Versant 2100 digital printer…

Primera Digital saddle stitching at DS Graphics in the USA
Customised travel brochures with runs of 1 are produced automatically with the innovative saddle stitcher from Muller Martini…

Fri 26 Jun…   
‘Surprise. The Art of Print!': Please give your support!
Now there is the second step and a new Non-Profit project will start, developed in Mainz, Germany by Andreas Weber…

Labelexpo Europe strengthens focus on package printing
Package printing will be a core subject at Labelexpo Europe 2015 as the show prepares to return to Brussels in September…

Mimaki to add sparkle to its stand with eco-solvent silver

Beauty and practicality demos planned for Labelexpo 2015…

A third MPS flexo press for Pragati Pack
Pragati Pack, based in Hyderabad, India, has invested in its third MPS flexo press for printing pressure-sensitive labels….

Italgrafica expands with two Rotocontrol machines
The Italian converter has ordered an RSC-series slitter/rewinder and a custom-built C-series high-quality slitting machine…

Lead articles from Friday 19 June in previous update… 

Previous…    Smarter Print to Market
Touch the future. The first of the drupa Expert Articles in this new series by Gareth Ward, Editor and Publisher of Print Business UK…

50 years of unit-type sheetfed offset presses from Radebeul
Technological milestones from Saxony revolutionised the press engineering industry…

GraphicRepro.Net e-News  (ISSN 1814-2923) is sponsored and made possible by:

Heidelberger Druckmaschinen AG  (Heidelberg), The world’s largest printing press manufacturer for the industry worldwide. Heidelberg customers enjoy the most comprehensive and extensive sales and service network in the industry for JDF compliant workflow, computer-to-plate, sheetfed offset, Web-to-print, digital printing, digital inkjet for labels and packaging, packaging and finishing, all with complementary consumables. Heidelberg has offices in around 170 countries. Visit the Heidelberg Website for more information.

Electronics For Imaging  (EFI) is a world leader in digital imaging and print management solutions for the commercial printing market. Its portfolio of integrated solutions span production and superwide format printing, graphic arts, advanced professional printing software, and industrial inkjet systems. Its technologies increase productivity by automating print and business processes To find out more visit the EFI Website.

Kodak Commercial Imaging  (Kodak) is a leading provider of innovative solutions for conventional, digital and hybrid print production environments. With the most expansive portfolio for the graphic communications market,  Kodak features technologies, products and services that help print providers streamline processes, optimise efficiencies, broaden services, and grow businesses. To find out more, visit the Kodak Graphics Website.

drupa 2016 (drupa), the international flagship fair of the printing and media industry, responds to the challenges of the changing market and provides pioneering solutions for the future. This is highlighted by the new marketing and communication strategy where drupa claims its position as ‘No.1 for Print & Crossmedia Solutions’ with the slogan ‘touch the future’. The issues of ‘package printing’, ‘multichannel’, ‘green printing’, ‘3D printing’ and ‘functional printing’ will become increasingly important to the overall communication strategy. To find out more, visit the drupa 2016 Website.

Online Feature articles 2014 – 2015
There were again well over 90 last year, including nine downloads, as well as 92 articles in 2013 which can still be accessed via the Index on the Home Page, with prior years’ via Search Archives (option 2) on the Website.

May/June 2015 Chapter 05

KBA Rapida LED press a ‘marketing dream’ for Blackmore
Dorset’s premier print house hits new heights with UK’s first B1 LED press…

Neuenstein-based HEPACK undertakes 12 million Heidelberg investment
HEPACK Druck+Verpackung GmbH reorganises production with new large-format equipment, workflow and services from Heidelberg…

Renowned book producer Kösel invests in KBA RotaJET 76
The KBA RotaJET 76 inkjet press from Koenig & Bauer is about to enter the digital book printing market at Kösel in Altusried, Germany…

Previous…    Walliser Bote becomes first completely digitally printed newspaper
The Manroland digital finishing solution FoldLine for the HP T400 Color Inkjet Web Press at Mengis Druck AG in Switzerland finishes newspapers at high speed…

Technology-related articles Chapter 02

Previous…    50 years of unit-type sheetfed offset presses from Radebeul
Technological milestones from Saxony revolutionised the press engineering industry…

Heidelberg opens its new Commercial PMC in Wiesloch-Walldorf
New Print Media Centre Commercial at Wiesloch-Walldorf site reflects strategic reorientation of Heidelberg with focus on customer benefits…

Production Open Days at KBA in Würzburg Day 1
Koenig & Bauer undertakes large investment in high-performance manufacturing for the future, in parallel to realignment…

Production open-house at KBA in Würzburg for staff Day 2
A resounding success with a turnout of almost 1,000 amazed current and former KBA employees on day two, following 50 VIPs…

Verdigris – Environmental Initiative

Laurel Brunner’s weekly Verdigris Blog 2015

Invisible Print is a Source of Environmental Impact Reduction
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 26 June

Previous…    Building Margins
The weekly Verdigris blog by Laurel Brunner – Fri 19 June

Drupa Newsroom
Our Drupa Newsroom with news from Messe Düsseldorf and for Drupa 2016 can be found in the Index, as well as via the special Newsroom button on the right of the Home Page near the top.

drupa 2016 Expert Articles series

Smarter print to market
Touch the future. drupa expert Article no 1, June 2015, by Gareth Ward, Editor and Publisher of Print Business in the UK…

FESPA Newsroom
The dedicated FESPA Newsroom can be found in the Index on our Home Page.

