Archive

Tag Archives: Technology

DSC04443

© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany — Photo: Andreas Weber, Frankfurt am Main

Drucken ist (k)eine Kunst.
Dank der Vermittlung durch Franz H. Bausch von X-DOC SOLUTIONS wurde durch Ines Schöne und ihr Team von Schöne Drucksachen, Berlin, eine ausdrucksstarke Künstlerarbeit in Szene herausragend gesetzt!
Herzlichen Dank dafür!

Die Arbeit “#JeSuisAndreas” von Andreas Weber wurde eigens für die Mitglieder-Ausstellung im Kunstverein Eisenturm Mainz KEM e. V. geschaffen und bezieht sich auf die Ergebnisse des Kunst- und Ausstellungsprojekts „Kunst zu(m) Sterben“ (Initiatoren und Kuratoren: Prof. Valy Wahl und Andreas Weber), das seit 2013 tausende Menschen berührte und seit der Ausstellung in der Mainzer Rathausgalerie durch Social Media-Kommunikation weitergeführt wird. Andreas Weber bezieht in seinem persönlichen Statement „#JeSuisAndreas“ Position, um seine Wertvorstellungen darzulegen. Und er wünscht sich, wenn viele Menschen dem Beispiel folgen. — Die Ausstellungseröffnung findet am 20. März 2015, 20 Uhr, in Mainz statt.

Zum Making-Off

Die digitale Bild-Text-Collage von Andreas Weber wurde von Schöne Drucksachen in Berlin in einem neuartigen digitalen 3D-Special-Effect-Print-Verfahren in Szene gesetzt! In kürzester Zeit. Hochprofessionell. In herausragender Qualität. So bilden Kunst und Kommunikation ein starkes Team. Wunderbar!

PS: Wer wissen will, wie das geht, kann sich gerne bei Value Art+Com melden!

SIEHE AUCH UNSERE VIDEO-ANiMATION AUF YOUTUBE:

ValueCom Key Visual Valuetrendradar.001

Von Andreas Weber, Mainz

Wunderbar. Humorvolle Kritik setzt durchaus ernsthafte Diskussionen in Gang. Mitten in der Fastnachtszeit (für Nicht-Mainzer: Karnevalszeit) hatte ich in Anbetracht neuer Werbeanzeigen von Flyeralarm auf Facebook angemerkt, dass Drucksachen nunmehr völlig umsonst seien, vor allem weil es in der Öffentlichkeit nur noch um Rabatte und Preisnachlässe geht. Mit der Perspektive, dass wohl irgendwann ein Drucksachenbesteller Geld bekommt, wenn er bei Online-Druckereien produzieren lässt. Haha! Ist doch cool, oder?

Als entscheidender Aspekt kristallisiert sich in der Diskussion heraus, dass wir im Druckmarkt auf Ramsch-Niveau angekommen sind. Die zentrale Frage bleibt unbeantwortet: „Wie kann man den Wert von Druckerzeugnissen adäquat darstellen?“

Bildschirmfoto 2015-02-07 um 19.36.50

Unser DigitaldruckForum-Mitglied auf XING, Alexandra von Froreich, kommentierte: „Die Frage ist doch, wer leistet sich welches Druckprodukt für welchen Zweck? Immer ‚billiger, günstiger’ wird irgendwann einfach dazu führen, dass die Kunden, die Wert auf Qualität legen und Geld für Ihre Produkte ausgeben, sich ganz klar im Vorteil befinden, da sich ihre Produkte von der Masse abheben. Umkehrschluss: Wer sich billig präsentiert, wird eben bei den ’größeren’ keine Chance haben. Wie war das noch mit dem Darwinismus? ;-) Ich denke, dass man mit Gelassenheit und einem Lächeln sehr gut reagieren kann … — Danke für den Beitrag Herr Weber und einen schönen Sonntag. Grüße aus Zell (Mosel).“

Wer sind nun die Spassbremsen?

Das Grundübel ist: Die Druckbranche hat kein übergreifendes und wirksames Sprachrohr (mehr). Druckereien haben seit langem ihre Kommunikationsaufgaben anderen überlassen. Technologielieferanten, Messegesellschaften, Fachmedien, Fachverbänden, Beratungsfirmen und Marktforscher propagieren mehr oder weniger synchronisiert, was ihnen wichtig erscheint. Mit der Realität der Druckereien hat dies aber immer weniger zu tun. Ganz zu schweigen von den Anforderungen der Drucksachenankäufer, die kaum Berücksichtigung finden, obgleich sie klar ausgesprochen werden.

