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Tag Archives: Malerei

Value Art+Com Dietmar Collage Sükran blog post.001

@ 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Compositing: Andreas Weber | Paintings: Dietmar Gross

 

By Şükran Ceren Salalı, Value Art+Com Fellow, Istanbul

Apparently, the rich culture and environment of Mainz and the Rheinhessen area inspire many artists in town. After I arrived the city, I visited several museums and art galleries. One of them was Kunst Direkt 2014, an art exhibition that took place in Rheingoldhalle as a very nice building situated near the river Rhein. There, I had chance to meet the painter Dietmar Gross and to catch up the spirit in his artworks in detail.

Dietmar Gross was not born in Mainz but studied art in Johannes Gutenberg University. He is not only a talented and productive artist but also very-well active person in art community in Germany by being the chairman of Kunstverein Eisenturm Mainz e. V. KEM and the founder and head of Oppenheimer Sommerakademie. As well as this, he is a great supporter of a whole bunch of third party art activities.

It was amazing to experience the art of Dietmar Gross. In the very beginning, I thought that I was looking at several brilliant photographs. When I got closer, I saw the colours and the painting suddenly showed itself. In that moment, I was overcome with a kind of unusual but fascinating impression built on me. I have seen many surreal artworks from various artists, however; the way Gross paints and depicts human and animal bodies made me think that it is a kind of realism of surrealism which is very disruptive and charming.

Each painting seems to have various symbols and meanings to perceive and  you cannot just look and pass it. Especially, as a part of his style, he always paints on a black background which is also makes him different than many other artists.

Two of my favorites from his selected collection, Hildegard von Bingen and Selbst und Skelett, are also like pieces of high value photographs which amazed me through the depiction and density of colours. In Hildegard von Bingen, one can see every single detail as if it is a photograph of a woman, and one can realize even the marks on her lips. Moreover, looking her eyes, a spiritual and holly impression comes over with a wonderful lineament. When it comes to Selbst und Skelett, is an example in which he depicted himself for a self-portrait with a skeleton with his surrealistic but realistic style.

As a disruptive but fascinating experience, I was glad to meet and to talk about art with such a talented and extraordinary painter, Dietmar Gross.

 

Click here to get more information on our Value Art+Com InSightOut art book publication celebrating the art of Dietmar Gross. Read More

Dietmar Titel Screenshot von PDF

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Cover page and book Design by Andreas Weber, Mainz/Frankfurt am Main | Paintings by Dietmar Gross, Dienheim, Rheinhessen/Germany

  • Als einer der Höhepunkte des Ausstellungsprogramms 2014 präsentiert das Osthaus Museum Hagen eine retrospektive Werkschau mit ca. 70 Gemälden von Dietmar Gross.
  • AusstellungstitelInSightOut
  • Ausstellungseröffnung: 15. November 2014, 16 Uhr
  • Ausstellungsdauer: 16. November 2014 – 11. Januar 2015
  • Ausstellungskatalog: Edition Value Art+Com, gedruckt und digital, die Druckausgabe ist erhältlich als Normalausgabe und Vorzugsausgabe mit Originalgrafik, Preis ab 34,90 Euro zzgl. Versandkosten. — Format: 25,9 x 22,2 cm (Hardcover), Umfang 120 Seiten, davon über 70 Seiten Abbildungen.

Der Künstler Dietmar Gross, geboren 1957, lebt und arbeitet heute in Dienheim. Das Menschenbild im Kontext der Natur steht im Vordergrund seines Schaffens, das sich kritisch mit aktuellen Herausforderungen in unserer Welt auseinandersetzt. Dietmar Gross fühlt sich dem Realismus auf eine besondere, humanistisch geprägte Art und Weise verpflichtet. Alles, was uns betrifft, prägt und unser Schicksal beeinflusst, findet in den Arbeiten des Künstlers seinen Ausdruck. 

Der Titel InSightOut versteht sich als programmatische Äußerung. In fünf Werkgruppen fasst der Maler wesentliche Äußerungsformen unseres Daseins aus seiner Perspektive zusammen und ermöglicht den Betrachtern, eine künstlerische Introspektion. Die Werkgruppen stellen Ankerpunkte des Menschseins dar:

  • Zerrissenheit
  • Über-Menschlichkeit
  • Misch-Wesen
  • Ecce Homo
  • Assimilation

Alle bildlichen Darstellungen rücken nicht nur die Situation des Menschen ins Zentrum, sondern stellen den Kontext her im Abgleich mit der Existenz der Welt, der Historie, der Tradition und der Neuzeit.

Das Kunstwollen von Dietmar Gross steht ganz im Zeichen eines zeitgemäßen und zukunftsweisenden Kulturverständnisses. Der bedeutende Filmregisseur, Federico Fellini, hat dieses Verständnis einmal so zum Ausdruck gebracht: Der einzig wahre Realist ist der Visionär.

Das Spezifische an der Kunst von Dietmar Gross ist die malerische Vollendung seiner Gemälde. Nicht nur die altmeisterliche Handschrift des Künstlers zeugt von großer Begabung, sondern auch die Möglichkeit, diese in Szenen einzubinden, die auf den ersten Blick zu irritieren vermögen. So wird InSightOut zum Programm und offenbart immer wieder neue visuelle, gedankliche und emotionale Erlebnisse. Malerei regt in diesem Sinne tiefgreifende Erkenntnisprozesse an bzw. löst diese aus.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Werk der Künstler. Der Katalog InSightOut — Dietmar Gross   Malerei wird im Hardcover 120 Seiten Umfang mit über 70 Abbildungen umfassen und als gedrucktes Buch sowie in digitaler Form in der Edition Value Art&Com, Mainz, herausgegeben; mit einem ausführlichen Einführungstext von Andreas Weber.

Hintergrundinformation

Zur Wirkungsweise der Publikation:

Die vorliegende Publikation ist Teil einer neuartigen, intermedialen und crossmedialen Inszenierung aus Text, Bild, Sprache/Podcast und Video via Print, Blog und eBook. Im Print werden neue digitale Verfahrenstechniken eingesetzt, die über die übliche Darstellungsmöglichkeit von Druckbildern weit hinausgehen. Die Herstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit Elanders Germany, dem über Deutschland hinaus renommierten Innovationsführer im Digitaldruck.

Printprodukte können vor Ort im Osthaus Museum wie auch über das Web bestellt/gekauft werden. Die digitalen Formate sind vernetzungsfähig und werden durch Social Media-Aktivitäten signifikant verstärkt (vor allem über Facebook, Twitter, YouTube und Google+). Zudem können durch den Besucher bei Bedarf individuelle Publikationen erstellt und online bestellt werden (Postkarten, Poster, Kalender). Der Online-Shop der Edition Value Art+Com ist verfügbar.

Die Publikation verstärkt und dynamisiert die Wirkungsmöglichkeiten der Ausstellung durch ihren Innovationsanspruch. Das Thema ›InSightOut‹ wirkt sich aus auf die Kommunikation und Interaktion mit den Besuchern vor, während und nach der Ausstellung. Die erstellten digitalen Kommunikationsmittel können auch während der Ausstellung zu didaktischen Zwecken genutzt werden.