FESPA 2015 and FESPA News

FESPA 2015 attracted record numbers from Benelux
Regional interest in FESPA spikes ahead of FESPA Digital 2016 in Amsterdam…

Previous…    FESPA 2015 attracted most international visitor audience to date
The FESPA 2015 Global Expo in Cologne, Germany attracted the most internationally diverse audience yet from 133 countries…

FESPA China 2015: Find your key to success
FESPA China returns to Shanghai from 21 – 23 October 2015, with host of top global and local print manufacturers…

The Graphic Repro On-line Website is supported and sponsored by:

Antalis South Africa, Dainippon Screen,  Drupa 2016,  EFI and EFI Vutek, Esko,  Epson Europe BV,  FESPA. Goss International Inc,  Heidelberger Druckmaschinen AG,  HP Graphic Solutions,  Kodak,  Koenig + Bauer AG,  Kemtek Imaging Systems,  Krause-Biagosch,  Leonhard Kurz Stiftung,   Manroland Web Systems GmbH,  Muller Martini AG,  POLAR-Mohr, QuadTech Inc,  Quark Inc,  Ricoh Europe,  Sappi LimitedThunderbolt Solutions, and UPM-Kymmene.
Our Website urls are: 

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GraphicRepro.Net e-News (ISSN 1814-2923)  provides weekly updates from the Graphic Repro On-line Website and is  compiled andpublished by Mike Hilton, graphicrepro.netPO Box 10 Peterburgskoe Shosse 13/1, 196605 Pushkin 5, St. Petersburg, Russia.

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm/Germany.

Oder: Am Anfang war die Schrift. Schrift findet einen neuen Anfang.

Ein Wort-Denkmal für Professor Hermann Zapf.
Text: Andreas Weber, Mainz
Grafik/Illustration: Jan Lorenz, Heussenstamm

»Hermann Zapf hat die Transformation einer werthaltigen
Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale
Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt.
Wir können und werden ihn nie vergessen.« —Andreas Weber

++++++  English Version via Linotype.com   ++++++

»Meine Lebensgeschichte beginnt in Nürnberg. In dieser Stadt wurde ich am 8. November 1918 geboren, also gerade noch im Kaiserreich.« Mit diesen Sätzen lässt Hermann Zapf sein Buch ›Alphabetgeschichten‹ beginnen, das im Jahr 2007 von der Mergenthaler-Edition der Linotype GmbH herausgegeben wurde. Diese lesenswerte Chronik technischer Entwicklungen von Hermann Zapf versetzt uns in Erstaunen. Wie kann ein einziger Mensch soviel auf so hohem, nicht zu übertreffendem Niveau vollbringen? Wie kann man Kreativität, handwerkliche Präzision, universelles künstlerisches Talent und Technologie-Verständnis dergestalt unter einen Hut bringen?

Leben und Werk von Hermann Zapf, der am 4. Juni 2015 in Darmstadt verstorben ist, sind vielfältig und umfassend dokumentiert, vor allem auch von ihm selbst. Er gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Gestalter, Autor und Lehrer über fast vier Generationen verdient gemacht hat. Und er gehört zu den wenigen Auserwählten der Menschheitsgeschichte, die durch ihr Wirken das Schaffen anderer erst ermöglicht haben, wie der Typograph und Pressendrucker Hermann Rapp (am 21. Februar 2015 vor seinem Freund Hermann Zapf verstorben) in seinem Beitrag zum 90. Geburtstag von Hermann Zapf im Herbst 2008 betonte: »Mit Zähigkeit kämpfte er [Hermann Zapf] ein langes Leben lang um Vollkommenheit. Wer in seiner Nähe stand, wurde mitgezogen oder zog es vor, sich abseits einen kleineren Weg zu suchen. Denn er konnte wohl nicht anders als alles an sich zu ziehen, in sich zu verarbeiten und das Ergebnis, ob Kalligraphie oder Alphabet mit all seinen Zusätzen für viele Sprachen dieser Welt, dem Buch, den Druckwerken zur Verfügung zu stellen.«

Es erfordert nicht nur Respekt, sondern Demut und Dankbarkeit, um sich mit Hermann Zapf auseinandersetzen zu können. Aber nicht etwa deswegen, weil er sich abkapselte, sondern weil Hermann Zapf für immer und ewig an der Spitze der Elite grafischer Kunst steht ohne selbstverliebt oder voreingenommen gewesen zu sein. Bis ins hohe Alter hat Hermann Zapf stets die Begegnung mit anderen, gerade den sehr viel jüngeren Menschen geschätzt – zuhörend, mitredend, helfend, erklärend, Mut machend. So hat er über Jahrzehnte unterrichtet (in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika) oder seit 1998 auf den TypoMedia- und TypoTechnica-Kongressen von Linotype mitgewirkt. Mit dem Schriftenhaus Linotype und seinen Vorgängerfirmen stand Hermann Zapf über mehr als 70 Jahre in engster Beziehung. Zapf hat damit über die Hälfte des Firmenlebens der 1886 von Otmar Mergenthaler gegründeten Firma und ihr globales Geschäft geprägt. Dies ist in der grafischen Branche und ihrer Wirtschaftsgeschichte ein wohl einmaliger Vorgang.

Hermann Zapf zuhause 2003

Hermann Zapf in Darmstadt, 2003. Photo: Heidelberg Nachrichten.

Bleisatz auf dem Bildschirm?

