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Tag Archives: Marketing Communication

ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Illustration/Composing: Andreas Weber, Mainz.

 

Kommentar und Fachbeitrag von Marc Trennheuser, Marketing Manager Business Imaging Group, Office, Canon Deutschland GmbH, Krefeld.

 

Markenunternehmen kennen ihre Kunden inzwischen ganz genau, sollte man annehmen. Sie verfolgen die „Likes“ ihrer Fans, deren Ausgabegewohnheiten und die bevorzugte Art ihrer Kommunikation. Für die Marketingverantwortlichen ist das Leben scheinbar etwas einfacher geworden. Zumindest bis das „Internet der Dinge“ („IoT — Internet of Things“) Einzug hält… — Welche neuen Herausforderungen ergeben sich daraus?

Gartner prognostiziert, dass es bis zum Jahr 2020 rund 26,6 Milliarden aktive internetfähige „Devices“ geben wird. Diese intelligenten vernetzten „Gegenstände“ besitzen das Potenzial, um Werbetreibende mit einer überwältigenden Menge von Datensätzen mit unterschiedlichem Umfang zu versorgen.

Die Erfassung und Analyse von Informationen zur Unterstützung von Kampagnen ist nichts Neues. Sobald das „Internet der Dinge“ aber einmal vollständig verfügbar ist, werden CMOs, die nicht darauf vorbereitet sind, durch den Umfang und die Tiefe der dann erhältlichen Informationen wahrscheinlich vor großen Herausforderungen stehen.

Was also können Werbetreibende heute tun, um sich vorzubereiten? — Drei wesentliche Empfehlungen lassen sich nennen:

1. Die Verbindung zwischen Transparenz und Kundendaten erkennen

Die erste Herausforderung besteht darin, die Sensibilität zu erkennen, die mit dem Sammeln von Kundendaten verbunden sind. Immer wieder hat sich bestätigt, dass Data-Mining von Kunden größtenteils akzeptiert wird, wenn es zu ihrem Nutzen und auf transparente Weise geschieht. Die Supermarktkette Tesco z.B. verwendet Daten ihres Kundenbindungsprogramms, um Gutscheine für häufig gekaufte Artikel anzubieten; Google analysiert die E-Mail-Konten seiner Kunden für zielgerichtete Anzeigen und Suchergebnisse auf Basis deren Korrespondenz. An diesen Beispielen erkennt man schon, es ist ein schmaler Grat und schnell ist man einen Schritt zuweit gegangen und hat die Treue der Kunden riskiert.

Die Lehre besteht für Werbetreibende darin, sicherzustellen, dass sie die relevanten ethischen Fragen genauso verstehen wie die Erwartungen (und Rechte) ihrer Kunden in Bezug auf die Privatsphäre. Von Anfang an ist Transparenz darüber notwendig, welche Daten gesammelt werden, damit Kunden erkennen, dass sie eine Wahl haben und sich so mit dem Vorhaben einverstanden erklären können.Wie immer liegt also der Schlüssel zur Pflege der Kundenbeziehung in der glaubhaften und offenen Kommunikation.

ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

2. Erfolgsentscheidend: Die Organisation der Daten

Eine große Herausforderung besteht in der Organisation der Datensätze, die den Marketingverantwortlichen zur Verfügung stehen.

  • Wie verbinden sie Informationen über die Fahrgewohnheiten, den Kaffeekonsum und die Schlafenszeiten von Kunden?
  • Was machen sie mit den Informationen, sobald sie vorliegen?
  • Wie können sie erkennen, welcher Anteil dieser Kundenerkenntnisse am wertvollsten ist und wie können sie dann darauf aufbauend Trends und Chancen rasch erkennen und entsprechend handeln?

Die Werbetreibenden von Morgen müssen ein im Vergleich zu üblichen Marketing-Tools weitreichenderes Know-how entwickeln, damit  die mit dem „Internet der Dinge“ verbundenen Chancen optimal genutzt werden können. Um dem Mehr an Daten Herr zu werden, sind intensive statistische Methodiken zu entwickeln und zu implementieren — ohne dabei die ideale Kernkompetenz eines Werbetreibenden aus den Augen zu verlieren: die hervorragende Kommunikation mit dem Kunden.

Werbetreibende müssen außerdem die Kooperation mit den anderen Fachabteilungen ihres Unternehmens intensivieren. „Big Data“ verspricht nur Nutzen, wenn es im entsprechenden Kontext verankert wird. Oft liegt der Schlüssel zu diesem Kontext in den Zahlen anderer Abteilungen. Nur wenn diese überzeugt werden, dass es sich lohnt, potenziell sensible Daten mit dem Marketing-Team zu teilen, können durch „Big Data“ wirkliche Vorteile erzielt werden.

3. Über die Daten-Organisation hinaus: Neue Kanäle erkunden

Das Aufkommen der vernetzten Geräte setzt außerdem entscheidende Impulse für die Eröffnung neuer Marketingkanäle. Bald wird es möglich sein, Kunden über nahezu jedes vernetzte Gerät in deren Haus mit gezielten Anzeigen oder Botschaften anzusprechen.

Das bedeutet unausweichlich, dass eine noch größere Fragmentierung in Bezug auf die Kanäle eintreten wird, die Werbetreibenden offen stehen. Der Erfolg wird von der Fähigkeit abhängen, diejenigen heraussuchen und auswählen zu können, die den größten Ertrag bringen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, das richtige Gleichgewicht zwischen Nutzen und Zudringlichkeit zu finden. Kühlschränke werden in der Lage sein, Werbung für eine Einkaufslieferung anzuzeigen, sobald sie feststellen, dass Lebensmittel wie Milch oder Butter fehlen. Aber werden die Verbraucher darauf positiv reagieren und es als so hilfreich empfinden, wie es sich die Unternehmen vorstellen, die diese Funktionen schaffen? Wird der Eingriff in ihr tägliches Leben den Kompromiss wert sein?

Dort, wo Daten eine Herausforderung für Werbetreibende darstellen, bieten sie auch eine Lösung. Höhere Mengen von hochwertigeren Daten sollten es theoretisch noch leichter machen, den finanziellen Ertrag einer Kampagne zu messen. Genau wie Online-Werbung das Marketing mit präzisen Ergebnismessungen wie Cost-per-Click revolutioniert hat, bietet das Internet der Dinge das Potenzial, diese Art von Präzision auf jede Kampagne auszuweiten.

 

Fazit — Our Take 
Es ist unausweichlich. Das „Internet der Dinge“ kommt. Und Werbetreibende, die sich im Voraus darauf vorbereiten, die den aktuellen Stand der Diskussion um ethische Fragen und Datenschutz intensiv studieren und die frühzeitig das Management von umfangreichen Kundendatensätzen in den Griff bekommen, werden darin die nächste große Chance finden, nach der sie bereits lange gesucht haben.