Es lässt sich ein Dreifach-Effekt erreichen, der, wie die Exponate selbst, durchgehend und konsequent einem Premiumanspruch gerecht wird: a) Wirkungsmöglichkeiten schon im Vorfeld der Ausstellung; b) Aktualisierungsoptionen während der Ausstellung; c) Dokumentation und Nachhaltigkeit nach der Ausstellung.

Zum Ausstellungsort:

Das Osthaus Museum steht auch nach mehr als 100 Jahren in der Tradition des Museum Folkwang, welches 1902 in Hagen eröffnet wurde und 1922 nach Essen übersiedelte. „Wir bieten den Künsten ein Fest“ lautet die Devise des Museums, das sowohl regional wie auch national und international Stahlkraft entwickelt hat. Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit sowie der Ausstellungstätigkeit des Museums steht das Bewusstsein für eine Kunst, die nachhaltig wirken soll und den Betrachterinnen und Betrachtern zugleich eine konstitutive Rolle offenbart. Das Museum, seine Sammlung und das Ambiente mit dem Folkwang-Altbau und des Neubaus wirken als „Brücke zwischen den Meisterwerken der Bildenden Kunst und den individuellen Erfahrungen des Besuchers.“

Dietmar Gross, geboren 1957 in Bexbach/Saarland, lebt und arbeitet seit fast drei Jahrzehnten in Rheinhessen, südlich von Mainz, einer der herausragenden und von Carl Zuckmayer vortrefflich beschriebenen Kulturlandschaften Europas. Das malerische wie grafische Werk von Dietmar Gross baut auf einem zeitunabhängigen Wertesystem auf. Im Fokus steht das nachhaltige Erleben von Malerei als einem Medium der Sinnes-Wahrnehmung. Die Bilder zeichnen sich aus durch technisch-handwerkliche Perfektion, die einen Vergleich mit Vorbildern wie Dürer, Caravaggio, Rembrandt oder Tizian nicht zu scheuen braucht.

Für Rückfragen:
a.weber(at)value-communication.com

Online-Bestellung per Shopify:

http://value-art-com.myshopify.com/collections/all

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Dieter Glasmacher Titelbild Blog Post.001

 

 

Redetext von Andreas Weber zur Eröffnung am 6. Juni 2014 im Kunstverein Eisenturm Mainz – KEM e. V.
© 2014 für Text, Fotos und Bildcollage by Andreas Weber, Mainz
Informationen zum Künstler: http://www.dieter-glasmacher.de

 

 

Meine Damen und Herren,

stellen Sie sich bitte vor: Sie laufen durch eine Grossstadt. Geprägt von inter-kulturellem Miteinander, Migration, Flucht, Zuflucht, Reichtum, Elend, Drogen, Gewalt, Hektik, Lärm, Schmutz und Glanz. Ein Freund sagt: Ich zeige Dir mal was. Sie betreten ein Museum, dass normalerweise die kulturelle Blüte dieser Grossstadt und ihres Landes inszeniert. Sie sehen gekrümmte, verbogene Leinwände, mit groben Holzlatten vernagelt, gerade so, als wäre etwas im Entstehen. Alle Leinwände sind wild bemalt, mit abstrakten, Graffiti-artigen Codierungen. Überhäuft mit Schrift-Botschaften. Das Publikum schwankt zwischen Faszination und Ablehnung, wenn nicht gar Schock oder Ekel. Man verweilt letztlich, weil es ja ein anerkannt berühmtes Museum ist. Die Elite der Stadt steht Pate als Sponsorengemeinschaft, in noblen Förderkreiszirkeln.

Beeindruckt und durchaus verwirrt verlassen Sie die Ausstellung, das Museum. Und auf einmal entdecken Sie in der ganzen Stadt die Bildmotive, die sie gerade in der Ausstellung eingesperrt sahen. Als Freiläufer. An Hauswänden, durch geschichtete Überklebungen an Bushaltestellen, Telefonhäuschen, Hydranten, überall dort, wo ein Zettel/Aufkleber/Plakat nach dem anderen aufgebracht und wieder abgerissen wird. Kritzeleien aller Orten. Kombiniert mit den Spuren täglichen Umweltmülls. Drastisch, eindrücklich, bedenkenswert, merkwürdig.

So tatsächlich passiert. 1992. In Manhattan, dem Herzstück und Puls von NYC. — Seltsamer Kreislauf, oder?

 

Meine Damen und Herren,

stellen Sie sich bitte vor: Sie sind in Mainz, in wunderbar-historischen Räumen. Sie spüren den Hauch der Jahrhunderte. Den Atem langer kultureller Tradition. Von den Wänden schreien stumm abstrakt-graffitiartige Bild-Text-Codierungen. Alles andere als gefällig. Alles andere als unaufdringlich oder gar verharmlosend. Man mag schwanken zwischen Faszination und Ablehnung, wenn nicht gar Schockzustand. Und man fragt sich: Ist das hier eine Ausstellung? Oder hat jemand hier sein neues Atelier aufgebaut?

So tatsächlich passiert. 2014. Im Eisenturm, unserem Herzstück und Puls von MZ RLP.

Was passiert, wenn Sie später rausgehen, auf die Strasse, bleibt abzuwarten. Aber bitte denken Sie jetzt nicht, die Welt wäre anschließend, wie sie vorher war. Wir leben nicht in einer heilen Welt. Wir können aber Bedrohungen und Gefahren meistern. In der Reflexion von Kunst und Kultur. Drastisch, eindrücklich, bedenkenswert, merkwürdig.

 

„Seine Kunst ist weit entfernt von einem bildungsbürgerlichen Kanon der Erbauung. Aber wer sich einlässt auf die Bilder, dem bieten die reichhaltigen Assoziationsketten humorvolle Kommentare zur Gegenwart und einen wachen und bunten Blick auf die Welt.“

So wird Dieter Glasmacher auf culturmag.de beschrieben. Die Plattform bietet eine Online-Galerie und stellt in regelmäßigen Abständen Arbeiten interessanter Künstlerinnen und Künstler vor. Zum Auftakt wurden 2010 fünf Bilder des Malers Dieter Glasmacher präsentiert.

 

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Weiter heisst es bei culturmag.de:

“Dieter Glasmacher wurde 1940 in Krefeld geboren und lebt heute in der Nähe von Hamburg. Beeinflusst von der klassischen Moderne, gerade dem Dadaismus, und Strömungen zeitgenössischer Kunst wie Art Brut und Pop Art, hat Glasmacher in vielen Schaffensjahren eine sehr eigenständige Position und eine lebendige, originelle Bildwelt entwickelt. Auch Comic- und Graffitikunst sind in den Arbeiten sichtbar, ebenso wie die „Geheimspuren“ des öffentlichen Raums, Worte und Kritzeleien, wie man sie in Pissoirs, an Bushaltestellen oder Häuserwänden findet.