Im Jahr 2001 publizierte Hermann Zapf zusammen mit einem jungen, international besetzten Team aus Basel, Mainz und New York City die Multimedia-CD-ROM ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. Der Meister selbst entwickelte das Layout, gab die Inhalte vor, lieferte die Scans ab und wählte die Musik aus. Innerhalb von weniger als 100 Tagen musste vom jungen Team (mit damals noch sehr rudimentären technischen Werkzeugen) die komplett interaktiv gestaltete Produktion abgewickelt werden. Die Multimedia-Präsentation führte Hermann Zapf im Herbst 2001 in der Stadtbibliothek von San Franzisko persönlich vor – »standesgemäß digital und computerunterstützt«, wie Zapf süffisant anmerkte, da er zu einem Vortrag über sein Lebenswerk von den Firmen Adobe und Apple eingeladen war, den Pionieren und Gestaltern unserer zeitgemäßen digitalen Kommunikationstechnologien.

Im darauffolgenden Jahr 2002 besuchten Hermann Zapf und seine Gattin, die renommierte Schrift- und Buchkünstlerin Gudrun Zapf-von Hesse, die damals ›kreativste Multimediaagentur der Welt‹ in Wiesbaden. Dort zog das Paar zwei Dutzend Jung-Kreative stundenlang in seinen Bann. Und Hermann Zapf lehrte die Multimedianer, dass neueste Technik nicht immer bereits von Anfang an perfekt ist. »Was ihr macht, ist quasi Bleisatz auf dem Bildschirm. Aber keine Angst, die Technik, die ihr im Web nutzt, wird langsam immer besser«, urteilte er.

Die Offenheit und lebenslange Neugier von Hermann Zapf für Innovation und Fortschritt, für Werte und Kultur, für Kommunikation und Gestaltung basiert auf einem hohen Maß an Verantwortung für das eigene Können und Tun. Hermann Zapf kommentierte das so: »Die Arbeit eines Schriftentwerfers verlangt mehr Sorgfalt und Genauigkeit als in einer der üblichen Disziplinen. Kaum eine andere kreative Tätigkeit hat an weltweiter Verbreitung solche Größenordnungen vorzuweisen, weder die Werbung, noch die Buch- und Zeitschriftenproduktion.« Hermann Zapf hat nie etwas halbherzig angepackt oder auf Zufälliges vertraut. Und das, obwohl er immer wieder Neuland betrat, wie zum Beispiel seit den 1960er Jahren mit Dr. Ing. Rudolf Hell, den Zapf als den ›Edison der grafischen Industrie‹ verehrte und dessen Digiset-Technologie Zapf zum Durchbruch verhalf.

Um die grandiose Bedeutung des Lebenswerks von Hermann Zapf und seiner Arbeit als Schriftentwerfer anschaulich zu machen, sei erinnert: Jeder Computer, der weltweit (stationär oder mobil) im Einsatz ist, macht Schriften von Hermann Zapf zugänglich, da sie sowohl Teil der Grundausstattung der Betriebssysteme als auch Bestseller in den Schriftbibliotheken sind. Große Teile der Weltliteratur, bedeutende Publikationen im Zeitschriftenbereich, Firmen- und Privatdrucksachen, Urkunden bis hin zu Inschriften in Denkmälern sind mit Schriften ausgestattet, die Hermann Zapf entworfen und im Laufe von über 60 Jahren ständig an die neuesten technischen Entwicklungen angepasst hat.

Bis zum letzten Atemzug: Ungebrochener Innovationsgeist

Vom Hand- über den Maschinensatz mit Bleilettern bis zum Foto- und Lichtsatz sowie letztlich für die unterschiedlichen Digitaltechnologien hat Hermann Zapf seine Schriftzeichen und Alphabete umgearbeitet und erweitert. Dabei beglückten ihn die neuesten Digitaltechniken geradezu, vor allem das OpenType-Fontformat, da es für Schriftentwerfer sämtliche technisch-physikalischen Beschränkungen der Vergangenheit aufhebt. Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wie auch das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhundert nutzte der damals schon hochbetagte Hermann Zapf, um beinahe wöchentlich im Schriftenatelier von Linotype seine wichtigsten Schriften (Palatino, Aldus und Optima) den neuen Techniken anzupassen. Dabei wurden nicht nur seine Alphabete und Zeichen transformiert, sondern es entstanden Erweiterungen der Schriften, etwa die Palatino Nova und Palatino Sans Com.

Sein spektakulärstes Projekt war sicherlich die Zapfino. Hermann Zapf wurde Anfang der 1990er Jahre von dem später als Web-Design-Guru berühmt gewordenen David Siegel aus Kalifornien angesprochen. Siegel, der Mittzwanziger wollte im Team mit Zapf, dem über 70-jährigen, eine neue digitale Schrift entwerfen, um Kalligrafie mit dem Computer zu ermöglichen. Die Ansprüche wuchsen mit den Möglichkeiten. Das Projekt geriet ins Wanken. Letztlich war Ende 1998 mit Unterstützung des Schriftenhauses Linotype die ›Zapfino‹ genannte kalligrafische Schrift als Weltneuheit marktreif. Apple-Chef Steve Jobs war fasziniert und lizenzierte die Zapfino. Seitdem ist die Zapfino Bestandteil des Betriebssystems OS X von Apple. Kalligrafie findet so Eingang in den von Steve Jobs propagierten ›Digital Lifestyle‹.

