Archive

Tag Archives: Andreas Weber

ValueCheck! — Zeitung

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

By Sudarsha Rambaran, Value Art+Com Fellow, Mainz

 

ValueLearnings

• Learn why Google is de facto a vital source of promotion for newspapers, rather than “the enemy“.

• Newspapers no longer have a mass market, but a new niche. Discover it!

• What a lot of newspapers think Google is doing vs. what they are actually doing.

 

Five years ago, in an interview with Horizont, media expert and author of “What would Google do?” Jeff Jarvis made some visionary comments about the future of the newspaper industry. He stated that society is being massively restructured because of the internet, however, Google is not the instigator of this process as many believe, but rather a result of it. These days, if you cannot be searched on the net, you cannot be found. The mass market for newspapers may be dead, but there is still a niche for them in the world. The news itself must change: it has to be tailored to target audiences, which is why regional newspapers can benefit so much from Google. Google itself is currently changing their whole marketing approach. They are concentrating on making the advertising relevant to local markets by personalizing the stories (nice example here). They no longer want to mass produce messages that work on a global level, and it’s working brilliantly!

The advantages of the online world for newspapers are many; low costs, cheap distribution, fast updates, and discussions with the readers. There was the nice example with the New York Times. They took down the paywall on their site and their internet traffic rose by 40%, which started a snowball effect: they earned more money from advertisements, and they moved up the list on the Google search page, which led to even more readers.

Currently, the German regional newspapers are rebelling against Google, because they believe it doesn’t help their sites, especially on the Google News side. One prominent example of this is the “Braunschweiger Zeitung”, which has abandoned the Google News feature. Their reasoning for this, in my opinion, made little sense: they wanted to show their confidence and independence from Google. They also want Google News to suffer for it; if many regional newspapers leave it, Google will have a problem. Yet in reality it would be their problem if they can’t be found! The whole story reminded me of this:

On the other hand, the Zeitung went about this in a clever way, as they started a massive marketing campaign in order to raise awareness and advertise the newspaper. However, They could have done the marketing campaign without leaving Google, and Google would only have supported it! The marketing campaign did increase the visits to their website by 27%, though, but I still don’t see how leaving Google helped with this.

 

ValueCheck! — Zeitung Illustration.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

So the big question we asked ourselves here was: why blame Google for the decline of the newspaper industry when all it’s doing is helping? (And why not Twitter, which would have made far more sense?). The facts:

  • Google is a great source of promotion. We send online news publishers a billion clicks a month from Google News and more than three billion extra visits from our other services, such as Web Search and iGoogle. That is 100,000 opportunities a minute to win loyal readers and generate revenue—for free.
  • In terms of copyright, another bone of contention, we only show a headline and a couple of lines from each story. If readers want to read on they have to click through to the newspaper’s Web site. (The exception are stories we host through a licensing agreement with news services.) And if they wish, publishers can remove their content from our search index, or from Google News.
  • The claim that we’re making big profits on the back of newspapers also misrepresents the reality. In search, we make our money primarily from advertisements for products. Someone types in digital camera and gets ads for digital cameras. A typical news search—for Afghanistan, say—may generate few if any ads. The revenue generated from the ads shown alongside news search queries is a tiny fraction of our search revenue.

Eric Schmidt, Chairman and CEO of Google Inc, writing for the Wall Street Journal

It all speaks for itself, really.

 

ValueCheck!
Please also check out Andreas Weber’s post, “Zeit-ung ist gleich Zeit-um?”, about a local newspaper here in Mainz, the Mainzer Allgemeine Zeitung!

 

Value Art+VCom | ValueCheck Bruno k. Ingelheim.003

 

Inszenierung einer Eröffnungsrede zu Bruno K. am 11. September 2014 in Ingelheim

Von Andreas Weber, Mainz

 

Einfache Frage:

Wer bin ich? — Experte für Kunst + Kommunikation, Beirats-Mitglied im Vorstand des Kunstverein Eisenturm, dem KEM, sozusagen Geburtshelfer des Kunstverein Ingelheim und der Ausstellung hier. Hebamme ist aber Dietmar Gross…

 

Offene Frage: 

Wer ist dieser Bruno K.? Was soll das hier, was er mit uns veranstaltet?