 

ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

Es ist Tradition bei Canon, Kunden nicht nur mit Produkten zu versorgen, sondern auch mit relevanten Markt- und Fachinformationen. Einige Links haben wir darum aufgeführt.

 

Exklusiver ValueTalk! mit Marc Trennheuser, Marketing Manager Business Imaging Group, Office, Canon Deutschland GmbH, Krefeld.
Interview: Andreas Weber


Prolog:

Eine wie wir finden erstaunliche Wandlung hat sich bei Canon vollzogen. Der Konzern entwickelte sich (bis dato fast im Stillen) vom Kamera- und Drucker-Hersteller zum “IT-Lösungsanbieter mit Strategieberatung”. — Wer es nicht weiss, mag erstaunt sein. Seit rund einem Jahr ist Canon, die weltweit strahlende Consumer-Marke für Imaging und Printing, auf dem besten Weg, das Information Management als Grundpfeiler der digitale Transformation für alle relevanten unternehmerischen Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse neu zu gestalten. Wer mit Marc Trennheuser und seinem Team spricht, lernt schnell, dass das berühmte „love it“ zu einem „love IT“ werden kann.  

 

ValueLearnings!

Die „Digitale Transformation“ der Unternehmenswelt hat erst begonnen. Im Fokus steht das „Seamless“-zu gestaltende Information Management, gekoppelt mit profunder „Imaging“-Kompetenz.

Bevor Unternehmen sich in der Welt von Big Data und Social Business souverän bewegen können, müssen die internen und externen Geschäftsprozesse vereint und interaktive werden.

Das Wissen um die Vorteile eines zeitgemäßen Information Management darf nicht nur in Fachabteilungen angesiedelt werden. Es wird zur Chefsache!

 

Warum befasst sich Canon neuerdings mit dem Thema IT respektive Information Management?

Marc Trennheuser: Für Canon ist das Thema IT prinzipiell nichts Neues, sondern ein folgerichtiger, evolutionärer Schritt. Wir befassen uns seit langem mit dem Thema „Imaging“. Das heißt, mit der Erfassung von Bildern und deren Visualisierung. Im Fokus steht das durchgängige Verarbeiten von digitalen Daten, die hinter diesen Bildern stehen. Im ersten Schritt ist relevant, wie man vom Kamera-Bild (inklusive Text) zum hochwertigen Druck kommt. Und danach im nächsten Schritt wie man effizient optimale Software Prozesse fürs Information Management gestaltet. Wir sehen das als einen organischen Prozess, der ganz besonders im Business-Bereich eine wachsende Bedeutung hat.

Das heisst, Canon vereinfacht und verstärkt den Prozess wie man nahtlos von Daten und Bildern zur Information und ihrer Verteilung gelangt?

Marc Trennheuser: Exakt. Es geht um das schnelle und reibungslose Verarbeiten von Informationen, um unternehmerische Prozesse zu optimieren. Canon ist in der Lage Informations-Management-Lösungen als Gesamtkonstrukt zu nutzen, also Hardware, Software, und „Brainware“. Alles aus einer Hand.

Gibt es nicht schon eine Vielzahl von Informations-Management-Angeboten?

Marc Trennheuser: Im Prinzip ja. Aber: Was unsere Arbeit bei Canon aus unserer Sicht einzigartig und unverwechselbar macht, ist, dass wir alle diese Dinge auf Basis eigener Entwicklungen zusammenführen können. Unsere Datenverarbeitungs-Plattformen sind alle von und bei Canon entwickeln — wir produzieren sie selbst.

 

IM FOKUS: DIE GANZHEITLICHE OPTMIERUNG
ALLER RELEVANTEN UNTERNEHMENSPROZESSE.

 

Und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Marc Trennheuser: Ganz entscheidende. Der wichtigste Vorteil ist, dass wir dadurch bereits in der Entwicklungsstufe mit den Kunden sämtliche Komponenten abstimmen. Entsprechend können Leistungsmerkmale bei Hard- und Software perfekt synchronisiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir eine global tätige Firma sind; wenn ein lokaler Kunde mit uns einen Deal abschließt, sich dann aber weltweit entwickeln möchte, hat er die Möglichkeit, das zu tun – im Team mit Canon!

Besteht denn für Ihre Lösungen noch ausreichend Potenzial im Markt?  

Marc Trennheuser: Oh ja. Obgleich es wie gesagt eine Vielzahl von Angeboten gibt, arbeiten die meisten Unternehmen trotz allem schwerpunktmäßig noch mit Papierdokumenten. Hier können wir rasch helfen, die digitale Transformation zu beschleunigen. Und für diejenigen Branchen oder Unternehmer, die sich für diese Themen erstmalig interessieren, also noch keine Erfahrung haben, können wir sofort anschaulich machen, dass, wenn man Abläufe anders, also durchgängig digital, macht, man viel effizientere Gesamtprozesse erzeugen kann. Das ist eine Grundvoraussetzung für den Einstieg in Big Data-Prozesse und ins Social Business.

Welcher Anreiz besteht, sich auf Top-Entscheider-Ebene mit Canon Lösungen zu beschäftigen?

Marc Trennheuser: Canon beschleunigt auf smarte Art und Weise die digitale Transformation in der Unternehmenswelt! Vor allem bei großen Unternehmen gibt es akuten Bedarf dafür, Daten und Dokumente schneller zu finden und fokussiert damit arbeiten zu können. Das vereinfacht nicht nur interne Prozesse und reduziert Kosten. Man kann eine größere Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erzeugen und entsprechend das eigene Angebots-Portfolio am Markt schneller, besser und effektvoller platzieren. Erst dann wird es richtig spannend.

 

 

Wie sieht das im Detail aus?

Marc Trennheuser: Wir sehen Information Management nicht nur in Verbindung mit internen Prozessen, die optimiert werden können, sondern vor allem im Kontext mit allen externen Prozessen. Denn erst mit dieser Durchgängigkeit von innen nach aussen wird der gesamte unternehmerische Wertschöpfungsprozess verbessert.

Ein Beispiel?

Marc Trennheuser: Wenn man zum Beispiel das Rechnungswesen digitalisiert, hat man die Finanzflüsse besser im Griff. Man kann gleichzeitig in der Marketing-Kommunikation mit wenig Aufwand die Interaktion mit allen relevanten Entscheider-Ebenen verbessern, um kaufmännische Belange mit Marketing-Aspekten direkt zu koppeln. Alle wichtigen Entscheider und Unternehmensbereiche kommunizieren dann mit deutlich weniger Aufwand. Die Transparenz für alle laufenden Vorgänge wie auch für das Erreichen gemeinsamer Ziele erhöht sich deutlich. Daraus ergeben sich viele neue Möglichkeiten, ganz anders mit dem Markt zu agieren, weit über die der Prozessoptimierung hinaus.