Prekäre Schieflage

Im Ergebnis wird die Diskrepanz immer größer zwischen dem, was durch zeitgemäße Print-Kommunikation geleistet werden könnte, und dem, was die Druck-Branche offeriert. Der im Januar 2015 vorgestellte Canon Insight Report „Gestalten Sie Ihre Zukunft mit Druck“  belegt dies: Innovationen werden kaum genutzt, weil die Druckereien ihre Kunden darüber gar nicht umfassend und verständlich informieren. Und die Wünsche der Druckerei-Kunden über die Druckproduktion hinaus, also vernetzte Kommunikationsbedarfe, werden nicht wahrgenommen.

Und damit sind wir wieder beim Wert der Drucksache an sich angelangt: Werte sind messbar durch Effekte, die erzielt werden. Und nicht durch eine unsinnige “Geiz ist geil”-Mentalität.

Das ist keinesfalls dadurch erfüllt, dass

  1. der Fokus alleine darauf liegt, Druckerei-interne Prozesse z. B. über Web-to-Print zu optimieren, wobei nach wie vor das Erstellen einer druckfertigen Datei viel komplizierter und aufwändiger ist, als zum Beispiel das Publizieren einer HTML5-Website über Anbieter wie wix.com, das sich quasi in minutenschnelle ohne Programmierkenntnis realisieren lässt;
  2. die Anforderungen von Drucksacheneinkäufern ignoriert werden, die sich zunehmend für Multi-Channel-Kommunikation (sprich, die Verbindung von Print, Online und Bewegbild) interessieren und dies mit ihren Druck-Lieferanten bewerkstelligen wollen.

Fazit (und kein Witz!): Die Situation im Druckmarkt ist äußerst prekär. Für eine Trendwende oder besser Kehrtwende stehen aber die Chancen gut, wenn die Kommunikation über Drucksachen von Druckereien verbessert wird und man diese Kommunikationsaufgaben nicht weiterhin anderen überlässt.

 

ValueCom Key Visual Valuetrendradar.002

ValueCom Key Visual Valuetrendradar.004

@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Good Question:
What is the Real Value of Communication? And how to experience it?

This good question is easy to answer:
The Real Value of Communication is creating Value via Communication!

  • But what does it mean?
    Talk to each other!
    Listen to each other.
    Understand each other.
    Like each other.
    Even if you don’t, respect each other.

The dilemma:

  • Most of us fail.
    Most of us are not able to listen.
    Most of us are not able and willing to understand!
    We don’t care.
    We just talk. We just act. We just want to… (something, which seams to be good for us.)

My advice to access the value of communication:

If you want to create Value, just stop your stupid talk and behaviour. Just listen and learn. Learn how to learn.
Respect the Value of Communication. Respect other Human Beings, the Nature, the Animals. Everything which is different, but valuable.

It’s that easy.

Think about it:

  • Learn how to like yourself. (Don’t be selfish.)
    Learn to listen.
    Learn (in the right way) how to use media and technologies.
    Learn to understand the Value of Art, Culture and Communication.
    Learn and practice — And re-learn every day, every minute, every second.

Become a very smart communicator to create the Value of Communication by valuable communication.

It’s that easy!

How to get in touch?

Follow us on Twitter — @ValueCommAG
Join us on Facebook!
Subscribe for free and read our blog!

Value Task.001

© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

New forms of communication for improved and effective commercialisation of technology and innovation in the Age of Mobile Internet

By Andreas Weber, Mainz/Germany

Status quo

Paradox? — Despite its evident technical skills, the printing and publishing sector is struggling much more than other sectors to achieve a fundamental understanding and use of digital forms of communication, in particular with social media. It is overlooking the effects that can be achieved with Twitter, Facebook & co., especially in printing, in order to maintain and expand contact. Moreover, important concepts and market developments are being variously and mostly wrongly interpreted, which often leads to absurdity. Social media are considered a time-consuming toy although for a long time now all relevant innovations have first made their mark via social media and mobile Internet!

