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ValueTalk!

Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.001

„Wer heute den Zeitgeist heiratet, ist morgen schon Witwer!“ — Prof. Wilhelm Weber, Mainz

Der Messeauftritt von X-DOC SOLUTION auf der Igepa Select 2015 in Kassel stand unter einem erstklassigen Motto: „Moderne Helden retten vor allem eines: Zeit!“ — Entsprechend stand die Reduktion von Produktionszeit ebenso im Fokus wie die Special Effects per Digitaldruck, wodurch sich die Halbwertzeit von Drucksachen verlängern lässt, weil sie mehr Aufmerksamkeit finden und höhere Relevanz haben.

Insofern rundete der Vortrag von Andreas Weber das Thema bestens ab. Titel: „Kommunikation mit Zeit-Geist: Vollgas oder Vollbremsung?“ Die Kernpunkte, die als Checkliste dienen können, waren:

  • „Zeit trifft Geist“ — Schneller, besser, weiter?
  • Warum und wie muss man Zeit sparen?
  • Warum und wie muss man Zeit gewinnen?
  • Warum und wie schaffen wir eine maximale Halbwert-Zeit
    (für erstklassige Arbeitsresultate)?
  • „Nehmen Sie sich mehr Zeit für mehr Zeit-Geist!“
  • Fragen/Thesen und Beispiele, wie man mit digitalem Print als dem Medium für Zeit-Geist im Digitalzeitalter Erfolg hat, rundeten die Präsentation ab.

Ein Blick zurück nach vorne!

Spannend ist vor allem eines: Das Thema Zeit ist immer mit unserer eigenen Existenz verbunden. Und mit einem Wandel des persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Der allzu „Geschäftige“ wird verleiren, weil er sich als unsterblich empfindet. Ein schlimmer Irrtum. Nur derjenige, der mit Muße und Umsicht agiert, ist Herr über sein Schicksal und agiert selbstbestimmt. Muße findet, wer in Ruhe nachdenkt, kundig im Vergangenen ist und dadurch stressfrei seine Zukunft gestalten kann.

Insofern ist ein Rückblick auf die Entwicklungen über die Jahrhunderte unabdingbar: Die Gutenberg’sche Erfindung aus dem 15. Jahrhundert benötigte fast 400 Jahre bis sie um das Jahr 1800 durch Innovatoren wie Alois Senefelder mit dem Chemischen Druck (Steindruck) als erstem Flachdruckverfahren eine Neubewertung erfahren konnte. Bis der Steindruck durch den Offsetdruck quasi „industrialiert” wurde, vergingen nochmals über 150 Jahre.

Seit DTP mit dem Motto „Jeder sein eigener Gutenberg“ Ende der 1980er Jahre die Print- und Publishing-Welt revolutionierte und auf den Kopf stellte, haben sich die Produktionsweisen wie auch die Wertschöpfungsmöglichkeiten drastisch verändert. Die klassische Offsetdruck-Produktionskapazitäten wurde vervielfacht und damit die Drucksachenverbreitung inflationär bzw. der Markt übersättigt. Wer im Offsetdruck „geschäftig“ agiert und meint, dass schneller, besser, billiger das non plus ultra sei, macht kein profitables Wachstumsgeschäft mehr, sondern rennt allem hinterher, um seine Kosten zu decken. Daher wurden neue Druckverfahren entwickelt, die nichts mehr mit Offset zu tun haben und auf Besonderheiten und Individualität abzielen, wie X-DOC SOLUTION auf der Igea Select 2015 eindrucksvoll vorführte. Im modernen Digitaldruck-Druck und verschiedensten Verfahren werden heute Druckprodukte in einer nie zuvor dagewesene Vielfalt geschaffen, die wie einst Unikat-Charakter haben können. Gerade der Einsatz von ausgefallenen, hochwertigsten Bedruckstoffen oder das Veredeln mit 3D-Effekten  setzt Maßstäbe. Und dies auch bei Auflage 1…

Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.010

© 2015 by Andreas Weber, Mainz/Germany.

Gute Zeiten — Schlechte Zeiten…

Die weltweite Resonanz und Trauer um den Schrift- wie auch Technik-Pionier Prof. Hermann Zapf (der Anfang Juni 2015 im Alter von 96 Jahren verstarb), macht deutlich, wie wichtig es für die Druckbranche ist, sich auf ihre Ursprünge zu besinnen. Zapf erhob durch die vollendete Schriftgestaltung und -anwendung mit Präzision und Leidenschaft die Inhalte, die gedruckt werden, auf die höchste Stufe. „Drucken ist eine Kunst“ – ebenso wie das Schreiben und Schriftsätzen. Nur so entsteht Nachhaltigkeit. Und damit ein Zeit-Gewinn, weil Drucksachen wie sonst üblich nicht unmittelbar im Papierkorb des Empfängers landen. [Siehe hierzu auch unseren Beitrag zum exklusiven, internationalen Kunst-Ausstellungsprojekt “Surprise. The Art of Print!”.]

Zapf war zeitlebens immer ein Verfechter der neuesten (digitalen) Technologien. Und er half entscheidend weiter, die Kinderkrankheiten des Digitalzeitalters zu überwinden. So konnte Zapf mit seiner Zapfino (Kalligrafie am Computer) den Apple-Gründer Steve Jobs begeistern, im Jahre 2000 die Zapfino für Apple als Systemschrift zu lizenzieren. Zapfs Bücher sind legendär und wichtigste Zierde einer jeden guten Bibliothek. Und er verstand es, die jungen Menschen, gerade die „Digital Natives“, für Schriften und Gedrucktes zu begeistern! Hut ab. Da kann die Branche lernen, wie man Print auf Ewig verankert.