 

DAS BESONDERE BEI DER WERTSCHÖPFUNGS-STEIGERUNG:
INTERNE PROZESSE DÜRFEN NICHT (MEHR) ABGEKOPPELT WERDEN VON DEN EXTERNEN.

 

Welche Hürden bestehen, wenn Prozesse in Unternehmen sich verändern sollen?

Marc Trennheuser: Wir müssen ein neues Bewusstsein für Information Management im Kontext mit digitaler Transformation schaffen. Vor allem im Hinblick darauf, was Entscheidungsfindungen angeht. In noch viel zu wenigen Unternehmen ist man sich bewusst, dass auf administrativer Ebene, etwa in der Sachbearbeitung oder auf der Ebene der Abteilungsleitung, keine unternehmenskritischen Prozesse, die wir anpacken, verantwortet werden können. Das ist Aufgabe der Geschäftsleitung, durch die solche strategische Entscheidungen getroffen werden müssen. Und da steht Information Management nicht unbedingt auf der Agenda. Jedenfalls noch nicht! Das wollen und das können wir ändern.

Brauchen Sie dann nicht einen neuen Beratungsansatz, der viel mit „Change Management“ und Verhaltensänderungen zu tun hat?

Marc Trennheuser: Unser Verständnis und unser Handeln bezieht Veränderungsprozesse als Teil des Information Managements aktiv ein. Bei unserer Art der Beratung geht es an erster Stelle gar nicht darum, welche Produkte wir dem Kunden verkaufen können. Es geht darum, den Kunden erstmal vor Ort kennenzulernen, und daraus zu schließen, ob wir schon Lösungen haben, um die Kunden-Prozesse zu optimieren, oder ob wir eine neue Lösung dafür finden können. Wir beraten also nicht, um Produkte von der Stange zu verkaufen.

 

Canon Blog Deutsch

Canon Blog, der Fachinformationen bietet zum Thema Digitale Transformation und Information Management für die Bereiche IT, Marketing und Financial Community. Link: http://www.canon.de/exceptional

 

Wann ist für Sie eine Beratung erfolgreich?

Marc Trennheuser: Beratungserfolge entstehen durch konstruktive und informative Gespräche auf vielen Ebenen. Erst dann kann man feststellen, was tatsächlich optimiert werden kann und muss. Das schließt ein, dass wir mit unter auch Dinge radikal neu machen müssen. Es ist wichtig für uns, Personen aus allen Bereichen der Firma zu kennen, damit wir ein Gesamtbild der Firma haben, um effektiv arbeiten und effizient entwickeln können. Unser Erfolg und die Wirkung, die wir erreichen, zielt auf individuelle Lösungen für unsere Kunden ab.

Wie bildet man diese Vorgehensweise im Canon Geschäftsmodell ab? Bis dato werden doch Produkte entwickelt und vermarktet. Und nicht Services oder gar Consulting?

Marc Trennheuser: Unser Geschäftsmodell-Ansatz entspricht hundertprozentig dem Charakter von Information Management: Es basiert auf Langfristigkeit, Kunden- und Marktorientierung. Es wäre unklug anzunehmen, dass man sofort weiß und versprechen kann, was bei der Veränderung unternehmerischer Prozesse unmittelbar herauskommen kann. Wir stellen uns vielmehr darauf ein, als Berater und Kompetenzinstanz Teil des Kundenprozesses zu werden. Wir sind keine gewöhnlichen Berater im herkömmlichen Sinne, weil wir eben nicht nur beraten, sondern den Kunden dabei helfen, das umzusetzen, was wir ihnen geraten haben.

 

UMDENKEN: KUNDENBINDUNG UND MARKTORIENTIERUNG
SETZEN ABSOLUT LANGFRISTIGES DENKEN UND HANDELN VORAUS.

 

Versprechen Sie sich von Canon als starker Marke im Konsumentenmarkt auch Vorteil für das Business-to-Business?

Marc Trennheuser: Unbedingt. Canon gehört weltweit und in Deutschland nachweisbar seit vielen Jahren zu den besten und beliebtesten Marken. Mit einem extrem hohen Grad an Emotionalität und Sympathie. Es geht zudem bei Canon weniger um das Me-First, als um das Me-Best. Was uns ausmacht ist unser solider, vertrauensstarker Charakter als Unternehmen, der sich durch die Marke manifestiert und der Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Was macht Canon als Marke aus Ihrer Sicht unverwechselbar?

Marc Trennheuser: Wir sind in der einzigartigen Lage, nationale wie globale Projekte  durchgängig – technisch gesprochen: „smart and seamless“ — abzuwickeln. Die vielen Facetten technischer Kompetenz, über die wir verfügen, bieten weitere Vorteile. Man kann mit Canon schon jetzt auf einen Schlag 90 Prozent aller sogenannter Output-Themen in Unternehmen aller Art abdecken. Auch unsere Standhaftigkeit und Nachhaltigkeit sowie die Tatsache, dass der Kunde weiß, dass wir auch in vielen Jahren noch für ihn da sein werden, fördert langfristige Projekte. Das ist für unsere Information Management-Kunden äußerst wichtig.

Wir danken für das Gespräch!

 

OUR TAKE: Well done, Canon. Weiter so!

Wenn ein Traditionsunternehmen wie Canon sich so konsequent und umfassend wandelt, ist das mehr als bemerkenswert. Es lässt aufhorchen! Der Konzern kann im besten Sinne als konservativ-umsichtig charakterisiert werden, gepaart mit höchster Gründlichkeit und Sorgfalt. Rasante Strategie- und Richtungswechsel wie bei US-Unternehmen wirken dynamisch, aber ob sie auf Dauer zielführend sind, ist aus Sicht der Japaner wohl in Frage zu stellen. Markt- und Kundenorientierung bedeutet eben, die Sichtweise und Situation des Kunden im Detail zu erfragen, zu besprechen, zu bewerten und dann maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Unsere IT-Realität sieht aber bislang anders aus. Die meisten IT-Anbieter machen was sie können, aber nicht unbedingt, was sie sollen. Nämlich im Dialog mit Kunden Lösungskonzepte entwickeln, die nicht von der Stange sind und auch nicht nach dem Kauf nochmals hohe Inventionen bei der Lösungsanpassung erfordern, indem Systemhäuser und/oder teure Spezialisten zwischengeschaltet werden müssen. Hinzu kommt, dass die Unternehmenswelt mit disruptiven Techniklösungen nicht zurecht kommen kann. Es gilt, erst die Prozesse zu optimieren, um sich dann ganzheitlich auf neue dialogische Aktivitäten mit Kunden einlassen zu können. Ohne zeitgemäßes Information Management keine nachhaltig erfolgreiche “Digital Transformation”. Das ist wohl die Quintessenz aus dem, was die neuen Strategie von Canon als Partner der Unternehmenswelt ausmacht. Wir sind gespannt!