Current case studies demonstrate not only that wide coverage is possible but that, much more importantly, interaction also occurs that permits easy, targeted follow-up of successful communication by marketing and sales. The important thing here is that successful digital communication is not aimed at selling but instead facilitates sales and marketing work thanks to clever positioning, rapid familiarisation and immediate demand.

Aims

  1. To create a context with the aid of digital media between the opportunities of technology and innovation and the specific situation of the customer/interested party.
  2. To develop content in line with well-established and tried and tested forms of contemporary “story telling” that focus on user interests. In social media, this works best with integrated text and image animations and films.

Recommendations for the successful exploitation of the advantages of digital communication opportunities

Important principles to grasp

  1. The new form of social media communication goes way beyond the usual PR and communication opportunities since it brings about direct interaction and networking (and not just a news push effect via third party media) und can be professionally measured in real time.
  2. It is no longer necessary to chase after readers/users via leads and address profiles.
  3. There is no dependence on third parties such as specialist media who publish the material more or less correctly and effectively and more or less quickly, if at all.
  4. With the elimination of losses due to scatter, target people and target groups identified by the selection of the right topics are reached with one hundred percent success. So you can reach everyone who is actively interested in technological innovation, information management, digital transformation etc.
    Tip: This is hundred percent guaranteed by hashtags (“#”) and the use of keywords and links in blog articles.
  5. Thanks to the great popularity of Twitter and Facebook, in particular in B2B, organically scalable coverage leads to high interaction levels that by far exceed traditional B2B media services. What is more, in contrast to online media, with print media you cannot tell precisely which story is being read or how, if indeed it is.

How do social media act compared with traditional PR?

In general, the role of social media is different to that of articles in the press or newsletters:

  1. They draw a subjective, personal image and are especially trenchant thanks to their terseness.
  2. Good Twitterers enjoy a high level of attention from their followers i.e. their Tweets are actually read (which is often not to be expected at all of traditional specialist articles).
  3. It is blogger relationships that can always be expanded on prestigious occasions such as customer events, exhibitions and the like. (Thanks for the clever tip, dear @jbenno).

The foundation stones of a successful approach:

  1. Development of a fundamental concept for content in the form of concise, very precise messages with images and links to suit social media. And above all with video animations.
  2. Integrated activities including a strategy on content that is not directly advertising-based, which highlights your own content and activities (such as demos, open houses, exhibitions etc.) so as to profile yourself as a source of expertise with first-class company-specific customised solutions.
  3. Establishment of Twitter as the main medium supported by blog posts and effective activities on Facebook, LinkedIn, XING and Google Plus. Here YouTube serves as a secondary platform for providing film material.
  4. Synchronisation with established PR measures to expand marketing communication activities and integration of original company content with the new content to be created.

Conclusion / the next step

If our guideline has aroused your interest, we suggest going into these subjects and your specific requirements in more detail in a workshop. And in particular to look at and discuss some case studies together. And to develop the right approach for your requirements.

 

Workflow Management by Value.001

© 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

Value Task.001

© 2014/2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

LEITFADEN: Neue Formen der Kommunikation zur optimierten und wirkungsstarken Technologie- und Innovationsvermarktung

Von Andreas Weber, Mainz

 

Status quo

Paradoxon? — Die Print- und Publishing-Branche tut sich trotz nachweislicher Technikkompetenz erheblich schwerer als andere Branchen beim grundlegenden Verständnis und der Nutzung von digitalen Kommunikationsformen, vor allem bei Social Media. Übersehen wird, welche Wirkungseffekte durch Twitter, Facebook & Co. erreicht werden können, gerade für Print, um den Anschluss zu halten und auszubauen.  Zudem werden wichtige Begrifflichkeiten und Marktentwicklungen unterschiedlich und zumeist falsch ausgelegt, was vieles ad absurdum führt. Social Media wird für zeitfressendes Spielzeug gehalten, obgleich längst alle relevanten Innovationen erst durch Social Media zum Tragen kommen!

Aktuelle Fallbeispiele zeigen, dass nicht nur grosse Reichweiten möglich sind, sondern — noch viel wichtiger — Interaktionen entstehen, die die Kommunikationserfolge durch Marketing und Vertrieb einfach und zielführend nacharbeiten lassen. Dabei gilt: Erfolgreiche digitale Kommunikation zielt nicht auf das Verkaufen ab, sondern beflügelt die Vertriebs- und Marketingarbeit durch eine clevere Positionierung, rasche Bekanntheit und sofortige Nachfrage.