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© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photo: Nadine Bendzulla, Wiesbaden

›TypoZapfie‹ – Inspiration für den Nachwuchs und globale Strahlkraft

Naturgemäß beschränkte sich Hermann Zapf bei seinen Schriftentwürfen nicht nur auf den westlichen Sprach- und Kulturraum. Slawische Sprachen, Kyrillisch, Arabisch und vieles mehr hat Hermann Zapf in seine Schriftwelt integriert. Jeder Mensch auf unserem Planeten, der Lesen und Schreiben kann, jedes Unternehmen ist mit dem Werk von Hermann Zapf, dem Meister des Schriftentwerfens, hautnah in Berührung gekommen. Mitunter wurden auch lebenswegentscheidende Impulse durch Hermann Zapf gezündet: Der junge Akira Kobayashi aus Tokio bekam in den 1980er Jahren Fachschriften von Hermann Zapf in die Hand, die ins Englische übersetzt waren. Da Akira kein Englisch konnte, aber genau wissen wollte was Hermann Zapf publizierte, brachte er sich kurzer Hand die englische Sprache selbst bei.

Das Ergebnis war eine grenzenlose Begeisterung bei Akira Kobayashi für Schrift und Typografie auf höchstem künstlerischen Niveau, die man als ›TypoZapfie‹ bezeichnen könnte. Akria ging damals unvermittelt nach London zum Studium, entwarf selbst Schriften, gewann bei Wettbewerben und wurde zum künstlerischen Leiter des Linotype Schriftenateliers. Eine Position übrigens, die Hermann Zapf bei der D. Stempel AG, die später von Linotype übernommen wurde, mehr als ein halbes Jahrhundert zuvor inne hatte. Kein Wunder also, dass Hermann Zapf unverzagt und hochmotiviert auf die Unterstützung und Kompetenz von Akira Kobayashi setzte, um im Linotype Schriftenatelier sein Lebenswerk vollenden und bis zum letzten Atemzug auf Innovation, Präzision und Meisterschaft achten zu können.

Der Eingangs zitierte Hermann Rapp rundet die Würdigung der Lebensleistung von Hermann Zapf wie folgt ab: »Hermann Zapf schenkte uns und den späteren ein wunderbares Werkzeug. Wenn wir dieses Werkzeug mit Vernunft und Anstand gebrauchen, das heißt, dass wir Kommunikation des Kommunikativen wegen betreiben, Lesenswertes leicht leserlich machen, dann hinterlassen wir eine gute Spur bei unserem Tun und ehren den Schöpfer unserer Werkzeuge: unseren Hermann Zapf.«

Hermann Zapfs Lebenswerk und seine Meisterschaft sind unvergleichlich und einzigartig. Er hat durch sein über fast vier Generationen dauerndes Wirken die grafische Kunst vollendet. Und gleichzeitig nicht nur Profis, die Gestalter, Kreativen und Medienproduktioner in aller Welt, inspiriert und unterstützt, sondern durch seine aktive Mitarbeit bei der Vervollkommnung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten die Nutzung grafischer Kunst auf höchstem Qualitätsniveau für alle Menschen zugänglich gemacht. Schrift und die schriftgebundene Kommunikation haben durch Hermann Zapf einen neuen Anfang gefunden. Hermann Zapf hat die Transformation der werthaltigen Kommunikation von der analogen Gutenberg-Galaxis in die digitale Wissensgesellschaft wie kein anderer geprägt. Wir können und werden ihn nie vergessen.

[HINWEIS: Dieser Nachruf enstand in Zusammenarbeit mit Monotype GmbH, die Linotype GmbH übernommen hat. Der Nachruf findet sich auf der Linotype-Website in gekürzter Fassung.]


Zum Autor

Andreas Weber (geboren am 3. Januar 1959 in Homburg/Saar) lebt und arbeitet seit 1978 in Mainz. In der Gutenberg-Stadt studierte er Kunstgeschichte, Archäologie und Buchwesen. 1987 wechselte er ins Kommunikationsfach. Seitdem ist er als Kommunikations-Manager und -Analyst, Publizist sowie als Berater und Coach aktiv. Er hat verschiedene Unternehmen gegründet, zuletzt die Value Communication AG, die er als CEO leitet und die sich auf Innovationstechnologien und Kommunikation mit System spezialisiert hat. Hermann Zapf lernte der Autor im Jahr 1988 in Paris kennen. 2001 produzierte er für Hermann Zapf die Multimedia-Werk ›The world of alphabets by Hermann Zapf‹. 2002 arrangiert Weber die Begegnung von Hermann und Gudrun Zapf mit der damals ›Kreativsten Multimediaagentur der Welt‹, Scholz & Volkmer, Wiesbaden. 2008 publizierte Weber eine umfassende Würdigung Hermann Zapfs zu dessen 90. Geburtstag.

Zur Biografie von Hermann Zapf

Hermann Zapf wurde am 8. November1918 in Nürnberg geboren und gehört zu den wichtigsten Schriftkünstlern, Typografen, Kalligrafen aller Zeiten, der sich auch als Autor und Lehrer verdient gemacht hat. Seit 1951 war er verheiratet mit Gudrun Zapf von Hesse. Nach seiner Lehrzeit als Retuscheur, bei der er seine Leidenschaft für die Kalligrafie entdeckte, zog Zapf 1938 nach Frankfurt/Main, wo er sich als Schriftgrafiker und Kalligraf betätigte. Im gleichen Jahr entwarf er seine erste Type Gilgengart für seinen späteren Arbeitgeber, die Schriftgießerei D. Stempel AG.

Nach Arbeitsdienst, Krieg und Gefangenschaft ging Zapf wieder nach Frankfurt und war bei D. Stempel 1947 bis 1956 künstlerischer Leiter. Zwischen 1948 und 1950 war er nebenamtlich als Dozent für Typografie an der heutigen HfG Offenbach tätig. Während dieser Zeit war Hermann Zapf auch als Graphiker im Buchdesign für Verlagshäuser wie Suhrkamp, den Insel Verlag (auch Insel-Bücherei), die Büchergilde Gutenberg oder den Carl Hanser Verlag tätig.