Und wo überhaupt liegt VOLXHEIM, wo er lebt und arbeitet? Ingelheim ist ja schon schwierig genug zu finden, für uns Grossstädter…

Oh je, das macht Ärger. Aufregung. Sorgen. Kummer. Verzweiflung. — Panikidee: Du kommst gar nicht erst. Das fällt in dem Chaos in der Binger Str. 26 gar nicht auf. — Doofe Idee. Ich hatte es Dietmar Gross versprochen.

Also doch auf nach Ingelheim. Aber noch mehr Fragen …

  1. Was zieh ich denn bloß an, wenn ich vor Publikum in einem Abrisshaus reden soll? Brauche ich einen Schutzhelm?
  2. Warum denn ausgerechnet Ingelheim?
  3. Warum ausgerechnet dieses Datum 11.9.? An dem ausgerechnet der Joachim Fuchsberger hochbetagt verstorben ist? Und mir/uns nicht mehr mit seiner Klugheit beiseite stehen kann oder will…
  4. Was soll überhaupt dieser merkwürdige Ausstellungs-Titel?

Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention? 

Diese Wortkombi kennt noch nicht mal mein Rechtsschreibhilfeprogramm am iMac. — Ist Intervention nicht, was unser Aussenminister Steinmeier ständig macht, wie einige vor ihm auch schon? — Kommt dann am Ende noch der Putin und annektiert Ingelheim oder gar Rheinhessen?

 

Skulpturale geht ja noch: Steht sogar im Duden.

„in der Art, der Form einer Skulptur”

Beispiel

skulpturale Formen“

Das Wort kann man sogar trennen.

 

Und Intervention? —  steht für:

 

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Liebes Publikum: Wer rettet mich/uns? Oder hilft uns/mir aus?

Mich quält, nein ich hatte schlaflose Nächte. Ständig erschien mir im Traum mein Kunstgeschichts-Professor Imiela und frotzelt-blöckt: „Weber, was haben Sie sich denn dabei schon wieder Gedacht? Es geht immer um hehre Kunst!“ — Oh je, Oh je, Oh je. — Ich sah schon den von Hans-Jürgen Imiela hoch geschätzten Julius Meier-Graefe im Grab rotieren.

Meine Damen und Herren. Alles QUATSCH! Lassen Sie sich von mir nicht ins Boxhorn jagen. 

Ich habe erstens eine Überdosis Psychopharmaka genommen. Und seitdem freue ich mich heute hier zu sein. Und zu reden. Und zu gucken.

Und um Ihnen zu gestehen, dass ich gerne in Ingelheim bin, hier vor 8 Jahren im Alten Rathaus eine wundervolle Guido Ludes Ausstellung eröffnen durfte.

Und dass ich Bruno K. gegoogelt und gescreent habe. — Er ist mehr als OK. Erist ein Ausnahmetalent. Er ist ein Künstler, der alles im Blick hat. Er gestaltet Kunst und inszeniert sie wie kein Zweiter. Er macht dies seit Jahrzehnten und wandelt zwischen „Retro“ und dem heute. — Er hat eine solide Bildhauer-Ausbildung bei Michael Croissant zum Bildhauer absolviert. War Assistent bei Leo Kornbrust. Beide sind mir seit Kindheitstagen bekannt und ich verbriefe mich für sie. — Also warum nicht auch für Bruno K.?

Ich möchte Ihnen etwas vorlesen. Und gestehen: ich war genau vor einer Woche schon mal hier. Mit einem Gast aus Istanbul, Şükran Ceren Salalı, einer jungen, hochtalentierten Fachfrau für Kommunikation, Kino und Kunst.

 

Deutsche Fassung des ValueCheck! von Şükran Ceren Salalı, Value Art+Com Fellow,
— her preview experience, September 4th., 2014 (Übersetzt von Andreas Weber)

„Für mich war der Zeitpunkt gekommen, meine Abreise aus Mainz vorzubereiten. Dazu gehörte, noch einige Orte in der Region zu sehen, die bislang fehlten. Zufall oder nicht, Andreas Weber hatte die Idee, eine kurze  Fahrt nach und durch Rheinhessen zu unternehmen, um währenddessen die Zeit meines Aufenthaltes, die damit verbundenen Erfahrungen und die Ergebnisse unserer Projektarbeiten im Rahmen meiner Erasmus Internship abschließend zu besprechen.