Zielsetzung

  1. Digital-medial den Kontext herstellen zwischen den Technologie- und Innovationsmöglichkeiten und der spezifischen Situation des Kunden/Interessenten.
  2. Inhalte gemäß bestens etablierten und bewährten Formen eines zeitgemäßen „Storytelling“ entwicklen, die Nutzerinteressen in den Fokus rücken. Dies gelingt bei Social Media am besten durch integrierte Text- und Bildanimationen sowie Filme.

Empfehlungen, um die Vorteile der digitalen Kommunikationsmöglichkeit erfolgreich zu nutzen

Wichtige Verständnisgrundlagen

  1. Die neue Form der Social Media-Kommunikation geht weit über gewohnte PR- und Kommunikationsmöglichkeiten hinaus, da sie direkte Interaktionen und Vernetzungen bewirken (und nicht nur einen News-Push-Effekt via Drittmedien) und in Echtzeit qualifiziert messbar sind.
  2. Es muss nicht mehr über Leads und Adresspofile den Lesern/Users hinterhergejagt werden.
  3. Es gibt  keine Abhängigkeit von Dritten wie z.B. Fachmedien, die etwas mehr oder weniger richtig und wirksam mehr oder weniger rasch publizieren — oder eben nicht.
  4. Ohne Streuverlust werden zu Hundert Prozent Zielpersonen und Gruppen erreicht, die sich durch die Wahl der richtigen Themen ergeben.  Erreicht werden also alle, die sich aktiv für  Technologie-Innovation, Information Management, Digital Transformation etc. interessieren.
    Hinweis: Dies wird durch die Hashtags („#“) sowie die Verschlagwortung und Verlinkung in den Blog-Beiträgen hundertprozentig sichergestellt.
  5. Durch die hohe Popularität von Twitter und Facebook, insbesondere im B2B, führen organisch skalierbare Reichweiten zu hohen Interaktionszahlen, die klassische B2B-Medienangebot bei weitem übertreffen. Zudem weiss man anders als online bei Printmedien gar nicht exakt, welche Story wie gelesen wird oder nicht.

Wie verhält sich Social Media zu klassischer PR?

Generell ist die Rolle von Social Media im Vergleich zu Artikel in der Presse oder Newslettern anders:

  1. Social Media Beiträge zeichnen ein subjektives, persönliches Bild und sind durch ihre lakonische Knappheit besonders pointiert.
  2. Gute Twitterer genießen hohe Aufmerksamkeit ihrer Follower, d. h. die Tweets werden tatsächlich gelesen (was man ja von klassischen Fachartikeln häufig nicht erwarten kann).
  3. Was bei hochkarätigen Anlässen wie Kundenveranstaltungen, Messen u. ä. stets ausgebaut werden kann, sind Blogger-Relationen (Kluger Rat von @jbenno).

Grundfeiler einer erfolgreichen Vorgehensweise

  1. Entwicklung einer Social Media-konformen Grundkonzeption für Inhalte in Form knapper, hochpräziser Botschaften mit Bildern und Links. Und vor allem mit Video-Animationen.
  2. Vernetzte Aktivitäten inkl. einer nicht vordergründig werblichen Content-Strategie, die eigene Inhalte und Aktivitäten (wie Demos, Open Houses, Messen etc.) in den Fokus rückt, um sich als Kompetenzinstanz mit erstklassigen, Unternehmens-spezifisch maßgeschneiderten Lösungsangeboten zu profilieren.
  3. Etablierung von Twitter als Leitmedium, flankiert durch Blog-Posts und effektvolle Aktivitäten auf  Facebook, LinkedIn, XING und Google Plus. YouTube dient dabei Sekundärplattform, um Filmmaterial bereit zu stellen.
  4. Synchronisation mit den etablierten PR-Maßnahmen zum Ausbau der MarKom-Aktivitäten sowie Verlinkung von originären Unternehmens-Inhalten mit den neu zu schaffenden.

Fazit / Der nächste Schritt

Wenn unser Leitfaden Ihr Interesse gefunden hat, schlagen wir vor, die Themen und Ihren  spezifischen Bedarf in einem Workshop zu vertiefen. Gerade auch um Fallbeispiele gemeinsam anzuschauen und zu besprechen. Und um eine für Ihre Belange richtige Vorgehensweise zu entwickeln.