Aus Prinzip arbeitete er jedoch nie für Werbeagenturen. Eine wichtige Betätigung war die des Schriftentwerfers: Es entstanden die Palatino, Aldus und Optima (bereits 1952), die bis heute weit verbreitet sind. Ab 1956 arbeitete er als selbständiger Schriftgrafiker in Frankfurt. Eine der Arbeiten war 1960 die Ausfertigung der Präambel der Charta der Vereinten Nationen für die Pierpont Morgan Library in New York. Seit den frühen 1960er Jahren beschäftigte er sich mit der Kombination von Typografie und Computerprogrammen.

In Deutschland wurden seine Ideen zum computergestützten Satz damals nicht ernstgenommen und sogar auch verlacht. Nach einer Vorlesung 1964 in den USA war die Universität von Texas in Austin sehr interessiert an Zapf und wollte extra für ihn sogar eine Professur einrichten. Er lehnte das Angebot jedoch ab, da seine Frau nicht in den USA leben wollte.

1972 ging er für einen Lehrauftrag für Typografie, den er bis 1981 ausübte, an die Technische Universität Darmstadt. 1976 wurde ihm vom Rochester Institute of Technology die Professur für computergestützte Typografie angeboten, die dort als weltweit erste aufgebaut wurde. Er nahm dieses Angebot an und unterrichtete im ständigen Wechsel zwischen Darmstadt und Rochester von 1977 bis 1987 auch am College of Graphic Arts and Photography.

1977 gründete er zusammen mit Aaron Burns und Herb Lubalin die Firma Design Processing International Inc. in New York. Das Ziel war die Entwicklung von Programmen für typographische Strukturen, die auch von Nichtspezialisten bedienbar sein sollten. Die Firma bestand bis 1986. Danach entwickelte Zapf in Kooperation mit der URWSoftware & Type GmbH in Hamburg die Software »hz program«. Dieses Programm enthält mikrotypografische Veränderungen zum optimalen Zeilenausgleich. Diese Algorithmen wurden für das Programm InDesign lizenziert.

In den letzten Jahren erweiterte er seine Palatino-Schrift insbesondere um griechische und kyrillische Zeichen. Weiterhin arbeitete er die 1993 begonnene Schriftreihe Zapfino aus, die schließlich bei Linotype erschien.

Eine bedeutende Sammlung von Schriftentwürfen, Buchgestaltungen und Signeten Hermann Zapfs befindet sich in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und kann dort in einer Dauerausstellung besichtigt werden.

Am 4. Juni 2015 verstarb Hermann Zapf in Darmstadt.

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)

1967 Type Directors Club Medal des Type Directors Club.

1974 Gutenberg-Preis der Gutenberg-Gesellschaft verliehen.

2000 Ehrenmitglied der Deutschsprachigen Anwendervereinigung TeX ernannt.

2003 SoTA Typography Award der “Society of Typographic Aficionados” in Chicago verliehen.

2007 Goethe-Plakette des Landes Hessen in Wiesbaden verliehen (11. Dezember 2007).

2010 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland in Wiesbaden verliehen (25. Mai 2010).

Zapf-Schriften als „Evergreens“ und Bestseller zugleich — Hermann Zapf hat über 200 Schriften entworfen. Überblick über die wichtigsten Schriftentwürfe von Hermann Zapf.

Aldus® (1954), Aldus Nova (2005), Aurelia™ (1983), Comenius® Antiqua BQ

(1976), Edison™ (1978), Kompakt™ (1954), Marconi® (1976), Medici® Script

(1971), Melior® (1952), Noris Script® (1976), Optima® (1958), Optima nova

(2002), Orion™ (1974), Palatino™® (1950), Palatino nova (2005), Palatino™

Sans (2006), Saphir™ (1953), Sistina® (1950), Vario™ (1982), Venture™

(1969), Virtuosa® Classic (2009), Linotype Zapf Essentials™ (2002), Zapfino®

(1998), Zapfino Extra (2003), ITC Zapf Chancery® (1979) ITC Zapf

International® (1976), ITC Zapf Book® (1976), Zapf Renaissance Antiqua™

(1984–1987), ITC Zapf Dingbats® (1978).

Werke (Auswahl)

  • ›Feder und Stichel‹. Frankfurt am Main, 1949
  • ›Manuale Typographicum‹, Z-Presse Frankfurt am Main/New York, 1954 und 1968
  • Typographische Variationen – 78 Buchtitel und Textseiten‹, Verlagsbuchhandlung Georg Kurt Schauer, Frankfurt am Main, 1963
  • ›About Alphabets. Some marginal notes on type design‹, M.I.T. Press, Cambridge, Massachusetts 1970
  • ›Hermann Zapf & his design philosophy‹, The Society of Typographic Art, Chicago 1987, (und in japanisch: Robundo Publishing Inc., Tokio 1996)
  • ›The world of alphabets by Hermann Zapf – A kaleidoscope of drawings and letterforms‹, Multimedia-CD-ROM, produziert von Andreas Weber, Mainz 2001, herausgegeben von Rochester Institute of Technology, Rochester NY und The Melbert B. Cary Jr. Graphic Arts Collection (vergriffen)
  • Alphabetgeschichten. Eine Chronik technischer Entwicklungen, Mergenthaler Edition/Linotype, Bad Homburg 2007, ISBN 3-9810319-5-4.
  • ›Moderne Zeiten‹ – Sonderveröffentlichung aus Anlass des 90. Geburtstags von Hermann Zapf. Erschienen in: Value Magazin, Ausgabe Herbst, Mainz 2008, Seite 8 bis 16. Mit Beiträgen von Andreas Weber, Hermann Rapp und Hermann Zapf.