Auf unserem Weg durch die wunderbaren Landschaften Rheinhessens, durchfuhren wir einige Orte und landeten (für mich unvermittelt) in Ingelheim. Wir hielten an einem besonderen Gebäude an, das wie eine Mischung aus Weinlager und Weinfabrik aussah. Dort trafen wir Bruno K. alias Bruno Kleber, einen Künstler, der eine für mich disruptive Art und Weise pflegt, Kunst zu schaffen. Und das seit über 30 Jahren. Die jetzige, hiesige für mich überraschende Ausstellung “Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention”, die vom 11. September bis 12. Oktober 2014 im neuen temporären Ambiente des Kunstvereins Ingelheim stattfindet, verändert die Räumlichkeiten, indem sie transformiert werden. Und das in einer Art und Weise wie ich das noch nie sehen konnte.

Als erste Besucher einer Ausstellung, die noch nicht eröffnet, also noch “under construction” war, konnten wir beeindruckende Installation sehen. Und wir konnten persönlich mit Bruno K. sprechen, der sehr charmant, voller Ideen und humorvoll ist. Im Zentrum: Eine Weinabfülllagerhalle, nun Raketenbasis — die Werk- und Arbeitsräume werden in eine wundervolle Atmosphäre versetzt, die alle Räume erfasst und künstlerisch transformiert. Damit erreicht der Kunstverein Ingelheim aus dem Stand heraus das Premium-Niveau eines “Art Centers”. Das Gebäude verfügt über zahlreichen Räume (über mehre Etagen verteilt), die Bruno K. mit unterschiedlichen Themenideen bestückt, um- und ausgestaltet. Oft mit Versatzstücken aus dem Soldatenmilieu und Militärbereich. Zum Beispiel widmet er in der grossen Halle unter dem utopischen Namen “Apollonia” (gegenüber der faszinierenden Figur der Olga!) in eine Ragte mit Abschussbasis um, wobei man nur den ganz unteren, kleinen Teil der Rakete sehen kann. Alles ist umgeben mit militärisch anmutendem Equipment. Jedes Detail stellt aber einen künstlerisch geprägten Inhalt dar, verstärkt durch Sound Systeme, die zum Beispiel Melodien von alten Western Filmen wieder geben. Es bleibt aber nicht nur bei Klangeffekten, der Künstler setzt mit hohem Geschick die unterschiedlichsten wirkungsstarken Beleuchtungseffekte ein.

Es lohnt sich diese disruptive Kunstauffassungen, das disruptive Kunstschaffen mit einer wundervollen Sammlung von Installationen im Raum (und in einem Ensemble von Räumen) im Detail zu erkunden und zu erleben. Bruno K.’s Ausstellung wird der außergewöhnlichen, inspirierenden und letztlich ungewöhnlichen sowie einzigartigen Umgebung gerecht. — Sorry, dass ich nicht selbst bei der Eröffnung dabei sein kann. Ich musste schon nach Istanbul reisen. Genießen Sie es und lassen Sie sich inspirieren. — Dankeschön. Tschüss. Vielleicht bin ich ja bald wieder zurück!“

 

Was kann ich noch tun, da mir jetzt vor Aufregung und Ergriffenheit die Worte fehlen — und ich soll ja hoer sprechen zu Ihnen, möglichst klug und passend. Nun,  ich darf dem werten Künstler mein Redemanuskript überreichen, damit er noch etwas vernünftiges vortragen kann, das zu seiner Ausstellung passt. Und an die wunderbare Kunst des Dr. François Lachenal erinnert, meinem väterlichen Freund, der mich als Student mitunter mitarbeiten ließ, der die Internationalen Ingelheimer Tage im letzten Jahrtausend stets zu Höhenflügen geführt hat.

So, lieber Bruno, jetzt mach, lese bitte meine (im Stil des humorvollen François L.) gefasste Rede vor, damit die Leute noch was gescheites hören ausser meinem Gejammer. Da es ein toller, geistreicher Redetext ist, habe ich ihn gleich in einem verstaubten alten Rähmchen eingeglast. Zum an die Wand hängen.  Bitte schön, lieber Bruno…

 

Hier klicken, um die erste Value Art+Com Kurz-Doku anzuschauen!

 

Value Art+VCom | ValueCheck Bruno k. Ingelheim.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Photos/Animation: Andreas Weber, Edition Value Art+Com

By Şükran Ceren Salalı, Value Art+Com Fellow
on her preview experience, September 4th., 2014

The time for saying good bye to Mainz is arriving, so I plan to see the places that I have never been before. As a nice coincidence, Mr. Weber prepared us a very nice trip to Rheinhessen, where I had not had the time to visit, in order to do our last ValueTalk! about my Erasmus internship and the overall experience here in Mainz.