 

“Be Exzeptionell” — Das Video-Statement von Canon Deutschland Geschäftsführer Rainer Führes unterstreicht die Wichtigkeit, beim Information Management neue Wege zu gehen.

 

 

Auf Slideshare.com finden sich weiter wichtige Fachinformationen (in englischer Sprache)

 

ValueCamp! — Zukunft Zeitung mit FDI Mainz:Wiesbaden Bild 1

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Von Andreas Weber, CEO Value Communication AG

Das erste ValueCamp! Event in Mainz stellte ein spannendes Thema in den Fokus: Zukunft Zeitung. Eine exklusive Runde informierte und diskutierte. Vorausgegangen waren intensive Gespräche und ValueCheck!-Analysen, die beim ValueCamp! vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse, die sich aus Value-Sicht ableiten lassen, im Überblick:

  1. Die Rede von der “Print-Krise” ist ein abstruses, dummes und kontraproduktives Ablenkungsmanöver der Medien- und Verlagszunft, unterstützt durch naiv-devote Fachmedien-Berichterstattungen und Lobbyisten. Hierzu gehört auch das Debakel rund um das von den Medien/Zeitungsverlagen durchgeboxte Leistungsschutzrecht. Die sinnlose Schlacht gegen Google (als bisherigem Partner und Profitlieferant für Online-Werbung auf Verlags-Websites) ist verloren, die Zeitungsverlage in Deutschland werden drastisch an Traffic auf ihren “Digitalangeboten” im Web verlieren.
  2. Es gibt also eine veritable “Zeitungs-Verleger”-Krise, die auf dem Rücken der Mitarbeiter und Leser ausgetragen wird. Und die die aktuellen Marktentwicklungen völlig falsch einschätzt.
  3. Junge Zielgruppen (19 bis 29) wenden sich ab, nicht weil sie kein Print mögen (im Gegenteil!), sondern weil ihr Bedürfnis nach langen Textstrecken, die lesenswert und relevant sind, aber bei Digitalen Angeboten verpönt sind, von Zeitungsverlegern nicht adäquat angeboten werden. Daher werden Blogs und alternative News-Angebote bevorzugt, vor allem auch zum Meinungsaustausch über News (siehe reddit.com).
  4. Der “Bildungsauftrag” der Zeitungsverlage, wie er in Schwellenländern rund um den Globus unabdingbar ist, wird in der ersten Welt nicht mehr wahrgenommen. (Von Ausnahmen abgesehen, siehe Die Zeit). Gemeint ist, dass der Leser an Themen herangeführt wird, die er von sich aus nicht als wichtig erahnen und erachten kann.
  5. Diese (von den Zeitungsverlegern hausgemachte) Krise ist nicht neu, sie existiert seit rund 30 Jahren, da Leserinteressen nicht nachgekommen wird, was empirisch nachweisbar ist. Die Redaktion bestimmt, was publiziert wird. Kontinuierliche Leserbefragungen oder auch Leserreporter sind die seltene Ausnahme (v. a. bei Axel Springer SE).
  6. Zwangsläufig ist die Krise daher eine Content-Krise der Verlage, die auf Geheiss der Verlagskaufleute statt Qualitäts-Journalismus nur noch Quoten-Journalismus liefern, koste es was wolle. Es lebe das Spektakuläre, auch wenn es die Tatsachen nicht mehr korrekt wieder gibt.
  7. Sowohl Leser als auch Werbekunden der Zeitungsverlage wenden sich ab, weil Zeitungen in dieser Machart keine Wirkungskraft mehr entfalten und Misstrauen stiften.
  8. Zeitungsverlage, die noch in ihrem Kerngeschäft kostendeckend arbeiten können, werden durch die herbeigeredete Krise unnötig geschwächt. Denn:
  9. Für Werbungtreibende und Markenunternehmen entsteht eine prekäre Situation, da es ausser TV keine relevanten, zuverlässigen reichweitenstarken Medien mehr gibt. Daher werden andere Direktwerbeformen bevorzugt, die kein klassisches Medium mehr benötigen, da sie Kommunikation und Transaktion nahtlos verknüpfen (Aussenwerbung, Direkt-/Dialogmarketing, POS-Werbung und zunehmend Interaktionen über Social Media Plattformen).
  10. Pikant: Die Zeitungsverleger wie alle klassischen News-Anbieter inkl. Reuters, BBC und CNN haben vor Twitter kapitulieren müssen. Twitter ist das schnellste und wirksamste “News-Medium” geworden — lokal, regional, national, global. Das Angebot der Zeitungsverleger wird allerdings nicht substituiert, sondern schlichtweg nicht mehr gebraucht.

Epilog: Dank an Michael Lattreuter, Andreas Kaufmann und Ulrich Smets, FDI-Bezirk Mainz / Wiesbaden, für das Zustandekommen der Expertenrunde. Und an Jörg Blumtritt alias @jbenno für seine fundierten Beiträge aus Sicht der Medienanalyse und Marktforschung.

Wir sind gespannt, wie die Reaktionen anderer Teilnehmer ausfallen. Und greifen die Meinung anderer gerne auf. Es darf und muss bei einem so wichtigen Thema offen und nachhaltig diskutiert werden.

 

ValueCamp! — Zukunft Zeitung mit FDI Mainz:Wiesbaden Bild 2

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Vortragscharts von Andreas Weber

 

Newspapers dead caused by publishers.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

By Sudarsha Rambaran, Value Art+Communication Fellow, Mainz
(This blog post is part of a new Value iBook “The Real Value of Print” which will be available soon)

 

ValueLearnings

• Beyond craziness? — The Woeful Tale of the Newspaper and its War with the Internet

• Publishers’ strange behavior (since decades): they ignore the needs of their customers

• The biggest enemy of print & publishing are newspaper publishers and their partners in the traditional media business

 

Five years ago, in an interview with Horizont, media expert and author of What would Google do?” Jeff Jarvis made some visionary comments about the future of the newspaper industry. He stated that society is being massively restructured because of the internet, however, Google is not the instigator of this process as many believe, but rather a result of it. These days, if you cannot be searched on the net, you cannot be found. The mass market for newspapers may be dead, but there is still a niche for them in the world. The news itself must change: it has to be tailored to target audiences, which is why regional newspapers can benefit so much from Google. Google itself is currently changing their whole marketing approach. They are concentrating on making the advertising relevant to local markets by personalizing the stories (nice example here). They no longer want to mass produce messages that work on a global level, and it’s working brilliantly!