Vortrag Kommunikation mit Zeit-Geist FINAL 25062015.016

Ausblick: Zeit gewinnen, mit Print im Mix

Kommunikation mit Zeit-Geist bedeutet also, in Kenntnis des Gewesenen nicht das Jetzt, sondern die Zukunft innovativ zu gestalten. Für Print bedeutet das, sich noch viel besser als bislang in den Kommunikationsmix zu integrieren, und als Fundament für Wissenstransfer, Bildung und Interaktion seine Bedeutung viel umfassender als bisher üblich unter Beweis zu stellen. Ein Paradebeispiel hierfür sind die im o.g. Vortrag von Andreas Weber vorgestellten Beispiele von Kommunikationsmitteln, die für XUG15EU Konferenz Ende Mai 2015 in Berlin erstellt wurden. Das Thema der Konferenz, „Multichannel Innovation“, wurde mit Hilfe einer von Christian Kopocz, prindoz, Lübeck, auf Basis der XMPie Softwarelösungen perfekt inszeniert. Die Resonanz bei den Teilnehmern wie auch per Social Media war überwältigend und hat ein Millionenpublikum erreicht. Print wirkt eben, vor allem dank Twitter! — Und im Nachgang liefert uns Christian Kopocz ein wunderbares Plädoyer für Print: Sein neues gedrucktes Magazin, “Lösungsheft” genannt, ist Teil einer Multichannel-Kapmpagne, die in einzigartiger Weise belegt, wie moderne Konzepte für Pritnprodukte auszusehen haben.

CEO Talk on Innovation Oliver zünd.002

@ 2015 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Bildcollage: Andreas Weber. Porträtfoto Oliver Zünd: Zünd Systemtechnik AG.

Es gibt sie nach wie vor, die eindrucksvollen Erfolgsstories. Die Zünd Systemtechnik AG, ein global tätiges Schweizer Familienunternehmen, positioniert sich erfolgreich als der Spezialist für digitale Schneidsysteme. Zünd steht, so das Unternehmen, für Schweizer Qualität und gilt als Synonym für Präzision, Leistung und Zuverlässigkeit

In der Eigendarstellung heisst es: „Seit 1984 konstruiert, produziert und vermarktet Zünd modulare Cuttersysteme und zählt weltweit zu den führenden Herstellern. Die Kunden sind gewerbliche Dienstleister und Industrieunternehmen aus der grafischen Branche, der Verpackungsindustrie, der Bekleidungs- und Lederbranche sowie aus dem Textil- und Compositemarkt. Am Hauptsitz in Altstätten befinden sich die Forschung & Entwicklung, das Marketing und die Produktion des Unternehmens. Nebst den eigenen Verkaufs- und Serviceorganisationen in Hongkong, Amerika, Indien, den Niederlanden und Italien arbeitet das Unternehmen mit unabhängigen und langjährigen Vertriebspartnern zusammen.“

Grund genug für Andreas Weber, per Value CEO-Interview bei Oliver Zünd nachzufragen, worauf die Erfolgsfaktoren seines Unternehmens beruhen.

Warum stellt die Geschichte von Zünd Systemtechnik AG eine Erfolgsstory dar?

Oliver Zünd: Langfristiges Denken zeichnet uns aus. Das verleiht uns mehr Spielraum als quartalsgetrieben kurzfristigen Renditen nachjagen zu müssen. Als 1984 gegründeter Familienbetrieb können wir dies. Wichtig ist für uns vor allem die Nähe zu den Kunden und der Bezug zur Region. 80 Prozent aller Technik-Komponenten kommen aus unserer Gegend, sprich aus einem Umkreis von 30 Kilometern. Zudem sind wir fokussiert. Wir wissen und haben uns darauf spezialisiert, wie man mit einer soliden, modular aufgebauten Produktplattform vertikale und hochspezialisierte Märkte bedienen kann. Die Vorteile: 1. Das Risiko ist besser handhabbar. 2. Der Kunde profitiert; er kann seine Maschinen upgraden und bedarfsgerecht ergänzen.

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration für die weitere Unternehmens- und Produktentwicklung?

Oliver Zünd: Wir setzen auf sehr gut ausgebildete Mitarbeiter und haben eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit insgesamt 40 Mitarbeitern. Das ist für ein Unternehmen unserer Größe ein sehr hoher Anteil. Unsere Strategie ist, bei unserem Geschäft möglichst marktnah zu agieren. Das heisst, unser Geschäft möglichst im Direktkontakt mit den Kunden anzugehen. So bedienen wir die D-A-CH-Region von unserem Hauptsitz in Altstätten aus. Dadurch sind wir nahe beim Endkunden. Vor allem nutzt uns die rege Beteiligung an Fachmessen, unsere Marktsicht aktuell zu halten und Trends auszuloten.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Oliver Zünd: Ein gutes Beispiel stellt die FESPA dar, die Mitte Mai 2015 in Köln stattfand. Hier haben wir einem internationalen Publikum neue Automatisierungslösungen vorgestellt. Wir haben einen hochmodernen Picking Roboter vorgestellt, der im vierten Quartal 2015 erhältlich sein wird. Zudem haben wir den neuen Fräswerkzeugwechsler ARC vorgestellt. Passend zum Material wählt der ARC vollautomatisch den richtigen Fräser. Die Einrichtezeit kann damit massiv reduziert und Bedienfehler ausgeschlossen werden. Das Hauptaugenmerk bei diesen Messen liegt auf dem Kontakt und Dialog mit unseren Endkunden.