While we were traveling across the scenic Rheinhessen area, we passed through several towns and one of these was Ingelheim. We stopped by a nice building which has a wine cellar and looks like a wine factory. There, we met Bruno K. alias Bruno Kleber, an artist who has been creating a very disruptive art for almost thirty years. His next surprising exhibition, Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention (The Door Guard 20/14 — A Sculptural Intervention) will take place in Kunstverein Ingelheim’s temporary new location between September 11th., 2014 to October 12th., 2014. It’s changes and transforms the environment in a way I’ve never seen before.

As the first guests of the exhibition which is still ‘‘under construction‘‘, we had the chance to see his impressive installations. And we had a personal conversation with Bruno K. who is a charming person, full of ideas and humor. From a wine storage to a rocket, Bruno K. created a wonderful atmosphere in different rooms to create on a premium level an Art Center for Kunstverein Ingelheim. The building consists of several rooms (spanning many floors) in which Bruno K. depicts his installations in different themes but mostly related to soldiers and guards. For instance, he organized the basement with an Utopic name Apollonia (just opposite the fascinating Olga!) with a huge rocket (of which you can only see the bottom part) and the rest with various equipments from the military. The content is pretty artistic, even down to the smallest details; he  arranged a sound systems room in which you can hear melodies from old Western movies. Yet, the sound effects are not the only contributors to the impact of the exhibition: the artist also makes use of very compelling lighting effects.

If you want to experience a disruptive artistic style with a beautiful collection of installations, please visit Bruno K.’s exhibition which will take place in an extraordinary, inspiring and last but not least very unusual and unique environment. — Sorry I cannot join the opening today because I had to leave already to get back to Istanbul. Enjoy and be inspired.Dankeschön. Tschüss. Perhaps I will have a “come-back” quite soon!

 

Value Art+VCom | ValueCheck Bruno k. Ingelheim.002

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Photos/Animation: Andreas Weber, Edition Value Art+Com

 

 

Deutsche Fassung (Übersetzt von Andreas Weber)

Für mich war der Zeitpunkt gekommen, meine Abreise aus Mainz vorzubereiten. Dazu gehörte, noch einige Orte in der Region zu sehen, die bislang fehlten. Zufall oder nicht, Andreas Weber hatte die Idee, eine kurze  Fahrt nach und durch Rheinhessen zu unternehmen, um währenddessen die Zeit meines Aufenthaltes, die damit verbundenen Erfahrungen und die Ergebnisse unserer Projektarbeiten im Rahmen meiner Erasmus Internship abschließend zu besprechen.

Auf unserem Weg durch die wunderbaren Landschaften Rheinhessens, durchfuhren wir einige Orte und landeten (für mich unvermittelt) in Ingelheim. Wir hielten an einem besonderen Gebäude an, das wie eine Mischung aus Weinlager und Weinfabrik aussah. Dort trafen wir Bruno K. alias Bruno Kleber, einen Künstler, der eine für mich disruptive Art und Weise pflegt, Kunst zu schaffen. Und das seit über 30 Jahren. Die jetzige, hiesige für mich überraschende Ausstellung “Saalwächter 20/14 — Eine skulpturale Intervention”, die vom 11. September bis 12. Oktober 2014 im neuen temporären Ambiente des Kunstvereins Ingelheim stattfindet, verändert die Räumlichkeiten, indem sie transformiert werden. Und das in einer Art und Weise wie ich das noch nie sehen konnte.

Als erste Besucher einer Ausstellung, die noch nicht eröffnet, also noch “under construction” war, konnten wir beeindruckende Installation sehen. Und wir konnten persönlich mit Bruno K. sprechen, der sehr charmant, voller Ideen und humorvoll ist. Im Zentrum: Eine Weinabfülllagerhalle, nun Raketenbasis — die Werk- und Arbeitsräume werden in eine wundervolle Atmosphäre versetzt, die alle Räume erfasst und künstlerisch transformiert. Damit erreicht der Kunstverein Ingelheim aus dem Stand heraus das Premium-Niveau eines “Art Centers”. Das Gebäude verfügt über zahlreichen Räume (über mehre Etagen verteilt), die Bruno K. mit unterschiedlichen Themenideen bestückt, um- und ausgestaltet. Oft mit Versatzstücken aus dem Soldatenmilieu und Militärbereich. Zum Beispiel widmet er in der grossen Halle unter dem utopischen Namen “Apollonia” (gegenüber der faszinierenden Figur der Olga!) in eine Ragte mit Abschussbasis um, wobei man nur den ganz unteren, kleinen Teil der Rakete sehen kann. Alles ist umgeben mit militärisch anmutendem Equipment. Jedes Detail stellt aber einen künstlerisch geprägten Inhalt dar, verstärkt durch Sound Systeme, die zum Beispiel Melodien von alten Western Filmen wieder geben. Es bleibt aber nicht nur bei Klangeffekten, der Künstler setzt mit hohem Geschick die unterschiedlichsten wirkungsstarken Beleuchtungseffekte ein.