The advantages of the online world for newspapers are many; low costs, cheap distribution, fast updates, and discussions with the readers. There was the nice example with the New York Times. They took down the paywall on their  site and their internet traffic rose by 40%, which started a snowball effect: they earned more money from advertisements, and they moved up the list on the Google search page, which led to even more readers.

Currently, the German regional newspapers are rebelling against Google, because they believe it doesn’t help their sites, especially on the Google News side. One prominent example of this is the “Braunschweiger Zeitung”, which has abandoned the Google News feature. Their  reasoning for this, in my opinion, made little sense: they wanted to show their confidence and independence from Google. They also want Google News to suffer for it; if many regional newspapers leave it, Google will have a problem. Yet in reality it would be their problem if they can’t be found! The whole story reminded me of this:

On the other hand, the Zeitung went about this in a clever way, as they started a massive marketing campaign in order to raise awareness and advertise the newspaper. However, They could have done the marketing campaign without leaving Google, and Google would only have supported it! The marketing campaign did increase the visits to their website by 27%, though, but I still don’t see how leaving Google helped with this.

So the big question we asked ourselves here was: why blame Google for the decline of the newspaper industry when all it’s doing is helping? (And why not Twitter, which would have made far more sense?). The facts:

  • Google is a great source of promotion. We send online news publishers a billion clicks a month from Google News and more than three billion extra visits from our other services, such as Web Search and iGoogle. That is 100,000 opportunities a minute to win loyal readers and generate revenue—for free.
  • In terms of copyright, another bone of contention, we only show a headline and a couple of lines from each story. If readers want to read on they have to click through to the newspaper’s Web site. (The exception are stories we host through a licensing agreement with news services.) And if they wish, publishers can remove their content from our search index, or from Google News.
  • The claim that we’re making big profits on the back of newspapers also misrepresents the reality. In search, we make our money primarily from advertisements for products. Someone types in digital camera and gets ads for digital cameras. A typical news search—for Afghanistan, say—may generate few if any ads. The revenue generated from the ads shown alongside news search queries is a tiny fraction of our search revenue.

Eric Schmidt, Chairman and CEO of Google Inc, writing for the Wall Street Journal

It all speaks for itself, really. Readers also don’t necessarily want to read newspapers solely on digital platforms, as many in the newspaper industry fear. The actual percentage of people who do exclusively want digital content is at 10-12%.

“News is not one-size-fits-all” – Jeff Jarvis

The newspapers do not just have a problem with the Internet, they also have a content problem. They need to change their approach by tailoring news to target audiences rather than trying to reach everyone, which is why regional newspapers, like the Braunschweiger Zeitung are so important today. Dr. Andreas Vogel put it quite nicely in a study:

“Bloß die Verlage glauben, [dass sie] mit einem Einheitsprodukt alle Leser [gewinnen können]“

Roughly translated, this means that only the newspapers themselves believe that they can reach all types of readers by creating one mass product.

Dr. Vogel believes that one possible solution to this content problem is to differentiate the product by offering different versions of it. Not too many, however; perhaps three or four intelligently created versions, which can be decided on by polling the readers and asking them about their interests. These versions might be smaller/thinner than the original edition, and cheaper. This is a great idea, as it is more personal, which is so important these days, and it views the buyer as a reader/consumer. Many newspapers seem to ignore this; fact is, what might be academically recognized as quality journalism may not be something the reader can cohere. Newspapers need to connect to their readers, or at least write pieces that their readers can relate to.

Now back to the evil that is Google, according to publishing companies. A German organization, VG Media, own by a number of media companies like Axel Springer SE, sued Google for copyright reasons; they claimed that Google was stealing from them by showing short snippets of their articles on the search page. The result was a law, called the Leistungsschutzrecht, which forbids Google from showing these snippets (it is rather vaguely written, though). The result of all of this ridiculousness was this: October 1st, 2014, Google announced that it would no longer show the snippets, instead just the name of the article and maybe the author. They don’t even show the paper’s logo on the search page. And the papers are crying wolf at Google again. At the end of the day, what really happened is that the newspapers blamed Google for the problems they were having (and still are). They were simply afraid that Google was taking business away from them and thus making more money. Whereas in reality, Google only promoted and linked to their content, thus delivering readers to them on a silver platter! The PR brochure promoting this stated that “If someone wants to use our content, they have to ask.” It’s pretty easy translate this into what they really meant, and German blogger Stefan Niggemeier did so flawlessly: “Google must use it and pay”. Now Google isn’t using it or paying, and they’re left crying in the corner because they got what they wanted; Google doesn’t showcase their content anymore. And they will lose clicks.

Newspapers dead caused by publishers.001

ValueCheck! — Zeitung

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

By Sudarsha Rambaran, Value Art+Com Fellow, Mainz

 

ValueLearnings

• Learn why Google is de facto a vital source of promotion for newspapers, rather than “the enemy“.

• Newspapers no longer have a mass market, but a new niche. Discover it!

• What a lot of newspapers think Google is doing vs. what they are actually doing.

 

Five years ago, in an interview with Horizont, media expert and author of “What would Google do?” Jeff Jarvis made some visionary comments about the future of the newspaper industry. He stated that society is being massively restructured because of the internet, however, Google is not the instigator of this process as many believe, but rather a result of it. These days, if you cannot be searched on the net, you cannot be found. The mass market for newspapers may be dead, but there is still a niche for them in the world. The news itself must change: it has to be tailored to target audiences, which is why regional newspapers can benefit so much from Google. Google itself is currently changing their whole marketing approach. They are concentrating on making the advertising relevant to local markets by personalizing the stories (nice example here). They no longer want to mass produce messages that work on a global level, and it’s working brilliantly!

The advantages of the online world for newspapers are many; low costs, cheap distribution, fast updates, and discussions with the readers. There was the nice example with the New York Times. They took down the paywall on their site and their internet traffic rose by 40%, which started a snowball effect: they earned more money from advertisements, and they moved up the list on the Google search page, which led to even more readers.

Currently, the German regional newspapers are rebelling against Google, because they believe it doesn’t help their sites, especially on the Google News side. One prominent example of this is the “Braunschweiger Zeitung”, which has abandoned the Google News feature. Their reasoning for this, in my opinion, made little sense: they wanted to show their confidence and independence from Google. They also want Google News to suffer for it; if many regional newspapers leave it, Google will have a problem. Yet in reality it would be their problem if they can’t be found! The whole story reminded me of this:

On the other hand, the Zeitung went about this in a clever way, as they started a massive marketing campaign in order to raise awareness and advertise the newspaper. However, They could have done the marketing campaign without leaving Google, and Google would only have supported it! The marketing campaign did increase the visits to their website by 27%, though, but I still don’t see how leaving Google helped with this.