Wie verfolgen Sie die Anwendungen Ihrer Produkte und Lösungen – v. a. im Hinblick auf Innovation und Kunden-/Marktnutzen?

Oliver Zünd: Wir arbeiten wann immer möglich bei Innovationen mit Beta-Kunden, die idealerweise in unserer Nähe angesiedelt sind. So können wir Anwendungen wie den Picking Roboter testen und praxisnah optimieren, falls nötig. Bei größeren Distanzen achten wir darauf, dass wir unsere Kunden — über 6000 in 113 Ländern — über den Lifecycle hinweg durchgängig betreuen. Kundenfeedbacks werden gebündelt, so dass wir im Prinzip in spätestens 12 Monaten relevante Anregungen aufgreifen und implementieren können.

Wie schätzen Sie die Entwicklung der für Ihre Kunden wichtigen Print-Herstellung im Digitalzeitalter insgesamt ein?

Oliver Zünd: Das Medium Print hat aus unserer Sicht nach wie vor viel Potenzial. Aber für die Produktionsbetriebe wird der Wettbewerb weiter zunehmen, da die Druckkapazitäten nach wie vor steigen, während sich das Druckvolumen anders verteilt. Durch die Digitalisierung änderte sich die Struktur der Print-Aufträge, insbesondere die Auflagenhöhe pro Job, die stetig kleiner und individualisierter wird. Das kommt uns und unseren Kunden entgegen, beflügelt das Geschäft mit Cutting, gerade durch die individualisierten Printproduktionen. Ideal ist aus unserer Sicht ein Druckereibetrieb aufgestellt, der weiss, wie er mit Digitaldruck neue Kunden ansprechen und neue Märkte erschliessen kann. Insbesondere durch den Einsatz neuer Materialien. Und sich damit über neue Anwendungen mit Hilfe unserer Hochleistungscutter aus der Masse abhebt.

Wenn Sie sich nicht dem Digital Cutting widmen könnten, was würden Sie tun? 

Oliver Zünd: Dann würde ich etwas komplett anderes tun. Vermutlich in einem Sport angesiedelt, der einen rund um die Welt führt. Wobei ich froh bin, dass es so ist, wie es ist, zumal man beim Sport nicht älter werden darf.

Das Gespräch wurde am 10. Juni 2015 von Andreas Weber per Skype geführt. Dank an Daniel Bischof von Zünd Systemtechnik AG für seine Unterstützung. 


ENGLISH VERSION

IMPRESSIONEN VON DER FESPA 2015

Zur Person:

Oliver Zünd (39) übernahm nach seinem Betriebsökonomie-Studium an der Hochschule Chur die Leitung der Bereiche Verkauf und Marketing im väterlichen Unternehmen. Unter seiner Leitung wurde 2004 das Tochterunternehmen Zünd Amerika, Milwaukee, gegründet. Nach zwei Jahren Aufbauarbeit wurde Oliver Zünd 2006 in die Geschäftsleitung der Zünd Systemtechnik AG in Altstätten berufen. 2011 hat Oliver Zünd die operative Geschäftsleitung übernommen. Zurzeit absolviert er an der Universität St. Gallen den Executive MBA in Business Engineering.

Links für weitere Informationen

Zünd im Discovery Channel:
https://youtu.be/jhopvuv5nm8?list=PLlisgYauQkmnqbBQsZwE1ynm52JkYjBjr

Zünd Unternehmensfilm:
https://youtu.be/Y4x70tZbfHM

Zünd Homepage:
http://www.zund.com/de/

Zünd auf Facebook:
https://www.facebook.com/ZundCutter

Zünd Screenshot WeTransfer

Foto: Maschinendetail, Zünd Systemtechnik AG

Jörg Blumtritt

© 2015 by Jörg Blumtritt.

Jörg Blumtritt, aka @jbenno, Data Scientist und CEO von Datarella, München, ist einer der hoch gebildeten und stets Innovations-begeisterten Experten, die sich mit Big Data, Media und Kommunikation in allen Facetten beschäftigen. Herausragend ist sein Slow Media Manifest, das er mit Kollegen verfasst und kultiviert hat.  — Interview: Andreas Weber

Wie ist ihre Sicht/Definition von Multichannel? Worin liegen die Stärken/Herausforderungen?

Jörg Blumtritt: Multichannel Kommunikation bedeutet, für seine Kunden und Ansprechpartner in unterschiedlichen Medienkanälen Information und Services im passenden Format anzubieten. Das bedeutet, sich ganz auf die Situation der Nutzer einzulassen, und sich daran anzupassen, statt dem eigenen Branding oder der CI Vorrang zu geben. Der Schritt von Web-Auftritten bzw. Web-Angeboten auf Mobile ist für viele Unternehmen schon eine große Herausforderung. Während die Situation der Nutzer im “klassischen Online” einigermaßen klar war (“Sitzt vor dem Rechner”), ist die mögliche Nutzung von Smartphones und Tabletts weit vielseitiger.