Es lohnt sich diese disruptive Kunstauffassungen, das disruptive Kunstschaffen mit einer wundervollen Sammlung von Installationen im Raum (und in einem Ensemble von Räumen) im Detail zu erkunden und zu erleben. Bruno K.’s Ausstellung wird der außergewöhnlichen, inspirierenden und letztlich ungewöhnlichen sowie einzigartigen Umgebung gerecht. — Sorry, dass ich nicht selbst bei der Eröffnung dabei sein kann. Ich musste schon nach Istanbul reisen. Genießen Sie es und lassen Sie sich inspirieren. — Dankeschön. Tschüss. Vielleicht bin ich ja bald wieder zurück!

 

Value Art+VCom | ValueCheck Bruno k. Ingelheim.003

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany | Photos/Animation: Andreas Weber, Edition Value Art+Com

 

 

Value Check FDI Fachabend 09092014.001

 

Zu Gast bei Friedrich Roeingh, Chefredakteur der Mainzer Allgemeinen Zeitung. 

Von Andreas Weber

Er macht seine Sache sehr smart, kompetent und souverän. Und man spürt, dass er ein exzellentes Gespür für Journalismus, Stories und Leser hat. Und er sieht ziemlich klar: Das, was war, wird so nicht bleiben können. “Ich bin sicher, dass es auch in 20 Jahren noch eine Zeitung auf Papier geben wird”, stellt Friedrich Roeingh am 9. September vor FDI-Fachbesuchern im Druckzentrum der Allgemeinen Zeitung fest. Nur eben nicht mehr in der bisherigen Form. Und als Papierausgabe mit wesentlich reduzierter Auflage. Überhaupt: Im Deutschen bedeute Zeitung Neuigkeit. Nur im angloamerikanischen Raum werde Zeitung durch das Wort “Newspaper” stets mit Papier in Verbindung gebracht. Hoppla: Abschied vom Papier? Gerade die Zeitungsverleger haben dereinst ihr Verständnis von Zeitung immer mit “gedruckt auf Papier, weil dann glaubwürdiger etc.” in Verbindung gebracht.

Apropos Neuigkeit: Gleichzeitig zum Vortrag von Friedrich Roeingh präsentierte in Cupertino Apple CEO Tim Cook wie immer perfekt inszeniert Top-Neuheiten zum Digital Lifestyle! Inkl. iPhone 6,  Apple Watch und Apple Pay.

Und wie ist der Stand der Dinge beim Papier-Bedrucken-Geschäft? Klar, man hat eine supermoderne Druckfabrik. Ein Imagefilm, den Roeingh vorführt, zeigt artig und hübsch, was alle schon kennen. Fakt ist aber, wie er berichtet, auch: Die ungebrochene Reichweitenstärke der bis dato sehr gesunden und vitalen Regionalzeitungsgruppe lässt alle Medien-Wettbewerber hinter sich. Radio wie auch Fernsehen. Und andere Zeitungstitel sowieso. “Die Zeitung ist für mich ein soziales Medium”, führt der Chefredakteur weiter aus. Und kann dies belegen: Durch exklusive Stärken wie die Themenvielfalt, die Heterogenität der Leserschaft, das Widerspiegeln dessen, was in unmittelbarer Umgebung geschieht sowie die Nutzungsintensität (25 Minuten pro Tag). Allerdings: Die Werbeeinnahmen sind im flinken Sinkflug, die Zahl der Kioskverkäufe und Abos ebenfalls. Es teilen sich aber immer mehr Leser dasselbe  Zeitungsexpemlar. Fast drei pro Ausgabe. Daher bleibt die Reichweite stabil (mit derzeit über 500.000 Lesern).