 

Workflow Management by Value.001

ValueArt+Com Preview InSightOut.003

© 2015 by Value Communication AG. Painting (Detail) by Dietmar Gross, Dienheim/Germany.

 

»Der einzig wahre Realist ist der Visionär.« — Federico Fellini

Beyond Technology Innovation: Wie kommt das Neue in die Welt? Dies ist eine entscheidende Frage, da sich die Kritik an den Silicon Valley-Attitüden und deren dogmatisch-beherrschender Technik-Überlegenheits-Gläubigkeit häuft. Technik per se macht keinen Sinn. Nur dann, wenn sie dem Prinzip der Sinnhaftigkeit folgt, und nicht dem der Profitmaximierung, um der Welt und den Lebewesen zu dienen.

Rückblick

Zufall oder auch nicht, in der Phase der Vorbereitung für die Ausstellung und den Recherchen für die Value Art+Com-Publikation ›InSightOut — Dietmar Gross Malerei‹ sendete der Deutschlandfunk am 25. Dezember 2013 in seiner Reihe ›Essay und Diskurs‹ einen Beitrag von Michael Reitz (Sprecher: Matthias Ponnier und Hendrik Sticken).

Die Kernpunkte und Erkenntnisse lauten aus dem Sendebeitrag:

— Anders als der Wissenschaftler bekämpft der Künstler weder seine eigenen noch allgemeinen Krisen, sondern braucht sie als notwendige Voraussetzung seines Schaffens.

— Die (unsere) Neuzeit ist versessen auf Innovation; die Künstler stellen sich diesem entgegen, in dem sie tatsächlich Neues schaffen, und nicht als eine Reaktion auf etwas, was es schon gibt.

— Die Entstehung des Neuen scheint durch das blockiert zu werden, was in der Soziologie mit dem Terminus ›shifting baselines‹ belegt wird.

»Wie also kommt das Neue in die Welt? Unter anderem durch die Notwendigkeit, auf eine wie auch immer sich darstellende Krise zu reagieren. Hinzu kommen die Freiheit der Methodenwahl, die Ablehnung jeder Art von Denkverbot und das Vertrauen in die Zielgenauigkeit von Blindflügen.«

Wichtig ist zudem: »Unsere Neuzeit basiert darauf, alles im Griff halten zu wollen. Am Beginn der Moderne steht nicht nur der Versuch, immer wieder Neues zu schaffen, sondern auch der Impuls, dem Entstehen des Neuen auf die Spur zu kommen und auf die Sprünge zu helfen. Im 21. Jahrhundert hat dieses Wie und Warum noch an Brisanz zugenommen. Technologie-Entwicklungen im IT-Bereich, bei den Netzen und in der Kommunikation erhöhen die Taktfrequenz ständig. Die sich potenzierenden Risiken unserer Wirtschaft und unseres Lebens lassen eine Reihe von Verdachtsmomenten aufkommen. Dass ständig Neues in die Welt kommt, macht die Antwort, wie dies geschieht, zunehmend schwieriger. Zudem kann nicht sein, dass sich der Ursprung des Innovativen in völlig unberechenbaren Kategorien wie Unfall, Katastrophen und Zufall abspielt.« — Siehe Fukushima!

Ausblick

Das Neue im künstlerischen Sinne entsteht in der Malerei und durch die Malerei, die kognitive Prozesse initiiert — durch Worte, die Sprache, das Lesen, um zu Wissen zu gelangen. Das ›Lesen‹ (und nicht nur die Betrachtung) von Malerei überführt Wissen in Einsicht durch Denken, um zu den existenziell wichtigen Erkenntnissen zu gelangen; und gegebenenfalls notwendige Handlungen unmittelbar folgen zu lassen.

Hinweise

  1. Weitere Informationen zur Rolle der Kunst und Malerei gibt es in der o. g. Publikation ›InSighOut‹, erhältlich im Value Online-Shop.
  2. Der Kunstverein Eisenturm e. V. KEM hat den Mainzer Kunstpreis Eisenturm 2015 unter das Motto gestellt: Kollaps der Moderne? Eine Epoche auf dem künstlerischen Prüfstand. — Die Ausschreibung läuft seit Oktober 2014. Teilnahme noch möglich.
ValueArt+Com ValueMemo! 2015 ENG.001

@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Composing by Andreas Weber. Left: Alfred Hrdlicka “Wunderkind Mozart”, Gravure, 2004, Art Collection Andreas Weber, Frankfurt am Main.