Die Bandbreite geht vom entspannten Lesen auf dem Tablett auf dem Sofa zuhause, bis zum schnellen Suchen relevanter Informationen in Eile auf der Straße. Entsprechend ist es wichtig, sich sehr gut zu überlegen, in welcher Situation Menschen, die man erreichen möchte, unterschiedliche Inhalte oder Services anfordern bzw. nutzen. Der situationsbedingte Kontext wird noch wichtiger bei Smartwatches – hier ist zum einen der Bildschirm wesentlich kleiner, zum anderen haben die Nutzer nochmals erheblich geringere Bereitschaft, sich von im Augenblick für sie nicht relevanten Informationen ablenken zu lassen — was stört fliegt raus.

Passt Multichannel in Ihr Slow-Media-Gefüge? Und warum?

Jörg Blumtritt: Wenn Kommunikation sich auf die Situation der Menschen einlässt, den Kontext sinnvoll einbezieht, ist es leichter, sie aufzunehmen und zu nutzen, als wenn man mühselig ein Format verdauen muss, das gerade eigentlich nicht passt. Slow Media bedeutet bewusste Kommunikation, die nicht bevormundet, sondern respektiert. Gute Multichannel-Kommunikation respektiert die Umstände, in denen sich die Empfänger gerade befinden, indem sie berücksichtigt, wo diese augenblicklich erreicht werden.

Wer/welche Firma ist bei Multichannel Ihr Top-Favorit?

Jörg Blumtritt: Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die unterschiedliche Kanäle gut bedienen. Von den Medienangeboten finde ich international die New York Times sehr interessant. Die NYT hat nicht nur ein sehr gutes Web-Angebot mit Blogs und ganz anderen Inhalten, als in der gedruckten Ausgabe, sie ist auch die erste Zeitung, die eine kontextabhängige App für die Apple Watch vorstellt. In Deutschland finde ich seit jeher Die Welt und Welt Online interessant, die (wenn ich mich recht erinnere) mit eine der allerersten Zeitungen weltweit war, Twitter wirklich sinnvoll für sich genutzt hat (und dies bis heute tut).

Was mir auch gefällt, ist das Multichannel-Angebot der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, deren App mich sinnvoll in meiner Mobilität unterstützt. Gleichzeitig betreibt die MVG ihre Servicecenter an größeren Bahnhöfen und sogar ein eigenes Verkehrsmuseum — das heißt die ganze Bandbreite an Kommunikationsmitteln wird sinnvoll eingesetzt.

Danke für das Interview!

Wir empfehlen allen Interessierten, an der europäischen Multichannel Konferenzen #XUG15Eu am 26. Mai 2015 in Berlin teilzunehmen.

ValueTalk! – Canon Illustrations Series 1.001

Es ist Tradition bei Canon, Kunden nicht nur mit Produkten zu versorgen, sondern auch mit relevanten Markt- und Fachinformationen. Einige Links haben wir darum aufgeführt.

 

Exklusiver ValueTalk! mit Marc Trennheuser, Marketing Manager Business Imaging Group, Office, Canon Deutschland GmbH, Krefeld.
Interview: Andreas Weber


Prolog:

Eine wie wir finden erstaunliche Wandlung hat sich bei Canon vollzogen. Der Konzern entwickelte sich (bis dato fast im Stillen) vom Kamera- und Drucker-Hersteller zum “IT-Lösungsanbieter mit Strategieberatung”. — Wer es nicht weiss, mag erstaunt sein. Seit rund einem Jahr ist Canon, die weltweit strahlende Consumer-Marke für Imaging und Printing, auf dem besten Weg, das Information Management als Grundpfeiler der digitale Transformation für alle relevanten unternehmerischen Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse neu zu gestalten. Wer mit Marc Trennheuser und seinem Team spricht, lernt schnell, dass das berühmte „love it“ zu einem „love IT“ werden kann.  

 

ValueLearnings!

Die „Digitale Transformation“ der Unternehmenswelt hat erst begonnen. Im Fokus steht das „Seamless“-zu gestaltende Information Management, gekoppelt mit profunder „Imaging“-Kompetenz.

Bevor Unternehmen sich in der Welt von Big Data und Social Business souverän bewegen können, müssen die internen und externen Geschäftsprozesse vereint und interaktive werden.

Das Wissen um die Vorteile eines zeitgemäßen Information Management darf nicht nur in Fachabteilungen angesiedelt werden. Es wird zur Chefsache!

 

Warum befasst sich Canon neuerdings mit dem Thema IT respektive Information Management?

Marc Trennheuser: Für Canon ist das Thema IT prinzipiell nichts Neues, sondern ein folgerichtiger, evolutionärer Schritt. Wir befassen uns seit langem mit dem Thema „Imaging“. Das heißt, mit der Erfassung von Bildern und deren Visualisierung. Im Fokus steht das durchgängige Verarbeiten von digitalen Daten, die hinter diesen Bildern stehen. Im ersten Schritt ist relevant, wie man vom Kamera-Bild (inklusive Text) zum hochwertigen Druck kommt. Und danach im nächsten Schritt wie man effizient optimale Software Prozesse fürs Information Management gestaltet. Wir sehen das als einen organischen Prozess, der ganz besonders im Business-Bereich eine wachsende Bedeutung hat.