Rettungsanker? — Digitalangebote der Verlage

Der Markt schätzt also die Leistung der Zeitung, will diese aber nicht mehr adäquat honorieren. Nicht nur dass junge Leser fehlen (das war wohl früher auch schon mal so), die wichtige Gruppe der 30 bis 45 jährigen bereitet Probleme. — Soweit alles nichts neues, weil Branchenszenario. Ausser, dass die AZ bis dato noch recht gut dasteht. Die Frage ist dennoch: Was tun? Sehr offen und frei sagt Roeingh, dass wohl niemand im Moment wissen kann, wohin die Reise geht. Er besinnt sich darum auf die alten Stärken und Urtugenden des Redakteurs und Journalisten. Gute und relevante Stories liefern, die Hintergründe beleuchten, aktuelles Kommentieren und durchaus auch Neues aufspüren. Allerdings muss er auch zugeben: Mit den Internetgiganten wie Facebook, Google und auch Twitter kann er sich nicht messen. Aber man habe einen Weg gefunden, diese Plattformen für sich zu nutzen. Zum einen gibt es Online-, App-, E-Paper-Angebote und zum anderen eine Facebook-Page sowie einen Twitter-Account der AZ.

Gerade Facebook und Twitter seien wichtig. Twitter nutze man wie andere Medienhäuser auch, um eigene News blitzschnell zu verbreiten, damit sie von anderen aufgegriffen und im Netz kolportiert werden. Wobei man nicht wissen und bewerten könne, wer von den Nutzern der sog. Digitalangebote der AZ auch ein Printleser sei. In seinem Metier, so Roeingh, wären für das Messen und die Erfolgskontrolle ohnehin die Marktforscher wie die von der GfK zuständig. Sprich: Die Zeitung pusht Inhalte, führt aber keine Dialoge mit den Lesern. Deren Verhalten müssen Dritte bewerten.

Das heisst: Er und seine Redakteure können alle Kanäle bespielen, in Wort, Bild und auch Film. Zudem entwickelt man eine Reihe neuer Print-Titel in Form von Spezialpublikationen für Studenten, Kinder, die Wirtschaft etc. Man habe auch einen innovativen Ansatz entwickelt, wie Print- und Digitalangebote verknüpft, also in Bundles vermarktet werden kann. Ob Bezahlinhalte aber funktionieren, stehe in den Sternen. Wie das ökonomisch rentabel von statten gehen soll, müssen die (noch zu entwickelnden) neuen Geschäftsmodelle zeigen. Da sind also die Verleger und Marketing-Strategen gefragt. Die zumindest im Falle der AZ und der Verlagsgruppe Rhein-Main einen guten Job machen und auch von Kooperationen viel verstehen. Nur: Die zündende Idee, der richtige Innavtionsansatz der Geschäftsmodelle ist längst noch nicht gefunden.

Unsere Meinung:

Friedrich Roeingh hat eine klare Linie, weiss was er tut und steht 1000-prozentig hinter seinem aufrechten Verständnis von Journalismus. Er leidet aber sichtbar darunter, dass viele Einflussgrößen auftreten, die er (wie auch die ganze Verlagsgruppe) nicht mehr beeinflussen können. Irgendwie werden die Weichen andernorts gestellt. Mann muss sich dann halt arrangieren.

Ein Manko schient aber deutlich: Online-Sites wie auch Social Media Plattformen werden fälschlicherweise als alternative Kanäle zu Print gesehen, die man intensiver nutzen muss, indem man Daten, die man schon für Print hat, angereichert oder variiert ausliefern muss. Aber sowohl Werbung als auch Journalismus sehen dort ganz anders aus. Denn Social Media wirft die Frage auf: Was passiert in einer Kommunikations-Welt, in der der Empfänger zugleich der Sender ist? In der der Empfänger selbst bestimmt, wann er/sie und welche Inhalte er wie nutzt? Klingt ungewohnt, ist aber so an der Tagesordnung bei “Social”. Das kann man aber nur nachvollziehen, wenn man sich dort auch intensiv tummelt und eine eigene digitale Kompetenz aufbaut. Und die fehlt. scheinbar. Wenn man die AZ Facebook-Seite und vor allem den AZ Twitter-Account anschaut, wird einem schon ein bisschen schwummrig. Beides wirkt nicht nur ziemlich altbacken, lieblos oder dilettantisch, sondern überhaupt nicht konform mit dem wofür “Social” heute steht: Hohe Interaktion, beste Dialoge mit Nutzern, immer am Ball, Nutzer einbeziehendes, smartes Storytelling in Kurzform, etc. All das ist nicht erkennbar.