 

„Das Ziel findet sich durchs Laufen!“ — A meaningful new year’s greeting from Andreas Weber

“Being an artist is not just about what happens when you are in the studio. The way you live, the people you choose to love and the way you love them, the way you vote, the words that come out of your mouth… will also become the raw material for the art you make.” —Teresita Fernández, Visionary Sculptor

The last 18 months have been extremely challenging, not to say brutal. Where there is much light there is also much shadow. Be that as it may. –– More important and effective than lamenting is in any event acting in a thoughtful way. Without slipping into actionism. More and more contemporaries find this difficult. There are frequent (unfortunately repeated) debates and even disputes just to be in the right. What’s more: the higher the level of technological development the greater the confusion. Independent thinking suffers. The scientist and brain researcher Ernst Pöppel working together with Beatrice Wagner describes the why and wherefore in his book “Stupidity: Why we don’t know the most simple things any more”. He says stupidity cannot be avoided and is part of our biological legacy.

The best advice to gain from stupidity is: “Knowing its traps can be helpful.” The scientists’ conclusion: “In an age when information is rapidly increasing, the individual person is not gaining knowledge but instead losing it dramatically. Intuitive knowledge, the capacity for self-control, the realisation of our human condition, knowledge of practical skills – all of that which for generations was necessary for survival has been thrown overboard in favour of ‘more and more’ and ‘faster and faster’.

To face ones own stupidity is not an easy endeavour but it is an essential one. The greatest stupidity that one can commit is not to devote oneself to the meaningfulness of things and one’s own action. Striving for meaningfulness as hermeneutics teaches or as summarised in English for the modern day as: “The Sense of Purpose” enables independence and the ability to communicate, the ability to view the big picture and a sense of purpose.

The meaning of meaningfulness:
understanding effects

Meaningfulness results primarily from knowledge, interaction and the experience of cultural achievements. In 2006 in his interpretation of Martin Heidegger’s “Being and Time” the Austrian Karl Payer dealt with the analysis of the search for the meaning of human existence. Payer succeeded in commenting on Heidegger using everyday language and putting his texts onto the net so that as many people as possible could try to deal with them themselves.

An extract:

(…) To comprehend the meaningfulness of an event or an action it is not necessary for me to understand the event or the action, it is on the contrary essential for me to understand its effects. (“Although I do not understand how that has come about I see that it has a pronounced positive effect on him and I am very pleased!”)

Thus we can say: Meaning is the “uponwhich”, the aim or the purpose of the outline from which something becomes intelligible.

A meaningless action is an action consisting of partial actions where no logical connection can be identified. Example for “doing something meaningless”: “Putting salt and pepper on a balloon and then baking it in the oven.”

Meaning and process (partial process – total process): To describe something as meaningful, it must consist of several partial steps that follow each other and have an identifiable purpose. A thread running through must be identified; there must be a concept behind it in some way. The partial steps are in turn a part of a larger concept, an outline with an “uponwhich” i.e. an aim or purpose (…)

It is not the path that leads to the destination but the destination can be found by walking!

The last 18 months have been extremely challenging, not to say brutal. Where there is much light there is also much shadow. AND THAT’S HOW IT SHOULD BE! – Things are, just like all our action and doing, anything but ends in themselves. After over thirty years working with technology and innovation through communication may I say: meaningfulness in the lives of most of us is diffused. Because we have lost the thread. Because we act (all too often!) without a coherent concept. Both in our professional and private lives. 

May it be recommended to all who wish to devote themselves to meaningfulness: seek a higher-level world of thought and experience. That has nothing to do with consumption (habits) and faith in technology. For me, for us at  ValueArt+Com, in the last 18 months intensive involvement with art and artists has been a real lifeline. The things that have come out of it are unique moments, encounters, publications, exhibitions, innovations and experiences that have with us been fixed in thousands of people in many countries of the world. In our hearts. In our understanding. In our souls (where they exist!).

 

More insights:

 

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 1,879 other followers