Die Vorstellung einer Wandfläche ist von zentraler Bedeutung: So kommen seine Arbeiten meistens ohne große Perspektive aus. Untergrund, montierte Gegenstände, Schriften und Figuren stehen gleichberechtigt nebeneinander. Dieses additive Verfahren erlaubt eine große Freiheit und einen enormen Assoziationsreichtum – beim Malen und beim Betrachten. „Ein Bild ist nie fertig und sollte immer weiter malbar sein“, sagt Glasmacher, so wie auch an Pissoir- oder Häuserwänden ständige Veränderung möglich ist, durch Ergänzung und Übermalung.”

Bei Ausstellungen von Dieter Glasmacher – so geschehen zum Beispiel im Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt – entsteht der Eindruck, der Künstler habe sein Atelier in die Ausstellungsräume verlegt. Das Bezugsfeld ist also stets, das hier und jetzt, das was gerade passiert und spontan einbezogen wird. Dieter Glasmacher beeindruckt nicht nur, er bewertet, kommentiert, zeigt auf, prangert an. Auf eine ganz eigene Art und Weise. In Glückstadt drückte man dies damals so aus: „‚Die Realität wird überbewertet‘. Der Satz wurde von ihm, wie viele andere Slogans, als Zitat aus einer Zeitung, einer Werbung oder einem Film übernommen und so künstlerisch angeeignet.“

Betrachtet man die Biografie von Dieter Glasmacher, ist man ebenfalls beeindruckt. Einzel- wie auch Gruppenausstellungen haben ihn quer durch Deutschland und in die weite Welt geführt: Von Lima, Peru, bis Abidjan an der Elfenbeinküste, Mexiko-City, Paris, Zürich, London, Gent, Kairo, Athen, Budapest, Amsterdam, Marseille, Lausanne, Leningrad, nach Polen und Dänemark — weitere andere Stationen wären zu nennen. Ausgestellt wird in Galerien, Kunstvereinen, Museen, auf Biennalen oder mit dem Goethe-Institut oder bei Kunsthäusern und -Stiftungen. Es ist fast verwunderlich, dass bei all diesen Aktivitäten noch Zeit bleibt zum künstlerischen Arbeiten.

Auffällig ist die — nennen wir es Multimedialität und Multi-Dimensionalität — von Dieter Glasmacher.

Im Text der Galerie Herold zur Ausstellung 2006 heisst es:

„In seinen Arbeiten führt Dieter Glasmacher Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Ebenen zusammen: Erlebnisse, die er während seiner langen Studienreisen durch Afrika gemacht hat und auf seiner Segeltour in die Arktis, fließen genauso in seine Bilder ein, wie die Eindrücke aus seiner direkten norddeutschen Umgebung in Hamburg und an der Elbe. Prägend auf seine Bildwelt wirken außerdem Fernsehen, Kino, Werbung sowie Graffiti und andere Formen der Straßenkunst bis hin zu Krakeleien (…). Sein Hauptthema ist seine Betroffenheit von aktueller gesellschaftlicher Unterdrückung und Deformation.” (Zitat nach W. Brodersen /C. Mewes)

Und weiter wird Auskunft über seine Biografie gegeben: „Dieter Glasmacher lässt sich zunächst zum Musterzeichner ausbilden. Nebenher entstehen aber auch freie Zeichnungen und um seine Kenntnisse hier zu erweitern, besucht er Abendkurse der Werkkunstschule Krefeld. Als 23-Jähriger zieht er nach Hamburg, wo er an der HfbK bei Hans Thiemann Malerei studiert. Nach zwei Jahren wechselt er in die Klasse von Klaus Bendixen und beschäftigt sich intensiv mit Drucktechniken. Noch während seiner Studienzeit nimmt er an ersten überregionalen Ausstellungen teil und engagiert sich in Künstlergemeinschaften.

In den folgenden Jahren wird sein Werk in Galerien und Museen in nahezu allen größeren Städten Deutschlands und im europäischen Ausland präsentiert, und Glasmacher wird mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, so u.a. 1979 mit dem Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg. Ab den 80er Jahren kommen internationale Ausstellungen außerhalb Europas dazu. Und 1989 beginnt seine zusätzliche Tätigkeit in der Lehre, seit 1995 als Professor an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung.

Schon früh zeichnet sich in Glasmachers Arbeiten und Aktionen sein gesellschaftspolitisches Engagement ab: Kritische Beiträge zum Kunstbetrieb sowie Demonstrationsakte im Zuge der 68-Bewegung machen ihn bekannt.

Der Künstler bedient sich hierfür verschiedenster Medien – vom Wandbild bis hin zum Trickfilm [in Zusammenarbeit mit Kurt Rosenthal, Mainz]. Allen seinen Arbeiten haftet ein collageartiger Charakter an: Scheinbar zusammenhangslos kombiniert er Figuren, Zeichen, Farbfelder und Schriften. Sie bilden Erfahrungsstückchen, die assoziativ zu einem Puzzle zusammengefügt sind und wiederum Assoziationsketten beim Betrachter auslösen. Meist stellt Glasmacher starke Emotionen wie Wut, Trauer oder sexuelle Begierde heraus, aber auch bunt leuchtende Lebensfreude wird in den Bildern thematisiert.“

 

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Meine Damen und Herren:

Stellen Sie sich bitte vor: Dieter Glasmacher wäre nicht nach Mainz gekommen, um uns sein künstlerisches Schaffen zu präsentieren — mit dem vielsagenden Titel „Seltsamer Kreislauf“.

Stellen Sie sich vor, Dieter Glasmacher hätte nicht 1969 zusammen mit Werner Nöfer das erste Wallpainting Europas erschaffen.

 

Apropos: Ausstellungstitel

Seltsam hat eine vielschichtige Bedeutung:

Das Adjektiv selten bildet den Grundstock, aber auch andere – quasi wie Synonyme – kommen sogleich in den Sinn:

außergewöhnlich, besonders, ungewöhnlich, bizarr, schrullig, wundersam, erstaunlich, eigenartig, merkwürdig, eigenbrötlerisch und komisch.

 

Kreislauf bezeichnet: Zyklus, Zirkulation, Folge, Reihenfolge, Abfolge bzw. regelmäßige Abfolge, Gleichmaß, periodische Abfolge, Ordnung, Rhythmus, Regelmäßigkeit.

 

Der Kern des Wortes Kreislauf ist Kreis:
Der Kreis ist ein universelles Symbol. Vielleicht das globalste, das es gibt. In allen Kulturen findet es sich: Als Symbol für Sonne, für die Gestirne, für das Göttliche oder das Immerwährende. Es leitet sich ab aus alten Zeiten: KRIZZON, althochdeutsch für einritzen, kritzeln und krazen.

Etwas zieht seine Kreise, uns allen geläufig, wenn wir beschreiben wollen, wie Dinge ihren Lauf nehmen, um Wirkung zu entfalten. Im Guten wie im Bösen. — Wir sehen, der Titel ist mit Bedacht gewählt. Und charakterisiert vortrefflich, wofür die Exponate und der Künstler mit seinem schöpferischen Rhythmus stehen. Das im „Kreis Laufen“ kann sowohl eine Wohltat, zur Entspannung, als auch Horror sein (wenn man sich Ver-Laufen hat). Dank Dieter Glasmacher finden wir durch „Seltsamer Kreislauf“ Orientierung.