Hinzukommt: Es fehlt wohl in der Vermarktung der Zeitung an Leuten, die der Leidenschaft des Journalisten die Leidenschaft für den Mehrwert bei Angeboten für die Kunden in Vertrieb und bei Werbung zur Seite stellt. Und es fehlt an Angeboten, die für Media-Planer relevant und attraktiv sind. Die können mit Reichweite alleine kaum etwas anfangen. Kunden wollen Targeting, Precision Marketing und so weiter. Crossmediale Bundles werden da also nichts bringen. Und ein Blick über den Tellerrand könnte nicht schaden. Denn entweder man kehrt Print den Rücken und steigt wie Axel Springer massiv in E-Commerce und IT-Services ein. Oder man macht Print wieder innovativ und verknüpft es kundenfreundlich mit der Social Media Welt. Dazwischen gibt es nichts. Ausser Siechtum und stetem Status-quo-Retten. Denn es braucht schon mehr als neue Luft in alten Fahrradschläuchen, um das Jahr 2020 auf sicherem Weg in angemessenem Tempo zu erreichen.

Das Dilemma, das am Beispiel der AZ sichtbar wird: Mangelnde Dialog- und Interaktionsbereitschaft mit dem Leser/Kunden trotz eigener Medienplattformen ist im Social-Media-Zeitalter heikel bis gefährlich; und lässt kaum die Erweiterung der Stammgeschäfte und vor allem kein profitables Wachstum im Stammgeschäft zu. Dabei wäre dies problemlos mögliche (siehe unsere Analyse).

Insofern freue ich mich, wenn wir am 7. Oktober 2014 das Thema Zukunft Zeitung beim nächsten Mainzer FDI-Fachabend in unserem Value Office vertiefend diskutieren. Vielleicht hat Chefredakteur Friedrich Roeingh Zeit, und kommt auch. Ich würde mich freuen.

 

 

 

Foto: Andreas Weber

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany (Left: Sükran | Right: Sudarsha)

 

By Sudarsha Rambaran, Value Communication Fellow, Mainz

A couple of days ago, became clear to us that many print companies believe that the internet and social media are fatal to their business. After discovering this, Şükran and I went on to research why that is; as digital natives, we could not imagine why print is believed to be a dying breed, especially by the printers themselves.

The research yielded some surprising results. I googled the term “print companies” and I found quite a few print companies from the US that are using the digital world wonderfully to their advantage. For example, Print Three is a Canadian company which has a beautifully designed website and a modern and innovative advertisement on YouTube. I loved the advertisement, since it was very customer-oriented and did not focus on explaining the technology of the printers, as printing companies tend to do. Instead, it elucidated the products, and fixated on what the company can do for “you” (i.e. the customer). They also have a sister company, Eden, which offers help on a social media level and also utilizing the web in a coherent way. Another impressive example was a company called AlphaGraphics, which works with a similar business model as Print Three.

I also came across a blog, written by UK expert Matthew Parker. It was like social media marketing for dummies, as he breaks it down into three simple steps and their advantages:

1. Create interest

  • Customers will take more of an interest in you if you stay in touch and send them valuable information.
  • Become a valuable resource for the customer; make sure you are the person they go to if they need something

2. Start engagements

  • Post interesting information, thus encouraging discussions. Why? Because every action has a reaction!

3.   Create opportunities for offline engagement

  • In order to truly do business successfully, you have to move the relationship away from social media in the final step
  • Use social media to set up human-to-human meetings

The above is such a simple concept, so I really don’t understand why it seems to be such a problem for printing companies.

 

Please read as well Sükran’s survey results.

Or watch the full movie with all results by both of us.

 

 

Value Art+Com — ValueCheck Wim Koning 28.08.2014 in Mainz.001

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos by Andreas Weber

 

By Sudarsha Rambaran, Fellow, Value Communications AG

 

ValueLearnings

  • Learn what a business model looks like to innovate print communication
  • Learn how to benefit from high quality ink-jet technology innovations
  • Learn how to become a smart communicator in the field of print applications

 

The meeting this morning with Mr. Koning was my first ever client meeting, and it was certainly fascinating. Mr. Weber had already briefed Şükran and I on the product and business model that Mr. Koning is trying to promote here in Germany. The idea is simple, yet brilliant: personalized printed cards, advent calendars, playing cards, wine bottle boxes… the list goes on. The products can be printed on a special new printer model created by the Japanese company Screen. It is an inkjet printer which can print onto thick paper that already has cut patterns and markings on it. It saves a lot a time and work because the paper is pre cut, and usually the paper is printed and then cut, which can be impractical, as if there is a mistake in the cutter the whole product can go to waste.