 

ValueCheck! — Zeitung Illustration.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

So the big question we asked ourselves here was: why blame Google for the decline of the newspaper industry when all it’s doing is helping? (And why not Twitter, which would have made far more sense?). The facts:

  • Google is a great source of promotion. We send online news publishers a billion clicks a month from Google News and more than three billion extra visits from our other services, such as Web Search and iGoogle. That is 100,000 opportunities a minute to win loyal readers and generate revenue—for free.
  • In terms of copyright, another bone of contention, we only show a headline and a couple of lines from each story. If readers want to read on they have to click through to the newspaper’s Web site. (The exception are stories we host through a licensing agreement with news services.) And if they wish, publishers can remove their content from our search index, or from Google News.
  • The claim that we’re making big profits on the back of newspapers also misrepresents the reality. In search, we make our money primarily from advertisements for products. Someone types in digital camera and gets ads for digital cameras. A typical news search—for Afghanistan, say—may generate few if any ads. The revenue generated from the ads shown alongside news search queries is a tiny fraction of our search revenue.

Eric Schmidt, Chairman and CEO of Google Inc, writing for the Wall Street Journal

It all speaks for itself, really.

 

ValueCheck!
Please also check out Andreas Weber’s post, “Zeit-ung ist gleich Zeit-um?”, about a local newspaper here in Mainz, the Mainzer Allgemeine Zeitung!

 

Value Art+VCom | ValueCheck Bruno k. Ingelheim.003

 

Inszenierung einer Eröffnungsrede zu Bruno K. am 11. September 2014 in Ingelheim

Von Andreas Weber, Mainz

 

Einfache Frage:

Wer bin ich? — Experte für Kunst + Kommunikation, Beirats-Mitglied im Vorstand des Kunstverein Eisenturm, dem KEM, sozusagen Geburtshelfer des Kunstverein Ingelheim und der Ausstellung hier. Hebamme ist aber Dietmar Gross…

 

Offene Frage: 

Wer ist dieser Bruno K.? Was soll das hier, was er mit uns veranstaltet?

Und wo überhaupt liegt VOLXHEIM, wo er lebt und arbeitet? Ingelheim ist ja schon schwierig genug zu finden, für uns Grossstädter…

Oh je, das macht Ärger. Aufregung. Sorgen. Kummer. Verzweiflung. — Panikidee: Du kommst gar nicht erst. Das fällt in dem Chaos in der Binger Str. 26 gar nicht auf. — Doofe Idee. Ich hatte es Dietmar Gross versprochen.

Also doch auf nach Ingelheim. Aber noch mehr Fragen …

  1. Was zieh ich denn bloß an, wenn ich vor Publikum in einem Abrisshaus reden soll? Brauche ich einen Schutzhelm?
  2. Warum denn ausgerechnet Ingelheim?
  3. Warum ausgerechnet dieses Datum 11.9.? An dem ausgerechnet der Joachim Fuchsberger hochbetagt verstorben ist? Und mir/uns nicht mehr mit seiner Klugheit beiseite stehen kann oder will…
  4. Was soll überhaupt dieser merkwürdige Ausstellungs-Titel?

Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention? 

Diese Wortkombi kennt noch nicht mal mein Rechtsschreibhilfeprogramm am iMac. — Ist Intervention nicht, was unser Aussenminister Steinmeier ständig macht, wie einige vor ihm auch schon? — Kommt dann am Ende noch der Putin und annektiert Ingelheim oder gar Rheinhessen?

 

Skulpturale geht ja noch: Steht sogar im Duden.

„in der Art, der Form einer Skulptur”

Beispiel

skulpturale Formen“

Das Wort kann man sogar trennen.

 

Und Intervention? —  steht für:

 

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Liebes Publikum: Wer rettet mich/uns? Oder hilft uns/mir aus?

Mich quält, nein ich hatte schlaflose Nächte. Ständig erschien mir im Traum mein Kunstgeschichts-Professor Imiela und frotzelt-blöckt: „Weber, was haben Sie sich denn dabei schon wieder Gedacht? Es geht immer um hehre Kunst!“ — Oh je, Oh je, Oh je. — Ich sah schon den von Hans-Jürgen Imiela hoch geschätzten Julius Meier-Graefe im Grab rotieren.

Meine Damen und Herren. Alles QUATSCH! Lassen Sie sich von mir nicht ins Boxhorn jagen. 

Ich habe erstens eine Überdosis Psychopharmaka genommen. Und seitdem freue ich mich heute hier zu sein. Und zu reden. Und zu gucken.

Und um Ihnen zu gestehen, dass ich gerne in Ingelheim bin, hier vor 8 Jahren im Alten Rathaus eine wundervolle Guido Ludes Ausstellung eröffnen durfte.

Und dass ich Bruno K. gegoogelt und gescreent habe. — Er ist mehr als OK. Erist ein Ausnahmetalent. Er ist ein Künstler, der alles im Blick hat. Er gestaltet Kunst und inszeniert sie wie kein Zweiter. Er macht dies seit Jahrzehnten und wandelt zwischen „Retro“ und dem heute. — Er hat eine solide Bildhauer-Ausbildung bei Michael Croissant zum Bildhauer absolviert. War Assistent bei Leo Kornbrust. Beide sind mir seit Kindheitstagen bekannt und ich verbriefe mich für sie. — Also warum nicht auch für Bruno K.?

Ich möchte Ihnen etwas vorlesen. Und gestehen: ich war genau vor einer Woche schon mal hier. Mit einem Gast aus Istanbul, Şükran Ceren Salalı, einer jungen, hochtalentierten Fachfrau für Kommunikation, Kino und Kunst.

 

Deutsche Fassung des ValueCheck! von Şükran Ceren Salalı, Value Art+Com Fellow,
— her preview experience, September 4th., 2014 (Übersetzt von Andreas Weber)

„Für mich war der Zeitpunkt gekommen, meine Abreise aus Mainz vorzubereiten. Dazu gehörte, noch einige Orte in der Region zu sehen, die bislang fehlten. Zufall oder nicht, Andreas Weber hatte die Idee, eine kurze  Fahrt nach und durch Rheinhessen zu unternehmen, um währenddessen die Zeit meines Aufenthaltes, die damit verbundenen Erfahrungen und die Ergebnisse unserer Projektarbeiten im Rahmen meiner Erasmus Internship abschließend zu besprechen.