Nebenbei: Störe meine Kreise nicht, ist eines der häufig bemühten Zitate nach Archimedes. Sie erinnern sich? Der griechische Mathematiker und Physiker lebte im 3. Jahrhundert v. Chr. und gilt als einer der größten Mathematiker aller Zeiten. Der Legende nach war Archimedes eines Tages damit beschäftigt, geometrische Figuren in den Sand zu zeichnen, als die Römer anrückten um ihn festzunehmen. Er war jedoch so sehr in seine Aufgabe versunken, dass er barsch mit dem Satz reagierte: “Störe meine Kreise nicht.” Dies brachte einen der Soldaten so in Zorn, dass er den alten Mann erschlug. — Alles andere als eine heile Welt!

Und heute, in unseren „Modernen“ Zeiten, drücken wir mit dem Ausspruch “Störe meine Kreise nicht” aus, dass wir gerade nicht gestört werden, uns abschotten möchten.

Vermutlich ist dies das Schlüsselelement der Kunst des Dieter Glasmacher: Eine „erstaunliche Regelmäßigkeit“ und „merkwürdige Ordnung“ koppeln können mit „wundersam-komischer“ Wahrnehmung und Darstellung der Welt und unserem Tun. Im Guten wie im Bösen.

 

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Seltsamer Kreislauf: Das von mir eingangs erwähnte Geschehnis aus dem Jahr 1992 hat nichts mit Dieter Glasmacher zu tun. Oder doch?

1992 zeigte das renommierte Whitney Museum of American Art die Aufsehen erregende Retrospektive von Jean-Michel Basquiat. Gewidmet dem ersten afroamerikanischen Künstler, der den Durchbruch in der hauptsächlich „weißen“ Kunstwelt schaffte. Wie eine Supernova stieg er auf – auch dank der Beziehung zu Andy Warhol – und verglühte nach nicht einmal 28 Lebensjahren abrupt. Geprägt von einer fulminanten Besessenheit, dem Schrecken, seinem Schrecken eines schwarzen Lebens künstlerischen Ausdruck zu verleihen. Basquiats Kunst- und Stilrepertoir hat viel mit Dieter Glasmacher gemeinsam.

Nur: Dieter Glasmacher hat dies schon entwickelt und kultiviert, bevor Basquiat künstlerisch zu arbeiten begann (er ist 1960 geboren und verstarb so früh im Jahr 1998). Und Dieter Glasmacher arbeitet noch heute in ungebrochen dynamischer, frischer, lebendig-provozierender Art, wie wir hier im Kunstverein Eisenturm sehen und erleben dürfen. Erstaunlich, wie Regelmäßigkeit auf vielfältige Weise ihren eindrücklichen Ausdruck in seinem Werk findet!


Seltsamer Kreislauf. Oder?

Doch lassen wir, schlussendlich, den Künstler selbst zu Wort kommen.

Dieter Glasmacher sagte anlässlich einer Ausstellung „Fernwärme – Daheim auf dem Lande“ im Jahr 2009: „Am Anfang des Studiums war ich fasziniert von der Art Brut.“
[Zur Erläuterung: Der Begriff kommt aus dem Französischen, für ‚unverbildete, rohe Kunst‘; gemeint ist damit ein Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern und Menschen mit geistiger Behinderung. Art brut ist weder eine Kunstrichtung noch eine Stilbezeichnung, sondern beschreibt eine Kunst jenseits etablierter Kunstformen und -strömungen.]

„Sie ist einfach und direkt. Mich interessiert die Einfachheit des Auftrags, dass die Figur teilweise nicht modelliert ist, dass es keine Perspektive gibt, dass alles wie hochgeklappt, geschrieben ist, wie auf eine Wand“. Und Dieter Glasmacher fährt an anderer Stelle fort: „Teilweise beziehe ich meine Inspiration nicht nur aus Graffitis, sondern auch aus Geheimspuren, die irgendjemand hinterlässt und irgendjemand überstreicht (..) Und da gibt es auch keine fertigen Geschichten. Der nächste kommt dazu und setzt wieder einen Spruch drüber. Und so arbeite ich auch.“

Die Fertigkeit zum Unfertigen, das sich ständig fortschreibt, ist das nicht ein Seltsam-Denkwürdiger Kreislauf“?

So erschließt sich das Zitat auf unserer Einladung in noch besserer Form:
„Ich arbeite assoziativ, additiv. Mich interessiert die Gleichzeitigkeit.
Alles geschieht gleichzeitig.“

 

Wir freuen uns, lieber Dieter Glasmacher, das Sie hier bei uns im Kunstverein Eisenturm sind, um ihre Gedanken, Empfindungen, Erfahrungen und Imaginationen durch ihr beeindruckendes Werk mit uns teilen.

 

Video-Animation zur Ausstellung im KEM:

 

Weitere Informationen zum KEM

 

Screenshot KEM auf Facebook

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Eröffnungsrede von Andreas Weber
am 14. Dezember 2013 im Kunstverein Eisenturm, Mainz

 

Premiere der besonderen Art: Eisenturm wird zum Kunstraum!

„Schwindende, du kennst die Türme nicht.
Doch nun sollst du einen Turm gewahren
mit dem wunderbaren
Raum in dir. Verschließ dein Angesicht.
Aufgerichtet hast du ihn
ahnungslos mit Blick und Wink und Wendung.
Plötzlich starrt er von Vollendung,
und ich, Seliger, darf ihn beziehn.
Ach wie bin ich eng darin.
Schmeichle mir, zur Kuppel auszutreten:
um in deine weichen Nächte hin
mit dem Schwung schoßblendender Raketen
mehr Gefühl zu schleudern, als ich bin.“

Aus: Sieben Gedichte, Gedicht Nummer 4, von Rainer Maria Rilke, verfasst zw. 14. Oktober und 9. November 1915, Ort unbekannt

Meine Damen und Herren, willkommen im Reich der Transformation. Der Eisenturm wird heute zum besonderen, anderen Ort. Vergessen wir für einen Moment, dass wir uns hier versammelt haben, um eine Kunstausstellung zu eröffnen. Lassen wir uns ein in den Dialog mit dem Leben, unserer Vergangenheit und Zukunft. Unserem eigenen Sein. Der Veränderung durch Kunst. Der Neugeburt in uns selbst.

Der Eisenturm ist nunmehr ein Kunstraum. Perfekt ausgestattet, mit Dingen, die es in dieser Kombination und Konstellation noch nie zuvor gab. Sorgsam, geradezu minutiös ausgerichtet. Man muss in kleinen Dingen exakt sein, damit es im „Großen Ganzen“ stimmt. — Meine Anregung: Verschließt den Eisenturm. Ändert nie mehr etwas.