Das heisst, Canon vereinfacht und verstärkt den Prozess wie man nahtlos von Daten und Bildern zur Information und ihrer Verteilung gelangt?

Marc Trennheuser: Exakt. Es geht um das schnelle und reibungslose Verarbeiten von Informationen, um unternehmerische Prozesse zu optimieren. Canon ist in der Lage Informations-Management-Lösungen als Gesamtkonstrukt zu nutzen, also Hardware, Software, und „Brainware“. Alles aus einer Hand.

Gibt es nicht schon eine Vielzahl von Informations-Management-Angeboten?

Marc Trennheuser: Im Prinzip ja. Aber: Was unsere Arbeit bei Canon aus unserer Sicht einzigartig und unverwechselbar macht, ist, dass wir alle diese Dinge auf Basis eigener Entwicklungen zusammenführen können. Unsere Datenverarbeitungs-Plattformen sind alle von und bei Canon entwickeln — wir produzieren sie selbst.

 

IM FOKUS: DIE GANZHEITLICHE OPTMIERUNG
ALLER RELEVANTEN UNTERNEHMENSPROZESSE.

 

Und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Marc Trennheuser: Ganz entscheidende. Der wichtigste Vorteil ist, dass wir dadurch bereits in der Entwicklungsstufe mit den Kunden sämtliche Komponenten abstimmen. Entsprechend können Leistungsmerkmale bei Hard- und Software perfekt synchronisiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir eine global tätige Firma sind; wenn ein lokaler Kunde mit uns einen Deal abschließt, sich dann aber weltweit entwickeln möchte, hat er die Möglichkeit, das zu tun – im Team mit Canon!

Besteht denn für Ihre Lösungen noch ausreichend Potenzial im Markt?  

Marc Trennheuser: Oh ja. Obgleich es wie gesagt eine Vielzahl von Angeboten gibt, arbeiten die meisten Unternehmen trotz allem schwerpunktmäßig noch mit Papierdokumenten. Hier können wir rasch helfen, die digitale Transformation zu beschleunigen. Und für diejenigen Branchen oder Unternehmer, die sich für diese Themen erstmalig interessieren, also noch keine Erfahrung haben, können wir sofort anschaulich machen, dass, wenn man Abläufe anders, also durchgängig digital, macht, man viel effizientere Gesamtprozesse erzeugen kann. Das ist eine Grundvoraussetzung für den Einstieg in Big Data-Prozesse und ins Social Business.

Welcher Anreiz besteht, sich auf Top-Entscheider-Ebene mit Canon Lösungen zu beschäftigen?

Marc Trennheuser: Canon beschleunigt auf smarte Art und Weise die digitale Transformation in der Unternehmenswelt! Vor allem bei großen Unternehmen gibt es akuten Bedarf dafür, Daten und Dokumente schneller zu finden und fokussiert damit arbeiten zu können. Das vereinfacht nicht nur interne Prozesse und reduziert Kosten. Man kann eine größere Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erzeugen und entsprechend das eigene Angebots-Portfolio am Markt schneller, besser und effektvoller platzieren. Erst dann wird es richtig spannend.

 

 

Wie sieht das im Detail aus?

Marc Trennheuser: Wir sehen Information Management nicht nur in Verbindung mit internen Prozessen, die optimiert werden können, sondern vor allem im Kontext mit allen externen Prozessen. Denn erst mit dieser Durchgängigkeit von innen nach aussen wird der gesamte unternehmerische Wertschöpfungsprozess verbessert.

Ein Beispiel?

Marc Trennheuser: Wenn man zum Beispiel das Rechnungswesen digitalisiert, hat man die Finanzflüsse besser im Griff. Man kann gleichzeitig in der Marketing-Kommunikation mit wenig Aufwand die Interaktion mit allen relevanten Entscheider-Ebenen verbessern, um kaufmännische Belange mit Marketing-Aspekten direkt zu koppeln. Alle wichtigen Entscheider und Unternehmensbereiche kommunizieren dann mit deutlich weniger Aufwand. Die Transparenz für alle laufenden Vorgänge wie auch für das Erreichen gemeinsamer Ziele erhöht sich deutlich. Daraus ergeben sich viele neue Möglichkeiten, ganz anders mit dem Markt zu agieren, weit über die der Prozessoptimierung hinaus.

 

DAS BESONDERE BEI DER WERTSCHÖPFUNGS-STEIGERUNG:
INTERNE PROZESSE DÜRFEN NICHT (MEHR) ABGEKOPPELT WERDEN VON DEN EXTERNEN.

 

Welche Hürden bestehen, wenn Prozesse in Unternehmen sich verändern sollen?

Marc Trennheuser: Wir müssen ein neues Bewusstsein für Information Management im Kontext mit digitaler Transformation schaffen. Vor allem im Hinblick darauf, was Entscheidungsfindungen angeht. In noch viel zu wenigen Unternehmen ist man sich bewusst, dass auf administrativer Ebene, etwa in der Sachbearbeitung oder auf der Ebene der Abteilungsleitung, keine unternehmenskritischen Prozesse, die wir anpacken, verantwortet werden können. Das ist Aufgabe der Geschäftsleitung, durch die solche strategische Entscheidungen getroffen werden müssen. Und da steht Information Management nicht unbedingt auf der Agenda. Jedenfalls noch nicht! Das wollen und das können wir ändern.