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Zapf

http://www.linotype.com/de/5669/hermannzapfstatement.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Schreibmeister-des-Computerzeitalters-Hermann-Zapf-zum-90-215953.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Es-gibt-keine-Entschuldigung-fuer-schlechte-Typographie-zum-Tode-von-Hermann-Zapf-2681823.html

http://www.deutschlandfunk.de/typograf-zum-tod-des-schrift-connaisseurs-hermann-zapf.691.de.mhtml?dram:article_id=321933

http://www.linotype.com/645-34858/hermannzapfsobituary.html

http://www.nytimes.com/2015/06/10/arts/design/hermann-zapf-96-dies-designer-whose-letters-are-found-everywhere.html?_r=0

http://creativepro.com/remembering-legendary-man-of-letters-hermann-zapf/

http://typographics.com/projects/zapf/

Commons: Hermann Zapf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Hinweise:

A) Nadine Chahine und Otmar Hoefer von Monotype GmbH haben zum Andenken an Hermann Zapf eine Facebook-Gruppe einreichten.

https://www.facebook.com/groups/RIPZapf/

Bildschirmfoto 2015-06-12 um 09.17.32

B) Impressionen von der Trauerfeier für Hermann Zapf am 16. Juni 2015 in Darmstadt mit rund 150 Freunden aus Europa, Nordamerika und Japan, die auf Einladung der Familie rund um Gudrun Zapf-von Hesse gekommen waren.

XUG15EU PURL 1

HURRAY! It is all about me! — Perfect individualized Multi-Channel Campagne at #XUG15EU for all attendees and partners. Created ©2015 by Prindoz, Lübeck/Germany via XMPIE Software Solutions.

“HOW TO GAIN MORE THAN 1.5 MILLION VIEWS VIA TWITTER IN A VERY SHORT TIME? WITHOUT ANY ADVERTISING SPENDINGS, JUST BY ORGANIC REACH? — VERY SIMPLE: BY MULTI-CHANNEL INNOVATION AT ITS BEST!” —Andreas Weber

CHAPEAU! Hats off! The entire organizational team of the XMPie User Group (XUG), especially XUG Board Member Christian Kopocz, have done a sensational job. Almost off the cuff and within less than 10 weeks, a new international conference was created. The sophisticated and unique conference theme: Multi-channel Innovation.

More than 130 participants from 17 countries gathered on May 26, 2015 (in spite of Pentecost holidays) in Berlin, the center of the start-up and innovation scene. Well-known partners supported the effort and presented, in technical lectures and demos, how to pull out all stops – whether analog, online or mobile. The event #XUG15EU was preceded by a comprehensive, highly effective multi-channel campaign which Christian Kopocz, with his company Prindoz, Lübeck/Germany, realized through the use of print, Purl, online marketing and especially social media. Even personal contacts were made across the country as well as several continents. On the day of the conference, participants were provided with individualized print materials, among others in the form of an event book printed on premium materials. A personalized website allowed following the program individually and also online and to rate the presentations and sessions through voting, of which about half of all participants took advantage.

The event was prepared, edited and reworked on all flanks through social media. Teaming up with XUG15EU partner, Value Communication AG, Christian Kopocz developed and realized a scenario which bet especially on Twitter, in combination with Facebook, LinkedIn und XING. The result is breathtaking: 

  • In just a little over 48 hours—from the night before the #XUG15EU until the day after —Twitter alone reached a total of more than 1.5 MILLION. On the day of the event itself, one million was almost exceeded. Note: No advertising spendings needed! Just by organic reach!
  • Of those, more than 253,000 were unique reaches.
  • 980 posts were made in order to comment on the conference and to capture and share its most important results and insights.
  • Participation among the conference participants present was very high: More than 30% posted actively, more than 80% shared the posts, thereby including their specific networks. And 100% of the organizers and partners sent posts and re-tweets around the globe.
  • In addition, on the day after the conference, interesting story recaps and blog posts dealt with the results.
  • And journalists took note as well. The 4-color magazine, Wien, a leader in German-speaking countries, sent a personal letter from its editor-in-chief, Martin Schwarz, along with its exclusive Print-Germany edition and presented, prior to the conference, an interview with Christian Kopocz. Live and locally, the London Output Magazine reported  online (via blog post and online newsletter to more than 20,000 subscribers); editor-in-chief, James Matthews-Paul, made a special trip and was able to hand to conference participants his exclusive, digitally printed special edition, Output One. The technical blog ValueTrendRadar by Andreas Weber had published interviews and comments for several weeks, even had discussed presentation subjects and then documented them in real time (to thousands of viewers from more than 40 countries).

All in all we can say: What we achieved together represents a milestone, not just for us as the XMPie User Group, but for all innovation-oriented professionals in the communications industry, said Christian Kopocz. And he added: “This was successful only because we practice what we preach. And because we are successful in not only informing, but also in motivating and inspiring on the highest level on sometimes complex themes that make up Multichannel Innovation.“

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© 2015 by Christian Kopocz, Prindoz, Lübeck/Germany.

Accordingly, the value of all these communication successes lies in the maximum level of interaction of participants, presenters, partners and members of the media who were involved via social media. It is especially evident that B2B subjects can be meaningfully popularized.  