The product not only works on a personal scale, but could also work brilliantly as a customer relations model for big companies, for example in the automotive industry. If they’ve sold a car, they can send the customer an advent calendar counting down the days until they receive their car with a picture of their new car and their name on it. The best part is, they can even put bar codes (which can be scanned by smartphones) into the doors which lead the customer to links informing them on extra products for their cars, for example, winter tires, navigation systems, tow links etc. which would certainly not only increase the profit margin but keep the dealers happy as well. Mr. Koning put it quite nicely, calling it a win/win/win situation: the customers, the dealers and the company are all happy.

The meeting was very interesting for me, as I had never experienced a client meeting and I was curious to learn what a business model looks like. Mr. Koning is a very charismatic person and he knows exactly how to present his product. The problem he is having in Germany is mainly with the printing companies, because they don’t like the idea of only printing a few copies of a product, rather than printing thousands of copies; that’s what Value Communications is going to help him with. Additionally, the printing companies charge per page rather than per product, so for them it makes no sense to only print 1 page per product, but the page itself guarantees far more revenue in this case, as it is sold as a product rather than a page. As well as this, all the other companies he has talked to up until now have loved the idea of the product, but they are simply afraid of the work it would mean for them, i.e. the data processing etc.

I also think the idea is exceptional; if I were a customer, I would definitely be happy with receiving something like the advent calendar whilst waiting for my product to be delivered.

Please watch our Video documentation as well. Its amazing!

 

 

 

Value Art+Com — ValueTalk Wim Koning 28.08.2014 in Mainz.001

@ 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photo by Andreas Weber

 

“Amazing ValueTalk! on the Innovation of the Print Business.And again, it happened in Mainz/Germany, Gutenberg’s hometown!” —Andreas Weber, Founder and CEO of Value Communication AG

 

By Şükran Ceren Salalı, Value Art+Communication Fellow

 

ValueLearnings 

  1. Personalization becomes more and more as an important fact for market products.
  2. Smart communications via print reduce prejudices on innovative and disruptive business ideas.
  3. A healthy human-to-business relationship leads people to Win-Win-Win results.

 

As we have already mentioned in many of our previous blog posts, we as people living in the age of digital transformation and also in the age of customer. Relying on that, we had a very nice and informative ValueTalk! with a successful business developer from The Netherlands, Wim Koning. [Please read and share our ValueCheck! Blog post "Digital Print/Cross Media Meeting with Wim Koning" by Sudarsha Rambaran as well.]

Koning is in the printing and marketing sector for a long time. He mentions that several years ago when he started to promote Photobook, he received very low expectations from those big companies in the printing sector: People will not use Photobooks.

As Koning also highlights by giving this example, people tend to disbelief such products and new ideas when they do not have enough information. Therefore, we need smart approaches to showcase new ideas and products in order to create the right impact on people and to convince them that these products are very useful.

The products Koning already introduced us were very catchy and practical. When you reach the website www.snapajack.com, you can choose from diffetent options of printable products as gifts, calenders and invitation cards. For instance, there is a printed calender which you can use as gifts to modify your car. On the printed sheet, you have screens covering chocolate bars and on the backside of each screen you have QR codes which provides you to have your product to renovate your car. These are accessories like a sound system, winter tires, or a new GPS.

Not only calenders, but also you can have personalized invitation cards, wine or beer boxes, playing cards or widely-sized greeting cards on printed sheets. This innovative approach also provides you to have many cards on one sheet. Koning as a smart communicator and innovator is very well awared that personalization becomes more and more important these days and all of printed products he shared with us provides customers to personalize everything. Especially, playing cards drew our attention during our ValueTalk as  the product is very suitable to showcase paintings of artists and screensheets are available to keep 55 cards which is very easy and smart to scan it.

Our Take

At the end of our ValueTalk! with business developer Wim Koning about his ‘very high valued application‘, we found his innovative ideas highly interesting and useful which are also closely linked with our business approach in which we value healthy customer relationship, personalization and innovative ideas as well as human-to-business approach with Win-Win-Win principle. We have the pleasure as we met and discussed with Wim Koning on his innovative applications and as a good speaker who knows the real value of communication!

 

Please check out our Video documentation as well:

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 1,169 other followers