Brauchen Sie dann nicht einen neuen Beratungsansatz, der viel mit „Change Management“ und Verhaltensänderungen zu tun hat?

Marc Trennheuser: Unser Verständnis und unser Handeln bezieht Veränderungsprozesse als Teil des Information Managements aktiv ein. Bei unserer Art der Beratung geht es an erster Stelle gar nicht darum, welche Produkte wir dem Kunden verkaufen können. Es geht darum, den Kunden erstmal vor Ort kennenzulernen, und daraus zu schließen, ob wir schon Lösungen haben, um die Kunden-Prozesse zu optimieren, oder ob wir eine neue Lösung dafür finden können. Wir beraten also nicht, um Produkte von der Stange zu verkaufen.

 

Canon Blog Deutsch

Canon Blog, der Fachinformationen bietet zum Thema Digitale Transformation und Information Management für die Bereiche IT, Marketing und Financial Community. Link: http://www.canon.de/exceptional

 

Wann ist für Sie eine Beratung erfolgreich?

Marc Trennheuser: Beratungserfolge entstehen durch konstruktive und informative Gespräche auf vielen Ebenen. Erst dann kann man feststellen, was tatsächlich optimiert werden kann und muss. Das schließt ein, dass wir mit unter auch Dinge radikal neu machen müssen. Es ist wichtig für uns, Personen aus allen Bereichen der Firma zu kennen, damit wir ein Gesamtbild der Firma haben, um effektiv arbeiten und effizient entwickeln können. Unser Erfolg und die Wirkung, die wir erreichen, zielt auf individuelle Lösungen für unsere Kunden ab.

Wie bildet man diese Vorgehensweise im Canon Geschäftsmodell ab? Bis dato werden doch Produkte entwickelt und vermarktet. Und nicht Services oder gar Consulting?

Marc Trennheuser: Unser Geschäftsmodell-Ansatz entspricht hundertprozentig dem Charakter von Information Management: Es basiert auf Langfristigkeit, Kunden- und Marktorientierung. Es wäre unklug anzunehmen, dass man sofort weiß und versprechen kann, was bei der Veränderung unternehmerischer Prozesse unmittelbar herauskommen kann. Wir stellen uns vielmehr darauf ein, als Berater und Kompetenzinstanz Teil des Kundenprozesses zu werden. Wir sind keine gewöhnlichen Berater im herkömmlichen Sinne, weil wir eben nicht nur beraten, sondern den Kunden dabei helfen, das umzusetzen, was wir ihnen geraten haben.

 

UMDENKEN: KUNDENBINDUNG UND MARKTORIENTIERUNG
SETZEN ABSOLUT LANGFRISTIGES DENKEN UND HANDELN VORAUS.

 

Versprechen Sie sich von Canon als starker Marke im Konsumentenmarkt auch Vorteil für das Business-to-Business?

Marc Trennheuser: Unbedingt. Canon gehört weltweit und in Deutschland nachweisbar seit vielen Jahren zu den besten und beliebtesten Marken. Mit einem extrem hohen Grad an Emotionalität und Sympathie. Es geht zudem bei Canon weniger um das Me-First, als um das Me-Best. Was uns ausmacht ist unser solider, vertrauensstarker Charakter als Unternehmen, der sich durch die Marke manifestiert und der Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Was macht Canon als Marke aus Ihrer Sicht unverwechselbar?

Marc Trennheuser: Wir sind in der einzigartigen Lage, nationale wie globale Projekte  durchgängig – technisch gesprochen: „smart and seamless“ — abzuwickeln. Die vielen Facetten technischer Kompetenz, über die wir verfügen, bieten weitere Vorteile. Man kann mit Canon schon jetzt auf einen Schlag 90 Prozent aller sogenannter Output-Themen in Unternehmen aller Art abdecken. Auch unsere Standhaftigkeit und Nachhaltigkeit sowie die Tatsache, dass der Kunde weiß, dass wir auch in vielen Jahren noch für ihn da sein werden, fördert langfristige Projekte. Das ist für unsere Information Management-Kunden äußerst wichtig.

Wir danken für das Gespräch!

 

OUR TAKE: Well done, Canon. Weiter so!

Wenn ein Traditionsunternehmen wie Canon sich so konsequent und umfassend wandelt, ist das mehr als bemerkenswert. Es lässt aufhorchen! Der Konzern kann im besten Sinne als konservativ-umsichtig charakterisiert werden, gepaart mit höchster Gründlichkeit und Sorgfalt. Rasante Strategie- und Richtungswechsel wie bei US-Unternehmen wirken dynamisch, aber ob sie auf Dauer zielführend sind, ist aus Sicht der Japaner wohl in Frage zu stellen. Markt- und Kundenorientierung bedeutet eben, die Sichtweise und Situation des Kunden im Detail zu erfragen, zu besprechen, zu bewerten und dann maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Unsere IT-Realität sieht aber bislang anders aus. Die meisten IT-Anbieter machen was sie können, aber nicht unbedingt, was sie sollen. Nämlich im Dialog mit Kunden Lösungskonzepte entwickeln, die nicht von der Stange sind und auch nicht nach dem Kauf nochmals hohe Inventionen bei der Lösungsanpassung erfordern, indem Systemhäuser und/oder teure Spezialisten zwischengeschaltet werden müssen. Hinzu kommt, dass die Unternehmenswelt mit disruptiven Techniklösungen nicht zurecht kommen kann. Es gilt, erst die Prozesse zu optimieren, um sich dann ganzheitlich auf neue dialogische Aktivitäten mit Kunden einlassen zu können. Ohne zeitgemäßes Information Management keine nachhaltig erfolgreiche “Digital Transformation”. Das ist wohl die Quintessenz aus dem, was die neuen Strategie von Canon als Partner der Unternehmenswelt ausmacht. Wir sind gespannt!