Sucht Euch ab nun andere Räume für Wechselausstellungen.

„ES IST!“

Warum?

Weil – wie noch nie zuvor – sich zwei Künstlerseelen, die sich zuvor nicht kannten, hier vereinten und gemeinsam ihr kreatives Talent nutzten, um etwas KOSTBARES zu schaffen, dass stark und kraftvoll, aber auch zart und zerbrechlich zugleich ist. Und archaisch-modern unsere Vorstellungskraft neu auszurichten hilft. Handle with care – der Name ist Programm. Gehe sorgsam mit den Dingen, dem Sein, der Natur, den Gedanken und Gefühlen um. Fange an, Dich mit Dir selbst zu beschäftigen, indem Du Gedankenfetzen, Impulse, Beobachtungen, Assoziationen, Gefühle, Zweifel, Wut und Irritation unbeirrt und nie nachlassend visuell und haptisch für uns alle erfahrbar machst.

„Ist das ein Bild?“, fragte gestern Dr. Treznok, als er ein Werk von Christine Laprell zum ersten Mal sah. Seine Irritation provozierte eine wunderbare Debatte über Herz und Sinn der Ausstellung: Was nehmen wir wahr, weil wir es wahrnehmen wollen? Nicht wie ES IST, sondern wie wir es haben wollen. —— Ist eine Leinwand, die mit Farbe, Papierfetzen, Blättern, Schriftkritzeleien und anderem lückenhaft befüllt ist, tatsächlich ein Bild?

HA! Ein Bild ist ein Bild. Ein Bild muss kein Gemälde sein. Und eine Skulptur muss nicht aus Holz, Marmor oder Metall gegossen werden. Und ein narratives Gemälde als Erzählstück braucht schon gar keine Leinwand. Plastikfolie, also Kunststoff, zum Beispiel ist doch viel besser. Und liefert zudem Transparenz.

Kunst-Dinge, wie wir hier in unserem neuen Kunstraum Eisenturm sehen, können sprechen. Ohne etwas reden zu müssen. Non-verbale Kommunikation ist ungemein mitteilsam.

Die Bilder an der hohen Wand könnten zum Beispiel folgendes „sagen“:

„Mein Leben ? ! : ist kein Kontinuum! (nicht bloß Tag und Nacht in weiß und schwarze Stücke zerbrochen ! Denn auch am Tage ist bei mir der ein Anderer, der zur Bahn geht; im Amt sitzt; büchert; durch Haine stelzt; begattet; schwatzt; schreibt; Tausendsdenker; auseinanderfallender Fächer; der rennt; raucht; kotet; radiohört; ‘Herr Landrat’ sagt: that’s me!) ein Tablett voll glitzender snapshots.“

Arno Schmidt, Faun, 1953.

Oder die Plastikfolien-Bahnen unter der Empore unseres Kunstraums säuseln lyrisch-verwirrend:

„Dein Kopf ist ein Turm

mit strahlentanzenden Linsen.

Die geübte Hand weiss es oft viel besser

als der Kopf.

O Dichter!

Willst Du den Moder einer Gruft schildern

und gebricht es Dir dabei

an der so nötigen Inspiration,

kauf Dir einen Camembert,

und ab und zu daran riechend,

wirst Du können.

Gedicht von Paul Klee, 1906, Titel: Dein Kopf ist ein Turm

Hören Sie es es auch, das lyrische Säuseln meine Damen und Herren? Falls nicht, stelle ich fest, dass uns völlig unbewusst ist, was uns bewusst sein sollte oder könnte.

Die menschliche Wahrnehmung und Erinnerung läuft stark fragmentiert ab. Man nennt das auch das „musivische Dasein“. Wie erlange ich Zugang zur Sprache des Unbewussten? Wie kann ich sie aktiv gestalten?

Diese Fragen scheinen nunmehr beantwortet. Denn: Unser heute, zum 14. Dezember 2013, neu geschaffener und wunderbar inthronisierter Kunstraum der Mainzer Kunstverein-Eisenturm-Galerie, zeigt uns dies durch das Werk und Wirken der beiden Künstlerinnen Christine Laprell und Petra Jung.

Beide führen uns als Mainzer und Rheinhessen zurück an wichtige Eckpunkte unserer Geschichte, die unserer Wahrnehmung und unserer Erinnerung entrückt, also unbewusst geworden sind.

Oder erinnern Sie sich an das Jahr 1951?

An die Vergabe des Großer Literaturpreis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz?

Wer war 1951 der Preisträger der im Jahr 1949 von Alfred Döblin gegründeten, noch heute erfolgreich aktiven Akademie? — Nun, ganz einfach ein Jahrhundert-Denker, Provokateur und Schriftsteller, der hier in unserem Kunstraum sogar noch posthum omnipräsent ist. Durch sein Schreiben, seine Text und die Wirkungsmechanismen, die seine verschriftlichte Sprachgewalt auslösen. Petra Jung trägt dies in sich, indem sie als naturkundige, reisebegeisterte und wache Beobachterin, Sammlerin organischer Materialien und Kunstschaffende verinnerlicht hat, worum es dem Preisträger von 1951 geht. Und Christine Laprell, in Deutsch und Kunst ausgebildet, macht dies zum täglichen Bestandteil ihrer Werke, indem sie dessen Texte und Sprachfetzen reflektiert und in ihrer ganz eigenen Art bildnerisch umsetzt.

Und, auf wen bezieht sich Christine Laprell? Wen meine ich? 

Zugegeben, meine Damen und Herren, ich mag Sie ein wenig in die Irre geführt haben. Eingangs zitierte ich ungenannt Rainer Maria Rilke, Sieben Gedichte, Gedicht IV, aus dem Herbst 1915. „Dein Kopf im Turm”, stammt aus dem Jahr 1906 von Paul Klee. Aber, die Sequenz mit „Herr Landrat“, „That’s me”, „glitzender snapshots“ stammt vom IHM, aus dem Jahr 1953.

Ich selbst kam mit IHM als 12jähriger in Kaiserslautern in Kontakt. Bei einer Szenischen Uraufführung, die der Künstler Prof. Eberhard Schlotter mit meinem Vater Wilhelm Weber in der Pfalzgalerie am 13. Mai 1971 veranstaltete. Bilder von Schlotter und Texte von Schlotters Freund Arno Schmidt. Schlotter hatte Mitte der 1950er Jahre Arno Schmidt vor den Attacken der katholischen Moselmanen gerettet, indem er ihn von Kastell im Saar-Mosel-Gebiet ins evangelische Darmstadt rettete. Arno Schmidt war durch seine sprachlich freizügigen Seelandschaft mit Pocahontas wegen Gotteslästerung und Verbreitung unzüchtiger Schriften angeklagt worden. Das Verfahren wurde im liberalen Darmstadt eingestellt. — Warum erzähle ich das, hier und heute?