And not only as a fleeting, one-time action, but permanently.  Because all of this content and these messages live on (and recently also as Twitter news indexed by Google) after the conference ended. By the way: The post-game is just a pre-game! From October 25 to 28, 2015, the American XUG Conference takes place in Miami, Florida. Participation is worthwhile. One way or another! Afterthought: The theses and insights of the final presentation and panel discussion at the #XUG15 EU have thoroughly proven themselves.

The pivotal aspects are:

  1. Multichannel Innovation means: “Discover. Watch. Love. Share. Talk about it!”
  2. Multichannel Innovation assumes a mind shift: “It’s a disruptive lifestyle philosophy!”
  3. Multichannel Innovation links and unifies social/smart technologies and “human-to-human” needs. Because: Needs are the heart of all matter.

To the astonishment of participants, the question of who, or which company, is the “global leader” in Multi-channel Innovation, was answered … It‘s Apple! Why? First, because Steve Jobs, in multichannel conformance, coined the paradigm that success is only possible when the digital lifestyle experience gains 100% acceptance in people’s daily lives. And secondly, because Apple offers the best Web services and online shops, as well as the best brick-and-mortar flagship stores. And almost “by the way”, makes possible the best print applications — from AirPrint to digitally printed iPhoto Books and superb packaging. And all of this enhanced by extraordinary marketing orientation and an outstanding “customer experience”.

Bust the Silos Convert the Virtual into Reality! Update 25052015.010

© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany.

#XUG15EU News Update (Part 1)

All about the 1st. and best for ever #Multichannel #Innovation conference in Berlin.
Smart. But disruptive! Organized by XMPie User Group. To be continued!

Quick Guideline:

Quick Review:
Multi-channel in Berlin

As I type, Thomas Schnettler from Locr is educating a room of 150 digital print professionals about the use of map content for geolocalised campaigns. We’re about to move on to a session from Hootsuite about social media marketing and, later, we’ll hear about the advent of mobile from the genius team at Documobi. 

I’m at the XMPie User Group meet-up in Berlin, the first European outing of its kind and the type of place where you really don’t want a bomb to go off, or for an earthquake to happen: it’s a meeting of some of the digital print industry’s most innovative minds. These are the people who are genuinely multi-channel, who understand that user-generated content is the way forward, and that brands now insist on using the right medium for the right message because they have no choice.

The fact is that there are too few conversations about multi-channel happening in this space. It’s a major reason why print is falling behind in the eyes of marketers and print buyers, and too few stories about how the joined-up world is sparking the interest of an audience. Whatever engagement you seek, you don’t need to be using every platform but you must consider an individual user’s contact points in order to nudge them successfully through to completion, however that is defined by your project.

I’m up shortly, with Output being touted as an example of a great multi-channel proposition. I’m delighted to be taking the stage with Andreas Weber, but I know there is so much we can do to engage and inspire more broadly. The question is, what are you doing to progress multi-channel within your business?

Best,
Bildschirmfoto 2015-05-27 um 19.29.23

Created by Andreas Weber, Value Communication AG. May 27, 2015. Thanks to all our lovely contributors!

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IMPRESSSIONS (out of a selection of our Tweets!:

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Laurenz Film-Titel In der Magengrube

Photo/Screenshot by Laurenz Lin, 2015.

“In der Magengrube” has it’s world premiere at the Cannes Short Film Corner of 2015. Soundtrack by Jan Felix May.

In this surreal film noir, a monkey settles down in the cellar of a psychiatrist. As the psychiatrist retells his and the monkey’s story, he also conveys to the viewer his view upon the world and the ideology of his clinic.

Very proud, that the movie got produced in our remarkable Value Office in Mainz/Germany. And that me in person and my company Value Communication AG could support this brillant project!

My advice:
Please have a look to the Trailer! And get in touch with the team!

Some details Laurenz Lin, the movie’s director, just published on Facebook:

“Heute fand die Weltpremiere unseres Films “In der Magengrube” auf den Filmfestspielen in Cannes statt. Danke an alle die gekommen sind. Es war eine unvorhergesehene und spannende Reise bis dorthin. Jetzt geht’s weiter!

Danke auch an Leon Pietsch, der das Script verfasst hat, sowie Jan Felix Mayy , dessen Soundtrack den Film umso ansehnlicher werden ließ. Lieber Moritz Rosteck, ohne dich hätten wir uns nicht mehr getraut den Filn mit verhunztem Ton zu zeigen. Dort, wo wir es verbockt haben, hast du nochmal mit aller Kraft nachgearbeitet. Dank dir durften die Stimmen noch in Stereo anstatt Monospur gehört werden. 

Ein großer dank gilt Andreas Weber, der uns sein Atelier zur Verfügung stellte, als wir ein Drehstudio benötigten.

Auch du Maximilian Schmidt wirst nicht vergessen. Du hast in nur drei Tagen Dreharbeit den gesamten Text auswendig lernen müssen. Hättest du dich von mir nicht so malträtieren lassen, wäre der Film nicht entstanden.

Lieber Jacob, dein starrer Blick wird bis nach Walhalla reichen.

Wir sind ein starkes Team!

— mit Leon Pietsch und Maximilian Schmidt.”

Sükran and Suri Value Analyse.001

© 2015 by Value Communication AG, Mainz. | Photo: Our Value Communication Fellows Şükran Ceren Salalı and Sudarsha Rambaran, created an amazing video documentation to present their results!