Auf unserem Weg durch die wunderbaren Landschaften Rheinhessens, durchfuhren wir einige Orte und landeten (für mich unvermittelt) in Ingelheim. Wir hielten an einem besonderen Gebäude an, das wie eine Mischung aus Weinlager und Weinfabrik aussah. Dort trafen wir Bruno K. alias Bruno Kleber, einen Künstler, der eine für mich disruptive Art und Weise pflegt, Kunst zu schaffen. Und das seit über 30 Jahren. Die jetzige, hiesige für mich überraschende Ausstellung “Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention”, die vom 11. September bis 12. Oktober 2014 im neuen temporären Ambiente des Kunstvereins Ingelheim stattfindet, verändert die Räumlichkeiten, indem sie transformiert werden. Und das in einer Art und Weise wie ich das noch nie sehen konnte.

Als erste Besucher einer Ausstellung, die noch nicht eröffnet, also noch “under construction” war, konnten wir beeindruckende Installation sehen. Und wir konnten persönlich mit Bruno K. sprechen, der sehr charmant, voller Ideen und humorvoll ist. Im Zentrum: Eine Weinabfülllagerhalle, nun Raketenbasis — die Werk- und Arbeitsräume werden in eine wundervolle Atmosphäre versetzt, die alle Räume erfasst und künstlerisch transformiert. Damit erreicht der Kunstverein Ingelheim aus dem Stand heraus das Premium-Niveau eines “Art Centers”. Das Gebäude verfügt über zahlreichen Räume (über mehre Etagen verteilt), die Bruno K. mit unterschiedlichen Themenideen bestückt, um- und ausgestaltet. Oft mit Versatzstücken aus dem Soldatenmilieu und Militärbereich. Zum Beispiel widmet er in der grossen Halle unter dem utopischen Namen “Apollonia” (gegenüber der faszinierenden Figur der Olga!) in eine Ragte mit Abschussbasis um, wobei man nur den ganz unteren, kleinen Teil der Rakete sehen kann. Alles ist umgeben mit militärisch anmutendem Equipment. Jedes Detail stellt aber einen künstlerisch geprägten Inhalt dar, verstärkt durch Sound Systeme, die zum Beispiel Melodien von alten Western Filmen wieder geben. Es bleibt aber nicht nur bei Klangeffekten, der Künstler setzt mit hohem Geschick die unterschiedlichsten wirkungsstarken Beleuchtungseffekte ein.

Es lohnt sich diese disruptive Kunstauffassungen, das disruptive Kunstschaffen mit einer wundervollen Sammlung von Installationen im Raum (und in einem Ensemble von Räumen) im Detail zu erkunden und zu erleben. Bruno K.’s Ausstellung wird der außergewöhnlichen, inspirierenden und letztlich ungewöhnlichen sowie einzigartigen Umgebung gerecht. — Sorry, dass ich nicht selbst bei der Eröffnung dabei sein kann. Ich musste schon nach Istanbul reisen. Genießen Sie es und lassen Sie sich inspirieren. — Dankeschön. Tschüss. Vielleicht bin ich ja bald wieder zurück!“

 

Was kann ich noch tun, da mir jetzt vor Aufregung und Ergriffenheit die Worte fehlen — und ich soll ja hoer sprechen zu Ihnen, möglichst klug und passend. Nun,  ich darf dem werten Künstler mein Redemanuskript überreichen, damit er noch etwas vernünftiges vortragen kann, das zu seiner Ausstellung passt. Und an die wunderbare Kunst des Dr. François Lachenal erinnert, meinem väterlichen Freund, der mich als Student mitunter mitarbeiten ließ, der die Internationalen Ingelheimer Tage im letzten Jahrtausend stets zu Höhenflügen geführt hat.

So, lieber Bruno, jetzt mach, lese bitte meine (im Stil des humorvollen François L.) gefasste Rede vor, damit die Leute noch was gescheites hören ausser meinem Gejammer. Da es ein toller, geistreicher Redetext ist, habe ich ihn gleich in einem verstaubten alten Rähmchen eingeglast. Zum an die Wand hängen.  Bitte schön, lieber Bruno…

 

Hier klicken, um die erste Value Art+Com Kurz-Doku anzuschauen!

 

Value Check FDI Fachabend 09092014.001

 

Zu Gast bei Friedrich Roeingh, Chefredakteur der Mainzer Allgemeinen Zeitung. 

Von Andreas Weber

Er macht seine Sache sehr smart, kompetent und souverän. Und man spürt, dass er ein exzellentes Gespür für Journalismus, Stories und Leser hat. Und er sieht ziemlich klar: Das, was war, wird so nicht bleiben können. “Ich bin sicher, dass es auch in 20 Jahren noch eine Zeitung auf Papier geben wird”, stellt Friedrich Roeingh am 9. September vor FDI-Fachbesuchern im Druckzentrum der Allgemeinen Zeitung fest. Nur eben nicht mehr in der bisherigen Form. Und als Papierausgabe mit wesentlich reduzierter Auflage. Überhaupt: Im Deutschen bedeute Zeitung Neuigkeit. Nur im angloamerikanischen Raum werde Zeitung durch das Wort “Newspaper” stets mit Papier in Verbindung gebracht. Hoppla: Abschied vom Papier? Gerade die Zeitungsverleger haben dereinst ihr Verständnis von Zeitung immer mit “gedruckt auf Papier, weil dann glaubwürdiger etc.” in Verbindung gebracht.

Apropos Neuigkeit: Gleichzeitig zum Vortrag von Friedrich Roeingh präsentierte in Cupertino Apple CEO Tim Cook wie immer perfekt inszeniert Top-Neuheiten zum Digital Lifestyle! Inkl. iPhone 6,  Apple Watch und Apple Pay.

Und wie ist der Stand der Dinge beim Papier-Bedrucken-Geschäft? Klar, man hat eine supermoderne Druckfabrik. Ein Imagefilm, den Roeingh vorführt, zeigt artig und hübsch, was alle schon kennen. Fakt ist aber, wie er berichtet, auch: Die ungebrochene Reichweitenstärke der bis dato sehr gesunden und vitalen Regionalzeitungsgruppe lässt alle Medien-Wettbewerber hinter sich. Radio wie auch Fernsehen. Und andere Zeitungstitel sowieso. “Die Zeitung ist für mich ein soziales Medium”, führt der Chefredakteur weiter aus. Und kann dies belegen: Durch exklusive Stärken wie die Themenvielfalt, die Heterogenität der Leserschaft, das Widerspiegeln dessen, was in unmittelbarer Umgebung geschieht sowie die Nutzungsintensität (25 Minuten pro Tag). Allerdings: Die Werbeeinnahmen sind im flinken Sinkflug, die Zahl der Kioskverkäufe und Abos ebenfalls. Es teilen sich aber immer mehr Leser dasselbe  Zeitungsexpemlar. Fast drei pro Ausgabe. Daher bleibt die Reichweite stabil (mit derzeit über 500.000 Lesern).