Arno Schmidt steht für eine Symbiose aus traditionellem Erzählen (vorwiegend aus einer dominanten Ich-Perspektive) und avantgardistischer Schreibtechnik. Er hat sich mit schwierigen Themen auseinandergesetzt. Rebellierte gegen die Adenauer-Zeit. Setzte sich intensiv mit der Psychoanalyse von Freud auseinander, die er auf die Literatur übertrug. Es ging ihm um den Vorgang:, das sich das Unbewusste nicht nur in Bildsymbolik ausdrückt, sondern auch sprachlich in einem „eigenen Schalks=Esperanto“ aus AmphibolienWortspielenAssonanzen, usw., um neben der manifesten Bedeutungsebene gleichzeitig auch – meist sexuelle – Nebenbedeutungen auszudrücken.

Christine Laprell wendet nunmehr das Prinzip der Umkehrung an: Sie verwandelt sprachlich-schriftliches wiederum in Bildsymbole und Bildaussagen. So vielfältig die Text- und Sprachassoziationen sind, so vielfältig ist ihre bildnerische Ausdrucksweise. Es entsteht ein interaktiver Prozess von fulminanter Bedeutung. Und in dieser Interaktionslust und -befähigung fühlen sich Christine Laprell und Petra Jung im Herzen und im Geist aufs engste verbunden.

Aber Fragen wir doch die beiden Künstlerinnen direkt; damit, meine Damen und Herren, steigen wir in einen kurzen Dialog mit den Künstlerinnen ein, damit ich hier nicht vor Begeisterung im Kunstraum-Rausch zum Dauerredner und Alleinunterhalter mutiere.

Meine erste Frage:

Was verbindet Euch? Bzw. vielleicht kann Christine Laprell kurz schildern, was sie am Werk von Petra Jung fasziniert? Und umgekehrt?

Meine weiteren Fragen: 

Wie kam Christine Laprell zur Literatur, vorzugsweise Arno Schmidt?

Wie kam Petra Jung zum variantenreichen Umgang mit ausgefallenen organischen Materialien, die als Objekte erscheinen und von grafischen Arbeiten begleitet werden?

Und last but not least:

Was macht dieses Ausstellungserlebnis so einzigartig?

Welches sind Eure persönlichen Highlights?

Hinweis:
Impressionen von der Eröffnung mit Dietmar Gross und Andreas Weber sowie Diskussion mit den Künstlerinnen aus YouTube:

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Video der Reden von Dietmar Gross und Andreas Weber sowie der Diskussion mit den Künstlerinnen zur Eröffnung auf YouTube

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Video zum Making-off der Ausstellung auf YouTube

http://youtu.be/SMCLxgGMTsY

 

Fotoimpressionen von Andreas Weber, 13. Dezember 2013

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Foto: Dr. Ying Lin-Sill, Mainz

 

Eröffnungsansprache am 26. September von Andreas Weber,
Kurator der Ausstellung “Kunst zu(m) Sterben” in der Rathausgalerie, Mainz.

Kunst zu(m) Sterben. — Warum dieser Titel? — Warum die Klammer um das kleine „m“?

Kunst hat die Aufgabe, zu vermitteln.

Kunst steht für sinnstiftende Wahrhaftigkeit.

Kunst ist Kommunikation, gerade für Themenbereiche, die allzu gerne ausgeklammert, tabuisiert, ignoriert werden.

Kunst ist das Universum der Künstler, also der Kunstschaffenden, ebenso wie das der Kunstliebhaber.

Kunst entwickelt unsere Kultur weiter, pflegt den Umgang miteinander und den Umgang mit unserem Leben in all seinen Facetten.

Sterben bezeichnet den Übergang vom Leben zum Tod.

Beides, Kunst und Sterben, sind zentrale Bestandteile menschlichen Daseins. 

Das Ziel des Daseins beschreibt Friedrich Hölderlin im Fragment „Hyperion“ wie folgt:

 „Eines zu seyn mit Allem, was lebt!

Eines zu seyn mit Allem,

das ist Leben der Gottheit,

das ist der Himmel des Menschen.“

An anderer Stelle heisst es im Hyperion weiter:
„Wir bedauern die Toten, als fühlten sie den Tod, und die Toten haben doch Frieden.“

Der Tod ist rational und absolut begreifbar; er schafft Fakten. Punktum. Wir haben gelernt und Rituale entwickelt, um mit dem Tod umgehen zu können. — Das Sterben hingegen ist zwangsläufig, heterogen, unvorhersehbar und rational wie emotional nicht steuerbar. Sterben berührt die Lebenden.

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Warum steht beim Ausstellungstitel das kleine „m“ in Klammern? 

Es führt unser Vorhaben in dieser Ausstellung weit hinaus über die seit Jahrhunderten in den Religionen begründete Vorbereitung auf den Tod. Spätmittelalterliche lehrhafte Erbauungsschriften titulierten als Ars Moriendi oder Ars Bene Moriendi; sie waren gesetzt als Kontrapunkt zur „Ars Vivendi“.

Doch solche „Moral Subjects“ pass(t)en ins Mittelalter, aber nicht mehr in die Neuzeit, die uns Sicherheit, müheloses Altwerden, ewige Jugendlichkeit vorgaukelt. Fast wird uns sogar noch die Unsterblichkeit in Aussicht gestellt.

Die Botschaft der in der Mainzer Rathausgalerie von Valy Wahl bereits genannten und mit ihren Werken versammelten Künstler ist eine weiterführende. 

Es war uns als „Kuratoren“ (welche schönes Wort, heisst es doch „Pfleger“, „Vertreter“, abgeleitet vom lateinischen „curare: Sorge Tragen, sorgen um…“,  weil es zu den Aufgaben des Palliativnetzwerks passt,), es war und ist uns wichtig, eine Brücke zu schlagen zwischen künstlerischen Werken und ihren Botschaften für uns alle, die wir Leben und zwangsläufig dem Sterben entgegensehen.

Die Aufgabenstellung für die teilnehmenden Künstler aus den Bereichen Malerei, Grafik, BuchObjektKunst, Skulptur, Fotografie/Grafik, Tanz und Performance sowie im Rahmenprogramm auch Musik, Literatur und Kabarett lässt sich wie folgt beschreiben:

Welche Einsichten vermitteln Künstler aus allen relevanten Kunstgattungen auf drei zentrale Fragen zum Thema

  1. Leben: Warum und wo kommt es her, wie schätze ich es zu leben? Wie lebe ich mit dem Bewusstsein des Vergänglichen, um in Würde aus dem Leben treten, also sterben zu können?
  2. Sterben und die Angst davor… — Tatsache ist: Ich werde sterben. Wie sterbe ich, wie und wann setze ich mich mit dem Thema Sterben auseinander?
  3. Helfen — Hilfe:  Brauche ich Hilfe bzw. wenn ich Hilfe in Anspruch nehme, wie wird mir geholfen?

Ein Spezialthema steht noch offen, und würde hier den Rahmen sprengen:

Welche Konzepte und Realisationen für Räume zum Sterben bietet die Architektur für Hospize und Palliativ-Stationen in Krankenhäusern etc.