 

“Be Exzeptionell” — Das Video-Statement von Canon Deutschland Geschäftsführer Rainer Führes unterstreicht die Wichtigkeit, beim Information Management neue Wege zu gehen.

 

 

Auf Slideshare.com finden sich weiter wichtige Fachinformationen (in englischer Sprache)

 

ValueCamp! — Zukunft Zeitung mit FDI Mainz:Wiesbaden Bild 1

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Von Andreas Weber, CEO Value Communication AG

Das erste ValueCamp! Event in Mainz stellte ein spannendes Thema in den Fokus: Zukunft Zeitung. Eine exklusive Runde informierte und diskutierte. Vorausgegangen waren intensive Gespräche und ValueCheck!-Analysen, die beim ValueCamp! vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse, die sich aus Value-Sicht ableiten lassen, im Überblick:

  1. Die Rede von der “Print-Krise” ist ein abstruses, dummes und kontraproduktives Ablenkungsmanöver der Medien- und Verlagszunft, unterstützt durch naiv-devote Fachmedien-Berichterstattungen und Lobbyisten. Hierzu gehört auch das Debakel rund um das von den Medien/Zeitungsverlagen durchgeboxte Leistungsschutzrecht. Die sinnlose Schlacht gegen Google (als bisherigem Partner und Profitlieferant für Online-Werbung auf Verlags-Websites) ist verloren, die Zeitungsverlage in Deutschland werden drastisch an Traffic auf ihren “Digitalangeboten” im Web verlieren.
  2. Es gibt also eine veritable “Zeitungs-Verleger”-Krise, die auf dem Rücken der Mitarbeiter und Leser ausgetragen wird. Und die die aktuellen Marktentwicklungen völlig falsch einschätzt.
  3. Junge Zielgruppen (19 bis 29) wenden sich ab, nicht weil sie kein Print mögen (im Gegenteil!), sondern weil ihr Bedürfnis nach langen Textstrecken, die lesenswert und relevant sind, aber bei Digitalen Angeboten verpönt sind, von Zeitungsverlegern nicht adäquat angeboten werden. Daher werden Blogs und alternative News-Angebote bevorzugt, vor allem auch zum Meinungsaustausch über News (siehe reddit.com).
  4. Der “Bildungsauftrag” der Zeitungsverlage, wie er in Schwellenländern rund um den Globus unabdingbar ist, wird in der ersten Welt nicht mehr wahrgenommen. (Von Ausnahmen abgesehen, siehe Die Zeit). Gemeint ist, dass der Leser an Themen herangeführt wird, die er von sich aus nicht als wichtig erahnen und erachten kann.
  5. Diese (von den Zeitungsverlegern hausgemachte) Krise ist nicht neu, sie existiert seit rund 30 Jahren, da Leserinteressen nicht nachgekommen wird, was empirisch nachweisbar ist. Die Redaktion bestimmt, was publiziert wird. Kontinuierliche Leserbefragungen oder auch Leserreporter sind die seltene Ausnahme (v. a. bei Axel Springer SE).
  6. Zwangsläufig ist die Krise daher eine Content-Krise der Verlage, die auf Geheiss der Verlagskaufleute statt Qualitäts-Journalismus nur noch Quoten-Journalismus liefern, koste es was wolle. Es lebe das Spektakuläre, auch wenn es die Tatsachen nicht mehr korrekt wieder gibt.
  7. Sowohl Leser als auch Werbekunden der Zeitungsverlage wenden sich ab, weil Zeitungen in dieser Machart keine Wirkungskraft mehr entfalten und Misstrauen stiften.
  8. Zeitungsverlage, die noch in ihrem Kerngeschäft kostendeckend arbeiten können, werden durch die herbeigeredete Krise unnötig geschwächt. Denn:
  9. Für Werbungtreibende und Markenunternehmen entsteht eine prekäre Situation, da es ausser TV keine relevanten, zuverlässigen reichweitenstarken Medien mehr gibt. Daher werden andere Direktwerbeformen bevorzugt, die kein klassisches Medium mehr benötigen, da sie Kommunikation und Transaktion nahtlos verknüpfen (Aussenwerbung, Direkt-/Dialogmarketing, POS-Werbung und zunehmend Interaktionen über Social Media Plattformen).
  10. Pikant: Die Zeitungsverleger wie alle klassischen News-Anbieter inkl. Reuters, BBC und CNN haben vor Twitter kapitulieren müssen. Twitter ist das schnellste und wirksamste “News-Medium” geworden — lokal, regional, national, global. Das Angebot der Zeitungsverleger wird allerdings nicht substituiert, sondern schlichtweg nicht mehr gebraucht.

Epilog: Dank an Michael Lattreuter, Andreas Kaufmann und Ulrich Smets, FDI-Bezirk Mainz / Wiesbaden, für das Zustandekommen der Expertenrunde. Und an Jörg Blumtritt alias @jbenno für seine fundierten Beiträge aus Sicht der Medienanalyse und Marktforschung.