By Andreas Weber, innovation expert and print analyst from the Gutenberg City of Mainz

Reading Time: 5 minutes

Key issues:

  • The medium print does not have any problem today and in the future. Moreover, it is not in any crisis caused by others. 
  • There is nearly no other sector that presents itself in the public eye so awkwardly and badly as the printing sector.
  • Print buyers highly appreciate good counseling and contemporary, proactive market communication specifically on the topic of how printed materials can be designed particularly effective, appealing and interactive. However, this type of service is in short supply.

The good old Johannes Gutenberg has tossed and turned in his grave for ages. While in 2000, the American business elite elected him “Man of the Millennium” and Silicon Valley called him the innovator of modern times (digital pope, Jeff Jarvis, dedicated the book “Gutenberg the Geek” to him), the printer guilt has denied and practically mothballed him. 

Printing has nearly joined the rank of “non-words”. Despite the fact that worldwide hundreds of thousands of companies still make their money by producing printed materials. Many in the commercial printing business are looking to describe their work and what they offer new: whether it is media production respective marketing service provider or cross-media service provider, they increasingly try to avoid being associated with the term “print”. 

Is this necessary? No! — Therefore, it is the goal to deal with the subject matter of “print” in any form other than it has been dealt with for the past 15 years.

  1. The (alleged) end of the Gutenberg galaxy marks the new beginning of “limitless print communication” — for hundreds of years, printed materials were the measure of all things, firmly in the hand of professional printers and publishers. Beginning in the 1980s, desktop publishing and the motto “Everyone his own Gutenberg” cracked their monopoly. Since, totally new players have taken the lead. Key points: a) Apple and Google developed the first e-print functions as new standards, so millions of new smartphone and tablet users can print their digital contents as needed. b) Specialists among others for Facebook and Wikipedia, who come from the development sector for intelligent search engines and algorithms, have created solutions to configure social media data by mouse click and print them automatically (first and foremost pediapress.com from Mainz). In addition, smart online photo print solutions are used by millions of any age groups!
  2. Reality contra misbelief: The thesis “Internet kills print” is false — this is what publishers and print professionals believe and they convey this message to their customers by having debated about the “print crisis”, of which Google supposed to be the culprit, for years.  The following are arguments against this belief: 1. Print publishers caused their crisis themselves and they did not even use innovations in print, and 2. “digital natives” are positive toward print if the contents and the communication offers are relevant, personal, and useful. (See the following reports: http://valuetrendradar.com/2014/09/09/valuecheck-the-internet-is-not-the-death-of-print/ und http://valuetrendradar.com/2014/10/03/valuecheck-newspaper-publishers-theyre-left-crying-in-the-corner/)
  3. Communication deficits paralyze the printing industry — the attitude “our products speak for themselves” has an effect as numb feet. Printing companies are ossified in their routines. Even the most innovative products and solutions, which many can offer, are marketed in accordance with the “Old School” principle: using sample maps and machine demonstrations for children and other interesting parties. There is nearly no printing firm that knows how to use professional online and social media communication such as targeting marketing campaigns as shown in an exemplary fashion in England moo.com or snapajack.com . (See YouTube video “How to innovative print business”). — In this context, not only the art of self-portrayal is what counts but also networking such as the example of Print Three from Canada shows. 
  4. Innovation often takes place in print shops while the interfaces to the customers are mostly rather “retro”! — For more than 10 years, print shops have been under a significant cost pressure; however, they are primarily concerned with themselves to optimize their internal processes in order to produce efficiently. Only few of them focus on communicating the effectiveness of their print products, which they (can) produce for customers, offensively and attractively. Social media monitoring shows how much customers, who order printed matters online, have to criticize (they are unhappy about usability, multiple debits, a lack of color reliability, etc. see “printing research results: The Beauty and The Beast”).
  5. There is nearly no other sector that presents itself in the public eye so awkwardly and badly as the printing sector. This must change drastically! — For hundreds of years, print shops have not needed lobby efforts and industry communication. There were monopolists and there was no way around them. Moreover, they could sail on the lee side of machine suppliers. Just like IBM and computing, particularly the label “Technology by Heidelberg” guaranteed high customer confidence. This changed drastically no later than drupa 2012, which brought the breakthrough in digital printing. Many new players are no relevant. Nearly of them come from the imaging and IT sector. However, these companies are so large and different that individual print shops can hardly create any image transfer. This is not really terrible because with today’s media print shops can position themselves easily and effectively. Twitter, Facebook, Google Plus/YouTube and LinkedIn are the best aids, which provide the use of their infrastructure for free. It just requires a bit of training of how to handle it! — By the way, it is a bit embarrassing as well as inspiring that the world’s largest print buyer, IKEA, campaigns for print by imitating the Apple communication expertly. So far, more than 17 million people watched this video! Benchmark!

Conclusion — our take: “Something old needs something new!”

The printing sector should refocus on its old strength and the Gutenberg value system to be able to handle innovation in communication. This is the only way to survive structural change or structural break.  The medium print does not have any problem today and in the future. Moreover, it is not in any crisis caused by others. This is a homemade crisis. It is the outgrowth of business goals, user promises and communication that is no longer appropriate for customers and no longer up-to-date. No one has to do without the expertise, the passion, the flexibility of competent printing experts. Print buyers highly appreciate good counseling and contemporary, proactive market communication specifically on the topic of how printed materials can be designed particularly effective, appealing and interactive. However, this type of service is in short supply. This can easily be changed. Right? — Please check as well pour Value Guidelines for innovation marketing communications via Social Media.

NOTE: Please join #xug15eu conference. And experience the real value of print via innovative #multichannel solutions.

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