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Meine Damen und Herren, Sie sehen, die Komplexität des Themas „Kunst zu(m) Sterben“ ist weit höher, als man erwartet. Bei unseren Vorbereitungsarbeiten haben Valy Wahl und ich noch weitere, tief gehende Aspekte entdecken können: Durch die eingeladenen Künstler und ihre Wertvorstellungen von Leben und Sterben, die in ihren Arbeiten Ausdruck finden.

Elfie Clement lässt uns per Video-Installation an höchst intimen und subtilen Erfahrungen teilnehmen, die sie innerhalb von 7 Tagen am Sterbebett der Mutter machte. Sprachlos und umgeben von Stille zeichnete sie zu unterschiedlichen Tageszeiten immer wieder Gesicht, Mimik, Leid und Erlösung der Sterbenden. Die feine Strichführung vibriert mitunter. Eindrücklicher kann der Übergang vom Leben zum Tod kaum erfassbar sein.

Wolfhard Tannhäuser hatte zu seinem Bild „Pendel“ ein männliches Modell gewählt, das zum Zeitpunkt des Malens vom Tod gekennzeichnet war, ohne dies zu wissen, und kurz nach Fertigstellung des Gemäldes verstarb. Diesem Momentum des Zufälligen stellt Wolfhard Tannhäuser die normative Kraft des Faktischen zur Seite. In „War Memorial — I believe in Syria“ dokumentiert er persönliche Eindrücke aus Damaskus, kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges: Ein riesiges Wandplakat zeigt den syrischen Präsidenten mit froher Botschaft! Im Zuge der kriegerischen Ereignisse kommen als schmale hohe Streifen mit fetzenartigen Motiven, Todesanzeigen hinzu, wie sie unter syrischen Christen üblich sind, um das Sterben und den Tod von Angehörigen zu betrauern.

Fee Fleck, die lebenslang gegen das Vergessen oder besser: gegen das  in Vergessenheit geraten, eintritt, reduziert in plakativ-eindrucksvoller Art und Weise unser Dasein auf den Ausgang: „La Morte“ entstand im Rahmen ihrer Zyklen und Arbeiten zu Ingeborg Bachmann, deren literarisches Schaffen Fee Fleck als von Liebe, Sehnsucht und Tod geprägt sieht. Insofern trifft flächige Malerei auf kalligrafische Elemente. Der Schriftzug La Morte tritt Relief-artig hervor. Morte bedeutet sowohl Tod als auch Abgang. Die Farbsymbolik von Weiß kann Licht, Reinheit, Weisheit bedeuten; in asiatischen Kulturen steht Weiß auch oft für Tod!

Ulrich Heemann bezieht sich mit der inszenierten Fotografie „Selbst“ unmittelbar in sein Werk ein. Die Darstellung kann höchst subjektiv ausgelegt werden. Als Momentaufnahme, hier, im Jetzt und Sein. Oder als Aufbruch in eine neue Welt, die über das Leben hinausgeht.

Fast stoisch fasst der in Mainz geborene und in Berlin lebende Künstler Stör, übrigens der Jüngste in der Riege unserer Künstler, das Thema Sterben auf. In dem eigens für unsere Ausstellung angelegten Werk „Entzweit“, eine überdimensioniert angelegte Malerei mit Aquarell und Acryl, entdecken wir eine lang hingestreckte, leidende, zerschundene, magere Kreatur. Das Bunte des Lebens ist dahin, ebenso wie Proportionen und Verhältnismäßigkeiten. In seiner Stille berührt es die Skizzen-Arbeiten von Elfie Clement auf sonderbare, denkwürdige Art und Weise.

Und vor allem, es führt zur Bildhauerarbeit von Achim Ribbeck, „Unter den Weiden“, gefertigt aus Ulmenholz, teilweise mit Acryl bemalt. Wir sehen einen Nachen – wie wir ihn aus der Antike kennen, den Charon steuert, um den Styx auf dem Weg zum Hades zu überqueren. In den Nachen ist eine menschliche Figur eingezwängt ist, geradeso wie Shakespeares Ophelia aus Hamlet. Ophelia leitet sich als Name vom griechischen Wort für „Hilfe“ ab. Im Hamlet wird sie als Holdselige über den vermeintlichen Wahnsinn des Geliebten und den Tod des Vaters selbst wahnsinnig und ertrinkt, treibend in einem Bach… Im Werk von Achim Ribbeck finden übrigens Boot und Mensch einen deutlichen Niederschlag (was die Auswahl für die Ausstellung nicht einfacher machte…). Stets bleibt offen, ob das Boot der Rettungspunkt oder Ausgangspunkt für Verderben und Tod ist.

Ihre Eindrücke im Hier und Jetzt mit dem Blick zurück nach vorne teilt auch die aus China stammende Künstlerin und Kunstwissenschaftlerin Dr. Ying Lin-Sill mit uns. Im Rahmen einer ganzen Reihe von Mainz-Motiven aus den letzten drei Jahren entstand im Sommer 2013 – mit Blick auf unsere Ausstellung – das Gemälde „Ying‘s Nightmare“, zu deutsch „Yings Albtraum“. Am Beispiel der szenisch überhöhten Darstellung des großen Mauerwerks zu Füssen der Mainzer Kupferberg-Terrasse mit den Rundfenstern, die als Gitter den Davidstern aufweisen, wird uns subtil gezeigt, wie bei uns mit dem Holocaust umgegangen wurde. Der zu Pferd sitzende Heilige Martin wendet sich ab, das infernalische Leid und gewaltsame Sterben unzähliger Menschen nimmt seinen Lauf.  — Am Rande sei darauf hingewiesen, dass kaum einer von uns Mainzern je bemerkt hat, wie die Fensteröffnungen am Mauerwerk vergittert sind!

Siehe die Videoanimation auf YouTube:

Valy Wahl setzt, wie sie selbst sagt, darauf, Hoffnung oder Verwirrung zu stiften. „Der Gesang der Frösche“, meisterlich in Valy‘s ureigener Lack-Druckfarben-Malerei als Viertafelbild angelegt, inszeniert die eigentlich friedvollen Frösche als wahre Monster. Unser Dasein ist nicht nur von Schönheit und Liebe geprägt, sondern auch von Leid, Schrecken und Gewalt. Leben und Tod sind Partner, die durch das Sterben einen Bund eingehen. Übrigens: In fasst allen Weltkulturen spielt der Frosch eine Rolle. Er symbolisiert Fruchtbarkeit und Erotik sowie auf spiritueller Ebene die Verwandlung.

Kunst zu(m) Sterben wird zur Metamorphose, die eine Transformation unserer Existenz von der einen Welt in eine andere beschreibt.

Diese Metamorphose, dieser Übergang wir auch durch die ausgestellten Werke des Schweizer Bildhauers Pi Ledergerber erfahrbar. 1994, also vor fast zwanzig Jahren, startete er ein Experiment. Wochenlang lebte er in Finnland, in einem Seengebiet, abseits jeglicher Zivilisation in einer Blockhütte mit Saune, See und Ruderboot. Kein Mensch weit und breit, was durchaus bedrückte und ängstlich machte. Pi Ledergerber sammelte besondere Steine, jene Findlinge, die aus der Natur kommen. Er bearbeitete sie als Bildhauer und legte sie in die Natur zurück. Wir freuen uns, einige der Findlinge, die er mitbrachte, auszustellen, sowie Fotos aus dem Ursprungsjahr, die er vor Ort aufgenommen hat. — Das Leben kommt aus der Natur und geht in die Natur zurück, so seine Botschaft.