Rettungsanker? — Digitalangebote der Verlage

Der Markt schätzt also die Leistung der Zeitung, will diese aber nicht mehr adäquat honorieren. Nicht nur dass junge Leser fehlen (das war wohl früher auch schon mal so), die wichtige Gruppe der 30 bis 45 jährigen bereitet Probleme. — Soweit alles nichts neues, weil Branchenszenario. Ausser, dass die AZ bis dato noch recht gut dasteht. Die Frage ist dennoch: Was tun? Sehr offen und frei sagt Roeingh, dass wohl niemand im Moment wissen kann, wohin die Reise geht. Er besinnt sich darum auf die alten Stärken und Urtugenden des Redakteurs und Journalisten. Gute und relevante Stories liefern, die Hintergründe beleuchten, aktuelles Kommentieren und durchaus auch Neues aufspüren. Allerdings muss er auch zugeben: Mit den Internetgiganten wie Facebook, Google und auch Twitter kann er sich nicht messen. Aber man habe einen Weg gefunden, diese Plattformen für sich zu nutzen. Zum einen gibt es Online-, App-, E-Paper-Angebote und zum anderen eine Facebook-Page sowie einen Twitter-Account der AZ.

Gerade Facebook und Twitter seien wichtig. Twitter nutze man wie andere Medienhäuser auch, um eigene News blitzschnell zu verbreiten, damit sie von anderen aufgegriffen und im Netz kolportiert werden. Wobei man nicht wissen und bewerten könne, wer von den Nutzern der sog. Digitalangebote der AZ auch ein Printleser sei. In seinem Metier, so Roeingh, wären für das Messen und die Erfolgskontrolle ohnehin die Marktforscher wie die von der GfK zuständig. Sprich: Die Zeitung pusht Inhalte, führt aber keine Dialoge mit den Lesern. Deren Verhalten müssen Dritte bewerten.

Das heisst: Er und seine Redakteure können alle Kanäle bespielen, in Wort, Bild und auch Film. Zudem entwickelt man eine Reihe neuer Print-Titel in Form von Spezialpublikationen für Studenten, Kinder, die Wirtschaft etc. Man habe auch einen innovativen Ansatz entwickelt, wie Print- und Digitalangebote verknüpft, also in Bundles vermarktet werden kann. Ob Bezahlinhalte aber funktionieren, stehe in den Sternen. Wie das ökonomisch rentabel von statten gehen soll, müssen die (noch zu entwickelnden) neuen Geschäftsmodelle zeigen. Da sind also die Verleger und Marketing-Strategen gefragt. Die zumindest im Falle der AZ und der Verlagsgruppe Rhein-Main einen guten Job machen und auch von Kooperationen viel verstehen. Nur: Die zündende Idee, der richtige Innavtionsansatz der Geschäftsmodelle ist längst noch nicht gefunden.

Unsere Meinung:

Friedrich Roeingh hat eine klare Linie, weiss was er tut und steht 1000-prozentig hinter seinem aufrechten Verständnis von Journalismus. Er leidet aber sichtbar darunter, dass viele Einflussgrößen auftreten, die er (wie auch die ganze Verlagsgruppe) nicht mehr beeinflussen können. Irgendwie werden die Weichen andernorts gestellt. Mann muss sich dann halt arrangieren.

Ein Manko schient aber deutlich: Online-Sites wie auch Social Media Plattformen werden fälschlicherweise als alternative Kanäle zu Print gesehen, die man intensiver nutzen muss, indem man Daten, die man schon für Print hat, angereichert oder variiert ausliefern muss. Aber sowohl Werbung als auch Journalismus sehen dort ganz anders aus. Denn Social Media wirft die Frage auf: Was passiert in einer Kommunikations-Welt, in der der Empfänger zugleich der Sender ist? In der der Empfänger selbst bestimmt, wann er/sie und welche Inhalte er wie nutzt? Klingt ungewohnt, ist aber so an der Tagesordnung bei “Social”. Das kann man aber nur nachvollziehen, wenn man sich dort auch intensiv tummelt und eine eigene digitale Kompetenz aufbaut. Und die fehlt. scheinbar. Wenn man die AZ Facebook-Seite und vor allem den AZ Twitter-Account anschaut, wird einem schon ein bisschen schwummrig. Beides wirkt nicht nur ziemlich altbacken, lieblos oder dilettantisch, sondern überhaupt nicht konform mit dem wofür “Social” heute steht: Hohe Interaktion, beste Dialoge mit Nutzern, immer am Ball, Nutzer einbeziehendes, smartes Storytelling in Kurzform, etc. All das ist nicht erkennbar.

Hinzukommt: Es fehlt wohl in der Vermarktung der Zeitung an Leuten, die der Leidenschaft des Journalisten die Leidenschaft für den Mehrwert bei Angeboten für die Kunden in Vertrieb und bei Werbung zur Seite stellt. Und es fehlt an Angeboten, die für Media-Planer relevant und attraktiv sind. Die können mit Reichweite alleine kaum etwas anfangen. Kunden wollen Targeting, Precision Marketing und so weiter. Crossmediale Bundles werden da also nichts bringen. Und ein Blick über den Tellerrand könnte nicht schaden. Denn entweder man kehrt Print den Rücken und steigt wie Axel Springer massiv in E-Commerce und IT-Services ein. Oder man macht Print wieder innovativ und verknüpft es kundenfreundlich mit der Social Media Welt. Dazwischen gibt es nichts. Ausser Siechtum und stetem Status-quo-Retten. Denn es braucht schon mehr als neue Luft in alten Fahrradschläuchen, um das Jahr 2020 auf sicherem Weg in angemessenem Tempo zu erreichen.

Das Dilemma, das am Beispiel der AZ sichtbar wird: Mangelnde Dialog- und Interaktionsbereitschaft mit dem Leser/Kunden trotz eigener Medienplattformen ist im Social-Media-Zeitalter heikel bis gefährlich; und lässt kaum die Erweiterung der Stammgeschäfte und vor allem kein profitables Wachstum im Stammgeschäft zu. Dabei wäre dies problemlos mögliche (siehe unsere Analyse).

Insofern freue ich mich, wenn wir am 7. Oktober 2014 das Thema Zukunft Zeitung beim nächsten Mainzer FDI-Fachabend in unserem Value Office vertiefend diskutieren. Vielleicht hat Chefredakteur Friedrich Roeingh Zeit, und kommt auch. Ich würde mich freuen.

 

 

 

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