Wir sind gespannt, wie die Reaktionen anderer Teilnehmer ausfallen. Und greifen die Meinung anderer gerne auf. Es darf und muss bei einem so wichtigen Thema offen und nachhaltig diskutiert werden.

 

Per Klick zur Video-Dokumantation (10 Minuten, die sich lohnen)

 

Impressionen: 

ValueCamp! — Zukunft Zeitung mit FDI Mainz:Wiesbaden Bild 2

© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photos: Laurenz Lin, Mainz.

 

Vortragscharts von Andreas Weber

 

Value Art+Com — ValueTalk Wim Koning 28.08.2014 in Mainz.001

@ 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany. Photo by Andreas Weber

 

“Amazing ValueTalk! on the Innovation of the Print Business.And again, it happened in Mainz/Germany, Gutenberg’s hometown!” —Andreas Weber, Founder and CEO of Value Communication AG

 

By Şükran Ceren Salalı, Value Art+Communication Fellow

 

ValueLearnings 

  1. Personalization becomes more and more as an important fact for market products.
  2. Smart communications via print reduce prejudices on innovative and disruptive business ideas.
  3. A healthy human-to-business relationship leads people to Win-Win-Win results.

 

As we have already mentioned in many of our previous blog posts, we as people living in the age of digital transformation and also in the age of customer. Relying on that, we had a very nice and informative ValueTalk! with a successful business developer from The Netherlands, Wim Koning. [Please read and share our ValueCheck! Blog post “Digital Print/Cross Media Meeting with Wim Koning” by Sudarsha Rambaran as well.]

Koning is in the printing and marketing sector for a long time. He mentions that several years ago when he started to promote Photobook, he received very low expectations from those big companies in the printing sector: People will not use Photobooks.

As Koning also highlights by giving this example, people tend to disbelief such products and new ideas when they do not have enough information. Therefore, we need smart approaches to showcase new ideas and products in order to create the right impact on people and to convince them that these products are very useful.

The products Koning already introduced us were very catchy and practical. When you reach the website www.snapajack.com, you can choose from diffetent options of printable products as gifts, calenders and invitation cards. For instance, there is a printed calender which you can use as gifts to modify your car. On the printed sheet, you have screens covering chocolate bars and on the backside of each screen you have QR codes which provides you to have your product to renovate your car. These are accessories like a sound system, winter tires, or a new GPS.

Not only calenders, but also you can have personalized invitation cards, wine or beer boxes, playing cards or widely-sized greeting cards on printed sheets. This innovative approach also provides you to have many cards on one sheet. Koning as a smart communicator and innovator is very well awared that personalization becomes more and more important these days and all of printed products he shared with us provides customers to personalize everything. Especially, playing cards drew our attention during our ValueTalk as  the product is very suitable to showcase paintings of artists and screensheets are available to keep 55 cards which is very easy and smart to scan it.

Our Take

At the end of our ValueTalk! with business developer Wim Koning about his ‘very high valued application‘, we found his innovative ideas highly interesting and useful which are also closely linked with our business approach in which we value healthy customer relationship, personalization and innovative ideas as well as human-to-business approach with Win-Win-Win principle. We have the pleasure as we met and discussed with Wim Koning on his innovative applications and as a good speaker who knows the real value of communication!

 

Please check out our Video documentation as well:

Click and watch all slides incl. the YouTube video statements!

 

By Şükran Ceren Salalı, Value Communication Fellow

As a part of ValueArt+Com Project, I have also interviewed with international students who experience the city of Mainz by asking them the same question, what is the real value of communication, so as to learn their points of view. I would like to thank my friends for supporting this project.

I am very happy to meet them, like many other friends I have met here who made my stay a lot nicer while we were creating wonderful memories and experiencing the city of Mainz together.

 

Thaís Araujo Pérez  is a half Brazilian and a half Spanish Erasmus student who studies Medicine at Johannes Gutenberg Universität in Mainz for a certain period of time.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Willie Renévot is a French graduate law student and master in law who joint Erasmus program at Johannes Gutenberg Universität in Mainz.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Olga Megyesi is a Hungarian graduate business student who joint Erasmus program at Fachhochschule Mainz and started her master studies in Hochschule RheinMain in Wiesbaden, a city nearby Mainz. She now works in Ingelheim.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Pablo Ponz Pelufo is a Spanish Erasmus student who studies Art History at Johannes Gutenberg Universität in Mainz for a short period of time.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Erdem Fırat is a Turkish student who studies Medicine at Johannes Gutenberg Universität in Mainz.

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© 2014 by Value Communication AG, Mainz/Germany

 

Some useful background information: 

The Erasmus Program 

The Erasmus Programme (European Community Action Scheme for the Mobility of University Students) is a European Union (EU) student exchange program established in 1987. Erasmus+, or Erasmus Plus, is the new program combining all the EU’s current schemes for education, training, youth and sport, due to begin in January 2014.

Johannes Gutenberg-Universität

The Johannes Gutenberg University of Mainz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) is one of the best universities in Germany, based in Rheinland-Pfalz, Germany, named after the fabulous inventor and Man of the Millennium, Johannes Gutenberg. With approximately 36,000 students (2010) in about 150 schools and clinics, it is among the ten largest universities in Germany. Starting on 1 January 2005 the university was reorganized into 11 faculties of study.

 

 

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