„Natur“ ist auch das Thema eines vollendet gestalteten Kassettenwerks von Hermann Rapp, das in der Hochvitrine ausgestellt ist. Seine BuchObjektKunst greift literarisch hochstehende Texte auf, in diesem Fall das Goethe zugeschriebene, von Tobler verlegte Fragment Natur, illustriert und kommentiert sie, setzt druckt sie vollendet in alter Manier. Das Textfragment beginnt wie folgt. „Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen – unvermögend aus ihr herauszutreten, und unvermögend tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.“ –– Hermann Rapp setzte auf die Mitwirkung der Kunstwissenschaftlerin Ursula Weber, die Goethes Text und Hermann Rapps Werk in den Kontext grosser künstlerischer Leistungen stellt.

Ursula Weber, meiner Mutter, widmete Hermann Rapp das eigens für unsere Ausstellung geschaffene Werk „Adieu Ursula – Auf den Tod einer Freundin“. — Quasi mitten in den Vorbereitungen der Ausstellung „Kunst zu(m) Sterben“ trat für mich und uns der Ernstfall ein. Meine Mutter starb überraschend am Spätnachmittag des 7. August 2013, gerade an dem Tag, als Valy Wahl und ich zwei unserer Künstler in deren Ateliers in Rheinhessen besuchten, um die letzten Exponate auszuwählen.

Hermann Rapp nahm Ursula Webers Tod und ihre Besetzung per Baumbestattung auf dem Gonsenheimer Waldfriedhof zum Anlass, per hochformatiger Druckgrafiken die Trauergesellschaft zu skizzieren. Fast archaisch, von Betroffenheit und Demut erfasst, wird der Abschied aus der Welt und der Einzug in die Natur für uns alle erfahrbar. –– Beigefügt ist den kostbaren Druckgrafiken ein Sonett von Michelangelo, ins Deutsche übersetzt von Rainer Maria Rilke sowie Anmerkungen von Hermann Rapp zum Werk für die verstorbene Freundin. –– Die Anfangsverse des Sonetts lauten:

Des Todes sicher, nicht der Stunde, wann,

Das Leben kurz, und wenig komm ich weiter.

Den Sinnen zwar scheint diese Wohnung heiter,

der Seele nicht, sie bittet mich: “stirb an.”

Aber lesen sie selbst. Wie sie auch bitte sich selbst ein Bild von den Exponaten der Künstler machen. Fassen sie bitte die Ausstellung nicht einfach nur als Kunstausstellung auf. Sondern als Appell, sich mit dem zentralen Thema unseres Daseins, dem Sterben, aktiv und konstruktiv auseinanderzusetzen. Und nutzen Sie die Kunst und die Botschaften der Künstler als Ratgeber, zur Orientierung und Lebenshilfe. Ebenso und im Kontext mit den vielen engagierten Fachkräften des Palliativnetzwerk Mainz, denen ich danken möchte, die Initiative für dieses Projekt ergriffen und unser Projekt hier im Mainzer Rathaus, unterstützt vom Kulturamt, möglich gemacht zu haben.

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Epilog

Wir haben im Vorfeld mit vielen hundert Menschen über die Ausstellung und ihr Thema reden, diskutieren und per Facebook und Twitter kommunizieren können. Das ist einmalig. Und wir werden den Verlauf der Ausstellung dokumentieren (lassen Sie sich überraschen!), ebenso wie von der Finissage am 6. November 2013, um 18 Uhr. Dann wird als Schlusspunkt Peter Grosz mit Ensemble die Theater-Aufführung „Zeiten alter aus“ darbieten. Sie sind alle herzlich eingeladen.

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Video-Mitschnitt der Rede von Andreas Weber

Valy Wahl Rede 26092013 Kunst zum Sterben

Foto: Andreas Weber, Mainz

Eröffnungsansprache am 26. September von Prof. Valy Wahl,
Kuratorin der Ausstellung “Kunst zu(m) Sterben” in der Rathausgalerie, Mainz.

Ich hatte die Ehre, die Arbeit des Palliativnetzwerks vorzustellen. Idee war, durch Aussagemöglichkeiten der Bildenden Kunst den Inhalt und das Programm des Palliativnetzwerks in die breitere Öffentlichkeit zu bringen.

Von Herrn Mayer wohl angeregt, wurde eine Ideenskizze über einen längeren Zeitraum zur strengen Arbeit. Danken möchte ich  Andreas Weber, der mir half mit dem schwierigen Thema Sterben und Kunst umzugehen. Titel und Konzeption zu finden, war nicht einfach, da die Inhalte nicht festgeschrieben waren. Einige Gespräche mit den Mitgliedern des Netzwerks waren nötig und sehr fruchtbar.

Danken möchte ich hier den Künstlern, die spontan ein oder zwei Werke zur Verfügung stellten. Das ist Fee Fleck mit „La Morte“,  Ulrich Heemann mit „Selbst“, Achim Ribbeck mit „Unter den Weiden“,  Wolfhard Tannhäuser mit „Pendel“ und „War Memorial  — I believe in Syria“,  Dr.Ying Lin-Sill mit „Ying´s Nightmare“, Pi Ledergerber mit seinen „Finnischen Findlingen” und von Hermann Rapp „Natur“.   Speziell für diese Ausstellung wurden  neue Werke geschaffen, von Hermann Rapp „Adieu Ursula – Auf den Tod einer Freundin“, von Philipp Pieroth, genannt –der Stör- „Entzweit“, sowie wurde „Abschied“ von Elfie Clement durch Andreas Weber zur Videoinstallation verarbeitet. Hoffnung oder Verwirrung stiftet der „Gesang der Frösche“ von mir.

Die Hommage an Pina Bausch, mit dem Modern Dance Projekt „Generationenübergreifendes“, hat der Ausstellung den Atem eingehaucht, dafür danke ich ganz persönlich Dörte Wessel-Therhorn, ihren Kolleginnen mit ihren Tanztruppen, die spontan mit Leichtigkeit unser schwerstes Objekt, das Boot mit Figur, hier im Rathaus, zu Wasser brachten, um unsere Ausstellung zu vervollständigen; und man sieht: „Das Rathaus lebt.“

Besonderer Dank gilt Herrn Fellhauer und seinem Team. Danke für ihr Fingerspitzengefühl bei der Inszenierung dieses Raumes mit dem Thema „Kunst zu(m) Sterben”.  Danke Dir, liebe Elfie, für Deine Energie zur Perfektion. Andreas Weber berichtet nun über die ausgewählten Exponate.

Danke!

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Video der Eröffnungsrede von Valy Wahl auf YouTube

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